Logo

The Pains of Being Pure at Heart

Luca Bruno am Montag den 15. August 2011

Ihre Songs heissen «Heart In Your Heartbreak», «This Love Is Fucking Right!» oder «A Teenager In Love»: The Pains of Being Pure at Heart, eine der grössten Indie Pop-Hoffnungen der letzten Jahre, sind Morgen Dienstag, am 16. August 2011, im SUD zu Gast.

Und so können wir uns für einmal auch die besonders kreative oder verführerische Überschrift für diesen Blogartikel sparen. Wenn sich eine Band, deren Songs sich grösstenteils um Liebe und den damit verbundenen Herzschmerz drehen, sich «The Pains of Being Pure at Heart» nennt, dann wäre  ja eigentlich schon fast alles gesagt.

2009, nach einigen streng limitierten Vinylsingles und EPs auf Kleinstlabels, erschien das Debütalbum des Quartetts aus New York und obwohl es eigentlich zu keinem Zeitpunkt einen Grund dafür gab, der Band skeptisch gegenüber zu stehen, war es dennoch irgendwie überraschend, dass die zehn Songs ihres Debütalbums dermassen grosse Ohrwurmqualitäten vorweisen konnten. Das Album erschien im damaligen Februar und es war zu erwarten, dass man die Songs nach zwei Wochen bereits satt haben würde. Im Sommer waren die zehn Tracks allerdings noch immer präsent und im Dezember hatte man keine andere Wahl, als das Album auf seiner Jahresbestenliste zu verewigen.

Doch immer dann, wenn eine Band ihren Sound bereits auf ihrem Debütalbum scheinbar perfektioniert, besteht Grund zur Sorge über eine längerfristige Zukunft. Und die ersten Entscheidungen, welche die Band für ihre weitere Karriere traf, durfte man durchaus kritisch sehen: So wurde als Produzent für ihr zweites Album «Belong» Mark Ellis alias «Flood» an Bord geholt, der schon bei unzähligen Blockbuster-Alben in den 1990er-Jahren hinter den Reglern stand (Depeche Mode’s «Violator», U2’s «Zooropa» oder «Mellon Collie and the Infinite Sadness» von den Smashing Pumpkins, um nur einige wenige Beispiele zu nennen). Zarter Indie Pop vs. Alternative Rock-Starproduzent: Kann das gut gehen?

Als die erste Single ihres neuen Albums dann tatsächlich verdächtig viele Parallelen zu den Smashing Pumpkins aufwarf, stellten sich die anfänglichen Sorgen für einen kurzen Moment als begründet heraus, doch spätestens dann, als man wenige Wochen später das Endprodukt in seinen Händen halten durfte, konnte man erleichtert aufatmen. Auf «Belong» gibt es zehn neue Ohrwürmer und dazu haben The Pains of Being Pure at Heart ihre Songpalette ausgebaut. So ist beispielsweise die aktuelle Single «The Body» eine herrliche Hommage an New Order, die man so auf dem ersten Album nie erwarten durfte.

Wir dürfen gespannt sein, wie die Pains of Being Pure at Heart ihre üppig produzierte zweite Platte auf der Bühne umsetzen werden.

The Pains of Being Pure at Heart: Diesen Dienstagabend (16. August) Live im SUD. Support von Aie ça gicle, DJ-Sets von DJ Pop B. Sessen und dem IndieNet.ch DJ-Team. Doors: 20:00, Beginn: 21:00.

« Zur Übersicht

Kommentarfunktion geschlossen.