Ein Zürcher in Basel

Man merkt an manchen Stellen, das Albert Hoffmann in Basel das LSD erfand. Graffiti in der Nähe des Lunique.

Man merkt an manchen Stellen, dass Albert Hoffmann in Basel das LSD erfand. Graffiti gegenüber der Bar Lunique.

Bei unserem Stadtblog-Blick über den Tellerrand zu anderen Städten und Städtchen der Schweiz darf natürlich Basel nicht fehlen. Ja, Sie erwarten jetzt sicher, dass wir als Zürcher über Basel lästern. Aber nein, das ist uns zu billig. Aber lesen Sie selbst.

Das Meiste, was ich über Basel zu wissen glaube, hat mir sicher ein FCZ-Fan erzählt, und gilt so nicht als vertrauenswürdig. Als ich am Bahnhof Basel aussteige, fällt mir als Erstes auf, wie gepflegt die Basler gekleidet sind. Klar, ich bin mitten in der Rushhour eingetroffen, und viele sind sicher auf dem Heimweg von der Arbeit. Trotzdem, irgendwie fehlt ein wenig die abgefuckte Schlampigkeit, die zu jeder Tages- und Nachtzeit in Zürich am HB anzutreffen ist. Sogar die Randständigen rechts neben dem Bahnhofsausgang sind sauber gekämmt und die Bärte schimmern wie nach einer Pflegespülung.

Adrettes Grossbasel

Nun, «adrett» ist der Begriff, der den ersten Eindruck, den ich von diesem Teil Basels bekomme, am Besten umschreibt. Ich werde von einer Baslerin abgeholt, die sich bereit erklärt hat, mich ein wenig durch die Stadt zu führen. Zuerst will ich einen Kaffee. Der erste Kaffee sagt für mich vieles über eine Stadt aus. Ich werde aus dem Bahnhof in einen kleinen Park geführt. «zum ehemaligen «Totehüsli», das jetzt «Zum Kuss» heisst. Beides sehr vielversprechende Namen.

Der Park, die Elisabethenanlage, entpuppt sich als ein aufgewerteter Ort, an dem früher  Penner und Junkies rumgegammelten. Inzwischen sauber aufgeräumt und durch eine recht schöne Cafébar geschmückt. Witzig sind die Liegestühle, die auf eine kleine Wiese und den Weg ausgerichtet sind. Ich bestelle einen «Latte» mit zwei Espressi, worauf nachgefragt wird, ob ich einen Latte Macchiato meine. Das kenn ich ja schon aus Bern. Die Bedienung ist freundlich, aber ein wenig langsam, der Kaffee gut und bezahlbar. Nach Zürcher Verhältnissen. Ich kann sogar mein Handy an der Bar abgeben und aufladen lassen. Sehr freundlich. Und wir gehen weiter.

Atlantis ruiniert

Wir kommen am Atlantis vorbei, dass ich noch aus meiner Jugend zu kennen meinte. Aber vom alten Tis ist nichts mehr übrig. Das Lokal sieht aus, als ob zwei «Miami Vice»-Fans mit zuviel Geld ihren feuchten Traum eines 80er-Jahre-Clubs verwirklicht hätten – und das nicht in «Retro». Pfirsichfarbenes Neon, gemischt mit cremefarbenen Bezügen würgen jedes Geschmacksgefühl ab. Drin sitzen ein paar Expats, die sich in Englisch unterhalten, nebenan einige Leute, die sich im Kaufleuten vor 15 Jahren auch wohl gefühlt hätten. Schnell weiter.

Wir kommen am Restaurant «Brauner Mutz» vorbei, nach Aussagen meiner Basler Quellen, ein Aufenthaltsort des Basler Daigs. Ich werfe einen Blick hinein und finds eigentlich recht gemütlich. Eine alte Beiz mit viel dunkelm Holz auf der einen Seite, eine kleine Bar mit Yuppies auf der anderen. Die älteren Gäste der Beiz könnte man ohne weiteres auch in einer Altersheim-Cafeteria antreffen, wäre da nicht der teure Schmuck und die exquisiten Kleider.

Basler Daig

Ich erkundige mich nach dem Basler Daig (Teig, Knetmasse), der einflussreichen Klique der reichen Basler. Nun niemand wisse irgendwas Genaues, erklärt mir meine Führerin. Es ist nicht wie beim Zürcher «Who is Who», wo jährlich die 200 einflussreichsten Zürcher die 200 einflussreichsten Zürcher nominieren. Wer dazugehöre und wer nicht, habe mit Familienzugehörigkeit zu tun, aber reich sein alleine reiche nicht aus. Nicht alle aus der Familie gehören dann auch dazu (Nein, unser Stadtblogger Sarasin gehört NICHT zum Teig). Es sei so, dass der innere Kreis (Gigi Oeri und Gigi Oeri) schon bekannt sei, aber der Rest sei nicht so einfach zu definieren. Aber es helfe, wenn der Urgrossvater eine Bank oder eine Pharmafirma (was für ein schönes Wort) gegründet habe.

Weiter gehts. Meine Stadtführerin klärt mich auf, dass wir durch die Steinen über die Brücke nach «Chlaibasl», «Glaibasel» oder wie immer man das in korrekter Schreibweise wiedergibt,  gehen. Auf dem Weg seh ich ein Lokal, dass sich «Fumare Non Fumare» nennt und in mir die Sehnsucht nach einer Zigarette weckt. Wir gehen rein und ich stehe in einer Halle voller Nerds, Studenten und wahrscheinlich auch Mitarbeiter der Tageswoche-Redaktion eine Tür weiter. Die Dreitagebärte und die Wollmützen sind ähnlich intensiv gestreut wie in Zürich. Ich gehe durch die sehr schöne Halle runter zum Fumoir. Da wiederum versammeln sich vom Teenager bis zu den drei griechischen Opas alle, sehr gemütlich.

Grossbasel vs «Glaibasel» (oder wie man das schreibt …)

Mir fällt auf, dass die Trams (Drämmli) hier nach der gleichen Logik nummeriert sind, wie in Zürich. nach gar keiner. Es gibt einige Nummern, andere nicht. Wir gehen auf jedenfall weiter über die Brücke ins andere Basel.  Ein Zürcher Freund, der seit Jahren in Basel lebt, hat mir verraten, wie er sich schützt, wenn seine Basler Freunde wieder mal über Zürich lästern. Er macht einfach eine Bemerkung, wie viel besser Kleinbasel als Grossbasel sei, oder umgekehrt. Der Streit, der dann unter den Baslern losgeht, lasse sie sofort Zürich vergessen. Offenbar ist Kleinbasel sowas wie unser Kreis 4, während man Grossbasel mit dem Seefeld gleichsetzen könnte. Jedenfalls soweit ich das verstanden habe.

Die nächtliche Skyline über dem Rhein.

Die nächtliche Skyline über dem Rhein.

Ich werfe einen Blick über die Brücke zurück und sehe die Skyline Basels über dem nächtlichen Rhein. Und ehrlich, das hat schon was. Könnte man sich dran gewöhnen. Wir schlendern weiter am Rhein entlang, vorbei an den «Buvetten», alten Eisencontainer, die zu temporären Beizen umfunktioniert wurden. Ein wenig bedauere ich, dass ich nicht an einem Sommerabend vorbeigekommen bin. Hier scheints recht gemütlich zu sein. Aber das kann ich ja mal wiederholen. Wir gehen ein paar weitere Schritte bis zur Kaserne.

Diese wiederum wirkt mir sehr vertraut. Die Kaserne müsste man sich als grosse Gessneralle vorstellen, ungefähr dieselbe Klientel und auch ein Mix aus Kultur und gemütlicher Lebensfreude. Hierher könnte ich also jede Zürcher Grafikerin ausführen, ohne dass sie irritiert wär. Und so gehts gleich weiter.

Gemütlicher Ausklang

Vorbei am Gatto Nero, einem Café, das man gut auch am Idaplatz hätte ansiedeln können, gehts runter zum Hafen. Ich müsse mir unbedingt die Zwischennutzung des alten Hafens ansehen, haben mir alle Exilbasler ans Herz gelegt. Wir wandern eine Weile, offenbar gehts zu Fuss bis ins Dreiländereck (nächstes Mal nehm ich mein Velo mit), bis wir vor ein paar kleinen Holzhütten stehen, in denen eine kleine Bar eingerichtet ist. Pärchen und kleine Gruppen trinken Bier und blicken über den nächtlichen Rhein. Es kommt etwas Urlaubsstimmung auf. Die Hütten, so lasse ich mit sagen, seien die gleichen Favelas, wie die, welche die Polizei neben der Art Basel brutal und ohne Grund geräumt habe. Naja, für mich sehen sie weniger wie Favelas und mehr wie Marronistände aus, aber ich sag nichts. Ich sitze einfach friedlich da und lasse den Abend ausklingen.

Fazit: Basel ist auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert, das kleine Geplänkel zwischen unseren Städten macht es eigentlich nur noch reizvoller. Ich habe noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt und doch schon einige Orte und Atmosphären gefunden, an und in denen ich mich wohl, ja fast schon zuhause fühlte. Fussball war weder während der Vorbereitungen noch während des Aufenthaltes ein Thema, was mich beruhigt. Natürlich werde ich Basel während der (überall unterschwellig anwesenden) Fasnacht meiden. Aber eben, jede Stadt hat ihre Bürde zu tragen. Die Basler haben die Fasnacht, wir müssen uns mit der Street Parade auseinandersetzen. Für mich ist das in etwa das Gleiche.

119 Kommentare zu «Ein Zürcher in Basel»

  • Tina sagt:

    sagte Ihnen doch schon nach Ihrem Berner-Ausflug Herr Réda, dass Sie sich nach Basel aufmachen sollen 🙂
    Und ich freue mich festzustellen, dass Ihnen der Trip gefallen hat. Basel ist halt einfach so unaufgeregt und muss sich und der Welt nichts beweisen – sie ist einfach gut! Beim nächsten Mal unbedingt noch im Tabourettli vorbeischauen und in der Hasenburg oder dem Gifthüsli einkehren.

  • Bruno Froehlich sagt:

    Komisch, habe als Zuercher, zwei Jahre Filialleiter einer Personalberatung an der Freien Strasse, die Stadt lebendiger als hier beschrieben erlebt, Nun gut, ist auch gut 40 Jahre her. Wie auch immer, einige Stunden voellig unzureichend auch nur einen Bruchteil der Stadt zu entdecken, hoffe die Offenheit der Basler im Umgang mit den Zuerchern ist geblieben, zu meiner Zeit freuten sie sich Spalenbergisch wie einst Ruedi Walter und Margrith Rainer in der gleichnamig Radio Sendung ueber freche Konter auf ihre Witzeleien ueber Limmatstaedter. Der Fasnacht ausweichen, auf die Idee kommt nur ein Zueercher Banause. Der Morgestraich ein Abrechnungsritual ueber die ganze CH. Das Gaesslen in den Stunden vor Fasnachtschluss in den kaum erleuchtet Gassen, das ist Poesi, der stille Gegensatz des berauschenden Samba in Rio, d a s Erlebnis fuer Geniesser unterschiedlichster Lebensgenuesse – leider war ich noch nie in Rio . . .

    • Roland sagt:

      Wenn sich das Abrechnunsgritual auf den Morgestraich beschränkt und 364 weitergedöst würde, ist das nicht sehr effizient.

      • Bruno Froehlich sagt:

        Auch Karikaturisten und gescheidete Filmemacher vermoegen nur den kleinsten Teil der menschlichen Gewohnheitstiere zu veraendern. Die Basler haben wenigstens mit dem Versuch noch ihren Spass und freue sich schon wieder ungeduldig auf den naechsten Straich, als Zuercher goenne ich denen das sehr . . .

        • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

          Lieber Herr Froehlich – In Basel aufgewachsen habe ich schon viele Fasnachten dort erlebt und auch einige aktiv mitgemacht – dieses mystische Gässeln inmitten einer Altstadt aus dem 14. Jahrhundert ist halt schon was spezielles – im Fernsehen bekommt man diese einzigartige Stimmung nicht mit. Auch als ich dann über 20 Jahre in Zürich gewohnt habe, bin ich regelmässig an die basler Fasnacht gefahren – back to the roots.
          In Rio war ich 1983 mal am Karneval, in den Strassen und auch im Sambadrom – war schön, aber irgendwie habe ich etwas mehr erwartet. Der Carneval hier in Uruguay ist ähnlich wie der brasilianische Carneval – liegt vermutlich dran, dass Montevideo im 19. Jh. mal Sklavenhandelsplatz war.
          Viele Grüsse nach Spanien – Marcel
          PS habe mal versucht, Sie im Internet ausfindig zu machen dort in P. – aber leider nichts gefunden – Sie sehen ja viele Dinge sehr ähnlich wie ich – vielleicht könnten wir uns ausserhalb des Newsnets noch etwas austauschen.
          @Reda: Kannst vielleicht den Go-Between machen und Herrn Fröhlich mal meine e-mail weiterleiten – wenn das möglich ist – besten Dank!

  • Henriette sagt:

    Was in Basel wird Fussball gespielt? Da haben Sie wieder was von uns Zürchern gelernt, sehr gut. 😉

  • Andreas Schmid sagt:

    Als 70-jähriger Stadtbasler, der seit 35 Jahren in Zürich zufrieden im Exil lebt, und ausser dem FCB nur noch wenig mit seiner Ursprungsheimat am Hut hat, darf ich immerhin attestieren, dass der Artikel ebenso nett wie trefflich geschrieben ist. Wobei es über Basel sehr viel mehr zu schreiben gäbe, denn es gibt zahlreiche schöne Ecken, auch in der Altstadt.

    Immerhin nachvollziehbar, dass der Autor einen grossen Bogen um den St. Jakobpark gemacht hat ;-)))!

  • KMS a PR sagt:

    jetzt wissen wirs – ich bin zu schnell für diese welt!! – „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.“ *wieher*

    • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

      Uiii Herr Rittermann haben Sie denn in Zürich mittlerweile auch schon Glasfaserkabel, dass Sie soooo schnell sind – als ich damals von Zürich weggezogen bin, waren die Brieftauben noch der letzte Schrei!

    • Maiko Laugun sagt:

      Wiehern tun nur die Pferde am Basler Tattoo und am Zürcher Sechseläuten.

  • Rosa sagt:

    In jedem Land gibt es eine kulturelle Leitregion, Zürich erfüllt diese Aufgabe für CH sehr gut, dabei sind andere Städte so auch Basel natürlich auch mal eine Reise wert.

  • urs bilger sagt:

    faehrt der zug via olten nach basel ? wenn ja, bitte aussteigen und olten ‚geniessen’… 🙂

  • Sitong sagt:

    So alt ist der „Braune Mutz“ gar nicht und gehören tut’s auch keinem Basler mehr, sondern einem „Zürcher“.

    Umbau vor drei Jahren nach der Übernahme durch die Candrian AG
    http://bazonline.ch/basel/stadt/Im-Mutz-fliesst-wieder-das-Bier/story/23251632

  • Ernestine sagt:

    Leider, muss ich sagen, ist diese „Ein Zürcher in“-Serie ziemlich öde. Den Blogschreibern gelingt es nicht, die Atmosphäre einer Stadt, ihren spezifischen Groove zu vermitteln. Es ist doch nicht mit der namentlichen Aufzählung von ein paar Verpflegungsposten getan. Dem heutigen Artikel entnehme ich, dass Herr El Arbi anscheinend erst am Spätnachmittag, als Erwerbstätige sich bereits auf dem Heimweg befanden, in Basel angekommen ist. Und dann hat er anscheinend im Laufschritt, bei einbrechender Dämmerung und schliesslich in der Nacht, ein paar mehr oder weniger angesagte Adressen abgehakt. So inhaltsleer liest es sich auch. Ich finde Basel eine tolle Stadt mit einem ganz eigenen Flair (bin weder verwandt noch verschwägert) und sie hätte wohl eine etwas eingehendere Betrachtung verdient. Wäre es denn zuviel verlangt, in jeder dieser besuchten Städte wenigstens einen ganzen Tag, vom Frühstück bis zum letzten Zug, zu verbringen?

    • Réda El Arbi sagt:

      Klar, machen wir. Wir würden sogar ein Buch über jede Stadt schreiben. Vorausgesetzt, sie bezahlen die Arbeitszeit (die bei uns nämlich ziemlich begrenzt ist) und finden nochmals 30’000 Leser, die wissen wollen, was man tagsüber in Basel macht. Als kleiner Guide, was man an einem Abend in Basel machen könnte, reicht uns der Blogpost aber vorerst.

    • Hugo sagt:

      Diese Serie ist so blöde und öööde. Dieser ‚Tagi‘ passt genau zu dem was Herr Kurt Imhof und Ueli Maurer bei den Medien in einem ’sogenannten‘ Blog unter dem Mantel des Tagii bemängelt. Arbi get a life.! Nix verloren. Ich habe vor allem mit den Kommentaren im Forum von Herr Arbi Mühe. Er meint oder muss sich immer rechtfertigen.

      • Réda El Arbi sagt:

        Tja, das sagt eigentlich mehr darüber aus, was Sie von Web 2.0, Leserinteraktion und Blogs halten. Übrigens kommen wir als Stadtblog in der allgemeinen Medienkritik ganz gut weg. Vor Allem, weil wir andere Geschichten erzählen UND weil wir den Lesern auf Augenhöhe begegnen. Aber das muss nicht allen gefallen. Damit können wir ganz gut leben 😉

  • KMS a PR sagt:

    kommen wir bitte noch kurz zur politischen landschaft. basel ist ja noch linker als zürich. was mich aber immer wundert. -> die linke politik in zürich wird (zurecht) einiges heftiger kritisiert als diejenige in basel. zu meiner frage. links ist ja generell daneben. wie machen es die basler linken dennnoch nicht so sehr aufzufallen wie ihre kollegen/innen aus zürich? eine theorie habe ich. den baslern fehlt eine polarisierende, aufmüpfige und vor allem einflussreiche persönlichkeit aus dem rechten lager, welch die linke aus ihren löchern holt. in zürich haben wir das. er heisst christoph b. und mag die bratwürste mit senf. den christoph geben wir nicht her. gibt es alternativen, in basel, für basel? ich finde, in basel geht es politisch viel zu beschaulich zu und her.

    • Réda El Arbi sagt:

      Der Christoph hat schon halb Basel gekauft. Läkerli & Zeitung. Und Lieber KMS, Sie haben die Maximalzahl an Comments wieder Mal erreicht. Sorry. 🙂

    • Frigo sagt:

      Basel ist nur dann linker als Zürich, wenn man an den Abstimmungssonntagen auf die eingefärbte Karte schaut und dann Äpfel mit Birnen vergleicht, bzw. Städte (Halbkanton Baselstadt) mit Kantonen (Kanton Zürich). Basel ist weder linker als Zürich, noch als Bern oder Winterthur. Vielleicht wird in Basel deshalb nicht so sehr auf die linke Politik geschossen, weil sie gar nicht so links ist, wie man meint.

  • Remo sagt:

    Wer in Basel als Auswärtiger nicht auffallen will, muss auch betrunken Velo fahren http://bazonline.ch/basel/kurzmeldungen/Betrunkener-Velofahrer-kollidiert-mit-Auto/story/14940615 .

  • Maiko Laugun sagt:

    An Basel stört nur, dass die Basler dem Rest der Schweiz nicht dankbar sind. Denn durch die Krankenkassen-Prämien bezahlen alle die dortige Pillen-Mafia und mit diesem Geld konnte die eingeheiratete Deutsche den FC Basel finanzieren. Ein sportliches Danke schön wäre von den Baslern mal angebracht.

  • KMS a PR sagt:

    apropos dem basler-tinitus-fördernden-grossanlass. ganz wichtig für (allfällige…) auswärtigen. die tragen „larven“ und keine „masken!“

  • Daniel Sanchis sagt:

    Basel? Das sagt mir nichts. Ist das ein Mischung zwischen der Gottheit Baal und einem Esel?

  • KMS a PR sagt:

    gut. anlässlich baaaaseeeel muss ich noch die negativ-rangliste der schlimmsten (deutsch)schweizer dialekte loswerden:
    1) ostschweizer
    2) basler
    3+) argauer -> vor allem oltener… hähä.
    3) berner
    4) walliser
    5) bündner
    6) jurassier
    7) westschweiz
    8) tessin.

    • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

      Rittermännchen:
      Eine wirklich ausgeprägte Züri-Schnurre die förmlich in hochnäsiger Arroganz schwimmt gehört doch auch zum Nonplus-Ultra der hässlichen CH- Dialekte!
      .
      Mit welchem anderen Dialekt kann man so scheeni Schnitzelbängg machen wie auf Baseldytsch – da verstärkt eben nur schon die Sprachmelodie die Pointen … das ist so wie bei den seltenen weissen Trüffeln – ein Geschmacks- resp. Pointenverstärken
      .
      Eine Schnitzelbangg auf Züritütsch – das ist wie für die St. Galler eine Bratwurst mit Senf (Sie mögen sich ja sicher noch an den kleinen Bratwurstkrieg von neulich erinnern)

    • Maese sagt:

      2Olten, Aargau? Also so was…

      • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

        Maese: Nehmen Sie es ihm nicht übel – KMS a PR ist halt ein typischer Zürcher – er kann ja auch nichts dafür, dass er jetzt so ist, wie er halt ist – im falschen Umfeld primär und sekundär sozialisiert – und schon waren die Weichen falsch gestellt.

  • KMS a PR sagt:

    mutig. herr el arbi. basel. objektiv gesehen ist basel nicht unschön und die basler sind eigentlich ganz nett. das darf man aber als zürcher nicht sagen. als zürcher sollte man zu basel gar nichts sagen und auch nichts schreiben. wenn der name basel fällt, hat man als zürcher verächtlich die nase zu rümpfen und/oder die stirn in falten zu legen. daher werde ich mich nun hüten, zu schreiben, dass ich basel eigentlich eine coole stadt finde. was mir aber gehörig auf den sack geht, ist das theater um den fcb. die sind nur so gut, weil sie mit abstand das höchste budget haben – und – die spieler permanent unter druck stehen. vor jedem spiel wird denen mit einem gemeinsamen whirlpooläherlebnis mit gigi oeri gedroht, bei verlust. die älteren spieler kennen das schon und die jüngeren möchten das auch nicht erleben; motivation pur. des weiteren ist basel weniger „künstlich“ als zürich. die einwohner sind zwar grösstenteils hillbillie’s, aber eben, durchaus nett. und übrigens. es gibt in basel keine würste und deshalb auch keinen senf. meine rangliste der bisherigen orte. 1) st. gallen 2) bern 3) basel………….1489) oooolteeeeen.

    • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

      Hallo Rittermann

      Keine Würste in Basel???? Aber hallo Rittermann!!! Noch nie was vom legendären „Chlöpfer“ gehört! In Ihren Niederungen wird der Chlöpfer auch Cervelat genannt – dämmerts jetzt??
      .
      Und zum Chlöpfer gehört definitv ein (scharfer) Senf!

      • KMS a PR sagt:

        das stimmt schon, aber der chlöpfer ist eine zürcher-erfindung – wir haben den patentiert und dann ins ausland, also u.a. nach basel äh-getragen!

        • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

          Also Wiki meint da was anderes
          Der Cervelat (von italienisch cervellata, aus lateinisch cerebellum, der Verkleinerungsform von cerebrum, „Gehirn“) ist eine Schweizer Brühwurst.
          Ursprünglich handelte es sich um eine «grosse saucice courte remplie de chair et de cervelle de porc» (dicke kurze Wurst, gefüllt mit Fleisch und Schweinehirn), das heutige Basisrezept geht auf dasjenige der Basler vom Ende des 19. Jahrhunderts zurück!
          .
          Fazit: Fast alles was mit Hirn zu tun hat kommt aus Basel! 🙂 Lang lebe der Chlöpfer!!!!

  • Maiko Laugun sagt:

    Zürich hat die Banken Gängster und Basel die Pillen Mafia. Konsequenterweise müssten die Redakteure nun in den Kanton VD gehen. Dort sitzen die Lebensmittel-Abzocker. Habe ich etwas vergessen?

  • Maiko Laugun sagt:

    Das Basel Tattoo ist ein Hit. Sag ich als alter Zürcher….

    • Philipp Rittermann sagt:

      grässlich. das basel tattoo ist die 8. plage.

      • Maiko Laugun sagt:

        Die Basler Fasnacht ist für mich die Plage Nr. 1 bis 7…..

        • KMS a PR sagt:

          da haben wir was gemeinsam.

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            Wart Ihr beiden denn schon mal an der Fasnacht z.B. am Morgenstraich????
            Das ist doch eine Weltklassefasnacht – Champions-League wie der Carneval von Venedig oder von Rio.
            .
            Ich wohne jetzt in Uruguay – dort hat es die längste Fasnacht der Welt – nämlich rund 45 Tage lang – und es gibt hier so was ähnliches wie die Schnitzelbängge nur mit etwa 20 Personen die ironische Verse und Lieder singen – kostümiert – „Murga“ nennt sich das. Dazu kommt noch der Candombe – Trommler – aber mit der Hand und dazu viele klassische Figuren wie bei der Basler Fasnacht, die den Vorspann der Candombe Kombos bilden.

            Guten Fussball und eine Fasnacht – was will ein Basler in der Ferne mehr….

            Und das asel-Tattoo ist doch manchmal noch ganz originell – fast so toll wie in Schottland!

          • KMS a PR sagt:

            ..uruguay…haben die schon strom dort? oder haben sie eine hamster-farm wo die armen tierchen im akkord seite an seite im rädchen drehen, sie schlingel, sie!!? 🙂 🙂

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            KMS: Wir haben sogar schon Glasfaserkabel!
            Und 60 km von mir gibt es ein Nueva Helvecia – Swissness total – der erste August wird gleich 5x während des ganzen Augustes gefeiert mit Tanz, Jodel, Fahnenschwingern und Alphörnen.
            .
            Und im Dezember gibt es jeweils ein wöchiges Bierfest mit Combos wie dem Trio Alpenveilchen oder den Alegres Alpinos (den fröhlichen Aelplern)

            Da staunen Sie – Herr Rittermann!
            .
            Und den FC Basel kennt man hier unterdessen auch gut, wogeben ich immer gefragt werde, ob es in Zürich denn auch Fussballclubs gebe!

            PS Es wird auch Emmentaler hier produziert, Bratwürste, etwa Chlöpferähnliches … fascht wie dehei!!

          • Maiko Laugun sagt:

            Nein, Senn vom Rheinknie, an der Fasnacht nicht, am Tattoo schon. Der El Arbi und der Sarasin sollen sich mal aufteilen, einer zu Ihnen nach Uruguay (mit „Murga“) und einer zu mir nach China (Drachenfest). Das gäbe mal einen anderen Stadtblog hier, mit dem Titel „Ein Zürcher trifft Ausland-Schweizer in der fernen Welt“ 🙂

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            Also Reda – der nächste Winter kommt bestimmt und es soll ein weiterer bitterkalter Winter werden, wie die Experten voraussagen – während hier bei mir dann Sommer ist.
            .
            Also kannst gerne mal vorbeikommen an den Rio de la Plata – dem breitesten Fluss der Welt – 42km entfernt kann ich bei guter Witterung die Hochhäuser von Buenos Aires sehen. (Mit dem Schiff eine Stunde von hier)

            Meine Mail hast Du ja – und falls Du mal in der Gegend sein solltest, ungeniert melden – Platz hat es genug und auch einen kleinen Swimming Pool zum relaxen und natürlich Sandstrände!

            Dann kannst ja noch ne Reportage über die ausgewanderten Schweizer in Nueva Helvecia machen – ein schweizer Stadtblog aus Uebersee sozusagen – das fehlt Dir noch!

          • Maiko Laugun sagt:

            Oooops – das wusste ich nicht, aber soeben mit Hochgenuss gelesen 🙂 Schade allerdings, habe mich schon gefreut, dass mir einer mal wieder einen richtigen Züri Dirggel vorbeibringt. Zur Not, aber nur (!) zur Not hätte ich sogar ein Basler Läckerli verzehrt. Trotzdem eine Danke schön für die Links. In Chinesisch sagt man: Xie Xie Ni >> Danke Dir! 🙂

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            Maiko: Vielleicht lasse ich mich dann mal mit einer Ladung Soya nach China verschiffen – wir leben ganz gut vom Soyaverkauf nach China…nur leider die Produkte die China uns verkauft, sind ja unter aller Sau – oftmals gilt die Regel dreimal benützt und schon kaputt!
            Solche Schrottqualität getrauen sich die Chinesen nicht an die Schweizer zu verkaufen!

            aber da bin ich ja schon etwa off topic – sorry Reda!

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            Reda: So ganz in der Nähe von Panama ist es ja nicht unbedingt…aber ein Abstecher an den Rio de la Plata lohnt sich immer – nur schon wegen Gran Buenos Aires…Ich glaube wir würden uns sicher noch ganz gut verstehen – vermutlich haben wir noch teilweise denselben Bekanntenkreis – aus meinen alten zürcher Tagen in den Kreisen 3, 4, 5 und 6

          • Maiko Laugun sagt:

            Marcel: Chinesen verwenden beim Kochen fast kein Oel. Soya(-Sauce) ist Ersatz für Oel u. Salz. In China wird noch alles von Hand repariert. Das sind Arbeitsstellen für viele Menschen. Ueber die Qualität könnte ich ein Lied singen. Ich bin selbständig, mache aber (u.a.) für eine CH-Firma die Qualitätskontrolle für 1 Produkt. Für Uruguay müssen Sie einen anderen Schuldigen suchen. 🙂 Falls Sie mal nach China kommen, so darf Ihnen der Herr El Arbi gerne meinen Email-Account bekannt geben. Auch als Basler sind Sie herzlich willkommen! 🙂

            Spezifische Produkte aus Basel oder Zürich habe ich hier noch keine gesehen. Liegt wohl daran, dass es genügend Banken und auch Pillen-Konzerne gibt. Sonst sind natürlich CH-Uhren begehrt. Vielleicht kommt ja der nächste Bericht in diesem Blog aus einer Uhren-Stadt. Oder gab es so einen schon und ich habe es nicht gesehen?

          • Maiko Laugun sagt:

            @Marcel: Soya wird hier beim Kochen als Ersatz für Oel u. Salz verwendet. In China wird noch alles repariert. Das gibt Arbeitsplätze für viele Menschen. Ich bin selbständig und mache (u.a.) Qualitätskontrollen für 1 Produkt für eine CH-Firma für die Schweiz. Für Uruguay müssen Sie einen anderen Schuldigen suchen. 🙂 Falls Sie mal nach China kommen wollen, so darf Ihnen der Herr El Arbi gerne meinen Email-Account bekannt geben. Selbst als Basler sind Sie hier gerne willkommen! 🙂

            Spezifische Produkte aus Basel oder Zürich habe ich noch keine gesehen. Liegt wohl daran, dass es hier genügend Banken u. Pillen-Konzerne gibt. CH Uhren sind aber sehr beliebt. Vielleicht kommt der nächste Beitrag in diesem Blog ja auch einer CH Uhren-Stadt. Oder gab es so einen schon und ich habe es nicht gesehen?

        • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

          Maiko: OK besten Dank – melde mich, wenn es mich mal nach China verschlagen würde – das Angebot gilt auch umgekehrt, falls Sie mal in Buenos Aires und Umgebung sein sollten.
          Gruss in den fernen Osten
          Marcel

          • Maiko Laugun sagt:

            Marcel: Besten Dank. Die Redaktion darf Ihnen gerne meinen Email-Account mitteilen. @El Arbi: Geht das? Falls ja, vielen Dank!

  • Remo sagt:

    Danke für den wohlwollenden Kommentar und es freut mich, dass Basel als Stadt akzeptiert und von Züri wahrgenommen wird. Wie schmeckt unsere Bratwurst, in der laut Kantonslabor nicht selten zu wenig Kalb ist?

  • Alfred Frei sagt:

    Würde dir doch mal empfehlen, während der Fasnacht nach Basel zu gehen. Wenn du denkst, es sei sowas wie die Streetparade, hast du definitiv ein Wissensmanko. Die Streetparade wird konsumiert, die Fasnacht wird gemacht. Von der ganzen Bevölkerung. Unvorstellbar in Zürich.

    • Markus Hutter sagt:

      Eigentlich ist es genau das Selbe, Herr Frei. In Basel an der Fasnacht spazieren verkleidete (*Guggen*? *Fasnächtlern*?*Menschen*?) mit Musik und Anhang durch die Stadt und der umstehenden Menschenmenge. An der Streetparade spazieren verkleidete (*Raver*? *Tänzer*?*Menschen*?) mit Musik und Anhang durch die Stadt und der umstehenden Menschenmenge. religiöser Hintergrund findet man bei Basel so wenig wie an der Streetparade mit kulturellem Hintergrund.

      Konsumiert wird an beiden Anlässen genau gleich viel von den mittlerweilen fast gleichen Leuten. Einfach einmal mehr legal oder eben weniger legal. Hauptsache einmal im Jahr. Und dann aber so richtig. Aber es wird an beiden Anlässen auch von sehr vielen Leuten sehr gutes mit riesigem Aufwand getan. Streetparade ist ja nicht nur gleich Umzug, genau wie in Basel das Spannendste abseits des Umzuges ist. Das kennt man in Basel dann vielleicht weniger, so wie wir hier auch fast nur den (langweiligen) Morgestreich kennen.

      Sonst ist Fasnacht in der Schweiz langsam mit Streetparade gleichzusetzen. Bzw umgekehrt. Auch hier ticken Basel und Zürich nicht wirklich anders. Vielleicht haben wir uns auch deshalb so lieb 🙂

      • Alfred Frei sagt:

        ich weiss ja nicht, ob sie beide Anlässe persönlich besucht haben, aber ich glaube eher nicht. Es ist schon ein Riesenunterschied, ob sich tausende die Mühe nehmen, ein Instrument zu erlernen, um die Musik selber zu spielen, oder ob alles ab Konserve kommt. Auch die ‚Verkleidungen‘ an der Streetparade lassen sich nicht mit den aufwendigen Kostümen der Basler Fasnacht vergleichen. Was die Stimmung betrifft, so mögen Köln, München, Luzern oder Solothurn vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit der Streetparade aufweisen, aber Basel ist anders : weniger Alk und Drogen, weniger aufgekratzte Ausgelassenheit, dafür mehr friedliche und positive Laune

    • KMS a PR sagt:

      …die basler fasnacht….“drümmeli und pfiffeli….“ ganzganz schlimm für auswärtige. sogar fast noch schlimmer als street-parade und akademiker-fasnacht (zürcher sechseläuten), zusammen.

      • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

        Rittermann:

        Bei Ihnen scheint ja der Huldrych Zwingli besonders lange nachzuwirken!!!
        Ich hatte das historische Glück damals 1980/82 in Zürich dabeizusein, als wir diesen lebens- und lustfeindlichen Kleingeist endlich aus Zürich vertreiben konnten!! Vermutlich hat er dann bei Ihnen Zuflucht gefunden – ist ja auch kein Wunder bei Ihrem Namen – Rittermann – das scheint ihm noch etwas Vertrautes gewesen zu sein. Ihren Aeusserung zufolge scheint Ihr Hausgeist ja immer noch bei Ihnen zu logieren.

        Zum Glück wurde Basel von so einem Typen verschont – wir hielten uns lieber an den Erasmus von Rotterdam!

        • Beat sagt:

          Leben und Lust geht gerade nicht mit drögem uniformem Brauchtum einher.

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            Beat: Morgenstreich und Abendstreich hat mehr mit Anarchie zu tun, denn mit Uniformiertheit und Ordnung – und auch an den beiden Cortège Nachmittagen unterscheiden sich viele innerhalb der Clique durch liebevolle und witzige Details an den Kostümen und Larven – aber das sehen die blinden Verächter natürlich nicht, weil die Voreingenommenheit sich in riesigen Scheuhklappen manifestiert!

  • Adam Gretener sagt:

    Ich denke die Basler können heute die St. Galler schlagen. Bin gespannt.

  • Silvia sagt:

    Hallo Jürg, danke für den charmanten Gruss! 🙂

    Ob es nur Zürcher/innen sind oder wer da genau gelangweilt im Tram, S-Bahn, Strassencafé sitzt oder die Bedienung in einem Laden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Und alle in denselben Topf möchte ich natürlich nicht werfen. Aber generell ist es leider in Zürich so. Es kommt jedoch sehr stark auf das Quartier an, wo man/frau grad arbeitet, unterwegs ist oder wohnt. In den teureren Quartieren wirken die Zürcher oft sehr distanziert oder haben gelangweilte Gesichtsausdrücke. Vielleicht weil sie zuviel Geld haben und grad nicht wissen, ob sie nun mit dem „Offroader“ via div. Boutiquen in die Globus-Tiefgarage kurven sollen und sich dort über zu enge PP beschweren. Im Strassencafé hab ich schon unfreiwillig Gespräche mitbekommen, da dachte ich, haben die keinen gescheiteren Gesprächsstoff. Einige Zürcher/innen jammern immer auf ganz hohen Niveau, obwohl sie alles haben. Viele arbeiten tagsüber hinter gläsernen Fassaden und legen diese leider oft nicht ab, wenn sie aus den Büro schwirren… 😉 Ich nehm jetzt mal an, dass es in Basel sehr ähnliche Unterschiede gibt, wie wohl in vielen anderen Städten.

    In Zürich gibt es natürlich auch enorm viele herzliche und offene Menschen. Ich liebe diese Stadt trotzdem, auch wenn sie mir oft kalt und abweisend vorkommt.

    PS an Réda: Ich finde deinen Züritipp-Stadtblog witzig geschrieben!

    • Jürg sagt:

      Gerne.

      Je grösser die Stadt, desto distanzierter verhalten sich halt die Menschen. Aber eigentlich geht es hier ja um Basel. Ich finde, da sollten wir auch so grosszügig sein und das Thema nicht an uns reissen. So sind wir nämlich, wir Zürcher. Groszügig und zuvorkommend. 🙂

      Schönen Tag noch…

      • Silvia sagt:

        Hallo Jürg

        Ja das stimmt, Zürcher können sehr grosszügig, zuvorkommend und sogar charmant sein. Und meine Basel-Erlebnisse fanden bisher eher in der Freizeit statt, als im beruflichen Alltag. Das würde meine Meinung sicher wieder anders beeinflussen.

        Schönen Abend….

  • Küsel sagt:

    Sehr schöner Artikel

    Ich hatte dieses Jahr beruflich viel in Basel zu tun und kenn die Stadt eigentlich zuvor v.a. in kultureller Beziehung (Museen, Konzerte). Der neue Novartis Campus ist ein architektonisches Prunkstück wo sich die grossen Baukünstler aus der ganzen Welt manifestieren konnten – auch sonst ist Basel für moderne Architekten keine Wüste, wie dies Zürich jahrzehntelang wer. Aber nicht zu vergessen ist die grosse Altstatt: m Spätmittelalter und der Renaissance war Basel neben Genf die grösste und bedeutendste (Wissenschaft, Handel) Stadt zwischen Mailand und Augsburg und davon ist noch viel zu spüren. Mir fehlt im Artikel noch der Besuch in der Bar Rouge – dem (etwas lauteren) Vorbild der Cloudsbar. Das „Seefeld“ befindet sich übrigens auf der Südseite des Bahnhofs.

  • Frank Pfau sagt:

    Lieber Reda
    Manchmal merkt man schon, dass Du ein zugezogener Aargauer bist, der jetzt nach vielen Jahren nicht einmal mehr in Zürich wohnt.
    a) Die Tramnummern und ihre Verteilung haben in Zürich eine Geschichte, nachfragen VBZ gibt Auskunft.
    b) Basler Fasnacht und Streetparade zu vergleichen, wird Deinem an sich guten Blog nicht gerecht. Während sich bei der Basler Fasnacht alle echten Basler unter die Leute mischen und aktiv mitmachen, flüchten die echten Zürcher (aktuell ca 12 % der Stadbevölkerung) -spätestens seit die Streetparade die Limmatquairoute verlassen hat- aus ihrer Stadt weg und überlassen Zürich den Touristen und den zugezogenen Mitbürgern, die dann von ihrem Zürich reden und manchmal auch schreiben… 😉

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, ich hab nie im Aargau gelebt, das steht nur in meinrm Heimatschein.

      Und ich hab nie verstanden, wieso die Basler die Stadt während der Fasnacht nicht verlassen, wie die Zürcher während der Street Parade.

      • Fabian Baumann sagt:

        Naja eben, weil Sie nie da waren. Die Basler Fasnacht hat mit der Street Parade etwa soviel gemeinsam wie der FCB mit den Grasshoppers.

        • Réda El Arbi sagt:

          Sich verkleiden, betrinken und schlechte Musik hören? 😉

          • Küsel sagt:

            Stimmt nicht ganz – auch eine ganz eindrückliche Anzahl Basler verlässt die Stadt wären den dre scheenste däg (oder wie immer man das schreibt), das weiss ich von einigen Alteingesessenen.

          • Fabian Baumann sagt:

            Aiaiaiai…. Gar nichts begriffen 😀 Kommen Sie einfach mal hin. Es gibt die von Ihnen beschriebene Seite auch, aber nicht am Morgestraich und auch nicht abends beim „Gässle“. Und ein guter Schnitzelbangg ist ein Kulturerlebnis, von dem Sie als Aargauer nur träumen können. 😉

        • KMS a PR sagt:

          grasswas??? der EINZIGE zürcher fussball-club heisst fcz!! und nächstes jahr kaufe ich gigi oeri und dann wird der z-meister!!

      • Frank Pfau sagt:

        Lieber Reda
        Entschuldige vielmals, bin all die Jahre davon ausgegangen, dass Deine Familie und Du aus dem Aargau an den Zürichsee gezügelt seid.
        Trugschluss, ich wäre vermutlich ein schlechter Journalist.

        PS: Basler Fasnacht hat Esprit, über die Musik kann man zwar geteilter Meinung sein, aber es ist Musik und noch von Hand gespielt. Während die Streetparade nur die Materialisierung des aktuellen Zeitgeistes ist. Eine Bewegung halt, die glücklicherweise früher oder später wieder verschwindet… Da ziehe ich als Stadtzürcher die Basler Fasnacht immer vor.

      • Markus Hutter sagt:

        @Frank Baumann: Streetparade ist schon länger das neue Fasnacht. Dazu muss man langsam aber sicher stehen. Ist so, und wird immer mehr auch so werden. Und die Basler sind an der Fasnacht genauso unter sich, wie wir Zürcher an der Streetparade. Nur… wenn die Basler an der Streetparade nach Zürich kommen, kriegen sie nichts davon mit. Weil –  Basler eben. An der Basler Fasnacht sind wir wiederum komplett die Touristen. Und von wegen FCB wie die Grasshoppers: Jeder, der sich etwas im CH-Fussball auskennt, weiss genau, dass das eben genau so ist (Spieler, Trainer etc).

  • Niggi sagt:

    Also ich als Ur-Basler behaupte jetzt einfach mal, dass Du eigentlich nicht im Kleinbasel (so schreibt man das richtig in Hochdeutsch, Glaibasel ist aber auch richtig in Baseldeutsch) warst! Du hast es vielleicht knapp gestreift. Am Rhein fängt dies nämlich erst an und es ist ziemlich anders als das Grossbasel! Und vor allem immer einen Besuch wert!

  • Fabian Baumann sagt:

    Lieber Herr El Arbi,

    schön, dass Sie es mal nach Basel geschafft haben. Meine Zürcher Freunde sind meistens positiv überrascht, wenn sie zu Besuch kommen. Nur Eines: Das mit der Fasnacht und der Street Parade kann ich so nicht stehen lassen. Ich glaube, Sie müssen im Gegensatz zu Ihrem Plan unbedingt einmal zum Morgestraich nach Basel kommen, dann werden Sie schon merken, dass das mit der Restschweizer „Fasnacht“ nichts zu tun hat. Ansonsten kann ich auch einen Besuch im Sommer sehr empfehlen, wenn man durch die ganze Altstadt schwimmen kann.

    PS: Die Basler, die ständig über Zürich schimpfen, sind wirklich provinziell. Aber das sind meistens diejenigen, die noch gar nie da waren.

    • Reto B. sagt:

      Och ich kenn einige Basler, die ständig über Zürich schimpfen, die waren schon ein paar mal da. Genau wie ich ein paar mal in Basel war und gerne drüber schimpfe, meist im Zusammenhang mit nationalem Fussball und/oder Stocker (legitimer Nachfolger von Frei). Was mich nicht davon abhält, Basel ganz nett zu finden. Insbesondere Kleinbasel und Ueli Bier (sowie Unser Bier). Mit alten Kollegen streitet man sich halt auch immer ein bisschen übers gleiche (Politik, Fussball etc.) bei einem gepflegten Bier.

      • Fabian Baumann sagt:

        Ja klar, ich schimpfe manchmal auch über Zürich, häufiger aber über Genf (vor allem als ich da lebte) und immer wieder gerne über meine Heimatstadt Basel. Valentin Stocker dagegen verehre ich natürlich beinahe grenzenlos, nicht ganz so sehr wie Marco Streller, aber deutlich mehr als Alex Frei. Dass das Kleinbasel der interessantere Teil Basels ist, vor allem nachts, steht natürlich ausser Zweifel, auch für mich als Grossbasler. Und Ueli Bier immer gerne, genauso wie auch Turbinenbräu.

  • Silvia sagt:

    Als Luzernerin mit deutsch-schwedischen Wurzeln mütterlicherseits und im Kanton Zürich aufgewachsen, muss ich ganz klar festhalten: BASEL ist weltoffener, charmanter und sympathischer als Zürich. Die kulturelle und kulinarische Vielfalt gibt es natürlich in beiden Städten. Aber die Basler sind entspannter und gehen nicht so eingebildet und mit „kalten Gesichtsfassaden“ durch den Alltag. Liebe Zürcher/innen, lasst euch doch endlich von euren vielen, multikulturellen Mitbewohnern anstecken und zaubert zwischendurch ein Lächeln auf euer Gesicht. In Basel spürt man/frau die Einflüsse des Dreiländerecks, was ich immer sehr geniesse. Ein Abendessen in einer Basler Brasserie ist wie Ferien in Frankreich!!!

    • Réda El Arbi sagt:

      Nett, das die Basler über die Zürcher sprechen. Aber wir haben Wichtigeres zu tun. 😉

    • Jürg sagt:

      Woher wissen Sie denn, dass die eingebildeten, kalten Menschen Zürcher sind? Haben Sie sie gefragt? Die Wahrscheinlichkeit ist nämlich ziemlich klein…

      Ansonsten ist es wie meist faszinierend, dass wenn von Basel gesprochen wird, dies nur in Abgrenzung zu Zürich geschehen kann. Referenzpunkt für alles sein, als Zürcher reicht mir das eigentlich schon. Mit charmantem Gruss!

    • Réda El Arbi sagt:

      Ausser natürlich: “In Zürich ist man kreativ. In Basel kauft man Kunst.” 🙂

      • KMS a PR sagt:

        genau. drum hat zürich ja auch nach st. moritz den höchsten koks-anteil im abwasser! 🙂

      • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

        Reda: In Basel geniesst man Kunst – die Stadt hat glaub die höchste Museumsdichte der Welt! Da brauchts halt auch den grössten Kunstmarkt der Welt dazu!
        .
        Und von was leben dann die kreativen Künstler in Zürich – unter anderem auch von ihren Kunstverkäufen in Basel, oder?

        • Réda El Arbi sagt:

          Nein, die machen Werbung und Medien und so. 😀

          • Marcel Claudio vom Rheinknie sagt:

            Reda: In dem Fall halten Sie sich auch für einen „Künschtler“ – na ja da verstehen wir in Basel halt immer noch was anderes drunter – bei uns heissen die anderen immer noch Werbefuzzis und so ähnlich.
            .
            Gut eine Pipilotti Rist wird auch in Basel als eine echte Künstlerin angesehen – aber die ist ja auch nur eine Wahlzürcherin 🙂

    • KMS a PR sagt:

      luzernerin mit deutsch-schwedischen wurzeln? ou. (wie) kommen sie klar damit? mögen sie gucci-täschchen? ich könnte mir vorstellen, dass wir den selben therapeuten haben? fragen über fragen.

  • Peter sagt:

    Fasnacht gleichsetzen mit der Street Parade?? Ich als Basler in Zürich lebend kenne beides und es stellt sich mir die Frage: Waren sie schon mal an der (ich betone) BASLER-Fasnacht? Morgestraich,Schnitzelbängg und die ganze Innenstadt in einem 3 tägigen Ausnahmezustand – man darf es hassen aber niemals mit dem Spirit, den Besuchern, der Kultur einer Street Parade vergleichen.

  • Stef sagt:

    Als Exilbaslerin in Zürich gefällt mir der Artikel lieber Réda. Natürlich gäbe es noch viele schöne Orte zum Verweilen und ein bisschen Neid zwischen BS und ZH darf weiterhin bestehen, oder wie man in Basel gepflegt zu sagen: “ In Zürich redet man vom Geld und in Basel hat man es:-)“

  • Josef Meyer sagt:

    von der Zwischennutzung im Hafen hättest du aber noch ein paar Schritte weiter machen sollen und im „Rostigen Anker“ am Hafebeggi 1 ein wunderbares Znacht essen sollen. Dort gibt es feines Essen in Hafenatmosphäre mit Blick auf einen Hafenkran.

    • Réda El Arbi sagt:

      Wir haben bald einen eigenen Hafenkran. Hm, oder kaufen wir vielleicht euren? Aber werd ich nächstes Mal machen, danke für den Tipp!

  • Mario sagt:

    „Knetmasse“ – haha, da werden sie sich ja freuen 🙂

    http://www.baselinsider.ch/enzyklopaedie/aus-der-geschichte/aus-der-geschichte/basler-daig.html

    Der eigentliche Stadtbasler ist aber eh eine stark vom Aussterben bedrohte Spezies. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Aber verständlich.

  • diva sagt:

    das nächste mal nicht vergessen in die «kunsthalle». nicht das museum, sondern das restaurant 😉

    • stefan merkel sagt:

      basel hätte auch ein paar museen zu bieten. und sonst so zeugs. diese stadttouren von einer bar in die nächste sind irgendwie für den stadtwanderer nicht so befriedigend.

  • Max sagt:

    Als Nicht-Basler denke ich, dass Basel das bessere Zürich ist.

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