Ein Zürcher in Bern

Die schönsten Frauen in entspannter Umgebung: Bern ist einen Besuch wert.

Die schönsten Frauen in entspannter Umgebung: Bern ist einen Besuch wert.

Nachdem wir letzte Woche bereits bis ans Ende der Stadt gereist sind, hat uns der Übermut gepackt und wir entschieden uns, ein Abenteuer zu wagen und unseren Autoren aus Zürich hinauszuschicken, bis ins weit entfernte Bern. Hier sein Reisebericht.

Aus dem Zugfenster beobachte ich, wie Zürich langsam hinter mir zurückbleibt. Strassen weichen zurück,  grünere Flächen ziehen vorbei, durchsetzt mit kleineren Ortschaften. Mein Zug rumpelt  auf Bern zu. Als ich auf der rechten Seite auf die berühmt-berüchtigte Reitschule herunterblicke, weiss ich, dass ich angekommen bin.

Kaum bin ich aus dem Bahnhof raus, spüre ich bereits die beruhigende Wirkung der Hauptstadt. Ich bin voller positiver Vorurteile über die Berner: Sie sind gemütlich, freundlich, ja richtig knuddlig. Für mich sind sie der Inbegriff des Schweizers. Und so empfinde ich den breiten, behäbigen Dialekt rund um mich herum als Seelenbalsam. Ich bin in der Fremde und trotzdem fühle ich mich aufgehoben und daheim.

Der erste Kulturschock

Ich mache mich auf, am Bundeshaus vorbei, hinunter zum Zytglogge, wo ich in der Caffé Bar «Adrianos» (vielseits empfohlen) einen ersten Halt einlege. An der Bar bestelle ich einen «Latte mit zwei Espressi», worauf ich gefragt werde, ob ich mit «Latte» wohl einen «Macchiato» meine. Ich nehme mir meinen Kaffee und will mich draussen unter die Lauben setzen, wos aber keinen freien Tisch mehr hat. Und hier trifft mich der erste Kulturschock: Eine Dame macht mir unaufgefordert an ihrem Tischchen Platz. Eine Fremde! Irgendwie bin ich einen Augenblick überfordert. Zu Fremden an einen Tisch sitzen wirkt auf mich dann schon gar etwas intim. Sowas macht man doch nicht. Ich wage es trotzdem und erfahre mehr über die Stadt.

Das Thema, das zur Zeit die Berner hauptsächlich beschäftigt, ist eine Baustelle an der Marktgasse, die offenbar sämtliches Leben in der Innenstadt lahmlegt. Man ist empört und die Stadt Bern hat nach Beendigung der Bauarbeiten ein grosses Volksfest versprochen, um die Gemüter zu beruhigen. Ja, liebe Zürcher, EINE Baustelle. Nicht über 100, wie diesen Sommer in Zürich. Wenn wir in Zürich für jede nervige Baustelle ein Fest spendiert bekämen, wären wir nur noch am Feiern.

Hipsterdichte gleich Null

Inzwischen ist meine erste Stadtführerin eingetroffen, eine Bernerin, die eigentlich in Zürich lebt. Sie schleppt mich zu einem «In-Place», nur ein paar Schritte weiter (in Bern ist eigentlich das Meiste nur ein paar Schritte weiter), in die «Turnhalle». Und ich verliebe mich gleich in diese zur Bar umgebaute alte Turnhalle mit einigen Tischen draussen auf dem kleinen Platz. Es ist der pure Geist der Neunziger, etwas alternativ (ein Mädchen sitzt barfuss auf einem Tisch und lässt verspielt die Beine baumeln). Ich schaue mich um, und mir fallen sofort die fehlenden Dutts und Hornbrillen auf. Die Hipsterdichte tendiert hier zu Null. Es hat zwar drei Nerds, aber das sind Jazzmusiker vom Konsi gegenüber, und die sahen schon immer nerdig aus. Ich fühl mich wohl. Es ist wie in der Roten Fabrik, einfach mit freundlichem Service und ohne See.

Hier sieht Kunst noch nach etwas aus, das beim Machen Spass bereitet.

Hier sieht Kunst noch nach etwas aus, das beim Machen Spass bereitet.

Weiter gehts, geführt von meiner zweiten Stadtführerin, die mich ins Lorraine-Quartier lotst. Früher sei hier so ein bisschen sozialer Brennpunkt gewesen, viele Ausländer, Studenten-WGs und so. Aber inzwischen könne man kaum mehr die Mieten bezahlen. Seefeldisierung also auch in Bern (obwohls nicht so schlimm wie in Zürich sei, meinen die Kollegen vom hochgeschätzten Hauptstädter). Wir machen Halt im «Kairo», einer kleine Beiz mit Konzertkeller (Konzertkeller sind in Bern ein Muss für jede Bar) und ich bekomme kein Coca Cola, sondern ein «no-brand» Colagetränk mit wenig Zucker. Ich erlebe wieder ein 90er-Deja-vu, nur offenbar gehts hier nicht um anti-imperialistische Konsumgewohnheiten, sondern um die Gesundheit.

Gut durchmischt

Wir gehen ein paar Schritte weiter zur Brasserie Lorraine, genannt «Kuhhof», über deren Eingang in ernsthaften Lettern irgendetwas über «Kämpfe, die wir nicht kämpfen» gesprayt ist. Und ja, es ist auch hier ein wenig wie in der Roten Fabrik, ebenfalls ohne See und dafür mit freundlichem Service. Nächster Stopp ist dann die Serini Garage, eine umgebaute Garage, die mit Sofas und einem offenen Feuer im Hof und einem Töggelikasten im Innern punktet. Es ist sehr gemütlich, und die Bar weckt in mir Heimweh nach dem Xenix vor dem stylischen Umbau. Überhaupt hab ich bisher erfreulich wenig stylische Londoner oder Berliner Konzepte für Bars oder Beizen gesehen. Eins zu null für Bern, muss ich da anmerken.

Was auch sehr entspannend ist: Es ist durchmischt, sowohl alters- wie auch stilmässig. Mir fällt ein Althippie mit langen grauen Haaren, Bart und Hendrix-T-Shirt auf. Drei Generationen sitzen unter bunten Lichterketten zusammen, überall ist etwas gebastelte Kunst zu sehen.

Rotlicht, Singles und eine Beiz für Gölä-Fans

Wir begeben uns zurück in die Innenstadt, und ich erkundige mich nach dem Rotlichtmillieu. Stirnrunzeln bei meiner Führerin, dann führt sie mich an die Aarbergerstrasse. Hier soll es einen schmuddligen Füdliclub geben, habe sie mal gehört. Der Strassenstrich sei eher ausserhalb. Den Club finden wir nicht. Wahrscheinlich hat Bern einfach kein so grosses Rotlichtmillieu nötig, da hier bekanntermassen die schönsten Frauen herkommen (wie das Magazin mal eindrücklich belegte) und die Geschlechter irgendwie viel entspannter miteinander umgehen. Ich lasse mir sagen, dass in Bern die Single-Dichte im Verhältnis zur Bevölkerung die Höchste der Schweiz ist.

Wir schlendern am «Pyri» (Les Pyrenées) vorbei, wo, wie ich mir sagen lasse, die SVP-Wähler ihr Bier trinken. Eine willkommene Abwechsung nach all dem vertrauten Links-Alternativen der letzten Stunden. Und wirklich, die Leute im «Pyri» sehen genau so aus, wie ich mir das durchschnittliche Publikum an einem Gölä-Konzert vorstelle.

Little Züri und «Abigverchauf»

Am «Du Theatre» sehe ich den ersten Türsteher des Abends, die ein paar aufgebretzelte junge Damen in Begleitung von Anzugträgern mit offenen Hemden in die Bar lassen. Ein wenig erinnerts ans Kaufleuten vor zehn Jahren. «Irgendein Zürcher hat den Laden übernommen», klärt mich meine Begleitung auf, «Alle VIP-Anlässe von den Sportclubs werden hier gefeiert». Little Züri also.

Ich beende den Abend da, wo ich ihn begonnen hab, im «Adrianos». Ich staune, wieviel Leute noch unterwegs sind. Meine Begleitung klärt mich auf, dass am Donnerstag Abendverkauf ist und deshalb die ganze Stadt noch unterwegs sei. Abendverkauf! Da werd ich gleich wieder nostalgisch. Für alle, die sich nicht mehr erinnern können: Das war früher der Tag, an dem die Läden länger als bis halb Sieben geöffnet haben durften. Da traf man sich auch gleich für Kino und soziale Interaktion.

Auf dem Heimweg lasse ich den Abend nochmals Revue passieren. Die Langsamkeit der Berner ist heilend für eine gestresste Zürcher Seele. Und die Langsamkeit zeigt sich nicht nur in der Sprache. Offenbar macht der Lebensrhythmus auch etwas auf den Zeitfluss aus: Die Berner leben noch in den 90ern. Sie leben da friedlich, kreativ und entspannt. Und ermöglichen mir so eine kleine Zeitreise in meine Jugend, hier falle ich nicht mal mit meinem Unterlippenbärtchen auf. Ich komme sicher zurück. Schliesslich will ich endlich mal Kuno Lauener in freier Wildbahn sehen.

 

191 Kommentare zu «Ein Zürcher in Bern»

  • MaxG sagt:

    nicht die Basler sind es,die einen Züri-Komplex habem,sonmdern die Berner. Lest mal mienen Blog:
    http://maexusbaernuzueriblog.blogspot.ch/2013/11/willkommen-in-bern.html

  • Rolf Schumacher sagt:

    Hi also diesen Bern Zürich Gegensatz findet man überall auf der Welt!!
    CH—–Zürich///Bern
    D——–Berlin, Hamburg, München///Leipzig, Lübeck, Augsburg
    A——–Wien, Linz///Graz, Innsbruck
    F——–Paris, Toulouse, Marseille///Rennes, Auch, Aix en Provence
    Canada—Toronto///Quebec
    USA—–NYC, Boston, L.A.///Chicago, Washington, San Franzisco
    Australien—-Sidney//Perth
    Marokko—Casablanca, Marrakesh//Essouira, Oujda
    UK—–London, Edinburgh//York, Glasgow, Aberdeen, Liverpool
    etc etc etc

  • Stefan Bühler sagt:

    Als kleines Follow-Up und mit freundlichen Grüssen von BernMobil:
    http://i.imgur.com/qule0U5.jpg

    🙂

  • Luki Frieden sagt:

    Zürich ist eine Weltstadt und Bern provinziell. Aber Thun spielt Europa Leauge!

    PS: Für die allermeisten Ausländer ist die Schweiz – und mit ihr Zürich – sehr beschaulich, klein und ja…ländlich.

  • Erasmus sagt:

    Muss auch mal wieder nach Bern, diese Berner und -innen sind wirklich nette Menschen. Kann man da nicht alle anderen mal zu einem grds. charakterprägenden sozialen Praktikumsjahr hinschicken, so dass alle Menschen so angenem werden?

  • urs strub sagt:

    das ist dermassen lächerlich! ein in-zürcher schaut milde lächelnd auf berner landeier herab. ich bin basler, der seit 25 jahren in zürich lebt und früher sehr häufig in bern war. ich kenne zürich, bern und basel seit über einem vierteljahrhundert sehr gut. alle drei städte sind herzig, gemütlich und nett. aber beileibe nicht „grossstädtisch“. das gibt es in der schweiz nicht. jede der drei städte ist letztlich provinziell. und wenn dann ein zürcher versucht, sich mit einem derartigen text über welches schweizerische kaff auch immer zu erheben, dann ist dies so etwas von einfach nur armselig. absolut lächerlich! reise mal in eine stadt und schau dir diese an!…….

    • Réda El Arbi sagt:

      Ach, ich liebe all diese weitgereisten Weltmänner, die mir sagen, wohin ich gehen soll und wie’s eigentlich wirklich ist. Vor Allem wenn Sie Ironie (in diesem Text auf Kosten der Zürcher) und eine liebevolle Sichtweise auf eine schöne, kleine Stadt nicht erkennen. Da hilft auch ihr 10-Tage-Pauschal-Urlaub in L.A. oder ihr Einkaufswochenende in London nicht.

      PS. Ich hab in London, Bangkok, Phnom Penh, Marrakesh und einigen anderen Städten gelebt.

    • Mäse sagt:

      Du kennst gar nichts lieber Urs. Aber schön, dass Du deinen Frust hier rauslassen konntest. Da gehts einem am Abend doch ganz viel besser nicht? 🙂 Zum Thema, meine Frau kommt aus México City, jo das ist ein Städtchen mit richtig vielen Leutchen. Da muss doch die Post abgehen, zumindest aus Deiner Sichtweise. Interessanterweise hat sie sich in Zürich nie gelangweilt, im Gegenteil. Sie war immer wieder überrascht, wie eine Stadt mit knapp eine halben Million Menschen so aktiv, vielfältig und lebendig sein kann. Aber Du kannst weiterhin gerne deinen ‚Grossstadtfantasien‘ nacht räumen. Träume, die du eigentlich gar nicht verstehst.

  • marie sagt:

    réda, sie waren in bern? und nicht im breitsch in meinem stammlokal? …auso nei aber o. z nächscht mau de vorhär amäudä, de macheni de o ä füehrig.
    grüess us bärn, u merci!
    marie
    🙂

  • Jonathan sagt:

    in Bern mag vereinzelt der 90er-Eindruck aufkommen, doch zugleich leben die Berner damit weit in der Zukunft und machen eben nicht jeden Hippstermüll mit. Gesundheit, Sozialität und Intelligenz sind die Zukunft und nicht der andere zeitgeistige Müll.

  • eeqe sagt:

    booring!!!!!!!!!!

  • grisi sagt:

    „Hipsterdichte gleich Null“ ….
    … das ist ja nicht unbedingt ein Nachteil 🙂

    • Chris sagt:

      Ich glaube, es war auch nicht als „Nachteil“ gemeint. 🙂

      Wobei, wie ein anderer Kommentator schon gesagt hat, das halt einfach der Unterschied zwischen „Weltstadt“ und „Provinz“ ist, und nicht unbedingt nur zwischen Zürich und Bern.

  • oberlender sagt:

    hei Schribi-Arbi, ds’nägscht mal feehrsch z’Bärn düri o geehsch no chli witer, uf Ladholz oder so, das schtopfdr de ds’Muul 🙂

  • Julian Gerber sagt:

    Bin Zürcher, habe 3 Jahre in Bern (vorher 2 Jahre in Biel) gelebt und gearbeitet. Mein Fazit: Bern ist ein MUST … für einen Besuch, ein lustiges Wochenende oder so (Gurten, Buskers), aber wer da lebt, wird auch (wie in jeder Stadt!) mit weniger schönen Dingen konfrontiert. Bern hat ein nerviges Beamtentum, viele Dinge sind kompliziert, Steuern EXTREM HOCH, Sozialabgaben auch, jeder gibt sich GRÜN, aber ein Schrott-ATOMKRAFTWERK ist gleich vor der Tür, der See fehlt, der ÖV ist „naja“ und die „eine Baustelle“ (aus deinem Artikel) legt nun im zweiten Sommer (in Folge) die halbe Innenstadt (und den ÖV) lahm (Bus- und Tramverbindungen von Ost nach West). In Zürich wär dies alles undenkbar. Wohnungen sind mittlerweile fast genauso teuer, Löhne eher niedriger. In dem Artikel werden alle IN-Places von Bern beschrieben … das ist gut so … aber längerfristig gesehen ist das Kulturangebot in BE dünn. Es gibt etwas, was in Bern so oder so jedoch 1000x besser ist als in Züri: Die Berner(innen) sind viel freundlicher und menschlicher. Nette Begegnungen, Gespräche, wartende Tramführer usw. brachten mich noch nach 3 Jahren ins Staunen!

  • A. Affentranger sagt:

    Jaja, Zürich – der Nabel der Welt. Gähn.

  • Mike sagt:

    Zürich ist wirklich zu einem langweiligen Einheitsbrei verkommen, allerdings wohnen in ZH ja auch praktisch keine Einheimische mehr. Schuld daran sind also die ganzen zugezogenen Landeier, die sich, kaum angekommen in der hippen Weltstadt, sofort dem gängigen Verhaltensmuster (über-)anpassen um nicht aufzufallen…

  • Alfredo Garcia sagt:

    Allez les ours! Dutt wurde früher mit Pfürzi übersetzt.

    • Lisi Müller sagt:

      Heisst nicht Pfürzi sondern Bürzi:)))

      • Alfredo Garcia sagt:

        Ma chère, zwischen oberem Gürbetal und unterem Schwarzbubenland haben sich im Laufe der Evolution facettöse semantische Eigenständigkeiten herauskristallisiert. Ich danke für den inhaltlich korrekten Beitrag und wünsche
        gesegnte Nachtruhe.

  • Matthea sagt:

    Herr Arbi
    für den Satz „Es ist wie in der Roten Fabrik, einfach mit freundlichem Service und ohne See“ werde ich sie ewig lieben…ich gehe gern dorthin, bin mir aber nach Jahren immer noch nicht sicher ob man sich entschuldigen muss wenn man durch Bestellungen dort jemand zum arbeiten nötigt.

  • Toni Schuster sagt:

    Zürich ist im Vergleich zu den Metropolen Europas (geschweige denn New York, Shanghai, Tokio etc.) Provinz, Bern ist im Vergleich zu jeder Stadt eine Schlaftablette. Die Leute sind langsam unterwegs, sowohl mental als auch physisch. Wenn ich mit Bernern spreche, denke ich oftmals: Komm schon, mach vorwärts.

    • Toni Schuster sagt:

      In Bern gibt es nicht den Hipster, sondern jene, die Südamerika und Afrika per Anhalter bereist haben und sich nun zur alternativen Gruppe zählen. Markenzeichen: Dreadlocks, easy, behäbig, NGO-Freiwilligenarbeit, Gurtenfestival-Dauerticket.

    • Réda El Arbi sagt:

      Naja, ich hab in London und Bangkok gelebt, und verstehe deshalb, wieso Zürich immer unter den besten 3 Städten ist, was die Lebensqualität angeht. Aber es gibt halt immer die Sozialromantiker, die Armut und Arbeitslosigkeit für eine geile Kulisse für ihr persönliches „City-Feeling“ halten. Jänu.

      • Rene Fankhauser sagt:

        Sicher, als Armer, Obdachloser oder sozial Schwacher lebt es sich in keiner Stadt sehr angenehm. Aus einem vermeintlich objektiven Lebensstandard eine Weltstadt zu konstruieren, geht aber doch etwas weit. Zürich ist Provinz, auch wenn Sie in echten Weltstädten wie London oder Bangkok die Beschaulichkeit Ihrer Komfortzone vermissten. Aber die höchst selektive Freischaltung abweichender Kommentarstimmen und Ihr unsouveräner Umgang mit anderen Meinungen zeigt doch, wie sehr Sie Ihre eigene Weisheit „getroffene Hunde bellen“ verinnerlicht haben.

        • Réda El Arbi sagt:

          Jaja, unsouveräner Umgang mit … Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, dies ist ein Blog. Wir kommentieren mit, streiten und begegnen den Lesern auf Augenhöhe. Comments werden nur dann gelöscht, wenn sie extrem beleidigend, rassistisch oder sonst wie verletztend sind, wenn sie sich wiederholen oder, wenn sie abolut nichts mit dem Inhalt des Posts zu tun haben.

          Aber ehrlich, Sie dürfen Zürich für Alles halten, was Ihnen lieb ist. Sie dürfen auch behaupten die Sonne sei grün. Das ändert nichts an der wirtschaftlichen und kulturellen Ausstrahlung Zürichs bis weit nach Europa hinein. Ich weiss, viele Nicht-Zürcher finden das blöd. Aber das ist wohl eher Neid. Londoner, Berliner, Pariser und sogar New Yorker sprechen Zürich den Status als Stadt mit internationalem Impact nicht ab. Es sind immer Schweizer Provinzler, die sich so äussern. 😉

          Ach ja: http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/zuerich-ist-die-stadt-mit-der-zweitbesten-lebensqualitaet-1.13452872

        • sepp z. sagt:

          Fankhauser, „auch wenn Sie in echten Weltstädten wie London…“ in london leben – nicht bloss für ein hippes von papa bezahltes praktikum – heisst für familien, normalarbeitstätige etc ausserhalb von london wohnen. irgendwo in langweiligen vororten ohne jegliche akzeptable infrastruktur – tolle weltstadt… was Sie hier als ‚weltstadt‘ anpreisen, ist marketing-blabla für irgendwelche grossverdienende banker und manager internationaler firmen. etwa gleich viel wert wie das städteranking des neoliberalen imf. gähn.

        • Jürg sagt:

          Zürich ist gemäss verschiedenster Indizes eine Weltstadt: http://de.wikipedia.org/wiki/Weltstadt, einfach Zürich suchen.

          Herr Fankhauser, Monsieur El Arbi teilt zwar kaum je meine Meinung, widerspricht meinen Kommentaren dauernd und wahrscheinlich hält er auch sonst nicht viel von mir, aber er schaltet meine Kommentare frei, nimmt Stellung, lässt sich auf Diskussionen ein. Sich in einem Blog zu exponieren zeugt meiner Ansicht nach eher von Grösse als von ‚Unsouveränität‘.

  • Peterli sagt:

    Der berner Hipster ist für einen Zürcher einfach nicht als solcher Erkennbar. Was jedenfalls in dem Artikel beschrieben wird ist penetranteste berner Hipster-Kultur. – Adrianos? Turnhalle? Diese kultivierte 90er alternativität? Das, meine Lieben, ist der Berner Hipster. Mit der Zeit genauso unerträglich wie die anderen. Aber eben erst mit der Zeit.

    Geniesst es, solange es geht und freut Euch daran, dass sie Euch in Eurem Streben, ‚den Hipstern in Züri‘ zu entkommen, nicht als den Hipster erkennen, der Ihr damit seid. 😉

    • hans fallada sagt:

      ja das hat der réda eben noch nicht verstanden: in bern ist er der (alt-)hipster! 🙂

      • Markus sagt:

        Genau; richtig (und) lustig!
        Herr Arbi hat weder Züri noch Bern begriffen, aber ich denke, langfristig geht es ihm in Züri besser, also soll er halt bleiben. Vor allem auch weil er in Bern tatsächlich Schaden anrichten könnte. Und hier in Züri ist seine Meinungsmache ja eh nur noch für die gescholtenen Hippster und Zugezogenen von Bedeutung.
        Aber eine oder zwei Wochen Ferien in unserer Hauptstadt würden Herrn Arbi bestimmt gut tun.

        • Réda El Arbi sagt:

          Herzlichen Dank für den Kommentar. Ich finds echt nett, dass Sie sich die Mühe machen, Dinge zu kommentieren, die Sie so blöd finden. Ich klick dann meist einfach weiter.

          Ach ja, ich bin unheimlich froh, dass Sie mir endlich klar machen konnten, dass ich weder von Zürich noch von Bern eine Ahnung hab. Und noch besser find ich, dass Sie sämtliche 30 000 Leser des Posts gerade in einem Satz einordnen konnten. Ich bin beeindruckt und zutiefst gedemütigt von soviel Weltläufigkeit. Ich schwör!

          • Markus Duner sagt:

            Gern – ungern; es regnet, und da macht man halt manchmal etwas, was man sonst nicht tut. Eben weiterklicken wäre bestimmt besser gewesen, da gebe ich Ihnen recht.
            Ich muss mich auch insofern korrigieren, dass Sie von Züri wohl schon eine Ahnung haben, sonst wären Ihnen die 30000 Klicks nicht sicher. Und Sie machen das ja auch gut: populäre Themenwahl, tendenziöse Schreibe, biedere Provokation immer inklusive. Aber seien Sie doch deswegen nicht gleich gedemütigt, wenn Sie darauf angesprochen werden – ist ja schliesslich Ihr Metier und die dazugehörige Masche.
            Von Bern haben Sie wahrscheinlich dennoch keine Ahnung. Ich bleibe bei meinem Tipp: gehen Sie mal in die Ferien dahin. Ich selber habe in den 90ern einige Jahre da verbracht und bereue keinen Tag davon.
            PS: Ich habe nicht den Anspruch, dass Sie meine Antwort online setzen; aber es regnet halt noch immer.
            Lieber Gruss, Markus

            • Réda El Arbi sagt:

              🙂 Naja, ich ging ein Jahr in Bolligen zur Schule, meine erste Freundin war Stadtbernerin und ich bin immer noch ab und zu da. 🙂 Aber um in ein paar Tausend Zeichen eine Stadt zu erfassen, muss man manchmal eben auf die Klischees zurückgreifen. Was es leichter macht, ist, dass die oben beschriebenen Klischees eben nicht erfunden, sondern an einem einzigen Abend erlebt wurden.

  • Tom Hutter sagt:

    Ich glaub, ich zieh nach Bern – eine Stadt ohne diese Fashion-Spiesser? Ein Paradies!

  • Es ist nicht Langsamkeit sondern Gemütlichkeit welche die Berner auszeichnen…so sind die Dinge wirklich schöner…

  • Toerpe Zwerg sagt:

    Dä Mättu seit zum Dänu „chum mir goi uf Züri“. … Ich mag Bern. Selbstgerechtigkeit liegt mir. Klar, oder?

  • heiri sagt:

    Wer sagt denn, dass in jeder Stadt die Hipster gleich aussehen? Eventuell gibt es sie ja auch in Bern, nur herrscht dort ein anderer Look 😉 Ausserdem, wenn du das erste mal in der Turnhalle gewesen bist, siehst du bald ein nächstes Problem in Bern. Wohin nun? Wenn man in Zürich z.B. El Lokal, Xenix oder Oberer Letten hat, ist man in Bern dann schon bald am Ende… Wenn du für einen Tag das erste Mal nach Zürich kommst, bist du wahrscheinlich auch begeistert 😀

  • Flöru sagt:

    Was ein Fixie ist, weiss ich, aber was sind „Dutts“? Ja, ich weiss, bin aus der Provinz und trotzdem zufrieden.

  • Martin sagt:

    Berner sind ungefähr so langsam und Zürcher in etwa so schnell, wie Italiener faul und Deutsche arrogant sind. Mein Gott, dieses kleingeistige Klischieren, diese chauvinistischen Allgemeinplätze! Wozu? Zürich ist ein bisschen grösser, hat ein bisschen mehr Business und ist etwas internationaler. Stimmt! Ach ja – und es hat viele dieser lustigen Hippsters… Ansonsten: ebenso gemütlich, gemächlich, freundlich und relaxt wie Bern (und Basel und Luzern und …). Und schöne Frauen hats hüben wie drüben. Lieber Réda El Arbi: „Der Wunsch ist Vater des Gedankens“! Aber nur weil Sie Bern verniedlichen, wird Zürich noch lange nicht zu der von Ihnen krampfhaft erhofften hektisch-stressigen-rauhen Weltstadt (was Sie uns ja eigentlich mit Ihrem Text über das härzige Provinznest Bern sagen wollten).

    • Réda El Arbi sagt:

      Ach Quatsch. Was ich mit meinem Text sagen wollte (und was übrigens auch in meinem Text steht), ist, dass Bern einen angenehmen Vibe, offene herzliche Leute und eine ziemlich gemütlche Szene hat. Ich halte Zürich für eine ziemlich geile Stadt, mit vielen Möglichkeiten, etwas Hektik und einem etwas abweisenden Charme. Ich bin froh, dass Zürich so ist, wie es ist, und nicht wie London, Berlin oder Bangkok. Da hab ich gelebt, würde es aber um nichts in der Welt gegen Zürich eintauschen. Zürich ist nicht hart oder rauh. Zürich hat einen der höchsten Lebensstandartds der Welt.

      • Mathias sagt:

        …Zürcher schreiben nur manchmal etwas hart oder rauh, so wird „Standard“ zum „Standart“; aber sie haben ein weiches Herz 🙂

  • Happy Hipster sagt:

    oje!
    Ist es denn jetzt hip, kein Hipster zu sein?

    Hört doch auf mit diesem Sozialkritik-Scheiss. Das sagt viel mehr über euch aus als über die Leute, die ihr kritisiert.

    • Réda El Arbi sagt:

      Lustig, im Text von ca 8000 Zeichen gehts in 80 Zeichen um Hipster. Und dann kommen doch immer welche, die sich gertroffen fühlen. Und Hipster-Bashing geht unter Sport, nicht unter Sozialkritik.

  • ÜzzzÉ sagt:

    Das sind no Züzis: http://m.youtube.com/watch?v=wsupYuH0Z9U Was aber stimmt isch, dass mer da fangs vell zvell Weichspüeler händ

  • Alex sagt:

    Reda, wirfst bitzli inflationär mit dem Begriff „Hipster“ um dich, hm? Ich mags nicht mehr lesen, es ödet an.

    • Hipster ist doch eigentlich eine Bezeichnung für Unterhosen oder? Also wo sind jetzt diese Unterhosen?

      • Réda El Arbi sagt:

        @Alex: Ich weiss. Aber bei Comments kann man auch davon ausgehen, dass nur getroffene Hunde bellen 😀 Und solange welche Bellen, schmeiss ich Steine gegen Hipster 😀

        • hans fallada sagt:

          die hipsters bringen dich aber auch ganz schön zum bellen réda.. wie kommts?

          • Réda El Arbi sagt:

            Man schreibt doch immer über die Sachen, über die man an jeder Ecke stolpert 🙂 Und ehrlich, nichts ist so dankbar wie Hipster-Bashing: Man kann einen Satz gegen Hipster schreiben und hat jede Menge Kommentare wie: Ich bin ja selbst kein Hipster, ich trage das ganze Hipsterzeugs, weil ich das immer schon geil fand, aber das Hipster-Bashing geht mir auf die Nerven.“

  • Georg sagt:

    Bern ist nicht die Hauptstadt der Schweiz. Bern ist die Bundesstadft. Machen SIe sich vertraut mit der Sache, dann werden Sie sehen, dass das keine Haarspalterei ist, sondern einen tieferen Grund hat.

    Und fügen Sie ein Corrigendum an, bitte. Danke.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, machen wir nicht. Im alltäglichen Sprachgebrauch, also an Orten, an denen Menschen miteinander sprechen, nennt man Bern die Hauptstadt. Das reicht uns als Legitimation.

      • Katharina sagt:

        Selten eine so selbstgerechte Person gesehen wie diesen Arbi. Da macht man ihn auf einen Fehler aufmerksam, den ein Schweizer Journalist mit etwas Bildung nicht begeht, aber Herr A. hat natürlich nicht die Grösse, ihn einzugestehen, sondern bringt irgend ein Scheinargument vor. Naja. Die einen können’s, die anderen nicht.

        • Réda El Arbi sagt:

          Wenn Sie sich kurz informiert hätten, wüssten Sie, dass ich der Herausgeber des Satiremagazins „Hauptstadt“ war und diese Diskussion schon an die 1000 Mal geführt hab. Ich weiss, dass Bern die Bundesstadt ist. Trotzdem nennen sie beinahe alle Schweizer „Hauptstadt“. Sogar die Berner Blogger nennen ihren Blog „Der Hauptstädter“. So werde ich es auch weiterhin halten. Aber danke für den Hinweis.

          • Von der Homepage des Amts für Raumentwicklung, zum Raumkonzept Schweiz:
            „Schliesslich haben der Bundesrat, die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), der Schweizerische Städteverband (SSV) und der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) das Raumkonzept Schweiz im Jahr 2012 als Orientierungshilfe für ihre raumwirksamen Tätigkeiten verabschiedet.“
            Und jetzt der Clou: Wie wird darin die Region um Bern bezeichnet? Hauptstadtregion…. Ich mag ja Rédas Schreibe nicht sonderlich, da viel zu aufgesetzt lustig, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Auch bezüglich Hipstern.

        • Urs sagt:

          @ Katharina: Nope, Arbi hat absolut Recht: im allgemeinen Sprachgebrauch wird von Bern als Hauptstadt gesprochen, und nicht von Bundesstadt. Ich habe noch NIE jemanden Bern die „Bundesstadt“ nennen gehört. Juristisch gesehen mag sie Bundesstadt sein, im Alltag ist sie Hauptstadt und das herumreiten auf dem „Fehler“ ist peinlich, oberlehrerhaft und (@ Georg) überaus haarspalterisch.

  • Dee sagt:

    @Réda El Arbi
    Berlin ist das deutsche Bern. Komm vorbei, ich führe dich gerne rum.

    • Réda El Arbi sagt:

      München ist das deutsche Bern. Berlin ist das deutsche Zürich. Hm, nur nicht so sexy. 😉

      • Andreas Stricker sagt:

        Ist München nicht eher das deutsche St. Gallen und Hamburg das deutsche Bern?

        • Réda El Arbi sagt:

          Doch könnte hinkommen. Und Stuttgart wär dann das deutsche Luzern. Und Bochum das deutsche Olten.

          • Dieter Neth sagt:

            Kreisch! Hätte es nicht wenigstens etwas Süddeutsches sein können? Vielleicht Ditzingen bei Stuttgart, oder meinetwegen Karlsruhe, aber Bochum passt nun wirklich nicht. Nur weil der Capus in Olten wohnt haben die es noch lange nicht so mit den Sozis. Bochum ist ja nun eher sowas wie das deutsche Detroit. Auch dem Pedro Lenz scheints in Olten zu gefallen, er ist aus BÄÄRN zugezogen, das Nachtleben scheint sich doch im eher überschaubaren Bereich zu halten, wenn sogar Olten da mithalten kann. Zumindest gibt es bessere Bahnverbindungen.

      • Urs sagt:

        Treffer – versenkt 🙂

      • Sarah sagt:

        München ist das deutsche Zürich, total verspiesst und zickig, überteuert, absolut unnatürlich und arrogant. Berlin ist eher das deutsche Bern, nur grösser, aber ebenso viele nette Menschen.

  • KMS a PR sagt:

    also mir ist negativ aufgefallen, dass das stadtblog-team, vor allem freitags, eine elend lange mittagspause macht.

  • Luludi Berna sagt:

    Ich dachte Hippster sein ist schon wieder out,daher sieht man in bern keine

  • heini sagt:

    Es wurde gelegentlich schon angesprochen: In Bern ist mehr SEIN und weniger SCHEIN – selbst bei den wenigen Hipstern. Der Berner Hipster ist so, weil er so ist und nicht, weil er so sein muss. Das gilt im Ürigen für die meisten Bernerinnen und Berner. Und dann noch was: Wie nett Menschen sind, hat nichts mit der grösse der Stadt zu tun. Geht doch einfach mal nach Berlin, massenhaft Hipster, alles nette Leute.

    • Raton sagt:

      Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals jemand gesagt hätte, Hipster wären keine netten Leute.

    • hösi sagt:

      in bern hat es deshalb keine hipsters, weil, wenn sie mit ihren dünnen beinchen auf dem fixie den stutz richtung länggasse hinaufschnaufen und von der hübschen frau mit kinderanhänger zügig überholt werden, sie dann das fixie mit einem total normalen velo tauschen und auch sonst die attitude sein lassen.

    • Hans Müller sagt:

      Diese ewige Lobhudelei auf Berlin nervt nur noch. Wandert doch alle nach Berlin aus, wenn’s dort so wahnsinnig toll ist. Und schreibt uns nicht mehr dauernd, wie toll Berlin ist. Wir wissen es inzwischen. Wir haben’s kapiert. Nerviger sind nur noch Apple-Fans, die auch nie aufhören können, uns zu erzählen wie toll Apple-Produkte sind. Aber meistens sind Berlin-Fans ja auch Apple-Fans. Das passt zusammen.

  • ich sagt:

    Erklären möchten Sie also nicht, das sich die Baustelle fast durch die gesammte Berner Stadt zieht?

  • Ylene sagt:

    Ich bin natürlich ganz geschmeichelt, Réda. Als Bernerin fand ichs am Zürich Openair aber ganz gemütlich. Ich traf einen Haufen netter Zürcher, Deutsche und St. Galler – und natürlich auch Berner (Jungs vom Dachstock mit VIP-Tickets, ich meine euch). Aber mir wurde sogar in Züri von Anzugträger freundlich geholfen, mein Kinderwagen ins Tram reinzuwuchten. Irgendwie scheinen die Arschlochzürcher einen Bogen um mich zu machen und ich treffe nur auf die netten. Stimmt so. 🙂

  • Markus Hutter sagt:

    Logisch gibts in Bern keine HIpster, Hornbrillengrafiker oder Ähnliches. Die sind ja alle bei uns in Zürich. Sorry, aber es gibt keine nervigere Gattung als Berner in Zürich (AKA Anstehschlange vor dem Gonzo). Ein Freund „lobte“ einmal einen von diesen mit den Worten „Du bist für mich ein richtiger Zürcher“. Er freute sich darüber. Berner in Bern… naja – bleib mal etwas dort in Bern als nicht-Berner. Selten so etwas Kleinkarriertes gesehen. Da lobe ich mir meine zürcher Arroganz.

    • Sarah sagt:

      Jawolll, geh mit Dir einig, es gibt nichts Kleinkarrierteres als Berner. Ich habe jahrelang zwischen ZH und Be gependelt, endlich einen Job in ZH gefunden und hab jetzt doch wieder nur Berner um mich herum…

  • The Damned sagt:

    Also das Détail mit dem Platz machen hat mich an mein letztes Erlebnis z’Bärn obe erinnert: Es war im Lorenzini und ich wusste nicht, wo das Meeting statt findet, zu dem ich eingeladen war. Also ging ich in die noch praktisch menschenleere Bar im Parterre und steuerte auf den Barkeeper zu, da lächelte mich eine attraktive Brünette, die als einzige am Tresen sass, einfach an, einfach so, ohne jeden ersichtlichen Grund, ausser vielleicht meiner verschwitzten und gestressten Wenigkeit..! Als in Zürich sozialisierter Mann war ich richtig perplex. Und hätte ich nicht an die Veranstaltung gemusst (was ich mir in diesem Augen Blick ernsthaft kurz überlegt habe), hätte ich mich zu diesem hinreissenden bärner Meitschi hingesetzt und einen sicherlich wunderschönen Abend verbracht! Bern ist vielleicht auch deshalb für uns Zürcher so attraktiv, weil man sich da ein bisschen wie im Zürich der späten Achziger und frühen Neunziger fühlt. Und das ganze Unbehagen ob der ungeheuren Dynamik, die den Grossraum Zürich erfasst hat, z‘ Bärn obe nicht zu spüren ist.

  • hösi sagt:

    tip top, bitzeli klischiert, aber bern ist schon cool und entspannt.
    kalte-hungerhacken-ich bin auch ein model-frauen gibts in bern eigentlich nicht.
    das wirklich tolle an bern ist, dass wenn jemand schreibt die stadt ist noch in den 90ern, man zur antwort erhält: u jetzt?
    noch mehr werbung: im sommer die prozession vom marzili zum schönausteg mitmachen, natürlich in badeklamotten.
    sprung in die aare und zurück in die stadt, kühlt jedes hipsterhirni.
    und noch etwas von wegen langsame berner: die schnellsten schweizer zu fuss: ryffel (okay eingewanderter zürcher), weyermann, gasser, belz usw.

  • Lia sagt:

    die schönsten Frauen, aber auch die meisten Singles – heisst entweder, dass Aussehen eben doch nicht alles ist oder die Männer umso hässlicher sind 😉

    • Harry sagt:

      …. oder dass Linke Singles nicht heiraten wollen… ; )

    • turi meyer sagt:

      oder dass der ethnologisch/antropologische blick des forschenden zu sehr von seiner eigenen ‚kultur‘ verstellt war, um das untersuchungsobjekt unvoreingenommen wahrnehmen und abbilden zu können.
      ich appeliere an etwas mehr wissenschaftlichkeit, reda!
      😉

      • KMS a PR sagt:

        das verlangen nach proiskumität priorisiert im gauss den koitus und die formale physis wird sekundär. intensiviert wird dieses verhalten meist durch den parallel einhergehenden genuss von alkoholika in relevanten quantitäten. leider verhindert dies meist den angestrebten effekt in reziproker konstellation und führt zu kraftloser transpiration. der hypothalamus wird überreizt und die synapsen kollabieren und negieren die transmission der informationen versus des genitalbereiches, dessen externe extremität kontinuierlich ermattet. de facto und in extremis ist hier zum exempel eine manuelle stimulation zu favorisieren.

    • The Damned sagt:

      Singles? Single-Haushalte vielleicht. Doch in Single-Haushalten leben auch gebundene Menschen. Singles werden statistisch nirgendwo erfasst, ausser vielleicht in der Volkszählung.

  • christian überschall sagt:

    Ja, wir Berner sind langsam, aber wir können Befriedigung garantieren!

  • Ostwienerli sagt:

    Lieber Reda, Besten Dank für die im Artikel erwähnten Ausgeh-Tipps. Hab mich soeben entschlossen, meinen Chin-Museums-Besuch mit einer Übernachtung zu verlängern. War schon lange nicht mehr in unserer schönen Hauptstadt, werde nun noch einen Abendverkauf in den unterirdischen Shops geniessen und sogar ein kleines Äuglein in die Reitschule werfen und die Polo-Hofer-Beiz am HBF (hoffe, die gibt’s noch) besuchen. Bärig gut…..

  • Elena sagt:

    kleine korrektur: der kuh-hof (eigentlich „Q-hof“ für quartier-hof) ist nicht die brass, sondern die wohngenossenschaft zwischen kairo und ebender.
    und egal was man von ihr hält: wenn man ne bern tour macht, gehört die reitschule dazu. find ich.

  • Romand sagt:

    Habe lange im Bern gearbeitet und auch gelebt. Inhaltlich mag der Artikel stimmen. Die Leute sind weniger hip, freundlicher, langsamer aber auch langweilig und konforntationsscheu. Und es ist als nicht dort gebonerer Mensch nicht einfach sich zu integrieren. In Zürich kann man als nicht Zürcher wenigstens auf die vielen franz. oder deutschsprachigen Ausländer zurückgreifen.

  • KMS a PR sagt:

    ausserdem mag ich „stiller has“. der endo anaconda ist zwar ein elender sozi, aber er macht tolle texte.

  • Patrick sagt:

    mein Berner Vorurteil über Zürich ist, dass man sich da enorm um Status bemüht… „ich hebe gleich ab“, ist was die Zürcher, die ich beruflich treffe, versuchen rüberzubringen.
    bezeichnend was mir erzählt wurde: es gebe in Zürich Anlässe, die als Magnet für Goldgräberinnen wirken. Ich glaube kaum in Bern jemals einer solchen begegnet zu sein. Die sind wohl – zurecht – nach Zürich gezogen. Nach Gold graben ist sicher richtiger an Orten, wo’s welches hat. Soll heissen, dass man in Zürich vielmehr um Aufstieg bemüht scheint.
    Wiederum, sicher nicht an jeder Ecke, leider aber an der, an der ich mich beruflich begeben muss.
    (und liebe Zürcher, wer einen Rolls fährt, hat einen Chauffeur. Das Ding fährt man einfach nicht selbst!)

  • Tina sagt:

    Wenn Sie gar tollkühn sind Herr Al Arbi, dann wagen Sie mal flink einen Sprung nach Basel; Sie werden begeistert sein! Ach ja, das rät Ihnen eine waschechte Zürcherin, die von der „Prollvollen“ Stadt die Nase voll hat.

    • KMS a PR sagt:

      nein. basel geht gar nicht. auf keinen fall. die basler sind nur nervig. „drümmeli und pfiffeli…“ *würg*

    • Marc sagt:

      basel ist wirklich toll, auch von Ausgang her. Im gegensatz zu Bern hat Basel Weltstadtfeeling. und das sage ich als Zürcher und sogar Südkurvler.
      übrigens: Nach 10 Minuten GEspräch haben dann die basler über Zürich fertig ausgelästert und man kann dann ganz normale Gespräche führen. Das Züri-Bashing als Prolog in Kauf nehmen und ignorieren, dann kann man es in Basel lustig haben.
      PS: Deutschen in ZH geht es wohl ähnlich, wie Zürchern in Basel

      • KMS a PR sagt:

        VERRAT!!! SOWAS SAGT MAN NICHT ALS SÜDKURVLER!!!!! 🙂 daminomal.

        • Dimitri Scarione sagt:

          FC Südkurve Fäns und ihre interessanten Erfahrungen ausserhalb des hippen, mondänen, sogar in der Stadtbloggrafik vertretene (Achtung Ritterschlag) Kommerzkürveli . Bin entzückt…

          Hardturm jetzt!!

          • KMS a PR sagt:

            ach du sch…. ein gc’ler – es wird ja immer schlimmer. und apropos „kommerzkürvli“ – die zürcher südkurve ist die einzig wahre in der ganzen schweiz, ja in ganz europa, ja sogar äh-fast auf der ganzen welt!!! dagegen sind die lauen mamifan-gesänge eurer halbstarken-truppe ein billiger abklatsch. jawolll. da ist mir ja der fcb *würg* noch lieber als ihr grasfloppers! hähä 🙂

          • Bento sagt:

            und dennoch würden wir es NIEMALS einem Basler zugestehen 10min. zu lästern, bevor es zu einer konversation kommt. anscheinend habt ihr in der südkurve keinen stolz für die stadt.

          • KMS a PR sagt:

            nien! nicht wenn der fcz in den dreck gezogen wird und jetzt alle -> „euiiiii muueeeteeer – schaaafft biiii euuuuuuus – aaaaa deeeeeeeee laaaaaangschtrass!“ 🙂 gott bin ich einfach.

    • Andy sagt:

      Ich höre immer wieder von Basel dass die Typen dort extrem notgeil und krass aufdringlich sein sollen. Ich war noch nie Frau, aber das habe ich schon von den unterschiedlichsten Personen vernommen. Ich würde mich als Zuger eher für Bern als für Basel entscheiden, die Stadt ist für mich in vielen Beziehungen so „möchtegern“. Wenn schon Proll, dann ZH. Wenn schon links-alternativ dann Bern.

      • Tina sagt:

        @ Andy: erste mögliche Vermutung; Wunschgedanke dieser unterschiedlichsten Damen
        zweite Möglichkeit; style Dich als Frau und gehe als Versuchschüngel hin 🙂

      • KMS a PR sagt:

        stimmt schon. vor allem zu einer gewissen zeit im jahr, hats dort ganz viele, mit drümmeli und pfiffeli bewaffnete, larvierte unholde. und nach der 2. flasche weisswein sind die bestimmt auch notgeil.

  • Damian Braun sagt:

    Kleine Korrektur. Das Du Theatre wurde nicht von Zürchern übernommen, sondern von Luzernern. Nicht, dass das was ändern würde…

  • diva sagt:

    würd ich nen job in bern bekommen, ich wär schon lange weg! es geht mir wie ihnen herr El Arbi, wenn ich in bern bin. vor allen dingen die wunderbare FREUNDLICHKEIT der berner und bernerinnen, verschlägt mir immer wieder auf neue den atem! das sucht man hier vergebens – besonders im sogenannten dienstleistungsektur scheint man das in zürich nicht zu kennen. schade, eigentlich…

  • Tina sagt:

    So einen oberflächlichen und mit Klischees vollgestopften Scheiss habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
    „Die Berner leben noch in den 90ern.“ Gehts? Kannst uns auch gleich sagen, wir seien halt alle ein bisschen zurückgeblieben und haben nicht gemerkt, dass die Welt sich weiter dreht. Was aber überhaupt nicht stimmt.
    Ich habe 2 Jahre in Zürich gearbeitet und gelebt. Das Leben und der Job in Bern kann genau so stressig sein wie in Zürich. Man wird bloss nicht doof angeschaut, wenn man anzieht, was einem gefällt, auch wenn es nicht hipsterig ist.

    • Réda El Arbi sagt:

      Sicher gibts auch gestresste und frustrierte Berner, genauso wie es entspannte und freundliche Zürcher gibt. Aber der Gesamteindruck einer Stadt anhand von persönlichen Erlebnissen und Eindrücken zu schildern, kann halt manchmal etwas holzschnittartig sein. Das ist so gewollt. Ihrer Reaktion nach sollten Sie wieder zu uns nach Zürich kommen, da fällt das nicht so auf 🙂

      • Tina sagt:

        Nein, danke, auch wenns eine schöne Zeit war.
        Ihr Bericht wirkt einfach sehr gönnerhaft Bern gegenüber… wie sie vielleicht gemerkt haben, mag ich das nicht.

        • Day sagt:

          Nehme an, dass es nicht so beabsichtigt war, aber bei mir kommt der Bericht auch etwas gönnerisch rüber. So im Stil von: “ Ach, so süss die Berner, die sind noch in den 90ern mit ihren no-brand-cola-Getränken, und einen Abendverkauf haben sie auch noch, richtig nostalgisch…“ Wirkt halt etwas arrogant. Ich verstehe überhaupt nicht, was das ganze vergleichen und urteilen soll, ist doch sinnlos. Logisch ist das Feeling in verschiedenen Städten unterschiedlich, so wie halt Leute auch unterschiedlich sind. Am besten einfach überall das mit auf den Weg nehmen, was man für gut und richtig hält.

          Cheers

  • sepp z. sagt:

    Interessanter Blog, wie immer.
    Bin dann aber über diesen Satz gestrauchelt:
    „Hier sieht Kunst noch nach etwas aus, das beim Machen Spass bereitet.“
    Weils Freitag ist, zettle ich jetzt keine Diskussion über Kunstverständnis und Spassgesellschaft an 😉

    • Réda El Arbi sagt:

      Wer keinen Spass am Kunstmachen hat, kann nur Negatives in seinen Werken weitergeben. Das heisst nicht, das es keine Kunst ist, es heisst nur, dass es diese Kunst eher traurig macht. Soviel zu meinem Kunsverständnis 😉

    • KMS a PR sagt:

      die kunst in bern ist frisch, frech und fröhlich. so muss kunst sein. die kunst in zürich, ist abgespacet, lieblos, freudlos, selbstverliebt und nichtssagend. zürich nimmt sich in vielen belangen und bereichen viel zu ernst.

    • Anti Hipster sagt:

      Ganz schön heiß diskutiert dieser Artikel. Ich denke, ich bin noch kein Hipster nur weil ich zweimal im Monat eine Club Mate trinke.

  • Stefan sagt:

    Mein Gott sind Sie alt, wenn Sie die nicht mehr ganz taufrische Dame auf dem Foto als Mädchen bezeichnen!

  • Berna sagt:

    Wir Berner sind wirklich noch ein bisschen in den 90ern. Grad gestern war ich an einem Hiphop Konzert, natürlich in einem Kellerlokal, mit nur ca. 40 anderen Menschen. Es war wunderbar.
    Anyway. Ich glaube, wir fühlen uns ganz wohl da hinter dem Mond auch wenn wir oft chly jammern, es sei so langweilig und eine Bundeshauptstadt brauche dies und das und weiss nicht was alles. Tanz dich frei und so. De fakto sind wir einfach glücklich mit der Aare, den paar gemütlichen Beizen, unseren lokalen Musikern und mit unseren Freunden. Wer braucht denn schon mehr?

    • KMS a PR sagt:

      bern macht in der tat was richtig. einzige, aber grosse ausnahme ist bundesbern.

      • Berna sagt:

        Du, damit haben wir genauso viel oder wenig zu tun wie die Bündner, Entlebuecher oder Lausanner. Nach diversen Auslandreisen muss ich aber sagen, so schlecht machen dies jetzt auch wieder nicht. Oder was chlöönisch?

        • KMS a PR sagt:

          ich chlööne nicht, ich jammere. 🙂 doch, die machen das schlecht. unsere 7 pfeifen könnte man genau so gut durch plüschtiere ersetzen – die schauen niedlich aus und richten keinen schaden an.

    • Meret sagt:

      Wenn ihr noch einen See baut, ziehe ich sofort um. Einfach so zum Thema „Wer braucht denn schon mehr?“…

    • Qamar sagt:

      „Dr Summer isch verbii“

  • KMS a PR sagt:

    sie liegen absolut richtig, herr el arbi. bern ist provinziell und bodenständig. im gegensatz zu den liebenswürdigen bernern, sind zürcher voll-psychopathen, allesamt. das föteli mit den „schönsten frauen“ ist aber schon etwas fies. wieviel haben sie der dame im weiss-gepunkteten kleid mit der roten schürze bezahlt, dass sie das anzieht? in bern sieht man auffällig wenige kicherliesen mit gucci-täschchen. auch rauchen die frauen nicht auf offener strasse, was ich sehr begrüsse. bern ist ein stück heile schweiz. ich bin dafür, dass wir es 1:1 im ballenberg integrieren, mit samt den einwohnern.

    • Réda El Arbi sagt:

      Nein, wir Zürcher sind eigentlich nur schneller. Und schnelle Freundlichkeit wird oft nicht erkannt 🙂

      Und unternehmen Sie endlich was wegen Ihrer Gucci-Täschli-Phobie.

      • KMS a PR sagt:

        das mit dem „schneller“ ist ein mythos. wir zürcher sind nicht schneller, wir sind hektischer. wir finden es hip, immer auf zack zu sein. die berner sagen sich zurecht – in der ruhe liegt die kraft.
        mein äh-betreuer muss nun betreut werden…ich weiss nicht, ob ich einen frischen zugewiesen bekomme – nach dem fall „carlos“ geht das nicht mehr so einfach wie vorher.

      • roland sagt:

        Nein, die Zürcher sind nicht schneller, nur unglaublich viel hektischer als die Berner oder Thurgauer oder Bündner oder…….

      • Zimmi sagt:

        Das mit dem schneller kann ich wiederlegen! Während in Zürich bei einer nicht verstandenen Frage die Person mit „Wie bitte?“ nachfragt, reicht bei uns BernerInnen ein schlichtes „Hä?“. Probieren Sie nun selber aus was schneller ist 😀

      • Urs sagt:

        Schneller? Kann sein – vielleicht aber auch einfach nur «operative Hektik ersetzt geistige Windstille»…

  • Regi sagt:

    Ich bin eine Bernerin in Zürich. Und ja, hin und wieder gehe ich gerne zurück nach Bern. Warum? Weil ich dort durchatmen, entspannen kann, weil vieles echt und wenig Show ist und weil ich ganz einfach beim Tramfahren keine Ellbogen im Gesicht habe.

  • David sagt:

    Lustig das Ganze aus der Sicht eines Zürchers zu sehen.

    Wirklich tolles Tüürli – kann ich auch als Berner immer wieder empfehlen. Natürlich gibt es in Bern Hipster, natürlich sind nicht alle Leute netter als die Zürcher – ABER (und das kann ich sagen!) Bern hat einen sympatischeren Grundvibe. Die Menschen sind mehr “ down to earth“ als die Zürcher. Habe ein Jahr lang in Zürich gelebt und es gibt schon gewaltige Unterschiede.

    Der Hauptgrund ist: Bern ist Provinz. Es ist ein Dörfli – man kennt sich. Man hat sich gern. – Für das ist Zürich halt eindeutig zu gross..

    • Meret sagt:

      Du weisst gar nicht, was für ein grausiges Kaff Zürich sein kann. Klatsch und Tratsch, schlimmer als sonstwo. Im Unterschied zur äusseren Peripherie, wo ich herkomme, werden hier einfach keine Vorhänge gehoben, um genau zu sehen, wer auf der Strasse läuft. Nichtsdestotrotz, wer länger in Zürich ist, findet hier verschlafene Ecken, wo freundlichen Menschen mit ganz viel Zeit sind. Orte, die noch nie ein Fixie oder eine Hornbrille gesehen haben. Aber ich verrat jetzt natürlich nicht, wo, sonst wirds auf einmal noch hip, und es eröffnet ein neues In-Lokal namens „Züri-Roots“ oder sowas…

  • Bento sagt:

    Nichts gegen Bern, aber ihre Behäbigkeit kostet uns Zürcher Millionen. Der Kt. Bern und auch die Stadt hat ein Haushaltsbudget über ihrem Niveau. Würde man nach Zürich auch so viel gratis Geld pumpen, ich bin mir sicher, dann könnten wir auch ein wenig relaxter sein, aber so schufften wir für die ganze Schweiz und kriegen den Stiefel zum Dank!

    • Réda El Arbi sagt:

      Erstens sind es nicht die Stadtzürcher, sondern die Kantönler und die Leute aus der Agglo, die den ganzen Mehrwert erarbeiten, der als Ausgleichszahlung fliesst, und Zweitens wären sicher viele Stadtzürcher froh, wenn ihre Stadt neben Lebensraum nicht auch noch Wirtschaftsmetropole und Spassfabrik sein müsste.

      • Bento sagt:

        Nein Réda, da liegst du komplet falsch informiert. Den ganzen Mehrwert wird, unteranderem, von den Kantönlern und den Agglos IN der Stadt erarbeitet. Also ist es letzten ende die Stadt, die diesen Mehrwert generiert, auch weit über die Stadtgrenzen hinaus.
        Schon ein wenig enttäuscht von dir, hätte nicht gedacht, dass du ein Hobby-Zürcher bist

        • Réda El Arbi sagt:

          Ja, klar in der Stadt. Die Arbeit machen trotzdem die Agglos. Und ich bin nicht Hobby-Zürcher, ich lüg mir einfach nicht in die Tasche, um meine Lieblingsstadt besser aussehen zu lassen. Zürich ist grossartig. Aber den Mehrwert der Zürcher Wirtschaft wird von Auswärtigen erarbeitet, auch wenn wir die Infrastruktur zur Verfügung stellen.

    • Adam Gretener sagt:

      Gähn.

    • Hannes Müller sagt:

      Komm nicht mit Fakten, die interessieren keinen. In diesem Beitrag geht es um eine ethnologische Reise. Berners in the Mist würde der Film dazu heissen.

    • Jonathan sagt:

      Wären mit Subventionen alle so herzig wie die Berner-innen, dann machen Subventionen endlich einen Sinn und sollten sie überall reichlich fliessen.

  • Pascal Sutter sagt:

    oh ja, bärn ist eine Reise wert. Immer wenn mich das Heimweh packt und ich mal wieder einen Abend düresumpfe will springe ich in den Zug und verlasse die „Stock im Füdli Zwingli Stadt“.

  • Marcel Zufferey sagt:

    U d‘ bärner Meitschi si o ganz angersch, aber würklech! So natürlich, lebensfroh, unkompliziert, charmant, zugänglich… ein Traum!

  • E. Unzo sagt:

    Bern ist toll. Habe im Juni dort ein Wochenende verbracht. Die Stadt hat einen tollen Charme mit ihrem Stadtbild und auch einiges an schönen Bars und Restaurants zu bieten. Die Leute sind ja auch nett, das ist kein Vorurteil sondern Tatsache. Wunderbare Antipode zu Zürich… 🙂

  • Jury sagt:

    Lustig. Mir wäre Bern zu langweilig.

  • turi meyer sagt:

    Reda, vor lauter barfussigen Mädchen, Begleiterinnen und Stadtführerinnen, fremden Damen in Kaffees etc: Gibts in Bern auch Männer?

  • Diego sagt:

    Hipsterdichte = 0
    ohje vll. muss ich doch nach Bern ziehen 😀

    • Flipster sagt:

      Hipster findet man schon in Bern! So zum Beispiel im Länggassquartier oberhalb des Bahnhofs. Interessierte versuchens im schönen Café „Parterre“ oder im „Sattler“. Dazu Glace von der „Gelateria di Berna“ nebenan, ein must für jeden Besucher! 🙂

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.