Die Denunzianten-App der Stadt

Als Verbesserungstool gedacht, zur Nörgler-App degradiert: «Züri wie neu»

Als Verbesserungstool gedacht, zur Nörgler-App degradiert: «Züri wie neu»

Grundsätzlich wars wohl eine gute Idee, an irgendeinem Tisch einer Ideen-Agentur: Mit «Züri wie neu» stellte die Stadt letzte Woche eine Handy-App online, mit der die Zürcher der Stadt mitteilen können, wenn irgendwo was kaputt ist – direkt und unkompliziert, mit Ortsangabe auf einer Karte.

Nun, offenbar haben die Macher aber nicht mit der menschlichen Natur gerechnet. Natürlich ist es löblich, ein Schlagloch zu melden oder eine kaputte Ampel. Doch wo man der «Obrigkeit» etwas melden kann, da werden sich sofort die kleinen Denunzianten, die selbsternannten Ordnungswächter und die Spiesser vordrängen. Am beliebtesten sind Meldungen zu Ordnung und Reinlichkeit:  «Dauer-Parker im Hardaupark », «Grafitti an einer Arbeitskiste» und «Jemand hat seinen Grill entsorgt» sind denn auch Meldungen der ersten Woche. Dazu kommen Fehlverhalten der VBZ, Übertretungen der Geschwindigkeitsbegrenzung in einer 30er-Zone. Praktisch, dass die App auch gleich einen Foto-Upload anbietet, mit dem der ehrliche Ordnungswächter auch noch die Beweise für die Übeltaten seiner Mitbürger hochladen kann.

Nun, der pflichtbewusste Bürger kann danach auf der Karte verfolgen, ob seine Meldung bearbeitet und das störende Element entfernt wurde. Ich stell mir die Unzufriedenen vor, wie sie stündlich die Karte überprüfen und immer ungehaltener werden, weil die Stadt nichts macht. Und wie sie schliesslich Mails an alle möglichen städtischen Büros schreiben, weil sie sich ignoriert und übergangen fühlen. Ein Paradies für gelangweilte Internet-Trolle.

Wie gesagt, die Grundidee zur Verbesserung der Infrastruktur der Stadt ist nicht schlecht. Nur vermute ich, dass die Stadt sich mit dieser App selbst ein Ei gelegt hat: Denn egal was gemeldet wird, wenn die Stadt nicht sofort und bei Allem Abhilfe schafft, fühlt sich der Denunziant persönlich zurückgewiesen und beleidigt. Was dann wieder die städtischen Mitarbeiter zu spüren bekommen. Wir bleiben auf jedenfall dran.

100 Kommentare zu «Die Denunzianten-App der Stadt»

  • Robert sagt:

    Die ganze App ist übrigens „eingekauft“ – es wurde schlicht die bestehende Lösung von England genommen, um zu sehen, ob das hier auch funktioniert. Dabei war von Anfang an klar, dass sich die Füdlibürgers erst mal ordentlich abarbeiten müssen, bevor das ganze nach einiger Zeit in fruchtbare Bahnen gelangt…

  • Marco Bless sagt:

    Schade, gibt es das nur für Zürcher!

    Ich würde alle Barfussläufer mit ungepflegten Käsemaucken, sowie Träger von weissen Socken in schwarzen Schuhen und vor allem die Schweisseler im ÖV melden!

    Jawoll, nämlich! 🙂

  • Marc meier sagt:

    Was sind wir nur für eine Spiessbürgergesellschaft 🙁

  • Peter Ringger sagt:

    Jede Software, die Kommunikation ermöglicht, kann für alles mögliche missbraucht werden. Zum Beispiel ist ja Facebook eine tolle Sache, aber hat leider auch schon ein paar Mobbingopfer auf dem Gewissen. Und Online-Kommentarspalten werden sehr oft dazu genutzt, sich nicht wirklich zur Sache zu äussern, sondern Pauschalangriffe gegen links oder rechts loszuwerden, ich nehme mich da selber gar nicht aus.

    Bei dieser App überwiegen für mich die Vorteile eindeutig, und wenn halt ein paar Bünzlis und Ewignörgler dazu noch irgendwelche Bagatellen melden, was soll’s, sich darüber aufzuregen ist zuviel der Ehre für diese Leute, sich einfach darüber amüsieren die bessere Alternative.

    Wir müssen uns einfach langsam daran gewöhnen, dass durch das Internet und Smartphones eine neue Art Öffentlichkeit hergestellt wurde. Smartphonekameras und Überwachungskameras beobachten alle und alles. Dadurch werden wir in der Öffentlichkeit ständig überwacht, was ein gewisses Unbehagen auslöst, wenn man sich vergegenwärtigt, das eigene Bagatelldelikte plötzlich in einem Zeitungsartikel landen, weil ein „Leser-Reporter“ aktiv wurde, das kann sehr üble Konsequenzen haben. Andererseits vermittelt es doch auch ein Gefühl der Sicherheit, zu wissen, das es für Verbrecher extrem schwierig geworden ist, irgendwelche Delikte im öffentlichen Raum undokumentiert zu begehen, wie das Beispiel von Boston zeigt.

    Zudem: wo ist genau ist bei dieser App die Trennlinie zwischen nützlich und bünzlig? Wem steht da ein objektives Urteil zu? Ein Graffiti stört mich in der Regel nicht, andere schon, dafür habe ich Verständnis. Fazit: wirklich dringend gebraucht haben wir diese App nicht, es ist sicher möglich alle diese Sachen auch auf einem anderen Weg den zuständigen Behörden mitzuteilen. Nur ist das eben etwas komplizierter und erfordert etwas Recherche, was dazu führt, das man es in der Regel eben bleiben lässt. Die App ist gut, die Nebenwirkungen sind da, aber für mich eigentlich nicht der Aufregung wert.

  • Ike Conix sagt:

    Als ich hier melden wollte, dass beim Stadthaus seit letztem Sonntag sich ein Wolf herum treibt, wurde es gar nicht publiziert. Was ich damit sagen will, ist, dass die Denunzianten eher bei Tamedia zu finden sind. Aber die nehmen ja nur ihren Informationsauftrag wahr.

  • Thomas Trachsel sagt:

    Funktionieren tut der Dienst jedenfalls tadellos, schon in der ersten Woche. Habe am Montag gegen Mitternacht probehalber drei Sitzbänke auf einem Platz gemeldet, die schon seit Jahren am vergammeln und vermodern sind. Am Dienstag Abend (!) waren die Bänke saniert. Hab ich fast nicht glauben können.
    Die Triagierung der Eingänge wird wohl ca. 1/3 der Meldungen als Blödsinn ablehnen müssen, ein weiteres Drittel als nicht soo wichtig, aber wir schauen es an und das dritte Drittel sind tatsächliche Defekte an der Infrastruktur (um die es ja geht) und die werden dann behoben.
    Ich finde es gelungen und wenn es für einen Stadtblog auch noch Stoff hergibt, dann ist ja recht.

  • Jean-Georges Caquot sagt:

    So lässig! Ich habe es ausprobiert. Ich habe ein Loch in der Strasse gemeldet und es wurde geflickt. Wenn ich arbeitslos wäre, würde ich die ganze Zeit nur Löcher in den Strassen melden… es macht irgendwie Spass. Aber als Denunziant lasse ich mich nicht beschimpfen.

    • Lia sagt:

      hätten Sie den Artikel aufmerksam gelesen, wäre Ihnen aufgefallen, dass auch nicht diejenigen, die tatsächlich Mängel melden, als Denunzianten bezeichnet werden, sondern diejenigen, die einen inkorrekt fahrenden Velofahrer oder einen über Rot fahrenden Automobilisten verpfeifen.

  • Anton sagt:

    […] Ein Paradies für gelangweilte Internet-Trolle[…]
    Danke, wirds mir gleich runter laden

  • isabella jaller sagt:

    in new york city gibt’s das schon lange. find das schon gut. wenn einer güsel am strassenrand meldet finde ich das auch gut. wenn einer tempo 30 übertretungen melden will – tja, ein paar spinner gibt’s immer!

    • KMS a PR sagt:

      klar doch – supi – wir beschneiden uns unsere freiheiten kontinuierlich selber – weiter so. und ihr vergleich mit dem „land der begrenzten intelligenz“, spricht ja für sich.

      • Peter Schmid sagt:

        Wilde Deponien am Strassenrand ziehen erfahrungsgemäss sehr schnell noch mehr Müll an. Es ist deshalb im Interesse der Stadt diese so schnell wie möglich zu beseitigen. Das kommt dann im Schnitt billiger als eine Woche später die 20-fache Menge abzutransportieren. Und wie das Melden solcher Deponien unsere Freiheit beschränkt, müssen Sie mir noch erklären.

        • KMS a PR sagt:

          hallo herr schmid. es geht ums prinzip. bezüglich deponien: wieso muss man das melden? – die kehrichtabfuhr macht jeden tag ihre regulären runden und sieht das ja auch. derartige apps stacheln bloss unsere vielen „privatpolizisten“ zum denunziantentum an.

          • Peter Schmid sagt:

            Die Kehrichtabfuhr sammelt eben den Müll nur in den jeweiligen Quartieren an bestimmten Tagen ein und nicht Täglich. Wenn diese Deponien sowieso täglich aufgesammelt würden, dann würde diese auch sicher niemand melden. Der Zusammenhang zwischen Denunziantentum und dem Melden einer wilden Deponie (die ja von Unbekannt hinterlassen wurde) ist mir auch jetzt noch nicht klar. Denunziert wird hier gar niemand, es wird einfach darauf hingewiesen dass hier Müll liegt der im Interesse der Gemeinschaft so schnell und kostengünstig wie möglich weggeräumt werden sollte.

          • Lia sagt:

            wirklich? Ich bin ja oft unterwegs, aber Müllabfuhr-Patroullien sind mir noch nie aufgefallen. Die kommen bei uns jeden Mittwoch vorbei, den Rest der Woche steht der Güsel rum. Da kommt keiner mal mit dem grossen Auto spontan vorbei, um zu sehen, ob es was zu entsorgen gäbe.

  • Dino sagt:

    Wir sind doch eine Neid- und Denunzianten-Gesellschaft, warum sollte man sich also über ein solches App aufregen? Es passt zu uns Bünzlis wie die Faust auf’s Auge. Anstelle mal etwas lockerer zu sein und nach dem Motto ‚leben und leben lassen‘ seinen Weg zu gehen sind wir dem Gegenüber sogar noch sein Rückenweh neidig. Wenn der Nachbar ein stärkeres Auto hat muss man dies direkt schlechtreden wollen und auf Hobby-Grün machen und am liebsten alle Fahrzeuge verbieten, wenn der Nachbar eine hübschere Freundin hat dann ist die wahrscheinlich dumm und nur auf Geld aus, wenn der Nachbar einen Rasenmäher kauft, dann tut man sich Schafe zu und macht auf alternativ, wenn der Nachbar Kaffee trinkt muss man einen Chai-Tee bestellen und ein Referat halten wie ungesund doch alles ist, wenn der Nachbar am grillen ist muss man lautstark verkünden, dass er ein Tiermörder ist und dass Tomaten im Gegensatz zu Tieren keine Gefühle haben während man sich seinen Tofu ins Gesicht schiebt, wenn der Nachbar bei Aldi kauft muss man direkt deren Personalpolitik anprangern obwohl man weder Zahlen hat noch jemals für Aldi gearbeitet hat, etc, etc, etc… Schön hier, nicht wahr? 🙂

    • KMS a PR sagt:

      es ist in der tat so, dass die schweizer ein einig volk von denunzianten und voyeuren ist. gute voraussetzungen also für den bund, uns hier weiter zur unmündigkeit aufzufordern. ah ja, ich gehe dann also lieber in einen kibuz nach israel als auf einer linken neo-kolchose in der schweiz jute-sandalen zu flechten….

      ja, schön hier, noch….!

      • Peter Schmid sagt:

        Da es ähnliche Apps auch in vielen ausländischen Städten gibt (schon sogar lange bevor es die Zürcher App gab), erübrigt sich Ihr Kommentar eigentlich.

        • KMS a PR sagt:

          ich orientiere mich nicht am ausland, da ich (zur zeit) hier lebe.

          • Peter Schmid sagt:

            Sie würden sich noch wundern wie sehr die soziale Kontrolle in einem Kibuzz noch funktioniert. Da würden Sie dann aber wirklich in flagranti erwischt und „denunziert“ 😉

            Im übrigen erinnert mich Ihr Beitrag von 15:07 ein bisschen an die „typisch Schweizer“ und „die Schweizer sind die Kinderunfreundlichsten Leute“-Beiträge als im Tagi ein Artikel über die Einführung von Familienzonen in Flugzeugen der Malysian-Airlines publiziert wurde.

    • Toni Light sagt:

      Dann darf ich nächstens meinen alten Grill bei Ihnen vor die Haustür stellen, zwecks Entlastung des Haushaltsbudgets meinen Müll in Ihrem Vorgarten in schwarzen Säcken entsorgen, meinen Wagen auf Ihren PP stellen, ihre Hauswand künstlerisch verschönern (mit Spray), Sie haben ja sicher nichts dagegen, Sie sind ja offensichtlich kein Bünzli …

      P.S. Bräuchte noch Ihre Adresse – bitte zusenden. Danke.

      • KMS a PR sagt:

        das ist ja nun wohl das andere extrem, nicht?! und he, my home is my castle und da kommt mir gar nix unbefugtes rein, im fall! und dies zu schützen brauche ich weder dritte, noch irgendwelche dämlichen überwachungs-apps.

      • Dino sagt:

        @Toni,
        Dies würde nur funktionieren wenn sie den Müll auf eine öffentliche Strasse stellen welche an mein Grundstück angrenzt.
        Was das Wild-entsorgen angeht so ist dies eine Aufgabe der Stadt sich darum zu kümmern, falls es tatsächlich so ein riesen Problem ist, dann muss man aber dort vorstellig werden und nicht seinen Ärger in irgend eine App daddeln. Wenn Sie Ihren Wagen auf einen markierten Parkplatz stellen so kann man diesen leicht abschleppen lassen oder die Polizei verständigen.

        Kein Bünzli sein und kriminelle Aktivitäten unterstützen wie z.B. Sprayen ist ein himmelweiter Unterschied, ich weiss gar nicht was daran so schwer zu verstehen ist, aber betroffene Hunde bellen und so nehme ich an sind Sie auch einer von denen die gerne über andere herzieht und diese anprangert.

        Es geht in meinem Text explizit um den Neid welchem wir uns hingeben, eine andere form von Aggression wenn man so will.

        • Toni Light sagt:

          Sie sagen es, Herr Dino ‚betroffene Hunde bellen‘ ……

        • Chris Müller sagt:

          Toni, muss ich Dir recht geben. Ist natürlich nicht ganz das Themas dieses Blogs, beschreibt meine Befürchtungen jedoch ziemlich gut. Liest man die Kommentare auf dieser Website stimmt mich dies schon etwas bedenklich.

          Wer mit dem Auto übers Bellevue zur Arbeit fährt ist schon fast ein Verbrecher an der Menscheit (wehe es ist noch ein SUV). Ja die ÖV wäre die vielleicht besser Lösung, aber diese Entscheidung muss/darf/soll jeder selbst treffen.

          Gegen die Rohstoff-Firmen wettern ganz gross en Vogue…aber selber ein Iphone besitzen (seltene Erden etc) oops…

          Gegen die dekadenten Mega-Yacht-Besitzer wettern (wer braucht das Ding schon)….dass die dt. Werften umsatteln mussten von Handelschiffen, die jetzt in Südkorea und China gebaut werden, auf Luxus-Yachten und nur so überleben konnten…das interessiert niemanden.

          Die ach so tiefen Löhne im Detailhandel anprangern, selber im Laden die Ware anschauen und dann doch übers Internet bestellen. So geht es natürlich nicht…

          Ich bin dafür, dass man im Alltag versucht das Richtige zu tun und auch das Gesamtwohl nicht aus den Augen verliert…jedoch diese Anprangerei und aufkommende Neidgesellschaft finde ich unerträglich.

    • Ashiro sagt:

      Meine Worte!!

  • Christian Portmann sagt:

    Der Blog-Titel hat mich extrem neugierig gemacht. Zwei Artikel weiter oben (Stand 23.4.) berichtet der Tagi Online noch mehr oder weniger ausgewogen über „Züri wie neu“, da wollte ich mir doch die Blog-Schelte weiter unten mal genauer ansehen. Tatsächlich, Herr El Arbi fand einige Haare in der Suppe bzw. einige Spiesser, Denunzianten und Nörgler, die wohl die nützliche und für die Stadt günstige Maintenance Report App mitbevölkern werden. Wer jedoch in den Kommentaren den Nutzen der App hervorhebt, wird vom Blogger mit zuweilen reichlich verbissenen Antworten (ich sende Ihnen hier noch einen Screenshot zum Beweis….) eingedeckt.

    Nun denn, man muss des Bloggers Stil nicht mögen. Aber man kann sich einige Gedanken zum Tagi machen. Der hat nämlich vor kurzem die Tagi-App mit der hübschen Funktion ImageMap bereichert. Mit wohlwollend einladenden Worten werden die Leser aufgefordert „Teil der ImageMap-Community zu werden und ihre Fotografien der Stadt zu teilen“. Mit dem Tagi. Gratis und franko. So spart der Verlag doch den einen oder anderen Fotografen (der den blauen Brief sicher zu schätzen weiss) und wir alle, wir Spanner, Querulanten, Schnüffler und Möchtegern-Papparazzi liefern das Bildmaterial, das morgen in der Online-Ausgabe glänzt. Die Anleitung zur Tagi-Fötteli-App endet denn auch mit den Worten „Dort entdecken Sie auch, was andere Nutzer fotografiert haben“.

    So, und nun erkläre mir mal einer den Unterschied zwischen der hausbackenen Stadt-Züri-App und dem Tagi-Bilderbüchlein.Gibt’s auch bald einen launigen El Arbi Blog zur hausinternen Denunzianten-App?

    • Reda El Arbi sagt:

      Wenn da in dauernd Müll-Fotos hochgeladen werden, ganz sicher. 🙂

      Und wenn Sie den Artikel und die Kommentare genau lesen, werden Sie feststellen, dass ich die App-Idee sehr gut finde. Nur habe ich Mitgefühl mit den städtischen Angestellten, die sich dann mit den ganzen Nörglern und Ordnungswächtern herumschlagen müssen.

  • KMS a PR sagt:

    was denn. das ist ja genau das was die linke und die mehrheit „unseres….“ bundesrates will – einen permanenten überwachungsstaat und unmündige, manipulierbare bürger; wie in den usa. wer sowas nicht will, muss sich mit aller härte zur wehr setzen. es würde mich absolut nicht wundern, wenn die app-creators vom bund gesponsert sind….

    • Lucca Gaffuri sagt:

      So ein Schwachsinn….links ist da, wo der Daumen rechts zu finden ist. Mitte-Rechts ist die Politrichtung, welche auf Repression, Gleichschaltung, Überwachung, etc setzt.
      Bitte nochmals überdenken…oder vielleicht von Anfang an denken?

  • Chris Müller sagt:

    Ich nehme an, dass man in der Verwaltung sich nun überlegt, wie man mit den Auswüchsen umgeht. Wie wäre es mit einem galanten Spruch zurück bspw

    „Wir sind Ihnen unendlich dankbar, dass Sie uns Ihr Anliegen mitgeteilt haben. Wir werden selbstverständlich sofort auf diesen krassen Misstand reagieren und sämtliche uns zu Verfügung stehenden Ressourcen aktivieren. Zudem wurden Sie für den Orden „HELD DES ALLTAGS“ vorsgeschlagen und der allfällige Gewinner kriegt ein Mittagessen auf dem Uetliberg mit Corinne Mauch gesponsert. Die Verpflegungskosten übernimmt selbstredend Guisep Fry!. Mit vorzüglicher Hochachtung IHRE Stadt Zürich!“

    So ungefähr…..was meint’s Ihr dazu?

    • Reda El Arbi sagt:

      🙂

    • Hannes Müller sagt:

      Das dürfte funktionieren. Spätestens bei der Drohung mit Mauch wird den Leuten die Lust auf den Orden vergehen.

    • KMS a PR sagt:

      sehe ich ähnlich. der erste schritt zur linken gehirnwäsche. aber etwas muss man der rot/grünen stadtregierung ja lassen, sie gehen einigermassen subtil vor, wenn auch „hinterfotzig“; da ist mir der polterstil der svp lieber, da ehrlicher.

      • Lucca Gaffuri sagt:

        Was haben denn Sie für ein Sozi-Trauma erlebt? Welch einen Verfolgungswahn pflegen Sie denn? Die Stadtregierung wurde mit Mehrheitsbeschluss gewählt, take it or bloody leave it. Und SVP ehrlich? Mörgeli (Zahlendreher, Uni-Debakel), Zuppiger (Veruntreuung), Blocher (Hausdurchsuchung) & Co ehrlich? Von was träumen Sie denn nachts? Und fangen Sie doch selbst mal an mit der Ehrlichkeit, wer sind Sie denn, wie ist Ihr wahrer Name? Oder sind Sie im Verfolgungswahn bereits so weit fortgeschritten, dass Sie Angst haben, Lenins Geist werde Ihnen erscheinen? Boah, Leute gibts!

        • KMS a PR sagt:

          leider kein trauma. bloody reality. lenin?! ah ja – das ist doch das grosse vorbild von dem lustigen herrn wermuth, nicht.
          im übrigen, wenn sie nicht erst seit heute, die stadtblogs lesen würden, stellten sie fest, dass ich der einfachkeit halber sowohl mein ego – kevin maria sonderegger – als auch meinen namen, philipp rittermann, abgekürzt habe.

          äh-fragen!?

          beste grüsse in die kolchosen! 🙂

    • Dino sagt:

      ICh fände es besser wenn das übers Telefon geschehen würde, so im Stil von: „Ihr Anruf ist uns unglaublich wichtig, deshalb geniessen Sie jetzt dieses 30min Flötensolo…“
      Vielleicht wären die Bünzlis danach etwas besser drauf?!

  • Andreas Müller sagt:

    Ich habe eine kaputte Strassenlampe gemeldet und schon nach zwei Tagen ein mail bekommen, dass das Problem behoben sei. Ich habe ja keine Ahnung, wo ich das sonst hätte melden müssen! Von dem her eine tolle Sache, hoffentlich bekommt die Stadt das in den Griff. Ich fände es echt schade wenn dieses tolle Projekt an den zürcher Nörglern scheitern würde.

  • Fabiano S. sagt:

    Das Tragische ist doch, dass nur diese Anonymität risikofrei ist. Oder glaubt jemand, es sei ungefährlich in dieser Stadt, einen Abfallsünder, Trottoirvelofahrer, Hauseckenurinierer direkt und persönlich auf sein Fehlverhalten hinzuweisen? Androhungen sind dann wohl noch das Harmloseste. Zivilcourage ist gut, aber wenn du damit rechnen musst, in der Notfallstation aufzuwachen, lass es lieber bleiben.

    • Ph. Graf sagt:

      Traurig aber wahr. Der Sinn der Gemeinschaft ist völlig abhanden gekommen. Heutzutage schaut jede/r nur auf „seine Selbstverwirklichung“ (Egoismus), obwohl der Mensch ein soziales Wesen ist.

      • Lia sagt:

        falsch, der Mensch ist kein soziales Wesen, sondern eben nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Ausserhalb der Famillie hört das Soziale auf.
        Ausserdem ist es heute nicht schlechter als früher, man bekommt nur mehr Fälle mit, dank online-Medien etc… wer was anderes sagt, ist entweder zu jung oder hat sich während seiner Jugend im Haus verbunkert.

  • Yves Küng sagt:

    Herr El Arbi ist der einzige Blogger, der sich anschliessend bei den Kommentaren derart häufig rechtfertigt. – Als wüsste er genau, dass das was er schreibt nicht hieb- und stichfest ist.
    Wer weiss, vielleicht schreibt extra so, damit er nachher mitdiskutieren kann?

    Her El Arbi schafft es zumindest, dass über ihn gesprochen wird und man sich Gedanke über seine Art macht. – Ein Anlauf für die Wahl in den Nationalrat (wie damals mit Herrn Strafrechtsprofessor Josic in Zusammenarbeit mit Tele Züri)?
    🙂

    • Reda El Arbi sagt:

      Nein, das mitdiskutieren ist Teil des Konzepts und wird sogar als Arbeit verrechnet 🙂 Und wenn ich in die Politik gehen würde, müsste ich ja nachher über mich selbst meckern. 🙂

      • Luigi sagt:

        Teil des Konzeptes ist es logischerweise, da der Tagi und all die anderen Online Medien schliesslich über „Klicks“ (mit-)finanziert werden und was generiert wohl am meisten „Klicks“? Ihr alle, die ihr hier reinschreibt und euch von Reda El Arbi ein bisschen provozieren lässt und dann 10x pro Stunde kontrolliert, ob auch irgendjemand oder eben nur Reda euren Kommentar kommentiert hat. Mal sehen (aber nur 1x!) ob dieser Kommentar die TA-Zensur überlebt 😉

    • Richi sagt:

      Irgendwie scheint hier jemand das Konzept „Blog“ nicht ganz verstanden zu haben….

  • Manfred Gurks sagt:

    Ein Internet-Troll zu sein ist ne feine Sache. Schon wegen der dämlichen Typen die das Internet so ernst nehmen und als das wahre Leben betrachten und sich darum ob der Internet-Trolle ärgern……

  • Pascal Sutter sagt:

    Ich nehme an dass die bei der Stadt ein paar Menschen mit Verstand eingestellt haben die den Spreu vom Weizen trennen werden. Bis grad vorhin war da ja nur harmloses drin.
    Ach ja, gegen besoffene Teenager die in den Garten urinieren und vor dem Haus brüllend rumstammeln hat sich eine Maglite und ein paar markige Worte bewährt, mit etwas mehr Mut lassn sich so 90 % der sozialen Probleme lösen.

  • Priska Burgi sagt:

    Wenn sich also jemand über illegal entsorgten Abfall, Fahrradfahrer auf dem fussgängerweg oder Autofahrer die mit 60 km/h durch eine Dreissigerzone fährt aufregt, ist er ein Denunzinant.

    Soweit sind wir also gekommen, dass jemand der Respekt für sich und die andern beansprucht, dass jemand der erwartet, dass auch in der heutigen Gesellschaft Anstand noch ein allgemein gültiger Wert sein soll, sich beschimpfen lassen muss.

    Schauen wir doch weiter weg, es geht uns ja nichts an! Und am Ende beklagt sich der gleich Reda El Arb über fehlende Zivilcourage! Mein Anstand gebietet mir Menschen zu helfen wenn sie ein Problem haben oder in Not sind. Ob die Leute die die obigen Beispiele verursacht haben diesen Anstand noch besitzen wage ich zu bezweifeln.

    Wenn wir alle uns mit Anstand und Respekt begegnen würden könnte in Reda El Arbs Kritik beipflichten. Wenn aber gewisse Mitmenschen keine Kinderstube hatten muss – wohl oder übel – der Mitmensch und Mitbürger aufstehen und diesen Respekt und Anstand einfordern!

    • Reda El Arbi sagt:

      Anonym übers Internet?

      • Ali Ferkous sagt:

        Kleben die Leute, die selbst zu faul sind, ihre Altgläser aus dem Migros-Sack in den Glascontainer zu entsorgen etwa ihre Adresse hin? Ach ja, ich sollte nicht vergessen: der e-Tagi ist das Leibblatt der Avantgarde, welche eine versiffte Stadt, Binz und „die andern sollen erst einmal“ geil findet – Ding Dong The Witch is Dead

          • Ali Ferkous sagt:

            Lieber Reda, mittlerweile haben wir genügend Zeit gehabt zu lernen: Regeln aufstellen, gut zureden hilft nur bei den Leuten, die sich sowieso nicht viel anders verhalten würden – z.B. bei dir(?). Bei den andern hilft nur: Regeln durchsetzen.

            In der Stadt Zürich werde ich gebüsst, wenn ich einen schwarzen Kehrrichtsack in den Container schmeisse, mein Auto zu lange im Parkfeld stehen lasse. Wenn nach Büroschluss die Fussballer ihre Autos auf dem Trottoir im Quartier abstellen, kriegen sie kein Knöllchen, denn die Abkassiererinnen vom „ruhenden Verkehr“ haben die Abrechnung mit der Stadtkasse bereits gemacht. Wenn neben dem Altglascontainer im Quartier wiederholt Sperrmüll, Milchpackungen, etc. entsorgt werden – räumt die Stadt einfach auf – gratis. Die Dummen in dieser Stadt sind zuallererst die Leute, die sich an die Regeln halten und dann auch die, welche bloss an den Regeln ritzen. Diejenigen welche krass gegen sie verstossen, werden geschont, auch weil die Links-Angehauchten schnellstens die Denunzianten-Keule zur Hand haben, um jederzeit zu demonstrieren, dass sie dann gar nichts mit der Blocher-Partei am Hut haben – wie wenn Gemeinsinn der sozialistischen Moral entgegenstehen würde…

            À propos DDR: Denunziantentum wird im Ferienparadies der Cüpli-Sozialisten hochgehalten – „¡Hasta la victoria siempre!“. Was kann schlecht in Zürich sein, was in Cuba gut ist?

      • Priska Burgi sagt:

        Wenn vor meinen Augen jemand den Abfall illegal entsorgt sprechen ich diese Person darauf an. Was soll ich aber machen wenn der Abfall schon da liegt. Nichts – weil ich dann zum „Denunzianten“ werde?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Meine Worte. Noch viel zu wenige Menschen haben begriffen, dass die politisch korrekte 120%-Toleranz gegenüber soziopathischen Egomanen, Schlägern und Nonstop-Schmarotzern die Schweiz an die Wand fährt. Früher sprach man von nötiger sozialer Kontrolle, heute nennt man es dummdreist Denunziantentum.

  • Willi Schweizer sagt:

    Wie der Autor mehrfach auffordert bin ich auf die Seite gegangen und habe mir die Meldungen (unter „Alle Meldungen“) angesehen.
    Gehe ich die Meldungen chronologisch durch (von der jüngsten angefangen), findet sich an 19. Stelle die erste Meldung die in die im Artikel erwähnte Kategorie fällt („Nutzung Strasse“ – es wird über Fahrräder im Fussgängerbereich geklagt).
    Die vorangehenden Meldungen beziehen sich allesamt auf Infrastrukturmängel (Belagsschäden, stehendes Wasser, schiefe Verkehrsschilder) oder sind noch nicht kategorisiert („Überprüfung ausstehend“).
    Die Zeit eine eingehende Statistk unter Einbezug aller Meldungen durchzuführen fehlt mir, der erste Blick scheint aber eher darauf hinzudeuten, dass Herr El Arbi (wieder einmal) aus einer Mücke einen Elefanten macht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Scrollen Sie doch nochmals zehn Meldungen weiter.

      • Willi Schweizer sagt:

        @Herr El Arbi:
        Das habe ich getan und sehe da folgende Titel:
        Überprüfung ausstehend (3 Mal)
        Bach (es wird gemeldet, dass dieser über die Ufer getreten sei)
        Abfalleimer
        Illegale Entsorgung (2 Mal)
        Abfallsammelstelle (es wird auf eine alte Autobatterie hingewiesen, die da steht)
        Geh und Velounterführung
        Risse auf dem Trottoir
        Verkehrsführung (es wird die Signalisation beanstandet)

        Danach folgen 16 weitere Infrastruktur-Beanstandungen, bis wieder ein Graffitti gemeldet wird.

        Die Illegale Entsorgung fällt wohl in die von Ihnen thematisierte Kategorie. Bei der Autobatterie weiss ich nicht, ob Sie diese auch da einordnen würden, vor dem Hintergrund dass da doch einiges an Giftstoffen ausgespült werden kann.

        Aber selbst bei grosszügiger Zählweise entsprechen 4 von 27 Meldungen dem, was Sie versuchen als die Hauptverwendung dieser Seite auszugeben, d.h. etwas mehr als ein Siebtel.

        • Reda El Arbi sagt:

          Schauen Sie sich doch den Screenshot an, oder sehen sie sich mal an, welches die Meldungen mit Bildern sind auf der Site. Und nein, ich sage nicht „Hauptverwendung“, im ganzen Text nicht. Ich sage „sie drängen sich vor“.

          Grundsätzlich finde ich die App-Idee sehr gut. Ich sehe einfach schon den Teil der Nutzer, die die App für ihre persönliche Ordnungskontrolle missbrauchen.

          • Willi Schweizer sagt:

            @Herr El Arbi:
            Ihre Momentaufnahme (mit 9 Meldungen) habe ich gesehen – ich weiss nicht, wie lange Sie auf diese Bild gelauert haben. Bei meiner spontanen Stichprobe von vorhin zeigt sich mir ein völlig anderes Bild. Mit 45 Meldungen ist dies statistisch etwas aussagekräftiger als Ihre, aber zugegebenermassen auch noch nicht statistisch ausreichend signifikant.

            Ich wollte Ihnen keine falsche Aussage in den Mund legen, es stimmt, Sie haben tatsächlich nicht “Hauptverwendung” geschrieben. Dafür schreiben Sie Folgendes (und diesmal zitiere ich wörtlich), was mir aufgrund meiner Beobachtung ebenfalls reichlich übertrieben erscheint:
            -„zur Nörgler-App degradiert“
            -„werden sich sofort die kleinen Denunzianten, die selbsternannten Ordnungswächter und die Spiesser vordrängen“
            -„Am beliebtesten sind Meldungen zu Ordnung und Reinlichkeit“

            • Reda El Arbi sagt:

              Ich hab jetzt extra für Sie noch einen Screenshot in den Artikel gehängt. Ich kann noch drei oder vier andere reinstellen, wenn Sie das wünschen.

  • Hannes Müller sagt:

    Die Stadt wird damit umzugehen wissen, und vielleicht schreiben Sie auch mal einen amüsanten Artikel über die dümmsten Meldungen im Tagi (so wie es im Januar jeweils die Geschichten der dümmsten Einbrecher gibt)

    • Reda El Arbi sagt:

      Nur die dümmsten Meldungen der Journalisten (gäbs sicher genug 😉 ) oder dürfen wir uns auch bei den Kommentaren bedienen? 😀

      • Hannes Müller sagt:

        Oje, meine Formulierung!

        Ich schreib’s neu:

        .. und vielleicht schreiben Sie auch mal für den Tagi einen amüsanten Artikel über die dümmsten Meldungen mit der App.

  • Ein Paradies für gelangweilte Internet-Trolle.

    Mit diesem Satz hast du, dein Text perfekt zusammengefasst und ich kann dir da nur zustimmen.

    Leider ist es nunmal so, dass die vermeintliche Anonymität im Web fast nur das schlechte im Menschen hervorlockt, den jeder Troll kann hier was posten, um damit den Frust seines kleinen Lebens ein wenig zu verdrängen…

    Eine Gute Idee – was diese App zweifelslos ist – wird somit durch Trolle ins negative umgekehrt…

  • Peter Kamber sagt:

    Eine DenunziantenApp in einer links regierten Stadt. Passt ja, die DDR lässt grüssen. Daraus lässt sich schliessen, Städter sind die grössten Bünzlis! 😉

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, die Frage wär doch, was die Leute wählen, die die App in dieser Weise missbrauchen 😉

      • Peter Kamber sagt:

        Los, bitte um investigativen Journalismus! Bis widerlegt bleibe ich bei meine These.

        • Reda El Arbi sagt:

          Dafür haben wir kein Budget. Als Blog bringen wir in erster Linie persönliche Meinungen und Unterhaltung. Aber dafür dürfen wir auch in den Kommentaren mitdiskutieren 🙂

    • Lia sagt:

      wieso denn die Städter? Jeder Externe kann via App melden, was er beim Vorüberfahren entdeckt hat.

  • McWide sagt:

    Also ich seh auch Vorteile.
    Und ich finde es jetzt kleinlich vom Autor, nur die schlechten Seite zu zeigen und den Positiven nichts abzugewinnen.
    Dann werden halt paar leere Bierdosen gemeldet, schaden tuts nicht. Kann man ja beantworten mit:
    “ Bitte auflesen und entsorgen – für as Züeri wie neu – Danke“.

  • ben braun sagt:

    Am unnötigsten meckert der „Stadtblg“!

    Ich habe mir die Seite mal angeschaut und ausser den paar willkürlich ausgewählten Beispielen gibt es eine Menge sehr nützlicher Hinweise!

    Also ruhig mal schweigen, statt eine ziemlich gute Idee zu denunzieren….

    • Reda El Arbi sagt:

      Willkürlich? Werfen Sie ein Blick aufs Bild. Wie viele Mitteilungen drehen sich da um Infrastruktur-Mängel? Und wie viele um das Verhalten der anderen Bürger? Auf der Seite hats einige gute und nötige Hinweise, aber eben auch jede Menge dieser oben gezeigten Meldungen.

  • Lazzaro Spallanzani sagt:

    Was für ein unsäglich dummer Beitrag Wer jemand mit 60 Sachen in der Tempo-30-Zone rast, gefährdet andere Menschen. Als Vater von 2 Kindern, die täglich auf dem Schulweg mit diesem Verhalten konfrontiert sind, kann ich die Zürcher nur ermutigen, solche Vorfälle so häufig wie nur möglich zu melden. Sie werden dadurch nicht zu Denunzianten, sondern helfen, Menschenleben zu retten und zu erhalten.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, mit einem persönlichen Anruf bei der Polizei. Nicht mit einer anonymen Meldung bei einer App, die daran nichts ändern kann.

    • Armin Schaller sagt:

      Sie sind sicher auch der Meinung, dass es die Hauptaufgabe aller Bürger ist, zum wohle der öffentlichen Ordnung immer auf der Lauer nach Übeltätern zu sein. Sie hätten Ihre goldige Zeit vor 25 Jahren in Ost-Deutschland gehabt. Da hätte es Ihnen bestimmt so richtig gut gefallen.

      • Lazzaro Spallanzani sagt:

        Sehr einfältig, mit der DDR zu argumentieren. Als Arzt habe ich die Folgen von unverantwortlichem Verhalten am Steuer häufiger gesehen, als mir lieb wäre. Wenn Sie einmal die Autopsie eines überfahrenen Kindes durchgeführt haben, und selber Kinder haben, fährt Ihnen dies bis zum Lebensende in die Knochen. Ich weiss wovon ich rede.

    • Thomas Trachsel sagt:

      Ihr Votum betr. Kinder mag ja zutreffen, aber mit dem obigen Artikel hat er leider nichts zu tun. Die Polizei ist für Verkehrssünder zuständig und immer unter Tel. 117 erreichbar.

      • Mirko Sachmann sagt:

        @Spallanzani: Grandioser Kommentar. Herzerweichend. Bin auch Arzt und habe selber auch zwei Kinder, doch amtlich gesponsertes Denunziantentum für Autofahrer in der Provinzstadt Züri braucht’s weiss Gott nicht. Und wenn Sie als Arzt den Luxus geniessen können Ihre Kinder morgens zur Schule zu bringen frage ich mich ernsthaft ob Sie wohl klinisch tätig sein mögen. Ich weiss auch wovon ich rede.

  • Gabriel Müller sagt:

    Der Beitrag geht davon aus, dass alle MeldeverfasserInnen DenunziantInnen seien. Diese Annahme ist nicht nur nicht belegt, sondern nach meiner Einschätzung auch unzutreffend. Denunzieren heisst Personen oder Personengruppen anonym anzuzeigen oder öffentlich zu diskreditieren. Wenn ein Mann – ohne Hinweis auf TäterInnen – einen entsorgten Grill meldet, mag er ein Bünzli sein oder ein kleinlicher Sauberkeitspedant, ein Denunziant ist er deswegen noch nicht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Im Bild sind nur einige Beispiele. Gehen Sie auf die Seite und schauen Sie sichs an. Die Hinweise sind anonym, obwohl das keine Voraussetzung für Denunziantentum ist, wie man seit dem Fichenskandal in der Schweiz weiss.
      Und die Täter würden sicher benannt, wenn sie den Meldern bekannt wären. Warten wir, bis Fotos von Nummernschildern hochgeladen werden …

  • Reto sagt:

    Ach so 🙂 Wobei, die haben doch Kameras überall und brauchen keine Bürger mehr?

  • Reto sagt:

    Haha, coole Sache. Was ich daran nicht ganz verstehe, warum sie sowas in England entwickeln lassen. In Züri gibts doch genügend Web Entwickler die sowas mit Links machen.

    • Benno sagt:

      Weil England schon viel weiter mit dem Überwachungsstaat ist und es das deshalb dort schon fix fertig gibt… 😉

    • Michael sagt:

      Weil’s die Software in England bereits seit Jahren fix und fertig gab (FixMyStreet) – da wurde nix für die Stadt Zürich neu entwickelt.

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