Endlich fertig Ferien

Réda El Arbi am Dienstag, den 22. August 2017
Wieder gemütliche Gemeinsamkeit auf dem Arbeitsweg,

Wieder gemütliche Gemeinsamkeit auf dem Arbeitsweg,

«Bitte verteilen Sie sich gleichmässig auf dem Perron», empfahl die SBB-Durchsage gestern am Bahnhof Stadelhofen der Masse an Pendlern. Damit ist klar: Die Sommerferien sind vorbei. Für die Verreisten genauso wie für die Zurückgebliebenen. Man verschickt Mails und bekommt wieder innert nützlicher Frist eine Antwort – und wird nicht in einem «lustigen» Sätzli von einem Mailbot darauf hingewiesen, dass der Accountinhaber seine Füsse gerade in irgendeine weltumspannende Salzwasserpfütze tunkt.

Und eigentlich sollten alle frisch und erholt sein, bereit, wieder am Bruttosozialprodukt mitzuwirken. Aber leider ist dem nicht so. Die Hälfte der Leute hängt mit ihren Gehirnen noch irgendwo beim Gschpusi, das sich nach der Rückkehr nicht als «mögliche Fernbeziehung mit wunderbaren Perspektiven» sondern als der übliche Ferienflirt herausstellt. Er/Sie hat schon am Montagmorgen den Whatsapp-Kontakt gelöscht und man wurde trotz romantischen Schwüren am Sandstrand auf Facebook entfreundet.

Andere müssen noch immer den Kater spazieren führen, den sie sich beim verzweifelten Feiern des letzten Ferientags eingefangen haben. Sie haben in den zweieinhalb Wochen ausser Landes so hart geurlaubt, dass sie eigentlich eine weitere Woche Ferien bräuchten, um sich davon zu erholen.

Aber nicht nur die Partyvögel zeigen Augenringe aus der freien Zeit. Die Eltern, die gerade fünf Wochen mit nonstopp mit ihren Kindern UND ihren Lebenspartnern verbringen mussten, zeigen Verschleisserscheinungen der ungewohnten emotionalen Intensität des Familienlebens. Nur lächeln sie dankbar für die Möglichkeit, sich jetzt bis Weihnachten an ihrem Arbeitsplatz erholen zu dürfen.

Und selbst diejenigen, die sich in den Sommerferien wirklich erholt haben, zeigen schon wieder Tendenzen zur Grummligkeit, wenn sie sich am Stadelhofen zwischen den anderen stinkend verschwitzten Pendlern einreihen, um in der S-Bahn oder dem Tram stehend zusammengepfercht ihren Verpflichtungen entgegenzuschaukeln.

Die Stadt gehört wieder ihren Bewohnern. Man darf sich wieder über echte Zürcher aufregen und muss nicht Touristen anpfuttern. Noch zwei, drei Tage und alles ist wieder wie immer in der Stadt. Jeder trägt seinen Stress wie ein persönliches Statussymbol vor sich her und Lächeln wird wieder eine Ausnahmeerscheinung.

Nach fünf Wochen Ausnahmezustand kehrt alles wieder zum gewohnten, vertauten Alltagstrott zurück. Und das ist gut so. Zwingli wäre glücklich. Sommerferien und fröhliches, mediteranes Lebensgefühl sind unzürcherisch.

 

 

Mas Ricardos letzte Party

Alex Flach am Montag, den 21. August 2017
Rici legt in den 90ern auf.

Diese Frisur war tatsächlich mal in.

Die Afterhours im Oxa, die Feten im Rümlanger Grodoonia, das Partylabel Tarot und der Club Sensor – das sind allesamt 90er-Meilensteine des Zürcher Nachtlebens, die zwei Köpfen entsprungen sind. Der eine gehört Ramesh Pednekar, der sich längst aus dem Nachtleben zurückgezogen hat, der andere Ricardo Abenojar Giralte, besser bekannt unter seinem DJ-Pseudonym Mas Ricardo.

Im Gegensatz zu Pednekar ist er heute noch da und sein Name prangt immer wieder mal von einem Party-Line Up. In diesen Tagen wird er 50 Jahre alt und am kommenden Freitag organisiert er im Supermarket seine allerletzte Party. Auflegen wird er zwar weiterhin, aber als Veranstalter wird «Rici» seine persönliche Zürcher Partygeschichte abschliessen: Es ist das Ende einer Ära.

Angefangen hat alles 1991, als er zusammen mit seinem damaligen WG-Kumpel Ramesh seine erste Party organisierte. Es folgten die ersten Tarot-Partys in der Magic Factory, der Alten Börse und auch im Kaufleuten, das damals noch kein Club, sondern eine Eventlocation war. Zur Afterhour, die erste ihrer Art in der Schweiz, wurde Tarot erst 1993 und in seinem finalen Zuhause, dem Oxa.

Mas Ricardo erinnert sich: «Zu Beginn hatten wir nicht gross Zulauf. Damals stand noch der legendäre Helikopter im Oxa, den auch DJ Hell geliebt hat. Es war alles recht familiär: DJs wie Westbam und Sven Väth sind nach ihren Zürcher Sets am Vorabend zu uns nach Oerlikon feiern gekommen. Damals gingen die Partys ja nur bis 4 Uhr morgens, wir haben dann ab 5 übernommen».

Der grosse Durchbruch für Tarot kam etwas später, als das Oxa umgebaut und der Helikopter entsorgt wurde. Ab dann standen die Clubber am Sonntagmorgen in Scharen (sie reisten aus Deutschland, Frankreich und Österreich an) an der Oxa-Kordel und Mas Ricardo war plötzlich einer der wichtigsten Macher in der Pionierzeit des Zürcher Nachtlebens – ein König dem man hofiert.

1994 organisierte er mit Partnern seine erste Afterafterhour im Grodoonia, Partys die jeweils dann startete, wenn die Afterhours im Oxa am Sonntagnachmittag endeten. Kurz danach gründete er zusammen mit Bruno Schiavone, Thomas Noser und Ramesh Pednekar den Sensor, ein Club in Oerlikon für mehr als tausend Gäste in einem Gebäude, das 1999 abgerissen wurde.

Bereits 1996 war  mit den Partys im Grodoonia Schluss und das Oxa hat er dann 2002 verlassen. Mit Folgeprojekten wie dem Partylabel Flinke Finger vermochte Mas Ricardo nicht an seine alten Erfolge anzuknüpfen, zu eng war sein Name mit seinen Marken verbunden die nun unter «Nostalgie» abgelegt waren – neue Partylabels und Clubs hatten ihren Platz eingenommen.

Sollte er deshalb mal verbittert gewesen sein, so hat man ihm das ausserhalb des Kreises seiner Engsten nie angemerkt. Selbst wenn er das Heute mit dem Früher vergleicht schwingt bei ihm keine Wehmut mit: «Klar ist heute die Euphorie der Anfangszeit weg, die nährte sich ja aus einem Pioniergeist, den es heute nicht mehr braucht. Aber ‘professioneller’ bedeutet keineswegs auch ‘schlechter’. Die Jungen haben heute am Nachtleben bestimmt genauso viel Freude wie wir damals.»

Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Gonzo, Amboss Rampe, Nordstern Basel, Rok Luzern und Härterei.

 

Eine Glacegeschichte (8)

Thomas Wyss am Samstag, den 19. August 2017

Eigentlich hatten wir vorgehabt, heute in dieser Zürcher Glacekulturgeschichte das wichtige Kapitel «Die obszönen 80er-Jahre» aufzuschlagen. Und en détail darüber zu berichten, wie damals, durchaus passend zum klinisch gesüssten Synthie-Pop-Sound, eine Flut an artifiziellen, exklusiv im Labor kreierten Versuchungen über uns hereinbrach. Weshalb wir fortan nicht mehr herzhaft in Bireweggli oder Prussiens bissen, sondern stundenlang an «Schleckmüscheli» herummachten. Oder, der Gipfel der juvenilen Perversion, sogenannte Plattfüsse ableckten das war ein Eiscremestängel in Fussform, der aussah, als hätte er grad die Masern.

Ja, das war der Plan. Doch weil wir als städtische Gebrauchsanleiter selbstverständlich nicht nur der Chronik, sondern auch der Aktualität verpflichtet sind, müssen wir umdisponieren. Es ist nämlich am Dienstagabend etwas passiert, das zwar auf den ersten Blick mutig und offen wirkte, unserer Meinung nach jedoch fahrlässig unklug war warum, dürfte, nein müsste man bei der gleich folgenden Lektüre unschwer erkennen –, weshalb wir von einer Nachahmung in dieser oder jener Form dringend abraten möchten.

Es geht um SRF-Sportmoderator Dani Kern. Der anlässlich des Champions-League-Qualifikationsmatchs zwischen den Berner Young Boys und ZSKA Moskau ab Minute 90.17 bis Minute 90.33 – sprich in handgestoppten 16 Sekunden –, wortwörtlich rief (im Video ab Minute 5.08): «Oh. Nein! Neeeiiin! Neeeeeiiiiiiiin! Nein! Neeeeiinn! Ich werd verrückt. Ich werd veerrüückt. Ich werd verrückt. Iiich werd veerrüückt!»

Uns Zuschauer machte das natürlich betroffen, manch einer dachte womöglich gar: «Armer Kerli! Und das jetzt, da er endlich mal ein richtig wichtiges Spiel begleiten darf… ach, ach, der Herrgott, äxgüsi, ist manchmal einfach ein Lump!» (Wobei trotz Empathie betont sei, dass das Livegeständnis wegen Kerns «Mostindien»-Dialekt, den er – unbeabsichtigt, das waren die Gefühle! – in Quietschferkelfrequenzen hochtrieb, in den Ohren eher wehtat.)

Dennoch blieb da eine Skepsis, was Qualität und Wahrheitsgehalt dieser Selbstanalyse anbelangte. Vor allem darum, weil Kern das, was er von seinem Jobprofil her eigentlich können sollte – also einigermassen fehlerlos, packend und unparteiisch ein Fussballspiel einschätzen und kommentieren –, in der Regel nicht restlos souverän kann… weshalb es unwahrscheinlich ist, dass ihm in einer Disziplin wie der Psychiatrie, in der er, anders als im Fussball, nicht mal Grundkenntnisse besitzt, eine Diagnose von solcher Tragweite gelingen kann. (Gleichwohl ist es sicher nicht verkehrt, wenn die vom Fernsehen Kerns in Abertausende Deutschschweizer Stuben hineinposaunte Behauptung fachmedizinisch abklären – umso mehr, als der Auslöser dafür ein läppisches Eigentor war.)

Klar, nicht jeder hat, wie Dani Kern, im Augenblick, in dem er meint, das Unsagbare sagen zu müssen, ein bedeutendes Mikrofon vor sich stehen. Doch das ist im Social-Media-Zeitalter auch gar nicht nötig: Es reicht ein vorlaut formulierter Tweet, ein unbedarfter Facebook-Post, und man hängt auf Wochen, wenn nicht auf Monate hinaus belämmert in den Seilen. Und davor möchten diesen Zeilen warnen; nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Gesagt ist gesagt

Werner Schüepp am Freitag, den 18. August 2017

«Oft kommt der Alltag in die Quere.»

Radio- und TV-Moderatorin Mona Vetsch hat für die Sendung «Auf und davon» Auswanderer ­besucht, die ihre Freiheit in fernen Ländern suchen. Finden sie diese? (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Die Street Parade hat uns sehr geholfen.»

In der Voliere am Zürcher Mythenquai sind just zur Street Parade ein paar besonders bunte Vögel geschlüpft – nicht zum ersten Mal. Das frohe Ereignis hat Folgen. Welche, weiss Elisabeth Schlumpf, Leiterin der Voliere Zürich. (Foto: Samuel Schalch) Zum Artikel

 

«Ich habe den Hund geholt und bin rausgerannt.»

Karl E. hat während Jahrzehnten mit Leidenschaft Dinge gesammelt. Dann kam die Brandkatastrophe. Er steht in den Trümmern seines Hauses, welches abgebrannt ist. Nun möchte er retten, was noch zu retten ist. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Das ist wie Isebähnle.»

Bevor an der grossen Central-Haltestelle wieder Trams verkehren, werden alle Gleise getestet. Vorwärts, rückwärts, vorwärts. 25 Manöver insgesamt. Markus Humbel, Abteilung Fachlead Fahrweg, freute sich, dass alles nach Plan verlief. (Foto: Samuel Schalch) Zum Artikel

 

«Bestechend schön. Umwerfend.»

Nur sieben Tage nach dem Ende der Sonnenschirme auf dem Sechseläutenplatz präsentiert Stadtrat Filippo Leutenegger einen neuen Sonnenschutz über dem nächsten Zürcher Platz. Und er ist auch von diesem Projekt dermassen begeistert, dass er sich ähnliche Installationen auch an anderen Orten in Zürich vorstellen kann. (Foto: Samuel Schalch) Zum Artikel

 

«Ist der Ruf erst ruiniert,
lebt es sich ganz ungeniert.»

Die Krankheit Demenz geht uns alle an. Die 82-jährige Brigitta Schröder kümmert sich seit Jahren um Menschen mit Demenz – und eckt mit ihren Ansichten an. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Der Bus soll mal runterkommen.»

Verschiedene Senioren kritisieren in Zürich das Verhalten der VBZ-Buschauffeure. Der Absenkmodus werde viel zu selten betätigt. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Die Vögel landen sogar auf meinem Kopf.»

In der Furttaler Gemeinde Boppelsen gibt es Zoff wegen der Rotmilane, weil die 77-jährige Marion Grüter diese Greifvögel regelmässig mit Pouletflügeli füttert. Nun gipfelt der Streit in einem Abschuss. (Foto: Stefan Hohler) Zum Artikel

 

«Ich bin ein Mann und habe
Frauen, aber keine Mädchen.»

Das Bezirksgericht Zürich verurteilt den ehemaligen Zirkus-Knie-Clown Larible wegen sexueller Handlungen (Zungenküsse) mit einem 14-jährigen Mädchen. (Foto: Keystone/Ennio Leanza) Zum Artikel

 

«Wenn nicht in der Schweiz, wo dann?»

Kerem Adigüzel hat einen gewagten Traum: Eine Moschee in der Region Zürich, die alle willkommen heisst – auch Homosexuelle. (Foto: Werner Schüepp) Zum Artikel

 

«Rosengartenstrasse ist eine Riesenschande.»

Sie sind allgemein zufrieden, die Bewohner in Wipkingen. Wäre da nicht die Sorge um die Gentrifizierung des Quartiers und die Rosengartenstrasse. Der «Kaiserschnitt» wie ihn SP-Nationalrätin Jacqueline Badran bezeichnet, der das Quartier brutal in zwei Teile trennt. (Foto: Lea Blum) Zum Artikel

 

«Unser Vorgehen in Zürich war falsch.»

Noch Fragen zur gelben Plage? Die knallgelben Mietvelos stehen in Zürich an jeder Ecke – und bald auch in anderen Schweizer Städten. Sis Timberg nimmt Stellung zu den Vorwürfen gegen ihre Firma O-Bike. (Foto: Samuel Schalch) Zum Artikel

Die Nachteile der Wohnungsführung

Beni Frenkel am Donnerstag, den 17. August 2017

Eine schöne neue Küche kann durchaus entzücken. (Foto: Raisa Durandi)

Ich werde selten zum Essen eingeladen. Wahrscheinlich ist das ganz gut so. Ich biete wenig Mehrwert. Ich esse viel, bin aber nicht so lustig. Ausserdem beginne ich schnell zu schwitzen. Im Sommer kann das zu Problemen führen. Letzten Sonntag haben uns Bekannte aus Nürensdorf eingeladen. Nürensdorf ist eine Zürcher Gemeinde und hat einen Steuerfuss von 90 Prozent. Die Gastgeber sind Schweizer. Das hat den Vorteil, dass man bei der Begrüssung nicht verküsst wird. Das hat aber auch den Nachteil, dass man an einer Wohnungsführung teilnehmen muss.

Ich weiss nicht, wer die erste Wohnungsführung erfunden hat. Wahrscheinlich war es ein Schweizer. Natürlich ergeben manche Führungen Sinn. Zum Beispiel am ersten Arbeitstag. Man läuft durch ein Grossraumbüro und wird jedem Mitarbeiter einzeln vorgestellt. So lernt der Neue alle Namen der Kollegen auswendig. Bei der Führung erfährt man auch, wo sich der Defibrillator befindet, wo die Toilette, der Pausenraum, der Chef. Aber welchen Sinn macht eine Wohnungsführung anlässlich eines Mittagessens?

Die Frau des Hauses zeigte uns stolz zuerst ihre neue Küche. Ein Handgriff, und eine Schranktür öffnete sich. Nochmals eine Handbewegung, und eine Schublade mit Besteck kam zum Vorschein. Mich lässt so etwas kalt. Ich muss nur wissen, wo der Kühlschrank ist und wo der Abfalleimer. In unserer Küche gibt es zum Beispiel Türen, die habe ich noch nie aufgemacht. Was mag dahinter stecken? Ein Besen, Putzmittel? Ich werde es nie erfahren.

Darf ich ehrlich sein? Ich mag es überhaupt nicht, wenn uns Leute besuchen. Am schlimmsten ist es, wenn der Gast unsere saubere Toilette benutzt. Dann schaudert es mich jedes Mal. Lieber würde ich ihm zwei Franken in die Hand drücken, damit er die Toilette an der Tramendstation aufsucht. Die ist nur fünf Minuten entfernt. Jeder Mensch ist halt anders. Und das ist doch gut.

Zurück zur Küchenvorführung: Jede Schublade musste ich bestaunen. Meine Frau sagte: Ah. Und dann: Oh. Der Hausherr drehte am Herd an einem Schalter, und schon brodelte das Wasser im Topf. Ah. Induktionsherd. Oh. Und wieder wurde eine Schublade geöffnet. Meine Frau, die ich normalerweise liebe, stellte tausend Fragen. Immer wieder strich sie mit ihrer Hand über die Armaturen.

Früher hätte ich so etwas nie ohne Ritalin ausgehalten. Mein Trick heute: Ich beginne zu summen. Und zwar am liebsten das Schlagerlied «Ich bin a bayrisches Cowgirl» von der rassigen Nicki. Das Lied dauert drei Minuten. Ich summte es dreimal hintereinander. Jedes Mal ein bisschen lauter.

Dadurch verpasste ich viel Wissenswertes über die neue Küche in Nürensdorf. Andererseits begann ich mich wieder wohlzufühlen. Ich schunkelte im Takt und guckte zu, wie Schubladen aufund wieder zugingen. Wahrscheinlich geraten Teilnehmende der Street Parade in ähnliche Trance.

Plötzlich hörte ich einen Donner. Ich unterbrach kurz Nicki und sah meine Gastgeber fragend an. «Der Airbus A380» Das Riesenflugzeug drehte am Himmel eine lange Kurve. Fasziniert schaute ich ihm zu und begann wieder zu schunkeln.

Es gibt kein Chillen

Miklós Gimes am Mittwoch, den 16. August 2017

In den Ferien traf ich Freunde, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. «Es geht mir gut», sagte ich, «einmal in der Woche schreibe ich eine kleine Geschichte für den Tagi.» «Du hast eine Kolumne?» «Etwas in der Richtung», sagte ich, «über Zürich.» «Politik?», fragte jemand. «Ab und zu», sagte ich. «Lustige Sachen?», insistierte ein anderer. «Nein», sagte ich, «kleine Beobachtungen; das Leben halt

Die Leute haben recht mit ihren Fragen, sagte ich mir beim Einschlafen. Ich bin als Kolumnist nirgends zu Hause, weder lustig noch traurig, ich bin kein politischer Kompass, kein schreibender Hausmann, ich mache keine Lebensberatung. Unter dem Fenster rauschte das Meer, manchmal zirpten die Grillen, meist schlief ich irgendwann ein, so wohlig, wie man nur in den Ferien einschlafen kann.

Am Tag der Heimreise wusste ich: Meine erste Stadtgeschichte schreibe ich über das Aufräumen. Klar, aufräumen nach den Ferien ist immer gut, unsere Wohnung braucht eine Entschlackung, deshalb sind wir zeitig zurückgekommen. Mich aber reizte vor allem die kolumnistische Herausforderung: Ich würde versuchen, das Thema im Stil einer Paar-Kolumne anzugehen, Mann gegen Frau, das kennen alle, beim Aufräumen liegen die Nerven schnell einmal blank.

Meine Frau findet, es braucht beim Aufräumen ein Gesamtkonzept. Sie möchte die Kybernetik des Entsorgens und Neuarrangierens voraussehen, vorausplanen, ohne Strategie wird das nichts, ist sie überzeugt.

Ich dagegen fange einfach mal an und arbeite mich ins Chaos hinein, blind und unansprechbar wie ein Maulwurf, learning by doing, könnte man sagen – im besten Fall. Mein Ziel ist es, irgendwann mal anzukommen, irgendwann mal fertig zu sein, mich aufs Sofa zu werfen und ein Buch aufzuschlagen, oder mit Freunden ein Bier zu trinken oder eine DVD einzulegen, die italienische Serie «1992» zum Beispiel über den Beginn der Ära Berlusconi.

Meine Frau hingegen weiss, dass man nie ankommt. Sie ist sich im Klaren darüber, dass die Idee des Gesamtkonzepts eine Illusion ist, eine Utopie, aber man muss an ihr festhalten, alles andere ist geistige Faulheit, der Weg ist das Ziel. Das Aufräumen ist im Grund wie das Leben selbst, ich möchte es hinter mich bringen und chillen. Meine Frau hingegen sagt: «Das Leben ist ein stiller Fluss. Es gibt kein Chillen.»

In den Ferien sprachen wir oft über das Aufräumen. In unserer Runde gab es radikale Wegwerftypen und unverbesserliche Aufbewahrer, es gab Nomaden, die nie ein Bild aufhängen würden, und Gestalter, die sich im Wohnen verwirklichen. Wir hatten unterwegs einige schöne Wohnungen gesehen, in Ljubljana zum Beispiel ein kunstvolles, lebendiges Heim, im hingeworfenen, unperfekt grosszügigen «New York Style», erträumt und verwirklicht in hohen Büros der Altstadt, wo es früher keine Wohnung gab. Oder in Budapest die zeitlose Art-déco-Eleganz in einer bescheidenen Häuserzeile im dritten Bezirk, mit der Patina von bald hundert Jahren Leben und Geschichte.

Jetzt also aufräumen. Packen wirs an. Die Bücher warten, die Serien, die Freunde, das Bier.

Die gelbe Pest verbreitet sich

Réda El Arbi am Dienstag, den 15. August 2017
Sind nur Vorwand, um Daten zu sammeln: Die Bikes von oBike.

Sind nur Vorwand, um Daten zu sammeln: Die Bikes von oBike.

Ich könnte Kaugummi-Automaten auf öffentlichem Grund in der Stadt verteilen und ich bekäme wohl richtig grossen Ärger, wenn ich keine Bewilligung dafür hätte. Ich kann mich noch erinnern, was für ein Gschiss es damals gab, als die verschiedenen Verlage begannen, ihre Boxen für die Gratiszeitungen aufzustellen.

Trotzdem vermüllt der asiatische «Velovermieter» oBike den öffentlichen Raum mit seinen Mietautomaten.  Die grottenhässlichen Bikes sind nichts anderes als Verkaufsautomaten. Dass die Zahlung per App erfolgt und dass die Automaten nicht am Boden festgeschraubt sind, ist nebensächlich. Und inzwischen metastasiert die gelbe Pest in die Vororte und in die kleineren Städte.

oBike benutzt öffentlichen Grund in der Stadt und im ganzen Kanton, um gewerbsmässig Fahrzeuge zu vermieten. Die Stadt und die betroffenen Gemeinden stellen Infrastruktur aus Steuergeldern zur Verfügung und das Unternehmen macht daraus Geld. Wenn ich einen mobilen Glacestand oder ein Crepe-Mobile, einen Foodtruck oder sonst ein kommerzielles Angebot auf Stadtgrund stelle, dauert es meist kaum fünf Minuten, bis ein Polizist der Abteilung Wirtschaft dasteht und eine Genehmigung sehen will.

Der international tätige  Anbieter der plumpen Drahtesel hat in einem kleinen Kaff ausserhalb Genfs seinen Schweizer Firmensitz. Dort würde er wohl Steuern zahlen, wenn das Geschäft mit dem Veloverleih Gewinn abwerfen würde. Das tuts sicher noch nicht. Das ist aber wohl auch nicht der Hauptzweck der Velos. Das Geschäftsmodell ist das Sammeln von Daten.

Immer überwacht dank oBike.

Immer überwacht dank oBike.

10 000 Mal wurde die App im Grossraum Zürich nach Angaben des Unternehmens bereits heruntergeladen. Die meisten werden die App nicht benutzen. Aber das ist völlig egal. Die App verlangt Zugriff auf Bewegungsdaten AUCH WENN MAN DIE APP GERADE NICHT BENUTZT. Wenn man sich mit Facebook anmeldet, kommen die Freundesliste und die Einsicht in die da gemachten Onlinebewegungen dazu.

Aus den in der App nicht ersichtlichen Datenschutzrichtlinien auf der Homepage von oBike:

«  1. oBike sammelt und speichert die Informationen, die Sie in der oBike App eingegeben haben, oder die Informationen, die Sie uns in anderen Quellen zur Verfügung gestellt haben. Wir werden auch Ihre persönlichen oder gruppenbezogenen Informationen von kooperierenden Unternehmen, Geschäftspartnern und anderen unabhängigen Drittquellen sammeln. »

Das Unternehmen verfügt also bereits über Bewegungsprofile von 10 000 Schweizern. Die Daten können an Dritte weitergegeben werden, also zum Beispiel an die Muttergesellschaft in Singapur. Diese Dritten dürfen dann mit den Daten machen, was immer sie wollen. Die Schweizer Gesetzgebung greift da nicht mehr.

Datenhandel steht aber nicht im Handelsregistereintrag der oBike Schweiz AG.

Nachdem wir den Sklavenbetrieb UberPOP losgeworden sind, haben wir einen neuen Player, der die der Realität hinterherhinkende Gesetzgebung ausnutzt. Die Stadt hätte es in der Hand, da den Riegel zu schieben. Die Regulierungen, die für Marroni-Stände und andere Geschäfte auf öffentlichem Grund so hart sind, sollten auch auf den Datenkraken oBike angewandt werden.

Wir persönlich haben es in der Hand, unsere Daten nicht diesem Unternehmen in den Rachen zu werfen. Und uns zu weigern, deren Gewinn auf Kosten der Allgemeinheit zu finanzieren.

«Sie war schön»

Alex Flach am Montag, den 14. August 2017
    Fast wieder wie 1997: Die Street Parade gewinnt an Qualität.Fast wieder wie 1997: Die Street Parade gewinnt an Qualität.

Sie war schön, sie war die schönste seit vielen Jahren: Die Street Parade in diesem Jahr stand wahrlich unter einem guten Stern. Am Anfang stand der erstaunliche Wetterumschwung, just auf Beginn des Umzugs. Wer immer schon den Verdacht hegte, dass Petrus ein alter aber nach wie vor leidenschaftlicher Raver sei, der hat nun ein Indiz mehr das seine Mutmassung stützt.

Meine erste Street Parade habe ich 1994 besucht und bis Ende der Neunziger habe ich dem Umzug alljährlich entgegengefiebert, eine Vorfreude vergleichbar mit jener auf Weihnachten im Vorschulalter. Dann, ab der Jahrtausendwende, franste alles aus. Der Sound an der Parade wurde kommerziell und entsprach nicht mehr jenem, der in den Zürcher Clubs läuft. Sie verabschiedeten sich folgerichtig vom Konvoi und ich mich mit ihnen. 2002, das Jahr in dem es in Strömen regnete und in dem die Temperaturen einem miesen Schweizer Herbst alle Ehre gemacht hätten, war mein letztes auf einem Lovemobile: Damals bin ich auf Höhe des roten Schlosses vom Lastwagen gehüpft und zum Partysan Boot gerannt, in der Hoffnung der Kapitän hätte in weiser Voraussicht einen Vorrat an Heizöl beiseitegelegt.

Nach diesem, auch für das Street Parade-OK, tristen Jahr war die Street Parade nicht mehr dieselbe. Der Zauber war weg und sie hatte einen neuen Lover, die Masse der Eintagesraver, die House nicht von Techno unterscheiden können und die denken, die Swedish House Mafia sei das Nonplusultra in Sachen Danceflooring.

Doch in diesem Jahr war Vieles anders. Nicht ganz so wie früher (noch nicht), aber ein kleines Bisschen schon. Zu Beginn stand das Statement des Street Parade Bookers Robin Brühlmann, dem man entnehmen konnte, dass er die Schnauze voll hat von Beat-gestütztem Saxophongedudel. Es soll wieder mehr Techno werden, weg mit dem als Clubmusik getarnten Pop.

Als nächstes wurde dann verkündet, dass mit dem Klaus nach zig Jahren endlich wieder ein angesagter Zürcher Club ein Lovemobile stellen wird. Natürlich, das Klaus… Alain Mehmann, einer der Chefs da, ist ein Street Parädler der ersten Stunde, einer dem die Liebe zum Umzug auch in den erzkommerziellen Nullerjahren nie abhandengekommen ist.

Dennoch: Über zehn Jahre akustischer Zwiespalt lassen einen trotz dieser Schwalben noch nicht an den Sommer glauben. Erst als mir am Samstag auf dem Sechseläutenplatz von der Hauptbühne der kompromisslose Techno mit 160 bpm entgegendonnerte und erst als ich danach die Superszenis auf dem Klaus-Mobile wie Honigkuckenpferde (Mehmann und seine Partner würden sagen wie Einhörner) grinsen sah, da wusste ich, dass ein Stück des Zaubers zurückgekehrt ist.

Der Rest des Tages war Chaos und Tohuwabohu, vermengt mit reichlich Bier und Vodka Martini. Aber wenn mich die Erinnerung nicht trügt, war 2017 tatsächlich ein wenig wie 1997. Mit dem Unterschied, dass der Kater 1997 nicht ganz so garstig und nachhaltig gewesen sein dürfte.

Alex Flach ist Kolumnist beim «Tages-Anzeiger» und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Gonzo, Amboss Rampe, Nordstern Basel, Rok Luzern und Härterei.

Eine Glacegeschichte (7)

Thomas Wyss am Samstag, den 12. August 2017

Zuerst, dachte ich, entledige ich mich der Jacke (damit man mein cooles Che-Guevara-Shirt sehen kann), recke martialisch die Faust in die Luft, rufe «Sin perdón!» und steche ihm mit einem Rambo-Messer beide Pneus auf. Während es dann elend röchelnd die Luft verliert, zerschlitze ich den Sattel, malträtiere mit dem mitgebrachten Vorschlaghammer Pedalen, Rahmen und Speichen bis zur Stufe «irreparabel», und schliesslich übergiesse ich das, was von diesem scheusslichen O-Bike noch übrig ist, mit Benzin und zünde es an.

Dazu entrolle ich trotz der Hitze möglichst feierlich mein im Hausbesetzerstyle gestaltetes Transparent, auf dem steht: «Singapore! If I spit a spearmint chewing gum on your ground, I get penalized as I if were an outlaw… and now you think you can spit – figuratively speaking – a giant yellow-grayblack O-Bike chewing gum on my town without getting punished? Forget it!» (Auf Deutsch: «Singpur! Wenn ich bei dir einen Spearmintkaugummi auf den Boden spucke, werde ich gebüsst, als ob ich ein Gesetzloser wäre… und jetzt meinst du, du könntest – bildlich gesprochen – einen gigantischen gelbgrauschwarzen O-Bike-Kaugummi auf meine Stadt spucken, ohne bestraft zu werden? Vergiss es!») Dieses Transpi halte ich minutenlang grimmig dreinblickend in die mich filmenden Smartphones der deppert bis schockiert dreinblickenden Touristen – und all das am helllichten Tag, mitten in Zürich!

Dann dachte ich, dass es echt ziemlich krank wäre, so was zu tun. Umso mehr, als ich ja in letzter Zeit richtiggehend stolz war, endlich meine innere Mitte gefunden und diese auch in ansprechend gesunder Balance gehalten zu haben. Weiter dachte ich, dass ein Velo ja wahrscheinlich auch so was wie einen Astralleib oder zumindest eine Integrität besitzt, die zu verletzen unter einem ethisch-moralischen Gesichtspunkt betrachtet einer schweren Sünde gleichkommen würde.

Ein nächster, sehr bitterer Gedanke: Wie bünzlig meine Haltung doch war – bloss weil das eine oder andere O-Bike seit einer Woche meinen angestammten Veloparkplatz vor der Tamedia besetzte, wäre ich bereit gewesen, einen kleinen Velo-Jihad loszutreten? Pervers peinlich! Aber noch weit schlimmer: Mit dieser Attitüde lag mein Ich, das sich auf der Leinwand des Lebens immer gern in der Rolle des eigenwilligen Modern Hippie gesehen hat, plötzlich voll auf der aktuellen Mainstream-Züri-Linie… mich schauderte kurz, aber gründlich, wohl im Wissen, dass man so was nicht einfach mit gut duschen wieder wegbringt.

Ja, all das dachte ich. Und plötzlich kam mir in den Sinn, dass ich heute doch mit dieser Glacekulturgeschichte hatte weitermachen wollen (deshalb auch der Titel), und dass es glaub Teil 3 gewesen war, in dem ich Variationstipps des legendären Aeschlimann-Eiskaffees versprochen hatte. Les voilàs.

Tipp 1: Statt dreieinhalb Kugeln Kaffeeglace nehme man zwei Kugeln Kaffeeund eineinhalb Kugeln Schoggiglace, alles andere bleibt gleich – die Creme wird etwas süsser, farblich entsteht ein hübscher Zebraeffekt.

Tipp 2: Man gibt 4 cl Zuger Kirsch in die fertige Glacecreme und rührt nochmals kräftig um. Auf süssere Art kann der «Ouuii, ich han es Schwippsli»-Zustand kaum erreicht werden.

Gesagt ist gesagt

Werner Schüepp am Freitag, den 11. August 2017

«Wer Geld hat, wird bewundert.»

Der Zürcher Glücksforscher Bruno S. Frey sagt, dass es mehr brauche als viel Geld, um zufrieden zu werden. Viel besser wäre es, wenn man aufhören würde, sich ständig zu vergleichen. (Foto: Samuel Schalch) Zum Artikel

 

«Der Stadt sollte kein
finanzieller Schaden entstehen.»

Zwei Monate lang hätten die 20 Sonnenschirme im heissen Sommer Schatten spenden sollen. Nach fünf Tagen wurden sie bereits wieder abmontiert, weil sie dem Wind nicht standhielten. Stadtrat Filippo Leutenegger versichert, dass die Herstellerfirma die Schirme wieder zurücknehme. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Ich nähere mich dem Gaga-Zustand.»

Max Richter hat in Zürich sein achtstündiges Werk «Sleep» aufgeführt – TA-Redaktor Thomas Wyss und 120 andere Menschen durften zur Musik schlafen – was gar nicht so einfach war. (Foto Dominique Meienberg) Zum Artikel

 

«Das Nachtleben ist für
viele Frauen nicht attraktiv.»

Hinter dem Tresen sind Frauen im Ausgang omnipräsent. In den Führungspositionen dafür sehr selten und das in einer Branche, die als jung und innovativ gilt. Weshalb ist das so? Die Unternehmerin Vania Kukleta kennt die Gründe. (Foto Dominique Meienberg) Zum Artikel

 

«Gegen die Konkurrenz aus China
sind wir chancenlos.»

Schweizer Hersteller waren dem Staatsbetrieb für die Fassade bei der Zürcher Europaallee zu teuer. Wäre das auch anders gegangen? Fassadenbauer Roman Aepli findet, es herrsche ein völlig ungleicher Wettbewerb in der Branche. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Kommen weitere Anbieter, werden wir
die Situation neu beurteilen.»

Während andere Städte hart gegen sie vorgehen, duldet Zürich die Velos von O-Bike. Das Unternehmen expandiert nun. Und die Velos sind überall in der Stadt zu sehen. Derzeit gebe es noch keine grossen Beschwerden, sagt Mike Sgier vom Tiefbaudepartement. (Foto: Keystone/Ennio Leanza) Zum Artikel

 

«Manche dieser Typen sind gewohnt,
immer alles zu bekommen.»

Diese Woche wurde das Urteil gegen den Küsnachter gefällt, der im Rausch getötet hat (zwölfeinhalb Jahre Gefängnis). In Internaten und Luxuskliniken weiss man, warum manche Zöglinge des Geldadels auf die schiefe Bahn geraten. Und setzt man ihnen Grenzen, dann flippen sie aus, sagt ein Internatspädagoge. (Foto: Franziska Scheidegger) Zum Artikel

 

«Die Langstrasse hat sich
leider zur Partymeile entwickelt.»

Sie sind allgemein zufrieden, die Menschen in den Kreisen 4 und 5. Wäre da nicht die Sorge, dass die Langstrasse etwas verlieren könnte. Tagsüber werde man an der Langstrasse oft angebettelt, sagt André Bleiker, der seit 27 Jahren im Kreis 4 wohnt.  (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Vor allem Frauen und Kinder winken mir zu.»

Was ist denn das? Ein Hochrad, eine Brücke und ein überraschter Mann. Die Geschichte hinter einem 50-jährigen Foto oder wie Hans Keller 1965 mitten durch Zürich fuhr. (Foto: Pfändler, ATP, RDB) Zum Artikel

 

«Die grössten Flops Zürichs.»

Die Stadtregierung meint es ja gut und greift doch ab und zu doch völlig daneben – wie FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger (siehe auch weiter oben) mit den filigranen Sonnenschirmen. Hier sind sie, die sieben peinlichsten Flops der Stadt. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Ich strebe nach Perfektion im Einfachen.»

Aubergine mit Fenchelpollen oder Rüebli mit Himbeeren: Margaretha Jüngling, die einstige Privatköchin von Rockmusiker Neil Young, will mit viel Gemüse und viel Fantasie das Zürcher Publikum begeistern. (Foto Dominique Meienberg) Zum Artikel