Beiträge mit dem Schlagwort ‘M54’

Die lange Suche nach frischem Blut

karen gerig am Mittwoch den 20. Juli 2011

Im Projektraum M54 werden jedes Jahr die neuen Mitglieder der visarte ausgestellt. Auffällig: Es sind kaum junge Künstler darunter. (Foto Daniel Desborough)

Der Berufsverband visuelle Kunst «visarte» hat ein Nachwuchsproblem. Seit Jahren fällt auf, dass an den Präsentationsausstellungen der neuen Mitglieder erstens sehr wenige Positionen vorhanden und zweitens junge Künstler kaum darunter zu finden sind. Woran das liegen mag, kann man nur mutmassen. «Um das Image der visarte steht es leider nicht zum besten», sagt Enrico Luisoni, Präsident der visarte Region Basel. Er hat recht: «Altbacken», «zu wenig innovativ» oder «langweilig» sind Wörter, die eigentlich immer fallen, wenn man Kunstschaffende zur Visarte befragt. Selbst solche, die Mitglied sind, wünschten sich mehr Engagement – eine bessere Nutzung des angeschlossenen Ausstellungsraumes Projektraum M54 an der Mörsbergerstrasse etwa, oder auch vermehrte Kunstevents.

Zu letzterem bräuchte es aber vor allem eines: Geld. Und das fehlt an allen Ecken und Enden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ein Getreidesilo mitten im Kleinbasel

Joel Gernet am Samstag den 18. Juni 2011


Das schöne an der Art Basel ist auch, dass es an allen Ecken Parties, Performances und natürlich Ausstellungen zu entdecken gibt. So zum Beispiel die Kunstschau «Ping Pong» im Projektraum 54 alias M54 an der Mörsbergerstrasse…die Hausnummer könnt Ihr Euch ja denken. Der vergleichsweise junge Art-Side-Event findet abwechslungsweise in Basel und Miami statt, daher wohl der Name. Basel ist die sechste Station dieses kunstvollen Ballwechsels. Rechnet man zurück, hat die Ausstellungsreihe in Miami – dem Ping – begonnen. Heuer findet unmittelbar neben der Kleinbasler Matthäuskirche also das Pong statt.

Vierzehn Künstler, je zur Hälfte aus Miami und Basel, zeigen noch bis morgen Sonntag ihre Kunstwerke im M54. Die augenfälligste Installation unter den gezeigten Arbeiten ist der viereinhalb Meter hohe Getreidesilo, den der Amerikaner Robert Chambers im von Deckenlicht durchfluteten Kunstraum aufgestellt hat. Die monströse Skulptur wurde aus den Einzelteilen zweier extra aus Dänemark angeliegerter Getreidesilos zusammengezimmtert. Das Teil ist begehbar und offeriert in seinem Inneren einen tollen Ausblick nach oben – an die charmante Decke des ehemaligen Fabrikraumes. «Wie ein Serra an Holz», findet ein Betrachter an der Vernissage. Recht hat er – nur verströhmt dieses Werk keinen Pipigeruch.

Ping Pong, 15. -19. Juni 2011, Mörsberger 54, Basel, Do 16. – So 19. Juni 14 – 20 Uhr.
Künstler aus Miami: Kevin Arrow, Bhakti Baxter, Robert Chambers, Beatriz Monteavaro, Gavin Perry, Jen Stark, Mette Tommerup. Künstler aus Basel: Dirk Bonsma, Pawel Ferus, Maria Elena Gonzàlez, Lori Hersberger, Sue Irion, Flavia Schaub, Matthias Willi.