Archiv für die Kategorie ‘Bücher’

Von Grenzen, Vergänglichkeit und Realität

Luca Bruno am Donnerstag den 20. Oktober 2011
Simon Grab live Soundperformance MRI

Simon Grab: «MRI»

Jeweils am Anfang jeder Woche präsentieren wir euch in der Schlaglicht-Wochenvorschau unsere Kulturtipps für die kommenden sieben Tage. Zurzeit läuft jedoch so viel, dass wir den Kulturscheinwerfer wohl nicht zum letzten Mal auch unter der Woche auf Basel richten müssen.

Dieses Wochenende im Angebot: Eine Soundperformance von Simon Grab, der Beginn der Ausstellung «I die every day!» von Andy Storchenegger, sowie die Vernissage zur neusten Veröffentlichung von «Belles Lettres». Diesen Beitrag weiterlesen »

Manga-Zeichenwettbewerb bis zum 31.10.2011

chris faber am Dienstag den 18. Oktober 2011

Der Comix-Shop Basel sucht noch bis zum 31.10.2011 die aufregendsten Zeichentalente der Region. Ran an die Zeichenstifte! Wer erzählt die packendste Geschichte zum Thema «unterwegs»?

Egal welcher Zeichenstil, Ihr könnt eine Menge Preise gewinnen und Euer Zeichentalent allen zeigen. Die Gewinner werden von einer Jury bestimmt und die ausgezeichneten Beiträge im Comix Shop Basel ausgestellt! Ausserdem wird Schlaglicht einige der ausgewählten Arbeiten hier im Blog präsentieren.

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Tagfeierkalender – Die Rückschau

chris faber am Sonntag den 7. August 2011

Die DailyBox ist Vergangenheit

Ein Gastbeitrag von Dominique Nöelle Mischler

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir zurück auf 31Tage mit 31 Akteuren zu 31 verschiedenen Feiertagen.

Mit dem „Tag des wohlwollenden Erinnerns“ schlossen das Team und alle Beteiligten der DailyBox von Munkels TAGFEIERKALENDER am letzten Sonntag die einmonatige Veranstaltung der Veranstaltungen ab.

Zu sehen gab es einen wilden Rückblick aller Tage sowie ein klassisches Konzert der Brüder Flurin (Gesang) und Alvin (Piano) Devonas, mit einer Auswahl an wohlwollenden Stücken quer durch alle Zeiten. Zudem beehrte uns Ferni als Special Guest.

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Bézier – eingefangene Lebenskurven

chris faber am Freitag den 5. August 2011

Fast jeder landet im Leben auch mal an einen Punkt, wo er denkt, wohin soll ich jetzt gehen, um meine Ziele zu verfolgen. Gerade heute, wo in der heutigen Arbeitswelt niemand mehr nach Studium oder Lehre in einer Firma anfängt und dort bis zur Pensionierung aufsteigt, sind Lebenskurven, die Dich auch mal in eine ferne Stadt und Land, in eine komplett andere Ausbildung oder Tätigkeit tragen, mit besonderen Menschen zusammenbringen, am Ende wichtig, um genau die Leidenschaft für einen Beruf zu entdecken, der Dir Spass macht.

Mit der namentlichen Verbindung zur Bézierkurve möchte Janine Michel die oft im ZickZack laufenden Lebenswege und die daraus entstehenden Verbindungen dokumentieren. Dazu hat Sie in Ihrer einjährigen spannenden Arbeit BÉZIER Menschen zwischen 25-35 Jahren gesucht und gefunden, die Ihr sehr offen erzählen, wie es Ihnen ergangen ist auf Ihrem Berufsweg, wie Sie gerade Niederlagen und Enttäuschungen in eine Richtung gelenkt haben, die letztendlich den Kick zu Ihrem Traumberuf gaben.

BÉZIER stellt anhand von zehn Interviews mit Kreativschaffenden zehn interessante Lebensgeschichten vor, die im Hinblick auf berufliche Wendepunkte und wegweisende Momente untersucht wurden.

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Point yours – Was ist typisch Schweiz?

chris faber am Donnerstag den 4. August 2011

Die Designstudentin Carolin Kolb hatte im Rahmen Ihrer Diplomarbeit Point yours am 7. Mai 2011 zu einem besonderen Fotowettbewerb aufgerufen. Gemeinsam mit Gonnado.com  suchte Sie das typisch Schweizerische.

Jeder war aufgerufen mit einer Fotostrecke zu zeigen, was die Schweiz für ihn persönlich bedeutet und Schweizer Kultur in 36 Stunden festzuhalten. Danach durfte jeder Teilnehmer seine Fotostrecke mit mindestens drei Fotos umsetzen und diese anschliessend ins Internet stellen.

Die Ergebnisse präsentierte Carolin Kolb jetzt im Rahmen des Tagfeierkalenders letzte Woche im Petersgraben 15. Herausgekommen sind sehr typische und authentische Momente, die in Kapitel eingeteilt, demnächst auch auf einer Webseite zu sehen sind.

Ein visueller Leckerbissen, der Lust auf mehr Schweiz macht.

Dieses Projekt soll demnächst so ausgeweitet werden, dass es auch in andere Länder exportiert werden kann und auch ein längerer Zeitraum dokumentiert wird.  Zusätzlich soll die Möglichkeit bestehen, die Bilder auf der Webseite zu filtern, zum Beispiel nach Region, Thema, Ortsangabe etc.. Das Projekt ist auch noch vom 02.-09.09.11 im Rahmen der Diplomaustellung HGK FHNW Institut Hyperwerk in der Messehalle 2.1 zu sehen.

Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf die vielen guten Bilder:

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Letzte Woche Tagfeiern im Petersgraben 15

chris faber am Montag den 25. Juli 2011

In der letzten Woche vom Tagfeierkalender könnt Ihr Eure Kleider tunen, Eurer Spielleidenschaft nachgehen, schöne Kurzfilme anschauen und im Schokiland versinken.

Zum Schlussspurt gibt es dann Feiern mit den heimlichen Herrschern der Computer, tolle Bücher werden vorgestellt und der Tagfeierkalender feiert sich selber mit einer Rückschau. Also schaut rein…

Gottes Werk und Königs Beitrag

chris faber am Freitag den 10. Juni 2011

20110610-075513.jpgRalf König, einer der besten Deutschen Comicautoren, zeigt sein 30jähriges Schaffen im Cartoonmuseum. Lustig, aber immer sehr prägnant werden wichtige gesellschaftliche Themen in seinen Comics behandelt, zuletzt die Religionen. Mit den Comics von Ralf König kann man denken lernen, urteilt ein Kritiker. Vom Kondom des Grauens über den verfilmten Bewegten Mann bis hin zum aktuellen Werk der Dicke König wird dem Besucher bis zum 23.10.2011 Ralf König in allen Facetten gezeigt. Am 20.10.11 gibt es Highlights als Comiclesung persönlich von ihm im Vorstadttheater.

Infos: www.cartoonmuseum.ch

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Warten auf Rilke im Café Grumpy

karen gerig am Freitag den 15. April 2011

Ein Wort, eine Geschichte, eine Erfahrung, ein Gedanke können am Anfang eines Werkes von Sung Hwan Kim (*1975) stehen. In einem Gespräch, in einer Performance wird der südkoreanische Künstler Wort, Geschichte, Gedanke, Erfahrung in ein erstes neues Werk transformieren. Zeichnungen können während diesen Aktionen entstehen, eine Videokamera die Performance aus dem Blickwinkel des Künstler einfangen. Der Projektor schliesslich wird dieses zuletzt entstandene Werk wiedergeben, der Betrachter es zu seinen Gedanken fügen, zu seiner Geschichte formen.

Sung Hwan Kims Künstlerbuch «Ki-da Rilke».

Die Arbeiten von Sung Hwan Kim haben immer mehrere Schichten. Nichts ist nur das, was man am Ende sieht, immer wurde es vom Künstler mehrfach reflektiert und interpretiert, sei es eine Geschichte, die in Südkorea von Generation zu Generation überliefert wird, sei es ein Zitat eines Dichters. Sung Hwan Kim hat in der Kunsthalle Basel nicht nur den Oberlichtsaal inszeniert, sondern für die Ausstellung auch ein Künstlerbuch geschaffen. «Ki-da Rilke» heisst es, was eine Transliteration aus dem Koreanischen ist und «(Ich) werde warten» bedeutet.

Das Buch ist gefüllt mit Texten und Bildern. Kim hat sich Rainer Maria Rilkes (1875–1926) Gedichten bemächtigt, indem er die deutschen Texte in eigener Schrift neu aufgeschrieben hat. Dazu stellt er Zeichnungen, die mal mehr, mal weniger mit den Worten auf derselben Seite gemein haben. Er habe Rilkes Gedichte erstmals durch Gaston Bachelards «Poetics of Space» kennengelernt, erzählt der Künstler. Zweierlei habe ihn an dem Lyriker interessiert: Da sei einerseits die Tatsache, dass der in Prag geborene Rilke seine Gedichte in Deutsch verfasste, zu einer Zeit, als dort das Tschechische vorherrschte. Sung Hwan Kim kennt es, sich in einer anderen Sprache auszudrücken als der Muttersprache: Der Südkoreaner lebt seit Jahren in New York und nutzt für seine Arbeiten das Englische.

«Grabmal eines jungen Mädchens» und «Opfer» aus Rilkes «Neuen Gedichten» in der Interpretation von Sung Hwan Kim.

Mit Rilke teilt Kim aber auch sein Interesse für Träume und Geschichten, für Mythen und für die Transformation von Menschen und Dingen, von Sprache und Form. Die Zeit, in der Rilke lebte, fasziniere ihn, erzählt er. Sein Buch vereint die Texte Rilkes mit seinen eigenen Gedanken, was ihm zum jeweiligen Gedicht durch den Kopf ging, ausgedrückt in rasch hingeworfenen Skizzen. Einige der gezeichneten Charaktere tauchen stetig wieder auf, in einem Index auf losen Blättern werden sie erläutert. Die meisten Zeichnungen habe er im Café Grumpy in New York gezeichnet, sagt er, und dasselbe steht auch hinten im Buch gedruckt. Unwichtig erscheint diese Information, auf den ersten Blick. Nichts als ein Stichwort. Die Einschätzung der Relevanz und die Interpretation dieser Information ist uns überlassen.

Die Ausstellung «Line Wall» in der Kunsthalle Basel eröffnet am Samstag, 16. April, um 19 Uhr, und läuft bis zum 29. Mai.