Archiv für die Kategorie ‘Konzert’

Unterwegs auf zarten Pfoten

Luca Bruno am Freitag den 23. März 2012
Ada

Ada (Foto: Tobias Vollmer)

Heute beginnt bekanntlich die 16. Ausgabe der BScene. Wer den Bands, Gitarren und Schlagzeugen allerdings aus dem Weg gehen möchte, dem sei der Weg in den Hinterhof nahe gelegt. Für die BScene zu peripher gelegen, veranstaltet der Hinterhof heute Abend (23. März 2012) stattdessen die traditionelle Afterparty zur Designmesse Blickfang. Dort steht dieses Jahr, angeführt von der Hamburgerin Michaela Dippel alias Ada, ein konsequent weibliches Lineup hinter den Decks – wir schnüren die Tanzschuhe. Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine Engelsstimme zum St. Patrick's Day

Joel Gernet am Samstag den 17. März 2012

Lachend legt Amy Belle ihre Gitarre zur Seite. «That was the worst busking ever», das schlechteste Strassenkonzert überhaupt, scherzt die schottische Sängerin und erhebt sich von der Pfalz-Brüstung. In ihrem Gitarrenkoffer liegen läppische siebzig Rappen, welche der Autor aus Spass hingeworfen hat. Soeben hat die 30-Jährige den Anwesenden eine kurze Kostprobe ihres Könnens präsentiert. «Kommt das auch auf YouTube?», will ein applaudierender Mann wissen und blickt erwartungsvoll in Richtung Kamera. So sind sie, die Gaffer 2.0. Die Frage wäre doch viel eher: Wo und wann bekomme ich mehr zu hören von dieser Engelsstimme? Diesen Beitrag weiterlesen »

So war das Südafrika-Abenteuer von The Glue

the glue am Freitag den 16. März 2012

Im zweiten Teil des Online-Tagebuches zu ihrer 13-tägigen Südafrika-Tour berichtet das Basler A-cappella-Quintett The Glue u.a. über ein legendäres Radiointerview, einen seeeehr gelassenen Konzertorganisator und einen nicht ganz so starken Glue-Auftritt. Die Südafrika-Reise der Basler ist der Start ihrer «Gluebâlisation»-Tournee, welche die Sänger dieses Jahr u.a. noch nach Amerika, Taiwan und Marokko führen wird. Hier gibts den ersten des Tourberichts.

Tag 9: Unser grösstes Interview als schwedische Band und eine Konzertvorbereitung wie sie im Buche steht (von Oliver Rudin)

The Glue im «Wartesaal» des Radiosenders UCR FM. Foto: Gaspard Weissheimer © The Glue

The Glue im «Wartesaal» des Radiosenders UCR FM. Foto: Gaspard Weissheimer © The Glue

Nach einer grossartigen Jamsession mit vielen lokalen MusikerInnen (siehe hier) bis spät in die Nacht hinein, waren wir alle dankbar, für einmal etwas ausschlafen zu können. Auf dem Programm standen heute ein Live-Interviewtermin bei der Radiostation UCR FM (3.5 Millionen HörerInnen!) sowie am Abend das Konzert im Golf Country Club oberhalb von Umtata. Diesen Beitrag weiterlesen »

The Glue erobert Südafrika

the glue am Montag den 12. März 2012

Zum Auftakt ihrer «Gluebâlisation»-Tournee befindet sich das Basler A-cappella-Quintett The Glue auf einer einer 13-tägigen Reise durch Südafrika. Neben fast täglichen Auftritten steht der Austausch mit lokalen MusikerInnen, Kindern und Menschen im Mittelpunkt. Für «Schlaglicht» berichtet die Band regelmässig von ihren Erlebnissen. Hier die gesammelten Eindrücke der ersten Woche…

Tag 7 und 8: Ein Openair Solarkonzert und eine spontane Jamsession im Hotel (von Verena Gauthier Furrer)

Früh ging die Reise weiter. Heute würden wir das «afrikanische» Südafrika anpeilen. Wir reisten nach Ntabankulu, das Zentrum unserer Partnerregion, dem Teil des Landes in dem unser Projekt-Partner, Chief Jongilanga Sigcau als Häuptling lebt. Der zunehmend schlechte Zustand der Strassen zeigte uns, dass wir den ehemals weiss regierten Teil Südafrikas hinter uns gelassen hatten, die letzten 10 Kilometer zum «Great Place» des Chief ist Schotterstrasse, sie verlangte unserem Bus und dem Fahrer Tumasch einiges ab. Beide bestanden den Test mit Bravour und wir erreichten das Anwesen des Chief am frühen Nachmittag. Auf der Fahrt hierher fielen uns die vielen jungen Menschen auf, die auf der Schotterstrasse in die selbe Richtung wanderten, alle in Schuluniformen gekleidet. Erst mit der Zeit realisierten wir, dass all diese SchülerInnen an den gleichen Ort «pilgerten» nämlich dorthin, wo auch wir hin wollten. Sie kamen, um The Glue zu erleben und um uns mit ihren Liedern zu empfangen. Zuvor jedoch begrüsste der Chief zusammen mit traditionellen Führern und regionalen PolitikerInnen The Glue und die ganze Delegation hoch offiziell. Diesen Beitrag weiterlesen »

On Stage: Ravens & Chimes

Luca Bruno am Donnerstag den 8. März 2012

Aufwachen! Die kalten Monate sind langsam aber sicher vorbei und das Schlaglicht dreht rechtzeitig zum Beginn der Konzertsaison eine neue Glühbirne in seine Fassung. Und während andernorts gerade ein Neustart in die Wege geleitet wird, macht der Hinterhof dort weiter, wo er letzten Winter aufgehört hat: Mit ausgewählten Livemusik-Leckerbissen von Bands, denen die Zukunft gehört. Heute Abend, am 8. März, stehen Ravens & Chimes aus New York auf der Hinterhof-Bühne.

Wer im Studio Hotel2Tango in Montreal, Kanada aufnehmen darf, hält sich an einem Ort auf, wo schon ruhmreiche Bands wie Arcade Fire oder Wolf Parade ihrerseits Meisterwerke auf Tonband aufgezeichnet haben. Und wie die soeben erwähnten grossen Namen, so zeichnen sich auch Ravens & Chimes durch verspielten, multiinstrumentalen Indie Rock aus; Gitarren und Glockenspiele, die sogar dem grössten Folkmuffel ein Lächeln auf die Lippen zaubern werden. Oder wie fasst ein YouTube-Kommentator so schön zusammen: «I used to hate long-haired guys until I found Ravens and Chimes».

«Reichenbach Falls», das bislang einzige Album der Band, erschien zwar bereits 2007, trotzdem ist man seither nicht untätig geblieben. Zahlreichen digitale Singles sind in den letzten Monaten veröffentlicht worden, ein neues Album steht unmittelbar bevor und nach dem Sprung bieten wir nun einige Hörproben… Diesen Beitrag weiterlesen »

Basler Stimmen spiegeln die Welt

Joel Gernet am Freitag den 17. Februar 2012

Von Basel aus die Welt erobern: The Glue mit Oliver Rudin (rechts aussen).

Zum 15-jährigen Jubiläum steht dem Basler A-cappella-Quintett The Glue ein Jahr der Wahrheit bevor. Über 40 Konzerte auf vier Kontinenten haben die fünf Sänger vor sich – und nebenbei soll ein neues Album entstehen. «Gluebâlisation» nennt sich das Ganze und umfasst unter anderem Konzerte in Südafrika, Amerika, Taiwan und Marokko – morgen Samstag ist Kickoff im Basler Schauspielhaus. «Dieses Jahr wird uns viele Antworten geben», sagt Glue-Mitbegründer Oliver Rudin. Ob es das aufregendste Jahr der Bandgeschichte wird? «Das befürchten wir auch», lacht Rudin, angesprochen auf die Welttournee. «Aber eigentlich nennen wir nennen das Ganze ja nicht Welttournee – schliesslich kommen wir ja zwischendurch zurück nach Basel», gibt sich der 30-Jährige bescheiden.

Die regelmässige Rückkehr ans Rheinknie nutzt The Glue, um dem Heimpublikum mit insgesamt fünf Konzerten die jüngsten Ergebnisse ihrer Reisen zu zeigen. «Unser Ziel ist nämlich nicht nur, Konzerte zu geben, sondern auch Kulturaustausch zu betreiben.» Der Auftakt zum Austausch erfolgt in Südafrika Anfang März, wo die Band unter anderem mit Kindern musizieren möchte. «Von ihnen können wir vermutlich am direktesten lernen, was authentisch ist», meint Rudin und vermutet, dass The Glue wohl eher von den Kleinen lernen wird, als umgekehrt. Ziemlich zeitnah zur Entstehung sollen die Früchte der Zusammenarbeit dann auf den südafrikanischen Bühnen präsentiert und aufgenommen werden. Damit die Basler nicht mir leeren Händen in Südafrika landen, hat das Quintett eigene Interpretationen südafrikanischer Volkslieder einstudiert – diese wird es morgen auch im Schauspielhaus zu hören geben. Ende April werden dann an gleicher Stelle die ersten akustischen Mitbringsel der Welttournee präsentiert – die besten davon landen dann auf der CD, welche die vermutlich aufregendste Zeit der Bandgeschichte dokumentieren soll.

Oliver Rudin: Dirigent, Band- oder Chorsänger.

Aufgenommen wird nicht nur im Studio, sondern auch live auf der Bühne. «Wir wollen, dass man die Atmosphäre dieser Konzerte auch auf CD mitbekommt», erklärt Rudin. Dass er eines Tages mit seinen Bandkollegen, die er bei der Basler Knabenkantorei kennengelernt hat, singend um die Welt reist, hätte sich Rudin vor fünfzehn Jahren beim besten Willen nicht vorstellen können. «Es ist schon ein Traum, andere Länder, Kulturen und Musiker kennen zu lernen und sich auf diese Art weiterzuentwickeln.» Das Schönste an der Sache sei, dass dies alles dank eigener Musik möglich wurde. Diese steht nun auf dem Prüfstand: «Ende Jahr werden wir noch besser als bisher wissen, ob unsere Lieder auf der ganzen Welt funktionieren», sagt Rudin. Bisher jedenfalls klappte das ganz gut – das beweist unter anderem der Glue-Erfolg an der Harmony Sweepstakes Competition am New Yorker Broadway, wo die Basler den Preis für den besten eigenen Song einsackten – mit einer deutschsprachigen Komposition (die Band berichtet damals auf diesem Blog darüber).

The Glue @Prague (Nov 2011) from The Glue on Vimeo.

Dass The Glue auch weiterhin in aller Welt Aufsehen erregen, dafür sorgen nicht nur ihr verspielte Bühnenshow, sondern auch die Wassertanks auf den Rücken der Sänger. «Viele meinen, diese Pet-Flaschen sind ein Gag – aber das ist nicht so», erklärt Rudin. «Das ist eine typische, pragmatische Glue-Lösung, um die Trinkpausen zwischen den Songs zu verkürzen.» Inzwischen hätten sich die Pet-Raketen als Wiedererkennungs-Symbol der Basler etabliert. Dass dies nicht das Einzige ist, was den Glue- Zuschauern von der «Gluebâlisation»-Tournee in Erinnerung beleibt, dafür dürfte die Performance der fünf Basler Stimmakrobaten sorgen. Und die CD Ende Jahr.

The Glue @Vienna (Nov 2011) from The Glue on Vimeo.

Ungeschliffene Momentaufnahmen

Joel Gernet am Donnerstag den 2. Februar 2012

The Weekend Session im Panorama-Format. (Bild: Pascal Brun & Matthias Willi)

Wenn sich 26 Musiker diverser Basler Bands zur «Weekend Session» treffen, ist das eine grosse Sache. Nicht nur organisatorisch. Die Essenz dieses Gipfeltreffens erscheint nun gepresst auf zwei Vinylplatten. 26 Songs, entstanden innerhalb von vier Tagen im One Drop-Studio Kleinhüningen. Schlaglicht hat sich mit den Initianten Luc Montini, Gitarrist bei der Reggae-Band The Scrucialists, und Olivier Joliat, Drummer bei den Surf-Rockern Lombego Surfers, getroffen, um sich kurz vor der Plattentaufe am Freitag (Kaserne Basel) über den Wahnwitz eines solchen Projekts zu unterhalten.

Olivier Joliat. (Bild: Matthias Willi)

Olivier Joliat, zuerst die Aufnahmen mit zum Teil völlig verschiedenen 26 Musikern und jetzt die Plattentaufe. Das klingt nach einem halsbrecherischen Projekt.
Olivier Joliat: Uns sagte auch jeder, dass es unmöglich ist, ein Album in vier Tagen zu schreiben, aufzunehmen und zu mischen. Wir wussten selber nicht, ob das funktioniert und waren dann überrascht, wie gut das geht. Im Studio haben wir nicht gross nachgedacht, sondern einfach Musik gemacht.

Wie lief das ab? Da mussten ja Musiker, die sich zum Teil vorher nicht kannten, quasi auf Knopfdruck miteinander harmonieren.
Joliat: Das war vielleicht besser so – unter Bandkumpels können ja schon einmal die Fetzen fliegen (lacht). Es gab immer jemand, der eine Idee hatte. Etwa für einen Rocksong mit Dancehall-Beat. Oder einer spielt ein Gitarrenriff und die restlichen Musiker fügen dann ihren Teil dazu bei – eigentlich das klassische jamen. Irgendwann hat man dann genügend Ideen und setzt diese zu einem Song zusammen. Dann wird aufgenommen und jeder probiert, keinen Fehler zu machen. Schlussendlich ist es ja auch ein Handwerk. Vieles haben wir absichtlich ungeschliffen belassen, weil wir erstens keine Zeit hatten, jedes Detail auszufeilen, und es zweitens nicht das Ziel des Projekts war, Perfektion anzustreben.

Inzwischen hat sich Luc Montini dazu gesellt. Zusammen mit Oilvier Joliat gehört er zu den Initianten der «Dessert Session», deren Name eine Anlehnung an die legendären «Desert Sessions» ist, welche der Amerikaner Josh Homme (Queens Of The Stone Age) in den neunziger Jahren angerissen hatte. Für die zweite Ausgabe haben die Basler ihr Projekt nun in «Weekend Session» umbenannt.

Luc Montini. (Bild: Matthias Willi)

Luc Montini, bei der zweiten Session waren nicht nur zehn Nasen mehr dabei, auch Musikalisch wurde das Projekt breiter. War das euer Ziel?
Luc Montini: Das geschah bewusst. Denn bei der ersten Session war man sich einig, dass alle Beteiligten Stoner-Rock (auch Desert Rock genannt, Anm. d. Red.) toll finden, dementsprechend klang dann auch die Platte. Der Elektro-Produzent Thom Nagy war da ja bereits dabei. Dieses Mal dachten wir, dass es toll wäre, wenn die Instrumentalisten dann mit den «Elektronikern» zusammen Session machen. Das hat allerdings nicht geklappt, weil deren elektronische Geräte halt nicht gleich einfach zu bedienen waren. So kam es, dass die Elektro-Fraktion selbstständig an Sound tüftelte und wir dann deren Musik anreicherten. Statt Samples zu suchen, konnten sie einfach einen Musiker aufbieten – das war ziemlich cool.
Joliat: Die Grundidee ist gescheitert, dafür ist etwas anderes daraus entstanden. Es kommt immer wieder anders – und trotzdem gut.

Gab es Momente im Studio, in denen alles besonders gut zusammengepasst hat?
Montini: Die Initialzündung gab es am Freitagmorgen, nachdem am Abend zuvor funky gejamt wurde – ich bin gar kein Freund, dieser Art Musik zu machen (Gelächter). Am Freitagmorgen herrschte dann eine positive Aggression. Da hatten wir innert kürzester Zeit einen Basslauf. Daraus entstand dann innerhalb einer halben Stunde, zäckzäckzäck, «Alone And Out Of Bliss». Das war cool, vor allem, als mit dem Sänger Emmi Lichtenhahn sogar noch ein unerwarteter Gast auf dem Song landete.
Joliat: Er wollte eigentlich nur kurz vorbeischauen, um zu grillieren. Aber auch die Disco-Hymne «Dance With Us» wurde super. Dort hat der Produzent Emil Tiger im Studiogang heimlich den Gesang der drei probenden Ladies aufgenommen und daraus einen Beat gemacht. Die haben das nicht einmal bemerkt. Und wie das bei einer Disco-Hymne so ist, reicht dieser eine Satz als Message, um sieben Minuten durch zu tanzen.

Wie kam es eigentlich zu dieser Mammut-Session?
Montini: Die Ursprungsidee entstand vor Jahren in unserem alten Studio in Muttenz. Ich war der Meinung, dass ein Studio auch als Instrument genutzt werden kann. So wie die ganz grossen Bands früher, etwa Def Leppard, die sich für eine Album eineinhalb Jahre lang in einem Studio auf den Bahamas verschanzt haben, um Musik zu machen. Dass die Session sich über wenige Tage erstreckt, passiert in Anlehnung an die legendären Desert Sessions der ganzen US-Wüstenrockern. Aber weil wir nie Zeit hatten, dauerte es Jahre, bis wir diese Idee überhaupt umsetzen konnten.

Die Session fand im April statt. Warum erscheint die Platte erst jetzt?
Montini: Einerseits hatten wir alle viel zu tun. Andererseits war ich nach dieser Session ziemlich am Anschlag, Da brauchte es eine Zeit, bis sich das ganze Gesetzt hat.
Joliat: Zudem benötigten wir Zeit, um Geld aufzutreiben. Das Studio konnten wir zwar gratis nutzen, aber die Pressung und das Mastering kosten halt doch Geld – deshalb: danke Rockförderverein (lacht).

Warum erscheint die «Weekend Session» ausschliesslich auf Vinyl mit Download-Code?
Joliat: Das ganze ist aus Liebe zu Musik entstanden. Um diese Liebe wiederzugeben ist Vinyl einfach die schönere Form. Eine CD landet via Computer ja ohnehin auf dem Mp3-Player. Da kann man eben so gut einen Download-Code anbieten. Wegen der Fülle der Musik ist auch nicht mehr jeder Song auf der Platte, sondern nur eine Auswahl. Alle anderen gibts dann auch im Download. Auch für die Plattentaufe am Freitag haben wir selektioniert, um eine homogene Songabfolge zu haben. Das wird ein Querschnitt durch beide Sessions mit Schwerpunkt auf den neuen Sachen. Gerade, weil dieses Konzert wegen der Konstellation etwas einmaliges ist, fänden wir es schade, wenn wir einige Songs der Erstauflage nicht spielen würden – gewisse haben sich fast schon zum Klassiker gemausert.
Montini: Die Plattentaufe wird auf jeden Fall spannend, ein geordnetes Chaos. Es dürfte interessant werden, zu sehen, wie die Musiker wechseln und der Sound dennoch ähnlich bleibt. Zwei Stunden rocken!

Wer sich einstimmen will, kann sich einzelne Weekend-Sessions Songs auf Soundcloud anhören. Wer live via Webcam an der Bandprobe dabei sein möchte, kann sich heute Donnerstag ab ca. 12 Uhr unter diesem Link zuschalten.

Plattentaufe: The Weekend Session, Freitag, 3. Februar 2012, Kaserne Basel. Doors: 21 Uhr. Afterparty mit Weekend Session DJ-Team.

On Stage: French Films

Luca Bruno am Montag den 19. Dezember 2011
French Films

French Films: Just chillin' around... (Bei Minus 5 Grad Celsius?)

Im Gegensatz zu seinen (Quasi-)Nachbarn Norwegen und Schweden ist Finnland ja eher weniger für seine Musikexporte abseits des Metal-Sektors bekannt. In den letzten Jahren haben jedoch immer mehr finnische Bands auch den Gitarrenpop lieb gewonnen und machen sich nun auf, Europa und den Rest der Welt zu erobern. So waren Ende Oktober beispielsweise Rubik in der Kaserne zu Gast und mit den French Films heute Abend auf der Hinterhof-Bühne steht nun der nächste finnische Act bei uns vor der Türe.

Anders als introvertierten Pathos à la Rubik setzen die French Films jedoch auf gradlinigen Indie Rock, ohne dabei aber die immer noch trendigen Wave-Elemente zu vernachlässigen; The Drums oder Surfer Blood kommen in den Sinn. Heute Abend lautet das Motto also «Hyvä Suomi!» und für alle potenziellen Konzertgänger bieten wir nach dem Sprung nun eine kleine Übersicht über die besten Songs der Band… Diesen Beitrag weiterlesen »

On Stage: Forest Fire

Luca Bruno am Freitag den 9. Dezember 2011

Ab und zu reichen die kurzen Tipps unserer Wochenvorschau einfach nicht aus. Besonders bei Konzerten eignet sich ja eigentlich viel mehr eine Vorschau mit Ton und Bild, als eine mit Text. Ab sofort bieten wir mit «On Stage» die optimale Einstimmung auf ausgewählte Konzerte, die auf Basler Konzertbühnen stattfinden; mit wenig Text, dafür viel Musik und Bild.

Den richtigen Bandnamen zu finden, das ist ja so eine Sache. Nehmen wir Forest Fire aus New York als Beispiel: Mit einem Waldbrand hat ihre Musik ja eher wenig gemein, oder? Wenn ihr leicht düsterer Folk Rock etwas zum Auflodern bringt, dann allerhöchstens das Lagerfeuer. Ihr aktuelles Album «Staring at the X» erschien auf dem britischen Label Fat Cat, wo auch schon Panda Bear und sein Animal Collective gross wurden und so kommen Forest Fire also nebst Lagerfeuerromantik ebenfalls mit allerlei Brooklyn-Weirdness daher und erinnern nicht zuletzt dank der Stimme von Mark Tresher auch ein bisschen an Yeasayer.

Heute Abend (Freitag, 9. Dezember) spielt das Quintett aus Brooklyn im 1. Stock in Münchenstein. Wer den Konzertbesuch bei den Nurses verpasst hat, kann ihn hier nachholen und nach dem Sprung bieten wir nun die musikalische Einstimmung auf heute Abend…

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On Stage: The Besnard Lakes

Luca Bruno am Donnerstag den 1. Dezember 2011

Ab und zu reichen die kurzen Tipps unserer Wochenvorschau einfach nicht aus. Besonders bei Konzerten eignet sich ja eigentlich viel mehr eine Vorschau mit Ton und Bild, als eine mit Text. Ab sofort bieten wir mit «On Stage» die optimale Einstimmung auf ausgewählte Konzerte, die auf Basler Konzertbühnen stattfinden; mit wenig Text, dafür viel Musik und Bild.

Heute Abend (Donnerstag, 1. Dezember) spielen The Besnard Lakes im 1. Stock in Münchenstein – genauer: im etwas grösseren Depot gleich neben dem regulären Konzertraum. Und dass die Band aus Montreal einen etwas grösseren Raum erhält, macht durchaus Sinn. Ähnlich wie bei ihren Stadtnachbarn Arcade Fire, zelebriert das Quartett das Laut/Leise-Spiel und ihren wiederkehrenden Gitarrenwänden kann der zusätzliche Raum also nur recht sein. Allerdings können die Besnard Lakes keineswegs nur triumphal und episch: Zwischen den Klangcollagen tummeln sich haufenweise Songs und Melodien. Einige davon bieten wir euch nun nach dem Sprung. Diesen Beitrag weiterlesen »