Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Eine Art Plattenladen

Luca Bruno am Donnerstag den 16. Juni 2011

Eine Spezialsektion in der in Halle 1 beheimateten «Art Unlimited» heisst «Artists Records». Der Grossteil der dort ausgestellten Tonträger befindet sich allerdings nicht etwa in Vitrinen, sondern ist in herkömmlichen Plattenregalen untergebracht. Am Vinyl hängen anstatt Rote Punkte echte Preisschilder und jeder Messebesucher ist dazu eingeladen, die Sammlung mit eigenen Händen zu durchstöbern. Alle dort verfügbaren Platten können Probe gehört und selbstverständlich auch gleich gekauft und mitgenommen werden.

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Introducing: Das «International Art Radio»

Luca Bruno am Montag den 13. Juni 2011

Herzlich Willkommen zur Art-Woche auf Schlaglicht!

Etwas vorweg. Ein Problem, mit welchem auch der erfahrenste Art-Besucher jedes Jahr wieder aufs Neue konfrontiert wird: Während der Art-Woche finden einfach viel zu viele Events und Partys statt. Das Ziel wird nicht sein, nichts zu verpassen, sondern viel eher möglichst wenig zu verpassen. Aber ab und zu müsste man dann doch an zwei Orten gleichzeitig sein.

Eine Lösung für dieses Problem bieten die Macher des letztjährigen «livingroom.fm Stadtmusik Festivals» an. Für die 42. Ausgabe der Art haben sie das «International Art Radio Basel» aus der Taufe gehoben und senden unter der Redaktion von Raphael Suter sieben Tage lang nonstop von der Art und sämtlichen anderen Kulturhotspots der Stadt.

Zu erwarten sind: Live-Berichterstattungen, akustische Rundgänge, Interviews, Kunsttalks und vieles mehr.

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Volkshaus Basel: Der Umbau schreitet voran!

schlaglicht am Freitag den 10. Juni 2011

Vergangenen Dezember wurden Leopold Weinberg und Adrian Hagenbach alias «Jugendstil AG» als neue Betreiber des Volkshauses ernannt. Da die Übergabe an die neuen Betreiber allerdings erst auf Juli 2011 angesetzt wurde, ist es seither (mit einigen wenigen Ausnahmen) ziemlich ruhig um das ehemalige Streitobjekt geworden.

Da das Haus an der Rebgasse 12 in der Vergangenheit auch immer wieder für hitzige Diskussionen auf Schlaglicht gesorgt hat, sehen wir es als unsere Pflicht an, regelmässig zu überprüfen, ob es dem Volkshaus auch wirklich gut geht. So haben wir uns zum Beispiel erst kürzlich gefragt, wann eigentlich die im Konzept der Jugendstil AG angesprochenen Renovationen beginnen?

Screenshot http://www.volkshaus-basel.ch/

Angenehmes Ambiente vor dem Eingang! (Screenshot http://www.volkshaus-basel.ch/)

Ein kurzer Besuch auf www.volkshaus-basel.ch verrät überraschendes: Der Umbau hat bereits begonnen – und das obwohl die neuen Betreiber das Ruder noch gar nicht offiziell übernommen haben! Es ist definitiv beeindruckend, wie die Fassade des Hauses innert kürzester Zeit generalüberholt wurde und wie modern sie nun daherkommt. Vorbei ist es mit den tristen Holztischen auf dem Trottoir, neu zieren Buchsbäume den Eingang des Lokals. Die Eurovisions-Party kann kommen!

Spass beiseite. Ab Oktober ist wieder mit regelmässigen Konzerten im Volkshaus zu rechnen. Wir freuen uns.

«Tour de Suisse» auf der Klosterhofbühne

Luca Bruno am Donnerstag den 9. Juni 2011

Jeweils am zweiten Juniwochenende des Jahres findet auf dem Barfüsserplatz das «imagine» Festival statt. Oft geht jedoch vergessen, dass das «Festival gegen Rassismus» mehr als nur zwei Tage Jubel und Trubel auf dem Barfi ist. Bevor wir uns also dem diesjährigen Musikprogramm widmen, ein kleiner Reminder, wo «imagine» überall seine Hände im Spiel hat:

So ist das «imagine» nebst zweitägigem Musikfestival auch multinational tätig. In Ländern wie Brasilien, Kolumbien oder Kenia organisiert das Schweizer Team in Zusammenarbeit mit dort einheimischen Jugendlichen unter dem Namen «imagine International» seit 2005 zahlreiche Projekte, womit ein lebendiger Kulturaustausch zwischen Schweizer und ausländischen Jugendlichen angeregt wird. Ausserdem führt «imagine» jedes Jahr mehrere Workshops in Schulen durch, durch welche der Dialog zu Themen wie «Ausgrenzung», «Diskriminierung» oder «Gewalt» gefördert werden soll. Das Organisationskomitee des Festivals besteht übrigens mit einer einzigen Ausnahme aus Mitgliedern, die jünger als 24 Jahre alt sind – da wäre eigentlich auch der Name «Jugendkulturfestival» nicht ganz unpassend…

Diesen Freitag und Samstag, am 10. und 11. Juni 2011, feiert das «imagine» Festival nun seinen 10. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und für den Weg zur Geburtstagsparty geben wir nach dem Klick noch fünf Tipps zum diesjährigen Musikprogramm mit.

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Stadtentwicklung zum Selbermachen

Joel Gernet am Montag den 6. Juni 2011

Abgeschirmt: Medientermin auf dem Birsigparkplatz.

Wer hat schon einmal von «Seed Bombs» und «Backstein Curling» gehört? Oder vom «PARK(ing) Day»? Eine genaue Erklärung gibts in der Bildergalerie unten, soviel aber vorweg: Es sind Denkanstösse, mit denen die Vereine Neues Jugendkulturfestival (JKF) und Neubasel seit heute via Postkarten zur kreativen Eroberung des öffentlichen Raumes aufrufen. Da ist es nichts als konsequent, dass die Organisationen ihre gemeinsame «Pressekonferenz» an der frischen Luft veranstalten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zuerst Acapella-Rap, dann mit Liveband

Joel Gernet am Freitag den 3. Juni 2011

Freunde des experimentellen Raps kommen heute in Basel auf ihre Kosten: Mit dem Acapella-Event «Re:Quest» im Kulturpavillon und der «weCreate: Liveband Jam Session» im Hinterhof stehen gleich zwei Leckerbissen zur Auswahl. Bei letztgenanntem Anlass sorgen drei Jazzmusiker sowie DJ Steel für den Soundteppich der Session während Rapper und Sänger ihre (improvisierten) Texte zum Besten geben. Ganz ohne Begleitmusik kommen hingegen Hunter S. Thompson und Redcap beim «Re:Quest» aus: Hier bekommt das Publikum die Raptexte acapella um die Ohren gepfeffert – danach werden die beiden Samoon-Rapper mit Fragen zu ihren Texten gelöchert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Pack die Badehose ein

Luca Bruno am Mittwoch den 25. Mai 2011

Die Chancen stehen gut, dass es heute Abend auf dem Barfüsserplatz eine grosse Party geben wird. Da man sich dabei allerdings noch nicht hundertprozentig sicher sein kann, ist es höchste Zeit, sich nach einem Alternativprogramm umzusehen. Und die Aufmerksamkeit von all denen, die mit Fussball (oder allfälligen Feierlichkeiten auf dem Barfi) nichts am Hut haben, sollten wir ja sowieso schon haben, oder nicht? Jetzt kommt nämlich Schlaglicht ins Spiel.

Nein, wir sind nicht zum offiziellen Hinterhof-Blog mutiert, aber es steht ausser Frage, dass die Location beim Dreispitz bezüglich Programmvielfalt in den letzten Monaten allen anderen Clubs in Basel den Rang abgelaufen hat. Ende Juni gibt’s den ernsthaften Kandidaten zum Popkonzert des Jahres, vorgestern gab’s düsteren Post-Punk von The Soft Moon und heute Abend ist nun Toro Y Moi zu Gast. Und dank Toro Y Moi steht schon jetzt fest, dass uns der 25. Mai 2011 als sonnigster Tag des Jahres in Erinnerung bleiben wird, egal wie der Spielstand im Joggeli schlussendlich lauten wird.

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Vom Schlafzimmer in den Hinterhof

Luca Bruno am Montag den 23. Mai 2011

The Soft Moon

An neue Musik zu kommen war noch nie so leicht wie heute. Noch vor etwa 15 Jahren musste man zum Teil monatelang auf einen ungehörten Tonträger warten, den man in einem Plattenladen bestellt hatte – selbstverständlich überteuert , während man heutzutage jederzeit ein paar Mausklicks von der kompletten Diskographie einer Band entfernt ist. Früher musste man sich ernsthaft darüber Sorgen machen, ob man je eine Studioaufnahme seiner zukünftigen Lieblingsband hören wird, heute gilt es in erster Linie, den Überblick nicht zu verlieren. Wie findet man 2011 seine nächste Lieblingsband?

Eine der besten Methoden dafür ist es, auf eine der ältesten Institutionen des Musikbusiness zurückzugreifen: Das Musiklabel. Nehmen vertrauliche Adressen wie Sub Pop, 4AD oder Domino eine neue Band unter Vertrag, dann lohnt es sich fast immer, wenigstens einmal ein MP3 des neusten Signings herunterzuladen.

Das Label Captured Tracks aus Brooklyn hat sich in den letzten Jahren als eine der geschmackssichersten Adressen für neue Musik bewiesen. Bands wie Wild Nothing, Beach Fossils oder Craft Spells veröffentlichten vor kurzem vielversprechende Debütalben und wenn mit The Soft Moon und Blank Dogs zwei weitere Projekte des Labels heute Abend, am 23. Mai 2011, Live im Hinterhof zu Gast sind, empfiehlt es sich, ebenso genauer hinzuhören.

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«Play It Strange» mit den Fresh & Onlys im SUD

Luca Bruno am Montag den 16. Mai 2011

Lässt eine Band ihrem ausgezeichneten Debütalbum ein mittelmässiges oder zu experimentelles zweites Album folgen, dann ist sie heutzutage genauso schnell weg vom Fenster, wie sie gekommen ist. In der schnelllebigen Musikwelt von 2011 muss eine Band also mittlerweile schon fast darauf hoffen, dass ihr Debütalbum von der «Generation Internet» ignoriert wird. Nur so kann man sich in den folgenden Jahren in aller Ruhe entwickeln und von Release zu Release immer besser werden. So wurden die ersten Alben von Bands wie Deerhunter, The National, Animal Collective oder Grizzly Bear von der breiten Masse (zum Teil sträflich) ignoriert und trotzdem gehören diese Bands mittlerweile zu den beliebtesten Bands der Indie Rock-Szene.

The Fresh & OnlysDoch während alle bereits genannten Bands mehrere Jahre gebraucht haben, um ihren Sound mit jedem neuen Release genauer zu definieren, scheint dieser Prozess bei The Fresh & Onlys um einiges schneller zu verlaufen. Zwar erst 2008 gegründet, umfasst die Diskographie der Band aus San Francisco mittlerweile schon so viele Veröffentlichungen, wie manch andere Band nicht einmal während zehn Jahren zusammenbekommt. Und vergleicht man ihr grossartiges letztes Album «Play It Strange» mit seinen jeweiligen Vorgängern, ist ziemlich schnell klar, dass uns heute Abend (16. Mai 2011) im SUD(-haus) eine Band erwartet, die von Tag zu Tag besser zu werden scheint.

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Don't give me fucking Mehrheitsfähig!

Joel Gernet am Donnerstag den 12. Mai 2011


Um ein Haar wäre es nicht soweit gekommen – aber heute erscheint mit «Remember me Naked» das neue Album von Blood of Gold. Und am Abend wird das taufrische, zweite Album der Basler Band in der Kaserne getauft. Ein grosser Tag also für das Quintett um Tausendsassa Baschi Hausmann und Sängerin Martina Böhler – beide auch bekannt als Frontmann, beziehungsweise Frontfrau, von Fucking Beautiful, quasi dem bösen grossen Bruder von Blood of Gold. Aber dazu später. Zuerst wollen wir natürlich wissen, warum uns das zweite Album der Goldblüter beinahe vorenthalten worden wäre.

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