Fundamentalistische Mogelpackung

Eigentlich eine gute Idee, aber leider fliesst das Geld an komische Orte: er Zürcher Stilettolauf

Eigentlich eine gute Idee, aber leider fliesst das Geld an komische Orte: der Zürcher Stilettolauf

Ein Kommentar von Reda El Arbi

Eigentlich wollte ich für einen guten Zweck am Zürcher Stilettolauf teilnehmen. Da rennen Männer und Frauen 80 Meter in High Heels, um eine Zeichen gegen Menschenhandel zu setzen. Eigentlich eine ganz witzige Aktion, dachte ich. Im Vorfeld hab ich zwar mitbekommen, dass einige der Organisatoren einen christlichen Hintergrund haben, aber das ist ja bei Benefizveranstaltungen nichts Aussergewöhnliches.

Nur, als ich dann am Samstag bei strömendem Regen vor Ort war, musste ich feststellen, dass die meisten der rennenden Teams und Einzelpersonen aus dem Umfeld der Freikirche ICF und anderer fundamentalistischen evangelikalen Gemeinschaften stammten. Zur Erinnerung: Das sind die christlichen Fundis, die Homosexualität und Sex vor der Ehe für eine Todsünde halten. Die Leute, die Mitleid mit dem Rest der Menschen haben, weil nur sie (und sonst niemand) in den Himmel kommen. Leute, deren rigide Vorstellung von Sünde die Hölle schneller füllt als der Teufel an einem guten Tag.

Zwei Drittel des am Stilettolauf gesammelten Geldes gehen ans  FIZ (Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration Zürich), gute Sache. Und ein Drittel geht an die Organisation «Heart Wings». Die machen Milieu-Arbeit, steht auf der Homepage von «Stilettolauf.ch». Auch eine gute Sache, denkt man. Schaut man aber mal genauer hin, findet man raus, das «Heart Wings» eine evangelikale Organisation ist, geführt von dem  Ehepaar Peter und Dorothée Widmer, die sich mit Herz und Seele der Missionsarbeit verschrieben haben. Sie waren bereits in Tansania in Missionsauftrag tätig.   Jetzt sind sie zurückgekommen, um hier bei den Verzweifelten auf dem Strassenstrich Gottes Wort zu predigen.

Nun, gut, es ist ja jedermanns Privatsache, an was man glaubt. Aber mein Problem mit diesen Freikirchen hat weniger mit ihren Glaubensgrundsätzen zu tun, als mit der Art, wie sie diese zu verbreiten versuchen. Mission nennt man das. Normalerweise gehen diese Gruppen dafür in Länder, in denen die Menschen verzweifelt Not leiden und tauschen da Brot oder fundamental christlich gefärbte Schulbildung gegen Glaubensbekenntnisse. Bei den Schwächsten ist es wohl am Einfachsten, sie zu einem kulturfremden Glauben zu verführen. Dass sie damit die lokale Kultur und Spiritualität vernichten, ist angesichts der Tatsache, dass sie ja den einzig wahren Glauben verkünden, vernachlässigbar.

Nun, ich will gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution ein Zeichen setzen. Ich will dafür auch Geld spenden, denn ich war in den Ländern, in denen bereits Kinder in die Prostitution verkauft werden. Und ich will auch das Leben und die Bedingungen der hier arbeitenden Prostituierten verbessern.

Was ich nicht will, ist, christlich-fundamentale Mission bei den Schwächsten mitfinanzieren. Und irgendwie scheinen die Organisatoren des Stilettolaufs das genau zu wissen. Ansonsten hätten sie mit offenen Karten gespielt und nicht versucht, die Leute über die Verwendung der Gelder im Dunklen zu lassen. Auf Anfrage meinten die Leute von «Glowbal Act», der Organisation, die den Lauf durchführt, übrigens, dass sie unabhängig wären. Auch wenn ein Teil der Verantwortlichen dem ICF ganz nahe stehen. So nahe, dass sie Leo Bigger, dem ICF-Chefpastor, schon auf dem Schoss sitzen.

Und nein, ich habe nichts gegen Christen, einige meiner besten Freunde sind Christen. Ich misstraue nur absoluten Glaubensgemeinschaften und der Missionierung Andersgäubiger. Und ich hasse es, wenn man versucht, mich zu täuschen.

Ich werde mein Startgeld direkt dem FIZ spenden.

165 Kommentare zu «Fundamentalistische Mogelpackung»

  • Reda El Arbi sagt:

    Sehr geehrte Leser,

    aufgrund des Moderationsaufwandes wird das Kommentarforum hier geschlossen. Es hat bereits eine spannende Diskussion stattgefunden, und es werden sicher noch mehr angeregte Auseinandersetzungen auf diesem Blog stattfinden.

    Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

    Auf bald.

    Der Autor

  • Florian sagt:

    Grüezi Herr El Arbi

    Anstatt hier die zu kritisieren, die notleidenden Menschen helfen (-und nein, es ist mitnichten kein Brot gegen Glaubensbekenntnis) könnten Sie ja was auf die Beine stellen. Das kann dann gerne konfessionslos / glaubensneutral sein.
    Nur machen Sie was, anstatt blöd rumzustänkern!
    Danke

    • Peter sagt:

      Wie sie oben selber geschrieben haben geht es ihnen ja nicht “ darum, “ den anderen aus dem Weg zu gehen “ sonst würden sie ja ihren Kirchenfreunden auch aus dem Weg gehen. Sondern es geht darum anderen Menschen zu helfen. Wir sind also immer noch genau gleich weit, anstatt hier dumm rumzustänkern, halten sie den Latz und machen etwas für diese Menschen. Ein dummer Zeitungsbericht bringt den Prostituierten nichts.

    • Reda El Arbi sagt:

      Es gibt bereits glaubensneutrale Hilfsorganisationen, die ich gerne unterstütze. Nur, um den Evangelikalen aus dem Weg zu gehen, müssten die doch erst mal erkenntlich sein. Worüber hier ja getäuscht wurde.

  • KMS a PR sagt:

    ja gut, herr el arbi – aber das hatten wir doch schon mal ausführlich. freikirchen haben immer den bitteren nachgeschmack von manipulation, dünkel und erpressung.

    ich finde aber, dass der zweck hier die mittel heiligt und die kohle ja sinn- und -zweckgemäss gegen den menschenhandel eingesetzt wird. (wie gesagt, leute die immer lächeln, wie bigger, sind mir grundsätzlich suspekt).

    und jetzt kommts – über die art und weise, wie der menschenhandel bekämpft werden soll, gehen die meinungen natürlich, auseinander. und wie die gelder hier verteilt wurden, ist ansichtssache, (missionieren ist ja nicht per se schlecht).

    wo ich aber absolut einverstanden bin, ist, dass man klar und transparent informieren muss, an welche institutionen die gelder fliessen; und dann kann jeder mit einer objektiven grundlage entscheiden, ob er investieren will, oder nicht.

    und – weshalb tut sich die fiz mit genannten andern institutionen überhaupt zusammen?

    • Reda El Arbi sagt:

      Da haben Sie recht. Ich denke, der Menschenhandel sollte mehr im Stil des FIZ angegangen werden und weniger auf der moralischen Ebene der Freikirchen. Also spend ich mein Geld dem FIZ. Dafür muss ich aber erst mal wissen, wie das Geld eingesetzt wird, und das Freikirchen dahinter stehen. Und da setzt ja meine Kritik an.

      Und das FIZ hat nichts mit dem Lauf zu tun. Für die ist das Geld aus dem Frauenlauf nur eine von vielen Spenden.

  • Nico Gessler sagt:

    Sehr geehrter Herr Reda El Arbi,
    Ich stimme Ihnen teilweise völlig zu. Verschleierung sollte nicht sein. Auch geht es gar nicht andersgläubige zu verteufeln und nicht Gläubigen jegliche Wahrheit abzusprechen. Was ich glaube, müssen andere nicht auch glauben.
    Dasselbe gilt doch aber auch umgekehrt. Ich kenne selber Leute aus dem ICF (und andere Evangelikale) und dort gibt es doch auch ganz verschiedene Menschen und Glaubensansichten. Warum werfen sie dort alle in einen Topf? Warum bitte verteufeln sie evangelikale Menschen, wenn Sie selbst nicht von ihnen verteufelt werden möchten?
    Und/Trotzdem… Kritik kann, falls sachlich begründet, keinem schaden (schon gar nicht „Ich-Weiss-wie-alles-ist“ Menschen oder Glaubensrichtungen).

    • Reda El Arbi sagt:

      Das Problem ist für einmal nicht das Individuum, sondern die Lehre. Wenn nur in den Himmel kommt, wer Jesus als seinen Erlöser angenommen hat, bedeutet das, dass alle anderen in der Hölle schmoren.

      Und ja, ich kenne einige Leute aus Freikirchen, die sehr viel Gutes tun. Trotzdem versuchen sie immer wieder, mir ihren Gott aufzudrängen. Ich hab da freie Wahl, ob ich das annehmen will oder nicht. Aber wie sieht es mit jemandem aus, der in Not ist und Hilfe braucht? Jemand, der Angst hat, isoliert ist und einsam? Hat so jemand eine Wahl oder wird so jemand in den Glauben hineinmanipuliert?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reda El Arbi:
        Ihr Allgemeinschluss, dass Hilfe nur bei späterer Bekehrungszusage erfolgen würde, entbehrt einer sachlichen Grundlage. Sie schliessen dies aufgrund negativer Erfahrungen die Sie gemacht haben, von denen Sie gehört haben, und blenden alles andere konsequent aus.

        Im Übrigen, ich formuliers jetzt bewusst ein bisschen schärfer,
        wer sorgt denn dafür dass diesen „Extremisten“ überhaupt noch Ackerfeld zur Verfügung steht?!
        Warum stehen nicht schon längst alle sehr Moderaten bis Agnostiker bis Atheisten auf den Strassen und Plätzen und setzen sich aktiv gegen den Menschenhandel (bloss ein Beispiel) ein?
        So viel mir bekannt ist stünde da jedenfalls eine sehr grosse Mehrheit einer „fundamentalistischen“ Minderheit gegenüber, die in Nullkommanichts jeden offenen Punkt schliessen könnte.

        • Reda El Arbi sagt:

          Liebe Brunhilde, die sakulären Bewegungen stehen bereits auf der Strasse und kämpfen gegen Menschenhandel. Die werde ich auch unterstützen. Das hindert aber die Evangelikalen nicht daran, sich da auch zu engagieren. Das hingegen will ich nicht bezahlen.

          Glauben Sie mir, ich hab das Ganze schon mal erlebt, hier in der Schweiz. Damals gings nicht um Menschenhandel, sondern um Drogensucht am Platzspitz und am Letten. Ich hab die Vorgehensweise einfach wiedererkannt. Und auch da: Das will ich nicht finanzieren. Wieso also verstecken die Freikirchler ihre Beteiligung am Stilettolauf?

          • Brunhild Steiner sagt:

            … anscheinend sinds aber noch nicht genug, oder?

            Und, Sie haben immer noch nicht Einblick drüber gegeben, wie aufwendig es war die wahren „Urheber“ herauszufinden, ja, es war nicht leuchtschriftig-fettgedruckt zuvorderst, aber war es wirklich dermassen bewusst versteckt wie Sie das wahrgenommen haben?
            Ich weiss aus eigener Familie was Platzspitz bedeutet hat, nicht alles (damit meine ich jetzt die Hilfsangebote) muss so negativ gewesen sein wie Sie das offenbar erlebt haben.

            • Reda El Arbi sagt:

              Ok, auf der Homepage von Stilettolauf.ch ist nichts von evangelikaler Beteiligung zu lesen, nirgends. Da musste ich die Organisatoren des Laufs eruieren. Das war „GlowbalAct“. Auch auf deren Seite ist nichts von freikirchlicher Beteiligung zu lesen. Dann musste ich die einzelnen Mitglieder von „GlowbalAct“ durchleuchten. Und erst dann kommt heraus, dass diese Leute aus dem engen Umfeld von ICF kommen. Auf Anfrage bestritten sie aber jegliche Verbindung zum ICF. Reicht das? Wenn eine politische Gruppe ihre Beteiligung so verschleiert hätte, wärs ein Skandal. Da es aber „nur“ Religiöse sind, geht das?

  • Felix Blaser sagt:

    Zum Glück haben wir nur noch solche Probleme !

  • chocolate sagt:

    Interessant, wie viele teilweise sehr aggressive Kommentare dieser Beitrag ausgelöst hat.
    Im Blog steht ganz klar, was R El Arbi kritisiert: das Verschleiern des Hintergrundes (über zwei Ebenen) der Organisatoren.
    Warum fühlen sich so viele (offensichtlich) Evangelikale so schnell angegriffen, dass sie gleich zum verbalen Zweihänder greifen müssen? Ist es nötig, Herrn El Arbi zu beschimpfen, ihm Motive zu unterstellen etc? Aggression vorzuwerfen und Hass und das mit aggressiver und hasserfüllter Stimme? Wo bleibt da die christliche Liebe?!?

    Zur Sache selber: Es ist schon unübertroffen komisch, dass evangelikale Organisationen, die Homosexualität streng verurteilen, einen Stilettolauf auch für Männer organisieren. Weniger komisch, dass dieselben Organisationen in Kreisen, die schwere Not leiden, missionieren, sozusagen Brot gegen Glaubensbekenntnis (oder halt saubere Spritzen oder Bildung oder was immer)…. Nur noch folgerichtig ist es, dass dieselben Organisationen am Status-Quo der Machtverteilung hüben und drüben nichts ändern wollen, denn eine aufgeklärte, mit Rechten und Mitteln ausgestattete Bevölkerung würde wohl weniger Missionierungsmaterial abwerfen. Und Gerechtigkeit (auch in der Verteilung der Mittel, was ja bedeuten würde, dass wir etwas abgeben müssten, oh Schreck…) wollen sie auch nicht, dafür haben sie dann wohl Gottes Gericht im Jenseits?

    Ich arbeite mit sehr vulnerablen Personen, und was ich bisher von fundamentalistischer Seite erlebt und gehört habe, ist unglaublich. Wäre ich nicht mit viel Optimismus gesegnet, würde ich wohl total zynisch werden. Und es soll mir keiner kommen damit, dass das keine richtigen Christen seien, dass sie nicht für das Christenstum stehen…
    Es gibt Exorzismus wegen Homosexualität oder ‚Geisteskrankheit‘ oder Besessenheit (Teufel oder Geister), Bejahung von Schlägen wegen Ungehorsam (Ehefrauen und Kinder), Schläge wegen Masturbation, Entzug von Nahrung wegen ungehörigen Benehmens (Einschlafen während des Gebets oder ‚verstocktem Nichtantworten‘!) etc, etc. Nicht im Mittelalter oder vor Hundert Jahren. In der Schweiz. Jetzt. Von Christen für Christen.
    Und bevor nicht jeder anständige Christ sich davon distanziert, will ich auch nie mehr etwas davon hören, dass sich die gemässigten Muslime von den Islamisten distanzieren sollen….

    • Alfredo P. W. sagt:

      Oh, oh, oh, welch ein blinder Rundumschlag! Sie stigmatisieren total!
      Weshalb können sie denn ihre Identität nicht preisgeben? Sind sie etwa der Hugo, der immer in dieser Weise „stammelt“? Voller Vorurteile und unsachlich!
      Kennen sie wirklich das Engagement von Christen verschiedenster Denominationen, die sich aufopfernd und freiwillig für Randgruppen einsetzen? Nicht um eine Notsituation auszunutzen, wie hier so banal vorgeworfen! Nein, aus echter Nächstenliebe, die keinen einfach abschreibt, ob drogensüchtig, alkoholkrank, in Prostitution verwickelt, homosexuell, transsexuell etc …
      Kenne Peter und Dorothe von Heartwings persönlich – sie auch? Sie sind gegen jeglichen Machtmissbrauch (auch religiösen)!
      Finde es absolut unter der Gürtellinie, wie sie hier diffamiert werden für ihren aufopfernden Einsatz – auf Spendenbasis, wohl verstanden! Jede finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit ist mehr als gerechtfertigt und kommt direkt in die Arbeit unter diesen ausgenutzten, unschuldig verschleppten, oft ganz jungen Frauen, die ahnungslos in die Fänge der Menschenhandel-Mafia fallen. Wenn diesen misshandelten Frauen unbürokratische Hilfe, Nächstenliebe und Hoffnung (rund um die Uhr) angeboten wird, was ist denn da so schlecht daran?
      übrigens, habe ich absolut keine Verbindung zu den Organisatoren dieses Laufes oder zum icf!

  • Michael Forrer sagt:

    Sehr geehrter Herr El Arbi

    Ich behalte mir vor, Anzeige gegen Sie zu erstatten.
    Artikel 173 StGB: Ehrverletzungen / Üble Nachrede … lesen Sie selbst.

    Freundliche Grüsse
    M.F.

    • rolf benz sagt:

      wer anderer meinung ist, dem droht man mit der justiz. das gute an ihnen ist, dass sie sich in ihrer 100 prozent intoleranten also fundamentalischen grundhaltung selbst entlarven. würden sie mich bitte auch gleich anzeigen? es wäre mir eine ehre! und einen grund finden sie sicher.

  • Franz Meier sagt:

    Lieber Herr El Arbi. Ich kann Ihren Unmut gut nachvollziehen. Leider wird Religion überall auf der Wellt als selbstverständlich betrachtet (überall halt die, die dort gerade vorherrscht). So ist es auch nicht verwunderlich, dass für viele eine unterschwellige Missionierung als nicht störend empfunden wird. Bei jeglicher Kritik werden gebetsartig all die vielen Vorzüge und sozialen Aufgaben unserer Kirchen hervorgehoben. Wieso braucht es aber die Kirchen dazu? Können nicht auch Ungläubige gegen Menschenhandel sein? Ich bins.
    Sie schreiben „Und ich hasse es, wenn man versucht, mich zu täuschen.“ – Ich auch! Und wer schon mal einen Gottesdienst besucht hat und sich die Mühe genommen hat, dass eine oder andere zu hinterfragen, weiss dass dass Täuschung einer der Grundpfeiler aller Religionen ist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Franz Meier:
      es legt Ihnen niemand Steine in den Weg um dagegen sein zu können,
      jeder der irgendwo aktiv ist, ob nun beim WWF, Greenpeace, Amnesty, MSF, den unzähligen grossen und kleinen Hilfsorganisationen schon nur in der Schweiz, macht das aufgrund einer persönlichen Überzeugung, einer Weltanschauung die sein Handeln beeinflusst.
      Man kann drüber streiten wie genau nun diese Weltanschauung jeweils deklariert sein müsste, aber ausblenden dass wir alle aufgrund innerer Überzeugungen, welche wir gerne anderen erklären würden, sie davon überzeugen würden, handeln und reden
      (oder hier schreiben! Ich und alle anderen, wie Sie und Herr El Arbi)
      und das nur auf „Religion“ abschieben, ist zu einfach.

  • pau henrich sagt:

    Brunhild Steiner fragte vorher: PS wielange haben Sie in Kambodscha gelebt? Ich frage nach weil es schon ein kleiner Unterschied macht ob man jahre- bis jahrezehntelang in einem fremden Land unter nicht angenehmsten Bedinungen lebt, und sich nach 5, 7 etc mehr Jahren die Leute beginnen einem echt anzuvertrauen, beginnen über ihre tiefsten Ängste zu sprechen, oder ein paar Monate wo man Einblick in die Oberfläche bekommt.

    Ich finde Ihre Antwort nirgends. Könnte Sie sie wiedrholen?

    • Reda El Arbi sagt:

      Während der letzten 10 Jahre war ich mindestens 2 Jahre dort. Aber eigentlich weiss ich nicht, wozu das irgendwer wissen muss.

  • Stephan Germann sagt:

    Sehr spannend Herr Reda El Arbi, diesen Artikel hat die Welt gerade noch gebraucht!

    Wie sie schreiben ist bemerkenswert, was sie schreiben ist belanglos! Übrigens, ihre Recherche über Freikirchen lassen sehr zu wünschen übrig, aber das ist man sich gewöhnt vom Tagi (siehe Hugo Stamm).
    Da liegt soviel Objektivität drin wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Für die Leser wird eines klar, der grösste Missionar, der an diesem Stilettolauf mitgemacht hat, sind Sie lieber Herr El Arbi! Ich glaube Sie sind ein hervorragender Schreiber, warum investieren Sie ihr Talent nicht für konstruktivere Artikel.
    Es ist unüberlesbar, dass sie krampfhaft nach Argumenten suchen um evangelikale Christen in den Dreck zu ziehen und Ihre Leser in die Gegenrichtung zu missionieren (dafür hat sich dieser Stilettolauf anscheinend angeboten). Was haben Ihnen diese Fundamentalisten den Schlimmes angetan, dass sie sich Ihre wertvolle Zeit stehlen, um diesen Artikel zu schreiben?

    Was ich auch so bemerkenswert finde, dass Sie es nicht für nötig gehalten haben, wenigstens ein positives Wort über diesen Anlass zu verlieren. Aber es scheint als sei es Ihnen wichtiger, die Menschheit vor „radikalen Fundamentalisten“ zu retten, als sich für einen Stop des Menschenhandels stark zu machen (Sorry wenn ich Ihnen etwas falsches unterstelle, es macht einfach unüberlesbar den anschein). Diese Plattform hätte tausend mal besser genützt werden können, aber nein, man schürt Verwirrung und Umut. Einfach Schade. Ist es für sie nicht bemerkenswert, dass sich ein Teil dieser ach so schlimmen Christen , für einen Stop des Menschenhandels machen? Nein man muss immer den Teufel an die Wand malen und Prozentzahlen von Missionsaktivität berechnen und Statuten durchneuseln, weil man die Zerstörung der Menschheit wittert. Haben wir den nichts besseres zu tun?

    Wenn es Ihnen egal ist, was jeder glaubt, dann muss es sie ja auch nicht stören, wenn jemand sein Glaube ändert. Was mir auffällt, dass sie Ihren Beitrag vehement verteidigen, vielleicht wäre es auch an der Zeit, Grösse zu zeigen und sich vielleicht auch mal selbst zu hinterfragen.

    Ich hoffe dieser Beitrag war konstruktiver als Ihrer. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Doch, wenn die Schwächsten, nachdem sie körperlich, seelisch und sozial gelitten haben, auch noch spirituell ausgebeutet werden, ist mir das durchaus einen Post wert. Und sorry, es gibt diverse Möglichkeiten, sich gegen den Menschenhandel stark zu machen, ohne die christliche Mission unterstützen zu müssen.

      Ausserdem gehts im Post ja vor Allem um die Feigheit, nicht zum freikirchlichen Hintergrund zu stehen. Wär von Anfang an klar, wer hinter dem Anlass steht, könnte sich auch jeder frei entscheiden, ob er sowas unterstützen will oder nicht. Freier Wille. Aber damit scheinen die Organisatoren wohl nicht so gut klarzukommen.

      • Stephan Germann sagt:

        Wollen sie eine Runde Mitleid, dass sie wahrscheinlich mit einer Zwanzgernote (gehen wir von einem 4.853% Anteil für die Mission aus), also sprich in etwa 90 Rappen für die „spirituelle Ausbeute“ bezahlt haben? Wir Schweizer sollten besser darauf achten, was wir im Elektronikgeschäft und im Supermarkt einkaufen. Wenn sie Mission als spirituelle Ausbeute bezeichnen, dann sind alle Menschen spirituell ausgebeutet. Selbst Atheisten wurden missioniert. Zeitungen und „Sachbücher“ mutieren zu Koran und Bibel.

      • Kurt Bachstett sagt:

        Ich kenne einige Leute mit geistiger Behinderung die in den Sog der Freikirchen geraten sind. Herr Arbi hat hier aufgezeigt wie Freikirchen vor allem junge labile Menschen anwerben.
        Die Opfer dieser Freikirchen mutieren oft zu hirnlosen Nachplapperprediger, jegliches Hinterfragen der eigenen Religion ist in Freikirchen unerwünscht, man schaltet seinen Geist auf Dauersendung, bis die Endstufe irgendwann durchbrennt. Solche Menschen landen dann nicht selten in der Psychiatrie um wieder halbwegs im Leben Fuss zu fassen.

      • Michael Wiesmann sagt:

        Lieber Herr El Arbi

        Mission (wenngleich ein Reizwort) mit spiritueller Ausbeutung gleichzusetzen, scheint mir etwas kurzgegriffen und gar unreflektiert für den missionierenden Aufklärer (!) den sie hier in ihrem Artikel geben. Ich kenne die Organisation Heart Wings offen gestanden zu wenig, um mir über ihre konkrete Arbeit ein Bild machen zu können – aber dass ihre Zielgruppe der Zuwendung bedarf, scheint mir offensichtlich zu sein. Dass sie dann aufgrund des ihnen sauer aufstossenden Missionsbegriffes und ein paar Infos der Homepage diese Arbeit pauschal verurteilen, hat wenig mit gutem Journalismus zu tun.

        Darüber hinaus: Wieso genau muss das OK eines Laufes, der bereits im Vorfeld einen wertvollen Beitrag geleistet hat, das Thema Menschenhandel wieder einmal ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und dessen Erlös zum allergrössten Teil an eine Organisation geht, die selbst für den durchschnittlichen Kampf-Atheisten lupenrein unterstützungswürdig wäre, unbedingt seine religiöse Zugehörigkeit offenlegen?

        Ihnen ist vermutlich bekannt, dass wir in einem Land mit Glaubens- und Gewissensfreiheit leben. Damit ist jegliche pauschale Diskriminierung von Personen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit strafbar. Und genau dies tun sie.

        Auch wenn ich nicht mit allem, was in evangelikalen Kreisen geschieht, immer einverstanden bin, so sehe ich nicht ein, was mir das Recht gibt, über diese Menschen zu urteilen. Gerade in einem Fall wie diesen, wo das Anliegen (etwas gegen den Menschenhandel unternehmen) mehr als nachvollziehbar ist. Auch Freikirchler können schlicht und einfach das Herz am rechten Fleck haben und sich deshalb für eine Sache einsetzen.

        Ich habe eigentlich vor langer Zeit mit dem Lesen von Kolumnen aus dem Hause TAmedia über religiöse Themen aufgehört – weil wie sie die meisten Autoren ein höheres missionarisches Sendungsbewusstsein an den Tag legen als die von ihnen kritisierten Missionare. Da bleibt wenig Platz für fundierte Recherche, wenn man lieber mit der Abrissbirne zuschlägt. Oder anders gesagt: Mässig informiert die Massen informieren.

        Damit haben Sie wohl einen wertvollen Beitrag zur Volksverdummung geleistet – aber mit Sicherheit nicht für mehr Transparenz, Objektivität oder Toleranz gesort.

        Schade.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ach kommen Sie, ich will nur nicht über die Verwendung des Geldes und den Hintergrund der Organsiation getäuscht werden. Wenn eine politische Gruppe oder zum Besipiel Scientology so vergehen würde, würden Sie sich sicher auch aufregen, oder wärs dann auch in Ordnung?

    • sascha Schulthess sagt:

      Liebe Leute

      Ich muss Reda El Arbi in schutz nehmen. Ob es Ihnen passt oder nicht. Wie ich hier lese geht es Reda El Arbi darum, dass man den ärmsten in einer Not nicht den Glauben aufzwingen darf. Nehmen wir an Sie sind Christ, kommen in eine Notlage und müssen für die erhaltene Hilfe zum Islam konvertieren ist das nicht gemein?
      Es ist ein schwieriges Thema aber es stimmt Freikirchler versuchen zu bekehren. Dieses Heuchlerische getue von diesen Kirchen-Fundis ist schrecklich. Ich schäme mich dafür, weil ich auf einer neutralen, konstruktiven art und weise helfe. Wie stehe ich da wenn solch ein Hilfsprojekt meine neue Wahlheimat erobert. Hilfe für glauben. Ich möchte nicht das man glaubt, dass ich helfe um zu Missionieren!

      Das Amazonas Gebiet wurde zum Teil abgeriegelt, damit die Urvölker ungestört leben können damit Ihr Geistiges Eigentum vorhanden bleibt. Aber dann gibt es immer mal wieder Christen, die meinen, dass es denen schlecht geht weil Sie „Heidnisch“ leben. Christen haben schon genug geistiges Eigentum vernichtet.

      Fakt ist Fundis müssen Missionieren und neue Mitglieder finden, damit die Glaubensgemeinschaft auch funktioniert und Geld reinkommt. Übrigens habe ich nirgends gelesen, dass der Autor jemand bekehren möchte.
      Es ist eine heikle Diskussion die aber nötig ist. Freikirchen können sehr gefährlich sein mit Ihren oft radikalen Meinungen.
      Hatte mal eine Mitschülerin die in einer Freikirchen Bewegung aufwachsen musste, es war ein armes Mädchen, ohne Freunde ohne grossen Kontakt zur Aussenwelt. Sie musste später in eine Freikirchenschule, weil wir normalen Kids zu wenig Christlich waren und zu viel Kind. Es sind sicherlich nicht alle so radikal aber es gibt echt traurige Geschichten.
      Ein anderer schlägt „zur Züchtigung für den Glauben“ seine Kinder
      Eine Jugendliebe wurde auch des öftern geschlagen, weil Sie zu wenig fromm sei!
      Von solchen wertvorstellungen halte ich nicht viel. Ich würde gerne die Namen nennen die solche sachen machen aber darf ich nicht.
      Das sind Fakten und keine Erfindungen alle in evangelischen Freikirchenmitglierdern aufgewachsen.

  • adi zürcher sagt:

    ein Muslime schreibt , wie immer sehr objektiv (Achtung Sarkasmus), über das Christentum. So etwas geht nur im ultralinken Tagi…freue mich schon auf das nächste Abo – Telephone

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, wär empörend! Wirklich! Das Problem ist, dass ich katholisch erzogen wurde, Messdiener war und die Bibel wohl besser kenn, als mancher freikirchliche Pastor. Bevor ich aus der Kirche ausgetreten bin. Aber was solls, wen interessieren schon Fakten. 😉

      • Marcel Claudio sagt:

        Das war vermutlich ein Weltwoche-Leser der sich aus Langeweile verirrt hat!
        Roger Köppel müsste vermutlich doch eine Tageszeitung aufziehen, dann müsste man hier keine so unsachlichen Kommentare mehr lesen…

      • Alfredo P. W. sagt:

        Sind sie deshalb so anti-evangelisch agressiv? Ist nicht die Katholische Ki. absolut, „alleinseligmachend“ und meint, alle anderen seien Sekten? Wage zu bezweifeln, dass sie die Bibel so gut kennen, wie manchmal haben sie sie denn schon ganz gelesen – im Zusammenhang?
        Verstehe ihr Problem wirklich nicht, der Vergleich mit dem Tagi-Hugo ist passend! Sie scheinen mit Gott und der Welt unzufrieden zu sein. Gott ist es nämlich, der die Sünde straft (am eigenen Sohn) und dem Menschen Vergebung und Freiheit anbietet. Verstehen sie, anbieten heisst nicht zwingen – volle Entscheidungsfreiheit, keine aufgezwungene Religion. Der Mensch trägt die volle Verantwortung! Er soll jedoch unbedingt das grösste Angebot kennen lernen!
        Wünsche ihnen mehr Gelassenheit und Unvoreingenommenheit, um unberechtigte (medial-geschürte) Vorurteile abzubauen und grüsse freundlich!

        • Reda El Arbi sagt:

          Nein, ich halte die katholische Mission für genauso falsch. Nur scheinen die in den letzten Jahrzehnten etwas dazugelernt zu haben. Neuere aktive Mission wird nun hauptsächlich von Evangelikalen betrieben.

  • Reda El Arbi sagt:

    Liebe Leser

    hier findet eine Diskussion statt. Bitte halten Sie sich an folgende Regeln:

    – Keine Beschimpfungen

    – persönliche Angriffe sind erlaubt, solange im Kommentar auch mindestens ein Argument zum Blogpost oder zu einem anderen Kommentar enthalten ist.

    – Aufrufe zur Gewalt und Drohungen werden gelöscht.

    Meinungsbildung erfordert eine Diskussion, manchmal auch harte Auseinandersetzungen, das unterstützen wir und nehmen auch daran teil. Trotzdem wünschen wir, dass in unserer Kommentarspalte ein Mindestmass an Niveau gehalten wird.

    Danke.

    • Marcel Claudio sagt:

      Ein Machtwort vom Meister Reda — kann mir ja lebhaft vorstellen, was heute alles NICHT im Stadtblog publiziert wurde – und Deine Toleranzgrenze ist vermutlich überdurchschnittlich hoch…

    • Manuel Hirlinger sagt:

      Schade, gerade diese Kommentare wären doch die spannendsten *Popcorn holen*

      PS: Gratulation übrigens zum Artikel. Bin mit Ihrer Meinung 100% einverstanden und finde es beachtenswert wie sie sich in den Kommentaren mit guten Argumenten und sachlicher Kritik gegen die aufgebrachte Horde Freikirchler verteidigen.

  • sascha Schulthess sagt:

    Ok habe wahrscheinlich etwas zu bissig geschrieben….

    Zu den Hilfsorganisationen: Es ist schrecklich was zum teil Praktiziert wird. Man bietet den ärmsten Hilfe an aber die müssen dann aber Ihren Glauben ablegen und werden getauft. Ich versuche auch ein Projekt in Mexiko aufzubauen. Mir würde es aber nie in den Sinn kommen zu Missionieren. Ich helfe jedem der zu mir kommt. Ob Schwul, lesbisch, Katholik, Mennonit, Franziskaner, Mestiz oder Indianer. 2 Drogenabhängigen (ehemals) konnte ich ein wenig begleiten und sie von Drogen befreien. Es wäre ein leichtes Spiel gewesen sie zu bekehren, weil sie sehr sehr schwach waren. Ich finde das höchst unanständig von gewissen Organisationen dass man die schwächsten ausnützt. Wenn jemand an Allah glaubt dann ist das OK für mich ich respektiere das und muss diese Person nicht bekehren.

    Was Bekehrungen anrichten können sieht man hier von früher. Die Conquistdadoren haben hier in Lateinamerica viele Kulturen zerstört. Beispiel Mexico Stadt (El Zocalo) Die Kathedrale wurde aus Steinen der Pyramiden gebaut. Freikirchen nutzen echt die schwächsten aus. Wenn ich den schwachen hier helfe interessiert mich nicht was für einen glauben man hat sondern es geht um den Mensch. Viele Fundis (habe mal mit einen zusammengearbeitet) müssen bekehren und Missionieren damit sie in den Himmel kommen (siehe Mormonen) dabei nutzen diese die schwächsten aus. Ich kenne auch hier sehr Religiöse Leute einer ist auch in einer „Fundi“ Gemeinschaft dabei. Er versuchte mich aber nur einmal zu bekehren. Es war sehr unangenehm. Ich habe meine Wertvorstellungen. Ich bin Pazifist. Aber kein Weltverbesserer wie etwa Ghandi.

    Christen, Muslime, Juden, Hindus usw. haben alle Ihre Daseinsberechtigung jedoch sollten alle gegenüber andersdenkenden und andersgläubigen stehts Respekt haben. Für mich ist es abscheulich wenn jemand etwas Gutes, im Deckmantel der Missionierung verkauft. Wenn es hier Freikirchler gibt Habe ich eine Frage:

    Finden Sie es angenehm einen anderen Glauben aufgedrängt zu kommen? Wenn Sie in Not sind ist es doch unangenehm für die erhaltene Hilfe die Religion wechseln zu müssen. Seien Sie ehrlich.

    Ich habe es geschafft 2 Menschen von der Drogensucht zu befreien. Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht die Religion.
    Diese zwei wären ein gefundenes Essen für Missionäre weil sie sehr leicht zu beeinflussen sind.

    Ich respektiere jede Religion ich will aber auch respektiert werden als nicht gläubiger (Ref. getauft)
    Dieser Stiletto lauf mag ja was gutes sein aber mit fahlem Nachgeschmack.

    Liebes Tagi Team wie Ihr sieht habe ich meinen Text etwas abgeändert damit sich nun niemand mehr verletzt fühlt. Es ist mir wichtig das meine Meinung veröffentlicht wird. Herzlichen Dank

  • KT sagt:

    „Bei den Schwächsten ist es wohl am Einfachsten, sie zu einem kulturfremden Glauben zu verführen.“
    Herr El Arbi, darf ich Sie religionswissenschaftlich etwas bremsen und Sie daran erinnern, dass jeder Glaube mal kulturfremd war. Indien war nicht immer hinduistisch, Südostasien nicht immer buddhistisch, der nahe und mittlere Osten nicht immer muslimisch und Europa nicht immer christlich. Alle diese Religionen waren mal „kulturfremd“ und haben sich durch Mission ausgebreitet (ja, auch der Buddhismus!). Dies ist ein kulturgeschichtlich völlig normaler Vorgang. Bitte überlassen Sie es deshalb doch den Menschen in einer Kultur selber, zu wählen, welcher Religion sie angehören wollen; es ist unfair, die Entscheidung von Menschen mit der Aussage kleinzumachen, sie hätten sich „verführen“ lassen. Das Christentum wächst in der Zweiten und Dritten Welt stark, und notabene sind es längst nicht mehr die westlichen Missionar/innen, die diese Entwicklung befeuern, sondern sogenannt indigene (und somit alles andere als kulturfremde) Kirchen, welche zu 99% unter dem Radar der westlichen Medien bleiben.

    • Reda El Arbi sagt:

      Macht das irgendetwas besser? Und was heisst wählen? Wieviel Wahl hat man, wenn man Hunger hat? Ihren Kommentar empfinde ich als kulturverachtend und zynisch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reda El Arbi:
        und wieviel Wahlfreiheit ist denn das,
        wenn bloss weil man halt in einem haupt-buddhistischen oder haupt-hinduistischen oder haupt-islamischen Land und einer solchen Familie zur Welt kommt diese Religion nicht hinterfragen darf? Das ist in jenen Ländern manchmal mit viel mehr Schwierigkeiten verbunden als hierzulande. Und wenn man einer Minderheits-Familie angehört von Beginn weg nicht die besten Startbedingungen vorfindet?

        Religionswechsel, ob infolge Austausch mit einem anderen Religionsangehörigen darauf gekommen ist,
        oder sich selber über andere Religionen anfängt zu informieren,
        oder auch in die A-Religiösität wechseln will kann dort zu schwerwiegenden sozialen Konsequenzen führen.

        Wieviel Schwierigkeiten hat Ihnen Ihre aufkommende Kritik, Ihr Nachfragen und schlussendlich Ihr Kirchenaustritt bezüglich Arbeitsstelle, Freundeskreis, Wohnsituation und Familie eingebracht?
        Selbst wenn Sie auf Unangenehmes gestossen sind, ich nehme mal an Sie waren nie wirklich ernsthaft bedroht, oder?
        Für mich wirkt ein bisschen zynisch wenn Sie es nun so darstellen als herrschten in allen Regionen von der jeweiligen Hauptreligion her Frieden und Freiheit für ihre Angehörigen, und alle Einflüsse von ausserhalb seien kulturverachtend.

        • Reda El Arbi sagt:

          Das rechtfertigt, Kinder von ihren kulturellen Wurzeln zu isolieren und Menschen Brot gegen Glauben zu verkaufen? Naja, wenn das für Sie so stimmt, Ich muss sowas vor keinem Schöpfergott rechtfertigen. Ich bin Pantheist. Aber wer immer seinen Glauben mit Manipulation und subtilem Druck, oder mit Schwert und Feuer verkündet, wird wahrscheinlich ziemlich in Schwierigkeiten sein, wenn er vor seinen Schöpfer treten muss. Glaube beruht auf Freiwilligkeit, nicht auf Manipulation oder Gewalt.

        • Brunhild Steiner sagt:

          @Reda El Arbi:
          aus schlechten Beispielen konstruieren Sie ein
          „die bieten alle bloss Hilfe gegen Bekehrung an und zerstören Kulturen“.
          Diese Verallgemeinerung schürt die Empörung und weicht einer echten Auseinandersetzung aus.
          Und ja, da stimmt es für mich für schon lange nicht mehr.

      • KT sagt:

        Ich gebe Ihnen natürlich recht: Wer Hunger hat, hat keine Wahl, und „Bekehrungen“ zu kaufen ist in jedem Fall verwerflich. Ich wehre mich aber entschieden gegen die Insinuation in diesem Blog, jegliche Hinwendungen in armen Ländern zum christlichen oder einem anderen Glauben seien mit Hilfe oder Geld gekauft oder erzwungen worden. Das ist schlicht und einfach nicht wahr und widerspricht sämtlichen kultur- und religionswissenschaftlichen Studien auf diesem Gebiet. Die Hinwendung von Menschen zu einer anderen Religion, und das schliesst aggressiv missionierende Glaubensgemeinschaften ein, hat i.a.R. sehr viel komplexere Hintergründe, siehe mein Beitrag oben. Ein Faktencheck Ihrerseits wäre hier wichtig gewesen.
        Ich empfehle Ihnen zudem, sich zuerst in die Grundlagen der Religionswissenschaft einzulesen, bevor Sie das nächste Mal mit Schlagworten wie „kulturverachtend“ oder „kulturfremd“ um sich werfen.
        Und: Was würde wohl eine überzeugte (und nicht „gekaufte“) kambodschanische Christin empfinden, wenn sie von Ihnen, einem sog. Kulturfremden, zu hören bekommt, ihre Religion sei kulturfremd? – Eben. Das wäre in etwa das Gleiche, wie wenn ein Kambodschaner einer Schweizerin die Ausübung des Islams verbieten möchte – weil der in der Schweiz „kulturfremd“ sei.
        Herr El Arbi, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und freue mich auf Ihren nächsten, hoffentlich wieder etwas ausgewogeneren Blogeintrag – ich lese Ihre Sachen für gewöhnlich nämlich sehr gern.

  • Daniel sagt:

    Ihre Kritik wäre von der Sache her interessant. Leider kommt sie in einem verachtenden und arroganten Ton daher und scheint schlecht recherchiert zu sein. Ich bin selber ein Christ (nicht im ICF). Was mich stört sind Ihre Erklärungen und Urteile über die evangelikalen Christen, die schlicht und einfach nicht stimmen (das Wort Todsünde existiert in diesen Kreisen nicht, das Konzept von Mission haben Sie ebenfalls nicht verstanden, Brot gegen Glaubensbekenntnisse ist eine böse Unterstellung). Sie urteilen über die Motive und das Handeln anderer Menschen in einer Art und Weise, die voller Hass und Abneigung ist und bemühen ein Klischee nach dem Anderen. Dabei böte die Geschichte durchaus interessanteren Stoff als im oberflächlichen ICF-Bashing zu landen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Das Konzept, dass Menschen, die Jesus nicht als Erlöser annehmen, auch keinen Zugang zum Himmelreich haben, ist wohl auch nur von mir erfunden.

      • Marcel Claudio sagt:

        Da sind wir ja schon fast bei der Mutter aller Fragen angelangt:
        .
        Was ist eigentlich der Sinn des ewigen Lebens im „Himmelreich“?
        .
        So ohne Arbeit, Sex, kritisches Denken, Schicksalschläge, Stadtblog usw usw…da bleibt ja nur noch gähnende Langeweile – und dann womöglich noch von ehemaligen ICF-lern und sonstigen Fundis umzingelt sein auf ewig!!
        .
        NEIN DANKE!

        • Raphael Müller sagt:

          Lustig, dass du nur die eine Seite einblendest.

          Streichst wohl aus deinem Gehirn den Gedanken des qualvollen Leidens? Aber ist ja klar – wer will das schon? Bedenke dies bei deiner nächsten Antwort, GÄLL. Sonst könntest du eines Tages noch überrascht werden.

          • Marcel Claudio sagt:

            @ Erzengel Raphael:

            Gäbe es denn eine Hölle, so würde ich es mit Reda dort vermutlich ziemlich lustig haben – aber ich tippe eh auf die Singularität des Nichts – darum lebe ich diesseitsbetont – Reda vermutlich auch!!
            .
            Auf den Trick mit den qualvollen Leiden falle ich nicht mehr herein – und viel schlimmer könnte die Hölle ja auch nicht sein, als ein ewig langweiliges Himmelreich…isch Hans was Heiri und am Schluss kommt es eh anderst als man gedacht hat – nur leider werden Sie das dann nie mehr erfahren GÄLL Herr Müller…
            (also ich möchte mein Leben nicht einfach so jenseitsfixiert vergeuden…aber kann ja jeder machen wie er will – solange er mich damit nicht belästigt und mich missionieren will)

      • malcom sagt:

        Dafür gibt es eine Art von Exorzismus (bin zufällig dazugestossen, als dies praktiziert wurde, notabene wegen Bauchschmerzen), da es böse Geister oder weiss ich was gibt, die Krankheiten verursachen und die vertrieben werden müssen. Und wer krank ist, der ist sowieso nicht gesegnet (des Teufels?). Dabei ist das nicht einmal alles, was in diesen Organisationen passiert. Es ist noch unglaublicher… Viele Leute wissen wohl gar nicht, was alles hinter dieser heilen Fassade passiert. Gut, glauben kann jeder, was er will. Aber die Angstmacherei ist nicht christlich.

      • Raphael Müller sagt:

        Ist doch vollkommen egal ob dies von dir erfunden ist oder nicht.

        Schau ein ganz einfaches Beispiel für dich: was würdest du tun, wenn drei Personen am hellichten Tag den Menschen, den du am MEISTEN liebst, mit einem Messer zur Strecke bringen (es bleibt zu sagen, dass diese bis dahin noch nie eine schlechte Tat begangen haben – noch NIE!!!!). Du würdest dafür sorgen, dass sie in dan Knast wandern. Ich übringens auch!!! So ist es mit Gott. Wir sind durch unsere Verfehlungen von ihm getrennt. Nun gibt es einen Weg zu ihm. Den Weg durch das Gericht. Wenn Jesus nicht mein Lebensinhalt ist (Mein Herz, Denken, Handeln usw. verändert sich), hat keiner von uns eine Chance durch dieses Gericht zu kommen. Also brauchen wir ihn.

        Wenn wir nicht bereit sind unsere „vermeintliche Freiheit“ aufzugeben, können wir auch nichts gewinnen – nur verlieren!

        Falls du glaubst, dass jeder in den Himmel kommt, musst du mir einmal erklären was das für ein Gott sein soll! Ach übrigens wollte ich schon lange einmal wissen – hast du Ein Hobby oder ist es dies, dass du ständig am schreiben bist? 😉

        • Reda El Arbi sagt:

          Ich philosophiere hier nicht über Gott. Nur über Menschen, die sich anmassen, Gott für andere zu definieren. Und ich schreibe, weil es mir wichtig ist.

      • Daniel sagt:

        Glauben Sie nun plötzlich an das Himmelreich wie es die Bibel beschreibt? Wenn ja, ist die Frage wie Sie dorthin kommen gewiss relevant, wenn nein kann es ja auch egal sein, was andere darüber denken. Das ist Glaubensfreiheit, bzw. Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Es ist löblich, dass Sie persönlich Antwort geben, leider ohne den Willen zur Selbstkritik. Sie wirken verbissener und überheblicher als mancher religiöser Fundamentalist. Einfach in eine andere Richtung. Das ist schade, denn es fehlt Ihnen in dieser Sache nur wenig Gelassenheit und Selbstkritik und Sie könnten spannende Diskussionen auslösen. So aber werden nur Fronten verhärtet.

        • Reda El Arbi sagt:

          Naja, wenn man mit einem religiösen Menschen über seine Religion diskutieren könnte, wär er wohl nicht religiös. Denn dazu müsste er Zweifel an seiner Sichtweise zulassen und damit seinen Gott in Frage stellen. Das aber wäre Blasphemie. Ich persönlich weiss nicht, ob es einen Gott gibt, aber ich glaube nicht daran.

          Wie gesagt, mir ist es egal, was Leute glauben. Solange sie andere Menschen als gleichberechtigt vor dem Gesetz (Homo-Ehe) akzeptieren und den freien Willen respektieren. Und solange sie andere Menschen nicht über ihre Absichten täuschen oder manipulieren. Sonst kommen sie genau so in den Fokus, wie es politische Gruppen hinnehmen müssen, die so vorgehen.

  • Nicht-Christin sagt:

    Ich bin nicht gläubig, trotzdem habe ich am Stilettolauf mitgemacht und finde das eine wunderbare sache!! und ja, es waren viele Leute da, die einer Freikirche angehören. ABER wo waren denn all die „nicht-gläubigen“ ? oder diejenigen die nicht in einer Freikirche waren?? und ja, die hilfsorganisationen wie FIZ werden von freikirchen gefördert. ABER warum fördern die nicht-gläubigen solche hilfsorganisationen nicht? oder weniger? Ich helfe sehr gerne anderen menschen und mir ist es egal wenn dabei „gläbuige menschen“ mit dabei sind. WEIL ES UM MENSCHENRECHTE GEHT bei dieser sache und nicht um religion. fragt euch doch mal ob diese bösen freikirchen menschen vielleicht sozialer sind? und mehr auf die anderen menschen eingehen und anderen helfen als nicht-gläubige? ich werde weiterhin FIZ unterstüzten, weil ich es eine gute sache finde. Ausserdem sind viele menschen die eine freikirche besuchen nicht so radikal wie es beschrieben wird, ich spreche aus erfahrung. seit toleranter und akzeptiert und respektiert menschen mehr. solche „trötzli“-artikel bringen die menschen nicht näher zusammen.

    • Urs sagt:

      @ Nicht-Christin:

      1. Es gibt haufenweise nichtreligiöse Hilfsorganisationen die Charity-Events und nichtreligiöse Menschen, die solche Events besuchen. Dass am Stilettolauf wenig Nicht-Freikirchler teigenommen haben, kann daran liegen, dass die Freikirchler dafür vielleicht in erster Linie in ihren Kreisen dafür geworben haben.
      2. es geht genau NICHT in erster Linie um Menschenrechte, sondern um Missionierung. Der Missionsgedanke ist im Gegensatz zu anderen christlichen Kirchen in Freikirchen sehr zentral und sie sind bekannt dafür, trendige Veranstaltungen wie Konzerte, Tanzparties und offenbar eben auch flashmobartige Aktionen wie den Stilettolauf, die gerade bei jungem, hippem und urbanem Publikum gut ankommt, für Missionierung zu nutzen.
      3. schön, dass sie gute Erfahrungen mit Freikirchlern gemacht haben. Aber es gibt auch Leute (z. B. ich) und viele Ex-Freikirchler, die haben sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Solange sie noch nicht Freikirchler sind und potentiell bekehrt werden könnten, ist man natürlich ausgesprochen freundlich zu Ihnen. Aber wehe, sie lassen sich nicht bekehren, oder erdreisten sich sogar, die Glaubenssätze der Freikirchen in Frage zu stellen, dann zeigt man Ihnen ruckzuck die kalte Schulter. Untereinander sind Freikirchler zwar ein Herz und eine Seele, aber leider kommt es sehr oft vor, dass wenn Mitglieder sich von der Freikirche abwenden, oft eine knallharte soziale Ausgrenzung folgt, manchmal sogar von der eigenen Familie.

  • sascha Schulthess sagt:

    Liebe schreiber

    Ich lebe in Mexiko und bin dabei ein kleines Hilfsprojekt zu starten/gründen. Kleiner Erfolge konnte ich schon erzielen. Ich bin Agnostiker somit ist mein Projekt auch neutral. Es darf nicht sein, dass Hilfsprojekte perspektivlose Menschen bekehrt werden. Ich habe 2 Drogenabhängigen erfolgreich geholfen und war stehts neutral. Mir würde es nie in den Sinn kommen Leute zu bekehren. Das ist unfair und Menschenverachtend! Das wäre in etwa so wenn ich jemanden ein Brot anbiete aber dann sage du bekommst das wenn du an XY glaubst.

    Wenn ich schaue was die Conquistadores hier alles angestellt haben wird mir schlecht. Sie haben die Azteken ausgerottet (Moctezuma II) haben aus Pyramiden abgebrochen und damit Kirchen gebaut (Mexico Stadt) und haben sehr viel Unheil angerichtet.
    Das war früher viel Kultur wurde vernichtet. In der heutigen Zeit geschieht dasselbe Kultur wird geraubt.
    Ich akzeptiere jede Religion und Glaubensrichtungen aber Missionieren geht gar nicht.

    Hilfsorganisationen müssen neutral sein es sollte verboten werden wenn sie zum zweck der Missionierung dienen. Hier gibt es ein Kinderheim, welches von Nonnen betrieben wird. Da ich in einem Katholischen Land lebe akzeptiere ich das, super Sache. Evangelikale die zwar helfen aber zum Zweck der Missionierung könnte ich weniger tolerieren. Es heisst ja Glaubensfreiheit und nicht Glaubensaufzwingung. Übrigens denke ich genau auch so wenn mich ein Muslim oder Hindu bekehren will.

    Ich will niemanden mit diesem Kommentar verletzen oder angreifen. Lebt Euren Glauben so aus, dass es niemanden stört.

  • Marcel Claudio sagt:

    REDA – der härteste Investigationsjournalist von Zürich – finde ich gut, dass Du jeweils in die Höhle der zürcher Stadtlöwen gehst und knallhart vor Ort berichtest. Schon beim ICF Besuch hätte es Dir ja den Aermel reinhziehen können – aber Du bliebst kruppstahlhart! Gut so!
    .
    Und jetzt das neueste Highlight – ein Stilettolauf mitorganisiert von Schwulen- und Tuntenhassern – das ist ja schon eine unübertroffende zynisch-bösartige Unterwanderung der Gesellschaft gewisser fundamentalreligiöser Kreise – ein Skandal!!
    .
    Gut gibt es REDA – die REDAktion kann dankbar sein um so einen unerschrockenen und aufklärenden REDAkteur!

    DEAR citizens READ more REDA!!

  • Walter Kuhn sagt:

    Die „Heart Wings“ tun wenigstens etwas, und organisieren eine Geldsammlung für FIZ. Niemand zwingt Sie auf Stilettos irgendetwas Unterbewusstes auszuleben, nur um dem FIZ spenden zu können. Sie können das auch ruhig und still und ohne Motzen tun.

    Man muss weder Evangelikaler noch sonst Gottes- oder Allahgläubiger sein, um zu erkennen, dass der Glaube vielleicht doch dem einen oder anderen Opfer der Sexmafia helfen kann, dort auszubrechen, und ein neues Leben zu beginnen. Wenn es Ihnen wirklich um die Opfer geht, dann ist es weniger wichtig, mit welcher Methode oder mit wessen Hilfe diese sich aus dieser modernen Sklaverei befreien, sondern dass sie sich überhaupt befreien können. Viele der ersten Christen waren auch römische Sklaven.

  • Paula sagt:

    Die Beiträge und das Entsetzen des Herrn El A. sind aufgesetzt und langweilig. Entweder geifert er gegen christliche Organisationen oder weil er nicht mehr überall paffen darf, oder er ergeht sich in Belanglosigkeiten. Zu mehr reicht es eben bei ihm nicht. Lassen wir es also gut sein.

    • Andi sagt:

      Liebe „Paola“. Was Sie da schreiben, stimmt nun wirklich nicht!

      • Marcel Claudio sagt:

        Jede junge Seele die vor diesen Abzockersekten gerettet wird ist ein Gewinn für die Gesellschaft!
        .
        Danke Reda!
        .
        PS Und mit seinem Wolff – Vergleich neulich mit der Geschichte von den drei Schweinchen war Reda ja schon ein grosser Visionär — nur schon das Bewusstsein des Wolffatems verscheuchte die Binzler…wer hätte denn das gedacht!

        Reda hats vorausgesehen!!!

    • Schmidt sagt:

      Die Beträge von El A. sind weder aufgesetzt noch langweilig und ergehen sich auch nicht in Belanglosigkeiten. Mehr braucht es nicht. Lassen wir es also gut sein.

  • Raphael Müller sagt:

    Lieber Reda

    Ich amüsiere mich bei ihren Texten gewaltig. Sie bereiten mir durch diese Texte immer wieder Lachanfälle wie es kein anderer zustande bringt. Wollen sie wissen weshalb?

    Ihr Thema (Die Christen – sie verstecken sich dann immer hinter den „radikal-evangelikalen“) ist wohl ein Problem, welches sie persönlich haben und keines für die Öffentlichkeit. Wenn man mehrere Berichte von ihnen liest gibt vieles einen Zusammenhang und ein Bild über SIE. Somit würde es mich freuen, wenn sie erstens ihre Berichte besser fundiert schreiben würden und zweitens, dass sie eine Lebensverändernde Botschaft nicht als Kulturzerstörtung betiteln würden (dies streicht auch wieder ihr UNWISSEN hervor).

    Ich wünsche ihnen wohltuende und gute Erfahrungen, welche sie anscheinend (dies entnehme ich früheren Texten von ihnen) als Katholik nicht hatten (evtl. kommen ihre misstrauischen Meinungen daraus). In ihren Texten spüre ich jeweils eine tiefe Wut allem Christlichen gegenüber – vielleicht sollten sie da einmal etwas ABLEGEN.

    • Reda El Arbi sagt:

      Oh, danke. Aber bitte, wo genau ist jetzt das Argument? Wo ist jetzt die Rechtfertigung dafür, in buddhistischen Gesellschaften christlich zu missionieren? Ich freue mich für Ihren Glauben. Würde mich aber wundern, wenn Sie islamischen Missionaren in der Schweiz auch so tolerant gegenüberstehen würden. Ich nicht.

      • Raphael Müller sagt:

        Okey, also ich habe das Gefühl und dies wächst von Kommentar zu Kommentar (von ihnen), dass sie überhaupt keine Ahnung über das haben wovon sie berichten!!!

        Erstens sind die Christen oft sehr willkommen
        Und
        Zweitens wollen die Islamisten die Christen auch nicht ( also wieso sollen die zu uns kommen 🙂

        Weshalb wollen sie die islamisten nicht? Und woher wollen sie wissen, dass ich an etwas glaube?

        Eines das müssen sie noch lernen: schauen sie doch einmal in der Geschichte zurück und dann erkennen sie wie viel gutes aus den christlichen Kreisen entstanden ist (wenn sie nun mit den Kreuzzügen kommen wollen, nehme ich ihnen gleich den Wind aus dem Segel – heute geschehen auch noch solche Dinge!)

        Zu ihrem dofen Argument, andere Kulturen nicht „missionieren“ zu dürfen, gibt es leider nur eines zu sagen: Die betroffenen Menschen können nur gewinnen. Und wenn sie sich wirklich dafür interessieren würden, würden sie dies auch lesen können.

        Nochmals: ich empfehle ihnen über ihre Probleme mit den Christen zu sprechen.

      • Hannes Müller sagt:

        Islamische Missionare gibt es nicht, nur „Märtyrer“. Die missionieren nicht mit selbstloser Hilfe.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ach Quatsch.

          • Hannes Müller sagt:

            Belegen. Danke.

            • Reda El Arbi sagt:

              Schauen sie sich die islamischen Suppenküchen in Algier an. Da werden gezielt junge Leute angesprochen, um auf einefundamentalistsiche Form des Islam getrimmt werden. Dasselbe findet zum Beispiel in Malysia statt. In Deutschland findet islamische Mission fruchtbaren Boden. Auch in den USA ist seit den 70ern islamische Missionstätigkeit zu verzeichnen. Dort ist es zum Beispiel in Gefängnissen normal, dass man auf den Islam angesprochen wird. Dieselbe Masche, sozial Benachteiligte für den eigenen Glauben zu rekrutieren, wie in christlichen Missionen.

  • Heinz Kyburz sagt:

    Lieber Redaktor El Arbi
    Etwas Polemik – und schon gibt es 60 Kommentare. Sie sind offensichtlich ein talentierter Journalist, der beim Tages Anzeiger sicherlich Karriere machen wird. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren, die „ehrverletzend, rassistisch, unsachlich“ usw. sind. – Wieso gelten diese Bestimmungen nicht auch für den Redaktor? Mit Ihrer ausgeprägten Hetze gegen die sogenannten „christlichen Fundamentalisten“ verhalten Sie sich selber ausgesprochen fundamentalistisch. Einmal mehr zeigen die sogenannt Toleranten, wie wenig tolerant sie sind.

    • Luca R. sagt:

      Mein Gott. Die Hetze gegen ICF & Co. ist also um einiges schlimmer, als die Umgekehrte. Ich stimme Ihnen ja zu, dass es so einige Probleme in der „Mission“ gibt, doch könnten Sie das Thema auch ein wenig sachlicher angehen.

    • Hannes Müller sagt:

      Christentum ist keine Rasse

  • Pipo Lino sagt:

    Geschätzter Reda

    Ich weiss, es hört sich immer gut an, in einer solchen Diskussion von deinen Reisen nach Kambodscha und deinem Patenkind zu reden. Dir und deiner Glaubwürdigkeit zuliebe würde ich aber endlich damit aufhören. Ein Patenkind ist nur auf den ersten Blick eine gute Idee. Die von dir den Christen unterstellte Isolation der „missionierten“ Kinder findet sich in gleichen Masse bei der Unterstützung eines einzigen Kindes inmitten eines Dorfgefüges. Das einzige was so gestärkt wird, ist die Ungleichheit. Es macht mich wütend, dass Organisationen immer noch mit diesem scheinbar persönlichen Bezug der Spender zum Kind Bauernfängerei betreiben. Ich halte dein Engagement für ehrbar, möchte dich aber bitten, dich ein bisschen intensiver mit der sogenannten Entwicklungshilfe auseinanderzusetzen, gerade weil du aufgrund deiner Popularität eine gewisse Verantwortung trägst. Dass Entwicklungshilfe in dieser Form den schwierigen Status Quo vielmehr erhält als verbessert, wird hier schön ausgeführt:

    http://www.youtube.com/watch?v=hpAMbpQ8J7g (RSA Animate – First as Tragedy, Then as Farce von Slavoj Zizek)

    Du brauchst den Kommentar nicht zu veröffentlichen, ist eher als food for thoughts gedacht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Sorry, wir unterstützen die ganze Dorfgemeinschaft. Und erwähnt hab ich es nur, weil mir vorgeworfen wurde „ein Herz aus Stein“ zu haben, und mich nicht um die Kinder da zu sorgen.

  • Ali Ferkous sagt:

    Lieber Reda, ich kann dich verstehen. Leider bist du zu wenig berühmt, als dass du eine Lesung organisieren könntest und die Eintrittsgelder – statt aus der eigenen Tasche – zu spenden, wie es Madonna & Co. machen.

  • Hannes Müller sagt:

    Vielleicht hier eine Klärung: Christiliche Hilfe ist immer Mission. Gutwillige und selbstlose Hilfe ist die Grundphilosophie der christlichen Mission. Da kann man ruhig mal beim Papst nachfragen.

  • Martin Berger sagt:

    @Reda El Arbi:
    Ich wünsche Ihnen mehr Toleranz und offenere Augen. Gehen Sie doch einmal eine Woche mit Peter und Dorothée Widmer mit…vielleicht würde das Ihre Sicht etwas erweitern?

    • Paula sagt:

      Formal störend an der Sache hier ist, dass der Herr El Arbi, der natürlich, und das stelle ich auf gar keinen Fall und nicht im Allermindestgeringskleinsten in Frage, in jeder Beziehung und im Allgemeinen wie auch im Besonderen jederzeit und uneingeschränkt Recht hat und sich nie und nimmer täuscht, nicht nur einen Beitrag schreibt, sondern anschliessend jeden ihm missliebigen Leserbeitrag länglich kommentiert. Wenn er das doch bleiben lassen könnte.

      • Reda El Arbi sagt:

        Liebe Paula, wir sind ein Blog. Wir nehmen an den Diskussionen teil. Wir suchen die Diskussion sogar, weil so für den Leser ein breites Bild und nicht nur unsere Meinung sichtbar wird. Wenn ich missliebige Beiträge nicht wollte, könnte ich sie einfach löschen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Reda El Arbi:
    mir scheint dass es Ihnen betreffende Organisationen so oder so nicht recht machen können.
    Sie bemängeln sozusagen eine authentische Deklaration beim Stilettolauf-
    findet diese aber, wie bei World Vision statt, wo Sie selbst hier erwähnen was als erster Punkt auf deren Website steht,
    dann läuft das bei Ihnen unter „widerlich“.

    Was genau unter „missionieren“ verstanden wird, wär dann sowieso noch mal eine andere Abteilung, wenn soziales Engagement von christlich Gesinnten aufgrund ihrer Glaubensüberzeugung ins Rollen kommt bedeutet das noch nicht zwangsläufig dass im „alten Kolonialstil“ vorgegangen wird,auch wenn Sie persönlich aufgrund Ihres Besuches in Kambodscha dieser Überzeugung sind. Schlechte Beispiele finden Sie überall.

    Plus, also den Stilettolauf gibts nun genau seit wievielen Jahren?
    Jahre in denen alle möglichen Weltanschauungsgruppierungen Gelegenheit hatten selbst was Ähnliches auf die Beine zu stellen und quasi „den Superfrommen“ das Ackerfeld wegzuarbeiten. Gilt im Übrigen weltweit für alle möglichen Programme.
    Schön dass Sie sich finanziell engagieren,
    dort jahrelang zu leben und sich vor Ort, ohne Mercedes übrigens, einzusetzen, ist dann noch mal ne andere Kategorie.

    Ihre abwertende Bemerkung den Gründern von Heart Wings gegenüber sind nicht sachlich, haben Sie da eigentlich im Nachhinein am Text rumgeschraubt? Mir scheint es fehle nun ein Satz. Ein Satz der eher unschön war.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, ich habe auf Bitten einer Freundin einen Satz abgeändert, weil er wirklich hart formuliert und fürs Textverständnis nicht nötig war. Und ja, ich habe in Kambodscha gelebt, ohne Mercedes. Und „Brot und christliche Bildung gegen Glauben“ macht die Kultur vor Ort kaputt. Das ist widerlich, imperialistisch und in meinen Augen ein Verbrechen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reda El Arbi:
        schön dass Sie den Satz abgeändert haben, aber ich verstehe nicht ganz wenn Sie,
        der im selben Artikel gross „nicht transparent!!!“ schreit,
        das dann nicht auch nachträglich kommuniziert? Mit einem kleinen Hinweis dass eine Änderung vorgenommen wurde und weshalb? So hats mir ein bisschen nach „rausschleichen“ ausgesehen, immerhin haben Sie es jetzt geklärt, danke!

        Zweitens: wie schon erwähnt, schlechte Beispiele finden Sie überall. Dies aber zum courrant normale unter christlichen Hilfswerken zu erklären, ist um Meilen am heutigen Stand der Dinge vorbei geschossen. Aus den Fehlern der Vergangenheit wurde durchaus gelernt, zumal es „die“ christliche Kultur ja ebenfalls nicht gibt, sondern es eher um ein Abwägen, welche kulturellen Besonderheiten einem biblischen Verständnis komplett entgegenstehen (bspw Ahnenverehrung inklusive ihre Anrufung) und welche nicht, geht. Dass „christliche Kultur“ gleich „westeuropäische Kultur“ sei wär dann nochmal ein anderes Missverständnis.

        • Brunhild Steiner sagt:

          PS wielange haben Sie in Kambodscha gelebt? Ich frage nach weil es schon ein kleiner Unterschied macht ob man jahre- bis jahrezehntelang in einem fremden Land unter nicht angenehmsten Bedinungen lebt, und sich nach 5, 7 etc mehr Jahren die Leute beginnen einem echt anzuvertrauen, beginnen über ihre tiefsten Ängste zu sprechen, oder ein paar Monate wo man Einblick in die Oberfläche bekommt.

        • Reda El Arbi sagt:

          Frau Steiner, der Satz war zum Textverständnis nicht nötig. Dazu war er unnötig verletzend. Also hab ich ihn abgeändert. Daran ist nichts intransparent.

          Und es geht mi im Artikel um diese Veranstaltung, nicht um alle Veranstaltungen überall.

          • A.B. sagt:

            Sehr wohl intransparent – und eines Journalisten nicht würdig…

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Reda El Arbi:
            das ist der zweite Versuch, und diesesmal speichere ich es bei mir um sicherzugehen…

            Wenn ich einen Artikel lese, und bei dem zweiten mal bestimmte Textteile fehlen,
            der unschöneren Sorte noch dazu, der Autor im gleichen Text anderen den Vorwurf von Intransparenz macht,
            selbst aber Sätze entfernt und es nicht für nötig erachtet dies zu erwähnen, ja, dann finde ich sehr wohl dass dies intransparent ist und der Autor, wenn er anderen hohe Messlatten anlegt, nicht überrascht sein sollte wenn er ebenfalls gemessen wird, es wird ihm auch kein Stein aus der Krone kippen wenn er sich dieser Kritik stellt… .

            Zum zweiten, wenn es Ihnen um „diese Veranstaltung geht“,
            über Jahre hatten oder hätten unzählige Gruppierungen die Möglichkeit gehabt ebenfalls Aktionen zur Unterstützung von Frauen, die in der Sexindustrie gefangen sind, zu lancieren- solange da soviel Unrecht verbreitet ist und dermassen wenig Hilfe angeboten, ist es einfach nur billig über Aktionen, die einem nichts ins Weltbild passen, so herzuziehen.
            Drittens, wieviel Undercoverarbeit hat es Sie gekostet die Verbindungen zu Christen herauszufinden?
            Okay, stand vielleicht nicht grad fettgedruckt und mit Leuchtbuchstaben zuvorderst, aber war es wirklich fast schon bewusste „Irreführung“ von Teilnehmenden, so wie Sie das zu implizieren scheinen?

            • Reda El Arbi sagt:

              Liebe Brunhilde, die Aussage des Textes ist dieselbe wie zuvor. Sie haben nichts „aufgedeckt“, meine Haltung ist noch immer ersichtlich.

              Und zweitens: Die Hauptorganisatorin des Anlasses hat mir versichert, der Anlass sei in keiner Weise mit dem ICF verbunden. Sie ist Pastorin des ICF. Was sie mit keiner Silbe erwähnenswert fand. Es ist auch auf keiner der Homepages erwähnt, weder bei ihr liegen die Verbindungen zur Freikirche offen, noch bei den anderen Mitgliedern der Organisation „GlowbalAct“.

              Stellen Sie sich vor, fundamentalistische Moslems hätten Geld für irgendwas gesammelt, ohne den Hintergrund öffentlich zu machen …

          • Reda El Arbi sagt:

            Wenns intransparent wäre, könnten Sie es mir hier nicht vorwerfen.

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Reda El Arbi:
            diesbezüglich zolle ich Ihnen auch meinen Respekt, dass Sie es aufschalten, und überhaupt sehr rege teilnehmen, da gähnt andernorts ein bisschen sehr gähnende Leere… .
            Aber stur bleib ich trotzdem, wenn ich im Nachhinein Teile (welche ja eher ein Licht auf meine innere Haltung den Beschriebenen gegenüber werfen) entferne, dann gehört das für mich deklariert.

            Und nun werfen Sie also fundamentalistische Moslems und fundamentale Christen in den selben Topf, passt ja wirklich sehr gut zusammen, Beide sammeln ja regelmässig für irgendwelche Aktionen/Einrichtungen welche sich nicht so ganz mit unsrer Rechtstaatlichkeit vereinbaren lassen…

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, z. B. in den armen Quartieren von Kairo gibts jede Menge soziales Engagement von fanatischen Muslimen, die junge Menschen für ihre Sache gewinnen wollen. Das „Brot gegen Seelen“ ist nicht ein exklusiv christliches Konzept.

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Reda El Arbi:
            ich befürchte ich habe mich zu wenig deutlich ausgedrückt,
            bitte nennen Sie mir doch gemeinsame Nenner von fundamentalistischen Moslems und Christen welche Sie persönlich in die Fundamentalistenschublade stecken.
            Wo genau und von welchen Gruppierungen wird Rechtstaatlichkeit als etwas Belangloses gesehen?
            Zum Beispiel Scharia?

            • Reda El Arbi sagt:

              Wie wärs mit der Einstellung gegenüber Homosexualität? Wie wärs mit der Vorstellung, dass nur die Rechtgläubigen in Gottes Reich kommen? Der Islam ist in seiner spirituellen Entwicklung in etwa da, wo da Christentum vor 600 Jahren war. Mit demselben totalitären Anspruch. Und derselben gewaltätigen Vorgehensweise. Das Problem ist, das Islamisten jetzt mit Bomben kämpfen können, während Christen damals auf derselben Stufe der Religionsentwicklung nur Schwerter zur Verfügung hatten. Naja, bis auf die Iren. Die bombten sich im Namen Christi bis in die Neunziger in Fetzen …

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Reda El Arbi:
            Rechtgläubigkeit: mit diesem Thema, und wie genau diesbezügliche Stellen interpretiert werden sollten
            sind alle Kirchen konfrontiert, alle haben diesselbe Bibel und überall steht mehr oder weniger dasselbe drin (je nach Übersetzung und ob mit/ohne Apokryphen).
            Wie mit diesem Thema umgegangen wird, wie das der einzelne „Christ“ (denn das wär ja nochmal ein anderes Gebiet, wer und was definiert denn dieses „Christsein“ ganz genau, was erlaubt mir dieses Prädikat in Anspruch zu nehmen?) für sich selber löst, das ist und bleibt ein Spannungsfeld.
            Davon sind auch Ihre Freunde betroffen und haben diese Spannung auf ihre Art gelöst.

            Homosexualität: auch hier gibt es verschiedenste Überzeugungen innerhalb der verschiedensten Kirchen,
            die Textpassagen werden unterschiedlich ausgelegt.
            Und ja, der Themenschwerpunkt „Sexualität“ stand zu oft im Vordergrund und über nicht weniger schwerwiegenderes wie die alten Begriffe „Habsucht“ „Neid“ „Stolz“ wurde/wird? viel zu wenig gesprochen. Aber daraus die Behauptung basteln Homosexualität würde als Todsünde gehandelt, ein Begriff der übrigens katholisch geprägt ist, und sei entscheidend für einen allfälligen Eingang ins Danach,
            das ist nicht korrekt.

            Sie haben nicht auf die Vergangenheit Bezug genommen sondern für die heutige Situation christliche „Fundis“ mit fundamentalistischen Moslems in einen Topf geworfen.
            Egal wie fundamental christlich heute einer ist, aber wo bitte finden christlich motivierte Selbstmordattentate, grossflächige Bombenangriffe etc statt? Wo existieren Parallelkulturen welche an hiesiger (europäischer) Rechtsstaatlichkeit vorbeileben?

            • Reda El Arbi sagt:

              Schauen SIe sich doch mal die Übergriffe auf Moslems in England und in Fankreich an. Die letzten paar Tage. Sie können auch die Leute nehmen, die Abtreibungskliniken in den USA abfackeln und Leute angreifen. Oder die Ausschreitungen in Paris an den Demos gegen die Schwulen-Ehe. Nur ein paar Beispiele. Da gibts noch immer Hexenverbrennungen in Afrika, auch und vor Allem im Einflussgebiet der christlichen Missionare.

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Reda El Arbi:
            Sie scheinen mir ausgesprochen selektiv zu sein, von keiner offziellen Kirche werden Übergriffe auf Abtreibungskliniken oder Ärzt/innen gutgeheissen, mit keiner neutestamentlichen Stelle könnte das legitmiert werden.
            Dasselbe gilt für Übergriffe in England/Frankreich, wo Sie ja nicht mal wissen was genau nun die jeweiligen weltanschaulichen Überzeugungen der Beteiligten sind.

            Hingegen müssen islamische Gelehrte, welche diesbezüglich sehr konkrete Stellen im Koran, aufweichen wollen, aus ihren Herkunfstländern flüchten und ihre Lehrerlaubnis wird ihnen von höchster Instanz entzogen.

            Und das finden Sie, gehört in denselben Topf?

            • Reda El Arbi sagt:

              Sie haben mich danach gefragt, wo sich Christen aus ihren Überzeugungen heraus über den Rechtsstaat hinwegsetzen. Nun hab ich Ihnen Beispiele gebracht, und Sie meinen, das seien nicht die „richtigen“ Christen. Also, mir ist das egal. Ich hatte diese Diskussion schon mit Ihnen. Sie werden sich immer herauswinden, indem sie mit den Finger auf alle Anderen (Moslems) zeigen und die Christen damit entschuldigen, dass dies eben nicht die „richtigen“ Christen sind. So bringt das nichts. Hier, endet meine Diskussion mit Ihnen. Nicht weils mir an Argumenten fehlt, sondern weil Sie sich den Argumenten nicht stellen.

  • Dominic sagt:

    Es ist genial, dass Sie bereit waren, an diesem Lauf mitzumachen!

    Ich möchte aber auch anfügen: Entspannen Sie sich, Herr El Arbi.

    Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft! Da dürfen alle mitmachen — auch die Evangelikalen. Die FIZ vertritt ja bestimmt auch Werte vertritt, die Evangelikalen Bauchweh machen. Und trotzdem geht 2/3 des Geldes dorthin.

    Ich wünsche mir, dass sich in unserer Gesellschaft die verschiedenen Subkulturen mit Respekt, Hochachtung, Pragmatismus, Kooperationswillen und Freundlichkeit begegnen. Die Evangelikalen sind eine solche Subkultur — und sie scheinen respektvoller mit anderen Subkulturen umzugehen als dies beispielsweise die Subkultur linksliberaler Journis tut.

    Wenn Minderheiten wie Evangelikale derart negativ — und mit unbelegten, vorurteilsbeladenen Falschinformationen! — begegnet wird, wie lange geht es dann, bis auch andere Minderheiten wie Freiwild abgeschossen werden?

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, viele der Evangelikalen nehmen ja an dieser Diskussion teil. So kann Meinungsbildung stattfinden. Nur, keiner hat bisher gesagt, dass Mission und Bekehrung von Anderen NICHT eine der Hauptaufgaben ist. Das liegt übrigens in der Sache: Wer Zugang zum Himmel hat, muss ihn Anderen auch zugänglich machen. Jede verlorene Seele lastet auf dem eigenen Gewissen und wird vor Gott in die Waagschale geworfen.

      • Dominic sagt:

        Ja, viele nehmen an der Diskussion teil.

        Aber, es wäre schön, wenn man das nicht aus dem Grund tun müsste, weil Sie auf den Respekt vor Andersdenkenden verzichten, den wir in einer toleranten Gesellschaft haben wollten.

        Eine der abwertendsten, vorurteilsbelandensten Stellen finde ich z.B. dass sie die Organisation als „komisch“ bezeichnen. Das ist zwar nicht die *offensichtlich* arroganteste Stelle, aber ich finde unter der Oberfläche ist das implizit etwas sehr Abschätziges. Sie begegnen Andersdenkenden nicht als Gegenüber auf Augenhöhe, sondern dahinter steht das Bild „Wir haben recht, wir sind die Normalen“ — diese widerlichen Menschen mit einer anderen Perspektive muss man schon gar nicht ernst nehmen.

        Wohin führt das, wenn wir diese Einstellung auf andere Menschen abseits vom Mainstream ausweiten?

        Zu Ihrer Frage wegen der Mission:

        Anderen eine bestimmte Meinung, Lebenssicht, Religion bzw. Nicht-Religion, Ideologie, Politik, etc. nahezubringen ist etwas enorm Legitimes. (Das machen Sie ja selber mit grosser Leidenschaft — exakt in diesem Blogeintrag!). Die Frage ist: Macht man es mit Gewalt und Zwang? Macht man es manipulativ? Hört man dem anderen zu — oder „gibt“ man nur? Begegnet man dem anderen mit Respekt und auf Augenhöhe?

        Genau das habe ich in Ihrem Blogeintrag vermisst. Und genau das machen viele Evangelikale gut. Überhaupt nicht alle: Es geschah viel tiefes Unrecht von Seiten der Evangelikalen. Aber: viele geben Ihre Religion auf zurückhaltend-freundliche-respektvolle Weise weiter. (Und wenn Sie sagen „Jede verlorene Seele lastet auf dem eigenen Gewissen und wird vor Gott in die Waagschale geworfen“, dann frage ich mich, ob Sie je mit einem Evangelikalen gesprochen haben, der tatsächlich so empfindet? Kann schon sein, der Normalfall ist es aber sicher nicht)

        Ich finde es auch völlig von jeder Evidenz gelöst, dass Sie behaupten, dass Evangelikale „Brot … gegen Glaubensbekenntnisse tauschen“. Wo haben Sie das schon gesehen? Es stimmt zwar, dass das manchmal vorkam, aber es ist sicher die Ausnahme. Viele Evangelikale wollen einfach beides weiter geben: Brot und Glauben (weil sie beides etwas tief Gutes finden). Aber sie wollen nicht das eine gegen das andere *tauschen*.
        Die meisten (oder alle?) Evangelikalen, die ich erlebt habe, meinen es sehr ernst, wenn sie Brot weitergeben wollen. Sie wollen Brot geben, damit die Menschen zu essen haben. Zu essen! Und *nicht*, damit das Gegenüber als Gegengeschäft den Glauben annimmt. Woher kommt Ihr umgekehrter Eindruck? Kann es sein, dass dieser Satz nicht der Realität, sondern Ihrer Abneigung entsprang? Oder haben Sie das so erlebt?

        Es ist auch nicht immer einfach, das eine vom anderen zu trennen. Sie machen beispielsweise vor, dass Evangelikale lokale Kultur und Spiritualität vernichten würden. Aber gelingt das den Säkularen immer? Wieviel „Kultur und Spiritualität“ hat der nicht-religiöse Westen in Entwicklungsländern vernichtet, nicht zuletzt durch Konsumismus, Säkularismus und wirtschaftlichen Neoliberalismus?

        Zum Schluss:

        Ich bin aber sehr einverstanden damit, dass der Stilettolauf bzw. HeartWings klarer machen sollte, ob die Gelder auch für Glaubensverbreitung verwenden werden. Da haben Sie m.E. sehr recht!
        Was ich kritisiert habe, ist *nur* der respektlose, vorurteilsbeladene Umgang mit Andersdenkenden. Ich finde, wenn der Tagi so etwas wie liberalen Qualitätsjournalismus machen will, dann sollten solche Blogeinträge keinen Platz haben.

        • Reda El Arbi sagt:

          Oh nein, so kommen Sie nicht durch. Es geht nicht um die Diskriminierung „Andersdenkender“. Wenn ich meine Lebensvorstellugen aggressiv missioniere, muss ich mich auch der – vielleicht auch harten – Diskussion stellen. So wie ich mich hier den Angriffen stelle. Wenn Angriffe und Hinterfragen von Moralvorstellungen gleich welcher Art nicht mehr möglich sind, dann lebten wir in einer Diktatur.

          Und das Argument „die Anderen haben auch“, hab ich seit dem Kindergarten schon nicht mehr ernst nehmen können. Hier, in diesem Artikel, gehts um evangelikale Freikirchen, die verdeckt Geld sammeln, ohne beim Anlass oder sonstwo offenzulegen, wer dahinter steht. Der Beschrieb der fundamentalistischen christlichen Werte, die diese Evangelikalen vertreten, ist notwendig, um aufzuzeigen, wer dahintersteckt. Eine Pastorin des ICF ist Hauptinitiantin des Anlasses.

          • Dominic sagt:

            Ich habe ja nicht kritisiert, dass Sie Ihre Meinung sagen.

            Das dürfen Sie noch so intensiv tun — sehr gerne sogar. Ich habe kritisiert, dass sie es abschätzig tun, m.E. vorurteislsbeladene Unwahrheiten einstreuen und die *Offenheit* vermissen lassen.

            Es ist mir nicht ganz klar, wo ich gesagt habe „Die anderen haben auch“? Ich gehe gerne darauf ein. Denn das will ich nicht. Meine Meinung ist, dass *sowohl* Evangelikale *wie auch* Sie selbst mit Andersdenkenden respektvoll und offen umgehen sollten.

          • Markus Schneider sagt:

            Aber ich WILL doch überhaupt nicht in den Himmel der Evangelikalen. Und auch nicht in deinen Muslim-Himmel. Ich will dorthin, wo’s überhaupt keine „Gläubigen“ gibt.

          • Dominic sagt:

            Sie dürfen sehr gerne Andersdenkende kritisieren. Bitte tun Sie das! Das habe ich Ihnen ja auch in keiner Weise zum Vorwurf gemacht.

            Was ich kritisiert habe ist: Dass Sie es abschätzig tun und Respekt und *Offenheit* vermissen lassen.

            Ich wollte eigentlich nicht das Argument „die anderen haben auch“ bringen. Wo habe ich das getan? Ich gehe gerne darauf ein. Ich will es wirklich in *allen* Fällen kritisieren — sowohl wenn Evangelikale als auch wenn Sie Andersdenkenden negativ begegnen (und ja: da gibt es bei den Evangelikalen definitiv auch Kritikpunkte)

            Und zum Schluss: Danke, dass Sie auf so viele Kommentare geantwortet haben!

          • Brunhild Steiner sagt:

            @Reda El Arbi:
            dass es diese „Pastorin“ (was auch immer ich nun darunter zu verstehen habe) als Privatinitiative lanciert hat, und es ihr voralem um die Betroffenen geht, das scheint ausserhalb aller Möglichkeiten zu liegen?
            Dass sie zur Durchführung des Projektes auch auf Ressourcen, welche ihr „das Pastorinsein“ anbietet, zurückgreift, komplett verwerflich?

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja genau. Völlig privat. Weil das „PastorIn sein“ ja keine Glaubensfrage ist, sondern sowas wie ein Job, den man jederzeit ablegen kann. Übrigens, „PastorIn“ ist ein Titel, den ICF nicht so leicht vergibt.

      • Wüthrich sagt:

        „Wer Zugang zum Himmel hat, muss ihn Anderen auch zugänglich machen. Jede verlorene Seele lastet auf dem eigenen Gewissen und wird vor Gott in die Waagschale geworfen.“
        Woher haben Sie solchen Mist? Wie wenn Menschen den Zugang zum Himmel nach eigenem Gutdünken verteilen könnten. Einfach lächerlich und entbehrt jeder Grundlage. Wenn man von etwas überzeugt ist, darf man doch davon erzählen, ohne dafür verteufelt zu werden. Ich finde den Artikel schlecht.

        • Reda El Arbi sagt:

          Danke! Der von Ihnen als „Mist“ bezeichnete Satz stammt aus einem Gespräch mit einem freikirchlichen Pastor. Es ging darum, dass er und seine Mitgläubigen ALLEN Menschen Jesus bringen müssten. Wer Jesus nicht als seinen Erlöser annehme, dem sei das Himmelreich verschlossen.

  • nadine sagt:

    dieses mass an schier unglaublichen pauschalverurteilungen und -unterstellungen, welche besonders im 2. und 3. abschnitt deutlich werden, kommen dem stammtisch-fremdenhass beschämend nah. diese art von „journalismus“ kotzt mich einfach nur an.

  • irene feldmann sagt:

    harte tatsachen und schwache mittel die umstände zu verändern….!! JEDE organisation scheint so ihre schwachstellen zu haben scheint mir und ob patenschaft wirklich etwas ändert oder einfach das gefühl gibt, etwas gutes zu tun……..??!! situationen auf die länge hinaus zu ändern oder systeme zu beeinflussen braucht immensen finanziellen und human-power. ob der glaube noch berge versetzt? hoffens wir………

  • Ollivier Nedard sagt:

    Lieber Reda
    Ich mag Deine Blogs und bin grundsätzlich auch Deiner Meinung. Und ich bin auch weder Mitglied noch Fan des ICF. Aber ich möchte gerne noch etwas hinzufügen: ich hatte einen drogensüchtigen Cousin, er hat eine Weile auf der Gasse gelebt. Und die einzigen, die sich um ihn gekümmert haben, waren Christen (Nonnen, zum Teil auch evangelikale „Fundis“). Da gabs Schlafplätze, ein Weggli und ein Kaffi am Morgen – und jemand, der ihm zugehört hat. Dies ohne Ansehen der Person, der Hautfarbe, der sexuellen Ausrichtung oder auch des Glaubens. Natürlich haben sie ihm von Jesus erzählt, aber sie haben ihn – gemäss seiner Aussage – nie bedrängt.
    Lieber Reda, mir ist ganz wichtig, bei aller berechtigten Kritik an den Freikirchen auch diese Seite zu erwähnen. Leider sind „Christen“ zum Teil die einzigen Menschen, die sich um die wirklich Hilflosen in dieser Gesellschaft kümmern.
    Herzlichst, Olivier

    • Albi Fischer sagt:

      Stimmt Olivier
      Es sind aber immer diesselben Krücken, die Leute brauchen.
      Drogen, übertriebener Sport, Sekten, Gurus, da gibt es sogar Leute, die Switchen von einem zum andern, weil sie ohne einfach nicht leben können.

      • malcom sagt:

        Ja, genau. Und ich kenne genug Leute, die wegen solchen fundamentalistischen Gruppierungen psychische Probleme bekamen und sich nicht nur jemand das Leben genommen hat. Da die inneren Konfliket zu gross geworden sind und die ‚Schuld‘ nicht mehr getragen werden konnte. Ich kenne genug Leid, welches von solchen Gruppierungen verursacht worden ist.
        Auch wir haben evangelikale Fundamentalisten in unserer Familie, die uns gesagt haben, dass wir verloren sind, weil wiir nicht so glauben wie sie, wellche Arroganz. Und bei der wir bei der Beerdigung meiner Nichte ausgeschlossen wurden. Nur die ‚Familie‘ die‘ Brüder und Schwesten‘ zählten. Das schmerzt sehr! Die Nichte, welche sich das Leben genommen hat, unter anderem, weil sie immer wieder Glaubenskonfliket hatte.

        • Markus Schneider sagt:

          Was bitte ist denn daran „arrogant“? Das ist doch bloss der reine Schwachsinn.

          • malcom sagt:

            Sorry, verstehen Sie das Wort arrogant nicht? Verstehen Sie ‚von sich eingenommenm, anmassend, überheblich‘ besser? Wer behauptet, er wisse, was der richtige Glaube ist und über alle anderen urteilt, der handelt nicht christich und nicht in Gottes Namen. Oder hat etwa Gott persönlich diesen Leuten gesagt, dass sie den alleinigen richtigen Glauben haben? Wohl kaum. Und darum ist es anmassend und überheblich, über andere zu richten. Wenn schon, dann kann es nur Gott, und kein Mensch.
            Diese Kreise fordern immer Akzeptanz und Toleranz, aber dann sollen sie dies bitte sehr auch Andersgläubigen entgegenbringen.

    • Urs sagt:

      Lieber Olivier Nedard,

      „Leider sind “Christen” zum Teil die einzigen Menschen, die sich um die wirklich Hilflosen in dieser Gesellschaft kümmern.“

      Das ist kompletter Blödsinn! Es gibt genauso viele säkulare Hilfswerke wie religiöse (z. B. Médécins sans Frontières, Unicef, Terre des Hommes u. v. m.) und auch unsere staatlichen Sozialeinrichtungen sind mehrheitlich säkular und kümmern sich genauso aufopferungsvoll – und vor allem bedingungslos! – um die „wirklich Hilflosen“.

      Religiöse Hilfsorganisationen sind, wie Reda schon mit guten Besipielen belegt hat, leider oft problematisch, da sie a) die seelische Notsituation, in denen sich die Schwächsten der Gesellschaft befinden, für den „Seelenfang“ missbrauchen und b) aufgrund abstruser Glaubensinhalte den Menschen sogar Schaden zufügen. Googeln sie z. B. mal ein bisschen über die „barmherzige“ Mutter Theresa, die ihren Schützlingen Medikamente und Schmerzmittel vorenthalten haben soll, weil man ja angeblich erst durch Schmerz und Leiden das wahre Opfer zu erkennen vermöge, welches Jesus für uns erbracht habe. Solche angeblich „moralische“ Grundsätze sind mmn nicht nur komplett gaga, sondern gefährlich und zutiefst unmoralisch.

  • Willi Forrer sagt:

    Lieber Reda, ich mag Deine Blogs. Dieser hier war für mich etwas schwer verständlich, aber die folgende Leserkommunikation hat einiges aufgehellt. Ich bin gegen jegliche Radikalen, ob es nun Evangelisten, Islamisten, Jehovas oder weiss ich was sind.
    Ich persönlich bin dem Buddhismus zugeneigt, v.a. auch, weil der Buddhismus andere Glaubensrichtungen akzeptiert. Radikalismus fördert immer Konflikte und führt in eine Spirale konfessionell gerechtfertigter Selbstbefriedigung.Hilfe in Kambodscha ist sicher nötig, Missionarisierung nicht. Aber, Reda, lass sie doch Geld spenden, denn christianisieren werden sie Kambodscha nicht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Das ist nicht ganz so einfach. Am Beispiel Kambodscha: Da gibts freikirchliche Schulheime, die die Kinder von Babyalter an isolieren. Wenn sie 16 sind, sollen sie sich innerhalb der christlichen Gemeinschaft einen Partner, eine Partnerin, suchen. Machen sie das nicht und wenden sie sich wieder der Khmer-Kultur zu, verlieren sie sämtliche Unterstützung der Gemeinschaft. Nicht umsonst sind die freikirchlichen Hilfswerke bei den anderen NGOs in Asien und Afrika so umstritten.

      • Willi Forrer sagt:

        Freikirchliche Werke sind zu Recht umstritten. Ich lebe in Thailand und habe ganz Südost- und Südasien bereist. Der Einfluss der Evangelisten hier ist minim, hat aber wohl auch mit der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun. Das System der Evangelisten in (und nicht nur in) Kambodscha ist verachtenswert, wird sie aber nie zu ihren angestrebten Zielen führen. Was genau die Evangelisten verfolgen, ist mir nicht klar, aber die Khmer werden schon nur durch ihre extrem belastete Vergangenheit Buddhisten bleiben. Den Grundsatz, solche Fanatiker nicht zu unterstützen finde ich aber gut.

  • Ike Conix sagt:

    Der Fairness halber sollte aber auch gesagt werden, dass ähnliche „Veranstaltungen“ auch sonst von Fundamentalisten stammen. Z. B. Über Sri Chinmoy mit seinen „Friedensläufen“ kann man auch bei Relinfo nachlesen. Und bei dem geht’s teilweise sehr deftig zu und her.

  • Linda sagt:

    Danke für die klare Stellungsnahme, lieber Herr El Arbi! Anfangs dache ich: hoppla, der Artikel ist aber ziemlich polemisch und etwas böse geschrieben, was mich doch erstaunt hat. Andererseit sprechen Sie mir aus dem Herzen und manchmal tut es gut, eine klare, pointierte Meinung zu lesen. Liebe Grüsse, die Studentin, die gerade Journalistik paukt

  • Richard Lins sagt:

    Diese einseitige Berichterstattung ist dem TA nicht würdig. Ich kenne ICF (bin nicht dabei) und aufgrund meines Jobs auch die Kinderprostitution in Kambodscha. Ich bin auch kein Fan von Leo Bigger. Aber eines weiß ich genau. Diese Mädchen in Kambodscha benötigen dringend unsere bedingungslose Hilfe!
    Mir sind Kirchen, welche sich für diese Schwächsten engagieren 1000 Mal lieber, als „Klugschwätzer“, die Menschen oder Organisationen, die sich engagieren, in den Dreck ziehen.
    Herr El Arbi auch Sie tragen Verantwortung gegenüber die genannten Mädchen, die viel schlechter als Haustiere bei uns behandelt werden. Was tun Sie, sie würgen die Hilfe schon im Ansatz ab. Sie sagen, Sie waren in Kambodscha und haben sich die Situation angeschaut. Sie müssen ein Herz aus Stein haben, wenn dies das Resultat Ihrer Hilfsbemühungen ist…

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich habe ein Patenkind, ein Mädchen, in Siem Reap, für deren Schulbildung und Unterhalt ich aufkomme. Ich unterstütze Kidscare Cambodia, eine kleine, von einem ehemaligen UN-Mitarbeiter aufgebaute Hilfsorganisation, die gerade ein Schulhaus baut. Und ich habe gesehen, wie christliche Hiflsorgansationen mit Missionshintergrund kambodschanische Kinder von ihrer eigenen Kultur abschotten. Sonst noch was?

    • Realist sagt:

      Jetzt unterstellen Sie Reda El Arbi etwas was er nie vertreten hat. Er plädiert für Hilfe aber nicht über ICF und ähnliche Fundi-Organisationen. Alternativen zu ICF gibt es mehr als genug.

      • weru sagt:

        Irgendwann – so zeigt’s sich – wird (fast) jedes mit noch so guter Motivation begonnene Hilfswerk auf (s)eine Seite extrem – ob christlich, sonst wie religiös, politisch usw. Auch dieser ehemalige UN-Mitarbeiter ist dieser Gefahr ausgesetzt.

      • Richard Lins sagt:

        Schauen Sie ich war damals für World Vision in diesen Kinderbordellen drin. Hab bis heute Mühe das Gesehene zu verarbeiten. Es war die Hölle! Und ich habe aus eigener Erfahrung erlebt, wie schwierig es ist, Leute zu finden, die sich für die Schwächsten einsetzen. Es ist viel einfacher, etwas zu bekämpfen.
        Auch World Vision versuchten Journalisten schon fertig zu machen. Auch über die Organisation Ihres Patenkindes könnte ich einen reisserischen Artikel verfassen. Das ist nicht schwer, wenn man etwas aus verschiedenen Positionen beleuchtet. (über UN-Organisationen müssen wir gar nicht erst beginnen).
        Der Punkt ist, dass es immer mehr Trend geworden ist, das Haar in der Suppe von sich engagierenden Organisationen zu suchen. Logisch findet man bei denen nichts, die nichts bewegen. Aber sich hinter einer Patenschaft zu verstecken und alles schlecht zur reden, dass denke ich, ist nicht die Lösung.

        • Reda El Arbi sagt:

          Nein, sie könnten keinen Artikel über die zwei Personen schreiben, die Kidscare betreiben. Ich kann aber durchaus einen Artikel darüber schreiben, welche Luxuswagen World Vision-Mitarbeiter in Phnom Penh fahren, finanziert durch Spendengelder. Ich kann Sie auch gerne mit anderen, nichtchristlichen Hilfsorganisationen in Verbindung bringen, die die Arbeit von World Vision in Kambodscha kritisieren. World Vision organisiert übrigens Touren durch Bordelle und Kinderheime, um Spender zu motivieren. Die Heime und die Kinder kriegen Geld dafür. Was wiederum die ärmsten Eltern dazu bringt, ihre Kinder an solche Orte auszuleihen.
          Aber was solls, hier im Artikel gehts nicht um Kambodscha.

          • Richard Lins sagt:

            Richtig. Sie sagen es. Es geht nicht um Kambodscha. Es geht darum, dass Leute die sich für etwas engagieren immer angreifbar sind. Aber von denen, die nichts bewegen, liest man auch nichts Ihr Artikel gehört zu den Artikeln, die bewirken, dass sich Menschen gar nicht erst engagieren, weil Sie sich nicht der Kritik der Öffentlichkeit aussetzen wollen. Und dafür tragen Sie die Verantwortung.

            • Reda El Arbi sagt:

              Nein, es gibt jede Menge Alternativen zu den missionarischen Hilfswerken. Wenn jemand den Goodwill der Leute missbraucht, die etwas verändern wollen, gehört das erwähnt. Alles andere ist Heuchelei.

  • Realist sagt:

    Ich habe für Fundamentalisten (aller Art) rein gar nichts übrig. Sie müssen zurück gebunden werden. Eine weitere Tarnorganisation dieser Art ist World Vision, die bewährten und anerkannten Hilfswerken wie HEKS und Caritas Konkurrenz macht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Genau! Aus Wikipedia (man achte darauf, welches Ziel zuerst erwähnt wird):

      World Vision International unterstützt die christliche Mission und widmet sich nachhaltigen sozialen Verbesserungen. Das Spendenaufkommen betrug 2008 rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Das bekannteste Finanzierungsinstrument sind Kinderpatenschaften.

      • Realist sagt:

        Danke für die Ergänzung.

        • Richi sagt:

          Lieber Herr Realist, ich komme jetzt nicht ganz draus: HEKS und Caritas sind liebe christliche Organisationen und World Vision ist eine böse, weil fundamentalistisch? Ist das der Inhalt Ihrer Aussage? Eigentlich müsste man alle ablehnen – denn Teil der christlichen Mission ist es, durch gute Taten den „Ungläubigen“ den Glauben näherzubringen.
          Ihre andere Aussage, dass World Vision seine christliche Orientierung tarnen würde, finde ich jetzt sehr abenteuerlich, oder denken Sie, dass das zugegeben ein wenig verfremdete lateinische Kreuz im Logo denn nicht bemerkt wird? Caritas Schweiz müsste man hier dann viel eher einen Vorwurf machen!!!

          • Reda El Arbi sagt:

            Die einen missionieren, die anderen nicht. Und Wolrd Vision hat Mission als Hauptzweck in den Statuten. Es gibt jede Menge anständige christliche Hilfswerke. World Vision gehört meiner Ansicht nach nicht dazu.

          • Richi sagt:

            Ist die katholische Organisation Caritas den anständig?

        • Richard Lins sagt:

          Da sind sie schlecht informiert. World Vision missioniert nicht. Sonst könnten sie kaum in muslimischen Ländern tätig sein. Es fehlt nur noch, dass Sie schreiben, World Vision sei evangelikal.

          Der Gründer von World Vision war übrigens ein Journalist und der hat richtig was bewegt. Wer weiss, vielleicht lese ich ja von Ihnen in 50 Jahren, dass Sie ein eigenes Hilfswerk gegründet haben, dass 2.6 Milliarden US-Dollar für die Ärmsten einsetzt. Vielleicht sind Sie aber dann immer noch am Haare in der Suppe suchen und haben jenen, welchen Sie eigentlich helfen wollten, viel mehr geschadet. (Ich arbeite übrigens nicht für World Vision, nicht dass Sie Energie verschwenden. 😉

          • Reda El Arbi sagt:

            Tut mir leid, World Vision ist nach eigenen Aussagen ein Missionswerk. Sie versprechen manchmal, vor Ort nicht zu missionieren. Aber wer will das prüfen?

          • Ali Ferkous sagt:

            Reda, du hast (nicht) recht – World Vision n’existe pas – je nach (Ursprungs-)Landesorganisation dürfen sogar Heiden für World Vision arbeiten. In diesem Fall wird’s mit der Mission schwierig.

          • Ali Ferkous sagt:

            Sorry Reda, wer Wikipedia als Beweis zitiert, dem sollte die Journalisten-Lizenz entzogen werden. Ich habe mehrmals einen Fehler in Wikipedia korrigiert und die Quelle vermerkt – kurz darauf wurde wieder auf den gleichen Mist zurückkorrigiert.

            Wikipedianer sind eine Sekte wie ICF und Scientology, diejenigen, die zum inneren Kreis gehören, sind unfehlbar und können den grössten Blödsinn veröffentlichen, dann macht es auch nichts, wenn man alleine durch logisches Schliessen aus den Veröffentlichungen in Wikipedia zum gleichen Thema darauf kommen müsste, das ein unlösbarer Widerspruch zwischen den verschiedenen Aussagen besteht.

            Wikipedia ist eine Sekundärquelle, m.a.W. mit Wiki-Artikeln lässt sich kein Beweis führen, auch nicht dass bei World Vision die Länderorganisationen eine einheitliche Doktrin verfolgten. Ich denke nicht, dass die australischen World Vision Nachbarn in Nangroe Aceh Darussalam von mir lange überlebt hätten, wenn sie missioniert hätten… Der eine Italiener musste auf Geheiss der Religionspolizei die Provinz schon alleine deshalb verlassen, weil seine süsse einheimische Übersetzerin nachtsüber sein Haus nicht verlassen hat.

            • Reda El Arbi sagt:

              Lieber Ali, World Vision erklärt auf der eigenen Homepage, dass christliche Mission einer der Grundpfeiler der Gesellschaft ist. Wikipedia ist da nur eine einfache Quelle. Was denkst du, kann jemand auf Wikipedia etwas veröffentlichen, dass World Vision nicht will? Und das bleibt dann auch so?

  • weru sagt:

    Etwas einseitig geschrieben. Ich kenne diese Kreise aus früheren Zeiten. Stimmt, vieles mag da im Argen liegen. Und da liegen auch die Gründe für meine Distanz. Aber nicht alles ist schlimm, und genauso gut könnten Sie dort dabei sein. Denn ich habe dort Menschen aus allen Schichten, Parteien, Berufen usw. angetroffen. Was macht Sie besser und die Leute dort schlechter? Wärme haben die sich für deren Weg und Sie sich für Ihren entschieden? So wie ICF und ähnliche Freikirchen ins eine Extreme tendieren, so tendiert Ihr Bericht ins Gegenteil extrem. Wir erfahren uns meist auf der Seite als stark, auf der wir uns gerade befinden – oder die wir eben gewählt haben. Wieso wissen Sie, dass Ihr Denken und Handeln besser sein soll als das von ICF & Co? – Ich bin auch gegen Fundamentalismus. Auf extrem aber extrem reagieren macht beide Seiten (nicht weniger) extrem.

    • Reda El Arbi sagt:

      Das Extreme ist der eine Teil. Die Täuschung darüber, dass das Geld für aktive Missionierung gebraucht wird, hat meinen harten Ton ausgemacht. Jeder soll Glauben, was ihm beliebt. Wenn aber unter den Schwächsten missioniert wird, will ich das nicht mitfinanzieren.

      • weru sagt:

        Sollte übrigens nicht „Wärme gaben die sich…“ sondern „Warum…“ heissen. Diese Wortvorschläge…

        Ja, Täuschung ist unakzeptabel schlimm. Solches tun auch Politiker, Banken, Medien usw. und ganz gewöhnliche Menschen. Und sie alle oder die meisten predigen auf ihre Weise Moral. ICF reiht sich da – traurigerweise – nur ein.

        • Reda El Arbi sagt:

          Die kriegen bei mir auch ihr Fett weg 🙂 Aber Moral und Glauben sind nicht ganz dasselbe …

  • Hannes Müller sagt:

    Dass Sie da verärgert sind, verstehe ich, und da machen die Freikirchen sicher einen Fehler.

    Gegen Missionierung habe ich jedoch – als Atheist – gar nichts. Wenn die aufs Helfen ausgerichtete Mission wieder mal klingelt, dann mache ich sie darauf aufmerksam, dass sie ihre Zeit besser woanders investieren (und dann beissen die sich regelmässig bei meiner Nachbarin die Zähne aus). Aber die sind mir immer noch lieber als die bombende Mission.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, wir können uns das leisten, denn wir haben eine Wahl. Als Prostituierte, die ohne Freunde oder Familie gestrandet ist, sieht das schon ganz anders aus. Sie ist auf Unterstützung angewiesen und muss mit der Hilfe auch die Missionierung hinnehmen. Noch schlimmer ist es in 3. Weltländern. In Kambodscha, zum Beispiel, wird Essen gegen Kirchenbesuch gehandelt. Schulbildung gegen Glaubensbekenntnis. Da heisst es: Glaub oder stirb an Mangelernährung. Ich war übrigens gerade diesen Frühling da und habs persönlich gesehen.

      • sepp z. sagt:

        Der Charakter des Helfens ist erfahrungsgemäss meist damit verbunden, dass der Helfer erwartet, dass der Geholfene der Ideologie/dem Glauben des Helfers huldigt. Man schaue bloss, wie der IMF (nee, ist keine Freikirche) den südlichen Ländern ‚geholfen‘ hat. Schwierige Sache.

        • Reda El Arbi sagt:

          Egal wer, ob Christen, Islamisten, Scientologen oder politische Gruppen: Es bleibt widerlich und ich wills nicht bezahlen.

          • Bea sagt:

            Na, dann bezahlen Sie eben nicht, aber halten Sie doch bitte einfach die Klappe. Merken Sie nicht, wie widerlich intolerant Sie selber sind?

            • Reda El Arbi sagt:

              Wie gesagt, jeder soll Glauben, was er will. Aber wer die Geldgeber absichtlich über die Hintergründe täuscht, ist meines Erachtens nicht seriös. Und nein, genausowenig, wie ich den Evangelikalen den Mund verbieten würde, lasse ich mich zu Schweigen verdonnern. Wenn verschiedene Ansichten aufeinandertreffen, dann gibts eine Diskussion, wie hier. Aber Schweigen werde ich dazu nicht.

          • tom g. sagt:

            ….“ob christen, islamisten, scientologen“, und sie denken ich fall drauf rein? LACH!

            • Reda El Arbi sagt:

              Auf was? Ich wurde katholisch erzogen und war Ministrant. Inzwischen bin ich konfessionslos.

        • Hannes Müller sagt:

          Echte christliche Hilfe bindet nicht an eine Gegenleistung. Was Herr Reda von den Freikirchen über Gegenleistungen erzählen kann, ist widerlich.

  • Danja sagt:

    Ich gehöre einer wie sie sagen „fundamentalistisch evangelikalen“ Freikirche an. Immer wieder werden hier im Tagesanzeiger sehr kritische Artikel über ICF ect. publiziert. Es verletzt mich jedes mal, wie sie Menschen beschreiben, welche die besagten Kirchen besuchen.
    Sie kommen genauso wenig in die Hölle, weil sie Sex vor der Ehe haben oder Homosexuell sind, wie ich in die Hölle komme weil ich lüge und habgierig bin. Ich lerne gerne und oft neue Menschen kennen und es käme mir nicht in den Sinn ihnen zu sagen der Teufel warte auf sie wenn sie sich nicht auf der Stelle zu meinem Glauben bekehren. Auch meine Freunde, welche in Freikirchen gehen, tun dies nicht, sonst wäre ich schon lange nicht mehr dort.
    Im Gegensatz zu ihnen erlebe ich in meinem Alltag immer wieder Menschen die durch Taten und nicht durch Worte, versuchen anderen Menschen Gottes Liebe nähre zu bringen. Ich hoffe, dass sie auch Christen begegnen, die in ihrem privaten Umfeld versuchen ihren Mitmenschen zu dienen und sie bedingungslos zu lieben. Dies ist auch das erste und wichtigste Gebot: ‚Liebe deine Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!‘
    Und zum Schluss: wir Christen sind weit davor entfernt fehlerlos zu sein und schwarze Schafe gibt es überall.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, so wie ich die Evangelikalen verstehe, kommen alle in die Hölle, die Jesus nicht als ihren Erlöser annehmen. Das sind dann aktuell gerade mal ein paar Milliarden Seelen. Die Verstorbenen nicht mitgerechnet. Ich habe nichts gegen Menschen, die Gutes tun und nach christlichen Prinzipien leben, im Gegenteil. Ich habe was gegen Leute, die Anderen ihren Glauben aufdrängen. Und der ICF hat gerade in Kambodscha einen neuen Missionsableger eröffnet. Jedem ICFler wird angetragen, neue Mitglieder zu werben.

  • Franziska sagt:

    Ich bin sehr froh, dass christliche Leute sich gegen Menschenhandel engagieren. Über ihren Glauben zu lästern ist natürlich einfach, was Reda el Arbi hier sehr deutlich zeigt. Richtig perfid ist jedoch, dass er diesen Leuten unterstellt, sie wollen gar nichts gegen den Menschenhandel unternehmen sondern nur für das Christentum werben.

    • Reda El Arbi sagt:

      Nun, der Glaube ist mir eigentlich egal. Ich will nur keine Missionierung mitfinanzieren. Sie wollen vielleicht auch was gegen die Prostitution tun, aber an erster Stelle ist der Missionsgedanke, das ist nun mal die Hauptaufgabe der Evangelikalen, vor Allem beim ICF. Ich recherchiere nicht das erste Mal in dieser Szene. Und darüber wird hinweggetäuscht. Irgendwie kommts mir vor, als seien diese Freikirchler zu feige, öffentlich zu ihrem Glauben und ihren Überzeugungen zu stehen. Wieso sonst verstecken sie sich hinter zwei (!) Ebenen, bevor man rausfindet, wer genau dahintersteht?

  • Upps! sagt:

    Ich werde mein Startgeld direkt dem FIZ spenden – eine sehr gute Idee und logische Konsequenz!
    Ich wünschte mir noch mehr Menschen hätten soviel Rückgrat. Red El Arbi ihre Abneigung gegen die „Zwangsmissionierung“ kann ich nachvollziehen. In meinem Umfeld gab es Menschen aus der evang. Freikirche mit denen man kein normales Wort sprechen konnte ohne eine Flut/Überschwemmung von Vorhaltungen über den gelebten Lebensstil ertragen zu müssen.
    Wie sie verabscheue ich es wenn man die Abhängigkeit von Menschen zur Rekrutierung für den eigenen Glauben missbraucht.

    • Andi sagt:

      Stimme dem voll zu. Die übertreiben langsam mit ihrem Missionszwang. Das Ganze kommt von Amerika.

    • Ali Ferkous sagt:

      Hm, wieso nicht gleich – weshalb muss man seine Fussgelenke stressen, damit man das FIZ unterstützen kann? Macht’s doch einfach wie Beatocello es für seine Spitäler vorschlägt: Aktion 20er-Nötli.

  • sepp z. sagt:

    Ganz deiner Meinung, Reda.
    Solche luschen Organisationen sind übrigens oft daran erkennbar, dass sie so holprige englische Schlagworte gebrauchen inmitten von deutschem Internettext: „Every single one can help everyone be free!“

    • Steve L. sagt:

      … stimmt, vielleicht sind Spendegelder besser angelegt, wenn man damit die Mitglieder rund um Biggers Fromm-Frisch-Fröhlich-Fundi-Truppe zuerst in einen ordentlichen Englisch-Sprachkurs schicken würde. Haarsträubend, was das verzapft wird, aber auch beängstigend, wie die die christliche Glaubenslehre stigmatisert und in eine Fundi-Nische gezwängt wird, dass man sich als Katholik (kein praktizierender) schon fast genieren muss. Hallelujah, wie’s da zu und her geht bei diesen Evangeliker!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.