Beiträge mit dem Schlagwort ‘Singer/Songwriter’

Open Air Basel wirft erste Köder aus

Gawin Steiner am Dienstag den 25. Februar 2014

Es ist sicherlich ein Highlight am Basler-Sommer-Event-Himmel: Das Open Air Basel, welches 2014 erst zum zweiten Mal unter diesem Namen stattfindet. Im August soll bei der Kaserne wieder getanzt, gesungen und getrunken werden. Getanzt zu Musik, bei der wahrscheinlich nicht jeder sofort den Rhythmus findet. Und die breite Masse den Songtext wohl nicht aus dem Stehgreif hervorholen kann. Mit «Fink» am Freitag und «Mount Kimbie» am Samstag, wurden pünktlich zum Vorverkaufsstart die ersten beiden Acts bekannt.

2013 konnten «Crystal Fighters» das Publikum auf dem Kasernenareal begeistern.

2013 vermochten «Crystal Fighters» das Publikum auf dem Kasernenareal zu begeistern. (Bild: Lucian Hunziker)

Doch das sind erst die ersten beiden ‹Tropfen› des Line Ups. Die weiteren Acts werden dann Ende März und Anfang April bekannt gegeben. Dann soll auch der eigentliche Headliner genannt werden.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die bereits bekannten Acts wollen wir unseren Lesern aber trotzdem nicht vorenthalten:
Fink, zu bürgerlichem Namen Finian Paul Greenall, ist ein englischer Singer/Songwriter aus Brighton. Der 32-Jährige schlägt zusammen mit seinem Bassisten und seinem Drummer sanfte Töne an. Mit seiner beruhigend wirkenden Stimme baut er immer wieder Spannung auf, die kurz vor dem Höhepunkt aber wieder zur Ruhe selbst wird.


Musik für Geniesser: «Fink» in Studioqualität (l.) und live (r.).

Ruppiger geht es bei Mount Kimbie zu: Die Londoner Band um Dominic Maker und Kai Campos lässt Minimal aus den Lautsprechern ertönen mit einer ordentlichen Portion Bass. Mit jeder Menge eingebauter orientalischen Klängen differenzieren sie sich aber stark vom typischen Minimal in den Basler Clubs. Definitiv tanzbar.


Tanzbar: Elektronische Klänge von Mount Kimbie in Studioqualität (l.) und live (r.).

Openair Basel, 15./16. August 2014, Kasernenareal Basel
www.openairbs.ch
www.facebook.com/OpenAirBasel
Tickets gibts auf www.starticket.ch

Nichts für die kalte Jahreszeit

Luca Bruno am Dienstag den 8. Februar 2011


Laura Veirs‘ aktuelles Album «July Flame» erschien zwar letzten Januar, ihre unprätentiösen Folksongs sollte man jedoch, wie uns bereits der Titel des Albums verrät, viel besser im Juli hören. Und auch die Vorgängeralben – seit 1999 sind sieben Alben der Singer/Songwriterin aus Portland erschienen – sind mit ihrem warmen, countryesquen Sound am Besten im Sommer aufgehoben.

Auf «July Flame» steuert My Morning Jacket-Sänger Jim James auf mehreren Songs die Harmonien bei und Colin Meloy, Sänger der Decemberists, bezeichnete das Album gar als sein Lieblingsalbum von 2010. Während Veirs in Folkmusik-Kreisen also ein hohes Ansehen geniesst, blieb ihr der grosse Durchbruch bislang jedoch verwehrt. Zwar würde es nie jemand wagen, ein schlechtes Wort über die warmen Melodien ihrer Songs zu verlieren. Doch auch für so exzellente Alben wie «Carbon Glaciers» (2004) oder «Year Of Meteors» (2005) bleibt es am Ende dann doch beim «7 von 10 Punkten»-Review. Laura Veirs‘ Musik sei zwar «schön», kommt jedoch mit zu wenig Kanten daher, heisst es dann meistens.

Aber wie so oft trügt der erste Blick und sobald man ein wenig genauer hinhört, wird man mit Zeilen wie «I can smell the smoke from your fire, Babe, but I’ll leave you alone and sleep in this lonely cave» konfrontiert. Ziemlich schnell wird klar, dass sich Veirs vor Kanten also keineswegs scheut. Tiefgründige Probleme werden angesprochen. Laura Veirs macht sich jedoch einen Spass daraus, diese in liebliche Melodien zu verpacken. Die Fassade bröckelt und urplötzlich eignet sich «July Flame» doch auch für Wintermonate.

Aber auch wenn Veirs gerne über Gefühle singt, die irgendwo Schiffbruch erlitten haben und auf ihren Pressefotos einen leicht schrulligen Eindruck hinterlässt, haben wir es hier nicht mit einer Einzelgängerin zu tun. Nicht nur tritt sie diesen Mittwoch, dem 9. Februar 2011, im Parterre mit Begleitband auf, im Song «Little Deschutes» singt sie schliesslich auch «I want nothing more than to float with you / I want nothing more than to dance with you». Ab und zu lohnt es sich dann eben auch, ein drittes Mal hinzuschauen.

Laura Veirs, mit Band: Diesen Mittwochabend (9. Februar) Live im Parterre. Beginn: 20:00.