Beiträge mit dem Schlagwort ‘Hinterhof’

Schlaglicht auf Woche 21

schlaglicht am Montag den 23. Mai 2011

Noch keine Ahnung, was kulturell läuft diese Woche? Wir helfen Dir bei der Planung Deiner Kulturwoche mit Hinweisen auf ausgewählte Kultur-Leckerbissen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Vom Schlafzimmer in den Hinterhof

Luca Bruno am Montag den 23. Mai 2011

The Soft Moon

An neue Musik zu kommen war noch nie so leicht wie heute. Noch vor etwa 15 Jahren musste man zum Teil monatelang auf einen ungehörten Tonträger warten, den man in einem Plattenladen bestellt hatte – selbstverständlich überteuert , während man heutzutage jederzeit ein paar Mausklicks von der kompletten Diskographie einer Band entfernt ist. Früher musste man sich ernsthaft darüber Sorgen machen, ob man je eine Studioaufnahme seiner zukünftigen Lieblingsband hören wird, heute gilt es in erster Linie, den Überblick nicht zu verlieren. Wie findet man 2011 seine nächste Lieblingsband?

Eine der besten Methoden dafür ist es, auf eine der ältesten Institutionen des Musikbusiness zurückzugreifen: Das Musiklabel. Nehmen vertrauliche Adressen wie Sub Pop, 4AD oder Domino eine neue Band unter Vertrag, dann lohnt es sich fast immer, wenigstens einmal ein MP3 des neusten Signings herunterzuladen.

Das Label Captured Tracks aus Brooklyn hat sich in den letzten Jahren als eine der geschmackssichersten Adressen für neue Musik bewiesen. Bands wie Wild Nothing, Beach Fossils oder Craft Spells veröffentlichten vor kurzem vielversprechende Debütalben und wenn mit The Soft Moon und Blank Dogs zwei weitere Projekte des Labels heute Abend, am 23. Mai 2011, Live im Hinterhof zu Gast sind, empfiehlt es sich, ebenso genauer hinzuhören.

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Schlaglicht auf Woche 19

schlaglicht am Montag den 9. Mai 2011

Noch keine Ahnung, was kulturell läuft diese Woche? Unsere Rubrik «Schlaglicht auf Woche…» hilft Dir bei der Planung Deiner Kulturwoche mit Hinweisen auf ausgewählte Kultur-Leckerbissen. Diesen Beitrag weiterlesen »

«LASSO»: Eine tragbare Ausstellung

Luca Bruno am Dienstag den 22. März 2011
Pedro Wirz: "Ohne Titel (mit Künstler)"

Pedro Wirz, "Ohne Titel (mit Künstler)"

Eigene Texte oder Fotografien veröffentlichen? Das Internet hat es leicht gemacht! Innerhalb weniger Minuten hat man auf dem entsprechenden Sozialen Netzwerk einen Account erstellt und schon kann es mit dem munteren Publizieren losgehen. Doch wer hat eigentlich Zeit, auf diesen Webseiten stundenlang nach geeignetem Material zu suchen?

Ariane Koch, Damian Koch und Alain Gloor gehen mit ihrem Magazin «LASSO» einen anderen Weg. Ausser dem vorgeschriebenen Thema der jeweiligen Ausgabe lassen sie den involvierten Textern und Künstlern zwar genauso viel Freiheit wie das Internet, bezüglich Veröffentlichung gehen sie allerdings den altmodischen Weg. «LASSO» erscheint in Heftform, in jeweils streng limitierter Auflage.

Letzten Winter erschien die erste Ausgabe und ein Grossteil davon war im Nu vergriffen. Nun haben die drei mit Unterstützung zweier Gastkuratoren nach über drei Monaten Wartezeit die zweite Ausgabe «Schauspiel» fertiggestellt. Anlässlich der Release-Party, die diesen Mittwoch, dem 23. März 2011, in der Hinterhof Bar über die Bühne gehen wird, haben wir uns mit Alain Gloor über «LASSO» unterhalten.

Woher stammt die Idee zum «LASSO»-Magazin?
Alain Gloor: Das liegt schon etwa zwei Jahre zurück, wir haben jedoch eine gute Zeit haben am Konzept gefeilt. So einfach und wirksam es heute erscheint, es war ein langer Weg bis dorthin. Warum wir das Projekt genau in Angriff genommen haben, wissen wir nicht mehr so genau. Wir hatten einfach Lust, etwas zu versuchen, wollten Kräfte bündeln, etwas für Basel und vielleicht sogar die Schweiz tun.

Vom «Wilden Westen» zum «Schauspiel»: Was für eine Bedeutung haben die jeweiligen Themen für das Magazin?
Das jeweilige Thema soll dem Magazin eine Richtung geben und trotzdem eine offene künstlerische Herangehensweise zulassen oder zu einem Beitrag anstiften. Wir suchen zu dritt nach neuen Schlagwörtern. Manchmal dauert es auch ein paar Tage, bis wir alle von einem neuen Vorschlag überzeugt sind, wie es bei «Kopf» geschah, unserem neuen Thema, für das wir bis zum 1. Juni 2011 Beiträge entgegennehmen. Eine Bedeutung haben die Themen auch insofern, als dass wir die Release-Partys grob mit dem Titel des Magazins in Verbindung zu bringen versuchen. Zum «Wilden Westen» spielte die Band Little White Mice letzten Herbst einen Sound, den wir uns zur Unterlegung eines jeden Western hätten vorstellen können. Diesen Mittwoch werden in der Hinterhof Bar passend zum aktuellen Thema «Schauspiel» Performances verschiedener Künstler stattfinden.

Claudia Link, "The Secret Behind the Scene"

Claudia Link, "The Secret Behind the Scene"

Für eure zweite Ausgabe «Schauspiel» habt ihr über doppelt so viele Einsendungen erhalten, wie ihr schlussendlich publizieren werdet. Wie funktioniert euer Auswahlprozess?
Für die zweite Ausgabe haben wir zwei Gastjuroren beigezogen, was das Ganze etwas vereinfacht hat. Wir sassen zehn Stunden am Küchentisch und haben uns über mehrere Runden beraten. Bekommt eine Arbeit drei Stimmen, dann ist sie vorerst mal dabei. Zuletzt muss jedes Werk aber auch ins Gesamtbild der jeweiligen Ausgabe passen. Da kippen manchmal Arbeiten raus, auf die wir eigentlich nur ungern verzichten würden. Und es muss selbstverständlich auch bezahlbar bleiben. Will heissen: Viel mehr als die sechzig Seiten, welche die zweite Ausgabe nun hat, können wir uns gar nicht leisten.

Ausser dem Thema sind die Autoren in der Wahl ihrer Text- bzw. Veröffentlichungsform komplett frei. Hattet ihr auch schon mit zu abstrakten Einsendungen zu kämpfen?
Es kommt auf die Empfindung des Betrachters an, was dieser als aparte Einsendung einstufen würde und was nicht. Wir haben von gewöhnlichen Ferienfotos zu Fotografien einer Performance der Wiederauferstehung von Jesus Christus bis zu Stickereien und riesigen Kritzeleien alles schon gehabt. Alles ist erlaubt. Und im Kontext des Magazins und im Zusammenspiel mit anderen Arbeiten ergeben auch gerade verquer anmutende Beiträge eine spannende Bild- und Textwelt, die, so hoffen wir, das LASSO ausmacht.

Jelena Savic, "Rabbits In Disguise"

Jelena Savic, "Rabbits In Disguise"

Heutzutage eröffnet man innerhalb von 5 Minuten einen tumblr-Account und kann dort Bilder, Texte oder sogar Videos innerhalb weniger Sekunden mit der ganzen Welt teilen. Warum habt ihr euch gegen das Netz und für ein Heft entschieden?
Wir haben absolut nichts gegen das World Wide Web. Wir haben ja selber eine Website und erreichen darüber viel mehr Menschen, als wir das sonst tun würden. Für uns ist das Internet eine riesige Vereinfachungsmaschine. Nur: Mit dem physischen Release schaffen wir eine Grundlage und bringen Menschen zusammen, und zwar nicht nur im Netz. So entstehen neue Ideen. Das Herstellen eines Magazins ist tatsächlich aufwändiger, als rasch einen tumblr-Account zu eröffnen. Wir denken aber, dass das auch die Leute, die uns Beiträge zuschicken, animiert. Wir geben uns grosse Mühe und wissen, dass auch den beteiligten Künstlern viel an ihren Werken liegt. Auch soll das Heft wie eine Art tragbare Ausstellung funktionieren, die man weiterempfehlen kann und die sich taktil, also mit dem LASSO in den Händen, erfahren lässt.

Dies führt allerdings dazu, dass ihr euch momentan auf Texte und Bilder beschränken müsst. Könnt ihr euch vorstellen, irgendwann auf andere Kunstformen wie Videos oder Installationen zu «expandieren» und dementsprechend auf eine andere Veröffentichungsform zurückzukommen?
Zuerst: Videostills und Fotografien von Installationen haben wir ja auch im LASSO. Aber es stimmt natürlich, dass diese immer eine Verkürzung des eigentlichen Kunstwerks bedeuten. In diesem Sinne sind wir auf jeden Fall offen, andere Richtungen einzuschlagen – wir sind der festen Überzeugung, dass der Prozess des Kuratierens in Zukunft noch bedeutungsvoller werden wird. Das Magazin soll aber immer Grundlage des ganzen Unternehmens und einzigartig bleiben. Mehrere Möglichkeiten der Weiterentwicklung sind schon angedacht, aber damit überraschen wir lieber, wenn es auch soweit sein wird.

LASSO Release-Party N°2 «Schauspiel»: Diesen Mittwochabend (26. März) im Hinterhof. ab 19:30, mit Performances verschiedener Künstlern und musikalischer Unterstützung von Deck Mental & Lord Soft (Team Taperape).
Ausserdem ist die Bewerbungsphase für die dritte Ausgabe «Kopf» mittlerweile angelaufen. Der Einsendeschluss für diese Ausgabe ist am 1. Juni; mehr Informationen dazu gibt’s auf der offiziellen Website des Magazins.

Hinterhof Offspace: Tetrix-Module für bewegliche Kunst

karen gerig am Montag den 21. März 2011

Ausstellung? Wer sich aktuell in den Hinterhof Offspace begibt, der wird sich eher in einer Werkstatt wähnen als in einem Ausstellungsraum. Eric Andersen, schweizerisch-dänischer Plakatkünstler, hat nicht nur Plakate mitgebracht, sondern stellt sie hier gleich her. Zu Dutzenden hängen sie an Wäscheleinen von der Decke, immer dasselbe Motiv, mit immer anderen Fehlern – weil beim Siebdruck gar nichts anderes möglich ist. «Genau das ist es, was mir daran gefällt», sagt Andersen. «Es ist nicht wie beim Offsetdruck, wo entweder alles perfekt aussieht oder beabsichtigt Flecken produziert werden, die dann bei jeder Kopie an derselben Stelle sitzen. Beim Siebdruck ist jedes Plakat ein Unikat – trotz des seriellen Gedankens.»

Martin Stollenwerk und Eric Andersen (r.) am Handdrucktisch im Hinterhof. (Foto Dirk Wetzel)

Dass Eric Andersen seinen Handdrucktisch in den Hinterhof Offspace verlegt hat, hat seinen Grund. In wenigen Wochen wird er zusammen mit dem Fotografen Martin Stollenwerk nach New York reisen, um die hier hergestellten, vom Dadaismus inspirierten Plakate in einer Druckerei mit Texten zu versehen. Und weil bis dahin die Zeit drängt, wurde die geplante Ausstellung kurzerhand zur Work-in-Progress umfunktioniert. Für den Besucher wirds so noch spannender: Schliesslich kann man nicht nur zugucken oder aber die fertigen Werke betrachten, sondern auch gleich mit dem Künstler plaudern, wenn man Fragen hat.

Eingeladen hat den in Zürich tätigen Künstler Johannes Willi – die Plakate Andersens waren ihm in Zürich öfters aufgefallen, dann hat er ihn zufällig kennengelernt. Zusammen mit Thomas Keller und Philippe Hersberger betreibt Willi den Hinterhof Offspace. Die drei bestimmen, wer dort ausstellt, allerdings nicht nach festen Kriterien – ausser einem: «Uns muss überzeugen, was jemand macht», sagen sie. Es müssen auch nicht zwingend bildende Künstler sein.

Thomas Keller (l.) und Johannes Willi vom Hinterhof Offspace-Team. (Foto Dirk Wetzel)

Die aktuelle Ausstellung ist nach einer Gruppenschau Anfang Jahr erst die zweite in diesem 200 Quadratmeter grossen Raum, den die Betreiber mittels mehrerer Bausteine, die an ein Tetrix-Spiel erinnern, unterschiedlich gestalten und einteilen können. «Jeder Künstler kann so den passenden Rahmen für seine Werke schaffen», erklärt Thomas Keller. Wem die Module zu kleinteilig sind, der baut daraus einen grossen Würfel oder eine Wand. Eric Andersen hat einen Raum im Raum gebaut, mit Nischen und kleinen Ablageflächen. So grenzt sich ein kleiner Ausstellungsraum, der die Entstehung seiner Plakate zeigt, von der Werkstatt daneben ab.

«Wir wollen, dass dieser Raum lebt», sagt Willi. Dazu gehört die Beweglichkeit der Infrastruktur genauso wie das, was darin gezeigt wird. Das Team wählt in diesem Sinne auch die Künstler und Künstlerinnen für Ausstellungen aus. «Wir sehen uns nicht als Galerie, die einfach Bilder an die Wände hängt», sagt Willi. Das zeigt die aktuelle Ausstellung klar, und auch die erste Schau war so konzipiert: Damals arbeitete beispielsweise Mañana-Sänger Manuel Bürkli an neuen Songs. Ins Konzept passt auch, dass die Ausstellung jeweils abends geöffnet ist, während des Barbetriebs. «So kommen einige Leute hier rein, die sonst vielleicht nicht kommen würden. Die Hemmschwelle ist um einiges weniger hoch, vor allem wenn man vielleicht schon ein, zwei Bier getrunken hat», erzählt Keller. «So entstehen vielfältige Arten von Kontakten.»

Ende Jahr soll die Lagerhalle, die den Hinterhof beherbergt, abgerissen werden. Zwar hoffen die Initianten, dass dieser Termin sich verzögert, doch «dieses Datum zwingt uns auch, uns jetzt so richtig reinzuhängen», sagt Willi. Und so wird weiter nach passenden Künstlern gesucht, geplant und fleissig von Ausstellung zu Ausstellung umgebaut – wenn nötig gar mit der tatkräftigen Unterstützung der Eltern. Und wenn denn tatsächlich Schluss sein sollte Ende Jahr, dann sucht man sich für das Projekt einen neuen Ort. Soviel scheint schon man sicher.

Pantha du Prince bewegt den Hinterhof

schlaglicht am Sonntag den 6. März 2011

Am Freitagabend spielte der Berliner Pantha du Prince seinen Minimal Techno zum ersten Geburtstag des Hinterhof. Mit seinen Grooves und den Sounds vom letzten Album Black Noise brachte er den Hinterhof auf Betriebstemperatur. Niemand stand mehr still. Das Publikum im gut gefüllten Hinterhof war begeistert. Hier einige Impressionen vom electric Friday:

Technobeats und Glockenspiele

Luca Bruno am Donnerstag den 3. März 2011

Vor ein paar Wochen haben wir es bereits angekündigt, nun ist der Zeitpunkt endlich gekommen: Die Hinterhof Bar, welche sich in den letzten zwölf Monaten als geschmackssichere Addition zur Basler Clublandschaft bewies, darf dieses Wochenende zum ersten Mal Kerzen auspusten. Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf das musikalisch hervorragend bestückte Wochenende mit Konzerten von Pantha du Prince und Efterklang.

Pantha du Prince2007 veröffentlichte Hendrik Weber unter seinem Pseudonym Pantha du Prince sein zweites Album «This Bliss». Es sollte dies sein erster erfolgreicher Versuch sein, die Grenzen des Minimal Technos weiter auszuloten. Während seine frühen Veröffentlichungen noch sehr traditionell daher kamen, klang «This Bliss» so mechanisch durchkalkuliert, dass das Album auf den Hörer nicht nur einfach kühl, sondern irgendwie schon fast bedrohlich wirkte. Mit diesem Album schuf Weber ein faszinierendes Werk mit Blick in die Abgründe des Technos und bot gleichzeitig den perfekten Soundtrack für kalte Winterlandschaften.

Trotz dieser musikalischen Kälte war die Rezeption der Musikwelt extrem positiv. Die Website «Resident Advisor», eine der besseren Anlaufstellen für elektronische Musik im Internet, zählt «This Bliss» zu den besten 100 Alben der 00er-Jahre und Geoff Travis, Gründer des britischen Kultlabels «Rough Trade Records», war von dieser Platte so begeistert, dass er um jeden Preis Webers nächstes Album veröffentlichen wollte. Pantha du Prince wurde so nicht nur zum ersten deutschen Künstler, der bei Rough Trade unter Vertrag steht, auch würde er damit den Nachfolger zu «This Bliss» bei einem Label veröffentlichen, welches sich in den Jahren zuvor hauptsächlich mit vielgelobten Releases aus dem Garagen und Indie Rock-Bereich (z.B. «Is This It» von den Strokes oder «Up The Bracket» von den Libertines) auszeichnete. Die Weichen für ein transzendentales Werk waren also gestellt.

Vor den Aufnahmen zu seinem nächsten Album tourte er 2009 als Supportact mit dem Animal Collective durch Europa und entwickelte sich so zu einem verlässlichen Liveact. Anschliessend reiste er in die Schweizer Alpen, um dort die Geräusche der Wälder aufzunehmen und sich von der Umgebung inspirieren zu lassen. Und es hat gewirkt. Mit «Black Noise», welches letzten Februar erschien, hat es Pantha du Prince nicht nur geschafft, seine Klangpalette nochmals um ein Vielfaches zu erweitern, durch die für ihn ungewohnten organischen Einflüsse konnte er seiner vormals sterilen und berechnenden Musik so Menschlichkeit und Wärme hinzufügen. «Black Noise» zeichnet sich ausserdem durch eine in der Technomusik bislang selten gehörte Dramaturgie aus – und das, obwohl Weber hauptsächlich wortlose Geschichten erzählt.

Pantha du Prince war zum letzten Mal im Januar 2009 in Basel zu Gast. Damals noch in der Übergangsphase, tritt er diesen Freitag nun zum ersten Mal mit dem vollendeten Werk hier auf.

Ebenfalls nicht zum ersten Mal in der Stadt ist das Folk Rock-Ensemble Efterklang. 2010 veröffentlichen sie ihr aktuelles Album «Magic Chairs» und begeisterten damals mit haufenweise Glockenspiel und Handclaps den 1. Stock.

DEfterklangas Quartett aus Dänemark ist in der Zwischenzeit allerdings nicht etwa untätig geblieben. Im letzten August zog man sich mit vier zusätzlichen Livemusikern auf eine kleine Insel vor der dänischen Küste zurück und nahm in Zusammenarbeit mit Vincent Moon den Film «An Island» auf. Moon kennt man durch seine essentiellen Videos für «La Blogothèque», bei denen er Bands in einer unerwarteten Location auftreten lässt, oder durch seine Arbeit bei Videoclips für The National oder R.E.M.

Vor ihrem Liveauftritt diesen Samstag werden uns Efterklang diesen Film in einem exklusiven Screening präsentieren und uns anschliessend mit ihrer unglaublich grossen Spielfreude, die man unbedingt live erleben muss, beehren. Wie auf all ihren Touren treten Efterklang zu acht auf und haben nebst angesprochenem Glockenspiel auch Bläser im Gepäck dabei. Wir freuen uns auf das Mini-Orchester im Hinterhof.

Abgerundet werden beide Abende durch zahlreiche DJ-Sets: Am Freitag werden u.a. Nik von Frankenberg und Thom Nagy, die bereits letztes Wochenende Ricardo Villalobos beim Presswerk-Finale an die Wand gespielt haben, hinter den Plattentellen stehen und am Samstag gibt’s elektronisches von den Lokalhelden Zaber Riders, sowie Hits aus der Indiedisco vom IndieNet.ch-DJ-Team.

Pantha du Prince: Diesen Freitagabend (4. Februar) live im Hinterhof. Bar: 20:00, Beginn: 23:00.
Efterklang: Diesen Samstagabend (5. Februar) live im Hinterhof. Screening
«An Island»: 20:30, Konzert: 22:15.

Konzerte im Hinterhof

Luca Bruno am Mittwoch den 26. Januar 2011

Felix Bossel, Betreiber des 1. STOCKs in Münchenstein, behauptete vor ein paar Wochen, dass kulturell wirklich spannende Sachen oftmals an der Peripherie entstehen. Er behält weiterhin Recht. Für gute Konzerte im Raum Basel setzt man sich nämlich noch immer am besten in die Tramlinie 10 und fährt Richtung Münchenstein. Neuerdings kann man allerdings bereits ein paar Tramstationen früher aussteigen.

Vor einem Jahr liess sich die Hinterhof Bar am Soon-to-be-Kulturhotspot Dreispitz nieder, und während man sich im ersten Jahr dort hauptsächlich der elektronischen Tanzmusik fürs Wochenende verschrieben hatte, dürfen wir mit einem Blick aufs aktuelle Programm nun erfreut feststellen, dass man im neuen Jahr vermehrt auf Livekonzerte setzen möchte. Möglich gemacht hat das ein grosszügiger Umbau über die Jahreswende, bei welchem unter anderem eine grössere Bühne entstanden ist. Unsere Befürchtung, dass uns in Basel die Konzertbühnen ausgehen, scheint sich also doch nicht zu bewahrheiten.

Besonders das Wochenende vom 4. und 5. März gilt es rot im Kalender zu markieren. Am 4. März wird uns Hendrik Weber alias Pantha du Prince, dessen Album «Black Noise» eines der grossen Highlights von 2010 war, mit seinem Minimal Techno beehren, und nur einen Tag später erwartet uns die dänische Folk-/Post-Rock-Truppe Efterklang, die ja bereits letztes Jahr im 1. Stock begeisterten. Vor dem Konzert von Efterklang wird uns die Band ausserdem ihren Film «An Island» zeigen, der letzten August in Zusammenarbeit mit «La Blogothèque»-Gründer Vincent Moon entstanden ist. Konzert und Screening in einem also.

Die Konzertsaison im Hinterhof startet allerdings bereits heute. Das belgische Duo My TV Is Dead macht den Anfang, und Bands wie Soulwax, dEUS oder Ghinzu beweisen ja schon seit Jahren, dass «Belgien» ein Qualitätslabel für gute Popmusik ist.

My TV Is Dead: Diesen Mittwochabend (26. Januar) Live im Hinterhof. Bar ab 20:00, Beginn: 21:30.