Street Parade: Überlebt!

Wir gehen für Sie rein!

Wir gehen für Sie rein!

Liebe Leser,

wieder einmal scheuten wir vom Stadtblog keine Mühen und Anstrengungen, um Sie am Stadtleben teilhaben zu lassen. Stellvetretend für Sie schickten wir heute einen unserer Reporter mit Laptop und Kamera in den gefährlichen Street Parade-Dschungel.

Hier seine Erlebnisse:

 21. 19 Uhr, Bürkliplatz

Ich verabschiede mich für heute mit einem Fazit: Nachdem ich zu Beginn tausende schöner, tätowierter und gutgelaunter Menschen in einer Art narzisstischem Gruppenwahn erlebt hatte (ein wenig, als ob die Badi Oberer Letten plötzlich epidemisch geworden wär), nahm das coole Partyerlebnis mit dem steigenden Konsum des Partyvolks ab. Die, die noch gehen konnten, sind gegangen, einige fliegen jetzt noch über dem Seebecken und der Rest wartet, bis ihr Körper wieder koordinierte Bewegungen durchführen kann. Dabei hat die Nacht noch nicht mal begonnen.

Ich gehe jetzt aufs Land, in der ruhigen Gewissheit, dass, wenn ich zurück komme, mein Zürich wieder mein Zürich ist. Wie die restlichen Tage im Jahr. Ausgenommen Sechseläuten, Züri Fest, Knabenschiessen und was es da noch alles gibt.

Schönen Abend!

Egal, wie hart die Leute feiern, Zürich kann es wegstecken und am Montag, nachdem wir die letzten Partyleichen in den See gewischt haben, ist alles wieder wie immer.

Egal, wie hart die Leute feiern, Zürich kann es wegstecken. Und am Montag, nachdem wir die letzten Partyleichen in den See gewischt haben, ist alles wieder wie immer.

 

20.31 Uhr, Quaibrücke

„Lebt der noch?“ fragt mich ein Raver und zeigt auf einen Kollegen, der im Müll unter einem unserer schönen Stadtbäume liegt. Ich fühle den Puls, Hauttemperatur und Atmung, schaue schnell in die Pupillen und sag: „Ja, der lebt noch. Muss nur den Rausch ausschlafen.“

„Bist du Arzt“, erkundigt er sich leicht lallend. Ich verneine. Ich kann einem Touristen nicht klar machen, dass ich solche Rauschtoten schon in den Neuzigern untersuchen musste, damals in der Drogenszene am Platzspitz. Und irgendwie erinnert mich die Szene auch an damals. Nur das damals zwischen den Fixfertigen nicht noch irgendwelche Leute tanzten. Aber der Geruch war der gleiche… Ich werde zynisch. Wenden wir uns doch lieber den Leuten zu, die noch fit sind! Die sitzen nämlich im gleichen Müll und habens lustig. Juhui. Ach, ich gebs auf, ich war wohl zu lange an der Parade heute…

"Lebt der noch?" - "Ja, aber zur Zeit weiss er nichts davon."

"Lebt der noch?" - "Ja, aber zur Zeit weiss er nichts davon."

Fünf Meter weiter: Die jungen, nicht so fertigen Raver sitzen gemütlich im selben Müll.

Fünf Meter weiter: Die jungen, nicht so fertigen Raver sitzen gemütlich im selben Müll.

 

18.57 Uhr, Stauffacher

Mit neuer Kamera und einem Kamillentee für meine Nerven mache ich mich ein letztes Mal auf, um in die Horden des Spasses einzutauchen. Auf dem Weg zur Redaktion begegnete ich drei Gruppen junger Leute, die sich nicht mehr ganz unter Kontrolle hatten. Die einen stritten sich, die anderen versuchten den Weg zum Bahnhof zu finden, und die dritten, ach was, schauen Sie selbst:

Er sitzt auf der Ampel an der Zürcher Bahnhofstrasse, reisst Teile ab und schreit: "Aargauer gut, Thurgauer gut, alles nur nicht Zürcher!" Irgendwie erscheint mir das exemplarisch für die Street Parade.

Er sitzt auf der Ampel an der Zürcher Bahnhofstrasse, reisst Teile ab und schreit: "Aargauer gut, Thurgauer gut, alles nur nicht Zürcher!" Irgendwie erscheint mir das exemplarisch für die Street Parade.

 

18.00 Uhr, Niederdorf

*umtz, umtz umtz, umzt,umtz, umtz, umtz, umzt,umtz, umtz umtz, umzt* Ich ertrage glaubs noch genau 4 721 Umtz, dann gehöre ich zu denen, die aus einem friedlichen Musikanlass eine gewalttatige Veranstaltung machen. Umtz.

17.35 Uhr, Niederdorf

Vielleicht liegts an mir, aber mich dünken die kleinen Tragödien augenscheinlicher als die allgemeine Partyatmosphäre. Inzwischen hab ich zwei Mal den Notarzt gerufen, weil ich bewusstlose, dehydrierte Betrunkene in Ecken fand. Naja, vielleicht liegts auch dran, dass ich nüchtern bin und etwas genauer hinschaue. Meine Aufgabe wärs wahrscheinlich gewesen, die Partyleichen zu fotografieren, und nicht, die Ambulanz zu rufen. Aber egal. Inzwischen ist die Street Parade ja eh mehr Pillen-Chilbi als Partyveranstaltung. Ich ziehe mich kurz zurück, um die Akkus, mental und digital, aufzuladen.

Business as usual: Notdienst kratzt Partyleichen zusammen.

Business as usual: Notdienst kratzt Partyleichen zusammen.

Mehr Chilbi als Party: Raclette an der Street Parade. Natürlich mit Techno geliefert.

Mehr Chilbi als Party: Raclette an der Street Parade. Natürlich mit Techno geliefert.

 

16.32 Uhr, Quaibrücke

Ein grosser Teil des Umsatzes an der Street Parade wird mit Getränken gemacht. Aber nicht nur, wenn sie gekauft und getrunken werden, sondern auch, wenn sie unten wieder rauskommen. Im Opera an der Dufourstrasse bezahlt man 2 Franken für einen Klobesuch. Und die Leute stehen Schlange. Einige kaufen ein Getränk für 5 Franken und dürfen dafür gratis die Toiletten benutzen. Aber lange nicht alle lassen sich auf diesen Deal ein…

Die Street parade gibt der Stadt ihren ganz eigenen Geruch.

Die Street Parade gibt der Stadt ihren ganz eigenen Geruch.

 15.45 Uhr, Stadelhofen

Sorry für die Verspätung, das Netz war überfordert. Ok, zwei Stunden gute Laune und fertig ist. Die Musik wird von Sirenengeheul untermalt, die Leute sind teilweise so betrunken, dass sie sich vollmachen und einige Jugendliche haben mich gezwungen, Fotos von ihnen zu machen, als wär ich ein ordinärer Usgang.ch- oder Tillate.ch-Fotograf. Dazu kein Handynetz, jede Menge BumBum und schwitzende Menschen. Ich nehm eine Auszeit und geh mal was essen. Hier noch ein paar Eindrücke:

Manche feiern so....

Manche feiern so....

 

... manche feiern so (wobei ich nicht dabei sein will, wenn das wieder hochkommt) ...

... manche feiern so (wobei ich nicht dabei sein will, wenn das wieder hochkommt) ...

... und manche bereits so.

... und manche bereits so.

Ohne Worte.

Ohne Worte.

Lovemobil: Hat man eines gesehen, hat man alle gesehen.

Lovemobil: Hat man eines gesehen, hat man alle gesehen.

Hier noch etwas Sex für die Daheimgebliebenen.

Hier noch etwas Sex für die Daheimgebliebenen.

13.59 Uhr, Seebecken

Man kann noch so griesgrämig drauf sein, lange kann man sich der guten Laune, die sich Anfangs Street Parade breit macht, nicht entziehen. Die einzelnen Pärchen, die streiten (er wirft ihr vor, zu flirten, sie wirft ihm vor, zuviel zu saufen), tun dem keinen Abbruch. Hier ein paar Impressionen in Bildern. Die BumBum-Musik müssen Sie sich dazu vorstellen:

Die Leute verbreiten gute Stimmung, ob man nun will oder nicht.

Die Leute verbreiten gute Stimmung, ob man nun will oder nicht.

Obwohl überall Sex in der Luft liegt, wird das wohl nicht die einzige mit Alkohol gefüllte Flasche sein, die jemand im Dreck liegen lässt...

Obwohl überall Sex in der Luft liegt, wird das wohl nicht die einzige mit Alkohol gefüllte Flasche sein, die jemand im Dreck liegen lässt...

 

Der Morphsuit ist das angesagteste Kostüm an dieser Parade. Dichtgefolgt von der Iroquesen-Perücke. Beides büsst an Originalität ein, wenn sie zu Tausenden auftreten.

Der Morphsuit ist das angesagteste Kostüm an dieser Parade. Dichtgefolgt von der Iroquesen-Perücke. Beides büsst an Originalität ein, wenn sie zu Tausenden auftreten.

 

10 000 Stunden Training für zwei Stunden Show....

10 000 Stunden Training für zwei Stunden Show....

Die Kiffer findens hier wohl am Besten. Egal was wer auflegt, sie hören eine Art Reggae.

Die Kiffer findens hier wohl am Besten. Egal was wer auflegt, sie hören eine Art Reggae.

 

Und wirklich alle sind gut drauf!

Und wirklich alle sind gut drauf!

13.02 Uhr, Bellevue

Hier ist das wohl witzigste Lovemobile der letzten zwanzig Jahre! Der Abschleppdienst für die Lovemobile:

Knallige Farben, tiefer Sound und ein Sonnenschirmchen: Das Lovemobile schlechthin!

Knallige Farben, tiefer Sound und ein Sonnenschirmchen: Das Lovemobile schlechthin!

 

 

 

 

12.52 Uhr, Bellevue

„He, pst, Pillen?“ – Habe die ersten Drogen angeboten bekommen. Zwei Jugendliche versuchten mir schleimlösende Hustentabletten als Ecstasy anzudrehen. Ich hab die gleichen Tabletten zuhause im Schrank. War irgendwie witzig, weil sie sich so übertrieben kriminell aufführten, mit Blick über die Schulter und allem. Sie liessen sich leider nicht fotografieren.

Weniger witzig fand ich die Eltern, die ihre Kinder in einen traumatisierenden Kostümauftritt zwangen. Kinder, wenn ihr in zwanzig Jahren zum Therapeuten müsst, ihr könnt die Beweisbilder bei mir holen:

Es gibt zwar Gesetze gegen Kinderarbeit, aber gibts auch Gesetze gegen Kinderparty?

Es gibt zwar Gesetze gegen Kinderarbeit, aber gibts auch Gesetze gegen Kinderparty?

 

11.45 Uhr, Bahnhofstrasse

Die Besucher treffen ein. Mit originellen Outfits wie „Teufelchen“, „Engelchen“ oder „Sonnenblume“. Ich habs nicht fotografiert, schauen Sie sich die Bilder vom letzten Jahr an. Dann natürlich jede Menge Bikinis und Netzstrümpfe. Für Last Minute Raver stehen auf den ersten 200 Metern der Bahnhofstrasse Coiffeur und Stylisten bereit, auch das Outfit lässt sich da noch schnell kaufen. Jeder Franken zählt. Ich hoffe doch, heute noch das Eine oder Andere wirklich originelle Outfit zu sehen. Dafür geht man schliesslich als Besucher an die Parade.

Vom Bahnhof zum Bellevue kriegt man alles für die Parade. Kauf die ein Outfit!

Vom Bahnhof zum Bellevue kriegt man alles für die Parade. Kauf dir ein Outfit!

 

11.10 Uhr, Paradeplatz

Die Informationen über den Öffentlichen Verkehr sind umfangreich und detailliert. Aber im Grunde teilt uns die VBZ nur eines mit:
Innenstadt? Vergessen Sie’s!

Information vom Feinsten.

Information vom Feinsten.

11.00 Uhr, Nähe Wollishofen

Sich endlich wieder mal zum Affen machen! Mit Schnaps und Maske. 11.00 Uhr

Sich endlich wieder mal zum Affen machen! Mit Schnaps und Maske. 11.00 Uhr

Erste Raver machen sich warm für die Parade. Eine Flasche Hochprozentiges, jede Menge Bier und eine Maske, damit niemand erkennt, wer sich später besoffene Peinlichkeiten leistet. Pardey on!

163 Kommentare zu «Street Parade: Überlebt!»

  • Armando sagt:

    Als 60-Jähriger muss ich sagen, dass mir die Streetparade zu blöd und zu langweilig ist. Da ist ja die Luzerner Fasnacht noch besser, habe die Streetparade 2x besucht, das reicht mir für den Rest des Lebens. Jedes Jahr dasselbe, echt langweilig.

  • Robert und Sabine sagt:

    Nun habe ich diesen Bericht vollständig gelesen, auch zwischen den Zeilen, was der Autor wohl nicht berechnet hatte.

    Anscheinend gefiel ihm die Streetparade doch ein wenig, nun ja, lies er sich zumindest von der Stimmung mehrfach positiv anstecken. (und gluget hät er au bei de Netzstrümpf!!)

    Leider verkennt der Autor dieses Berichts, das es auch Leute im Getümmel gibt, die weder Alkohol, noch Drogen, geschweige irgendwelche Rauchwaren, zu sich nehmen und trotzalledem eben genau diese ansteckende positive Partystimmung aufnimmt.

    Wir besuchen seit 2009 regelmäßig die Streetparade.

    Hatten weder Aussetzer, noch wurden uns in diesen Jahren irgendwelche Pillen oder sonstige BTM/Narkotika angeboten.

    Liegt wohl daran, das wir bereits in den 30´gern sind???

    Was uns an der Streetparade begeistert ist, 950.000 Menschen aller Couleur,Alters, Behinderungen, Nationen, Hautfarben, Religionen, feiern ein tolles Fest, und nirgends Schlägereien oder üble Anmache!!!!!!!!!!!!!!

    DAS IST ZÜRICH AN DER STREETPARADE. Daran sollten sich andere Städte erstmal ein Vorbild nehmen.

    Klar, viel Müll und viele Betrunkene säumen den Weg, nun, wir haben unseren Müll wieder ordentlich in den Rucksack versorgt und mitgenommen zur Entsorgung, das liegt aber sicherlich an der Erziehung des Einzelnen und dem Umgang mit seiner „Mutter Natur“ !!

    Und das das wohlgeschäftige Schweizer Vökli, bei diesem Menschenauflauf auch sein Fränkli verdienen will, ist mehr als gerecht.

    Andererseits, gegen Mitternacht, wurden unserer Gruppe, seitens einer dieser am Weg stehenden Garküchen, eine tolle asiatische Gemüsesuppe angeboten und die schmeckte, und dazu noch kostenlos!!!!!!!!!!!

    Ich sage nur eines…2013 (So Gott will) werden auch wir wieder dabeisein, freuen uns jetzt schon….umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,umtz,………

    • Reda El Arbi sagt:

      Es hat mir zeitweise wohl gefallen, das sollte man im Text auch merken. Und ich weiss auch, dass ein grosser Teil der Leute friedlich vor sich hinfeierten. Nur bei 1 000 000 Leute fallen eben schon 1 Prozent ins Gewicht. Das sind 10 000 Chaoten in der Innenstadt. Wozu brauchen wir Konsumgelage in dieser Grösse? Können wir nicht auch in kleinerem Rahmen friedlich feiern? Müssen wir beweisen, dass wir das auch in riesigen Mengen können?

      • Robert und Sabine sagt:

        Hallo Reda,
        es freut mich das du unseren „comment“ veröffentlicht hast.
        Spricht für dich!!

        Ich denke, das Zürich diese Gross-Veranstaltung sehr gut meisterst und auch managt. Wenn wir Sonntags so gegen 12 Uhr aus dem Wohnmobil krabbeln, sehen wir nichts mehr von der SP…(Nu da war doch was…?)

        Wenn ich an andere Grossveranstaltungen denke, die vielleicht auch etwas kleiner ausfallen mögen, ist das bei weitem nicht so schnell abgearbeitet wie in Zürich.

        Das erstaunt mich jedes Jahr!! Daher, solange Zürich dieses einzigartige, hervorragende, werbeträchtige, geldbringende Festival so bewältigen kann……dann zeigt uns Euer meisterliches Können!
        Und Zürich, mit seinem mediterranen, weltoffenem Flair, kann sich mit dieser Art der Öffentlichkeitsarbeit mehr positive Punkte einhandeln. als wenn wir nach New York oder Berlin ziehen würden.
        Es gibt viele Städte, die bereits versuchen dies zu kopieren, aber Zürich bleibt dahingehend.. TOP OF THE WORLD – City of Streetparade!

  • Tanja Grob sagt:

    zwerg, diese unheilige allianz liegt doch in gemeinsamen ansicht „also die jungen von heute…ts ts ts“. ja klar muss man massenbesäufnisse nicht gut finden. aber herr el arbi lässt ja durchblicken, dass er sich früher auch mal etwas mehr als gut ist zugedröhnt hat, womit auch immer. na also.
    für mich ist subjektive darstellung dann ok, wenn nicht jeder, der das nicht so sieht, abgekanzelt wird. wenn man einen blog schreibt, der noch ein bisschen provo sein soll, oder mindestens nicht journalistisch, jedenfalls wie deklariert subjektiv, dann muss man doch mit anderen meinungen rechnen.
    wenn man selber ständig schreibt „du musst es ja nicht lesen, wenns dir nicht passt“, müsste man sich das doch selber hinter die ohren schreiben. und ausserdem ist diese redewendung leider ja wie „ja zieh doch weg wenns dir nicht passt“, die ich total blöd finde, und die dann auch sehr sehr rassig sehr sehr svp ist („ihr müsst ja nicht her kommen, wenns euch nicth passt“)

  • Toerpe Zwerg sagt:

    Bevor ich mich hier ausklinke:

    Was mir sehr zu denken gibt ist, dass sich mehr und mehr eine UNHEILIGE ALLIANZ zwischen echten Bünzlis/Spassbremsen und eigentlich progressiven, modernen Menschen wie Reda bildet.

    Parade bleibt.

    Grüsse vom Zwerg

  • Mustafa Oerli sagt:

    Netter Bericht… Klar das die Konsum Junkies keine Freunde daran haben!
    Achja, Gerade beim Blick Online gesehen: Nach Streetparade In Zürich stinkts nach Urin
    ZÜRICH – Trotz Grosseinsatz der Putzequipen hängt in der City noch ein beissender Geruch in der Luft.
    Zwei Tage nach der Street Parade stinkts rund ums Seebecken noch immer nach Urin. «Am schlimmsten ist es am Bürkliplatz. Es ist kaum auszuhalten», sagt ein Blick am Abend-Leser.
    Dabei waren bereits Samstagnacht ab 23 Uhr 114 Mitarbeiter von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) unterwegs, um die Stadt zu säubern.
    «91 Tonnen Abfall wurden gesammelt, das sind vier Tonnen mehr als letztes Jahr», sagt ERZ-Sprecherin Karin Leemann. «Gegen den Urin haben wir Anti-Urinmittel mit geruchslösenden Komponenten eingesetzt – wie immer nach grossen Veranstaltungen.»
    Wegen des warmen und feuchten Wetters sei aber der Gestank ausgeprägter als sonst. «Wir reinigen auch heute und morgen noch, wo es nötig ist.»
    Reinigende Gewitter sind leider erst auf Mittwoch zu erwarten.

  • Toerpe Zwerg sagt:

    Kleiner Nebensatz noch:

    Kann sich mal jemand die Mühe machen und nach Berichten zum Woodstock-Festival suchen und dabei mal ein Augenmerk auf Beschreibungen von Drogenkonsum, Gekotze, Saufen und drauf sein richten?

    Die Diskussion wiederholt sich endlos. Die Alten können mit den Exzessen der Jungen rein gar nichts anfangen und geben die aufgeklärten Kulturpessimisten … früher war alles besser … und auch heute wird bald früher sein!

    In diesem Sinne, willkommen auf der anderen Seite Reda …

    • Reda El Arbi sagt:

      Hm, Woodstock war was Neues….

      • Toerpe Zwerg sagt:

        Ja, das stimmt. Konsumiert wurde aber damals auch extrem (eigentlich paradox). Jede Wette, dass da viele Heroinleichen lumgelegen sind. Openair Konzerte gibt es immer noch oder besser immer mehr. Sie sind etabliert, kommerziell und ein Fixstern im kulturellen Kalender. Exzesse gibt es auch dort. Immernoch.

        Die Streetparade war auch mal neu und die kritischen Stimmen zur Streetparade sind auch nicht neu sondern begleiten diese seit den Anfängen mit genau denselben Argumenten – seit der dritten Parade jedenfalls hört man jedes Jahr dasselbe: „zu kommerziell“, „zu viel Müll“, „zu viele Drogen & Exzesse“, „das ist keine Musik sondern Lärm (& Techno ist tot)“ …

        Klar, dass sich dieser Event mitten in der Stadt abspielt ist speziell und fordert eine Menge Toleranz ein von den Einwohnern der Stadt. Und so gehört der Stadt ein grosses DANKE dass man diesen Event seit 20 Jahren durchführen darf.

        Persönlich wäre ich für ein neues Konzept der Parade und für eine Öffnung für andere Musikstile: 20 Bühnen über die Innenstadt verteilt. Von Minimal bis Ska oder so. Zürifäscht für Junge halt … mir gefällt die Parade aber auch so immer noch gut und ich bin heilfroh, dass diese sich in Zürich etabliert hat – ein Zufall ist das aber nicht.

        Grüsse Töerpe

    • Mäse sagt:

      Ich hoffe auch bald wieder auf mehr freiheitliche Veranstaltungen in der Schweiz, die der Psyche der Einwohner gut tun, aber auch nach außen sehr positiv wirken. Dann braucht es in der Jugend auch weniger Drogen um sich vor der stumpfen Realität zu betäuben, sondern sie können sich in der Wirklichkeit endlich ausleben.

    • Thomas Kuner sagt:

      Woodstock fand auf einer Wiese statt, nicht mitten in der Stadt. Man sollte die Streetparade eh nach Düdingen, Hunzenschwil oder Holziken verlegen. Da wäre sie auch näher an ihrer Zielgruppe, der Agglo-/Landjugend….

      • Toerpe Zwerg sagt:

        Ja, das könnte Ihnen so passen … nur immer weg mit dem Pack wo sie niemanden stören können … next.

  • Meister Eckart sagt:

    Langweilig. Dasselbe Geheule wie jedes Jahr.

    Wie wäre denn mal ein Vergleich der Anzahl Gewaltdelikte, Sanitätseinsätze und Sachbeschädigungen von Streeparade vs. Zürifest proportional zur Anzahl Teilnehmer?

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, übers Züri Fest schreiben wir, wenns stattfindet. Jetzt war die Street Parade. Und irgendwie bringts es nicht, auf die anderen zu zeigen und zu sagen „Aber die haben auch!“

  • maggi albiez sagt:

    Also ich habe mir nur schnell die Bilder mit ihren Texten angeschaut. Sowas von negativ, da las ich den ganzen Text sicher nicht
    :((((((((

  • Manuel Frischknecht sagt:

    Ich befürchte es ist mit diesem Beitrag wie mit der öffentlich einsehbaren Vita des Autors. Ein bisschen von allem aber nichts genaues. Ist das nun Satire, Journalismus, Kunst? Oder einfach ein Blog ohne genau zu sagen was ein Blog überhaupt ist? Konkret; der Übergangslose Wechsel von amüsanter satirischer Schilderung von Land und Leute, hin und wieder eine Prise Fremdschämen bis hin zu Grauslichkeiten der Jungen 90’er Jahre hinter dem Landesmuseeum. Dann das Sugerieren von Expertentum – 1’te Streetparade dabei, Platzspitz mitten drin – ohne aber konkret zu werden.

    Ja ja, ich weiss, ein Blog ist persöhnlich und darf eigentlich alles, vor allem braucht es keine journalistische Schärfe und Tiefe, für das gibt es andere Formate. Dennoch tue ich mich schwer mit diesem Mix, da fehlt was und stereotyp zu sagen „ist nur ein Blog und brauchst ihn ja nicht zu lesen“ ist mir zu einfach, sorry. Vielleicht ist eine klassische Tageszeitung, der Online Auftritt hält sich ja ebenfalls weitgehend an die Struktur, auch nur das falsche Umfeld.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, ich weiss, die Medien verändern sich rasend schnell. 🙂 Im Ernst: Wir vom Stadtblog haben ein paar Freiheiten, die der „normale“ Journalist nicht hat. Wir reizen das nicht bei jedem Thema aus. Aber wir lassen gerne Fragen offen, ob zur Person oder zum Thema. Wir denken nicht für den Leser, das kann er selbst gut genug. Wir zeigen eine subjektive Sicht auf unsere Stadt und haben nicht den Anspruch, irgendwelchen Erwartungen an irgendwelche Formen von Journalismus gerecht zu werden.

      Und ehrlich: Die Leserzahlen in diesem Blog bestätigen uns, dass wir was richtig machen.

      Lieber Gruss
      Einer der Stadtblogger.

      • Manuel Frischknecht sagt:

        Wie ich schon sagte, mir kommt es so vor als wenn Ihr selbst nicht genau wüsstet was ich wollt. Und die Anzahl an Follower ist hoffentlich nicht der einzige Gradmesser für Qualität.

        Aber das Problem ist vielleicht weniger die Qualität dieses Blogs als das Umfeld in dem er stattfindet. Mir fehlt da die Trennschärfe. Klassischer Journalismus, fürs Web ein bisschen aufgemotzt, und dazwischen fast unmotiviert eine Tummelwiese die sich um Regeln schert, scheren darf und doch nicht tut.

        Und so rasend schnell ändern sich die Medien nun auch nicht, zumindest beim Tagi nicht. Der Webauftritt ist mehrheitlich ein Abklatsch der Printausgabe und das bisschen Interaktivität wie dieser Blog machen aus dem ganzen bei weitem keine Vorreiterrolle für Web 3.0 oder was da auch immer kommen mag.

        Mal schauen wie sich das ganze entwickelt. Gruss.

        • Reda El Arbi sagt:

          Tja, wir können einfach nicht so tun, als wären wir ein Nachrichtenportal oder ein Hintergrundmagazin. Wie man der Seite vom Aufbau, vom Inhalt und natürlich vom TITEL (Stadtblog) ablesen kann, sind wir ein Blog. Und unser Erfolg zeigt sich nicht in „Followers“, nicht mal in unbedingt in den Zugriffszahlen, sondern in der Verweildauer der einzelnen User. Werbetechnisch zieht das nicht so stark wie die Zugriffszahlen (die übrigens auch sehr gut sind), aber für uns Macher ist es eine Bestätigung zu sehen, wie die Leute im Blog herumblättern und Freude an älteren Beiträgen haben.

          Und ja, einige Leute sind überrascht, über einem Tages Anzeiger-Link bei uns zu landen. Aber auch das ist gewollt.

  • Esther sagt:

    Das ganze ist inzwischen derart kommerziell! Warum erfinden die Jungen von heute nicht selbst wieder etwas Neues… wäre doch wieder mal an der Zeit!

    • Toerpe Zwerg sagt:

      Das Gefasel von der Kommerzialisierung der Parade läuft doch auch komplett an der Realität vorbei. Im Gegenteil, es verdient grössten Respekt dass man hier den LoveParade Tendenzen bis heute widerstanden hat.

  • Andreas Müller sagt:

    Reda, du kannst dich noch deutlich steigern. Im Vergleich zu den Spassbremsen von der Falkenstrasse ist dein Artikel geradezu eine Vergötterung der Parade. http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/dem-verlangen-des-herzens-und-der-leber-gefolgt-1.17469414

  • pendulum sagt:

    ich, auch bald mitte 35ig, geniesse die streetparade wie fast jedes jahr. gestartet wurde um halb 10, abends, ein tribute (oder reine vernunft?) ans alters?! egal, klassisch zugeknallt wie immer (kein alkohol), warum soll ich das mir nehme lassen. bürkliplatz gepilgert, pendulum zum start, hätte wirklich top sein können, leider wurden die dezibel ganz dem zeitgeist angepasst, schade, wirklich schade. der rest der nacht, wahr gut, da sind „wir“ eingespielt. gut möglich das ich auch in 10 jahren noch an die streetparade pilgern werde, egal wie der anlass in der öffentlichen wahrnehmung hoch oder niedergeschrieben wird.

  • trancer sagt:

    Parade war super wie immer. Vielen Dank Zürich.

    Es freut mich besonders bei einer solchen party mit der masse an leuten dabeizusein,
    ohne dass es zu unnötigen krassen streiterein oder verletzungen kommt.

    ein paar anmerkungen,

    müll.
    es wird hir viel diskutiert, aber warum wird es nicht besser? die erfahrungen aus den letzten jahren sind doch vorhanden.
    Vielleicht ne Idee: warum fährt nicht zwischen jedem lovemobile ein mülltruck durch, der schon mal während der parade
    flaschen etc einsammelt. den leuten gibt man dann als dankeschön trinkwasser aus fässern. die geringe anzahl der
    mülleimer oder müllsammelstationen auf der parade sorgt doch genau dafür dass das zeug auf dem boden liegt.

    mobilfunknetz.
    die betreiber wissen, dass viele menschen kommen werden und die auch alle telefonieren wollen/müssen. wieso kommt es
    dann zu solchen katastrophalen funklöchern? Rentiert es sich etwa nicht für die betreiber 10 zusätzliche basisstationen
    aufzustellen, so dass jeder seinen online dienst der wahl, oder einfach nur ein „hallo wo bist du, aha, wart dort, ich komme“
    absetzen kann.

    treffpunkte.
    vielleicht irre ich mich. die übliche nummerierung der strassenlaternen war entweder zu klein oder nicht vorhanden.

    streeparade merchandising.
    warum werden esoterik uhren (wessen fragwürdigkeit schon im namen des produkts durch ein fragezeichen vorhanden ist) von offizieller seite verkauft, und keine lustigen ohrschützer für kinder. Eben produkte die tatsächlich zu sicherheit und
    wohlbefinden der teilnehmenden beitragen? Ich brauch kein t-shirt aber Sonnenschutz, Sonnen/Regen Schirme …

    verbinden der love mobiles.
    zu gedenkthemen wie für dj energy oder loveparade, alle floats verbinden um dieselbe musik etc. zu hören.

    Aber nochmal, ich finde alles war super 2012, dankenschön. Es hat alles gerockt. Vielleicht wurde ein bisschen zu wenig getanzt und die Musik gefeiert. Vielleicht lag es daran dass am Bellevue immer wieder der regler runtergezogen wurde?

    Einer von diesen bösen süddeutschen streetparade gästen.

    • Andreas Müller sagt:

      Alle Netzbetreiber erhöhen die Kapazität an Grossanlässen wie der Street Parade markant, so auch dieses Jahr. In der Stadt Zürich gibt es dazu sogar ein eigenes „Programm“ mit Mikro-Antennen (MIDAS). Dennoch kann ein Netz bei dieser Belastung einmal zusammenbrechen.

      Ansonsten: Sehr schön geschrieben, vielen Dank! Auch als böser Süddeutscher sind sie nächstes Jahr gerne wieder willkommen 😉

  • maya sagt:

    super geschrieben, super fotografisch dokumentiert. danke! hab mich herrlich amüsiert und bin einmal mehr froh der teletubbie-junkie-chilbi entkommen zu sein.

    • Toerpe Zwerg sagt:

      War sicher extrem schwierig zu entkommen! Respekt! Wie hast Du dass bloss geschafft? Mit dem 11-er an den Buchegplatz gefahren?

  • star sagt:

    Spiegelbild Degenerierte Gesellschaft !

  • alfred frei sagt:

    bezeichnenderweise verliert der Autor kein Wort über die Musik. Da hat er wohl etwas nicht mitbekommen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Doch, jede Menge. Aber was genau gibts darüber zu sagen? Sollte ich DJ Namen aufzählen? Wenn dies hier ein Radio wär… (Ausserdem gibts da die Stelle mit „umtz, umtz, umtz…“ im Post)

    • Haug sagt:

      Ausserdem lässt sich zur Musik nicht viel positives sagen.
      Es gab mal eine Zeit das konnte mann oder frau an der Streetparade noch neuses entdecken.
      OK, das konnte man auch noch in der ganzen Stadt und bis weit nach Mitternacht Openair feiern.
      Mir scheint aber, als würden die alten DJ’s mit ihrem alten Style noch älter und die Jungen sind einfach zu wenig kreativ.
      Minimal? Ok weniger ist mehr, aber wenn es dann so wenig ist, dass man die musik dahinter nur erahnen kann dann war das wohl auch nichts.
      Die Hardcore Geschichte hat mir nie gefallen zu Hooligan-mässig.
      Einen Dn’B Wagen habe ich gesehen und ansonsten nur austauschbare Ware um die 140 bpm! Nich mal mehr einen guten House-wagen habe ich gehört.
      Nur noch dieses Trance Techno!!! Fast schon wie ganz am Anfang, nur, dass das damal neu war und heute einfach nur aufgewärmt klingt.

    • Philipp Rittermann sagt:

      …welche musik….???!

  • Petra sagt:

    Ist halt ein bisschen auch wie am ersten Mai: Worum es eigentlich geht (oder besser „gegangen ist“), ist vielen gar nicht mehr bekannt und es scheint irgendwie auch ein Naturgesetz zu sein, dass Massenanlässe ausarten müssen – in irgend eine Richtung 😉

  • Daniel sagt:

    Ich finde es einfach Schande, das darüber Diskutiert wird das man die Street Parade abschaffen möchte. Zwecks den Kosten. Aber hankerum kann die Stadt bei jedem Politiker der was zu Feiern hat, den Apero sehr grosszügig Finanzieren. Für sowas, das niemanden interessiert hat man dann wieder die nötigen Finanzen zur verfügung, aber für einen fröhlichen Anlass sollen angeblich die Gelder fehlen! Vielen Dank Stadt Zürich!

    • Marco Casutt sagt:

      „Aber hankerum kann die Stadt bei jedem Politiker der was zu Feiern hat, den Apero sehr grosszügig Finanzieren.“

      Meinen Sie den Hochzeitsapéro von Martin Graf? War nicht exakt dieselbe Stadt.

  • Ivo Rickschart sagt:

    wow reda, kompliment! toller blog! deine beiträge bringen die stadt zürich und dei menschheit echt vrorwärts!
    vielleicht machst du mit alex flach zusammen eine selbsthilfegruppe auf. da könnt ihr euch dann gegenseitig beweihräuchern, weil ihr a) cooler seit als die 99%, b) einen krasseren lebenslauf habt als die 99% c) einfach alternativer sind als die 99% und e) früher eh alles besser und underground war.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, Flach ist über meinen Blogpost sicher nicht glücklich, lässt er doch die Partykultur etwas blass aussehen. Aber ich werd ihm den Vorschlag mit der Selbsthilfegruppe mal weitergeben, vielleicht nehmen wir noch Rainer Kuhn dazu. Wir können wirklich nichts dafür, dass wir kuuler sind, alles schon gemacht haben und auch noch alles besser wissen. 🙂

      • Alex Flach sagt:

        Ivo hat schon recht, Reda. Wir sind nicht lässig, sondern alt. Und dass Du Rainer jetzt noch erwähnt hast, ist auch nicht wirklich hilfreich. Wieso der Ivo aber denkt, ich finde mich lässiger, alternativer, besser und undergroundiger als 99%, verstehe ich jetzt nicht ganz… weil ich eine andere Meinung vertrete als er selbst? Weil ich Knickohren, zu grosse Hände und Spreizfüsse habe? Ich mag die Parade und zwar sehr: Habe darum auch viel für den diesjährigen offiziellen Guide getextet (kannst ruhig gucken). Bin ich jetzt kommerziell genug?

        • Reda El Arbi sagt:

          Ist ja nicht meine Idee, uns in einen Topf zu werfen. Und ich bin imfall schon lässig. Ich hab den Guide leider noch nicht gelesen, aber er liegt gleich neben dem Sechseläuten-Programm bei den Sachen, für die ich mir in den Ferien am Strand endlich mal Zeit zum Lesen nehm. Aber in einem hast du Recht: Wir werden alt. Ich persönlich bin gottenfroh darüber.

  • Armon Scherrer sagt:

    Super gemacht, Reda. Du schreibst echt gut, und hast den Anlass gar trefflich eingefangen 🙂

  • Robert sagt:

    Etwas schade, dass wir nun die Zeit von 21.19 Uhr bis zum frühen Morgen verpassen!!! Irgendwie hat sich das Wunder begeben, das praktisch nur noch der Müll da liegt und das wär schon noch interessant, wie das zu erklären ist. Henu: Ein wenig geheimnisvoll soll die ganze Sache ja auch bleiben.

    Würde man am Freitag morgen nach Süddeutschland fahren und erst am Montag abend zurück kommen – man würd gar nix merken ausser den vielen, die einem entgegen kommen.

    • Michael sagt:

      Genau so machen wir es auch, Donnerstag abend (ich arbeite 80%) sofort fliehen, aber nicht nach Süddeutschland, da kommen einem die ersten schon entgenen… unterdessen ist das mein fixes, langes, ruhiges Wochenende in den Bergen geworden. Und Montag morgen wieder direkt in den Stollen, Nase im Tram eben noch zuhalten. Sollen die eben die Stadt verkotzen und verpissen, jedem das Seine …

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich finde, ohne werten zu wollen, den erlebnisbericht sehr treffend. ich glaube, es ist hauptsächlich alters abhängig, dass man sich sowas antut. meine tochter fand’s cool und ich, (der alte sack), würde da nie-mals hingehen.

  • Huber Hans sagt:

    Eine Frage hätt ich noch:
    Warum sehen unsere Strassen (bezgl. Müllberge) oftmals auch so aus, wenn keine Streetparade ist? Da liegt der Abfall 2 Meter vom nächsten Kübel entfernt einfach auf der Wiese, im Gebüsch oder auf der Strasse. Was soll das bitte noch mit Kultur zu tun haben? Ein Grossteil des Mülls, der auch an der Streetparade anfällt könnte ebensogut in einem Abfalleimer untergebracht werden. Aber vor lauter Party werden sogar die einfachsten Regeln einer funktionierenden Gesellschaft übergangen. Da mag man an einem solchen Anlass ja noch ein Auge zudrücken, dass dies aber dann an jedem anderen Tag im Jahr von vielen weiter gepflegt wird ist nur eine Schweinerei.

  • Vreneli sagt:

    Vielen Dank, Reda, wie immer ein Genuss zu lesen, teils sarkastisch, teils verniedlichend, aber immer wahr.

    Was mir übrigens an jeder Streetparade mehr auffällt ist, dass früher alle Leute zur Musik tanzten und heute laufen sie nur noch rum, das ist kein Fest mehr, sondern nur noch rumgelatsche, irgendwie wie Fastnacht, wo man nur auf der Jagd ist für die Locations für danach, wo dann wirklich etwas los sein sollte. Getanzt wurde nur noch, wenn eine Kamera vorbeischwenkte und auch da nur zögerlich.

    Die Streetparade wird immer lauer…

  • ruth sagt:

    Reda El Arbi, Du hast die Schattenseiten der Street Parade sehr treffend und lebendig aufgezeigt. Es war mir ein Vergnügen, Deinen Blog zu lesen. Bravo!

  • Mike G sagt:

    Reda, seit der ersten Parade dabei? Und nun zu einem solchen Spiesser verkommen? Sie sollten sich mal selber überdenken.
    Wir, alle Mitte 30, hatten einen wunderschönen Nachmittag und Abend. Tut mir leid, dass Sie sich nicht amüsiert haben.

    • Reda El Arbi sagt:

      🙂 Wenn Sie meinen Lebenslauf kennen würden, wären Sie auch froh, ein wenig spiessig zu sein. Und wenn das Kritisieren von Pissen, Kotzen und Saufen bis zur Bewusstlosigkeit spiessig ist, ehrlich, dann bin ich noch so gerne Spiesser. 🙂

      • Andreas Müller sagt:

        Ach Reda, wenn du schon so gerne mit deinem Lebenslauf kokettierst, dann ist es schon seltsam, wie verächtlich du hier auf Leute herunterblickst, die offenbar ein Problem mit ihrem Drogenkonsum haben.

        Abgesehen davon finde ich, dass dein Artikel durchaus (ungewollt?) auch Positives der Street Parade darstellt. Man kann aus dem ersten Foto etwa die wunderbare Multikulturalität Zürichs herauslesen, das Rollstuhl-Foto ist wohl sowieso positiv und was du so schön mit „Manche feiern so…“ beschreibst, ist doch einfach ein herziges Pärchen.

        Abgesehen davon, tut es Zürich durchaus gut, wenn wir wieder einmal nicht nur in Zusammenhang mit geklauten CD’s, Libor-Skandalen und dem Rest, was unsere Bankstern am Paradeplatz (abfall- und lärmfrei!) sonst noch so aushecken, in den internationalen Medien erwähnt werden. Und so verdammt gut geht es uns nun auch wieder nicht, dass wir auf zehntausende Logiernächte, den zusätzlichen Konsum und die Imagewerbung durch die Street Parade verzichten könnten. Wer so etwas behauptet, ist tatsächlich arrogant bis zum Untergang. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass diese Hunderttausende Besucher ein positives Bild unserer Stadt in die Welt hinaustransportieren und wohl durchaus die eine oder andere Nachfolgeübernachtung verantworten.

      • Max Goerken sagt:

        Ich habe nach diesem krassen Lebenslauf gesucht aber nur etwas über krassen Kaffe, krasse Zigarretten und krassen Narzissmus gefunden. So richtig krass scheint mir das nicht. Ich vergleiche natürlich mit meinem Lebenslauf, der ja schon ziemlich viel krasser ist.

        • Reda El Arbi sagt:

          Da gibts 1500 Blogposts auf derselben Seite mit dem krassen Kaffee, den krassen Zigaretten und dem krassen Narzissmus. Ein wenig Recherche und Sie finden etwas über meinen Lebenslauf raus.

    • diva sagt:

      sorry, ich weiss echt nicht, was am drogeneinwerfen bis sie einem zu den ohren rauskommen und wie man wie ein zombie rumschleicht, an jede wand und die grünanlagen pisst und kotzt, noch mit feiern zu tun hat? es ekelt sogar junge leute (wie ich aus den berichten der clique meiner tochter raushören konnte).
      es hat nichts mit spiesser oder nicht-spiesser zu tun, wenn man sowas nicht mehr gutheissen kann und wenn nicht-spiesser-sein heute heisst: die sau rauslassen bis der arzt kommt, dann bin ich lieber eine spiesserin und dafür noch in der lage, mich auch ohne „hilfsmittel“ feiern zu können.

  • tina grob sagt:

    ich meinte: warum geht man überhaupt an die street parade, wenn man nur jammert? das bünzlig.
    super-reda, der stadtretter? ach komm :).
    das war weder ein journalistischer beitrag noch eine satire. das war einfach ein ich ich ich blog, und jeden negativen kommentar mit „wenns dir nicht passt musst dus ja nicht lesen“ abkanzeln machts auch nicht besser

    • Reda El Arbi sagt:

      Tina, ich ging, um mal wieder von Mittendrin eine andere Sichtweise zu zeigen. Und den Kommentaren nach ist mir das gelungen. Sie haben bisher noch nichts beigetragen, das meine Sichtweise widerlegt hätte. Und Stadtretter? Nö, eher ein Spiegel für gewisse Anlässe.

  • Andreas Müller sagt:

    Könnte es nicht sein, dass das wahre Problem in der Überreglementierung Zürichs liegt? Wäre man unter dem Jahr vielleicht mal etwas toleranter und würde nicht gleich bei jeder kleinen Lärmemission im Niederdorf Anzeige erstatten oder bei einer friedlichen Openair-Party halt auch mal die Augen zudrücken, müssten vielleicht nicht derart viele einmal im Jahr die Sau rauslassen. Vielleicht tun sie es ja gerade deswegen derart übersteuert, weil ihnen bewusst ist, dass die nächste Möglichkeit erst in 365 Tagen wieder kommt.

    • Marcel Webber sagt:

      Es gibt soviele Events heute wo man die „Sau rauslassen“ kann. Siehe die ganzen Kommerz Openairs, die Fasnacht, irgendwelche 0815 Dorffeste, Schwingerfeste…

      • Jerome sagt:

        Das ist alles nicht vergleichbar und viel zu kontrolliert und reglementiert, fahren Sie mal nach Berlin oder London, dann wissen sie wie feiern geht und das täglich. Dagegen sind Bern und Zürich die verschlafensten Nester, das muss sich ändern, damit sich die Gesellschaft eine Restfreihei erhalten kann.

        • Marco Casutt sagt:

          Die „Restfreiheit“ hängt vom Saufen und Konsum von anderen Drogen ab? Wow

          • Mäse sagt:

            Das ist Blick-Niveau. Dass das event mehr ist als Drogenkonsumieren ist nach 20 Jahren inzwischen Jedem klar. Dass es immer genug Landeier gibt, die solche events dazu nutzen, auch. Das lieg aber an dem komprimierten Erlebnisbedürfnis. Gäbe es in CH mehr Freiräume und Freiheiten für die Menschen, sich kulturell wirklich auszuleben, ohne Restriktionen, würden sich auch die Provinzexoten nicht so komprimiert gehen lassen und auch nicht mitunter übertreiben.

  • Dean Miller sagt:

    Was bitte schön soll dieser Kommentar zum Foto einer im Rollstuhl sitzenden Frau? Hat eine Person mit Behinderung nicht das Recht darauf gleich fröhlich zu sein an diesem Event?
    Lieber Autor, Sie versuchen mit einem coolen, ironischem Schreibstil lustig rüberzukommen. Fail.

    • Reda El Arbi sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass der Kommentar ironisch ist? Zu diesem Zeitpnkt war die Street Parade voller fröhlicher feiernder Menschen und ich habs genossen. Zwei Stunden später sahs schon etwas anders aus.

  • Marcel Webber sagt:

    Respekt das jemand auch die „Schattenseiten“ solcher Events zeigt.
    Solche Bilder und Berichte werden von der Partygesellschaft gar nicht gerne gesehen. Ein Tabuthema! Ein Kollege war Fotograf auf einer grossen Partyseite, er hatte ein paar Kritische Bilder hochgeladen und flog danach aus dem Team.

  • Werner Leuenberger sagt:

    Bilder, die mich an Szenen vom einstigen Drogenparadies, dem Platzspitz erinnern.

  • Kurt sagt:

    Reda wie immer: Selbstherrlich und -gerecht und besser als der Rest des Pöbel … und leider auch noch Schreiberling.

    • Reda El Arbi sagt:

      *Knicks* Danke 🙂

    • Ali Ferkous sagt:

      Reda, du bist der beste Tagi-Schurni – ein Lichtblick unter vielen austauschbaren Mainstreamschreiberlingen und -linginnen. Du hast es echt getroffen: ausser Müll, billigem Sex und abgetriebenen Hirnzellen bleibt nicht viel unter dem Strich von dieser Flittchen-Party 😀

  • Hu Kärs sagt:

    Was ist denn das für ein ignoranter und reisserischer Schundartikel? Ich geh auch nicht aufs Openair St. Gallen oder nach Redaktionsschluss zum Tagesanzeiger und fotografiere dort all die Leichen die müde und platt nach Hause gehen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Am Openair St. Gallen wärens ein paar Hundert, am Feierabend beim Tagi vielleicht fünf. Bei einer Million Besucher ist bei nur EINEM PROZENT wirklich fertigen Besuchern die Innenstadt mit ZEHNTAUSEND Partyleichen bevölkert. Das macht einen kleinen Unterschied.

    • Marcel Webber sagt:

      Die schönen und netten Bilder gibts auf den Konkurrenz Seiten bzw. den Partyseiten zu genügend.

  • charly büchi sagt:

    vor jahren, als man noch spontan auf ein lovemobile springen konnte, war ich z.t. auch noch dabei – nicht von beginn weg, obwohl ich es vom alter her hätte sein können – und ich genoss auch die verschiedenen musikstile, möglichst noch mit einer melodie drin. meine musikrichtungen gehen von klassik, schlager, rock’n’roll, swing, elektronik, singer songwriter, punk, ska, melodiöser techno bis hip hop. an technoparties war ich jedoch noch nie. jetzt ziehe ich das gleichzeitig stattfindende openair festival „schlauer bauer“ der street parade vor. trotzdem freut es mich, dass dieses jahr wieder mehr leute an der street parade waren. so wird es wieder 2013 stattfinden können. die stadt könnte jedoch auch wieder etwas lockerer sein mit den parties in der innenstadt nach 24h, denn nicht alle wollen wirklich in einen club oder eine der teurern parties.

    • Uri sagt:

      Ein sehr gutes Dauerthema, öffentliche und günstige Partys nach 24 Uhr müssen wiede rmöglich sein, denn diese derzeitge konservative Verbortheit und kommerzialisierung ist unerträglich.

  • marc berg sagt:

    Christoph? bist das du? 1 Million Menschen die Party machen und freude haben. (Ohne nennenswerte Zwischenfälle!)
    Zum Glück gibt es solche Veranstaltungen (auch das Knabenschiessen) in einer immer mehr reglementierten Gesellschaft, in der sich die Jungen Menschen mit einem immer grösser werdenden Erwartungsdruck konfrontiert sehen, braucht es die Streetparade! Leute kommen zusammen, tanzen, trinken, nehmen Drogen, aber voarllem – kommunizieren. (Und das nicht über einen Blog oder Facebook)
    Wenns dir nicht gefällt bleib einfach fern!

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, in erster Linie gehts darum, dass die Leute konsumieren. Musik, Getränke, Essen Übernachtungen.

      • Pascal Brun sagt:

        @ Reda El Arbi: Gibts da nicht mehr dazu zu sagen?

        Wer verdient an der Streetparade? Der Verein Streetparade praktisch nicht, die Stadt Zürich hat auch kein grosses Interesse am Event und so die Wirtschaft zu unterstützten? Falls sie konsumfeindlich sind: Konsumieren sie nicht mehr, geniessen sie das Leben nicht mehr!

  • Samuel sagt:

    Gute Zustandsdarstellung der Gesellschaft, auf der heutigen Streetparade zeigt sie einmal ihre wahre Fratze. Die Parades der 90er wahren noch geprägt von wirklich lockeren, freiheitilichen und reformwilligen Menschen. Heute dominiert nur noch der Kommerz, wie auch in der Gesamtgesellschaft. Keiner gibt sich mehr Mühe für Kreativität und Intelligenz, alles wird nur noch konsumiert und wer am meisten konsumieren kann denkt er hätte einen Thronplatz auf dem Zeitgeistolymp und maximale Aufmerksamkeit sicher. Der Alltag in Züri etc. ist zwar ruhiger, aber es sind die gleichen trivialen materialistischen Menschen.

  • Pascal Brun sagt:

    Der Autor hat gekonnt jeglich Klischees der Streetparade fotografiert und dokumentiert. Gratulation! Wer nichts Positives an diesem Anlass findet, soll ihm in Zukunft verbleiben. Und die miesen Witze: Alleinunterhaltungsniveau. Vielleicht eine neue Berufung suchen: Kriegsberichterstatter? Da wäre man froh um aufklärende Fotos, und Positives müsste man gar nicht erst suchen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Klischees entstehen übrigens aus sich immer wiederholenden gleichen Geschichten. Ah ja, genau wie die Street Parade. 🙂 Ach ja, und nur weil ich es fotografiert hab, ist es weniger wahr? Komische Logik. Ich freue mich auf Ihren Street Parade-Bericht hier in den Comments!

      Lieber Gruss
      Der Autor

      • Pascal Brun sagt:

        Ist es nicht schön, dass sie sich jedes Jahr wiederholt?

        Klischees haben immer ein Spritzer Wahrheit dran, da gebe ich ihnen recht. Allerdings heben sie meist das Negative hervor. Ich werde hier keinen Streetparade-Erlebnisbericht von mir geben, wer sich ein Bild davon machen will, soll selbst hingehen, und sich nicht von meiner Meinung beeinflussen lassen.

        Zu den Bildern: Das Informationsschild des VBZ zu fotografieren ist wohl nicht allzu hohe Schule. Genauso einfach wäre es allerdings auch, an der Parade friedlich tanzende Menschen zu fotografieren, die KEINE Jack-Daniels Flasche in der Hand halten.

        Hat die Streetparade auch ihr gute Seiten? Sind sie grundsätzlich ein Mensch, der sich vor grossen Menschenansammlungen scheut?

        Die Streetparade ist inzwischen ein Teil von Zürich, und es erfüllt mich mit Stolz, dass sich an diesem Event Grössen aus dem Musikbuisness die Klinke in die Hand geben, praktisch umsonst. Obwohl mein Musikgeschmack ein anderer ist. Aber sollten wir nicht ein wenig stolz sein auf diese Parade?

        PS: Weiter unten haben sie behauptet, an der Streetparade falle mehr Abfall an als an anderen Anlässen. Habe das mal nachgerechnet und proportional zu den Zuschauermassen fällt dieser etwa gleich aus. Ergo: Viele Menschen, viel Abfall.

        • Reda El Arbi sagt:

          Naja, aber nirgendwo anders treffen sich EINE MILLION MENSCHEN um auf so kleinem Raum. Ein Mensch macht proportional auch soviel Müll. Aber der stört niemanden.

          Und die tanzenden Schönheiten und die geile Atmosphäre wurde ja schon überall in den Medien bejubelt. Ich habe eben einen Teil der Kehrseite gesehen und berichte ganz subjektiv darüber.

          • Pascal Brun sagt:

            Darum gratuliere ich ihnen: Die Kehrseite war wirklich schwer zu finden, da muss man tatsächlich die Augen offen halten. *Ironie*

            Vielleicht schaffens sies auch noch, eine Kehrseite der Stadt zu finden, die nicht in den Medien schon total ausgelutscht wurde. Die gibt es, aber vielleicht muss man diese Stadt dazu auch KENNEN.

            • Reda El Arbi sagt:

              Mach ich, wenn Sie mir einen kritischen Beitrag zur Street Parade in den Mainstream-Medien dieses Jahres zeigen. Ausser meinem. Ach ja, ich lebe hier, wahrscheinlich schon länger, als viele der Street parade-Besucher auf der Welt sind.

      • Thomas Kuner sagt:

        Ein grosses Kompliment an den Autor! Besser kann man die Streetparade nicht beschreiben……genau so ist es doch! Grosse Klasse, weiter so!

  • Stan Meier sagt:

    Reda El Arbi: Danke. Weltklasse Fotos, weltklasse Kommentare.

  • Irene sagt:

    LOL! Sehr guter Bericht! Der Joke mit den Kiffern, für die sich alles wie Reggae anhört; ausgezeichnet! Bravo Reda!

  • Patrick Zumstein sagt:

    Der Bericht ist Herrlich 🙂
    Schlussendlich ist die Streetparade nur ein Event von vielen geworden WO es nur um das eine geht. (Hemmungsloses herumsaufen und andere Drogen zu Konsumieren…)
    Zu viele aufgezwungene Fröhlichkeit, zu viel künstliche gute Laune, zu viele Menschen, die gar nicht wissen, was sie eigentlich feiern.

    • clados sagt:

      Oh du sprichst mir aus dem Herzen! Ihre Devise: „Endlich ausbrechen, endlich nicht mehr 0815 sein, endlich mal ganz speziell sein und sich hemmungslos gehen lassen“

      Dummerweise laufen da tausende ganz Spezielle herum, tausende haben ganz hemmunglosen (IMFALL VOLL NÖD VERCHLEMTE) Sex und tausende nehmen solche krassen Drogen (JA WEISCH ICH BIN HALT EN BAD-BOY UND SIE ISCH HALT ES BAD-GIRL), und tausende pissen in die Strassenrinne (MIR SIND HALT EBE UNANSTÄNDIGII)

      Wäre ja völlig ok, nur wieso brauchen die Leute immer irgendeine Party, Alk, Drogen, um ENDLICH hemmungslos sich selber sein zu können? Das Problem ist ja, dass die Menschen oft saufen, oft Drogen werfen und trotzdem nie wirklich den Weg zu sich finden… Solche Partys sind gut um den Alltag zu vergessen, Freunde zu sehen und blöde zu tun, aber meiner Meinung nach häufen sich die masslosen Besäufnisse und die Littering-Exzesse.
      Die Leute müssen sich immer mehr weghauen, damit sie sich selber und den Alltag ertragen und das finde ich echt ein Problem. Wieso haben die Menschen immer das Gefühl, dass sie sich verändern müssen und als unbekiffter, nicht zugedröhnter Mensch nicht reichen?

      Wieso müssen die Menschen tonnenweise Abfall produzieren, Saufen bis zum geht nicht mehr um sich cool fühlen zu können? Ich frage mich echt und finde solche „ich wet halt lieber en krasse Badboy sie/ ich bin halt lieber e chlin Schlampe als sonen langwilige aständige Mensch“-Menschen langsam etwas nervig und vorallem gar nicht kreativ…

      Hat eigentlich nicht nur mit der Streetparade zu tun, die ja voll ok wäre, wenn die Menschen nicht auch unter dem Jahr ständig besoffen und auf Drogen wären. MIch nervt es langsam, dass immer mehr Menschen in meinem Alter (18-25) andauernd auf Droge sind, Alk saufen und sich ständig bemitleiden, weil sie nicht arbeite wollen, die Schweiz so scheisse finden, sich selber nicht mehr erschaffen können, keine wahren Träume mehr haben.
      Sie sind einfach schwach, unkreativ und unglücklich, was ist nur mit der Gesellschaft los? Alkohol und Droge sind da keine Lösung??? Wo ist die wahre Freude, und die wahre Selbstüberzeugung (ohne Alkrausch der hemmunglos macht) geblieben?

  • tina grob sagt:

    ….und warum geht man denn hin, wenn man nur jammert? „mein züri“, aber dann „nachhause aufs land“. aus gründen der berichterstattung war das ja nicht nötig, und satirisch ists ja auch nicht

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich hätte auch „heim in den Kreis 4“ schreiben können, beides ist wahr. Da Sie meine privaten Umstände nicht kennen, ist der Vorwurf verzeihlich. 🙂

      • Simon Honegger sagt:

        Trotzdem, dieser Satz steht quer in der Landschaft. Meine Stadt bla bla bla, aber dann doch lieber zurück auf Land… Und ich wage zu bezweifeln, dass eine Street Parade mit Laptop unter dem Arm Spass machen kann (ausser man legt damit Musik auf vielleicht…).

        Vielleicht lassen die mal den „Stadtblog“ von jemandem schreiben, der diese Stadt mag für das was sie ist. Und auch mit neuem aufwarten kann.

        • Reda El Arbi sagt:

          Erstens hatte ich selbst mit Laptop und Kamera in der Tasche noch weniger zu schleppen als manche andere an ihrer Bierverpflegung, und zweitens steht nirgends, dass ich „heim“ oder „zurück“ aufs Land fahre. Es steht nur „Ich fahre aufs Land“. Ausserdem liebe ich die Stadt, was nicht heisst, dass ich jeden Schwachsinn in der Stadt gutheissen muss. Wer seine Stadt liebt, kümmert sich auch um sie und wehrt sich vielleicht, wenn sie in Abfall. Pisse und Gekotztem ertrinkt.

  • jesas sagt:

    und in das triemli fuhr der rettungswagen im 10 min. takt…

    • marc berg sagt:

      naja es sind ja auch dreimal soviele Menschen in der Stadt. Ich wohne neben dem Triemli und auch an einem normalen Tag herrscht reger Betrieb….

  • Anna sagt:

    Der beste Artikel zum Thema Street Parade! Merci 🙂

  • Peter sagt:

    Wer die Beiträge von Reda El Arbi kennt sollte wissen, dass er das ganze nicht so böse meint. Und die Fotos waren auch zurückhaltend, er hätte auch Menschen beim live Erbrechen fotografieren können 🙂
    Problematisch an der Parade sind tatsächlich der grosse Abfall (Das liegt auch an den Besuchern, die ihre leeren Dosen in der Menschenmenge einfach auf den Boden entsorgen), vor allem der Glasabfall (häufig von hartem Alkohol, weil der Alk offenbar immer noch nicht günstig genug ist um sich besinnungslos zu betrinken). So ab 9 Uhr Abends dominiert abseits der Bühnen nur noch das Geräusch von Menschen die über Abfall gehen (Wenn frühmorgens Entsorgung und Recycling den Abfall besorgen sind die ganzen Fotografen von den Partyportalen leider nirgends zu sehen.)
    Ohne Alkohol war die Parade früher wohl friedlicher, aber vermutlich würden die Leute heute einfach noch mehr Alkohol von zu Hause mitnehmen. Ich wurde tatsächlich von englischsprachigen Touristen nach dem nächsten Coop gefragt, weil sie wussten dass es im Migros keinen Alk gibt.
    Gegen die allgegenwärtigen Urinlachen würden wohl mehr Gratistoiletten helfen, aber die kosten Geld, und das ist bei den Organisatoren leider nur knapp vorhanden. Vielleicht würde es helfen das Konzept vom Opera zu übernehmen, wer bei einem offiziellen Stand ein Getränk kauft darf einmal gratis auf die Toiletten.

  • Gregor Samsa sagt:

    Primitiv, primitiver, Streetparade …

  • Chris sagt:

    Sag mal was habt ihr den da für eine Pfeife hingeschickt. Der hat doch keine Ahnung wovon er redet.
    Wenn ich schon lese: Die Kiffer findens hier wohl am Besten. Egal was wer auflegt, sie hören eine Art Reggae.
    Und das ist nur einer von vielen Kommentaren eures Journalisten. Da kommt mir die Galle hoch echt. Der Typ hat keine Ahnung.
    Wegen solchen Berichten wird die Streetparade in den Dreck gezogen. Nur zur Info: Nicht jeder der dort feiert ist auf Drogen!
    Vielleicht solltet ihr überlegen mal einen etwas Objektiveren dort hinzuschicken.

    • Reda El Arbi sagt:

      Also. erstens ist „der Typ“ seit der ersten Street Parade dabei. Zweitens raucht „der Typ“ keine Pfeifen mit irgendetwas drin. Und drittens ist der SPruch mit dem Reaggae ein Witz.

      Ausserdem: Wenn man, wie alle Ärzte, Alkohol auch zu den Drogen zählt, WAREN sicher 95 % der Besucher berauscht.

      Und noch was: Ich ziehe die Street Parade nicht in den Dreck. Die Street Parade selbst produziert mehr Abfall als irgend ein anderer Event in der Schweiz.

      Zum Schluss noch: Das ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und muss in keiner Weise objektiv sein. Im Gegenteil. Sie müssen nicht gleicher Meinung mit „dem Typen“ sein, aber wenn Sie ihn widerlegen wollen, sollten Sie Fakten aufzeigen. „Der Typ“ könnte Ihnen zum Beispiel die Menge des konsumierten Alkohols pro Kopf vorrechnen, oder die Menge des angefallenen Mülls. Macht er aber nicht.

      Schönen Sonntag.

      Der Typ.

      • Peter Panther sagt:

        Liebe Reda, wieso musst du dich immer wieder auf diese Art und Weise rechtfertigen? Das wirkt „äs bizeli“billig! Lass es sein! Du hast deine Meinung geäussert und das ist auch gut so! Sonst hast du vollkommen Recht. Als ich heute um 07:00 Uhr mit dem Velo entlang der Limmat fuhr, habe ich mich mächtig über den Plastikberg im Fluss geärgert und musste fluchen! So eine Street Parade ist für diese schöne Stadt total überflüssig! Alles nur ein staatlich unterstütztes Massen-Saufgelage und bodenlose Sauerei!

        • Reda El Arbi sagt:

          Lieber Peter,

          als Blogger begegne ich dem Leser auf Augenhöhe und diskutiere mit. Das macht mehr Spass, als nur einen Artikel rauszufeuern und dann nichts mehr dazu zu sagen, wie es klassische Journalisten tun. Ich geniesse das. 🙂

          Lieber Gruss
          Reda

        • Toerpe Zwerg sagt:

          Total überflüssig für Dich. Auch nach 20 Jahren finde ich sie absolut nicht überflüssig sondern mit gewissen Abstichen nach wie vor ein Gewinn für die Stadt. So sind die Meinungen halt verschieden.

          Das Abfallproblem mag ärgerlich sein, wird aber völlig überdimensional aufgeblasen. Bei einem Event dieser Grösse mit dieser Dichte an Teilnehmern ist es unmöglich, danach keine Sauerei zu haben. Das alles lässt sich völlig problemlos in no time wieder wegputzen – auch aus der Limmat.

          • Susanne sagt:

            Natürlich kann der Abfall irgandwann weggeputzt werden. Aber darum geht es nicht. Es gibt Möglichkeiten und Konzepte, die diesen Abfallberg auch an einer Streetparade drastisch reduzieren könnten: Bepfandung an den offiziellen Ständen, mehr Abfalleimer, keine Bierdosen sondern Offenausschank aus splitterfreien Bechern, freiwillige Abfallteams.
            Die Abfallhaufen um 17.00 Uhr- also noch lange nicht am Ende der Party waren bereits riesig und alle mussten darübersteigen, reitreten, sich reinsetzen. Andere Anlässe auch andere Schweizer Städte haben harte Bedingungen was den Abfall bei Grossveranstaltungen anbelangt. Es wäre ja mal einen Schritt in die Richtung wert und nicht immer das Geleiere „da kann man nichts machen“.
            Und ja, ich weiss, andere Veranstaltungen (Fussball) da kommt die Stadt auch bei den Reinigungskosten auf- aber die Streetparade ist nicht die einzige Veranstaltung in Zürich die ungerecht behandelt wird. Also get over ist und versucht Euch da zu verbessern, wo Potential da ist.

          • Toerpe Zwerg sagt:

            Da sist mit Verlaub etwas weltfremd. Man kann so einen Umzug mit dieser Masse an Besuchern sehr schlecht mit *anderen Events“ vergleichen. Was an einem Open Air ein taugliches Abfallkonzept sein kann, funktioniert hier nicht. Offenausschank von Bier in Bechern? Viel zu langsam und gehe mal mit einem vollen Becher durch die Massen … Pfandbecher? Also 2* pro Getränk den Stand aufsuchen? Das bringt viel zu viel Verkehr an den Ständen und in der Masse. Untauglich bei dieser Grössenordnung.Mehr Abfalleimer? Wo denn? Mitten auf der Route? Viel zu gefährlich, die Route muss frei bleiben.

            Schlussendlich mag es nach Kapitulation klingen, aber ich halte es für völlig unrealistisch den Abfall während des Events unter Kontrolle zu bringen. Bringt also nichts sich dort das Bein auszureissen. Geschehen lassen, wegputzen und gut ist. Am Schreibtisch mag man denken das wäre doch einfach zu ändern. Ist es nicht. Fast unmöglich, wenn man die möglichen Massnahmen durchdenkt.

          • Susanne sagt:

            Am Schreibtisch bin ich nicht nur…nun ja, ich bin in dem Gebiet beruflich tätig… Grossveranstaltungen, Catering und Abfall ist mein täglich Brot… weltfremd sind diese Konzepte nicht. Beispiele in nicht geschlossenen Kreisläufen gibt es unzählige Blue Balls, Züri Fäscht etc. Nicht immer gleich aufgeben und sagen es geht halt nicht drum schmeissen wir halt alles auf den Boden oder in den See. Zum Beispiel könnte man mit den 2 CHF Depot gleich die Toiletten bezahlen? Aber das ist ein anderes Thema-oder soll ich ihnen nun vorwerfen, dass sie am Schreibtisch sitzen einfach alle Innovationen verwerfen? Dann gäbe es sicher auch keine Street Parade.

          • Toerpe Zwerg sagt:

            Sie möchten im Ernst ein Abfallkonzept vom Blue Balls auf die Streetparade übertragen? Als „Profi“? Pardon, aber das spricht nun nicht wirklich für Ihre Sachkompetenz bzw. bestätigt meinen Vorwurf der Schreibtischtäterin. Fläche des Veranstaltungsgeländes? Anzahl Teilnehmer? Zutrittskontrollen? Dauer der Veranstaltung? Budget? Umzugskonzept? Gechlossener Kreislauf? – wie genau möchten Sie den Kresilauf zwischen Coop Pronto und Paradenveranstalter denn schliessen? Nein. Nein. Nein. Sie haben die Lösung nicht und Innovativ sind Ihre Vorschläge auch nicht.

            Falls das nun aggressiv rüberkommt möchte ich mich entschuldigen … ist irgendwie mit mir durchgegangen.

            Grüsse vom Zwerg

    • Toerpe Zwerg sagt:

      Huch, sorry, manchmal müsste man genauer lesen bevor man schiesst! „Nicht geschlossener Kreislauf“. Sorry. *shäm“. Aber trotzdem Offenausschank und Becherpfand können keine Lösung sein. Am Zürifäscht wird kontinuierlich geputzt – und das geht nunmal an der Parade sehr schlecht. Bislang hat mir niemand etwas überzeugendes präsentieren können.

      Grüsse vom Zwerg

      • Susanne sagt:

        Kein Problem, kommen Sie mal vorbei, vielleicht können wir was präsentieren…sozusagen vom Schreibtisch aus..lol..

  • pumuggel sagt:

    genialer Blogbeitrag =D

  • Hans Egger sagt:

    Die afrikanischen Drogendealer haben bestimmt tollen Umsatz gemacht …! Schön, dass wir allen helfen….! Danke Rot/Grün!

    • Toerpe Zwerg sagt:

      Endlich auch etwas Satiere hier, wenn auch nur Realsatiere! Besten Dank hierfür.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, soweit ich informiert bin, ist das in der Schweiz gezüchtete Cannabis so ziemlich das Stärkste der Welt, mit bis zu 30 % THC haut das sogar den stärksten Afrikaner um. Und wird von Schweizern angebaut und vertrieben.
      hier die Fakten: http://www.sach.ch/doc/bernh_141003.pdf

      Was die chemischen Drogen angeht, kommen die hauptsächlich aus den ehemaligen Ostblock-Ländern, in erster Linie Russland, Polen und Tschechische Republik. Einige Formen von Amphetamin werden aus Südostasien importiert. Aber auch hier wieder: Verkauft werden diese Drogen in erster Linie von Schweizern und Deutschen.

      Das Kokain, das an der Street Parade sicher säckeweise die Nasen hochgezogen wurde, stammt auch nicht aus der Zürcher Drogenszene sondern wurde extra für diesen Anlass geordert. Das Kokain der Zürcher Drogenszene wär einfach von viel zu schlechter Qualität für die Koksnasen an der Parade.

      Erst Fakten, dann Schuldzuweisungen, bitte.

    • Thomas Kuner sagt:

      @Hans Egger: Sie meinen sicher die, welche in Hundsschwilen und Hintertupfigen schon auf den Pausenhöfen der Primarschulen schweizer Schulkindern Haschspritzen verteilen? *LACH*

  • Sami Aro sagt:

    Herrlicher Blog, danke! Genau deshalb meide ich die Streetparade seit Jahren (wo ich doch früher gerne hin ging). Die Abfallberge und Alk- und Drogenleichen sind einfach nur traurig – follow your heart?

  • Max Boll sagt:

    Vorurteile stimmen. Besonders wenn man sie gut pflegt und sich auf keinen Fall durch Hinsehen verunsichern lässt. Tagi-Magi-Meister-Autor Max Küng hat ja auch schon mal geschrieben, die Vulcano sei langweilig und öde 😀 Wer alles glaubt, was im Tagi steht, kann leicht etwas verpassen.

    • Reda El Arbi sagt:

      Naja, ich war da, ich hab mich mit den Notärzten unterhalten, hab Leute beatmet, hab fotografiert und das 10 Stunden lang. Wieviel genauer muss man noch hinschauen?

      Ausserdem ist das sicher meine 10 Street Parade, die ich mitmache, inklusive der 1.

      • Toerpe Zwerg sagt:

        Mit Nötärzten sprechen, Fotografieren und Leute beatmen (gleich mehrere?) würde ich nun nicht wirklich als „mitmachen“ im Sinne von Teilnehmen bezeichnen.

        Aber ich denke, Dir ist es recht eingefahren, dass offenbar jemand direkt neben Dir zusammengebrochen ist. Das ist schon prägend und würde wohl auch mich zu einer sehr kritischen Sicht verleiten.

        Grüsse vom Zwerg

        • Reda El Arbi sagt:

          Zwei Leute beatmet. Und nein, wie gesagt, ich bin mich das von Letten und Platzspitzzeiten gewohnt. Was mich mehr irritiert hat, ist, dass noch circa 200 Leute drumrumstanden und nichts gesehen oder gar getan hätten. Was nutzt eine Notdienst-Organisation von schutz und Rettung, wenn sich keine Sau um die Mitfeiernden kümmert? Vielleicht hab ich soviele gesehen, weil ich nicht mit meinem eigenen geilen Auftritt und meiner eigenen kleinen Welt aus Spass und Konsum beschäftigt war.

        • ich sagt:

          Ich selber machte eine 14h Schicht auf einem der Sanitätsposten von Schutz und Rettung. Ich glaube jeder sollte das von der StreetParade mitnehmen was er will. Jeder mag es oder mag es nicht. Ich mag Teile davon, nicht alles das ist klar. Ich mag die gute Laune der Patienten, ich mag, dass im Verhältnis relativ wenig passiert ist, ich mag die meist gewaltfreie Stimmung, ich mag das Arbeiten mit Techno. Ich mag nicht 10mal Erbrochenes zusammenputzen, doch auch das gehört im Moment zur StreetParade, wie zu ganz vielen anderen Partys leider auch…
          Lasst doch jeden so wie er will die Street Parade erleben. Und akzeptiert andere Meinungen! 🙂

  • Stefan sagt:

    Vielen Dank für den Artikel. (ist ernst gemeint) Als geflüchteter hab ich mich köstlich darüber amüsiert

  • Reda El Arbi sagt:

    Liebe Kommentatoren

    natürlich waren die Schwerbetrunkenen und Zugedröhnten in der Minderheit, wenigstens bis ich die Stadt verliess..

    Aber rechnet schnell nach: Wenn vorsichtig geschätzt nur EIN PROZENT der rund 1 000 000 Besucher dicht wie ein Eimer war, waren das noch immer ZEHNTAUSEND BESOFFENE und ZUGEDRÖHNTE in der Innenstadt.

  • Susanne sagt:

    Der Blog ist etwas gar negativ, das stimmt. Aber wenn Herr El Arbi das so empfunden hat, ist das sein gutes Recht, dies auzudrücken. Ich persönlich finde es toll, dass Zürich an einem Tag im Jahr so lebendig und sommerlich ist wie sonst nie. Auch wen n dieser Anlass überhaupt nicht meinem Geschmack (weder musikalisch noch kleidertechnisch) entspricht. Einen riesigen Mangel habe ich gestern aber auch gesehen: die Abfallberge!!! Das hat mir Lust und Laune enorm verdorben- wie eklig! Jede andere Grossveranstaltung muss ein Abfallkonzept abliefern- nur die Streetparade nicht?!? Eine Schande für Zürich! Kann doch nicht sein, dass entlang der Route Bierdosen und Essen ohne Pfand verkauft werden!!!

  • Allwissend! sagt:

    Ehrlich ich finde, mittlerweile gehört die Streetparade zu Zürich, wie das Sächsilüütä! Hier wie dort verkleiden sich die Menschen um 1 x im Jahr etwas anderes zu sein, hier wie dort gibt es solche die die Kontrolle über sich verlieren (Zünfter-Rundgang durch’s Niederdorf am Abend) Und hier wie dort gibt es Unzählige die sich am Ganzen einfacher erfreuen. Schade nur, dass bei beiden Anlässen der Abfallhaufen soooo unendlich gross ist ( im Vergleich zu den Beteiligten vermutlich etwa 1:1) Ich wollte ich hätte mal den Mut mitten drin dabei zu sein! Vielleicht nächstes Jahr wenn’s nicht so heiss ist.

  • Toerpe Zwerg sagt:

    Naja, persönlich finde ich diese Art der Parade-Berichterstattung doch recht durchsichtig und abgelutscht.

    Ich denke mal eine Menge Leute hatten eine Menge Spass – wie immer. Und viele überteiben – wie bei jedem Fest. Wer natürlich selber mit der Haltung hingeht „ich gehöre nicht zu diesen prolligen Deppen und werde keine Sekunde tanzen“ – ja, der wird erstens mit Sicherheit keinen Spass haben, stört zweitens selber die Party und verfolgt, wenn er dann noch einen Blog darüber verfasst drittens sowieso nur den Zweck, sich selber zu profilieren:
    Es würde mich nämlich mal interessieren, worauf sich eingentlich die Ansicht stützt, dass alle diese Paraden Besucher den ganzen Rest des Jahres total langweilige Bünzlis wären. Soll damit nicht eigentlich eine ganz andere Aussage gemacht werden? So etwa: Im Gegensatz zu all diesen „Bünzlis“, welche nur einmal im Jahr an einem Kommerzevent die Sau rauslassen, bin ich selber total unbünzlig, hip, avantgardistisch etc. pp.

    Alle Jahre wieder … wie die Parade selber auch. In dieses Bild passen auch die Statusmeldungen auf FB von Zürchern, wohnhaft irgendwo im Kreis 6 oder 7, welche denken, ihre „Flucht“ aus der Stadt verkünden zu müssen aufgrund der Parade. Sehr einleuchtend, ist bestimmt nicht auszuhalten am Rigiplatz …

    Liebe Grüsse vom Zwerg

    PS: Schon mal an einer Kinderfasnacht gesehen, wie gerne Kinder sich verkeiden? Hast Du mit dieser Familie gesprochen? Ich schon.

  • Marc Bachmann sagt:

    Na ein Fan von der Street Parade bin ich ja auch nicht mehr wirklich, aber der Blog ist echt gepfeffert mit überwiegend Negativem. Habe am Rande etwas live mitbekommen, wie jedes Jahr, und muss schreiben, so negativ ist der Anlass nun wirklich nicht, wie er im Blog rüberkommt. Aber es liegt natürlich immer in der Betrachtung des Schreibenden. Besoffene gibt es an jedem Fest immer, ganz speziell an Turnerfesten. Da könnte man ja auch mal einen Liveblog schreiben 🙂

  • marko sagt:

    Beim Bellevue an der Seepromenade pinkelte alle 3m jemand ganz undiskret an die Wand. Das gleiche Unterführung Quaibrücke, dann baden sie in der eigenen Pisse. Dann 1 Minute später kotzt mir eine vor die Füsse. Was für ein Haufen von „Hangeblibene“.

    • Marco Casutt sagt:

      Bünzli! Wer noch nie in der eigenen Pisse gebadet hat und zum Lachen in den Keller geht, hat natürlich gleich so ein negatives Bild!

  • diva sagt:

    nun, ich war zwei mal an der streetparade. einmal noch, als es keinen alkoholausschank gab. war um einiges weniger gruusig und einmal noch vor zwei jahren (gottseidanke regenete es!)…
    schade… der sound wäre cool, aber das drum herum.
    den frieden, den alle so hochjubeln ist ein trügerischer, denn er kommt nur durch die drogen zustande. er ist nicht echt. das kann man spätestens am montag hautnah miterleben. da sind die gleichen leute, die heute «ausgelassen», «fröhlich» und «friedlich» feiern ganz schön aggro drauf.
    und wenn ich in die nacht horche, so höre ich nicht nur den heli der polizei dauernd seine kreise ziehen, sondern schon seit mittag ununterbrochen polizei- und krankenwage-sirenen und bin froh, dass ich nicht gegangen, obwohl ich gerne getanzt hätte…

  • Ruth sagt:

    ich habe die streetparade anders erlebt. Natürlich habe ich auch stark alkoholisierte oder mit Drogen intus gesehen, wie ich das leider an allen Festen sehen kann. Aber das war doch eine Minderheit. Die Mehrheit war wie seit langen Jahren uuuhfriedlich und genossen wie ich den Anlaß und die Musik, die Leuten wie mir in die Beine und den Körper fährt. Natürlich ist die Musik Geschmacksache, aber wer sie nicht mag, muß ja nicht gehen.

    • Heidi sagt:

      ……..so ein Quatsch, Alkoholisierte und mit Drogen intus waren die Minderheit!!
      Letztes Jahr hab ich’s noch sehr genossen. Dieses Jahr empfand ich die Massenansamlung der Leute teilweise beängstigend, die Ansammlung des Mülls und vor allem auch der zerschlagenen Alkflaschen (Scherben!) noch beängstigender! – Anstatt „Partyfeeling“ empfand ich es diesmal mehr als ein riesengrosses Besäufnis und Sau raus lassen (absichtiches Zerschmettern von Bierflaschen auf dem Boden, – hach sooo lustig!! Pissendes Girl mitten am Limmatquai, von welchem nun sicher mal jeder Anwesende die Vaginagrösse weiss… ein lallender Typ, der uns bereitwillig den Inhalt seiner Börse entgegenstreckte und uns nicht glauben wollte, dass wir kein Extasy zu verkaufen hatten (er tat mir leid, beim Gedanken, was passiert, wenn er was finded :-/ ) etc. etc.) Ich vermisste die guten Bühnen mit guten Tänzern, ich vermisste die vielen DJ’s am Strassenrand und das Tanzen in allen Ecken, – ich kämpfte mich mehrheitlich durch Menschenmassen und Dreck. Sorry, vielleicht sehr subjektiv.

      • Richi Büchler sagt:

        Das praktisch keine (Stadt-) Zürcher an der Parade gespielt haben, sagt wohl alles

      • Johann sagt:

        Richtig, nicht das Fest stört an und für sich, sondern das sinnlose zerstören. Und wenn’s auch nur hundert Typen sind, dann sind’s bereits 100 Typen zuviel. Gerade diese Idioten, die Flaschen zerschlagen, denen sollte man mal die Frage stellen, ob sie so etwas zu Hause in den vier eigenen Wänden tolerieren würden. Aber eben, zu Hause darf man nichts und auswärts darf man alles, weil’s ja eben nicht das eigene Eigentum ist und die Zerstörung nach Zürich „exportiert“. Zu Hause (sei dies nun in einem Schweizer Dorf oder in einer Stadt in Norditalien oder in Deutschland etc.) gilt man als das „brave Kind“, das sich immer so anständig und seriös aufführt. Das sind für mich die richtigen „Bünzlis“, weil sie dies zu Hause nie tun würden. Ist halt einfacher, vor den Türen anderer beziehungsweise auswärts radau zu machen.

        • Heidi sagt:

          …genau Johann, und das nerft mich auch je länger je mehr als Bewohner meines „zu Hause“, – hier in Zürich!!!

          Finde die Streetparade als Anlass an und für sich auch geil und mache schon viele Jahre mit, aber dieses Jahr fand ich’s persönlich nun wirklich ein Ablöscher, obwohl ich mich im Vorfeld darauf freute!

          Die Abfallberge und die Sauerei haben mir die Stimmung vermiest, es sah aus, als würde Zürich darin ersaufen und es war eifnach ein Gesaue…

          Ausserdem; wenn man die Pisserei verhindern will, sollte man ev. noch mehr WC’s aufstellen und nicht 2 Stutz dafür verlangen, auch wenn mir klar ist, dass es immer Pisser geben wird. (ebenfalls abstossend! Wer will eigentlich sowas bei sich im Bett, Jungs???)

  • Peter Hagedorn sagt:

    muss man alles mies schreiben wenn es einem persönlich nicht gefällt? Ich habe nur die Untertitel zu den Fotos gelesen, sorry. Vielleicht war der Rest etwas objektiver.

    • Reda El Arbi sagt:

      Nein, der Rest ist nicht objektiver. Soll er auch nicht. Der Blogpost soll klar subjektives Erleben wiedergeben. Persönliche Erfahrungen. Miesmachen wär, wenn ich die wirtschaftlichen Fakten und das Verschachern der Rave-Idee aufgegriffen und vertieft hätte. Oder den Fasnachts-Aspekt, wenn Menschen das Jahr über langweilig leben, um sich dann hier ein Wochenende lang die Kante geben und das dann für ein Abenteuer halten. Hab ich aber nicht 🙂

      • Peter Hagedorn sagt:

        was ist eigentlich daraus geworden: Zürich erhält ein neues, böses Satiremagazin

        „Am 1. Oktober wird in einer Auflage von 10’000 Exemplaren das neue Satiremagazin „Hauptstadt“ erscheinen. Das „sehr, sehr böse“ Magazin wird nicht nur Polit-Satiren bringen, sondern auch Themen aus den Bereichen People, Unterhaltung und Lifestyle berühren.“

        gibt es das noch?

  • Stefan Heinz sagt:

    Easy, war nicht böse gemeint. Gehe jetzt auch an die Parade. Follow your heart!

  • Hans Dampf sagt:

    Ich werd langsam nervös. Um 5 bin ich im Seefeld. Arbeiten. The place not to be.

  • Bettina sagt:

    Drogenparadies ist eröffnet

    • Andy sagt:

      Sie müssen ja nicht morgen für diese Leute aufstehen – Hangover lässt grüssen. Jedem das seine 🙂 Ich an ihrer Stelle wäre froh dass viele Leute an einem solchen Anlass kiffen, die werden garantiert nicht aggresiv oder randalieren wie einige der „clean“ betrunkenen.

  • Andy sagt:

    Ich bin auch einer der sonst eher kritisch Hinterfragt, aber bisher hat der Liveblog prima gestartet und die ironischen Anspielungen sind wirklich sehr treffend 🙂 Weiter so – gute Arbeit!

  • Myriam sagt:

    Es gibt auch Leute die arbeiten müssen. Darum finde ich den LiveBlogging super!

  • Stefan Heinz sagt:

    Wow, vielen Dank! Für diese grandiose Dienstleistung ist die Leserschaft bestimmt endlos dankbar. Schon super, was der Tagi Online alles abdeckt. Danke. Danke. Danke!

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