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Nummer eins! Die Baselbieter Hitparaden-Königin

Joel Gernet am Dienstag den 4. Februar 2014

Sensation aus Sissach: Soul-Sängerin Ira May steigt mit ihrer allerersten Platte direkt auf Platz 1 der Hitparade ein. Im grossen Video-Interview redet die Baselbieterin über ihren überwältigenden Erfolg. Und sie erklärt, warum sie den Vergleich mit Amy Winehouse am liebsten aus der Welt schaffen würde.

Direkt an die Spitze der Album-Charts: Ira May redet im grossen Interview nicht nur über ihren Chart-Coup, sondern auch über die gemeinsame Schülerchor-Zeit mit Baschi und Sarah-Jane, das Heimspiel in Gelterkinden und die Schwierigkeit der Live-Umsetzung ihres Albums.

Ira May kann es kaum fassen: Ihr Debutalbum «The Spell» wird am kommenden Sonntag an der Spitze der Album-Charts stehen. «Das war ein ganz krasser Moment – ich war sprachlos und bin es jetzt noch», sagt die 26-Jährige über den Moment, in dem sie von ihrem Triumph erfahren hat. Ihr Management aus Deutschland hat via Videotelefon den Hitparaden-Coundown runtergezählt. Nach einem scherzhaften Stocker bei Nummer 4 – die Sissacherin freute sich schon – endete der Spass dann an der Spitze: Platz eins! Und das ohne grosses Label im Rücken und mit komplett selber geschriebenen Texten – was heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Gerade in den Top Ten.

Prost: Ira May feiert ihren Charteinstieg.

Prost: Ira May feiert ihren Chart-Einstieg.

«Wir hatten nie das Ziel, mit dem Album zu charten – das muss ich ganz ehrlich sagen», erklärt Iris Bösiger, wie Ira May mit bürgerlichem Namen heisst. «Es sollte eine Platte werden, die uns gefällt und hinter der man ohne Kompromisse stehen kann.» Dass ihr genau das nun gelungen ist, macht die Sissacher Soul-Sängerin umso glücklicher.

Zu behaupten, der hohe Chart-Einstieg sei eine völlige Überraschung wäre etwas gar kokett – schliesslich war der Medien-Hype um die Baselbieterin in den vergangenen Wochen beachtlich und gipfelte auf der Titelseite der Coop-Zeitung. Dass das Abenteuer aber gleich auf dem Hitparaden-Thron endet, damit hat Ira May wirklich nicht gerechnet. «Ich sehe nicht den Hype, sondern meinen Alltag», erklärt sie. «Wir hofften es zwar – aber Platz eins ist doch ziemlich heftig.»

Wenn Ira May «wir» sagt, meint sie damit auch Shuko, der für den kompletten Album-Sound verantwortlich ist. Der Mainzer Beat-Bastler gehört zu den bekanntesten Produzenten in Deutschland und arbeitete unter anderem für Rapper wie Lil Wayne, Tyga oder Talib Kweli aus Amerika; Soprano und Sexion d’Assault aus Frankreich oder die deutschen Rap-Grössen Cro, Casper oder Sido. In der Schweiz profitierten bis jetzt etwa Gimma, Bligg und Bandit von den Beats des Deutschen. Und nun also Ira May, die seinen Sound sogar auf Albumlänge auf den Leib geschneidert bekommen hat und die auf Shukos Indie-Label Peripherique Records unter Vertrag steht.

1014546_494886983965057_465518273_o«Das war eine sehr spezielle Geschichte», sagt Bösiger über ihr Zusammentreffen mit Shuko. Eine Geschichte, die auf die Zeit zurückgeht, in der sie Musik als Hobby neben ihrer Lehre als Verkäuferin betrachtete. Die Beats kamen damals noch vom Sissacher Produzenten Sandro Purple Green, der die Früchte der gemeinsamen Arbeit ins Netz stellte. So wurde Shuko auf die Soul-Stimme aus Sissach aufmerksam.

Nachdem Ira May Ende 2012 auf Black Tigers Monsterprojekt «1 City 1 Song» den 83-Minuten-Song nach über 140 Rappern mit ihrer Stimme beendete, entdeckte SRF3-Musikredaktor Sascha Rossier die Baselbieterin, die er umgehend als «Amy Winehouse aus Sissach» anpries – ein Etikett, das der Sängerin seither viel Aufmerksamkeit einbrachte. Sie selber ist mit dem Vergleich allerdings nicht so glücklich. «Über diesen krassen Vergleich habe ich mich nie wirklich gefreut», sagt Bösiger.

Ira May: The Spell (2014).

Ira May: The Spell (2014).

Sie könne verstehen, dass gewisse Leute sich pikiert fühlen, ihr selber würde es vermutlich nicht anders gehen. «Ich finde das ein ganz schwieriges Thema: Natürlich bin ich dankbar um einen solchen Vergleich – dennoch hoffe ich, dass sich dieses Thema jetzt so schnell wie möglich erledigt.» Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Denn spätestens ab jetzt ist Ira May nicht mehr nur die…ihr wisst schon wer…aus Sissach, sondern die Baselbieterin, deren rauchige Soulstimme es ganz ohne Major-Label oder TV-Casting bis an die Spitze der Schweizer Album-Charts geschafft hat. Und das ist erst der Anfang – die Tournee hat eben erst begonnen. Und auch in Deutschland gewinnt Ira Mays Album «The Spell» langsam an Fahrt.

Tourdaten: 08.02. Mühle Hunziken Rubigen / 21.02. Kulturkarussel Stäfa / 22.02. Kufa Lyss / 28.02. Kugl St. Gallen / 01.03. Bscene Basel / 21.03. La Spirale Fribourg / 22.03. Krempel Buchs / 29.03. M4Music Zürich.

Point yours – Was ist typisch Schweiz?

chris faber am Donnerstag den 4. August 2011

Die Designstudentin Carolin Kolb hatte im Rahmen Ihrer Diplomarbeit Point yours am 7. Mai 2011 zu einem besonderen Fotowettbewerb aufgerufen. Gemeinsam mit Gonnado.com  suchte Sie das typisch Schweizerische.

Jeder war aufgerufen mit einer Fotostrecke zu zeigen, was die Schweiz für ihn persönlich bedeutet und Schweizer Kultur in 36 Stunden festzuhalten. Danach durfte jeder Teilnehmer seine Fotostrecke mit mindestens drei Fotos umsetzen und diese anschliessend ins Internet stellen.

Die Ergebnisse präsentierte Carolin Kolb jetzt im Rahmen des Tagfeierkalenders letzte Woche im Petersgraben 15. Herausgekommen sind sehr typische und authentische Momente, die in Kapitel eingeteilt, demnächst auch auf einer Webseite zu sehen sind.

Ein visueller Leckerbissen, der Lust auf mehr Schweiz macht.

Dieses Projekt soll demnächst so ausgeweitet werden, dass es auch in andere Länder exportiert werden kann und auch ein längerer Zeitraum dokumentiert wird.  Zusätzlich soll die Möglichkeit bestehen, die Bilder auf der Webseite zu filtern, zum Beispiel nach Region, Thema, Ortsangabe etc.. Das Projekt ist auch noch vom 02.-09.09.11 im Rahmen der Diplomaustellung HGK FHNW Institut Hyperwerk in der Messehalle 2.1 zu sehen.

Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf die vielen guten Bilder:

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Nachtrag: Schweizer Geschichte für Dummies

chris faber am Dienstag den 2. August 2011

Text von Reda El Arbi aus seinem Blog Redders Welt vom 01.08.2008

Heute ist der richtige Tag, um einmal zu erklären, wieso wir Schweizer so sind, wie wir sind: höflich, zurückhaltend und stur bis zur Aufsässigkeit.

Zu Beginn, also bis vor cirka 800 Jahren, waren wir nicht anderes als drei Bauern, die friedlich ihren Weizen anbauten (Kartoffeln kamen erst mit der Entdeckung Amerikas). Aber bereits die Römer, die Germanen (später die Armeen des Kaiserreichs) und die Gallier, einfach alle stampften über unsere Felder und trampelten unsere Ernte nieder. Also, wer schon mal einem Schweizer Bauern ins Feld gestapft ist, weiss, dass wir das nicht so mögen (huere siech, du pfiifechopf, verreiss us mim chlee!!!).

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