Neueröffnung: Kinski


Von Weltuntergang war in diesem Keller an der Langstrasse 112 am Freitagabend nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Macher rund um Patrick Grau und Martin Stricker (beide Acapulco, Mata Hari) haben an der Stelle, wo bis vor zwei Jahren die Heavy-Metal-Bar Alte Metzg beheimatet war einen neuen Club eröffnet. Das Lokal trägt den Namen Kinski – in Anlehnung an den Schauspieler Klaus Kinski – und ist zweistöckig angelegt.

Beim Eingang im Parterre befindet sich eine Bar, die gleichzeitig das Fumoir ist. Wie im ganzen Club sind auch hier die Wände mit chinesischen Zeichen und Schmuck ausgestattet: Drachen überall, Bilder und Lampen aus Seidenpapier. Der Keller ist durch einen golden ausstaffierten und mit unbekannten Zeichen versehenen Gang zu erreichen. Im Konzert-Raum sollen dereinst 250 Leute das Wochenende feiern.

Mehr noch: «Irgendwann sollen hier unten pro Woche vier bis fünf Liveshows über die Bühne gehen», sagt Martin Stricker, einer der Mitbetreiber des Kinski. «Jetzt wo das Abart schliesst, verträgt Zürich einen weiteren Rockschuppen», ist er überzeugt. Auch wenn in unmittelbarer Nähe derzeit mehrere Clubs auf gitarrenlastige Musik setzten. «Wir sind mit Rock aufgewachsen, was also sollten wir anderes machen?», fragt Stricker.

Die Sterne jedenfalls scheinen gut zu stehen für den neuen Club, auch wenn der Maya-Kalender nun bereits ein vermeintliches Ende gefunden hat. Die Ausgangsmeile Langstrasse ist am Abend der Eröffnung so bevölkert wie immer und auch im Club selbst war schon mal etwas davon zu spüren, wie es dereinst werden könnte, wenn die Gästeschar strömt.

Kinski, Langstrasse 111, 8004 Zürich. www.kinski-klub.ch.

26 Kommentare zu «Neueröffnung: Kinski»

  • erika sagt:

    … chindsgi eben!…

  • Pit sagt:

    Für mich ist das eine Mogelpackung, Zürich-Szenie-Style halt. Ok Stricker war mal bei Celtic Frost, aber das macht es auch nicht besser. Als bald 50 Jähriger würde ich mir einen echten Hardrock-Schuppen Marke 80er durchaus wünschen, Sound von AC/DC, Saxon, Iron Maiden bis Rose Tattoo u.ä. Wird nicht Realität ich weiss. Im LE CACTUS (nicht weit entfernt) läuft übrigens guter Rocksound, aber eindeutig anderes Publikum (empfehlenswert).

  • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

    …gangnam-style??!

  • Klaus Kinski sagt:

    Der Name „Kinski“ ist sowas von doof und daneben, dass er schon wieder cool ist! Wenn’s da mal im Keller brennt und die 250 Leute raus müssen, na dann gute Nacht! Hallo, Feuerpolizei, da würde ich mal rein kucken!

    • glikoula sagt:

      Na da sind wir aber froh gibts vor einer Club Eröffnung erst noch eine Bauabnahme wo all die lieben Ämter (unter anderem natürlich auch die Feuerpolizei) alles genau unter die Lupe nehmen und das ganze erst mal bewilligen müssen. offensichtlich ist das geschehn und 2! Notausgänge reichen glaub ich ja auch aus.

  • Daniel sagt:

    Nur schon das es eine Bar mit Fumoir hat ist schon ein Abstecher dorthin sehenswert!

  • Ron sagt:

    Wird es auch so eine gute Bierauswahl zu moderaten Preisen geben wie früher in der Alten Metzg?

  • John Rock sagt:

    Dünstere Fantasy Drachen wären schöner gewesen, als kunterbunte Chinese-Takeway-Restaurant Drachen. Ein polnischer Name wie Kinski ist nicht so rockig. Villeicht eher Nosferatu? Aber dann wäre es eher ein Gothic Club.

  • John Rock sagt:

    Hätte ich viel Geld, dann würde ich einen reinen Heavy Metal Club eröffnen. Es müsste aber so viel Geld sein, dass es mir nicht darauf ankäme, ob sich der Club rentiert oder nicht. Es wäre einfach mein persönliches Hobby und ich müsste mich nicht dem Markt anpassen. Alternative, Hardcore, Gothic, Folkmetal, Rockabilly, Hip-Hop etc. machen ja schon andere.

  • Gregoire sagt:

    Ich bin sicher, viele hätten sich eine andere Entwicklung bei der Liberalisierung der Gastgewerbe-Gesetzt gewünscht. Richtig, die Szene wird nur von einigen Persönlichkeiten beherrscht. Richtig auch, dass das Tagi immer zur Stelle ist, wen es um gute PR für diese gleichen Persönlichkeiten resp. Lokalität geht. Die Stadt braucht mehr Vielseitigkeit. Wer es richtig rockig, ohne durchgestyltes, Hyper-zürcheriches-Einrichtung-und-Personal mag, empfehle ich das Langstars Backpacker, gleich um die Ecke: hier gibt es kein Schmuck, nur Wahres: einfach Rock, fast jeden Abend Live-Konzert (und zwar ohne Eintritt), bezahlbares, lokales Bier und eine richtige Erlebnis mit Reisenden aus Allerwelts.

  • Patrick Lenhart sagt:

    Oh super ein neues Chinarestaurant 😛

  • wgraemer sagt:

    Obwohl 70 Jahr alter Rockmusik Fan,stelle ich mir ein Rocktempel eher anderst vor.Da fehlen übergrosse Poster von Elvis .Clapton Paul Mc Cartney Jimmy Hendrix und zwei drei Harlleys.Auch Kinski war kein Rocker.

    • hotze sagt:

      Wenn Klaus Kinski kein Rocker war, wer dann?

      Aber klar, Paul McCartney, der alte Fetzer!

    • Ron sagt:

      Gehen Sie lieber in den Star Club in Hamburg. Dort finden Sie das was Sie suchen. Die jugendlichen Rockfans von Heute hören eher ganz Hartes mit Grunzgesang. Ich bin 50 jähriger Rock Fan. Ich hätte natürlich gerne Iron Maiden, AC/DC, Judas Priest, Deep Purple, Black Sabbath, Aerosmith, Metallica. Aber ich werde in diesem Club wohl auch eher fehl am Platz sein.

  • Schulz sagt:

    Die Nachbarn tun mir jetzt schon leid. Stricker und Anhang haben sich schon zur Zeiten der Alten Metzg asozial verhalten. Lärmbelästigungen und pöbelnde und grölende Gäste sind hier normal. Türsteher: Fehlanzeige.

    • hotze sagt:

      Der Laden liegt mitten auf der Langstrasse.
      Wer sich als Nachbar hier beschwert, gehört sofort aus der Wohnung geschmissen.

  • Adriano Granello sagt:

    KLAUS KINSKI – Fitzcarraldo, Caruso, Dschungel, Schiff, Genie, Wahnsinn…. Und genau das wäre m.E. Programm und Deko eines Lokals namens KINSKI, von mir aus der Rachen eines Krokodils am Eingang, aber um Gottes Willen nicht diesen China-Kitsch, der ganz und gar nach Süss-Sauer aus der Büchse statt nach kultigem Rockschuppen riecht!

    • Markus Schneider sagt:

      Schade, dass Kinski nicht mehr lebt und diesen „Club“ mal für eine Viertelstunde besuchen kann, um die Dekoration nach seinen Wünschen umzugestalten.

  • Marc Baier sagt:

    Na toll, wieder verschwindet eine alte Bar und wird von Leuten eingenommen, welchen schon unzählige andere Clubs gehören (den beiden gehörten nicht nur Acapulco und Matahari). Kein Wunder sind die Preise so hoch bei praktisch fehlender Konkurrenz.

  • Martin sagt:

    Rock und chinesisches Interieur – irgendwie passt das für mich nicht zusammen….!?

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