Ein offener Brief an die VBZ

Die VBZ kann alles, aber können sie auch nummerieren?

Die VBZ kann alles, aber können sie auch nummerieren?

Liebe VBZ

Sie sind grossartig! Nicht zuletzt, weil Ihre Trams das schönste Blau der Welt besitzen und dazu so bunt beschriftet sind. Und wegen der Pünktlichkeit. Und trotzdem möchte ich hiermit ein paar Fragen an Sie richten, die mir schon länger unter den Nägeln brennen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass die neuen, langen – und übrigens sehr bemerkenswerten – Gelenkbusse nurmehr sporadisch unterwegs sind. Woran liegt das? Sind die kaputt? Und wenn ja, wie viele davon?

Und wenn ich schon mal dabei bin, möchte ich gerade noch ein paar andere Dinge mit Ihnen klären, denn ich werde trotz des vortrefflich strukturierten öffentlichen Verkehrs in Zürich einen Eindruck nicht los: Es herrscht ein heilloses Chaos, was die Nummerierung der Gefährte angeht. Was dem akuraten  Schweizer in mir gegen den Strich geht und dem Zürcher in mir ein Leben lang undurchsichtig bleibt. Vielleicht können Sie mir den Weg aus dem Dickicht der Unwissenheit und der Verwirrung weisen.

Der 31er
Wie der 8er verbindet auch der 31er das wohlhabende Zürich und die Uni mit den Immigranten-Quartieren Aussersihl, Altstetten und Schlieren. Eine meiner Lieblings-Linien. Doch durchkreuzt der 31er auch das Drogenherz der Stadt an der Militär-/Langstrasse. Weshalb die Klientel im Bus nicht immer ganz so gepflegt erscheint wie anderswo. Aber das weiss man längst. Nur: wer in aller Welt hat sich für diese grellen Neonröhren im Innern der neuen Busse entschieden, die selbst kernige Naturburschen vom Typus Toni Brunner wie wächsern-gelbe Statuen im Stile Christoph Mörgelis erscheinen lassen? Oder gönnt man den Süchtigen etwa bloss ungesunde Neonröhren?

Das Tram 1
Wo ist es? Sie haben zwar lange Zeit die 12 weggelassen und ganz aufgeklärt-protestantisch – und unabergläubisch – die 13 installiert. Chaupeau dafür! Doch wo um Himmelswillen bleibt die 1?  Oder die 12? Warten Sie, gibt es Letztere nicht?

Das Tram 12
Lange existierte das Tram 12 gar nicht. Warum eigentlich? Doch nun haben Sie eines installiert, draussen in Wallisellen, was ja nicht weiter schlimm ist. Doch warum nur braucht man für das einzige Tram ausserhalb der City eine extra Anschlusskarte? Und warum gehört es nummernmässig trotzdem zum Stadtnetz? Ein Ärgernis, wie ich finde, mal ganz abgesehen davon, dass man an der Zwölferlinie an keiner einzigen Station aussteigen möchte. Es sei denn, man ist ein Raumplaner oder sonst irgendwie soziologisch interessiert. Oder man geht ins Glatt in den McDonalds.

Der 46er
Eigentlich mein Lieblingsbus. Weil er neben der sporadisch fahrenden S-Bahn die einzige Verbindung Wipkingens mit der Innenstadt darstellt. Ohne den 46er wäre Wipkingen abgetrennt vom Rest der Stadt. Doch warum trägt der Trolley die Nummer 46? Schauen wir uns zur Klärung im Trolleybusnetz um: Die Hauptbusse sind der 31er, der 32er, der 33er. Der 34er dagegen ist relativ unbedeutend, der fährt vom Klusplatz nach Wittikon. Aber alle Trolleys sind im grossen Spektrum von 31–60 nummeriert. Doch wo genau fährt der 45er? Der 37er? Der 36er? Und warum genau trägt der Wipkingerexpress die 46?

Die Werbetrams
Wie eingangs erwähnt, ist das Blau der hiesigen Trams sehr beliebt. Warum also sollte die Strassenbahn jetzt plötzlich rot-orange-gelb und mit dem Schriftzug eines Mobilfunkanbieters versehen sein. Auch Banken haben auf dem Tramchassis nichts verloren, finde ich. Was denken Sie eigentlich darüber? Und darf man in den Werbetrams jetzt gratis fahren?

Das Tram 17
Zwei Fragen dazu: Wo bleibt der 16er? Welcher Aberglauben verbietet es?

Die Nummerierung der Busse allgemein.
Wie oben beschrieben, ein heilloses Chaos. Auch Wikipedia hilft wenig: Das Stadtbusnetz besteht aus den fünfzehn Linien 61, 62, 63, 66, 67, 69, 70, 75, 76, 77, 78, 80, 89, 94, 95. (Die meisten davon kenne ich nicht). Das Quartierbusnetz dagegen ist ein eigentliches Ergänzungsnetz, das die Feinstverteilung übernimmt und neun Linien (29, 35, 37, 38, 39, 40, 64, 73, 79) beinhaltet. Okay, so weit, so strukturiert. Doch klar ist das noch nicht. Auch diese Erklärung wirft mehr Fragen auf, als sie erklärt: Mehrheitlich ausserhalb der Stadtgrenzen verkehrende Buslinien besitzen seit Betriebsaufnahme des Zürcher Verkehrsverbunds im Mai 1990 dreistellige Regionalbusnummern, basierend auf den alten «städtischen» Nummern, denen die Ziffer der jeweiligen Region vorangestellt wurde. Na, dann freue ich mich bald wieder auf mein Velo, ein Dreigänger übrigens, und seit Jahren ohne Nummer. Fahren Sie eigentlich auch Velo?

Einige Fragen sind vielleicht dumm.

Es grüssen trotzdem recht freundlich

Die Stadtblogger


111 Kommentare zu «Ein offener Brief an die VBZ»

  • Su Franke sagt:

    herrlicher Beitrag (ok ich bin ein bisschen spät drauf gestossen 😉 und sehr kreative Kommentare. Gab es auch irgendeine Reaktion seitens VBZ bis heute?

  • urs sagt:

    Kann nur sagen, ja Sie haben recht, U-Bahn Netze und öv Systeme auf der halben Welt lassen sich anhand von Nummern und Farben relativ einfach erklären; wenn ich das in ZRH auf englisch einem Geschäftspartner erklären muss, ernte ich immer unverständniss; Aber das Angeobt gehört zu den besten weltweit.

  • Also ich muss dem Stadtblogger unbedingt recht geben. Es hat mich schon von anbeginn der Nutzung des VBZ völlig gestört, das ich mit einer S12 statt mit einer S1 zur Arbeit gefahren binn, weil es doch – ich habe es mal mit dem Zentimetermass nachgemessen – eindeutig die längste Strecke des schweizer S-Bahnen in Zürich ist. Bei den Bussen ist es ähnlich – wieso ist der 31iger der 31iger und nicht der 1er ??? auch er befährt die längste Strecke und da muss er doch mindestens die 1 haben. Ich glaube, bevor das nicht geregeltt ist, bleiche ich zu hause !

  • pierrino sagt:

    beim stadtbusnetz fehlt der 72. fuhr früher sogar bis zum mattenhof. und von dort war man in 5 min. im heerenschürli.

  • Friedrich Meier sagt:

    Wenn die mit Werbung zugepflasterten Trams weitere Investitionen im ÖV sicher stellen, dann können von mir aus auch die Sitze und Türöffner mit Farben bemalt werden bis nichts mehr übrig ist. Die Bemalung stört keinen und bringt Geld. Also warum denn nicht? Hier macht man mal wieder aus einer Mücke einen Elefanten.

  • Hans Muster sagt:

    Und wenn schon reklamen-farbig anstelle blau-weiss: Wie wäre es mit einer signalroten Front der Tramkompositionen um Unfälle zu vermeiden? Und ja: die grell-weissen LED’s in den neuen Bussen sind eine Zumutung. Irgendwie wie beim Metzger in der Auslage.
    Ansonsten: ÖV rulez!
    Hans

  • Maria sagt:

    Thomas Meier, 16. Jan. 17.37 Uhr
    Jeder wohnt freiwillig in der Stadt, warum denn unzufrieden?

  • Adrian sagt:

    Danke. Ich rege mich fürchterlich über die LED Lichter im neuen 31er auf. Kann hier kein wärmeres Licht installiert werden? Da hab ich ja schon gar keine Lust mehr den Bus zu benützen.

  • Nico Nanu sagt:

    Wieso wird die Tramstation Stockerstrasse doppelt/parallel geführt? Danach graduus fährt der 7er und 13er, nach rechts der 8er. Für diese 3 Trams hat man 2 Stationen nebeneinander gebaut!! Kommen Sie mir nicht mit dem sonst zu dichten Fahrplan, das wäre ja ein Witz!

    • Reto Young sagt:

      1. Sind es nicht 3 sondern 4 Tramlinien, die an der Stockerstrasse halten… Die Li 6 wurde unterschlagen.
      2. Die Extra-Haltekante für die Li 8 in Richtung Selnau ermöglicht erst, dass in einer „Grünphase“ gleichzeitig 3 Trams die Kreuzung befahren können, was in erster Linie dem die Kreuzung querenden Autoverkehr in der Stockerstrasse zugute kommt…

    • Peter Moser sagt:

      Der Stadtregierung ist jede Möglichkeit zum Abbau von Autospuren willkommen!

  • Sepp Läufer sagt:

    17 + 4 = Blackjack – IMHO sehr gelungene Nummerierung.

  • Sascha Keller sagt:

    Das Tram ist doch nur zum aufregen. Hätten die Zürcher in den 60er und 70er doch nur ja gesagt zur U-Bahn hätten wir wenigstens ein gescheites Nahverkehrsmittel……

    • Helena sagt:

      Hält eine U-Bahn auch alle 300 Meter und kommt alle 7 bis 10 Minuten? Ich möchte das Tram nicht missen. Eine U-Bahn kann meinetwegen noch dazukommen, aber soll ja nicht das Tram ersetzen. Ansonsten gibts ja die S-Bahnen, welche Sie auch sehr schnell innerhalb der Stadt von A nach B bringen…

      • Andreas Müller sagt:

        Eine U-Bahn kommt in aller Regel sogar häufiger und z.B. in Berlin sind die Abstände zwischen den Haltestellen etwa genau in dem von ihnen erwähnten Abstand (300-400m). Nichtsdestotrotz: Die U-Bahn ist m.E. Illusion, wenn auch eine schöne. Sinnvoller wäre in einem ersten Schritt eine (weitere) Untertunnelung des (dann autofreien) Bahnhofplatzes und ein Autotunnel um das Seebecken.

      • Friedrich Meier sagt:

        @Helena: U-Bahnen können in der Regel viel dichtere Taktraten fahren als Trams da es sich meist um in sich geschlossene Systeme handelt und keine Kreuzungen stattfinden. In HongKong schafft man sogar einen 1-Minutentakt zur Rush Hour. Mit Trams unmöglich! Einzig die Haltestellenabstände wären wohl höher. Dafür fallen aber die unsagbar hässlichen Oberleitungen weg und man könnte eine Bahnhofstrasse endlich zu einer richtigen Fussgängerzone umwandeln ;).

  • Emil Lebert sagt:

    Stadtzürcher lieben die VBZ? StadtzürcherInnen fahren Velo und meiden den ÖV wie der Teufel das Weihwasser…

    • Marcel Stierli sagt:

      …sagt ein Möchtegernstadtzürcher…

    • Barbarella sagt:

      Ich bin (echte) stadtzürcherin und vermeide es wenn immer möglich, die (un)Dienste der VBZ zu nützen – es ist eine Katastrophe. Die Trams / Busse fahren unregelmässig und unpünktlich, kaum fällt der erste Schnee herrscht Chaos und die Trams sind hoffnungslos überfüllt, dreckig und beherbergen in den kalten Monaten sämtliche Obdachlosen / Junkies / Penner der Stadt die sich dort barfuss, stinkend, kotzend und pöbelnd breitmachen. Der Gipfel war, als ich einmal in ein Tram stieg in welchem sich offenbar kurz vorher eine Drogensüchtige einen Schuss Heroin gesetzt hat und ihr die Nadel noch im Arm hing, sie aber im Halbkoma dort lag. Schulkinder waren übrigens auch im Tram (13er, Enge in Richtung Paradeplatz). Wenn man dem jeweiligen Tramchauffeur solche Vorfälle meldet, tut er so als ob er einen nicht sieht / hört / bemerkt – und auf eine schriftliche Beschwerde hin erhält man nur einen unpersönlichen Standardbrief zurück. Schade, kann sich die VBZ das leisten, denn: welche Alternative hat man als ÖV-Nutzer denn sonst bitteschön?

      • Reda El Arbi sagt:

        Geh mal nach Berlin oder London 🙂

        • Barbarella sagt:

          ..da war ich auch schon, aber die Tube in London bzw. Bahn in Berlin ist nicht vergleichbar mit den VBZ. Ausserdem hat es dort mehr Platz bzw. Wagen in die man in solchen Situationen ausweichen kann. Ein schimmelnder, stinkender, alkoholsüchtiger Obdachloser verschmutzt mit seinen Ausdünstungen gern einmal ein ganzes Kobra-Tram (immer mal wieder im 3er Tram zu sehen). Und ja, ich bin froh lebe ich nicht in Bombay oder Hong Kong, aber eben, wir reden hier über die von uns allen so heissgeliebten VBZ, nicht die Verkehrbetriebe auf der ganzen Welt.. ich freu mich jedenfalls wieder auf die Velosaison 🙂

          • Jack Stoffel sagt:

            @ Barbarella: Ich bin kein Stadtzürcher, muss aber in Zürich arbeiten. Nein, nicht Obdachlose, Drogensüchtige oder gar ein paar mutwillig herbeigeschriebene Mängel im ÖV sind der Grund, weshalb ich froh bin, weit ausserhalb Zürichs wohnen zu dürfen, sondern die Hunderttausende von chronisch schlecht gelaunten Füdlibürgern in dieser Stadt, die täglich 24 Stunden lang jammern und deren Lebenszweck offenbar darin besteht, sich und allen anderen den Alltag zu vermiesen.

          • oskar sagt:

            Recht hast Du

  • Ich dachte die neuen neuen Busse mit zugegebenrmassen grellem Licht hätten LED-Leuchten und keine Neonröhren. Frage mich auch weshalb eigentlich die 12er-Strecke auf dem Stradtnetz nicht ganz ersichtlich ist, zm. bis zum Flughafen, vielleichtt der Geimeindligeist (Ist ja VBG, wie allerdings einige 11 und 10er auch). Und noch eine Frage, wieso fährt die 11 nicht auch bis Dübendorf?

  • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

    apropos: http://www.youtube.com/watch?v=EVoffqksUhc

  • Peter Rothenhäusler sagt:

    Ja, die Fragen sind dumm. Mehrheitlich.

    Besser wäre es zu fragen, wieso die Nummern nicht mehr von weitem ersichtlich sind.
    Früher war jedes Tram von weitem auf Grund des Rollmaterials erkennbar.
    Dies ist wichtig, wenn man nicht unnötig rennen will (Bsp. Bahnhofbrücke).
    Die VBZ Aesthetik lässt grössere Nummern auf den Cobras offensichtlich nicht zu.

    • Max Boll sagt:

      Das hat mit Schönheitsideal nichts zu tun . Die Fahrzeuge sind frei disponierbar dank veränderlicher Frontnummer und Bildschirme. Wird ein Dreizehner mehr benötigt, lässt sich per Knopfdruck eine andere Nummer entsprechend umwandeln

  • Peter Egloff sagt:

    Zum Tram 12:
    Wenn man eine gültige Fahrkarte hat und als Stadtzürcher, der nicht in Zürich Nord wohnt ins Glattzentrum will oder von dort zurück, dann ist man via Stettbach mit der S-Bahn sicherlich schneller als über Oerlikon mit Bus 94.
    Ausserdem ist das Tram 12, wie auch die 10 die „Glatttalbahn“ und somit auch auf diese Region und nicht die Stadt fokussiert;

    Die Einwohner von Wallisellen, Glattbrugg/Opfikon und auch Dübendorf kommen dank dieser zwei Trams sicher schneller und bequemer an den Flughafen als früher mit dem Bus oder mit verschiedenen Umsteigeverbindungen.

  • Thomas Jordi sagt:

    Am 12er liegt übrigens der Flughafen. Irgendwie gehen dort jedes Jahr ca. 24 Millionen Passagiere durch… Also gibt es offenbar doch Gründe. an einer Haltestelle des 12ers auszusteigen.

  • Anton sagt:

    Herr Sarasin, mit Ihrem Blog outen Sie sich als eingezogener Zürcher, oder möchtegern Zürcher. Sie dürfen gerne wählen.
    Die meisten Fragen über das Tramnetz/nummern beantwortet sich selbst, wenn Sie die Geschichte des Trams in Zürich anschauen. Die Trolleybusse da Stimme ich Ihnen zu, das ist ein Chrüsimüsi, da bin ich auch gespannt auf die Antwort der VBZ

  • Lia sagt:

    und ich wüsste gern, weshalb der Hinterteil der neuen Längstbusse immer ca einen halben Meter vom Randstein entfernt hält, so dass Eltern mit Kinderwagen und ältere Personen immer zuerst auf die Strasse stehen und sich dann in den Bus hieven müssen – das war sicher nicht der Sinn der Anschaffung.

  • R. Reich sagt:

    Mich interessiert, warum es zwischen Tiefenbrunnen und Wollishofen keine direkte Verbindung gibt. Klar, man könnte im Bahnhof Tiefenbrunnen in den 33er-Bus einsteigen, via Platte, Schaffhauserplatz, Albisriederplatz, Schmiede Wiedikon dann irgendwann nach einer Stunde auch mal in Wollishofen an. Gut, während dem Theaterspektakel gibt es die Personenfähre, die meist gut besucht ist. Warum eigentlich nur dann? Ich kann diese ärgerliche Lücke im VBZ-Stadtnetz nicht nachvollziehen, geht es doch um eine Verbindung rund um das Seebecken, eine äusserst stark frequentierte Verbindung!

    • Gianni Thommen sagt:

      Verstehe das Problem nicht! Von Tiefenbrunnen mit dem 2er an den Paradeplatz und dort mit dem 7er weiter. Oder sie steigen am Bellevue in den 5er um und dann an der Enge in den 7er (oder Rentenanstalt -> Bus)

  • Andreas Müller sagt:

    Liebe VBZ,

    Weshalb fährt mein letztes Tram um halb eins, als würde ich in Flamatt wohnen und nicht in der grössten Schweizer Stadt?

    • KOCH sagt:

      Fahren doch die ganze Nacht am Wochenende. Unter der Woche doch nicht notwendig, oder gehen Sie jeden Tag bis am morgen in den Ausgang?

    • Pascal Meister sagt:

      Weil Trams laut sind – viel lauter als Fahrzeuge auf Reifen – und in der grössten Schweizer Stadt mehr Menschen wohnen, die auch mal schlafen wollen…?

      • Andreas Müller sagt:

        @Pascal Meister: Man könnte ja nach Mitternacht auch mit Bussen fahren, es geht mir nicht um das Tram, sondern ums Heimkommen… Ich bin der Meinung, mindestens auf die letzten eintreffenden Züge im HB sollte es noch öV-Betrieb geben – und das wäre dann etwa halb zwei. Wie es übrigens in ziemlich jeder anderen europäischen Stadt Usus ist.

        • Marcel Stierli sagt:

          äh nein Herr Müller. In ziemlich jeder europäische Stadt ist um Mitternacht fertig. Der Unterschied liegt eher darin, das diese Städte täglich Nachtbusse etc haben und nicht nur am Wochenende.

          • Friedrich Meier sagt:

            @Stierli: da täuschen Sie sich. In einigen deutschen Städten ist ein 24/7-Betrieb der Trams normal. Sicherlich fahren nicht alle Linien durch, aber genug um die ÖV-Versorgung Nachts sicher zu stellen.

    • Thomas Meier sagt:

      Ja, das habe ich mich auch schon oft gefragt. Man könnte wenigstens mal bis 1 oder 2 Uhr verlängern und an den Wochenenden einfach auf 24h Betrieb umstellen anstatt diese unnötige zusätzliche System mit irgendwelche Nachtbussen. Man kann ja einfach Viertelstundentakt machen oder so, halt je nach Nachfrage.

      • Thomas Meier sagt:

        @Pascal Meister: Ich wohne direkt an einer dichtbefahrenen Strasse, welche auch zwei Tramlinien hat und glauben Sie mir, die Autos und Lastwagen sind 10 Mal störender als das Tram. Das Tram hört man mit der Zeit nicht mehr und rauscht einfach in bestimmten Intervalen vorbei. Der Strassenverkehr ist aber ständig da und belastet einem andauernd. Man kann nie richtig ein Fenster öffnen und es stinkt nach Abgasen. Vor einigen Monaten war die Strasse (aber nicht das Tramline) eine Zeit lang wegen Bauarbeiten gesperrt und auch alle anderen Leute im Haus fanden auch, dass es die Lebensqualität massiv erhöht und man sogar lieber ein Baustelle als Strassenverkehr hat. Die Baustelle ist nur tagsüber unter der Woche, wenn man bei der Arbeit ist und am Abend hat man seine Ruhe. Der Strassenverkehr macht nie Pause. Kein anderer Faktor reduziert die Lebensqualität in der Stadt wahrscheinlich mehr als der Strassenverkehr und ich verstehen noch nicht mal, warum es legal ist, dass andere Leute mich permanent irgendwelchen Abgasen und Lärm aussetzten dürfen, eigentlich gab es ja mal ein Recht auf körperliche Unversehrtheit (und ich bin politisch eher mitte-rechts, keine Grüner/Linker oder so).

      • Hasenohr sagt:

        schon einmal ans Personal gedacht,wir opfer jetzt schon unsere Wochenende,Festtage,Abende usw machen Sie mir das mal vor…..!!!!!!!!

        • Marc Bachmann sagt:

          Warum ans Personal denken, Hasenohr? Wenn ich mich für eine Stelle bewerbe, dann informiere ich mich auch über die Arbeitszeiten und klage dann nicht im Nachhinein und stelle mich noch als Opfer da! Sorry, null Verständnis für Sie, bzw. das Personal. Es gibt auch andere Arbeitsstellen, die haben noch ganz andere Arbeitszeiten!

        • Sven sagt:

          Opfern!!!????, als Krankenpfleger kann ich da nur mit dem Kopf schütteln, was opfern SIE da??, Sie bekommen Zuschläge und Zeitkompensation für erbrachte Leistungen nach 20.00 Uhr und an Feiertagen, ganz nach kantonalem Recht, wie die Krankenpflege, Polizei und viele andere auch, das ist der Job !!

          Es gibt etwas anderes, das mich seit einiger Zeit beschäftigt:

          1.) Wenn ich (46 Jahre, ohne Brille, gute Augen) in der Tram nahe eines Gelenkes sitze, so ist der Bildschirm direkt über mir für mich nicht sichtbar (zu steil), und der andere weiter vorne im Wagon nicht mehr sichtbar, weil viel zu weit entfernt und die Schrift zu klein.

          2.) Auf besagten Bildschirmen werden nächste Haltestation und Endstation sowie eine Auswahl der übernächsten Haltestellen angegeben. Da ich weiss wo Aussteigen, ist mir das Egal. Jedoch derjenige, der sich nicht auskennt, findet seine Haltestelle nicht auf dem Bildschirm, und weiss nicht ober er richtig eingestiegen ist. Er sucht vergebens nach der schematischen Darstellung der gesamten Strecke innerhalb der Trams. Ich werde häufiger von Menschen gefragt, die sich nicht auskennen, ob sie richtig sind, und Sie bestätigen mir jeweils dass sie diese Art der Informationsgebung verwirrend finden.

          3.) Wenn an Haltestellen kurz vor dem Stopp einer Tram angezeigt wird, welche weiteren Verbindungsmöglichkeiten (Anschlüsse) es gibt, erscheint die Abfahrtszeit der jeweiligen Möglichkeit. Gleichzeitig verschwindet die Uhr mit der Zeitangabe, so dass ich nicht in der Lage bin, schnell und einfach auszurechnen, wieviel Umsteigezeit ich habe.

          Dies als Verbesserungsvorschläge, insofern die VBZ etwas verbessern möchte…………………

          PS: Als Stadtzürcher fahre ich gern und viel ÖV und schätze sie !

  • Allwissend! sagt:

    Nein, eben nicht Wissend oder verstehend:
    Weshalb sind offensichtlich die unzähligen Reklamen Innen Aussen und Oben wo früher die Tramnummern für Jedermann lesbar angeschriebn sind? Und wozu jetzt auch noch immer mehr zugekleistere Fenster durch grässlich Reklame? Die mich ausserdem nie dazuu verleiten würden dieses Produkt zu kaufen!
    Ausserdem habe ich nichts davon bemerkt, dass immer mehr Reklame die Fahrpreise günstiger machen würde – also was soll’s?

  • Musso sagt:

    wann werden die Antworten von der VBZ gezeigt?

  • Dario N. sagt:

    Ich interessiere mich eher für technische Fragen. Deshalb hier meine :
    Was wurde an passiver und aktiver Sicherheit in den letzten 50 Jahren verbessert?
    Die Autoindustrie hat Unglaubliches geleistet und irgendwie sollten doch Privatverkehr und ÖV am gleichen Strick ziehen.
    Wieso höre ich von den VBZ nie ein Danke an den Privatverkehr, für all die Male, an denen der Privatverkehr ohne zu müssen, dem ÖV den Vortritt überlässt. Aus den Zeitungen hat man immer das Gefühl, dass dem nicht so ist. Dabei macht gerade dieses freiwillige Vorgehen einen grossen Teil der Pünktlichkeit der ÖVs aus.

    Liebe Grüsse und einen guten Jahresstart, Dario

    • Kevin Maria Sonderegger Alleswisser alias Philipp Ritterklugscheissermann sagt:

      …die chaffeure dürfen nicht mehr so viel saufen wie früher. ansonsten hat sich da nicht sehr viel verbessert – im gegenteil – das verkehrschaos ist angewachsen- und somit auch die unfallhäufigkeit.

    • Andreas Müller sagt:

      > Wieso höre ich von den VBZ nie ein Danke an den Privatverkehr, für all die Male, an denen der Privatverkehr ohne zu müssen, dem ÖV den Vortritt überlässt.

      Nun, zumindest den Trams muss der MIv den Vortritt immer lassen.

      Und wie stellen sie sich das mit der Sicherheit im öV vor? Sitzgurte und Airbags für alle Passagiere? Orange Warndrehlichter auf allen Trams?
      Nein, im Ernst: wo immer möglich werden für die Trams separate Trassees gebaut, siehe Tram Zürich West oder Glatttalbahn. Dort sogar mit Schranken und richtigen Lichtsignalen für die Fussgänger, nicht bloss orange Blinklichter.

    • Allwissend! sagt:

      Mine Frage an Sie Dario!
      Weshalb höre ich selten bis nie ein Dankschön an den Chauffeur wenn er noch etwas längr halt oder die türe nochmal öffnet wenn jemand noch zum Tram/Bus rennt? Weshalb höre selten bis nie ein; Danke ebenso wenn ein Chauffeur den Aussteigenden einen schönen Tag wünscht?

      • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Ritterbösmann sagt:

        …weil das doch eher selten vorkommt.

        • Dario N. sagt:

          Genau dieses bla bla habe ich erwartet. Denn Antworten dazu gibt es keine. Ungemütliche Fragen werden ins Lächerliche gezogen.

          Danke, dass Sie es bestätigt haben.

          • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

            lieber dario. in den stadt-blogs gehts (auch) um ironie. ich empfehle ihnen, sich für sachfragen doch direkt mit der vbz in verbindung zu setzen – die geben ihnen sicher gerne fundierte auskunft zu ihren „technischen…“ fragen.

        • yvo montani sagt:

          .. das kommt äusserst häufig vor.
          busse sind ganz normale verkehrsteilnehmer. sehr häufig wird ihnen der vortritt gelassen. und – das ist leider schlecht – ebenfalls sehr häufig nehmen sie sich den vortritt. alles an sich mal banal. aber eben.. die vbz pochen, da wo sie dürfen, natürlich auf ihre rechte. darum wäre eben ein dankeschön nett.

  • tststs sagt:

    Also ich habe das Gefühl. mit einer ganz anderen VBZ unterwegs zu sein, als manch anderer hier drin:
    – Mein Göttibub und ich wurden noch nie angeranzt, wenn wir die Fussklingel benutzt haben (okeee, ich schau schon, dass er nicht inflationär darauf herumtrampelt…
    – Die halbjährlichen Grosskontrollen inkl Polizei und deren Kastenwagen an gewissen Grosshaltestellen, finde ich zwar auch übertrieben, aber als Ticket-, resp. Abolöserin schaue ich auch mit einem zufriedenen Auge zu
    – Die meisten Tram- und Busführer sind wahre Lenkradkünstler…
    – Das VBZ-Lebensgefühl? Fahren Sie mal mit einem Nachtbus nach Hause… da kriegt man die ganze Bandbreite mit…

    Ich kann nur eines sagen:
    VBZ – ole ole
    …und niemand macht mMn witzigere Werbung
    😉

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      na ja – eigentlich ist die vbz ja nur für proleten! ouuuuu……… 😉

  • Michael Strässle sagt:

    Die Busse sind so Nummeriert das wenn zwei Linien an der gleichen Kante losfahren möglichst nicht verwechselt werden können.

    • Richi sagt:

      „Kante“ – das neue Unwort der SBB und scheinbar auch des VBZ – schlimm!

      • Ruedi sagt:

        @Richi: Stimme Dir voll und ganz zu. Hierzulande heisst das eigentlich immer noch ‚Haltestelle‘. Falls Strässle aus dem grossen Kanton kommt, kein Problem; er kann ja noch dazulernen. Falls nein, wärs eher peinlich. Dann findet er Berlin sicher auch gerade die beste Stadt in der Welt…..und er spricht sicher akzentfrei ‚Hauchteutsch‘.

        • hans fallada sagt:

          Was sollte er denn „noch dazulernen“? Ich denke jeder darf Kante sagen auch wenn er weiss, dass es noch andere deutsche Wörter dafür gibt. Genauso ist es ihnen überlassen, mit welchem Dialekt oder Akzent und auf welcher Peinlichkeitsstufe sie Hochdeutsch sprechen.

          • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Ritterkantmann sagt:

            und im notfall geben wir uns die kante! 😉

          • Gregi sagt:

            Ja klar. Wenn ich nach Deutschland gehe achte ich auch darauf, dass ich immer Ausdrücke wie ‚Velo‘ und ‚Trottoir‘ benutze. In Österreich zum Beispiel zur Begrüssung ausschliesslich ‚Grüezi‘. Das nur, weil ich eben andere Wörter benutzen ‚darf’…:-)

      • Hasenohr sagt:

        ja da gehe ich mit Ihnen einig…!!!!!

      • Flavour sagt:

        Wie soll man sonst sagen?
        Perron – das Problem ist dass Perron häufig zwei Seiten haben, und auf jeder Seite eine KANTE.
        Gleis – Ok, geht nur bei Schienenfahrzeugen.
        Haltestelle – „Bellevue“ ist eine Haltestelle, das ist zu wenig genau.
        Darum ist Kante kein schlechtes, wen auch (noch) ungebräuchliches Wort.

    • Paul Jenni sagt:

      Ich dachte immer, hierzulande hiesse das Perron?

      • Richi sagt:

        Nun, auf der ZVV-App nennen Sie es nun Gleis/Kante (S-Bahn)…

        • Peter Rietsch sagt:

          Dieses „Kante“ hat da absolut nichts verloren, das Wort ist in der Schweiz in diesem Zusammenhang absolut unbekannt.. Aber der zuständige Projektleiter ist halt ein Deutscher.

          • Renzo Abderhalden sagt:

            Es heisst auch nicht „Endhaltestelle“, sondern Endstation. Aber unsere Helvetismen, an denen nichts falsch ist und für die man sich auch nicht schämen muss, sollen nun flächendeckend ausgemustert werden, damit die, die richtiges Deutsch sprechen, auch bestimmt nicht sitzen bleiben (an der Endstation).

          • mbaudis sagt:

            Kante: Also, als einer dieser „kuerzlich“ (vor 6 Jahren …) eingewanderten Deutschen kann ich verneinen, jemals das Wort „Kante“ in dieser Verwendung in Deutschland wahrgenommen zu haben.

            Wenn schon, dann hochoffiziell „Bahnsteigkante“, und dann auch diese meinend (nicht etwa den ganzen Perron … Letzteres finde ich uebrigens schweizerisch und sympathischer ;-).

  • Hans Meier sagt:

    Ich habe auch schon lange eine Frage an die VBZ welche mir unter den Nägeln brennt: Was mich bei der VBZ erstaunt ist die Signalgebung bei den Trams. Ich habe mal vor langer Zeit in der Fahrschule gelernt, dass mit dem Blinker angezeigt wird, in welche Richtung man fahren will. Und diese Signalgebung ist als Information an die anderen Verkehrsteilnehmer gedacht um seine Absichten im Voraus zu kommunizieren. Stehe ich nun aber z.B am Kreuzplatz und der 15er stadtauswärts blickt rechts, staunt man nicht schlecht wenn er links abbiegt. Wie soll ein Auswärtiger welcher die Linienführung der Trams nicht so genau kennt, da noch draus kommen? Wieso halten sich die VBZ nicht einfach an die Regeln welche auch für alle anderen gelten?

    • Andreas Müller sagt:

      Das Tram ist rechtlich gesehen eine Eisenbahn. Darum hält es sich nicht an „Regeln welche auch für alle anderen gelten“.

    • Herbert Kreuz sagt:

      Trams blinken nicht um einen Richtungswechsel anzuzeigen. Die Blinklichter, welche Sie gesehen haben, zeigen die Abfahrt des Trams nach dem Schliessen der Türen an. Da die Türen stets rechts sind, blinken Trams, wie von Ihnen beobachtet, nach dem Verlassen einer Haltestelle immer rechts.

      • andy sagt:

        nur überquere ich tramgeleise bei haltestellen als fussgänger auch von lnks und wäre über abfahrtsblinkende blinker an den trams ebenso glücklich wie diejenigen auf der rechten seite. bezüglich unfallreduzierender signalisation haben sich die vbs wirklich noch keine gedanken gemacht.

    • Sven sagt:

      Ja, die Tram blinkt auf der Seite wo Menschen ein-und/oder aussteigen. Ferner blinkt die Tram, um das mit dem blinken gekoppelte Signal für „Tramampel“ zu senden. Sobald möglich erscheint dann für die Tram das Signal „freie Fahrt“. Daher manchmal auch das nervige nicht mehr öffnen der Türen, wenn ich zu spät angerannt komme. Denn um die Türen zu öffnen muss der Tramführer den Blinker ausschalten, ergo wird er aus der Pipeline der Tramampel, in der er sich schon befindet, wieder raus-katapultiert.

  • Kurt Pohl sagt:

    Also ich gehe hoffentlich richtig davon aus, dass die Tramnummer „1“ für jene Linie reserviert sein wird, welche dann irgendwann mal durch die Langstrasse fahren wird. Oder auf den Uetliberg (ohne Zuschlag). Oder direkt am See der Goldküste (und Pfnüselküste zurück) entlang. Oder direkt ans Mittelmeer. Diese Nummer kann man nicht einfach so verschwenden. Hier Pulver zu verschiessen wäre flegelhaft! Und da sowieso nur die Tramnummer „1“ zählt, spielen die anderen Nummern keine Rolle. Sofern sie nicht mehr als zweistellig sind.

    • Marianne sagt:

      Die Älteren unter uns wissen es noch: Es gab ja schon einmal eine Linie 1. Die verband die Stadt Zürich mit Schlieren. Man könnte sie ohne grossen Aufwand reaktivieren. Wie wär’s, VBZ…?

      • Peter Egloff sagt:

        Wer weiss, vielleich wird die zukünftige Limmattalbahn zur Nummer 1, denn die ursprüngliche Nummer 1 fuhr ja auch in diese Richtung.

      • Flavour sagt:

        Die Linie 1 führte durch die Langstrasse nach Altstetten und Schlieren. Wenn Sie es als kleinen Aufwand betrachten, diese Schienen neu zu verlegen, dann legen Sie doch los.

  • Johann sagt:

    @ 16er Tram
    Ein solches ist im Entwicklungsplan bis 2025 angedacht. Und zwar soll es von Hirzenbach über Milchbuck (momentan noch 9er Strecke) über die Hardbrücke (Rosengartentram) und Albisriederplatz dann nach Farbhof (parallel zum 2er) fahren. Siehe hier:
    http://www.stadt-zuerich.ch/vbz/de/index/die_vbz/die_unternehmensentwicklung/liniennetz_2025_studie.html
    Stand der Planung ist allerdings 2006.

    @ Cybot
    Und die Fussglocke im Tram 2000 ist für Rückwärtsfahrten gedacht. Im Kasten ganz hinten im Tram, wo unten die Fussglocke ist, befindet sich eine rudimentäre Tramsteuerung, falls das Tram mal rückwärts gefahren werden muss. Und damit man als rückwärtsfahrender Tramchauffeur auch eventuelle Fussgänger warnen kann, gibt’s die Fussglocke.

    • Valeria sagt:

      @ Johann:
      Das mit der Glocke ist sehr interessant, danke. Das sind so Dinge, über die man sich zeitlebens wundert, aber doch nie so wichtig werden, um nachzufragen.

    • Andreas Müller sagt:

      Der Entwicklungsplan wurde bereits wieder eingestampft, ein neuer ist in Arbeit. Unter anderem weil sich der Kanton wehement gegen das Rosengartentram sträubt, und weil das Wachstum in Affoltern selbst die kühnsten Prognosen übertroffen hat und wohl schon vor 2025 eine oder zwei Tramlinien bekommt.

  • Josh Anderson sagt:

    Der 31er: Mir gefällt das helle Licht besser als die düstere Atmosphäre in den Doppelgelenkbussen der ersten Serie. 🙂

    Das Tram 1: Wie auf http://de.wikipedia.org/wiki/Strassenbahn_Z%C3%BCrich#1927_bis_heute nachzulesen ist, wurde die Tramlinie 1 vor langer Zeit durch den 31er ersetzt. Projekte, die Linie wieder mit Trams zu betreiben, sind zuletzt daran gescheitert, dass einige Häuser hätten abgebrochen werden müssen für die Streckenführung (wenn ich mich recht erinnere).

    Der 37er ist kein Trolleybus, sondern die Linie, die von Affoltern auf den Hönggerberg zur ETH fährt. Ursprünglich waren die 30er-Nummern ( für Trolleybusse reserviert, doch als dann doch nicht so viele Trolleybuslinien eingeführt wurden wie gedacht, wurde mit dieser Regel gebrochen. Zum Trolleybus gibt es hier viele interessante Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Trolleybus_Z%C3%BCrich.

    Das Tram 16: Im Tagi stand mal, die Nummer sei für das Rosengartentram reserviert (wenn ich mich recht erinnere).

    Vieles von meinem Geschreibsel ist Halbwissen, deshalb warte ich ebenfalls gespannt auf die VBZ-Antwort. 🙂

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      …da dürften sie sich wohl in geduld üben – die verantwortlichen der vbz müssen erst den kommunikations-kurs besuchen! 😉

      • Allwissend! sagt:

        Lieber Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann; so amüssant sind ihre ironisch gemeinten Kommentare allesamt nicht – sie sind eher etwas boshaft und manchmal sogar gemein!

    • Greatsheep sagt:

      Einfach gesagt (und man macht sich das Leben leichter:) ), dass das Netz historisch gewachsen ist. Der grosse Bruch kam mit dem Verkehrsverbund (1990). Manche Buslinien wurden Dreistellig (z.B. 85 zu 485).
      Der 46er und 72er waren ursprünglich Diesler, dasselbe „Schicksal“ könnte dem 80er und 69er blühen wenn sie auf Trolley umgestellt würden.
      Historisch gab es einen 12er; Laubegg – Hardturm. Nach Abbruch der Strecke durch die Röschibachstrasse zum Bahnhof Nordbrücke (Linie 4) übernahm dieser die Strecke und der 12er wurde überflüssig und 1964 eingestellt. Der 1er fuhr von der Burgwies zum Hardplatz. Der 31er übernahm diese nach der Einstellung wurde später zum Farbhof verlängert und übernahm dann später die Strecke des 2ers nach Schlieren (Rest Limmattalbahn).
      Am Anfang waren die Buslinien übrigens noch mit Buchstaben „numeriert“. 😉

    • Einige Fragen hat der VBZ-Tramführer und Buchautor Thomas Schenk beantwortet in seinem Buch «Im Tram. Anleitung zum Vorwärtskommen» … (Zum Beispiel, was man tun muss, damit die geschlossene Tramtür nochmals aufgeht …)

  • alfred frei sagt:

    mit der Nummerierung könnte ich mich abfinden, aber damit, dass die VBZ den Fahrgast als Feind betrachtet und entsprechend behandelt, tu ich mich schon schwerer. Schon mal in eine ihrer bewaffneten Razzien geraten, mit denen sie Mafiabosse – sorry Schwarzfahrer – festsetzen wollen ?

    • Samuel Alami sagt:

      Bei den Grosskontrollen steht die Polizei zum Schutz der Kontrolleure da, da es dabei schon üble und schwere Übergriffe gab.
      Wenn man genau beobachtet sieht man, dass die sich die Polizei beobachtend zurückhält während die Kontrolleure ihre Arbeit tun.
      Beschweren sollten sie sich nicht bei der VBZ sondern bei den gewaltbereiten Schwarzfahrern.

  • Chris sagt:

    Ich frage mich, wieso die VBZ blöde Werbeanzeigen aufschaltet anstatt mal Werbung für besseres Benehmen zu machen:
    – Man überlässt älteren Personen seinen Sitzplatz
    – Wenn der Bus/Tram voll ist, nimmt man seinen Rucksack ab.
    – Wenn der Bus/Tram voll ist, stegt man ggf aus, und wieder ein, um den anderen den Austieg zu vereinfachen.
    – Wenn der Bus/Tram voll ist, bewegt man sich ins hintere Teil des Buses/Trams
    – etc..
    – etc..

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      …und wenn man voll in’s tram steigt, sollte man möglichst nicht dem vordermann über die schulter kotzen, nämlich!

    • Chris 2 sagt:

      genau ! was wollte ich schon ganz lange und immer wieder sagen. Kann man dazu einen Kleber schaffen und in den Trams/Bussen aufhängen?

    • tststs sagt:

      a) macht die Werbung auch Ihr Ticket günstiger (resp. bezahlbar)
      b) für Manieren Werbung machen?! so weit kommts gerade noch….
      c) Dafür hat es Verbotsschilder…

  • Cybot sagt:

    Bei der Nummerierung der Trams hab ich mich auch schon gewundert, insbesondere bei der 17. Kaum ist die eine Lücke mit dem 12er geschlossen, muss bei der 16 gleich wieder eine neue geschaffen werden. Vielleicht ist die 16 ja schon für irgendeine zukünftige Linie reserviert, ansonsten kann ich mir eigentlich nur vorstellen, dass die Planer einfach nicht zählen können.

    Die bunten Werbetrams find ich eigentlich ganz witzig, auch wenn nicht alle besonders schön sind. Aber zumindest bringen sie etwas Abwechslung und Farbe in die Stadt.

    Das grösste Mysterium in unseren Trams ist für mich aber immer noch die Fussglocke in den 2000er Trams. Wofür sollte die jemals gut sein?

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      …um den chaffeur zu ärgern wenn man im sekundentakt drauftritt – versuchen sie’s mal und sie werden umgehend die unwirsche stimme über den lautsprecher hören!

      • Jason Caldwell sagt:

        Hinten haben die 2000er Trams auch rudimentäre Bedienungselemente, die im Betrieb aber durch eine Klappe, erkennbar am Vierkant-Schloss, verschlossen sind.
        Wird das Tram Rückwärts ins Depot gefahren, etwa beim Escher-Wyss-Platz, begibt sich der Chauffeur ans hintere Ende des Trams und bedient es von dort. Die Fussglocke erfüllt dann ihre normale Funktion als „Hupe“.

      • Lena Lu sagt:

        Nein, das ist die „Aargauer Falle“ daran erkennen die Stadt ZürcherInnen die Landeier 😉

    • Greatsheep sagt:

      Zum Beispiel zum Warnen beim Fahren ?!? 😉 Kein Witz übrigens …..

    • Ein VBZler sagt:

      Die Fussglocke dient als Warninstrument beim Rückwärtsfahren, z. B. im Depot…

    • Roger K sagt:

      Die Fussglock ist für die Rückwärtsfahrt des Trams beim rangieren gedacht.
      Ist nur selten zu sehen. Früher sah man das des öftern noch beim Tramdepot beim Escher-Wyss Platz.

  • Pascal Sutter sagt:

    Das mit den Neonröhren hätte mich auch interessiert. Ein grausigeres Licht gibt es tatsächlich nicht. Auch im 32er wird man fast Blind wenn man abends herumfährt…

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      …das ist gewollt und hat einen grund, den ich hier aber nicht posten kann weil ihn der herr sarasin nämlich nicht veröffentlicht und das aus gutem grunde, wahrscheinlich, oder so.

  • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

    geiler artikel! 🙂
    1) es gibt keine dummen fragen, (ausser natürlich man stellt sie…) 😉
    2) ich denke mal, die nummerierung ist irgendwie historisch gewachsen – sie werden doch wohl von der vbz keine logik erwarten – bitte, herr sarasin!? 8)
    3) die neuen long vehicles wurden meines erachtens ein wenig überstürzt gekauft und zuwenig getestet, wie ad acta zeigt. das resultiert wohl aus der „muss-haben“ mentalität der zürcher.
    4) bezüglich aberglauben kann man der vbz nichts anlasten – schliesslich ist der 13er seit jahrzehnten in meist unfallfreiem betrieb.
    5 und abschliessend) ich fahre trotzdem lieber auto….!

    • Michi B sagt:

      5. Herr Sonderegger, sie alter Chinese 😉

      Zürich ist meines Wissens die einzige „Grossstadt“ der Welt, in welcher man prima auf ein Auto verzichten kann und die VBZ ist der Herzschlag… Nicht einfach Transport, sondern Lebensgefühl (nach dem Velo) ! Ach, fast romantisch…

      • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

        campaiiiii michi b! 🙂

        zürich ist keine gross-stadt. mein lieber mann, also wenn die vbz lebensgefühl…vermittelt, dann sind SIE die inkarnation des masochismus.

        outen sie sich bitte bezüglich ihrer äh-auffassung von romantik…aufgrund folgender frage:

        – wo würden sie lieber mit einer frau liebe machen?
        a) in der führerkabine des 4er-trams, oder
        b) im kornfeld.

        na da bin ich aber mal gespannt.

        • tststs sagt:

          Da will ich Sie aber sehen, Herr Rittermann, wie Sie auf einem Kornfeld quer durch Züri düsen…

          😉

        • Kurt Pohl sagt:

          …bitte? Sie stellen ernsthaft die Frage, ob es schöner ist, bei kühlendem Luftzug auf gepolstertem Sitz dem See entlang crusend „liebe zu machen“… immer mit der Möglichkeit am Lädeli an der Haltestelle neue Kondome oder Champagner-Nachschub zu kaufen – oder mit Heuschnupfen-Attacken und kratzenden Gräsern, Würmern und Steinchen in allen Ritzen irgendwo halb unter Tage in der Aglo… immer mit der Angst, der Bauer zerhackt ihre Zweisamkeit in eine Orgie oder übergiesst sie mit Gülle?

          Und… wenn die VBZ nicht seit Jahrzenhnten das Stadtzüri-Lebensgefühl schlechthin ist, dann weiss ich auch nicht.

  • Die VBZ wirft wohl gerne Dartpfeile.

    Übrigens legendär der Satz „(…) mal ganz abgesehen davon, dass man an der Zwölfer-Linie an keiner einzigen Station aussteigen möchte.“

    Wallisellen … *schauder*

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.