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Mister Pegg sucht das Glück

Fabian Kern am Mittwoch den 27. August 2014

«Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück» läuft ab 28. August 2014 im kult.kino.atelier und im Pathé Küchlin in Basel.

«Hectors Reise» läuft ab 28.8. in Atelier und Küchlin.

Engländer sind hellhäutige Typen mit roten Haaren und einem trockenen Humor. Zugegeben, ein ziemlich plattes Klische. Aber genau dieses Klischee wird auf der Leinwand von einem Mann perfekt verkörpert: Simon Pegg. Wem der Name nichts sagt, der hat wohl auch die schwarzen Komödien «Shaun of the Dead» und «Hot Fuzz» nicht gesehen. Pegg ist auch derjenige, der die inzwischen zu lange geratene «Mission Impossible»-Serie noch auf Kurs hält – als witziges Pendant zu «Q», dem technischen Ausrüster von James Bond. Langer Rede kurzer Sinn: Simon Pegg ist lustig. Und er ist, wie gesagt, der Vorzeige-Brite.

Genau deswegen ist Pegg die ideale Besetzung für die Rolle als Hector. Ein verklemmter, pedantischer Psychiater, zwar durchaus mit Humor und Charme ausgestattet, aber völlig in seiner Alltagsroutine gefangen. So sehr, dass es erst eine Hellseherin (Veronica Ferres) auf seiner Couch braucht, die ihm erzählt, dass er seine Patienten nicht glücklich machen kann, weil er selbst unglücklich ist. Also informiert er seine wenig begeisterte Partnerin Clara (Rosamund Pike), packt sein Rucksack und macht sich auf die Reise. Auf die Suche nach dem Glück.

Hector entflieht seinem biederen Alltag...

Hector entflieht seinem biederen Alltag…

... und entdeckt die weite Welt.

… und entdeckt die weite Welt. (Bilder: Filmcoopi)

Die Reise wird zu Hectors persönlicher Odyssee, die ihn von Shanghai über den Himalaya und Afrika bis nach Los Angeles führt. Jede Erfahrung, die er da macht, bringt ihn näher ans Ziel und wird akribisch in seinem Reisetagebuch festgehalten. Es sind wilde Abenteuer in schönen Bildern, die bestens unterhalten. Hector versucht mit sympathischer Naivität, eine Prostituierte zu befreien, behebt die Depressionen der Frau eines Drogenlords und muss schliesslich bei seiner grosse Jugendliebe eine Entscheidung treffen. «Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück», die Verfilmung von François Lelords gleichnamigem Bestseller soll glücklich machen. Das tut sie auch, zumindest kurzzeitig. Sie ist aber nicht so spektakulär wie der ähnlich angelegte «Das geheime Leben des Walter Mitty».

Macht sie ihn glücklich? Hector mit seiner Jugendliebe Agnes (Toni Collette).

Macht sie ihn glücklich? Hector mit seiner Jugendliebe Agnes (Toni Collette).

Wer sich die grossen philosophischen Erkenntnisse über den Sinn des Lebens erhofft, wird enttäuscht. Hectors Erkenntnisse über das Glück sind ziemlich subjektiv. Der Aha-Effekt bleibt aus, sofern man nicht ein ebenso steifer, festgefahrener Mensch ist wie Hector zu Beginn des Films. Falls doch, dann fährt man mit dem Anschauen des Kinofilms finanziell natürlich um einiges besser, als wie Hector durch die Weltgeschichte zu tingeln. Und sieht dabei einen bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzen Film mit einem Simon Pegg, der auch die ernsten Töne beherrscht.

«Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück» läuft ab 28. August 2014 im kult.kino.atelier und im Pathé Küchlin in Basel.

Weitere Filmstarts in Basel am 28. August: Guardians of the Galaxy, Sitting Next to Zoe, La chambre bleue.