Beiträge mit dem Schlagwort ‘James Turrell’

Art Snapshot: Art Kids

karen gerig am Freitag den 17. Juni 2011

Kinder sehen Kunst meist anders als Erwachsene. Da begeistert ein mechanischer Pinguin, der sich bewegt, mehr als der unbezahlbare Picasso. Videos, je langsamer geschnitten, sind desto langweiliger. Kunst, welche spielerisch ist oder die Sinne anspricht, ist bei Kindern gesucht. Vor einem Jahr war es an der Art Unlimited der mit schwebenden Kerzen gefüllte Kubus, in dem man sich in einem Sternenmeer wähnte. 2011 sind es der Riesenoktopus von David Zink Yi, der in seiner Tinte schwimmt, und die hängenden Backsteine von Kendell Geers, die faszinieren – natürlich nicht der politischen Bedeutung wegen. Und dann ist da noch die Lichtinstallation von James Turrell. Sie lädt so schön zum Schattenspiel. Wie ging gleich nochmal der Hund?

Rückblick #5: Vermisste Freunde und eine James-Bond-Kulisse

schlaglicht am Donnerstag den 30. Dezember 2010

Für den Rückblick auf das Basler Kulturjahr 2010 haben wir verschiedene Persönlichkeiten aus der Region zu ihren Höhe- und Tiefpunkten aus dem sich zu Ende neigenden Jahr befragt. Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, ist viel gereist und will weiter reisen.

Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, vor Gustav Klimts «Tänzerin». (Foto Mischa Christen)

Herr Keller, was war Ihr kulturelles Highlight 2010?
Der Besuch bei Richard Serra in seinem New Yorker Atelier. Er ist einer der interessantesten Künstler unserer Zeit und seine Skulpturen ermöglichen unvergessliche essentielle Erfahrungen. Wir werden einige seiner besten Kunstwerke nächsten Sommer nach Basel bringen.

Gab es auch einen kulturellen Tiefpunkt?
Mit den Künstlern Louise Bourgeois, Robert Rauschenberg und Christos Partnerin Jeanne-Claude sowie den Kunstsammlern Ernst Beyeler, Rudolf Leopold und Conte Panza di Biumo hat die Kunstwelt einzigartige Persönlichkeiten verloren.

Was haben Sie verpasst?
Oh je, daran darf man gar nicht denken. Viele internationale Ausstellungen und Konzerte hätte ich auch noch gerne gesehen. Und auch gerne mehr Bücher gelesen und Kinofilme gesehen. Was ich am meisten bedaure ist wohl, die Caravaggio-Jubiläumsschau in Rom und die Ausstellung «the Sacred made Real» über barocke spanische Malerei und Bildhauerkunst in der National Gallery London verpasst zu haben.

Haben Sie etwas vermisst?
Ja, seit die wunderbaren Werke des kubanischen Künstlers Felix Gonzales-Torres unser Museum nach Ausstellungsende wieder verlassen haben, vermisse ich sie wie gute Freunde.

Hat Sie etwas besonders positiv überrascht?
Dass es Herzog de Meuron weiterhin gelingt, sich selber zu übertreffen: Mit dem Vitra Haus in Weil ist ihnen ein grosser Wurf gelungen, und in Miami haben die Basler Architekten das spektakulärste Parkhaus der Welt gebaut. Eine ideale Kulisse für den nächsten James Bond Film!

Was sind Ihre Kulturwünsche fürs 2011?
Beruflich hoffe ich, wir können viele Leute mit unseren Ausstellungen und Veranstaltungen in der Fondation Beyeler begeistern. Privat wünsche ich mir, eines der unglaublichsten Kunstwerke zu besuchen: den Roden Crater des Künstlers James Turell in Arizona, wo er seit vielen Jahren einen erloschenen Vulkan aushöhlt, um darin Lichtinstitutionen zu kreieren.

Es folgen unter anderem noch kulturelle Jahresrückblicke mit Carena Schlewitt (Kaserne), Tobit Schäfer (Rockförderverein), Hirscheneck-Booker Marlon McNeill und Galerist Stefan von Bartha. Bereits erschienen: Angelo Gallina, Guy Morin, Thomas Jenny, Smash137.