Himmel, Arsch und Fiber

Warten, warten, warten heisst es derzeit für viele Netflix-Benutzer und UPC-, beziehungsweise Swisscom-Kunden. Bild: zvg/screenshot

Eigentlich ist mir egal, woher das Internet kommt oder wohin es geht. Hauptsache, es funktioniert. Wie, wird sich mir nie ganz erschliessen – lange glaubte ich, dass da Hexerei mitspiele. Auch der Anbieter ist mir wurscht. Hauptsache, er reagiert innerhalb von fünf Sekunden, sobald bei mir das Netz zusammenbricht. Und die Kundenberater sollten freundlich bleiben, selbst wenn der Fehler bei mir liegt («Haben Sie den Router eingeschaltet? Nicht? Da haben wirs!»).

Doch auf einmal ist das richtige Angebot eine zentrale Frage in meinem Leben, denn: Mein grosser, bekannter Anbieter streamt die Serien und Filme vom Onlinedienst Netflix zu langsam. Das hat mit irgendwelchen Gratis-Netflix-Servern zu tun, die von meinem Anbieter aus irgendeinem Grund nicht unterstützt werden. Verhext ist das.

Jetzt heisst es also wechseln, zu einem Provider mit Netflix-Servern – und Glasfaser (Optical Fiber). Vor ein paar Wochen hätte ich Glasfasern noch für ein chinesisches Nudelgericht gehalten. So rasant kanns gehen, wenn die geliebten Serien nur noch über den Bildschirm ruckeln: An einem Tag ist man ein gedankenloser User, am nächsten denkt man bloss noch in Gigabits – schliesslich sollen die Serien schneller aus der Empfangsdose kommen, als man «UPC» oder «Swisscom» sagen kann. Mit Zauberei hat das wenig zu tun. Aber viel mit Kundenzufriedenheit.

Alle Folgen vom Serienjunkie finden Sie hier. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 24.02.2016, 11:47 Uhr)

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