Auto gegen ÖV – eine kleine Polemik

Am Ende hat auch der stärkste SUV keine Chance gegen die Argumente des öffentlichen Verkehrs.

Am Ende hat auch der stärkste SUV keine Chance gegen die Argumente des öffentlichen Verkehrs.

«Freie Fahrt für freie Bürger» – können Sie sich noch an diesen Spruch erinnern? Damals, als es noch eine Partei gab, die sich einzig dem Wohl der Autofahrer widmete? Nun, wer in den letzten Wochen mit Tram, Bus und Zug unterwegs war, kam nicht umhin, sich zwischendurch in ein Auto zu wünschen.

Es ist nicht nur die SBB-Pannenserie rund um den HB oder die Unfallhäufung bei der Glattalbahn, nein, es waren in den letzten Wochen auch ganz kleine Dinge: Die Hitze, die in Bussen und Trams für ein Miasma aus Schweiss und Billig-Deos sorgte, oder die Klimaanlagen, die wegen der grossen Hitze Kondenswasser auf die Passagiere seichten. Und jetzt, wos wieder mal regnet, die feuchten Klamotten, Hunde und Kinder, die im warmen Bus oder Tram vor sich hinmüffeln. Für die Empfindlichen kann ich noch die fröhlichen Versammlungen von Bakterien mit unausprechlichen Namen aufzählen, die sich gemütlich auf den Halteknöpfen und den Handgriffen niedergelassen haben. Wäk.

Genau da wünscht sich auch der überzeugteste ÖV-Fan manchmal die vermeintliche Freiheit eines Autos. Aber nur für ein paar Sekunden. Wenn wir nämlich morgens vom Tramsitz oder aus dem Bus auf die Autofahrer herunterschauen, die da alleine in im Stau stehen, lautlos zu Hermes, dem Gott des Verkehrs, um einen Parkplatz beten und in ihrer Blechklause still die anderen Automobilisten für ihre pure Existenz verfluchen, die den Stau verursacht, lehnen wir uns wieder zurück und geniessen die Fahrt. Wir wissen, dass der ÖV zwar manchmal chaotisch, ungemütlich und überfüllt ist, aber wir können dafür immer die Schuld der Transportgesellschaft geben, während Autofahrer, die der Logik nicht abgeschworen haben, zugeben müssen, dass ein Stau aus einer Anhäufung von Autofahrern verursacht wird. Also von ihnen selbst.

Und egal, wie hochbeinig ein SUV daherzuckelt, ÖV-Benutzer können immer auf Autofahrer herunterschauen, rein schon aus der moralischen Perspektive. Wer für seine eingebildete individuelle Freiheit bereit ist, mit den letzten Öl-Ressourcen des Planeten eineinhalb Tonnen Stahl und Blech in die Innenstadt zu karren, um da im Schritttempo nach einer Möglichkeit zu suchen, sein Gefährt herumstehen zu lassen, muss schon ein unbändiges Freiheitsbedürfnis haben. Warum sonst würde er die Luft seiner Mitmenschen dem eigenen Bedürfnis  nach (eingebildeter) unbeschränkter Mobilität opfern? Und wer schon mal morgens um Acht in Zürich war, kann beim Gedanken an «Freie Fahrt für freie Bürger» nur kichern.

Dann erinnert sich der ÖV-Fan an die vielen herzigen «Du, blond, gestern im Bus 31, wir lächelten, bitte melde Dich»-Aufrufe im Schatzchäschtli vom «Blick am Abend» und an die vielen Situationen, in denen die Mitpassagiere nicht die nervende, stinkende Masse waren, sondern kleine feine Begegnungen und Beobachtungen ermöglichten. An den Junkie, der für eine ältere Dame aufstand. An den älteren Herrn, der seiner Frau händchenhaltend die Stadt erklärte, immer mit dem Finger aus dem Fenster deutend. An die Möglichkeit, eine Gratiszeitung durchzublättern und sie wieder liegen zu lassen, und danach bei Freunden abzustreiten, sowas jemals zu lesen. ÖV ist nicht sozial, weils die Gemeinschaft am Wenigsten belastet. ÖV ist sozial, weil man ihn als Gemeinschaft benutzt.

Natürlich gibts Situationen, in denen Menschen auf ein Auto angewiesen sind. Aber ehrlich, sehr selten sind das Situationen, die sich in der Innenstadt zutragen. Und auch ÖV-Fans erliegen ab und zu dem Bedürfnis nach Individualverkehr. Dann setzen sie sich auf ein Velo, rasen durch die Stadt und jauchzen, während sie unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln zwischen den Autos, Trams und Bussen durchschlängeln.

«Mit em Auto uf Züri» von Ian Constable

478 Kommentare zu «Auto gegen ÖV – eine kleine Polemik»

  • Sarah sagt:

    Man müsste mal berechnen, wieviel Platz der Menschen der Autoverkehr http://www.tagesspiegel.de/berlin/immer-mehr-autos-in-der-hauptstadt-es-wird-eng-in-berlin/11811076.html in Züri blockiert und die Lebensqualitätminderung analysieren.

  • Jonathan sagt:

    Das sind zukunftsfähige Ansätze http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-i3-carsharing-bestimmt-das-autofahren-von-morgen-a-931118.html , verbunden mit dem Rückbau der zahlreichen heute durch Autos blockierten öffentlichen Flächen, zu Gunsten der Menschen und ihrer Lebensräume.

  • Johanna sagt:

    Velos müssen in Städten überall Vorfahrt haben, Autos in Orten runter auf max. 30km/h, denn Privatautos in Städten sind sinnfrei. Kürzlich wurde ein Radioredaktor von Lora durch einen LKW in Züri getötet https://www.woz.ch/1340/nino-kuehnis-1978-2013/leidenschaftlich-ernst-und-wirblig .

  • Hey, toller Dialog! da möchte ich doch auch mal was dazu geben. Erdöl ist wirklich eine Ressource welche wir mehr schätzen sollten. Niht nur beim Auto, sondern auch im Alltag!
    Wenn man aber mal zum Auto zurückkehrt, gibt es unzählige Möglichkeiten an die nächsten Generationen zu denken. Ich hab kürzlich zum Beispiel beide Fahrzeuge verkauft. Einen VW und einen Audi. Das ist vielleicht ein bisschen extrem, aber nachahmenswert;) Beide Occasionen hätten die eine oder andere Reparatur gebrauchen können und da hab ich mich zu Umweltbewusstsein entschieden. Gerade wenn ich an das ganze Tuning denke, wie viele überschüssige Ressourcen hab ich da verbraten Oo

  • tina sagt:

    es gibt noch einen grund, ein auto zu besitzen:
    wie gross ist heute die standardwohnfläche in der schweiz für 1 oder 2 personen? hat man das glück, noch eine günstige wohnung zu erwischen, entspricht diese von der grösse her eher dem wohnflächenstandard vor 50 jahren, und das war vielleicht halb so viel.
    es ist nicht nur das zusätzliche (mobile) zimmer, das die lebensqualität aufwertet, sondern die so winzige dazugehörige alte wohnung verbraucht auch massiv weniger energie

    • Beat sagt:

      Weniger Energie würde ich bei den Energieverbrennern im bestimmungsgemäßen betriebenen Zustand klar verneinen. Es gibt auch wohl kaum einen unbequemeren und ungesünderen physiologischen Zustand, als in diesen engen Kisten im Nebel der Mitvergaser zu sitzen. Bei einem abgestellten voluminösen alten Holzwohnwagen wie in den Wagenburgen der Punks der 80er würde ich Ihnen jedoch Recht geben.

      • tina sagt:

        eine nach altem standard viel kleinere wohnung (aber anständig isoliert) als die heutigen, massiv gröseren, verbraucht viel weniger energie pro kopf, man denke allein an die heizkosten, aber auch beleuchtung, ausstattung (graue energie). doppelt so viel staubsaugen. doch, ich denke kleine wohnung und auto könnte sich co2 technisch rechnen, gegenüber grosser wohnung ohne auto.

      • tina sagt:

        immerhin macht der co2 ausstoss durch private haushalte 15% der gesamten co2 belastung aus
        http://www.nabu.de/themen/siedlungsentwicklung/wissen/umweltundnatur/08044.html

        • Samuel sagt:

          Wenn Auto nur steht und nicht fährt ja, aber sobald es fährt hat es für alle die beschriebenen Nachteile. Naja und Wohnungen verbrauchen nur ihre Energiemenge, weil da neben fehlender Dämmung und der Heizung auch Kühlschränke, Wasch- und Geschirrspülmaschinen, Herd, Klimaanlagen, TV, Computer etc. inbegriffen sind. Ausserdem hält man sich viel länger in der Wohnung auf, die braucht man, das Auto hingegen nicht. Also würde ein Auto all das leisten was man mit der Energie in einer Wohnung so anstellt, dann würde es 50 oder weit mehr Liter auf 100km verbrauchen. Denn Autos verbrennen nur für Rollenergie äusserst unwirtschaftlich Benzin, das ist eine Tehnologie von gestern, die nur von den beteiligten Lobbys weiter forciert wird und durch Marketing ihre folgsamen Schafe fand.

          • daniela. p sagt:

            das täuscht:
            gemäss bafu braucht:
            – Beheizung einer Altbau-Wohnung (100m2) pro Jahr: 7200kg
            – Beheizung einer Minergie-Wohnung (100m2) pro Jahr: 1200kg
            – durchschnittlich pro Person und Jahr zurückgelegten Auto-Kilometer (10‘000 km) in einem durchschnittlichen PKW: 1800kg
            – Produktion von 50kg Fleisch, dem durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Konsum: 500kg.
            wenn also eine 70m2 wohnung von 4 personen bewohnt wird, die wenig fleisch essen, und die wohnung gut isoliert ist, schneidet sie nicht schlecht ab gegenüber einer modernen 100m wohnung mit hohen räumen (modern aber nicht minergie), die von 2 personen bewohnt wird (die viel fleisch essen). da liegt ein kleinwagen möglicherweise ganz gut drin co2 technisch

          • John Wilson sagt:

            Daniela, CO2-technisch liegen neben einem anständigen Fuhrpark auch mehrere Villen und ein Privatjet drin. Frag mal Al Gore. :-}

          • Hannah sagt:

            Daniela dass der Verbrauch geringer ist bei Minergie ist klar, aber das ist ja kein Grund gleich wieder durch eine Energieschleuder Auto die Ersparnis zu kompensieren. Ausserdem machen Autos neben Abgasen in jedem Fall Lärm, blockieren die engen Städte und sind nur mit einer Person besetzt einfach sinnlos.

          • tina sagt:

            hannah, natürlich ist es nicht erstrebenswert die co2 emissionen mit „wenn du, dann ich auch“ zu kompensieren, aber die autolosen überschätzen ihre umweltfreundlichkeit, das meinte ich.
            heute sind viel grössere wohnungen standard, man wohnt – gerade auch in der stadt – allein oder als paar auf 100m2. die räume sind hoch, minergie sind die wenigsten davon, aber sicher gut isoliert da neu. grosse wohnung = mehr lampen, mehr staubsaugen, hohe räume = viel mehr heizen. der single besitzt kein auto aber fliegt gern nach asien im winter oder mal nach london. er ist stolz kein auto zu haben (mit recht) und schimpft über die stadtverstopfer. aber seine riesen wohnung mit all dem mehrverbrauch und seine flüge machen das kleinauto der familie in der kleineren, von mehr leuten bewohnten wohnung eben locker wett, umweltverschmutzungstechnisch. der autolose single verstopft nur gerade die innenstadt nicht, das ist alles. wobei leute, die ab und zu fliegen aber kein auto besitzen, generell das maul nicht aufreissen sollten, da rechnet sich ein kleinwagen eigentlich immer, umweltverschmutzungstechnisch

          • Ariel sagt:

            Tina ja grosse Wohnungen verbrauchen mehr Energie. Aber ich glaube, wer in der Stadt zu den Preisen eine besonders grosse Wohnung hat, der hat zudem noch ein Auto, also doppelt verwerflich. Die nachhaltig Denkenden dürften in den Städten meist in normal und weniger in übergrossen Wohnungen leben. Der Autoverzicht dürfte da meist schon zum Lebensstil dazugehören.

          • daniela. p sagt:

            ok jetzt bin ich desilussioniert 😉

        • daniela. p sagt:

          autsch. ich meine desillusioniert

        • Carlo sagt:

          Ariel, seit wann ist Wohlstand (also eben z.B. eine grosse Wohnung und ein Auto) verwerflich? Neidisch?

          • hans fallada sagt:

            carlo: grosses auto= viel ressourcenverbrauch, grosse wohnung= viel ressourcenverbrauch, grosses auto und grosse wohnung= sehr viel ressourcenverbrauch.

          • Carlo sagt:

            Na und? Für etwas arbeite ich ja schliesslich.
            Wenn Ökos wie Fallada mir meinen hart erarbeiteten Wohlstand wegen angeblich zu hohem Ressourcenverbrauch verbieten wollen, dann höre ich besser auf zu arbeiten, lege mich auf die faule Haut und zocke die Sozialhilfe ab. Mal sehen wie lange das gut geht, wenn viele das so machen…

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, harte Arbeit gibt uns sicher das Recht, den Planeten wie Dreck zu behandeln. Soviel wie ich arbeite, dürfte ich da jedes Wochenende ein paar Arten ausrotten und ein wenig Regenwald niederbrennen. Sie sehen die Logik?

  • Friedrich sagt:

    Auch das ist einer von vielen großartigen neuen Ansätzen http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hyperloop100.html . Flexibel und innovativ muss man denken!

  • Barbara Zürcher sagt:

    Danke, Reda El Arbi! Wir in den Städten sagen es ja selten so deutlich wie Sie, aber es muss mal gesagt werden. All Ihre untenstehenden Antworten kann ich nur unterstützen (und hätte mir selber als Verfasserin eines Blogs wohl nicht mal die Zeit genommen, auf die dümmeren Kommentare zu antworten, manche Leute stecken immer noch lieber den Kopf in den Sand, als sich zu überlegen, dass Wissenschaftler anders motiviert sind als Private Banker). Die Zeiten sind vorbei, wo der Züribergpanzer als Statussymbol taugt. Hören wir nicht auf zu träumen: von einer Stadt, wo wir uns mit Hilfe unserer beiden Beine fortbewegen können, ohne uns überfahren zu lassen und uns von der Allianz vorrechnen zu lassen, wie verdammt gefährlich das ist. Der Weg dorthin ist lang. Aber wenn New York kann, dann können wir hierzulande auch. Wär ja gelacht. Nochmals: Danke!

    • daniela. p sagt:

      ich habe zu lange den direkten weg genommen mit dem velo, und muss nun zugeben, seit ich mich an velowege halte komme ich soooo easy durch die stadt. ich finde es recht seltsam, in der stadt zu wohnen, und über den verkehr zu meckern. ok, noch dööfer finde ich, extra wegen der ruhe aufs land zu ziehen, und sich dann zu beschweren dass die städter am weekend aufs land kommen, wo man doch selber 5mal wöchentlich in die stadt pendelt vom land aus

    • Friedrich sagt:

      Barbara das sehe ich auch so und bewundere Redas pädagogische Geduld beim Antworten auf die abwegigsten Kommentare. In NY, Paris, London, Tokio, Berlin fahren führende Manager der grössten Unternehmen mit dem ÖV zur Arbeit, da alles andere keinen Sinn macht. Nur einige konservative Bünzli in Züri sollen das nicht hinbekommen, sind sie wirklich dümmer als die Welt? – mag das nicht glauben. In allen großen Städten gibt es inzwischen gute Fahrradverleihsystem die sogar in der ersten 1/2 h kostenfrei sind, in NY etwa erst jetzt gestartet, aber bereits super angenommen. All das ist die Zukunft und lässt sich mit Intelligenz stetig weiter optimieren und so das Wohnen in der Stadt noch lebenswerter gestalten.

      • Marc sagt:

        Friedrich, es ist doch eher lächerlich, eine 400’000-Einwohner-Stadt wie Zürich mit solchen Millionenstädten zu vergleichen.
        Passende Vergleichsobjekte wären beispielsweise Tulsa (Oklahoma), Nizza, Bristol, Miyazaki oder Nürnberg.
        Bin schon gespannt auf Deinen Bericht über die Verkehrsmittelnutzung in vergleichbaren Städten… 😉

        • Reda El Arbi sagt:

          All die Städte die du aufzählst, haben in etwa die gleiche Einwohnerzahl. Sofern man nicht den Grossraum Zürich, die Relevanz für die ganze Schweiz und vor Allem den wirtschaftlichen Faktor für das Einzugsgebiet berücksichtigt. Dann stinken die genannten Beispiele nämlich ab. Aber egal. Was gemeint war, ist: Wenn sogar Megacities es schaffen, den Individualverkehr in den Innenstädten zu begrenzen, sollte das Zürich eigentlich leichter gelingen. Trotz der bemitleidenswerten Opferhaltung der einzelnen Autofahrer in ihren Fahrzeugen.

          • Marc sagt:

            Trugschluss, mein Lieber. Die komparativen Vorteile des ÖV gegenüber dem Autoverkehr nehmen mit steigender Einwohnerzahl und Dichte einer Stadt zu. Ein locker bebautes Städtchen mit 20’000 Einwohnern würde auch ganz ohne ÖV bestens funktionieren. In einer Millionenstadt mit hoher Besiedelungsdichte ginge das nicht, weil nur der ÖV die erforderliche Kapazität auf engem Raum überhaupt ermöglicht.
            Das heisst, je grösser und dichter eine Stadt, desto sinnvoller und notwendiger der ÖV.
            Da der ÖV gegenüber dem Autoverkehr aber doch auch ganz erhebliche Nachteile hat (geringerer Passagierkomfort, beschränkte Betriebszeiten, längere Fahrzeiten von Tür zu Tür, Umsteigen, Fahrplanbindung, etc.), ist es dem Gesamtwohl der Bevölkerung abträglich, den Autoverkehr stärker als notwendig einzuschränken.
            Gemäss Wikipedia gibt es weltweit nur wenige Millionenstädte in denen der Anteil des Autos am Berufsverkehr tiefer ist als in Zürich. Bei Städten mit Einwohnerzahlen zwischen 250’000 und einer Million hat Zürich sogar den zweittiefsten Anteil nach Bern.
            Oder anders gesagt: Objektiv betrachtet besteht überhaupt kein Anlass zur weiteren Einschränkung des Autoverkehrs, es geht einzig und allein um Ideologie.
            PS: Die wirtschaftliche Relevanz der Stadt Zürich für die Schweiz hat überhaupt nichts mit diesem Thema zu tun.

            • Reda El Arbi sagt:

              Auf dein PS: ja, da die wirtschaftliche Relevanz ja auch nichts mit dem Pendlerverkehr zu tun hat. Oder mit Arbeitsplätzen. Oder eben, mit Wirtschaft, die den täglichen Strom in und aus der Stadt erst notwendig macht.
              Die Besiedelunsgdichte hat leider nur wenig mit der Einwohnerzahl zu tun, sondern mehr mit besiedelter Fläche. London ist eine Millionenstadt auf der Fläche vom Kanton Zürich, so wird die Einwohnerzahl pro Quadratkilometer nicht viel höher sein als in Zürich. gerade weil dort die meisten Quartiere nur zweistöckig sind.

          • Johannes sagt:

            Marc die unnötige Verdreckungsquote in einer überfüllten Innenstadt bleibt, wie NY hat auch Züri nur eine begrenzte Anzahl befahrbarer Strassen, die von abgasenden Blechnäpfen gefüllt und verstopft werden können. Die Wirtschaftskraft Züris auf die Aglo ist ebenfalls unbestritten, ohne Anziehungskraft Züris = gänzlich unbedeutende Dörfer im Umfeld.

        • Mathias sagt:

          Friedrich, das wohl einzige Land der Welt, wo auch die Oberpromis den ÖV nutzen, ist die Schweiz. In keiner der genannten ausländischen Städte fahren Top-Shots mit dem ÖV. Entweder, weil sie sich das nicht antun wollen, oder weil das Sicherheitsdispositiv der Polizei etwas anderes aufbürdet. Sprich, es ist zu riskant.

          In Deutschland etwa werden Manager nach wie vor streng geschützt. Ohne gepanzerten Mercedes und zwei Bodyguards geht selten was; zu sehr steckt da noch die Erfahrung mit der RAF in den Knochen. Daran ändern auch gut orchestrierte PR-Aktionen nicht, wo Vorstand X medienwirksam ein paar Stationen mit der U-Bahn fährt.

          • Samuel sagt:

            Es geht auch nicht um die absolute ausländische Führungsspitze in Politik und Wirtschaft, dass die oftmals schwer zur Vernunft belehrbar sind, zeigt nicht selten ihr Handeln im Beruf. Die meisten Mitarbeiter des gehobenen Managements von Unternehmen und Verwaltung nutzen dort jedoch den ÖV, seltener bisweilen wohl das Velo, was sich mit dem Ebike ändern mag. Sie haben auch den Nutzen erkannt, lässt sich doch auf der Fahrt bereits lesen, tel., am Pad arbeiten etc.

      • Mathias sagt:

        Friedrich, einen Nachteag habe ich noch, was NY oder im Allgemeinen die USA anbelangt: Auf der anderen Seite vom grossen Teich gönnt sich der Manager den Helikopter – denn bei den dort üblichen Gehältern kostet der Besitz, Gebrauch und Unterhalt eines Helikopters wirklich nur ein Taschengeld. Herr Vasella pflegte übrigens diesen Lifestyle: Von Risch (ZG) nach Basel St. Johann nahm er weder S-Klasse geschweige denn den ÖV, sondern standesgemäss den Helikopter.

        Der ÖV-benutzende Manager (oder Politiker) ist eine Schweizer Illusion, und wird eine solche bleiben. Selbst der Oberprophet des ÖV, Alt-Bundesrat Leuenberger, konnte bekanntlich nicht aufs Auto verzichten. Und er war nicht einmal ein Kostverächter: Als er die berühmte Parkbusse bekam, parkierte er nichts Geringeres als einen Audi S6 Avant im Halteverbot. Zur damaligen Zeit mit einem von Audi-Tochter Lamborghini stammenden V10-Motor ausgestattet, der 435PS leistet

        • Samuel sagt:

          Das sind nur Ausnahmen und solche gibt es weltweit. Sicher hat der eine oder andere geistlosere Manager oder Politiker auch ein großes Mobil in der Garage, dass er aber eben neben den ÖV stadtauswärts und nicht -einwärts nutzt. Und dass Minister, Bundesräte, Bürgermeister, Senatoren nicht auf den ÖV umsteigen mag noch tollerierbar sein. Wenn der Grossteil den ÖV nutzt, sind Umwelt und Zusammenleben deutlich optimiert, das reicht dann schon für eine intelligenteres Stadtkonzept.

  • daniela. p sagt:

    werden flugreisen wohl darum ausgeklammert, weil man den verursachten co2 ausstoss keinem land direkt zuordnen kann?
    bei einem flug werden 380g co2 pro reisendem pro km ausgestossen. ein moderner mittelklasse pw 150, und bei einer zugfahrt sind es nur 40. natürlich sind da einige faktoren die variieren dabei.
    ein flug zürich-bankok ist 18000km retour. sharm el sheik 6000, new york 12000, london 1600.
    das bedeutet, angenommen du hast kein auto, aber fliegst nach thailand, kann ein anderer rund 27 000 (siebenundzwangzigtausend) autokilometer fahren, ohne die umwelt mehr mit co2 zu belasten als du.

    • Barbara Zürcher sagt:

      (Flugreisen soll man natürlich nicht ausklammern. Aber das hier ist der Stadtblog. Mir ist noch nie ein Airbus auf der Langstrasse begegnet.)

      • daniela. p sagt:

        ja ok das ist ein argument barbara, aber wer möchte schon so engstirnig sein, und in zeiten der globalisierung oder des ganzheitlichen denkens (damit haben wir glaubs alle abgedeckt) nur seinen eigene stadt sehen. über der stadt habe ich auch schon flugzeuge gesehen ;-). auch über dem kreis 5 vielleicht

  • tststs sagt:

    Bin lange in mich gegangen und habe nun endlich den Grund für die Fortbewegung in der Stadt mit dem Auto gefunden:
    Der Kebab!
    Nicht nur dass er demnächst wohl in zwinglianischer Manier aus dem Tram verbannt wird, nein!, in meinem Auto kann ich mich hemmungslos den Folgen des Verzehrs hingeben…und fürzle was das Zeug hält!
    😉

  • braxx sagt:

    Alles kein Problem, einfach nicht in diese Stadt fahren, keine Umsatz dort generieren, überhaupt ignorieren. Das letzte mal bin ich dorthin gefahren in 2011, um „The Wall“ im Hallenstadion zu sehen. War toll, es gab auch Parklplätze in der Tiefgarage. Was ist noch so wichtig, um in dieser Stadt überhaupt zu sein? Die guten Spitäler sind mittlerweile anderswo (noch nichts über die „Qualität“ des Unispitals gelesen?), Shopping geht anderswo viel besser (sogar Oprah musste das merken)))) und überhaupt. Um Tausende von diesen blasierten möchtegerne Hipsters (wie der Autor offenbar selbst ist) zu shen, ist mir meine Lebenszeit zu wichtig..))) Ciao Zuriggo

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, die arme Oprah. Mir bricht das Herz. Aber das Problem sind nicht die Leute, die einmal im Monat mit dem Auto in die Stadt kommen. Das Problem sind die Leute, die täglich alleine mit ihrem Wagen in die Stadt fahren.

      • Beobachter sagt:

        Ach Reda, ich habe nun während der letzten Tage das Geschreie und Gekeife von ihnen und ihresgleichen verfolgt und finde ihr Gehabe nur noch lächerlich. Ihr Kredo ist, dass also dort der „Spass“ des einen Aufhört, wo er andere Mitbewohner auf irgend eine Art stört. OK, dann wäre ich dafür, dass Raucher nur noch in deren 4 Wänden rauchen dürfen, denn überall sonst besteht das Risiko, dass andere gestört werden könnten. Und da Sie ja so ein Oeko-Freak sind gehe ich mal davon aus, dass sie in Ihrem Leben immer nur zu Fuss oder mit dem Fahrrad (ok, für die Herstellung und Entsorgung brauchen auch diese Vehikel Strom und sonstige Ressourcen) in den Urlaub gereist sind. Und sicherlich absolut nie mit einem Flugzeug (könnte ja ebenfalls andere stören) oder einem Car oder sonstigen Transportmitteln. Und was den täglichen Individualverkehr in dem ach so grossen (und in der Sicht von ihresgleichen auch grossartigen) Dorf Zürich angeht ist es doch so, dass diese a) sich wohl kaum bei Ihnen und sonstigen Oeko-Freaks sich über die Staus beklagen b) sich nicht daran stören, wenn Sie zu Fuss durch die „Stadt“ gehen / mit dem Fahrrad (aber dann gefälligst mit reiner Muskelkraft und nicht mit diesen e-Bikes) oder den OeV sich fortbewegen c) das Thema Umwelt ein alter Zopf ist und die Autos auch diesbezüglich in den letzten Jahren massive Fortschritte gemacht haben d) also höchstens noch das Thema Lärm übrig bleibt. Aber auch hier gilt wohl mit Garantie, dass die alten Klapperkisten vor über 20 Jahren sowie die zum Teil extrem quietschenden Trams und Züge mindestens soviel Lärmbelästigung erzeugen wie die Autos. Ich habe gelesen, dass sie in der Zwischenzeit wieder aus dem Dorf Zürich ausgezogen sind und nun mit der OeV pendeln. Aber viele andere militante OeV-Freaks sind sicherlich nach Zürich gezogen als es dort bereits Verkehr gab und nun diesen (möglichst komplett) weg haben möchte. Hat all diese Grossmäuler gezwungen in Zürich zu leben? Wohl kaum. Und nein, ich gehöre nicht zu denen welche täglich mit den Autos in den Grossraum Zürich fahren. Dies machen ich nur alle paar Monate mal, denn die Hochnäsigkeit der möchtegernbesseren Stadtzürcher ist zum Teil wirklich unerträglich.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ach, lieber mutiger, anonymer Beobachter, jetzt hast du es mir aber gegeben. Ui. Jetzt muss ich erst mal eine Bio-Birne essen, um mich zu erholen. Bis dahin: Wo sind die Argumente für den Privatverkehr Einzelner, die mit ihren Autos jeden Tag in die Stadt fahren, die Strassen verstopfen und sich auch noch als Opfer sehen?

          Zürich ist also für dich so eine Art grosser Parkplatz und die Leute, die da wohnen sind selbst schuld, dahin gezogen zu sein.

          Ja, ich sehe, du bist vollkommen im Recht. Ich werde jetzt zur Strafe meine Birkenstocksandalen essen und mein Velo unverschlossen an die Langstrasse stellen. *kopftätschel*

        • Friederike sagt:

          Das ist nämlich Ihr eigentliches Problem, Sie hassen Ihr Leben und wollen es den Zürchern die in ihrer kulturellen Vielfalt mehr Vergnügen haben und intensiver leben als Provinzmenschen durch Ihre Luftverpestung und Lärm mal so richtig zeigen, solch eine Frustposition kann man aber nicht ernst nehmen.

          • Beobachter sagt:

            lol
            Aber ganz ehrlich. Sie tun mir nur leid mit Ihrer Scheuklappendenkweise.
            Und ich bin echt froh, dass ich kein Stadtzürcher bin 🙂

    • Georg sagt:

      Krokodilledertaschen sollten sich genauso häufig verkaufen wie Autos die von Einzelpersonen genutzt werden, dann ginge es Umwelt und Mensch wesentlich besser.

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Nicht das Auto ist ein Luxus, sondern der Oeffentliche Verkehr der Schweiz. Im Gegensatz zum Auto wo mindestens mal die bezifferbaren Kosten vom Benutzer bezahlt werden, bezahl der Nutzer des OeV nicht einmal die Hälfte der Kosten.

    • Reda El Arbi sagt:

      Wenn die Autofahrer die Folgekosten ihres Tuns bezahlen müssten, würde niemand mehr Autofahren. Die Entsorgung der Materialien, die Reinhaltung der Luft und die Gesundheitskosten der Unfälle.

      • Carlo sagt:

        Sorry, aber das stimmt schlicht nicht. Um die ungedeckten Kosten voll zu decken, müsste der Treibstoffpreis um ca. CHF 1 bis 1.20 pro Liter steigen. Im Vergleich zu den Gesamtkosten eines Autos sind das Peanuts.
        Ich mag die Zahlen jetzt nicht grad‘ rauskramen, aber man kann es einfach anhand der Transportrechnung des Bundes (dort stehen die ungedeckten Kosten) und der Menge des verkauften Treibstoffes ausrechnen.
        Beim ÖV sieht es schon etwas übler aus: Da beträgt der Kostendeckungsgrad irgendwo um die 50 Prozent, d.h. wenn die ÖV-Benutzenden die Folgekosten ihres Tuns bezahlen müssten, dann wären die Tarife etwas doppelt so hoch wie heute.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, wenn man die Umweltksoten (BP Deepwater Horizon, Fracking, etc) nicht mitrechnet.

          • Dani sagt:

            @Reda El Arbi Deine Rechthaberei ist definitiv so daneben, wie deine fadenscheinigen „Argumente“.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, danke. Aber wieso fadenscheinig? Gibts dazu Fakten? Und Rechthaberei ist also, wenn man seine Meinung vertritt? Oder muss ich mich vom motorisierten Individualverkehr überzeugen lassen, um nicht mehr als rechthaberisch zu gelten? Danke für den Beitrag zur Diskussion, ist sehr hilfreich und wird mich sicher auch irgendwann überzeugen. Ehrlich.

      • Markus sagt:

        Auch das ist nur ein Klischee, die Luft wird heute kaum noch durch Autos verschmutzt, ein Grossteil wird vom ÖV und von der Industrie verschmutzt. Die Gesundheitskosten werden durch den Autofahrer selbst getragen, sogar die der Velofahrer und Fussgänger. Selbst die Entsorgung der Autos bezahlt der Autofahrer selbst. Ihre vorgetragenen Argumente sind keine.

        • Reda El Arbi sagt:

          Blablabla: Doch noch immer verursachen Personenwagen im Gesamtverkehr 70% des CO2-Ausstosses, die Bahn gerade einmal 0,2%! Im Güterverkeht verharrt der Anteil der Schiene bei 40%, insgesamt stieg die Menge transportierter Güter in den letzten 20 Jahren um 40%, währenddem die Wirtschaftsleistung im selben Zeitraum ’nur‘ um 30% zunahm.

          • Carlo sagt:

            CO2 ist für nicht Nichtgläubige auch nicht relevant.

          • Markus sagt:

            Wissenschaftler sind keine Götter, auch Wissenschaftler brauchen Geld. Wissenschaftlich gesehen ist CO2 kein Dreck und kein Gift. Ob der CO2 Ausstoss aus Fahrzeugen die Erde erwärmt ist mindestens zweifelhaft, gar unlogisch, was denken sie wie viel CO2 alleine Tiere ausstossen, auch Insekten usw. Zudem ist der CO2 Ausstoss aus Fahrzeugen nur ein kleiner Teil des von Menschen erzeugten CO2, denken sie nur an Heizungen. Auf dem Land gibt es immer mehr Minergie P-Häuser, die ihren Strom selber herstellen, versuchen sie das mal mit einem Hochhaus. Die Zukunft gehört dem energieerzeugenden Haus und das kann nicht in der Stadt stehen.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, ich dachte Leugner des Klimawandels gäbs nur noch in US-amerikanischen Redneck-Gemeinden und bei der Teaparty. Aber im Ernst: Wissenschaft braucht Geld? Darum verärgert sie die einflussreichsten und geldstärksten Industriezweige wie Automobil und Ölindustrie? Was die tiere angeht: Die haben schon immer CO2 ausgestossen. Es geht um den zusaätzlichen CO2-Ausstoss. Und wenn wir Minergiehäuser bauen, um so besser. Das macht aber die Einzelfahrten der „Freie Fahrt“-Egoisten nicht besser.

          • Georg sagt:

            Markus deshalb wäre es für die Menschheit auch ungemein hilfreich, wenn sie neben der Autoabstinenz auch weniger Fleisch stark furzender Tiere wie Kühe essen.

      • Patrick sagt:

        Herr El Arbi, nun übertreiben sie.
        Oder kommt nicht auch ein ganz klein wenig des SBB-Stroms aus Atomkraftwerken?
        Und wenn’s denn einmal solar sein sollte, wie genau wurden die seltenen Erden abgebaut und weiterverarbeitet?
        Die Einberechnung sämtlicher Folgekosten fällt enorm schwer und es ist nicht gesagt, dass dann in jedem Fall und immer ÖV gewinnt.
        Und noch etwas Ironie: Entsorgung der Materialien bei einem Auto? Das fährt noch die nächsten hundert Jahre durch Afrika!

      • daniela. p sagt:

        da bin ich schon dafür, aber die fliegenden bitte auch

    • Georg sagt:

      Die Kosten der gesamten Umweltverschmutzung von Luft, Wasser und Boden, vor allem aber die gesamten Gesundheitskosten erstklassiger Behandlung der Bevölkerung durch Unfälle, Lärm/ Stress und Abgase, auch die psychologischen, zudem die Wertverluste der verrussten Häuser und verkehrsbelasteten Wohngebiete etc., könnten die Autofahrer garnicht zahlen, denn dann wäre der Unterhalt eines PKW, insbesondere in CH, so teuer wie ein Privatjet. Autos sind eben steinzeitlicher Hedonismus, der mit zukunftsorientiertem nachhaltigen Denken heute nicht einmal am Rande etwas zu tun hat.

      • Carlo sagt:

        Georg, die von Dir erwähnten Kosten sind in der von mir oben erwähnten Transportrechnung des Bundes bereits einkalkuliert und betragen somit nur einen Bruchteil Deiner Behauptungen. Ausserdem vergisst Du bei Deinem Rundumschlag zum Beispiel, dass eine gute Verkehrsanbindung mit entsprechender Strassennähe bei vielen Gebäuden (insbesondere Büros, Gewerbe, Einkaufszentren, etc.) einen wertsteigernden Effekt hat.
        Es ist unglaublich, welche Faktenresistenz die Öko-Ideologen an den Tag legen, sobald die Fakten nicht mehr ins sorgsam zusammengebastelte einseitige Weltbild passen.

        • Samuel sagt:

          Carlo das ist wiedermal falsch, denn wären diese Kosten eingepreist, wäre Autofahren schlicht unbezahlbar. Viele Stresssymptome durch ständigen Lärm und Dreck der Autos von Anwohnern in Innenstädten lassen sich schwer behandeln und oft garnicht revidieren. Für eine erstklassige Behandlung aller Betroffener haben Autofahrer nicht das Geld. Informieren Sie sich, wie hoch Behandlungskosten guter Ärzte, Krankenhausaufenthalte und Genesungskuren heute sind, bei ständiger Belastung sind diese auch fortwährend fällig. Zudem haben weiter optimierte Verkehrsanbindungen durch den ÖV in Innenstädten in Kombination mit Lärm- und Abgasfreiheit und somit optimierte Arbeitsbedingungen und Erholungsfaktoren einen weit wertsteigernderen Effekt. Also bitte bei allen Themen ganzheitlich anstatt nur isoliert denken.

  • Rainer sagt:

    Ich bin auch so ein autofahrender Egomane, denn die Büros meiner Firma befinden sich im schönen Seefeld und mit dem ÖV dauert mein Arbeitsweg über eine Stunde – im Auto 30-40 Minuten. Wir beschäftigen ein Dutzend MitarbeiterInnen und haben über die letzten Jahre hundertausende von Franken Steuern bezahlt an die Stadt Zürich. Wir beobachten jetzt die Situation am Bellevue: Seit fast einem Jahr baut sich täglich ein von Links-Grün provozierter Stau Richtung Stadt auf. An manchen Tagen löst er sich tagsüber praktisch nicht mehr auf. Aber es gibt Alternativen – Zürich ist sowieso zu teuer (z.B. die Miete für unser Büro, die Restaurants für die MitarbeiterInnen, etc.). Wenn mir (und mit mir vielen anderen wirtschaftlich für Zürich wichtigen KMUs) „Stau-bedingt“ der Geduldsfaden reisst, dann wünsche ich all den bekennenden Velo- und ÖV-Fetischisten viel Spass beim Steuern zahlen in der Stadt. Meine Kunden finden es nämlich eine gute Idee, wenn wir unsere Büros an einen Ort verlegen, der mit dem Auto wieder einfacher erreichbar ist …

    • Sebastien sagt:

      Na dann versuchen Sie das mal und sie werden sehen, was für Mitarbeiter sie noch bekommen, die besten jedenfalls nicht. Aber vielleicht reicht Ihnen das ja, weil Sie vielleicht selbst nicht die Besten Ihrer Branche sind? Kein intelligenter highpotencial zieht in ein Kuhnest nur weil es dort eine Autobahnanbindung binnen 1Min. hat. Die Bestausgebildeten suchen Lebensqualität, die sie im für CH sehr liberalen Züri haben. Eben noch tags hochbezahlt arbeiten und dann schnell in die Freizeit zu einem komplexen kulturellen Angebot in lebenswertem Umfeld ist deren anspruchsvolles Lebenskonzept. Gerade in der Kreativbranche ist Züri ohne Konkurrenz. Und selbst wenn einige Abgasnarren aus Züri abziehen, kommen durch die gesteigerte hohe Lebensqualität aufgrund fehlenden Lärms und Abgasen unzählige neue. Unflexible, sture und ewiggestrige Geister braucht die Stadt nicht, sie sind für ein zukunftsfähiges Stadtkonzept hinderlich.

      • Giovanni Schoweis sagt:

        Demzufolge sind alle Pendler unqualifizierte Vollidioten.

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        „Kein intelligenter highpotencial zieht in ein Kuhnest nur weil es dort eine Autobahnanbindung binnen 1Min. hat.“

        Da hast Du vollkommen recht. Ich (intelligenter High-Potential) bin nicht nur wegen dem Autobahnanschluss von der Stadt aufs Land gezogen. Weitere Gründe waren: Familienfreundliche Umgebung, bezahlbare Immobilien, tiefe Steuern.

        Dein Horizont beschränkt sich möglicherweise auf JUNGE High-Potentials. Die leben tatsächlich sehr gerne in der Stadt (tat ich ja auch). Aber sobald es dann Richtung Familie und/oder Eigenheim geht, sagen viele „Tschüss Stadt“ – da kenne ich zahlreiche Beispiele persönlich.

        In der Kreativbranche mag es ja viele Velonarren geben, aber auch in dieser Branche ziehen viele Gutverdiener in die steuergünstige Agglo oder dann gleich nach Wollerau.

        „Unflexible, sture und ewiggestrige Geister braucht die Stadt nicht“ Ich nehme an, damit meinst Du nicht die Ökofundis – obwohl die Beschreibung sehr zutreffend wäre.

        • Friederike sagt:

          Seltsam da leben wir in ganz verschiedenen Welten. Alle die ich kenne und Kinder bekamen sind noch vor dem Steinzeitalter, also eher so 30-40, und haben sich bewusst für die Stadt entschieden und zwar dort für die schönen und ruhigen Flecken. Ein bünzliges Haus in einer langweiligen Gegend der Aglo kam für sie auch als Familie nicht im Traum in Frage. Sie wollen intensiv und jeder Zeit am Kulturleben teilhaben und urban anstatt wie ein Ländler leben. Viele nutzen carsharing oder haben ein Auto dass sie für die Familie selten mal am Wochenende nutzen. In der Woche und auch sonst meist reichen Velo und ÖV, denn man wohnt ja privilegiert. Und diese Lebensweise der Stadtbewohner haben die Landeeier, welche den Verkehr auch nicht vor ihrem Garten haben wollen, zu tolerieren und ihr Auto fein säuberlich am Stadtrand abzustellen.

          • Beobachter sagt:

            Jööö… So herzig diese Denkweise.
            Aber eben, eigentlich müsste man den Kanton Zürich in 2 Halbkantone teilen: hochnäsige Stadtzürcher und der normale Rest. Und dann soll der Kanton Zürich-Stadt schauen wie sie finanziell über die Runden kommen. Und auch sonst ihre Probleme lösen ohne die Hilfe des Kantons Zürich-Land o:)

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Völlig nachvollziehbar, und ich höre Ähnliches auch von anderen Unternehmern. Aber: „dann wünsche ich all den bekennenden Velo- und ÖV-Fetischisten viel Spass beim Steuern zahlen in der Stadt“. Das kümmert die Angesprochenen recht wenig, da wir den Fetisch via Finanzausgleich… pardon, „Zentrumslastenausgleich“ halt doch finanzieren müssen (ja, ich lebe in einer Zahlergemeinde).

      • Reda El Arbi sagt:

        Nun, es gibt glaub zwei „Zahlergemeinden“. Der Rest bekommt Geld, verdient in Zürich Geld, benutzt die kulturellen Einrichtungen und geht dort in den Ausgang. Das Umland profitiert sicher mehr von der Stadt als umgekehrt. Gerade was Steuern angeht. Und es ging ja um den privaten Autofahrer, der alleine in seinem Auto sitzt und sich immer als Opfer sieht.

        • Markus sagt:

          Die Spitäler zahlen alle, auch die Landbevölkerung, die Hochschulen/Uni bezahlen alle, auch die Landbevölkerung, der ÖV bezahlen alle, auch die Landbevölkerung, die Gerichte zahlen alle, auch die Landbevölkerung. Grossstädte leben vom Staat.

          • Reda El Arbi sagt:

            Ja, die bezahlen alle. Sie werden ja auch von allen benutzt. Grossstädte finanzieren den Staat. Sonst gäbs noch mehr Steuern fürs Land. Aber das ist hier gar nicht das Thema. Das Thema sind Autofahrer, die alleine in ihren Kisten in die Stadt fahren und dann auch noch über den Verkehr motzen.

          • Markus sagt:

            Die Arbeitsplätze entstehen aber in der Stadt, kein Wunder gibt’s in der Stadt so viel Verkehr, wenn alle in die Stadt MÜSSEN. Würden all diese Institutionen aufs Land gezügelt, würden all die hypen selbsternannten highpotencials arbeitslos oder müssten pendeln.

          • Friederike sagt:

            Dann engagiert Euch für noch besseren ÖV, meinetwegen auch in 1. und 2. Klasse, oder sucht Euch bessere Wohnungen oder andere Arbeit, aber lasst Eure Gaskarren im Schuppen.

        • Lukas Aeschbacher sagt:

          Keine Ahnung, welches Deine Quellen sind. Auf dem Excel-Sheet „Finanzausgleichsbeträge 2013 – provisorisch“, welches auf der Website des Kantons einsehbar ist, zähle ich 20 Nettozahlergemeinden. 725 Mio wären auch gar nicht von bloss zwei Gemeinden zu stemmen (nicht mal von Rüschlikon mit Glasenberg).

          Ausgang? Werden in Züri die Beizen und Clubs mit Steuergeldern finanziert?

          Kulturelle Einrichtungen: Für die 400 Mio, die die Stadt pro Jahr kriegt für ihre „Zentrumslasten“, darf sie uns gerne etwas bieten.

          • Georg sagt:

            Ohne Anziehungskraft von Zürich kein Umsatz und ergo keine Steuern in den umliegenden unrelevanten Provinzgemeinden, irgendwie logisch oder?

          • Lukas Aeschbacher sagt:

            Noch was zum Stichwort „Ausgang“: Oder ist es nicht vielmehr so, dass die Auswärtigen Geld in die Zürcher Beizen und Clubs bringen, woraus dann Steuereinnahmen für die Stadt resultieren? Könnte es am Ende gar sein, dass bezügl. Gastro die Stadt von den Agglos profitiert? Ich fürchte, „Ausgang“ ist für Deine Argumentation wenig geeignet. 😉

            • Reda El Arbi sagt:

              Sorry, aber von den Clubs und den Clubtouristen halte ich ungefähr gleich viel, wie von Leuten, die jeden Tag alleine in die Stadt fahren, die Strassen verstopfen, die Parkplätze besetzen und dann auch noch als Opfer jammern. Die Stadt bietet ganz guten Lebensraum, auch ohne die Leute, die sie als ihre private Partymeile, ihren Parkplatz oder ihre Rennstrecke sehen.

          • Friederike sagt:

            Nur die vielen in der Aglo Frustrierten und Gelangweilten ohne Grossstadterfahrung müssen nach Züri reinfahren um sich mal richtig gehen zu lassen, dort will ihren extremen Alkoholkonsum aber keiner sehen. Menschen der Grossstadt kommen somit besser ohne die vielen Provinzautomobile aus.

    • Flo sagt:

      Hallo Rainer, zwei Dinge wissen wir jetzt alle über dich: 1. Du magst keine Argumente, 2. Du hast dich in deinem Leben noch keine Sekunde mit Verkehrsplanung beschäftigt. Wie Reda sehr richtig festgestellt hat, wid ein Stau von einer Masse von Autos verursacht, nicht von Politikern. Und wie auch in anderen Städten hierzulande versucht man auch in Zürich, den Stau ausserhalb der Stadt zu provozieren, da man im Stadtinnern oftmals ein noch viel schlimmeres Chaos provozieren würde, wenn er da entstehen würde. Und wenn eine Masse von Autos vorhanden ist, dann entsteht halt ein Stau – egal, ob linke oder rechte Politiker regieren!

  • Bruno Menzi sagt:

    „Es ist nicht nur die SBB-Pannenserie rund um den HB oder die Unfallhäufung bei der Glattalbahn, nein, es waren in den letzten Wochen auch ganz kleine Dinge: Die Hitze, die in Bussen und Trams für ein Miasma aus Schweiss und Billig-Deos sorgte, oder die Klimaanlagen, die wegen der grossen Hitze Kondenswasser auf die Passagiere seichten. Und jetzt, wos wieder mal regnet, die feuchten Klamotten, Hunde und Kinder, die im warmen Bus oder Tram vor sich hinmüffeln. Für die Empfindlichen kann ich noch die fröhlichen Versammlungen von Bakterien mit unausprechlichen Namen aufzählen, die sich gemütlich auf den Halteknöpfen und den Handgriffen niedergelassen haben. Wäk.“

    Viel Vergnügen beim Ausüben der moralischen Hochnäsigkeit…und einen guten Grund mehr gibt’s auch noch für den MIV: Man muss keinen Blog-Polemikern begegnen, deren einzige Fortbewegungs-Alternative der Aufruf zum verkehrsregelmissachtenden Velofahren ist…

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, man muss auch keine Selbstironie entwickeln, oder sie bei anderen erkennen. Ist das Leben nicht schön? 🙂

      • Bruno Menzi sagt:

        „…Selbstironie …oder sie bei anderen erkennen.“ Nein, muss man nicht, kann man aber. Was wollen sie mit dem Artikel eigentlich bewirken oder auslösen? Die nun schon öfter von Ihnen selbst nachträglich ins Spiel gebrachte Selbstironie im Zusammenhang mit diesem (aber als Polemik betitelten) Blog scheint, was man an den Reaktionen einiger hier Kommentierenden erkennen könnte, nicht allen dermassen ins Auge zu stechen wie sie sich das offenbar vorgestellt haben. Der von Ihnen verfasste Text ist auch nach meinem Geschmack etwas zu gehässig um als reine Ironie durchzugehen und auch einigen Kommentierenden hier scheint das Thema offensichtlich zu wenig ironisch behandelt, so dass sie dabei den Humor verlieren.

        Ich kann über die absoluten ÖV-Freaks gleichermassen lachen (oder mich auch ärgern) wie über die Gegenseite, denn zum Glück haben wir in der Schweiz an vielen Orten die Wahl zwischen beidem. Aber ebenso wie es Orte gibt, wo es keinen grossen Sinn macht mit dem 500PS-SUV hinzudampfen gibt es auch Orte, wo ich mit dem ÖV (oder auch Velo) schlichtweg nicht hin komme. Aber doch ab und zu gerne möchte, weil ich mein Leben nicht ausschliesslich im Strom einer mehr oder weniger grossen Masse verbringen möchte. Für mich geht es deshalb nicht um die Frage, ob eine der beiden Fortbewegungsarten verboten oder nur schon als unmoralisch erklärt werden sollte (denn Mobilität erzeugt in allen Varianten Emissionen), sondern vielmehr darum, welchen Anteil welches Fortbewegungsmittel wo zu bewältigen in der Lage sein sollte und schlussendlich auch noch wer wem was und in welchem Ausmass finanziert.

        • Reda El Arbi sagt:

          Polemik ist die Stossrichtung, Ironie das Werkzeug. Ist nicht so schwer, sind zwei Ebenen. Kompliziert wirds mit der Selbstironie auf der Metaebene.

  • daniela. p sagt:

    ich wohne in der stadt, am rand, aber ehrlichgesagt fahre ich mit dem auto mindesten 3mal schneller an den arbeitsplatz und sogar in die innenstadt, als mit öv. da ich mit dem velo aber auch immer noch doppelt so schnell bin und kaum langsamer als mit dem auto, nehme ich das velo. für den arbeitsweg das e-bike, da es so weit den berg hoch geht, dass ich da erstmal duschen müsste, und die zeit habe ich als alleinerziehende erwerbstätige immer noch nicht (dauert nicht mehr lang, dann besserts. kinder werden selbständiger).
    aber ja, es stimmt, das doofe auto gibt mir vorallem ein freiheitsgefühl. ich habe es recht streng im alltag, und ja, das ist luxus und ja, es ist nicht nötig. die selben leute die ohne zu fragen feststellen, dass ein auto doch luxus sei (ich sage, ja, das ist es), und fragen ob ich wirklich eins brauche, die selber gern in die ferien fliegen, auch 2 oder 3mal jährlich. da frage ich mich schon, ob sich die leute auch mal damit befassen, wie gross denn der ökologische fussabdruck ist beim fliegen. wenn man irgendwohin und wieder zurück fliegt, sind das schnell mal 10’000km. das mache ich mit dem auto niemals im jahr. oder, herr el arbi? 🙂

    • daniela. p sagt:

      ups. unleserlicher satz.
      die selben leute, die ohne zu fragen feststellen, dass ein auto doch luxus sei (ich sage, ja, das ist es), und fragen, ob ich wirklich eins brauche, fliegen selber gern in die ferien, auch 2 oder 3mal jährlich.

      • Carlo sagt:

        Weshalb sollte man sich Luxus (egal welcher Art) nicht gönnen, wenn man es sich leisten kann? Ich sehe keinen Grund.

        • Reda El Arbi sagt:

          Es geht nicht darum, kein Auto zu besitzen. Es geht darum, damit nicht in den Wohnraum anderer zu fahren und deren Freiraum zu verstinken und zu versperren.

          • Markus sagt:

            Wohnen Sie auf der Strasse? Wer in der Stadt wohnt hat nun Mal Nachteile, ziehen sie doch auf`s Land. Ein Auto stinkt heutzutage nicht mehr, was stinkt ist Urin, Hundekot, Erbrochenes. Lärm, Gestank, hohe Verkehrsdichte und tiefe Lebensqualität ist bei verdichtetem Bauen Systemimmanent.
            Es kommt nun Mal nicht in Frage LKW/PKW aus der Stadt zu verbannen, weil dann die Stadt nicht überlebensfähig ist oder glauben sie im ernst die Landbevölkerung würde zuschauen, wie die Versorgung der Stadt durch das Land erfolgen würde und dort auch für eine tiefere Lebensqualität sorgen würde? Es ist typisch für den modernen Bessermenschen, ich, ich und noch mal ich.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ich wohne auf dem Land. Aber erst seit einem Jahr, nicht wegen der Autos, sondern wegen des Arbeitsweges meiner Frau, die in einer anderen Stadt arbeitet. Und es geht nicht darum, Autos prinzipiell aus der Stadt zu verbannen, nur die Typen, die jeden Morgen und jeden Abend alleine in ihrer Stahlkarrosse die Strassen verstopfen, tagsüber das Blech in der Stadt parkieren und trotz des Drecks, den sie in die Luft blasen auch immer noch jammern, sie würden schikaniert. Die Freiheit der einen geht genau bis dahin, wo sie die Freiheit der anderen beeinträchtigen. Autofahren in der Stadt ist nun mal kein Menschenrecht. In London bezahlen Autofahrer bereits Kohle, wenn sie in die Innenstadt wollen. Könnten wir hier auch einführen. Dann würden nur noch die kommen, die auch wirklich müssen.

          • daniela. p sagt:

            wohnraum ist doch überall. ob man jetzt in x tausend metern höhe die umwelt verpestet, ohne das vehikel zu besitzen, oder mitten im ballungsraum

          • Markus sagt:

            Es gibt sogar ein höheres Recht auf Autofahren, es nennt sich eidgenössisches Wegerecht. Dieses Recht schützt auch die Städter, wie ich schon mehrmals deutlich angesprochen habe. Niemand geht freiwillig nach Zürich, alle müssen, weil sie von A nach B fahren müssen und die doofe Stadt dazwischen ist oder weil sie in der Stadt arbeiten müssen, egal ob Mitarbeiter im Spital, ÖV, Polizei oder Entsorgung und Bau, für die ist der ÖV keine Alternative und zu guter Letzt ist ein grosser Teil des motorisierten Verkehrs Hausgemacht oder was denken sie wieso Stadtzürcher ca 200000 Autos haben? Allerdings gibt es kein Recht an eine vielbefahrene Strasse zu ziehen und dann zu verlangen, dass nur noch er selber auf dieser Strasse fahren dürfe, während die Güter, die gerade eben diese Person täglich braucht auf den Strassen anderer Transportiert wird. Dies ist purer Egoismus und beeinträchtigt die Freiheit anderer massiv und das aus reinem Egoismus, also aus tiefsten Bewegrund. Das ist wirklich verächtlich. Autos als dreckig zu bezeichnen ist reine Polemik.

          • daniela. p sagt:

            carlo, man „soll“ sich luxus nicht gönnen, wenn andere ihn bezahlen, indem sie beeinträchtigt werden. aber was mich immer wundert ist, wie sehr die selben leute auf einem auge blind sein können, wenn es um flugreisen geht. flugreisen werden prinzipiell ausgeblendet, stehen gar nicht und nie zur debatte. warum ist das so? da können leute aus tiefster überzeugung behaupten, leute, die die eine oder andere impfung weglassen, seien sozialschmarotzer. dass ich umweltschonender bin als sie gehört niemals ins thema. wohlverstanden, ich würde das ja auch nicht als vorwurf einbringen, aber bei sich selber müssten die leute, die andere sozialschmarotzer nennen doch auch sehen, dass auch ihre individuellen, auf luxusdenken beruhenden entscheidungen von anderen bezahlt werden. und das gilt eben auch für nicht-autobesitzer zum teil: wenn man alle 3jahre nach asien fliegt, könnte man genausogut täglich auto fahren

          • Georg sagt:

            Eidgenössisches Wegerecht sichert erstes nicht das Recht alleine in einem Auto die Umwelt aller zu verpesten, zudem wiegen Gesundheit der unzähligen betroffenen Menschen und Unverletzlichkeit derer Wohnungen und ihres Lebensraums sowie der Umwelt- und Tierschutz in der Abwägung weit schwerer als simples Rollen mit Vergasungskisten.

  • Florian sagt:

    Für alle freiheitilichen und flexiblen Zürcher ohne rollenden Gasmaschinenfetisch, auf http://www.einsplus.de/einsplus/startseite wird derzeit die Streetparade bis 23 Uhr live übertragen, da geht es bei bestem Wetter noch voll ab. Ich würde sagen man kommt mit dem Velo in der Stadt wieder mal weit besser voran und es macht auch mehr Spass als mit dem Auto, aber ist nur so eine Vermutung. 🙂

  • Bea sagt:

    Das Verhalten vieler vernebelter Abgasnarren ist nur ein Ausdruck von Rache an Züri, als liberalster Stadt in CH, weil sie selbst dort oder im Umfeld nicht leben können, gönnen sie es auch den Bewohnern nicht.

    • Carlo sagt:

      Liebe Bea, die rot-grüne Stadtzürcher Politik ist alles andere als liberal!
      Abgesehen davon bin ich in der glücklichen Lage, mir eine Wohnung an zentraler Lage in Zürich leisten zu können. Da bin ich bestimmt auf niemanden neidisch.

      • Heinrich sagt:

        Die Stadt ansich ist im Verhältnis zur konservativen Schweiz sehr liberal, insbesondere was das Kulturangebot, die Durchmischung und Mentalität anbetrifft. Liberalität meint die ausgewogene Freiheit aller und nicht die umwelt- und menschenschädliche Freiheit einiger Egomanen wie der Autofahrer mit negativsten Auswirkungen auf viele.

        • Carlo sagt:

          Nein, mein lieber Heinrich, Zürich ist auch dann nicht liberal, wenn es nicht ums Auto geht. Zürich ist vielmehr eine Hochburg der Regulierungswut. Darf ich beispielsweise an die normierten Marronihäuschen erinnern? Oder etwas aktueller, die millionenteure und perfektionistische Verrichtungsboxenanlage?
          Das Kulturangebot und die kulturelle Durchmischung ist einzig deshalb grösser als an den meisten andern Orten im Lande, weil sich solche Gegenheiten in den grössten Städten eines Landes von selbst einzustellen pflegen.

          • Georg sagt:

            Es geht darum die Freiheit aller zu sichern und nicht nur einiger Wildpinkler oder Luftverpester auf Kosten der Allgemeinheit. Zürich ist im Zusammenleben weit liberaler als jede andere CH-Stadt, daher nicht so langweilig und folglich auch neben seinen Bewohnern für das Ausland und den Tourismus am interessantesten.

  • Georg sagt:

    Die Jugend verzichtet heute aufs Auto weil sie andere Werte hat. Immer mehr junge Menschen studieren, diese denken komplexer, haben mehr Geist und andere Ideale als das Bedienen von Maschinen wie noch die Alten. S. dazu auch schon http://www.tagesschau.de/wirtschaft/autobranche-zukunft100.html .

    • Carlo sagt:

      Georg, die Jugend verzichtet aus verschiedenen Gründen aufs Auto, das hat aber kaum mit zunehmender Intelligenz zu tun, sondern mit geänderten Rahmenbedingungen.
      1. Immer mehr Schikanen um den Führerausweis zu erlangen und immer mehr Polizei-Repression auf der Strasse, beides unter dem Vorwand der „Sicherheit“.
      2. Massiv ausgebauter ÖV, vor allem auch nachts. Vor 20 Jahren brauchte man fast überall ein Auto, wenn man länger als bis 23 Uhr in den Ausgang wollte. Heute ist das ganz anders.
      3. Viele können sich dass Autofahren gar nicht mehr leisten (trifft in der Schweiz weniger zu, wohl aber in vielen EU-Ländern, auf die Du mit Deinem Liink ja verweist)
      4. Im ÖV kann man chatten, Videos auf dem Smartphone schauen, Facebook updaten, etc. – geht im Auto nicht.

  • Piscis sagt:

    Na ihr lieben Mitbürger, welche auf dem Land in einem ruhigen Einfamilienhaus leben, täglich mit dem Auto in die Stadt fahren und sich über den Stau, den Spurabbau etc. aufregen: Wie würdet ihr es finden, wenn bei euch täglich zig 1000 Autos, Lastwagen und Motorräder vorbeibrettern, die Luft verpesten und Lärm verursachen? Cool nicht?

    Natürlich bin ich als Stadtzürcher gegen jeglichen Privatverkehr. Und für den Abbau und pro ÖV. Ich will auch meine Ruhe. Und was kratzt es mich, wenn ihr im Stau steht? Natürlich purer Egoismus meinerseits. Mir egal, ich habe alle 2 Minuten eine Verbindung und ein „Velo“. Von mir aus kann der gesamte Individualverkehr in der Stadt verboten werden. Wieder Egoismus meinerseits.

    • Michel sagt:

      Wie cool Sie doch sind und wie selbst schuld Sie ebenfalls sind und ich hoffe sie werden noch mehr Abgase einatmen. Egoismus meinerseits und mir egal ob sie nicht schlafen können wegen dem Krach.
      Aber wie könnte eure schlaue Regierung das Problem lösen?
      Ganz einfach. Dezentralisieren. Nicht immer alle Firmen in die Stadt holen.. Würden nähmlich alle mit den öv gehen würde gar nichts mehr funktionieren. Dezentralisierung cool oder? Die Stadt Zürich und die Regierung kriegt ihre saubere Stadt.. Im Gegenzug müsst ihr aber auf die Steuern verzichten.. Logisch.. Was passiert.. Plötzlich ist Zürich nicht mehr so beliebt.. Und nun?

  • Jonathan sagt:

    Interessant sind zur Thematik auch stets die Ergebnisse der Wissenschaft “ Dickes Auto – keine Manieren“ http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-dickes-auto-keine-manieren-1.1295243 . Manierenlose Rüpel haben in der engen Stadt zudem keinesfalls etwas zu suchen. Diese Erfahrungen kann im Alltag jeder machen. Lenker lediglich teurerer Blechkisten verhalten sich arroganter obwohl sie nur sitzende Maschinenbediener sind. Fahrer etwa einfacher VW Lupos fahren entspannter. Davon abgesehen blockieren sie alle nur unnötig die Städte, da in diesen alleinig ÖV und Velos sinnvoll sind.

  • meyerhans sagt:

    Irrtum. Der Stau in Zürich wird seit Jahren vom Stadtrat und den Linken vorbereitet, und zwar ganz systematisch.

    Spurenreduktion: immer weniger Autospuren führen zu immer mehr Verkehr. Ganz gezielt geht dies der Stadtrat an den Nadelöhren an: z.B. von Bahnhofstrasse Spur direkt zum Bürkliplatz gesperrt. Vom Bürkliplatz Richtung General Guisan Quai Spuren abgebaut.

    Das Gleiche Spiel wiederholt sich am Bellevue.

    Zahlreiche Verkehrsverbote

    Zahlreiche Einbahnstrassen

    Systematisch Parkplätze abbauen.

    Systematisch Parkplatzverbote auf privaten Grundstücken.

    Der Stau ist nicht einfach so da. Er ist politich gezielt gewollt.

    Der Stau ist eine Kernelement des linken Terrors gegen die Autofahrer.

    • Ray sagt:

      hahahah… jetzt haben sie sich aber selbst karikiert 😀
      Solange der linke Terror nur ihr langweiliges Leben limitiert und keine wirklichen Menschenleben kostet kann ich ganz gut damit leben.

    • Georg sagt:

      Autofahren und Stau führen vor allem dazu, dass man als Lenker schnell selbst frustriert wird und geistig im Hirn-Stau steckt. Da lobe ich mir doch die Freiheit, welch ich durch den ÖV und das Velo für mich gewinne, das wirkt sich auch positiv auf den flexibleren Geist aus, da ich ja nicht stumpfsinnig eine Maschine mit immer den gleichen primitiven Abläufen bedienen muss. Stattdessen lese ich lieber ein Buch oder arbeite am Rechner und höre Musik, das maximiert mein Hirn weiter und ich werde immer fröhlicher und gelassener ob der geistigen Überlegenheit über die Abgas- und Lärmverursacher. 🙂

    • Marcel Claudio sagt:

      Meyerhans: Ich hoffe unsere geliebte rot-grün-alternative Regierung zieht das noch weiter durch – macht die Altstadt völlig autofrei, führt Road Pricing ein, baut noch mehr Parkplätze ab, damit so rechtes Agglosgesocks wie Sie Herr Meyerhans gar nicht mehr nach Zürich kommt – bleiben Sie in in Ihren Rechten Hochburgen und lassen uns gefälligst in Ruhe mit Ihrem Stinkvehikel!

  • Ike Conix sagt:

    2009 hatten 649 von 1000 Einwohnern des Kantons Zürich ein Auto, inkl. Kind und Kegel. Heute dürften es in etwa gleich viele sein. Gesamtschweizerisch pendeln denn auch etwa 4 x mehr Leute mit dem Auto als mit dem ÖV. Die Kapazität des letzteren ist denn auch hoffnungslos zu klein. Hier wird also die Mehrheit an den Pranger gestellt, nicht eine „rücksichtslose“ Minderheit.

    • Simon sagt:

      Wir sprechen allerdings von der Stadt Zürich, da ist der Quotient markant tiefer; 0.35 Fhz pro Person. Betrachtet man die Haushalte ist jeder zweite Haushalt autofrei – Tendenz abnehmend. Wie man es dreht und wendet, es handelt sich bei den Autofahrern in der Stadt Zürich um eine Minderheit.

      Betrachtet man den Kanton Zürich, sind die aktuellen Zahlen ebenfalls eindeutig: 489 von 1000 Einwohnern besitzen ein Auto, Tendenz ebenfalls sinkend (2009). Ihre genannte Zahl (649) ist die Anzahl Personenwagen in 1000, d.h. es gab 649’000 PW im Jahre 2009.

      Ike Conix, wenn sie mit Zahlen um sich werfen, tun sie das mit Bedacht und werfen sie keine falschen Zahlen.

      • Ike Conix sagt:

        Sie scheinen damit Mühe zu haben, dass es überhaupt Autos gibt. 489 Autos pro 1000 Einwohner heisst doch nichts anderes, dass mindestens jeder 2. Haushalt darüber verfügt. Die Frage ist, wie das mit dem ÖV bewältigt werden könnte.

  • Rolf sagt:

    Lieber Reda El Arbi,
    Sie kennen sich sicher bestens aus in Ihrer gewohnten Umgebung. In dieser ist es vermutlich auch so, dass Sie viel Zustimmung erhalten, was Ihren Lebensstil betrifft. Persönlich bin ich überzeugt, dass der Lifestyle im den „angesagten“ Kreisen auch viel mit den vorhandenen Mitteln zu tun. Logisch, in der Stadt braucht man das Auto nicht unbedingt täglich, da das ÖV System wirklich gut ausgebaut ist. Vergessen wir mal das Velo als Alternative. Wieviele über 70-jährige sehen Sie im Winter mit diesem unterwegs?
    Trotzdem glaube ich, dass sich auch viele gar kein Auto leisten können, die in der Stadt wohnen. Selbst gut verdienende. Das hat damit zu tun, dass man einfach mehr Geld braucht als auf dem Land. Man geht mehr auswärts essen, die Wohnkosten sind höher, etc.
    Ich finde es deshalb ein wenig müssig, dass aus einem Lebensstil eine Religion gemacht wird.
    Selber wohne ich auch in der Stadt. Und habe zwei Autos. Ein grösseres für den Alltag und ein teures, kleines, exklusives just for fun.
    Mit der Bemerkung „auf die Autofahrer hinunterschauen“ verraten Sie sich. Wer es nötig hat auf andere hinunterzuschauen,
    hat ein Ego-Problem. Meine Meinung. Neben meinen Autos benutze ich im Sommer ab und zu das Velo und leiste mir ein Jahresabo von der ZVV.
    Weshalb ich dies erwähne und mir überhaupt die Mühe mache, zu schreiben? Ich lese Ihre Artikel gerne aber manchmal wurmt es mich, dass Sie eben doch nicht so cool sind wie Sie den Anschein geben. In diesem Blog sogar recht spiessig lehrmeisterisch.
    Schade, ich hatte gehofft, Sie hätten dies nicht nötig. Aber vielleicht kommt das mit dem Alter. Nein, ich unterstelle Ihnen keine Midlife-Crisis.
    Als es in einem Blog um Reiche ging, wurde mir klar, in welch kleinem Biotop sich gewisse Journalisten bewegen. Es gibt einige reiche Menschen in dieser Stadt. Aber wie ist es möglich, dass einer, der Blogs in einer grössten Tageszeitungen schreibt, keine Ahnung hat von dieser Seite seines Umfelds? Vielleicht weil Sie richtigen Reichtum mit etwas Bösem in Zusammenhang bringen?
    Gut es verwundert mich nicht, dass Sie bei der zu wenig vorhandenen Lockerheit keinen Zutritt zu gewissen Kreisen erhalten.
    Andersrum werden diese auch nicht gross an Ihnen interessiert sein. Ich möchte dies eigentlich gar nicht werten, da ich nicht wirklich relevant für mein eigenes Leben. Aber ich meine, wir wohnen doch in einer mittelgrossen Stadt und ich bin doch einigermassen berührt, wie eng gewisse Leute ihren Kreis ziehen. So eben auch die Projektion des eigenen Lebensstils, welcher als einzig richtiger geht. Dafür waren die Blogs über die Badeanstalten wirklich gelungen. Ich spührte, das ist Ihre Welt.
    Für mich hat das Auto auch noch eine erotische Komponente. Wenn ich meinen Geliebten (ich bin homosexuel, reich, rechts und Zürcher – sorry für die kleine Störung im Biotop;) mit dem Auto abhole und wir uns den ersten Kuss in der schützenden, nach feinem Leder und Holz riechenden Aluminiumkabine küssen, hat das schon eine andere Wertung für mich als wenn wir uns im Tram verleibt in die Augen sehen und von griesgrämigen Mitfahrerern begafft werden.
    Allerdings kann ich mir vorstellen, dass dieser Anblick für die herunterschauenden, tram- und busfahrenden Mitmenschen nicht immer angenehmen ist. Ach ja die Umwelt – meine Autos sind topmodern und umweltfreundlich. Widerlegen Sie zuerst mal Ihre ÖV Umweltfreundlichkeitsbehauptung bitte mit recherchierbaren Fakten. Ich nehme Ihnen auch nicht ab, dass wenn Sie sich einen coolen Oldtimer leisten könnten, bei denen Ihnen junge, attraktive Frauen nachkucken würden, nicht einen kaufen würden. Merci.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich lebe seit einem Jahr auf dem Land und pendle 1 Stunde nach Zürich. Meine „Kreise“ kennen Sie nicht. Und verraten hab ich höchstens eine Gewisse Selbstironie, wenn ich vom „moralischen Herunterschauen“ spreche.

      • Alo sagt:

        Ich gehe jeden Sonntag zur Kirche und bete 10 Vater unser…

        Wenn Sie mit einem Elektroauto in einer Viertelstunde an einen günstigen Parkplatz und von da aus in 10 Minuten per Metro in das Zentrum fahren könnten (oder sagar unterirdisch möglichst Nahe ins Zentrum), dann fänden Sie das wohl nicht besser….

        In Luzern auf jeden Fall wäre das möglich. Es hätte ein Parkhaus unter der Altstadt gebaut werden können, wo die Pendler direkt von der Autobahn hätten hineinfahren können – ohne dass irgend ein Stadtbewohner die Autos gehört hätte. Der Stadtrat war dagegen, er will lieber den öffentlichen Verkehr fördern und die Leute zwingen in Halbstundentakt auf die Züge zu warten und dann zweimal umzusteigen. Die Stadt ist am Wochenende voller Parkplatzsuchverkehr und die jungen Autofahren fahren ihre Autos betrunken nach Hause, weil sie auch über Nacht 2 Franken pro Stunde für den Parkplatz zahlen müssen und den Wagen früh am Sonntag abholen müssten, weil sie sonst noch eine Busse bekommen, weil die maximale Parkzeit beschränkt ist. Das ist leider die Politik der Umwelt-Moralisten. Wahrscheinlich ist das auch nur ein bisschen Ironie, die finden das lustig…

    • hans fallada sagt:

      eben und sie haben kein schlechtes gewissen? so wegen erdöl, co2 und feinstaub und so, wenn sie mit ihrem grossen auto rumkurven?

    • Henriette sagt:

      Sie fahren also Elektroautos mit Stom aus erneuerbaren Energien? Nein? Glaube also kaum dass Ihre Autos umweltfreundlich sind. Ihre Kisten können Sie ja im Parkhaus am Stadtrand abstellen und bei Bedarf über die Autobahn bewegen. In der Stadt haben diese Lärm-Dreck-Stau-Maschinen nichts zu suchen. Und das „coolen Oldtimer leisten könnten, bei denen Ihnen junge, attraktive Frauen nachkucken würden“ ist nur etwas für Menschen ohne Selbstbewusstsein. Männern mit Persönlichkeit gucken Frauen auch ohne kommerzielles Statussysmbol nach, denn mit dem können Sie allenfalls Frauen für sich interessieren, die es auf die Brieftasche aber nicht auf Sie abgesehen haben, was ich widerum arm finde, welcher Mensch mit intellektuellem Niveau möchte so etwas?.

    • Jonathan sagt:

      Alter Mann auf der händeringenden Suche nach Aufmerksamkeit mittels Beziehung zu einer Maschine?

  • Christine sagt:

    „Wenn es keine Autofahrer mehr geben soll, müssten alle in der Stadt leben und so zentral wohnen, dass sie zu Fuss oder mit dem Velo gehen können, oder die Arbeitsstätten befinden sich in den Dörfern und Wohnsiedlungen, damit die Menschen auch dort zu Fuss oder mit dem Velo hinkommen. Oder die ÖV wird effizienter und günstiger, so dass wirklich alle damit in absehbarer Zeit zur Arbeit kommen“….. Was für ein Blödsinn!! Hauptsache man kann jemanden gegen jemanden ausspielen, die billigste Art um schreibend sein Geld zu verdienen. Es braucht alles und gegenseitige Toleranz und Respekt!!

    • Remo Meier sagt:

      Toleranz und Respekt würde vor allem den Autofahrern gut tun…
      Und: Wenn alle zentral wohnen würde, dann könnte der ÖV so effizient gestaltet werden, dass kaum jemand mehr ein Auto benötigt und müsste so auch nicht mehr die dümmliche Tätigkeit des Autofahren verrichten. So wären schlussendlich alle besser gestellt, zumal die Landschaft weniger mit Streusiedlungen verschandelt wäre.

      • Olaf Leuenberger sagt:

        Sie meinen die Landschaft wäre besser gestellt, das ist sicher so. Aber was ist mit dem Menschen? Ich dachte, Batteriehaltung sei in der Schweiz verboten?

  • Clara sagt:

    Die Zukunft neben dem ÖV in den Städten gehört insbesondere den Velos, sowohl den Pedelecs als auch den Electrovelos, erstere fahren um 30km/h, letztere bis zu 50km/h. Kopenhagen hat das schon früh verstanden, eine Radfahrerquote von 50% und eine der besten Veloinfrastrukturen mit breiten Fahrstreifen. Die durchschnittliche Fahrdistanz eines Velofahrers in der Stadt liegt bei ca. 5km, die der Elektroversion schon bei 15km. Selbst wenn man also vom Durchschnitt ausgeht, erreicht die meisten Arbeitnehmer in Städten und auch andernorts damit ihren Arbeitsplatz, zudem steht der ÖV zur Verfügung. Zum Lastentransport gibt es die schönsten Velomodelle und auch Anhänger mit den unterschiedlichsten Ausstattungen, jeweils leicht aus Alu bis Carbon. Insbesondere Ebikes sind für die Berge und Lastentransporte und die Unsportlichen interessant, aber auch in der Standardveloversion bekommt man anständig Muskeln und tut viel für seine Gesundheit und den Knackpo werden sicher auch Partnerin und Partner zu schätzen wissen. Somit gehören Autos klar aus der Stadt verbannt und ihre zulässige Geschwindigkeit im ersten Schritt auf diesem Weg zum Totalverbot auf 15 km/ reduziert.

    • Markus sagt:

      Wieso haben die hälfte der Stadtbewohner ein Auto? Als Anfang könnte doch jeder Städter sein Auto abgeben. Dann wäre schon viel getan, zusätzlich sollte jeder der in der Stadt wohnt, einfach mal einsehen das es ohne Auto/LKW nicht geht auch wer nur ein Velo hat ist auf den motorisierten Verkehr angewiesen. Bei Schnee und Regen fahrt auch in der Stadt kaum einer Velo. Wieso ignorieren sie handfest Argumente. Und wieso erklären sie Kopenhagen als Vorbild sind, doch die meisten Grossstädte so wie LA, NY oder Mexiko und Bangkok.

      • Henriette sagt:

        Zürich ist nicht wie LA und NY, sondern eher wie Kopenhagen und insofern ist der Vergleich weit sinnvoller als Ihrer. Bei Regen/ Schnee fährt man ÖV, der nach Abschaffung der Autos in Städten fortwährend moderner und luxuriöser wird. Hartgesottene fahren auch bei Schlechtwetter in passender Kleidung Velo. In Genf gibt es inzwischen kabellose Elektrobusse, auch das ist die Zukunft. Auf dem Weg dahin dürfen Autos nur mit minimal drei Personen besetzt fahren, dh Dörfler können sich übergangsweise zusammentun und an die Stadt zum Besuch fahren, müssen ihre Blechkiste aber am Stadtrand wegstellen.

  • Giovanni Schoweis sagt:

    Ich kanns nicht mehr hören (lesen). ÖV gegen MIV und umgekehrt. Unser momentanes Verkehrssystem benötigt beides.
    Alle Autofahrer im ÖV, funktioniert nicht – Alle ÖV’er im Auto, funktioniert auch nicht.
    Das Problem muss von einer anderen Seite angegangen werden. Warum bringt es die Politik nicht fertig (Raumplanung) die Arbeitsplätze zu dezentralisieren. Arbeiten am Wohnort wäre doch das Optimalste, schont die Umwelt, die Nerven und bringt viel Freizeit.
    Also Politiker legt los, nur den den Steuerabzug für den Arbeitsweg zu streichen reicht nicht!

    • Liedermann sagt:

      Heimarbeit für alle Arbeitspläätze, bei denen die Möglichkkeit besteht! Das sind zumindest fast sämtliche Call-Center-Arbeitsplätze. Sogar der Staat würde profitieren, weil man dann keinen Arbeitsweg mehr steuermindernd geltendmachen kann. Die SBB könnte sich kostspielige Kapazitätserhöhungen sparen. Die Frauen würden auch etwas davon haben, da Beruf und Muterschaft besser vereinbar wären. Die Leute würden dann weniger arbeiten? Keine Angst, bei Callcenters ist das schon jetzt prima messbar. Die Technik ist vorhanden.

      Nicht die Wahl des Verkehrsmittels, sondern die Vermeidung von Verkehr ist der Schlüssel zur Lösung von Verkehrsproblemen.

  • Zorbita sagt:

    Ich wohne in der Stadt und brauch kein Auto, die nerven nur – also stimme ich jedes Mal so ab. Wenn Du nicht dieser Meinung ist, dann zieh doch hierher und für den Meinungsumschwung in der Stadt herbei… 😉 Aber auf dem Land wohnen und freie Fahrt in die Stadt verlangen… Tsss… Tsss. Hier wohnen auch Menschen, die keinen Bock auf euren Lärm und Gestänk haben…

    • Reda El Arbi sagt:

      Thx 🙂

    • Frank Baum sagt:

      …die wir aus den umliegenden Gemeinden subventionieren. Schluss mit den Subventionen und dann könnt Ihr die Stadt wirtschaftlich und sozial ruinieren, wie es Euch beliebt.

      • hannes wanner sagt:

        herr baum,es gibt an die 170 gemeinden im kt. zh, etwas mehr als 20 davon bezahlen,der rest empfängt. ihr lebensraum muss ziemlich eingeschränkt sein?

      • sepp z. sagt:

        frank baum, korrekterweise sollte die schweiz das steuerregime so ändern, dass ein teil der einkommen auch am arbeitsort versteuert werden. zurzeit kassieren all die schlafdörfer im speckgürtel, ohne nennenswerte leistungen zu erbringen.

    • Markus sagt:

      Sehr einfältige Sicht. Natürlich braucht der Städter den PKW/LKW Verkehr, wie sonst kommen die Waren in die Stadt und wie sonst kommt der Handwerker der Heizungen repariert oder Häuser baut an den Werkplatz? In der Stadt wird nichts produziert alles wird durchs Land gefahren und sorgt für Verkehr auf dem Land. In der Stadt wohnen und Arbeiten können sie nur weil Staatsbetrieb alle in der Stadt angesiedelt sind und das muss geändert werden, die ETH könnte auch in Amlikon stehen und das Obergericht in Hinwil. Wir vom Land sollten eine Initiative starten, die dafür sorgt das in Zukunft nur noch Wohnraum statt Arbeitsplätze in der Stadt gebaut wird. Im übrigen haben die hälfte der Städter ein Auto, nur schon dies führt zu einem grossen Verkehrsaufkommen. Schlussendlich ist der grösste Teil des MPV Haus gemacht.

    • Alo sagt:

      Und wer repariert ihre Wohnung? Kommen die Handwerker mit dem Tram?

      In der Stadt profitieren sie übermässig von den staatlichen Investitionen in den ÖV. Und in der Stadt macht dieser auch Sinn, obwohl die meisten Leute in der Stadt dann doch ein Auto besitzen – oder mit ihren Freunden am Wochenende zum Skifahren oder zum Wandern fahren.

      Ich bin Ihrer Meinung, die Autos nerven tatsächlich in der Stadt. Ich habe lange im Zentrum von Zürich gewohnt und der Verkehr ist oft sehr laut. Aber wieso verlangt man nicht einfach, dass die Autos leiser sein müssen, wenn sie abends in die Stadt fahren wollen. Niemand kommt ganz ohne Auto aus, auch Sie nicht. Sie lassen sich die Sachen einfach von anderen bringen. Die Esswaren kommen mit dem Lastwagen in die Läden, von wo sie sie vielleicht mit dem Velo abholen und denken, sie kämen ganz ohne Autos aus.

      Ich frage mich, ob die Abgase der Autos auch die Gehirne der Stadtbewohner schädigen und sie zu sturen Umwelt-Fundis mutieren lassen. Die Bärte scheinen ja bei den Fixie-fahrenden Stadtbewohner ja auch langsam zu wachsen…

      • Zorbita sagt:

        Grundsätzlich braucht es Transportwege und das bringt nun mal Lärm und Gestank. Also nichts gegen den Handwerker, den Warenlieferant und den Pendler. Nur kann man einfach nicht erwarten auf dem Land zu leben und in kürzester Zeit mit dem Auto in der Stadt zum Arbeiten oder Freizeit und Shoppen zu sein. Wer auf das Land zieht muss einfach in Kauf nehmen, dass man dann halt meeeehhhhhrrrr Zeit einrechnen muss um mit dem Auto in die Stadt zu kommen. Die Anreize werden halt von den stimmenden Stadtbewohner wohl eher so gesetzt, dass der Weg in die Stadt eher mit ÖV unternohmen wird. Die Idee die Vorzüge auf dem Land zu geniessen, aber gleichzeitig auch den Anspruch zu haben schnell in der Stadt zu sein, ist einfach ein wenig an den Interessengruppen vorbeigedacht…. 😉

        • Markus sagt:

          Vielleicht sollte einfach bedacht werden das niemand in der Stadt zu wohnen braucht. Der einzige Nachteil auf dem Land zu wohnen ist der Arbeitsweg aber nur weil es eine Interessengruppe gibt die unbedingt an Strassen und Verkehrsknoten (Stadt) wohnen möchten. Vielleicht sollt wir Schweizer einfach verbieten an einer dicht befahren Strasse zu wohnen, so wie 2. Wohnungen eingeschränkt werden, so sollte der Wohnraum an Strassen eingeschränkt werden. Sinnvoll wäre an den Strassen Arbeitsplätze zu bauen. Städte sind aus dem frühen Mittelalter, in der Stadt zu wohnen ist eine veraltet Lebensform. Am besten würde man Arbeit und Wohnen Geografisch trennen. In der Stadt Arbeitsplätze, ausserhalb die Wohnräume

          • Reda El Arbi sagt:

            Das ist sowas von arrogant. „Die brauchen ja nicht da zu leben, wo ich autofahren will“ ist mitunter das dümmste Argument, das ich in der ganzen Diskussion hier bisher gelesen habe. Davon distanzieren sich wohl auch die meisten Autofans.

          • Sebastien sagt:

            Zeichen des frühen Mittelalters sind vor allem Dörfer und kleine Gemeinden, Städte entwickelten sich sehr zögerlich und langsam wachsend, jedoch bis heute stetig. Auch heute findet dieses Wachstum weiter statt und das global, da sich niemand in Hintertupfingen sein ganzes Leben langweilen und auf den Sarg warten möchte. Gerade intelligente und studierte Menschen möchten intensiv und komplexer leben und ziehen in die Stadt. Dass sie dort auch intelligent und human leben möchten, würde selbst einem &ç(ç)ç/& einleuchten.

      • Sebastien sagt:

        Ist kein Problem, Kriterien für Ausnahmegenehmigungen in dringlichen Notfällen für Ambulanz etc. sind selbstverständlich. Für Lieferung und Handwerker kann es Lieferzeiten geben, in denen das zulässig ist, außerhalb derer eben nicht, außer widerum in beim Amt zu meldenden Notfällen. Privatverkehr mit Autos in der Stadt ist komplett unnötig, ÖV und Velos sind perfekte Lösungen. Auch Velotaxis und Fahrradkuriere sind eine ausgezeichnete Alternative für Privatbeförderungen und -lieferungen, weit gesünder und günstiger.

  • Marc Hediger sagt:

    Ich finde das einfach genial. Dieser Blog suggeriert dass Autofahrer etwas unmoralisches tun weil sie Emissionen verursachen. Man könnte jetzt aufzählen was sonst auch noch alles Emissionen verursacht. Ich persönlich finde es auch nicht besonders schlau regelmässig mit dem Auto in die City zu fahren wenn es nicht wirklich sein muss. Aber hey, wir leben in einer freien Gesellschaft. Zum Glück kann jeder noch selber entscheiden wie er sich bewegt. Road-Pricing wird kommen und somit wird es weniger Autos in der Ctiy geben. Das ist auch völlig ok. Aber hört bitte bitte bitte auf einen auf Moral zu machen! Denn dann müsste ich Euch um die Ohren hauen wie unmoralisch die Velofahrer in der City sind, wie unmoralisch die Lärmverursacher wie Besoffene, Nachtschwärmer und unangepasste Menschen aus fremden Kulturen sind die Lärm machen. Abgesehen davon: Autofahrer sind eher moralisch weil sie die Volkswirtschaft fördern und den OeV mitfinanzieren. Also ihr Links-/Grünen Moralapostel, macht mal halblang und schaltet den Kopf ein bevor ihr losschreibt!

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, „Die anderen tuns aber auch“ ist ein Argument, dass ich im Kindergarten das letzte Mal gebraucht habe. 🙂 Nur weil andere Verhaltensweisen der Umwelt noch mehr schaden, heisst das nicht, das Autofahren plötzlich nichts mehr ausmacht.

    • Markus sagt:

      Brückenzölle (Road Pricing) werden definitiv nicht wieder eingeführt, welcher fortschrittliche Mensch möchte schon ins Mittelalter zurück?

      • Marcel Claudio sagt:

        Markus: Die Londoner schon – dort gibts ja das Road Pricing schon

        • Alo sagt:

          Ja, aber aus der Londoner City sind die Normalverdiener schon lange verdrängt worden. Die Leute, die dort leben sind froh, dass die Leute aus der Vorstadt mit der geringeren Kaufkraft ihre Strassen jetzt nicht mehr so verstopfen. In der City fahren die Leute hingegen mit ihren SUVs fröhlich weiter…

      • sepp z. sagt:

        markus, nachdem wir in den modernen staatsformen brücken- und wegezölle abgeschafft hatten, werden sie nun im zuge der privatisierung nach und nach wieder eingeführt (wenn sie mal in den usa waren, verstehen sie, was gemeint ist). da ist road pricing peanuts dagegen. und auch nachvollziehbar: weshalb soll der staat weiterhin gratis anbieten, was private zum lukrativen geschäft machen?
        es gibt auch gegenteilige entwicklungen: in schottland etwa wurden kürzlich jegliche strassenzölle wieder verboten, müsse alles per steuern bezahlt werden.

        • Markus sagt:

          Das könnte sein, die Linken wollen wahrscheinlich Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen. Wahrscheinlich glauben sie im ernst das rentierende Objekte beim Staat bleiben.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ich habe seit drei Jahren kein Auto mehr und brauche nur noch Mobility, wenn’s nötig ist. Allerdings lebe ich so zentral, dass ich auf die Frage, was nicht (direkt) vor meiner Haustüre liegt, erst mal gar nicht antworten könnte, weil mir nichts einfällt, was nicht vor meiner Haustüre liegt: Shoppincenter, Bahnhof, Arzt, Zahnarzt, Bank, Post, Mobility-Parkplätze, Seepromenade, Naturschutzgebiet, Velowege, Voralpen (mit dem MTB eine Stunde den Berg hoch, herrliche Aussicht!), Apotheke, Schpunte- alles da! Und Züri nur eine halbe Stunde mit der S-Bahn weit weg, was will man mehr? Eine Rechnung hat der Autor nicht gemacht: Zentrale Wohnlagen sind auch an der Peripherie sauteuer geworden in den letzten Jahren. Also wohnt man entweder teuer und dafür ohne Auto- oder eben billiger, aber dafür mit Auto. Für eine Familie ist das ganz entscheidend! Umweltschutz ist besonders beim Thema Mobilität eine teure Angelegenheit, zumindest für Familien mit knappem Budget.

  • Marcel Claudio sagt:

    Hoppala die vielen Kommentare wieder – die Autofahrersekte scheint ja genauso aufzurütteln wie damals die ICF-Sekte im Stadtblog – kein Wunder der Autowahn hat ja auch was religiöses

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Ich habe vielmehr den Eindruck, die erleuchteten Autohasser zeigen deutliche Anzeichen von religiösem Missionieren.

      • Clara sagt:

        Nicht Autohasser sondern weit intelligentere Menschen, die sich um Lebenswohl und Gesundheit aller sorgen. Betroffen sind nun mal vor allem die hochkonzentriert den Abgasen, Lärm etc. ausgesetzten Stadtbewohner, insofern sind auch sie hauptberechtigt, eine sie schützende Lösung in ihrem Wohnbereich zu fordern und finden, welche nun mal nicht im Autoverkehr liegt. Vielmehr ist ein Verbot von Autos und starker Ausbau des ÖV und dessen ständige Modernisierung sowie Qualitätssteigerung die Lösung, zudem ein optimaler Ausbau der Velo-Infrastruktur. Übergangsweise bis zur völligen Abschaffung der Autos können diese, nur noch über Land verkehrenden Vehikel, im Umland der Städte in Tiefgaragen (Einnahmequelle für Dörfer) geparkt werden, die meinetwegen 100 Etagen tief in den Berg gehen, freilich unter strengsten Umweltschutzauflagen, die ebenfalls von den Autokutschern gezahlt werden.

        • Lukas Aeschbacher sagt:

          Wenn ich dieses totalitär-ideologische Pamphlet so lese, bin ich verdammt froh, nicht zu den „weit intelligenteren“ Menschen zu zählen.

        • Reto V. sagt:

          So kann nur eine im Wohlfahrtsstaat Schwelgende reden. Wer bezahlt den diese ständige Modernisierung und Qualitätssicherung des ÖV? Bitte nehmen Sie Ihre Scheuklappen ab, danke.

    • Carlo sagt:

      @Marcel: Die religiöse Verblendung orte ich viel stärker auf der Öko-Seite. Auf der Seite der Autofans sehe ich eher eine ausgeprägte (Denk-)Faulheit, denn intelligentes Kombinieren von Auto und ÖV setzt etwas mehr gedankliche Überlegungen voraus als reinsitzen und Zündschlüssel drehen.
      Aber ich wünschte mir auf beiden Seiten mehr Pragmatismus und Intelligenz und dafür weniger Sturheit und Ideologie.

  • Frank Baum sagt:

    Mir gefällt am Autofahren, dass ich den ganzen Moralisten aus dem Weg gehen kann. Es gibt nichts Schlimmeres auf der Welt als Moralisten. Der Fortschritt unserer Gesellschaft besteht ja gerade darin, den Moralismus zu überwinden. Heutzutage findet man die grössten Morlaisten bei den Linken und den ÖV-Fanatikern. Das war nicht immer so. Die Linken hatten sich auch schon einmal für Toleranz und Respekt eingesetzt. Diese Werte haben sie aber längst verraten.

    • Reda El Arbi sagt:

      Genau! Kurz gefasst: Freie Fahrt für freie Bürger! Egal, was es kostet.

      • Dani Winter sagt:

        @Reda El Arbi
        Der Spruch stammt vom ADAC aus den frühen Siebzigern wenn nicht noch früher. Die Autopartei hat ihn nur mal adaptiert.
        Ausserdem einfach mal zu Ergänzung: Kennen Sie den Film „Das Geheimnis der Wolken“ mit Henrik Svensmark?
        Es ist bezeichnend wie dieser, und andere, nicht von der Öllobby bezahlte, Wissenschaftler vom IPCC und anderen „Koryphäen“ niedergemacht werden, nur weil gewisse Leute ihre Pfründe schwinden sehen. Auch egal was es an Steuern und Abgaben kostet. Polemik scheint nicht nur in der Politik und im Alltag, sondern auch in der Wissenschaft angekommen zu sein.

      • K.Daver sagt:

        und die rechten sind keine Moralisten..?? ich wähle links, fahre mit dem Auto zur Arbeit in die Stadt und bin froh gibts soviele ÖV-lers, stellen Sie sich mal vor nur die Hälfte der Tram-Benützer steigt aufs Auto um.. andersrum genauso.. und mit Ihrem Namen sollten Sie der Umwelt etwas mehr Rechnung tragen, sonst sind Sie schnell der Letzte Im Walde..

        • Frank Baum sagt:

          Nein, Daver, die Rechten sind keine Moralisten. Das sind heute die Linken, wie dieser Artikel eindrücklich beweist. Ich bin genauso froh wie Sie, dass es soviele ÖVler gibt. Im Gegensatz zu den ÖV-Fanatiker habe ich als Autofahrer ja nichts gegen die ÖVler. Ich will nur selber nicht den ÖV nutzen (ich tue es einfach extrem selten). Ich behaupte aber nicht, dass die ÖVler etwas schlechtes tun. Nur die ÖVler spielen sich als Moralaposteln auf und das völlig ohne Grund (bestenfalls aus Neid).

        • Alo sagt:

          Es ist schon bezeichnend, dass ihnen die „freie Fahrt“ so ein Dorn im Auge ist. Der Individualverkehr wäre ihnen wohl auch suspekt, wenn er keine Lärm- und Schadstoffemmissionen zu Folge hätte… Hauptsache wir werden alle in ein und dasselbe Verkehrsmittel hereingezwängt. Früher waren die Linken für Freiheiten, die Rechten wollten allen ihre Moralvorstellungen aufzwängen. Die Faschisten hatten die Faulen zum Arbeiten gezwungen, jetzt möchten die Grünen die ganze Bevölkerung zum Arbeiten fürs „Gemeinwohl“ einsetzen…

      • Marcel Claudio sagt:

        Na ja Baum – schon manch einer wie Sie hat sich über die Moralisten z.B. das Tempolimit geärgert und ist mit seinem Fahrzeug mit 180 Sachen in einen Baum gerast.
        Vielleicht wartet auf den Antimoralisten Baum ja auch schon ein Baum – na dann gut Holz bei der freien Fahrt für freie Bürger…

        • Frank Baum sagt:

          @Claudio: Mit Tempolimit hat das ganze nichts zu tun. Es waren keine „moralisten“ die ein Tempolimit fordern. Wir stellen Regeln auf, damit der Verkehr sicher ist. Das hat mit Moralismus nichts zu tun. Wir fällenb dabei kein Urteil über andere. Wir stellen lediglich fest, dass wenn wir uns nicht alle an die Regeln halten es für jeden einzelnen gefährlich ist. Hier wird aber etwas ganz anderes bemüht: wir haben klare Spielregeln. Die einen halten sich daran (Autofahrer) und die anderen nicht (Velofahrer). Dennoch fällen die letzteren ein Urteil über die ersteren, weil sie einfach die freie Wahl ihrer Mitmenschen nicht akzeptieren können. Das sind eben Moralisten wie im Mittelalter. Das hat in einer modernen Gesellschaft nichts verloren.

          • Marcel Claudio sagt:

            Hallo Frank – heute morgen schon ein bisschen zu fest in der Selbstgerechtigkeit geduscht – nur so kann ich mir so Statements erklären wie: „Die einen halten sich daran (Autofahrer) und die anderen nicht (Velofahrer)“ – wenn das nicht moralinsauer ist – und das ausgerechnet von Ihnen – dem selbsterklärten Antimoralisten…good joke 🙂

      • Frank Baum sagt:

        Freie Fahrt für tolerante Bürger. Was den Autofahrer vom ÖV-Fanatiker unterscheidet ist die Toleranz. Ich habe nichts dagegen einzuwenden, wenn andere mit dem ÖV unterwegs sind. Die ÖVler sind mies drauf. Die winken mit dem Moralistenfinger aus lauter Neid. Zeigt nur, dass es eben doch nicht so prickelnd ist im Tramm zu sitzen.

        Egal, was es kostet? Das müsste man wohl eher über den ÖV sagen. Immerhin als Autofahrer subventioniere ich die ÖVler und nicht umgekehrt. Hier ist tatsächlich die Politik gefordert. In den letzten 20 Jahren hat man viel zu extrem Geld in den Öv gesteckt. Jetzt ist es wieder an der Zeit, die Strassen auszubauen. Das wird aber auch erkannt.

      • Lars Tiffins sagt:

        Eben Reda, das schlimmste sind die Moralaposteln, die sich über Gut und Schlecht erheben und anderen die Welt erklären wollen. Zeigst du ja wunderbar, immer wieder und natürlich auch hier.
        Aber dann im Zuge der persönlichen Freiheit im Winter schön auf die (in der Ökobilanz katastrophale) Skipiste, im Sommer regelmässig in den Süden fliegen, über alle Brückentage auch mal spontan mit einem Flieger verreisen und importiertes Obst vom Coop kaufen. Selektion ist was tolles, vor allem von denen mit dem grössten Zeigefinger.

        Der ÖV hat neben Vorteilen auch unglaubliche Nachteile, geht bei den ganzen Hackfressen die da mitfahren los, läuft entspannt über Überfüllung in Stosszeiten und Leere in den Zwischenzeiten und endet irgendwann mit Verspätungen, Zugausfällen und Stellwerkstörungen bei völliger Ineffizienz und zwangsweiser Quersubventionierung. Glückwunsch.

        Und während dein Feierabend erst zu Hause anfängt beginnt meiner beim Auto: Einsteigen und Tür zumachen. Ich habe Platz, ich habe meinen Raum und die soziale Komponente (dank smartphone eh aus dem ÖV verschwunden) zelebriere ich mit meinen Mitstaukollegen. Ist perfekt.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, wie war das nochmals? Die Freiheit endet da, wo die der Anderen beginnt? Hier hört man in erster Linie „Ich, ich, ich“. Da bin ich lieber etwas sozial und werde als Gutmensch und Moralapostel betitelt. Ich emfinde das in diesem Zusammenhang als Kompliment, 😉

    • Marius sagt:

      Die abwegigsten Obermoralisten sind doch Autofahrer, die der Ansicht sind, jeder der sich um die Gesamtgesellschaft und Zukunft der künftigen Generationen und Menschheit etwas kümmert würde sie derart beschränken, dass ein Leben für sie ohne ihre Lärmabgasmaschine nicht mehr möglich ist. Dabei beschränken sie fortwährend ihre freien Mitmenschen durch Zustellen öffentlicher Flächen, Abgase, Lärm, Stau, Agression etc. mit ihren Geräten, anstatt sich selbst etwas in die Gesellschaft zu integrieren.

      • Frank Baum sagt:

        Marius, Sie haben den Begriff „Moralist“ nicht verstanden. Moralisten sind Leute, die über andere urteilen (was einer pluralistischen Gesellschaft zuwider läuft). Früher konnte man den Konservativen und den Erzkatholiken vorwerfen, über andere Menschen abwägig zu urteilen. Heute kann man feststellen, dass die ÖV-Fanatiker diese Intoleranz auf eine ganz andere Spitze getrieben haben als dies die Konservativen je taten. Die Engstirnigkeit dieses Artikels illustriert das Problem eindrücklich.

        • Reda El Arbi sagt:

          Also ist es Unrecht, etwas zu thematisieren, dass einem Grossteil der Stadtbevölkerung zum Nachteil gereicht? Hm, dann sind es auch Moralisten, die Drogenkonsum anprangern? Und andere Verhaltensweisen, die der Gemeinschaft zum Nachteil gereichen? Sonst wärs doch Heuchelei …

          • Frank Baum sagt:

            Ist es unrecht, etwas zu thematisieren, was einem Grossteil der Stadtbevölkerung (was zu beweisen wäre) zum Nachteil gelangt? Nein. Sind Leute, die Drogenkonsum und andere Verhaltensweisen, die der Gemeinschaft zum Nachteil gereichen, auch Moralisten? Das hängt davon ab, wie sie es tun und worauf sie abzielen. So wie Sie hier an das Thema herangegangen sind, sind Sie ein Moralist (und egal, wie Sie das drehen wollen, es ist kein Kompliment). Moralisten stehen den Lösungen im Weg. Wenn es nur um Nachteile geht, dann kann man die benennen und mit anderen Vorteilen und anderen Interessen abwägen. Wenn man aber über andere Urteilt, dann geht das eben nicht mehr. Wie Sie sich erinnern mögen: die Lösung des Drogenproblems erreicht man nicht, indem man über Drogenabhängige urteilt.

          • Lukas Aeschbacher sagt:

            Man kann durchaus thematisieren ohne zu moralisieren, aber Dein Artikel tut eindeutig letzteres. Aber ja, auch moralisieren ist erlaubt. Angemessen wäre es allerdings, wenn Moralisten ihr Tun auch als solches erkennen und akzeptieren würden – aber wie so oft: Moralisieren tun generell nur die anderen.

            Ja, die meisten, die Drogenkonsum anprangern, tun dies in einem moralistischen Ton. Insbesondere diejenigen, die Alkohol tolerieren oder gar selber konsumieren – hier kommt dann noch eine Portion Doppelmoral hinzu.

            Ab wann gereicht etwas „der Gemeinschaft“ zum Nachteil? Wenn einer es tut? Wenn 51% es tun? Das Schikanieren des MIV gereicht auch der Gemeinschaft zum Nachteil, zumindest einem Teil der Gemeinschaft, oder gehören MIVler etwa nicht zur Gemeinschaft? Oder definiert sich die „Gemeinschaft“ am Ende gar als jene Gruppe von Menschen, zu denen ICH gehöre und die meine Interessen/Ansichten teilt? 😉

            • Reda El Arbi sagt:

              Tut mir leid, aber wenn jemand Lebensraum der anderen invasiv und penetrant verschlechtert, halte ich das für ein Übel. Und mit Lebensraum ist nicht der Verkehr gemeint, sondern die Orte, an denen Menschen leben. „Dann zieht doch woanders hin“ ist einfach keine mögliche Antwort. Das Recht auf anständigen Wohnraum steht nun mal über dem Recht, seine Dreckschleuder überallhin zu kutschieren.

          • Lukas Aeschbacher sagt:

            Elegant ausgewichen. Aber wenn Du diesen an sich validen Diskussionspunkt als Anlass zum Moralisieren nimmst… von mir aus.

            Ich habe selber über 20 Jahre in der Stadt gelebt, davon die meiste Zeit an stark befahrenen Strassen. Ich wusste allerdings immer im voraus, dass da viele Autos sind, und es wäre mir daher nie in den Sinn gekommen, mich darüber zu beklagen, denn sonst wäre ich gar nicht erst in die Stadt gezogen.

            Was puncto Lärm fast immer viel unangenehmer aufgefallen ist als Autos, waren die quitschenden Trams, das Heulen der Trolleybusse zusammen mit dem Klappern der Stromabnehmer, Roller/Motorräder, das Gröhlen des Besoffenen (Kr 4) und natürlich die Forchbahn (Zitat eines Besuchers: „Klingt und dröhnt, als ob ein Panzer durch Deine Stube fährt“).

            Luftverschmutzung ist wohl auch nicht mehr so das Thema, da die Luftqualität nachweislich immer besser wird. Ausserdem wäre der Hass der ÖV-Fundis auf den MIV kaum geringer, wenn dieser zu 100% elektrisch angetrieben wäre.

            Bleiben noch Platz und Unfallgefahr. Ich erwarte keine Vergrösserung des Platzangebots für den MIV, aber der real existierende Platzabbau ist halt realistisch betrachtet auch nicht wirklich zielführend (ausser, man verlegt Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeite etc aus der Stadt heraus). Von mir aus kann man gerne Strassen und Parkplätze in den Untergrund verlegen – kostet halt. Durch Reduktion des MIV und damit einhergehendes Mehrangebot des ÖV gäbe es weniger MIV-involvierte Unfälle – aber dafür umso mehr ÖV-involvierte. Unfälle wird es leider immer geben, solange es unachtsame, rücksichtslose, rechthaberische etc Menschen gibt.

            Wenn Du „Recht“ im juristischen Sinn meinst, dann habe ich sehr wohl das Recht, mich mit meinem Auto auf jeder öffentlichen Strasse frei zu bewegen, solange kein Fahrverbot besteht. Recht auf „anständiges Wohnen“ (was immer darunter zu verstehen ist), hat implizit zwar eder, aber es gibt kein explizites ANrecht auf „anständiges Wohnen“ in der Stadt. Aber vermutlich meinst Du das eh nicht im juristischen Sinn sondern berufst Dich auf Dein moralisches Recht…

        • Bea sagt:

          Herr Baum, also erstens müssen wir über die Scheinmoral sog. Konservativer nicht reden, denn diese wurde in der Menschheitsgeschichte nur zu oft unter Beweis gestellt, so dass man eigentlich vom Versagen des Konservativismus sprechen kann. Aber zugleich ist der Schutz der Umwelt und Respekt vor den Mitmenschen sogar wahrhaft konservativ wenn sie so wollen, somit dürften sie damit als unflexibler Konservativer nun gar kein Problem haben. Aber ich vermute es könnte doch in Wahrheit daran liegen, dass sie sich nur selbst der Nächste sind, ohne sich um ihre Mitmenschen zu kümmern.

      • Olaf Leuenberger sagt:

        @ Marius: Schon als Kind freuten wir uns, wenn wir in einen Stau gerieten, wenn wir mit der Familie unterwegs waren. Das hat etwas Soziales – alle sind durch diese Situation miteinander verbunden. Nur weil jeder in seiner Büchse sitzt, ist das nicht weniger verbindend, als wenn im Zug jeder vor sich hinstarrt. Aber ich fürchte, solche Gedanken machen sich selbsternannte Integrierte und Soziale wie Sie nicht.

        • Jonathan sagt:

          Ich erinnere mich noch an Zugfahrten mit der Familie wo alle für einander Zeit hatten und aufmerksam waren, miteinander redeten und Spiele spielten und dabei entspannt die Landschaft bewunderten, das ist sozial. Auch erinnere ich mich an die Autofahrten meiner Kindheit in den Urlaub, die weit stressreicher waren, alle achteten mehr oder weniger auf den Verkehr, der Fahrer ermüdete und hatte nur reduzierte Aufmrerksamkeit für die Familie, gefährliche Fahrsituationen aufgrund Baustellen und anderer Autofahrer waren nicht unüblich. Davon abgesehen könnten Autos auf Autobahnen zunächst noch zugelasssen sein, bis die Bahn luxuriös, innovativ und für alle bezahlbar umgebaut ist. In Städten haben die Kisten jedoch nichts zu suchen.

    • Christopher sagt:

      Herr Baum, dann haben Sie sich gewiss auch schon mal mit dem kategorischen Imperativ von Kant befasst? Sind Sie sich darüber im klaren, dass es alleine in der Schweiz ca. 1,3 Millionen Menschen gibt, welche mit einem Teil ihrer kostbaren Lebenszeit IHR Vergnügen querfinanzieren? Finden Sie das in Ordnung so? Niemand will prinzipiell den Autobesitzern die Freude vergällen. Das wünschen sich natürlich viele so herbei. Dann muss man sich nicht mit dem Problem befassen, sondern kann immer einen Spielverderber ausfindig machen. Googlen Sie doch mal z.b. http://www.Lärm.ch oder einfach nur Verkehrslärm.

      • Frank Baum sagt:

        Was hat der kategorische Imperativ von Kant mit der Geschichte zu tun? Welche 1,3 MIO Menschen finanzieren mit einem Teil ihrer kostbaren Lebenszeit mein Vergnügen? Wie tun die das?

  • K.Daver sagt:

    zum Glück hats neben den Sexboxen in Altstetten eine Tramhaltestelle, so kann ich mir das Benzingeld sparen und noch ’ne extra Nummer leisten..

    • Dani Winter sagt:

      Ein gutes Votum für die ÖV!
      Aber passt ein Tram in die Verrichtungsbox?

    • sepp z. sagt:

      darfst aber zu fuss nicht rein, sorry. nur autofahrer sind zugelassen.
      und das in rot-grün zürich…

      • Marcel Claudio sagt:

        Sepp Z. Und was machen dann all die Velofahrer, wenn der Trieb sie überkommt…arme Kerle – Sex auf dem Velo ist nicht jedermanns Sache…

        • sepp z. sagt:

          Musst halt bei der Frau Stadtpräsidentin vorsprechen mit deinem Anliegen.
          Schätze bloss, dass diese nicht allzu interessiert ist an Anliegen der Freier und Männer im Allgemeinen.

      • Florian sagt:

        Nur Autofahrer brauchen sowas. Da Velo- und ÖV-Nutzer sich in der Öffentlichkeit bewegen und noch miteinander kommunizieren, lernen sie sich noch auf normale Weise kennen und haben keinen Bedarf an solchen kommerziellen Angeboten. Autofahrer sitzen hingegen isoliert in ihren Gaskisten und müssen sich dann zwischenmenschliche Nähe wenigstens für kurze Zeit kaufen.

        • Dani Wegmüller sagt:

          Seltsam, wo haben dann die Damen ihre Kundschaft herbekommen bevor es Autos gab? Ach ja, damals gabs ja auch noch keine Prostitution 😉

          • Johannes sagt:

            Wir leben in anderen Zeiten, heute ist mehr Intelligenz im Spiel und die überwiegt bei den ÖV- und Velofahrern massiv, welche zudem attraktiver und sportlicher sind, weil sie sich mehr bewegen anstatt ihre Kisten auf dem Poslter breit zu sitzen. 🙂

          • John Wilson sagt:

            @Johannes: Velofahren mag intelligent sein, wenn Wetter, Topographie und Fitness stimmen (wobei sich letztere mit der Zeit von selbst ergibt).
            Was aber daran intelligent sein soll, sich mit Dutzenden, oft recht unangenehmen Zeitgenossen in eine enge Kiste mit unkomfortablen Sitzen sperren zu lassen um eine Strecke zurückzulegen, die man in kürzerer Zeit in einem bequemen Ledersessel mit Klimatisierung und Musik nach Wunsch absolvieren könnte, erschliesst sich mir nicht ganz.
            Was den Allerwertesten angeht: Der wird auf harten ÖV-Sitzen mindestens so breit…

          • Samuel sagt:

            Für Ausnahmefälle wie Schnee, Unsportlichkeit, Schwangerschaft steht ebenfalls der ÖV bereit. Zudem lässt sich in Zukunft an dessen weiterer Optimierung arbeiten, wie Fahrintervall, Bequemlichkeit, W-Lan, möglw. 1. und 2. Klasse etc. Derweil unterliegt der Hintern auf härterem Sitz weit besserem Training als im flatulenzwarmen Polster. Für die ganz unbelehrbaren und regelmässig allein im Auto die Städte Bereisenden hilft nur ein entsprechendes Gesetz. Zunächst sollen sich sich jedoch in einer Übergangsphase zumindest zu drei Personen im Auto zusammenschliessen müssen, um die Stadt passieren zu dürfen.

  • Dani Winter sagt:

    Der Schreiber hat offenbar noch keinen richtigen SUV gesehen 😉
    Ich sitze beim Schwätzchen an der Endstation auf derselben Augenhöhe wie mein Bussfahrer Kumpel, also ist die Aussage so nicht ganz richtig.
    Ich fahre als Ausgleich meine Kiste mit E85, ja das mit dem Gütesiegel, denn in der Schweiz wird das Bioäthanol aus Holzabfällen hergestellt und nicht aus Mais welches die armen Leute nicht zu essen kriegen. So bin ich viel lieber in einem klimatisierten und innerhalb dem Auto ruhigen Stau, als in der ÖV von Besoffenen, oder von irgendwelchen aggressiven Assis angemacht, oder von anderen Mit ÖVlern irgendwie per Handybelästigung malträtiert zu werden. Ausserdem kann man seine Fahrt auch ein bisschen planen um nicht dem Herdentrieb in den Stau folgen zu müssen.
    Sorry rot/grün, solange in der Schweiz das Autofahren noch erlaubt ist, werde ich da tun und zwar mit dem Gefährt welches ich für meine Bedürfnisse zu verwenden gedenke, wenn das nicht mehr geht, dann wandere ich aus und emittiere mein CO2 halt auf einem anderen Fleck auf dieser Erde. Ich bin ein Egoist, ich weiss, aber mir geht der „Das Klima geht den Bach runter, mach dich per Velo zu einem besseren Menschen“ Hype auf den Geist, nicht zuletzt weil zu viel gelogen wurde und wird.

    • Barbara Zürcher sagt:

      Lieber Herr Winter, auch ein E85-SUV trifft Kleinkinder am Kopf statt am Brustkorb und alte Leutchen an der Hüfte statt am Knie, mit entsprechend schwereren Folgen. Je grösser der SUV, umso verheerender die Schäden, die er im Fall eines Zusammenstosses bei Fussgängern anrichtet. Fahrer von grossen SUVs könnten genausogut die Fahne hissen: mir doch egal! Ja sicher fahren Sie vorbildlich und werden nie, nie ein Kind überfahren, auch wenn eines vor Ihnen auf die Strasse springt… Der Bremsweg nimmt mit der Masse leider auch zu. Persönlich halte ich es da mit der Aussage von Ken Livingstone: wer im Gedränge des Stadtverkehrs mit so einem Panzer unterwegs ist, ist (Rest zensiert, sonst wird dieser Kommentar zensiert).

      • Dino sagt:

        Weiss nich wie sie so drauf sind Frau Zürcher, aber ich fahre selten in Menschenmassen und wenn mit 50 jemand auf die Strasse springt, dann spielt die Fahrzeugwahl auch keine grosse Rolle mehr – obs dann ein windschnittiger Lambo ist, ein hochstelziger SUV oder ein Bus – an Bluthusten wird man so oder so leiden.

      • Dani Winter sagt:

        Liebe Frau Zürcher
        Was ich noch vergessen habe:
        Ein Elektroauto zieht (noch) keine 3 Tonnen. Und wenn, würde es sicher 10 x mehr kosten.
        Ich fahre wenn es nur irgend wie möglich ist, nicht in die Stadt, wozu auch, ausser die Verkehrsverplaner wollen das so.
        Sehe ich Kinder, und diese sehe ich besser da ich mehr Übersicht habe, fahre ich langsam und vorausschauend, denn ich bin mir des längeren Bremsweges bewusst. Wohl aber nicht gewisse Individuen welche telefonierend oder textend unvermittelt über Strasse latschen und dabei den Fussgängerstreifen nicht benutzen. Habe die die leidgeprüften Velofahrer bei Rot oder in nicht berechtigten Einbahnstrassen schon erwähnt? Auch diese Aussagen können von Buss- und Tramführern bestätigt werden.
        Das Argument mit der höheren Verletzungsgefahr lasse ich nicht gelten, denn bei den Unfällen wo ich als Ersthellfer vor Ort war, waren es ausnahmslos Kleinwagen, mit entweder älteren oder jungen unerfahrenen Lenkern welche das Grosi oder das Kind angefahren haben. Ich behaupte einfach mal, dass die Fahrer von richtigen SUVs die besonneren Fahrer sind, ich kenne auf jeden Fall keinen der rast.
        Aber ich sehe und kenne viele andere… Ausserdem steht ja seit einiger Zeit die ÖV als besonders gefährlich im Rampenlicht. Stichwort Glattalbahn. 😉
        Wenn jeder den andern akzeptieren, und ein bisschen Verantwortung für den anderen zeigen würde , wäre dieser Blog und viele andere Bösartigkeiten so ziemlich überflüssig.

    • Marius sagt:

      Gelogen wird wohl in erster Linie von Konsumhedonisten und weniger kritischen Velo- und ÖV-Nutzern. Ein für die Menschenheit Giftstoffe absonderndes Auto ist nicht umweltfreundlich, weil es zwei Liter fossilen Treibstoff, auf nur 100km, weniger verbraucht. Ein SUV in der Innenstadt stände für mich dann grds. für Hirnlosigkeit.

      • Dani Winter sagt:

        Marius,
        Ich habe nie behauptet dass es besonders umweltfreundlich ist. Ich habe nur von Ausgleich geschrieben. Und wenn Konsumhedonismus meine Lebensform wäre, dann ist sie genauso berechtigt, wie die welche sonst so für andere zum aufzwingen vorgesehen wären. Mit dem kleinen Unterschied, ich lästere nicht über andere Lebensformen solange sie mich in Ruhe lassen.
        Wobei ich nicht zwei Liter weniger fossile Treibstoffe verbrenne, sondern 3 Liter insgesamt auf 100 KM (Innerorts, ausserots ist die Bilanz bessert) also insgesamt noch kein Atomelektroauto, aber im Bezug auf die fossilen Energieträger besser als manches Kleinfahrzeug.

        • Marius sagt:

          Das ist kein Argument. Schließlich hielte ich es auch für absolut nachvollziehbar, wenn andere über mich lästern würden, wenn ich den ganze Tag auf meiner Wiese Blattwerk verbrennen würde und dabei einen Presslufthammer laufen lasse, zudem mit meinem umfassenden Blattwerklager die Bürgersteige blockieren würde. Nicht anders wirken die Auto genannten hedonistischen Verdreckungsmaschinen auf die Umwelt und Mitmenschen insbesondere in den engen Städten. Folglich ist absolut nachvollziehbar, dass man solch asoziales Verhalten von einem wahrhaft freiheitlichen Standpunkt, der auch die Freiheit und Existenz der Mitmenschen und Umwelt respektiert, nur umfassend kritisieren kann.

    • hans fallada sagt:

      oder weil du weisst, dass es richtig wäre, du aber einfach zu faul bist?

  • Reda El Arbi sagt:

    Kurze Grundsatzfrage dazwischen:

    Ist es denn etwas Erstrebenswertes, etwas Gutes, ein Auto zu besitzen und zu fahren? Ich meine über den einfachen, praktischen Nutzen hinaus.

    • nemo sagt:

      kurz antwort dazwischen: „für mich nein!“
      Kurze philosophische Retourfrage: „Welcher Konsumgüterbesitz ist erstrebenswert und gut?“

      • Dino sagt:

        @nemo: Jeder Konsumgüterbesitz bzw. Kauf ist gut weil dies Arbeit und Wohlstand generiert. Basics of Supply Chain – bäm!

        • Simon sagt:

          … und weil’s auf der Welt ja genug Rohstoffe gibt, dass wir Alle immer weiter Arbeit und Wohlstand generieren können, geht die Rechnung voll auf.
          Oder etwa doch nicht?

          • Dino sagt:

            Ja dann sagen Sie sich von all dem los und hausen wieder in einer Höhle. Als erstes sollten Sie sich dem PC entledigen den Sie gerade benutzen. Ich geh dann mal weiter arbeiten um Rohstoffe zu nutzen, widerverwerten und neue zu entdecken.

    • Gianna sagt:

      Irgendwie doofe Frage:
      Weil welches Gut ist schon erstrebenswert zu besitzen?
      Ein Mac Pro, das iPhone? Das Fixie? Das 5. Paar Sneakers desgleichen Modells, ABER hey (!) in anderer Farbkombination?
      Ich habe kein Auto, wohne in der Stadt ZH (privilegiert) und besitze oben genannte Dinge.
      Wir besitzen doch alle Dinge, ich behaupte sogar die meisten Dinge, die wir haben, deren Nutzen über den einfachen, praktischen Nutzen hinausgeht.

      Ich finde, es darf erstrebenswert sein, ein gutes Auto haben zu wollen und zu fahren. Genauso, wie ich meine Sneakers noch in mind. 4 weiteren Farben will. (Und dann gehe ich mir gleich noch ganz viele Bikinis im H&M -Ausverkauf holen. Yeah.)
      Weisch wieso?

      Weil es Vergnügen bereitet!

      • Ivo P. sagt:

        Reicht denn der einfache, praktische Nutzen nicht?!

      • Marius sagt:

        Mir ist eine attraktive intelligentere Frau mit einfacher unscheinbarer ökologischer Kleidung die mir Vergnügen bereitet, mit ihrer Gesellschaft und womit auch immer sonst, lieber, als eine nur aufgrund simplen massenhaften unkritischen Konsums dauervergnügte.

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        So etwas wie Vergnügen kennen die Ökofundis nicht – und das sieht und merkt man ihnen auch an. Wäre an sich egal, aber leider setzen sie alles daran, ihre morbide Ideologie allen aufzuzwingen und somit alles Vergnügen abzuwürgen.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, genau! Am humorlosesten und absolut spassbefreit haben in all den Kommentaren hier nur die „freien Bleifüsse“ reagiert 🙂

          • Lukas Aeschbacher sagt:

            Echt? Ich habe genau den umgekehrten Eindruck. Naja, ist wohl Ansichtssache. Ich kann mir allerdings schon vorstellen, dass das Zerpflücken von moralinsaurer Polemik mittels stringenter Argumentation ziemlich spassbefreit rüberkommt. 😉

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, wenn Sie mit jetzt noch irgendwo die stringente Logik in Ihrer oder anderer Argumentation zeigen, werd ich applaudieren, ich schwör! Wirre Behauptungen und aus der Luft gegriffene Zahlen reichen übrigens nicht. 😉

          • Lukas Aeschbacher sagt:

            Wer ist hier humorlos und spassbefreit? Mann… 🙂

          • Henriette sagt:

            Auch ich habe den Eindruck, stringente Logik ist nicht so Sache der meisten Autofahrer, aber das liegt in der Natur der Sache. Wer andere notorisch mit seinen Lärm- und Abgasmaschinen penetrieren möchte, kann es nicht so mit Logik und Freiheit haben.

    • Pascal Jäggi sagt:

      Nein, aber der einfache, praktische Nutzen reicht mir völlig…

    • tststs sagt:

      Ja es ist etwas Gutes ein Gut zu „besitzen“ (nicht per se, aber durch/wegen gesell. Konsens). Ganz besonders beim Auto: ich bin stolze Besitzerin und nicht Leaserin 😉

    • mARKUS b sagt:

      Auf diese Antwort gibt es keine richtige und falsche Antwort, muss jeder für sich selber und nach seinen möglichkeiten beantworten. Dem einen kann es nicht Billig genug sein, mir kann es nicht Leidenschaftlich genug sein, ander bevorzugen den Luxus, Perverse suchen das Gedränge.
      Und ja, ich finde es erstrebenswert ein altes Auto zu restaurieren und vom Schrottplatz zurück auf die Strasse zu bringen, stolz mit seiner Arbeit herumzukurven, ja sogar extra den längeren weg fahren.
      Oder ist es erstrebenswert wenn ich das Geld einfach auf dem Konto liegen lasse? (Beim Spenden komme ich mir blöd vor, da hätte ich ja von Anfang an frei nehmen können, somit weinger verdienen und auch gleich weiger steruern bezahlen.) Kann ja am schluss nichts mitnehmen, aber ein paar gut restaurierte Autos hinterlassen und spass gehabt haben.
      Aber mal ehrlich, was ausser Wasser Luft und Essen ist überhapt erstrebenswert? Niemand braucht die Elektronik von heute, oder die Industrie, aber jeder nimmt sich gerne seinen Teil der ihm gefällt. Leben und Leben lassen, und nicht Leben und verbieten so wie es in der Stadt Zürich gang und gäbe ist.

    • Frank Baum sagt:

      Ist es etwas Erstrebenswertes, ein Auto zu besitzen? Ja. Es macht Spass. Es gibt sehr schicke und sportliche Modelle. Es gibt ganze Zeitschriften, die darüber berichten.

      • Reda El Arbi sagt:

        Naja, nur weils ZEitschriften gibt, die darüber berichten, muss es noch nicht gut sein. Es gibt Zeitschriften zu jedem Thema. Das beweist nur, dass man als Konsument lohnenswert ist.

        • Frank Baum sagt:

          Wenn der Tagi einen Züritipp heraus gibt, heisst das dann lediglich, dass die Leserschaft als Konsumenten lohnenswert sind? Vielleicht heisst es auch, dass das Thema interessiert. Vielleicht gibt es aus dem selben Grund Zeitschriften über Autos. Den Leuten gefallen die Autos. Vor allem weil diese Schick sind und weil es eben Trends gibt – genauso wie bei der Mode. Autozeitschriften sind von demher näher bei Modezeitschriften als bei einer Computerzeitschrift.

          • Reda El Arbi sagt:

            Wenn der tagi keine Werbung mehr verkaufen kann, gibts keinen Tagi mehr. So einfach ist das. Leser bezahlen schon seit Jahrzehnten keine Zeitungen mehr, es ist die Werbung, die Magazine finanziert.

          • Frank Baum sagt:

            Die Werbung mag den Tagi finanzieren. Sie tut es nur, weil sich die Leserschaft für den Tagi interessiert. Interessieren sich die Leute nicht mehr für den Tagi, will keiner mehr Werbung darin platzieren und der Tagi ist pleite. das gleiche gilt für die Autozeitschriften. Leute interessieren sich dafür. Und eben: wenn man sich so ein Ding anschaut, dann sieht man, dass es eher emotionale Seiten anklingen lässt als z.B. eine Computerzeitschrift, obwohl beide Zeitschriften letztlich von technischen Geräten handeln.

            • Reda El Arbi sagt:

              Bitte erklären Sie mir nicht, wie Medien funktioinieren. Wenn die Leserschaft keine Kaufkraft hat und man ihr in der Umgebung der Inhalte keine Produkte verkaufen kann, ist es total egal, wie „interessant“ der Inhalt ist. Sie scheinen ja auch auf die „Auto = Freiheit“-Kampagne der Industrie hereingefallen zu sein. Das funktioniert auch mit Smartphones, dei man will, obwohl das eigene noch funktioniert und seinen Dienst tut.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            @ Reda: Zu den „Humorlosesten und absolut Spassbefreiten“ zählst hier meiner Meinung nach du ganz klar dazu. Du schreibst schön von Streitkultur und Meinungsbildung – aber erklären lassen wills du dir auch rein gar nichts. Auch auf vernünftige Argumente gehst du nicht ein, wenn sie nicht in deine Linie passen.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ok, bis jetzt hab ich noch keine harte Fakten gehôrt, nur ein Aufschrei der Empörung. Wenn Sie mir darlegen, wo übermässiger Privatverkehr, jeder einzeln in seinem Auto, irgendwie gut für die Stadt und ihre Bewohner ist, werd ich zuhören. Und ja, ich bin grundsätzlich anderer Meinung als Sie.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            @ Reda: Du machst es dir zu einfach. Ich glaube, dass wir gar nicht unbedingt so eine andere Meinung haben. Ich finde es schade, dass sich die Diskussion hier um Ökofundis und Erzkonservative dreht. In meinem Herzen bin ich grün. Doch grün sein bedeutet für mich auch, für den Menschen zu sein, ich erachte ihn als Teil der Natur, ob er will oder nicht. Es ist eine philosophische Frage. Welche Bedürfnisse darf der Mensch haben, wie soll er sozial und ökologisch verträglich leben. Das sind die spannenden Fragen, die hier auch schon mehrfach aufgegriffen wurden. Oder die emotionalen Argumente, die für ein Auto sprechen: Soziale Stärke, Schwäche (weshalb sind so viele Arbeitnehmer in psychiatrischer Behandlung?), das Freiheitsgefühl, das Gefühl, es werde mit dem Moralfinger auf einen gezeigt, wenn man etwas tut, das rational betrachtet unsinnig ist. Doch leider ist der Mensch nicht ein rationales Wesen. Und ich glaube, das ist auch gar nicht immer so schlecht. Mir kommt da der Film Demolition Man in den Sinn, der zugegebenermassen ein Holywood-Trash-Movie ist, aber in seinem Ansatz doch nachdenklich stimmend. Weshalb gehst du nicht auf die Pferdekutschenargumente ein oder auf all jene, die Elektroautos fordern und das Auto nicht zwingend mit Macht und Prestige in Verbindung bringen?

            • Reda El Arbi sagt:

              Wenn Pferdekutschen und Elektroautos unsere Stadt verstopfen, werde ich gerne darüber diskutieren. Zur Zeit sind es noch einzelne Personen in ihren Benzinautos.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            Es sind hier eben nicht nur harte Fakten, die zählen, sondern auch ganz viel Emotionales. Bin ich in einer „Auto-Familie“ aufgewachsen, sehe ich es vermutlich anders, als wenn ich Eltern habe, die mit dem Zug in die Ferien fuhren.

    • daniela. p sagt:

      nein, es ist nicht erstrebenswert und gut. aber es ist umweltschonender, mit der familie in ein nachbarland mit dem auto in die ferien zu fahren, als irgendwohin zu fliegen. wenn man fliegt, dann muss man einfach erstmal ganz ganz ganz lange ganz ganz still sein

  • berner sagt:

    Lebe seit 1995 in der Stadt. resp vor drei Jahren sind wir aufgrund der Kinder in die Agglo gezogen da wir in der Stadt nichts preiswertes gefunden haben. In all dieser Zeit hatten wir nie ein eigenes Auto. Zur Arbeit mit dem ÖV, wenns braucht Mobility und sonst ein Mietauto. Bin sicher das wir dazu noch tausende von CHF gespart haben in all diesen Jahren.

    • Alo sagt:

      Bravo, wir müssen Ihnen jetzt wohl alle zu Ihrem bescheidenen finanziellen Erfolg im Leben gratulieren, oder? Es ist nicht schwer, auf das Auto zu verzichten, wenn es einem sowieso zu teuer ist.

  • Beat sagt:

    Sozial sind nur ÖV- und Velofahrer. Gerade einzelne Autofahrer sind Hedonisten, die ihr eigenes Wohl vor das aller stellen, indem sie die Verschmutzung, den Stau und Stress aller für ihre eigenen Bedürfnisse provozieren. Autos gehören auf die Autobahn. In Städeten sind nur ÖV und Velos sozial und tragbar.

    • Markus sagt:

      Autobahnen können genau so gut in der Stadt gebaut werden, schon sehr arrogant zu sagen, bei den anderen sollen Autobahnen gebaut werden, aber nicht bei mir. Stau und Stress wird von den Links/Grünen künstlich erzeugt. Kein Auto verschmutzt irgend etwas. spätestens wenn E-Autos überhand nehmen, ist das letzte noch so kleine Argument gegen das Auto vernichtet.

      • Beat sagt:

        Meinetwegen Autobahnen auch interirdisch, jedenfalls nach derzeitigen Stadt-Land-Konzeptionen sind Autobahnen am Rande der Stadt, zumal sie oberirdisch heraus und über Land führen und gerade darin ihre originäre Funktion finden, einzig sinnvoll. Elektroautos sind klar zu forcieren, doch auch sie sind für Einzelpersonen in Innenstädten fehlplatziert, verursachen Stress, Stau, Parkplatzmangel und unnötigen Energieverbrauch, daher dürfen in Innenstädten nur Fahrzeuge fahren, die mit wenigstens drei Personen besetzt sind.

        • Reto sagt:

          Vielleicht braucht der Mensch auch ein bisschen Stress. Sonst gäbe es ja nichts mehr zu motzen, nicht wahr?

      • Reinhard Fuchs sagt:

        „Kein Auto verschmutzt irgend etwas“ Ich glaub mit der Ansicht stehst du ziemlich aleine da lieber Markus. Der MIV ist nachweislich die grösste Quelle der Luftverschmutzung der Stadt Zürich.

        • Markus sagt:

          Meine Ansicht ist nicht sehr verbreitet, aber deswegen nicht falsch. Die Mainstream Medien indoktrinieren täglich, dass das Auto dreckig ist und der ÖV sauber. CO2 ist aber kein Dreck und auch kein Gift, ob CO2 dem Klima schadet darf auch bezweifelt werden, die Grünen behaupteten ja auch der Wald sterbe, was er nachweislich nicht tat. Der ÖV braucht auch Energie und das nicht zu knapp. Ein Zug hat eine Leistung von 5000-18000 PS und einen entsprechenden Stromverbrauch und erzeug sehr viel Dreck (Feinstaub) ist der Zug nicht min 50% ausgelastet ist das Auto umweltfreundlicher, das immer min 20% ausgelastet ist. Das gleiche gilt für Tram und Bus. Das Velo ist in Sachen Umweltschutz sicher gut, nur ist die Transportleistung sehr mager, es lassen sich nur kleine Strecken und langsame Geschwindigkeiten erreichen. Die Wetterabhängigkeit machte es schlussendlich zum Lifestyl Verkehrsmittel, wer möchte schon verschwitzt oder verregnet am Ziel ankommen? Bei Schnee und Regen gibt es auch in Zürich kaum Velofahrer, müssen Velofahrer dann nicht zur Arbeit?

          • Reda El Arbi sagt:

            Ah, ein Klimawandel-Leugner! Endlich! Wenn Sie jetzt auch noch denken, dass Gott unsere Erde vor 6000 Jahren erschaffen hat und die Evolution nie stattgefunden, dann dürfen Sie sich zu den anderen Klimawandel-Leugnern im US-Bibelgürtel gesellen, die hätten Freude.

          • Markus sagt:

            Sind vielleicht Sie der Klimaleugner? Mich erinnern die Links/Grünen an Weltunterganspropheten, die ständig das Datum des Weltuntergangs verschieben müssen. Übrigens, ich bin Atheist

          • Alo sagt:

            Ah ein Ketzer! Pfui! Solche Dinge darf man gar nicht erst diskutieren! Über das Argument, dass der ÖV (wie er jetzt daherkommt) gar nicht so umweltfreundlich ist, darüber diskutiere ich gar nicht – wehret den Anfängen! Das führt letztlich auch nur zu Ketzerei!

            Ich denke selber, es ist sicherlich besser, wenn wir vernünftig mit unseren Ressourcen umgehen. Aber ob die menschengemachte Klimaerwärmung gegenüber der natürlichen Klimaschwankungen auf der Erde über hunderte von Jahren wirklich einen grossen Unterschied macht, das ist alles andere als gesichert.

  • Reinhard Fuchs sagt:

    Danke El Arbi, du und insbesondere die KopfindenSand ischmirdochglich SUV Juhee Trötzlifraktion haben mich zu meiner eigenen Trotzreaktion inspiriert, ich habe mich soeben als Mitglied beim Club der Autofreien und beim Verein Umverkehr eingeschrieben und hoffe das meine Mitgliederbeiträge dazu beihelfen, den MIV in der Stadt zu reduzieren. Merci

    • Reinhard Fuchs sagt:

      P.S. Hab gleich die Kombi mit VCS Mitgliedschaft gebucht.

      • Markus sagt:

        Und ich gründe den VVS (Verkehrsverein Schweiz). Ziel ist die Kostenwahrheit im ÖV und den Privatverkehr zu beschleunigen

        • Ivo P. sagt:

          Bravo! Mit diesem Geld einen Baum im neuen Zürcher Fussballstation zu pflanzen wäre wohl deutlich sinnvoller *lach* aber dank den höheren Beiträgen kann der VCS wenigstens endlich die Stiftungsrats-Honorare erhöhen 🙂

        • Reinhard Fuchs sagt:

          Machst du ja doch nicht, totzdem ist es lustig deine leicht paranoiden Kommentare zu verfolgen. Danke für die Unterhaltung und den Einblick in das Innenleben von schickanierten, dsikriminierten und „geschändeten“ Autofahrern 😉

  • Ivan Casale sagt:

    Gut geschrieben. Trotzdem. Etwas (sich selber) höher zu stellen indem man etwas (jemand) anderes erniedrigt, hat immer einen faden Geschmack. Die Preise für die Mobilität sind auf allen Ebenen zu tief (von SBB bis zum Velofahrer). Möchte trotzdem betonen, dass ich mich in dieser Stadt wohlfühle. Ich halte auch die zuständigen Beamten für sehr kompetent was die Stadtentwicklung anbelangt. IIRC – Politisch gesehen ist mit den Kreisen 1und 7 auch das Kapital meist auf der linken Seite ;), also wünsche ich mir von meinen Mitbewohner dieser Stadt einfach mehr Grösse und Toleranz. Ich hätte schon längst einen Herzinfarkt würde ich diese „Tugenden“ nicht besitzen (z. B. gegenüber den notorischen Trunkenbolden die um 3 Uhr nach Hause torkeln, den Einzylinder der um 11 durch die Strasse rasselt etc).

    Gruss,

  • Markus sagt:

    Macht es eigentlich Spass Autofahrer zu schikanieren und für künstlichen Stau zu sorgen, um dann aus dem bevorteilten Bus/Tram heraus die diskriminierten und geschändeten Autofahrer zu belächeln? Sie wissen ganz genau das Autofahrer absichtlich terrorisiert und behindert werden und der Stau künstlich erzeugt wird, das wurde von den Links/Grünen Zürcher Stadtpolitiker in der New York Times öffentlich und unumwunden zugegeben. Es werden Zeiten kommen, da werden solche Menschen für ihre Machenschaften bestraft.

    • hannes wanner sagt:

      jawohl,wutbürger m. hat gesprochen!

    • Marcus sagt:

      Es macht enorm Spass, Autofahrer zu schikanieren. Es müsste noch mehr in diese Richtung unternommen werden. Es werden Zeiten kommen, da werden Autofahrer gar nichts mehr zu sagen haben.

    • Josef Meyer sagt:

      Ja lieber Markus es macht tatsächlich Spass…probierens sie es doch mal selbst und lächen aus dem Tram auf geschändete Autofahrer. Was übrigens auch lustig ist, ist als Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen vor ein Auto latschen damit der voll auf d Klötz muss und wenn er sich nervt den Mittelfinnger hoch in d Luft zu strecken.

      • D. Blaser sagt:

        Primitive Aussage.
        Wird dieser Blog wircklich moderiert? Ich glaube nicht wenn ich sehe was hier für Post’s geschrieben werden, z.T. unterste Schublade.

        • Reda El Arbi sagt:

          Doch, der Blog wird moderiert. Sie sollten mal sehen, was wir alles NICHT durchlassen. Aber wir sind sehr zurückhaltend mit Zensur, und die meisten dämlichen Aussagen disqualifizieren sich ja zum Glück gleich selbst.

      • Markus sagt:

        Ich latsche mit vorliebe in der Rushhour vor den 32ger VBZ Bus, da regen sich dann glelich 100 leute auf, wenn der Chauffeur sich dann auch noch aufregt, grinsend den Vogel zeigen.
        @Markus, das ist aber nur für fortgeschrittene, die sich dabei nicht über den haufenfahren lassen:-)

      • Dino sagt:

        Ihnen, Herr Meyer, ist hoffentlich folgendes bekannt: Im Gesetzt steht geschrieben, dass ein Fussgänger nicht unvermindert auf die Fahrbahn laufen kann. Sie können das gerne versuchen aber irgendwann kann dann einer nicht mehr auf die ‚Klötz‘ vielleicht ist es dann ein LKW oder ein gelobter Bus mit seiner fussgängerfreundlichen Front – dann strecken Sie vielleicht etwas anderes in die Luft, aber genau solche Mittelfinger-Aussagen lassen darauf schliessen wie tolerant und sozial gewisse Mitbürger sind… eben nur wenn es in ihrem interesse ist.

        Auch Heuchler müssen irgendwann man sterben.

      • Dani Wegmüller sagt:

        So was kreuzblödes, riskiert Leben und Gesundheit um einen Autofahrer zu ärgern. Und wenn dann die Strasse nass war und er mit Beckenbruch im Spital liegt wird er sich sagen, dem hab ichs jetzt aber gegeben, dem blöden Autofahrer! Die Diskussionen zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr waren auch schon mal gescheiter.

      • Oskar sagt:

        Ja dann klatsch ich wenn Du unter den Boden gefahren wirst und schicke Deinen Angehörigen eine Glückwunschkarte!

      • Sven Kneuenbühl sagt:

        Wozu die Aufregung. Es macht eigentlich einen Riesenspass, die stadtzürcher ÖVlis zu demütigen und ihren Anti-Auto-Frust anzuheizen. Ein paar simple Grundsätze als Rushhour-Autofahrer dazu:

        – Minimiere Rotlichtanlagen, nutze den Quartierschleichverkehr
        – In der 30er-Zone wird 45 gefahren (also grad unter dem Briefabgabelimit)
        – Fahrverbote mit dem Zusatz „Zubringerdienst gestattet“, Ventil-Einbahnstrassen (5m Einbahn an der Kreuzung) oder Abbiegeverbote sind als Empfehlung zu betrachten
        – Parkiert wird, wo „Besucher“ draufsteht. Neuerdings auch via Park-U

        Resultat: Problemloses und bequemes Vorwärtskommen in der Stadt seit über zehn Jahren. Bussensumme in der Zeit etwa 200 CHF. Unzählige Stinkefinger gesammelt (und jeweils mit Kusshand beantwortet). Kein schlechteres Gewissen als rotlichtüberfahrende Velölis. Immer gelächelt, wenn die Arbeitskollegen rumnölten („…Mist, ich hab 45 Minuten von Wollishofen nach Oerlikon gebraucht weil irgendein Bus steckengeblieben ist…“).

  • tststs sagt:

    Und ich würde gerne eine neue Zeitrechnung einführen:
    „die gefühlte Minute“: für den überzeugten Autofahrer dauert eine 10-minütige-ÖV-Strecke idR 25 „gefühlte Minuten“ 😉

    • tststs sagt:

      Der fairnesshalber aber auch noch ein neues Krankheitsbild: Holzsitzverwirrung: Durch dauerndes unbequemes Sitzen und Quetschen des Steissbeines kommt es zur Blutzufuhrunterbrechung beim gemeinen ÖVler, somit bildet er sich plötzlich ein, dass so eine Fahrt im Tram ja viiiiel gemütlicher sei als im eigenen, gepolsterteten Auto 😉

    • Frank Baum sagt:

      Auch wenn ich auf vielen Strecken in der Stadt im direkten Vergleich langsamer voran komme als der ÖV so bin ich mit meinem Auto doch viel schneller dort, wo ich letztlich hin muss. Am Ende zählt nur das und natürlich der Komfort, den ich im ÖV nie finde.

      • Reda El Arbi sagt:

        Ja, die Stadtbewohner und der Rest der Welt ist völlig egal.

        • Frank Baum sagt:

          Die Stadtbewohner und der Rest der Welt sind mir genauso wichtig und egal wie Ihnen. Die Stadt lebt davon, dass andere Menschen vorbei kommen. Mobilität ist etwas Gutes. Sie bringt die Menschen zusammen. Sie sollte jedem nach seinem Gusto möglich sein. Die Anliegen der Stadtbewohner sollen dabei berücksichtigt werden aber letztlich sind diese Interessen auch nicht höher zu Werten als die Interessen derer, die in die Stadt kommen oder aus der Stadt heruas wollen.

          Was man zu Zürich sagen kann, ist, dass wir hinsichtlich Mobilität paradiesische Zustände haben. Sie finden kaum eine Stadt, in der der Verkehr besser rollt als bei uns. Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen müssen, ist die misslungene Umfahrungfsmöglichkeit. Die Fahrt durch die Stadt ist viel einfacher, schneller und bequemer als die Fahrt auf der Tangente, die für solche Strecken eigentlich angedacht war. Da haben wir einen Planungsfehler begangen. Den müssen wir beheben.

          • Reda El Arbi sagt:

            Ja, das werden wir nochmals besprechen, nachdem gleichviele Leute an Ihrem Haus vorbeifahren und vor Ihrer Haustür parken, die Strassen zu ihrem Wohnsitz verstopfen und Abgase durch ihre Wohnzimmerfenster blasen.

          • Frank Baum sagt:

            Dann brauchen wir nicht mehr darüber reden. Ich suche mir eine Wohnung aus, wo weniger Leute an meinem Haus vorbei fahren. Die hatte ich auch in Zürich gefunden, als ich noch in der Stadt wohnte. Ich bin nicht so engstirnig, anderen Leuten verbieten zu wollen, vor meiner Haustüre zu parken. Ich suche mir aber eine Haustüre aus, wo ich weiss, dass ausser Anwohner und Besucher kaum Leute zu erwarten sind. Wenn ich mich über die verstopften Strassen ärgern würde, würde ich mich für eine adequate Umfahrung stark machen. Witzigerweise sind genau jene gegen eine adequate Umfahrung, die sich über die verstopften Strassen in der Stadt ärgern. Der Grund ist auch einfach: es geht weder um verstopfte Strassen, Leute, die vor der Wohnung parkieren oder Abgase im Wohnzimmer. Es geht um Missgunst und Neid. Deshalb ärgern sich die ÖV-Fanatiker über die Autofahrer.

          • hans fallada sagt:

            ich bin nach wie vor überzeugt: für den motorisierten egoisten zählen in dieser debatte missgunst, neid und viel faulheit (denken und muskeln benutzen).

  • tststs sagt:

    Hätte auch noch ein bisschen „Ich-weiss-am-besten-was-Zürich-braucht“-Senf:
    An den Stadtgrenzen sollten 5-6 gigantische Parkhäuser gebaut werden mit einem Shuttleservice in die Innenstadt….

    Und apropos: Zürich ist sowohl Wohnstadt als auch Wirtschaftsstandort. Genauso wie bei den verschiedengearteten Verkehrsteilnehmer ist ein gegenseitiges Aufwiegeln auch hier kontraproduktiv….

    • Greatsheep sagt:

      Ja am besten ein paar schöne Aargauer- / oder sonstige Agglo-Dörfer platt machen für ein paar härzige Parkhäuser. 😉
      Ins gleiche Thema geht, dass gewisse Kreise absolut nichts dagegen haben, wenn ein Seetunnel vom Seefeld nach Wollishofen gebaut werden soll. Wirft man aber die Idee ein z.B. von Küsnacht nach Kilchberg oder Meilen nach Horgen bricht die verbale Hass-Hölle los, mit sehr unflätiger und primitiver Sprache, die selbst einem knallharten Zuhälter die Röte ins Gesicht treibt, dass SOWAS gar NIE geht; das wäre eine Zerstörung der Dörfer.

  • Cybot sagt:

    Klimaanlagen gibts im ÖV gerade mal seit ein paar Jahren, im Auto verbreitet seit 1-2 Jahrzehnten. Und schon hält es keiner mehr ohne aus. Wir sind echt am verweichlichen. Hauptsache es gibt etwas, worüber man sich beschweren kann.

    • Markus sagt:

      Ich habe ein oldtimer ohne Klimaanlage, hatte vorletztes Wochenende 52°C im Auto und kahm nassgeschwitzt in eine Verkehrskontrolle, da meinte der Polizist das ab 35°C der Mensch etwa gleich eingeschränkt ist wie mit 0.8promille Alkohol. Da sagte ich ihm das sei kein Problem, es läuft so viel schweiss in die Augen das ich eh nichts genau erkennen kann und mehr mit mit mir as mit dem Auto beschäftigt bin. Der hielt das anscheinend für ein Witz, lachte und wünschte mir eine gute Fahrt.
      Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mit dem Auto an dem Tag gar nicht fahren dürfen, anderseits so eine Majastätische Maschine will auch erlebt werden, und so gesehen ist der Sommer eh zu kurz.

  • Claudio sagt:

    Nach dem Lesen eines guten Teils der Beiträge möchte ich diejenigen Autofahrer die vom Stadt Zürich eine Umfahrung verlangen (wie z.B. Peter Müller, der darunter eine in-nerstädtische Verbindung zwischen Brunau und Milchbuck versteht) etwas erklären.
    Eine Umfahrung besteht bereits seit mehreren Jahren.

    Wir wissen allerdings, dass es angesichts des aktuellen Verkehrsaufkommens ungenü-gend leistungsfähig ist, das hören wir alle täglich im Radio.
    Soll man dafür die Stadtbewohner beschuldigen? Wohl kaum, da es sich um eine Natio-nalstrasse handelt. Es ist also Sache des Bundes zusammen mit dem Kanton der Eng-pass zu beheben. Tatsächlich arbeiten die kompetente Stellen auch dran:
    http://www.nordumfahrung.ch/ausbauprojekt/

    Warum erfolgte der Ausbau nicht bereits früher, um die unbefriedigende Situation gar nicht auftreten zu lassen? Vielleicht weil Kanton und Bund von den „notorischen Schika-nierenden“ links-grüne Politikern dominiert werden? Wohl kaum:
    http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2011/kantonsratswahlen2011/listen_parteien/parteistaerken_imkanton.html#a-content

    Vielleicht eher weil grosse, teure Projekte in der Schweiz schlicht und einfach nicht inner-halb von kurzfristigen Zeithorizonten realisierbar sind. Ein möglicher Grund dafür sind die partizipativen Möglichkeiten von verschiedenen Akteuren.
    Im konkreten Fall fällt die Gemeinde Wettingen auf – notabene: nicht zürcher Stadtquartier sondern Gemeinde Wettingen. Ihre legitim begründeten Aktionen verspäten den Ausbau der Umfahrung. Vielleicht weil Wettingen ein autofeindliches links-grünes-Nest ist? Wohl kaum:
    http://www.wettingen.ch/de/politik/legislative/sitzordnung/

    Irgendwann wird dann doch der Ausbau kommen und die Automobilisten werden sich auf der etwas freieren Fahrt freuen. Für immer und ewig? Wohl kaum. Der nächste Engpass kommt bestimmt, sei es ein paar KM weiter und an der gleichen, ausgebauten Strecke. Einfach ein paar Jahren später.

    • tststs sagt:

      Treffer – versenkt!
      🙂

    • Olaf Leuenberger sagt:

      Da scheint einer das Leben und die Welt begriffen zu haben… – nur war da nicht eher Weiningen statt Wettingen gemeint?

      • Claudio sagt:

        Klar, danke Herr Leuenberger!
        Weiningen und nicht Wettingen.
        An alle WeiningerInnen und WettingenrInnen, entschuldigt mir bitte die peinliche Verwechslung.

        Ob Weiningen doch ein linkes-grünes-Nest sei?
        Ich behaupte mal: wohl kaum.

    • Alo sagt:

      Die Stadtzürcher haben sich Jahrzehnte auch gegen Umfahrungsstrassen gewehrt. „Zürich ist gebaut“ war die Devise. Heute sind die SPler etwas baufreundlicher, sie stehen jetzt ja auch regelmässig auf der Lohnliste von Bauunternehmen

  • Ivo P. sagt:

    Kann mir mal jemand erklären, wieso der Weg mitten durch die Stadt via HB schneller ist als die Benutzung der Westumfahrung?! Was genau lief schief, dass auf der Westumfahrung gefühlte 20 Stunden Stau herrscht, man sogar abends um 21 Uhr in den Stau reinfährt?! Kann man denn so schlecht planen, dass nachwievor der schnellste Weg mitten durch die Stadt führt und nicht um die Stadt rum? Und wieso sehe ich meinen Tram-Anschluss, am Bahnhof Oerlikon, täglich bei der Einfahrt in den Bahnhof davonfahren? Klar kommt das nächste Tram in 14 Minuten, aber das ist ja sogar Zeit genug um den Freigenossen Velofahrern das grosse A-B-C der Verkehrsregeln zu erläutern… aber Hauptsache, wir sind alle so wahnsinnig fortschrittlich und ökologisch, und vor allem soooooooo tolerant! Eine 1-Zimmer-Wohnung für Fr. 2’500/Mt kann ich mir leider Gottes nicht leisten, zudem bin ich nun mal ein Landei und möchte nicht in der Stadt leben. Aber ich werde in der nächsten 14-Minuten-Wartepause am Tram-Bahnhof ein Rundschreiben an alle in der Stadt ansässigen Firmen entwerfen, und diese darum bitten, doch bitte ihren Standort aufs Land zu verlegen, damit die Städter endlich von diesem lästigen Verkehr verschont bleiben. Oder sollte ich einen Brief an die Einwohner der Stadt entwerfen und ihnen vorschlagen, wer sich vom Lärm und Gestank gestört fühlt, solle doch aufs Land ziehen?! Halt mit der Konsequenz, dass auf dem Lande die ÖV nicht derart gut ausgebaut sind und die Züge halt nur alle 30 Minuten verkehren und die nächste Bushaltestelle 3 km entfernt ist…. Eigentlich ist diese ganze Diskussion ja viel zu polemisch und sie ist mir au völlig egal, aber ich bin schon soooo gespannt auf Reda’s Antwort und welche Wörter ich wohl nun mal nachschlagen soll 🙂

    • Markus sagt:

      Volltreffer, nur kann es ihnen nicht egal sein, wenn ein paar renitente Städter die ganze Schweiz blockieren und schikanieren.

  • Olaf Leuenberger sagt:

    Auf die Autofahrer herunterschauen – das ist noch viel arroganter als Autofahren! Den letzten Tropfen Erdöl – und was sagst du, wenn wir in 10 Jahren mit Elektroautos fahren? Dann ist das asketische Argument auf einmal weg…

  • Reto sagt:

    “Everyone seems to have a clear idea of how other people should lead their lives, but none about his or her own.” Paulo Coelho

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, genau. Paolo Coelho-Zitate les ich auch immer auf Kalenderblättern oder Zuckersäckchen. Er ist sooo origninell. Und er hat die Verkehrsprobleme auch schon gelöst.

      • Reto sagt:

        Wusste nicht das du in deinem blog nach lösungen suchst. dachte es ginge um ironie und polemik?

        • Reda El Arbi sagt:

          Lieber Reto, Ironie und Polemik sind Werkzeuge und Stilmittel einer Diskussion. Die Diskussion soll nicht Lösungen finden, sondern bei der Meinungsblidung helfen. Meinungsbildung ist ein Prozess, der mit kognitiven Fähigkeiten verschiedene Argumente und Sichtweisen beurteilt und dann die überzeugendste wählt.

          • Reto sagt:

            ok sorry mein fehler. da dachte ich doch glatt du hättest dir deine meinung bereits gebildet und deshalb diesen artikel verfasst.

            • Reda El Arbi sagt:

              Geht ja nicht um meine Meinung. Ich nehme eine Position ein, die ich vertrete. Andere nehmen andere Postionen ein, die sie vertreten. Der Leser bildet sich eine eigene Meinung. Ist so ein demokratisches Prinzip. Ist gar nicht so kompliziert, imfall.

          • Eric sagt:

            Ironie und Polemik ja, aber bitte nur auf der Seite des Autors. Die anderen sollen ernst gemeinte Argumente bringen, die der Autor dann lächerlich machen kann. (Oder wenn er gerade in religiöser Stimmung ist, als ketzerisch verdammen kann).

      • Olaf Leuenberger sagt:

        Die Velo- und ÖV-Fahrer sind die Heilsbringer – Reda, du bist ein Gott!

        • Reda El Arbi sagt:

          Danke. Hab ich mir auch schon gedacht. Ich liebe diese sachlichen Diskussionen voller Wahrheit und schönen Argumenten.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            „Kalenderblättern oder Zuckersäckchen“ ist dagegen sehr sachlich, voller Wahrheit und schönen Argumenten… Doch zurück zur Diskussion: Hast du dir schon einmal überlegt, dass das Auto eine Weiterentwicklung der Pferdekutsche ist? Der Mensch wollte schon immer schneller vorankommen, als es ihm seine Beine erlauben. Und mit seinen Beinen kommt er –alleine– voran – die Natur muss also asozial sein…?

        • Marcus sagt:

          Olaf, solltest du nicht in der Schule sein? Deine Mama.

    • Benjamin S. sagt:

      Sehr schön.

  • tststs sagt:

    Hach, ich freu mich auf morgen, wenn die einzigen motorisierten Gefährte in der Innenstadt die 30m-Kutschen der Techno-nznznz-kraten sein werden und alle, egal ob Velöler, Fussstampfer oder Autöler den vorbeiziehenden Automobilen in rhythmischer Extase huldigen werden… und wir uns alle fragen, weshalb die Hölle erneut nicht zugefroren ist trotz autofreier Innenstadt 😉

  • Alfred Frei sagt:

    Schade, dass sogar du den Mythos weiterpflegst, dass sich VelofahrerInnen generell um die Verkehrsregel foutieren. Das ist doch sonst eher die Domäne von Helmut-Maria Glogger vom Blick am Abend. und auf dessen Tief Niveau wirst du ja kaum operieren wollen

    • Reda El Arbi sagt:

      Oh Gott, jetzt werde ich auch noch von Velofahrern angegriffen. Ich habs wirklich geschafft, alle gegen mich aufzubringen. Jetzt fehlen nur noch die Fussgänger. Aber, das mit den Velofahrern ist genauso übertrieben formuliert, wie das mit den Autofahrern. Polemik und eine Spur Ironie. 🙂

      • Eric sagt:

        Das ist doch der Sinn der Sache, oder? Möglichst kontrovers schreiben, damit es viele Kommentare gibt. Dafür werden Sie ja bezahlt (die Öko-Fundis selber bezahlen sie ja kaum…)

    • KMS a PR sagt:

      das ist kein mythos, das ist eine tatsache.

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Das dürfte dann wohl der erste real existierende Mythos sein.

      • Alfred Frei sagt:

        Ich verstehe schon Ironie, das Problem sind die Hassprediger, die allen Ernstes daran glauben und in den Blogs und Glogs und Kommentaren immer zahlreicher werden.

  • Gabriel sagt:

    Das finde ich schon interessant. Das Auto gegen den ÖV. Gerne möchte ich, dass wir in der Schweiz an die Umsetzung gehen von Autos und ÖV. Wie können wir diese beiden Transportformen integrieren? Könnte man nicht ein Teil der Strecke im Auto zurücklegen und ein Teil mit dem ÖV? Einige wenige Dienstleistungen gibt es schon SBB Park und Ride oder Mobility. Spannend würde ich auch finden wenn wir noch weitere Ergänzungen finden. Auto und ÖV sind eine gute Ergänzung zueinander. Wir dürfen die beiden Verkehrskonzepte nicht gegeneinander ausspielen. Es gibt Orte wo das Auto das bessere Transportmittel ist und an anderen Orten ist es Zug, Bus, Tram. Bitte liebe Leser unterstützen Sie alle Kräfte (egal welche Partei ,Ideeologie, Personen) welche diese Integration voranbringen. Vielen Dank für Ihre Unterstüzung.

    • Herr Meier sagt:

      Was Sie, lieber Herr Gabriel, übersehen, ist dass dieser Artikel im Stadtblogg veröffentlicht wurde. Hier stellt sich also nicht die Frage Auto oder ÖV im generellen, sonder was in der Stadt sinnvoller ist. Auch wenn das an einigen Stellen im Text nicht ganz ersichtlich ist, wird das hier bestimmt so gemeint.
      Und in der Stadt stellt sich diese Frage tatsächlich, da es für beides schlicht und einfach nicht genügen Platz hat.
      Wechseln wir den Kontext, und verschieben das ganze aufs Lande, so muss ich ihnen beipflichten. Auf dem Land macht der Motorisierte Individualverkehr weit mehr sinn als in der Stadt.

      • Markus sagt:

        @Meier, Sie haben etwas nicht richtig verstanden, Gabriel sagte: „Gerne möchte ich, dass wir in der Schweiz an die Umsetzung gehen von Autos und ÖV. Wie können wir diese beiden Transportformen integrieren“. Es geht also nicht nur um Zürich, sondern um die ganze Schweiz. Zürich ist nur eine Ortschaft in der Schweiz, dummerwiese haben die Bewohner von Zürich ihre Häuser an einem sehr wichtigen Verkehrsknotenpunkt gebaut, dafür können die meisten Schweizer auch nichts dafür, sehr woll aber die Zürcher. Wenn sie, wie sie sagen, es nur für ÖV oder Auto Platz hat, muss der ÖV platz machen. Mit dem ÖV kommen sie nur in der Stadt umher mit dem Auto kommen sie überall hin, sofern endlich die in der Stadt illegalen (Wegerecht) Fahrverbote aufgehoben werden. Selbstverständlich könnte Zürich aus der Schweiz austreten, müsste dann aber über Durchfahrts- und Überflugrechte verhandeln. Die natürlich nur auf Gegenseitigkeit beruhen kann.

  • Susann Gablinger sagt:

    Selbst für nicht – Pendler in die Stadt Zürich stimmen die Aussagen von Reda nicht:
    Zürich, Kreis vier – Seebach Fensehstudio: Dauer der Fahrt mit ÖV 40-50 Minuten
    Die selbe Strecke mit Motorroller: 12 – 15 Minuten, mit dem Auto: 15 – 20 Minuten
    Da muss man kein Rechenkünstler sein.
    Und lass jetzt ja PP und Staus weg. Es gibt da kreative Lösungen.
    Abgesehen davon, dass die Stadtregierung Staus im grossen Stil organisiert.

    • Walter Gerig sagt:

      Die Fahrpansuche unter zvv.ch ergibt für die Strecke Kalkbreite (Kreis 4) – Zürich Fernsehstudio in allen Varianten rund 30 Minuten während der Pendlerzeiten. Mit meinem Motorrad benötige ich vom Kreis 3 (Schmiede Wiedikon) nach Zentrum Oerlikon morgens um 7.30 regelmässig 20-25 Minuten. Zum Fernsehstudio könnte ich da ohne Weiteres noch 5-10 Minuten dranhängen. Soviel zum Thema „Schneller ohne öV“.

      • Susann Gablinger sagt:

        Welcher TV-Mitarbeiter setzt sich morgens um 7:30 aufs Motorrad…
        Da bin ich im Tiefschlaf, derweil sich in der S-Bahn…lassen wir das.
        PS. Walter Gerig, sie setzen voraus, dass der ÖV pünktlich ist. Die Erfahrung ist, dass der ÖV eben extrem Pannenanfällig geworden ist und nicht pünktlich. Also vergessen Sie Fahrpläne und setzen Sie auf die Realität. Au, noch was, sie rechnen nur die reine Fahrzeit, zur Kalkbreite oder wohin auch immer müsste ich zu Fuss gehen, also nochmals fünf Minuten. Das Motorrad steht vor dem Haus, das Auto in der Tiefgarage….

        • Walter Gerig sagt:

          Wenn Sie fair sind, Frau Gablinger, beziehen Sie auch die Ereignisse auf der Strasse mit ein: Wenn es morgens auf der Hardbrücke kracht, können Sie zwar über andere Wege mit dem Auto ausweichen. Diese Routen sind dann aber sehr schnell überlastet und Ihre Stadtfahrt dauert dann auch tagsüber wesentlich länger. Und wenn der Gubristtunnel wieder mal dicht ist und die Stadt als Transitroute dienen muss, herrscht den ganzen Tag über in Zürich Stossverkehr.
          Den Verspätungsstatistiken des öffentlichen Verkehrs können Sie entnehmen, dass weniger als 10 % aller Züge und sogar unter 5 % aller Trams und Busse mit weniger als 3 Minuten Verspätung unterwegs sind. Wenn Sie, wie in Ihrem Fall, die Stosszeiten meiden können, steigt die Pünktlichkeit gar auf über 95 % an..
          Apropos einsteigen und losfahren: Irgendwann muss Ihr Auto betankt, gewartet, müssen Scheiben gereinigt oder gar gekratzt werden usw. Auch diese Zeit sollten Sie fairerweise berücksichtigen.
          Ich wünsche Ihnen gute Fahrt, wenn Sie das nächste Mal wieder den öV benützen!

        • Beat sagt:

          Lieber scheinbare 5 Minuten sparen, als auch mal an die Umwelt denken. Stattdessen Tonnen Kohlendioxid in die Luft blasen und fossile Energieträger verbrauchen, um den eigenen schwerfällligen Leib ohne eigene Bewegung in die Bürokiste zu schieben.

          • D. Blaser sagt:

            Kennen Sie Fr. Gablinger persönlich? Nur wegen schwerfälligem Körper und so. Es bitzeli Ahmassend, nöd?

  • Sam Gerber sagt:

    Ich habe das Privileg, auf dem Land – sogar auf einem Berg – wohnen zu dürfen. Selbstverständlich mit Auto, ohne geht’s nicht. Die achso Umwelt- und ÖV-liebenden Städter zeigen auf dem Land ein ganz anderes Bild. Hier erleben wir die „Agglo’s“ von ihrer anderen Seite: kein Meter zu Fuss, Auto gleich im Wald neben der Feuerstelle parkieren, Fahrverbot und Privatparkplätze missachten. Sobald irgendwo eine Parkgebühr erhoben wird, wird „wild“ im Gelände parkiert. Dazu kommt das „Littering“, irgendein Idiot räumt meinen Müll schon weg, zuhause haben wir Sackgebühr und hier kann man es im Wald liegen lassen. Liebe Städter – Ihr würdet staunen, wie Ihr im Umland wirkt!

    • Oliver sagt:

      hahah, Städter haben gar kein Auto und einen Zürcher kriegt man sowieso nicht aus der Stadt, da muss ein Missverständniss vorhanden sein

      • Roland S sagt:

        kenne ich auch, das sind die die die Private Grillplätze am Waldrand von öffentlichen nicht unterscheiden können, Abfall einfach herumliegen lassen und wenn man die Autonummer nachschlägt kommt eigentlich immer eine Adresse aus der Stadt Zürich. (Warum soll auch einer der auf dem Land lebt auf land fahren?)
        Wenn man dann hingeht, ungefragt das Feuer löscht und sie des Platzes verweist werden sie noch frech. Will man eine entschädigung fürs verbrannte Holz sind Drohungen aller art recht.
        Allgemein erlebe ich Städter als agressiv sich immer im recht fühlend.

        • Reda El Arbi sagt:

          Wahrscheinlich eher Kanton Zürich, nicht Stadt Zürich. Aber egal.

          • Alo sagt:

            Ja, diese Leute gibt es in der Stadt Zürich nicht. Die Stadtzürcher haben ja gar keine eigenen Autos immatrikuliert. Die Karten für die blauen Parkplätze sind alles für Aargauer, die einen Stadtzürcher Paten gefunden haben, der für sie ein Auto und einen Parkplatz zur Verfügung stellt…

            Stadtzürcher gehen nicht in die Natur, die sollte geschützt werden und vor der Menschheit geschützt werden!

      • Marc Hediger sagt:

        da muss ich aber sehr lachen oliver! gehen sie mal in die berge am weekend. sie würden sich wundern wie viele STADTzürcher sich da tummeln. 😉 ich weiss das aus erfahrung, glauben sie mir. ich rede mit vielen menschen. viele mit zürcher dialekt kommen aus der stadt zürich oder umland.

  • mike sagt:

    Sozialisierung und Verallgemeinerung sind in Europa im Trend. Da passt auch der Beitrag von Reda El Arbi in einem Massenmedium zur hochjubelei des öV dazu. Ist doch so einfach, solche Artikel zu schreiben, wenn man mit dem Zeitgeist mitschwimmt.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, genau, ich bin ein Zeitgeistopfer. War ich schon damals, mit 18, als ich mich entschied, keinen Führerschein zu machen. Und ÖV ist eigentlich böse, nur erfunden, um den armen Autofahrern den moralischen zeigefinder vorzuhalten. Eigentlich sind alle Autofahrer Opfer. Opfer der linksgrünen Verschwörung, Opfer der Klimaerwärmungslüge und Opfer der egoistischen Fussgänger oder Stadtbewohner. Mein Mitgefühl haben Sie, ehrlich.

      • mike sagt:

        Komisch, ich habe weder von Rot/Grün, noch von Klimaerwärmung noch von armen Autofahrern geschrieben. Aber wenn Sie innerhalb diesen Fronten denke, dann überrascht mich das nicht. Und eben, passt zu Ihrer politischen correctness.

        • Reda El Arbi sagt:

          Nun, das nennt man ironische Überspitzung und gehört allgemein zur Diskussionskultur.

          Aber ehrlich, politische Korrektheit hat mir schon lange niemand mehr vorgeworfen 😉

          • mike sagt:

            ja, so sehen Sie…heute sind Sie politisch korrekt und 1980 war ich es…bin gespannt wie lange es noch geht bis auch Sie merken das sie im aktuellen main stream mitschwimmen

            • Reda El Arbi sagt:

              Naja, nur weil etwas Mainstream ist, heisst das nicht das es falsch ist. Wenn immer gegen den Strom schwimmt, definiert man sich genau gleich über die Strömung, wie wenn man mit dem Strom schwimmt. Ein Reflex ist nicht freier als der Impuls. und 1980 war ich politisch extrem 🙂

          • Peter Müller sagt:

            Es ist wunderschön die Antworten von Reda El Arbi zu lesen. Mike sie haben es sehr gut zusammengefasst: „Getroffene Hunde Bellen.“ Für seinen Artikel gibt es keine sachlichen Gründe und Fakten, weshalb er zur Polemik und Provokation greift. Es geht hier nur um seine eigene Ideologie und wer diese nicht teilt, ernetet seine Kommentare.

            • Reda El Arbi sagt:

              Dies ist ein Blog, und wir diskutieren IMMER mit. Interaktion und Meinungsbildung sind Teil des Konzepts. Wenn ich andere Meinungen nicht vertragen würde, müsste ich die Kommentare doch gar nicht freischalten. Hier wird disktutiert, Wer dem nicht gewachsen ist und lieber unwidersprochen kommentiert, darf gerne bei den herkömmlichen Medien kommentieren, Wir begegnen dem Leser auf Augenhöhe und nicht vom journalistischen Elfenbeinturm herab, lassen uns angreifen und geben zurück. Das ist Streitkultur.

        • Sam Gerber sagt:

          Bravo – Mike. Getroffene Hunde bellen. Mit Artikeln wie aus dem Baukasten gebastelt macht man heute Journalismus. Einfach Wörter wie „Klimakatastrophe“, „Auto“, „Stress“, „Stau“ beliebig verbinden und schon bellt die Meute munter zur Untergangs-Hymne mit.

      • Hannes Müller sagt:

        Immerhin wäre ÖV recht viel teurer, wenn’s nicht die Autofahrer gäbe, die das querfinanzieren.
        Ein bisschen Dankbarkeit wäre darum angebracht.

        • David Rüegg sagt:

          @ Hannes Müller: Dazu kann ich nur einmal mehr sagen „Anders rum wird ein Schuh daraus“: Als Steuerzahler finanziere ich auf allen Ebenen, von der Stufe Gemeinde bis national, Strassen mit und dies obwohl ich kein Auto besitze. Müsste man das Verkehrsnetz nicht auf den MIV ausrichten (und mir ist durchaus bewusst, dass dies eine reinie Utopie ist) liessen sich mit dem eingesparten Geld das ÖV-System wahrscheinlich sprichwörtlich vergolden.
          Andersrum möchte ich mir die Situation in der Stadt Zürich (und jeglicher grösseren Stadt) nicht vorstellen, gäbe es keinen ÖV.
          Als Autofahrer haben Sie also ein vitales Interesse daran den ÖV zu sponsern.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            @ Reda: Vom Elfenbeinturm der Ideologie aber schon. Ich kenne keinen Autorfahrer, der den ÖV als böse abtut. Es sind Leute wie du, die predigen, dass Autofahren böse ist – „die Letzten Öl-Ressourcen“… Wieso redest du eigentlich immer von SUV – gibt es für dich nur schwarz und weiss?

          • Christian Huber sagt:

            @rüegg: hm, als steuerzahler finanziere ich kindergärten und schulen, und das, obwohl ich kein kind habe…! und ich finanziere kulturstätten und museen, obwohl ich die nie besuche. und ich finanziere öffentliche sportstadien und schwimmbäder, obwohl ich da nicht hingehe.
            im unterschied zu mir in obigen beispielen sind Sie aber sehr direkt von strassen abhängig, da lebensmittel und putzmittel nicht von alleine in Ihren laden laufen, um dort gleich um die ecke von Ihnen gekauft zu werden.
            ich kann Ihnen aber garantieren, dass unzählige autofahrer ohne öv nicht unglücklicher wären, denn alle die „busbevorzugungsanlagen“, die in die strasse versetzten bushaltestellen, die ampeln wg. trams und bussen und die bahnschranken der SBB beschleunigen den MIV definitiv nicht! und schon gar nicht ausserhalb der stosszeiten, wo man dann gern mal 12 minuten in medikon an der schranke steht, weil gleich 4 züge im 3′-abstand vorbeiklappern. und das bei weitem nicht so leise, wie sicherlich auch Sie das hinter Ihrem schlafzimmer gerne hätten.
            also hören Sie mir auf mit dieser idealisierten öv-anhimmelung – die bremsstaub- und lärmverschmutzung durch den öv ist meines wissens auch noch nie eine studie des bfu wert gewesen, denn was nicht sein darf, kann nicht sein!

        • Beat sagt:

          Die Öffentlichkeit finanziert die Umweltverschmutzung der einsitzig besetzten Vehikel. Würde die Verpestung der Umwelt und Stressproduktion für die Menschen in die Nutzung der rollenden Umweltzerstörungsmaschinen einberechnet, wären sie unattraktivst teuer. Aber das ist wie bei den AKWs, bei denen auch keiner die Folgekosten einkalkuliert, systemgewollt und vom Menschen weit zu kurz gedacht.

  • Tom Müller sagt:

    Also ich wähle Grünliberal und bin eigentlich ziemlich Öko, aber ich habe auch ein Herz für Outlaws und Minderheiten. Bei dieser anti-Auto Polemik, die mittlerweile hysterisch-religiöse Züge angenommen hat, bekomme ich echt Lust mir ein Auto zu kaufen. Einfach um diese Fundis zu ärgern.
    Nebenbei: Die fünf grösstern Containerschiffe auf den Weltmeeren stossen gleich viel CO2 aus wie der gesamte MIV der Welt. Aber von den Schiffen in dieser Grösse gibt es hunderte. Die Fundis könnten ihre Energie also wesentlich effizienter einsetzen, aber es ist halt viel schwerer sich über etwas zu empören dass weit weg passiert. Und man müsste halt wirklich mal das Hirn einschalten anstatt einfach aus dem Fenster zu gucken und über Peanuts zu plärren.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, aber ich sehe selten eines dieser Containerschiffe mit nur einem Kapitän am Bellevue. Und ich seh auch keinen Stau von Autofahrern, die Güter transportieren. Sondern einzelne Menschen, jeder in seinen 1.5 Tonnen Blech, Stossstange an Stossstange.

      • Tom Müller sagt:

        Herr El Arbi, genau das meine ich ja! Wir verwenden hier viel Energie darauf zu diskutieren wie umweltschädlich/sinnlos/doof Autofahren in der Stadt ist. Dabei gäbe in Bereich Umweltschutz viel grössere Probleme, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Wenn die in ihrer Blechkiste sitzen wollen – lasst sie doch! Freut euch darüber schneller voran zu kommen. Seit ein wenig entspannter und liberaler.
        Das einzig echte Argument gegen das Autofahren ist die Luftverschmutzung, und diese geht klar zurück. Mit dem Versiegen des Öls und der Energiewende ist auch das bald ganz gegessen. Den Artikel hätten sie lieber dazu verwendet eine flächendeckende Infrastruktur für Elektromobile zu fordern. Aber sie betreiben meiner Meinung nach nur nutzlose Polemik gegen ein Problem, welches sich mit der Zeit sowieso von selber löst.

        • Marc Hediger sagt:

          Ich finde Ihren Bericht Herr Müller genial! Denn er ist für Herrn El Arbi geradezu entlarvend. 😉 Weiter so!

    • David Rüegg sagt:

      @ Müller: Mich würde als erstes interessieren wo sich Ihre Aussage betreffend der Containerschiffe überprüfen lässt.

      Zudem das Problem des MIV in der Stadt beschränkt sich bei weitem nicht auf die Umweltverschmutzung. Der MIV in der Stadt: verbraucht zu viel Platz / verursacht neben Schadstoffausstoss auch Lärmemissionen / stellt das grösste Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer dar / behindert sich selbst und andere Verkehrsmittel / ist in vielen Fällen keine Notwendigkeit sondern einzig ein Status- und Bequemlichkeitssymbol / verurstacht den Stadtbewohnern hohe Kosten

      • Tom Müller sagt:

        @ Rüegg: ich empfehle Google. Geiles Tool um alle möglichen Infos zu recherchieren… Mit dem Problem beschäftigen sich neben der Uno und der EU auch alle grossen Umweltschutzorganisationen.

        Platzverbrauch: Unterirdische Parkhäuser und Strassen bauen.
        Lärm: Eine Stadt ist Laut, sorry. In den kommenden Jahren werden wir eher ein Problem mit leisen Elektromobilen haben, das ist dann auch wieder nicht recht…
        Sicherheit: Züge sind ja 100% sicher, wie wir in letzter Zeit gesehen haben…
        Behinderung: Ich kurve mit dem Velo problemlos am Stau vorbei!
        Statussymbol: Lasst sie doch, not your business! Wir leben (noch) in einem freien Land. Oder ist es einfach Neid?
        Kosten: ?? ich glaube der Topf der Mineralölsteuer ist so voll wie kein zweiter…

        • Thomas Meier sagt:

          @Müller:
          1. sind ihre Aussagen zu Containerschiffen, wie bereits in anderen Kommentaren geschrieben wurde, offensichtlich falsch. Ausserdem ist „etwas anderes ist noch schlechter“ keine gute Begründung für Autos zumal es mit dem ÖV ja eine umweltfreundlichere Option gäbe und Autos definitiv nicht irrelevant sind bezüglich globalem CO2 Ausstoss.

          2. Ihre Antworten auf die absoluten richtigen Punkte von Herr Rüegg sind grotesk:
          Platzverbrauch: Parkhäuser wären sicher besser, aber teuer und wer soll das bezahlen? Sicher nicht jene Leute, die gar kein Auto benutzten. Nur sind Autofahrer ja ständig völlig Parkhaus-feindlich eingestellt, weil sie dort halt die wahren Kosten bezahlen müssen.
          Lärm: Das ist das absurdeste Argument. Dann mach ich von jetzt ständig um 3 Uhr morgens eine Party vor Ihrem Haus. Sorry, eine Party ist halt laut! In der Schweiz haben wir immer noch alle die gleichen Rechte, das gilt auch für Ruhe. Warum haben Autofahrer das Recht Lärm vor meinem Haus zu machen und ich bin dann gezwungen wegzuziehen? Die Stadt ist primär laut, weil es viele Autos hat. Es ist die grösste Lärmquelle. Ihr „die Stadt ist halt laut“ Argument können Sie vielleicht noch für das Zürifest oder die Streetparade bringen, weil das einzelne Anlässe und somit Ausnahmen sind. Autolärm ist permanent und verletzt somit eigentlich klar meine Grundrechte (dazu gab es ja auch Entscheide, dass die Lärmbelastungen gesenkt werden müssen).
          Sicherheit: Schon wieder eine falsche Angabe von Ihnen. Schauen Sie sich die Unfallstatistiken an rechnen Sie sich Tote/Verletzte pro Verkehrsteilnehmer aus. Züge sind viel sicherer als jedes andere Verkehrsmittel.
          Ausserdem geht es nicht primär um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer innerhalb einer Verkehrsklasse, sondern darum, dass jedes Jahr andere Teilnehmer (z.B. Fussgänger und Velofahrer) durch Autos getötet und schwer verletzt werden. Man ist in der Stadt einer ständigen Gefahr ausgesetzt. Was gibt Ihnen das Recht mich einer Gefahr auszusetzten? Wenn, dann müssten Sie mich wenigstens dafür entschädigen und/oder für genügend Sicherheit sorgen. Angesichts der Anzahl Verletzten/Toten ist das ja offensichtlich nicht der Fall. z.B. ist es nicht zu verantworten, dass jemand mit einer Geschwindigkeit durch die Stadt fährt, welche bei einem Unfall zu 70-80% das Opfer tötet. Und das ist bei Tempo 50 der Fall. Nur schon Tempo 30 reduziert die Quote auf 20-30%.
          Behinderung: Wieder das gleiche Argument. Warum müssen sich andere anpassen? Warum muss ein volles Tram am Bellevue mit 200 Personen warten, damit 20 Autos mit max. 25 Personen vorbeifahren können? Das ist völlig undemokratisch. Autos belasten den ÖV erheblich.
          Statussymbol: Das mit dem Statussymbol ist mir auch egal. Wenn jemand Geld für Luxus ausgeben will, soll er doch, aber der Punkt hier ist, dass es nicht notwendig ist. Freiheit geht nur so weit, bis es anderen Menschen schadet. Und Autos schaden massiv.
          Kosten: Dass Sie Zahlen nicht so mögen, haben wir ja bereits festgestellt, aber Autofahrer bezahlen nicht mal einen Bruchteil ihrer Kosten. Nur schon Lärm und Unfälle führen zu massiven Gesundheitskosten für die Allgemeinheit. Gebäude verlieren Mrd. an Wert durch Verkehr. Die Umwelt nimmt Schaden usw. Das Seco hat (konservativ) die negativen Externalitäten mal auf 8 Mrd. pro Jahr geschätzt. Gerade Kosten sind eigentlich der entscheidende Punkt. Autofahrer leben massiv auf Kosten der Allgemeinheit und vergessen immer, dass sie GRATIS durch die Stadt fahren. Ein Roadpricing wäre das Mindeste und Städte wie London (mit einem politisch rechten Bürgermeister) haben gezeigt, wie gut es funktioniert.

    • Reinhard Fuchs sagt:

      Eine kleine Ergänzung: Es sind die 16 grössten Containerschiffe der Welt und es ist Schwefeldioxid, nicht CO2. Grund dafür ist das als Treibstoff verwendete Schweröl.
      Vielleicht erst mal nachprüfen bevor man wieder mit Halbwiessen glänzt.

      • Tom Müller sagt:

        @ Fuchs, welche halben Wiessen?
        Tatsache ist und bleibt: Die Schifffahrt ist für das Klima und die Luftreinheit das massiv grössere Problem als der MIV. Ganz abgesehen von der Verklappung von Müll und Öl mitten in den Weltmeeren.
        Aber schön konnten sie den Besserwisser raushängen lassen, hoffentlich bringt es ihnen was.

        • Reinhard Fuchs sagt:

          Müller, der CO2 Ausstoss misst sich an der Menge verbrauchten fossilen Brennstoffen, da ist der MIV einiges schlimmer alls alle Schifffahrt der Welt zusammen. Und wenn deine falschen Behauptungen zu korrigieren Besserwisserei für dich ist, Pech gehabt. Also komm mit Fakten rüber oder lass es bleiben so Zeugs in die Welt hinaus zu posaunen.

        • tststs sagt:

          Stellen Sie sich vor, in Ihrem Tank hat es einen 5 cm langen Riss und einen 2 cm langen, durch die kontinuierlich Benzin rausläuft. Stopfen Sie nur das längere und trösten sich mit dem Gedanken, dass sie nun nicht ganz so viel verlieren?
          😉

    • Peter Klopp sagt:

      „Also ich wähle Grünliberal und bin eigentlich ziemlich Öko, aber ich habe auch ein Herz für Outlaws und Minderheiten“

      Haha, ich kann nicht mehr. Und dann noch die Autofahrer als Outlaws und Minderheiten zu bezeichnen..

  • Roger sagt:

    Sorry, aber mir gehen Leute wie Sie mit Ihrer selbsternannten moralischen Überlegenheit und der missionarischen Mission, alle Autofahrer wenn möglich einzusperren und ihr Auto zu verschrotten, dermassen auf die Nerven, dass ich schreien könnte. Woher nehmt Ihr nur immer Eure scheinheilige Attitüde, über alle anderen richten und bestimmen zu können? Von mir aus könnte mir die ganze Stadt Zürich gestohlen bleiben und ich würde freiwillig keinen Fuss hinein setzen, wenn nicht meine Firma wie die meisten grösseren das Gefühl hätte, ihren Sitz in der Stadt zu haben und ich nicht täglich eine Stunde Arbeitsweg mit dem Auto sparen könnte.
    Um Probleme zu lösen, würden Sie besser Umfahrungen anstreben sowie Firmen zu unterstützen, dass sie ihre Arbeitsplätze auch ausserhalb der Stadt anbieten.

    • mike sagt:

      Super, Roadpricing fände ich gut. Dann komme ich mit meinem SUV besser durch die Stadt und bin dann 2x schneller am Arbeitsplatz als mit der Sozialröhre. Ist vielleicht dann wieder nicht mehr so sozial, weil ich mir das leisten kann und viele gezwungene öV Fahrer nicht. Bin dabei !

  • David Rüegg sagt:

    Hab mal kurz nachgeforscht und wurde schnell bestätigt: Das unsägliche Transitkonzept von Zürich (Ypsilon) wurde in der (glücklicherweise eher kurzen) Zeit geboren als die Stadt bürgerlich und mit Sicherheit autofreundlich regiert wurde (~1950 – 1990). Genau solchen Autofanatikern haben wir es zu verdanken, dass der motorisierte Individualverkehr heute in der Stadt viel mehr Platz einnimmt als ihm Eigentlich zusteht, dabei übermässig Emissionen verursacht und dabei sich selbst und alle anderen behindert.
    Also: So schnell wie möglich eine vernünftige Umfahrung bauen und danach Roardpriecing auf Stadtgebiet einführen… und wer jetzt behautpen will, dass sei bloss wieder so ein rot-grüner „Furz“ soll sich mal darüber Informieren in welchen Städten Roadpriecing heute schon Realität ist.

  • Beat Maur sagt:

    Kann auch nicht verstehen, wieso sich so viele Leute mit dem Auto in der Stadt rumquälen. Jedoch ist eine Aussage in dem Blog nicht ganz korrekt. Zumindest ich verfluche nicht die anderen Automobilisten wegen ihrer „puren Existenz“. Denn auch sie sind nur die Opfer der rot-grünen Stadtpolitik welche Spuren abbaut, Ampeln absichtlich schlecht aufeinander abstimmt, Fussgängerstreifen überall hin malt um Menschen als lebende Verkehrblokaden zu missbrauchen und neue Abbiegeverbote erfindet. Die Stadt schaut gut darauf, dass trotz abnehmender Anzahl gefahrener Kilometer in der Stadt, der subjektiv empfundene Verkehr zunimmt. Denn nur so kann das Auto weiterhin als Feindbild Nr.1 der städtischen Bevölkerung verkauft werden.

    • Peter Klopp sagt:

      Gehen Sie mal (zu Fuss!) beim Bellevue über den Fussgänger (jener bei der Seeseite) – da warten sie bei der Auto-Grünphase minutenlang. Also so Autofeindlich ist die Stadtpolitik – im Gegenteil. In diesem Augenblick wünsche ich mit, dass die Seeumfahrung autofrei wird.

  • mike sagt:

    Danke für den politisch korrekten Beitrag. Ich fahre täglich mit meinem vollklimatisierten mit Ledersitzen ausgestatteten SUV durch die Stadt Zürich zur Arbeit und bin völlig zufrieden damit (und auf meiner Strecke auch erst noch schneller als mit der Sozialröhre). Finde aber gut, Ihr Artikel zur Aufmunterung der vielen öV Benützer.

    • Jim Carry sagt:

      Mike – Wir sind Freunde

      http://www.youtube.com/watch?v=-HlM8AS4GQA

      Ich bin auch der Meinung: Soviele wie möglich sollen den OV benützen – Dann hats mehr Platz für mich und Dich. UND STOP der Querfinanzierung des OV durch die Strasse.

      • Reda El Arbi sagt:

        Ja, und Stopp der Querfinanzierung der Strasse durch die Steuerzahler. Autofahrer sollen auch für die gesundheitlichen Schäden bei Unfällen selbst aufkommen und sich nicht von anderen Krankenversicherten querfinanzieren lassen. 😉

        • Hannes Müller sagt:

          Die Strassen müssen schon für die Krankenwagen gebaut werden, die die Velofahrer zusammenlesen. Nix Quer.

        • Der Sommelier sagt:

          Und wer finanziert die Extremsportler, fettleibige Menschen, Fixer, Magersüchtige, Alkoholiker und sonstige Menschen die mit ihrem Körper Karussell fahren???

          Das Verursacherprinzip ist der Feind vom sozialen Gedanken.

          • KMS a PR sagt:

            und der soziale gedanke ist vielfach der feind der vernunft.

          • Reda El Arbi sagt:

            Hm, ich hätte mich jetzt nie getraut, Autofahrer mit Fixern, fettleibigen Menschen oder Alkoholikern zu vergleichen. Ich bin für das Sozialprinzip, solange es sozial Schwachen hilft. Ich kann aber ausser einem etwas ausgeprägten Egoismus beim Autofahrer keine sozialen Schwächen entdecken. Offenbar kann er sich ein Auto leisten, denn sonst würde er wohl ÖV fahren.

          • Hannes Müller sagt:

            Reda El Arbi

            Kennen Sie Autofahrer, die nicht ÖV fahren? Und von Egoismus würde ich nicht reden, denn die Autofahrer sorgen dafür, dass Sie sich den ÖV leisten können.

    • KMS a PR sagt:

      „sozialröhre“ finde ich genial – den merk‘ ich mir! gute fahrt! 🙂

      • Olaf Leuenberger sagt:

        Und wer hilft den Starken? Willst du die Schwachen so lange stärken, bis sie die Starken werden und du merkst, dass sie kein bisschen besser sind? Du siehst beim Autofahrer nur Egoismus und sonst keine Schwächen – damit schaffst du ein Klasse-Denken à la: diese Reichen Rücksichtslosen gehen über Leichen. Aber dass jemand aufs Auto setzt, weil er etwa körperlich oder nervlich zu schwach für den ÖV ist, das gibt es in deinem Konzept nicht!

  • Toerpe Zwerg sagt:

    Beide Systeme ÖV und IV (hihi) sind in den Spitzenzeiten an ihrer Kapazitätsgrenze. Die Transportleistung des IV kann durch den ÖV nicht zusätzlich auch noch erbracht werden. Beide Systeme müssen weiterentwickelt, effizienter und umweltfreundlicher gemacht werden. Die meisten von uns benutzen sämtliche Mobilitätsinfrastrukturen parallel. Der Gegensatz ist konstruiert. Weiter ist es halt schon nicht so, dass man mit dem ÖV grundsätzlich schneller und bequemer zum Ziel kommt. Wäre dem so, wollte niemand Auto fahren.

    Trotzdem schönes Polemiklein. 🙂

    • Reda El Arbi sagt:

      Grundsätzlich gebe ich dir recht. Man ist mit dem Auto schneller in der Stadt. Wenn man die Zeit bis zur Stadtgrenze rechnet und nicht zu Stosszeiten. Kommt aber der Stau und die Parkplatzsuche dazu, wirds knapp. Und eben, viele Autofahrer sehen ihr Gefährt noch immer als Ausdruck mobilier Individualität, wenn nicht als Machtersatz in einer Welt, die sie als unfrei empfinden.

      • Pumuckl sagt:

        Stimmt so nicht ganz. Habe alle mir zur Verfügung stehenden Systeme ausprobiert und die Zeiten gemessen.

        PKW – von zu Hause zur Arbeit 20 min. Rückweg 45 min (Stau – und zwar tägl)
        Motorrad – von zu Hause zur Arbeit 30 min (umziehen!!). Rückweg auch 30 min.
        E-Bike (inkl umziehen …) für jeden Weg rund 50 min (25km mit ner rechten Steigung dazwischen). Ausserdem mit der unterhaltenden Einlage, dass man sich nicht über den Haufen fahren lässt ohne gelegentlich mal was dazu zu sagen.
        öV pro Weg 1h 20 min.

        Was öV bei mir so ineffizient macht ist der Fussweg zu den Haltestellen und die Wartezeit beim Umsteigen. Im Sommer ja noch ganz lustig. Aber bei Wind mit Regen oder Schnee nicht wirklich ein erhebendes Erlebnis.

      • Olaf Leuenberger sagt:

        @ Reda: Wieso redest du immer von Auto und Macht? Ich kann mein Auto auch aus Ohnmacht benützen. Oder aus Demut, weil ich damit die Welt erkunden will, meinen Freunden näher sein will, für mich alleine sein will etc. Deine Macht-Argumente haben doch nichts mehr mit Polemik zu tun, sondern vielmehr mit Populismus.

    • sepp z. sagt:

      Toerpe, es heisst Motorisierter Individualverkehr. MIV.
      Das Velo und der Fussgänger müssen schliesslich nicht ‚weiterentwickelt, effizienter und umweltfreundlicher‘ gemacht werden.
      Und dafür, dass alles umweltfreundlich und effizient gemacht wird, schaut der Markt.
      Da müssen Sie oder ein paar Experten oder Beamten sich nicht drum kümmern, das wären überflüssige Markteingriffe.

      • Toerpe Zwerg sagt:

        IV hat grad so schön gepasst.

        Exkurs (scheinbar dringend nötig): Bloss weil ich oft kritisch auf Markteingriffe regiere, lehne ich keineswegs ab, dass die staatlichen Institutionen im demokratischen Prozess Regeln auch für das Wirtschaftsleben definieren und durchsetzen. Ohne geht gar nichts. Im Idealfall geht das erstmal über Gesetze und dann in nächster Stufe über Ausführungsverordnungen der Verwaltung. Auch gegen dosierte Lenkungsinstrumente über Gebühren und Steuern – sofern gut konzeptioniert, wehre ich mich nicht grundsätzlich. Hingegen sind die Teilnahme des Staates am Wirtschaftsleben als Akteur (und Konkurrent) sowie das Verteilen von Geld über Subventionen grundsätzlich immer kritisch, weil sie verzerren, zu grossen Mitnahmeffekten (Ineffizienz) und immer zu starken unbeabsichtigten Nebenwirkungen (wieder ineffizienz) führen. Es gibt keinen Gegensatz zwischen Liberalismus und starkem Staat. Im Gegenteil. Liberalismus kann nur im starken Staat gedeihen. Dichten sie mir also bitte keine Staatsfeindlichkeit an.

      • Laurens sagt:

        Die korrekte Schreibweise wäre doch MIEF.
        Oder ist das nur das Resultat vom MIV in den Städten, der MIEF? Nebst Abgasen und Feinstaub, versteht sich?
        Wer 1.5 Tonnen und mehr bewegen muss, um den eigenen Arsch zu bewegen, hat von Effizienz noch nie was gehört. Aber keine Angst: Das Zeitalter der mutwilligen Verschwendung neigt sich dem Ende zu. Ein effizienter Umgang mit knappen Ressourcen, von fossilen Brennstoffen über Strassenraum bis zu Parkplätzen, wird in 20 Jahren nicht mehr als grüne Träumerei abgetan werden. Vielmehr werde den Leuten dazumal die Haare zu Berge stehen, wenn sie von den Gepflogenheiten der fossilen Verprassungsgesellschaft hören.

    • Enzo Müller sagt:

      Pha, das hat doch nichts mit Politik zu tun. Die Deutschen sinds, das ist doch ganz klar: Zuerst lassen sie uns jahrhundertelang nicht hochdeutsch reden und zwingen uns zu unseren Dialekten, dann erfinden sie das Tram, verkaufen uns die Züge (Siemens etc.), bauen und verkaufen die Mehrzahl der bei uns zugelassenen Autos, erfinden Die Grünen, die bei uns dann kopiert werden (und helvetisiert: Grünliberal). Seit dem neuen Jahrtausend nun der letzte Akt: sie überschwemmen uns mit ihrem Dasein. Folge: der Verkehr fliesst nicht mehr und El Arbi schreibt Kolumnen.

  • Peter Ringger sagt:

    1975 war das „Jahr des Umweltschutzes“. Mein Lehrer sagte damals, das wir uns spätestens im Jahr 2000 das Benzin nicht mehr leisten können weil es über 10 Franken pro Liter kosten werde, das sei klar bewiesen wenn man die noch vorhandenen Reserven mit dem steigenden Verbrauch vergleiche. Auch Trinkwasser würde bis dann rationiert werden, denn es sei nicht möglich, das die Infrastruktur mit dem Bevölkerungszuwachs Schritt halten könne und für die zu erwartende 7 Millionen Einwohner gäbe es schlicht nicht genug Wasser in der Schweiz. Unterdessen bin ich einfach etwas gelassener wenn jemand behauptet, für Enkelkinder sei nicht einmal mehr genügend Öl für Medikamente da. Unpolemisch betrachtet ist sowas einfach Nonsens. Ausserdem wüsste ich gerne, für welche Medikamente es wirklich Mineralöl braucht und Pflanzenöl und natürliche Mineralien nicht sogar besser wären. Es gibt wirklich für fast alles eine Alternative.

    Ich habe gut 30 Jahre auf ein Auto verzichtet, weil ich immer gut mit ÖV versorgt war. Jetzt wohne ich in einem kleinem Dorf mit lausigen ÖV-Verbindungen und habe öfters etwas schweres zu transportieren. Ich fahre ohne schlechtes Gewissen Auto. Selten auch nach Zürich, hatte aber deswegen noch nie Stress, weil ich die Stosszeiten meide. Sobald ein Elektroauto von einer geeigneten Grösse zu einem vernünftigen Preis erhältlich ist, werde ich es kaufen, 400V-Steckdose zum aufladen ist schon installiert. Fotovoltaik ist auch geplant. Bleibt nur zu hoffen, das die Anlage wegen dem „Ortsbildschutz“ nicht verhindert wird.

    Private Autos in der Innenstadt sind sehr nützlich für den Transport von schweren Gegenständen der Innenstadt-Einwohner. Als Alternative schlage ich ein „Güter-Tram“ vor, mit Hebebühnen und Palett-Rollis ausgerüstet. Am besten bis nach Spreitenbach.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich bin ganz ihrer Meinung. Es gibt Bedingungen, die die Benutzung eines Autos unbedingt notwendig machen. Nur, die wenigsten Autos in der Innenstadt werden von Anwohnern mit schweren Transportbedürfnissen gefahren.

      Was die Benzinpreise angeht, das ist wirtschaftlich und politisch etwas komplexer. Ein Liter Benzin WÜRDE bereits über zehn Franken effektiven Wert haben, muss aber billig gehalten werden, da sonst niemand mehr Geld für Autos oder Benzig ausgeben würde. Was nützt ein Konsumgut, dass so teuer ist, dass es sich die Masse nicht mehr leisten kann? Also hält man den benzinpreis auf einem Niveau, dass kurzfristigen massenkonsum und kurzfristige Gewinne ermöglicht. Und da es um eine Ressource geht, also etwas, das man erntet und nicht herstellt, kann man gut unter dem Preis verkaufen und noch immer Gewinn machen, Die Rechnung bezahlen dann die nächsten Generationen.

      • Thomas Meier sagt:

        Wenn aber 1 Liter Benzin den Wert von 10 Fr. haben müsste, müsste aber auch eine kleine Einzimmer-Wohnung in der Stadt Zürich den Mietwert von 2500 Fr. haben, oder? Oder ein Bahnticket von Zürich nach Bern zurück in der zweiten Klasse mindestens 250 Fr. kosten, oder?

        Mobilität ist generell viel zu billig. Wegen den Autos in der Stadt: Es ist aber auch so, dass für viele End-zu-End-Verbindungen der öffentliche Verkehr selbst in der Stadt sehr mühsam sein kann. Wer 3x umsteigen muss ist in der Regel mit jedem anderen Verkehrsmittel schneller.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ähm, eine 1-Zimmerwohnung in der Innenstadt ist für 2500 Franken geradezu billig. Informieren Sie sich mal über die Stadtmieten, die nicht genossenschaftlich sind oder städtisch subventioniert werden.

        • Alo sagt:

          Mobilität ist generell viel zu billig!?

          Ah, es geht also nicht um den Lärm oder den Umweltschutz. Es stört sie, dass die Leute sich frei bewegen können ohne dass der Staat dabei einen Wegzoll einkassieren kann…

      • Hannes Müller sagt:

        „Ein Liter Benzin WÜRDE bereits über zehn Franken effektiven Wert haben, muss aber billig gehalten werden“

        Wer bezahlt denn die Differenz des Benzinpreises? Ich hätte nie geglaubt, dass Sie Verschwörungstheoretiker sind.

        • Reda El Arbi sagt:

          Schauen Sie, wenn man die Folgekosten in der Umwelt, wie auch die Entsorgung der aus Öl hergestellten Produkte, mit dem ursprünglichen Ölpreis verrechnen würde, käme man weit über 10 Franken pro Liter. Wer das bezahlt? Hm, denken Sie mal nach.

          • Erich sagt:

            Das kann jeder behaupten, wie teuer ist denn ein Zugticket tagsächlich? Die Züge und Trams fahren auch mit Atomstrom, oder neuerdings wohl vermehrt mit Strom aus Gaskraftwerken.

      • Dani Keller sagt:

        Sie wissen aber schon, dass rund die Hälfte des Benzinpreises aus Steuern besteht?
        Insofern ist das Benzin vom Staat versteuert und nicht verbilligt. Das einzige Land welches Benzin/Öl subventioniert ist China (jedenfalls wars vor ein paar Jahren so).
        Der Treibstoff wird uns lange noch nicht ausgehen… sei dies nun Öl, Gas oder Strom. Nur der Staat „verknappt“ die Ressourcen künstlich mit Fantasie-Steuern. Wieso also dieser Hass gegenüber dem Individualverkehr?
        Komme übrigens vom Land… ohne Auto geht da nix.

        • Reda El Arbi sagt:

          Wo’s ohne Auto nicht geht, hab ich ja auch nichts gegen Autos. Und künstliche Steuern? Um die Strassen in Betrieb zu halten, wird sogar noch Geld von der Mehrwertsteuer gebraucht. Und ich hasse den Individualverkehr nicht. Ich finds einfach besonders blöd, als Einzelner in einem Auto in der Innenstadt zu sitzen und die Schuld am Stau allen anderen zu geben.

          • Dani Keller sagt:

            Stört es Sie auch, wenn Züge/Öv zu 95% leer herumfahren (ja das gibts wirklich!) und so das Schienennetz verstopfen? die Ökobilanz ist dann auch nicht mehr sooo rosig. Klar wäre es ideal wenn Autos, Tram, Züge usw. immer vollbesetzt fahren würden. Das wirds nie geben. Das Argument gegen „Auto Einzelfahrer“ gegenüber Kollerktiv-ÖV-Fahrten zieht also nicht.
            Bzgl. „künstlicher“ Steuern werden wir in Bälde als Stimmbürger mehrmals zur Urne gerufen. Die Diskussion wer wieviel bezahlt und wohin das Geld fliesst wird dann noch zur Genüge behandelt. Meine generelle Meinung dazu ist: Energie (in welcher Form auch immer) wird als Steuervehikel missbraucht.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, wenn Sie jetzt noch Zahlen zu ihrer Behauptung hätten, würde ich Ihnen vielleicht sogar glauben. Aber die haben Sie nicht, gell.

          • Dani Keller sagt:

            Was für Zahlen? Die 95% waren natürlich ein Beispiel. Aber gehen Sie mal aufs Land zu einer Randzeit in einem Regionalzug. Sie werden fast alleine im Zug sein.

            Aber doch noch ein paar Zahlen (übrigens von SBB):
            Pro Kilometer Tramfahrt werden 4.75 kWh an elektrischer Energie gebraucht, was pro Passagier einen Endenergiebedarf von rund 0.9 Liter Diesel auf 100km ergibt. Der reguläre Ortsbus weist einen Verbrauch von
            rund 42 Liter Diesel pro 100km auf, umgerechnet auf einen Passagier ergeben sich rund 3 Liter pro 100km.

            -> 3 Liter pro 100 km pro Passagier! Hoppla, wenn ein Auto mit 2 Personen besetzt ist, ist es schon ziemlich ökologisch unterwegs. Bei 3 und 4 Personen ist es dann deutlich ökologischer als ÖV Bus.

            Es werden Regionalverkehr, S-Bahn und Fernverkehr unterschieden. Die Transportleistungsdaten für
            den Fern- und Regionalverkehr stammen von der SBB (2009), die Daten der S-Bahn vom Zürcher
            Verkehrsverbund ZVV (2009). Die Züge sind durchschnittlich ausgelastet: In einem Regionalzug sind
            im Schnitt 18% von 309 Sitzplätzen besetzt, während in einem Fernverkehrszug rund 33% von 616
            Sitzplätzen besetzt sind. In einer S-Bahn sind durchschnittlich 95 von 271 Sitzplätzen belegt.
            Der Fernverkehr geht von einem mittleren Energieverbrauch von 0.075 kWh pro pkm aus, was einem
            umgerechneten Endenergiebedarf von 0.75 Liter Benzin-Äquivalente pro 100km entspricht. Im Regionalverkehr ist der Energieverbrauch entsprechend der tieferen Auslastung höher: Hier werden 0.164
            kWh pro pkm gebraucht, resp. 1.6 Liter Benzin-Äquivalente/100km. Die S-Bahn kommt auf einen
            Energiebedarf von 0.82 Liter Benzin-Äquivalenten pro 100km.

            -> Regionalzug im Schnitt 18% Auslastung… erbärmlich. Da ist ein Auto Einzelfahrer mit 25% besser ausgelastet.

            -> Jedenfalls fährt die Bahn nicht nur mit „Luft“ 🙂 Nebenbei erwähnt ist die Bahn grösster Stromverbraucher in der CH.

          • Claudio sagt:

            Zur Thema leerfahrender ÖV:
            Mir stört es ehrlich gesagt nicht, wenn einzelne ÖV-Fahrzeuge fast leer sind. Weil ich weiss, dass diese im ersten Betrachtung sinnlose Fahrten durchaus einen Sinn haben.
            Zum Beispiel tragen sie dazu die Attraktivität des Angebots hoch zu halten und damit die Gesamtauslastung des Netzes zu erhöhen. Anders gesagt, sie steigern die allgemeine Rentabilität des Netzes. Weil ein Fahrgast weiss, dass er oder sie jederzeit ein Bus oder ein Tram findet wenn es gebraucht wird. Damit kann eine grosses Nachteil des ÖV weg-geschaffen werden, nämlich die (verglichen mit dem MIV) minderen Verfügbarkeit des Verkehrsmittels.
            Eine andere Rechtfertigung von schwach ausgelasteten ÖV-Linien ist ihrer „service-public-Funktion „. Das kann z.B. auf Quartierbuslinien treffen: Wie könnten ältere, nicht fahrtaugliche Leute vom Zürichberg runter- und hinaufgehen, wenn die 39 nicht da wäre?
            Selbstverständlich ist es eine Gratwanderung und es gibt keine einfache Formel die pau-schal sagen kann, wenn die Büsse oder Züge stehen oder fahren sollen.
            Man könnte sicher Mal wegen einer prognostizierten schwachen Belegung einen Kurs ausfallen lassen. Nur wären dann die Paar stehengebliebenen Fahrgäste sicher ziemlich verärgert und sie würden der nächsten Mal auf jedem Fall doch ihr Auto benutzen. Eine lose-lose Situation.
            Deshalb finde ich Aussagen wie Ihrer, die man oft als ausschlaggebendes Argument gegen die Effizienzansprüche des ÖV hört, nicht ganz überlegt.

      • Willi Forrer sagt:

        Reda, wieder mal ein herrlich „süffisanter“ Artikel und „träfe“ Antworten. Das mit den Benzinpreisen ist sicher zutreffend, die Automobilindustrie ist sehr mächtig. Allerdings gibt es auch Ausnahmen der Regel; z.B. hier in Thailand wird Diesel subventioniert, nicht im Interesse der auch hier einflussreichen Autolobby, sondern um die Transportkosten möglichst gering zu halten. Würde Diesel zu fairen Marktpreisen angeboten, würde es v.a. die, die sich kein Auto leisten können, am härtesten treffen. Sie könnten sich die in der Folge gestiegenen Lebensmittelpreise nicht mehr leisten. Ansonsten bin ich aber völlig Deiner Meinung, habe auch ca. 25 Jahre im Kreis 3 gelebt.

  • Dany the Good sagt:

    @ El Arbi
    Sie haben einen neuen Fan 😉 Nicht unbedingt wegen dem Blog, obwohl ich den gut geschrieben finde, vielmehr wegen Ihren Antworten auf die bisherigen Kommentare. Unschlagbar!

  • Philipp Hofmann sagt:

    Auto sind ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Die gehören aus den Städten verbannt, wie vor 100 Jahren die Kutschen. Auto sollen in der Stadt nur noch zum Warentransport und fürs Gewerbe () genutzt werden dürfen. Alles andere ist grotesk. Wer ein Auto will, soll auf Land ziehen und sich dort eine Arbeit suchen. Alternativ kann man Grossparkplätze ausserhalb der Stadt erreichten und von dort Metro-Systeme in die Städte errichten. In Zeiten der heutigen Wusel- und Grossgesellschaft ist ein egoistisches Einzelrumfahren mit einer 4 Meter langen Karosse einfach völlig unzeitgemäss – zumindest in einer Stadt. Autos sind dort widersinnig und reine Hindernisse, Gefahren und Menschenblockaden. Die Wege müssen endlich wieder dem Menschen und nicht den Maschinen gehören. Daher: Strassen in Städten massiv sperren bzw. den Fussgängern, dem ÖV- oder den Fahrrädern zuweisen.

    • Fritz Blasimann sagt:

      Aber zum Strassen bauen sind die Autofahrer dann als Geldspender wieder willkommen. Egostischer kann ihre Einstellung nicht mehr werden. Aber viel Spass wenn sie nächstes mal mit der Metro zügeln!

      • Reda El Arbi sagt:

        Ja klar wären die Autofahrer für die Strassenfinanzierung zuständig, weil sie sie ja auch benötigen und benutzen. Aber bei uns bezahlt noch immer der Steuerzahler den grössten Teil der Infrastruktur, egal ob Autofahrer oder nicht.

        • Paul Stocker sagt:

          Es gewinnt ja auch jeder Steuerzahler vorteile von den Strassen (alleine vom Güterverkehr z.b.). Deshalb wird auch ein teil der Mehrwertsteuer zum Straßenbau verwendet, aber die Mehrheit wird von den eigentlichen Nutzern bezahlt.

    • Dino sagt:

      Nach dieser Argumentation sind Fahrräder nichts anderes als eine lächerliche Viktorianische Ablenkung… Verbannen also? Es hat doch Platz für alle, braucht halt etwas Rücksicht.

    • Roman Rebitz sagt:

      Bin gleicher Meinung, das Auto ist eine veraltete Technologie. Solche Visionen kommen leider nicht gut an in der Schweiz, wo das Auto komischerweise auch immer noch als Prestigeobjekt gesehen wird….egal ob bezahlt oder „nur“ geleast. Wie können Sie sich sonst im Alltag von den andere Abheben ? Das asozialste sind ja die SUV’s, behindern die Sicht nach vorne (Sicherheits- und Ökol. Aspekte) und die Fahrer sind entweder solche die nicht fahren können und da sie das wissen kaufen sie einen SUV um sich sicherer zu fühlen (Panzer) oder sie wollen mehr Macht ausüben können auf der Strasse was man am Verhalten ja meist eindeutig merkt. Zudem verstehe ich nicht was an einem SUV schön sein soll, etwas unästhetischeres gibts wohl nicht. Nach hunderttausenden von Kikometern Autofahren komme ich zu diesem für mich persönlichen Schluss.

      • Benjamin S. sagt:

        Das Auto wird überall als Prestigeobjekt gesehen, nicht nur in der Schweiz.

        • Olaf Leuenberger sagt:

          Das ist eine Veralgemeinerung. Als würde ich sagen, die iPod- und iPhone-Menschen in der S-Bahn benützen ihre Geräte nur aus Prestigegründen. Dabei hat ja jeder eins! Das Prestige-Argument ist veraltet, die Technologie beim Benzin-Auto vielleicht auch, nicht aber das Konzept. Oder halten Sie Bahnlinien – hunderte Kilometer lange Eisenstangen – etwa für Fortschrittlich?

  • Dino sagt:

    Gerade wenn man dachte ein Konsensus würde sich bilden welcher suggeriert, dass es sowohl den ÖV wie auch den Individualverkehr braucht kommt irgendwo unter einem Stein wieder ein Moralapostel der verkündet wie gut der ÖV zu Johnny Polarbear ist. Aber eigentlich ist es keine moralisch bedingte Schelte an den Autofahrer sondern viel mehr Neid, Hass und Missgunst – denn auch der ÖV bewegt sich nicht mit guten Gedanken und Regenbögen.
    Klar kann man, auf der Suche nach einem freien Platz im Zug bei welcher gerade die Klimaanlage ausgefallen ist und darum so drückend heiss ist wie in einer Sauna, denken man rette eigenhändig den Planeten. Aber wenn man dann so rumsteht nachdem die Suche erfolglos war merkt man, dass man nicht so sozial ist wie man es sich oftmals gerne vorstellt. Die eigene missliche Lage; keinen Sitzplatz zu haben während die Achselhöhlen die Hauptprobe für ihre Rolle als Niagara-Fälle üben, umringt zu sein von Fremden die entweder nach altem Schweiss, Axe oder Knoblauch stinken, die akustische Vergewaltigung welche der 17-jährige Blage mit Hörschaden als Musik bezeichnet mit ertragen müssen und zugleich dem wichtig aussehenden Herren am Mobiltelefon nicht ausweichen können während dieser Begriffe der englischen Sprache malträtiert und seine ganz eigene Idee von waterboarding hat – genau für diese Lage werden dann alle sitzenden verantwortlich gemacht. Da ist es natürlich nicht friedensfördernd wenn zur gleichen Zeit eine junge Frau mit einem massiven SUV vorbei rollt bei welchem auf dem Beifahrersitz lediglich die Louis Vuitton Tasche sitz und einem geradezu verspottet. Man denkt sich dann allerlei Horrorstories aus, dass die Frau vielleicht Dalmatiner jagt um einen Pelzmantel draus zu machen, etc… schon ist man wieder am Anfang wo man sein gequältes Lächeln aufsetzen kann und so tun als würde man den Planeten retten, jedenfalls für diesen kurzen Moment. Es muss ja keiner wissen wozu dieses Erdöl alles benutzt wird… soll ja angeblich Leute geben die sich das Zeug ins Gesicht schmieren… Oha!

    So und nun lasse ich Euch, werter Herr, weiter den Planeten retten. Ich habe dieses Schreiben übrigens nicht ausgedruckt womit ich einen Baum vor dem sicheren Tod bewahrt habe.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, Zynismus ist wohl das Einzige, was man der eigenen Bequemlichkeit noch entgegensetzen kann. Aber das widerlegt die Tatsache noch immer nicht, dass ÖV besser für die Umwelt ist. Da muss man noch nicht mal an den Planeten denken, da reichen die Lungen der Stadtbewohner. 🙂

      Aber lustig beschrieben, danke.

      • Peter Müller sagt:

        @Reda El Arbi: Für die Lungen der Stadtbewohner wäre eine leistungsfähige Umfahrung auch sehr erholsam. Aber dagegen seit ihr ja auch. Ihr wollt sogar den bereits bestehenden Teil für eure Velos nutzen (Tunnel unter dem HB), es wäre aber doch viel schöner die Autos unten durchfahren zu lassen und die Velofahrer an der frischen Luft zu haben.

        • Reda El Arbi sagt:

          Sobald ich rausgefunden habe, wen sie mit „ihr“ meinen, werde ich diese Leute versammeln und einen verein gründen. ICH bin durchaus für Umfahrungsmöglichkeiten. Aber ehrlich, den Tunnel unter dem HB mitten im Zentrum Zürichs zähle ich nicht zu den „Umfahrungs“-Möglichkeiten.

          • Peter Müller sagt:

            Ihr = Bewohner der Stadt Zürich. Der Tunnel wurde ursprünglich genau dafür geplant. Einfahrt beim Milchbuck; Ausfahrt in der Brunau und schwups sind die Autos durch die Stadt! Es ist mir klar, dass Sie dagegen sind. Hier spricht wieder die Sharia. Lassen wir es aber gut sein. Konstruktive Lösungen sind hier nicht zu erwarten, da die eigene Ideologie bei den meisten zu hoch ist, was ein gütliches Nebeneinander verunmöglicht. Zitat „Argumentiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau runter und schlägt dich dann dort mit seiner Erfahrung“ mit diesen Worten verabschiede ich mich hier…

            • Reda El Arbi sagt:

              Also sind die Bewohner der Stadt Idioten? 😉 Sie machen sich aber schnell neue Freunde. Oder nur ich? Damit kann ich leben. 🙂 Man muss sich die richtigen Feinde hart erarbeiten.

          • Peter Müller sagt:

            Lesen Sie nochmals folgenden Abschnitt ihres Blogs „Und egal, wie hochbeinig ein SUV dah….“ Aha, Sie dürfen mich also als Idiot bezeichnen und wenn ich es mache, reagieren Sie gleich so. Es war übrigens ein Zitat und sollte nur die Diskussion etwas verbildlichen.

            Egal ich habe genug Freunde, dass ich mir in einem Blog keine neuen Freunde suchen muss. Die ehrliche Meinungsäusserung betreibe ich jedoch darin, was ja auch ein Grundrecht ist.

            Die Bewohner der Stadt Zürich sind ein Stückweit Idioten, weil Sie nur Ihre eigne Ideologie der ganzen Welt aufzwingen wollen.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ich empfehle Ihnen, mal den Begriff «Ironie» zu googeln. Normalerweise kennzeichne ich meine ironischen Aussagen mit «Achtung: Ironie!». Leider hab ichs hier vergessen.

              Und ehrlich, wer eine ganze, extrem heterogen, Stadtbevölkerung in einen Topf wirft, und das auch noch ernst meint, darf mich auch „Idiot“ nennen. Das ist besser, als wenn so jemand völlig einer Meinung mit mir wär. Dann müsste ich wirklich über die Bücher gehen.

          • Lukas Aeschbacher sagt:

            Stimmt, die Stadtbevölkerung ist extrem heterogen und darf daher nicht pauschalisiert werden. Und weil die Autofahrer extrem homogen sind, ist es auch völlig OK, diese in denselben Topf zu schmeissen – das nennt man dann einfach „Ironie“. Ja ne, is klar…

            • Reda El Arbi sagt:

              Ich schmeisse nur die Autfahrer in einen Topf, die sich alleine im Stau in ihrem Auto aufhalten. Das sind nicht alle Autofahrer. Aber vielleicht sind da soagr Stadtzürcher dabei.

      • Hans sagt:

        1. ist die Umwelt nicht das alleinige Mass aller Dinge. Es gibt auch noch Anderes was zählt.
        2. ist die Aussage, dass „ÖV besser für die Umwelt“ sei, doch recht gewagt. In der Stadt mag das stimmen, aber wenn ich manchmal sehe, wie auf dem Land grosse Dieselbusse mit 1-2 Passagieren umherkutschieren, dann muss man das ÖV=umweltfreundlich-Mantra doch stark relativieren.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ok, Umwelt ist nicht das Mass aller Dinge. Hm, erzählen Sie das Ihren Enkelnkindern in 20, 30 Jahren.

          Und mir gehts nicht um Autos auf dem Land, wo sie wirklich oft die einzige vernünftige Lösung sind. In der Innenstadt von Zürich sind private Autos in den meisten Fällen keine vernünftige Lösung.

          • Hans sagt:

            Das werde ich meinen Enkelkindern sehr gerne erzählen, denn ich möchte nicht, dass sie in einer Welt leben müssen, wo sie vor lauter Umweltschutz kaum mehr Freiheiten haben.
            Umweltschutz in einem vernünftigen Mass ist gut und notwendig, aber der immer mehr überhand nehmende Ökologismus stellt die Umwelt in einer absolutistischen Weise über die Bedürfnisse des Menschen, die in letzter Konsequenz menschenverachtend ist.
            Da wehre ich mich dagegen – auch im Interesse meiner Nachkommen!

      • Dino sagt:

        Sie, Herr El Arbi, nennen mich bloss einen Zyniker weil sie die ANgst verspüren, dass ich recht haben könnte.

        Ich sag jetzt noch was zynisches; der Planet muss nicht gerettet werden. Schon gar nicht von uns, wir können ja nicht mal auf uns selbst acht geben wie wollen wir da den Planeten retten? Wir nehmen uns immer wieder viel wichtiger als wir eigentlich sind. Für den Planeten sind wir nur eine kurze Weile hier bevor auch wir verschwinden wie diverse Spezies vor uns – ich also geniesse die Zeit in welcher ich hier bin. Macht mich dies zu einem Egoisten? Vermutlich schon, aber ich mach keinen Hehl daraus wie andere welche wenn man es genauer betrachtet nichts anderes sind als Heuchler.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, ich hab Angst vor solchen Aussagen, wie Sie sie gerade machten, darum nenn ich Sie Zyniker. Und Artenvielfalt, Klimaerwärmung etc. wird sich alles selbst regulieren? Sorry, das ist nicht nur zynisch, das ist einfach nur ignorant. Freundlich ausgedrückt.

          • Dino sagt:

            Man könnte dem ganzen auch nachhelfen aber das wäre dann nicht nur zynisch und ignorant sondern misanthropisch.
            Aber wie alle ‚Apex Predators‘ werden auch wir irgendwann verschwinden, oder denken Sie die Spezies Mensch wird alles was kommen wird überdauern?
            Was das Klima angeht so bezieh ich mich am liebsten auf eine Aussage des IPCC welche besagte, dass das Kilma ein nicht-lineares, chaotisches System sei. Haben wir einen Einfluss darauf? Vermutlich schon. Können wir es stoppen? Etwa so sehr wie wir die Erde davor stoppen können sich um sich selbst zu drehen.

            PS: Auf dem Mars gibts auch Erwärmung, dieser beknackte Mars-Rover macht da alleine alles kaputt!

            • Reda El Arbi sagt:

              Jaja, und das Universum wird eines Tages entweder auskühlen oder sich wieder zusammenziehen. Blabla. Das IST Zynismus. So schieben Feiglinge Verantwortung ab. Aber ich muss ja nicht damit leben, ich tu da was, wo ich wenigstens ein bisschen was erreiche. 😉

  • Diana sagt:

    Ich hatte früher sowohl Auto als auch Motorrad, seit einem Jahrzehnt keines von Beidem mehr – und ich geniesse es total. Während ich früher im Stau stand und gelangweilt Nummernschilder lese, sitze ich im ÖV und lese ein Buch und hab sogar eine Hand frei für einen Kaffee. Am meisten befreiend ist, dass ich keine Parkplätze mehr suchen muss und die ÖVs in der Regel besser zu timen sind. Vorallem im Kanton Zürich ist das Verkehrsnetz ja wirklich genial, egal wo ich hin will, ich komme innert kürzester Zeit dahin. Nur etwa einmal pro Monat gibt es Momente, in denen ich mir ein Auto wünschte aber für diesen einen Anlass lohnt es sich für mich einfach nicht. Damit will ich das Autofahren nicht verteufeln, es gibt Leute die darauf angewiesen sind, ich habe das Glück, dass ich (an der S5 Strecke in der Aglo wohnend) dieses teure Hobby nicht brauche……….. Achja und es ist tatsächlich amüsant, gemütlich im Tram zu sitzen und einen im Stau stehenden Offroader zu überholen, wrumm wrumm 😉

    • Erich sagt:

      Schon, dass sie im ÖV ihr Heil gefunden haben. Jetzt müssten Sie ihren privaten Chauffeur im Tram nur auch noch selbst bezahlen, dann wäre die Welt perfekt.

      Würden Sie es auch amüsant finden, wenn die Stadt auch die Velospuren mit Schikanen verbaut, damit sie auch die Velofahrer überholen können?

  • KMS a PR sagt:

    ansonsten finde ich den artikel treffend. mit gefährten auf schienen darf man sich nicht messen; da verliert man immer; leider auch als suv-rüpel wie ich einer bin. denen gehe ich immer aus dem wege. falls sie einem abschiessen und ich im recht sein sollte, hat man gegen die vbz keine chance und die versicherung muss horrende beträge für (kleine) blechschäden am tram begleichen.
    da konzentriere ich mich lieber auf die erwähnten, säumigen velöler – meine beifahrertür habe ich immer griffbereit….

    • Peter Klopp sagt:

      Brauchts Ihre Tür überhaupt? Mit dieser Einstellung gehören Sie doch sowieso zu jener Gruppe, die immer schön auf dem Velostreifen einspurt und uns den Durchgang versperrt.

      • Erich sagt:

        Das ist eben das Resultat der gehässigen Verteufelung des Individualverkehrs in Zürich. Die Leute, die das Auto brauche fühlen sich schikaniert. Und weil die ÖV-Fundis oft auch das Velofahren predigen (obwohl nur zögerlich, das Kollektivistische fehlt dort etwas) lässt man den Frust an den Velofahrern aus.

        Mein Tipp: man kann auch die Trams oder Busse recht gut schikanieren. Da sitzen vielleicht etwas mehr der anderen Fraktion drin (Kollateralschaden 80% normale Bürger, die einfach ans Ziel kommen wollen bitte ignorieren) Einfach mal vor dem Tram etwas bummeln (Langsamverkehr ist angesagt!), oder den Motor abstellen und eine Panne vortäuschen… Macht echt Spass!

    • hans fallada sagt:

      ähm irre ich mich oder teilen sie uns gerade mit, dass sie aktiv körperverletzung planen? geht mir langsam zu weit hier…

  • Peter Müller sagt:

    Die Sharia des VCS hat gesprochen. Mit der genau gleichen Argumentation fahre ich auch weiterhin mit dem Auto in die Stadt. Der Stau stört mich nicht mehr. Die dadurch schlechtere Luft habe ja nicht ich, sondern die Stadt Zürcher. Würdet ihr endlich eine leistungsfähige Umfahrung bauen, bzw. überhaupt ermöglichen, wären die Strassen auch nicht verstopft. Und Ihre Argumente überzeugen mich als Stadt Zürcher überhaupt nicht. Wer Ruhe und Natur sucht ist in einer Stadt an der falschen Stelle. Ich empfehle diesen Menschen die Berge, möglichst abgelegen.

  • sepp z. sagt:

    geile song vom constable!

  • Fritz Blasimann sagt:

    Vielleicht kann mir El Arbi ja noch erklähren, warum ich mich zwei mal im Tag für 1h pro Weg in diese romantischen ÖV- Kutschen setzten soll, wenn ich mit dem Auto 10 min pro Weg habe. Da bin ich so egoistisch und gönne mir die Zeitersparnis von 1h40min pro Tag. Das kann ich viel sinnvoller in Freizeit investieren, statt in den ÖV zu sitzen. Auch wäre es nicht Umweltfreundlicher, wenn ich täglich 2h Bus fahre, dabei fast die 3-fache Strecke zurücklege wie mit dem Auto. ÖV mag halt in der Stadt funktionieren. Aber kurz vor den Toren zur ÖV-Stadt Zürich ist dann Schluss mit bequemen und raschen Verbindungen.
    Und vielleicht merken ja die Zürcher noch irgendwann, dass nicht jeder der durch die Stadt fährt, auch in die Stadt will. Aber Zürich steht halt nun mal mitten im grössten Verkehrsknoten der Schweiz. Statt dafür zu sorgen, dass Transitverkehr flüssig durch oder um Zürich kommt, blockiert man ihn noch. Desshalb ist auch der Satz falsch: ..“in ihrer Blechklause still die anderen Automobilisten für ihre pure Existenz verfluchen, die den Stau verursacht..“. Denn der Stau wird nicht durch die alleinige Existens der Autos verursacht. Autos die rollen würden, verursachen keinen Stau. Es ist viel mehr die Verkehrverhinderungspolitik der Stadt.
    Aber hier trifft eben wieder Ideoligie gegen gesunden Menschenverstand. Man könnte ja meinen, dass es möglich sein müsste, jedem seine Art der Fortbewegung zu billigen. Aber in dieser egoistischen Denkweise gewisser Dauerempörten und Umweltfanatiker, gibt es kein friedliches Miteinander. Es gibt nur das eine Richtige und jeder muss zu diesem Glück gezwungen werden.

    • Reda El Arbi sagt:

      Da nimmts mich aber wunder, wo Sie wohnen. Ein Zeitunterschied von 1.40 Stunden? Sie müssen mitten auf einer Zubringerautobahn eine Wohnung gefunden haben 😉

      Und Sie haben Recht. Es ist nicht ein Auto, dass den Stau verursacht. Es sind etwa 300 000. Und weil die sich nicht mehr frei bewegen können, muss die Stadt unbedingt umgebaut werden. Genau.

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        Was Blasimann schildert, ist nicht so abwegig. Bei meinem letzten Job waren es 15 Min. mit Auto vs. 60 Min. mit ÖV, also 1.5 Std. Zeitersparnis mit dem Auto. Mit dem ÖV musste ich zwei mal umsteigen und dabei aufgrund der besch…eidenen Anschlüsse insgesamt mehr als 20 Min. warten, was insbesondere im Winter kein Vergnügen war.
        .
        Mittlerweile ist der Zeitunterschied geringer, weshalb ich (wieder) mit dem ÖV pendle. Aber aufgrund des miserablen Services (nicht nur in den letzten Wochen) überlege ich mir trotzdem wieder das Auto zu nehmen. Und wenn die moralisch vermeintlich höher gestellten ÖV-Benutzer auf mich herabschauen, ist mir das vollkommen Wurst. Es gibt eigentlich nur zwei Pro-Punkte für den ÖV: 1) Ich kann während der Fahrt lesen und 2) die soziale Komponente (treffe viele Bekannte).
        .
        Die Stadt muss nicht „umgebaut“ werden. Es muss „nur“ der Ring um die Stadt geschlossen werden. Dann muss nämlich kein Transit-Verkehr mehr durch die Stadt fliessen. Und dann kann die Stadt von mir aus mit Road Pricing belegt oder auch ganz abgeriegelt werden.

        • Pumuckl sagt:

          Unterstütze ich voll und ganz. Wenngleich….. Service habe ich beim öV eigentlich noch nie erwartet. Aber eigentlich würde ich davon ausgehen, dass ich als Kunde zumindest ein wenig Wertschätzung erfahren würde. Speziell bei den Billetkontrollen. Was sich die VBZ dort für Hallodris und Rambos leisten spottet jeder Beschreibung. Jede Billetkontrolle gleicht einer Terroristenfahndung. Wahrscheinlich hat man bei der VBZ noch immer nicht kapiert, dass weit mehr als 90% der Fahrgäste ein gültiges Billet haben und 100% der Steuerzahler für den Lohn der Bande zuständig ist. Nach einigen Erlebnissen dieser unerfreulichen Art habe ich beschlossen, ab sofort jede Billetkontrolle zu filmen.

      • Fritz Blasimann sagt:

        Die genaue Adresse stell ich dir jetzt nicht online. Aber keine Angst, meine Angaben stimmen. Denn die Steuervögte lassen mich bei der Steuereklährung das Auto abziehen. Die sehen auch, dass ich tatsächlich eine Zeitersparnis von 1h 40min habe.

        Die Stadt muss nicht umgebaut werden. Aber man könnte aus ohnehin schon bestehenden Strassen die Blumenkübel entfernen. Man könnte seit Jahrzehnten bestehnde Autobahntunnel unter dem HB erschliessen und ihr würdet schon nur noch die Hälfte Verkehr haben. Und ich rede davon, bloss eine anständige Transitroute zu erstellen. Wenn man im Rest der Stadt nicht fahren darf ist mir das ziemlich egal. Es wäre relativ einfach. Aber eben, wenn man den Feind Auto nicht mehr staut und den Feind Auto dann nicht mehr so sieht, hat man dann plötzlich kein Feindbild mehr.

        Einer Stadt, in der Velofahrer gegen Jogger, Jogger gegen Hündeler, Velofahrer gegen Fussgänger, Hündeler gegen Velofahrer, Fussgänger gegen Jogger usw agieren und sich dazu noch weltoffen schimpft, kann man eh nicht so ganz ernst nehmen. 😉

        • Reda El Arbi sagt:

          Naja, die Blumenkübel entfernen? Hm, die Stadt ist in erster Linie Wohnraum, nicht Verkehrsachse, sind wir uns da einig? Und sowohl die Hündeler, die Fussgänger und die Velofahrer sind nicht unglücklich mit den Blumen in der Stadt.

          Das Auto ist nicht der Feind. Es sind nur einfach zuviele, die alleine in ihrem Auto sitzen und die Schuld am Verkehrsstau den Anderen geben. Das ist in etwa so, als wenn ich Drogensüchtig bin und die Schuld dem Dealer gebe: Keine Eigenverantwortung und immer in der Opferhaltung.

          • Fritz Blasimann sagt:

            Schon mal daran gedacht, wie Wohnraum entsteht? Als erstes wird eine Strasse zum zukünftigen Wohraum gebaut. Sobald die Strasse gebaut ist, wird der Wohnraum gebaut. Kein Maurer schleppt die Ziegel zu Fuss zur Baustelle 😉

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, und dagegen hab ich ja auch nichts. Nicht mal gegen Garagen für die Anwohner. Nur die für 100 000 Autos, gefahren von Auswärtigen, die alleine in ihren Kisten sitzend in die Stadt fahren, die Strassen verstopfen und dann noch über die Städter motzen, die das nicht so super finden, kann ich einfach keine Zuneigung aufbringen. Die Leute LEBEN da.

          • Fritz Blasimann sagt:

            Ich lebte früher auch in den Bergen. Schon mal gesehen wieviele Städter am Wochenende in die Berge fahren? Mit dem Auto! Ich hab auch dort gelebt, trotzdem hab ich nicht jeden verteufelt der mit dem Auto kam. Und eben ich sags ja, ich will nicht in der ganzen Stadt rum kurven. Ich will eine anständige Transitachse! Das ist ein grosser Unterschied. Die Betonwüste interessiert mich nicht, in der dürfen sie weiterhin ruhig leben. Eine Transitachse würde eben auch die Stadt entlasten. Aber das wollt ihr ja gar nicht.

          • Pumuckl sagt:

            Die Stadt ist also Wohnraum. Ach so. Das ist mir dagegen wirklich neu. Immerhin ist es doch so, dass man in der Stadt praktisch keinen bezahlbaren Wohnraum mehr bekommt, der auch nur ansatzweise sein Geld wert ist. Die Zahl jener, die täglich zum arbeiten in die Stadt kommen müssen übersteigt die Zahl jener die dort leben um ein Vielfaches. Nicht zu vergessen, dass all die schönen Läden und kulturellen Einrichtungen recht bald schliessen würden, wenn sie nur noch von den eigentlichen Stadtbewohnern frequentiert würden. Ebenso all die tollen internationalen Arbeitsplätze. Auf diese Weise würde die Stadt dann relativ schnell zum Dorf mutieren – was dann aber nach Ihrer Logik wieder zu einigem Mehrverkehr führen müsste.
            Es ist schon mehrfach gesagt worden. 1. es braucht öV UND Individualverkehr (egal ob motorisiert oder nicht). 2. Verkehr braucht die dazu notwendigen Verkehrsflächen (dazu gehören übrigens auch Velowege und Fussgängerzonen) sowie eine intelligente (Um)Leitung. Verkehrsbehinderungen ala ZH sind unzeitgemässe Verschleuderung von Raum-, Zeit-, Geld- und Ölressourcen. Von der Gesundheit aller Beteiligten ganz zu schweigen.
            ZH bräuchte einen leistungsfähigen Autobahnring mit mind. 2 Achsen (Tunnel z.B.). Man könnte ZH auf diese Weise sogar autofrei halten, wenn man dann strategisch günstig Grossparkplätze positionieren würde. So wäre es dann auch möglich, sämtliche Parkplätze in der Stadt aufzulösen (also auch die vor bzw. im TA Gebäude) und die Firmen dazu verpflichten für ihre MAs eine genügende Anzahl Plätze auf den Grossparkplätzen zu erwerben. Mit der Parkgebühr hat man dann gerade auch schon das Tagesabo für die ZVV gelöst. Alle Bewohner von ZH erhalten ihr ZVV Jahresabo jedes Jahr automatisch mit der Post nach Hause geschickt. Die Zahl der Schwarzfahrer würde so auf praktisch Null gesenkt, wäre also zu vernachlässigen und es bräuchte entsprechend auch keine Rambos mehr, die ehrliche Fahrgäste bei Billetkontrollen schikanieren und beleidigen.

      • Olaf Leuenberger sagt:

        Die Stadt baut sich ja schon um – und zwar mittels Errichtung von Verkehrsblockaden! (Wenn du das nicht siehst, fahre doch bitte nur ein einziges Mal mit dem Auto von der Aglo in die Stadt hinein und auf demselben Weg wieder hinaus.)

    • V. Elo sagt:

      10 Minuten mit dem Auto. Da hätte ich 20 Minuten mit dem Velo und etwas Fitness gratis dazu!

    • Roman Rebitz sagt:

      Auch als Autofahrer sollte man zugeben können das ein Ausbau meist nichts nützt, denn sobald die entspr. Strecke ausgebaut ist gibt es so viele die dann wieder vom ÖV auf das Auto umsteigen, das man nach ein paar Wochen bereits wieder den gleichen Stau hat oder er verlagert sich einfach zum nächsten Engpass und die anderen haben dann das Problem. Verstehe das Leute welche sich in den ÖV’s nicht wohl fühlen oder mit dem Auto viel Zeit sparen, auf das Auto zurückgreifen. Gruss von einem kritischen Autofahrer.

      • Carlo sagt:

        Nach dieser Logik könnte man ja alle Autobahnen auf 2 Spuren (eine pro Richtung) reduzieren und die Staus würden nach kurzer Zeit abnehmen, weil der ganze Verkehr auf die Bahn ausweicht… merksch öppis?!?

      • Erich sagt:

        Die lieben Verkehrskritiker sind meistens jedoch auch EU-Turbos. Die lieben es, jedes Jahr Hunderttausende neuer Einwanderer in die Schweiz kommen. Man kann die Leute ja etwas enger zusammenpressen, ist ein herrliches Gefühl. Es stinkt so sozial im Tram…

  • nemo sagt:

    Nur solange ich im ÖV gegen meinen Willen gefilmt werde, meide ich diesen. Lieber peste ich ein paar Tonnen Öl zuviel in die Luft und nerve mich unnötig über den Stau, auch nehme ich die Moralkeule geduldig entgegen, aber aus republikanischer, freiheitlicher Überzeugung verzichte ich auf Filmaufnahmen des Polizeistaates.

    Bis zur Einführung des flächendeckenden Fichenstaates im ÖV, habe ich diesen auch regelmässig benutzt, anschliessend habe ich mir ein Automobil angeschafft (leider reichte das Geld nur für eine alte Dreckschleuder) und kutschiere mich filmfrei durch die Stadt.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, sie werden auch im Auto gefilmt. Und anhand ihrer Nummer kann man ihre Wege sogar in ganz Europa verfolgen, nicht nur die paar Minuten im Zug oder Tram.

      • nemo sagt:

        Reda El Arbi, wir können jetzt noch über die qualitativen Differenzen der Schnüffelei und die möglichen Präventivmassnahmen diskutieren. Aber solange ich irgendwie kann, verzichte ich genau aus diesem Grund auf den ÖV. Und wenn der Weg zu weit, das zu transportierende Gut zu sperrig oder zu schwer oder das Wetter nicht geeignet ist zu Fuss oder mit dem Fahrrad von A nach B zu gelangen, weiche ich auf den ölbetriebenen MIV aus. Wenn die Kameras fallen, kaufe ich spätestens am nächsten Arbeitstag wieder ein Jahresabo und benutze ÖV. Bis dahin ignoriere ich diesen. Ich fühle mich vom Staat durch die Installierung der Kameras im ÖV hintergangen, meine Antwort ist halt ein vermehrter CO2- und anderer schädlicher Gas-Ausstoss. Stoppt die Überwachung und ich reduziere meinen Öl-Verbrauch.

        • tststs sagt:

          Selten eine kreativere „Ausrede“ gehört… günstige Alternative: kurz vor dem Betreten des Zuges Maske über den Kopf ziehen (anscheinend im Moment sehr beliebt: Vampire, gerne auch im Pilotenkostüm…*g*)

  • Sam Gerber sagt:

    El Arbi sollte wissen, dass auch der ÖV nicht mit Wasser fährt und er seinen Kindern erklären muss, dass er trotzdem auf Medikamente aus Erdöl verzichten muss. Ansonsten zeigt sich in diesem „Beitrag“ die typisch ablassende Einstellung („auf die Autofahrer herunterschauen“), die man bei vielen Exponenten als populär bezeichnen möchte. Würden wir Autofahrer pauschal sagen, „ÖV-Benutzer“ stinken, sind asoziale Subventions-Bezüger und selbstverliebte Egomanen (weil: „immer die Schuld der Transportgesellschaft geben“). Ich würde jede Wette eingehen, dass eine Minderheit der ÖV-Benutzer im Übrigen diese aus ökologischen Gründen benutzen und – alsbald möglich – wieder auf den diskreten Individualverkehr ausweichen würden.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, Busse fahren auch mit Benzin. Sie befördern aber das 70-fache an Personen. Und sie denken also, ÖV-Benutzer fahren nicht Auto, weil ihnen das Geld dazu fehlt? Hihi 🙂

      • Sam Gerber sagt:

        Denkfehler, mein Lieber! Voll sind die Busse nur zu Stosszeiten und wie oft fährt ein 10-Tonnen-Bus mit 2 Passagieren durch die Gegend?

        • Reda El Arbi sagt:

          Naja, das müssen Sie mir in Zürich aber zeigen. Selbst bei 10 Personen Auslastung lässt sich ein Bus (oft Trolley, also mit Strom betrieben) noch leicht gegen zehn Personen, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind, aufrechnen.

          Und ein Bus, der mit 100 Passagieren unterwegs ist, reisst auch noch einige Leerfahrten durch die ganze Stadt wieder raus.

          • Alo sagt:

            Was machen Sie nur mit ihren Argumenten, wenn es mehr leichte Elektroautos gibt. Dann werden Sie die Individual-Verkehrsteilnehmer wieder zwangsweise zum gemeinsamen Stinken und Schwitzern ins Tram verfrachten wollen, „weil es sozialer ist“.

            Es gibt viele Busse, auch in Zürich, die schlecht ausgelastet sind. Noch schlimmer ist dies bei Zügen, die für jede Station ihre tonnenschweren Wagen erneut beschleunigen muss. Aber die Diskussion darüber ist unerwünscht. Genauso wie stromsparende Autos, das passt nicht ins Weltbild der Sozi-Kultur in einigen Teilen Zürichs. Die leichten, umweltfreundlichen Autos würden vielleicht von den Reichen der Goldküste gefahren. Das wäre wirklich zuviel – die Gefahr ist, dass sich diese auch noch diese Statussymbole für sich reklamieren… Dann lieber Trams und Züge, da muss jeder anstehen und wird zwangs-sozialisiert…

  • Carlo sagt:

    Ich mag ja sonst El Arbis Beiträge ganz gut, aber beim Thema Auto scheint ihm, wie so vielen Autofreunden und -hassern, die Ideologie in die Quere zu kommen.
    Wie wär’s mit etwas mehr Intelligenz statt Ideologie? Jedes Verkehrsmittel hat seine Vor- und Nachteile, die je nach Situation die Wahl des einen oder anderen sinnvoll machen. Und ja, das gilt sogar in der Stadt.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, ich seh’s ja ein. Und sobald ein Argument für private Autos in der Innenstadt kommt, werde ich in mich gehen und meine Ansichten einer strengen Prüfung unterziehen. Ich werde dann meinen Enkelkindern erklären, dass sie auf Medikamente aus Erdöl verzichten müssen, weils für uns so wichtig war, alleine mit dem Auto in die Stadt zu fahren, ich schwör.

      • KMS a PR sagt:

        hier kommt das argument. privat-autos in der innenstadt zeugen von mondäner coolness. nur proleten gehen die gipfeli um die ecke zu fuss holen; leute mit stil und kultur fahren die 20m. herr el arbi. wir sind in zürich – in der stadt des protz-und-klotz. gegen den lifestyle ist selbst rot-grün (glücklicherweise) machtlos!

        und nun. bitte. gehen sie in sich, hadern ein wenig mit ihrer identität als veritabler stadt-zürcher…und….?

        • Reda El Arbi sagt:

          Komisch ist, dass viele Stadtzürcher gar kein Auto mehr haben. Und dass selbst junge Menschen immer mehr aufs Auto verzichten: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Warum-Autofahren-nicht-mehr-angesagt-ist/story/20454570

          • KMS a PR sagt:

            was natürlich auch logischerweise sinn macht. ich wüsste nicht mal, wo ich meine karren hinstellen sollte, lebte ich in der innenstadt. höchstens die chopper würde ich noch behalten.
            aber sie unterschätzen den lyfestile. dynamische jungmanager zwischen 28 und 35 wollen den 911er schliesslich vor dem club präsentieren – frei nach kanye west – „haste kohle, haste autos, haste frauen.“ oder sehen sie viele dieser hippen schlipsträger die bräute mittels des tollen mtb aufreissen?
            häh!? 😉

          • Olaf Leuenberger sagt:

            Wieso verzichten die Jungen aufs Auto? Weil die Politik es erfolgreich erschwert hat, den Führerschein zu machen – durch massive Verteuerung und andere Hürden. Besonders pervers: Die Bonzenkinder können es sich trotzdem leisten – dank dieser „sozialen“ Politik.

          • Erich sagt:

            Den normalen Zürchern bleibt nach dem Bezahlen der Steuern und Wohnungsmieten kein Geld mehr für ein Auto. Da wird halt die Not zur Tugend gemacht…

        • Peter Klopp sagt:

          Ja KMS, Leute mit Stil und Kultur fahren die paar Meter – aber per VELO! Und ich fühl mich dabei unglaublich cool und urban!:) Männer mit Protzkisten und offensichtlichen Kompensationsproblemen finde ich hingegen nur lächerlich.

          Aber eigentlich lese ich aus ihren comments eh nur Ironie heraus. Bzw. hoffe ich es (für sie). Lyfestile?

          • Mathias sagt:

            «Stil und Kultur» oder «Lifestyle», genau das ist das Problem mit den Zürcher Velofahrern: Sie wollen dauernd etwas Besonderes sein. Sie unterscheiden sich also durch nichts von jenen Leuten, die eine überzüchtete deutsche Angeberkiste fahren – vorzugsweise SUV oder Kombi aus bayrischer Provenienz.

            Die halbe Stadt ist bildlich gesprochen eine Badi Letten, wo die Leute bekanntlich so an der Sonne liegen, als würde sie der Obersnob unter Fotografen, Michel Comte, ablichten. Aber schön, dass Sie Velofahren. Doch wenn Sie das nur machen um Ihr Ego zu pudern, dann tun Sie mir leid. Kompensationsproblem triffts.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ach Quatsch. Mit dem Velo bewegt man sich in der Stadt einfach am Schnellsten und Bequemsten. Besser als ÖV.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            Eben, das ist es ja – „unglaublich cool und urban“… Roni lässt grüssen… 😉

          • John Wilson sagt:

            Reda: Velo am schnellsten und bequemsten? Ja, sehr gern bei gutem Wetter und im Dreieck Seefeld-Enge-Altstetten. Aber wehe, es regnet oder man muss auf den Hönggerberg oder nach Oerlikon, dann ist fertig mit schnell und bequem.
            Dann nehm‘ ich dann doch lieber das Auto. Wenn ich öfters den Hügel rauf müsste, würde ich mir wohl ein E-Bike zulegen (hochkommen würde ich schon, aber ich mag nicht völlig verschwitzt mein Ziel erreichen).
            Aber innerstädtischer ÖV nur im äussersten Notfall. Zu langsam, zu unbequem und zu viel unangenehmes Volk.

      • Carlo sagt:

        Generelle Argumente für das Auto in der Innenstadt fallen mir grad‘ nur zwei ein: Erstens, dass der gesamte Strassenverkehr von der Goldküste auf die A1 mangels Tunnel oder Umfahrung leider immer noch durch die Innenstadt MUSS.
        Zweitens, dass man sich im klassenlosen Tram- und Bus-ÖV unter Leute mischt, mit denen man sich sonst nie im Leben abgeben würde.
        Allerdings interessiert mich der erste Punkt nur beschränkt, da ich u.a. aufgrund der mässigen Verkehrsanbindung nicht an der Goldküste wohnen mag und der zweite Punkt ist ausserhalb des Stossverkehrs nicht so gewichtig, dass er nicht durch andere Vorteile des ÖV schnell mal aufgewogen würde.
        Natürlich gäbe es viele individuelle Argumente dafür und dagegen, aber die mag ich mir jetzt nicht aus den Fingern saugen.
        Was das Öl angeht: Wenn ich mir z.B. ansehe, was die Amis und insbesondere die US-Regierung aber auch die Reichen und Mächtigen dieser Welt an Öl verbrennen (überdimensionierte Armee, fragwürdige bis sinnlose Kriege, Privatjets, riesige Villen, etc. etc.), da mach ich mir echt kein Gewissen wegen meinen paar Autofahrten. Seriously.

        • Reda El Arbi sagt:

          Kann ich nachvollziehen. Nur, jeder Typ der im Nahen Osten in einem blutigen Krieg um die Vormacht auf Ölreserven erschossen wird, verbrennt sein Blut auch ein bisschen in unseren Autos.

          • Carlo sagt:

            Sehe ich nicht ganz so, denn es besteht ja kein Zusammenhang zwischen diesen Kriegen und der Grösse der Erdölreserven oder anders gesagt würde ohne diese Kriege nicht weniger Erdöl zur Verfügung stehen. Bei diesen Kriegen geht es zur Hauptsache darum, dafür zu sorgen, dass der Gewinn aus der Ölförderung in die gewünschten Taschen fliesst.
            Dein Argument würde nur ziehen, wenn bloss die Amis bereit wären, uns Öl zu verkaufen, nicht aber beispielsweise die Irakis, was ich jedoch für sehr unwahrscheinlich halte…

            • Reda El Arbi sagt:

              Vielleicht etwas zu kurz gedacht: Gewinn lässt sich mit Erdöl nur erwirtschaften, wenn die Nachfrage besteht. Und mit unserem motorisierten Individualverkehr tragen wir zur Nachfrage bei. Und es ist letztlich egal, von wem wir Öl kaufen, wenn wir Nachfrage und Gewinn am Laufen halten, befeuern wir den Machtkampf ums Öl.

          • Olaf Leuenberger sagt:

            Dann sind die Autofahrer also auch an den Kriegen schuld. Ist ja schon traurig, diese vereinfachende Weltanschauung und Verteufelung. Sie ist weit gedacht, zugegeben, aber eben nicht zu Ende gedacht. Du siehst keinen Funken guter Wille bei den Autofahrern. Gehst nirgends auf jene ein, die sich für ökolotischere Technologien aussprechen, z.B. Elektroauto. Auf jene mobilen Individualisten, die gar nicht egoistisch sein wollen. Aber eben: was kannst du noch sagen, wenn einmal alle Autos (und das ist gewiss schon längst überfällig) mit Strom fahren werden?

          • Mathias sagt:

            Oh, das drückt jetzt aber heftig auf die Tränendrüse! Dumm nur, dass das in Europa benötigte Erdöl praktisch zu 90% aus der Nordsee stammt: Wir finanzeiren mit unserer Tankfüllung also in erster Linie den hohen skandinavischen, insbesondere den norwegischen Lebensstandard!

            • Reda El Arbi sagt:

              Shell? BP? DAS ist besser? 🙂 Oh Gott, ich sehs ein, ich hab mich tootaaal geirrt. Es gibt ethische und unethische Ölkonzerne. Und unsere Tankstellen kaufen nicht da den Sprit, wo er gerade am Billigsten ist. Es sollte ein Gütesiegel „Kriegsfrei“ geben. 😉

          • Bea sagt:

            Autofahrer sind insofern auch Kriegstreiber, denn gäbe es die riesige Benzinnachfrage nicht, wäre auch die Nachfrage nach Öl global weit geringer, damit die Preise und der Förderbedarf. Insofern folgen die Autofahrer wie Schafe einer schädlichen Gesamtsystematik, die und damit ihre eigene Verantwortlichkeit zu erkennen nicht jedem gelingt.

          • Carlo sagt:

            Nach dieser merkwürdigen Logik wären wir dann ohnehin alle Kriegstreiber, denn auch die Nichtautofahrer konsumieren direkt oder indirekt jede Menge Erdöl.

      • Paul Stocker sagt:

        Ich hoffe das sind dann aber Adoptierte Kinder und Enkelkinder, weil alles andere wäre nicht Umweltfreundlich.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, sinds. Patenkind in Kambodscha. 😉

          • Paul Stocker sagt:

            Höre ich gerne 🙂 Aber nur so nebenbei, ein post über die ganzen egoistischen Eltern die mit ihren Kindern unsere schöne Stadt und Landschaft verdichten, und dabei noch eine Unmenge an zusätzlichen Ressourcen verbrauchen nur um Ihre egoistischen träume und „eingebildete individuelle Freiheit“ auszuleben wäre auch mal interessant zu lesen finde ich.

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