Sound aus Zürich

Es gibt wieder News: Heute mit Züri-Rap im Doppelpack, einem jungen Gitarrenbarden, der klingt wie John Lennon, und einem House-Track, den man in Kürze wohl im einen oder anderen hiesigen Club antreffen dürfte.

Semantik – «Grand Theft Audio 3»
Ja, es stimmt. Semantik nimmt den Mund ganz schön voll. Und ja, es stimmt auch: Der Zürcher Rapper bringt seine Texte so gekonnt zum Fliessen wie selten einer. Man möchte glauben, dass diese Musik direkt von der Westcoast her zu uns schwappt. Logisch fast, dass die einwandfreien G-Funk-Nummern gespickt sind mit Maschinenpistolen-Geräuschen, mäandernden Acid-Basslinien, 70er-Synthies und Polizeisirenen. Sein Können demonstriert Semantik auf «Grand Theft Audio 3» über eine Länge von fast 30 Tracks (!) – übrigens ganz ohne Gastrapper. Für alle, die auf grossmäuligen und gleichzeitig smoothen Rap made in Zurich stehen.
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Temple of Speed – «10 Tracks Vol. 4»
Temple of Speed zum Vierten. Wieder 10 Tracks, wieder ohne Namen und wieder hat Sterneis sie in wenigen Tagen aufgenommen und produziert. Und wieder ist ein neuer Rapper dazugestossen, nach Baze beim letzten Mal ist dies nun der Basler Kalmoo. Zehn Tracks gespickt mit feinstem Schweizer Rap – direkt, roh, vulgär. Die Rapper Tinguely dä Chnächt, Skor, EKR, Baze und Kalmoo sind sich offenbar nicht zu schade, ihr Talent in unkommerziellen Projekten wie diesem zu verschwenden. Und noch was: Die CD kostet gerade mal 10 Franken.
Temple of Speed
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Schoedo feat. Baze – «I gloub sisch besser»
Die Band Schoedo wagt lange schon den Spagat zwischen lokaler Verbundenheit, den beide Mitglieder sind Zürcher, und Schweizer Mundartsprache, die nun mal Berndeutsch ist. Und es gelingt. Auch im brandneuen Song «I gloub sisch besser» von der brandneuen, selbstbetitelten Platte.
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Jimi Jules – «Cry» / «Cannot Move»
Der in Zürich lebende Berner DJ und Produzent Jimi Jules hat zwei neue Tracks veröffentlicht. Beide dürften im einen oder anderen Club seine Runden drehen. Und im Clip zum Song «Cry» finden sich ausserdem ein paar bekannte Gesichter.

Und hier noch der brandneue Video zum Track «Cannot Move»:

The Well
Lange bespielte George Vaine hiesige Konzertlokale allein. Bepackt mit Gitarre und dem blossen Willen, die Leute mit seinen Liedern zu bewegen. Und viele dachten: Der Mann ist talentiert. Nun hat Vaine mit seiner Band The Well eine formidable Platte aufgenommen. Darauf wechseln sich zackige Folkrock-Nummern ab mit dreckigem Blues. George Vaines Stimme pendelt dabei gekonnt zwischen John Lennon in seiner «Yer Blues»-Phase und Dylan im Jahr 1965. Es ist ja nicht so, dass man so was noch nie gehört hätte. Doch diese Songs sind solide gezimmert und machen Spass.

My Heart Belongs to Cecilia Winter – «Battle Scar»
Über das neue Album der Zürcher My Heart Belongs to Cecilia Winter haben wir bereits berichtet. Nun hat die Band ein neues, vom Filmer Simon Jaquemet produziertes Video herausgebracht, das sich zumindest anzusehen lohnt.

2 Kommentare zu «Sound aus Zürich»

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