Pferdefleisch in Zürich

Appetlich und gesund: Pferdefleisch in Zürich

Appetlich und gesund: Pferdefleisch in Zürich

Hatten Sie schon mal Mostbröckli? Dann kann es gut sein, dass Sie Pferdefleisch assen, die werden nämlich häufig aus Ross hergestellt. Oder echte italienische Salami? Wird mit Esel zubereitet. Der Skandal um Pferdefleisch in der Lasagne hat bei unseren nördlichen Nachbarn und im angelsächsischen Raum nicht nur die Empörung  über die Täuschung, sondern auch Ekel ausgelöst.

Dort hat nämlich, nicht wie etwa hier in Zürich und der ganzen Schweiz, das Essen von Pferden keine Tradition. In England ist das Essen von Pferdefleisch etwa dasselbe, wie wenn wir unsere Katzen und Hunde auf den Grill werfen würden.

Nur, hier ist es zum Glück anders. In der Stadt Zürich gibts mindestens drei Pferdemetzgereien, in denen man das gesunde Fleisch dieser Tiere kaufen kann. Und ehrlich, mir persönlich ist Pferdefleisch von glücklichen Pferden lieber als Rindfleisch aus der Mast. Das beste Pferdefleisch kriegt man nicht bei den Grossverteilern, sondern in den kleinen Metzgereien.

Auch hierzulande wird es Leute geben, die empört auf das Essen von Pferden reagieren. Nun, wir lieben Pferde. Sie sind gross, stolz, elegant. Aber das sind Kühe auch. Kälber sind sogar herzerweichend herzig, und trotzdem verputzen wir im Vorbeigehen eine Kalbsbratwurst. Die meisten Menschen haben den Bezug zu ihrem Essen verloren. Sie kaufen Fleisch in abgepackten kleinen Portionen, oder schon zugewürzt und versteckt in einem Fertiggericht. Solange man nicht sieht, dass da mal ein Lebewesen war, machts auch nichts aus.

Nur, wer gegen Pferdefleisch ist, sollte lieber gleich vegan leben. Moralisch unterscheidet sich das Essen von Pferdefleisch nicht von dem anderer Fleischsorten. Und wenn Sie sich gerne mal ein Rosssteak oder einen «Suure Mocke» leisten wollen, hier die Adressen einiger Pferdemetzgereien in Zürich:

Seefeld Metzgerei
Seefeldstrasse 181, 8008 Zürich
 *044 422 33 56 | www.seefeldmetzgerei.ch

Pferdemetzgerei Gassmann
Gutstrasse 162, 8055 Zürich
 *044 462 22 42

Pferdemetzgerei Schmucki
Schwamendingenstrasse 21, 8050 Zürich
 044 311 62 48

88 Kommentare zu «Pferdefleisch in Zürich»

  • Lia sagt:

    mir bleibt wieder mal nur Zustimmung. Klar ist es ein Skandal, dass in einem Produkt nicht das drin ist, was draufsteht. Aber noch grösser ist der Skandal, dass dies nun alles weggeworfen wird, obwohl viele Bedüftige froh wären, sie bekämen gratis Lasagne – bloss, weil die Herkunft nicht klar deklariert ist. Naja, hergestellt ist es, wenn es jemand ohne Deklaration verspeisen möchte, lasst ihn doch. Ich und meine Kinder essen jedenfalls sehr gern Pferd, es schmeckt leicht süsslich, und wie gesagt wurde: ein herziges Chueli tut mir genauso leid wie ein Rössli, dennoch esse ich Fleisch. Und auch die Kiddies wissen, dass ihr Essen zu Lebzeiten muht, wiehert oder blökt..

  • Alice sagt:

    Bei Pferdefleisch aus der Schweiz handelt es sich grösstenteils um Fohlenfleisch. Vielleicht könnte Kassensturz darüber auch mal einen Bericht machen… Und Fohlen – Tiere überhaupt – sterben nun mal nie glücklich. Also der Spruch „glückliche Tiere“ geht so nicht auf.

  • Reda El Arbi sagt:

    Liebe Leser

    als Reaktion auf die Kassensturzberichterstattung vom 19.02. über die Zustände bei kanadischen und argentinischen Pferdezulieferern, möchten wir darauf hinweisen, dass Sie sich als Konsument versichern sollten, dass Sie Pferdefleisch aus der Schweiz bekommen.

    Nur das Schweizer Veterinärwesen kann solche Missstände ausschliessen.

    Die Redaktion.

    • Roman Meier sagt:

      In der Schweiz selber wird nur 400 Tonnen Pferdefleisch produziert, hingegen werden 5000 Tonnen importiert, um den Bedarf zu decken. Also ist der Rat, auf schweizer Fleisch zu bestehen, ziemlich absurd. Aber vielleicht bricht ja jetzt die Nachfrage – nach dieser schockierenden Tierquälerei aus Uebersee – zusammen.

  • Roman Meier sagt:

    Pferde haben in der Schweiz einen ganz anderen Stellenwert als Nutztiere, wie Schweine, Kühe oder Hühner. Sie werden mehr wie Haustiere betrachtet. Vor allem Kinder lieben Pferde und welches Mädchen träumt nicht davon, zu reiten oder ein eigenes Pferd oder Pony zu besitzen. In zahlosen Kinderzimmern hängen Pferdeposter oder Pferdekalender an der Wand, aber wohl nirgendwo solche von Kühen oder Schweinen. Soll sich doch mal ein Pferdefleischliebhaber vor einer Gruppe Kinder, die regelmässig reiten, zu seiner Vorliebe bekennen. Der würde wohl nachher angeschaut wie eine Figur aus einem Gruselfilm.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, Schweinchen Babe war ein Kinostar, Kinder lieben auch Kälbchen und jeder Streichelzoo hat Hasen und Ziegen. Und wir essen sie. Oder Küken sind auch süss.

  • Argusauge sagt:

    Das Problem war ja auch nicht Pferde- oder rindfleisch – sondern, dass es als Rindfleisch deklariert war. Und wenn ich Pferdefleisch will, dann kauf ich Pferdefleisch, wenn ich aber Rindfleisch will, dann möchte ich mich drauf verlassen das es auch Rind ist, wie auf der Packung angegeben. Zudem wenn ich Pferdefleisch kaufe, dann kann ich mich darauf verlassen, dass es Fleisch von guter qualität ist und die Tiere ein gutes Leben hatten.
    Es gab auch am Goldbrunnenpölatz eine Pferdemetzgerei, da bekam man das wunderbare Fleisch und dazu eine super Beratung.
    Es macht mich unendlich wütend das es überall Menschen gibt, die die anderen über den tisch ziehen, damit sie ihre Taschen noch mehr füllen können.

  • Jürg Schwaller sagt:

    „Das meiste Pferdefleisch in der Schweiz stammt aus Kanada, wo die Pferde auf unendlich weiten Weiden leben und frei von Hormonen und Schmerzmitteln aufwachsen“ Zuviel Marlbboro Werbung oder John Wayne gesehen ? Die Zustände in der Fleischpferdehaltung in Kanada ist neben der Abschlachtung von jährlich 100’000en Robben das Schlimmste, was man sich nur vorstellen kann. Man braucht die Diskussion, ob man Pferde essen soll oder nicht, gar nicht führen. Aber es ist typisch für Staaten, wie Kanada und Australien, deren natürliche Ressourcen das grösste Kapital sind,dass sie kein Umweltbewusstsein und schon gar keine Empathie für die Respektierung einer minimalen Würde der Kreatur haben. Fleich aus diesen Staaten muss für einigermassen
    anständige Menschen tabu sein. Sogar die USA, sonst i.S. Fleischkonsum nicht zert besaitet het den Import von kanadischem Pferdefleisch aufgrund der mangelheften Tierschutzstandarts in CAN, verboten.

  • Peter Leuenberger sagt:

    Wer Ohren hat zu hören, der höre! Wer jemals den schrecklichen Todesschrei eines Rüebli hörte, wer jemals das hoffnungslose Seufzen eines Sellerie vernehmen musste oder sah, wie schrecklich Sojabohnen in der Industrie malträtiert werden, um aus diesem leidenden Gemüse profane Vegan-Burger herzustellen, wird in Zukunft sein Gemüse mit Freuden und lachendem Herzen einem Pferdchen verfuttern.

  • Max Müller sagt:

    Ich denke, auch in der Schweiz ist es unüblich, Pferd zu essen. Pferd ist ein edles Tier, Pferdefleischkonsum daher für viele an der Grenze zum Perversen. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, bspw. Affen oder Delfine zu essen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Nein, es ist in der Schweiz sogar seit langer Zeit üblich, Pferdefleisch zu essen. Das ist ein historischer Fakt, keine Meinungssache.

      • Onuk Stoffel sagt:

        Man kann sogar Pferdesteak in jedem grösseren Coop in Zürich kaufen. Wenn es so unüblich wäre Pferde zu essen, dann wäre es nicht im Sortiment. Schmeckt auch ganz gut.

      • Roman Meier sagt:

        Ja, es war früher üblich Pferdefleisch zu essen, aber nur in den unteren sozialen Schichten. Pferdefleisch war das arme Leute Fleisch. Jahrhundertelang war der Konsum von Pferdefleisch von der Kirche her aber auch verboten.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, die Kirche. Eine wirklich moralische Institution. Zur gleichen Zeit wie das Verbot hat die Kirche Menschen verbrannt.

  • Thomas sagt:

    Das Problem ist ja nicht, dass Pferdefleisch drin war bzw. ist, sondern die Qualität des Fleisches.

  • Daniela sagt:

    ja witzig der Artikel. Klar, vom moralischen Standpunkt her ist es alles einerlei, Huhn, Kuh, Pferd, Hund (in Vietnam hat jede Familie einen jungen Hund im Haus weil sie keine Kühlschränke haben…) meine Frage wäre eher ist es nötig Pferdefleisch von Kanada her zu karren? Wir müssen ja nicht zwingend Pferde essen, wenn die hier nicht zur Verfügung sind.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, viele Rinder kommen aus Argentinien. Ist etwa gleich weit weg. Ich empfehle Bio-Fleisch von Bauern, die man kennt. Wir kaufen sowohl Hühner als auch Eier bei ner Freundin meiner Frau. Ab und zu Wild. Und sonst eben irgendwas mit nem Schweizer Biolabel.

      • Daniela sagt:

        wäre dann im nächsten schritt spannend zu sehen, wie die Leute reagieren, wenn unser Bauer um die Ecke (haben wir hier in Graubünden) Bio-Pferdefleisch anbieten würde. Das gäbe eine super Artikel für sie. Die Rinder dürfen wir vor dem Schlachten nämlich immer alle auf der Weide sehen. Bin mir nicht sicher, ob die Leute die Pferde essen würden, die dort auf der Weide stehen und die wir alle mit Namen kennen…das ist dann wieder eine Frage der kulturellen Erziehung.
        Ich habe mich eben seeehr amüsiert über Ihren Artikel vom 14.2. aus dem Sprüngli Kaffee. Einmal „Banker“ und „sensibel“ in einem Satz genannt und schon hat man viele Fans in den Kommentaren. Man muss eben wissen auf welche Knöpfe man drücken muss, sehr witzig und geistreich, gratuliere.

      • daniela p. sagt:

        es hat ja nicht jeder einen befreundeten bauern, der seinen tieren gut schaut, sie gut füttert und die männlichen nachkommen seiner legehennen nicht am 1. tag shreddert. und natürlich besucht man sich nur zufuss oder mit dem velo 😉
        „irgend ein label“ bedeutet: kühe mit bohnen füttern, die eigentlich nicht zum natürlichen futter einer kuh gehören, und die zwar bio sind, aber in südamerika angebaut werden, und zwar auf abeholztem regenwald. und trotzdem ist das noch besser als nicht bio, klar.

  • Pierbattista sagt:

    Die meisten Pferde in Kanada, die für den Verzehr geschlachtet werden stammen aus den USA, da vor einigen Jahren das Schlachten von Pferden in den allermeisten Staaten der USA verboten wurde. Auch die Amerikaner essen praktisch kein Pferdefleisch, den Cowboys ist das wohl zuzuschreiben.
    Auch Mexiko ist ein dankbares Abnehmerland für amerikanische Pferde. Sehr viel importiertes Pferdefleisch in der Schweiz stammt entweder aus Kanada oder Mexiko. Mit irgendwelchen herumspringenden Pferden auf kanadischen Wiesen hat das nichts zu tun. Doch wie Sie richtig annehmen, geht es den Pferden in den USA und Kanada meistens sehr gut.

    • Roman Meier sagt:

      In Mexiko sollen die Pferde gemäss Tierschutzorganisationen übrigens unter unvorstellbar tierquälerischen Bedingungen herumgekarrt und geschlachtet werden. Aber das merkt man ja dann zum Glück dem Fleisch nicht mehr an, wenn man es auf dem Teller hat.

      • Reda El Arbi sagt:

        Ja, das kann sein. Wärs besser, wenns Kühe wären?

      • Pierbattista sagt:

        Genau so ist es, darum mein Hinweis auf die amerikanischen, kanadischen lebenden Pferde, die nicht geschlachtet werden. Die Exportierten, welche in Mexiko oder Kanada geschlachtet werden; denen geht es sicher nicht besser als den Rindern die quer durch Europa gekarrt werden.

  • Furry sagt:

    Rettet die Wälder, esst mehr Bieber!

  • Also irgendwer muss ja das Fleisch essen, was der Herr Fischer aus der gleichnamigen Bettwarenfabrik übrig lässt. Es sähe superdoof aus, wenn die polnischen Gänse nackt rumlaufen würden. Auch nackte Pferde sind irgendwie ecklig. Und trotzdem schläft es sich gut auf einer Rosshaarmatratze. Hei, der grösste Teil der Menschen hat schon immer die notwendigen Proteine und darüber hinaus die Kleider, den Leim und was auch immer aus ehemals lebendigen Tieren generiert. Tofu oder Sojabonen jagen macht ja auch keinen Spass. Oder zieht Euch mal einen Schuh aus Kopfsalaten an! Ich möchte mal sehen, wie viele Veganer irgendwelche Taschen Schuhe, Mäntel oder Gürtel aus Rindleder tragen …

    • Raphael sagt:

      Ja, vegan ist in der tat eine einfache Lösung um das Töten und Leiden von Tieren zu verhindern. Immer mehr Menschen checken das und leben selbst vegan damit keine Kühe, Schweine, Vögel oder Pferde vollkommen unnötig sterben müssen.
      Und @Andy – Du bist herzlich zum nächsten Vegan-Stammtisch eingeladen um selber zu sehen wie einfach das geht.

      • Reda El Arbi sagt:

        Wie macht ihr das mit dem Leder, dem Leim und so? Mit Matratzen, Daunendecken und Wolle?

        • Tiefkühl-Lasagne hatte seit jeher den Charme von Nachbars mikrowellengewärmtem 1.5-Liter-Zürisack. Garfields Leibgericht hat gefälligst frisch zu sein. (Bei manchem Pizzaiolo ist Lasagne überhaupt das einzig essbare …) Wir werden wenig vom derzeitigen Pferdli-Skandal lernen, aber immerhin erinnert er uns daran, wie sehr wir uns an verproduzierte, plastikverpackte Ware gewöhnt haben.
          Vegan ist mir dann aber doch zu taliban. Drum gönn‘ ich mir ein saftiges Fohlenfilet mit Pfefferrahmsauce.

        • Natalie Meier sagt:

          Ich frage mich, ob den Veganern klar ist, dass es – wenn die Menschheit vegan isst – gar keine Nutztiere mehr braucht…

          Übrigens hab ich letzens im Bus zwei Veganern bei der Diskussion zugehört, wo wohl das perfekte Seitan-Würstchen zu kaufen wäre – beim Aussteigen sind sie an mir vorbeigelaufen und beide hatten DocMartens an den Füssen.

          • Roger Brügger sagt:

            Ich bin weder Veganer noch Vegetarier, muss aber etwas zu dem erwähnten DocMartens bemerken. Ich war im letzten Dezember in London und u.a. auch in einem DocMartens-Shop. Diese Schuhfirma bietet eine Veganlinie an, d.h. diverse Modelle in Kunstlederausführung (googlen sie einfach mal DocMartens & Vegan). Es könnte also sein, dass die beiden Veganer mit den Schuhen doch alles richtig gemacht haben…

      • Anton sagt:

        Heuchlerei. Jetzt nur noch sagen, dass Nutztierhaltung Sklaverei sei, dann nehm ich euch vollends NICHT ernst.

  • Sandra sagt:

    Metzgerei Schmucki ist sehr empfehlenswert! Freundliche Bedienung und sehr gutes Steak

    • KMS a PR sagt:

      stimmt! meine gattin holt dort immer die pferdchen für mich – ausserdem haben die sensationelle marinaden mit whisky und cognac.

  • david simmen sagt:

    Nur so eine Bemerkung am Rande. Typische italienische Salami wird aus Schweinefleisch hergestellt. Es gibt nach meinen Recherchen, gibt es Eselsalami welche aber speziell so gekennzeichnetnist und eine Spezialitaet des Veneto. Trotzdem ist man generell im deutschprachigem Raum der Meinung da sei traditionel Esel drin. Warum fragen sie nicht mal Paul Imhof, welcher ja auch fuer ihr Blatt schreibt, was nun Sache ist und woher der meiner Mein6ng nach Irrglaube mit dem Esel stammt. Dasmwuerde mich weit mehr interessieren, als die Namen der Pferdemetzgereien, was ich bei Google auch selber gefunden haette.

  • mägi sagt:

    Danke Reda, diesen Beitrag hats echt gebraucht! (ernsthaft!) Es lebe das wiehernde Pferdemostbröckli und die flötenspielende Lasagne!
    Und ich denk, Schlachtabfälle (nicht nur von Pferden) findet man eh in all diesen Fertiggerichten. Ergo: selber kochen (z.B. Pferdegehacktes für die Lasagne nehmen *wieher*)

  • Peter Nis sagt:

    Aus meiner Sicht gibt’s das beste Pferdefleisch im Kanton im Restaurant Bahnhof in Mettmenstetten. Wer gerne Pferdefleisch hat, unbedingt dort mal vorbeischauen 🙂

  • Martin Käser sagt:

    Pferd ist gar nicht eklig? Ach echt? Als nächstes erzählen Sie mir hier das Fleisch lecker ist oder ein andere, ähnlich bahnbrechende Neuigkeit.

    PS
    Und auch dass in der angelsächsischen Kultur der Verzehr von Pferdefleisch tabuisiert wird ist nichts neues. Ebensowenig dass der Verzehr von Pferdefleisch moralisch nicht verwerflicher als der Verzehr von Kalbfleisch ist. Ihr Blog taugt also nicht, um sich als weltoffener Bürger der die Ablehung des Mainstreams nicht teilt, zu produzieren.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ach Quatsch, ich sag ja in den ersten Sätzen, dass hier in der Schweiz Pferdefleisch nicht tabu ist. Es geht mir nur darum, einen Aspekt unserer Kultur wiedermal aufzuzeigen. Vorallem den Leuten, die Fleisch nur in Plastik verpackt im Kühlregal kennen. Sie kämpfen hier also gegen Windmühlen.

  • daniela p. sagt:

    ich finde, wer süsse kleine lämmchen, hühnchen, babykühe, embryonales federvieh und muttermilch für wiederkäuer zu sich nimmt, soll nicht so kleinlich tun: der kann genausogut süsse herzige wuschelhündchen, schmusekätzchen und delfinfleisch zu sich nehmen. meerschweinchen, vogelspinnen, egal. nur bei fischen sieht es anders aus, die haben nämlich keine gefühle, wie schon kurt cobain wusste

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, ich denke, ein Ei, Butter oder ein Glas Milch kann man nicht wirklich mit einem empfindungsfähgien Wesen gleichsetzen. Aber ja, wer Fleisch isst, sollte sich bewusst sein, was er isst. Das Andere sterben müssen, damit man Fleisch essen kann, ist logisch und der Kreislauf des Lebens. Wer das nicht aushält, soll vegan essen und auf Wolle und Leder verzichten.

      • daniela p. sagt:

        das glaube ich jetzt aber nicht.

        • daniela p. sagt:

          wer entscheidet hier denn, wer empfindungsfähig ist? wenn es lächelt und einen namen hat? informier dich doch bitte, wie es süssen kleinen babyhähnchen geht, damit man harmlose tote empfindungsunfähige eier zu sich nehmen kann. „nutztiere kennen es ja nicht anders“? milchkühe finden das saumässig (?) komfortabel. am ehrlichsten wäre es doch wirklich, den eigenen hund zu schlachten und zu essen, alles andere ist die augen verschliessen. wenigstens das bewusstsein darf ab und zu ein wenig vorhanden sein, wenn man sich schon so inkonsequent verhält. mir fällt das auch nicht so leicht

          • Reda El Arbi sagt:

            Naja, ich hab selbst geschlachtet, ich ess Biofleisch und nein, ich schäm mich nicht, Fleisch zu essen.

          • daniela p. sagt:

            mir geht es nicht darum, sich dafür zu schämen, sondern das bewusstsein zu haben. diese geisteshaltung kriegen kinder besser auf die reihe, lass es dir mal von einem 10jährigen erklären

          • Daniela sagt:

            ha ha, babyhähnchen legen sicher keine Eier, weil sie a) Babys sind und b) männliche Tiere! Und der Begriff des Baby ist eindeutig falsch in der Tierwelt, auch der Jung-Tierwelt. Die Tiere lächeln auch nicht, das ist eine menschliche Art der Kommunikation. Ich glaube dem sagt man amorphisieren, wenn man Tiere vermenschlicht. Danke für den Lacher

        • daniela p. sagt:

          also nein, für milch sterben natürlich keine männlichen bibeli, sondern damit milch produziert wird, müssen babykühe her, und die werden geschlachtet. insofern heisst milch und eier konsumieren auch tiere töten, bio macht das nicht besser

          • Reda El Arbi sagt:

            ja, aber ich hab nichts gegen das Töten von Tieren zur Nahrungsbeschaffung. Ich hab was dagegen, wenn die Tiere, solange sie leben, schlecht behandelt werden.

          • daniela p. sagt:

            mit der haltung müsste das glas milch bedenklicher als etwas totes fleisch. und offenbar ist dem nicht so. ich schloss deswegen auf uninformiertheit

          • daniela p. sagt:

            gerade eben wenn es einem hauptsächlich darum geht, dass die tiere anständig gehalten werden sollen, wäre es am besten, den eigenen hund zu essen.
            auch wer ein ei isst, muss sich bewusst sein, dass dafür tiere sterben. nämlich die männlichen bibeli, die unbrauchbar sind für die eierproduktion. die sterben so jung, die fressen vermutlich nichtmal biofutter und freiland haben sie nie gesehen. das ist es, was mich störte, an dem unüberlegten satz, es sei wohl ein unterschied ob ein ei oder ein empfindungsfähiges tier gegessen werde

            • Reda El Arbi sagt:

              Waren Sie schon mal auf einem Biohof? Da werden keine männlichen Bibeli aussortiert. Die werden später geschlachtet und gegessen.

          • daniela p. sagt:

            reda, das stimmt nun einfach nicht

            • Reda El Arbi sagt:

              Ich weiss ja nicht, wo du dich informierst, aber wahrscheinlich auf irgendeiner Vegan-Seite, die Tierhaltung per se Böse findet. Wir kaufen unsere Eier und unsere Hühner von einer Freundin, die ihre männlichen Küken nicht aussortiert. Und, solange man nicht aus Grosspruduktionen kauft, kann man drauf gehen, dass die Leute ihre männlichen Küken nicht wegwerfen, sondern Mistkratzerli draus machen.

          • daniela p. sagt:

            ich bin tatsächlich kein bauer und habe kaum ahnung von tierhaltung und so, aber ich habe mit hühnerhaltern darüber gesprochen:
            es ist nunmal so, dass es sogenannte legehennen gibt zur eierproduktion. männliche nachkommen sind nicht geeignet zum mästen, warum auch immer, sie setzen zu wenig fleisch an, essen aber viel, es rentiert nicht, ich glaube so ungefähr war das.
            nun kann man nicht einfach güggel zusammenpferchen wie hühner. güggel brauchen ihre hühner, und müssen den rudelführer machen können. sie würden sich also anfangen zu fetzen. offenbar gibt es schon arten von hühnern die sowohl eier legen als auch gegessen werden können, aber irgendwas ist damit, ich glaube sie sind heikel in der haltung. für den eigenbedarf mag das gehen, aber wenn ich im laden (auch im bioladen) eier kaufe, dann bestimmt von einer art huhn, die zur eierproduktion gezüchtet wurde. auch diese hühner können bio gefüttert werden und freilandgehalten. aber ihre männlichen nachkommen werden am 1. tag geshreddert

          • daniela p. sagt:

            das selbe mit milch. glaubst du, eine biokuh produziert einfach so zig liter milch? wer milch konsumiert, tötet genau so tiere, wie wenn man direkt totes, ehemaliges empfindungsfähiges, fleisch isst. deine bemerkung, es sei ein unterschied ein ei zu essen / glas milch zu trinken, als ein empfindungsfähiges tier zu essen, ist also wirklich wirklich falsch. ich hoffe, ich konnte das klarstellen

          • Daniela sagt:

            Auch hier, die Kühe werden eben nicht geschlachtet, weil sie ja die Milch hergeben. Die Muni werden geschlachtet…. und Eier legen tut das Huhn sowieso, egal ob ich die esse oder die Henne sich draufsetzt. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang genau so wie Kühe jedes Jahr kalbern….

        • daniela p. sagt:

          ja wenn man zufällig hühnerhalter als freunde hat, die übrige eier haben, dann geht das schon auf. aber im laden gekaufte eier sind mit 99,9% wahrscheinlichkeit solche von legehennen, mit den erwähnten konsequenzen. da kannst du all deine freunde fragen: 90% werden ihre eier kaum von freunden bekommen, die hühner halten, sondern im laden kaufen. und darum…ebe…

          • Peter Leuenberger sagt:

            Naja, also bei Milchkühen ist es doch in der Regel so, dass die nicht für die Fleischwirtschaft benutzt werden. Ergo haben die Kälber auch wenig auf den Rippen, es lohnt sich nicht, sie zu schlachten. Bei einem Bio-Hof kann man das doch wunderbar nachschauen: Jedes Jahr ein Kalb, und trotzdem gibts Biomilch, weil die Kälber irgendwann mal Gras fressen. Und wenn ich Bio-Eier will, dann mach ich eben einen Spaziergang zum Bauernhof. Dort gibts pro Tag um die 100 Eier. Da braucht der Bauer nicht mein Freund zu sein, sondern ich muss einfach meine Konsumhaltung ändern: Ohne Fleiss gibts keine Eier. Aber klar, es ist einfacher, sich auf irgendeiner esoterischen Veganer-Seite mit Halbinformationen einzudecken und dieses Sechzehntel-Wissen dann hier noch kund zu tun…

      • nur kurz sagt:

        Wolle finde ich ähnlich grausam wie ein Glas Milch

        • KMS a PR sagt:

          absolut. man müsste der natürlichen nahrungskette generell einhalt gebieten – natürlich auch innerhalb der tierischen nahrungskette, jawoll!!

    • KMS a PR sagt:

      …ich würde mich auch aufhängen, wenn ich kein fleisch mehr kriegen würde.

      • daniela p. sagt:

        der mensch als allesfresser hat die totale auswahl, womit er sich ernähren möchte. aber dazu stehen kann man ja trotzdem, und immerhin würdigen, unter welchen umständen welche nahrungsmittel produziert wurden

        • daniela p. sagt:

          (der mensch hat natürlich nur theoretisch die wahl, womit er sich ernähren möchte. die allermeisten menschen auf dem planeten können nicht wie wir hier einfach kaufen wonach ihnen gelüstet….aber wir hier können)

      • Gerhard Engler sagt:

        … aber hoffentlich nur an einem Hanfseil und nicht an einem Lederriemen.

    • Anton sagt:

      Mal ganz im ernst daniela p.
      Denken Sie wirklich, dass Pflanzen nichts empfinden? Ich gehöre zu den jenigen die öfters mit den Pflanzen sprechen und meinen Sukkulenten geht es hervorragend! Ihre Argumentation ist heuchlerisch und beruht auf Unwahrheiten, die sich ein gelangweilter Teenager ins Internet gestellt hat um Aufmerksamkeit zu erlangen.
      Oder anderst: Essen Sie doch einfach nichts was einen Schatten wirft, dann dürfen Sie über uns Omnivoren herziehen.
      So lange das nicht der Fall ist, würde ich den Ball flach halten und mich richtig Informieren.

      • daniela p. sagt:

        der haken ist möglicherweise, dass wir menschen ja nicht carnivoren essen sondern tiere die noch viel mehr feinfühlige rüebli und gräslein fressen, als wir selber je könnten. das ist nicht nur aus pflanzenschützerischer sicht relevant sondern auch aus ökonomischer. aber lustig dass das reine interesse an den hintergründen offenbar so aussieht, alsob ich etwas gegen fleisch-/eier-/milchvertilger hätte. ich nehme das alles auch zu mir, einfach weniger als der durchschnitt, wobei ich deutlich mehr geld ausgebe für nahrungsmittel als der durchschnitt, weil ich der meinung bin, dass man sich das zu leisten hat, auch wenn man finanziell am unteren ende lebt

  • Reto B. sagt:

    Reiten finde ich abartig. Mir haben die Eltern noch beigebracht, dass man mit dem Essen nicht spielt…

    • KMS a PR sagt:

      *hhuuuaaaahahahahahahaaaa* – ein multiples *wieher!!!* auf dieses statement – you made my day, reto b!!!! 🙂 🙂 🙂

    • Roman Meier sagt:

      Ohne die schwer gepanzerten Pferde des fränkischen Heerführers Karl Martell hätte Europa die muslimische Invasion im Jahre 732 nicht zurückschlagen können und würde Reto B. heute wohl mit Vornamen Mohamed heissen, dreimal täglich Richtung Mekka beten und nur Halal-Fleisch essen, d.h.,falls seine Vorfahren überhaupt überlebt hätten.

      • Reda El Arbi sagt:

        Ja, das kann sein. Ausser dass auch die muslimischen Invasoren auf gepanzerten Pferden sassen. Und wir die Moslems gar nicht brauchten, um unsere eigenen Leue abzuschlachten, wie die späteren, innereuropäischen Kriege bweisen. der 30-jährige ist da ein nettes Beispiel.

      • „Das heisst, falls seine Vorfahren überhaupt überlebt hätten“. Ich bin kein Muslim, ich bin nicht mal religiös, aber mit so einer dumm-dreisten Aussage konfrontiert, muss man auch mal sagen dürfen; die muslimischen Heere waren viel gnädiger als jene der katholischen Kirche. Als Mohammed beispielsweise Jerusalem besiegt hatte, wurde kein einziger Zivilist getötet. Schon gar nicht wegen seines Glaubens! Fürs Vergewaltigen, Morden und Fleddern von EinwohnerInnen unterworfener Städte erlangten dafür die Kreuzritter grosse Unbeliebtheit.

  • hans sagt:

    ich glaube, es geht bei dem Skandal auch nicht darum, dass Pferdefleisch drin war, sondern dass Rindfleisch deklariert war. Wer Rind essen will, der sollte nicht Pferd oder Schwein oder sonst was erhalten. Und schon gar nicht aus Schlachtabfällen, dieses Wort hat bei mir den grössten Ekel ausgelöst. Egal ob Rind, Pferd, Schwein, Kalb oder Känguru… Massgebend ist doch, dass etwas verkauft wurde, das so nicht deklariert war und dann noch aus Zucht mit Medikamenten, welche eigentlich nicht zugelassen sind. Das ist die Schweinerei – nicht der Verzehr von Pferdefleisch perse.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, so sehen wir das in der Schweiz. In England ist der Skandal aber eben noch um eine Dimension grösser. Die wollen nicht Fury oder Black Beauty essen, weil sie das für so unmoralisch halten, wie wir das Essen von herzigen Katzenbabys.

    • Patrizius sagt:

      Sie haben das Problem erkannt (Falschdeklaration ist verboten). Die Behauptung, es habe sich bei den untersuchten Proben um Schlachtabfaelle gehandelt, entspringt aber wohl Ihrer Fantasie. Kann es sein, dass Sie das mit dem sog. „Gammelfleischskandal“ verwechseln? Es handelte sich in Wahrheit um rumaensisches Pferdefleisch in fuer Fertigprodukte marktueblicher Qualitaet, so dass keine Gesundheitsgefaehrdung je bestanden hat. Ja doch, ein Mal wurden verbotene Schmerzmittel gefunden, aber das ist eigentlich ein anderer, zweiter Fall. Uebrigens: Auch in deustchen Doerfern und Staedten gibt es sie noch, die traditionellen Pferdemetzger. Rossfleisch war vor 50 Jahren noch relativ beliebt, ist heute aber einfach aus der Mode gekommen. In der Westschweiz und Frankreich nach wie vor sehr beliebt.

      • Roman Meier sagt:

        Pferdefleisch wurde und wird in der Schweiz nur von einer kleinen und meiner Meinung nach etwas sonderbaren Bevölkerungsschicht gegessen. Ich persönlich würde die Pferdeesser zu der gleichen Gruppe zählen, die auch andere Haustiere, wie etwa Katzen oder Hunde, essen mag.

  • KMS a PR sagt:

    ich liebe fohlen vom heissen stein! *wieher!!* 🙂

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