Grenzen der direkten Demokratie

Das kann ja noch heiter werden: SP und Grüne wollen den Kantonen in Sachen Atommüll-Endlager das Vetorecht zurückgeben. Dieses wurde ihnen nach dem wiederholten Nein der Nidwaldner zum Standort Wellenberg 2005 weggenommen.

Zwar lässt sich in der Schweiz schwer gegen die Mitsprache der Kantone in möglichst vielen Belangen argumentieren. Unser System lebt davon, dass alle angehört und ihre Anliegen in die Entscheidfindung eingebunden werden. Bei der Standortsuche für ein Atommüll-Endlager aber stösst dieses Prinzip an seine Grenzen.

Die Schweiz funktioniert nach dem Prinzip: Auch deine Meinung ist gefragt, aber wenn die Mehrheit entschieden hat, sei ruhig!

Laut, aber unerhört: Proteste gegen ein Tiefenlager in Neunkirch SH. (Keystone)

Laut, aber unerhört: Proteste gegen ein Tiefenlager in Neunkirch SH. (Keystone)

Es genügt schon, wenn 2020 der Bundesrat den Standortentscheid fällt, das Parlament darüber befindet und am Schluss das Volk in einer Referendumsabstimmung eine Region dazu verdonnert, hunderte Tonnen nukleares Material unter ihren Boden zu verbuddeln. Soll ein solcher Entscheid wirklich vom Volk getroffen werden können?

Klar, es geht um die Legitimation von Entscheiden der Machtelite. Nur weil das in der Schweiz so (direktdemokratisch) gemacht wird, kommt es nicht zu Massendemonstrationen wie zum Beispiel in Stuttgart gegen den neuen Bahnhof. Die Schweiz funktioniert nach dem Prinzip: Auch deine Meinung ist gefragt, aber wenn die Mehrheit entschieden hat, sei ruhig!

Nun noch den Kantonen das Vetorecht in Sachen Atom-Endlager zurückzugeben, führt ins Chaos. Respektive in die Total-Blockade. Wer würde ja sagen zu einem Endlager? Angst haben wir doch alle vor diesem Teufelszeug. Auch wenn die Nagra und andere Experten uns unter Eid versprechen, die Sache sei «dicht».

Immer wieder wird von verantwortlicher Seite betont, dass man «zusammen mit der Bevölkerung» Wege und Lösungen diskutieren wolle. Mit Verlaub, das ist doch Kuschel-Demokratie und eine Verkennung der Tatsachen.

Zugegeben, auch ich würde gerne mitreden. Aber gleichzeitig ist doch klar, dass es hier nichts mitzureden gibt. Was soll ich mich wehren, wenn man unter Aufwendung von hunderten Millionen Franken zum Schluss kommt, der Atommüll sei am Standort X am sichersten?

Tatsache ist, der Atommüll lässt sich nicht in Luft auflösen. Er muss irgendwann, irgendwo entsorgt werden – der Export ins Ausland ist keine Option, der Weltraum auch nicht. Und wie in keiner anderen Frage von nationaler Bedeutung ist das Sicherheitsargument das wichtigste und entscheidendste. Es kann nicht sein, dass regionale Befindlichkeiten darüber gestellt werden.

Die Nagra-Wissenschaftler sollen sagen, wo der «Dreck» am sichersten endgelagert werden kann. Am Bundesrat ist es dann, dies dem Volk klar zu machen. Sachzwänge entscheiden und nicht das Volk.

Die Betroffenen werden mit Geld abgegolten – man könnte auch sagen: erpresst. Unser politisches System und die eidgenössische Kultur der Entscheidfindung stossen hier an seine Grenzen. Immerhin ein Trost bleibt: Der Atom-Ausstieg ist beschlossen, die Endlager-Sache wird nicht zur unendlichen Geschichte.

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83 Kommentare zu «Grenzen der direkten Demokratie»

  • Alain de la France sagt:

    „Atom-Muell Lagerung“: Die pragmatischen Schweden haben, gem. „Spiegel“, eine Loesung gefunden.
    Atom-Ausstieg beschlossen – von wem alles ?
    (siehe auch beim Ausstieg, wie Schweden das geloest hat).

    • david mercier sagt:

      super idee alain… der ausstieg ist auch in anderen ländern beschlossene sache,nur der müll der bleibt, der löst sich nicht in luft auf.

      • Joachim Kuhn sagt:

        Super Argument David. Dann können wir ja fröhlich weiterproduzieren.

        • Karlmax Schmid sagt:

          So ist es, die Schweden steigen nicht aus. Aussteigen wollen nur D und CH,dann sind noch die die gerne den fertigen Strom kaufen It. Oe also nicht so trostreich. Aber wenn man neben einem AKW wohnt begreift man das Problem mit eînem Endlager sowieso nicht,vorallem wieso die Anwohner wahrscheinlich bis nach Zürich entschädigt werden sollen.

  • hans müller sagt:

    Das Problem ist doch dass man die Argumente für eine Standort-Wahl der Nagra nicht nachvollziehen kann.
    Einerseits was sind die geologischen Kriterien und andererseits auch die bestehende Belastung der Region durch atomare Einrichtungen.
    Wenn ich den Standort Frick/Bözberg ansehe frage ich mich wirklich was da der Beweggrund war, das ist ein Jura-Kalkgebirge, so durchlässig wie ein Schwamm, ausserdem ist die Region durch 3 AKW’s im Umkreis von 30Km und dem PSI nun schon wirklich genügend belastet.

    Als Laie würde man dazu tendieren das Lager in die Alpen zu schieben wegen dem Granitgestein

    • Cornelis Bockemühl sagt:

      Kalk ist der auffällige, sichtbare Teil des Juras. Dazu gibt es aber auch die Tone, z.B. den Oxfordton, und der ist a) wasserdicht und b) plastisch verformbar, d.h. er bekommt keine Risse. So weit macht das durchaus Sinn! Zunächst muss man aber ein Loch bohren in das Zeugs – und das ist dann auch sicher schon mal eine Schwachstelle. Und zudem soll es ja nicht nur heute und morgen, sondern über Jahrtausende dicht sein – und was da alles passieren kann weiss eh keiner… Kurz: Jura macht schon Sinn im Prinzip – aber garnicht erst erzeugen ist noch immer die viel bessere Lösung!

      • Markus sagt:

        vielleicht würde es etwas sprengstoff aus der diskussion nehmen, wenn man die mythos aufgeben würde, dass das lager für „jahrhunderte“ halten muss. ob wir das lager in 50 jahren noch brauchen, oder nicht doch ein besseres bauen oder den abfall besser entsorgen können, muss nicht zwingend heute beantwortet werden. die diskussion sollte um die sichere lagerung und deren finanzierung geführt werden. dass die bisherigen profiteure hier nicht zur verantwortung gezogen werden, ist der eigentliche skandal.

        • Jonas sagt:

          Die bisherigen Profiteure sind wir, die Nutzer des Stroms, den wir viel zu billig kaufen. Die Kraftwerke gehören zu einer Merheit den Kantonen. Das Märchen von den bösen Stromkonzernen ist eben nicht mehr als das.

    • Fredi Moser sagt:

      Sie bezeichnen sich richtigerweise als Laie, Herr Müller. Das bin ich auch. Ich kann daher gar nicht beurteilen, ob ein Standort besser oder weniger gut geeignet ist. Da bin ich auf die Experten angewiesen (und ihnen auch irgendwie ausgeliefert).
      Als Atomkraft-Gegner und (bereits schon vor Fukushima) Naturstrom-Bezüger vom EKZ muss ich trotz allem festhalten: Ein Endlager brauchen wir. Ich befürchte aber, dass wir das Lager dort hinstellen, wo es politisch möglich ist, statt dort, wo es geologisch am sinnvollsten ist. Von mir aus könnte das Lager auch vor meiner Haustüre sein.

    • Matthias sagt:

      Vermutlich weil im Jura eh schon ein Atomkraftwerk ausgelaufen ist.

  • Walter Boshalter sagt:

    Ich bin einverstanden, dass die Endlagerfrage dem Föderalismus entzogen werden muss. Diese Frage ist zu wichtig, als sie der Politik zu überlassen, oder durch NIMBYs zu gefährden. Das übliche freundeidgenössische Prinzip der Schmierung mit Geld um zur Lösung zu gelangen sollte auch hier seine WIrkung tun. Eine Kontraposition zum Artikel: Wenn die UNO/IAEA jemals ein internationales Tiefenlager auf neutralem Boden (Tiefsee, Antarktis) erstellt sollte die sich die Schweiz durchaus beteiligen.

    • Peter Saxer sagt:

      Haben Sie schon mal vom Antarktisvertrag gehört? Das wird dort explizit verboten und das ist auch gut so. Geologisches Tiefenlager ist eine gute Sache, auch wenn man sich seismisch ruhigere Regionen als die Schweiz vorstellen kann.

      • Walter Boshalter sagt:

        Der Antarktisvertrag läuft in nützlicher Frist aus. Und ja, mich würden die Gründe gegen ein Tiefenlager in der Gegend interessieren. Der Müll kann z.B. im antarktisches Gebirge unter 200m Eis verbudelt und (sic!) vergessen werden. Auch bei Top-Kilimaerwärmung bleibt der zentrale Eisschild bestehen. Die Halbwertszeit kann dadurch tatsächlich ein paar Millionen Jahre ihr Werk tun ohne das die Biosphäre beeinträchtigt wird und ohne dass irgendjemand den Müll wieder findet.

  • Walter Bossert sagt:

    Wir werden einer Lagerstätte zustimmen müssen! Leider! Und wenn wir bedenken mit welcher Selbstverständlichkeit ein schnell steigender Energiebedarf mit grüner Unterstützung provoziert wird, werden wir noch viel härtere Nüsse zu knacken haben.Viele Leute vergessen oder verdrängen die Tatsache, dass unser Wohlstand und Ueberfluss einzig und alleine von den noch vorhandenen Energieträgern abhängig ist! Sind diese weg oder zu teuer, schlägt der Ueberfluss in Hunger und Armut über.

    • Christian Dünki sagt:

      Unser Wohlstand ist mir längst nicht mehr wohl. Es ist nun unsere Aufgabe den Weg zwischen Energieüberfluss und Hunger und Armut zu finden. Ich glaube das könnte bei weitem angenehmer werden, als der heutige Verschwendung. Bloss haben alle Angst davor. Packen wir es an bevor Öl und Kernenergie am Ende sind.

  • Peter S. sagt:

    Ich bin der Meinung dass diejenigen welche vor Jahren für den Bau der AKW gestimmt haben, und auch Jahrzehnte lang von einer Steuer Vergünstigung profitierten, den Müll auch in ihren Kantonen lagern sollten.
    Leute welche Jahrzehnte lang nur auf gewinn bedacht waren und nun ihren Dreck in andere Kantone befördern wollen, sollten verpflichtet werden auf einem Atommüll Lager wohnen zu müssen.
    Sie wären bestimmt schon sehr fiel früher zur Vernunft gekommen, und hätten bemerkt das kein Reichtum der Welt es wert ist unsere Erde zu vergiften.

    • Era Dam sagt:

      Peter S., ich nehme an, sie verzichten auf Elektrizität aus dem Netz und waschen sich morgens am Ziehbrunnen (Pumpen der öffentlichen Wasserversorgung werden u.a. mit Atomstrom betrieben, besonders nachts, wenn die Trinkwasser-Reservoire gefüllt werden)…

    • Nico Meier sagt:

      @Peter S.
      Wie bereits erwähnt habe ich nichts gegen ein Endlager in meiner Region aber es ist zu einfach die AKW Standortkantone zu beschuldigen alle in der Schweiz lebenden Menschen haben vom günstigen Strom profitiert!

  • Jakob Harzenmoser sagt:

    Wir habrn nicht Probleme mit der direkten Demokratie sondern Probleme mit Salamitaktik und künstlichen Sachzwängen. Es war von Anfang an klar, dass Atomwirtschaft zu Abfällen führt. Deshalb hätte man vor der Installation des ersten kommerziellen Reaktors eine Lösung finden müssen. Das gewählte Vorgehen ist genau so eine versteckte Subvention wie die lächerlichen Haftungsgrenzen im Schadenfall. Man baut auch nicht eine Gross-Stadt und setzt dann jemandem unter Notrecht eine Kläranlage aufs Grundstück. Grenzen der Demokratie ist unehtliches Ablenkungsmanöver.

    • Deschoz sagt:

      Es ist schön, Herr Harzenmoser, wenn so gescheite Leute wie Sie immer alles im Voraus sehen.“Man“ wusste ja schon in den 60-Jahren, welche Abfälle damit produziert werden. Und dass man diese nicht transmutieren kann (kann man aber, Frage der Energie, siehe CH-Projekt Megapie). Und an ALLE anderen: die stärksten Strahlenquellen kommen nicht mal von den KKW’s, sondern von der Medizin, Industrie und Forschung. Herr Harzenmoser, soll man die NUKLEARMEDIZIN auch soweit einstellen, da der Abfall noch nicht geregelt ist?

  • Christian Dünki sagt:

    Der Mehrheitsentscheid führt immer zur Benachteiligung der Minderheiten, Randregionen und ländlichen Räume. Die Bevölkerungszentren konsumieren am meisten Energie, doch der Abfall kommt in die Peripherie. Grossprojekte sind sowieso nie demokratisch. Wo soviel zu verdienen ist und die effektiven Kosten (wer bezahlt Fukushima) nicht internalisiert werden müssen, regiert das Geld.

    • Peter Saxer sagt:

      Es gilt erst seit des Inkrafttreten des Kernenergiegesetz vom 21. März 2003. Sie hätten ja ein Referendum machen können, ich hätte sogar unterschrieben. Schlussendlich wird in der Schweiz der Minderheitenschutz doch meist gewährleistet. Wenn sich eine Region wirklich unnendlich dagegen wehrt hat das auch Einfluss auf das Abstimmungsverhalten der übrigen Schweiz.

  • Emil Suter sagt:

    Ich schliesse mich Herrn Chapman’s Meinung vorbehaltlos an! Auch wenn es eine unbequeme Tatsache ist: Demokratie ist eine politische Utopie der Aufklärung, die auf der Mündigkeit der Stimmenden basiert. 200 Jahre nach Kant wissen wir, dass die Mündigkeit des Menschen ein unerreichbares Ideal geblieben ist. Neuro-Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass 99% unserer Entscheidungen nicht auf Vernunft beruhen, sondern instinkt-gesteuert sind. Die Aufklärung hat versagt! Eine Rückbesinnung auf vor-demokratische Strukturen ist daher angebracht. Helvetisches Kaiserreich erwache!

    • Jeanine Röthlisberger sagt:

      Lieber Herr Suter
      Gehen Sie doch nach Griechenland, dort dürfen Sie dann am eigenen Leib erfahren wie es sich in einer Zukunft ohne Demokratie unter einer EU-Banken Diktatur lebt. Mal schauen, wie lange Sie das aushalten. Und – glauben Sie nicht alles, was die Wissenschaft zu wissen meint!

      • Era Dam sagt:

        Frau Röthlisberger, auch wenn alle AKWs morgen abgeschaltet würden, die Radiotherapie in der Medizin verboten, etc. würden die heute vorhandenen Atomabfälle sich nicht in Luft auflösen. Wollen Sie diese im Kongo vergraben lassen – was ist Ihr Vorschlag?

    • Walter Bossert sagt:

      Ja wenn Sie dieser Ueberzeugung sind Herr Suter, könnte ich Ihnen Weisrussland als besser geeigneten Wohnort für Sie wärmstens empfehlen, dort sind Sie bestens aufgehoben und brauchen sich nicht unmündigerweise um Dinge zu kümmern welche auch eine Person alleine entscheiden kann!

      • Era Dam sagt:

        Röthlisberger & Bossert: früher konnten sich die Leute kürzer fassen („Moskau einfach!“), da müssen Sie sich doch noch etwas anstrengen, um konziser zu werden.!

  • Peter Salto sagt:

    Eine gescheite, nicht korrupte Regierung kann ein Land weiter bringen, als eine verzettelte Demokratie, Intelligenz und Wissen ist nicht kumulierter; Abstimmungen und Wahlen werden oft aus dem Bauch heraus gewonnen.
    Wir bauchen Minister (Bundesräre) die vom Volk wegen ihres Sachverstandes und Kommunkationsföigkeit gewählt werden, ein Parament, der diese Leute konstruktiv kontrolliert und Sachgebiete in Sinne des Landes und nicht der Partei entscheidet.

    • Walter Bossert sagt:

      Wissen und Intelligenz kann sich auch bereits in einem kurzen Kommentar äussern!

    • Walter Stauffacher sagt:

      Es gibt keine „gescheite, nicht korrupte“ Regierung. Das gab es nie und wird es auch in der Zukunft nie geben. Wo Machtkonzentrationen locken, werden diese Stellen garantiert vom Abschaum, nicht von der Elite der Menschheit besetzt.
      Da ist der direktdemokratische und föderalistische Ansatz doch das kleinste aller möglichen Übel, da damit Machtkonzentrationen auf ein Minimum reduziert werden.

  • Hans Müller sagt:

    Eine direktdemokratische Entschiedung wäre möglich gewesen, wenn man bei der Abstimmung die AKW- und die Endlagerfrage nicht getrennt hätte. Die Frage hätte seinerzeit lauten sollen: Wollt ihr AKW UND Endlager? Dann hätten wir das Problem nämlich heute gar nicht, weil AKW niemals gutgeheissen worden wären. Das war wohl auch der Atomlobby klar, deshalb haben wir heute dieses unsägliche Schwarz-Peter-Spielchen. Nebenbei würde ich das Zeugs nicht tief in der Erde verbuddeln, denn vielleicht gibt es in ein paar 100 Jahren eine Technologie die Abfälle unschädlich zu machen.

  • Marco Lardi sagt:

    Wie sicher solche Endlager sind, zeigt das Beispiel in Asse. Austritt radioaktiver Lauge im Jahr 2008 zeigt deutlcih, dass sie nicht sicher sind. „Asse und kein Ende. Nach dem Skandal um den Austritt von Radioaktivität im Atommülllager Asse und dem Bekanntwerden grober Sicherheitsmängel im Salzstollen, wird nun gegen die Betreiber ermittelt.“ Wer übernimmt eigentlich die Verantwortung für „unser“ Endlager?

    • Regula Fuchs sagt:

      Herr Lardi: nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, bitte. Asse ist ein Salzstollen. Im Gegensatz dazu sind die in der CH vorgeschlagenen Standorte für Tiefenlager im Opalinuston, der hält dicht gegen Nässe. Vielleicht informieren Sie sich ja mal bei der verantwortlichen Institution, bevor Sie hier Vergleiche bemühen, die einer Prüfung nicht standhalten: http://www.nagra.ch

      • Marco Lardi sagt:

        Der hält solange dicht gege Nässe, bis man Nässe hat. Geben sie eine Garantie (wie sollten sie auch) dass dies in 200 Jahren noch trocken ist, oder in 400 Jahren oder in 6730 Jahren. Niemand kann das mit bestimmtheit sagen. Und trocken ist es dort garantiert auch nicht. Und es sind nicht Apfel mit Birnen, die wir hier vergleichen, es ist RADIOAKTIVER ABFALL den man mit RADIOAKTIVEM ABFALL vergleicht. Auch in Asse hat man gedacht, es sein sicher für die nächstern 100`000 Jahren…

  • Wendel sagt:

    Ich will das Lager trotzdem nicht vor meiner Nase haben. Damals wurde ich auch nicht gefragt, ob ich mit Atomstrom einverstanden bin oder ob ich lieber Ökostrom will. Verbuddelt es dort, wo die meisten Befürworter der Atomenergie zuhause sind!

  • Peter Haeberlin sagt:

    Es gibt keinen Grund für einen Demokratieabbau Herr Chapmann. Das ist doch alles nur eine Frage des Preises. Der Standort muss halt, bezahlt von den AKW Betreibern, angemessen entschädigt werden. Dann gibt es auch ein ja bei der lokalen Bevölkerung. Der Atomstrom wird dadurch teurer. Wird dann noch die Haftpflichtfrage privatisiert, das heiss keine Haftungsübernahme durch den Bund, nähern wir uns der Kostenwahrheit.

    • Hans Müller sagt:

      Es sollte aber eben genau nicht eine Frage des Preises sein, Herr Haeberlin. Das einzige relevante Argument in diesem Fall ist die Sicherheit. Das Lager soll dort zu stehen kommen, wo es am sichersten ist. Und wo es am sichersten ist, sollen Geologen entscheiden. Das Volk hat seinerzeit ja zu AKW gesagt. Und da man nicht ja zu AKW und nein zum Endlager sagen kann, ist es richtig, wenn das Volk in dieser Sache nichts mehr zu sagen hat.

      • Walter Stauffacher sagt:

        Die Geologen werden wohl mehrere mögliche „sichere“ Standorte für Endlager eruieren. Wenn diese gebaut werden sollen, wird aber die Zustimmung der lokalen Bevölkerung nötig sein. Und wenn sich diese kaufen lassen, ist das ihr gutes Recht, aber danach auch ihr Problem.
        Eventuell wäre es aber besser, gar kein Endlager zu suchen, denn es gibt auch Experten, die eine überirdische Lagerung für sicherer halten, da bei allfälligen Problemen besser eingegriffen werden kann. Und dazu hätten wir sogar schon die Standorte, alle bestehenen AKWs.

        • Hans Müller sagt:

          Wenn die lokale Bevölkerung zustimmen muss, dann wird es nie ein Endlager geben (auch nicht ein oberirdisches). Die Bevölkerung hat einem Endlager bereits zugestimmt, als sie dem Bau von AKW zugestimmt hat. Man kann ja nicht AKW wollen aber keine Endlager!

  • Cornelis Bockemühl sagt:

    Richtig: Wer A sagt muss auch B sagen. Selbst wenn B nur noch der „Dreck“ von A ist, den niemand liebt.

    Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack! Bekanntlich wurden wir auch zu A nie wirklich gefragt – als es wirklich noch etwas zu fragen gab! Und wir wurden zum Thema A jahrzehntelang „von oben“ systematisch angelogen: Da ist es verständlich, dass man den „Experten“ auch zum Thema B nicht recht glauben mag. Auch wenn – mit der Zeit und unter hohem öffentlichem Druck! – langsam durchaus auch korrekte Informationen durchgesickert sind…

  • Markus sagt:

    Im Prinzip bin ich der selben Meinung. Nur tönt es wenig glaubwürdig, wenn das einer schreibt, der in der Stadt Zürich wohnt, wo es nie ein Endlager geben wird. Ich wohne wenige km von einem möglichen Standort weg …

  • Sabine Huggentobler sagt:

    Egal welcher Standort gewählt wird, die Betroffenen haben keine Freude und die anderen sind froh, dass sie selbst nicht betroffen sind. Und die anderen werden immer in der Mehrheit sein. Sie Herr Chapman gehören wohl zu den anderen, oder?

  • Andres Schnyder sagt:

    Bravo! Der Dreck muss weg und da muss der am besten geeignete Standort auch gewählt werden. Die SP und die Grünen riskieren mit ihrer Totalverweierungstaktik einen Unfall, weil der Atommüll letzlich irgendwo rumliegt und nicht opitmal gelagert ist. Wollen sie die Verantwortung für dieses Risiko übernehmen? Die zunehmende Polarisierung der Politik kann zur Lähmung führen. Amerika ist ein schlechtes Beispiel dafür.

  • Nico Meier sagt:

    Ich wohne in Aarau und ich spüre in der Region zwischen Gösgen und Baden eine relativ grosse Akzeptanz der Kernenergie.
    Wenn die Gemeinden um das Endlager jährlich grosszügig entschädigt werden können die bereits heute tiefen Steuern weiter gesenkt werden. Wer das endlager stört kann wegziehen und die, die bleiben profitieren von tiefen Steuern.
    Ich würde auchg ein Haus für mich selber auf oder in der Nähe eines Endlager bauen ich habe keine Probleme damit.

    • Stefan Huwyler sagt:

      Herr Meier, das Vernünftigste, was ich seit langem zum Thema gelesen habe. Ich habe auch nichts dagegen, wenn die Nagra ihre Fässer unter meinem Garten vergräbt. Jene aber, die durch Baulärm, Transporte etc. belästigt werden, sollen dafür entschädigt werden, etwa in Form tieferer Steuern.

    • Damian sagt:

      Ja super, tiefe Steuern! Sie vergessen, dass die Werteinbusse auf Grundstücken und Bauten diesen Vorteil zunichte macht. Zudem hat eine Abstimmung im Niederamt klar ergeben, dass die Bevölkerung dagegen ist.

  • will williamson sagt:

    In diversen Bergen gibt es grosse Höhlen, früher „Festungen“ genannt. Es wäre eigentlich naheliegend, zu prüfen ob nicht eines oder mehrere dieser Löcher für die Lagerung in Frage kommen könnte, bevor man die ganze Schweiz mit neuen Löchern beglückt.

  • Karin Gut sagt:

    In der Schweiz sterben jährlich 200 bis 300 Personen an Lungenkrebs, der vom radioaktiven Radon-Gas verursacht wird, welches aus dem Boden kommt. Das radioaktive Radon-Gas strömt allerdings natürlicherweise aus dem Untergrund, weshalb niemand dagegen protestiert, dass die Natur die Luft verseucht.

    Zugunsten der Natur muss man allerdings auch sagen, dass 300 Lungenkrebs-Tote relativ wenig sind zu den etwa 8000 Menschen, welche in der Schweiz jährlich an Lungenkrebs sterben wegen Rauchen, Abgasen etc, wobei auch hier der Protest erstaunlich flau ist im Vergleich zu eventuellen Endlagern…

    • Era Dam sagt:

      Sie haben noch all die Alpinisten vergessen und Bergbewohner, die sich in der Nähe von Granit tummeln: „Während im Flachland Norddeutschlands Dosisleistungen im Bereich von 10 bis 50 nGy/h vorherrschen, kann das Niveau der
      terrestrischen Strahlung in Gebirgsregionen mit Granitformationen, die einen erhöhten Gehalt an Uran und
      Radium aufweisen, Werte bis 120 nGy/h und lokal darüber erreichen.“ [Quelle: dt. Bundesamt für Strahlenschutz]. Bergluft sei gesund, sagt man – die kosmische (ionisierende) Strahlung ist in den Bergen rund 3 x so hoch wie im Flachland…

    • Stefan Huwyler sagt:

      Es passt eben so schlecht ins Schwarz-Weiss-Schema, dass sich die Natur selbst erfrecht, unsere Luft mit radioaktivem Radon zu beglücken. Die böse Nagra eignet sich als Sündenbock da viel besser.

  • Bernhard Schmidl sagt:

    Herr Chapman, Sie haben recht: Das Volk kann nicht bei jedem politischen Entscheid gefragt werden, schon allein, weil es gar nicht alle Aspekte solch komplexer Themen kennen kann. Und weil es – wie beim Atom-Endlager – notwendige Entscheidungen endlos verzögern würde. Politiker entscheiden gemäss Sachzwängen, hoffentlich basierend auf der Meinung erfahrener Wissenschaftler. Das haben Sie richtig analysiert.
    Aber Ihre Wortwahl erscheint mir schwierig: „Teufelszeug“, Dreck, nicht „dicht“, erpressen usw. Das ist Stammtischniveau zu fortgeschrittener Stunde und beschädigt Ihre sonst gute Meinung.

    • Thiemo Kellner sagt:

      Wissenschaftler sind auch nur Menschen und machen Fehler. Das deutsche Lager Gorleben scheint die max. Strahlendosis fast erreicht zu haben, und die Wissenschaftler wissen nicht warum, was nichts daran ändert, dass bald nichts mehr eingelagert werden darf. Aber wahrscheinlich setzt man einfachheitshalber die max. Dosis hoch, Problem gelöst.

  • Piraten sagt:

    Der angesprochene Sachzwang wird von dem Volk erzwungen, das Kernenergie nutzt. Wir können das Problem nicht allein auf Sachzwänge abwälzen.

    Kernenergie-Nutzung sollte kein Würfelspiel sein, nach dem Motto: Das Risiko, dass der Müll bei mir landet ist ja gering. Das Sankt-Florians-Prinzip rächt sich immer.

    Auch bleibt das Problem für die Menschheit eine unendliche Geschichte, zumindest eine, die hundert mal länger ist, als die bisherige Menschheitsgeschichte seit Ende der Steinzeit.

    • will williamson sagt:

      Sicher ist, dass die atomare Strahlung eine unendliche Geschichte wird, ausser man finde irgendwann eine Methode, um die Strahlung abzustellen. Die Menschheit wird aber sehr wahrscheinlich die nächsten 10,000 Jahre so oder so kaum überleben, sondern aussterben wie zahlreiche Species vorher.

  • J. Grundig sagt:

    Wir brauchen eine Schweizerisch-Föderalistische Lösung für die Endlagerfrage: Ein zentraler Standort ist nicht Schweizerisch, dass ist die französische Methode. Gutschweizerisch ist den atomaren Müll gerecht auf alle diejenigen Gemeinden zu verteilen, welche in den Atomabstimmungen jeweils für den Bau von AKWs gewählt haben. Proportional zum verbrauchen A-Strom bekommen diese Gemeinden ihren Anteil am Müll. Diese Gemeinden können dann unter sich verhandeln ob eine Gemeinde die Last auf sich nimmt, ob sie den Müll ins Ausland exportieren wollen, jeder Bewohner seinen Teil bekommt, etc.

    • Nico Meier sagt:

      Supe Idee warum teilen wir nicht gleich jeder Familie oder jeder Einzelperson den Atommüll zu?
      Wir könnten auch die Kehrichtverbrennungsanlagen stillegen und jeder soll seinen Hausmüll selber entsorgen in Flüsse oder Wälder werfen würde sich anbieten.
      @Grundig sind Sie von allen guten Geistern verlassen?

  • Seit gut 30 Jahren wehren sich SP und Grüne gegen AKWs. Dieser Kampf ist legitim, das weiss mittlerweile eine Mehrheit in unserem Land. Fukushima hat den SchweizerInnen die Augen geöffnet. Nach den Wahlen 2011 sind die Befürworter der Atomenergie erstmals in den Eidg. Räten klar in der Minderheit. Die Taktik von Rotgrün ist genau richtig, man hat den Machtpoker endlich begriffen: Warten, bis glasklar ist, dass bis in 20 Jahren das letzte AKW vom Netz geht. Dann wird auch die Linke zu einer Lösung des Problems der radioaktiven Abfälle Hand bieten. Bis es soweit ist, bleiben eben nur Provisorien

    • Walter Bossert sagt:

      Ja Herr Beutler, Sie haben Recht. Die SP und die Grünen sind schon laaange gegen die AKW.s. Nur haben sie 1.auch keine bessere Idee zur Stromerzeugung und 2. sind es gerade diese beiden Parteien welche sich besonders stark machen dieses Land mit möglichst vielen Menschen zu überschwemmen!

  • Thiemo Kellner sagt:

    Herr Chapman, ich bin mit Ihnen überhaupt nicht einer Meinung, dass die Mehrheit immer entscheiden darf. Wären sie auch dafür, dass die Schweizer Mehrheit beschliessen dürfte, alle, sagen wir, Züricher (bin selbst einer) erschossen wird, damit es wieder mehr Platz für die übrigen Schweizer gibt? Ich finde J. Grundigs vorschlag hat Charme. Alle(?) wollen Atomstrom, niemand will den Atommüll im Haus. Die Regierung geht hin und kehrt also den Müll einem unter den Teppich der sich zu wenig wehren kann, statt zu sagen, wir haben kein Lager wir hören sofort auf, Atommüll zu erzeugen.

  • Peter Saxer sagt:

    Bitte beachten Sie: 1/3 der radioaktiven Abfälle kommt aus der Medizin und Forschung und nicht aus den AKW. Wir haben heute bereits radioaktiven Sondermüll aus den letzten 50 Jahren angesammelt, also egal ob wir alle AKWs morgen abschalten oder nicht benötigen wir ein Endlager. Die Schweiz sollte ihre Verantwortung warnehmen und selbst entsorgen was sie produziert hat.Der Standort sollte nicht aufgrund „politischer Machbarkeit“ sonder allein mit Sicherheitsüberlegungen gewählt werden.Das wir aber leider nicht passieren. Nie würde ein z.B. Endlager in der Romandie gebaut werden. So ist das halt

  • Dass der Atommüll irgendwo entsorgt werden muss, ist klar. Dass ein Vetorecht der Kantone diese Entsorgung erschwert, ebenfalls. Das Problem liegt in diesem Fall aber nicht bei der direkten Demokratie an sich, sondern bei der Frage, auf welcher Ebene der Entscheid fallen soll. Somit ist der Titel des Artikels falsch gewählt.

    • Anh Toan sagt:

      Lukas Leuzinger Der Autor verwurstelt auch im Text Demokratie und Föderalismus komplett, niemanden ausser Sie (und mich) stört es: Was wissen Schweizer, die sich mit Kommentaren hier als Politikinteressierte outen, eigentlich über die Grundzüge unserer Verfassung? Manchmal erscheint mir, sie wissen über Demokratie einzig, die Schweiz hat die beste/einzige.

  • Ich teile die Meinung von Chapman in keinster Weise. Direkte Demokratie stellt sicher, dass nichts gegen den Willen der Mehrheit des Volkes geschieht. Wer die Mehrheit eines Kantons für sich gewinnen will, der muss eben versuchen, diese mit Zugeständnissen zu gewinnen. Alles andere ist deutsche Scheindemokratie. In der Sendung Hart aber Fair sagte kürzlich ein CDU-Politiker, dass demokratie Grenzen hätte. Ansonsten hätte man ihm zufolge die Todesstrafe nicht abschaffen können als die Mehrheit der D-Bevölkerung dafür war. Ich habe mich über dieses seltsame Demokratieverständnis gewundert.

  • El Arbi sagt:

    Ich nehme schwer an, dass der Autor nicht in einer für Endlager vorgeschlagenen Gemeinde lebt….

  • Thiemo Kellner sagt:

    Wer möchte den Atommüll in seinem Garten?

    • Walter Boshalter sagt:

      Kein Problem, wenn das Zeug ein paar hundert Meter unter dem Garten gelagert wird und mich der Staat dafür mit ein paar Millionen jährlich alimentiert.

  • Akili ya Mzee sagt:

    L’article critique la démocratie directe pour cette situation. Mais à l’époque ou on a décidé de construire ces centrales nucléaires, les responsables se sont bien gardés d’expliquer au peuple clairement etsurtout honnêtement 1) les effets dévastateurs possibles d’un accident nucléaire majeur et 2) le fait que ces centrales produiraient des déchets qui resteraient très dangereux pendant des siècles, et qu’il faudrait un jour stocker quelque part. Alors, ce n’est pas la démocratie directe qui est à blamer, mais l’irresponsabilité des décideurs d’alors et l’avidité de gain des grands patrons.

    • Era Dam sagt:

      Akili, vous vous contredisez vous même quelque peu : Les gens savaient bien que le problème de l’élimination des déchets radioactives ne sera pas résolu à l’époque où les centrales nucléaires seront en service – ça ne les a pas empêché à voter «oui à la production nucléaire ». La démocratie directe fonctionne parce que en générale les gens sont plus raisonnables que les politiciens – les nombreux «non» du peuple montrent clairement que les gens n’affirment pas tout, ce que les politiciens désirent.

  • Tobias Gubler sagt:

    die sicherheit sei wichtig? Das ist zu ungenau. Ist die sicherheit der atur oder aber die Sicherheit der Menschen wichtig? Beides lässt sich nciht schützen. Nach den oberen zehntausend würde die sachen in alten steinmienen die mitten in der natur liegen vergraben. Dies kann zur folge haben das die natur zerstört wird und den Tieren den lebensraum genommen wird. Also wärs besser wenns in der nähe derer vergraben wird die strom wollten. Also den menschen. Und ncih derer die mit der sache nichts zutun haben. Also die Natur und die Tiere

  • Peter Rüegg sagt:

    Das ist unglaublich kurz gedacht, Herr Chapman
    Hätte Nidwalden vor einigen Jahren sich nicht gegen den Wellenberg gewehrt, so hätten wir jetzt dort ein Endlager , das aus heutiger Sicht für hochradioaktive Nuklearabfälle nicht mehr geeignet scheint. Man kann also gescheiter werden!

  • Marco Lardi sagt:

    Bei den Sondermülldeponien war man sich auch einig, die halen jahrtausende… nun sind wir dran, diese Deponien für teures Geld zu sanieren. Sondermülldeponien mit radioaktivem Abfall lassen sich dann in 20, 30 oder 40 Jahren nicht mehr so einfach sanieren…

  • sepp z. sagt:

    Bin überhaupt nicht Chapmans Meinung.
    Wenn kein Kanton Atommüll will, dann ist das de facto ein Bekenntnis zum Ausstieg.
    Wenn hingegen das Volk überzeugt werden will, irgendwo in der Nachbarschaft A-Müll zu lagern, brauchts gute Argumente.
    Und wohl genug Geld, um den zu erwartenden Nachteil auszugleichen.
    So simpel ist das.

  • Roland K. Moser sagt:

    Atommüll?! Ich habe gelesen, und die Grünen und Sozis propagieren es auch, Atomkraft sei sauber. Dann gibt es auch keinen Atommüll!
    Oder werden wir angelogen und Atomkraft ist gar nicht sauber und alles muss sofort abgestellt werden?

  • Stefan Werner sagt:

    Ich würde es andersrum sehen: Offensichtlich war es falsch, Atomkraftwerke zu betreiben, bevor man die Endlagerfrage geklärt hat. Nun kann man falsche Entscheidungen aber nicht dadurch besser machen, dass man sie durch noch falschere Schritte zu rechtfertigen versucht, Und genau das ist der Fall, wenn Demokratie und Rechtsstaatlichkeit der politischen oder wirtschaftlichen Opportunität geopfert werden soll. Was ist dann das nächste Problem, das „zu wichtig“ ist, um das Volk entscheiden zu lassen? Ein Flughafen im Naturschutzgebiet? Extraterritorialität der Banken und Grosskonzerne?

  • Herbert Hegner sagt:

    Darum gebe meine Stimme niemandem mehr
    Entäuscht über alle Parteien bin ich so sehr
    Egal ob links, rechts, grün oder
    mittig angesiedelt
    Alle Politiker lachen gleich von den Plakaten, ich bin angewiedert
    Alle rennen Ihren flaschen
    Ideologien nach
    Keine Neuerung oder Innovation liegt brach
    Es spielt keine Rolle, ob ich wähle oder nicht
    Und auf
    Stillstand bin ich nicht erpicht.
    Ich habe entschieden, meine Stimme niemandem mehr zu geben
    Ich behalte meine Stimme
    selber, so kann ich mein Leben leben
    in der Gewissheit, dass mit meiner Stimme
    niemand neue Lügenbilde erklimme.

  • Herbert Hegner sagt:

    Wer
    anders denkt, mag gerne weiter träumen
    Und über seine Entäuschung danach weiter schäumen
    Solange wir weiter brav unsere
    Stimmen verschenken
    Wird sich nichts ändern, nichts verrenken.
    Die Reichen werden weiter reicher
    Die Armen ärmer, die
    Bleichen bleicher.
    Atommüllendlager gäbe es gar nicht
    wäre nicht auch jeder Politiker auf seinen Vorteil erpicht.
    Der Tod von Marie Curie hats vor langer Zeit gezeigt
    Und grünlinksmitterechts hats trotzdem vergeigt…
    Niemand wills in 300 Jahren gewesen sein
    Der dieses Gift in brachte in Mutter Erde rein.

  • Bruno Krähenbühl sagt:

    Das gleiche Phänomen kennen wir bei den Bundesasylzentren. Alle verlangen solche Zentren, um die Verfahren zu beschleunigen, aber niemand will sie in seiner Gemeinde haben. Das direktdemokratische System blockiert in solchen Fällen notwendige Lösungen. Bei dringenden Notfällen müsste das Notrecht greifen.

  • Fabio sagt:

    Es geht hier doch nicht um die direkte Demokratie. Es geht darum, ob wir auch die unangenehmen Folgen unseres hohen Lebensstandarts tragen wollen. Ich selbst würde mich als grün bis grün liberal bezeichnen. Ich bin gegen Atomkraftwerke, aber ich habe in den letzten 25 Jahren davon profitiert. Wie alle in der Schweiz. Ob die nun dafür oder dagegen waren. Auch mir ist es mulmig zumute, wenn in meinem Dorf ein Atomendlager errichtet würde, aber ich würde dafür stimmen, weil irgendjemand die Folgen übernehmen muss. Das ist das Selbe wie mit dem Flugverkehr. Das ist für mich Mündigkeit.

  • Alex Bötschi sagt:

    Direkte Demokratie? Die Schweiz funktioniert nach dem Prinzip: Auch deine Meinung ist gefragt, aber wenn die Mehrheit entschieden hat, sei ruhig! Herr Chapman Sie haben von der Schweiz keine Ahnung oder wollen es nicht wissen. Ein paar Beispiele: Alpeninitiative, Atommoratrium, Sommerzeit, usw…Deine Meinung ist gefragt, aber wenn die Mehrheit entschieden hat, wird trotzdem das umgesetzt was der Wirtschaft nutzt. Direkte Demokratie? Ist bloss Opium fürs Volk. Das wird mit dem Atommüllendlager auch nicht anders laufen.

  • Helveticus sagt:

    Vetorecht wozu? Man soll das Verursacherprinzip anwenden. Dann kommt der Atommüll zum Verlochen zu den Bernern und den Nordostschweizern. Nichts hat der Atomschrott hingegen unterm Wellenberg oder dem Niederbauen verloren, weil in NW und UR nicht die NOK oder die BKW geschäften.

  • Mladen Ivkovic sagt:

    Wer sich einen Hund oder Katze als Haustier besorgt, überlegt zuerst auch, wo er dessen Fäkalien entsorgt. Das Problem an Fäkalien ist, dass sie stinken und unhygienisch sind.
    Aber beim radioaktiven Restabfall aus Kernreaktoren kommt keiner auf die Idee, zuerst nach einem Entsorgungsort zu suchen?
    Humanity, you have proven your intelligence.

  • Gion Saram sagt:

    Jetzt rächt es sich das unser Vorfahren damals den Einstieg in die Atomenergie entschieden ohne auch gleichzeitig zu entscheiden wo den dereinst der Atommüll endgelagert werden soll. Mit einer Auswahlpflicht für die Art des Stromes (Atomstrom, Wasserkraft, Windstrom, Solarstrom etc). für jeden einzelnen Konsumenten könnte wunderbar die Frage der Endlagerung nach dem Verursacherprinzip gelöst werden. Die Region die am meisten A-Strom über Jahrzehnte hinweg gekauft hat soll nachher auch den Atommüll bei sich endlagern. Gäbe das einen Run auf die Alternativenergien!!!

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