Ohne Pamela ins Bett

Jede Menge Presse war da. Mit Ringblitzen (siehe Blogpost). Bild: tillate.com

Jede Menge Presse war da. Mit Ringblitzen (siehe Blogpost). Bild: tillate.com

Der Traum meiner Teenager-Nächte, Baywatch-Nixe und Busenwunder Pamela Anderson war in der Stadt! In meiner Stadt, zum Anfassen nahe! Sie wurde am Donnerstagabend im Skihütten-Club Mausefalle erwartet, neben Jennifer Rush, einem anderen Ex-Star aus den 80ern. Und ich war sogar in der Lage, einen Presse-Zugang zu ergattern. Der 16-Jährige in jedem Mann meiner Generation musste mich beneiden. Wieso ich dann doch nicht ging, und wieso das gut so ist, hat folgende Gründe:

Als ich die Mail mit der Presse-Einladung öffnete, hiess es da, dass Fotografieren nur mit Ringblitz erlaubt sei. Ich musste erst mal googlen, was ein Ringblitz ist. Kein Kugelblitz jedenfalls. Ok, ich machte mich schlau: Ringblitze sind extrem teure Geräte, die rund ums Objektiv angebracht werden und ein so weiches Licht verströmen sollen, dass auf dem Bild sogar ein alter VW-Käfer als neuer Porsche erscheinen würde. Ich starrte traurig auf meine nicht ganz billige Kamera. Dann eben keine Fotos.

Nur für Geld

Weiter standen in der Mail zusätzliche Anordnungen vom Management, wann, wo und aus welchem Winkel die Dame abgelichtet werden durfte.

Moooment. Anordnungen vom Management? Die Dame lässt sich also dafür bezahlen, dass sie nach Zürich kommt? Sie ist nicht aus reiner Freude hier? Aber Hallo! Ich versteh ja, wenn wir David Hasselhoff eine Gage bezahlen, damit er nach Zürich kommt. Aber der bringt wenigstens KITT, das sprechende Auto, mit. Sprechende Autos haben wir nicht in Zürich, schöne Frauen im reiferen Alter haben wir hier in der Schweiz aber jede Menge – und das ganz ohne Silikon und Ringblitz.

Dann der letzte, entscheidende Punkt: Interviews gäbe sie nur drei ausgewählten Schweizer Medien. Ich stutzte. Interviews? Wollte ich wirklich wissen, was das Sexsymbol meiner Jugend zu sagen hatte? Wollte ich mich der letzten Illusionen berauben und einen alternden, gelifteten, silikongefüllten Traum auch noch sprechen hören? Nein, ich glaube nicht.

Ich setzte mich hin, trank gedankenversunken meinen Kaffee, sah mir auf Youtube ein paar Folgen Baywatch an. Dann entschied ich mich, den Pressetermin sausen zu lassen. Ich wollte Pamela so in Erinnerung zu behalten, wie ich sie geliebt hab: In ihrem roten Badedress am Strand – und natürlich  in Zeitlupe.

14 Kommentare zu «Ohne Pamela ins Bett»

  • Sigrid van der Meulen sagt:

    Pamela Anderson ist ein Star der 90er -Jahre, Baywatch lief von 1989 bis anf. 2000. Bitte auch beim Lästern genau sein.

    • Reda El Arbi sagt:

      Pamela Anderson war schon vor Baywatch (1989 bis 2001) ein Starlet. Ihre besten Bilder stammen von vor ihrer Busenvergrösserung.

  • Roxanne sagt:

    Ein guter Entscheid, Reda. Man sollte sich die Sabber-Ikonen der eigenen Prägungsphase nicht mit einem desillusionierenden Reload zerstören. Gilt übrigens auch für Musik, Kim Wilde auf CD oder ipod:super. Kim Wilde in der Mehrzweckhalle Busswil: devastating.

    • Philipp Rittermann sagt:

      apropos sabber-ikonen -> mein prägendes 80er-bild bezüglich ultimativ-geilen frauen -> apollonia und vanity!! -:) yeah-baby-yeah. auf die beiden geschosse war ich dem prince immer mächtig neidig!

      • Philipp Rittermann sagt:

        …und natürlich nicht zu vergessen – die legendäre raquel ward -> „against all odds“!!

  • Diese Nackedeitussi ist das Papier nicht wert, auf
    welchem über sie noch immer enthusiastisch Bericht
    erstattet wird.

  • Philipp Rittermann sagt:

    also mal ganz ehrlich. pamela in den 80er in ehren; aber irgendwann mal muss schluss sein. (die slomo-zeiten sind übrigens auch passé!). die ganzen glamour-tussen klammern sich an den wahn der ewigen jugend. hätte man, ausser nett auszuschauen, auch noch was richtiges gelernt, könnten damen wie pamela in würde altern. aber eben… übrigens – löbliche ausnahmen wie tina turner, annie lennox oder von mir aus auch madonna, machen’s vor!

    • Heulsuse sagt:

      Tina Turner, Madonna??………….Uuuaahhhh. Mir graut’s

      • Philipp Rittermann sagt:

        tja heulsuse – die haben’s aber nie nötig gehabt, beim schönheits-chirurgen vorstellig zu werden….

        • esther sagt:

          Madonna? Aehh sorry, aber wer will die denn noch sehen? Die war nie beim Schönheitschirurgen? Sag mal Philipp, bist Du naiv oder was? An Madonna ist so ziemlich alles gemacht worden was man machen kann. Dann noch eher Pamela. Ja, showbiz ist halt hart, in Hollywood darf niemand in Würde altern als vielleicht Glenn Close. Tun mir leid, diese Frauen im besten Alter die jetzt noch so tingeln gehen müssen. Aber müssen wir Schweizer jetzt da auch noch mittun und sie runtermachen, nur weil nicht mehr alles knackig ist? Müssen Frauen eigentlich mit 40 Selbstmord begehen, nur weil sie anfangen etwas älter auszusehen???

  • Heulsuse sagt:

    Man kann sagen, was man will. Und natürlich kennen wir Leser nur die gefilterte Wahrheit aus den Medien. Aber Pamela Anderson scheint eine tolle Frau zu sein. Zumindest wenn man dem glauben schenkt, was Dokus zu ihrem Leben so preisgeben. Trotz ihrer früheren Eskapaden. Und darüber hinaus sieht sie für ihr Alter toll aus. Die meisten Frauen ihres Alters kämen auch mit Silikon und anderem Schönheitsgeschnipsel lange nicht an sie heran. Da sind Welten dazwischen. Oder hat schon jemand irgendwo in der Schweiz eine solche Mittvierzigerin gesehen? Also ich nicht. Im Gegenteil.

    • Boris Kretz sagt:

      …. das liegt vermutlich daran, dass die Mittvierziger in der Schweiz nicht mit Rundblitz abgelichtet werden ;o)

      • Heulsuse sagt:

        Könnte sein, dass es am Rundblitz liegt. Vielleicht sieht sie ohne Rundblitz aus wie ein weiblicher Marilyn Manson oder so? lol

  • Sgt Klinger sagt:

    Gut so, Du sollst Dir Deine Träume nicht wissentlich zerstören, auch meine nicht.
    Merci für die Baywatch Folge.

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