Keine Deutschen in Zürich

Gelebte Integration.

Gelebte Integration

Die Diskussion um «Deutsche» in Zürich ist müssig. Es gibt keine Deutschen in Zürich. Es gibt nämlich «den Deutschen an sich» nicht.

Wenn ich aus dem nördlichen Nachbarland käme, wär ich nicht beleidigt, weil Natalie Rickli gegen die Deutschen schimpft, sondern, weil sie aus den Deutschen eine homogene Masse macht.

Als Bayer wär ich betupft, mit den Preussen in einen Topf geschmissen zu werden, als Hamburger will ich ganz bestimmt nichts mit den Schwaben zu tun haben, als Kumpel aus dem Ruhrpott würde ich die Hannoveraner nicht mal mit der Kohleschaufel anstupfen. Und als Wessi will ich nichts mit den Ossis zu tun haben.

Die Deutschen sind noch weniger «ein einig Volk» als wir Schweizer. Und wir Schweizer sind ja schon ziemlich heikel. Vor allem wir Zürcher.

Wir nörgeln an den Baslern rum, witzeln über die Aargauer, die in der Stadt Auto fahren, fluchen über die Bündner und Walliser, die uns mit ihrem urchigen Dialekt die Frauen ausspannen und wir halten die Welschen für faul. Ja, grundsätzlich mögen die Zürcher aus dem Kreis 4 nicht mal die aus dem Seefeld. Und umgekehrt.

Wenn wir schon Vorurteile gegen die Deutschen haben, könnten wir sie wenigstens differenzieren. Aber da liegt das Problem mit den Vorurteilen: Wenn man sie ein wenig differenzieren will, lösen sie sich in Luft auf. Zuerst müssten wir uns nämlich mit den Menschen auseinandersetzen. Das führt dann zu Aussagen wie: «Ich mag die Deutschen nicht, ausser natürlich die, die ich kenne.»

Ja, es hat viele Menschen aus Deutschland in Zürich. Aber das sind keine «Deutschen», das sind Andreas, Frauke, Ute und Tobias oder Sven. Und jeder bringt einen Teil seiner persönlichen und kulturellen Identität mit.

Wir sind Zürcher, wir fürchten keine fremden Einflüsse. Wir assimilieren sie – seit über 2000 Jahren – egal ob aus Italien (römisches Reich), aus Frankreich (Napoleon), aus dem Aargau (der Autor) oder aus dem Norden. Gebt ihnen zwei Jahre, und sie sind Zürcher.

234 Kommentare zu «Keine Deutschen in Zürich»

  • Samuel sagt:

    Nicht zu vergessen, was in einigen Kantonen die Abneigung gegen Deutsche ist, ist in anderen die gegen Italiener, Kosovaren oder Franzosen. Das ist ganz einfach und klar Rassismus.

  • nicki sagt:

    Hoi, ihr alle! ich Dütsche ziehe zurück.

  • Rolf Eberle sagt:

    Das Thema ist sowas von ausgelutscht. Die Nationalität ist doch völlig unwichtig. Entscheidend ist doch, ob jemand ein Arschloch ist oder nicht! Ganz im Sinne von: «Ladies you can be an asshole too» (Frank Zappa), oder «Auch lesbische, schwarze Behinderte können ätzend sein» (Funny van Dannen). Es gibt bestimmt auch ein paar nette Schweizer … aber was sagt das über ALLE Schweizer aus? (Umkehrschluss, bitte!)

  • … die ganze Debatte hier um Deutsche in der Schweiz hat mich dann gleich auch noch zum Text meiner monatlichen Kolumne inspiriert…

    http://textepollert.wordpress.com/2012/05/27/juni2012/

  • Taina sagt:

    Kürzlich auf der Post erlebte ich wie eine Deutsche eine Angestellte angepfiffen hat: „sprechen Sie gefälligst Hochdeutsch mit mir!!!“

    Noch Fragen warum die Deutschen so unbeliebt sind (und nicht nur hier sondern überall auf der Welt)?

    Ich jedenfalls habe im Ausland noch nie mitbekommen, dass ein Schweizer darauf besteht, dass man Dialekt mit ihm spricht.

  • Snoux sagt:

    Ach ich möchte doch einfach nur eine Schweizer Familie kennenlernen wo alle Familienmitglieder ( Generationen ) aus der Schweiz sind…. Ja und warum sieht man denn kaum Leute über 60 Jahre auf Schweizer Strassen? Warum sind DE Uni´s voll mit Schweizern? Warum hat es in Thailand, Canada – Schweizer Stadtteile? Warum finde ich nie am Wochenende einen Parkplatz in Jestetten, Konstanz, Singen? Warum muss ich mein Essen auf Hochdeutsch bestellen? Warum muss ich Hochdeutsch beim Arzt reden? Auf welchen Strassen könnte ich fahren?…Wenn es nicht die Jugos geben würde? Müsste ich Schweizerdeutsch reden, wenn Schweizer auch noch Jobs nach 17:00 Uhr und Wochenende annehmen würden? Sollen alle Filme bei RTL, PRO 7, Sat 1 usw… auf Schweizerdeutsch sein?……. Liebe Schweizer… es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen! Für alles andere gibt es Flexibilität! Jeder andere Ausländer redet Deutsch mit sein Ausländer- Akzent… Ja und wir Deutschen reden so wie Ihr schreiben lernen solltet. Auf den ersten Blick ist der Schweizer immer freundlich….doch hinter den Rücken? Hmmm. Klar sind 1000de Ar…löcher hier! Nur Stempelt diese Leute doch einfach auch als Ar…löcher ab und nicht als Gruppe Deutsche!
    Was Zürich angeht? Hier geht es nur um Geld und Ansehen!!! Nicht um Menschlichkeit!

    • Jacaranda sagt:

      Lieber Snoux
      Ach Sie Armer!! Was soll ich nur mit Ihnen machen? Ihnen ein Retourticket organisieren, damit Sie der so schlechten Schweiz den Rücken kehren können? Oder sind Sie vielleicht hier wegen Geld und Ansehen?
      Ich mag Deutsche, – mein verstorbener Mann war einer. Aber Ihnen als Deutscher passt es hier in der Schweiz einfach nicht. Wie würden Sie wohl mit mir sprechen, wenn wir einen Kaffee miteinander trinken würden? Ich bin eine 77jährige Frau, aber nicht halb so gehässig wie Sie.
      Also bitte, seien Sie und Schweizern gnädig.

  • Annette sagt:

    Liebe Zürcher, liebe Restschweizer, hört doch einfach mal damit auf, ungefragt ins Hochdeutsche zu switchen, wenn ihr nur schon einen Deutschen in eurer Nähe wittert. Redet weiter, wie euch der Schnabel gewachsen ist. Was ist daran denn so schwer? Ich merke immer wieder, wie plötzlich verkrampft Dialektwörter übersetzen werden und dann auch noch irgendwie der Satzbau umgestellt werden muss, weils sonst ja vielleicht total doof tönt. Ein in vielen Fällen unnötiger Stress, der sicher nicht zur Freude am schweizer-deutschen Dialog beiträgt.
    Kleine Anregung- grosse Wirkung?

    • joachim kuhn sagt:

      Ich mag es einfach, Hochdeutsch zu sprechen.

    • anna sagt:

      Wenn ihr mir auf schweizerdeutsch antwortet, dann ist das super, aber irgendwie ist es ungleich anstrengender eine unterhaltung in zwei verschiedenen sprachen zu führen als kurz auf hochdeutsch zu wechseln, das geschieht automatisch. Schliesslich wechsle ich ja auch dialekt je nachdem mit wem ich spreche.

  • Alex sagt:

    Finde diese Diskussionen einfach nur müssig und unnötig. Was sagt der Pass, die Herkunft über einen einzelnen Menschen aus? Gar nichts. Es sollte doch möglich sein, dass jeder Mensch als eigenständiges Individium wahregenommen wird. Bin CH, das heisst ich weiss nichts anderes…. 🙂 ich mag meine deutschen Freunde und ich mag meine Freunde von anderen Kontinenten, und es gibt Schweizer die ich überhaupt nicht mag. Schlussendlich verdient jeder Mensch eine Chance, da sollte weder Nationalität, Hautfarbe oder was auch immer eine Rolle spielen, solange unsere Werte unsere Kultur respektiert werden/wird.

  • Daniela sagt:

    Zürich beweist praktisch täglich, dass es ein schickes, schönes, aber immer überheblicheres Provinznest wird. Ich meide die Stadt wo ich kann.

  • Daniela sagt:

    Lächerliche Diskussion. Geht nach Konstanz oder in den Schwarzwald und geniesst einmal die Massen von Schweizern da. Und: schaut euch mal die eglischsprachigen Leute an, die null Interesse haben, auch nur ein wenig Deutsch zu sprechen obwohl sie hier wohnen, die jeden Morgen in ihren Luxusautos die Kinder in Privatschulen fahren, mit ihren hohen Gehältern in unseren Banken in den überteuerten Wohnungen sitzen etc. Aber die sind eben cool oder wie?
    Ich schäme mich, dass hier diese lächerliche und unwürdige Deutschendiskussion kein Ende nimmt.

    • Max sagt:

      Daniela ich gebe Dir zu 100 % recht!!!

    • anna sagt:

      1) Schwarzwald und Konstanz, ja ich glaube auch, dass das die nervt. Eben die Masse macht es aus. Aber es gibt nicht soviele Schweizer, damit ganz Deutschland überrannt werden könnte.
      2) Ich mag ein interkulturelles Umfeld. Aber ja, mich nerven alle, die sich 0 für das Land interessieren in dem sie wohnen und arbeiten und sich nichts anpassen. Das gilt auch für die englischsprachigen, die länger als 1 Jahr hier sind und sich überhaupt nicht die Mühe machen auch nur ein bisschen Deutsch zu lernen oder sich für die Schweiz zu interssieren, die sind überhaupt nicht cool.

  • anna sagt:

    also ich nerv mich über „die Deutschen“. Jawohl, ich oute mich da. Und zwar in der Masse nerven die. Das sind dann definitiv „die Deutschen“, egal woher aus Deutschland.
    Es gibt Tage da sprech ich gar kein Schweizerdeutsch mehr, weil alle um mich rum aus Deutschland sind. Das nervt insbesondere auch weil meine Arbeitskollegen zwei Lieblingsthemen haben: Deutsche Politik und Deutschen Fussball. Fussball, egal welcher Nationalität interessiert mich generell nicht und Deutsche Politik ist mir einfach zu blöd, wenn schon Politik, dann internationale oder Schweizer Politik, aber wieso sollte ich mich jetzt im speziellen für die Deutschen interessieren und was Angela Merkel wieder macht? Wenn ich das wollte, dann wäre ich nach Deutschland gezügelt, aber nein, ich bin immer noch hier, in der Schweiz, in Zürich….

    • Helga sagt:

      Da gibt es nur eine Antwort: Warum schmeißen Sie die bösen, gierigen, arroganten, überheblichen Deutschen, die auch noch Hochdeutsch sprechen, nicht einfach raus? Diese ganze Diskussion wird immer absurder und doch findet sie in kurzen Abständen und immer wieder statt. Ist das ein Schweizer Zeitvertreib – haben Sie nichts besseres zu tun? Eigentlich sehr schade, denn bis vor kurzem hatten ich und viele meiner Freunde sehr viel Respekt für die Schweizer – da ist leider nicht viel übrig geblieben.

      • Adrian Berg sagt:

        Kein Respekt mehr übrig? Wieso sollte dieses Gefühl nicht auch auf Schweizer gegenüber Deutschen zutreffen, die die unsäglichen Kommentare von Deutschen gegenüber Schweizern und der Schweiz lesen? Wenn Sie als Schweizer als dummer, sprachbehinderter, verklemmter Trottel dargestellt werden, dann müssen solche Kommentarschreiber, und Sie gehören hier definitiv dazu, mit entsprechenden Reaktionen rechnen.

        • Alt-Badener sagt:

          Eine hohe Zuwanderungsrate lässt natürlich Ängste und Unbehagen entstehen. Aber offensichtlich benötigt die Schweiz doch die Zuwanderung. Das Merkwürdige an allem ist aber immer wieder die Tatsache, dass nur die deutsche Zuwanderung thematisiert wird. Liebe Schweizer, eine Frage an euch: Wenn alle Zuwanderer so wären wie die Deutschen, wäre das für die Schweiz besser oder schlechter? Wären dann Initiativen notwendig wie die mit den berühmten schwarzen Schafen (Ausschaffung) oder gegen die Minarette? Wäre der Sozialmissbrauch höher oder weniger? Hätte es mehr oder weniger Kriminelle? Hätte die Schweiz höhere Kosten oder weniger?
          Ist es eine Anmaßung von mir wenn ich vermute, dass bei nur deutscher Zuwanderung in der Schweiz paradiesische Zustände herrschen würden?

          • Christine sagt:

            @Alt-Badener: Nein, solche Initiativen bräuchte es tatsächlich nicht, da haben Sie recht. Dass der Sozialmissbrauch nicht höher wäre, ist auch klar. Momentan noch. Die Zuwanderer kommen ja um zu arbeiten. Aber auch das wird sich in einigen Jahren wieder ändern.
            Aber es ist tatsächlich eine Anmassung von Ihnen, zu glauben, dass hier, mit nur deutschen Zuwanderen paradiesische Zustände herrschen würden!
            Versteht uns doch auch ein wenig. Unser Land ist klein. Viel mehr passt da nicht mehr rein!

        • Helga Hanson sagt:

          Herr Berg, wo und wann habe ich denn die Schweizer als dumme, sprachbehinderte, verklemmte Trottel dargestellt? Lesen Sie doch noch einmal, was ich wirklich geschrieben habe und auch im Kontext dessen auf das ich geantwortet habe. Als höflicher Mensch benütze ich solche Ausdrücke nicht. Was Ihnen nicht gefällt ist, dass Deutsche sich auch ab und zu wehren, wenn so viel Kritik, auf sie herunterprasselt.

          • Schweizer Deutschlandfan sagt:

            Frau H. Hanson: Lesen sie bitte mal zwischen den Zeilen. Es reicht in der Schweiz schon gutes Deutsch zu sprechen oder zu schreiben und der minderwertigkeitskomplex von uns Schweizer ist gekränkt und wir stehen als dumme, sprachbehinderte Trottel da.
            Leider kommen diese Diskusionen in letzter Zeit immer häufiger vor, aber es gibt auch noch Schweizer die Deutsche mögen. Ich muss sogar sagen für mich seit Ihr die beliebteste Einwanderungsgruppe. Evtl. hat Alt-Badener mit seiner „Anmassung“ gar nicht so unrecht.
            Es stört mich auch nicht wenn ich nicht immer dialekt sprechen kann/soll, immer noch lieber als das abgehackte „Neu-Deutsch“ oder gleich andere Fremdsprachen. Ja ich freue mich sogar wenn ein deutscher mich fragt ob ich auch Deutscher bin. Dann weiss ich wenigstens das ich nicht Bundesrats hochdeutsch spreche.
            Ich hoffe also das sie immer noch ein wenig repekt für Schweizer haben, muss ja nicht für alle Schweizer gelten. Ich respektiere ja auch nicht alle Deutschen.

        • Christine sagt:

          @Adrian Berg: Sie sprechen mir und vielen anderen aus dem Herzen! Danke!

          • Alt-Badener sagt:

            Hallo Christine, ich hoffe, dass ich sie nicht zu sehr verärgert habe mit meiner Anmaßung „nur deutsche Zuwanderung“. Ich wollte halt damit zum Ausdruck bringen, dass unter dem Strich die Deutschen wahrscheinlich die geringsten Probleme machen und irgendeine Urangst regelmäßig diese unselige Diskussion wieder anheizt.
            Mir ist auch klar, dass die Schweiz mittlerweile absolut an der Grenze ihrer Aufnahmekapazität angekommen ist. So schnell wie der Bevölkerungszuwachs vorangeht kann keine Infrastruktur wachsen. Aber wie soll man bremsen? Ich würde für die Schweiz jegliche Initiative unterschreiben die die Zuwanderung stoppt. Aber wie? Verzeih mir, aber mich schmerzt es schon immer wieder, dass permanent nur die Deutschen die Sündenböcke sind. Und immer wieder reduziert sich alles auf das ungeliebte um nicht zu sagen verhasste Hochdeutsch.
            Mir kam da heute noch so eine Idee: Eine Volksinitiative starten mit dem Ziel das Deutsch als gültige Amts- und Kultursprache abschaffen und dafür französisch einführen. Da so gut wie jeder Schweizer mehr oder weniger gut französisch spricht wäre dies ein gangbarer Weg. Nach einer Übergangszeit von meinetwegen 5 Jahren dürften alle Zeitungen nur noch in französisch erscheinen, der Unterricht vom Kindergarten an nur noch in französisch, kurzum die Sprache in der Schweiz wäre nur noch französisch, abgesehen vom Tessin mit italienisch.
            Innerhalb von ca. zwei Generationen hätte sich die ganze Problematik erledigt. Die deutsche Zuwanderung käme fast völlig zum Stillstand, es gäbe keinen Ärger mehr zwischen Zürchern und Baslern oder Bernern und Zürichern usw. Alles würde sich entspannen, der Deutsche wäre vom ehemaligen Deutschschweizer kaum noch zu unterscheiden und alle hätten sich gerne. Das gegenseitige Beschimpfen würde aufhören, deutsch würde als Fremdsprache in der Schule gelehrt und verlöre so wahrscheinlich seinen Schrecken. Allerdings dürfte sicherlich der Umgangsdialekt, also das Schwyzerdütsch, im Laufe der Generationen mehr und mehr verschwinden, aber so schlimm wäre das in einem offenen Europa sicherlich nicht, meine ich jedenfalls.
            Also ich sähe in einer solchen Reform wirklich eine Chance für ein gedeihlicheres Miteinander mit Deutschland. Man hätte sich sprachlich eindeutig abgegrenzt und wie ich schon sagte, die deutsche Zuwanderung käme garantiert fast völlig zum Stillstand. Ich kann nur sagen, liebe Schweizer überlegt euch das. Und mit diesem Vorschlag will ich meine „Ergüsse“ zu diesem Thema beenden.

        • Annette sagt:

          Lieber Adrian Berg, sind es wirklich die Deutschen, die die Schweizer als „sprachbehinderte Trottel“ hinstellen? Oder ist es vielmehr das typisch schweizerische (und hier steht die Verallgemeinerung leider zurecht) Verhaltensmuster, immer automatisch ins Hochdeutsche zu wechseln, sobald sich das Gegenüber als Deutscher outet? Wenn ich meine (deutsche) Muttersprache spreche, habe ich einfach nur „Kommunikation“ als Ziel. Ich beabsichtige damit nicht, dass ein Schweizer sich verpflichtet fühlt, mit mir hochdeutsch zu reden, sich dann dabei wie ein Trottel fühlt und mich drum von vornherein nicht mag. Sagt doch eigentlich schon der gesunde Menschenverstand – der in dieser schweizer-deutschen Diskussion leider ein ums andere Mal zu kurz kommt- wie absurd das wäre.

  • Mike Müller sagt:

    Meines Wissens herrscht in der Schweiz freie Meinungsäusserung. Wenn jemand also findet, es habe zu viele Deutsche in Zürich oder wo auch immer, dann soll sie oder er das sagen dürfen, ohne dass sich gleich der Bundesrat mitsamt dem deutschen Aussenministerium einschalten. Man kann ja dagegen argumentieren, doch es ist schon merkwürdig, wie viele Politiker sich wegen einer solchen Aussage echauffieren, gleichzeitig aber kein Problem damit haben, dass die Ventilklausel nur Richtung Osteuropa, also z.B. nach Polen, angewandt wird. Zu den Deutschen darf man sich ja nicht äussern, aber bei den Polen und Slowenen usw. ist das egal, die verstehens ja nicht…

    • joachim kuhn sagt:

      So ein Quatsch – Versuchen Sie doch mal zu sagen, es gäbe zu viele Juden im zürcher Kreis 3. Man kann nicht alles sagen. Freie Meinungsäusserung ist ja schön und gut wenns ums Wetter geht, aber manchmal sollte man einfach die Klappe halten. Meines Wissens herrscht in der Schweiz gesunder Menschenverstand. Und nein, ich habe nichts gegen Juden. Genau so wenig wie gegen Kroaten, Italiener, Bosnier und Deutsche.

  • Rudi Fuller sagt:

    Was mich als Deutschen interessieren würde: wenn wir offensichtlich so ein riesen Problem für die Schweiz sind, warum setzt man dann keine Volksabstimmung auf, und schickt uns zurück? Ich hätte damit kein Problem, und die meisten Deutschen die ich hier kenne auch nicht. Ich verstehe das Problem der Schweizer durchaus: man möchte im EU Binnenmarkt mitmischen, Produkte exportieren, aber man will keinen Wettbewerb vor der Haustüre. Das ist alles in Ordnung. Also weg mit der PFZ, den Bilateralen und dem Freihandelsabkommen ? Die jetzige Entwicklung ist der denkbar schlechteste Weg. Das Image der Schweiz geht mehr und mehr den Bach runter. Ich mag in D. schon gar nicht mehr sagen, dass ich in der Schweiz arbeite. Man wird deswegen nur noch mitleidig belächelt.

    • Peter Meier sagt:

      Wurde bereits in den 70er Jahren mit Hilfe von vier Volksabstimmungen versucht. Damals hiess es, es gäbe zuviel Italiener. Als nach der ersten Initiative sogar die Frauen sich an der Abstimmung beteiligen konnten, wegen der Einführung des Frauenstimmrecht 1971, sank der Ja Stimmen Anteil von 46 auf 33%.
      Natürlich hatte der damalige Initiant eine Frontisten (Schweizer Nazis) Vergangenheit in den 30er Jahren, die er nie ganz los wurde. ..
      Wäre eine der Initiativnen angenommen worden, gäbe es wohl heute keine Pizzas, Spaghetti, Tiramisu, Cappuccino, Gelati, und nicht zu vergessen, die SVP Politiker, mit Italo-Stammbaum.

      Gute Chancen für die Annahme einer Initiative ‚Germanen raus‘, wären erst bei einer Abschaffung des Frauenstimmrechts wieder vorhanden. Darum immer schön freundlich zur besseren Hälfte der Schweiz.
      Noch etwas, eines werden die Linken euch Deutschen nie verzeihen: Dass ihr uns die Familie Blocher aus Württemberg geschickt habt!

    • Mascha sagt:

      Guter Punkt, Herr Fuller (s. meinen Kommentar weiter unten)! Aber eben: Wachstum und Wohlstand wollen sie ja alle! Dass sie als Deutscher in Deutschland so viele negative Kommentare erhalten, finde ich erschreckend und sollte uns ernsthaft zu denken geben. Ich als Schweizerin muss leider sagen, dass m.E. sich unser Land in vielen aussen- und wirtschaftspolitischen Belangen nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und wir vermehrt an unserem Image arbeiten müssen. Globalisierung passiert, ob es uns Schweizern passt oder nicht. Unsere Aufgabe müsste es doch sein, einen für die Schweiz gangbaren Weg des Wachstums zu finden, ohne diese verbissene Gehässigkeit gegenüber Menschen, die an diesem Wachstum mitarbeiten (egal welcher Nationalität). Wir sollten uns vielmehr überlegen, wie wir die für das Wachstum erofderliche Infrastruktur schaffen können, ohne einen zu hohen ökologischen Preis – und hier bräuchte es ein breites Umdenken bzw. Wegkommen vom der Einfamilienhüüsli-Idylle der 60iger Jahre, die von (zu) vielen Schweizer Politikern und Bürgern meiner Meinung nach gelebt und zum Ideal stilisiert wird.
      Im übrigen, auch jeder Schweizer kann mal zum Immigranten in einem anderen Land werden, denn kein Land hat den Wohlstand gepachtet.

    • Christine sagt:

      Herr Fuller, warum arbeiten Sie denn in der CH, wenn Sie sich schämen deswegen? Hält Sie jemand auf, wieder zurück nach D zu gehen?

    • AlexS sagt:

      Blocher ist eigentlich Schwabe?
      Na, das erklärt ja einiges …

    • Kevin sagt:

      Hallo Rudi

      Aus deinem Kommentar liest man klar den Frust ab, was ich auch teilweise verstehen kann. Ich finde es jedoch etwas gar übertrieben und erfunden wenn sie behaupten, dass sie in Deutschland nur mitleidig belächelt werden, weil sie in der Schweiz arbeiten.
      Also das stimmt keinesfalls, es mag vielleicht in Ihrem Umfeld stimmen, weil sie denen die Geschichten der bösen intoleranten Schweizer erzählen, aber nicht einmal im Ansatz in der breiten Bevölkerung. Sorry aber da habe ich weissgott genug Freunde in Deutschland, welche mir immer wieder das Gegenteil erzählen und man staune auch meine engen Arbeitskollegen welche aus Deutschland kommen, würden sowas nicht einmal im Ansatz behaupten…….

      Dass das Image der Schweiz momentan leidet, gebe ich ihnen recht, hat für mich aber nichts mit den Deutschen ansich zu tun, sondern vielmehr mit unserem bankenwesen, welches in der letzten Zeit Weltweit für negative Schlagzeilen sorgte.
      Leider ist die ganze Geschichte mit Steuersünder und das die schweizer Banken es unterstützen kein eigentliches Problem der Schweiz, sondern wenn wir es genau nehmen macht jede Bank auf der Welt Geschäfte mit sogenannten Steuersünder, auch die Sparkasse Konstanz macht das. Die Schweiz ist halt klein und es ist einfacher auf die kleinen rumzuhacken als auf die Grossen. Das lernt man leider bereits im Kindesalter und wird immer so bleiben.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Das ist doch ein Stadt Blog und jeder der in der Stadt lebt und arbeitet ist ein Zuercher, sobald die 2. Generation ueberlebt haben sind sie echte Zuercher, bei den Walliser und Buendner dauert es ein bisschen laenger.
    Habe kein Problem mit Ansaessigen enet dem Rhein, Rhone oder Po Ebene, uebrigens habe einen Industrie-Kaufmann’s Abschluss der Industrie- und Handelskammer in Karlsruhe und aus Torino eine UN Certification fuer MLC_2006. Lebe und arbeite in Florida und bin Doppelbuerger mit allen seinen Freuden und Leiden.

  • Peter Meier sagt:

    Letzthin behauptete ein Kollege er sei Eidgenosse, nicht nur Schweizer. Ich wollte schon etwas von 1848 und Habsburger erzählen, dass das Fricktal und Neuchâtel sehr spät zur Schweiz kamen. Doch da gaben wir seinen Namen unter verwandt.ch/karten ein.
    Der Schock sass tief: nichts mit Eidgenosse! Der Name kommt in der Schweiz nur selten vor, dafür massenhaft in Österreich. Wieder ein glühender Patriot weniger…

    • Philipp Rittermann sagt:

      herr meier – ich bin eidgenosse und patriot – sogar ein militanter und renitenter. und sollten sie es wagen, meinen namen unter diesem dubiosen link einzugeben und dann was anderes zu behaupten – dann hau‘ ich ihnen gleich eine!! -:)

      • Marcel Senn sagt:

        Der Senn meint, dass sich nur Eidgenosse nennen kann, wessen direkte Vorfahren 1291 beim Ruetlischwur dabei waren, darum heissen sie ja auch Eidenossen. Darum ist z.B. ein Christoph Blocher auch kein Eidenosse, sondern nur ein Nachfahre eingebuergeter germanischer Wirtschaftsfluechtlinge

        • Philipp Rittermann sagt:

          ich war 1291 dabei! -:)

          • Erwin Ruckes sagt:

            Herr Rittermann war 1291 dabei? So antiquiert sind auch seine Ansichten und so sieht er wahrscheinlich auch aus.
            Herr Blocher kommt aus Württemberg, Wilhelm Tell ist eine Literaturerfindung vom Dichter Schiller und Schwyzerdütsch ist
            eben ein weiterer regionaler Slang aus Deutschland? Mon Dieu, pauvre suisse, woher kommt eigentlich euer Komplex gegenüber Deutschland, wie wollen euch doch nix und wir geben auch nix mehr an Unversteuertem. Und dann?
            Mit Greyerzer, Dole, Schokolade und Armbanduhren kommt ihr auch nicht über die Runden.

          • Philipp Rittermann sagt:

            lieber herr ruckes. wir kommen damit besser über die runden als deutschland als eu-retter…..die schweizer eigenständigkeit ist und bleibt ein erfolgsmodell, solange wir es uns, durch leute wie sie, nicht vermiesen lassen.

  • Akim sagt:

    diese ganze Diskussion macht mich ehrlich gesagt Traurig,

    obwohl ich erstaunt bin dass so viel Leute sich damit beschäftigen.
    Ich Persönlich bin an der Schweizer Grenze aufgewachsen,
    auch mit den gewohnten Sprüchen, blödi schwiezer, blöde schwobä usw.

    Ich persönlich bewundere die Schweiz und heisse vieles für sehr gut, was ich mir auch für Deutschland wünschen würde.

    Ich bin einmal die Woche in Zürich und komme mit sehr vielen,
    auch Schweizern in Kontakt und bin immer wieder aufs neue begeistert.

    Woher kommt diese Diskussion?
    was soll das ?
    Was würden denn die Zürcher machen wenn innerhalb der nächsten 3 Monate sich alle Deutschen sich aus der Schweiz verabschieden würden?

    Schade,

  • Marcel Zufferey sagt:

    Also, meinetwegen gibt es „den Deutschen“ nicht. Und auch nicht „den Franzosen“, „den Spanier“ oder „den Portugiesen“. Doch das ist die falsche Schiene, uns die Zuwanderung in ihrer derzeitigen Ausprägung schmackhaft zu machen: Es gilt zwischen dem meinetwegen Zugewanderten und den ökonomischen Folgen der Zuwanderung zu unterscheiden. Die Nationalität / Herkunft der Zugewanderten ist in diesem Zusammenhang tatsächlich völlig sekundär. Bis auf einen zweifellos nationalistisch-rassistischen Kern (eine politisch bislang noch vernachlässigbare Grösse) haben wir Schweizer eigentlich nichts gegen „den Deutschen“ oder „den Portugiesen“. Doch wenn wegen der massiven Zuwanderung die sog. negativen externen Effekte im ökonomischen Sinne mit steil ansteigenden Immopreisen und Mieten u.v.a.m. einhergehen, dann schlägt sich das Unbehagen in der Kultur an einfachen Begrifflichkeiten wie zum Beispiel eben „dem Deutschen“ oder „dem Franzosen“ nieder.

    Nimmt man der ganzen Dikussion um die Zuwanderung ihren nationalistisch- oder von nationalistischen Begriffen- geprägten Charakter, dann bleibt am Schluss nur noch ein ökonomisches Gerüst übrig, dass aus Sicht vieler Normalverdiener bis tief in den Mittelstand hinein stark einsturzgefährdet ist. Und diese im allgemeinen rein ökonomisch begründeten Ängste kann man nicht weg diskutieren oder relativieren, sie sind ein Fakt, wie sie ein jeder und ein jede an der stetig schrumpfenden Kaufkraft Jahr für Jahr im eigenen Portemonnaie zu spüren bekommt. Das sind keine gefühlten Kaufkraftverluste, sondern absolut Reale, wenn man die dazu notwendigen Statistiken beizieht. Regionale Disparitäten spielen in diesem Zusammenhang übrigens eine ganz zentrale Rolle: Zürcher, Zuger und Genfer beurteilen die Zuwanderung ganz sicher anders, als z. B. Berner oder Solothurner. Und nein, der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) alleine ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, was die steigenden Lebenskosten (in den urbanen Ballungszentren) anbelangt!

    • Simon sagt:

      Dann ändert eben eure Politik! Die Schweiz ist ein sehr konservatives und wirtschaftsliberales Land. Soweit ich weiss gab es hier im Parlament im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern noch nie eine linke Mehrheit. Auch die viel gerühmten Volksentscheide werden durch teure Kampagnen sehr stark von der Wirtschaft beeinflusst. Wirtschaftspolitik stand immer im Zentrum der Schweizer Politik und dies hat der Schweiz ja auch grosse ökonomische Erfolge beschert. Wenn die Wirtschaft brummt werden aber neue Arbeitskräfte aus dem Ausland benötigt. Diese Zusammenhänge sind doch eigentlich offensichtlich.

      Ein Ausweg aus diesem Kreislauf bietet aber nicht die SVP, welche einerseits auf noch mehr Wirtschaftsliberalismus setzt und andererseits auf die Zuwanderer einschlägt, sondern die SP. Durch die flankierenden Massnahmen und durch eine Annäherung an EU-Recht wird auch der Zuwanderungsdruck nachlassen. So einfach ist das!

  • Kurt Aegeri sagt:

    Na ja, genauso wie es keine Nation „an sich“ gibt, gibt es auch „die Züricher“ nicht.

    • Reda El Arbi sagt:

      Ja, da sind wir also grausam empfindlich. Den „Züricher“ gibts nicht, hats nie gegeben, wurde öffentlich geächtet. Aber es gibt ZÜRCHER mit einer lokalen Identität. Sehr lokal. Wie im Post umschrieben. Kreis für Kreis. 🙂

      • Philipp Rittermann sagt:

        na ja. der zürcher ist, wie ich zu sagen pflege – der liebenswerte, aber akute pickel am arsch der schweiz.

  • Fischer sagt:

    Liegt es nicht an der Sprache selber, wenn Deutsch als harte Sprache tituliert wird, denn im Schwyzerdütsch wird doch viel zu viel schwächlich gesprochen. Die Sprache ist doch auch ein Spiegelbild der Schweiz, wo kaum jemand ene etwas harte Sprachlichkeit nicht gesprochen werden soll, und dies auch auf vielen Ebenen.

  • Peter Boxer sagt:

    Dieses Thema kann ich nicht mehr hören…trotzdem schaue ich immer hin …..
    Beide Seiten müssen ein wenig tolerant sein und die Unterschiede die es gibt sind zu akzeptieren. Dies kann doch nicht so schwierig sein. In ein Paar Jahren wenn der Nachwuchs „Züridütsch“ redet bei GC am tschuuuuute ist, ist diese unnütze Diskussion vergessen.
    Ich mag Deutsche, Italiener, Aargauer, usw. ich mag aber keine intolerante, arrogante, unhöfliche und aggressive Menschen gleich von welcher Nation oder Kanton die herkommen

  • Adriano Granello sagt:

    Wie allgemein bekannt, gibt es sehr wohl den „Hässlichen Deutschen“ (den stellen wir uns fett und mit Wehrmachtshelm oder Pickelhaube auf dem Kopf vor, jederzeit bereit, sich in ganz Europa auszubreiten, notfalls mit Gewalt).
    ,
    Oder den „Sauerkraut-Deutschen“, der ohne jede Esskultur und eher dümmlich sein Leben fristet.
    ,
    Oder den „Besserwisser-Deutschen“, der uns umständlich Schwiiizerdütsch Sprechenden mit deutscher Schneidigkeit ins Wort fällt.
    .
    Und natürlich gibt es auch noch massenweise den unauffälligen, tugendhaften und sympathischen Deutschen, der so ganz und gar nicht in unser ‚Feindbild‘ passen will und den wir deshalb aus unserem Bewusstsein konsequent verdrängen.
    Ohne den hässlichen, sauerkrautigen und besserwisserischen Deutschen bekäme unser sorgsam gepflegtes Feindbild rasch Risse, und das hätte fatale Folgen. Denn bei einem normalisierten Verhältnis zu ‚den‘ Deutschen würden wir Deutsch-Schweizer Gefahr laufen, unsere haushoch über den Deutschen positionierte Identität zu verlieren – paradoxerweise weil wir in unserer Mehrheit dem Klischee des Deutschen Michels perfekt entsprechen…!

    • stefan dambach sagt:

      Bingo. It’s the identity, stupid! Aus irgendwelchen Gründen haben die Deutsch-Schweizer mal beschlossen, ihre Selbstwahrnehmung an die Deutschen zu koppeln. Roger Köppel hat das im dt. TV schon mal ausdrücklich gesagt: Abgrenzung von den Dt. wirkt identitätsstiftend. Man definiert sich also ex negativo: aus dem heraus, was man NICHT ist. Und stimmt: Man hält sich für weitaus höherstehend, spricht das aber nicht aus. Außer Blocher und Köppel, die sagen laut, was viele denken: Die CH ist die Insel der Glückseligen, umgeben von einem im im Niedergang befindlichen, antidemokratischen EU-Moloch. Dabei hätte die CH ja tausend Gründe, sich aus sich selbst heraus positiv zu definieren.

      Lese-Tipp: Beitrag des CH-Botschafters in D, T. Guldimann, in der Zeit. Wurde in der CH so gut wie nicht wahrgenommen, ist aber sehr erhellend:

      http://www.zeit.de/2011/18/CH-Verhaeltnis/seite-1

    • Sabine Krause sagt:

      Wie wahr. Der Bünzli und der Michel, die sich streiten. Der klügere Schweizer und der klügere Deutsche, die sich respektieren.

  • Walter Boshalter sagt:

    Ich mag die Duetschen, sie bringen mir persönlich enorme Vorteile. Stehe ich beispielsweise in Zürich in einer der sehr selten entstehenden Warteschlange hoffe ich auf einen Deustchen Mitwarter vor oder hinter mir. Der brave Schweizer nämlich flucht zwar innerlich über das blöde Arschloch dass sich seitlich von rechts vordrängt, wird aber nie im Leben seiner Gefühlslage gegen aussen Luft machen. Der Deutsche hingegen wird sehr locker den Missetäter zusammenscheissen, blosstellen und nach hinten verfrachten wo er hingehört.

  • Alt-Badener sagt:

    Vor über 40 Jahren lebte ich mit meiner damals jungen Familie für 5 Jahre in der Schweiz. Im Betrieb hatte ich keinerlei Probleme, wenngleich im privaten Umfeld schon eine gewisse Reserviertheit zu spüren war. Als unser damals 4jähriger Sohn einmal im Kreuzlinger Schwimmbad von einer Schweizerin mit den Worten „Hörsch ets uff du dreckiger Sauschwoob“ geohrfeigt wurde, weil er mit ein paar anderen Kindern zusammen im Kinderplantschbecken rumspritzte und das Kind der erbosten Schweizerin etwas Wasser abbekam, wahr uns klar, dass wir die Schweiz wieder verlassen mussten. Es war immer wieder zu hören, dass deutsche Kinder in der Schule beschimpft und geschlagen würden, weil sie halt „Sauschwoben“ waren.
    Eigentlich hat es uns das ganze Leben beschäftigt ob es richtig war, aus Rücksicht auf die Kinder die Schweiz wieder zu verlassen. Wenn ich das alles hier lese, dann war es absolut richtig. Ein sehr großer Teil der Schweizer hat einen angeborenen oder anerzogenen Deutschenhass und der ist in den vergangenen 40 Jahren nicht geringer geworden. Und die Begründungen sind absolut schwachsinnig.
    Die Deutschen, die ins Land kommen sind alle mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet, den wohlgemerkt Schweizer Firmen ausgestellt haben. Sie betteln nicht um Asyl, sie begeben sich nicht in die Sozialsysteme, sie sind fleissig, ihre Kinder beeinflussen die Schulqualität nicht negativ, keine deutschen Jugendbanden machen Stadtteile unsicher, die Mentalität, Lebensweise usw. sind praktisch identisch, sie sprechen aber, und das ist wohl furchtbar, ihr Hochdeutsch. Aber liebe Schweizer, wie schreibt ihr denn alle eure Kommentare? In welcher Sprache erscheinen eure Zeitungen? In welcher Sprache erscheinen die „deutschen“ Bücher? In welcher Sprache schreibt ihr eure Briefe? In welcher Sprache eue Diplomarbeiten, eure Bewerbungen usw.? Was nur in Gottes Namen ist so schrecklich daran, wenn man so spricht, wie geschrieben wird?

    Dann seid endlich mal konsequent! Verabschiedet euch von der deutschen Kultursprache und führt offiziell das Schwyzerdütsch ein. Natürlich mit eigener Grammatik, mit der Entwicklung von Akzenten für die verschiedenen Laute, die man allein mit den Buchstaben nicht darstellen kann und verständigt euch aber darauf, welches „Schwyzerdütsch“ gültig ist, es gibt ja sehr viele Unterschiede. Und dann gebt dem Kind einen eigenen Namen in welchem das verdammte „Deutsch“ nicht mehr vorkommt.

    Und dann beginnt mit der Ausweisung der verdammten „Sauschwooben“, ersetzt sie mit Asylanten aus Nordafrika, die nerven euch dann nicht mehr mit Hochdeutsch und dann hat die arme geschundene Schweizer Seele endlich Ruhe. Und vergesst nicht, Eure Grenze nach Norden abzuriegeln.

    • Fred Schwegler sagt:

      Also so schlimm ist’s nun auch wieder nicht:
      .
      Dem Hochdeutsch-Komplex kann man hier auch mal ganz schnell entfliehen indem man sich einfach hinter den nächsten oder übernächsten Berg begibt. Die Schweiz ist ja sehr kompakt, und somit sind das Tessin oder Welschland nie weit. Dort wird man dann beim quasseln nicht schief angeschaut. Oder alternativ einfach mal zuwischendurch die Gosch halten. Insbesondere im Tram. Gleiches gilt übrigens auch für meine Italiener hier in Lugano… 🙂
      .
      Und das Gejammere und Sich-zu-kurz-gekommen-fühlen können wir in D ja mindestens genauso gut. Die Globalisierungsverlierer hierzulande haben’s halt noch nicht kapiert: Ihr Lohnniveau wäre ohne Zuwanderung nicht nur stagniert, sondern seit Jahren rückläufig. Im Vergleich zu allen anderen westlichen Ländern sieht es für diese Schicht immer noch relativ üppig aus. Hätte man vor Jahr und Tag die Eidgenossenschaft „eingehaagt“, wär’s hier jetzt zappenduster.
      .
      Was die Wohnungssituation anbelangt: Wohnen in Boomstädten ist noch nie billiger geworden. Wenn’s läuft, wird’s teurer, oder die Wohnquadratmeter sinken. C’est la vie.
      .
      Und à propos Landschaftsverbrauch: Die Situation ist tatsächlich teilweise zum Haare raufen. Das Tessin ist eine einzige Baustelle. Mindestens 2/3 der Objekte dienen lediglich dem Parkieren italienischer Schwarzgelder (conti luganesi sind ja mittlerweile nicht mehr der sicherste Hort). Die Wohnungen stehen alle leer. Die (Schweizer) Baulöwen verdienen sich einen goldene Nase. Aber statt zu stänkern hättet ihr lieber mal ’ne Initiative mit Hand und Fuss gemacht. Jetzt kriegen wir Wohntürme auf der Schatzalp statt in ZRH! Der Schuss ist erst mal nach hinten los… Also auf geht’s! Legt ’nen neuen Referendumszettel bei Denner’s aus!
      .
      Saluti! – Fede

    • Mathias B. sagt:

      treffend, etwas bitter, aber absolut richtig. Danke.

    • Nicolas sagt:

      Immer langsam alt-badner, immer langsam. Eventuell haben Sie den Text nicht richtig gelesen, aber der Text zieht über uns Zürcher her und schützt den „Sauschwoob“ (wer solche in Wort in Gegenwart eines Kindes gebraucht ist sowieso ein „Scheissbünzli“). Aber sehen Sie wieso einige die Deutschen nicht mögen? Genau, sie hören oft nicht bis zum Ende zu und haben eine Meinung die man nicht umstossen kann, auch wenn sie noch so idiotisch ist. Wir Züricher sind hier flexibler, lassen mit uns diskutieren und sehen ein, wenn etwas schwachsinnig war.
      Ausserdem, wieso lesen Sie eigentlich noch in der Tagi, wenn Sie der Schweiz schon längst den Rücken gekehrt haben? War der Text doch eine Flunkerei um Ihrem Ärger über ein geschehen von vor über 40 Jahren abzulassen? Haben Sie sich etwa in die Schweiz aber nicht in die Schweizer verliebt?

      Ausserdem, man kann die Einwanderer aus dem nördlichen Nachbarland verallgemeinern: Teutonische Wanderarbeiter.
      So jetzt ist raus.

      Schönen Tag

      • Alt-Badener sagt:

        Hoi Nikolas, richtig, ich bin vor 40 Jahren der Schweiz entflohen weil ich Angst um meine Kinder hatte, nur deshalb. Und Du wirst es nicht glauben, mein jüngster Sohn, ein promovierter Biologe ist in die Schweiz ausgewandert weil wir immer noch von der Schweiz schwärmten. Und seit da interessiere ich mich wieder intensiv für die Schweiz weil ich hoffte, dass der „Deutschenrassismus“ vielleicht etwas nachgelassen hat. Und noch eines, mein Sohn hat in der Schweiz sein Glück gefunden, ist seit kurzem mit einer Schweizerin verheiratet und unsere Familie wurde durch gebildete Schweizer bereichert und umgekehrt auch. Und stell Dir vor, ich habe Angst davor, dass mein Sohn irgendwelchen „dumpfen“ Schweizern begegnet, die ihn beschimpfen, nur weil er ein Deutscher ist. Stell Dir vor, Du gehst irgendwo ins Ausland und wirst wüst beschimpft, nur weil Du Schweizer bist. Ein schönes Gefühl? Ich dachte tatsächlich, dass sich in einer Zeit von 40 Jahren langsam ein Umdenken und ein Verlassen der Vorurteile entwickelt hat. Aber wenn ich in diesem Forum lesen muss, dass jetzt noch immer das 3. Reich hervorgekramt wird, dann muss ich wirklich am Verstand vieler Schweizer zweifeln.
        Ihr solltet euch nicht mit eurem Dialekt identifizieren, denn mit dem kann man in der ganzen großen Welt nichts anfangen. Nein, identifiziert euch mit eurem Fleiss, mit der Qualität eurer Produkte, mit eurer Weltoffenheit, mit eurem vorbildhaften politischen System und schmeisst euren Deutschenhass über Bord. Keine Deutscher will die Schweiz verändern, sie kommen nur deshalb weil sie der Meinung sind, dass die Schweiz ein tolles Land ist. Und wenn das so ist, dann benehmt euch so und triftet nicht ab in dumpfe Deutschfeindlichkeit. Stellt euch mal vor, es hätte nie deutsche Einwanderung in euer Land gegeben, wo stände es? Ein paar arrogante Deppen gibt es überall. Sowohl bei den Schweizern wie auch bei den Deutschen.
        Und noch was: Als mein Sohn 2011 mit seiner verlobten Schweizerin sich eine neue Wohnung suchte, da standen auf dem Parkplatz der Wohnanlage einige Autos. Von zweien waren die Seitenscheiben eingeschlagen. Sie hatten deutsche Kennzeichen! Und so etwas passiert im Jahre 2011 in der Schweiz und in Zürich. Gibt so etwas nicht zu denken? Meine Schwiegertochter sagte mir, dass sie noch nie so glücklich in ihrem Leben war wie mit unserem Sohn. Noch nie hätte sie Streit mit ihm gehabt und ihr Deutschlandbild hätte sich mit ihm drastisch ins positive verändert. Ja liebe Schweizer, stellt euch vor, ich habe Angst davor, dass mein Sohn wegen dieses vorhandenen Deutschenhasses sein positives Schweizbild verliert. Unterschwellig hat er schon entsprechende Kommentare verarbeiten müssen.

        • Hellmut Herr sagt:

          @Nicolas:
          „Wir Züricher sind hier flexibler, lassen mit uns diskutieren und sehen ein, wenn etwas schwachsinnig war“.

          Da es den „Züricher“ nicht gibt, kann er weder diskutieren noch einsehen, wenn etwas schwachsinnig war.“Der Zürcher“hingegen gibt gerne vor, er wäre flexibel ,weltoffen,mediterran und lebe in der kleinsten Grossstadt. Liest man allerdings die meist einseitigen,zyklisch wiederkehrenden Artikel und Kommentare über DE , schrumpft ZH zur grössten Kleinstadt, deren Offenheit allenfalls der Blick über den See in die Ferne ist.

          „Ein sehr großer Teil der Schweizer hat einen (angeborenen oder anerzogenen Deutschenhass ) ANERZOGENE ABNEIGUNG GEGEN DEUTSCHE(S) und die ist in den vergangenen 40 Jahren nicht geringer geworden. Und die Begründungen sind absolut schwachsinnig.“

          Das entspricht auch meinem Resumé

        • Andy M sagt:

          Zitat: „Von zweien waren die Seitenscheiben eingeschlagen. Sie hatten deutsche Kennzeichen!“
          Mein Gott! Man kann sich sein Feindbild auch aus einem zufälligen (und empirisch garanitert nicht haltbaren) Vorkommnis zusammenzimmern. Dass die Einwanderung grosser Gruppen anderer nationalitäten grundsätzlich Existenzängste hervorruft, ist nur logisch. Oder wie ist das jetzt mit den Türken in Deutschland?

          Zitat: „(…) sie kommen nur deshalb weil sie der Meinung sind, dass die Schweiz ein tolles Land ist.“
          Dies ist wohl kaum der Grund für Migration. Wohl eher sind es ein hoher Lebensstandard und unsere Löhne, welche – auch nach Abzug von Steuren – massiv (!) höher sind als in Deutschland. Zudem gibt es in der Schweiz noch Stellen und – vor allem – keine so eng definierte Stellendefinitonen wie in Deutschland was die Stellensuche hier erheblich vereinfacht. (Eine ausführliche Erklärung dazu würde diesen Rahmen sprengen.)
          Dies alles wird dann noch gepaart mit der Überzeugung, dass es sowohl nördlich wie südlich des Rheins um denselben Sprach- & Kulturraum handelt. Ein leider weit verbreiteter Irrtum!

          P.S. Eine Gesellschaft definiert sich normalerweise über ihre Eigenheiten. Da gehört die Identifikation mit dem Schweizer Dialekt – in welcher Form auch immer – sicherlich dazu.

    • Exil-Nürnberger sagt:

      Wenn ich es recht sehe, herrscht ja unter den deutschen Landsmannschaften auch „Konkurrenz“. Und ich erinnere an die Worte Willy Brandts: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“. Ist dem tatsächlich so nach 20 Jahren Mauerfall? Zu meiner Zeit sprach man in den 50er und 60er Jahren noch von den „Reingschmeckten“ und meinte damit jene, die nicht die Sprache am Ort sprachen. Und denken Sie an die vielen Flüchtlinge, die in West-Deutschland Aufnahme fanden. Ging das auch alles so problemlos vonstatten? Nun, ich mag mich an anderes erinnern… Ich bin nun fünfzig Jahre in der Schweiz, musste meine deutsche Staatsangehörigkeit abgeben, weil dies die Bundesrepublik – im Gegensatz zu heute – so verlangt hatte und fühle mich sehr wohl hier. Selbst mit dem Roten Pass und dem weissen Kreuz und der jahrzehntelangen Absenz hört man noch mein Fränkisch heraus, und ich bin stolz darauf, denn Sprache ist Idendität…

    • Robert sagt:

      Das erinnert mich an das lustige Video „Grummbeere und Zwiwwele“ in dem einige witzige Neu-Badener sich über „75 Millionen Deutsche, die überhaupt kein Badisch können“ lustig machen.

      Grad die Badener sind ja eigentlich auch nicht so besonders empfindlich, wenn es darum geht, auszuteilen. Wahrscheinlich sind sie uns zusammen mit den (doch so ganz anderen) Schwaben in etwa wohl am ähnlichsten. Aber es gibt natürlich hüben wir drüben ein paar ganz besonders empfindliche Pflänzchen. Ich hoffe, Sie kommen irgendwann mal aus dem Umziehen wieder raus…

    • Stefan Studer sagt:

      Es tut mir leid zu hören, dass Ihr Sohn einmal so beschimpft worden ist. Das ist natürlich nicht zu entschuldigen. Nur muss ich Ihnen auch dazu sagen, dass ich auch schon als „Scheiss-Schweizer“ beschimpft wurde. Nicht von einem Deutschen, aber in Prinzip spielt es ja keine Rolle woher der Mann kam. Sie haben für sich die Rückkehr in Ihre Heimat gewählt, wo Sie vermutlich nie mehr so beschimpft werden. Was empfehlen Sie mir? Ich lebe bereits in meiner Heimat. Und wenn ich hier die vielen Kommentare von Deutschen lese, die über „die Schweizer“ herziehen und ihnen so wie Sie einen angeblichen „anerzogenen Deutschenhass“ zusprechen, dann frage ich mich schon, ob das Problem nicht primär bei „den Schweizern“ liegt. Oder denken Sie, dass es solche Konfliktsituationen zwischen Einheimischen und Migranten nur in der Schweiz geben kann? Ist es nicht generell ein Problem, dass wenn verschiedene Nationalitäten, Sprachen und Kulturen aufeinander treffen, es zu Reibungen kommt? Sie schreiben so, dass man annehmen könnte, Deutsche wären nicht zu den gleichen Reaktionen der Ablehnung und Distanz fähig. Sie argumentieren wie alle deutsche Kommentarschreiber, dass Sie das Opfer sind und die Schweizer die Täter, und zwar weil es angeblich eine Frage des nationalen Charakters sei. Wenn dem so wäre, dann gäbe es in Deutschland keine Ausländerfeindlichkeit, keine Neonazis und keine rechtsradikale Parteien, die von vielen Deutschen gewählt werden. Es gibt dies aber alles, darum sollten Sie Ihre Opfer/Täter Zuschreibung und die Begründung über angebliche nationale Charaktereigenschaften neu überdenken.

  • don pe sagt:

    „Ich habe nichts gegen Fremde, einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da, die sind nicht von hier.“ (Aus: Asterix, Das Geschenk Cäsars)

  • Sandra Talmann sagt:

    Absolut dämlicher und unnützer Beitrag. Dieser Schreiberling hat einfach Platz von der Redaktion erhalten, irgendetwas zu schreiben. Ich kann hier jeden beruhigen, es ist völlig irrelevant, was diese Person hier in Worte gefasst hat. Aber bei diesem Verlag ist sowieso einiges fragwürdig.

    • Reda El Arbi sagt:

      Nett, das Sie es trotzdem lesen und kommentieren. Herzlichen Dank.

    • Simon Haas sagt:

      Ich muss dem komplett widersprechen. Dieser Kommentar hebt sich sehr wohltuend von der sonst so verkrampften Ausländerdebatte in der Schweiz ab. In Wahrheit sind die Übergange in der Mentalität sogar fliessend und ein Süddeutscher ist einem Schweizer oder Österreicher in der Regel mentalitätsmässig eher näher als einem Norddeutschen. Mich als Schwarzwälder stören diese ständigen nationalen Generalisierungen auch massiv egal ob Sie von Schweizern oder Deutschen stammen. Letztlich sind wir aber alle Menschen und alle verschieden. Alle die trotzdem noch vorurteilsbelastet sind kann ich nur vorschlagen mehr zu reisen und sich in anderen Ländern und Regionen offen mit den Menschen auseinanderzusetzen. Das hilft! Die Generalisierungen sind dagegen nur politisch gewollte Stimmungsmache, von denen sich irgendwelche mächtigen Strippenzieher Vorteile versprechen.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Als Stadt Zuercher erlaube ich mir einige Bemerkungen zum Thema Deutsche, jetzt zur Zeit kommen halt viele Arbeitskraefte aus Deutschland. Unsere Nachbarn, die Badener und Bayern teilen meistens unsere Herkunft und Familien und der „Karli mit der vollen Tasch aus Durlach“ war ein Freund von Hans Waldmann und seinem „Gewaltshaufen“ welchen eigentlich den Wohlstand unserer Eidgenossenschaft gelegt hat (Meine Frau kommt aus Durlach und ihr Familie wurde gleichzeitig mit der Hinrichtung von HW ausgewiesen (ca. hundert Familien) sie ist ein Nachkomme vom Wirt unter dem Lindenhof befreundet mit FW). Jetzt kommt halt der Nachschub mehr von den noerdlichen Laendern, was solls, in zwei Generation, die das Gemetzel in Zuerich ueberleben werden sich integrtiert haben. Mit den Balkan Buerger habe ich so meine Bedenken die vergeigen alles und werden aussteben oder wieder abdampfen. Seit dem 13then Jahrhundert haben wir keine Deutschen an unseren Grenzen sondern Oesterreicher, also Habsburger (kamen aus dem Elsass), die Burgunder (upper Burgundy) unter Rudolf von Rheinfelden haben den Marchtkampf verloren um das Koenigreich von Schwaben.
    Uebrigens es werden noch viel mehr kommen da die europaeische Wirtschaft und der Euro am Zusammenbrechen ist.
    In zwei Generationen werden wir als Stadt Zuercher guten Nachschub bekommen, die werden dann nicht so Ruecksichtsvoll mit ihren Mit-Eidgenossen umgehen als wir alten eingesessenen Zuercher. Der Wind wird rauher, bestimmt! Es Gruessli us Cape Canaveral.

  • Lia sagt:

    dieser Beitrag ist unsinnig – der Mensch muss verallgemeinern, das ist normal. Man kann ja nicht sagen, „der arrogante Typ heut im Tram war sicher ein Baden-Württemberger“. So wenig wie alle Deutschen gleich sind, kann man da von den div. Bundesländern sagen. Und übrigens sind es wohl kaum die Zürcher, die gegen alle anderen Kantone schiessen, sondern alle anderen Kantone gegen Zürich..

    • Reda El Arbi sagt:

      Hm, reicht nicht einfach „der arrogante Typ“? Ich kenn solche aus allen Ländern und allen Kantonen. Wieso genau muss ich verallgemeinern, wenn ich dadurch nur unrecht hab?

    • Robert sagt:

      Genau – kann man nicht sagen! Da muss man schon unterscheiden: Entweder es ist ein Badener oder ein Schwab resp. ein Würtemberger. Seit man die zusammen in ein Bundesland gepfercht hat – gegen ihren Willen – legen die auch extremen Wert darauf, ganz unterschiedlich zu sein. Und bringen Sie die bloss nicht durcheinander mit den fränkisch sprechenden im Norden – also den fränkisch sprechenden Baden-Würtembergern, nicht etwa den fränkisch sprechenden Bayern!!!

      Da könnten sie grad so gut einem Appenzeller sagen, er komme aus St. Gallen! Geht gar nicht!

  • stefan dambach sagt:

    Sehr guter Ansatz. Es wird ja allenthalben von der Unfähigkeit oder -willigkeit der Deutschen gesprochen, die Schweizer richtig zu verstehen. Aber es gibt diese Empathieunfähigkeit auch in die umgekehrte Richtung. Was meines Erachtens in der CH nicht wahrgenommen wird, ist die Tatsache, dass Deutschland eine Föderation von teils sehr unterschiedlichen „Stämmen“ (hätte man früher gesagt, heute Ländern, Städten und Regionen) ist, die keineswegs naturgegeben oder unauflöslich wäre. De facto also auch nichts anderes als eine „Willensnation“, als die sich die Schweiz ja gern begreift. Echter deutscher Patriotismus kommt alle 2-4 Jahr auf, wenn eine Fußball-EM oder -WM ansteht. Ansonsten ist man im Alltag Hamburger, Mecklenburger, Berliner, Bayer, Ruhrpottler, Kölner, Pfälzer…Warum das so ist, macht die folgende Animation übrigens sehr eindrücklich klar:

    http://vimeo.com/42407512

    Wenn man sieht, wie teif zersplittert das Gebiet bis vor kurzem noch war, das sich heute Deutschland nennt, ist man in Zukunft vielleicht vorsichtiger damit, die Deutschen (wie jede andere Nation) als kompakte, homogene Masse zu betrachen.

    • Lia sagt:

      was hat das mit der Sache „nerviger Deutscher“ zu tun? Gibt es denn ein Bundesland, aus welchem all die arroganten, hochnäsigen, lauten, grobklotzigen Deutschen stammen, die uns tagtäglich auf den Wecker gehen, im Gegensatz zu all den anderen, welche nett und sympathisch sind? Ich denke nicht.

      • stefan dambach sagt:

        Wenn Sie mal zufällig eine Selbstanalyse machen wollen, empfehle ich als Anregung den Beitrag von
        Adriano Granello, 19:16

  • Albert Baer sagt:

    Ich habe nichts gegen Deutsche (meine Mutter kam nach dem Krieg auch aus Deutschland) aber etwas gegen Neoliberalismus.

    Deutschland würde besser mehr Entwicklungsarbeit in sich selber investieren.
    Im Zusammenhang mit der Eurokrise wird ja von verschiedener Seite die Forderung an Deutschland gestellt, mehr für die Binnennachfrage zu tun, die Löhne anzuheben und nicht noch mehr zu “exportweltmeistern”. Tatsache ist, dass ganze Regionen in Deutschland veröden und sich entvölkern.

    Das Mainstream-Argument, dass wir Schweizer ewige Zuwanderung brauchen damit wir ewig so weitermachen bzw. weiterwachsen können kann ich nicht mehr hören.

    Ich für meinen Teil bin bereit für ein postmaterialistisches Leben und habe keine Angst vor dem Nicht-Wachstum. Ich bin aber auch bereit für ein bescheideneres, dafür hoffentlich sinnvolleres Leben.

    • Mia sagt:

      Sehr geehrter Herr Baer, vielleicht interessiert Sie meine Antwort auf die Kurzform dieses Kommentars ein Stück weiter unten. Es ehrt Sie, dass Sie nichts gegen Deutsche haben, am liebsten haben Sie sie wohl aber in gebührendem Abstand. Ich glaube nicht, dass Deutschland etwas dagegen hat, seine Konjunktur zu steigern, besonders natürlich, um die Schweiz vor weiterem Wachstum zu bewahren. Ich finde Ihre Sehnsucht nach Schrumpfung interessant, befürchte jedoch, wie die Erfahrung mit schrumpfenden Regionen zeigt, dass mit Ihr nicht gleich leicht umzugehen ist, wie mit dem Wachstum. Ihr Wunsch nach einem einfacheren Leben sollte aber bei entsprechender Initiative Ihrerseits schon heute zu erfüllen sein.

      • Albert Baer sagt:

        @Mia

        Danke für Ihre Antwort (hier und unten)!
        Sie haben Recht, das hier ist kein Wirtschafts- sondern ein (wohl eher seichter) Stadtblog.
        Trotzdem:
        Ich bin gegen Wachstum, denn die Schweiz ist nur wirklich kein Entwicklungsland mehr.
        Länder/Regionen die unterentwickelt sind brauchen eine Wachstumsökonomie, entwickelte Länder/Regionen brauchen eine „Care“-Ökonomie, also den Erhalt bzw. die Pflege der Lebensgrundlagen und die Optimierung der Lebensqualität.
        Das steht natürlich alles quer zur einfältigen Mainstream-Ökonomie.

        Betreffend einfachem Leben: Ich kann Sie beruhigen, ich führe kein Leben fürs Hamsterrad oder für die Vorsorge.

        Alles Gute!

  • Reda El Arbi sagt:

    Hm, was mir immer ein wenig fehlt, bei dem Vorwurf, andere Nationalitäten nähmen uns Schweizern den Job weg, ist der Gedanke, dass es doch sowohl Schweizer Firmen, wie auch Schweizer Chefs sind, die über die Arbeitsplatzvergabe entscheiden…

    • Peter Schmid sagt:

      Das stimmt nur noch bedingt. Letztes Jahr war da mal eine Statistik im Tagi wonach schon ca. 45% des oberen Management Ausländer seien. Dazu kommt noch die ganze Problematik mit den Scheinfirmen (Missbrauchsquote 30%!). Auf der anderen Seite gibt es sicher genügend schweizer Arbeitgeber die einfach auch nur an ihren eigenen Geldbeutel denken. Da haben sie schon recht. Weshalb eine Änderung des derzeitigen Einwanderungsgesetztes wohl nur von unten durchgesetzt werden kann.

    • Philipp Rittermann sagt:

      das ist teilweise richtig, frau arbi. bei ch-konzernen werden gerne mal ausländische arbeitskräfte berücksichtigt. daneben exisitert die tatsache, dass bereits hier verankerte ausländische höhere kader, gerne mal ihre landsleute nachziehen und der ch-arbeitnehmer bei gleichen qualifikationen hier schon teilweise benachteiligt wird. daneben haben wir in grösseren firmen häufig junge und ambitionierte personalchef’s, die nicht immer in der lage sind, ökonomie und empathie im richtigen masse zu gewichten was dann fachlich- und sachliche fehlrekrutierungen mit sich ziehen kann. ausserdem werden viele dieser personalverantwortlichen mit einem rekrutierungs-budget versehen, wovon dann bei unterschreitung auch die boni abhängen.
      all diese faktoren führen dazu, dass nicht immer „seriös“ rekrutiert wird.

      • Reda El Arbi sagt:

        Kurz zu meiner Identität 🙂 : http://redders.wordpress.com/contact/

        • Philipp Rittermann sagt:

          ou – sorry!

        • Fred Schwegler sagt:

          Sexy!

          • Philipp Rittermann sagt:

            bitte, herr schwegler, dies ist kein einschlägiges forum – halten sie sich zurück – sie machen mir angst! -:)

          • Fred Schwegler sagt:

            Ooops! Meinen Sie, ich war wieder zu direkt fuer die Spoerris und Stirnimas? Sowas aber auch! Tut mir aufrichtig leid! Und ausgerechnet in so ’nem heiklen Blog! Sorry!
            🙁
            Dann korregieren Sie mich doch bitte mal. Was waere denn ein angemessener Schweizer Kommentar, wenn man einen jungen Mann sieht, der seine Krawatte unterhalb der Guertellinie traegt?

          • Reda El Arbi sagt:

            Sie meinen meinen Schlüsselanhänger. Ich trage als junger Mann von 43 Jahren nie Krawatten, nirgends. 😀

          • Philipp Rittermann sagt:

            ouuu – der äh-riemen ist mir gar nicht aufgefallen….so oder so – mit 43 ist man(n) nicht mehr jung. ich bin 46 und asbach-uralt.

          • Fred Schwegler sagt:

            Sieht man ihnen aber gar nicht an. Complimenti!
            (Immer das letzte Wort! Ich weiss…)

          • Fred Schwegler sagt:

            Herr Rittermann!
            No attention to detail haben Sie! Ist Ihnen bewusst, dass Sie sich soeben vor versammeltem Volch als hoffnungslos hetero geoutet haben? Und ihre Bemerkung zur Altersangabe des jungen Mannes: Ist das etwa die feine Schweizer Art? Ich muss schon sehr bitten!
            🙂

          • Philipp Rittermann sagt:

            danke sehr herr schwegler – balsam auf meine wunde seele. ich versuche mich mit whisky und zweifelhaften blogs krampfhaft äh-fit zu halten!

          • Philipp Rittermann sagt:

            lieber herr schwegler – homosexualität ist KEINE lösung!! ich kann ihnen helfen; da ich exorzismen nach dem dekret des hlg. benediktus durchführe. wann wir glück haben, werden sie danach nie mehr das bedürfnis verspüren, horror-filme wie broke-back mountain zu gucken!

  • Michael sagt:

    Als Östereicher in der Schweiz (seit 2004) und in Zürich habe ich persönlich keine Ablehnung durch Schweizer erlebt, eher im Gegenteil positive Annahmen.
    Was nichts über Österreicher im Vergleich zu anderen Ausländern sagt. Ausser dass es halt sehr wenige hier gibt und „wir“ werden entsprechend als solche nicht wahrgenommen. Wenn dann als „Exoten“, als „ösi“ oder ähnliche Liebkosungen.
    Die Menge machts wie bei Ex-Jugoslawen, Deutschen oder „sonstigen“ Herkünften. Das fördert Verallgemeinerungen auf Seitern der Schweizer, der eine oder die andere Deutsche bieten leider auch Angriffsflächen.

    Allen „Parteien“ bliebe die Möglichkeit generell dem anderen offener gegenüber zu sein: Schweizer die das jeweilige Herkunftsland z.B. als Tourist, im Studium oder im Job kennen gelernt haben, tun sich da meiner Erfahrung nach leicht(er). Hop Schwiiz, reist ins Ausland und seht Euch die Länder selber an. Und an meine Gastarbeiterkollegen in diesem Land – bleibt bescheiden und höflich und die Schweizer öffnen sich euch, belohnen mit loyalen Freundschaften.

  • Ursula sagt:

    Schade gibt es über die Deutschen nicht so lustige Witze wie über die Öserreicher dann könnten wir doch mehr lachen….
    Wenigstens gibt es für die Zürcher Aargauerwitze die zum Lachen reizen

    Ein Aargauer hatte in seinem Kanton einen kleinen Unfall und daher einige
    Dellen im Auto.
    Da kommt ein Zürcher vorbei und sagt zu ihm: „Du musst kräftig in den
    Auspuff blasen, dann drückt es die Dellen wieder raus.“
    Der Zürcher fährt weiter und der Aargauer denkt sich, das kann ich ja mal
    probieren. Er bläst und bläst…..
    Da kommt ein Polizist vorbei und fragt ihn, was er da macht. Er antwortet,
    ein Zürcher habe ihm gesagt, um die Dellen herauszubekommen solle er in den
    Auspuff blasen. Da fängt der Polizist an zu lachen und sagt: „Wenn das
    Schiebedach offen ist, kann das natürlich nicht funktionieren.“

    • Robert sagt:

      Badischer Witz über Schwaben: „Was ist der Unterschied zwischen einem Unglück und einer Katastrophe? Wenn ein Schiff mit Schwaben unterging’, des wär’ ein Unglück – aber wenn die schwimmen könnten, des wär’ a Katastroph’.“

  • danny sagt:

    Lustig finde ich es jedoch immer wieder das Leute aus anderen Kantonen zwar über Zürich motzen, dann aber trotzdem hier arbeiten und gerne auch wohnen. Und zu den Deutschen kann ich nicht viel sagen. Ich habe selbst schon in Deutschland gelebt, war aber nicht so mein Fall. Interessant war für mich aber die Info vor ein paar Wochen wo es darum ging das hohe Schweizer Staatsanwälte gar keinen CH Pass besässen. Ein Deutscher hat sich daraufhin einbürgern lassen. Das bemerkenswerte daran ist, das ich mich an Zeiten erinnere wo man uns als „Rosinenpicker“ bezeichnet hat. Aber die Zeiten ändern sich. Auch Deutsche wollen lieber Rosinenpicker sein 🙂

  • Mascha sagt:

    Unglaublich, wie gehässig der Ton zum Thema Deutsche in der Schweiz geworden ist. Ich bin mit einem deutschen Mann zusammen und ja, ich schäme mich vor ihm, unseren deutschen Freunden und den hier lebenden Deutschen für meine Landsleute – auch für Kommentare wie sie zu diesem Artikel und dem TA im allgemeinen zu lesen sind. Für mich zeugt diese Diskussion schlicht davon, dass Herr und Frau Schweizer noch nicht begriffen haben, dass wir uns in einem pan-eurpäischen bzw. globalen Arbeitsmarkt befinden und uns infolgedessen diesen Herausforderungen stellen müssen, angefangen bei der Ausbildung unserer zukünftigen Arbeitskräfte. Wirtschaftliche Prosperität und Wachstum brauchen Arbeitskräfte und die Aufgabe des Staates ist es, die dazu erforderlichen Infrastruktur (Verkehr / Wohnen) zur Verfügung zu stellen. Entweder lässt ein Staat dafür Zuwanderung zu und schafft die erforderlichen Rahmenbedingungen bzw. investiert über gezielte Familienförderung für eigenen Nachwuchs (was meiner Meinung nach ebenfalls viel zu wenig gemacht wird: Stichwort Kinderkrippen & Heiratsstrafe!) oder verzichtet auf Wachstum – was man sich als hochtechnologisiertes Land wie die Schweiz angesichts unserer Demographie und Globalisierung schlicht nicht leisten kann, will man den Wohlstand erhalten. Die Schweiz kann nicht mehr von den Lorbeeren der vergangenen wirtschaftlichen Boom-Jahre leben sondern muss sich neue erarbeiten und dafür jeden Einwanderer, der uns dabei hilft, willkommen heissen, egal aus welchem Land.

    • Peter Schmid sagt:

      @Mascha. Wenn Sie die Kommentare auch wirklich alle durchgelesen hätten, dann hätten Sie sehr schnell festgestellt dass (wie so häufig) die gehässigsten und beleidigsten Kommentare gegen die Schweiz und ihre einheimische Bevölkerung gerichtet waren.

      Die wirtschaftliche Prosperität von der Sie sprechen, ist nicht nur nicht eingetreten, sondern basiert übrigens auf ständigem Wachstum und zieht einen Rattenschwanz von negativen Aspekten mit sich. Das uns und unseren Nachkommen der Ausbau der Infrastuktur in den nächsten Jahrzehnten ein Vermögen kosten wird, während der durch den Import billiger Arbeiter angehäufte Gewinn von ca. 1% der Bevölkerung privatisiert wird , ist nur ein Beispiel.

      • Mascha sagt:

        @ Peter Schmid
        Sicher, es gibt durchaus selbstkritische und hinterfragende Kommentare. Mit Ihrer Argumentation allerdings, dass die wirtschaftiche Prosperität nicht eingetreten ist, gehe ich dennoch uneinig, ich glaube, dafür muss man nur auf einige unserer Nachbarländer schauen – auch wenn viele Dinge auch hier bei uns verbessert werden können bzw. müssen.
        Dass Wirtschaftswachstum negative Konsequenzen hat, verneine ich ebenfalls nicht, aber andere Länder lösen diese Aufgabe mit innovativen Infrastrukturkonzepten, wofür es in der CH auch viele gute Ansätze gibt, wie ich glaube. Letztlich ist es (und ich verstehe Ihr Feedback dahingehend), eine Frage des Preises, die dieses Land für das Wachstum zu zahlen bereit ist, in gesellschaftlicher, demographischer und ökologischer Hinsicht. Die wirtschaftspolitische Diskussion müsste also viel grundsätzlicherer Natur sein und sich nicht auf populistische Themen beschränken, ich denke, Sie werden mir da Recht geben?!

        • Peter Schmid sagt:

          Da stimme ich ihnen vollkommen zu Mascha. 😉

          Nur sind meiner Meinung nach Artikel und Kommentare welche die derzeitige Einwanderung über alles loben (ohne jedoch je irgend ein Argument oder Beweis zu liefern weshalb dies denn nun so toll sein soll) eben genau so populistisch, indem sie die statistisch belegten und mitlerweile auch spürbaren Nachteile (bewusst?) ausklammern.
          Dass auch das derzeitige Unbehagen der Schweizerischen Bevölkerung, welches nun vermehrt die Nachteile der masslosen Einwanderung im täglichen Leben zu spühren bekommt, einfach als „Deutschenhass“ abgetan wird, ist nicht gerade Hilfreich. Vor allem nicht da ja die Welschen (in Genf und VD) mit den französischen-, und die Tessiner mit den italienischen Einwanderern und Grenzgängern ganz ähnliche Probleme bekunden.

          • Mascha sagt:

            Stimmt 🙂 – aber wie Sie selber sagen, es ist immer einfacher, mit populistischen Floskeln um sich zu werfen als Probleme in ihrer Komplexität anzugehen…

    • Stefano Csaszar sagt:

      Der Wohlstand der Schweiz und das wirtschaftliche Wachstum gründet auf die Mitwirkung der ‚Ausländer‘. Sei nur einer erwähnt: Nestlé ein Frankfurter.

  • Martin sagt:

    Kein schlechter Versuch, das „Problem“ der vielen Deutschen in Zürich ausnahmsweise mal etwas unverkrampfter und mit einem Augenzwinkern anzugehen. Nur: “ Wenn man sie ein wenig differenzieren will, lösen sie sich in Luft auf. Zuerst müssten wir uns nämlich mit den Menschen auseinandersetzen“, sagt der Text. Da ist doch gerade das Problem. Man will gar nicht differenzieren – viel zu unbequem. Und man will sich nicht mit den Menschen auseinandersetzen, hält es meist nicht für nötig. Diese Erfahrung mache ich als Deutscher in der Schweiz immer wieder, und ich bin nur Tourist. Ich verstehe und spreche seit Jahrzehnten Schwyzerdütsch. Aber warum soll ich mich verstellen und auf diese Weise anzubiedern versuchen, wenn der Zweck nur sein kann, daß man mir möglichst meine Staatsangehörigkeit nicht anmerkt? Ich kann auf diese Tatsache hinweisen, wo und so oft ich will: Das schweizer Gegenüber wechselt trotzdem auf Schriftsprache und bleibt trotzdem distanziert. Es ist nur schwer möglich, mit diesem ins Gespräch zu kommen; wenn überhaupt, nur auf eigene Initiative, auf Dauer ermüdend und ernüchternd. Die deutsche und die schweizer Mentalität waren, sind und werden immer unterschiedlich bleiben, das ist halt so und hat nichts mit Wertung, besser, schlechter oder sonstwas zu tun. Wie überall und immer sollte man doch auf jeweils den Menschen, den man gerade vor sich hat, eingehen. Das kann dann positive, negative oder einfach überraschte Reaktionen bewirken – alles besser als die stumpfsinnigen Verallgemeinerungen. Allenfalls einen Wunsch hätte ich als Deutscher an so manchen Schweizer: Etwas stärker mal die Faust in Sack einschränken und stattdessen den Mund aufmachen und reagieren, durchaus auch direkt mal kritisieren, evtl. auch mal loben, ganz egal, aber bitte SPRECHEN und nicht betreten wegsehen und dann im stillen Kämmerlein ablästern. Es ist zwar sicher schon wieder eine Verallgemeinerung, aber ein Körnchen Wahrheit scheint mir doch darin zu liegen: Wir Deutschen sind vielleicht direkter, aber wir sind auch nicht gar so nachtragend nach Kritik, wir streiten laut, können uns aber dann auch schnell wieder vertragen. Das merkt ein Schweizer aber vielleicht nur, wenn er dabei auch mal mitmacht.

    • Mascha sagt:

      Vielen Dank Martin – längstens überfällige Worte!! Ich finde es übrigens überhaupt nicht nötig, dass Sie als DE Staatsangehöriger sich verstellen – Sie haben genau so ein Recht wie jeder andere, sich so zu unterhalten, wie es Ihnen am nächsten ist…ausser mit dem kleinen „Nachteil“, dass Sie als Deutscher sich vielleicht auf Schweizerdeutsche Antworten einstellen müssen :-))) – womit ich als Schweizrin aber noch nie schlechte Erfahrungen gemacht habe, Ihre Landsleute sind diesbezüglich wirklich sehr offen! Mehr Offenheit, Kommunikation und Verständnis, dann hat die berühmte Faust im Sack eh bald ausgedient. Im übrigen hoffe ich sehr, dass Sie weiterhin gerne als Tourist hierher kommen!!

  • Heinz Bachmann (Baden) sagt:

    Sehr geehrter Autor

    Sie sind aus dem Aargau und zählen u.A. die Schwaben auf.
    Direkt an der Grenze zum Aargau ist auf der Nordseite des Rheines Baden (von Konstanz über Freiburg bis Mannheim).
    Vor 60 Jahren wurde Baden und Württemberg (Schwoben) vereinigt.
    Also sprechen sie bitte nicht immer ihre lieben Schwaben an, sondern nennen sie wenigstens in einem Atemzug uns Badener auch noch.
    Wenn ein Schweizer flucht „Schiis Schwobe“ dann spricht er uns Badenern (übrigens vom selben Volksstamm wie die Schweizer – der Alamannen !) aus dem Herzen, bzw. beleidigt er uns in dem Sinn doppelt, denn auch wir haben eine Problem mit dem Schwob an sich (ganz kräftiges Augenzwinkern).
    Unsere Hauptstadt ist Karlsruh und mit dem Badnerlied haben wir sogar eine eigene Hymne und so geizig sind wir auch nicht !

    Der gemeine Badner kann dem Hohe Lied des unbeliebten arroganten Deutschen folgen, da auch er dieses seltsam staksig klingende, stets Oberlehrerhafte-arrogante Hochdeutsch auch nicht leiden kann.

    Da sind sich der Schwob und der Badener (NICHT BADENSER) einig. und ä flissigs Volk sinn mir alleweg.

    „Denn mir könnet alles, nur nicht hochdeutsch“

    Also bitte, wenn schon, denn schon uns Badener in der Aufzählung auch berücksichtigen.

    Mit alamannisch-badischen Grüssen

    Heinz aus Baden

  • markus hagedorn sagt:

    Also um alles mal zu relativieren: In jeder Nation, bei jedem Geschlecht, bei jeder Art von Mensch gibt es 10% Idioten. Auch bei den Deutschen…..aber auch bei den Schweizern.Nur was wir doch bedenken muessen, ist, dass wir den Wohlstand durch Wirtschaftswachstum steigern wollen, jedoch nicht genuegend Kapazitaet haben, um all diese Jobs abzudecken und weil wir verwoehnt sind. Denn welche Schweizerin/Schweizer geht noch freiwillig einem Beruf nach, der finanziell und zeittechnisch (Schichtbetrieb) uninteressant ist? Man wundere sich da ueberhaupt nicht, wenn wir „nur“ noch Deutsche im Spital sehen!
    Und die fast wichtigste Sache dabei ist: Bis jetzt sind alles Leute in die Schweiz eingewandert, die in Berufen arbeiteten, in welchen der Schweizer schon lange ein Fremder ist. Und jetzt kommt der Deutsche/die Deutsche und ist ploetzlich auf dem Leiterchen oberhalb des Schweizers! Bloed….damit kann der Schweizer nicht umgehen!

    Und doch noch eine Sache an unsere Deutschen Mitbuerger: Wechselt doch so schnell wie moeglich Euer Deutsches Kontrollschild Eures Autos. Erstens faellt man weniger auf und zweitens muss man auch sagen, benutzt ihr die Strassen so wie wir und die wollen auch mal saniert werden:-)

    Auf ein gutes Zusammenleben in Zuerich!

  • charles montier sagt:

    intelligentester beitrag zum thema zürcherIn seit langem. 🙂 übrigens gibt’s in der stadt mehr aargauer als deutsche.

    • Thomas Wyss sagt:

      Wirklich? Ist das Ihr Bauchgefühl? An meinem Arbeitsort kenne ich definitiv mehr deutsche Arbeitskollegen als solche aus dem Aargau. Oder haben Sie offizielle Zahlen dazu?Möglicherweise ist für Sie Aargauer ein Synonym für alle Schweizer, die von ausserhalb der Stadtgrenze herkommen?

  • Robert sagt:

    Was der Deutsche mit dem Schweizer teilt ist die Neigung, sich stets etwas zu suchen, worüber man meckern kann. Es gibt keine „Diskussion“ um Deutsche in Zürich – es ist einfach so, dass sich ein gewisser Teil der Bevölkerung damit vergnügt, über die Deutschen in irgendeiner Form zu lästern. Das ist Folklore und trägt gewiss zur psychischen Hygiene bei wie zur körperlichen der regelmässige Gang aufs stille Örtchen.

    Hier in Zürich ist seit Jahren jeder Zehnte ein Deutscher oder eine Deutsche. Sie sind überall und tun alles und es ist Alltag und normal. Seit sich hierzulande Reformierte und Katholiken nicht mehr gegenseitig abschlachten dürfte man eigentlich kapiert haben, dass nicht alle gleich sind und niemals sein werden. Aber es ist doch recht lustig, sich gegenseitig ein bisschen aufzuziehen.

    Im Übrigen pflege ich meine ganz persönlichen Vorurteile mit Hingabe: Deutsche Frauen sind sexyer und vor allem lustiger als Schweizerinnen, Deutsche erfinden die absurdesten Abkürzungen, was immer für eine Pointe gut ist, Deutsche habe ein gestörtes Verhältnis zum Autofahren, Deutsche sind geizig.

    Ich hätte gern noch ein bisschen mehr Deutsche hier bei uns.

  • Die obige Beschreibung ist goldrichtig. Das Thema als Dauerbrenner komisch. Es vererbt sich von einer Generation zur anderen. Vorurteile, Verallgemeinerungen und Komplexe gegenüber den Deutschen sind augenfällig. Wo sind die Intellektuellen, die diesen Spuk eindämmen könnten? Nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht übermorgen. Spätestens aber in den nächsten 5 Generationen?

  • Peter Steiner sagt:

    Also am besten ist’s, man ist Bündner. Die mögen alle. (Vor allem diejenigen, die kein Wort Romanisch sprechen.)

  • h. el adi sagt:

    Das Rivalen- und …denken in Zürich (Basel-Zürich, Tagi-NZZ, K4 Bewohner-Zünfter, GC-FCZ) gibt einem wirklich auf den Sack. Jetzt kommen die Deutschen und der Zürcher gerät durcheinander.

  • Aurelia Boermans sagt:

    also: als Aargauerin im Kanton Zürich geboren und aufgewachsen, möchte ich mich auch noch zu diesem Thema äussern. Das ganze „Deutsche-Problem“ ist meiner Meinung nach in den letzten paar Jahren sehr hochgepuscht worden. Zu vielen der hier abgegebenen Kommentare kann ich nur eines sagen: beschämend! Auch ich habe während dreier Jahre in Düsseldorf gewohnt und gearbeitet. Nie habe ich dort solche Anwürfe erlebt. Auch habe ich unter meinen Freunden recht viele Deutsche und habe sie immer als sehr gastfreundlich erlebt. Was soll das Ganze eigentlich? Ganz abgesehen davon, wer suchet der findet: In sehr vielen Schweizer Familien findet sich in der „Ahnengallerie“ der eine oder andere Ausländer, in vielen Fällen waren die Eltern oder ein Elternteil, Grosseltern etc. Ausländer und unter diesen Ausländern gab es auch recht viele Deutsche.
    Auch die vielen „Stadt-Zürcher“, die sich über die Agglos, über die Autofahrer in der Stadt Zürich, die „da allesamt nicht hingehören“, und was der „weltbewegenden Themen“ mehr sind, künstlich aufregen, sollten mal in sich gehen und der Ehrlichkeit über ihre eigene Herkunft etwas mehr Platz lassen.

  • Bert Hermann sagt:

    Ja, ja die Deutschen! SVP-Aussagen wie 1933 in D von den Nazis = zuviele Juden – heute in CH = zuviele Deutsche!
    Nur bereits um 1910 haben schon einmal ca. 220.000 Deutsche in CH gelebt.
    Deutsche in CH, dass sind auch Menschen mit jüdischer, italienischer, spanischer, US-amerikanischer und Asiatischer
    Abstammung. Seit Beginn der BRD ist das dichtbesiedelste Land in Europa ein Einwanderungsland. Besatzungstruppen,
    Gastarbeiter aus Italien, Türkei, Spanien, Jugoslawien, Griechenland und deutschstämmige u. Flüchtlinge aus Osteuropa
    sie alle kamen nach Deutschland. Heute gehen viele in andere Länder – auch CH!
    CH sollte aus den Bilateralen und der PFZ aussteigen und sich einigeln!

    • DANIEL HEITMANN sagt:

      Sie bringen da einiges nicht auf die Reihe

      Schweizer Bürger jüdischen Glaubens leben seit vielen Generationen in der Schweiz weil Sie im gegensatz zu Deutschland
      nicht wegen ihres Glaubens Ermordet wurden

      Sie sind also keine Einwanderer oder Gastarbeiter

      • Franz Rosenkohl sagt:

        Sie irren.

        In der Schweiz gab es bis ins 19. Jahrhundert fast gar keine Juden, da sie erst mit der revidierten Bundesverfassung von 1866 bürgerliche Rechte erlangten. Vorher wurden die Juden in der Schweiz sukzessive diskriminiert, im Mittelalter sogar für die Pest verantwortlich gemacht und auf dem Scheiterhaufen verbrannt (Judenverfolgung 1348/1349)

        In den Jahren um den 2. Weltkrieg lebten rund 20’000 Juden in der Schweiz, trotzdem hiess es, das Boot sei voll. Seither stagniert der jüdische Bevölkerungsanteil bei rund 0.2%.

        Lesen Sie doch mal das SIG Factsheet, einige Zahlen könnten Sie überraschen:
        http://www.swissjews.ch/pdf/de/factsheet/SIG_Factsheet_Schweizer_Juden_de.pdf

  • chris sagt:

    also ich habe als Schweizer vor mehr als 25 Jahren die Schweiz verlassen und lebe in Deutschland
    und fühle mich prächtig. Kommt alle hierher!

  • Werren Lio sagt:

    Nochmals zum Mitschreiben: Es geht nicht um den „Deutschen an sich“ sondern um die enorme Zuwanderung, nicht nur von Deutschen. Da die Deutschen die grösste Einwanderungsgruppe sind, richtet sich entsprechend der Fokus auf sie. Es könnte gerade so gut eine andere Nation sein.

    • marvin heider sagt:

      Wenn es Ihnen nur um die Anzahl geht, berücksichtigen Sie bitte, dass in DE deutlich mehr Schweizer leben, als umgekehrt. Rein Zahlenmässig würde also ein Austausch das Problem sogar noch verschärfen. Mir als Schweizer ist mittlerweile unwohl, mich in DE als solcher zu outen, diese kleingeistige Heulerei der Unterprivilegierten (… der Deutsche nimmt mir meinen Arbeitsplatz, meinen Parkplatz, meine Frau, …) ist doch nur peinlich. Wir beschweren uns, dass man uns im Ausland (speziell DE / US) nicht ernst nimmt, tun aber mit unserem Verhalten alles dafür, dass dies auch so bleibt!

      • Peter Schmid sagt:

        ?? ca. 79’00 Schweizer in DE (Zahlen von 2011, davon über die Hälfte Doppelbürger) gegen ca. 265’000 Deutsche (Zahlen von 2010) in der Schweiz? Rein zahlenmässig würde sich das überhaupt nicht verschärfen. Liebe Grüsse von einem Schweizer der weder seine Frau, noch seinen Parkplatz oder Arbeitsplatz verloren hat, dem es aber trotzdem das Herz bricht wenn er daran denkt in was für einer verbauten/verschandelten Schweiz seine Kinder dereinst 12 Stunden am Tag arbeiten müssen um die AHV der jetzigen Neuzuzüger auch noch mit zu bezahlen. Aber schön zu wissen dass man nur dann „ernst“ genommen wird wenn man Alles einfach so schluckt und sich nicht wehrt.

        • Simon Haas sagt:

          Herr Schmid,

          Sie müssen die Zahlen natürlich prozentual zur Gesamtbevölkerung des Landes berechnen und dann werden Sie sehen , dass 1% der schweizer in Deutschland leben, während nur 0,3 % der Deutschen in der Schweiz leben. Wenn Ihnen die Zuwanderungsrate trotzdem nochg zu hoch ist, dann muss die Schweiz halt Ihre Wirtschaftspolitik ändern. Eine Annäherung an EU-Recht würde entgegen der gängigen Meinung wohl eher für weniger Einwanderung sorgen. Wirtschaftsboom und Zuwandernung sind eben zwei Seiten der selben Medaille. Das hat aber die SVP auch noch lan^ge nicht begriffen oder sie verarscht das Volk mutwillig. Die wahre Alternative zur jetzigen Politik ist der EU-Beitritt!

          • Peter Schmid sagt:

            Herr Haas, wenn Sie dann aber die Zahlen wieder prozentual zur Gesamtbevölkerung in dasjenige Land in das eingewandert wird berechnen, dann sieht das mit den Zahlen schon wieder ganz anders aus und nur deshalb haben wir ja auch heute diese Diskussion hier.
            Ich Teile übrigens Herr A. Baer’s (14:48) Meinung bezüglich des Nicht-Wachstums vollkommen. Wenn Wachstum nur noch auf Kosten der Lebensqualität geht, dann ist es definitiv Zeit sich neu Auszurichten. Wie Herr Baer wäre ich auch gerne bereit auf Einiges zu verzichten.
            Und da bei einem EU-Beitritt unsere direkt-demokratischen Rechte eingeschränkt würden, sehe ich dies nicht als eine machbare Lösung an. Diese Meinung vertrete ich auch als nicht SVP-Wähler.
            Sie haben wohl aber insofern Recht; der derzeitige Zustrohm an Ausländern wird erst stoppen wenn; A) es der Schweiz gleich schlecht, oder noch schlechter geht als dem Umland, oder B) wenn wir über die Kündigung der PFZ abstimmen können.

    • Mathias B. sagt:

      nein, könnte es wohl nicht. Die Schweizer sind notorische Deutschenhasser, dadurch für mich meist eher unangenehme Menschen. Diese ewige Reflex-Distanz nervt mich schon lange (das angesprochene Hochdeutsch bei Kontakt). Anstatt sich mal zu fragen, warum sie ausgerechnet gutausgebildete, offene und arbeitswillige, noch dazu meist gute Steuerzahler verteufeln, erschliesst sich mir nur schwer. Noch dazu gibt es keine religiösen Gefahren und daraus resultierende wirklich ernsthafte Bedrohungen. Mehr Lohn bekommen die Deutschen ja auch nicht..eher weniger. Also warum? Ich habe aufgehört, danach zu fragen. Die sind so, eben anders und fühlen sich offenbar wohl dabei. An alle Deutschen: versucht sie nicht zu ändern und – kriecht Ihnen nicht in den Hintern. Bringt nichts.
      An die Betroffenen, die nun fragen, warum ich hier lebe und nicht zurückgehe: Klar, typische dumme Frage. Ich bin hierher eingewandert, mit bestem Willen und der Schweizer Staatsbürgerschaft. Wirkliche Freunde habe ich nie gefunden, was natürlich nicht nur an den Eingeborenen liegen mag. Leider habe ich heute keine andere Wahl mehr. Ich muss bleiben..

      • Urs Holzapfel sagt:

        @Mathias B.:Sie schreiben,dass Sie „keine andere Wahl mehr“ hätten.Meine Frage an Sie deshalb: Gibt es für Sie als ehemals deutschen Staatsbürger kein Zurück mehr in die deutsche Staatsbürgerschaft? Und falls nicht,wäre es dann nicht möglich,mit Ihrem Schweizer Pass wieder nach Deutschland zu ziehen? Angesichts der PFZ ginge das doch.Oder sind Sie familiär oder beruflich in der CH gebunden? Oder ist es das Alter? Es muss doch schlimm sein,das Gefühl zu haben,die Menschen um einen herum grenzen einen aus.Ich muss Ihnen beipflichten: Auch ich hatte vor vielen Jahren einmal die höchste Meinung von den Schweizern und der schweizerischen Gesellschaft.Viele Jahre und viele Erfahrungen später ist meine Sympathie auf Normalmass geschrumpft.Im Gegensatz zu vielen Schweizer Deutschenhassern empfinde ich aber keinen Hass auf die Schweiz;es ist eine allerdings äusserst nüchterne,fast chirurgisch nüchterne Betrachtung des Alpenlandes daraus geworden.In einem gebe ich Ihnen recht:Man darf niemandem in den Hintern kriechen.Beispiel:Wenn man manchen den „Gefallen“ tut,Schweizerdeutsch zu sprechen,wird man sich anschliessend mit neuen Forderungen konfrontiert sehen,um seine „Integrationswilligkeit“ zu beweisen.Ich stehe nach wie vor auf dem Standpunkt,dass man in einem deutschsprachigen Land (als das versteht sich die Deutschschweiz ja) auch Deutsch sprechen darf.In Wien muss ich auch nicht wienern,um als integrationswillig zu gelten.Das gibt es nur in Zürich.

        • Mathias B. sagt:

          @Urs Holzapfel und auch @H. Schiesser.
          Ich danke Ihnen für Ihre Beiträge. Zur Klarstellung, ich hege keinen Hass gegen die Schweizer an sich. Ein Teil meiner Wurzeln sind ja sogar schweizerisch. Ich kenne durchaus sehr nette Menschen hier und kann sogar vieles verstehen, was gegen schmarotzende Zuwanderer aus kulturfremden Weltteilen gesagt und unternommen wird. Da bin ich durchaus konservativ eingestellt. Ich verstehe eben nur sehr schwer, warum man ausgerechnet Deutsche so angreift, die in keiner Weise so betitelt werden können. Ich empfinde es eben nicht nur als Zeitströmung, sondern als immanent schweizerische Eigenart, wie auch eine gewisse „Hinter-dem-Rücken-Mentalität“. Mein etwas bitteres Resümé ist tatsächlich eine eher ernüchterte Sicht auf die Realität, die natürlich zum einen Teil Resignation bedeutet, zum anderen auch einen normalen Abwehrreflex gegen Ungerechtigkeiten. Zuhause, im Sinne von Angekommensein und Angenommensein – dieses Gefühl kommt mir zunehmend abhanden, leider. Im Herzen bin ich Deutscher (Sachse) geblieben. Um ein echter Schweizer zu werden, ist mir die Mentalität zu fremd hier, alles eigentlich. Somit teile ich das Schicksal vieler Emigranten..
          Und ja, es ist irgendwie unerträglich, aber familiäre Verpflichtungen, leider auch die beruflichen Aussichten wegen des Alters sowie eine politische Entwicklung Deutschlands, die ich bekämpfen müsste, machen eine Rückkehr nicht sinnvoll bzw. gar unmöglich.

      • H. Schiesser sagt:

        Mein vollstes Verständnis für Ihre Situation @Mathias. Auch ich bin hier aufgewachsen und spreche u.a. ein astreines „Züridütsch“ (in der Schule nimmt man einen fremden Dialekt (!) eben sehr schnell an aber den D.-Hass („Sauschwaben“, Nazis, etc.) habe ich schon in der Schule (vor ca. 50 J.) zu spüren bekommen, wie das auch später die Italiener (von den Schweizern abschätzig „Tschinggen“ genannt) erfahren haben. Darum: eingebürgert wollte ich nie werden – auch nicht in der Lehre, als man schon die Niederlassung C hatte u. von Arbeitgeber u. Gemeinde dazu angehalten wurde. Warum auch soll man den Pass wechseln wenn man in einem anderen Land lebt, bzw. arbeitet, Arbeitgeber ist, Steuern und Sozialleistungen zahlt, konsumiert, etc, etc….? Jetzt habe auch ich den Kanal endgültig voll, wandere in meine Heimat aus und verpflanze Firma und Wohnsitz nach DE (alles paletti). Verbiegen lasse ich mich nicht. Da ich nicht durch Familie gebunden bin (glücklich geschieden) bin ich demzufolge auch unabhängiger – aber Schweizer werden ? – niemals !

  • Hans sagt:

    Netter Versuch der Diskussion die Dramatik zu nehmen, aber mehr nicht. In Deutschland fühle ich mich als Schleswig-Holsteiner, im Ausland als Deutscher. Insofern nehme ich den Deutschenhass vieler Schweizer immer persönlich, egal ob sie nur die Schwaben meinen. Lehrreich war für mich die Erfahrung, dass ich mich tatsächlich besser mit Bayern als mit Schweizern verstehe- wohlgemerkt heißt das nicht, dass ich die Schweizer nicht mag. Aber es ist doch deutlich geworden, dass man oft nach einer Diskussion auseinander geht und nicht weiß, ob man jetzt wirklich verstanden hat, was der Schweizer von einem hält. Und ja, ich habe die Konsequenz gezogen, Tschüß Schweiz!

    • Rudolf Mühlemann sagt:

      Hans: Ich kann Ihre Reaktion nachvollziehen. Masslos habe ich mich vor ca. zwei Jahren geärgert, als das innovationsfreie Schweizer Staatsfernsehen und die Kopie der Bildzeitung, der Bllick, eine Attacke gegen die Deutschen in der Schweiz geritten hat. Das war die legendäre Schweizer Kavallerie. Jedenfalls machte das Fernsehen in der Zürcher Innenstadt eine nicht repräsentative Strassenumfrage zum Thema „Wie sehen Sie die Deutschen?“ Offensichtlich erfolgte die Selektion der Aussagen nach dem Idioten-Prinzip: Die dümmsten Aussagen wurden gesendet! Ich will das hier nicht wiederholen. Tatsache ist, dass durch dieses Verhalten, frei von jedem intellektuellen Kern, viel Geschirr zerschlagen worden ist. Ich persönlich bin auf meinen Geschäftsreisen in Deutschland mehrfach auf das Phänomen „Deutschenhass in der Schweiz“ angesprochen worden. Ich konnte die Dinge dann jeweils zurechtrücken. Doch ist der psychologische Flurschaden nun angerichtet. Dass es im Zusammenhang mit der Mentalität zwischen Deutschen und Schweizern gewisse Unterschiede gibt, die aber durchaus auch fruchtbar sind, wird kein seiner Sinne mächtiger Mensch bestreiten. Doch diese gibt es auch zwischen Berlinern und Münchnern, zwischen Baslern und Zürchern, usw. Genau diejenigen Schweizer, die im Fernsehen die Sendungen von Florian Silbereisen gucken oder den Musikantenstadl, deren Genre unter anderem eine bestimmte deutsche und auch österreichische Volksmusik in seinem „Unterbau“ aufweist, sind wahrscheinlich die grössten „Deutschen-Basher“.

      • L. Schaller sagt:

        Richtig, und darum liess sich z.B. der peinliche Schweizer Oberschwätzer „Beni National“ (Beni Turnher) an einer Fussball-WM zu dem Schwachsinnkommentar hinreissen – Zitat: „Egal wer gewinnt, aber bloss nicht die Deutschen“. Das zeigt symptomatisch die krankhafte Einstellung eines „neutralen“ schweizerischen Sportkommentators. D. heimlich bewundern, doch die verzweifelte Eiergenossenschaft braucht eben für ihr schwer angekratztes Ego ein Feinbild um einem eigenen, aber nicht vorhandenen Selbstwertgefühl etwas auf die Sprünge zu helfen.

  • James Lehmann sagt:

    Assimilation ist mal nicht das Gleiche wie Integration. Es gibt vier verschiedene Grundmuster, welche von völliger Assmilierung bis hin zur Bildung von Subkultur geht. Ausserdem ist das Schlimme an kognitiven Schemas wie „die Deutschen“ nicht, dass man sie hat und es Vorurteile nennt, sondern, dass sie starr bleiben. Sobald dies geschieht ist es ein Vorurteil. Einzelne als Ausnamen zu benennen ist da nur ein richtiges Beispiel für diese Starre. Das ist dann nämlich ein Ausweg. Eine Überkategorisieren von allen zu einer einzigen Gruppe wäre eine Möglichkeit (Wir sind alle Menschen, Europäer, Schweizer). Auf lange Sicht wird sich die Problematik von alleine auflösen. Der Autor gibt sich ja so, als würde es Vorurteile an sich sehr gut finden. Ich bezweifele, dass er weiss, was Vorurteile eigentlich sind und welche Iitergruppendynamischen Prozesse sie begleiten.

    • Reda El Arbi sagt:

      Hm, ich halte Sie für absolut humorfrei, so rein als Vorurteil. Und, lesen Sie nochmals meinen Namen und überlegen Sie sich, ob ich vielleicht nicht etwas mehr über Vorurteile, gerade in der Schweiz weiss, als Sie. 🙂

  • Linus Stocker sagt:

    Anstatt zu Hunderttausenden in unser kleines dicht bevölkertes Land zu drängen, sollten diese Deutschen die neuen Bundesländer in „blühende Wiesen“ verwandeln, wie von Kanzler Kohl bereits vor 21 Jahren angekündigt !

    • Mia sagt:

      Die scheint eine Materie zu sein, in die Sie sich noch einarbeiten sollten, bevor Sie sich weiter zu solch plumpen und polemisierenden Äusserungen hinreissen lassen.

      • Rudolf Mühlemann sagt:

        Ist auch meine Meinung, Mia. Für gewisse Zeitgenossen ist das Denken eine unerreichbare Tätigkeit.

      • Albert Baer sagt:

        Oder Sie?

        Im Zusammenhang mit der Eurokrise wird von verschiedener Seite die Forderung an Deutschland gestellt, mehr für die Binnennachfrage zu tun, die Löhne anzuheben und nicht noch mehr zu „exportweltmeistern“. Tatsache ist, dass ganze Regionen in Deutschland veröden und sich entvölkern.

        • Mia sagt:

          Es ist schwierig, in Kommentarform die ganze Reichweite der Eurokrise, der Wiedervereinigung und der Anhebung von Löhnen abzuarbeiten und dabei alle Argumente und Einflüsse mit einzubeziehen.
          Bezogen auf den ersten, von Herrn Stocker verfassten Kommentar bedeutet dies, dass er -ausser einem polemischen und gehässigen Unterton- nichts nennenswertes zu diesem Thema beizusteuern hat.

          Auf Ihren Hinweis kann ich nur antworten, dass es notwendig ist, über dieses Thema nachzudenken und entsprechende Taten folgen zu lassen. So einfach, wie Sie es darstellen, erscheint mir die Problemlösung allerdings nicht. Exportieren steigert nämlich auch Gewinn und Gewinne können auf Löhne verteilt werden. Ob und wie das alles Einwirkungen auf die regionalen Wettbewerbsfähigkeiten und Löhne hat, bleibe hier dahingestellt.
          Die Komplexität dieses Themas ist hier jedoch einfach nicht zu erfassen und entspricht auch nicht der Qualität der Artikels, der Auslöser zu dieser Diskussion ist.

          Dass Regionen „veröden“ (der Begriff ist evtl nicht ganz treffend gewählt) durch demografische Veränderungen oder aufgrund des Strukturwandels, durch Landflucht oder anderen Einflüsse, ist auch meiner Meinung nach nicht der Hauptgrund, warum die Deutschschweiz voll von Deutschen ist. Auch macht sich umgekehrt die Anzahl der in der Schweiz lebenden Deutschen aufgrund der Grösse Deutschlands noch nicht als fehlende Einwohnermenge bemerkbar.
          Die Arbeitsangebote, die in der Schweiz für Deutsche vorhanden sind, sind unermesslich. Eine Menge mir bekannter Deutscher, die in Deutschland in bestimmten Branchen beschäftigt sind, hatten schon -ungefragt, wohlgemerkt- Arbeitsangebote aus der Schweiz vorliegen. Der Lohn ist verlockend, auf diese Aussichten folgt aber oft das Entsetzen über die Höhe der Lebenshaltungskosten, die geringen Unterstützungen für Familien usw.
          Die Schweiz sollte sich glücklich schätzen, dass sie durch die Einwanderung aus dem Norden viele mit deutschem Geld gut ausgebildete Arbeitnehmer einstellen kann. Die meisten wollen jedoch hier nicht begraben werden und nehmen diese Angebote eher als Chance, eine interessante Station ihrer Berufslaufbahn wahrzunehmen.

          Die Landflucht ist im Übrigen auch ein wichtiges Thema der Schweiz. Da die Ballungsgebiete in der Schweiz dank Einwanderung noch nicht schrumpfen, hat dies bisher nur zu Diskussionen über Zweitwohnungen und kalte Betten geführt.

    • Thomas Buri sagt:

      Dann sollten schweizer Altersheime und Spitäler sowie Firmen endlich damit aufhören, gezielt im Osten Deutschland, Altenpflegerinnen, Krankenschwestern sowie gut ausgebildete junge Menschen abzuwerben.
      Schlagen Sie doch mal eine Zeitung z.Bsp in Chemitz auf , warum muss ich dort Stellenanzeigen aus der Schweiz lesen ?

      In Deutschland abwerben und hier mit Dreck bewerfen.

      Ganz schön borniert.

  • John Smith sagt:

    das Hauptproblem mit den „Deutschen“ ist die Art die für uns arrogant wirkt und die Sprache bzw. der fehlende Willen sich anzupassen / sich sprachlich anzupassen … Deutsche die CH-Dialekt sprechen sind immer zu 100% integriert..

    • Helga sagt:

      Ja, Herr Smith, welchen CH-Dialekt sollen wir denn lernen? Den in Zürich. Aber was passiert, wenn wir in die Innerschweiz umziehen? Ich, eine in Oberschwaben lebende Schwäbin die Schriftdeutsch spricht, muss mich manchmal bemühen, meine Landsleute, die Schwäbisch sprechen, zu verstehen. Aber kein Problem, man kann ja höflich nachfragen. Und noch nie hat mich hier jemand für arrogant gehalten, weil ich Schriftdeutsch spreche. Und ich fände jede Kritik an mir wegen meiner Sprachweise einfach kleinlich. Und übrigens, ich spreche auch fließend Französisch und Englisch, weil mich Leute in der Romandie und GB überhaupt nicht verstanden hätten, als ich dort wohnte. Und noch etwas, nehmen Sie es einem Briten auch übel, wenn er vorzieht das in der Schule gelernte Schriftdeutsch in Zürich anstelle des Dialekts zu sprechen? Hoffentlich nicht!

      • Adrian Berg sagt:

        Ihre Argumentation kann unmöglich stimmen. Ein Brite, der Hochdeutsch spricht? Ich habe in meinem Leben viele Briten getroffen, aber keiner beherrschte Hochdeutsch.

        • Helga sagt:

          Ich habe bewusst Schriftdeutsch geschrieben! Und nur weil Sie keine Engländer mit Deutschkenntnissen kennen, heißt das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt und ich kenne Einige davon.

    • Matthias sagt:

      Integration braucht immer zwei Seiten.. Ihnen ist schon bewusst, dass die Amtssprache die Schriftsprache ist? Und welchen Dialekt soll ein Deutscher denn bitteschön lernen? Den am Wohnort? Den am Arbeitsort? Was geschieht bei einem Umzug? Oder würden Sie etwa bei einem Umzug nach Bern auch den Berner Dialekt übernehmen? Solches Denken ist kleinkariert und zeugt nicht wirklich von einem grossen Willen Ihrerseits bei der Integration zu helfen. Es reicht völlig aus, wenn ein Deutscher nach einer gewissen Zeit fähig ist, Dialekt zu verstehen (Wobei auch hier: Ich habe selbst gelegentlich Mühe mit Walliser oder Freiburger Dialekten). Also: hört endlich auf mit diesem kleinkarierten Denkmustern und dieser ewiggestrigen Reduitmentalität. Aus Deutschland kommen dringend benötigte Arbeitskräfte, es kommen Individuen mit jeweils eigener Geschichte und Eigenschaften, es kommen Menschen.

      • Thomas Wyss sagt:

        Ich empfehle Ihnen den Begriff der Diglossie nachzuschlagen. So vermeiden Sie es, andere zu Unrecht zu kritisieren. Im Übrigen wäre es mir auch angenehm, wenn Sie etwas zurückhaltender die üblichen Klischees bedienen würden. Es kommt nicht sehr gut an, anderen Kleinkariertheit vorzuwerfen, selbst aber eine volle Breitseite davon abzufeuern.

      • Peter Schmid sagt:

        Ich finde es immer wieder faszinierend wie komplett das Verständnis für unsere Sprache fehlt. Wie kann man nur in ein anderes Land auswandern, ohne sich auch nur rudimentär über dessen Sprachen, Kulturverständnis, Politik und lokale Umgangsformen zu informieren? Ich glaube mittlerweile dass genau diese Ignoranz vielen Einwanderen zum Verhängnis wird. Kein Wunder ecken die dann an vielen Orten/Situationen an!

        • frieda sagt:

          @Peter Schmid: „Unsere“ Sprache ist Deutsch – zumindest in der Deutschschweiz. Ob wir nun „Deutsch“ als Schriftdeutsch, Hochdeutsch oder Schweizer Hochdeutsch deuten, ist Nebensache. Klar ist nämlich „Unsere Sprache“ ist nicht die Vielzahl regionaler „Unterarten“ des Deutsch. Normalerweise bezeichnet man so etwas als Dialekt – egal ob es sich dabei um die Mundarten von Basel über Zürich, St.Gallen, Glarus, Luzern, Thurgau, Aargau, Bern oder im Wallis handelt. Alle diese regionalen Sprachen sind höchst- bis hochalemannische Dialekte – ob’s uns nun passt oder nicht. Sie sind aber allesamt nicht Amtssprache. Das ist auch gut so – sonst müssten Zürcher womöglich Walliserditsch lernen – wer weiss schliesslich, welche Mundart dann die Amtssprache wäre….

          Deutsche, die in die Schweiz kommen, wissen oft/meistens, dass in der Schweiz Schweizerdeutsch gesprochen wird. Sie unterschätzen aber oft a) die Vielfalt der sprachlichen Varianten und b) die Dickschädeligkeit der Einheimischen, die ihre eigene Mundart für die einzig massgebliche halten und dann den Zugezogenen vorwerfen, sich nicht genügend mit der Sprache der Eingeborenen beschäftigt zu haben. Dabei gehen die Zuzüger nur davon aus, dass sich die Bewohner ihrer neuen Umgebung genauso verhalten werden, wie dies passieren würde, zögen sie innerhalb Deutschlands um: Es wird zu Kenntnis genommen, dass die „Neuen“ anders sprechen als die Einheimischen, man ist aber beiderseits gerne bereit, die Verständigung durch gegenseitiges Entgegenkommen zu fördern. Und mit der Zeit versteht man sich dann, ohne dass ein Zürcher Schriftdeutsch lernen müsste (obwohl’s ja nicht schadet) und der Zugezogene perfekt Züridütsch können muss.

          Eine Frage bleibt natürlich: Wie, bitte, sollte sich ein Zuwanderer aus z.B. Schwerin oder Mainz oder Aurich vor seinem Umzug nach Zürich über die „lokalen Umgangsformen“ informieren? Also beispielsweise lernen, dass man Ciao und nicht Tschüss sagt? Oder was der Unterschied zwischen Semmeli, Bürli, Weggli etc. ist – und warum die Zuordnung dieser Namen und Begriffe in Basel oder Frauenfeld schon wieder ganz anders ausfällt? Aber Herr Schmid weiss darauf sicher eine Antwort.

          • Andy M sagt:

            @frieda: Nicht einverstanden!

            Meine Frau ist Deutsche. Meine Mutter ist Schweizerin (und ehemalige Lehrerin mit sehr guten Sprachkenntnissen!).
            Meine Mutter versteht meine Frau oft nicht. Das Problem ist nicht die Sprache an sich, aber dass meine Frau in ihrem Deutsch sehr schnell (und manchmal etwas undeutlich) spricht – eine deutsche Allgemeinheit von Oder bis Rhein. Und dies obwohl es „den Deutschen“ doch so gar nicht gibt (siehe Blog und Kommentare)…

            Zudem schreiben Sie, dass die Dialekte („unsere Sprache“) sind. Damit haben Sie wohl recht. Aber dann müssten Sie sehr wohl auch Niederländisch einbeziehen, welches ebenso wie Deutsch zur gehört. Ich erwähne Niederländisch, weil kein Mensch es mit Deutsch gleichsetzen würde. Nun ist es aber so, dass Niederländisch dem Schweizer Dialekt in Grammatik (praktisch alle Formen davon) und teilweise auch in der Lautverschiebung bedeutend näher ist als Hochdeutsch, resp. die deutsche Schriftsprache.

            Sie fragen sich, wie sich Zugezogene mit den „lokalen Umgangsformen“ vertraut machen sollen. Ganz einfach: Seien Sie aufmerksam! Beobachten Sie! Fragen Sie! Es hat noch kaum jemanden gestört, wenn man sich für sie/ihn oder für ihre/seine Gepfogenheiten interessiert. Meist sind es die Besserwissereien (hier wie da), welche die Situation nur noch verschlimmern. Die Erfahrungen in meinem persönlichen Umfeld zeigen: Schweizerdeutsch verstehen lernen, das eigene Sprachtempo anpassen, oder sogar der Versuch Schweizerdeutsch zu reden (völlig egal welcher Dialekt!), haben so manche Kommunikation ins Gute gedreht. Auch wenn viele Schweizer von letzterem abraten, so ist es doch ein Zeichen von Anpassung, was im Allgemeinen Anerkennung bringt. Und auch somit auch ein besseres Verständnis zwischen Deutschen und Schweizern!

          • Andy M sagt:

            @frieda: Nicht einverstanden!

            Meine Frau ist Deutsche. Meine Mutter ist Schweizerin (und ehemalige Lehrerin mit sehr guten Sprachkenntnissen!).
            Meine Mutter versteht meine Frau oft nicht. Das Problem ist nicht die Sprache an sich, aber dass meine Frau in ihrem Deutsch sehr schnell (und manchmal etwas undeutlich) spricht – eine deutsche Allgemeinheit von Oder bis Rhein. Und dies obwohl es “den Deutschen” doch so gar nicht gibt (siehe Blog und Kommentare)…

            Zudem schreiben Sie, dass die Dialekte (“unsere Sprache”) „höchst- bis hochalemannische Dialekte“ sind. Damit haben Sie wohl recht. Aber dann müssten Sie sehr wohl auch Niederländisch einbeziehen, welches ebenso wie Deutsch zur „westgermanischen Gruppe des germanischen Zweiges der indogermanischen Sprachen“ gehört. Ich erwähne Niederländisch, weil kein Mensch es mit Deutsch gleichsetzen würde. Nun ist es aber so, dass Niederländisch dem Schweizer Dialekt in Grammatik (praktisch alle Formen davon) und teilweise auch in der Lautverschiebung bedeutend näher ist als Hochdeutsch, resp. die deutsche Schriftsprache.

            Sie fragen sich, wie sich Zugezogene mit den “lokalen Umgangsformen” vertraut machen sollen. Ganz einfach: Seien Sie aufmerksam! Beobachten Sie! Fragen Sie! Es hat noch kaum jemanden gestört, wenn man sich für sie/ihn oder für ihre/seine Gepfogenheiten interessiert. Meist sind es die Besserwissereien (hier wie da), welche die Situation nur noch verschlimmern. Die Erfahrungen in meinem persönlichen Umfeld zeigen: Schweizerdeutsch verstehen lernen, das eigene Sprachtempo anpassen, oder sogar der Versuch Schweizerdeutsch zu reden (völlig egal welcher Dialekt!), haben so manche Kommunikation ins Gute gedreht. Auch wenn viele Schweizer von letzterem abraten, so ist es doch ein Zeichen von Anpassung, was im Allgemeinen Anerkennung bringt. Und auch somit auch ein besseres Verständnis zwischen Deutschen und Schweizern!

    • Gianni Trimelli sagt:

      Die Deutschen sind der Sprache wohl angepasster als 99 Prozent der Schweizer. Es steht nämlich in der Bundesverfassung das DEUTSCH eine der Landessprachen ist und nicht Bärndütsch oder irgendeine andere unverständliche Mundart.Insofern müssen sich da wohl doch die Eidgenossen anpassen oder wenigstens beim Sprechen mal den Käse aus dem Mund nehmen.

      • Stefan Studer sagt:

        Ihr Spott und Ihre Häme kann sehr leicht auf Sie zurückfallen. In diesem Fall scheinen Sie offenbar nicht zu wissen, oder nicht wissen zu wollen, dass mit „Deutsch“ nicht explizit die Standardsprache gemeint ist und schon gar nicht die Standardvariante aus Deutschland. Sie glauben mir nicht? Bemühen Sie doch einmal die einschlägigen Artikel aus dem Internet, Wiki ist für den Anfang ein praktischer Ausgangspunkt.
        Nur noch eine Frage aus persönlichem Interesse. Ist Ihre Muttersprache Italienisch? Oder gar Hochdeutsch? Wie kommen Sie zu soviel Hass und Verachtung gegenüber den Schweizer Mundarten?

        • Peter Schmid sagt:

          Herr Andy M. Hat Ihnen ja schon geantwortet. Dazu müssen Sie noch wissen dass die Entscheidung Schweizer-Mundart nicht als eigene Sprache zu bezeichnen nur rein politisch getroffen wurde. Sprachhistorisch (was sich auch in neurologischen Vorgängen abzeichnet), hat sich unsere Mundart genau wie das Niederländisch inzwischen zur selbständigen Sprache entwickelt.

          Ich sehe vor allem in folgender Aussage ein Problem:

          „Dabei gehen die Zuzüger nur davon aus, dass sich die Bewohner ihrer neuen Umgebung genauso verhalten werden, wie dies passieren würde, zögen sie innerhalb Deutschlands um.“

          Genau. Nur dass Sie eben nicht innerhalb Deutschlands zügeln, sondern in ein anderes Land! Sind Sie Sich dessen wirklich nicht bewusst? Sie selbst verhalten sich aber einfach genau so als ob Sie noch in in Ihrem Land wären, und erwarten wie selbstverständlich dass sich Ihnen das Ausland anpasst. Und wenn wir es dann nicht tun werfen Sie UNS noch Dickschädeligkeit vor? Wo gibts denn so was?? Denken Sie nicht dass genau diese Einstellung dazu beiträgt dass Sie (persönlich) bei der einheimischen Bevölkerung anecken?

          Es wird übrigens kein Schweizer von Ihnen verlangen dass sie „seinen“ Dialekt der Mundart erlernen. Aus Erfahrung weiss ich dass nur schon der Versuch einige Wörter in irgendeiner Mundart zu sprechen sehr wohl geschätzt wird.

    • marvin heider sagt:

      das problem ist nicht die scheinbare arroganz, sondern ein minderwertigkeitsgefühl, das uns schweizern einfach in die wiege gelegt wurde. wenn jmd. vollkommen normal mit uns kommuniziert, fühlen wir uns minor, und da wir das nicht gern zugegeben, wird „der deutsche“ dann eben als arrogant abgestempelt. nichts als ein schutzmechanismus. wenn wir ehrlich wären, müssten wir zugegeben, dass unser selbstverständnis das eigentliche problem ist – nicht die scheinbare arroganz der anderen!

      sie, „mr. smith“ sind ja das beste beispiel. wenn sie schweizer sind, wovon ich ausgehe, wieso flüchten sie sich in einen englischen namen, anstatt in rüdisuehli, oder zwingli 😉

      • Peter Schmid sagt:

        Sorry Herr Heider. Das ist völliger Quatsch. Ich weiss nicht wie oft ich hier noch schreiben muss dass ich ich mich noch nie in meinem Leben irgendeinem Ausländer gegeüber minderwertig gefühlt habe, oder dass ich auch niemanden in meinem Bekanntenkreis kenne der dies je getan hätte.
        Wenn Sie hier dem Herrn „Smith“ unterstellen er hätte einen (für Sie natürlich ausschliesslich bei Schweizern anzutreffenden) Minderwertigkeits-Komplex, weil er ein Alias benützt, so müsste man dies genau so von den Ausländern sagen die hier unter einem schweizerischen Namen, oder sonst einem Alias kommentieren. Von denjenigen die hier und auf den anderen Foren des Tagi jeweils von „uns Schweizern“ sprechen und dann früher oder später doch einmal ihre wahre Herkunft („ihr Schweizer habt, sind…“) verraten muss ich gar nichts sagen. Regelmässige Leser merken sich dies genau und wissen genau welche dies sind.

  • Francis Kappa sagt:

    Ob ein Deutscher aus Hamburg oder aus München kommt, ist mir egal. Für mich sind alle Deutschen gleich und es hat einfach zu viele von ihnen hier in der Schweiz.

    • Theo Sievertsen sagt:

      Ich hoffe Sie werden, wenn Sie sich jemals über Ihre geliebte Landesgrenze wagen, auch so behandelt, wie Sie die D behandeln.

    • Monti sagt:

      Gebe Ihnen zu 100% Recht!

      Das Problem sind nicht die Deutschen an sich – warum sollte man die nicht mögen? Sind Menschen wie wir auch.

      Das eigentliche Problem ist unsere Politik – wir machen uns selbst kaputt.
      Mit der PFZ haben wir unseren Wohlstand in Gefahr gebracht, nur damit „die Wirtschaft“ ein paar Millionen mehr scheffeln kann.

      Ganz ehrlich, wäre ich ein Deutscher mit guter Bildung, ich würde auch in die Schweiz kommen!!

      Wir dürfen also nicht „den Deutschen“ die Schuld geben, dass wir auf allen Ämtern, Spitälern etc etc nur noch Hochdeutsch sprechen können/müssen – sondern wir müssen die Schuld ganz alleine bei uns selbst suchen! Wir haben es so gewollt!

      • Peter Schmid sagt:

        Ich kann Ihnen hier nur teilweise zustimmen. Ja, es spielt kein „Rugel“ ob es nun Deutsche, Franzosen oder die Einwohner von Umpa-Lumpa Land sind. Nein; gewollt haben wir das bestimmt nicht. Gemäss den Aussagen unserer lieben Politiker hätte der jetztige Zustand mit Masseneinwanderung und sinkenden Löhnen gar nicht eintreten dürfen/können. Leider kam es (wie wir mittlerweile festgestellt haben) doch anders…… Was aber nicht heisst dass wir dies nicht mehr auf politischem Weg ändern können.

        • Monti sagt:

          Ja aber Herr Schmid…

          Haben Sie den Politikern wirklich abgenommen, dass „Masseneinwanderung und sinkende Löhne“ nicht eintreten werden?
          Dass die Kontrollen wirklich greifen werden?

          Nicht im Ernst oder??

          Warum war Herr Spuhler (StadlerRail / SVP!!) wohl FÜR die PFZ? Weil er so mehr Geld verdienen kann – aus diesem Grund war auch die Wirtschaft dafür! Weniger Lohn für vielfach besser ausgebildetes Personal – Perfekt oder?

          Sorry, aber die aktuelle Situation war absehbar – darum meine Aussage „wir sind selber schuld, wir haben Ja gesagt“

          Es ist vielleicht zu erwähnen, dass ich, obwohl es mittlerweile wohl anders klingt, absolut kein SVP-Wähler bin – Ich bin im Gegenteil der Meinung, dass wir ein EInwanderungsland sind, ja die Einwanderung sogar brauchen!
          Aber nicht in diesem Tempo und in diesem Stil!

          Ehrlichgesagt, ich habe zwar vorausgesehen, dass die Versprechen der Politik nicht eingehalten werden können, jedoch dachte ich, das dies erst in 10 Jahren ein Thema sein wird….das es nun so rasant geht, hätte ich mir selbst nie gedacht!

          Und nun zu Ihrer Aussage „Was aber nicht heisst dass wir dies nicht mehr auf politischem Weg ändern können“

          Ja was wollen Sie dann machen? Würde es eine Abstimmung zur Aussetzung der PFZ geben, die Wirtschaft würde Millionen investieren um dies nicht durchkommen zu lassen. Man würde das Stimmvolk als Idioten und Hintlerwäldler hinstellen.

          Das Problem ist zudem, dass die SVP auch nur halbherzig gegen die PFZ gekämpft hat, warum ist klar: Wirtschaftsfilz!

          Die Suppe ist gelöffelt…Leider…wir werden uns dran gewöhnen müssen und unsere Ansprüche zurückstecken.

          Ich habe resigniert, was bleibt wäre vielleicht auswandern – leider gibts keinen anderen Planeten.

          • Peter Schmid sagt:

            Ich habe gegen die PFZ und für die Steuergerechtigketisinitiative gestimmt, Monti. Leider war auch ich bei beiden Abstimmungne in der Minderheit. Und aufgeben tue ich noch lange nicht, da gehe ich eher auf die Strasse (friedlich) protestieren als dass ich zusehe wie unser Land zerstört und verscherbelt wird. 😉

    • Werren Lio sagt:

      Richtig. Was interssiert uns deren lakalpatriotischen Probleme?

      • Monti sagt:

        Ja Werren Lio, richtig….nämlich gar nichts! Wir sollten mal erst vor unserer eigenen Türe wischen!

        Jeder der halbwegs bei Verstand ist wusste, dass diese Leute in Scharen in die Schweiz kommen werden – und das wird sich nicht so schnell wieder ändern.

        Folgen sind: noch verstopftere Strassen, volle S-Bahnen, Wohnungsnot, unbezahlbare Mieten in den Ballungsgebieten, Lohneinbussen undundundund…

        Es wird eng in der Schweiz – die Weichen haben wir mit der PFZ gestellt – jetzt müssen wir damit Leben.
        Sich jetzt ab den von uns selbst „angelockten“ aus dem nördlichen Nachbarland aufzuregen zeugt nicht gerade von Sachverständnis.

        Wenn wir uns so attraktiv machen, müssen wir uns nicht wundern sondern selbst an der Nase nehmen.

        Einzige Lösung: Aussetzen der PFZ und sofortige Einführung von Kontingenten

  • Tom sagt:

    Danke!

    Ein guter und fairer Artikel – genau so ist es. Wir alle sind ja auch Menschen und dennoch ist jeder Mensch ein Individuum.
    Und so sind auch nicht alle Deutschen, Portugiesen, Brasilianer, Franzosen, Italiener etc. gleich.

    Es gibt nunmal leider überall nette und weniger nette Leute. Mir als Deutscher gehen auch oft genug andere Deutsche auf die Nerven. Aber nicht jeder ist so.

    Übrigens leben über 90.000 Schweizer in Deutschland, fast eine halbe Million insgesamt im Ausland.

  • Andreas Müller sagt:

    Stadtzürcher kann jeder werden. Das ist keine Herkunftsbezeichnung, sondern ein Lebensgefühl. Wer sich als Nicht-Mediziner über fiese Berner Chirurgen aufregen kann, weil die uns die Herzchirurgie wegnehmen wollen; wer sich für die Verschiebung eines Hauses begeistern kann, weil es Zeitzeuge der Stadtentwicklung ist und wer gleichermassen leidenschaftlich über die Hipster an der Langstrasse, das Kongresszentrum auf dem Geroldareal und die Hündeler auf der Allmend herzieht, dem kann man den Stadtzürcher-Status nicht mehr absprechen 😉

  • Dan sagt:

    Die Ostschweizer wurden vergessen. Die mag ich als Zürcher ganz besonders.

  • Dieter Bachmann sagt:

    Aha, semantischer Relativismus. Den „Baum“ an sich gibt es nicht, denn Baumarten gibt es viele. Auch die „Rotbuche“ nicht, denn jedes Individuum ist ja einmalig. Kategorien lösen sich auf, postmoderne Beliebigkeit weht wo sie will.

    Das ist doch infantiler Quark. Wer in die Fremde zieht, wird als Mitglied einer Gruppe wahrgenommen, und nimmt auch sich selbst eher als Mitglied einer Gruppe wahr. Auslandschweizer in Argentinien werden ja auch weniger darauf herumreiten, ob sie jetzt aus dem Aargau oder dem Thurgau stammen. Wenn man auswandert, wird man vermehrt über seine Herkunft definiert. Das ist einer von vielen Punkten, die der Migrant in Kauf zu nehmen hat.
    Dass ein Migrant nach zwei Jahren(!) nicht mehr von der Gastbevölkerung zu unterscheiden sein könnte ist purer Unsinn, das ist nirgends so. So etwas dauert zwei oder drei Generationen.

  • Pierre Pironi sagt:

    „Die Diskussion um «Deutsche» in Zürich ist müssig. Es gibt keine Deutschen in Zürich. Es gibt nämlich «den Deutschen an sich» nicht.“
    Aha, aber „den Zürcher an sich“ scheint es gemäss der Bloggerin dann zu geben. Genauso wie es gemäss den Kritikern der Deutschkritiker zwar „den Deutschen an sich“ nicht gibt, wohl aber „den Schweizer“ (über dessen Deutschfeindlichkeit man sich echauffieren darf).
    Es ist bezeichnend wie augenfällige Widersprüchlichkeiten in der Argumentationskette von Schreiberlingen und ihren Lesern nicht mal mehr wahrgenommen wird…

    • Cybot sagt:

      Immer wieder lustig, wenn Leute Kommentare schreiben, ohne den Text komplett gelesen zu haben. Es steht ja explizit da, dass es eben nicht mal den Zürcher an sich gibt: „Ja, grundsätzlich mögen die Zürcher aus dem Kreis 4 nicht mal die aus dem Seefeld.“

    • cook sagt:

      pierre paroni hat recht. der text beisst sich in den schwanz.

  • Urs Holzapfel sagt:

    „Gelebte Integration“ – ein schönes Foto! In In Deutschland hat ein Schweizer bei Fussballereignissen damit keinerlei Schwierigkeiten und zwar überall in Deutschland.Die Höflichkeit verbietet es einem zu schreiben,wie teilweise in der Schweiz darauf reagiert würde/wurde/wird.

    • Pierre Cardin sagt:

      Dafür gibt es in der Schweiz keine Dönermorde und es werden auch keine Inder durchs Dorf gejagt.

      • Nicholas Fliess sagt:

        Dafür werden Brasilianerinnen verprügelt…

        • Adrian Berg sagt:

          Ob die beiden Frauen aus Bosnien und Mazedonien, die auch beteiligt waren, wohl nur in der Schweiz Brasilianerinnen verprügeln oder das auch in Deutschland tun würden?

          • Hellmut Herr sagt:

            @P.Cardin:Nein,man befindet sich da anscheinend noch in der „Werbephase“(Rot-weiss-scharze Plakate).Es werden viell. keine Inder durchs Dorf gejagt,dafür kommt es vor, dass während der WM.ein DE -E Kind von einem CH Erwachsenen angehalten wird, sein „Nazitrikot“ auszuziehen.Manchen CH Kindern genügt ein „Schriftdeutsch“ sprechendes Kind , um eine Prügelei zu beginnen, oder zu mobben. Drohbriefe mit abgebildeter Patrone………..usw.
            Die Fackelumzüge bei Jona sollen übrigens auch ganz schön sein 😉
            Lehnen Sie sich besser nicht so weit aus dem Fenster.

    • Jules sagt:

      Ja, das ist so weil Schweizer (im Durchschnitt, od. eine Mehrheit) Wendehälse sind und sich immer den jeweils Stärkeren, Grösseren anpassen (müssen) oder ihm in seinen allerwertesten kriechen (Schleimer), sich vordergründig höflich u. „neutral“ geben aber hinter dem Rücken keifen, hassen, neiden, etc.. – eben ein einig Völkchen von „Falschen Fünfzigern“. Offen ins Gesicht sagen vermögen die alllermeisten CH’s sowieso niemandem ihre Meinung – und dies gilt gegenüber allen Nationen sowie auch CH Mitbürgern. Meine Erfahrung über 50 Jahre CH: ein ewig D hassendes und neidendes Völkchen, was unter sich schon arg zerstritten ist und an paranoiden D-Hass, Selbstzweifeln, bzw. Minderwertgkeitskomplexen leidet. Aber wenn es zu profitieren gilt, ja dann………

      • Silvie Blake sagt:

        Das einzige Paranoide ist Ihre Wortmeldung, die simpelste Verallgemeinerungen als einzige Wahrheit dargestellt.

      • Köbi sagt:

        Ich würde ihnen gerne meine Meinung zu ihrem Frust sagen, aber traue mich nicht. Zum Glück gibt mir der Stammtisch den nötigen Rückhalt, den brauche ich als rückgratsloser Schweizer besonders.

      • Rima sagt:

        Hallo Jules, das was Sie über die Schweizer sagen, trifft auch auf die Deutschen, Franzosen, etc. zu. Fremdenhass gibt es in jedem Land und wenn Sie es soo schrecklich finden bei uns, warum gehen Sie nicht wieder dort hin, wo sie herkommen? Es ist anzunehmen, dass Sie eben auch profitieren wie die geldgierigen, paranoiden Schweizer. Es stimmt, die Schweizer haben einen Minderwertigkeitskomplex vor allem gegenüber Deutschen. A) sind sie uns zu selbstsicher was als arrogant wahrgenommen wird. B) Sie sprechen zu perfekt Deutsch was wir fast nie erreichen werden und C) sind zu viele , zu reich, wahrscheinlich zu gut ausgebildet UND sie mache 60% der Auslänger bei uns aus. Ich habe mich immer gegen Fremdenhass gestellt. Was ich aber in letzter Zeit beobachte, langsam stössen wir an unsere demographischen Grenzen. Irgendwann können einfach nicht noch mehr kommen. Wenn im Tram die Ansage in perfektem Bühendeutsch erfolgt, stört mich das, schliesslich lebe ich in der CH und nicht in D. Ich stehe zu unserem helvetischen Deutsch und den Helvetismen um nicht zu sagen, dass ich sie liebe! Ich liebe aber auch die deutsche Sprache!

        • Claude sagt:

          @ Rima, schön gesagt und auch fast wahr, nur dass 60% der Ausländer in der Schweiz Deutsche sind ist nicht wirklich wahr,

          Zitat Statistik Schweiz: Fast zwei Drittel der Ausländer (62,7% bzw. 1’152’000 Personen) stammen aus einem Mitgliedsland der EU27 und der EFTA, jedoch ist Bevölkerungsanteil. In dieser Beziehung unterscheidet sich die Schweiz von den meisten anderen europäischen Staaten, in denen Personen aus der Türkei und aussereuropäischen Ländern dominieren. Mit 291’700 Personen repräsentierten die Italiener 2010 weiterhin die stärkste Einzelnationalität, gefolgt von den Staatsangehörigen aus Deutschland (278’700 Personen). Die Zahl der Personen aus Serbien, Montenegro, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Kroatien war 2010 erneut rückläufig. Letztes Jahr machten sie weniger als ein Fünftel (17,0%) der ständigen und nichtständigen ausländischen Wohnbevölkerung der Schweiz aus.

          Ich finde diese ganze Diskussion totalen Quatsch, entweder ich mag eine Person oder ich mag sie nicht – völlig egal welche Nationalität oder welche Religion oder was auch immer… Ich verstehe schon, dass ein hoher Anteil einer bestimmten Nationalität in einem Land immer wieder Ängste, Vorbehalte oder ähnliches hervorruft, das haben wir in D genauso – siehe Zuwanderung der Italiener in der Vergangenheit oder der Türken im Moment. Ich denke das bringt ein vereintes Europa mit sich und sobald Menschen in fremden Ländern sich anständig benehmen und Respekt vor den lokalen Gegebenheiten haben – ich sage bewusst nicht anpassen, Anpassung tönt für mich zu negativ, zu uniform…

          Und was ich noch zu sagen hätte- mindestens 80% meiner Schweizer Freunde / Kollegen / .. sagen ganz klar ich solle bitte, bitte kein Schweizerdeutsch lernen, das hört sich doch einfach zu grusig an 😉

          Ein glücklicher Deutscher in der Schweiz!

      • Peter Schmid sagt:

        @Jules. Ich hoffe Sie haben die Konsequenz gezogen und sind in Ihr Heimatland zurückgereist. Leute mit Ihrer Einstellung braucht nun wirklich kein Land. Kenne übrigens absolut niemanden der auf die Deutschen neidisch ist. Wieso auch?

      • Maja sagt:

        Leider sind die Deutschen nicht nur in der CH ungeliebt… Think about it!

      • Ralf Doliwa sagt:

        Ein sehr guter Kommentar.
        Schweizer zeichnet eine eigenartige Mischung zwischen Neid, Arroganz, Minderwertigkeitskomplexen und Anst aus. Angst vor allem, was neu ist. Seltsames Volk.

        • Peter Schmid sagt:

          Glauben Sie tatsächlich dass solche Kommentare die Einstellung der Schweizer gegeüber den Ausländern verbesssern? Ich habe selber lange im Ausland gelebt, und nicht alles war reines Honigschlecken, aber es wäre mir nie in den Sinn gekommen im Ausland solch einen Kommentar über meine Mitbürger (welche auch ihre Voruteile mir gegenüber hatten) zu machen.

          Die Neidkeule und der Minderwertigkeitskomplex kommen komischerweise immer nur von Leuten mit ausländischen Wurzeln. Ist auch irgenwie verständlich. Da denkt man man sei der Beste, hat im eigenen Land wohl auch gegen die Einwanderung gewettert und muss dann selber im Ausland (hier in der Schweiz) erfahren dass man nicht als Geschenk Gottes angesehen wird. Da hilft es eben dem eigenen Seelenheil der einheimischen Bevölkerung einen inexistenten Neid oder irgendwelche Ängste anzudichten.

          Dafür werden dann die Statistiken und Erhebungen des Bundes, wonach sowohl der Wohlstand, wie auch die Produktivität in der Schweiz seit der PFZ sinkt, während gleichzeitig die Mieten und die (nicht in den Statistiken auftauchenden) Arbeitslosigkeit in die Höhe schiessen, grosszügig ignoriert. Hey, was interessiert es Sie wenn den Einheimischen am Ende des Jahres weniger bleibt und wenn die Lebensqualität drastisch sinkt (was übrigens auch schon länger bei uns lebende Ausländer so empfinden). Die Hauptsache ist man kann gleich die Ängste- oder Rassisten-Keule schwingen wenn sich gegen diese Verschlechterungs-Spirale (politischer) Widerstand bildet.

          Sie bestätigen hier nur eines: Je weniger von Ihrer Sorte hier sind, desto besser für unser Land. Und nochmals; neidisch sind wir Schweizer höchstens auf die Bewohner von Fijii und Trinidad-Tobago (das Klima/Wetter ist eindeutig besser dort).

        • Jules sagt:

          BRAVO @Ralf Doliva! Genau so isses !

        • Jules Meier-Müller-Huber-Bünzli ;-) sagt:

          @Ralf Dollwa, Sie haben es absolut richtig beschrieben. Natürlich gibts auch in allen anderen Nationen und Natiönchen ähnliche Hinterwäldler aber in der CH ist nun mal die bornierte, armselige Mentalität (besonders den DE’s gegenüber) ganz speziell ausgeprägt, bzw. sozusagen eine „Volchsparanoia“. Das ist nun mal Fakt und auch im Ausland immer mehr bekannt. Und völlig kritikresistent ist die Mimosenhafte Schweiz sowieso. Nachbarländer – insbesondere der Lieblingsfeind DE – werden aufs heftigste „bekeift“ und kritisiert aber selber herrscht natioale Empörung wenn nur mal ein trockener Humor von einem Norddeutschen die Kavalleriepferdchen wiehern lässt 😉 Die Schwizerlis wollen eben immer und von allen geliebt und gestreichelt werden, wundern sich aber, dass sie a. niemand so richtig ernst nimmt und b. man u. Frau sich in ganz Europa und über dem grossen Teich immer unbeliebter machen. Jööö, die arme kleine Schweiz, welche als einziges kleines Land von den bösen, bösen Deutschen und dem Rest der grossen weiten Welt überflutet wird – mir kommen die Tränen. Das Geld der DE’s wird u. wurde seit Jahrzehnten aber immer gerne genommen und bei den Promis wird sich höfisch-devot angebiedert was das Zeug hält. Oh je, bzw. au weia, wie armselig, Helvetia !

          • Peter Schmid sagt:

            Ahhh, jetzt haben Sie wieder Ihr wahres Gesicht gezeigt Herr Schaller, Schale, Sarte, Schaffner… 😉

            Ich bin mir nicht sicher ob Sie sich überhaupt bewusst sind dass Sie mit Ihren Kommentaren jeweils sämtliche Ressentements und Vorurteile gegenüber den Deutschen bestätigen. Mich stört dies nicht, denn ich kenne Sie nicht und Ihre Meinung über die CH ist völlig irrelevant. Ihren Deutschen Kollegen hier erweisen Sie allerdings einen Bärendienst….

      • Daniel Meier sagt:

        @Jules: hinter der Anonymität des Internets lässt es sich prima hetzen, nicht wahr? Wieso werfen Sie den Schweizern mangelndes Rückgrat vor, wenn Sie nicht mal selber mit vollem Namen hinter Ihren Aussagen stehen?

        • Jules Meier-Müller-Huber-Bünzli ;-) sagt:

          Auch Ihr Allerweltsname sagt mir nichts – ist übrigens auch nicht wichtig! Mannohmsnn, wie naiv und einfältig seid Ihr eigentlich?

      • Pierre Cardin sagt:

        Jules, ich lebte eine Zeit lang in Uruguay. Ein nettes Land, mit netten Leuten. Es kam aber täglich vor, dass mir „Yankee“ nachgerufen wurde. Das war nicht besonders nett gemeint. Nachdem ich mir jeweils die Mühe mach dem Rufenden meine Herkunft zu erklären waren diese plötzlich sehr freundlich eingestellt. Ich bin denen nicht Böse. Ich habe aber Mühe, wenn SIE uns als „ein einig Völkchen von „Falschen Fünfzigern“ bezeichnen. Das ist bodenlos, schon fast bösartig.

  • Tom Dubach sagt:

    Ich dachte gehört zu haben, dass der Schreiberling ein Agglo ist. Zwar im Kanton Zürich geboren, aber nicht in der Bäckeranlage…

  • Christian Klar sagt:

    Ja, Sie haben einen typischen zürcher Namen!

    • Reda El Arbi sagt:

      Ich kann die Familie meiner Mutter bis ins 14. Jahrhundert in der Schweiz zurùckverfolgen. 🙂

      • beat graf sagt:

        Wieso verfolgen Sie die ganze Familie bis ins Mittelalter. Diese Aussage ist etwa gleich intelligent wie Ihr Artikel.

        • Hannes Müller sagt:

          @B.Graf – War das jetzt Satire? Der 2. Satz lässt eher auf verbesserungswürdige Deutschkenntnisse schliessen.

        • Reda El Arbi sagt:

          Naja, erstens interessiert mich Geschichte und zweitens bin ich neugierig.

  • Philipp Rittermann sagt:

    hier noch was augenzwinkerndes zum thema generell

    http://www.youtube.com/watch?v=CRIqzbTZvg8

  • Philipp Rittermann sagt:

    die assimilierung stösst automatisch an räumliche grenzen. nichts gegen die deutschen, aber 270000 in der kleinen schweiz sind genug. die demografische entwicklung mit sämtlichen auswirkungen wird nicht nachhaltig sein, wann die türen (so weit) offen bleiben.

  • Armon Scherrer sagt:

    Die Süddeutschen haben auch nicht immer Freude am rauhen Ton der Norddeutschen. Das „Problem“, das wir damit haben, haben auch die Schwaben. Neu ist, dass Fischköppe bis in die Schweiz kommen.

  • … jetzt mal zum Sortieren: Konkret mit Deutschland – „den Deutschen“ – gibt es da ein historisches Problem. 1648 mit dem Westfälischen Frieden endet der 30-jährige Krieg, und seitdem (erst) gehört die Eidgenossenschaft rechtlich nicht mehr zum Deutschen Reich (d.h. ist völkerrechtlich als „Ausland“ anerkannt). Kulturell aber ist die Deutschschweiz weiterhin Teil des deutschen (deutschsprachigen) Kulturraums. Das führt dazu, dass es in der Schweiz ein Problem der kulturellen Selbstbehauptung gegenüber Deutschland gibt.

    Besonders heikel war das während der Nazi-Herrschaft: „Wir, die Deutschsprachigen, sind doch die Herrenmenschen.“ – „Wir müssen doch zusammenhalten.“… „Wir verjuden doch alle…“ (… zumal in Zürich… ;-(

    Damals bestand unter den Regierenden hierzulande die Angst, dass die Deutschschweizer – vor allem kulturell – von dieser braunen Welle erfasst würden. Und wenn dann das deutsche Militär gekommen wäre, dann wären sie möglicherweise entlang den Strassen gestanden und hätten begeistert den rechten Arm erhoben vor der vorbeiziehenden Wehrmacht… so wie in Oesterreich und Teilens Hollands… („Wir begrüssen unseren Führer…“)

    http://textepollert.wordpress.com/2011/09/29/achim-h-pollert-die-warmen-sessen/

    Dass es inzwischen auch in Deutschland reichlich Schweizer gibt – „Jo“ Ackermann allen voran… – und dass der Schweizer Akzent dort nicht mehr (wie zu Emils Zeiten) als besonders lustig wahrgenommen wird, ist eine Tatsache, die von vielen im Bewusstsein ausgeblendet wird.

    http://textepollert.wordpress.com/2012/05/02/dezember2011/

    Natürlich hat das alles nichts mit Wirtshaussprüchen zu tun hat. Im Negativen nicht…

    … im Positiven aber auch nicht.

    • Tom Dubach sagt:

      Ich bezweifle, dass meine Grossväter den rechten Arm erhoben hätte.

      • Stefan Studer sagt:

        Und ich weiss mit Bestimmheit, dass meine Grosseltern dies nicht getan hätten. 🙂
        Ich denke, dass die sprachliche Nähe zu Deutschland früher kaum eine Rolle gespielt hat, in der Gegenwart überbewertet wird und in Zukunft schwächer werden wird. Es ist denkbar, dass die deutschsprachige Schweiz den gleichen Weg gehen wird wie die skandinavischen Länder. Dort wird Englisch stark gefördert und alle Skandinavier, die ich je getroffen habe, sprachen ausgezeichnet Englisch. Die Argumente für das Hochdeutsche, die jeweils zu hören sind, machen auch nicht wirklich Sinn. Hochdeutsch ist notwendig, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das gilt wohl noch viel mehr für das Englische. Hochdeutsch ist eine Möglichkeit an einer Hochkultur teilzuhaben. Das Englische bietet hier viel mehr. Hochdeutsch sei die „Muttersprache“ der Deutschschweizer. Ich sehe für mich eigentlich mehr Gemeinsamkeiten mit dem Englischen, als mit dieser mitteldeutschen Variante, die in Deutschland zum Standard erklärt worden ist.
        Das amüsante ist ja gerade, dass jedes Argument, das man im Konflikt Schweizerdeutsch gegen Hochdeutsch jeweils zugunsten des Hochdeutschen zu hören bekommt, problemlos als Argument für das Englische und gegen das Hochdeutsche vorgebracht werden kann.

      • Hans Kernhaus sagt:

        Also mein Vater hatte seinen rechten Arm nicht in der Höhe, sondern am Abzug seines Karabiners. Er lag wärend des Krieges jahrelang im Raum Bodensee und hat auf die Deutschen „gewartet“.

        Alle Untersuchungen zeigen, dass nur ein ganz kleiner Teil der Schweizer für die braune Sosse anfällig waren (weniger als 5%). Das wurde übrigens auch im Ausland mit Erstaunen zur Kenntnis genommen (u.a. Winston Churchill in seinen Kriegs-Memoiren). Die Behörden mussten sich keine Sorgen machen. Eher schon hatten sie die Sorgen, dass die Schweizer das manchmal notwendige Nachgeben durch die Regierung unterliefen, indem sie zu radikal Nazi-feindlich auftraten. Daher musste die Presse-Zensur eingeführt werden und einzelne Offiziere und Unteroffiziere die nahe bei der Truppe lebten wurden kurz eingesperrt, weil sie geschworen hatten, auch dann noch Widerstand zu leisten, wenn der Bundesrat die Schlacht verloren geben würde.

      • Rima sagt:

        …meiner auch nicht. Er war vorher Österreicher und im 1.WKrieg , war in russ. Gefangenschaft. Er hat in der Fabrik gegen den Krieg geredet und viele haben ihm profezeit, dass er als erster im KZ landen würde, wenn denn der Führer einmarschiren würde…

        • @Rima…

          mir ist klar, dass meine kleine Redewendung vom rechten Arm reichlich provoziert.
          Ich gebe es zu: Ich wollte provozieren (denn für die Sache selbst – Deutsche in der Schweiz –
          ist diese Anmerkung unwichtig…) ;o)

          Wer meinen Text von den warmen Sesseln gelesen hat, weiss, was mein Stiefvater in der
          Zeit getan hat… aber WIE IHR ALLE weiss auch ich nur, WAS MIR VON DEN
          ALTVORDEREN ERZÄHLT WURDE… (zum Beispiel von Max Frisch im „Dienstbüchlein“…)

          http://textepollert.wordpress.com/2011/09/29/achim-h-pollert-die-warmen-sessen/

          Interessant ist die Bemerkung von Rima: „viele“ haben ihm propheizeit, dass er als erster
          im KZ landen würde, wenn denn „der Führer“ einmarschieren würde…

          Wer waren dann eigentlich die „VIELEN“, die da auf „DEN FÜHRER“ warteten?

          Alles eigenbürgerter Oesterreicher?

          … mit einem Zwinkern im Knopfloch…

    • Max Vorhoven sagt:

      Kompliment, @Achim H. Pollert ! Wie recht Sie doch mit Ihrem sehr treffenden Statement haben. Aber ob das gewisse einfältige Ewiggestrige verstehen können oder wollen ?

      • Patrik Peter sagt:

        So ein absoluter Blödsinn! JEDER hätte den Arm gehoben. JEDER. Wenn ich die Wahl habe, zwischen Arm heben und KZ, dann eben Arm heben. Heldenhafter widerstand eines einzelnen gibts nur im amerikanschen Kino und entspricht NICHT der Realität. Kommen Sie mal zur Besinnung.

        • Thomas Wyss sagt:

          Verarschen Sie hier die Menschen, die bewaffnet und unbewaffnet Widerstand geleistet haben gegen die Nazis in den besetzten Ländern Europas? Haben die alle gar nicht existiert? Weder in Fankreich, noch in den Niederlanden, noch in Griechenland, Jugoslawien und allen anderen Ländern, die ich hier jetzt nicht alle aufzähle? Verarschen Sie auch die Menschen in Deutschland selbst, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlten, weil sie eben lieber in den Tod gingen, als den rechten Arm zu heben? Wenn Sie mit JEDER sich selbst meinen, dann sollten Sie das auch so deklarieren.

          • Reda El Arbi sagt:

            Liebe Leser,

            die Nazi- oder Nichtnazi-Diskussion wird hier am falschen Ort und am Thema vorbeigeführt.

            Herzlichen Dank

  • Richi sagt:

    Man hat’s doch geahnt – Aargauer!!! Die Über-Stadtzürcher sind IMMER, IMMER zugezogene!

    • Reda El Arbi sagt:

      Sorry, muss Dich entäuschen. In Zürich geboren und aufgewachsen. Aber mein Heimatort ist noch immer im Aargau. 🙂

  • Manolito sagt:

    Vor allem der letzte Abschnitt mir dem Assimilieren gefällt mir sehr gut. Den kann man ganz locker auf die ganze Schweiz anwenden. Bravo!

    • Volker Spinke sagt:

      Das Dumme am letzten Abschnitt ist nur leider, dass man die Leute sich nicht integrieren lässt. Man wird als „Sauschwabe“ auch nach zwei Jahren noch gemobbt, weil man die offizielle Amtssprache dieses Landes relativ fliessend beherrscht. Allerdings nur von denen, die einen nicht persönlich kennen. Die Aussage «Ich mag die Deutschen nicht, ausser natürlich die, die ich kenne.» bringt das Problem genau auf den Punkt. Das ist tatsächlich so, auch wenn es logisch betrachtet völliger Blödsinn ist. Nur folgt daraus eben auch, dass das eigentliche Problem nicht die integrationsunwilligen Ausländer sind, sondern die Tatsache, dass der Schweizer nun mal jeden als Feind betrachtet, der nicht aus seiner Familie stammt. Im Grunde spielt es keine Rolle, wo man her kommt. Die Leute blöd anmachen, gehört in der (Halskrankheit-)Schweiz nun mal zur kulturellen Identität. Es steht auch klar im Text: „Wir nörgeln an den Baslern rum, witzeln über die Aargauer, …“ Eben. Genau so ist es. Bei den Deutschen wird halt besonders gerne nachgetreten. Siehe Minderwertigkeitskomplexe in einem Kommentar weiter oben. Das ist der einzige Unterschied. Wer es mag, bitte. Ich halte es mit einem SBB-Schaffner, der zu mir gesagt hat: „Wenn es Ihnen hier nicht gefällt, müssen Sie ja nicht bleiben.“ Das arrogante Arschloch hat Recht.

      • Adrian Berg sagt:

        „Der Deutsche“ um mal auf der Ebene der Klischees zu bleiben, wies sie es in Ihrem Kommentar so trefflich vormachen, ist offenbar ein verkanntes Opfer rassistischer Schweizer Hinterwäldler. Denn „der Deutsche“ ist reinen Herzens und würde nie über seine Landsleute aus anderen Bundesländern witzeln und alle Einwanderer in sein Land mit offenen Armen und ohne Misstrauen empfangen. Darum haben auch Autoren wie etwa Sarazzin Null Zuspruch in Deutschland und der Deutsche Staatsschutz muss sich nie mit ausländerfeindlichen Parteien und Tendenzen rumschlagen. Hach, wenn wir doch alle so lieb und gut wären wie „der Deutsche“.

        • Volker Spinke sagt:

          Sehr geistreicher Kommentar, Adrian Berg. Man muss wohl einen roten Pass haben, um den Zusammenhang mit dem Thema zu verstehen.
          „Opfer rassistischer Schweizer Hinterwäldler“ trifft es ganz gut. Danke für die Formulierungshilfe. Werde mir das merken. Über den Entschädigungsfonds für die Opfer reden wir noch – versprochen!

          • Thomas Wyss sagt:

            Schade, dass Sie derart verbohrt und geistig unflexibel sind, um nicht zu merken, dass wenn Sie „Rassisten! Rassisten!“ schreien, aber selbst ein Elaborat mit deutlich rassistischem Inhalt verfertigen, auf einem kaum messbaren Punkt der Glaubwürdigkeit angekommen sind.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.