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«Mal schauen, ob wir mit der nächsten Platte einen Welthit landen»

schlaglicht am Freitag den 4. November 2011

Im zweiten Teil unserer Interview-Serie mit den Nominierten des Basler Pop-Preises erklärt Marcel Huber, Gitarrist der Indierock-Band Blush, was man mit den 15’000 Franken Siegprämie anstellen würde und dass die Umwälzungen durch das Internet vor allem mittelgrossen Bands zu schaffen machen. Das Basler Quartett hat Ende 2010 das Album «Traces In The Snow» veröffentlicht und ist damit nicht zuletzt bei den Radios auf grossen Anklang gestossen.

Am 11. November, zwei Tage nach Verleihung des Pop-Preises, spielen Blush zusammen mit Laura Pausini an der AVO Session in Basel. Der dritte Basler Pop-Preis wird am 9, November in der Kaserne verliehen. Neben dem vom Rockförderverein (RFV) mit 15’000

Franken dotierten Jurypreis, wird auch der Publikumspreis vergeben – diesen könnt Ihr im BaZ-Online-Voting mitbestimmen. Und jetzt zum Interview…

Welches war im vergangenen Jahr das prägendste Ereignis für Blush?
Ganz klar die Auftritte am St. Galler Open-Air und am Summerstage in Basel.

Was war Ihr bislang grösster musikalischer Erfolg?
Das ist schwer zu sagen. Es sind ja oft die vielen kleinen Dinge, die dann das Ganze ausmachen. Sicher ein musikalischer Erfolg ist, dass es gleich drei Songs von der aktuellen Platte in die Radios schafften – und dass die single «Traces In The Snow» sogar auf Platz 1 der Airplay-Charts bei DRS 3 war.

Was war der grösste Tiefschlag?
Dass wir für den Eurovision Song Contest nicht ausgewählt wurden. Wir hätten es aber nie so gut wie Anna Rossinelli hingekriegt, daher ist das schon ok;-)

Falls Sie den Pop-Preis gewinnen: Wozu wollen Sie das Preisgeld einsetzen?
Wir sind an einer neuen Plattenproduktion und möchten diesmal alle Möglichkeiten ausschöpfen können. Das heisst, eventuell sogar mit internationalen Produzenten  zusammen zu arbeiten – das Geld wäre daher sehr willkommen.

Welchen Basler Künstler würden Sie mit dem Pop-Preis auszeichnen?
Kann man sich selbst nennen? Es fallen mir keine Künstler ein. Vor allem keine, die es noch nicht waren;-)

Was sind Eure Pläne?
Kurzfristig steht natürlich die AVO Session am 11.11.11 an, was ein weiteres Highlight dieses Jahres sein wird. Längerfristig wird es die neue platte mit der kommenden Tour sein.

Pro und Contra eines Lebens als (zukünftiger) Profimusiker?
in der Schweiz gibt es leider nur wenig gute Beispiele, dass ein leben als Profimusiker ohne Quersubventionen funktionieren kann. Die Vorstellung, rein von der Musik leben zu können, wäre allerdings schon schön. Das ist wohl für uns zur Zeit aber eher eine Illusion als Realität. Mal schauen, ob wir mit der nächsten Platte ein Welthit landen können…dann melden wir uns nochmals. Aber von einer Südsee-Insel aus…

Mit welchem Künstler würden Sie gerne einmal zusammenarbeiten?
National mit Kuno Lauener, international gäbe es viele. Sagen wir mal: Elbow oder The National.

Was zeichnet die «Basler Musikszene» aus – und was trägt Blush dazu bei?
Es gibt hier eine grosse Dichte an vielversprechenden Bands. Es verschaffen sich immer wieder Bands aus Basel nationales Gehör – auch wir sind eine davon.

Haben die Umwälzungen in der Musikindustrie und die Rolle des Internets Einfluss gehabt auf ihre Karriere?
Für die unbekannteren Bands sind die neuen Medien sicher ein Vorteil. Die Informationen können schnell und überallhin transportiert werden. Für mittelgrosse bands ist der momentane Einbruch der Plattenverkäufe sicher ein Problem. Den ganz Grossen hilfts dann wieder. Natürlich profitieren auch wir von den Möglichkeiten wie Facebook etc… und die Plattform, sich national oder sogar international Aufmerksamkeit zu verschaffen Das ist ebenfalls eine Erscheinung der neuen Medien.

Für das Showcase-Konzert der letztjährigen Pop-Preis-Gewinner The bianca Story, das am 9.11. in der Kaserne im Rahmen der Pop-Preis-Verleihung statt findet, verlosen wir 30 Tickets. Wer dabei sein möchte, schreibt eine Mail mit dem Vermerk «Showcase The bianca Story».

Das sind die Nominierten des 3. Basler Pop-Preises

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