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Vier wilde Biester auf dem Floss

sarah degen am Donnerstag den 11. August 2011

Wild Beasts: v.l.n.r. Ben Little (Gitarre), Hayden Thorpe (Gesang), Tom Fleming (Bass) und Chris Talbot (Schlagzeug)

Heute Abend präsentiert uns das «ImFluss»-Festival eine absolute Indie-Delikatesse: Wild Beasts. Die vier Briten spielten eben noch in Glastonbury und nun in Basel. Wahnsinn!

Wild Beasts stammen aus der Nähe des Lake Districts, hoch im Nordwesten Englands. Der See wurde vor allem durch die Lake Poets, eine Gruppierung von Dichtern der Romantik, bekannt. Dies erklärt vielleicht auch die romantisch verträumte Musik der Wild Beasts, die gleichzeitig als Indie-Rock wie auch als Art-Rock definiert wird. Charakteristisch ist auf jeden Fall die Falsett-Stimme des Leadsängers Hayden Thorpes, die leicht über die glockenartigen Gitarrenklänge segelt.

Ihr Debüt-Album «Limbo, Panto» veröffentlichten die wilden Biester 2008. Doch bereits 2007 wurde die Band vom renommiertesten Musik-Magazin in Grossbritannien, dem NME, als eine der Newcomer Bands schlechthin bezeichnet. 2009 erschien dann ihr viel gelobtes und für den prestigeträchtigen Mercury Prize nominiertes Album «Two Dancers». Nun sind die Briten mit ihrem neuen Album «Smother» im Gepäck auf Tour, das mit verführerischen Rhythmen, intensiver Atmosphäre und pulsierenden Tracks überzeugt. Im Juni waren Wilde Beasts Headliner für die Park Stage am Glastonbury Festival in England, eines der bekanntesten und grössten Festivals auf der Welt. Beweis dafür: diesjährige Main Acts waren Radiohead, Coldplay, U2 und viele weitere. Wild Beasts selber bezeichnen sich aber als untypische Festivalband, sie seien eher etwas ruhig und intime – also perfekt für das Floss, wo sich die leiseren Töne perfekt entfallten können.

Eine Liveband durch und durch

Nichts desto trotz ist die Band eine Liveband. So sagte der Bassist Tom Fleming gegenüber NME, dass sie versuchen zu zeigen, dass ihre Musik nur live gespielt einen Sinn ergibt. Wer die Band bereits live gesehen hat, kann dies nur bestätigen. Die Jungs verstehen es ihre eigen-geschaffene verträumte Musikwelt auch auf der Bühne brillant umzusetzen.

Dass Wild Beasts in Grossbritannien erfolgreich sind, kann nicht abgestritten werden. Nun versuchen die vier Briten auch das Festland zu erobern und touren durch Europa, dabei wird heute Abend auch in Basel inne gehalten. Ein Must für jeden Indie-Liebhaber und solche die es noch werden möchten. Hoffen wir nun nur, dass das Wetter nicht seine Tücken spielt und das Floss zum Kentern bringt, so wie es das diesjährige Glastonbury im Schlamm versenkte.

Wild Beasts: Diesen Donnerstagabend (11.8.) Live auf dem Floss. Beginn 21:00 Uhr.

PS: Heinz Darr, Floss-Booker mit dem goldenen Händchen, hat soeben via Facebook einen Tipp an alle Floss-Neulinge abgegeben: «Endlich macht das Wetter, was man ihm sagt. Ein Tip für Floss-Neulinge: Wer wirklich auf den Stufen des Rheinufers sitzen will, um die Konzerte zu sehen, sollte spätestens (!) 20 Uhr da sein.»

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