Beiträge mit dem Schlagwort ‘Kino’

Aufstand der Lego-Männchen

Graziella Kuhn am Mittwoch den 9. April 2014

Filmplakat The Lego Movie

«The Lego Movie» läuft ab 10. April im Pathé Küchlin.

Was tu ich mir da für einen Schrott an: Wie überlebe ich bitte diese 1,5 Stunden im Kino bei «The LEGO® Movie»? Und das Ganze dann auch noch in 3D. Reichte es den Lego-Machern nicht schon, dass sie die Gamewelt mit ihren Bauklötzchen-Männchen infiltrieren? Müssen sie nun auch auf die Leinwand? Trotz aller Vorwände war nach fünf Minuten im Kinosaal plötzlich «everything awesome!» – so die Hauptaussage des Titelsongs.

Genauso ist es auch: Der Film überzeugt nämlich auf der ganzen Linie! Ein Feuerwerk an rasanter Action, knalligen Farben, flotter Musik und natürlich Millionen von Legosteinen. Das Animationsabenteuer überrascht mit sehr viel Witz, Selbstironie, einer Menge an Popkultur- und Filmreferenzen und Gesellschaftskritik. Dazu der eingängige Awesome-Titelsong, der direkt der 90er-Jahre-Popgeneration entsprungen zu sein scheint und der sich zu einem veritablen Ohrwurm mausert: Bei mir ist alles super….

Lustige Weggefährten: Wyldsytle, Vitruvius, Emmet und das Einhornkätzchen (v.r.n.l; Bilder: Warner Bros.)

Lustige Gesellen: Wyldsytle, Vitruvius, Emmet und das Einhornkätzchen (v.r.n.l; Bild: Warner Bros.)

Die Fröhlichkeits-Matrix diktiert die Welt der farbigen Klötzchen, in der Bauarbeiter Emmet (gesprochen von Chris Pratt) zuhause ist. Der Tagesablauf folgt – tiefgründig allegorisch – einer exakten Anleitung, wie sie jedem LEGO-Spielzeug beiliegt: das morgendliche Aufstehritual, der Frühsport, das gemeinschaftliche Singen auf Arbeit und die Feierabendplanung im ständigen Wechsel zwischen Bockwurst und der Lieblingssitcom «Schatz, wo ist meine Hose?». Dieser überdrehten Gesellschaft, deren Leben in jeder einzelnen Sekunde per Gesetz geregelt wurde, obliegt einer Prophezeiung.

Die ultimative böse Macht: Lord Business (Bild: Warner Bros.)

Die ultimative böse Macht: Lord Business (Bild: Warner Bros.)

Denn der böse Lord Business (gesprochen von Will Ferrell, der auch im kurzen Liveaction-Segment zu sehen ist) hat die Ultra-Waffe «Kragle» gestohlen, um seine perfekt durchgeplante Welt zu erhalten. Daraufhin prophezeit Vitruvius (Morgan Freeman) die Ankunft eines speziellen «Meisterbauers», der alle von der grauenhaften Macht befreien soll: Dieser soll nun genau Emmet Brickowoski sein, der Bauarbeiter, dessen Gehirn nichts anderes kennt als Anleitungen. Doch nach einem Sturz nach der Arbeit entdeckt er zufällig den «Widerstands-Stein» («Piece of Resistance»), woraufhin er von Regimegegnerin Wyldstyle (Elizabeth Banks) für den prophezeiten Retter «Special» gehalten wird. Mit ihr erlebt er nun einen rasanten Road-Trip durch Welten wie den Wilden Westen, Mittelseeland und Wolkenkuckucksheim, wo sie auf ein ganzes Konglomerat von schrulligen Typen treffen, darunter Batman – übrigens der Partner von Wyldstyle –, Gandalf, der immer wieder mit Dumbledore verwechselt wird, Wonder Woman, Superman mit seinem Bewundern Green Lantern und dem Rest der «Justice League». Auch ein ewig lächelndes Einhornkätzchen mit krampfhaft unterdrückten Wutanfällen wird angetroffen, oder ein ausrangierter 80er-Jahre Astronaut sowie Basketballspieler wie Shaquille O’Neal.

Liebespaar: Wyldstyl gehört leider schon Batman. (Bilder: Keystone)

Liebespaar: Wyldstyl gehört leider schon Batman – Armer Emmet. (Bild: Keystone)

Die Regisseure Phil Lord und Christopher Miller («Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen») schafften es, den typischen Charakter des Legospielens einfliessen zu lassen, das bisweilen Züge alter Stop-Motion-Filme annimmt und seine staksigen Plastikfiguren im dreidimensionalen Raum plastisch real erscheinen lässt. Die Geschichte eines unbedarften Helden, der mit seinen Freunden gegen ein übermächtiges Regime antritt, ist nicht neu. Sie wird hier aber aberwitzig mit viel Spass und tollen Einfällen für Jung und Alt umgesetzt. Die Kernbotschaft von LEGO verfehlt ihre Wirkung nicht: es bleibt ein Appell an die eigene Kreativität, etwas immer wieder neu zu erschaffen, und an die Grenzenlosigkeit der Fantasie – ohne Anleitung.

«The Lego Movie» läuft ab 10. April 2014 im Kino Pathé Küchlin in Basel.

Weitere Filmstarts in Basel am 10. April: Divergent, Sabotage, Pelo malo, Supercondriaque, Yves Saint Laurent.

Wenn sich Film und Fernsehen näher kommen: Top of the Lake

Luca Bruno am Donnerstag den 10. Oktober 2013
Tui Mitcham (Jacqueline Joe)

Tui Mitcham (Jacqueline Joe)

Mit dem Bild der 12-jährigen Tui Mitcham, die bis zum Bauch im eiskalten Wasser des Bergsees von «Laketop», Neuseeland steht, beginnt die Miniserie «Top of the Lake». Wie sie in diese missliche Lage geraten ist und ob sie sich im See etwa umbringen wollte, verschweigt sie. Als jedoch bei der nachfolgenden Untersuchung von Ärzten festgestellt wird, dass das junge Mädchen schwanger ist, schaltet sich die Polizei, allen voran Kommissarin Robin Griffin, ein, um herauszufinden, was dem Mädchen wirklich zugestossen ist. Denn auf die Frage, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes sei, antwortet Tui lediglich «No one». Keine zehn Minuten vergehen und man ist als Zuschauer bereits mittendrin in der hochspannenden Ermittlung rund um den Fall der Tui Mitcham.

Hinter «Top of the Lake» steht die neuseeländische Regisseurin Jane Campion (u.a. «The Piano»), welche bei der Miniserie, eine englisch-neuseeländisch-amerikanische Koproduktion, nicht nur Regie geführt hat, sondern sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeigen darf. Nach einer umjubelten Urauführung am «Sundance»-Festival und Ausstrahlungen sowohl im amerikanischen, als auch im britischen Fernsehen im März respektive Juni dieses Jahres wird «Top of the Lake» nun auch zum allerersten Mal einem Schweizer Publikum zugänglich gemacht. Diesen Samstag, dem 12. Oktober 2013 zeigt das Bildrausch Filmfest Basel die rund sechsstündige Miniserie ab 15:00 im Stadtkino Basel – und zwar in voller Länge. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wenn es plötzlich spukt mitten am Tag

Joel Gernet am Freitag den 27. September 2013

Otfried Preusslers Kinderbuch-Klassiker «Das kleine Gespenst» wurde mit Starbesetzung im Mundart-Film «s’Chline Gspängst» umgesetzt. Auch hier lautet die alles entscheidende Frage: Wer hat an der Uhr gedreht? Und vor allem: wo?

Trailer: Neben dem Kauderwelsch von Uwe Ochsenknecht gibt es einige bekannte Stimmen zu hören – so unter anderem von Nadeschkin, Emil Steinberger und «The Voice» Christoph Schwegler.

 
Hat die Geisterstunde schon begonnen? Im Saal des Basler Kinos Küchlin ist es stockdunkel, keine Menschenseele weit und breit. Bin ich im falschen Film? Angesagt ist die Pressevorführung der Kinderbuchverfilmung «S’Chline Gspängst» – in Begleitung der Kleinen. Diese werden bei ihrem allerersten Kinobesuch beinahe von der Dunkelheit verschluckt. Verloren gehen die Plappermäuler allerdings nicht: «Wird’s nachher hell?», will das Töchterlein (3) wissen. «Kann ich die Schuhe ausziehen?», ertönt es von ihrem sechsjährigen Bruder.

«S’Chline Gspängst» läuft ab 26. Septemer in den Basler Kinos Pathé Küchlin (Hochdeutsch) und Rex (Dialekt).

«S’Chline Gspängst» läuft ab 26. September in den Basler Kinos Pathé Küchlin (Hochdeutsch) und Rex (Dialekt).

Dann beginnt die 95-minütige Geisterstunde, und das kleine Gespenst verlässt seine Rappelkiste, um im Schloss Eulenstein herumzuflitzen und Smalltalk zu betreiben – mit den ebenfalls zum Leben erwachten Rittern und Burgfräulein auf den Ölbildern. So, wie während den vergangenen über 300 Jahre. Kein Wunder, wird es dem kleinen weissen Knäuel langsam langweilig. Zu gerne würde das Gespenst einmal die Welt bei Tageslicht erforschen! Doch sein Schicksal hängt von einer Uhr ab, deren Zeit den Schlaf-Rhythmus der Schlossgeistes bestimmt.

Natürlich hat das kleine Gespenst keine Ahnung, mit welcher Uhr es synchronisiert ist. Und so beginnt ein Abenteuer, dass nicht nur das Uhrenmuseum auf Schloss Eulenstein, sondern ein ganzes Dorf in Aufruhr versetzt. «Papa, warum weisst du alles?», will das Töchterlein wissen, als ich ihr erkläre, warum das kleine Gespenst die Zeiger der Schlossuhren wie wild rotieren lässt.

Und siehe da: Eines Tages erwacht das Geistlein plötzlich bei Sonnenlicht! Endlich kann es sein Heim einmal in goldenem Schein erkunden – und das Dorf obendrauf. Lustige Spuk-Szenen mit Polizisten und Passanten sind da vorprogrammiert. Was für das Kleine als Riesenspass beginnt, entpuppt sich nach einigen Tagen als grosser Albtraum: Die Sonnenstrahlen haben das Gespenst schwarz und schwach werden lassen. Und ein ganzes Dorf sucht hysterisch nach dem «schwarzen Unbekannten», der die Vorbereitungen zur grossen 375-Jahr-Feier ganz gehörig durcheinanderwirbelt. Nach dem anfänglichen Übermut sehnt sich das kleine Gespenst nun wieder die Nacht zurück – dummerweise hat es keine Ahnung, nach welcher der vielen manipulierten Uhren es tickt.

Marie, Karl und Hannes helfen dem kleinen Gespenst.

Marie, Karl und Hannes helfen dem kleinen Gespenst.

Nur einer weiss, was es mit dem Spuk bei hellichtem Tag auf sich hat: Schulbub Karl. Noch vor dessen Metamorphose zum «schwarzen Unbekannten» beobachtete er das mitternächtliche Treiben auf Schloss Eulenstein von seinem Kinderzimmer aus mit dem Fernrohr. Später begegnete er dem kleinen Gespenst ein erstes Mal bei einem Schulausflug in die historischen Gemäuer über dem Städchen. Doch niemand glaubt dem Schüler, dass er ein Gespenst gesichtet hat. Als aus dem Schloss eine wertvolle Uhr verschwindet, fällt der Verdacht auf Karl, dessen Lage sich zuspitzt, bis er vom grossen Jubiläums-Umzug ausgeschlossen wird.

Karl ist am Boden zerstört, das kleine Gespenst verzweifelt allmählich und im Städtchen herrscht noch immer helle Aufregung – die perfekte Ausgangslage für den Showdown, zu dem sich das Volk zum grossen Jubiläumsumzug versammelt. «Ist das an der Fasnacht?», will das Töchterlein wissen, als sie die Umzugsteilnehmer in historischen Gewändern sieht.

Showdown: Karl an der Rathausuhr.

Showdown: Karl an der Rathausuhr.

Während sich das marschierende Volk voll der Feier hingibt, macht sich Karl mit den Klassenkameraden Marie und Hannes und dem kleinen Gespenst auf die Suche nach der alles bestimmenden Uhr – inzwischen haben die drei Schüler nämlich Freundschaft geschlossen mit dem weissen Wesen aus dem Schloss.

Klar, dass sich die Situation an der finalen Feier mitten im Städtchen weiter zuspitzt und die Schweizer Filmmacher mit der grossen Kelle zum Schlussbouquet anrichten. Es wird ziemlich viel Action geboten.

Trotz Hochspannung, dem Töchterlein wirds langsam langweilig: «Wann wird es wieder hell? Ich will nicht so lang in einem dunklen Zimmer sein.» Nachdem der Streifen ein gutes Ende genommen hat, gibt sich aber auch die Kleine hochzufrieden. Vor dem Kino lässt sie mit strahlendem Gesicht den ganzen Film Revue passieren. Und der grosse Bruder, der während den vergangenen eineinhalb Stunden vor allem geguckt, gestaunt und geschwiegen hat, erwacht wieder zum Leben – er möchte sofort die DVD zu Film. Ein gutes Zeichen. Und ein gelungener erster Kinobesuch mit den Kindern.

«S’Chline Gspängst» (keine Altersbeschränkung) läuft ab 26. September in den Basler Kinos Pathé Küchlin (Hochdeutsch) und Rex (Dialekt).

Weiter Filmstarts in Basel am 26. September: 2 Guns, The Internship, Der Geschmack von Apfelkernen, Keinohrhase und Zweiohrküken, V8 – Du willst der Beste sein, Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern.

Hobbitmania

chris faber am Samstag den 15. Dezember 2012

Seit Donnerstag läuft der fulminante 1. Teil der Hobbitsaga «The Hobbit: An Unexpected Journey» im Kino. Im Pathe wird deshalb am heutigen Samstag in fast allen Kinos dieser spannende Film zelebriert.

Als besonderes Highlight könnt Ihr Elfen und Zwerge aus dem Umland treffen…sie werden heute ab 14 Uhr im Kino anwesend sein und können Euch auftauchende Fragen beantworten. Falls Ihr sonst nichts vorhabt, taucht Ihr so am besten bei dem grauen Wetter in die Fantasiewelt der Hobbits, Zauberer, Elfen, Zwergen und Orks ein.

Falls Ihr die Gruppe und ihre Interessen näher kennenlernen wollt, könnt Ihr dort Kontakt aufnehmen.

Wie der Vater, so der Sohn

Fabian Kern am Donnerstag den 3. Mai 2012

The Cold Light of Day

«The Cold Light of Day» läuft ab 3. Mai im Pathé Küchlin in Basel.

Ein Entführungsthriller mit Bruce Willis in einer der Hauptrollen – da jubelt das Actionherz. Lange hat uns «Mr. Die Hard» nicht mehr mit einer grossen Rolle im rustikalen Genre beglückt. Doch wer den Glatzkopf mit den coolen Sprüchen auf der Leinwand bewundern will, der sollte bei «The Cold Light of Day» nicht zu spät in in den Kinosaal kommen. Nach einer guten Viertelstunde ist sein Auftritt als Martin Shaw nämlich bereits beendet. Immerhin opfert er sein Leben für seinen Sohn. Zurück bleibt also Will, gespielt von Henry Cavill, der die Welt nicht mehr versteht. Denn anstatt zusammen mit Bruder und Eltern auf der Yacht vor der spanischen Mittelmeerküste auszuspannen, muss der attraktive Jüngling, der gerade erst vom Konkurs seiner Firma erfahren hat, durch die Strassen von Madrid hetzen, um seine Familie aus den Fängen israelischer Entführer zu befreien. Objekt der Begierde ist ein Aktenkoffer mit mysteriösem Inhalt, den Wills Vater, ein verdeckter CIA-Agent, entwendet hat. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der rücksichtslose Teenieschwarm

Fabian Kern am Mittwoch den 2. Mai 2012
Bel Ami

«Bel Ami» läuft ab 3. Mai im Pathé Eldorado in Basel.

Robert Pattinson ist wieder einmal schwer beschäftigt. Nachdem er sich in der Twilight-Serie mit Werwölfen und verräterischen Vampiren herumschlagen und dabei noch um das Herz seiner angebeteten Bella kämpfen musste, gibt der Teeniestar im späten 19. Jahrhundert vollen Körpereinsatz für seinen Aufstieg in der Pariser Gesellschaft. Fünf Jahre nach der Rückkehr aus dem Krieg in Algerien nagt der Bauernsohn Georges Duroy in der französischen Metropole im Jahr 1890 am Hungertuch und trifft durch Zufall auf seinen früheren Kriegskameraden Charles Forestier. Dieser führt ihn umgehend in die besten sozialen Kreise ein, was Duroy als die Chance seines Lebens erkennt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Marilyn lebt

Fabian Kern am Mittwoch den 25. April 2012

My Week with Marilyn

«My Week with Marilyn» läuft ab 26. April im kult.kino atelier in Basel.

Wer ist heute die berühmteste Frau der Welt? Angelina Jolie vielleicht? Michelle Obama? Madonna? Angela Merkel? Oder gar Lady Gaga? Schwierig zu sagen. In den 1950er-Jahren war die Antwort einfach: Marilyn Monroe. Allein schon der Name ist Showbusiness in Reinkultur und lässt die Scheinwerfer erstrahlen.

In diesem Glanz möchte sich im Film «My Week with Marilyn» auch Sir Laurence Olivier (Kenneth Branagh) sonnen. Der alternde britische Schauspieler engagiert die amerikanische Ikone für sein Projekt «The Prince and the Showgirl», um seine ins Stocken geratene Leinwandkarriere noch einmal anzuschieben. Der lächerliche Streifen mit dem deutschen Titel «Der Prinz und die Tänzerin» war kein Meilenstein in Marilyn Monroes Karriere. Erst zwei Jahre später realisierte sie mit «Manche mögens heiss» den erfolgreichsten Film ihrer kurzen, aber intensiven Karriere. Um die Crew in den legendären Pinewood Studios in London und die britische Bevölkerung in Aufregung zu versetzen, reichte aber auch dieses läppische Projekt, denn es ist Marilyns erster Auftritt in Europa. Diesen Beitrag weiterlesen »

Harry Potter hat das Lachen verloren

Fabian Kern am Mittwoch den 28. März 2012

The Woman in Black

«The Woman in Black» läuft ab dem 29. März im Kino Pathé Küchlin in Basel. (Bilder im Verleih von ASCOT ELITE)

Eben erst der Rolle des Harry Potter entwachsen, sieht sich Daniel Radcliffe im britischen Gruselfilm «The Woman in Black» schon wieder Auge in Auge mit übersinnlichen Kräften. Nur, dass er selbst diesmal nicht in Besitz von Zauberkräften ist. Im Gegenteil: Als Londoner Anwalt Arthur Kipps Ende des 19. Jahrhunderts zelebriert Radcliffe das Leiden. Das Hinscheiden seiner geliebten Gattin nach der Geburt seines Sohnes hat den jungen Vater derart aus der Bahn geworfen, dass ihn sein Sprössling nur mit den Mundwinkeln nach unten zeichnet. «Du siehst immer so aus», lautet die Begründung von Klein-Edward. In der Tat versprüht Radcliffe mit seinem bleichen, vergrämten Gesicht nicht gerade Lebensfreude.

Der Auftrag, die Erbfolge einer heruntergekommenen Villa im abgelegenen Küstendörfchen Crythin Gifford zu verkaufen, bringt Kipps die unheimliche Chance, etwas über das Leben nach dem Tod herauszufinden. Die Motivation zu erfahren, in welcher Welt sich die Seele seiner Frau  befindet, treibt den Witwer an. In jenem Haus mit dem nicht gerade einladenden Namen «Eel Marsh House» treibt die unruhige Seele einer toten Frau ihr Unwesen. Jedes Mal, wenn die «Frau in Schwarz» gesehen wird, treibt sie ein Kind aus dem Dorf in den Selbstmord, um ihren leiblichen Sohn zu rächen, der einst im Watt ertrank. Die Dorfbewohner wollen Kipps deshalb daran hindern, sich im verfluchten Haus weiter herumzutreiben, da es während seiner Anwesenheit zu weiteren tragischen Todesfällen kommt. Der Jurist aber lässt sich nicht beirren. Er stellt sich dem Geist und versucht gegen den Widerstand der Einheimischen, seiner Seele endlich Ruhe zu verschaffen. Diesen Beitrag weiterlesen »

«Ferni – der Reisende»

chris faber am Donnerstag den 23. Februar 2012

Und was das für eine Idee war, die Bruno Banani und Kung Fu Panda da hatten!!! Unfassbar, bereits am nächsten Tag wurde die Idee im engsten Kreis der Spaß-Community platziert und diskutiert…Ja, aber verflixt fernisch hoch drei, werdet ihr euch jetzt bestimmt fragen! Von welcher Idee spreche ich denn hier die ganze Zeit? Okay, ist ja jut! Inspiriert durch den Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“, der unter anderem von einem gestohlenen Gartenzwerg erzählt, der auf Reisen geht und von dem aus allen Teilen der Welt Fotos gemacht werden, wurde ich dann auf Reisen geschickt! Koffer packen und ab geht die Post hieß es!

Und die erste Destination, die ich antreten durfte, war das Land aus Tausendundeine Nacht, mit anderen Worten – DUBAI! Was für ein Aufenthalt kann ich nur sagen! Im Gegensatz zu meiner Reisebegleitung kann ich ganz klar von mir behaupten, dass ich mich stets bemüht habe mich zu integrieren! Na ja, halt eben, wie es sich für eine Fernbedienung gehört! Gut, auch hier muss man ganz klar zwischen Marken differenzieren. Meine Wenigkeit ist ja stolzer Träger der Marke Somfy – und die…, ach Ferngott, wen interessiert das schon! So, bevor ich total abschweife, ah ja, hier war ich noch gleich stehen geblieben…Also, ich hatte es vom Integrieren gehabt und genau das tat ich, wie man unschwer auf dem einen Foto erkennen kann…

Ferni - der Reisende
Anstatt FERLAH, verwendete ich sogar das „ALLAH“, legte mir auch das entsprechende Outfit zu und erhielt zudem noch von einem Beduiner den Namen Mr. Sahid! Ein Musterbeispiel der Integration! Kaum befand ich mich wieder auf heimischen Boden, stand auch schon die nächste Reise auf dem Plan. Quasi von einem Extrem ins andere, wenn man so will! Es ging ab in den kaaalten Norden – brrrrrr! Und zwar nach Kopenhagen! Zum Glück hatte ich meinen von Fernando Lagerfeldo designten Mantel dabei! Anschließend durfte ich Grüße aus Vienna schicken. Vielleicht wundern sich jetzt einige darüber, wieso ich in einem Kleid leichtfüßig vor dem Schloss Schönbrunn am Tänzeln war? Nun hierzu sei folgendes gesagt. In dieser Spaß-Community tummeln sich ja wirklich sehr lustige Vögel herum, darunter auch jene eine Reisebegleitung, die von allen anderen Mitgliedern immer wieder eine Affinität verspürt aus Ferni ne Frau zu machen…Ihr glaubt mir nicht? Dann wird euch das eine Bild, das auf Mallorca aufgenommen wurde, eines Besseren belehren. Ja ja, es lebe die Transsexualität! Wie bereits erwähnt wurde, bin ich nicht schlecht, was das Adaptieren betrifft…Und so wundert es wahrscheinlich auch niemanden, dass der Sangria-Eimer neben mir auf dem Bild zu sehen ist und dass, wie man ebenfalls unschwer erkennen kann, meine Wampe deutlich zugenommen hat während meiner Zeit auf Malle…

Wie lief es weiter für Ferni? Folgten noch mehr Reisen? Benützt, wie immer Fernis E-Mail-Adresse, clickferni@gmail.com um eure Antwort zu schicken! Auch diesmal warten für die ersten Zwei Einsendungen wieder zwei Kinogutscheine von Pathé Basel auf euch.

Text & Bild von Vero Kovacs, Die Spaß-Community

«Ferni – der Barzapper»

chris faber am Mittwoch den 1. Februar 2012

Kaum hatte ich die mittlere Brücke überquert, befand ich mich auch schon in dieser Shopping-bzw. Ausgehmeile, genannt die Steinenvorstadt, die mehr oder weniger pulsierende Ader von Basel! Wie dem auch sei, ich hatte keine Zeit zu verlieren, mein Wattcher zeigte nämlich mittlerweile den überaus bedrohlichen Wert von 3% an!!!!!!!! Und ENDLICH, endlich bekam ich meinen heiß ersehnten Batterieshot! Serviert wurde mir dieser Shot von einer von Kopfschmerzen geplagten und mit einem Magnumeis versehene Bedienung! Ich weiß bis dato nicht, was in diesem Shot war, aber ehe ich mich versah, befand ich mich auch schon im Geschehen dieser Bar!

So spannend sich das auch alles anhören mag, aber ich war nicht mehr ich selbst! Ich war völlig auf meine eigentliche Funktion als eine hundsgewöhnliche Fernbedienung reduziert worden! Was meiner einer nicht alles über sich ergehen lassen musste. Während meiner Zeit an der Bar, es waren immerhin drei Monate gewesen, fühlte ich mich jedes Mal, wie durch den Wolf gedreht! Etliche durchzechte Nächte und immer wieder das Ein-und Ausfahren der Markise gehörten zum Tagesprogramm. Zudem musste ich noch unfreiwillig Bekanntschaft machen mit diversen Stellen an dieser Bar! Üble Stellen, sag ich euch! Stellen, wie der Zigaretteneimer oder das Spülbecken! Ich denke, dass die Bilder für sich sprechen!

Ferni - der BarzapperUnd dann, eeeeeeeeeeendlich war es soweit. Der Tag meiner Absolution war gekommen…Wir schreiben das Jahr 2011, es war am 28. Juni, an meinem Geburtstag, als ich wie durch einen Wink des Schicksals meine ersehnte Freiheit zurück erhielt. Ich werde nie den Moment vergessen als mich die Spaß-Community, sprich Bruno Banani unter anderem, an der Bar erblickte, mich seinem Kollegen, dem Kung Fu Panda, zeigte und ihm die alles und entscheidende Idee gekommen war…

Was glaubt ihr, geschätzte Leserschaft, was ist wohl anschließend geschehen?

Die ersten Zwei, die einen originellen Vorschlag an Fernis E-Mail-Adresse schicken: clickferni@gmail.com, dürfen sich wiederum über je zwei Kinogutscheine von
Pathé Basel freuen!

Text & Bild von Vero Kovacs, Die Spaß-Community