Zürich und die Reichen

Exklusive Aussicht nur für Reiche. Club Haute in Zürich

Exklusive Aussicht nur für Wohlhabende: Club Haute in Zürich

Laut Statistik lebt in jedem neunten Zürcher Haushalt ein Millionär. Das wollten wir genauer wissen und klingelten bei unseren Nachbarn. Offenbar leben da aber keine wohlhabenden Menschen, also machten wir uns auf die Suche.

Alles Geld sammelt sich unter dem Paradeplatz. Und da wir annahmen, dass sich Reiche nie weiter von ihrem Geld entfernen als zum Beispiel Eichhörnchen von ihren Nüssen, begannen wir unsere Suche genau da.

Doch so, wie die gut gekleideten Menschen über den Bankenplatz pressierten, darf man annehmen, dass sie noch hart für ihr Geld arbeiten. Also keine offensichtlich Wohlhabenden am Paradeplatz. Vielleicht abgesehen von ein paar russischen Touristen, die in die Bahnhofstrasse schlenderten um Geld auszugeben. Aber wir suchen ja eher die einheimische Spezies.

Über den Dächern von Zürich

Wir gingen also weiter zum Privatclub Haute. Der befindet sich im 13. Stock des Hochhauses an der Schanze, in unmittelbarer Nähe zum Paradeplatz. Der Empfang war ganz zu unserem Erstaunen leer, also betraten wir flugs die Terrasse, wo nachmittags um halb fünf schon einzelne Herren vor ihren Drinks sassen. Vom Tisch aus kann man hier den Weitblick über den See in dieser typisch wattierten Atmosphäre geniessen, die uns bei unserer Suche übrigens noch oft begegnen wird. Lange dauerte unser Glück im Haute indes nicht an:

«Sind sie Mitglied?» – «Ähm, können wir etwas zu trinken bestellen?» – «Wenn sie nicht Mitglied sind, müssen sie leider wieder gehen.»

Denn die Regeln sind klar: Nur wer jemanden im Club kennt, kann Mitglied werden. Wir respektieren das. Vielleicht auch nur deshalb, weil wir noch nie so sanft aus einem Club geworfen wurden. Mindestens zehnmal entschuldigte sich der Bedienstete, dass wir jetzt wieder gehen müssen. Vor dem Verlassen geleitete er uns auf unseren Wunsch hin sogar noch durch das Heiligtum des Haute, das gepflegte Restaurant ein Stockwerk höher.

Hochstapler

Weiter gehts an die Bahnhofstrasse. Die Dame am Empfang der Privatbank EFG bemühte sich redlich um einen Kundenberater, der uns in die Welt des Privatbanking einführen sollte. Das gab uns sofort das Gefühl, wertgeschätzt und willkommen zu sein. Wir gaben vor, ein Konto eröffnen zu wollen. Doch als die Dame wiederum äusserst freundlich erklärte, dass die Höhe des benötigten Kapitals für eine Kontoeröffnung 500 000 Franken betrüge, verabschiedeten wir uns diskret wieder – nicht ohne Broschüren mitzunehmen und so zu tun, als ob wir uns die Sache redlich überlegen würden. Die Einsicht aus unserem Besuch: um die Wertschätzung der Bank unsererseits für längere Zeit aufrecht erhalten zu können, fehlte uns ein kleines Detail: Geld.

500 Franken in 30 Minuten

Liess den Drink dreimal zurückgehen: Dame im Baur Au Lac

Liess den Drink dreimal zurückgehen: Dame im Baur Au Lac

Besässen wir eine der Hochglanz-Limousinen, die auf der Talstrasse vor dem Baur Au Lac verkehrten, dachten wir, wir wären uns auf der Privatbank weniger wie Hochstapler vorgekommen. Denn ein solcher war auch unser Nachbar an der Bar im Garten des Edel-Hotels nicht. In einer halben Stunde – in der wir Eiskaffee und einen Rhabarber-Sommerdrink für insgesamt 33 Franken schlürften – verscherbelte der Mittfünfziger mit der rot umrandeten Hornbrille und der erheblich jüngeren weiblichen Begleitung Unsummen. Champagner, Kaviar mit Mini-Omeletten und Saucen, Edel-Wodka und wieder Champagner und wieder Wodka, der übrigens wurde in einem vorgeeisten Glas serviert. «Die Millionäre wissen eben, wie man lebt», kommentiert Sarasin etwas neidisch die Geschwindigkeit, in der der Kaviar im Millionärs-Rachen verschwand. «Gutes Leben ist eine innere Haltung, kein Kaviarwettessen», philosophiert El Arbi mit der banalen Weisheit seiner Hippiezeit. Eine andere Dame, gut gewandet und frisiert, gab gerade zum dritten Mal ihren mit Kumquats angereicherten Sommerdrink zurück. Nach jedem Schluck tupfte sie sich die mit einer Serviette die Lippen ab. Denn, dies wurde klar: das Leben ist ein Klischee, also muss man sich auch so verhalten. Die Atmosphäre im Baur Au Lac gestaltete sich übrigens für uns trotzdem angenehm entschleunigt und dies, obwohl direkt vor dem penibel gepflegten Garten der General-Guisan-Quai konstant rauscht.

«Wir müssen leider draussen bleiben»

David Sarasin interviewt die Yachtclub-Member. Vom Wasser aus (der kleine schwimmende Kopf).

So sieht eine Interview-Situation mit dem Yacht Club aus.

In Pflastersteinwurfnähe zum Baur au Lac-Garten liegt der Zürcher Yachtclub, das nächste Ziel auf unserer Suche nach den Millionären in Zürich. Der mehr als hundertjährige Altherren-Verein mit dem schwimmenden Clubhaus ist bekannt für seine rigiden Aufnahmeverfahren und seine ausgesprochene Fähigkeit, sich vor der Öffentlichkeit hermetisch abzuschotten. Natürlich wollten wir deshalb umso mehr rein. Und natürlich klingelten wir an der dicken Tür. Trotz SOS-Morsezeichen-Gong öffnete uns niemand, nicht mal die Gegensprechanlage erwachte zum Leben. So leicht wollte Sarasin die Yachtkapitäne aber nicht davonziehen lassen und stieg selber in die Badehosen um zwischen den Booten hindurch zum Clubhaus zu schwimmen, um zumindest einen Blick ins Leben dieses maritimen Exklusivclubs zu erhaschen. Und tatsächlich: da standen sie, etwa zehn Männer in Hemden, gewaltige Weissweingläser schwenkend.

«Ist das der Yacht Club?» – «Ja» – «Kann man bei ihnen etwas trinken?» – «Nein» – «Wie werde ich Mitglied?» – «In dem sie segeln lernen.» – «Kann ich sie mal kennenlernen» – «Nein. Ausserdem ist es verboten da zu schwimmen, wo sie es gerade tun.»

Der Rest bleibt wie immer Vorstellung von zarter Musik und wattierter Atmosphäre, von köstlichem Wein, gepflegter Konversation und hochwertigem Essen. Und, damit behandelten wir unsere Wunden, die uns das Ausgeschlossen sein verursachte: sicher auch Langweile. Zudem vermitteln die «Yachten» keinen besonders glamourösen Eindruck. Die Boote könnten auch im Greifensee schaukeln, dachten wir und zogen davon.

Luxus für Jedermann

Dorthin nämlich, wo wir glaubten, erwünscht zu sein: ins Grandhotel Dolder. Dort sei man seit dem Umbau 2008 froh um Kundschaft, haben wir gehört. Es ist längst kein Tabu mehr, das Dolder auch als Nicht-Hotelgast (der nicht für die Nacht 1500 Franken hinblättert), zu betreten – viele Sonntagsspaziergänger machen das jede Woche samt Kinderschar, haben wir gehört. Auf der Terrasse werden wir freundlich empfangen. Wir bestellen einen Snack (Cäsar-Salat und Rindscarpaccio für je 33 Franken). Im Preis inbegriffen sind Bedienstete, die uns den Stuhl zurechtrücken, die Taschen von den Schultern hieven und uns auch sonst jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Der Kellner ist freundlich, unaufdringlich und verhält sich sehr professionell, eine Merkmal in der Welt der Reichen, das wir inzwischen nicht mehr missen wollen. Keine Selbstdarstellung, keine Schlampigkeit, blosse Dienstleistung.

Uns dämmerte: Millionäre investieren viel Geld, um sich den Lärm der Welt und den ganzen Dreck, den das Leben bisweilen verursacht, vom Leib zu halten. Man kann es sich leisten, sich nicht mit den normalen Menschen, die im Denner sackweise gefrorenes Geflügel kaufen und sich um die nächste Miete sorgen machen müssen, beschäftigen zu müssen.

Während wir vor uns hin sinnieren, verdüstert ein anrückender Sturm den Himmel – einzelne Gläser bläst der Sturm bereits von den Tischen, sie zerschellen am Boden. Die anderen Gäste flüchten ins klimatisierte Restaurant, während wir als Neulinge darauf pochen, diesen wie mit Marshmallows gepolsterten Pfad des Luxus weiterhin für uns Anspruch nehmen zu dürfen – wenn wir schon 33 Franken für einen Salat und 13 Franken für ein Wasser bezahlen! Und tatsächlich: das Gewitter zieht vorbei. «Geld versetzt sogar Sturmwolken», sagt Sarasin in einem Anflug von seltsamer Esoterik.

Kunst von Sylvester Stallone: Ist das Dolder schon so weit gesunken?

Kunst von Sylvester Stallone im Dolder.

Millionäre gehen nicht zu Fuss

Beim Rausgehen bestaunen wir noch das leicht chaotische Gemälde von Sylvester Stallone (mit dem für diesen Ort sinnigen Spruch «The Best Of Life») und schreiten durch den Hauptausgang die Einfahrt hinunter, die für Autos und nicht für Fussgänger gedacht ist. Hinunter in eine Stadt, die unsere bleibt, auch ohne viel Geld im Sack. Kein einziger Fussgänger kreuzt in diesem Quartier der Wohlhabenden und des teuer motorisierten Stillstandes unseren Weg.

Wir haben zwar nicht all die Millionäre gefunden, die es in Zürich geben soll, aber wir waren für einen kurzen Moment in ihren Biotopen, an ihren Futterplätzen und in ihrem Revier. Das wohl nie unser Revier werden wird.

61 Kommentare zu «Zürich und die Reichen»

  • mika sagt:

    Also wenn ich Geld hätte, so würde ich als erstes meinem Opa und Oma ein kleines gemütliches Häuschen mit einem kleinen Garten kaufen.. Als danke schön das wir nicht in ein Kinderheim mussten!!
    Meinem Papa, würde ich im Süden eine Vinka kaufen, wo er seinen frieden hätte..
    Meinem Bruder würde ich etwas an das Haus geben, damit er nicht mehr so viel schulden hätte.
    Meiner besten Freundin würde ich den Volvo kaufen denn Sie so gerne hätte, da Sie Allein erziehend von 4 Kindern ist..

    Ja und ich 27 Jahre ebenfalls Allein erziehend aber von einem Kind, aus der Region BE.. 1.67 gr. oder von mir aus auch klein, wie man es nimmt.. 🙂 habe masse von Humor, Spass, Geduld, ein leichten Ordnungs Wahn 🙂 bin aufgestellt und anpassungsfähig.
    Und mein Wunsch denn ich mir erfühlen möchte, wären ein paar schöne und tolle Ferienwohnung zu haben, die ich Vermieten könnte..!!

    Daher suche ich noch den passenden Mann, der mit mir Spass, Abenteuer, Humor, Freude und schöne Stunden teilen möchte..
    und der mit mir über meine verrückten, lustigen und amüsanten Ideen lachen kann und möchte…

    Alter ab 35 Jahren..
    Fühlst du dich angesprochen oder kennst jemanden, zu dem so jemand passen würde.. dann schick einfach ne E-Mail

    Mit freundlichen grüssen Monika

    • adam gretener sagt:

      Ein Kommentar für die Galerie.

    • Samuel sagt:

      Der Mann sollte aber schon in der Lage sein, Dir die verrückten, lustigen und amüsanten Ideen, die Du so den Tag über hast, auch zu finanzieren, oder suchst Du einen mittellosen Lebenskünstler? 🙂

  • sepp z. sagt:

    live von der bahnhofstrasse
    ‹Nein, diese Tasche ist zu teuer. Ich zeigen ihnen eine andere.›
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Oprah–erlebte-in-Zuerich-rassistischen-Vorfall/story/13261119
    ists schon bekannt, welcher laden das war?

  • Pere sagt:

    Ich bin selbst Millionär! nur…ich sitze drauf! Mein Haus wurde vom Steueramt auf einen Wert gesetzt, der mir nichts bringt ausser einem erhöhten Eigenmietwert, virtuelles Einkommen, das munter besteuert wird.
    Will ich mein Haus verkaufen, bekomme ich natürlich mein Geld, werde jedoch eine Bleibe suchen müssen, denn unter den Brücken will man ja nicht schlafen! Also wirds wieder ausgegeben, in ein neues Objekt, das natürlich in heutigen Zeiten einiges teurer ist, als mein jetziges Heim. Nicht dass ich mich beklage; in der Schweiz lebt man generell gut, aber mich als Millionär oder Bonzen zu sehen, ist nicht logisch, obwohl ich in der Statistik sicherlich so aufgeführt werde.. Die Dichte tatsächlicher Millionäre, also jener, die ihre Millionen auch ausgeben können, ist einiges kleiner als im Artikel angegeben. (eigentlich wäre interessant zu erfahren, wieviele der Bonzenautos, die in ZH herumfahren, auch wirklich bezahlt wurden, oder einer Bank oder einer Firma gehören!)

  • aNNeTTe Hesselbarth sagt:

    sehr geehrter herr hüppi, sehr geehrter herr eugster,

    wie angenehm zu lesen, dass sie im gegensatz zu den vermeindlich schillernden und all zu gerne im rampenlicht stehenden „cüpli-reichen“ beide auf dem boden geblieben zu sein scheinen … gratuliere und hut ab !
    ich arbeite auch und das nicht zu knapp, habe 3 berufe erlernt, einen riesigen wissensschatz, geschärfte sinne, eine hervorragende intuition und mein herz ganz sicher am rechten fleck … durch einen schweren unfall wurde mein ganzes leben samt meinen zukunftsträumen innert zehntelsekunden aus dem lot geschleudert – ich tue nach wie vor mein bestes, um in dieser oft gnadenlosen finanzgesellschaft noch zu überleben, doch wird dies weder wert geschätzt, noch gewürdigt. ich kämpfe seit nunmehr 13 (!) langen und sehr zermürbenden jahren juristisch und somit existentiell völlig am abgrund gegen die übermächtigen bürokratischen (IV-) windmühlenflügel und deren „gut“8enden schärgen, die auf derer hochdotierten gehaltsliste stehen … ich bin inzwischen arm “ wie eine kirchenmaus“, fühle mich jedoch nach wie vor reich an erfahrungen und herzensbildung. ich gönne jedem, der auf redliche weise sein vermögen gemacht hat jeglichen luxus, den er/sie braucht, um in diesem leben „glücklich“ zu sein, ich gönne auch jedem seine statussymbole, wenn er/sie diese für ihr ego braucht … viel angenehmer und liebenswerter sind jedoch die wirklich vermögenden, die im stillen und ihne protzertum nach aussen agieren und da hilfe leisten, wo sie wirklich etwas tun können. mir ist dieses leider nicht beschieden und manchesmal wünschte ich mir ein quäntchen mehr diesen „glücks“, um mein leben zumindest schuldenfrei und schmerzerträglicher gestalten zu können … nur dies wird ein traum bleiben …

    bleiben sie vor allem so x’sund sie irgendwie können, aber bedenken sie, auch das hat machnmal lediglich mit einem „quäntchen glück“ zu tun …

    hochachtungsvoll und meinen hut vor ihrer bescheidenheit ziehend !

    eine leider nicht vom „glück verfolgte“,

    aNNeTTe hesselbarth

  • Reto Stadelman sagt:

    «Gutes Leben ist eine innere Haltung, kein Kaviarwettessen», philosophiert El Arbi mit der banalen Weisheit seiner Hippiezeit.
    Finde nicht dass das mit Hippizeit zu tun hat. Es ist schlicht die Wahrheit. Gutes Leben mit der Geldmenge die man ausgeben kann zu vergleichen ist offensichtlich falsch. Jemand der weis wie man lebt der hat mehr als Geld, der hat die richtige Einstellung zum Leben.

  • kurt sagt:

    Wie konnte es nur soweit kommen, dass jemand der Sarasin heisst, nicht Millionär ist?
    Enterbt?

  • Pius Tschirky sagt:

    Und wieviel Geld steckt nun in Immobilien? Ich glabe, dass sehr viele Zürcher und auch andere Schweizer durch Immobilien reich geworden sind. Man sollte dazu mal die Immobilieninserate im „Tagi“ studieren. Früher gabs noch hie und da eine 4 1/2-Zimmerwohnung für Fr. 500 000.–. Heute ist kaum noch sowas unter einer Million zu finden.
    Ich selber mag vielen Menschen diesen Reichtum gönnen. Und es gibt auch viele Menschen, die trotzdem auf dem Boden der Realität geblieben sind. Der protzende Reiche ist für mich also schon eher ein Klischee! Protzen tun eher solche, die fast nichts haben.

  • Fabiano S. sagt:

    Mag schon sein, dass Geld den Charakter verdirbt. Oder ersetzt. Nur gibts auch unter Habenichtsen Charakterlose. Habe solche Nachbarn, die haben kein Geld, dafür eine grosse Klappe, null Anstand und sind völlig rücksichtslos. Schweizer, nicht etwa Eingewanderte. Da sind mir Reiche lieber, die in ihren Biotopen leben, wo sie niemanden stören.

    • Reda El Arbi sagt:

      Oh, Reiche unter sich sind auch nicht netter zueinander als solche, ohne grosse finanziellen Möglichkeiten. Nur können sie mit Geld oft mehr Schaden anrichten und sich dann die besseren Anwälte leisten. 🙂 Ich hab nichts gegen reiche Menschen, Ich hab nur etwas gegen Menschen, die denken ihr Geld mache sie zu was Besserem. Aber ich mag auch sonst keine Menschen, die wegen irgendwas denken, sie seien was Besseres. 🙂

      • Marcel Claudio sagt:

        Reichtum ist ja per se keine Schande – nur wenn das erreichen oder erhalten desselben mit nimmersatter Gier gekoppelt ist – dann wirds übel – oder wenn sich gewisse dieser Leute aus der Steuerpflicht entziehen wollen, obwohl sie bestens ins Saus und Braus leben können, dann wirds ätzend!
        .
        Das Paradoxon daran ist ja, dass Gier und übermässiger Geiz (Avaritia) diesen Leute die Lebensqualität vergällt – sie regen sich dann über jeden auf (am liebsten über den pöhsen, pöhsen Staat) der ihrem Vermögen nur ein bisschen zu nahe tritt.
        .
        Nichts genügt demjenigen, dem das was genügt zu wenig ist. – Epikur
        .
        Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. – Mahatma Gandhi

    • Peter Steiner sagt:

      Der Spruch „Geld verdirbt den Charakter“, ist absolut nicht zu halten. Korrekt wäre: „Geld bringt den schlechten Charakter (noch) besser zur Geltung.“

  • Marcel Claudio sagt:

    Das beste was man sich mit Geld kaufen kann ist die Freiheit!
    .
    Keine nörgelnde Chefs mehr, keine motzenden Kunden, kein Montagsmorgenkater, keine Betreibungsbeamten….das ist doch wahre Lebensqualität!

    • Reda El Arbi sagt:

      Und dann? Was machst du dann? Auch die Zeit totschlagen? 😉

      • Marcel Claudio sagt:

        Na was mach ich wohl – das was mich wirklich interessiert – versuche geistigen (nicht zu verwechseln mit spirituellem) Reichtum zu erlangen – Meine 100 Milliarden Neuronen zu Erkenntnismillionären zu machen – das finde ich spannend genug!
        .
        Und zur Entspannung gibts ja auch noch den Stadtblog, wo man seinen Senf abgeben kann…

  • CM sagt:

    Wer den Stadtblog öfters liest, weiss, dass es hier weniger darum geht, repräsentative, umfassende wissenschaftliche Erkenntnisse zu erhalten, sondern einfach einen gesellschaftlichen Einblick in Orte zu bieten, die speziell den Zürcherischen Charakter offen legen.
    Von da her ist der Artikel sehr gelungen, auch wenn Sie fast keine Millionäre gefunden haben. In Zürich ist allerdings wohl jeder auf dem Papier Millionär, der eine grössere Wohnung oder ein Häuslein besitzt, da man für jedes staubige Loch eine Million Miete verlangen kann.

  • Michael sagt:

    Wie immer sehr lesenswert und lebensecht. Merci.

  • Urs Marthaler sagt:

    Wieder einmal ein linker Scheisskommentar vom Tagesanzeiger. Ihr seid so etwas von manipulative ihr merkt es gar nicht mehr.
    Es entspringt eurer Überzerugung. Woher wollt ihr linken Anarchisten und Chaoten das Geld nehmen wenn ihr alles zerstört habt ?
    Hollande der Sozialist aus Frankreich ist das beste Beispiel für den Untergang eines Sozialistischen Projekt in Europa, gefolgt von Peer Steinbrück.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, wir singen immer die Internationale vor dem Frühstück und beten zu Lenin. Ehrenwort! Und natürlich schaffen wir das Geld sofort ab, wenn wir endlich die Regierung gestürzt haben.

      • Marcel Claudio sagt:

        Marthaler: Humor und eine Affinität für subtile Ironie kann man sich mit Geld eben nicht kaufen – darum werden Sie auf ewig ein armseliger Mensch bleiben – selbst bei einem noch so hohen Kontostand!
        .
        Sie durch und durch humorloser und undifferenzierter Rechter Sie!!!

    • Hugo sagt:

      Ich stimme Urs Marthaler weitgegend zu. Ich bijn weder Millonär, Erbe, rechts oder links. neidisch und nichts. El Arabi singe Deine Internationale. Eine absolut dumme Replik von Dir.

  • Patrick sagt:

    Was will man den mit Geld, wenn man sich nicht die Sachen abnehmen lässt, die einen an*****?

  • Patrick sagt:

    Die Nachbarn lügen!
    Irgendeiner von denen hat mit Sicherheit geerbt.
    Man staunt manchmal… wenn Kollegen, die sich gerne sozial geben und gegen Topverdienste wettern, sich aus dem Nichts Häuser kaufen in Preiskategorien, von denen andere nur träumen können… gut gespart… oder viel geerbt…

    • Lenard sagt:

      Und was sollen diese Kollegen Ihrer Meinung nach tun? Das Erbe ausschlagen? Viele Leute reden so wie Sie – bis sie selbst erben… dann geht es meist sehr schnell mit dem Gesinnungswandel. Aber hauptsache vorsorglich wieder mal für die Erbschaftssteuer geweibelt, darum ging es Ihnen doch, oder?

  • Markus Eugster sagt:

    Stimmt so nicht, ich wurde durch harte Arbeit zum Multimillionär. Das dauerte allerdings 20 Jahre. Und ja, ich lebe in Zürich und nein, mich trifft man an den beschriebenen Yuppie-Orten nicht an. Ganz im Gegenteil: Meine Lieblingsbeiz im Sommer ist der Sternen-Grill, das Chäs-Chüechli esse ich mit einem feinen Weisswein im „Isebähnli“ und ich bewege mich mit dem ÖV und einem 7-jährigen Nissan Micra vorwärts. Meine Kleidung ist undercover, dadurch fallen niemandem meine Millionen auf, welche ich übrigens ausschliesslich in Immobilien, die Ausbildung meiner Kinder und den Aufbau von Schulen in Südafrika stecke. Der im Artikel beschriebene Klischee-Millionär ist schon lange sowas von out…..

    • KMS a PR sagt:

      bravo, herr eugster. sie zählen zu meiner erwähnten 2. kategorie – und sind geerdet geblieben. ich gratuliere ihnen zum wohlverdienten erfolg!

    • Reda El Arbi sagt:

      Reich sein hat wenig mit Geld zu tun. Ich kenn „Millionäre“, die haben mehr Schulden als Geld. Und ich kenn Millionäre, die haben mehr Herz als Geld. Wir besuchten die Szene, in denen Geld das Prestige ausmacht, und nicht der Charakter.

  • KMS a PR sagt:

    natürlich ist das so. die welt der reichen ist eine in sich geschlossene. wie sie die erfahrung gemacht haben – der „pöbel“ ist nicht erwünscht und darum schafft man sich seine eigenen refugien, wo die damen und herren geldadel unter sich sind, sich so oberflächlich, nichtssagend und hochnäsig benehmen dürfen, wie es gerade beliebt, und den „bediensteten“ reinen gewissens deren nichtigkeit vor augen halten.
    wenn der charakter durch geld ersetzt wird, geht das auch gar nicht anders. stellen sie sich vor, diese herrschaften würden sich in der öffentlichkeit so gebaren.genau, die folge wäre, dass dann irgend so ein prolet denen ihr gucci-täschchen um die tupierte birne schlagen würde, und/oder man dem personalvergraulenden, nimmersatten herrn, seinen crevetten-cocktail aus lauter spass an der freud‘, rektal verabreichen würde.
    das ist legitim, von beiden seiten der gesellschaft. und somit ist es auch gut so, dass die einseitig bedarften, beschenkten und beerbten unter sich bleiben; zum wohle aller.
    wohlgemerkt. wer für sein (vieles) geld gearbeitet hat, der braucht in der regel auch keine 2-klassen-gesellschaft.

  • Ali Ferkous sagt:

    Da weltweit bloss maximal 20 % der vertäuten Yachten innerhalb eines Jahres bewegt werden, würde es auch reichen, wenn die Yachtianer Dolce & Gabana Pedalos vor ihrem Club vertäut hätten 😉

  • Dagobert sagt:

    Liebe Stadtblog Redaktion
    Ich kann euch sagen wo ihr die Millionäre findet.
    Während Ihr die Bahnhofstrasse entlang schländert, etwas im See rumschwimmt und im Dolder was essen geht, sitzen die Millionäre in ihren Büros und Arbeiten.

    • paul real sagt:

      Mit Arbeiten wird man nicht Milionär, werd erwachsen..

      • Roland Hüppi sagt:

        natürlich wir man mit arbeiten millionär! ich habe 1968 das bwl-studium abgeschlossen, und einen kleinen maroden familienbetrieb übernommen. seit übernahme des betriebes: über 40 jahre darin selber gearbeitet, 6 tage die woche, 12 h/tag, maximal 2 wochen ferien p.a., heute ist das unternehmen 15 mio wert, und mein privatvermögen um die 8 mio.

        • Fredi Feuz sagt:

          Habe auch mein Berufsleben lang hart gearbeitet, einfach gelebt, bin aber mit arbeiten nicht Millionär geworden. Hätte ich ihr Privatvermögen, würde ich jetzt leben, denn der eigene Tod kommt früher oder später zu Besuch!

          • irene feldmann sagt:

            geld macht FREI, doch absolut NICHT GLÜCKLICH, und niemand lebt ewig herr feuz……..auch mit weniger kanns man toll haben.

        • irene feldmann sagt:

          bravo! dem sag ich OUTING!!! (grins)

          • Fredi Feuz sagt:

            Frau Feldmann, Geld macht Glücklicher als Sie denken. Man kann (könnte) sich nämlich Dinge leisten, von denen man sonst nur zu träumen vermag!

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, aber „Dinge“ machen nicht glücklich, das dürfen Sie mir glauben. „Dinge“ sind wie Drogen: sie geben einen kurzen Kick, und dann will man mehr „Dinge“.

        • Dan Mettler sagt:

          Und, sind Sie und Ihre Familie glücklich mit mit den 8 Mio und keinem Leben?

          • Roland Hüppi sagt:

            ich bin seit 48 jahren glücklich verheiratet und habe 2 erwachsene kinder, die voll im leben stehen.
            wir haben und hatten ein gutes leben.

        • Möchte Gern Millionär sagt:

          Roland Hüppi können sie mir paar Tipps geben wie ich Millionär werden kann? Werde ihnen sehr dankbar sein 🙂

      • hans kernhaus sagt:

        So, so. Das widerspricht nun aber meiner ganz persönlichen Erfahrung.

        Get a Job!

      • irene feldmann sagt:

        paul real:: darf ich ihnen widersprechen???? der uralte satz: ohne fleiss keinen preis………leider-leider-leider wahr……dafür dann umso geiler, wenn das bankkonto aus den nähten platzt. (nicht meine erfahrung) grins……….

      • Patrick sagt:

        ehm… als Millionär ist man noch nicht reich und doch, das gibts.
        vielleicht definieren sie aber auch Arbeiten anders als ich. Als Arbeiter wird man kaum Millionär, da mögen sie recht haben. Aber es gibt auch andere Arbeiten, in denen das durchaus möglich ist. Fragen sie mal einen Partner einer Wirtschaftsberatungsgesellschaft.

    • Anna sagt:

      So wird es wohl sein, Dagobert. Meine Mutter sagte immer: bi de Riiche lehrt mer spare. Entweder haben also die Redaktionsleute Reiche im Urlaub oder Neureiche (wie man sie früher nannte) getroffen.
      Aber bitte, jedem Tierchen sein Pläsierchen.
      Am heiterhellen Nachmittag Kaviar zu verschlingen ist andererseits nicht jedermanns Sache. Aber vielleicht muss man da den Zusammenhang im Geltungsdrang älterer Herren in junger Begleitung suchen. Ich jedenfalls überlass diese Kügelchen nur allzu gerne den anderen.

    • spletiz sagt:

      Ah, genau!

  • irene feldmann sagt:

    geld stinkt!!!!!! wussten sie das nicht???

  • dä Walter sagt:

    Nichts gegen den Greifensee!!!

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