Das Festival, die Promis und die Presse

Die Presse interviewt die Presse. Roger Schawinski wird vom eigenen Sender befragt.

Die Presse interviewt die Presse. Roger Schawinski wird vom eigenen Sender befragt.

Was ist das nur mit den Promis in der Schweiz? In Cannes, Berlin und an anderen internationalen Festivals ist die Aufteilung ganz klar: Auf dem Teppich die Stars, hinter der Abschrankung die Presse. Es gibt nirgends im Filmbusiness eine Verbrüderung zwischen den Berichtenden und den Darstellenden – im Gegenteil, in Hollywood werden die Paparazzi sogar richtiggehend gehasst, ab und zu auch mal von einem Schauspieler verprügelt.

Und in Zürich? Nun, dieses Jahr war nicht so viel Presse am grünen Teppich wie in früheren Jahren. Zum Teil lag das daran, dass die Festivalleitung  dieses Jahr keinen skandalumwitterten Superstar wie John Travolta (schwuler Scientologe), Morgan Freeman (hat seine Enkelin gescharwunzelt) oder gar Roman Polanski (verurteilter Kinderschänder) einlud. Na ja, Marc Foster war da. Aber erstens hat er den alten, stylischen James Bond abgemurkst und durch einen Gorilla ersetzt, und zweitens hat er keinen interessanten Skandal vorzuweisen. Kein Grund also, am Teppich hysterisch zu werden.

Aber zurück zum Thema: Der Hauptgrund dafür, dass es dieses Jahr weniger Journalisten AM grünen Teppich hatte, war, dass so viele Presseleute AUF dem grünen Teppich posierten. Nicht nur die Grössen wie Roger Schawinski (mit Taliban-Bart), sondern auch Journalistinnen von «20 Minuten», natürlich die ganze SRF-Moderatoren-Truppe (die eh nie genau weiss, auf welche Seite sie gehört) und sogar Flavia Schlittler, die People-Journalistin beim «Blick», hats endlich auf die andere Seite der Absperrung geschafft. Die letzten Jahre kam sie immer im Abendkleid an den grünen Teppich, diesseits der Promi-Absperrung, was mich persönlich immer etwas deprimierte. Nun, endlich gehört sie dazu.

So musste die Hälfte der geladenen Pressepromis auch den eigenen Kollegen Interviews geben, in denen sie originelle Fragen nach ihrem Lieblingsfilm beantworteten, und sie konnten von der Höhe des Teppichrandes Luftküsschen und Handshakes an die Leute verteilen, mit denen sie am Montag wieder im selben Grossraumbüro sitzen. Offenbar haben wir in der Schweiz einen Mangel an Promis, sodass die Presse diese Lücke selbst füllen muss.

Aber grundsätzlich, was macht einen Promi aus? Nun, man spricht von «den Reichen und Schönen», was verständlich ist, denn meist sind sie entweder reich oder schön, selten beides. Und es ist eine Art symbiotischer Selbstläufer: Die Promis liefern Geschichten für die Presse, die Presse macht Promis, die wiederum Geschichten liefern. Und so weiter. Talent und Leistung spielen nur am Rande eine Rolle.

Die Party

An der Afterparty nach dem Eröffnungsfilm trafen sich dann dieselben hundert Leute, die immer an solchen Anlässen herumhängen. Im Glanz der versammelten Schweizer Prominenz sonnten sich dann die geladenen Gäste aus der Wirtschaft, sprich Sponsoren. Leute, die mit Film so viel am Hut haben wie ich mit Bauchtanz. Aber, wer zahlt, befiehlt. Und natürlich bezahlen Männer. Auf der veröffentlichten Gästeliste steht unter «Wirtschaft» nicht eine Frau. Nicht eine Einzige. «Wir hatten mal eine, ehrlich», erklärte mir eine PR-Frau des Festivals, die sei aber nicht mehr aufzufinden gewesen.

Die Lokalität war sowohl aussergewöhnlich wie auch schwierig. Die Party fand im Globus am Bellevue statt, sodass die Gäste ihre Drinks zwischen Kühlregalen und Haushaltsartikeln einnahmen. Für eine Underground-Party die ideale Location, für Damen in Roben und Herren im Smoking etwas gewöhnungsbedürftig.

Carlos Leal war da, der arme Kerl wäre wohl lieber zu Hause bei Frau und Kind gewesen, aber zurzeit ist er in Zürich gefragt. Er war schon auf der VIP-Party des Zürich Openairs und wird wohl auch an der «Who is Who»-Party im November wieder anwesend sein. Und der Sennentuntschi/Missen-Massaker-Steiner war da (ebenfalls bereits an der VIP-Zürich-Openair-Party) und natürlich unsere Filmikone Imboden. Dann selbstverständlich It-Dame Sabrina Pesenti mit ihrem Darryl und die üblichen Verdächtigen. Und, auch wie immer,  jede Menge junge Damen, von denen man nicht genau weiss, worin ihr Talent liegt, die aber einfach an solche Anlässe gehören. Ich hab mir überlegt, ob ich bleiben soll, bis alle gut Cüpli getankt haben, um dann die peinlichen Geschichten aufzuzeichnen. Aber seien wir ehrlich, die Geschichten wären im Vergleich zu anderen Zürcher Partys  wahrscheinlich eher etwas langweilig. Und überhaupt, wen interessierts?

Liess sich Melanie von Irina Beller inspirieren?

Liess sich Melanie von Irina Beller inspirieren?

Nun ja, und was gabs noch? Nicht viel. Offenbar darf man den Einfluss von Frau Beller auf die Szene nicht unterschätzen, haben sich doch einige Damen, darunter dieses Model mit dem fiesen Lachen und ihre Freundin Melanie Winiger, von ihr inspirieren lassen. Sie wissen noch? DIE «Who is Who»-Party, an der Beller mit diesem Kleid auftauchte?

 PS: Für das Festival selbst ist der Mangel an Promis und Presse gar nicht schlecht. Für einmal haben die 120 Filme etwas mehr Gewicht.

71 Kommentare zu «Das Festival, die Promis und die Presse»

  • KMS a PR sagt:

    solche anlässe, und auch die artikel dazu, werfen mich in meinen therapiebemühungen um jahre zurück. und welche wahre grösse nimmt da teil -richtig – keine. der rosche ist eh bei jeder „hundsverlocheten“ anzutreffen; ich glaube ein mikrofon hat bei ihm ähnliche wirkung wie viagra. lustig auch frau winiger. mit zunehmendem alter sprich abnehmender nachfrage, erhöht sich die präsenz. daher wohl auch das fasnachts-kostüm. kommen wir wieder zu meinem problem. an solchen anlässen sieht man, HAUFENWEISE GUCCI-TÄSCHCHEN…..AAAARRRGGGGHHHHHH……..

  • Adam Gretener sagt:

    Roschee scheint sich ja tatsächlich premortal zu mumifizieren. Aber wo waren die richtigen Promis wie DJ Antoine, Hanf-Ueli oder der Verkäufter vom Fotogeschäft am Lochergut?

  • Kurt Elser sagt:

    Schawinski sieht ja grässlich aus. Als hätte er eine Hautkrankheit!

  • Grohe Barbara sagt:

    Viel Lärm um Nichts und ein grosses Geschäft für die Kinos. Haben vom Kollegen 2 Eintrittskarten für Abendvorstellung von Hugh Jackmans neuem Film übernommen. 50Fr. pro Ticket. Kino war voll. Der Film lief in zwei Corso Filmsälen im Abstand von 30 Minuten. Hugh Jackman erschien in beiden Sälen für ca. 5-10 Minuten. Dann lief der Film. Sorry. Da wird heftig abkassiert. Da lobe ich mir die Vorstellungen des Arthouse Lunch-Kinos in denen manchmal Prominente wie Schauspieler oder Regiseure eingeladen sind, die das Publikum begrüssen und nach dem Film noch für eine Stunde über den Film erzählen und Fragen beantworten – und das ohne einen Preisaufschlag von über 100%. Margrethe von Trotta, Fatih Akin und Moritz Bleibtreu sind ja nun auch keine Nobodys.

  • Lewis Dagwart sagt:

    eigentlich hat marc forster den gorilla schon am set vorgefunden. der wurde ja bei casino royal eingewechselt und dieser film ist von martin campbell.

  • Beat sagt:

    Mehr intellektuelle Glanzleistungen und weniger Promisucht von Journalisten fände ich auch mal grandios.

  • Albert Seiler sagt:

    Deswegen heisst der Anlass ja auch ZFF: Zero Famous Festival.

  • Auguste sagt:

    hmm…, schöner staureport vom roten geläuf – so geschmunzelt. das schawinski-interview durch seinen eigenen sender war doch einfach ein selbstgespräch mit grösseren mitteln – wie die meisten seiner interviews mittlerweile, möchte man anfügen. eine weitere nicht-premiere an einer scheinbar sowieso etwas premierenarmen veranstaltung von lokalrang. der beller-style breitet sich weiter aus in der hiesigen promilandschaft. mag der anlass auch noch so mittelprächtig sein, die nippel hat’s noch nie gestört.

  • Hugo sagt:

    Das unnützesete Festival der Welt. Marginalee‘ Gäste von gestern einladen und mit viiiel Geld ’sogenannte Preise‘ verteilen. Zürcher tubeli Festival..Der beste Preis wäre der GOLDENE CERVELAT. 1:12.

  • Marcel Claudio sagt:

    Hoppala – jetzt bin ich doch grad mal erschrocken über das Foto von Roger Schawinski – der wirkt irgendwie als würde er sich in eine frühzeitliche Form der Menschheit zurückentwickeln …zurück ins Jahr 10000 bc

    Ist das sonst niemandem aufgefallen? Oder wurde da mit Fotoshop geschummelt?

  • Caraillo Gazzo sagt:

    Haha! Eben habe ich g&g geschaut! Genau die Psycho- und Mongo-Party wie von Reda beschrieben.

  • Maiko Laugun sagt:

    Geniesst man Cervelat-Prominenz eigentlich mit oder ohne Senf?

  • Irma Schwarz sagt:

    Oh, das gute an solchen Anlässen ist, dass die C Promis nach einem Glas Champagner vergessen, dass es ein morgen gibt und so frisch und fröhlich aus dem Nähkästchen plaudern, dass es weh tut. So hat unsere Stadtpräsidentin schon mal ein
    Rotsignal überfahren und Melanie war ZWEI Jahre auf Bewährung 8-/ da staune ich. Denn: sollen wir das wirklich wissen? Nicht dass Melanie uns besonders interessieren täte. Aber von meiner Stadtpräsidentin erwarte ich schon eine reine Weste. Schliesslich will ich ja nicht von ihr über den Haufen gefahren werden.

  • Marcel Claudio sagt:

    Reda: Mich interessiert eigentlich nur : Hat jetzt „unsere“ Melanie Winiger was laufen mit Campino oder nicht?
    Das wäre doch ein neues Traumpärchen – kann mir gut vorstellen, dass Melanie auf so einen Punkrockurgestein wie Campino abfährt – vermutlich darum auch die grünen Haare!
    .
    Und Reda – ist was dran?

  • Maiko Laugun sagt:

    Ist alt BR Leuenberger mit seinem teuren deutschen Automodell mit den 4 Ringen (schnellste Version) vorgefahren? Früher kurvte er damit immer mehr als nur rasant in und um Zürich herum, obwohl er in TV-Reportagen jeweils sagte, dass er Tram- u. SBB-Fahrer sei, auch für die Fahrten ins Bundeshaus. Aber die Welt will ja betrogen sein und er hatte hoffentlich einen schönen Abend mit dieser Cervelat-Prominenz. Hauptsache, er konnte den Anschein erwecken, er sei noch immer an Kultur interessiert. Oder hat er nur auf ein neues und lukratives VR-Mandat in der Filmbranche gehofft?

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich seh ihn ab und zu im Tram. Und ALLE wurden von solchen Autos vorgefahren. Die sponsern das Festival 😀

      • Maiko Laugun sagt:

        Der benutzt das Tram nur, wenn er mit Journalisten rechnet. Leuenberger hatte früher ZH-Schilder und nicht von BE. Aber vielleicht gibt es im Bundeshaus auch eine schwarze Kasse für private Vorlieben, getarnt als Kultur-Subventionen. Wer weiss denn das schon so genau…

      • KMS a PR sagt:

        der moritzli ist ein typischer cüpli-sozialist. wasser predigen und wein saufen.

  • Irene Steiner sagt:

    lustiger Artikel und lustige Kommentare

  • Jaguar sagt:

    Bravo, Reda, Du hast es geschafft, dabei zu sein. Nächstes Jahr wirst auch Du das Grüne unter den Füssen haben und ins Blitzlichtgewitter winken. Dich hätte ich gerne an der Party getroffen um mit Dir so richtig abzulästern, aber so richtig versteht sich.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ja, ich bin noch immer zutiefst verletzt, weil ich nicht interviewt und auf den Teppich gelassen wurde, obwohl ich schon seit IMMER übers Festival berichte. Darum muss ich jetzt aus verletztem Ego über den Anlass ablästern. 😉

      • Irma Schwarz sagt:

        Lieber Reda, das habe ich heute auch gedacht. Heuer lästerst du, und nächstes Jahr bist du dann selber auf dem grünen Teppich, vielleicht mit Sarasin. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Weisst, der MvH hat das früher auch so gemacht. Über die a,b,c Promis gelästert und jetzt ist er selber eine Diva.

        • Réda El Arbi sagt:

          Ich habs hinter mir. Meine 15 Minuten Ruhm hatte ich, als 2010 im „Who is Who im Zurich“ gleich neben Roger Köppel abgedruckt wurde. Die nächst höhere Weihe wär der Pulitzer-Preis.

          • Irma Schwarz sagt:

            Eben 😉

          • Jaguar sagt:

            Nimm es sportlich, Reda. In dieser Stadt werden die wahren Stars und Helden ja oft verkannt.

          • Marcel Claudio sagt:

            Reda: Vom zürcher Cervelat-Prominenz-Nachschlagewerk gleich zum Pultizer Preis….da gibts doch ein paar Stufen dazwischen z.B.
            den zürcher Journalisten Preis
            den Theodor-Wolff Preis
            den Henri Nannen Preis
            den Dr. Karl Renner Preis

            Würde zuerst noch ein paar von denen abgrasen, bevor Du den Pulitzer in Angriff nimmst!

            PS Was muss man eigentlich dafür tun, damit man in Züri Who is Who kommt??? Also wenn es schon die Bellers schaffen…naja

  • Hans Meier sagt:

    Da hat ja eine Bell Generalversammlung die besseren Leute! Da kann ich nur noch heulen!

  • ingrid notter sagt:

    Als Gästebetreuerin denke ich, könnte das Tagi ja auch die jungen Wettbewerbs-Filmer, Produzenten und Schauspieler/innen in den Vordergrund stellen. Die sind happy hier zu sein, diese Chance zu kriegen. Und ganz wichtig, sie geniessen Zürich total.

    • Réda El Arbi sagt:

      Ich hab meinen Party-Bändel (Eintritt) an eine junge Dame aus der Filmindustrie weitergegeben. Die hatten nämlich keine Einladung zur Party, obwohl das Netzwerken für diese jungen Leute um Einiges wichtiger ist, als für die, die bereits Erfolg hatten.

    • Jaguar sagt:

      Ganz einfach Frau Notter, Sie hätten nur einen Interview-Termin mit all ihren betreuten Gästen und Reda El Arbi vereinbaren sollen, dann wäre die Sache für Sie und Ihre werten Gäste erst richtig ins Rollen gekommen. Ihre Filmer, Produzenten und Schauspielerinnen/er und Schauspieler/innen wären jetzt ganz gross draussen und erst recht berühmt. Man muss einfach die richtigen Leute kennen und die sind (noch) nicht auf dem grünen Teppich zu finden.

      • ingrid notter sagt:

        Hm. Ich glaub es sind 500 Presseleute hier. Da geht schon was ab. Und pro und contra sind ja immer vorhanden. Eigentlich waren auch alle gãste auf der Liste. Danke für die tolle Geste.

  • Huwyler Esther sagt:

    Herrlich: Reda, peinlich: der ganze Rest!

  • Arthur Mojonnier sagt:

    Bei Herr Steiner fehlt noch der Zusatz „/Economiesuisse“. Es wär mal an der Zeit, dass sein Propagandavideo geleakt wird, ist mit Sicherheit erheiternd.

  • alessandro portmann sagt:

    Um gotteswillen, wie sieht „Roger“ äh sorry, Hr.Schawinski denn aus?? Total ungepflegt, keine Frisur, wilder, ungepflegter Bart, zu viel offenes Hemd und und.. Ha, fühlt sich als „Robin Hood“ seit er jetzt dieses elektrische Auto fährt.. Ich weiss, jeder/jede kann daher kommen wie er will, OK, aber bittedoch, bei einem offiziellen Empfang geht man(n) nicht im Schmudellook. Daheim vielleicht im Keller beim entrümpeln.. Jetzt im höheren Alter und mit den vielen Millionen (Dank TAG!) lässt sich Roger offensichtlich total hängen.
    ps.: Auch eine Zumutung für seine Gesprächspartner im TV..
    Dass deWeck da nicht interveniert (eine Frage)

  • Just Justin sagt:

    Das war dann imfall Martin Campbell, der aus dem James einen Gorilla gemacht hat. Marc hat im lediglich die Ketaminspritze ins Fell gejagt.

  • Andreas Müller sagt:

    Herrlich geschrieben! Wir freuen uns schon alle auf den Moment, wo dann endlich auch das versammelte Investigativ-Team vom Mamablog und vielleicht noch ein paar Radiomoderatoren superspannende Interviews geben…

  • Hugentobler sagt:

    hahaha..
    hab mich selten so köstlich amüsiert ab einem Artikel von dir Réda 🙂
    Hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen .. und ehrlich .. Schawi sieht
    mit diesem Backengefransel wirklich Sch… aus.

  • Marc Freyburger sagt:

    Ach wie unglaublich angesagt! Party im Globus, Hochzeit im Möbelhaus – total cool und abgefahren, diese hippen Locations heutzutage. Und dann all die Medien-Rogers, die an solchen Anlässen rumlungern und Stumpfsinn von sich geben. Ex-Missen, die reumütig vom Big Apple zurückgekehrt sind, weil ihnen der Lee-Strasberg-Schnellbrüter nicht zur erhofften Schauspielkarriere verholfen hat. Trophy-Wives und Milliardärsanhängsel die nichts gebacken kriegen. In der Promikloake (Sumpf wäre ein Euphemismus) vernetzte g&g-Leute, die sich in ihren Beiträgen am liebsten selber sehen. Mainstream-Sprechsänger, pensionierte Gekkos mit betrügerischer Vergangenheit, Werber (dazu braucht es kein vernichtendes Adjektiv) und allerhand Gestrafftes, Geglättetes und Aufgepumptes. Wie um Gottes Willen soll denn so das amateurhafte, provinzielle ZFF zu einem A-Festival werden?

    • diva sagt:

      wunderbar, ihr kommentar! ich finde diesen anlass zum lachen und hochnotpeinlich, seit es ihn gibt. aber unser pseudo-promis müssen sich doch einmal im jahr auch öffentlich zelebrieren dürfen. nicht wahr? 🙂

  • daniel hofer sagt:

    Ein Filmfestival ist nichts Schlechtes, wenn der Effekt „mehr Kinoeintritte“ ist (besser als Glotzeschauen oder am Handy rummachen). Aber he, was hat der Hobbitsozi Berset dort verloren? Immerhin, das Bild mit ihm, der mehrfach totalgescheiterten Möchtegernactrice Winiger und der absoluten Metaschreckschraube Strittplatte ist krasser Kult!!!

  • Reto Suter sagt:

    Das Festival ist eine gute Sache, aber die Beflaggung echt schlimm. Was vor allem an den Fahnen im SA-Gedenkstil liegen dürfte. Es wirkt schlichtweg faschistoid, wenn in einem so goldenen Herbst in der City derart düstere Fahnen wehen.

  • Peter Enis sagt:

    Du schreibst darüber.

  • Richi sagt:

    Einer der besten Berichte bisher zum ZFF, merci Herr El Arbi. Sie sind ehrlich, im Gegensatz zu ihren Kollegen! Die Filme sind in Zürich doch eher eine Nebensache und ausschliesslich der Aufhänger für die Parties.

  • Rüdiger sagt:

    Was hat Winiger an einem Filmfestival verloren?

    • Manuel sagt:

      Achtung, fertig, Charly.

        • Irma Schwarz sagt:

          Eben nicht Achtung, Fertig, Charlie! Auf die frage eines Journies, ob Sie auf den neuen AFC gespannt sei, reagiert sie mit: nei, gar nöd. Ach, diese Frau will und will nicht erwachsen und ein kleines bisschen Gescheiter werden. Und dann noch dieser Balkanslang. Wääck!

          • Katja Traum sagt:

            Da steht sie mittlerweile auch völlig drüber. Jetzt macht sie nur noch hochklassige Filme so wie ihr letztes Werk mit Max Long. (sorry hab leider den Namen vergessen).

          • Maiko Laugun sagt:

            @Irma Schwarz: Charlie hatte zuviel Stress, vor allem weil dieser eine Neue hat. Ausserdem war Charlie schon immer ein halber Mann, was wiederum erklärt, warum der Stress eine Neue hat 🙂

          • Adam Gretener sagt:

            Irma, das ist doch kein Balkanslang, das ist eine richtige Zürifrässi. Echt jetzt.

  • maze sagt:

    Ist Schawi absichtlich so golden angepinselt, dass er zum Festival Corporate Design passt? 😀

  • Thomas Maurer sagt:

    Nun, das ganze ZFF ist ja ohnehin nur die Parodie eines Filmfestivals. Mal ehrlich, nur damit Frau Schiltknecht – Bankiersgattin und Ex-Miss-Irgendwas – „mal was Eigenes hat“, müssen wir doch nicht diesen ganzen peinlichen Zirkus über uns ergehen lassen, oder?

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, unter den 120 gezeigten Filmen hats einige Perlen. Das ganze Drumherum… 🙂

      • Geezer sagt:

        stimmt. es hat sicher ein paar interessante streifen darunte.

        @Maurer: absolut einverstanden. das herumhampeln dieser möchtegern drittklassigen vip’s ist echt zu peinlich. schweizer haben mal null glamour-faktor. wollen darum alle immer vip sein in diesem land? mich schaudert…….

        • Lorenzo Bodmer sagt:

          Bin etwas enttäuscht von Réda, offenbar ist er ein Sozi-Freund oder fürchtet sich vor seinen linken Tagikollegen. Den aalglatten Berset hätte man mindestens erwähnen sollen.

          • Réda El Arbi sagt:

            Ich hab auch die anderen Politiker nicht erwähnt, obwohl die für Zürich relevanter wären. Stadtratskandidaten, und andere.

  • Hannes Wanner sagt:

    Schön beobachtet Herr El Arbi. B/C-Promi sein wird auch immer härter und was die alles über sich ergehen lassen müssen.

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