Beiträge mit dem Schlagwort ‘Art Basel’

Art-Randnotiz: Der Apfel

karen gerig am Donnerstag den 16. Juni 2011

Die Accessoires der Art-Stände.

Zwei Dinge gehören an jeden Stand an der Art: Das hübsche Frolein als Lockvogel und – der Apfel. Nicht der Verführung wegen, und nicht in der vitaminspendenden Form zum Reinbeissen, sondern bereits angebissen als Logo. Kein Galerist ohne iPhone, iPad oder iBook.

Ist ja auch praktisch, alle drei verbinden die in der Halle festsitzenden Kunsthändler mit der Aussenwelt, und Kataloge werden ebenfalls überflüssig. Alles, was man über einen Künstler wissen will, eröffnet einem das World Wide Web. Auch dieses ist natürlich frei verfügbar. Und an den Galerieständen bleibt so mehr Platz für die echte Kunst.

Weltdeutung in der Kaserne

chris faber am Mittwoch den 15. Juni 2011

Rette unsere Welt mit Deinen Taten. Fragen über Leben, Liebe und Leiden stellen die Performancekünstler von Gob Squad von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Passanten in Basel vor 7 laufenden Kameras.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Ein altbekanntes Gesicht auf neuem Posten

karen gerig am Dienstag den 14. Juni 2011

Gianni Jetzer.

Wenig Neues gabs an der Pressekonferenz zur Art Basel zu berichten. Dass die Public Projects nicht stattfinden können, weil der Messeplatz vorbereitet wird für den Messeumbau, war bereits im Vorfeld klar. Dafür wurde eine Rochade im Art-Team bekanntgegeben. Simon Lamunière, der seit 2000 die Art Unlimited kuratierte, hört auf und macht Platz für ein bekanntes Gesicht: Ab nächstem Jahr wird Gianni Jetzer die grossformatigen Kunstwerke ins rechte Licht rücken. Diesen Beitrag weiterlesen »

It has started!

karen gerig am Dienstag den 14. Juni 2011

…und die Türen sind offen an der Art Basel. Bereits schwirren die VIPs durch die Gänge, die Super-VIPs quasi, die als allererste rein dürfen. Man munkelt, ohne die richtigen Verwaltungsratsmandate habe man gar keine Chance auf so ein heissbegehrtes Previewticket.

Falls Brad Pitt an der Art heuer wieder auftauchen sollte, tut er es bestimmt auch in den nächsten Stunden. Wir halten jedenfalls mal die Augen offen!

Kostüm-Mottoparty

chris faber am Montag den 13. Juni 2011

20110613-073519.jpg

Die Art-Woche, nix für Schnarchnasen

karen gerig am Samstag den 11. Juni 2011

Die Art-Woche lockt die Massen auf die Strassen, z.B. zum Catwalk in Public Space auf der Feldbergstrasse.

Wenn am Dienstagabend wieder die Türen zur Art Basel fürs Vernissagen-Publikum öffnen, dann strömen sie wieder, die Gutbetuchten, die Damen in hohen Stilettos, die Cüplitrinker. Und die Kunstbegeisterten, nicht zu vergessen. Die Art, sie verteidigt seit Jahren ihren Status als weltbeste Kunstmesse. Doch man muss gar nicht dabei sein an der Vernissage, wenn man Kunst liebt, sieht man doch hauptsächlich Leute in schönen Kleidern und wenig von dem, um das es eigentlich gehen sollte. Denn es gibt in der Art-Woche in Basel noch ganz viel anderes zu sehen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Rückblick #9: Starke Museen und der Zürich-Komplex

schlaglicht am Montag den 3. Januar 2011

Für den Rückblick auf das Basler Kulturjahr 2010 haben wir verschiedene Persönlichkeiten aus der Region zu ihren Höhe- und Tiefpunkten aus dem sich zu Ende neigenden Jahr befragt. Galerist Stefan von Bartha wünscht sich, dass Basel sein kulturelles Potenzial stärker wahrnimmt und nicht nur die bildende Kunst fördert.

Stefan von Bartha in seiner Galerie am Kannenfeldplatz. (Foto Daniel Desborough)

Stefan von Bartha, was war Ihr kulturelles Highlight 2010?
Die Art Basel-Woche mit den grossartigen Eröffnungen und der Messe. Die Museenszene hat mit Jean-Michel Basquiat, Rodney Graham und Matthew Barney ein unheimlich hohes Niveau erreicht. Art Basel, Design Miami, Liste und Art Unlimited waren sehr spannend, und es war für mich das absolute kulturelle Highlight dieses Jahr! So viele hervorragende Kunst auf so kleinem Raum und in einer Woche, das ist ziemlich unschlagbar. Diese Qualität hat wirklich noch keine weitere Messe erreicht und man kann davon ausgehen, dass dies auch in der Zukunft weiterhin eines der grössten Highlights bleiben wird.

Gab es auch einen kulturellen Tiefpunkt?
Ich würde es nicht «Tiefpunkt» nennen. Ganz allgemein muss Basel als Stadt sehr vorsichtig sein, das Kulturprogramm nicht zu vernachlässigen. Es werden spannende Studien zur Stadt präsentiert, grossartige Museumsausstellungen eröffnet. Wir haben die wichtigste Kunstmesse, und das Label Basel ist weltbekannt. Was aber sonst daraus gemacht wird, ist sehr mager. Es gibt viel zu viele Bereiche, welche kulturell spannend wären, aber überhaupt nicht beachtet werden. Abgesehen von der Art Basel Woche muss die Stadt mehr machen für die Kreativszene. Architektur, Design und Mode brauchen weitere Plattformen, um sich zu präsentieren und auch die Galerienszene muss wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen und an Dynamik gewinnen. Da fehlt es an der Unterstützung und bei manchen an Mut. Die Basler könnten auch noch etwas mehr Eigeninitiative zeigen, und in der Politik müssten gewisse Personen vielleicht etwas mehr Zeit und Engagement  in die Kulturszene investieren und die Stadt fördern statt mit Auftritten beim FC Basel. Kultur scheint in der Politik immer noch ein Fremdwort zu sein und es fehlt an klaren Ideen. Die Politik versteht die Museumslandschaft als Kultur. Dass es da noch weitere Bereiche gibt, scheint fremd.

Was haben Sie verpasst?
Art Basel Miami Beach und Jamiroquai an der Avo Session.

Haben Sie etwas vermisst?
Wie gesagt vermisse ich weitere starke Projekte für die Stadt. Wir müssen jetzt dringend etwas tun, um die verschiedenen Bereiche zu fördern. Manchmal scheint es mir, als wüssten die Menschen gar nicht, wieviele Highlights wir in der Stadt haben. Ein paar der besten Architekturbüros der Welt, interessante junge Mode, tolle Galerien und auch weitere fantastische junge Projekte entstehen, aber bekommen wenig Aufmerksamkeit. Da vermisse ich ganz deutlich das Selbstvertrauen in Basel! Dieser Basel-Zürich-Komplex muss dringend aufhören. Basel ist eine Stadt mit gewaltigen Möglichkeiten und grossem kulturellen Potenzial. Vergleiche sollte man da mit ganz anderen Städten suchen.

Was sind Ihre Kulturwünsche fürs 2011?
Ich wünsche mir, dass 2011 wieder mehr Bewegung in die allgemeine Kulturdiskussion in Basel kommt. Kulturelle und kreative Bereiche müssen wieder enger zusammen arbeiten und man muss von diesem kurzfristigen Denken wegkommen. Wenn jeder versucht, nur sein Ding durchzuziehen, besteht die Gefahr, dass in Basel nur noch ein Fokus auf den Museen und gewissen Projekten liegt. Das gesamte Jahr müssten mehrere Events die verschiedenen Bereiche fördern und die Personen, welche in Basel für Kultur stehen könnten, sich vielleicht etwas öfters zeigen und eine Debatte darüber führen, was besser gemacht werden könnte. Mein grösster Wunsch wäre es, dass anschliessend Besprochenes schnell und unkompliziert umgesetzt wird. Es fehlt an Reaktionen!
Für 2011 wünsche ich mir, dass die lokale Szene mehr Öffentlichkeitsarbeit macht und diese auch aufgenommen wird. Jeder, der ein Interesse an der kulturellen Szene in Basel hat, sollte diese auch nutzen. Wir haben eine hervorragende junge Szene, welche das Gebotene nutzen sollte und auch weitere neue Projekte vorantreiben.

Dies war der letzte Jahresrückblick. Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

Bereits erschienen: Angelo Gallina, Guy Morin, Thomas Jenny, Smash 137, Sam Keller, Tobit Schäfer, Carena Schlewitt, Marlon Mc Neill.