Beiträge mit dem Schlagwort ‘Konzert’

On Stage: Dillon

Luca Bruno am Mittwoch den 28. März 2012

Dillon

Dominique Dillon de Byington – Last-Minute-Nachforschungen haben ergeben, dass dies tatsächlich ihr richtiger Name ist – ist prädestiniert dafür, die Geister zu scheiden. Das fängt beispielsweise schon beim Cover ihres Debütalbums «This Silence Kills» an. Möchte man sie darauf hinweisen, dass sie da irgendetwas unter ihren Augen hat oder sollte man sie doch viel lieber einmal kräftig in den Arm nehmen?

Auch die Musik, welche auf dem letzten November erschienenen Album enthalten ist, dürfte starke Reaktionen hervorrufen. Entweder lässt man sich von ihrem kompromisslosen Chamber Pop konsequent bezaubern oder lehnt ihn eindeutig ab – ein Dazwischen gibt es nicht. Ob man die mittlerweile in Berlin ansässige Singer-Songwriterin bald in einem Atemzug mit Soap & Skin oder Bat For Lashes nennen wird, darf Dillon heute Abend (Mittwoch, 28. März 2012) im Hinterhof gleich selbst unter Beweis stellen. Wir haben nun zwei Songs zum Vorhören bereit… Diesen Beitrag weiterlesen »

Nach der Party

Luca Bruno am Dienstag den 27. März 2012
I'm From Barcelona

I'm From Barcelona (Foto: Matt Hass)

Wir schreiben den 9. Mai 2007: Im Rossstall der Kaserne haben soeben zwölfunddreissig Schweden mit dem Publikum einen 90-minütigen Kindergeburtstag mitsamt Konfetti, haufenweise Ballons und abschliessender Bühneninvasion gefeiert. Auch der hinterletzte Zyniker verlässt an diesem Abend die Kaserne mit einem Strahlen im Gesicht.

Fünf Jahr später: Das Konfetti ist längst zusammengewischt, die Ballons sind geplatzt und mit ihnen ist auch der Hype um das schwedische Kollektiv I’m From Barcelona, welches heute Abend (Dienstag, 27. März 2012) erneut im Rossstall der Kaserne auftritt, längst verflogen. Auch die letztjährige Veröffentlichung ihres dritten Albums «Forever Today» war auf den Blogs höchstens noch eine Randnotiz wert – zu Unrecht eigentlich… Diesen Beitrag weiterlesen »

BScene '12: Die Sache mit den Ambitionen

Luca Bruno am Dienstag den 27. März 2012
BScene

BScene '12. Hier: Elephant Anthony in der 8-Bar

7000 Besucher waren es dieses Jahr. Das sind zwar tausend weniger als an der letztjährigen Ausgabe, diese 7000 BScene-Besucher sollten aber immer noch genügend Ticketeinnahmen generiert haben, um dem Organisationsteam die Fertigstellung des längst geplanten Wintergartens für ihre goldene 27-Zimmer Villa in der Karibik – welche sich das Team wiederum aus den Einnahmen der vergangenen Jahren finanziert hat – zu garantieren.

Spass beiseite: Die BScene erlebt man am besten hautnah und in Farbe, daher bieten wir anstatt ausführlichen «Think pieces» nun zufällig ausgewählte Eindrücke aus unserem BScene-Besuch. In den Hauptrollen: The Hoanhieu, Elephant Anthony und We LoyalDiesen Beitrag weiterlesen »

Unterwegs auf zarten Pfoten

Luca Bruno am Freitag den 23. März 2012
Ada

Ada (Foto: Tobias Vollmer)

Heute beginnt bekanntlich die 16. Ausgabe der BScene. Wer den Bands, Gitarren und Schlagzeugen allerdings aus dem Weg gehen möchte, dem sei der Weg in den Hinterhof nahe gelegt. Für die BScene zu peripher gelegen, veranstaltet der Hinterhof heute Abend (23. März 2012) stattdessen die traditionelle Afterparty zur Designmesse Blickfang. Dort steht dieses Jahr, angeführt von der Hamburgerin Michaela Dippel alias Ada, ein konsequent weibliches Lineup hinter den Decks – wir schnüren die Tanzschuhe. Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine Engelsstimme zum St. Patrick's Day

Joel Gernet am Samstag den 17. März 2012

Lachend legt Amy Belle ihre Gitarre zur Seite. «That was the worst busking ever», das schlechteste Strassenkonzert überhaupt, scherzt die schottische Sängerin und erhebt sich von der Pfalz-Brüstung. In ihrem Gitarrenkoffer liegen läppische siebzig Rappen, welche der Autor aus Spass hingeworfen hat. Soeben hat die 30-Jährige den Anwesenden eine kurze Kostprobe ihres Könnens präsentiert. «Kommt das auch auf YouTube?», will ein applaudierender Mann wissen und blickt erwartungsvoll in Richtung Kamera. So sind sie, die Gaffer 2.0. Die Frage wäre doch viel eher: Wo und wann bekomme ich mehr zu hören von dieser Engelsstimme? Diesen Beitrag weiterlesen »

On Stage: Ravens & Chimes

Luca Bruno am Donnerstag den 8. März 2012

Aufwachen! Die kalten Monate sind langsam aber sicher vorbei und das Schlaglicht dreht rechtzeitig zum Beginn der Konzertsaison eine neue Glühbirne in seine Fassung. Und während andernorts gerade ein Neustart in die Wege geleitet wird, macht der Hinterhof dort weiter, wo er letzten Winter aufgehört hat: Mit ausgewählten Livemusik-Leckerbissen von Bands, denen die Zukunft gehört. Heute Abend, am 8. März, stehen Ravens & Chimes aus New York auf der Hinterhof-Bühne.

Wer im Studio Hotel2Tango in Montreal, Kanada aufnehmen darf, hält sich an einem Ort auf, wo schon ruhmreiche Bands wie Arcade Fire oder Wolf Parade ihrerseits Meisterwerke auf Tonband aufgezeichnet haben. Und wie die soeben erwähnten grossen Namen, so zeichnen sich auch Ravens & Chimes durch verspielten, multiinstrumentalen Indie Rock aus; Gitarren und Glockenspiele, die sogar dem grössten Folkmuffel ein Lächeln auf die Lippen zaubern werden. Oder wie fasst ein YouTube-Kommentator so schön zusammen: «I used to hate long-haired guys until I found Ravens and Chimes».

«Reichenbach Falls», das bislang einzige Album der Band, erschien zwar bereits 2007, trotzdem ist man seither nicht untätig geblieben. Zahlreichen digitale Singles sind in den letzten Monaten veröffentlicht worden, ein neues Album steht unmittelbar bevor und nach dem Sprung bieten wir nun einige Hörproben… Diesen Beitrag weiterlesen »

Basler Stimmen spiegeln die Welt

Joel Gernet am Freitag den 17. Februar 2012

Von Basel aus die Welt erobern: The Glue mit Oliver Rudin (rechts aussen).

Zum 15-jährigen Jubiläum steht dem Basler A-cappella-Quintett The Glue ein Jahr der Wahrheit bevor. Über 40 Konzerte auf vier Kontinenten haben die fünf Sänger vor sich – und nebenbei soll ein neues Album entstehen. «Gluebâlisation» nennt sich das Ganze und umfasst unter anderem Konzerte in Südafrika, Amerika, Taiwan und Marokko – morgen Samstag ist Kickoff im Basler Schauspielhaus. «Dieses Jahr wird uns viele Antworten geben», sagt Glue-Mitbegründer Oliver Rudin. Ob es das aufregendste Jahr der Bandgeschichte wird? «Das befürchten wir auch», lacht Rudin, angesprochen auf die Welttournee. «Aber eigentlich nennen wir nennen das Ganze ja nicht Welttournee – schliesslich kommen wir ja zwischendurch zurück nach Basel», gibt sich der 30-Jährige bescheiden.

Die regelmässige Rückkehr ans Rheinknie nutzt The Glue, um dem Heimpublikum mit insgesamt fünf Konzerten die jüngsten Ergebnisse ihrer Reisen zu zeigen. «Unser Ziel ist nämlich nicht nur, Konzerte zu geben, sondern auch Kulturaustausch zu betreiben.» Der Auftakt zum Austausch erfolgt in Südafrika Anfang März, wo die Band unter anderem mit Kindern musizieren möchte. «Von ihnen können wir vermutlich am direktesten lernen, was authentisch ist», meint Rudin und vermutet, dass The Glue wohl eher von den Kleinen lernen wird, als umgekehrt. Ziemlich zeitnah zur Entstehung sollen die Früchte der Zusammenarbeit dann auf den südafrikanischen Bühnen präsentiert und aufgenommen werden. Damit die Basler nicht mir leeren Händen in Südafrika landen, hat das Quintett eigene Interpretationen südafrikanischer Volkslieder einstudiert – diese wird es morgen auch im Schauspielhaus zu hören geben. Ende April werden dann an gleicher Stelle die ersten akustischen Mitbringsel der Welttournee präsentiert – die besten davon landen dann auf der CD, welche die vermutlich aufregendste Zeit der Bandgeschichte dokumentieren soll.

Oliver Rudin: Dirigent, Band- oder Chorsänger.

Aufgenommen wird nicht nur im Studio, sondern auch live auf der Bühne. «Wir wollen, dass man die Atmosphäre dieser Konzerte auch auf CD mitbekommt», erklärt Rudin. Dass er eines Tages mit seinen Bandkollegen, die er bei der Basler Knabenkantorei kennengelernt hat, singend um die Welt reist, hätte sich Rudin vor fünfzehn Jahren beim besten Willen nicht vorstellen können. «Es ist schon ein Traum, andere Länder, Kulturen und Musiker kennen zu lernen und sich auf diese Art weiterzuentwickeln.» Das Schönste an der Sache sei, dass dies alles dank eigener Musik möglich wurde. Diese steht nun auf dem Prüfstand: «Ende Jahr werden wir noch besser als bisher wissen, ob unsere Lieder auf der ganzen Welt funktionieren», sagt Rudin. Bisher jedenfalls klappte das ganz gut – das beweist unter anderem der Glue-Erfolg an der Harmony Sweepstakes Competition am New Yorker Broadway, wo die Basler den Preis für den besten eigenen Song einsackten – mit einer deutschsprachigen Komposition (die Band berichtet damals auf diesem Blog darüber).

The Glue @Prague (Nov 2011) from The Glue on Vimeo.

Dass The Glue auch weiterhin in aller Welt Aufsehen erregen, dafür sorgen nicht nur ihr verspielte Bühnenshow, sondern auch die Wassertanks auf den Rücken der Sänger. «Viele meinen, diese Pet-Flaschen sind ein Gag – aber das ist nicht so», erklärt Rudin. «Das ist eine typische, pragmatische Glue-Lösung, um die Trinkpausen zwischen den Songs zu verkürzen.» Inzwischen hätten sich die Pet-Raketen als Wiedererkennungs-Symbol der Basler etabliert. Dass dies nicht das Einzige ist, was den Glue- Zuschauern von der «Gluebâlisation»-Tournee in Erinnerung beleibt, dafür dürfte die Performance der fünf Basler Stimmakrobaten sorgen. Und die CD Ende Jahr.

The Glue @Vienna (Nov 2011) from The Glue on Vimeo.

On Stage: French Films

Luca Bruno am Montag den 19. Dezember 2011
French Films

French Films: Just chillin' around... (Bei Minus 5 Grad Celsius?)

Im Gegensatz zu seinen (Quasi-)Nachbarn Norwegen und Schweden ist Finnland ja eher weniger für seine Musikexporte abseits des Metal-Sektors bekannt. In den letzten Jahren haben jedoch immer mehr finnische Bands auch den Gitarrenpop lieb gewonnen und machen sich nun auf, Europa und den Rest der Welt zu erobern. So waren Ende Oktober beispielsweise Rubik in der Kaserne zu Gast und mit den French Films heute Abend auf der Hinterhof-Bühne steht nun der nächste finnische Act bei uns vor der Türe.

Anders als introvertierten Pathos à la Rubik setzen die French Films jedoch auf gradlinigen Indie Rock, ohne dabei aber die immer noch trendigen Wave-Elemente zu vernachlässigen; The Drums oder Surfer Blood kommen in den Sinn. Heute Abend lautet das Motto also «Hyvä Suomi!» und für alle potenziellen Konzertgänger bieten wir nach dem Sprung nun eine kleine Übersicht über die besten Songs der Band… Diesen Beitrag weiterlesen »

On Stage: Forest Fire

Luca Bruno am Freitag den 9. Dezember 2011

Ab und zu reichen die kurzen Tipps unserer Wochenvorschau einfach nicht aus. Besonders bei Konzerten eignet sich ja eigentlich viel mehr eine Vorschau mit Ton und Bild, als eine mit Text. Ab sofort bieten wir mit «On Stage» die optimale Einstimmung auf ausgewählte Konzerte, die auf Basler Konzertbühnen stattfinden; mit wenig Text, dafür viel Musik und Bild.

Den richtigen Bandnamen zu finden, das ist ja so eine Sache. Nehmen wir Forest Fire aus New York als Beispiel: Mit einem Waldbrand hat ihre Musik ja eher wenig gemein, oder? Wenn ihr leicht düsterer Folk Rock etwas zum Auflodern bringt, dann allerhöchstens das Lagerfeuer. Ihr aktuelles Album «Staring at the X» erschien auf dem britischen Label Fat Cat, wo auch schon Panda Bear und sein Animal Collective gross wurden und so kommen Forest Fire also nebst Lagerfeuerromantik ebenfalls mit allerlei Brooklyn-Weirdness daher und erinnern nicht zuletzt dank der Stimme von Mark Tresher auch ein bisschen an Yeasayer.

Heute Abend (Freitag, 9. Dezember) spielt das Quintett aus Brooklyn im 1. Stock in Münchenstein. Wer den Konzertbesuch bei den Nurses verpasst hat, kann ihn hier nachholen und nach dem Sprung bieten wir nun die musikalische Einstimmung auf heute Abend…

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Schlaglicht auf Woche 49

schlaglicht am Montag den 5. Dezember 2011

Die Kulturwoche 49 steht an und irgendwie ist unser Kalender nicht so voll, wie in den vorigen Wochen. Weihnachtsblues? Oder haben wir einfach unzählige Sachen übersehen? Die wöchentlichen Kulturtipps des Schlaglicht-Teams folgen nun wie immer nach dem Sprung… Diesen Beitrag weiterlesen »