Hash das?

Tatort-Fans lassen auf Twitter den #Frust raus. Bild: Screenshot Twitter

Jeden Sonntagabend weiss ich: Die «Tatort»-Ermittler sind Pfeifen. Die Drehbücher unglaubwürdig und konstruiert. Die Kameraführung schlecht, die Schnitte sowieso, und überhaupt, warum tun wir uns das eigentlich Woche für Woche an? Dabei gucke ich «Tatort» gar nicht (sorry, liebes öffentlich-rechtliches Fernsehen, ist nichts persönliches, das Format und ich passen einfach nicht zusammen). Alles, was ich zur Serie mitbekomme, läuft über Twitter.

Auf der Social-Media-Plattform kommentieren die «Tatort»-Gucker in Echtzeit, was in der aktuellen Folge läuft beziehungsweise schiefläuft, und das ist manchmal so amüsant, dass es als eigene Kunstform einen Duden-Eintrag erhalten sollte. «Tatort-Twettern» oder so.

Was fast noch amüsanter ist: Der Missbrauch des Hashtag-Zeichens. Eigentlich wäre die Verwendung ganz einfach: #Tatort, und der eigene Post ist auffindbar. Doch es gibt immer wieder Benutzer – vielleicht solche, die wegen der ollen «Tatort»-Folge grad so in Rage sind, dass sie die Tastatur nicht mehr richtig treffen – die #jedes #einzelne #Wort #verhashtagen. Oder#vergessen#Abstände#zu#machen. Oder – meine Lieblingsuser – jene, die das Hashtag nachstellen#.

Nun gut, ganz so einfach ist die Sache mit dem Rautezeichen zugegebenermassen auch nicht. Auf meiner Mac-Tastatur ist das Symbol nirgends eingezeichnet, und so google ich in regelmässigen Abständen «wo hashtag mac?» (oder wahlweise: «schadet fernsehen dem langzeitgedächtnis?»). Zum Glück gibts eine simple Website zu diesem Problem: wheresthehashkeyonamac.co.uk. Deren Inhalt besteht aus einer einzigen Information: «Alt+3». So einfach wärs.

Alle Folgen des Serienjunkies gibt es hier zum Nachlesen. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 31.05.2016, 13:50 Uhr)

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