Drei heisse Schoggi für 32 Franken

Viel zu teuer und lieblos präsentiert: Die «Intensive» im Cafe Felix.

Viel zu teuer und lieblos präsentiert: Die «Intensive» im Cafe Felix.

Ein Tag wie aus dem Wintermärchen, die Eiskruste knirscht unter den Schuhen, kleine Kinder versuchen mit der Zunge Schneeflocken zu fangen, überall Weihnachtsstimmung und Lichterketten. Genau so ein Tag, an dem man sich, nach einem Spaziergang am See, eine heisse Schokolade mit viel Schlagrahm wünscht.

Wir suchten diese Wärme im Cafe Felix am Bellevue. Sie wissen schon, das Cafe mit der kitschigen Dekoration, der ideale Platz um sich vorweihnachtlich zu verwöhnen. Wir bestellten drei Mal die «Intensive heisse Schokolade mit Schlagrahm». Wir hätten wohl besser auf die Preise achten sollen …

Dreimal ein heisses Getränk kosteten knapp 32 Franken. Eine Schoggi mit Schlagrahm 10.50! Nun, ich erkundigte mich nach dem Grund für diesen horrenden Preis. Die Antwort: «Das ist die Intensive, da hats mehr Schokolade drin.»

Ich rechnete kurz nach: Für knapp 11 Franken bekam ich also 2 dl heisse Milch, einen Esslöfffel Schlagrahm und wieviel Schokolade? Das müssten dann ja ungefähr 500 Gramm sein, um den Preis zu rechtfertigen. Naja, und so überzeugend schmeckte «die Intensive» nicht. Einfach, als ob man ein Löffelchen Pulver mehr in die Milch rührt. Die «Kinderschokolade» mit gleich viel Milch, aber weniger von dem «braunen Gold» kostet übrigens 8.20 Franken mit Schlagrahm. Und die schmeckt nach überhaupt nichts. Dazu gabs nicht mal ein Guetzli, wie mans in jedem Bahnhofbuffet zu einem heissen Getränk bekommt. Und, an diesem Ort der schönen Dekorationen, erinnerte mich die Tasse und die lieblose Präsentation der «Intensiven» an ein Migros-Restaurant.

Aber ich wollte nicht zu früh urteilen. Vielleicht kannte ich mich ja in den Preisen für heisse Schokolade nicht aus. Zum Vergleich ging ich ins Cafe Sprüngli am Paradeplatz, eine uralte Konditorei in bester Lage und hervorragender Schokolade. Hier kostet eine von Hand aus echter Schokolade zubereitete heisse Schokolade mit Schlagrahm 2.50 weniger. Eine heisse Schokolade mit Alkohol ist hier sogar drei Franken billiger als im vergleichbaren Cafe Felix. Ach ja, 2005 bekam man im damaligen Cafe Schober, dem vormaligen Wirkungsfeld von Felix Dättwyler, dem jetzigen Gerant vom Cafe Felix, ein Frühstück mit einer Schober Schoggi (aus Teuscher Schokolade) für 14.50.  Jaja, die Inflation …

Nun ja, da ich die schöne Dekoration nicht mitnehmen durfte, wovon ich wegen der Preise zu Beginn ausging, werde ich in Zukunft wohl nicht mehr da einkehren. Sollen sich die Touristen da abzocken lassen. Ich schau mir nur noch im Vorbeigehen die Schaufenster an und trinke meine Schokolade woanders. Im altehrwürdigen Odeon zum Beispiel.

150 Kommentare zu «Drei heisse Schoggi für 32 Franken»

  • Sowas sagt:

    Mein Gott dieser Artikel verfolgt mich, immer in der App zuunterst gewssen und nun von der Startseite des Tagi hiereher gekomen, dabei habe ich auf die Grammys geklickt, wohlgemerkt vom PC aus…..Aber habs bis heute nicht geschafft den Artikel zu lesen.

    • Réda El Arbi sagt:

      So, jetzt, wo du kommentiert hast, ist der Artikel zufrieden und geht weiter seines Weges um Platz für neue zu machen. (Ich nehm an, du benutzt die Android-App. ich sags mal unseren IT-Leuten.)

  • Dany sagt:

    Ein Jahr später …

    …darf ich nun auch noch meine Schoggi – um nicht Senf zu sagen – dazugeben.

    Ja das teure Pflaster Zürich Bellevue mag vieles entschuldigen… nicht aber das Lieblose, nicht das Weglassen eines selbstverständlichen Supplements – wie Guetzli… und die Gastbindende Liebe zu Detail… Nicht zu diesem horrenden Preis! Damit will ich sagen, was im Schober einst funktionierte und Heute unter Péclard noch immer „rockt“ – würde auch dem Felix helfen… 1.50 weniger, eine Priese Freude und ein Supplement – z.B. ein eigener Felix-Keks – als Buchstabe F vieleicht, auf das Tellerchen gelegt… Der Gast bliebe – käme gerne wieder um „es“ – das Luxus-Cacao-Elixir sich zu gönnen und brächte noch jemanden mit…
    So wie man Heute den Schober allen zeigen muss…

    Eine Schober Schoggi 4 dl mit Rahm übrigens 8.50

    Danke für den Artikel

  • Thomas Moser sagt:

    Hey stop, so ein Artikel geht gar nicht. War der Autor nicht in der städtischen Einweisung was Gut, und was Schlecht ist? Nochmals zusammengefasst:

    Kafi Felix: guuuuut.
    Millionen-Granit-Sächsilüütenplatz: guuuuut
    Kunsthaus-Ausbau: guuuut
    Autofreies Limmatquai: guuuuut
    Starbucks (nur und ausschliesslich in negativem Kontext, wie „scheiss amerikanisierung“, „das ist doch keine Kultur“ usw zu nennen): bööööööööse.
    McDonalds (besonders in unerwuenschter Lage, wo’s eine „Konkurrenz“ fuer ein Elite-Theater oder sonstige Zürich-die-Kulturstadt Institutionen ist): Siehe Starbucks, oder einfach „Wäääääk, das wämmmer nööööd.“

    Noch fragen? Wenn sowas nochmals vorkommt, wird der Autor in’s umerziehungscamp gesteckt

  • Andrea sagt:

    Wir wollen alle ein tolles Ambiente, hohe Qualität und alles wenn möglich zum Schnäppchenpreis. Wie soll man an guter Lage mit Kaffee und Kuchen in Zürich Mietpreise bezahlen? Entweder mit den Möglichkeiten eines Starbucks (geschmackvolle heisse Schokolade mit Schlagobers ist da unter 10.- zu haben) oder man versucht es mit der Einzigartigkeit des Felix und mit hohen Luxuspreisen.
    Die beste heisse Schoggi mit intensivem Geschmack gibt es übrigens gleich um die Ecke im Restaurant Terrasse. Leider nur im Winter.

  • Lisa Steiner sagt:

    Endlich.. habe ich den Artikel gefunden – der auf meinem Telefon seit Monaten zuunterst dargestellt wird.
    Schade dass die Redaktion, die IT oder andere den Fehler auf Windows Telefonen nicht beheben können – und dieser Artikel.. nun gut nicht der artikel – lediglich die überschrift seit 3. dezember auf dem telefon festhängt.
    auch neuinstallation bringt nix. Habe ich mehrmals versucht.

    So ist seit ein paar wochen halt viel Serotonin auf meinem handy… die kommentare werden manchmal publiziert… aber irgendwie scheint es sich um ein grösseres Problem zu handeln.
    bin nicht die einzige.. siehe Kommentare von anderen Nutzern.. – nicht hier sondern auf der mobilen Website..

    danke für die Fehlersuche und hoffentlich Behebung vor Oktober 2013.

    • Reda El Arbi sagt:

      Wir empfehlen Ihnen, die Handy-App neu zu laden oder mit Ihrem Handy zum Support ihres Anbieters zu gehen. Von unserer Seite aus ist alles in Ordnung.

  • Daniel sagt:

    Nicht umsonst ist es halt empfehlenswert in Grossstädten zuerst die Preise anhand der Karte oder im Aushang zu Studieren!

  • ruedi lehnherr sagt:

    Am liebsten trink ich die heisse Schokolade im Sprüngli Paradeplatz im 1. Stock. Soo fein, mit einem Glas Wasser und einem kleinen Schöggeli. Dazu nehm ich jeweils noch ein Kamut Gipfeli.

  • Zosimos sagt:

    Sind wir ehrlich: In dieser Bude ist einfach ein „Abzocker“, der sich an uns allen anderen, den Dummen, bereichert. Auf der einen Seite sind die Dummen selber schuld, sie sollten gescheiter werden. Auf der anderen Seite muss man einsehen, dass die „Abzoker“ nicht nur die Banker sind, sondern dass diese Spezies überall verbreitet ist. Daraus könnte man rückschliessen (und das ist wohl wahr), dass die Dummen und die „Abzoker“ dieselben sind. Und was lernen wir aus der Geschichte: wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir zuerst uns selber ändern. Wie einfach das wohl ist…

  • Sandra sagt:

    In Zürich kehre ich nach den Shoppen nur noch beim McDonalds ein. Superlage, saubere WC’s, Preise schweizweit gleich, der Kaffe SFr 2.00 (obwohl, der McBuger und Kaffee in Spanien nur 1Euro kostet – so gesehen auch hier Abriss….)

    • Zosimos sagt:

      Lohn bei Mc Donalds Deutschland: 6 – 7 Euro/h = 1100 – 1200 Euro/Monat. Ich hoffe Du wärst damit zufrieden. Kleine Preise = Kleine Löhne. Viel Spass beim Leben.

  • eric sagt:

    War gerade im Kaffee Felix, habe wie viele (Tagiwebung?) auf einen freien Tisch gewatet und eine Schoggi bestellt. Ich fand das Getränk sehr gut. Wie zu Schobers Zeiten. Da wurde übrigens auch schon über den Preis gelästert! Es wäre besser Sie würden schreiben, dass es Ihnen nicht geschmeckt hat.
    Die gelbe Thailändische Bullen-Brause schmeckt mir auch nicht, aber deshalb masse ich mir nicht an, Sie als schlecht zu bezeichnen. Vorschlag: Preise um fünf Franken reduzieren dafür Eintritt verlangen. Ein so wunderschönes Kafi mit dieser geschmackvollen Weihnachtsdeco finden Sie nicht in jeder Stadt, das müsste honoriert werden.

  • Schulthess sagt:

    Hallo an all die Stänkerer !!
    Was glaubt ihr eigentlich wie teuer die ganze Dekoration ist. Die muss doch schliesslich jemand bezahlen !
    Wenn ich schon nicht, dann halt die andern.
    Nein im Ernst. Ich war leider auch schon dort eine Tasse heisses Wasser mit Geschmack trinken.
    Dieser Tee hat mich geweckt und ich gehe nicht mehr dort hin.

  • wali spor sagt:

    Was Sie leider nicht wussten, in diesem Preis ist die Tasse zum mitnehmen inbegriffen

  • Daniel sagt:

    Felix, wer war Felix?

  • Walter Koller sagt:

    Streitet doch nicht über Mundart-Ausdrücke, was hier vorgeschlagen und geschrieben steht ist eh alles falsch. Reda El Arbi hat schon recht, man sagts wie einem der Schnabel gewachsen ist, solange es die anderen verstehen. Gibt es überhaupt Schweizer, die „Schoggi“ oder „Schoggene“ sagen? Typisch schweizerisch ist doch immer die Verniedlichungsform, also Schoggälädeli oder Schoggälädeliinä. Wird im Endeffekt auch der felixischen Milch mit etwas Schöggäli drin wohl auch gerecht (oder hats da – dem Preis entsprechend – womöglich doch statt einem Löffeli Schoggälädelipülverli zwei oder drei Schöggälädelineipülverline dinä). Alles verstanden? Klar, also praktikabler Dialekt, Reda El Arbi…

    Apropos enge Stuhlung im Felix. Stüehli sind halt ein bissen kleiner, als Stühle. So haben sich halt auch die Felixli-Gäschtli etwas kleiner zu machen. Was dann spätestens, wenn der Kellner die Rechnung serviert, eh passiert…
    😉

    • alpenliesl sagt:

      wenn ich bedenke, dass da bei uns in der Berghütte auf 2000m über Meer die heisse Schoggi mit Rahm 6.50, mit Rum incl. 9.50 kostet…… Da müssen wir aber bei diesem Preis noch alles mit der Bahn rauftransportieren und gratis gibts da dazu ein superphänomenales tolles Alpenpanorama zu sehen. ……

  • bernasconi sagt:

    Cafe Felix sollte man der Touris nicht weiter emphelen!!!
    und auch sonst nicht!! schlechte qualität der Produkte , schlechte Bedienung , horronde Preise!!!!!!!!
    ich habe einmal den Fehler gemacht das passiert sicher kein zweites mal mehr.

  • Thomas sagt:

    Boykott nützt nichts, das Falix ist trotz der Preise ja immer gerammelt voll: es gibt ja immer genug Dummköpfe die diese Preise bezahlen, genau wie die überteuerten Joghurt im Globus: Der Wirt lacht sich ins Fäustchen, wenn er nur seinen ausgestellten Krimskrams (sog. Ambiente)für teures Geld verkaufen kann.

  • Jordi Lucio sagt:

    man kann es auch anders sehen: zum Glück hat der Felix so teure Preise, da kann ich meine heisse Schoggi mitten in einer wunderschönen Ambiance in wunderbarer Ruhe und ohne meckernde Gäste geniessen. 8 Franken kostet die Schokolade, 3 Stutz die Ruhe mitten im Herzen Zürich’s! Danke, Felix! Übrigens, viele Grüsse aus Barcelona, wo eine Tasse wunderbitteren Schokolade mit Rahm (un suizo!) in bis zur Decke gefüllten Lokalen nicht mehr als 3 euro kostet, Sonne und Krise inbegriffen! Saludos, amigos, es grüsst Euch ein Zürich liebender Katalane

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, Ruhe bist da nicht. Es ist meistens überfüllt, die Bedienung gestresst und die Schoggi eben ihren Preis nicht wert. Aber wenns Ihnen da gefällt, dürfen Sie gerne weiterhin soviel für eine Schoggi bezahlen. Freier Markt, hat schon mal jemand gesagt 🙂

  • Obelix sagt:

    Die spinnen die Schweizer

  • Joe Cool sagt:

    Herr El Arbi, weitgehend einverstanden, nur finde ich den Hinweis zu den Touristen wenig hilfreich. Wenn wir sogar empfehlen, einfach (naive) Touristen zu ‚verarschen‘, dann ist das eher kurzsichtig – auch diese werden mehrheitlich realisieren, dass sie wenig Gegenwert erhalten haben, schlecht über Zürich und die Schweiz denken und reden, und uns deshalb mittelfristig schaden. Also, es hilft wirklich nur, ‚mit den Füssen zu wählen‘, also so ein Lokal zu meiden und dies auch kund zu tun! Ich persönlich habe wenig gegen teure Angebote, wenn auch die Leistung dahinter stimmt – und da ist bei mir insbesondere freundlicher Service ganz zentral.

  • Schleckmaul sagt:

    Schon vor zwei Jahren stand auf
    „Sehr süsse, mitteldicke Schokomilch. Sättigend. Doppelgänger des Modells Schober, hat keinen Schaum. Bellevueplatz 5, 8001 Zürich, 8.80 Franken für 3 dl (…war lauwarm und wässerig, der Service unter jeder Würde)“.
    Probieren: Certo (Stauffacher/Selnau), Honold (Rennweg), Truffe (Lindenhof), Chocomotion (Marktgasse), Schurter (Central) und last but not least Sprüngli (Parade).

    • Alex sagt:

      Auch ich war am Sonntag in der Altstadt unterwegs und hätte mir gerne eine „richtige“ gekochte und nicht Pulver angerührte heisse Schockolage gegönnt… ich konnte aber kein Restaurant finden, das gemütlich wäre und einen vernünftigen Service mit gutem Produkt anbietet… ich habe meine heisse Schoggi dann zu Hause gekocht.
      Danke Dir Schleckmaul für die Auflistung mit den Alternativen, vielleicht finde ich doch einmal ein nettes Kaffee, das meine Sinne befriedigt, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und werde sie alle ausporbieren 🙂

  • Kurt Aegeri sagt:

    Bei zur Zeit völlig überhitzten Mietpreisen pro Quadratmeter meinen gewisse Wirte halt, Abzocken sei absolut o.k. Am besten, man geht da schlicht nicht mehr hin (im Felix ist das mit dem Tee der gleiche Kracher wie bei der Schoggi). Zur Zeit gibt es einige Lokale, die ich nicht mehr frequentiere. Aber es gibt ja soviele andere! Man muss nur die eigene Bequemlichkeit überwinden und nicht aus Gewohnheit immer an die gleichen Orte pilgern. Und dann findet sich durchaus immer wieder mal eine wahre Perle.

    • Roger Staub sagt:

      Richtig, aus diesem Grund meide ich die Stadt wie die Pest! die besten Restaurants und Kaffees gibts im umliegenden nicht-Stadtgebiet – dort bezahlt man nicht 80% für den Mietzins!

  • Allwissend! sagt:

    Ja, ja das Bellevue ist ein teures Pflaster geworden, aber die Dinge nicht unbedingt besser!
    Sternen Grill – Bratwurst furztrocken und verbannt, reklamieren bringt nichts der Verkäufer der nota bene das Geld und die Bratwurst in die Hände nimmt ist sehr erstaunt über die Rekamation wegen der zu verbannten Wurst. Kommentar; die ist doch wunderbar braun!!!
    So muss man halt insDörfli gehen, dort wird man an (fast) jedem Stand viel freundicher bedient und um einiges günstiger – sind ja nur ein paar Schritte, aber die lohnen sich!

  • Thomas Wirt sagt:

    Lesen Sie doch bitte die Einleitung im Lehrbuch „Ökonomie für völlig ahnungslose Schreiblinge vom Tagi“ bevor Sie so einen Quatsch zusammenschreiben: der Preis hat nix mit den Zutaten zu tun (die ohnehin maximal 30% des Preises ausmachen dürfen), sondern hängt vom Standort des Cafés ab, von der Rendite die man an einem bestimmten Ort erwirtschaften kann, folglich muss.

    Wenn am Bellevue eine Schoggi 10.50CHF kostet, dann nur, weil es genügend Leute gibt, die bereit sind soviel dafür zu zahlen!

    (es geht nicht darum, ob es gut ist, dass es so ist – aber derzeit ist es eben so)

    • Reda El Arbi sagt:

      Natürlich ist mir das klar. Ihnen ist die Ironie beim Milchaufwiegen wohl entgangen. Aber freier Markt hin oder her, wer soviel für eine Schokolade verlangt, die nicht einmal schmeckt, hat es in meinen Augen verdient, gemieden zu werden. Wie schon im Text: Sollen sich die Touristen da abzocken lassen. Die Stadtblog-Leser werden es sich wohl gründlich überlegen. Ja, Züritipp Stadtblog. Tagi nur am Rande.

      • Peter sagt:

        Bellevue ist ja nicht St.Tropez.um die Ecke stehen die Alkis schlange, aber eben, ein ‚IN‘ Lokal kann ja verlangen was die wllen, bis das böse erwachen kommt

    • Marco Webber sagt:

      „Der Preis hat nix mit den Zutaten zu tun“ – Wenn das wirklich in einem Ökonomiebuch steht, will ich das Buch haben! Dann muss ein Glas Champagner gleich teuer sein wie ein Glas Wasser, es ist ja die selbe Menge Flüssigkeit. Sowas kann ja nur ein Wirt sagen (ist Ihr Name Programm?).
      PS: Hört bitte mal auf, die zahlenden, und zum Teil betrogenen Kunden „Gäste“ zu nennen, danke. Meine Gäste bezahlen bei mir nichts, weil sie eingeladen und gern gesehen sind. Genau das empfindet man in schweizer Lokalen immer weniger häufig.

      • Gerd Holzhausen sagt:

        In dem Ökonomiebuch steht, dass man soviel verlangen kann wie der Gast zu zahlen bereit ist – Angebot und Nachfrage. Und das hat in der Tat nicht direkt mit dem Inhalt zu tun. Mögliche Opfer vorzuwarnen gehört aber auch zur Realität.
        Und der Herr Arabi hat meine Empfindung ziemlich exakt formuliert: Kein Platz, arrogante Bedienung, Kitsch, schlechte Produkte und Abzocke. Disneyworld eben. Es mag den Volkscharakter widerspiegeln –

  • Mikke Frikke sagt:

    Ich bins auch langsam leid die schweizer Mondpreise zu zahlen!
    Beispiel: Ich liess mich am Freitag in einem Sportgeschäft bezüglich Langlaufski beraten. Der Verkäufer/Besitzer war sehr nett und hilfsbereit. Ein paar Ski, Schuhe und Bindung für 680 CHF.
    Ich schluckte. Hmm, ich überlege es mir nochmal…
    Ein Blick ins Internet: Der Ski kostet in D 180 EURO statt 370 CHF !
    Schuhe und Bindung das gleiche.
    Habe mir jetzt komplettausrüstung in D bestellt für 400 Euro mit Versand und Stöcken !
    Nicht falsch verstehen. Ich zahle gerne etwas mehr, ich verdiene auch mehr. Aber im Ramen !

    • Kurt Zürcher sagt:

      Ein Blick auf den Lohnzettel: Der Schweizer kriegt 6000, der Deutsche 2000…

    • Esther Lenherr sagt:

      Das ist fair! Sich beraten lassen im Fachgeschäft und woanders kaufen. Es wäre verständlich, wenn Fachgeschäfte Eintritt verlangen, welcher dann vom Kaufpreis abgezogen würde…

      • Irma sagt:

        Mike Frikke: da kann ich nur sagen: Pfui, schämen Sie sich. Hier auch noch anzugeben.

        • Daniel sagt:

          @ Mikke Frikke

          Völlig richtig verhalten!

          @ Die Anderen: Mikke Frikke weiss ja erst im Geschäft, was für Preise verlangt werden. Es ist legitim, sich das zuerst zu überlegen. Warum sollte er etwas kaufen, wenn es ihm zu teuer erscheint? Das wäre unverständlich.

          Damit alles im richtigen Licht erscheint: Auch CH Firmen lassen im Ausland produzieren. Billig(er) natürlich. Das dürften dann diese Firmen ja auch nicht, weil …….. ja, weil unfair!

          Mehr zahlen heist nicht, den besseren Service zu bekommen. Wenn ich die MArgen der einzelnen Branchen sehe, wird mir schlecht. Nicht die Margen um einigermassen zu überleben. Es sind meistens „Wucher“ Margen.

          • Mikke Frikke sagt:

            Wie gesagt, ich zahle gerne mehr für ein schweizer Produkt. Dass hier hergestellt wurde, von Schweizern.
            Ich bin aber nicht bereit, ein Produkt (hier Ski aus österreich) das aus der EU in die CH importiert wurde einen ‚Pseudo-Schweiz-Aufschlag‘ zu zahlen! Wofür?
            Da ist ein Transporter, der die Ware herbringt. Da ist noch ein Händler…
            Ich wäre bereit 10% mehr zu zahlen. Der Verkäufer soll auch leben.
            So, aber wo kommt der Aufschlag von 30% her ???

  • Stefan Wälti sagt:

    bitte zur Schokolade nicht noch ein Stück Kuchen/Wähe für CHF 7.20 oder sonst erst ab 11 Uhr. Denn obwohl der Preis stolz ist, kommt die Ware erst ab 11 Uhr taggleich in den Verkauf (schriftlich bestätigt von besagtem Etablissement). Ich war 2x im Felix, das 1. und letzte Mal ever !

  • Lovasimedve sagt:

    Traurig, dass dieses Thema so viele Leute beschäftigt, während in Äthiopien Hunderttausende verhungern. Tip: bei „Menschen für Menschen“ (die Stiftung von Karlheinz Böhm) sichern 30.- Fr. das Überleben eines Kindes ein ganzes Jahr.
    Für mich gilt: statt Dekadenz Verantwortung (auch gegenüber den Ärmsten)!

    • Gabriel sagt:

      ohje, der Klassiker – bei jeder Diskussion kommt früher oder Später einer mit „aber die armen Kinder in Afrika…“
      Nach dieser Logik müssten Sie sich ja auch für ihren Beitrag schämen: sie benutzen das Internet – wie dekadent, die armen Kinder in Afrika haben nicht mal das….

      • Irma sagt:

        Danke Gabriel*eyeroll*

        • Daniel sagt:

          @ Lovasimedve: Ziehen Sie aus ihrere Wohnung aus, Essen Sie auch nur noch Wasser und Brot. Verzischten Sie auf Auto + ÖV. Kurzum, auf ALLES. Dann können Sie mit diesem Argument kommen.

          • Lovasimedve sagt:

            Mein Beitrag galt all jenen, die der Dekadenz frönen statt in ihrem Leben ein Bischen Verantwortung für die Ärmsten zu übernehmen. Anscheinend habe ich mindestens drei Personen gefunden -:).
            Mein Aufruf war nicht: verzichtet auf alles, sondern geniesst mit Bedacht und teilt euren Überfluss, wie ich dies auch mache.
            Ich fühle mich dabei nicht als Gutmensch, Musterchrist oder sonstwas, sondern sehe mein Engagement als das konsequente Verhalten eines aufgeklärten Demokraten.

  • Benedikt Merker sagt:

    Hier wird immer nur auf den Beizer rumgehackt.. Ich brauchte kürzlich an einem Sonntag den Monteur für die Heizung pro Stunde Fr. 286.- . Die Rechnung Betrug ohne Material Fr.1001.-. Da muss ja ein Beizer Fr. 10.- für eine Schoggi verlangen, sonst kann er eine solche Rechnung nicht bezahlen.

  • Hans Meier sagt:

    Es ist eine absolute Frechheit, was einem im Cafe Felix geboten wird. Wir haben vor 2 Wochen den Fehler gemacht und sind ins Cafe Felix gegangen mit der Absicht etwas zu Mittag zu essen. Haben einen gemischten Salat, ein Club Sandwich und zwei Cola bestellt. Als auch nach 45 Minuten und mehrmaligem nachfragen, weit und breit vom Essen nichts zu sehen war, haben wir die Getränke bezahlt und das Lokal verlassen. Wir waren definitiv das letzte Mal dort.

  • Danielle sagt:

    Da gibt’s nur eins: konsequent meiden. Bodenlose Frechheit. Ueberhaupt die Zürcher/Schweizer Preise – was glauben die eigentlich? Null Gastlichkeit, nur Abriss. Ich verklemm mir käfele in der Schweiz oder jedenfalls in Zürich und geh llieber im nahen Ausland: freundlich, günstig, mindestens so gut.

    • Gerber André sagt:

      Ganz genau, bin völlig einverstanden mit Ihnen! Boykottieren muss man einfach diese skrupellosen Abzocker und dann noch mit unfreundlichem Service (wobei das Servicepersonal ja wenig bis nichts vom Geldsegen der Besitzer erhält).

    • Lucie Boillat sagt:

      Ganz viele von uns brauchen das einfach, in einem dieserZeitgeist-Cafes ihren Espresso zu schlürfen.
      Oder im Globus ein Joghurt einer Marke zu kaufen, das anderswo nur ein Drittel kostet.
      „Dann waren wir noch im Felix“. Die Quartierbeiz liegt unter ihrer Würde.
      So lange dem so ist, wird es auch die Schoggi für 10 Fränkli geben. Und das Weggli mit 2 Rädli Salami für 14.50.

      • Daniel sagt:

        Jawolllllllllllllll, Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker Abzokker !!!

  • irene feldmann sagt:

    namiiiii…..hauptsache sie schmeckt…………kann man ja auch zuhause zubereiten………..

  • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

    aber ich frage mich trotzdem. ich war hin und wieder mal brunchen im ehemaligen schober (und danach billard-spielen im schlauch) – und da war die heisse schoggi wirklich gut, (wurde serviert im grossen Glas), – hat sich das jetzt so stark verändert?

  • paul sagt:

    ich gehe schon lange nicht mehr ins felix – und allgemein auch tee bestelle ich nicht mehr, ich meine 5.- für heisses wasser?? gaga..

    • Gourmet sagt:

      ganz genau; das Felix ist ein totales Wucher-Lokal mit – im Vergleich zum Sprüngli – miserablem Service auf völlig überteuerter Ware!

  • Hausherr sagt:

    Zu der Schokolade im Felix kann und will ich mich nicht äussern, aber zur negativen Bemerkung mit dem Vergleich Migros.

    Im Migros-Restaurant erhalte ich einen sehr guten Kaffee für CHF 3.00, den Preis für Schokolade kenne ich nicht.
    Leider gehöre ich zu den 30% Schweizern die unter oder an der Armutsgrenze leben müssen und sich nur von Zeit zu Zeit so etwas in der Migros leisten können.

    Abgesehen vom Preis sehen die Migros-Restaurants auch sehr ansprchend aus, spontan dnke ich z.B. an diejenigen in Oerlikon, Wettingen und Brugg.

    Die negative Bemerkung betreffend Migros ist also fehl am Platz.

    Trotzdem allen schöne Festtage.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, und im Migros ist es auch völlig ok, wenn die Tasse nicht edel designt ist. Ich hab nichts gegen Migros-Kaffee oder Migros-Schoggi, im Gegenteil. Aber wenn ich 7 Franken mehr bezahle, sollte sich das Gebotene vom Migros oder Coop-Cafe-Angebot unterscheiden.

      • Irma sagt:

        Hausherr, sie müssen aber schon zugeben, dass Migros ziemlich die gleichen Tassen hat, wie dieses auf dem Bild. Bei dem Preis dürfte man schon auch schönes Geschirr erwarten. Grosse bauchige Tasse, am liebsten mit Goldrand und eine qualitativ gute Seviette. Darum gehe ich so gerne zum Sprüngli 😉

  • Gerber André sagt:

    Herr Dättwyler ist einfach ein ruchloser Abzocker. Punkt. Fertig!

  • Anna Karrer sagt:

    Wenn die Qualität stimmen würde, wäre man bereit, mehr zu zahlen. Aber im Felix stimmt die Qualität nicht und der Service ist miserabel. Lauter überforderte, ungeschulte Kellner. Offenbar hat sich das aber noch nicht herumgesprochen. Das wird sich aber irgendwann ändern, wenn auch in den Reiseführern steht, dass das Angebot überteuert ist.

    • Ralph Geh sagt:

      Tja, habe ich kürzlich auch festgestellt, als ich wieder einmal im Felix war: Der Service ist lieblos. Das Angebot schlicht überteuert – auch für Zürcher Verhältnisse.

  • Heinrich Brunner sagt:

    Schluss mit dem Gejammere! Zürich hat mit Abstand die grösste Beizendichte der Welt (ganz recht – es gibt hier mehr Lokale pro Kopf als in New York, Paris, London, Rom oder irgendwo sonst). Und da wird sich doch auch für den bloggenden Chnuppesager ein Lokal mit günstigem Gaggo finden lassen. Wer auf sein Budget schauen muss, sollte sich eben auch die Preise in der Getränkekarte ansehen. Und nicht meinen, dass er sich alles leisten kann. Ich geh ja schliesslich auch nicht zu Tiffany’s an der Bahnhofstrasse und reg mich dann auf, dass ein zehngrämmiger Goldring u. U. ein paar tausend Schtutz mehr kostet, als das Gold wert ist.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, ich kanns mir leisten, aber ich finds trotzdem eine Verarschung des Konsumenten. Ich kann mir auch leisten Zwanzigernötli in den See zu werfen und machs trotzdem nicht. Genausowenig, wie ich nochmals ins Felix gehe.

      • Heinrich Brunner sagt:

        1 Lektion in Ökonomie, 1 Stunde Spass und Unterhaltung für 3 im Weihnachtskitschland von Felix und 3 Trinkschokoladen – für gerade mal 32 Franken … Also, wenn Sie mich fragen: So schlecht war die Investition gar nicht!
        😉

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, als Suplement genervte Bedienung, beinahe kein Platz, weil zu eng gestuhlt und kein Guetzli. Ich meine: KEIN GUETZLI!

          • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

            es ist nicht nett, die bedienung als „guetzli zu bezeichnen!“ (obwohl die schon beim schober nicht grade die jüngsten waren….).

          • Roli Meier sagt:

            und zu einer Stunde Oekonomie noch eine Lektion in Sozialkompetenz obendrauf 🙂 Sie Glücklicher

      • Roli Meier sagt:

        Wie bereits weiter unten von mir erwähnt: . Ueber die Preise kann man sich vorher kundig machen, darum ist es mit Sicherheit auch keine ‚Verarsche‘

      • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

        man wirft keine zwanzigernötli in den see! wenn schon dekadent, zündet man sich mit „jacob burckhardt“ die zigarre an, oder so…..

      • wehrli sagt:

        Solange die Grundregeln eingehalten werden (Konkurrenz, mündige Konsumenten ..) darf der verlangen was er will für seine Schoggi. Wir sind hier (noch) nicht in der SDR (Schweizer Demokratischen Republik) mit 5 Jahresplan und vorgeschriebenen Preisen.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, deshalb geh ich auch nicht mehr hin und schreibe den Post hier. 🙂 Freier Markt und freie Berichterstattung. 😀

  • Stefan Studer sagt:

    Spontan würde ich sagen, dass der Plural von Schoggi nicht Schoggi ist, sondern Schoggene. Also so wie Foti / Fotene. Der Titel würde dann korrekt heissen „Drei heisse Schoggene“. Hat jemand das Idiotikon zur Hand und schon nachgeschaut? 😉

    • nicole sagt:

      bei Schoggelaade, Kurzf.: Schoggi f. Schokolade steht nix genaueres, aber im Grammatikteil:
      Sg. auf -i, Pl. auf -ine, -ene. Typous Grössi: Grössene.

      • Reda El Arbi sagt:

        Schoggis? 🙂 Dialekt lässt sich zum Glück nicht einfangen und festlegen 🙂

        • Michael Hegner sagt:

          Ist leider ein oft gehörtes Missverständnis. Auch im Dialekt gibt es ein Richtig und ein Falsch. Nur wird Falsches viel seltener korrigiert, weil viele denken im Dialekt darf man doch so schwatzen wie man Lust hat. Kommt wohl von der Schul- und Studienzeit her, wenn man dort einen falschen Piepser auf Hochdeutsch gemacht hat, tobten die Kultur- und Sprachwächter. Macht man im Dialekt Grammatikfehler wird das schulterzuckend hingenommen, höchstens Eltern korrigieren noch ihre kleinen Kinder, wenn sie nicht schon von Anfang an absichtlich nur noch Hochdeutsch oder Englisch mit ihnen reden, um sie nicht mit einem „minderwertigen Dialekt“ aufwachsen zu lassen…
          Aber ich will diesen Kommentar-Blog keinweswegs hijacken, zurück zu den krassen Preisen in der Gastronomie.

      • Stefan Studer sagt:

        Danke Nicole. In dem Fall scheine ich als „native speaker“ doch meinem Bauchgefühl trauen zu können.

      • Fischbacher, Chrigel sagt:

        Schoggis ist ganz sicher falsch.
        Plural von Pizza ist hier Pizzene, auf der Südseite Pizze. Pizzas ist falsch.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ich bin froh, dass im Dialekt erlaubt ist, was verstanden wird 🙂

        • Anonymous Coward sagt:

          Wenn ich sage „Drü Pizzene bitte.“ klingt das eher komisch-konstruiert. Hingegen „Drü Pizzas bitte.“ klingt sehr Schweizerdeutsch. Der Versuch Deutsche Grammatik auf Schweizer Dialekt anzuwenden gelingt nicht immer.

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      nix zu finden. würde aber meinen in der mundart heissts „drü warmi schoggi“. sie können aber natürlich auch guten gewissens einfach „drei überteuerte braune“ bestellen – in einschlägigen lokalen, wo man sich des nepps bewusst ist, wird einem das dann serviert ohne dass die bedienung die mine verzieht.

    • Richi sagt:

      „Schoggene“ tönt absolut uncool und kann deshalb nicht Züritüütsch (Stadt-Mundart) sein.

      • nicole sagt:

        @Richi: LAAACH – jep, das ist ein Argument. und da bin ich auch grad noch froh drum; ich als vom Landteil des Kantons Zürich kommend darf den «Schoggene» dann doch so sagen. solang mans versteht 😉

    • Daniel Münger sagt:

      Drü heissi Schoggi für 32 Franke. Alles anderi isch nöd Züridüütsch…

      • Irma sagt:

        Danke Daniel Münger. Ist ja unglaublich hier. Schoggene…. mir wäre das Wort zu peinlich zum aussprechen.

        • Daniel sagt:

          @ Irma: Schoggene (Mehrzahl) ist ein üblicher ZH Ausdruck. Wie Anke (Butter).

          • Daniel Münger sagt:

            @Daniel – Es gibt für Schoggi im Zürichdeutsch keine Mehrzahl. Bringsch ä Schoggi mit oder bringsch Schoggi mit. Schoggene ist garantiert kein Züridüütsch und definitiv nicht üblich. Anke ist übrigens genausowenig ein geläufiger Zürcher Ausdruck. Anke kommt aus dem Bernbiet. Es Mödeli Butter häsch z’Züri au scho vor hundert Jahr übercho. Es wundert mich aber das ganze nicht. Es gibt ja auch fast keine echten Zürcher mehr.

        • hanspe7er sagt:

          Mein Sprachgefühl sagt mir folgendes: Plural von Schoggi (die Tafel) „Schoggene“ hingegen Plural von Schoggi (das Getränk) „Schoggi“. Für beide Formen von „Schoggi“ braucht es eigentlich eine Mengen-/Formangabe. Weil man diese aber aus praktischen Gründen – und weil es der Zusammenhang (hier das Café) nicht immer erfordert – auch weglassen kann, ergeben sich dann eben unterschiedliche Formen des selben Wortes.

      • Stefan Studer sagt:

        Diese kleine Diskussion ist zwar nur ein Nebenschauplatz des Artikels, ich finde sie aber auch sehr spannend. Mir war nicht klar, dass zwischen Stadt Zürich und Land bereits bei scheinbar eindeutigen Pluralformen verschiedene Traditionen existieren. Doch auch Stadtzürcher würden sicher Fotene und Grössene sagen, hier muss sich dann auch Irma nicht peinlich berührt fühlen. 😉

    • silo sagt:

      >Ja genau, Schoggene. HALLO! Das ist TeleZüriTüütsch und in dem Fall Kacke. Etwa so wie Thema -> Themene. Geht gar nicht!
      Unt Foti ist auch so schon plural!

      • Thomas Wyss sagt:

        Ach sillo, Irma, Herr Münger und alle anderen Stadtzürcher Sprachpatrioten. Seid vorsichtig, dass ihr Euch mit diesem Stadtzüri-Dünkel nicht selbst lächerlich macht. Ich könnte Euch bitten dem Chüng am Grossmeuschter einen lieben Gruss auszurichten und wenn ihr das als Kacke oder peinlich oder sonst was empfindet, dann habt ihr Euch als zugewanderte Agglo- und Provinzeier enttarnt. Stadtzüridüütsch ist nämlich nicht das, was ihr dazu bestimmt, weil ihr in der Stadt wohnt…

      • Stefan Studer sagt:

        Ok ok, silo, ich hab’s kapiert. Eben, bin kein Stadtzürcher und noch zusätzlich durch den Migrationshintergrund meiner Eltern belastet (Solothurn und Luzern). Kein Grund emotional zu werden. 😉

      • nicole sagt:

        sorry, nochmals. den anderen Kommentar könnte man löschen.

        Foti f. (Fotene; Föteli) Foto, Fotografie. aus: Zürichdeutsches Wörterbuch, Heinz Gallmann.

        • Reda El Arbi sagt:

          Nur weil irgendwer behauptet, das sei so, heisst das nicht, dass wir uns dem beugen. Der Schweizer Dialekt lässt sich nicht in Formen zwängen, und nur weils gedruckt ist ist es noch nicht wahr.

          • nicole sagt:

            Selbstverständlich ist es nicht wahrer, nur weils gedruckt ist. Aber ich wehre mich dagegen, wenn Leute behaupten, dass nur diejenige Aussprache richtig ist, die sie kennen. Und per Zufall sprech ichs jetzt genau so aus, wies da steht.

      • Daniel sagt:

        @ silo: Und was für ein Dialekt ist „Unt“. Liebes Silo, CH-D ist nicht in einem Duden (soviel ich weiss) festgelegt. Und darum . Schoggene, FoTTTTene. aber … Tele Zürri!

        • Daniel Münger sagt:

          @Thomas Wyss – Ich bin gebürtige Stadtzürcher und lan mir vo zuegloffene kein Kaiser zume Chüng mache. Chüng? Känne si z’Bärn. Grossmeuschter? Eifach nur lächerlich. Da dräht sich ja de Exuperantius im Grab wänn er sonen Seich liest.

          • Daniel Münger sagt:

            Ps: Grossmoischter häts übrigens ums Jahr 1520 gheisse. Momol, s’Wysse sind meini alti Zürcher…

  • Roli Meier sagt:

    Von Abzockerei zu sprechen ist falsch. Es wird hier schliesslich kein Monopol ausgenützt. Bezahlte Preise sind Marktpreise (=Marktwirtschaft) und jeder tut sich sowas freiwillig an. Und mal ehrlich: Wer von uns würde als Gastwirt weniger verlangen, wenn der Kunde bereit ist mehr zu bezahlen?
    Wenn das Café Felix keine heisse Schokolade mehr zu diesem Preis verkaufen kann (und das obliegt einzig und alleine an uns Konsumenten), dann sinkt der Preis für dieses Getränk von alleine. Im Gastgewerbe ist der Konkurrenzdruck gross genug dafür.. Und der Autor ärgert sich wohl weniger über den Preis als über die Tatsache, dass er denselben vorher nicht erkundet hat. Tja, selber schuld.

  • maurena salzmann sagt:

    Bin ich froh, dass sowas auch einen Zürcher empört. Aus dem Weisssocken-Kanton kommend falle ich in Zürich teilweise fast in Ohnmacht, wenn ich nach den Einkäufen irgendwo einkehren und etwas trinken will…Im Sommer hole ich etwas in der Migros oder im Coop und lümmel mich an den See. Im Winter gehts direkt nach Hause. Schade eigentlich.

  • Lia sagt:

    die beste heisse Schoggi gibt’s zu Hause mit einer der Löffelschoggis aus dem Globus. Auch mit Schuss, wem es schmeckt.

    • wehrli sagt:

      Globus? Iiiiii so elitär! Dann doch lieber die Migros! Oder gehört jetzt der Globus der Migros und ist daher auch sozitauglich?

      • Carlito Rivas sagt:

        Der Globus gehört schon seit Jahren der Migros, hahahaha.
        Auch Interio, Herrenglobus, Hotelplan, Office World, Sport XXX, Le Shop, Denner, Ex Libris etc. gehören zum Migros-Imperium.

    • L. Grande sagt:

      Haha, mit Löffelschoggi, „Taucherli“? Dann kommt die zu Hause gemacht Schoggi aber fast so teuer zu stehen wie diejenige im Café Felix. Geheimtipp: Eine Tasse Milch mit einem Reiheli von einer Schoggitafel drin im Mikrowellenofen erhitzen. Kostet total etwa 40 Rappen und schmeckt erst noch besser als die 5.20 Fr. (sau-)teuren „Taucherli“.

  • Meinrad Frei sagt:

    also, unverschämte Preise gibt es auch anderswo. Kürzlich im Hotel Storchen, ein normaler Tee für 9.50 Franken!

  • raki sagt:

    Die Rechnung ist ganz einfach: Eigentlich lohnt es sich in keiner Art und Weise an diesem Standort ein Cafe zu betreiben. Die Miete ist, so wage ich zu schätzen, unvorstellbar hoch. Wirtschaftlich wird es dann wenn man eben 10.- für eine heisse Schoggi verlangt. Eine Überraschung sollte das indessen nicht darstellen. Jeder der z.B. mal in Venedig war, weiss dass selbst ein Espresso den Preis einer heissen Felix-Schoggi erreichen kann. Seis drum…Preis-Leistung stimmt sicherlich nicht…deshalb einfach meiden.

    • Corinne sagt:

      Kleiner Tip: In Venedig einfach den Kaffe oder auch die heisse Schockolade an der Bar stehend trinken, so spart man sich je nachdem Terrassenzuschlag, Musikzuschlag und Servicezuschlag 🙂 Geht übrigens auch bei den ganzen Caffes auf der Piazza San Marco.

    • Lukas sagt:

      Die Rechnung würde mich in der Tat auch interessieren. Es wurde mal gemunkelt, das Felix zahle im Monat über 40’000.- Miete. Zudem braucht das Lokal eine schöne Stange Personal, ich würde schätzen, das sind sicher Kosten von sicher 350’000.- im Monat. Dazu noch die Einkaufs- und weiteren Produktionskosten. Was wollen wir sagen? 20’000 im Monat?
      Jetzt müsste man mal hochrechnen können, wie hoch der Umsatz an einem durchschnittlichen Tag ist….
      Also umgerechnet auf heissi Schoggis / Schoggene wäre der Break-even bei 39’047 Stück, mithin 1’300 am Tag 😉

  • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

    das kann man doch auch zu hause haben -> 1 tafel schwarzer premium-schoggi in heisser milch auflösen, 3dl amaretto hinzugeben, einen klacks schlagrahm obendrauf und fertig ist ein köstliches heissgetränk.

    • Peter sagt:

      3dl Amarettoin n heisse schoggi…hombre…aber nur wenn es auf di Bttkante getrunken wird 🙂
      (dl…cl…tja)

    • Joe Vanbeeck sagt:

      Selber schuld…es ist doch schon lange bekannt das die Zürcher In-Läden ihre Kunden abzocken.
      Auf meiner letzten Motorrad-Tour vor dem Einwintern fahre ich immer um die Rigi. Da kaufe ich jeweils im Fabrikladen von
      Felchlin in Ibach ein paar Riesentafeln der weltbeste Schoggi…beim Zgraggen am Lauerzersee kommen ein paar Flaschen Hochprozentiges in den Koffer. Dann gehts noch weiter in den Victorinox-Fabrikladen…hat zwar nichts mit der heissen Schoggi zu tun…ist aber trotzdem ain Besuch wert.
      Auf dem Heimweg besuche ich noch den Schlüssel in Menzingen….da werden noch 2 Zuger Kirschtorten gekauft….die reichen
      zwar nicht den ganzen Winter…aber gegen eine Herbst-Depression sind die alleweil gut.
      So komme ich in Sachen heisser Schoggi ganz bequem über den Winter….zu Hause…und nicht in Gesellschaft von verschnupftem „hässigen“ Servierpersonal und ebensolchen Gästen….in überheizten Lokalen.

  • Marcel sagt:

    Leider gibt es in Zürich kein einziges Restaurant, wo es wirklich eine gute und grosse Auswahl von verschiedener heisser Schokolade gibt. Da muss man schon ins Ausland fahren oder, ich sag es nur ungern, nach Basel ins Xocolatl.

    • Kevin Maria Sonderegger alias Philipp Rittermann sagt:

      ….nach basel……für eine heisse schoggi……….die kostet sie dann rund 80 franken…..da können sie die schoggi ja gleich im café sacher in wien konsumieren….bei angenehmerer atmosphäre!!!! basel….brrrrrr!!!! 🙂

  • Werner Rüegg sagt:

    Danke für den Tip mit dem Beutel Suchard Express. Lege ich sofort ins Handschuhfach, danit ich es immer zur Hand haben. Vielleicht lege ich noch Milchpulver dazu, damit ich nur heisses Wasser bestellen muss.

  • War der Löffel wenigstens aus Silber?

  • Gregi sagt:

    Das sich Leute so etwas freiwillig antun? Diese heisse Schoggi müsste wohl von den schönsten Jungfrauen im Lande in einer Vollmondnacht mit den allerbesten Zutaten von Hand am Holzherd hergestellt werden, damit so ein Preis auch nur im Entferntesten gerechtfertigt werden könnte. Lächerlich! Danke für den Hinweis. Ich werde keinen Fuss in dieses Lokal setzen. Zuhause bleiben und selber machen ist DIE Alternative.

  • Mark O. Vischer sagt:

    Bekanntlich ist bei den Zürcher Restaurationspreisen immer 50% Dummheitssteuer inbegriffen. Aber mal im Ernst: beim Bestellen einer „heissen Schoggi“ (und übrigens auch eines Coupe Dänemark) frage ich immer zuerst, was für Schoggi dabei verwendet wird. Häufigste Kellnerantwort: weiss nicht. Einen Beutel Suchard Express kann ich schliesslich selber mitbringen, und dann reicht es vollkommen, eine Tasse heisse Milch zu bestellen. Kann mir aber vorstellen, dass Zürcher Lokale für das Reinschütten meines eigenen Pulvers bald ein sattes Zapfengeld verlangen werden… Beim Coupe Dänemark wird gern für stolze Preise eine kleine Schale brauner Zuckersirup serviert. Wääk.

  • eric Niggli sagt:

    von Hand aus echter Schokolade zubereitete heisse Schokolade, das gilt auch beim Kaffee Felix! Erst erkundigen, dann schreiben.

  • Kurt Zürcher sagt:

    Das Felix ist eh nur Abriss. War einmal drin, nie wieder! Masslos überteuert, inkompetenter und unfreundlicher Service und noch nicht mal gemütlich… Habe keine Ahnung, wieso das so ein Renner sein soll…

  • Küsel sagt:

    Das schlimmste Erlebnis hatte ich Lakeside vor einem Jahr. Bestellt: 2 Kaffee Amaretto, zu bezahlen 36.-! Wir haben uns beschwert und gesagt der Preis kann nicht stimmen, wir möchten mit dem Management sprechen (das erste und einzige Mal in meinem Leben!). Dieses bestätigte uns den Preis wie folgt: 2 Mal Kaffee plus 2 Mal 2 Shots Amaretto. Natürlich wäre es auch zuviel verlangt gewesen, Schlagrahm darüber zu servieren, also haben wir für einen Pseudokaffeefertig 18.- bezahlt, mehr als unsere Freunde für ihren Coupe, den sie da auch verspiesen haben. Deshalb mahne ich die Leute bereits im Vorfeld: Hände weg oder klare Preisvereinbarung vor der Konsumation im Lakeside! Ich habe nichts gegen hohe Preise für gewisse Lokalitäten – es gibt Leute, die wollen zuviel bezahlen um als „chic“ zu gelten – definitiv aber etwas gegen offensichtliche Abzockerei.

    • Michael Müller sagt:

      Das erinnert mich gerade an die Art und Weise wie das Kaufleuten Drinks verrechnet… bestellte dort einmal einen doppelten (4cl) Jack Daniels. Und bezahlte ebenfalls etwas in der Grössenordnung von 36 CHF, auf der Quittung stand dann so etwas wie:
      2cl Jack Daniels 18 CHF
      2cl Jack Daniels 18 CHF
      Total 36 CHF. als hätte ich 2 einzelne Getränke bestellt.. Wohlgemerkt, eine Flasche Jack (70cl, und damit 17 mal mehr) gibts im Coop für rund 30 CHF. Ebenfalls frech ist, dass offenbar nur del Alkohol verrechnet wird: Sprich 2cl Alkohol in einem Glas ist gleich teuer wie ein aufwändiger Longdrink (mit 2cl Alkohol, Schüttel- und Mixarbeit und Fruchtdekoration). Seltsame Preispolitik – und zukünftig ohne mich.

      • kuno wiedmann sagt:

        eigentlich sollte bei einem whiskey die normale portion 4cl und nicht 2cl betragen. das ändern in letzter Zeit viele wirte klammheimlich und verlangen dann für 2cl gleich viel wie vorher 4 cl. Beim 2cl ausschank werden mit einer flasche jack fr. 600.- eingenommen (630.- abzüglich Fr. 30.-Einkaufspreis)….Das kan auch durch hohe lohnkosten/miete etc. nicht gerechtfertigt sein.

        ich geh nur in der Schweiz in ein Restaurant oder Bar, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

      • Roman Rebitz sagt:

        Deshalb bestellt man im Kaufleuten gleich eine ganze Flasche, zumindest früher hat man damit extrem viel gespart und hinterlegen konnte man sie auch und beim nächsten Besuch weitertrinken 🙂

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