Marodierende Milchschnäuze

    Die Kleider zahlt noch Mama, aber randalieren können sie schon. (Bild: Reda El Arbi)

Die Kleider zahlt noch Mama, aber randalieren können sie schon. (Bild: Reda El Arbi)

Unser Stadtblogger Reda El Arbi  geriet in der Nacht auf Sonntag in die Krawall-Party bei der Rentenanstalt. Eine persönliche Einschätzung:

Samstagnacht war es wieder mal soweit: Einige hundert Jugendliche wollten mitten in der Stadt eine illegale Party feiern. Nun ja, streng genommen sind die Partys eigentlich nicht illegal, nur eben ein wenig unorganisiert. Da in der Schweiz noch immer Versammlungsfreiheit herrscht, dürfen sich am See auch so viele Jugendliche zu einem Bierchen versammeln,  wie eben Platz haben. Das heisst, solange sie nicht andere Besucher massiv stören oder irgendwas kaputt machen oder anzünden. Das Wörtchen «Illegal» dient  nur dem Nervenkitzel der Besucher.

Eigentlich hätte auch niemand weiter von dieser Party am Samstag erfahren, wie auch niemand sonst von den dauernd stattfindenden Flashmob-Partys erfährt. Weils eben Partys sind, bei denen höchstens mal ein genervter Nachbar wegen Lärm die Polizei ruft.

Aber natürlich hat die ganze Stadt von dieser Party erfahren, weil eben einige wenige testosterongesteuerte, alkoholisierte Bubis mit der Polizei «Fang mich» spielen wollten. Sie zündeten einen Container an und warfen Flaschen auf die anrückende Feuerwehr, während die friedlichen Partyteilnehmer am See sassen, die Sterne betrachteten und das Leben genossen. Das darauf die Polizei mit einem massiven Aufgebot einfährt, hätte sich jedes Kind ausrechnen können. Und dafür, dass es einen verletzten Polizisten gab, sind die Beamten erstaunlich zurückhaltend vorgegangen. Es gab nur zwei Verhaftungen.

Ja, ich war da – mittendrin – und es waren wirklich Bubis, die ausflippten. Sechzehnjährige wohlstandsverwahrloste Mittelstands-Milchschnäuze in überteuerten Turnschuhen, die ihre eigene Männlichkeit noch nicht entwickelt haben und sich durch jede Form von Uniform (selbst von der Feuerwehr oder einem Pöstler) in ihrem Selbstwert angegriffen fühlen. Frauen haben übrigens nicht mitgemacht, sie haben die Idioten noch nicht mal angefeuert.

In der Diskussion nach der Krawallparty haben einige sonst eigentlich wirklich aufgeklärte und aufgeschlossene Leute gemeint, dass «die Jugend für ihre Freiräume kämpfen muss». Ich war überrascht von dieser Logik. Ich dachte immer Freiräume erarbeite man sich, indem man sie sich nimmt und beweist, dass man mit den neu gewonnenen Freiräumen auch umgehen kann. Aber irgendwie fehlt mir der Zusammenhang zwischen Strassenschlachten und Feiern oder Freiräumen.

Wie man sich durch einen massiven Polizeieinsatz mit Verletzten und grossem Medienecho Freiräume erarbeiten will, erschliesst sich mir nicht. Im Gegenteil, die Party  hätte ja stattfinden können, ohne dass es irgendwen interessiert. Das wär für mich schon der eigentliche Freiraum. Nur wissen die Krawallbubis offensichtlich nicht mit Freiräumen umzugehen.

Das Einzige was die Konsum-Revoluzzer erreicht haben, ist, dass die nächste spontane Party eben diesen Freiraum nicht mehr haben wird, weil die restlichen Stadtbewohner die Nase von Krawallen voll  haben. Und ich hoffe von Herzen, zukünftige Party-Organisatoren vermerken auf ihren Flashmob-SMS und Facebook-Einträgen, dass gewalttätige Party-Crasher gemieden werden wie Aussätzige. Die Kids sind alt genug, um Partys zu organisieren – und ich glaube fest daran, dass sie auch alt genug sind, die Randalierer in den eigenen Reihen zu zurückhalten oder auszuschliessen.

In diesem Sinne: Auf die nächste Party!

 (Nachtrag:  Am selben Abend fand eine Party von Autonomen auf dem Helvetiaplatz/Kanzleiareal statt. Sie lief friedlich ab.)

164 Kommentare zu «Marodierende Milchschnäuze»

  • Zuschauer sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Ein wirklich ausgezeichneter Artikel, der es auf den Punkt bringt.

    Es geht nicht um fehlende Freiräume für Jugendliche so wie es Soziologen und andere bezeichnen, die überhaupt keine Ahnung haben (niemand aus dieser Szene kennen), aus verstaubten Büchern lesen und versuchen mit alten Thesen dieses „Phänomen“ zu erklären.

    In Zürich gibt es fast jeden Tag eine Party und andere Möglichkeiten sich zu vergnügen (Jugendhäuser, Provitreff und und). Es fehlt sicher nicht an Freiräumen. Es ist nur toll unter freiem Himmel eine Party zu feiern und man tut es, weil man kann.

    Die Organisatoren dieser Parties (zumind. weiss ich von dieser beim Bellevue; als das Stadelhofen fast abgebrannt wurde) wollten sich an der Polizei rächen bzw. Krawall machen, weil die Polizei eine illegale Party Nähe Hardbrücke ziemlich brutal beendet hatte. Leider/zum Glück kam ich zu spät dort an (Hardbrücke), um genau zu sagen, was geschehen ist. Einige jungen Leute haben behauptet, dass die Polizei ohne Vorwarnung Tränengas und Gummigeschosse geworfen hat.

    Im Weiteren (Hören/Sagen), soll zu Beginn ein Zivilpolizist zum DJ hingegangen sein und mit ihm gesprochen haben. Scheinbar hat der DJ abgeblockt (also weiter Musik gespielt) und der Zivilpolizist soll sich nicht als Polizist vorgestellt haben. Hätte der DJ die Musik gestoppt, dann wäre es möglicherweise nicht ausgeartet.

    Ich habe am Boden zerbrochene Bierflaschen gesehen. Wer nun wirklich zuerst gewalttätig war…ist schwierig zu sagen. Man kann nur vermuten.Kann sein, dass die Polizei dort unangemessen brutal reagiert hat, weil es keine Zuschauer, keine Kameras gab. Aber es kann sein, dass einer dieser 16 jährigen irgendwo am Rande zuerst ’ne Bierflasche geworfen hat. Kann sehr gut sein, dass die Polizei dort unangemessen reagiert hat.

    Ich habe mir angehört, was diese jungen Menschen sagten. Viele waren dort, um Musik zu hören, waren schockiert, und einige, die nichts gegen n bisschen Polizei-Action haben bzw. das sogar kuhl finden. Die sind übrigens alle nicht mal 20 Jahre alt.

    Die meisten Jungen sind nach diesem „Event“ in die Clubs weitergezogen… Also gibt es doch genug Freiräume 😉

    Ich kann mich an eine „illegale“ Party im Tunel (Bahnhof Enge) erinnern (Jahre 2002). Älter Leute (zwischen 25 und 35) tanzten im Tunnel. Einige junge Randalierer (knapp 20) standen draussen (nicht im Tunnel) und haben einem vorbeifahrenden Polizeiauto den Mittelfinger gezeigt und damit überhaupt erst auf diese Party aufmerksam gemacht (sonst wäre das Ganze nie aufgeflogen). 10 Minuten später kam die Polizei. Nett, lächelnd, baten darum, dass wir aufhören und aufräumen. Alle haben befolgt, nur ein DJ (der damals schon immer am meisten Testosteron verspritzt hat) hat die Klappe aufgerissen und sagte: Scheiss-Bullen (und war so, als erwarte, dass sich hooligan-artig der Rest ihm anschliesst). Das fand ich ziemlich peinlich, primitiv und habe ihm das auch ziemlich deutlich/laut vor allen Anwesenden mitgeteilt. Danach hat er zum Glück die Klappe gehalten. Es verlief alles friedlich.

  • Hélène Lindgens sagt:

    @ reda: bin ja genaus so ein freigeist wie du, aber könntest du die unerträglichen, despektierlichen, ananständigen und unqualifizierten kommentare von herrn real bitte ausblenden. sie sind ein zumutung für alle, die sich ernsthaft auf dein thema eingelassen haben….

    …. und schreib endlich ein buch über deine vergangenheit, bei all diesen kommentaren hättest du die erstauflage bereits verkauft

  • Simone W. sagt:

    Mal was anderes (da Sie ja als Autor coolerweise auch beim kommentieren weitermachen):
    „Ich dachte immer Freiräume erarbeite man sich, indem man sie sich nimmt und beweist, dass man mit den neu gewonnenen Freiräumen auch umgehen kann.“
    Wie „nimmt“ man sich Freiräume? (vorallem wenn sie niemand hergeben will?!) Und wer bestimmt, was der „richtige Umgang“ ist? Die Jugenlichen, die Erwachsenen?

    • Roger S. sagt:

      @ Simone W, und wir würde es mit denn freiräumen aussehen wenn jeder das machen könnte was er will, dann hätten alle die freiräume die sie wollen, aber wäre es besser? denn auch unter bürger gibt es meinungsverschiedenheiten, würde das gut gehen wenn wir keine regeln, keine gesetze usw. mehr haben? ich denke richtige umgang sollte jedem einzelnen eigentlich klar sein, andere menschen mit respekt behandeln, andere menschen nicht verletzen mit körperlicher oder psychischer gewalt usw. machen sie doch mal vorschläge zu denn fragen wo sie uns stellen 😉 weil fragen, urteilen, verurteilen ist immer das leichteste 😉 also was würden sie sagen, wie sehen sie es usw. ?

  • Karl Eigenmann sagt:

    Lieber Reda El Arbi, anstatt im Nachhinein eine grosse Feder zu schwingen, hätten Sie lieber vor Ort die Milchbärte (waren ja nur so um die 20 Nasen) zur Einsicht bringen sollen. Bestimmt waren noch mehr „gestandene Männer“ dort, die Sie unterstützt hätten… aber gaffen, wenn die Post abgeht, hat eben auch seinen Reiz – so wie es scheint…

    • Reda El Arbi sagt:

      Hab ich gemacht, hat aber nichts genutzt. Unterstützt wurde ich von den anderen, friedlichen Partygästen. Aber der Alkoholpegel war schon zu hoch bei den Randalierern. Hat mir übrigens einen Kinnhaken eingebracht 🙂

      • Marius Meier sagt:

        Dann müssen wir von 2 Verletzten reden. Auch Ihnen gute Besserung und Danke für die Courage.

        Schön, dass Sie das mit dem Alkoholpegel erwähnen. Meine banale Theorie, dass das Verhalten sehr substanzbedingt geschieht, bekommt damit Aufwind. Bin ja Rechthaberisch 🙂

        • Simone W. sagt:

          Auf der einen Seite stimme ich gerne in das „Alkohol-fördert-Gewalt“-Lied ein; andererseits stimmt es eben doch nicht, da gibt es „Erwachsenenparties“, die den Konsum von Jugendlichen in den Schatten stellt (und einfach zur Erinnerung: wenn ihnen ein Jugendliche sagt, er habe eine Flasche Wodka getrunken, dann gibt es zwei Möglichkeiten: a) er lügt (trifft wohl in 99% der Fälle zu) oder b) er ist seit dem Kindergarten Schwerstalkoholiker… ansonsten könnte er weder sprechen noch stehen…).
          Ist es die Mischung von Alkohol und Testosteron? (Analog: Die Mischung von Alkohol und weiblichen Hormonen führt zu Drang nach Brustentblössung und Zugenküsse mit der besten Freundin?!?… 🙂 )

          • Marius Meier sagt:

            Das Schwierige an der Substanzen-Diskussion ist, dass Substanzen sehr individuell wirken. Der oder die Eine werden müde, geschwätzig, lüstern oder agressiv usw.. Jede Persönlichkeit und jede Substanz wirken in Kombination dann auch noch anders. Also eine riesige Menge an Möglichkeiten. Ausserdem spielt auch noch das sogenannte „Setting“ eine gewichtige Rolle. All diese Kombinationen erzeugen viele verschiedene Wirklichkeiten, die dann in so einer Diskussion eingebracht werden.

            Bemüht man die Statistik kommt man wohl weiter. Diesbezüglich bin ich mit der aktuellen Drogenpolitik nicht einverstanden. Die Trends zu Alk und Koks sind eindeutig.

          • Roger S. sagt:

            @ Simone W, von wo wollen sie wissen was andere denken, ob sie lügen oder nicht? können sie in die köpfe anderer sehen? und ja ich spreche alle an erwachsene wie auch jugendliche von allen gibt es alles, von allen gibt es leider solche die es einfach nicht mehr schaffen sich grenzen zu setzen z.b. beim alkohol trinken und die kolegen usw. von denen sind oft nicht unschuldig, sie sagen dann nicht mal was wenn ihr bester freund, beste freundin usw. sich am vollsaufen sind, nein heute werden sogar noch foto’s gemacht weil es ja so lustig ist usw. heute spricht man von spass haben aber ich sehe da fäng nur noch sich vollsaufen, man spricht davon ja mit alkohol wird man lockerer und lustiger und findet tausend gründe davon wieso man das machen sollte. sollte man nicht da anfangen umzudenken? und mal endlich auch verantwortung übernehmen? statt ständig immer nur die schuld der polizisten zu geben uvm.? weil die polizisten zwingen einem nicht sich vollzusaufen und die hätten bestimmt auch was besseres zu tun als wegen solchen leuten ausrücken zu müsse und von wegen die wo sagen: die polizisten seien nie dort wo man sie braucht usw. 1. die polizei hat zuwenig personal, realistisch gesehen aber eben realisitsch denkt auch fast keine mehr, geht es so gar nicht das sie überall sein können 2. würden manche bürger auch mal anfangen verantwortung zu übernehmen und mithelfen eben z.b. wenn man ein koleg hat der sich vollsaufen will zu signalisieren: hey das finde ich nicht gut was du da machst oder machen willst, so gäbe es auch schon wieder weniger die sich vollsaufen würden uvm. würden viele sich auch die grenzen setzen können beim alkohol trinken = weniger besoffene = weniger gewalt = die polizisten könnten an wichtigeren orten sein z.b. bei unfällen uvm. und sich um anderes und wichtigeres kümmern eben um die sachen wo die leute sagen: nie sind sie dort wo sie sein sollen. 3. aber eben manche bürger machen es sich immer sehr einfach, nur immer fordern, verurteilen, die fehler anderer sehen, ander beschuldigen aber selber nicht mithelfen, nicht hinschauen, keine verantwortung übernehmen aber von denen spricht man nie waurm nicht? ist es ok wenn sich bürger vollsaufen bis zum umfallen oder ist jetzt die mehrheit so die sich selber vollsaufen und darum das nicht kritisieren und verurteilen? und was hat das mit spass haben zu tun? und man spricht für seinen freund, seinen koleg, kolegen usw. würden man alles tun, nur das beste wollen, was ist daran gut usw. wenn man zuschaut evtl. noch foto’s davon macht wenn der koleg, die kolegin von einem sich besauft? genau so kindisch finde ich die geschlechterkämpfe, ich sage: es gibt von allen alles. können sie auch mal lösungsvorschläge machen? oder können sie nur fragen stellen und verurteilen usw. ? geht eigentlich soviele an hier drin, verurteilen, fragen stellen ist einfach darum machen es viele, aber wieviel sind wirklich besser als politiker und signalisieren das auch indem sie auch mal lösungsvorschläge bringen 😉 weil von solchen sachen liest man hier selten was, oder sieht man draussen selten das jemand auch mal verantwortung übernimmt und mithilft. viele sagen sich heute einfach: betrifft mich nicht, geht mich nichts an, kann eh nichts machen, alleine kann ich nichts erreichen usw. aber alle sagen von sich auch sie seien sozial, stark, selbstbewusst usw. irgendwie ein wiederspruch 😉 immer schön denn einfachen weg gehen, selber wegschauen aber dann weniger gewalt wollen und polizisten usw. kritisieren tztz

  • Andreas Müller sagt:

    Gedanken zum Thema:

    – Die Idee, dass die „anständigen 90%“ der Jugendlichen Hand anlegen sollen gegen die 10% „anderen“, ist, abgesehen von praktischen und rechtlichen Problemen, geradezu absurd. Ich (21) bin kein Polizist und ja wohl nicht verantwortlich für meine gesamte Generation. Ich verlange auch nicht von 50-jährigen, dass sie kollektiv zum Paradeplatz rennen, wenn mal wieder ein Investmentbanker unsere diplomatischen Beziehungen aus Geldgeilheit an die Wand gefahren hat.
    – Dass die heutige Jugend schlechter ist als die frühere, glaube ich nicht. Wer zur Generation der Babyboomer gehört, soll sich mit allzu genereller Kritik sowieso zurückhalten. Es gab wohl nie eine Generation, die so von wirtschaftlichem Boom und Sorglosigkeit geprägt war wie jene. Natürlich, ich war mit meinem bescheidenen Alter nicht dabei. Aber ich spreche oft mit allen möglichen Leuten, auch älteren. Auch früher wurde gesoffen, gekifft und geprügelt. Was sicher stimmt, ist dass früher niemand mit dem Messer in den Ausgang ging. Bei aller politischen Korrektheit dürfen wir aber auch ehrlich sagen, dass diese Phänomene wenig mit dem gut integrierten Teil der Gesellschaft zu tun haben und, Zufall oder nicht, in den 90er-Jahren ins Land importiert wurden. Auch hier gilt aber, dass eine äusserst kleine Minderheit nur jenen die Vorurteile gegenüber der ganzen Gruppe bestätigt, die sowieso immer einen Weg finden, ihre voreingenommene Weltsicht zu untermauern.
    – Abfallcontainer anzünden und Uniformierte, egal von welcher Organisation, anzugreifen, geht überhaupt nicht. Wenn ich etwas verabscheue, ist es sinnlose Gewalt.
    – Seid doch nicht so stolz auf eure Vergangenheit. Kann denn jemand stolz auf den Letten sein? War der Platzspitz eine tolle Zeit? Wohl eher nicht…
    – Was sollen die ewigen Sprüche à la „Sollen doch mal nach Nordkorea“ oder „in Kambodscha gäbe es das nicht“? Etwa dasselbe Niveau wie das Gefasel von der „Wohlstandsverwahrlosung“, das sich übrigens schon mein Vater anhören musste. Erinnert mich ein bisschen an die Minarett-Initiative, als das (teilweise grob falsche) Argument von „versuch doch mal, DORT eine Kirche zu bauen“…
    – Das Thema Freiheiten in der Stadt Zürich ist ein ewiges und sollte m.E. abgekoppelt von diesem Anlass, der wohl kaum eine Protestaktion gegen das Reinstuhlen um Mitternacht war, diskutiert werden. Ich finde es auch lächerlich, wenn ich an einem Samstagabend um Mitternacht meinen Platz räumen muss, weil in der Stadt Zürich ab dann nur noch drinnen getrunken werden darf. Aber sollte der politische Wille da sein, dies zu ändern, wäre das wohl das kleinste Problem.
    – Das war jetzt zu viel Text für einen bedauerlichen und doofen Abend, den die Stadt aber wohl doch verkraften wird.

    • Marius Meier sagt:

      Also wenn Sie, Andreas, unsere Jugend widerspiegeln, chapeau. Sehr differenziert.

      Als Polizist müssen Sie ja nicht figurieren, aber Einfluss nehmen dürfen Sie schon. Ihre Argumentationskraft ist stark, nützen Sie das.

      Ich mag mich erinnern, dass ich in den 90ern (also zu meiner Jugendzeit) am 1. Mai in meiner Runde bekundete, dass ich Nachdemos und Steine schmeissen nicht cool finde. Da wird einem dann schon das „Weichei“ vorgeworfen.

    • Alex Dominguez sagt:

      @ Andreas Müller Es geht gar nicht darum, „stolz“ auf irgendeine Generation zu sein. Aber in den 70er und 80er Jahren hat es solch sinnlose, organisierte Massenbesäufnisse einfach nicht gegeben. Ich höre immer „Party“. Diese von den Amis importierte Unwort sagt eigentlich nur aus, dass Leute, die sonst keinen Lebensinhalt mehr haben, sich diesen mit gütiger Hilfe von Alkohol und Drogen suchen. Oder war schon mal jemand auf einer Party, wo kein Alkohol getrunken wurde ? Warum hinterfragt man das nicht mal ? Wer nur noch lustig sein kann, indem er sich mit ungesunden Substanzen vollpumpt, der hat doch generell ein Problem. Wird es denn besser, wenn das auch frühere Generationen schon gemacht haben ? Das viele Junge keinen Respekt mehr vor nichts haben und nur ihr eigenes Ego in den Mittelpunkt stellen, schleckt keine Geiss weg. Das dadurch die Gesellschaft immer mehr aus dem Ruder läuft, ist bereits absehbar. Konsumieren ohne das Geld dafür zu verdienen und überall eine grosse Klappe haben, das sehe ich leider bei vielen Jugendlichen. Natürlich gilt das nicht für alle. Mir geht es auf jeden Fall gehörig auf den Sack, dass man sich Freitag und Samstag Abend kaum mehr in die Städte getrauen kann, ohne befürchten zu müssen, von einer Horde zugedröhnter Möchtegern-Machos angemacht zu werden. Der Schreiber hat genau die richtige Bezeichnung gefunden: „wohlstandsverwahrloste Mittelstands-Milchschnäuze in überteuerten Turnschuhen, die ihre eigene Männlichkeit noch nicht entwickelt haben“ ! Besser könnte man es nicht sagen !

      • Andreas Müller sagt:

        Herr Dominguez, ich bin beinahe jedes Wochenende im Ausgang in Zürich. Mit meinem selbstverdienten Geld notabene, auch wenn das eigentlich niemanden etwas angeht. Was ist ihnen denn in der Stadt alles so passiert, dass sie sich nicht mehr hierhin getrauen? Ich mag das einfach nicht glauben. Ich wohne im Kreis 4 (in der selber bezahlten Wohnung, falls das für Sie von Relevanz sein sollte) und fühle mich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit absolut sicher.

        Was ihre Party-Aversion betrifft: Sicher haben Sie recht, wenn Sie kritisieren, dass Alkohol und Drogen im Leben vieler Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen. Dass Alkohol als Droge gesellschaftlich weite Akzeptanz geniesst, können Sie aber nicht der heutigen Jugend anlasten. Diese Weichen wurden früher gestellt. Es ist doch immer eine Frage des Masses. Wer sich jedes Wochenende ins Triemli säuft, hat definitiv wenig kompetente Eltern und das falsche Umfeld. Den einen oder anderen Abend mit ordentlichen Kopfschmerzen am Morgen danach gab es aber bei mir auch schon und ich weigere mich, dies als allzu problematisch zu betrachten oder gar als besonderes Kennzeichen meiner Jugend. Dazu decken sich einfach allzu viele Erzählungen (vielleicht von Leuten, die an anderen Orten gross geworden sind als SIe?) nicht mit ihrer Niedergangsthese.

        Dass die „heutige Jugend“ keinen Respekt mehr hat, ist mir so einfach zu generell. Ich habe Respekt vor allen Menschen, stehe im Tram auf, wenn eine ältere Person sich nähert und versuche, zu allen freundlich zu sein – wie beinahe alle jungen Menschen, die ich kenne. Ich bin allerdings keiner fremden Person, so alt sie auch sein mag, Rechenschaft schuldig. Respekt müssen sich nicht nur Junge erarbeiten. Wenn mir einer, egal welchen Alters, blöd kommt, dann kann er nicht mit Duckmäusertum rechnen. Und was das eigene Ego in den Mittelpunkt stellen betrifft: Wieviele Jugendliche kennen sie denn? Und bedenken Sie doch bitte, dass Jugendliche heute z.B. mit einer völlig veränderten Arbeitswelt konfrontiert sind. Heute tritt niemand mehr mit 20 in den Betrieb ein und mit 65 aus demselben wieder aus. Flexibilität ist heute mehr gefordert, und das führt dann eben vielleicht auch dazu, dass die Loyalität gegenüber dem eigenen Arbeitgeber abnimmt. Es scheint mir auch ein bisschen seltsam, dass diese Klage aus der Generation kommt, in der noch kein Mann daran gedacht hat, seine eigene Karriere zugunsten der Kinderbetreuung in den Hintergrund zu stellen und in welcher sich wohl gerade der Bankenplatz Zürich noch ganz gut zum Bild aus „James Bond“ – Filmen gepasst hat. Dass die Generation James Schwarzenbach tatsächlich weniger an sich selbst gedacht hat als die heutige, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

        @ Marius Meier: Vielen Dank 😉 Ich habe mir auch schon eine Klatsche eingefangen, als ich mit Kollegen am Central eine Schlägerei schlichten wollte. Ich, und die meisten anderen Jugendlichen wohl auch, versuchen schon, Einfluss zu nehmen – aber es ist eben auch ein bisschen so, dass der normale Teil der Jugendlichen selten den SMS-Aufrufen zu illegalen Parties mit Polizeischlacht-Ankündigung folgt.

        • Gabi Roeck sagt:

          Genau meine Meinung:Sie haben völlig recht.Polizeischlacht Ankündigungenallerdings dürfte es wohl kaum geben.Es eskaliert einfach aus den bekannten Gründen.

          • Marius Meier sagt:

            Gestern hatte ich auch ein reales Erlebnis bezüglich „Jugendgewalt“. Durchwegs erschreckend. Ich bin am Bellevue auf der Quaibrücke Richtung Bürkliplatz gelaufen. Am Seebord, wo die Brückenspringer rauskommen, war ein Tross vorallem männlicher Jugendlicher. Sie umringten einen Mann, relativ beleibt, in Shorts, nackter Oberkörper, evt. leicht behindert oder betrunken (von Weitem konnte ich es nicht sicher erkennen, aber er bewegte sich nicht „normal“). Er war klatschnass auf der Bank zum See, musste irgendwie in den See gefallen sein. Der Typ stand auf, die Jugendlichen stellten sich um ihn und wurden sehr aggressiv. Dann haben Sie ihn mit Kickboxen attackiert. Die Knie und Füsse auf Höhe seines Kopfes. Für mich ein in Kauf nehmen von schwereren Verletzungen.
            Sofort habe ich runtergeschrien, sie sollen aufhören, ich war ja weit weg. Immerhin, meine Stimme hat vielleicht für 2 Sekunden Ablenkung gesorgt. Dann ist ein anderer Junge gekommen, hat den Typen weggezerrt und zugleich die 3-4 zuschlagenden Jugendlichen abgehalten.

            Erschreckt hat mich das Kickboxen, das ist massiv wie eine Waffe. Die Feigheit, 3-4 Jungs zugleich gegen einen wehrlosen Typen???
            Auch erschreckt hat mich die vielen Zuschauer, die weder was gerufen haben, noch die Polizei gerufen haben. Gaffen geht gar nicht, man muss nicht gleich ins Gemetzel und sich selbst in Gefahr bringen, aber rufen, mit anderen zusammenstehen und auch die Polizei ist in solchen Situationen sofort gefragt. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei und die nächste Truppe waren Touristen, die auch kein Handy hatten, auch schien die Lage beruhigt. Ausserdem hätte ich nicht mehr ganz sagen können, wer genau zugeschlagen hat, trotzdem: Das war für mich ein No go. Diese Jungs müssen schleunigst lernen, wie sinnlos diese ganze Sache war.

  • Gabi Roeck sagt:

    Ich habe sehr interessiert alle Ihre Kommentare gelesen und muss sagenn,als sogenannte Insiderin (Mutter dreier Jugendlicher,
    die ebenfalls teilweise diese Partys besuchen) habe ich eine völlig andere Sicht auf die Dinge.Die Jugendlichen gehen dahin,weil
    sie „gute“ Musik hören ,Spass haben wollen,eventuell neue Kontakte zum jeweils anderen Geschlecht knüpfen wollen und vor
    allem ,weil sie sich die teueren Preise in den Zürcher Clubs,in denen es auch nicht viel besser zugeht , nicht leisten können.
    Ich höre auch immer wieder,dass auf den sogenannten Waldpartys der Müll aufgeräumt wird, Musikpausen zum Müllaufräumen
    eingelegt werden.Also so schlecht erzogen sind die Jugendlichen nicht. Natürlich gibt es immer wieder schwarze Schafe,die
    eine derartige Sichtu nglaubwürdig machen.Aber ich kenne wirklich viele Jugendliche und da ist das selbstverständlich,dass Müll
    aufgeräumt wird,auch nach Grillfesten,etc.,etc.
    Meiner Meinung nach ist das Problem ein völlig anderes.Es sind die Drogen,illegale Partydrogen,Cannabis und Alkohol,die eine
    Party zum Eskalieren bringen können und diese kommen nicht nur ,aber auch von Leuten,die sich auf solchen Partys sozusagen
    unters Volk mischen.

    • Marius Meier sagt:

      Gabi, freut mich so zu hören. Ich sehe es auch so, dass die heutige Jugend in der Presse schlechter dargestellt wird, als sie wirklich ist. Natürlich hat dies auch damit zu tun, dass ein gemütlicher Grillabend nicht berichtenswert ist, eine Randale aber schon. Journalismus braucht ja Aufmerksamkeit, das möchte ich jetzt nicht verurteilen sondern nur feststellen.

      Bezüglich Drogen, Gabi, rate ich Ihnen sich besser zu informieren. Das hilft Ihnen zu wissen, welche Substanzen eskalierend sind und welche nicht. Aber auch hier bin ich sonst ihrer Meinung, eskalierende Rauschsubstanzen (es ist eben nur: Alk, Koks oder Speed) können gravierende Fehlverhalten auslösen.

      • Gabi Roeck sagt:

        Tja,da ist leider so.Ich bekomme es eben so hautnah mit,da meine Kinder eben nicht wohlstandsverwahrlost sind und mir
        erzählen,was in der Regel auf diesen Partys abläuft. Im Grunde wollen sie nur Spass haben und Party machen.

      • Gabi Roeck sagt:

        Lieber Marius,was die Substanzen anbelangt, würde ich sagen,an erster Stelle ist es der Alkohol,dann Speed,aber das macht ja eher müde, und dann nicht Koks,sondern eher Ritalin.Koks ist ziemlich out.

        • Marius Meier sagt:

          Liebe Gabi, tatsächlich Ritalin. Sie sind sicher näher dran. Ist mir wohl, wenn Koks out ist! Wie aber Ritalin wirkt, ist mir nicht bekannt, gebs zu.

          • Reda El Arbi sagt:

            Sowohl Speed wie auch Ritalin sind Amphetaminderivate. Beide wirken aufputschend, ausser bei Jugendlichen mit ADHS, wo Amphetaminderivate durchaus helfen können, sich auf eine Aufgabe zu fokussieren. Es sind nie die Substanzen, die schlecht sind. Es ist immer die Art des Konsums, die Ärger macht. Ein Haufen Speed am Strassenrand tut niemandem weh. Ein Haufen Speed in einem Jugendlichen ist schon ziemlich gefährlich.

          • Gabi Roeck sagt:

            Herr El Arbi ,hat recht.Genauso wirkt Ritalin.Es wird ausserdem noch gerne von gestressten Studenten vor Prüfungen
            als Aufputschmittel benützt.Als Partydroge ist mir ebenfalls neu.Aber man kann es glaube ich,relativ einfach bekommen
            .Ebenfalls beliebt sind Schlafmittel und Hustentabletten,wie Bexine.Diese sind sogar rezeptfre für wenig Geldi in der Apotheke erhältlich und Bexine hat dieselben Wirkungen wie Heroin.Man gibt anschliessend seine Grösse und sein Körpergewicht auf einer Webseite im Internet ein und wählt den Grad des Rauschzustandes ,den man haben möchte.Dann wird einem ausgerechnet,wieviele Tabletten man schlucken muss..Ziemlich einfach,nur man braucht leider jedes Mal eine höhere Dosis und das kann tödlich enden.Lieber Marius Sie haben Recht,ich bekomme so eine ganze Menge mit.Geben Sie einfach mal das Stichwort Bexine im Internet ein,dann haben Sies.Dagegen ist
            Cannabis völlig harmlos.

  • Jaguar sagt:

    Lieber Reda el Arbi,

    Eigentlich gehe ich mit Ihnen in den wesentlichen Grundzügen überein.
    Nur Ihre Ausführungen bezüglich die Freiräume finde ich etwas zu angepasst und zu „geschmäcklerisch“.
    In den grossen Jugendunruhen anfangs der 80er Jahre (Opernhaus-Krawalle) wurde Zürich von Studenten und Jugenlichen mit Gewalt überzogen, da für sie keine Freiräume für alternative Kultur und für Party- und Musiklokale vorhanden waren. Alles fand in den teuren, etablierten Clubs und Bars statt. Sie mussten sich ihr Recht auf diese Freiräume auf der Strasse erkämpfen. Mit Reden und vernünftigem Handeln war bei der damaligen Stadtregierung nichts zu machen (Sigi Amin Gaga). Erst als man eingesehen hat, dass die Ordnungshüter immer brutaler gegen ein legitimes Recht der Jungen vorgingen, wurde eingelenkt und die Rote Fabrik als Kulturzentrum zur Verfügung gestellt.
    Die jungen Leute von heute haben nicht immer das nötige Geld um in den etablierten und teuren Clubs abzufesten. Die Stadtregierung schliesst dazu beide Augen. Die jungen Lehrlinge und Gymniasten brauchen günstige Party- Musik und Kultur-Lokale, wo das Bier und der Softdring nicht viel kosten und Improvisation gewollt ist.
    Ich glaube um mehr geht es hier gar nicht. Es ist der Frust, nicht am teuren Stadtleben teilnehmen zu können. Schauen Sie mal in die Geschichte der 80er Jugendunruhen und Sie werden plötzlich viele Parallellen zu heute erkennen. Nur war es damals viel gewalttätiger als heute, und zwar auf beiden Seiten.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich kenn einige Jugendliche, die eigene Konzerte und Partys organisieren. Von denen hört man aber nix in der Presse. Wohl, weil sie „Conainer anzünden“ nicht zum Partyprogramm zählen. Ja, in den Achzigern wars gewalttätiger, auf beiden Seiten, aber da gabs auch überhaupt keine Freiräume. Inzwischen sind Auseinandersetzungen mit der Polizei eine Art Freizeitvergnügen, etwas, wozu man sich trifft wie zum Kinobesuch. ungefähr im gleichen Geist, wie H&M Che Guevarra T-Shirts verkauft.

      • Simone W. sagt:

        Das ist ungefähr das gemeinste und eingebildetste, was Sie als Antwort hätten schreiben können… Glauben Sie ernsthaft, dass alle 80er-Steinewerfer nur aus politischer Motivation heraus gehandelt haben, glauben Sie nicht, schon damals gab es Leute, die Krawall um des Krawalls wegen machen?!

        • Reda El Arbi sagt:

          Nein, aber viele waren wirklich mit politischer Motivation dort. Am Samstag war keiner mit politischer Motivation dort. Auch am 1. Mai sind die Randalierer schon lange nicht mehr politisch motiviert, es ist ein „Happening“, zu dem man sich gut ausgerüstet trifft und mit dem man dann vor seinen Freunden angibt. Die Einzigen, die beim Randalieren noch einen politischen Anspruch haben, sind die Leute vom Schwarzen Block. Auch wenn eigentlich niemand genau weiss, was sie eigentlich fordern.

          Am Samstag gabs keine Forderung, nur Gewalt.

    • Zuschauer sagt:

      Lieber Jaguar
      Im Jahre 1997 (da war ich knapp 20) hatte ich wenig Geld, war aber jeden Freitag und Samstag aus (Rote Fabrik, Rohstofflager, etc.). Der Eintritt wart meist CHF 20 (heute bewegen sich die Eintrittspreise auch in diesem Bereich). Wenn ich kein Geld mehr für Drinks hatte, habe ich „Hahnewasser“ getrunken. Ich fand das nicht so schlimm, wollte schliesslich nicht total betrunken sein, sondern tanzen!
      Die, die damals betrunken sein wollten, tranken schon zuhause und kamen danach in den Club.
      Da beachte man aber heute die Preise an den illegalen Parties (wenn Bar vorhanden). Wenn ich mich richtig erinnere, dann war das warme Bier CHF 5 und der warme Vodka-Orange CHF 7. Nüme nüd oder? Dafür dass keine Miete zahlen… 😉

  • olivier brunner sagt:

    schlimm ist, dass hier orientierungslose midlife-krisen rückwirkend ihr eigenes bescheuerte tun rechtfertigen wollen (geschichtsklittierung).
    bei diesen party-krawallen steckt nullkommanichts dahinter ausser langweile, übersättigung, fehlende erziehung. das wir auch durch pseudopsychologisches geschwafel nicht anders…

  • Allwissend! sagt:

    Kann es sein, dass wenn immer Erwachsene diese RandalierInnen in die Schranken weisen wollen, erst Recht Kontra gegeben wird: Es gibt doch soviele Jugendliche die ihren Spass suchen und haben, denen von Zuhause aus gewisse Benimmregeln beigbracht worden sind und die sie auch verinnerlicht haben, wenn die die ewigen Randaliere in Schach halten würden, wenn die ihnen vor Augen halten würden was für Konsequenzen es für alle anderen auch hat. Vielleicht war dies ein Weg um aus derewigen Spirale Randel-Gewalt auszubrechen? Ich glaube es gäbe genügend Jugendliche die sich für sowas engagieren könnten und würden!

  • paul real sagt:

    Aussagen aus einem anderen Artikel:

    Ich war dort, die Feuerwehrleute wurden nicht attackiert. Die Polizisten die die Feuerwehr begleitet hatten wurden auch mehr oder weniger in ruhe gelassen. Danach wurde noch ein Container angezuendet und anstatt die Feuerwehr noch ein Mal zu schicken fuhr die Polizei mit einem Grossaufgebot vor, worauf einige Jugendliche prompt mit Aggression reagierten.Antworten

    Genau so habe ich das auch beobachtet! Auf der Rentenwiese sassen noch viele, die nichts von einer Party oder Randalen mitbekommen haben, als plötzlich mit Gummischrot ins dunkle gefeuert wurde. Wo viele Polizisten in voller Montur stehen, sind bald auch viele Bubbis die mit Steinen werfen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Soweit ich das mitbekommen habe, wurde ein Feuerwehrmann von einer Flasche nur knapp verfehlt. Ob die Flasche eigentlich für einen Polizisten gedacht war, macht schlussendlich keinen Unterschied. Geben Sie der Polizei die Schuld, dass sie sich nicht mit Flaschen und Steinen bewerfen lässt? Mehr oder weniger in Ruhe gelassen? Das stimmt einfach nicht. Ein befreundeter Fotograf konnte nur knapp den Flaschen ausweichen, die zu Dutzenden in Richutng Rentenanstalt flogen. Hätte die Polizei das einfach ignorieren sollen?

      Die Polizei wär nicht mal da gewesen, wenn niemand einen Container angezündet hätte. Und genau das war auch das Ziel, des Containerbrandes: Ein wenig Randale gegen die Polizei anzuzetteln. Das sag nicht ich, das sagte mir einer der Beteiligten Jugendlichen.

      • paul real sagt:

        Wieviele Brände gab es bisher in der Schweiz wegen brennenden Containern? Braucht es dafür wirklich die Feuerwehr? Wenn ja, wieso kommt die Polizei mit? Kommt die auch sonst wenn ein Abfallkübel brennt? Waren die Flaschen der Auslöser der Polizeiaktion oder die Reaktion darauf?

        • Reda El Arbi sagt:

          Ja, Container anzünden ist eine wirklich einfache Methode, die Polizei auf den Plan zu rufen. Und die Feuerwehr muss ausrücken, wenn von Anwohnern ein Brand gemeldet wird. Die Meldung ging irgendwann um 23.00 Uhr ein.

          Ach ja, verletzt wurde „nur“ ein Polizist. Verteidigen Sie diese Art der Freizeitgestaltung?

          • paul real sagt:

            Verteidigen Sie Polizeibrutalität? =) Blöde Fragen, blöde Antworten. Bis ein ander Mal Reda.

            • Reda El Arbi sagt:

              Zeigen Sie mir die Polizeibrutalität vom Samstag? Waren doch etwa 1000 Handyfilmer und Fotografen dort.

          • Viktor Troska sagt:

            Sie sind aber geduldig Reda… 🙂

            Noch eine Quizfrage an den realen paul:

            Wieso müssen sich Sanitäter mittlerweile mit Stichwesten und Pfefferspray ausrüsten?

            A: weil die Polizei brutal ist
            B: weil jugendlichen Randaliereren der moralische Kompass abhanden gekommen ist

            Viel Glück beim raten!

          • paul real sagt:

            @olivier brunner: „langweile, übersättigung, fehlende erziehung“ ist eben genau „pseudopsychologisches geschwafel“.

            @Reda: Sie haben doch sicher mein ganzes Zitat der Zeugenaussagen gelesen und nicht nur die Hälfte, die Ihnen gepasst hat? Meinen Sie der Gummischrot nimmt die Leute fest oder wieso soll ich da noch etwas nachweisen?

          • paul real sagt:

            @Viktor: Weil sie die Leute gegen ihren Willen mitnehmen und dann dafür bezahlt werden wollen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Polizei übrigens. Auch eine interessante Frage: Warum schickt die Polizei immer die Feuerwehr vor wenns brennt?

            A: Die Polizei hat kein Wasser.
            B: Die Polizei weiss nicht wie man einen Container löscht.
            C: Die Feuerwehr wird als zivil angesehen und darum ist die Propaganda in der Öffentlichkeit sehr wirksam, dass die Polizei nur die Feuerwehr beschützen wolle wenn sie einen Versammlung auflöst wo etwas brennt.

            • Reda El Arbi sagt:

              Naja, ich weiss ja nicht in welcher Welt Sie leben. Denken Sie, die Polizisten setzen sich freitags im Geheimen zusammen und grinsen böse, während Sie planen, wie sie sich samstags erst von Jugendlichen mit Flaschen bewerfen lassen und das dann propagandatechnisch ausschlachten? In meiner Welt haben Polizisten Besseres zu tun, als sich mit Halbwüchsigen zu prügeln. Und die Bewachung der Feuerwehreinsätze kommt auch nicht von ungefähr…

              Und ich werde sicher einen Artikel darüber schreiben, wie die Polizei Randalierer auseinanderstreicheln soll, anstatt Gummigeschosse einzusetzen. Vielleicht sollten sie auch Handschuhe bekommen, um die geworfenen Flaschen aufzufangen, damit es keine Scherben gibt.

            • Reda El Arbi sagt:

              🙂 Wenn die Polizei Sch***** baut, bin ich der Erste, der darüber schreibt, das können Sie gerne in der Schweizer Mediendatenbank nachlesen. Aber dieses Wochenende haben sie sich verhältnismässig, sogar zurückhaltend, aufgeführt. Dieses Wochenende warens die anderen.

          • paul real sagt:

            Das wusste ich bereits und widerspricht keinem Urteil von mir. Nur gegen die Polizei überhaupt anschreiben oder gegen den Staat, das würde Sie sehr schnell sehr ungeeignet machen für ihren Job und das wissen doch auch, oder?

            • Reda El Arbi sagt:

              Ach Quatsch, ich hatte mein eigenes Satiremagazin, meinen alten Blog (schauen sie doch mal unter Redders Welt, Tag Politik oder SVP oder so), ich bin jedem nur erdenklichen Machtfaktor auf die Füsse getreten. Und trotzdem bin ich immer noch Schreiberling. Wir leben nicht im Faschismus. Unsere Oberen sind nicht böse. Manchmal unfähig, hin und wieder verblendet, aber nicht faschistisch oder totalitär. Ich hab ne Weile in Kambodscha gelebt, und ich glaube man braucht die Aussenperspektive, um zu erkennen, dass die Auseinandersetzung mit der Obrigkeit hier noch nicht mal Sandkastenspiele sind.

          • paul real sagt:

            Sie eiern herum, Reda. Die Aussage war nicht auf ihre frührere Meinung oder Tätigkeit gemünzt sondern auf die heutige. Sie möchten doch nicht wirklich vertreten, dass sie im Tagi gegen den Staat hetzen könnten ohne Konsequenzen? Das glauben doch weder Sie noch ich. Die Oberen im Faschismus waren also böse? Halten sie das für ein gutes Urteil? Was meinen sie hätte der Reichstagesanzeiger dazu gesagt, oder der Reda El Arbi, der im Nationalsozialismus aufgewachsen wäre?

          • paul real sagt:

            Dann lassen Sie mich Ihnen zum Schluss ein Kompliment aussprechen für ihre liberale Haltung: Andernorts im Tagi wurde ich für solche Fragen und Thesen schon zensiert. Einen schönen Abend.

          • Simone W. sagt:

            „Dieses Wochenende warens die anderen“… Brauchts zu sowas nicht immer zwei?
            Ich verteidige weder Gewalt noch die eine oder andere Seite, aber es ist halt schon so, dass sich die Polizei allzu leicht „provozieren“ lässt. Wenn der Container tatsächlich nur angezündet wurde um die Polizei herbeizurufen und Randale mit ihr zu beginnen, dann hat die Polizei äusserst kurzsichtig gehandelt (resp. hat sich wie ein Kindergärtner provozieren lassen).

            • Reda El Arbi sagt:

              Nun ja, wie gesagt: Hätte die Polizei die Flaschen auffangen und einsammeln sollen? Wer Polizisten angreift muss irgendwie damit rechnen, dass die sich wehren. Andererseits könnten wir ja auf die Polizei verzichten und die Stadt mal ein wenig den Randalierern überlassen.

          • Viktor Troska sagt:

            hallo simone

            „brauchts zu sowas nicht immer zwei?“

            sagst du das auch bei einem diebstahl, raub, vergewaltigung oder einem mord?? da brauchts nämlich auch zwei….

            es ist schon ziemlich billig die schuld immer bei der polizei zu suchen! die randalierer sind dort mit dem ziel action zu erleben, es ist z.t. die gleiche klientel die auch am 1.mai und an fussballspielen zoff machen (einige mit migrationshintergrund wie man so schön sagt).

            ich glaube es hat niemand etwas dagegen wenn junge parties organisieren sofern jemand die verantwortung übernimmt aber für sachbeschädigungen und gewalt muss zero tolerance gelten!

          • Simone W. sagt:

            Bitte verstehen Sie mich nicht extra falsch. Ich verurteile Gewalt (gegen Kinder, Frauen, Männer, Zivilisten, Polizisten, Tiere, Container etc) auch.
            Ich stelle nur die Frage in den Raum (ok, ich habs nicht wirklich als Frage formuliert), ob es auch zur „Randale“ gekommen wäre, wenn die Polizei nicht dort gewesen wäre…Ich stelle mir das ungefähr so vor: nach 1-2h ist der Container ausgekockelt und es kam keine Polizei. Entweder die Jugendlichen gehen gelangweilt nach Hause oder sie machen noch mehr Randale (was dann schon irgendwann die Polizei auf den Platz rufen sollte).

            • Reda El Arbi sagt:

              Ja, klar, Container anzünden gehört ja zum Partyprogramm. Es ging den Kids darum zu provozieren. Das haben sie geschafft. Verletzt wurde ein Polizist. Dann gibts da noch die Verantwortung: Wer entscheidet, bei welchem Brand die Feuerwehr ausrücken muss, und bei welchem nicht? Und ann noch als Letztes: Weil die Feuerwehr eben schon angegriffen wurde bei solchen Löscheinsätzen, wurde sie von der Polizei begleitet.

          • Simone W. sagt:

            Also jetzt verstehe ich Sie nicht mehr?! Denken Sie, dass „die Jugend“ prinzipiell ok ist und ein paar Prozente nicht wissen, was sie tun und lassen sollen?! Oder gehört Randale bereits zum „Partyprogramm“ (also wurde die Party schon so geplant)?
            Weiterhin habe ich nichts davon geschrieben, dass die Feuerwehr NICHT ausrücken soll… Und um auf diesen Punkt kurz einzugehen: es wurde ja eine Flasche (Generalangriff?!?) geworfen, die anscheinend ja nicht der Feuerwehr, sondern der begleitenden Polizei (habe ich das richtig verstanden, die war von Anfang an in kleinerem Kontigent dabei und wurde nicht im Nachhinein von der Feuerwehr aufgeboten) galt. „Logischerweise“ müsste man dann schon sagen, dass, wenn die Feuerwehr nicht begleitet worden wäre, evtl gar nicht „angegriffen“ worden wäre…. (hui, das waren jetzt viele Konjunktive…)

            • Reda El Arbi sagt:

              Hm, könnte alles stimmen, wenn die Feuerwehr nicht bei ähnlichen Einsätzen ohne Polizei bereits angegriffen wurde. Wie gesagt, es gibt einen Grund für den Polizeischutz der Feuerwehr. Es ist nicht so, dass die Polizisten sich einfach langweilen und denken: „Ach komm, wir begleiten die Kollegen der Feuerwehr mal ein bisschen. Gibt sicher Action.“

          • Simone W. sagt:

            Ganz genau hier liegt der Hund begraben. Die Feuerwehr wurde schon mal angegriffen, also wird sie „in bestimmten Fällen“ von der Polizei begleitet. Nur, was ist ein solcher „bestimmter Fall“? Sobald Jugendliche involviert sind? Hmmm, können Sie sich vorstellen, wie man sich als Jugendlicher fühlt, wenn automatisch nur wegen diesem Umstand die Polizei kommt (analoges Beispiel: gewisse Leute, denen man den „Jugo“ einfach ansieht, werden öfters kontrolliert, auch wenn sie die brävsten Schüler sind – sie sehen, hier kommt meine Erfahrung ins Spiel – und dann verstehe ich, wenn dieser Jugendliche bei der 20sten unnötigen Kontrolle nicht mehr so nett ist…)
            Also nochmals: ich sage nicht, dass die Polizei „schuld“ sei, ich frage nur, welchen Teil sie dazu beiträgt?

            Und bitte, habe Freunde bei Kapo und Stapo und weiss deshalb ziemlich genau, dass es auch solche gibt, die auf Action aus sind… sicher nicht alle, so ca 10% 😉

  • stiller Beobachter sagt:

    Super Artikel und als persönliche Schlussfolgerung: Auch diese 10% werden älter und können dann irgendwann einmal mit dem Testosteroneinschuss umgehen:-) und vergesst nicht, jede Gesellschaft kreiert immer ein paar unverbesserliche
    welche dann justizdauerbrenner werden. Ah ja, unsere Jugendlichen gehen übrigens viel im Sommer an den See
    das machen sie in etwa gleich wie wir früher und das ist recht so.

  • Marco Affolter sagt:

    Wollte man diesen Loosern wirklich zeigen, dass ihr Verhalten falsch ist, hätte man gut daran getan, diesen Artikel nicht zu publizieren. Das gilt genause für frühere Krawalle in den 70ern, 80ern und 90ern. Die besagten Mittelstandskinder (Lehrlinge, Gymnasiasten) suchen doch im wesentlichen eines: Aufmerksamkeit. Warum gibt man ihnen diese mit Fotos und Text? Die 15-jährigen Spiesser von morgen wollen ausbrechen um dann ab 25 schön brav den Weg der Eltern einzuschlagen und mit 35 ihre nachfolgenden Looser zu kritisieren 🙂 …

  • Tanja Grob sagt:

    worauf man wetten kann: wenn man jugendliche nicht ernst nimmt, dann werden sie erst recht randalieren. sie sind jugendliche, sie müssen noch nicht genau wissen wo es lang geht. aber die alten da, die ja ach so genau wissen wie die welt tickt, und was richtig und falsch ist, und wo es lang geht und das auch noch in markige worte packen können, die sollten doch auch so tief blicken um zu merken dass ohne ernst nehmen sowieso nichts läuft. sich lustig zu machen über milchschnäuze und sie der wohlstandverwahrlosung zu bezichtigen (respektive ihre eltern) ist doch nur stammtischgelaber und überhaupt kein zeichen von erwachsenheit, weitblick, erfahrenheit. leute kleinmachen kann auch ein milchbubi, selbst ein wohlstandsverwahrlostes

    • Reda El Arbi sagt:

      Also, dann stehen Sie voll hinter den Angriffen auf Feuerwehrleute und Polizisten? Niemand soll den Kids sagen, dass das nicht wirklich was Cooles ist? Ich versteh ihre Argumentation nicht.

      • Tanja Grob sagt:

        doch, man soll etwas sagen. aber nicht indem man sie einfach abwertet als menschen (milchbubi nennen und durchblicken lassen dass man selber viel cooler sei), sondern bezogen auf ihr handeln. direkt, und nicht via einem blog.

      • Marius Meier sagt:

        Ich habe bei Tanja Grob wirklich nicht herausgelesen, dass Sie die Angriffe auf Feuerwehr und Polizei gutheisst. Sie relativiert das Geschehen, Reda El Arbi, das ist alles. Und sie hat nicht Unrecht. Wenn es 2 Festnahmen an einem schönen Samstagsommerabend im ganzen Kanton Zürich kommt, ist das relativ gesehen gering. Da hat Zürich auch schon Anderes erlebt.
        Die verletzte Person seitens Polizei finde ich auch schlimm. Meine Genesungswünsche. Für die Verantwortlichen der Tätlichkeit wird die Justiz nicht allzu zimperlich abstrafen, keine Sorge. Aber hier von 10% der Bevölkerung zu sprechen, finde ich wirklich Unsinn, das sind ganz wenige und diese Kerle werden ihre dummen Taten bereuen.

        Ist es so schwierig differenziert zu denken?

      • Patrick Meyer sagt:

        @Reda El Arbi: Nehmen Sie diese Kommentare der Anderen nicht zu ernst. Ich finde es super, dass Sie der Gesellschaft mit dem Artikel mal wieder aus dem Herzen sprechen und auch den kritischen Spiegel zeigen. Leider gibt es immer wieder einige blinde Mitmenschen, welche gerne die Realität schönreden. Dies sind dann meist wohl auch antiautoritäre Eltern, welche ihre Kinder zu solchen „Saugoofen“ heranwachsen lassen, und zu faul sind, gewisse Werte wie Respekt etc. beizubringen. Es gibt viele Jugendliche die können mit ihren Freiheiten umgehen, aber diese wurden ja wohl auch erzogen. Meine Freundin ist Lehrerin, und was sich die den ganzen Tag anhören müssen, und nicht mal mehr in akzentfreiem Schweizerdeutsch, ist auch unter aller Kanone. Dies ist wohl alles auch ein Resultat der Vernachlässigung des eigenen Nachwuchses.

        • Reda El Arbi sagt:

          Danke, ich nehms nicht zu persönlich. Im Gegenteil, eine angeregte Diskussion ist mehr, als viele Artikel der „normalen“ Presse auslösen. Ich geniesse das.

          • Tanja Grob sagt:

            zwischen persönlich nehmen und ernst nehmen ist eine gewisse bandbreite. aber klar nimmt man nur kommentare ernst, die einem gefallen. wie man auch nur leute ernst nimmt die auch 45 sind. das war ironisch

        • Tanja Grob sagt:

          „in nicht mal mehr akzentfreiem schweizerdeutsch“. hoppla. und dann noch von respekt reden. und von ernst nehmen. ja isch guet. und herr el arbi freut sich über diesen zuspruch auch noch. es böset

          • Reda El Arbi sagt:

            Frau Grob, Sie haben keine Ahnung, was mich freut und was nicht.

          • Peter sagt:

            Was ist daran „hoppla“? Es ist Tatsache, dass die Dialekte eine Färbung erhalten haben, selbst bei Jugendlichen „mit Stammbaum“.

          • Tanja Grob sagt:

            das will ich gern erklären, was daran hoppla ist, peter:
            beachte die argumente von patrick meyer: da ist die rede von den „blinden mitmenschen“ die ja wohl antiautoritäre eltern sein müssen, die ihre kinder zu saugoofen heranwachsen lassen, und zu faul seien respekt beizubringen. und dann kommt das mit dem nichtmal mehr (! = „wo sind wir denn hingekommen…) akzentfreien schweizerdeutsch.

            in anderen worten: die eltern von heute sollten mal wieder mit zurück zu zucht und ordnung und ohne die vielen ausländer wäre das nämlich nicht so.

            respekt wird mit ducken verwechselt. wie anderswo erwähnt muss man sich ja respekt verdienen

            und das nachdem man den autor gelobt hat und ihm geraten die anderen nicht ernst zu nehmen, welcher sich dafür bedankt, auch wenn es ihn vielleicht trotzdem nicht gefreut hat.

    • Josef Roman sagt:

      Entschuldigung, aber der folgende Satz „wenn man jugendliche nicht ernst nimmt, dann werden sie erst recht randalieren“ nicht wirklich nachvollziehen in diesem Zusammenhang.

      Wie kann man Menschen (egal welchem Alters), die absolut sinnlos ihre Zerstörungswut gegen fremden Eigentum ausleben wollen, und dabei noch Menschen gefährden, denn überhaupt ernst nehmen? Haben sie ein Anliegen gegen das sie protestieren? Ist es die Freiheit alles tun zu dürfen was sie wollen; ohne Konsequenzen? Ich bin der Meinung solche Menschen sollten einerseits sämtliche Kosten solcher Dummheiten tragen, und andererseits auch hart dafür bestraft werden. Falls zu viel Energie in den (in diesem Fall offensichtlich) jungen Menschen steckt, könnte man sie auch ein paar Wochen Steine Klopfen schicken.

      • tina grob sagt:

        ernst nehmen heisst auch nicht gut finden. ernst nehmen heisst sehr wohl konsequenzen spüren lassen (= strafen). aber milchbubi nennen und wohlstandsverwahrlosng unterstellen alsob die kids etwas dafür könnten, dass sie in den wohlstand geboren sind, das ist nicht ernst nehmen.

        • Reda El Arbi sagt:

          Nein, um ernst genommen zu werden, müssen sie erst etwas zeigen, das man ernst nehmen kann. Respekt verdient man sich, man erprügelt ihn nicht.

          • Simone W. sagt:

            Nein, Respekt ist ein angeborenes Recht! Selbst der behinderste Mensch, der kein Wort sprechen und keine guten Tagen begehen kann, verdient Respekt!
            Aber ja, heute ist Ihre Sicht viel weiter verbreitet, was dann eben dazu führt, dass Jugendliche keine Ahnung mehr davon haben…

            • Reda El Arbi sagt:

              Tut mir leid, aber wenn sich einer wie ein Vollidiot benimmt, wird er auch wie ein Vollidiot behandelt. Jeder Mensch wird mit Würde geboren, Respekt hat man vor dem Leben und vor der Unantastbarkeit der Würde und des Lebens. Wer für seine Person und sein Handeln Respekt will, muss sich das verdienen.

          • Tanja Grob sagt:

            man kann die handlung kritisieren, aber man muss die menschen nicht degradieren als ganze personen

          • Simone W. sagt:

            Aber Herr El Arbi (ist das korrekt so?
            Man wird nicht als Vollidiot geboren, sondern zu dem gemacht! Und wer machts?! Die ach so vernünftigen Erwachsenen…

  • Pascal sagt:

    Das Ganze ist auch kein Problem der „Jugend“. An einer „Erwachsenenparty“ ist es hier in Züri oft nicht viel besser – ob man nun vor dem Josef mal easy seine Gläser auf die Strasse schmeisst, so richtig geil vor anderen das Coci in die Nase zieht, auf dem Heimweg in den Kreis 6 rumgrölt wie in Loret de mar und auf der Dachterasse den Beat bis um 5 Uhr morgens donnern lässt (am Donnerstag)… ne mein Junge, heute ist es einfach so, dass es Scheissegal und leider Geil ist, wenn man auf die „Anderen“ pfeifft. Die sind ja eh Bünzlis oder stiere Sieche. Der Lebensinhalt ist halt bei vielen nur zur Hälfte voll. Tragisch wenn man sich nur noch an der Menge Schnappsgrasspeedcoci und Ichkenndebsitzervomclub messen kann.

    • Marius Meier sagt:

      Wenn Sie das Gras aussen vor lassen, dann bin ich damit einverstanden. Aber es ist eine kleine Minderheit, viel kleiner wie die armen Teufel vom Platzspitz und Letten. Das war eine düstere Zeit, da finde ich die heutige Jugend weit viel versprechender.
      Trotzdem die Stadtentwicklung, so wie ich es verfolge, ist durchwegs positiv. Also früher war nun wirklich nicht alles besser, das kann ich bestätigen.

      • Pascal sagt:

        Ja, die 10 % die hängen bleiben… die gibts einfach. Würde mich wunder nehmen was die mit 40+ machen

        • Marius Meier sagt:

          Pascal, 10% wo denken Sie hin, 2 Festnahmen auf minimum 1 Mio. Kantonszürcher, das ist so klein, das schafft mein Rechner nicht 🙂

  • Franz Hagen sagt:

    Den Kommentaren ist nichts beizufügen, ausser dem Vorschlag, Namen, evtl. Bild zu veröffentlichen. Das wirkt mit Sicherheit, zeigt vielleicht auch überraschten Eltern, was ihre Sprösslinge so treiben. Ich sehe keinen Grund, den Datenschutz zu bemühen, wenn es darum geht, Störung und Gefährdung der Oeffentlichkeit (inkl. Polizei) und Verschleuderung von Steuergeldern zu vermeiden.
    Das würde die Buben auch am besten lehren, was Verantwortungslosigkeit für Folgen haben kann.

  • Markus Hutter sagt:

    Ja – empört euch! Endlich mal Leute, die Dinge auch beim Namen nennen! Die hinstehen, auf den Putz (äh Tisch) hauen und sagen, dass die Krawallalalanten nur kleine Bubis von irgendwo ausserhalb sind. Der Tagi-Journi war sogar LIVE vor Ort; hat gesehen, gezählt und Shiva-Style die Köpfe und Portmonees anderer gelesen. Ich hoffe, Reda, du hast deine Empörung auch gleich getwittert – und geinstagrammt! So, dass es alle wissen! Richtig so! Empört euch! Deckt schonungslos auf, was für verweichtlichte Bubis die Jugendlichen sind, welche hier auf Steuerzahlers-Kosten Container anzünden (nein, sorry, EINIGE der Jugendlichen, etwa 10% – man kennt ja selber auch einige und die sind komischerweise alle voll okee und würden niemals so etwas machen. Wie gesagt, die sind auch alle nicht von dort, wo ich her bin).

    Und auch ich als umdievierziger Talkback-Schreiber kann – wie ihr auch – sagen; früher, als ICH noch jung war, so AJZ, Wohlgroth, erste Streetparade (hei, das war noch RICHTIG Streetparade und ich war dabei!) war alles besser. WIR hatten noch Stil, oder Style, wie die Jungen mittlerweile sagen. Auch bei den Ausschreitungen. Da waren WIR von den Ausschreitungen noch die 10% Coolen, und die 90% Weichbecher. Jetzt ist es umgekehrt. Wisst ihr noch, AJZ, hey war das geil. Denn wir haben spannende Bücher gelsesen, die Container noch mit Stil angezündet und die Schaufenster wirklich mit gutem Grund eingeschlagen. Heute; alles Kommerz. Sie haben uns nur noch die Bäckeranlage gelassen. WIR haben alles aufgebaut, und DIE können nun alles kaputt machen?

    Wir von früher hatten auch noch Ideologien… oder Ideen… oder Logen… oder was? Heute, die Jugend (also, hier wieder 90%), denen ist einfach lagweilig. Die haben ja alles. Wir, in den 80er, wir mussten noch wegen Jobs, Hunger und Wohnraum kämpfen. Darum auch fast jedes Wochenende Ausschreitungen zu dieser Zeit. Auch im Fussball. Das MUSSTE so sein. Die Schweiz stand still und was sollten wir schon tun, mit den 40% Arbeitslosigkeit damals. Lasst die Jungen doch mal hungern, wie wir das von früher kennen. Oder einfach ins Gefängnis – Amerika-Style, wie wir das vom Spiegel-TV kennen. So löste MacGuyver schon zu unserer Zeit Probleme.

    Aber heute werden die Jungen mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Die Jobs werden ihnen nachgeworfen. Freiheit und Ausgehmöglichkeiten überall. Kein Erfindungsgeist, nichts. Und wir Erwachsenen wären doch so ein wunderbares Vorbild für die. Wieso wollen die nicht sein wie wir? Was haben wir Zürich, der Schweiz und der Welt alles Gutes getan Die Jungen müssten die Ernte nur noch pflücken. Aber so? Nur Facebook, chillen, FCZ, kiffen und Pornos im Sinn. Und krawall. Also die 10% oder doch 90%? In der Gruppe auf alle Fälle die Grössten, und sonst Milchbubis erster Güte. Bei mir ist ist und war das schon immer umgekehrt.

    …hacj aj – zum Glück bin ich nicht mehr jung und mittlerweile nichts mehr oder weniger als ein 08/15 Stadtzürcher.
    Ich würde mich bestimmt einiges mehr ärgern über solch „Wutbürger“, die genau dann nicht auf sich schauen, wann sie es mal sollten. Und umgekehrt. Oder eben halt einfach anders sind als ich.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich musste nicht in die Brieftaschen sehen, ich konnte anhand der Klamotten (alles ziemlich teure Brands) einschätzen, dass die armen aggressiven Jungs sicher keine Armut leiden. Und beim Rest: Ich seh ihren Punkt nicht. Finden Sie’s in Ordnung, wenn eine kleine Gruppe Jugendlicher die Freiräume einer grossen Gruppe Jugendlicher zerstört?

      • Manu sagt:

        Nein, das findet er wahrscheinlich auch nicht in Ordnung. Aber was ihm – und mir übrigens auch – ziemlich auf den Sack geht, ist der mittelalte Journi, der sich bemüht, im Jugendslang einen entsetzten und empörten Artikel zu generieren und dabei seinen ideologischen vorgestrigen Klassenkampf auf überteuerte Turnschuhe und sonstige teure „Brands“ der „Milchschnäuze“ ausdehnt und nun meint, aus dem Elfenbeinturm der Gutsituierten und -verdienenden der „heutigen Jugend“ mal einen predigen zu müssen, denen sozusagen im „68-er-Style“ mal die Leviten lesen. Ché spricht zu den kommenden Generationen, irgendwie. Den haben ja die Frauen aber auch angefeuert (im Gegensatz zu den testosterongesteuerten Bubis) und sein lockenumwehtes Konterfei millionenfach in den WG’s aufgehängt, damals in der goldenen Aera der Revolución.
        Ich selbst gehe nun auch auf die 60 zu, habe somit die altenachsoschönenundtollen Zeiten auch mit erlebt und sehe keinen grossen Unterschied. Wir hatten damals genauso die Politschnorris, Pfeifenraucher und Zappa-Hörer dabei, die allem einen tieferen und politischen Sinn verpassen und alles stundenlang diskutieren wollten, wie die Anderen, die stets zu allem bereiten „Spontis und Stadtindianer“.
        Mann – die Polizei musste sich mit ein paar randalierenden Jugendlichen auseinandersetzen, so what? Das kann mal passieren, obwohl es natürlich nicht wünschenswert ist. Aber das hat es immer schon gegeben:

        Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.
        Aristoteles, griechischer Philosoph (384 – 322 v. Chr.)

        Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
        Sokrates, griechischer Philosoph (um 469 vChr – 399 vChr).

        Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
        Keilschrifttext aus der Stadt Ur (um 2000 v. Chr.)

        • Reda El Arbi sagt:

          Sorry, aber ich hab keinen Jugendslang. So spreche ich und mein Umfeld. Und ich hab nichts gegen Junge. Aber nur, weil wir als Jugendliche auch Schwachsinn gemacht haben, müssen wir doch nicht diejenigen bejubeln, die heute den gleichen Schwachsinn machen.

          • Tanja Grob sagt:

            reda, aber erkenne doch mal an: jugendlich machen halt quatsch. hast du auch gemacht, und das war auch nicht besser. und ein anderer hat die nase über dich gerümpft und darum war er für dich ein spiesser. geht das jetzt so weiter? jeder blog ein „früher war alles besser“-blog? natürlich hast du dich seit deiner jugendzeit weiterenwickelt, das werden auch diese von dir ständig bemäkelten jugendlichen von heute bis sie so alt sind wie du. vermutlich werden sie mal ganz gute kerle, mag gar nicht mehr lange dauern. ihre gehirne befinden sich gerade in einer umbauphase wo nichts mehr festen halt gibt, und das liegt weder an der gesellschaft noch an ihren eltern oder ihrem wohlstand

        • Viktor Troska sagt:

          wieso diese verniedlichung? es ist nun mal so, dass ein gewisser wertezerfall langsam sichtbar wird.

          Ich finde es auf jedenfall bedenklich, dass heutzutage Jugendliche vermehrt Schuldenberatungen benötigen, da sie bereits in jungen Jahren massiv Schulden angehäuft haben oder dass Notaufnahmen in Spitälern eine Zunahme von Kopfverletzungen an Samstagabenden registrieren, weil der Ausgang immer brutaler wird und sofort auf den Kopf geschlagen wird. Ebenfalls finde ich es bedenklich, dass Polizisten, welche Drogendealer kontrollieren mit Bierflaschen beworfen werden. Und ins gleiche Thema gehören eben auch diese dekadenten Krawallparties. Irgendwas scheint falsch zu laufen.

      • paul real sagt:

        Diese Milchbubis haben aber mehr Eier als Sie und der Rest der Kommentatoren (Ausnahme Hutter) je gehabt haben, ist doch so? Sie hätten sich doch im Leben nie getraut sich mit der Polizei anzulegen? Ist doch so? Gab ja natürlich auch nie einen Grund 😉

        • Reda El Arbi sagt:

          Lol, wenn Schwierigkeiten mit der Polizei ein Massstab für Mut und Selbstwertgefühl wären, dann wär ich wohl in meiner Jugend ein Held und nicht nur ein verwirrter Vollidiot gewesen. Aber Randale ist was für verunsicherte Buben, wie ich damals einer war. Ich schreibe nie über Dinge, die ich nicht selbst erlebt hab und zu denen ich eine Meinung entwickeln konnte.

          • paul real sagt:

            Da Sie nach den Globuskrawallen geboren sind und in den 80er Ausschreitungen noch süsse 12 Jahre alt waren ist das sehr unwahrscheinlich. Übrigens, Herr El Arbi, Sätze, die mit „Lol“ beginnen wirken sehr defensiv. Erzählen Sie uns doch aus ihren Sturm und Drang Jahren, ich schätze das wird nicht nur mich mehr interessieren als die 700ste Moralpredigt im Feuilleton.

            • Reda El Arbi sagt:

              Naja, meine Generation hatte die Wohlgroth, den Platzspitz, den Letten und noch einige andere Herausforderungen zu bewältigen. Und dies ist ein Blog, kein Feuilleton.

        • Viktor Troska sagt:

          ja paul real. von mir aus darfst du recht haben 😉

        • Peter sagt:

          Peinlicher gehts nicht mehr. Da zeigt sich auch, weshalb mit Flaschen geworfen wird: weil die Bubis Eier haben. Und sicher nicht, weil es in der liberalen Gesellschaft von heute noch eine Sache gibt, für die auf diese Art gekämpft werden muss. Container anzünden: wow, riesige Eier. Flasche aus der Menge auf Feuerwehr werfen: noch grössere Eier. Flasche auf Polizei werfen: Monster Cojones!!! Ding ding ding, Jackpot, der Werfer hat soviel Eier, er kann gleich alle Frauen haben (ausser dass niemand gesehen hat, wers war). Hier im Blog inkohärentes Zeug vom „Reichstagesanzeiger“ faseln: leider nur minimale Eier. Wenigstens mit viel Hirn…

      • Markus Hutter sagt:

        Werter Reda,

        du kannst anhand der Brands der Klamotten von Jugendlichen sehen, aus welchen Verhältnissen sie stammen? Dann wären ja alle Jugos bei uns um die Ecke millionäre, wenn man noch deren Autos hinzunimmt. Sind sie aber nicht. Überrascht?

        Ach ja, und dann kommt natürlich sofort der Klassiker-Return „in dem Fall findest du es in Ordnung dass…“. Reda, ernsthaft – wo in aller Welt siehst du in meinem Beitrag irgendwas, was darauf hindeutet, dass ich es irgendwie in Ordnung finde, wenn andere Container anzünden und andere Leute mit wasauchimmer bewerfen? Ich bezahl als Stadtzürcher ja den Scheiss. Das Grossaufgebot der Polizei, wie auch wohl die Mülltonnen – und zu spät komme ich auch noch nach Hause, weil die VBZ nicht fährt. Meinst du im Ernst, ich finde das in Ordnung?

        Und du fragst tatsächlich, ob ich es genauso in Ordnung finde, „wenn eine kleine Gruppe Jugendlicher die Freiräume einer grossen Gruppe Jugendlicher zerstört“? Was für eine rhetorische Frage. Erwartest du hier ei „JA“? Gibts aber nicht. Nur etwas hinterfragen… Was ist denn dieser Freiraum dieser „grossen Gruppe Jugendlicher“? Wenn ein Freiraum nur einer „grossen Gruppe Jugendlicher“ gehört, ist es eben genau KEIN Freiraum. Höchstens DEIN Freiraum.

        Du verstehst meinen Punkt nicht? Dann musst du ihn auch nicht verstehen.

        • Reda El Arbi sagt:

          Das könnte ich jetzt so stehen lassen. Nur, dass ich die Leute da vor Ort gesehen und mit ihnen gesprochen hab. Sowohl mit den friedlichen Besuchern, wie auch mit den Krawallmachern. Das gibt mir ein ungefähres Bild davon, wer da wirklich war, und was für Motive dahinterstecken.

          Natürlich erwarte ich von Ihnen nicht, dass Sie Krawalle gut finden. Aber ich frage mich auch, wie differenziert man etwas überaus Schwachsinniges, wie es diese Jugendlichen angestellt haben, hinterfragen soll. Ist die Gesellschaft schuld? Die Eltern? Der fehlende Freiraum? Wenn solche Jugendliche eine gewisse Autonomie undein Verantwortungsgefühl der Gesellschaft gegenüber lernen sollen, dann brauchen sie wahrscheinlich nicht eine Entschuldigung, sondern Konsequenzen für ihr Handeln. Eine der oben erwähnten konsequenzen wäre, wenn sie für ihr Handeln von ihren gleichaltrigen Bekannten einfach nur ausgelacht würden. Das schmerzt mehr als irgendeine juristische Sanktion.

        • bobo takero sagt:

          Lieber Reda El Arbi

          Es ist ein Leichtes einen unterhaltsamen Text zu schreiben, und einige erwarten wahrscheinlich auch nicht viel mehr von einem Blogger, jedoch täuscht meiner Meinung nach der sarkastische Unterton nicht darüber hinweg, dass der Beitrag auf relativ albernen Klischees aufbaut, die, wie sooft bei Klischees, nur sehr bedingt der Wahrheit entsprechen.
          Ich möchte niemanden in Schutz nehmen für irgendwelche kriminellen Handlungen, denn die 90% der Uniformierten, welche sich korrekt verhalten, sollen nicht für die 10% der Inkompetenten bezahlen. Ich bin schon fast froh, dass wir solche Krawalle haben, selbst wenn sie nur zur Zelebrierung der eigenen Dummheit dienen. Der letzte Satz erscheint für viele vielleicht unsinnig, aber wer schon einmal in einem Staat gelebt hat, welcher nicht unseren demokratischen Standards entspricht, wird mich verstehen.
          Anstelle von solch flachen Beiträgen läse ich lieber etwas mit mehr Tiefgang, im Stile der Kommentare von Markus Hutter.

          PS:
          Ich bin ein gut situierter Jugendlicher, der vom Aussehen und Auftreten vielleicht mehr Ihrem Bild eines frustrierten Unterschichtenkindes entspricht.

          • Reda El Arbi sagt:

            Wer schon in einem Staat gelebt hat, in dem nicht unsere demokratischen Standards regieren, lacht solche Randalierer nur aus. Dort haben sie ernsthafte Probleme, und müssen sich nicht in kindischen Strassenschlachten mit der Polizei beweisen.

    • Marius Meier sagt:

      Nur Facebook, chillen, FCZ, kiffen und Pornos im Sinn -> Tut niemandem Weh. Wo ist das Problem? Solange dies in der Freizeit geschieht, eigentlich ok. Dass die ältere männliche Generation mit der Glotze, Bier und Stümpen bei „Ruf mich an“-Dauerwerbung im Sofa einpennt, kommt dem Verhalten doch ziemlich nahe.

  • Mike Müller sagt:

    Voll und ganz Ihrer Meinung, Reda El Arbi! Finde es zynisch, bei unseren Jugendlichen von Freiräumen zu sprechen, die sie sich erkämpfen müssen – angesichts der rigiden Vorgehensweise in Ländern wie China oder Russland, welche Besammlungen solcher Art gewalttätig beenden. Und überhaupt: Indem man fremdes Eigentum zerstört und andere Menschen (Polizisten sind übrigens auch welche) angreift, schafft man alles andere als Freiräume.

  • Patrick Meyer sagt:

    Sehr treffender Artikel. Ein paar unterentwickelte Kids von Snob-Familien, welche den Kindern statt Liebe, Zuneigung und ein paar Moralische Werte, lieber Geld zugeschoben haben. Wirklich traurig, wass hier für eine Generation heranwächst, bzw. dass viele Eltern offenbar nicht mehr wissen, was Erziehung und Werte vermitteln heisst. Und doch finden einige Kommentare hier nur wieder den Hohn gegenüber Erwachsenen. Die Jungendlichen haben nicht immer so blöd getan wie heute, aber wir haben wohn einfach zu viel Wohlstand in der Schweiz, dass man vor lauter Konsumtrieb, die Erziehung und gewisse Grundwerte vergisst.

    • Tanja Grob sagt:

      „wir haben wohn einfach zu viel Wohlstand in der Schweiz, dass man vor lauter Konsumtrieb, die Erziehung und gewisse Grundwerte vergisst.“
      die jugend ist ein abbild der gesellschaft. kann man zuviel wohlstand haben? böser wohlstand. und daran sind wohl auch die jugendlichen schuld. die erwachsenen wissen doch sehr oft selber nicht wohin mit all dem wohlstand und zweifeln ständig an ihrer psychischen gesundheit, weil sie nicht permanent glückseelig sind, obwohl sie doch „alles haben“ (materiell gesehen).

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Diese jungen Männer haben ohne Zweifel einen grossen Frust in sich, den sie aber nicht artikulieren resp. sprachlich verarbeiten können und so die Möglichkeit haben, etwas an den ganz persönlichen Frust-Ursachen zu ändern. Vielleicht auch ein Grund, dass Mädchen und Frauen weniger gewalttätig sind, da sie im Durchschnitt bessere sprachliche Fähigkeiten besitzen. Möglicherweise sind solche öffentlich zelebrierten Ausraster immer noch besser als Amokläufe durch Männer, die ihren Frust zu lange in sich aufgestaut haben bis zum Ausbruch des Vulkans.

    • Dieter Bachmann sagt:

      Unsinn, Frauen sind nicht wegen ihren „sprachlichen Fähigkeiten“ weniger gewalttätig, sondern aus rein biologischen (hormonellen) Gründen, weil sie in der Pubertät nicht eimerweise Testosteron ausschütten. Ja, es gibt solche biologischen Unterschiede, und im 21. Jh. sollten wir eigentlich endlich mal reif genug sein, solche Tatsachen wertfrei einfach mal so stehenzulassen. Das Testosteron muss irgendwie ausgetobt werden, aber natürlich geht das auch konstruktiv: es ist eine Ursache aber sicher keine Entschuldigung für solche Randale. Die Bubis hocken zuviel herum, deshalb führen sie sich dann auf wie ausgebrochene Affen aus Käfighaltung. Der männlich-pubertäre Testosteronschub kann auch anders eingesetzt werden, etwa für sportliche Leistungen für die wir nachpubertären alten Säcke schon lange zu faul sind.

      • Stadelman Reto sagt:

        @Bachmann
        Jaja, die armen jungen Männer die ja überhaupt nichts dafür können. Es ist das Testosteron…. Ich war auch mal so jung und habe trotzdem nie randaliert. Und ich habe daher keinerlei Verständnis für solche Wohlstandsverwahrlosten. Die sind keine Opfer sondern TÄTER! Für solche Jugendliche bräuchte es endlich einmal harte Strafen. Und mit hart meine ich nicht CH-hart, ich meine US-HART! So richtig hart mit Knast!

        • Tanja Grob sagt:

          obwohl ich weiblich bin, habe ich als teenager gewaltig randaliert :S. man weiss heute, dass es nicht das testosteron ist sondern weil in der pubertät das gehirn komplett umgebaut wird: verbindungen werden gelöst und neue geschaffen. das sorgt für verwirrung

          • Hanspeter Niederer sagt:

            Haben Sie rebelliert oder randaliert? Im übrigen gibt es auch Mädchen und Frauen, die sich schlecht sprachlich artikulieren können. Biologistisch „fundierte“ Erklärungen für problematisches Sozialverhalten sind der neue Schwachsinn, den uns die „Wissenschaft“ unterjubeln will. Zudem gibt es offenbar Menschen, die laufend Verbindungen im Gehirn lösen, aber keine neuen aufbauen. Alkoholexzesse sollen dabei sehr hilfreich sein….

  • Viktor Troska sagt:

    Guter Artikel!
    „Sechzehnjährige wohlstandsverwahrloste Mittelstands-Milchschnäuze in überteuerten Turnschuhen“ Besser könnte man es nicht beschreiben!

    Der Quasi-politische Touch ist Wunschdenken von irgendwelchen Alt-68ern. Diese pupertierenden kleinen Hedonisten haben keine Ahnung von Politik und suchen lediglich Action. Ich hoffe auf ein hartes Durchgreifen der Polizei denn nur so werden die Bubis lernen was Mama und Papa ihnen nicht beibringen konnten.

    • Marius Meier sagt:

      An Viktor: Wirklich konstruktiv ist ihre Zucht und Ordnung-Order nicht. Ich finde, dass dies unreif wirkt. Junge Erwachsene als Bubis zu bezeichnen und nicht ernst zu nehmen, genau diese Haltung von Ihnen, das macht die jungen Erwachsenen stinkig und wütend. Denken Sie mal drüber nach!

      • Dieter Bachmann sagt:

        Es wurden nicht junge Erwachsene als Bubis bezeichnet, sondern junge Erwachsene, die sich unprovoziert völlig daneben benommen haben. Die haben den Titel „Bubi“ redlich verdient. Jene jungen Erwachsenen, die friedlich ihre Party machen sind damit nicht gemeint und müssen also auch nicht stinkig werden.
        Wer aber Feuerwehrleute(!) tätlich angreift, für den ist „Bubi“ noch ein netter Ausdruck, solche Leute machen sich nicht nur schwer strafbar, sie könen auch so stinkig werden wie sie wollen, sie haben ganz sicher keinen Anspruch mehr darauf, dass man sie „ernst nimmt“.

        • Marius Meier sagt:

          Einverstanden. Ich bin aber überzeugt, dass es sich da tatsächlich nur um 2 Vollidioten handelte und die Polizei schon wusste, wen sie festnahm.
          Auf ca. 1 Mio. Leute und das schöne Wetter, soweit doch noch ok. Wenn ich da an die Generation, der heute 50 Jährigen erinnern darf. Wieviele Tausende von Euch sind im Heroinrausch am Platzspitz arg versumpft? Und waren da nicht die kriminellen Handlungen (Raub und Einbruch, Diebstahl zur Beschaffungskriminalität) viel drastischer.

          Als mittlerweile 40 Jähriger finde ich, dass unsere Generation, ich meine die 90er, Streetparade, gelegentlich XTC, nette Pubs und Discos, längere Öffnungszeiten, OpenAir-Festivals, Hanflädeli und grillieren am See inklusive Joint, so im Ganzen betrachtet rückblickend recht lässig war.

          Alk, Speed und Koks, unsere Drogenpolitik läuft ja darauf aus, das wirkt natürlich sich negativ aus.

      • Peter Schmid sagt:

        @ M. Meier. Respekt muss man sich erarbeiten, und man kann ihn auch ganz schnell wieder verlieren. Z.B. wenn man aus der Ferne Flaschen auf Feuerwehrleute schmeisst……… Solche „jungen Erwachsenen“ haben sich den Titel Bubi ganz ehrlich „verdient“.

  • Marius Meier sagt:

    Gut geschrieben, Reda El Arbi. Meine Realitätsüberprüfungen kommen auch auf diesen Beschluss. Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Menschen in und vorallem um Zürich inklusive Journalisten gerne ein wenig hysterisch werden ob eines brennenden Containers.

    Meine banale Theorie: In den 90ern, zu meiner Jugendzeit, wurde mehr THC mit friedlichen Begleiterscheinungen konsumiert. Heute dominiert statt dem Joint Alkohol infolge unserer seltsamen Drogenpolitik.

    Die Folge: Randale unter Alkeinfluss! Das ist Alles!

    • Tanja Grob sagt:

      ….ich habe auch unter einfluss von thc randaliert damals….wenn alles so einfach wäre, ach dann wäre alles einfacher 😉

      • Marius Meier sagt:

        Naja meine Realitätsüberprüfungen ergeben trotzdem, dass vorallem Alk recht agressiv macht. Dass Sie unter Einfluss von THC Randale machten, glaub ich Ihnen nicht. Sie haben einen Joint geraucht und sind dann losgezogen?

        • tina grob sagt:

          wir waren grässlich, jawohl :S. ich bin nicht stolz darauf, aber kiffen heisst nicht automatisch nicht randalieren. ich meine sehr wohl randalieren. vandalismus und so. nur so damit etwas kaputt geht

  • Erik Bogdanoff sagt:

    Ich freue mich schon jetzt auf einen nasskühlen Herbst und das Ende der Perma-Party!

  • Simone W. sagt:

    Ja es ist nicht gut, was da geschah, ja es ist Randale, ja es waren ein paar Jugendliche.
    Wenn Ihr das nicht verstehen könnte, liebe Mitkommentatoren (und wohlgemerkt, „verstehen“ bedeutet nicht „entschuldigen/rechtfertigen“), dann zeigt dies nur eines: Ihr (wir) werden alt! Für die Alten hat die Jugend schon immer grundlos blöd gehandelt (siehe auch Kommentar von Chris Müller). Und wenn dann einige sich noch darüber empören, warum die anderen Jugendliche nicht eingegriffen haben, verstehe ich gar nichts mehr!!! (Fast) Kein Jugendlicher wird als Randalierer geboren, zuviele ERWACHSENE haben vorher nicht eingegriffen! Und wie egal uns die heutige Jugend ist, zeigt sich nicht zuletzt an der Anzahl Verhaftungen: 2! Lachhaft! Wenn man die Jugend „bessern“ will, muss man sich schon ernsthaft mit ihnen „beschäftigen“, und nicht so Alibi-Übungen durchgeben…

    • hans fallada sagt:

      ach sie meinen die stadt zürich müsse ihr interesse an der jugend dadurch beweisen, dass sie mehr verhaftungen dürchführt? das finde ich nun ein bisschen „lachhaft“…

    • Lia sagt:

      jaja, wären mehr Jugendliche verhaftet worden, hätten Sie „Polizeibrutalität“ und „Unverhältnismässigkeit“ geschrien.
      Sorry, ich als Einzelking mit zwei 100% arbeitenden Eltern bin auch nicht zum Randalierer geworden, es ist viel zu einfach, alles aufs Umfeld abzuschieben.

    • Marius Meier sagt:

      An Simone W.: Also Repression und ihr Gedanke, die Jugendlichen wegzusperren, erinnert mich an „Pussy Riot“. Das ist doch sinnlos.
      Die SVP-Mentalität, wenn man nur Pieps sagt, gleich mit dem Polizeiknüppel loszudreschen und damit die Eskalation zu suchen, finde ich äusserst bescheuert. Die aktuelle Stadtzürcher Polizeiarbeit mit viel Umsicht ist für alle Beteiligten erfolgreicher. Gerade der letzte 1. Mai hat bewiesen, dass diese Strategie aktuell aufgeht. Hier darf man ruhig auch mal die Polizei loben, sie leistet zur Zeit eine tolle Arbeit. Bravo.

    • Pascal sagt:

      Das ganze nennt man doch Schwarmdummheit. Es braucht eine Gruppe von Dummen denen sich dann die anderen Halbdummen anschliessen. Mit Erziehung hat das gar nichts zu tun. Und von wegen „Früher“ – wir waren nicht bräver aber wir hatten auch nicht soviel Freiraum mit dem man nix anzufangen wusste. Und wem die Party nicht reicht, der ist eh verloren.

    • Stadelman Reto sagt:

      @Simone W.
      Ich bin in meinen Zwanzigern und verstehe diese Jugendlichen trotzdem nicht… Also wirklich alt werden wir oder sind wir wohl doch noch nicht… 😉
      Wie auch immer, ich persönlich vertrete die Meinung dass mit dem Spruch „die Jugend von heute…“ noch NIE die Jugend im Speziellen gemeint war oder ist, sondern schon seit jeher einfach die (jungen) Ausseinseiter unserer Gesellschaft bezeichnet wurden. In einer wie oben beschriebenen Situation kommt dieser Spruch dann gerne brühwarm… Aussenseiter von früher müssen glücklicherweise aber nicht ewig Aussenseiter bleiben 😉 Wie auch immer, die Jugend ist wohl gar nicht das Kriterium für diesen Spruch. Es ist eher das Verhalten… Und wir Rudelmenschen mochten Verhaltensauffällige noch nie besonders gerne… Nur kann man mit dem Spruch natürlich nicht erwachsene Randalierer bezeichnen.
      Daher denke ich nicht das wir unsere Jungen besser verstehen müssen um sie zu „bessern“. Es ist wohl eher einfach so das ein paar Hitzköpfe schlecht erzogen wurden oder etwas mehr Law&Order brauchen als Andere. Diese Meinung mag bei Ihnen nicht populär sein, aber ich stehe trotzdem dazu.

    • Simone W. sagt:

      Meine Güte, wenns so um unsere Lesekompetenz steht, müssen wir uns nicht wundern, wenn es mit „der Jugend“ bachab geht!
      Îch finde eben nicht, dass die Polizei massenhaft verhaften soll – was sie auch nicht gemacht hat – aber Kinder und Jugendliche lernen nur aus Konsequenzen! Und wenn die Konsequenzen ausbleiben, tritt sicher kein Lerneffekt ein (nicht dass es ihn bei Konsequenzen auf jeden Fall gäbe)! Also entweder sie haben etwas Schlimmes gemacht und müssen dafür die Konsequenzen tragen (zB Verhaftung) oder es war dann eben doch nicht so schlimm…
      Dieser Habakuk daszwischen führt zu gar nichts, ausser dass sich gewisse Randalierer bestätigt fühlen, die Polizisten frustriert sind, die Feuerwehrer eine Geschichte für den Stammtisch und Herr El Arbi ein Thema für den Blog… (was präventiv sicher eine waaaahnsinnige Wirkung hat)…

  • Ben Arbenz sagt:

    Dem Milchbubi zahlt die Mama auch noch das Bier, nur kann er damit noch nicht umgehen. Die Folgen sind dann ein Verhalten, das eher an einen Aufruhr im demolierten Robinsonspielplatz erinnert als an eine politische Kundgebung. Die einzige Hoffnung ist wohl, dass auch solche Typen älter werden 😉

  • Daniel G sagt:

    Leider waren „nur“ 90% friedlich. Ich frage mich immer wie ein Anlass wie die Street Parade ohne derart wüste Szenen abgehen kann. Aber es ist eben wohl so, an der Street Parade muss man sich nicht mit sich selbst abgeben, man wird von allen Seiten her unterhalten.

    Es sind am Ende die 10% die Verbote verantworten müssen. Leiden werden ohnehin nur die friedlichen, denn diejenigen die jetzt schon Randale machen kümmern sich ohnehin nicht um Verbote oder Gesetze.

    • Beobachterin sagt:

      Es ist wie seit jeher, z.b. in der Schule. Da mussten wir auch nachsitzen, weil zwei eher durchschnittlich begabte Schüler meinten, sie müssten sich durch Schmierereien auf der Wandtafel, lautes Furzen und weitere Nettigkeiten hervortun. Sippenhaft as usual.

  • Michael Strässle sagt:

    Wie sagte schon der Wahlzüricher Lenin:“Freiheit ist die Einsicht in das Notwendige“

  • Peter sagt:

    Die Frage ist nur, wenn es sich nur um ein paar Milchbubis handelt, warum sind dann die anderen Partygänger ( die ja sonst auch immer grossmundig ihr recht auf Freiheit fordern ) nicht imstande diese paar Idioten zu vermöbeln oder festzuhalten und der Polizei zu übergeben. Dann wäre mit solchen Aktionen ganz schnell Schluss. Aber eben, immer jammern was man alles für Freiheiten haben sollte und dann aber selber keine Eier in der Hose. Unsere Generation iPod….tststs…

    • Girafo sagt:

      Genau: „die paar Idioten vermöbeln“ – mit einem Rechtsbruch auf den Rechtsbruch antworten und zu Lynchjustiz greifen. Wars noch etwas früh heute morgen, oder vergassen Sie den Sonnenhut am Wochenende ? Ts, ts, ts.

    • Allanis Guggenbühl sagt:

      Weil Gaffen geil ist.

      Und es gibt nichts geileres als sich an der eigenen Feigheit zu suhlen und zu wissen, dass man dafür nicht belangt wird.

    • Peter sagt:

      Vermöbeln, super Idee, und damit eine Massenschlägerei auslösen, die Hitze löst einiges aus…..

  • Florian M. sagt:

    Eine gute Einschätzung. Eigene Kommentare zeigen aber leider: Man kann eine Begebenheit noch so detailliert und differenziert erklären, man befeuert damit letztlich immer das stereotype Weltbild der Leser, wenn sie dieses denn bestätigt haben wollen. (Alle Jugendlichen sind so und so, alle Ausländer sind dies und das, alle Goldküsten-Verwöhnten sind halt so, alle Frauen ab 50 sind dies und das etc.) Schade!

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich glaube, die jungen wissen teilweise vor lauter wohlstands-degeneration und langeweile, nicht mehr – wie blöd das sie tun sollen. man sollte die kandidaten mal für ein paar wochen in ein land schicken, wo „demokratie“ ein fremdwort ist. ich bin davon überzeugt, dass sich dann viele der mutmasslichen krawallbrüder ihre aktionen besser überlegen würden.

  • Michel Zenger sagt:

    Winter 1983 (oder 84), AJZ, es läuft eine Schneeballschlacht, eine Handvoll AJZ’ler gegen eine Handvoll Discobesucher auf der anderen Strassenseite, friedliches hin und her von Schnebällen, Gelächter auf beiden Seiten wenn einer wieder einen abbekommen hat, die Polizei fährt dreimal im Kastenwagen vorbei, nichts passiert denn die Schneebälle fliegen nicht gegen die Polizei… und dann, beim vierten Mal muss ein verblödeter AJZ’ler eine Flasche gegen den Kastenwagen werfen, Vollbremsung und Tränengas/-Gummischrotteinsatz, AJZ innert zweier Minuten geräumt.
    Die Idioten vom Samstag sind doch einfach nur billige Nachahmer des Idioten von 1983 und solange es Idioten gibt, wird es nie friedliche Aktionen geben in dieser Stadt, denn Idioten MÜSSEN IMMER alles kaputt machen. Schade.

    • Hans Stadler sagt:

      Hat Spass gemacht die Schneeballschlacht.

      Schade um die Idioten die immer gleich die Grenzen gegenüber der Poilzei ausloten wollen.

    • Chris Müller sagt:

      Gut gebrüllt Löwe. Ich kann mich an eine Geschichtsstunde in der Schule erinnern. In diesem historischen Quellentext hatte sich der Schreiber über die Jungend von „heute“ beschwert…alles verwöhnte Taugenichtse, ohne Respekt, faul etc etc (die Liste der stereotypen Vorurteile liesse sich endlos fortsetzen). Dieser Text war 3’500 Jahre alt und stammte aus Mesopothamien (und nein, damit will ich nicht sagen, dass die im Nahen Osten schon immer für Krawalle und Flaschenwerferei bekannt waren, Scherz am Rande)…sondern, dass jede Generation die selben Entwicklungsstadien durchlebt.
      Um auf das Thema zurückzukommen…sie werden immer eine Minderheit finden, die im falschen Moment das falsche tut.

    • Girafo sagt:

      In den Achtzigern hatte die Polizei Agents provocateurs bei jeder Demo dabei, Zivilbullen, die Steine auf die Uniformierten warfen, um das harte Durchgreifen zu rechtfertigen resp. erst einen Anlass dazu zu bieten. Ob das bei der Schneeballschlacht auch so war?

      • Beobachterin sagt:

        Und daran glauben Sie wirklich, auch heute noch? Diese Verschwörungstheorien zum Rechtfertigen von Steine- und Flaschenwürfen, umkippen von Autos und Containern, zerschlagen von Fensterscheiben und plündern von Geschäften geistern also bis heute in den Köpfen der ewiggestrichen Alt-68-er herum. Wie erbärmlich ist das denn.

        • Girafo sagt:

          Nicht nur glaube ich das auch heute noch, ich war dabei in den Achtzigern, und der Umstand wurde mir im Nachgang von zwei Stadtpolizisten bestätigt. Ihnen geht hier schlicht die Kompetenz ab – aber Hauptsache, Sie können ihr Feindbild von den Alt-68ern eine wenig in die Welt tröten. Barvo, sehr konstruktiv.

      • Lia sagt:

        Hanbüchener Blödsinn. Reden Sie mal mit ein paar Polizisten und kommen Sie von Ihrem Trip runter. Keiner von denen greift gerne ein und riskiert so, von einem Mob zertrampelt zu werden!

  • Johann sagt:

    Danke, eine weitere Person die nicht versteht, weshalb man randaliert. Aber das wissen diese Milchbubis eigentlich auch nicht. Muss einfach „geil“ sein, wenn man ein wenig Aufmerksamkeit kriegt, die man zu Hause nie erhalten hat. Zudem will man imponieren, beeindrucken, Grösse und Stärke zeigen – davon gehen zumindest diese Milchbuebis aus. Pflückt man jedoch einen dieser Milch-Weichbecher aus dem Mob und würde ihn alleine wüten lassen, was würde wohl geschehen? Rein gar nix. Nur im Rudel sind sie (halb-)stark. Ansonsten sind es absolute Weichlinge und vor allem Feiglinge.

  • Peter Panther sagt:

    Danke Reda für diesen Artikel! Du hast es eben auf den Punkt gebracht! Endlich schreibt jemand die Wahrheit über diesen Idiotismus der heutigen eierlosen Jugend!

  • sepp z. sagt:

    würde mich mal interessieren, aus welchem goldküsten-kaff diese sechzehnjährigen wohlstandsverwahrlosten mittelstands-milchschnäuze in überteuerten turnschuhen stammen.

    • Jomarti sagt:

      Sehr geehrter Sepp z.

      Zu behaupten, es wären jugendliche der sogenanten goldküste für diese ausschreitungen verantwortlich, finde ich nicht wirklich angebracht. Ich selbst, jugendlich und dort wohnhaft weiss, dass die vorurteile vieler leute nicht wirklich korrekt sind….ich erkläre ihnene mehr heute abend….falls sie wollen, denn ich habe ein leben…wie ich mich au die schule freue 😛

    • Erich von Brunnen sagt:

      Es könnten natürlich auch luxusverwahrloste Komplexhaufen aus Schwamendingen sein.

    • Hélène Lindgens sagt:

      oh eine neue form des rassismus….. goldküste ist überall… ausser bei uns! 🙂

  • Markus Volken sagt:

    Reda El Arbi dein Beitrag über die Love Parade fand ich toll. Dieser Bericht fand ich hingehen eher lau und Mainstream Mässig…

    • Sgt Klinger sagt:

      Reda war live dabei und mainstream ist eigentlich nur der setup. Bravo Reda Du brauchst die richtigen Worte. Es ist zum k..n wie wenige Idioten es braucht um anderen eine ruhige und unkommerziell aufgebaute Freiheit zu sabotieren. Die Akzeptanz und Flexibilität der Stadtbevölkerung. Stadtoffziellen und Organe ist nicht unendlich, darum die Freiheit einer Party als etwas Wertvolles zu werten und auch so zu behandeln.

    • hans fallada sagt:

      ich fand beide artikel toll 🙂

  • Roger Jost sagt:

    Sehr guter Bericht mit den aus meiner Sicht richtigen Schlussfolgerungen

  • Eric Zeller sagt:

    Toller Post, davon unterschreibe ich jeden einzelnen Satz, ja jedes einzelne Zeichen, inklusive Strich und Komma!

    • André P. sagt:

      Herr Zeller, somit sind wir schon zu zweit. Ein hervorragender Artikel. Und entgegen dem Kommentar von Markus Volken definitiv nicht „Mainstream-mässig“: Der Mainstream verteidigt solches Verhalten mit Schlagwörtern wie Unzufriedenheit, Jugendarbeitslosigkeit und Veralterung der Gesellschaft. Ausreden, damit der Täter zum Opfer wird.

      • Daniel G sagt:

        Zustimmung!
        Es scheint als seien solche Leute unfähig sich überhaupt friedlich im öffentlichen Raum zu bewegen. Und in der Zeit von Facebook & Co können diese minderbemittelten schnell und einfach erfahren wo jede Party ist, nur damit sie dort Ärger machen können.
        Schlussendlich hat es wohl einfach mit Langeweile zu tun. Die Jugend hat es verlernt (oder ist schlicht und einfach zu dumm es zu lernen) sich selbst zu beschäftigen, auch mal etwas zu „erfinden“ was zur Unterhaltung beiträgt.
        Gefängnis hiflt bei solchen Leuten nichts, einfach mal 2 Wochen irgendwo ohne Essen aussetzen würde vielleicht die grauen Zellen mal in Bewegung bringen.

        • Reda El Arbi sagt:

          Ich möchte explizit erwähnen, dass 90 Prozent der Leute da friedlich waren und gute Stimmung hatten. Es war ein sehr kleine Minderheit, die Randale machten.

        • Simone W. sagt:

          Und Daniel G., die Jugendlichen sind nur so dumm, wie wir sie erzogen haben…
          Dass die Leute immer noch nicht schnallen, dass Kritik an der Jugend eigentlich Kritik an deren Erziehern, sprich uns allen, ist…
          Wenn es aber tatsächlich gut getarnte Selbstkritik ist, dann trifft sie zu… 😉

          • Hélène Lindgens sagt:

            das denke ich auf keinen fall…. adoleszenz….. oftmals eine pause von allem was ihnen beigebracht wurde…… einfach um sich einmal ausserhalb dieses vertrauten umfeld zu bewegen…. ein ausflug in die welt des unangepassten…. um dann mit den konsequenzen oftmals reumütig in die gewohnte welt zurückzukehren.

            deliquente jugendliche sind nicht immer das resultat schlechter erziehung…. sondern schlicht der sichtbare teil schlechten benehmens…

            …. was meistens vorbei t

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