Mehr Lebensqualität statt mehr Wachstum!

Wir haben nur eine Erde. Das Bild unseres blauen Planeten im schwarzen Weltall, wer kennt es nicht? Es ist in unser aller Gedächtnis verwurzelt. Und jedermann, der dieses Raumschiff Erde betrachtet, weiss, dass es natürliche Grenzen des Wachstums gibt. Natürlich müsste diese Erkenntnis auch unser Alltagsleben, unsere Wirtschaftstätigkeit und die Politik prägen. Doch nein, nur schon die simple Wahrheit auszusprechen trauen sich erst wenige. 

Stattdessen schauen wir gebannt auf das Wachstum des Bruttosozialprodukts. Als sei dies der Massstab für unsere Lebensqualität. Und droht es sich zu verlangsamen oder gar zurückzugehen, dann fürchten wir Rezession und Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig wissen wir, dass unsere Wirtschaftstätigkeit mit immer steigendem Ressourcenverbrauch verbunden ist und den Klimawandel antreibt. 

Schaffen wir es, diesen gordischen Knoten zu durchschlagen? Das weiss ich nicht. Eins aber weiss ich: Wir müssen es! Der britische Ökonom Tim Jackson bringt es auf den Punkt: «Für die hoch entwickelten Volkswirtschaften der westlichen Welt ist Wohlstand ohne Wachstum kein utopischer Traum mehr, er ist eine finanzpolitische und ökologische Notwendigkeit.» 

Stattdessen schauen wir gebannt auf das Wachstum des Bruttosozialprodukts. Als sei dies der Massstab für unsere Lebensqualität. 

Baukräne in Zürich.

Unser steigender Ressourcenverbrauch treibt den Klimawandel an: Baukräne in Zürich.

Und er gibt bedenkenswert klare Anregungen zur Umsetzung. Als politische Rahmenbedingungen fordert er fixe Reduktionsziele für den Rohstoffverbrauch und schädliche Emissionen, eine ökologische Steuerreform und eine besonders engagierte Unterstützung des ökologischen Wandels in den Entwicklungsländern. Er fordert ein massives ökologisches Investitionsprogramm in die Gebäudesanierung, in moderne Smart-Grids, in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs – aber auch in öffentliche Räume und in den Erhalt bestehender Ökosysteme. Zur Zähmung der nationalen und internationalen Finanzmärkte regt er griffige Regulierungen und Schritte hin zu einer Vollgeldreform an. Schliesslich postuliert er eine Arbeitszeitverkürzung und die Verteilung der Arbeit auf mehr Hände sowie die Verkleinerung der Lohnschere, weil weniger Ungleichheit glücklicher macht und mehr Freizeit auch mehr Raum für freiwilliges Engagement lässt. 

Denn Jackson will nicht wie viele andere Experten einen erschreckend umfassenden Planungsstaat schaffen, sondern im Gegenteil neuen Raum für die Zivilgesellschaft und auch für lokale Demokratie. So können neue Formen der Zusammenarbeit entstehen, gelebte Nachbarschaftshilfe, belebte öffentliche Räume im Wohnumfeld, ein neues Gemeinschaftsgefühl – statt ständig mehr Leistungsdruck und Konsumzwang. 

Ein Legislaturprogramm, das bei seiner Umsetzung aus der aktuellen Krise die Chance machen würde, die Lebensqualität aller Menschen ins Zentrum zu stellen statt Wirtschaftswachstum und Reichtum für wenige. Jacksons Buch «Wohlstand ohne Wachstum» wünschte ich mir auf dem Nachttisch all meiner künftigen Kolleginnen und Kollegen im Parlament. Und auch in die Zelte der Occupy-Bewegten – damit sie ihren Protest mit konkreten Forderungen unterlegen können! 

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96 Kommentare zu «Mehr Lebensqualität statt mehr Wachstum!»

  • Das ist nun ein wirklich guter Beitrag! Endlich mal ein junger Mann der weiter denkt als nur bis zum Abschaffen, Zerstören.Es ist immer noch möglich, das Ruder herum zu reissen. Dazu ist es aber nötig, auch bisherige Tabuthemen wie Wachstumsstop, oder gar Rückgang sachlich zu diskutieren.Wir haben heute viel die besseren technischen Möglichkeiten, um gut mit weniger zu leben als vor den wirtschaftlichen Boomjahren.Wichtig wäre aber auch, dass sich junge und alte Leute wieder näher kommen, noch ist viel Wissen aus den mageren Jahren für die Schweiz vorhanden!

    • Marcos sagt:

      Unser Wirtschaftssystem ist auf Wachstum ausgelegt (wegen den Zinsen! indirekt muss das Wachstum die Zinsen finanzieren).
      Das ist ein Punkt an dem man ansetzen müsste. So viel ich weiss gibt es hier diverse Vorschläge für ein Wirtschaftssystem, das kein Wachstum bedingt, aber Kapitalbündelung ermöglich und die Leistungsanreize nicht mindert.

      • Roberto sagt:

        Nein. Man kann – wie derzeit auch Realzinsen haben, die negativ sind. Die Zinskosten können auch mit Inflation getragen werden. Es ist eine Mär, die von gewissen Leuten verbreitet wird, nominelle Zinsen können nur mit Wachstum getragen werden. Leider wird dies von vielen intellektuell unbedarften Leuten wie z.B. den sog. „Occupisten“ ohne viel Nachdenken nachgeplappert.

        • Marcos sagt:

          Ja aber Minuszinsen lohnt es sich nicht Kredit zu geben und es findet keine Kapitalbündelung statt. Bei Minuszinsen flüchtet man sich in Realwerte und lässt es nicht auf dem Bankkonto.
          Ohne Kapitalbündelung-> keine grossen Investitionen. Ohne Investitionen-> keine Projekt, keine Arbeit, sinkender Wohlstand.

          Es funktioniert nur mit Wachstum!
          Intellektuel unbedarfte Personen vergessen häufig, dass Kapitalbündelung ein zentraler Bestandteil in unserem System ist.

        • Marcos sagt:

          Nein. Bei Minuszinsen (hoher Inflation) ziehen die Leute das Geld von der Bank ab und geben es gleich aus. Es kommt zu keiner Kapitalbündelung (keine Kredite) mehr. -> keine Kapitalbündelung -> keine Investitionen -> keine Arbeit -> sinkender Wohlstand.

          Wir brauchen also Wachstum. Intellektuell unbedarfte Leute vergessen eben häufig wie wichtig Kapitalbündelung ist.

          • Roberto sagt:

            Selbstverständlich ist Wachstum besser als kein Wachstum. Aber das System muss auch in Phasen ohne Wachstum oder Rezessionen funktionieren. Und es funktioniert. Nur darum ging es mir mit meiner Erläuterung.

          • Marcos sagt:

            Falsch es funktioniert ja eben nicht. Wenn wir brauchen Wachstum um mit der Geldvermehrung, die über die Zinsen kommt, mitzuhalten. Wenn die Inflation den Zinssatz übersteigt (also Minuszinsen), dann a) wird es schwieriger zu investieren, b) die Leute verlieren wegen der Inflation ihr Geld.
            Das ist ja gerade das, was man nicht will. Da kann man nicht behaupten, dass es ohne Wachstum funktioniert.

            PS: Pensionskassengelder gehen auch von Wachstum aus. Tritt kein Wachstum ein, dann sieht es mit der Altervorsorge schlecht aus.

  • Hans-Ulrich Rösli sagt:

    Es ist zum Verzweifeln! Lebensqualität hängt nun mal auch und vor Allem vom erarbeiteten Wohlstand ab. Und dieser Wohlstand basiert auf einer funktionierender Wirtschaft, im Falle der Schweiz vor Allem durch die unzähligen KMU’s, welche unsere Arbeitsplätze erhalten und neue erschaffen! Aber wir leben offenbar in einem Zeitalter da Begehrlichkeiten durch Rot-Grüne Kreise wieder zunehmen. Es ist klar, es sind diese Volksvertreter welche nie in einem privatwirtschaftlichem Betrieb gearbeitet haben, wo ein gesunder Gewinn erwirtschaftet werden muss!

    • Wenn uns ein System dazu zwingt, sämtliche endlichen Ressourcen planlos zu verbrauchen, sollten wir dieses System ändern oder ersetzen.

    • La Mama Pijama sagt:

      dene wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser,wos weniger guet geit
      was aber nid geit ohni dass’s dene, weniger guet geit wos guet geit
      drum geit weni für dass es dene, besser geit wos weniger guet geit
      und drum geits o dene nid besser wos guet geit

    • H:U:Rösli,wachstumsstop und anständige Gewinne müssen sich nicht widersprechen, wichtig dabei wäre allerdings, dass die Wirtschaft wieder für die Menschen da ist und nicht umgekehrt.Für reine Verwalter/innen würde aber die Luft dünner.

    • Hans L. Wurst sagt:

      Gewinn, Gewinn, Gewinn…

      • Felix Kutter sagt:

        Tibetanische Sprichwort:
        „Ein Baum, der fällt, macht viel mehr Krach als ein Wald, der wächst.“

        Unser Fokus liegt noch immer bei den Bäumen siehe Medien.
        Die Zeit wird kommen, wo wir genügend Erfahrungen gemacht haben und es uns leicht fällt den Fokus zu verlagern.

  • Regula Zurkinden sagt:

    Träumen Sie weiter von der ökologischen Zivilgesellschaft ohne Wachstum. Die wachsenden und expandierenden Businessgesellschaften in Ostasien werden sich freuen, wenn wir keine Konkurrenz sondern nur noch ein williger Abnehmermarkt ohne Alternativen sein werden. Was Sie vorschlagen bedeutet in seiner Konsequenz eine Diktatur. Anders ist das nicht zu machen. Das möchten ich in den nächsten Jahrzehnten meinen Kindern sicher nicht zumuten. Lieber gesundes Wachstum als bei Ungleichheit und wenig Arbeitslosigkeit hier. Schlafen Sie weiter mit „Wohlstand ohne Wachstum“ auf dem Nachttischli.

    • Sacha Fels sagt:

      & Sie: träumen Sie weiter von gesundem ewigen Wachstum „Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt kann unendlich lange andauern ist entweder ein Verrückter od. ein Ökonom.“ K. Boulding
      Schauen Sie mal in youtube „der unmögliche Hamster“ od „Wall-E“
      Jene, welche Vogel Strauss spielen wenn’s um unsere ins Ausland ausgelagerten Kamine, die Finanz. & Versicherung v. Ressourcen- & sozialer Ausbeutung geht, sind die Ersten, welche aufschreien über verzweifelte Einwanderer bei uns, deren Heimat nicht immer, aber oft mit Hilfe unserer Hochfinanz in eine Kloake verwandelt wurde

    • Rolf Zinniker sagt:

      Merke: Es gibt nicht nur entweder/oder, sowohl/als funktioniert besser. Zweitens sollten Sie wieder träumen lernen.

    • Frau Zurkinden, möchten sie ihren Kindern denn lieber eine zerstörte und ausgebeutete Welt mit vielen Schulden hinterlassen, auf das kommt es heraus wenn wir so weiterwursteln wie bisher. Leider sind wir bereits der von ihnen angesprochene Abnehmermarkt und genau das müsste wieder geändert werden! Letzteres kann allerdings nicht durch “ Schnäpchenjagt“ erreicht werden.

    • Hanno Gruber sagt:

      Dann tut um Gottes Willen eimal selbst etwas anstatt ständig die bockigen Mitmenschen anzuklagen und das Elend dieser Welt zu beklagen! Trumpft doch einmal nicht nur in verantwortungslosen Predigten auf mit technischem und wirtschaftlichem Knowhow. Jesus kämpfte gegen Pharisäer, die zum BSP nichts positives beitrugen.

      • Hanno Gruber, woher wollen sie wissen das wir nichts tun? Ich tue sehr viel um mit möglichst wenig, oder erneuerbaren Ressoursen mein Leben so angenehm wie möglich zu machen. Leider hilft mir da eine Anlehnung an religiöse Dinge gar nichts, da ist realistisches Denken angesagt und dabei habe ich festgestellt das sich die Welt seit Jesus und den Pharisäern ziemlich verändert hat!

  • Vinzenz Hediger sagt:

    Was, lieber Balthasar? Noch mehr Lebensqualität? Wie denn? Die Schweiz ist so unfassbar reich, und wirkliche Probleme hat sie nicht. Das kann ich Dir als langjähriger Bewohner der dritten Welt (Deutschland) garantieren. Doch, ein Problem gibt es noch: Der Hochnebel. Der macht zuviel schlechtes Wetter. Das wäre doch eine Aufgabe für die Grüne Partei: Weg mit dem Hochnebel! Da wären die Leute auch weniger krank. Ein Beitrag zur Lebensqualität. Gruß, Vinzenz

  • Hans sagt:

    Einen wichtigen Punkt hat Herr Glättli leider vergessen: In einem kleinen Land wie der Schweiz wirkt sich auch übermässiges Bevölkerungswachstum negativ auf die Lebensqualität der Bevölkerung aus. Auch dort gilt der in der Überschrift formulierte Grundsatz!

  • Markus Weilenmann sagt:

    Lieber Herr Glättli
    Konstantes Wirtschaftswachstum ist eine der besten sozialen Barrieren gegen (bewaffnete) Verteilungskämpfe und Bürgerkrieg. Schauen Sie doch mal nach Afrika – dort gibt es in vielen Ländern kein Wirtschaftswachstum und was dann ist. Warum nur soll der ökologische Umbau mit diesem „Verzichtsprogramm“ einhergehen, das verstehen viele nicht. Ein ökologischer Umbau unserer Gesellschaft, klug angegangen, kann neue Lebensperspektiven, Arbeitsplätze, Karrieren usw schaffen, aber dafür brauchen wir unsere Gesellschaft nicht mit Normen zuzudecken und ein Geiz-ist-Geil Programm!

    • Sacha Fels sagt:

      @Weilenmann und Hediger:
      Begreift doch, das Ende des Wirtschaftswachstums hat nichts mit Ideologie, sondern mit lapidarer Physik zu tun. Wir schlagen mit den Köpfen an der Decke des Planeten an. H.Daly, R.Costanza etc fordern entsprechend eine „full world economics“. Dass Wachstum uns bislang zugute kam und zB die Sozialwerke finanziert (noch) ist eine der realen, grossen Schwierigkeiten (weswegen sich auch die SP mit Wachstumskritik schwertut). Aber der Erdradius bleibt nun mal bei seinen ~6000 km, auch wenn man noch so dagegen protestiert..

      • Markus Weilenmann sagt:

        @Sacha Fels
        Na ja, vor 30 Jahren wussten die Wenigsten, dass man Geld mit Halbleitern verdienen kann, was ein Computer ist, dass es eines Tages möglich sein wird, mit der halben Welt elektonisch zu kommunizieren usw. Ein wesentlicher Teil dieser Produikte produziert zZ grosse Umweltprobleme, das kann man anders machen, klar, aber der Weltuntergang wurde uns schon zu oft vorausgesagt. Die physische Grösse der Welt sagt nichts aus über den Grad an innerer Differenziertheit und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben! Probleme waren noch immer die Ursache von Lösungen!

        • Marcos sagt:

          Ja der ewige Glaube an die Zukunft wird uns noch zum Verhängnis werden. Wir können ja einfach hoffen, dass irgendwann einmal in der Zukunft Erfindungen gemacht werden, die uns dann retten. (z.B. Besiedelung von neuen Planeten wie von Stephen Hawkins ernsthaft vorgeschlagen).
          Fakt ist aber, selbst wenn wir das Perpetum Mobile erfinden, müssten wir zumindest das Bevölkerungswachstum stoppen (oder neue Planeten besiedeln). Ewiges Wachstum wird nie möglich sein.

          • Markus Weilenmann sagt:

            Bevölkerungswachstum ist in der Tat ein grosses Problem. Nur: Wo ist es krass und womit hat es zu tun? Krass ist es – in Afrika. Zu tun hat es mit der fehlenden sozialen Sicherung ausserhalb der Familie. Weil es nicht wie bei uns möglich ist, ein Rentensystem aufzubauen, weil die Alten nicht (oder kaum) in der Lage sind, genügend Sparkapital zu generieren, wird vor allem auf die Anzahl Kinder gesetzt, die für einem im Alter sorgen sollen. Wie heisst es doch? „Viele Kinder – reiche Ernte!“ Darum: Es kommt auf die ART des Wirtschaftswachstums an und auf das Anerkennen von Zusammenhängen.

    • Herr Weilenmann, das Gegenteil ist richtig. Gerade das grosse Wachstum, mit der logisch schnellen Verknappung wird zu Verteilkämpfen und Kriegen führen, soweit sie nicht schon im Gange sind. Nicht nur Oel sondern zB. auch Wasser ist immer mehr ein gefragtes Gut. Das Wort Verzicht MUSS sehr wohl seinen Platz haben wenn an einer Ausstellung nur noch 500 l oder grössere Badewannen ausgestellt werden!

      • Markus Weilenmann sagt:

        Gehen wir doch mal in die Details: Wie gross ist das Wirtschaftswachstum in Somalia (Staatszerfall)? Wie gross ist es in Mali (Touareg Konflikt)? Wie gross ist es in Burundi (Genozide seit den 60er Jahren)? Wie gross ist das Wirtschaftswachstum in Sierra Leone, Monrovia? Googeln Sie das mal und vergleichen Sie das mit dem Wirtschaftswachstum in Euro-Amerika über die letzten 50 Jahre. Sodann führt die Armut zu beträchtlichen Umweltsünden (Minenabbau, Tropenwaldschädigung, Erosion ohne Ende usw.), weil sich das dort auch niemand anders leisten kann.

        • Ja so isoliert betrachtet haben sie natürlich recht, nur unterschlagen sie gefliessentlich, dass das negative Wachstum dieser Länder das positive Wachstum der Industrieländer bedeutete. Zum beispiel Somalia, konnte sich früher durch Fischfang einigermassen über Wasser halten. Das Land selber hat nie sehr viel eingebracht, aber als die Industriestaaten begannen mit riesigen Fischfabriken auf See alles leerzufischen, fiel auch dieser magere Verdienst aus. Das Armut die Umwelt zerstört ist klar, da ist noch sehr viel Denk- und Ueberzeugungsarbeit notwendig! ZB. Familienplanung ohne Tabu`s

          • Markus Weilenmann sagt:

            Es wird überhaupt nichts unterschlagen, wenn auf den allgemeinen Zusammenhang zwischen (breitem) Wirtschaftswachstum, nachlassenden Verteilkämpfen, und gestärktem Umweltbewusstsein hingewiesen wird. Das ist eine Binsenwahrheit. Ich bin kein Freund des Kolonialismus + bin mir sehr wohl bewusst, dass die Armut dort mit dem Reichtum hier zu tun hat. Unser Reichtum ist aber auch eine Chance und ich greife mir an den Kopf, wenn grüne Anliegen mit wirtschaftsfeindlichen Vorstellungen verknüpft werden. Sozialer Friede + Wohlstand ist eine Grundvoraussetzung für Umweltschutz.

          • M. Weilenmann 13:01. Zumindest im letzten Satz bin ich mit ihnen vollkommen einig.

  • Vinzenz Hediger sagt:

    PS: Wachstum schafft Lebensqualität. Manchmal mit Anlauf und auf Umwegen, auf die Dauer aber immer.

  • Jeanclaude sagt:

    Ja, Herr Glättli, das ist alles schöne Theorie. Für mehr Lebensqualität brauchen wir nun mal eine funktionierende Wirtschaft und für die Investitionen in den Schutz der Umwelt die nötigen Mittel. Wo die Länder mit stagnierender Wirtschaft gegenwärtig liegen sehen wir. Umweltschutz und wirtschaftliches Umfeld stehen beide in engem Zusammenhang. Das haben die Grünliberalen kapiert, die Grünen leider nicht.

    • Es liegt doch vor allem daran den richtigen Mix zu finden, eines ist aber sicher wir müssen alle viel dazu lernen. Es giebt noch viele Tabuthemen, das fängt schon bei den Wahlen an, wenn wir immer Leute wählen, welche möglichst vielen gefallen wollen, können wir die Zukunft glatt vergessen.

      • Jeanclaude sagt:

        die Leute, die sie wählen möchten sind Multimillionäer und für Wirtschaftsboom,Gegner des Atomausstiegs und subventionsgestützte überholte Landwirtschaftsstrukturen. Die ihnen gefallenden Kantigsten sind alle ab- oder nicht gewählt worden. Müssen wir deshalb die Zukunft glatt vergessen? Scheint mir aus Ihrer Sicht nicht konsequent!

        • Jeanclaude,zur Info! Die mir von Ihnen durch die Blume unterstellte SVP-Zugehörigkeit würde logischerweise dann so aussehen , dass ich für unbeschränktes Wachstum wäre. Da haben sie mich aber ganz falsch verstanden ( Eingeortnet) Ich glaube wenn wir das Beste aus der Zukunft machen wollen, braucht es Leute mit Durchsetzungskraft und Ueberzeugungsfähigkeiten und nicht Leute die immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen und gerade das nachsingen was andere angestimmt haben!! Die Parteien sind da leider alles andere als Hilfreich, die üben sich in Selbstdarstellung!

  • Roberto sagt:

    Sorry, aber die Occupy-Bewegung ist ein Mix aus Unwissenheit, pubertärem Pobeltum und Neid der Faulen und Besitzlosen. Die Lösung heisst: Mehr Markt. Im Fall der Finanzmärkte heisst das: Risikogerechte Zinsen bzw. keine Querfinanzierung des Eigenhandels mehr durch das normale Kundengeschäft. Dazu braucht es ev. eine Abspaltung gewisser Investmentbankingbereiche von den Geschäftsbanken. Mit 50 mittelgut bezahlten Beamten bei der Finma hingegen bringt man keine gescheite Regulierung zustande. Herr Glättli will mehr Staat. Die Lösung ist hingegen die der SVP – mehr Markt.

    • Na dann mal los mit mehr Markt. Beginnen wir gleich damit, die Verzerrung des Marktes aufzuheben. Zollbarrieren runter. Weg mit Subventionen aller Art. Volle Übernahme der externen Kosten – auch für Strom und Treibstoff. Steuerdeals streichen.

    • Gerry sagt:

      Soll das ein Witz sein: Die SVP will mehr Markt?! Gerade diese Partei will doch ihre Klientel mit protektionistischen Massnahmen abschotten. Bestes Beispiel ist die Landwirtschaft.

    • Cédric Hofstetter sagt:

      Und was würde der Markt tun, lieber Roberto, um der Aufsichtsbehörde mehr Wirksamkeit zu verleihen? Warum auch nicht mehr „Markt“ im Gesundheitsbereich und in der Kultur, denn solche Aussagen muss man nicht mehr begründen: jeder weiss, der Markt führt in allen Bereichen zum bestmöglichen Ergebnis für alle.
      Im Ernst, geht es nicht eher darum den politischen Entscheidungsprozess darüber zu stärken, in welchem Rahmen der effiziente Allokationsprinzip Markt eingesetzt werden soll und wo seine Grenzen liegen?

    • Roberto,für jede geschäftliche Tätigkeit egal was giebt es einen Haufen Vorschriften und sogar die Putzfrau welche ein paar Hundert Franken verdient wird uU. besteuert, warum sollte für den Umschlag von grossen Geldmengen nicht Regelungen bestehen? Ich finde erst recht!

  • Gianin May sagt:

    Wir sind so voll gefressen und satt, dass wir Erholung in Form eines schönen Bads, einer Wohlfühloase zu hause geniessen suchen statt raus zu gehen – schöne Aussichten.

  • John Peer sagt:

    Ist die Tatsache, dass die Grünen den Begriff „Wachstum“ immer mit wachsendem Rohstoffverbrauch und zunehmender Industrieproduktion gleichsetzen, eigentlich ihrem Unwissen zuzuschreiben oder ist es zynischer Populismus?

  • Daniel Hefti sagt:

    Die Kapitalallokation Privater folgt persönlicher Nutzenmaximierung, ist schlicht so (es gab Experimente, das zu ändern, UdSSR, DDR, Rote Khmer). Diejenige des Staates (mit fremden Geld, d.h. Steuern) folgt politischer Macht (CH Bauern) und ideologischen Präferenzen (Nutzenmaximierung „Glättli“). Wird damit zwangsläufig(!) sub-produktiv. Und weil es den Fränkli-Baum auch auf dem Züriberg nicht gibt (ehrlich!, leider!!), macht der Staat Schulden und hofft, dass folgende Generationen bessere arme Menschen werden. Meine konkrete Forderung: Einmal kurz in der Wirtschaft schnuppern gehen…

  • Rolf Heinzmann sagt:

    Der Unterschied zwischen einem Grünliberalen und einem Grünen: der Grünliberale versteht, dass es einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Wohlstand/Lebensqualität gibt. Der Grüne hingegen ignoriert diesen Zusammenhang. Das Missverständnis: Lebenqualität erhalten macht man nicht, indem man nichts mehr macht (keine Bauten etc.) sondern indem man Geld am richtigen Ort investiert (öV, Wasserkraftwerke etc .). Dieses Geld muss man aber zuerst haben, z.B. über Steuern. Und die Steuereinnahmen sind nun halt mal höher, wenn die Wirtschaft wächst. Darum plädiere ich für moderates Wachstum.

  • Marc Dubois sagt:

    La qualité de vie est personnelle et négociable?! Pour le bien de notre pays, pour le bien de nos voisins de notre communauté. Mais ne culpabilisez pas avec une taxe sur l’écologie, nous avons des gens qui pensent mais ils se refusent a une responsabilité même ultérieure. Quand vous dites qu’il faut investir dans la rénovation, c’est pas un 10 % malheureux, mais bien plus, pour donner plus de travail, etc…..l’état n’est pas là ou il devrait pour donner des impulsions concrètes, ou mettre en avant des ouvrages. C’est dans le fond louable, votre article, mais pas assez de concret.

    • Merci pour votre commentaire! Vous avez raison, il faudrait bien devenir plus concret. Mais ce n’etait pas si simple à accomplir car l’article était limité à 3000 frappes au maximum par la rédaction. Je planifie de publier une version plus longue de cet article dans quelques jours sur mon site personnel, mais il ne sera qu’en allemand pour le moment, excusez-moi!

  • Stefan Büchler sagt:

    Gesundes Wachstum ist das Stichwort. Es kann nicht gesund sein, die Probleme der Überalterung sowie der geringen Geburtenrate hinauszuschieben, indem das Land mit Kräften aus dem Ausland vollgepumpt wird. Ungesundes Wachstum mag eine Weile gut gehen und die momentane Generation in Wohlstand leben lassen aber das Ende vom Lied wird für unsere Nachfahren umso schmerzhafter sein. Für viele gilt anscheinend „nach mir die Sintflut“.

  • Gregor Müller sagt:

    Solange wir ein Fiat-Money-Geldsystem haben, das in Wirklichkeit ein „Schneeballsystem“ ist, solange werden wir den exponentiellen Wachstumszwang haben & damit unsere Umwelt zerstören -> „Globales“ Wachstum geht leider nur mit stärkerem Ressourcenverbrauch einher. Alles andere ist UTOPIE!
    Leider sind wir schon so konditioniert, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was intelligent & sinnvoll wäre, denn im Zentzrum steht das Gewinnstreben. Kostenwahrheit / Kostentransparenz sind dabei störende Nebengeräusche, doch am Schluss zahlen wir eben alle…Artensterben, Klimakatastrophe….

    • Frank Z. Marg sagt:

      Sehr geehrter Herr Müller, ich muss Ihnen (leider) recht geben. Ich glaube, der Kapitalismus ist tatsächlich eine Art „Madoff“ im Grossen, ein Schneeballsystem. Immer neues Geld, um alte Rechnungen zu begleichen. Und Wachstum ist nötig, damit diese Maschine nicht aus dem Ruder läuft. Irgendwann aber läufts aus dem Ruder, weil die Summen astronomisch hoch werden. Historisch betrachtet läuft ein System, das zu sehr auf Fiat Money basiert, immer dann aus dem Ruder, wenn mehrere Kriege hintereinander mit Kreditgeld finanziert werden. Oder wenn ein grosses Glied in der Kette nicht mehr zurückzahlt.

      • Das alles liegt aber nicht am Geld als Einrichtung oder Tauschmittelersatz, sondern daran wie mit dem Geld umgegangen wird. Heute gilt man als dumm wenn man Geld spart statt Schulden zu machen.

  • Luis Deplazes sagt:

    Gegen Ende der 60-er Jahre erschienen zahlreiche Bücher zum Thema „Grenzen des Wachstums“. Einige brachten es zum Bestseller und wurden landauf, landab leidenschaftlich diskutiert. Verheissungsvolle Alternativen wurden aufgezeigt, Horrorszenarien in Aussicht gestellt, ein rasches Umdenken in Richtung Qualität statt Quantität gefordert, usw. In einem Punkt war man sich einig: So kann es nicht weiter gehen! Heute, gut 40 Jahre später, stellt man schlicht und ergreifend fest, dass es genau so weitergegangen ist… die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter.

  • Peter Imhof sagt:

    Man könnte denken, die Grünen haben die Wahlen gewonnen. Der SVP wirft man ständig, Grössenwahn u. Arroganz vor. Wie aber nennt man dass bei den Grünen? Werden da etwa nach dem Motto, wenn zwei das gleiche tun, ist das nicht das gleiche, andere Massstäbe angewendet. Die Grünen haben verloren, weil sie unrealistische, fundamentalistische Politik machen, welche meistens sogar eher tief Rot ist als grün. Ich bin sehr für eine nachhaltige und Umweltschonende Politik, aber das darf nicht auf Kosten der Wirtschaft und des Wohlstandes gehen. Und da gibt es mit der GLP eine gute Alternative!

  • Christoph Lieberherr sagt:

    Immerhin, Glättli hat wenigstens den Autor seiner Ideen angegeben. Blauäugig ist das alles trotzdem. Ja, und Dichtestress verträgt sich nicht mit Lebensqualität.

  • Wundrak Dieter sagt:

    Was kann man dazu schon sagen. Einfach nur CHAPEAU.

  • Peter Don Kleti sagt:

    Diese Aussagen würde ich sogar unterschreiben. Aber warum, ja warum stand Herr Glättli nicht auf meinem Wahlzettel, wenn er doch so kongruente Ansichten vertritt?
    War es denn nicht Herr Glättli, der im Vorwahl-Geplänkel das magische Wort der „10 Mio.-CH“ im Munde trug? So hatte ich dies jedenfalls verstanden, und entsprechend wahltechnisch disponiert. Ei-ei-ei, dacht ich mir damals, was dieser Glättli von der FDP so alles von sich gibt – und wenn das der Leuenberger von den Grünen wüsst?!?!

  • Ueli Brunner sagt:

    Erschreckend wie viele blinde Wirtschaftssektierer hier Beiträge schreiben. Glaubt Ihr ernsthaft, dass das heutige System zukunftsfähig ist? Ein auf Wachstum beruhendes System in einer begrenzten Welt?

    • Josef Rutz sagt:

      @Ueli Brunner
      Wie recht sie haben Herr Brunner, es ist tatsächlich erschreckend wie viele sich als „Wirtschaftsethiker“ bezeichnen, aber nicht einmal den fundamentalen Unterschied zwischen einer „parasitischen“ Luftblasen-Finanzwirtschaft und einer „organischen“ Realwirtschaft begreifen können. Es sind doch auch diese selbsternannten „Experten“ die den funtamentalen Unterschied zwischen ETHIK und MORAL nicht verstehen können und es deshalb noch immer nicht wahr haben wollen, dass die Zeit dieses unsäglichen Systems abgelaufen ist! Die Luftblasen platzen! Es ist aus!

  • Nadine Binsberger sagt:

    Wachstum war notwendig, als noch Mangel und Entbehrung herrschten. Jetzt, da wir alles und mehr haben, als was das Herz begehrt, kann Wachstum nur noch erzeugt werden, indem der Wohlstand geschmälert wird, z.B. Produkte die schneller kaputtgehen oder out sind, damit schneller wieder produziert werden „darf“. Auf dem aktuellen Level macht noch mehr Wachstum unseren Wohlstand kaputt und zerstört erst noch die Umwelt. Es ist wahrhaft utopisch und träumerisch zu glauben, Wachstum sei a) möglich, b) wohlstands förderlich und c) notwendig.

    • Wenn alles Geld, welches zur Vermarktung von Produkten welche wir nicht brauchen an die IV /AHV ginge, dann hätten wir dort schon mal keine Probleme mehr.Wenn dadurch weniger Abfall entstehen würde, hätte die Natur freude und wir müssten weniger ausländische Arbeitskräfte importieren, das würde vielen in der Schweiz lebenden Freude bereiten,eben mehr Lebensqualität!

  • Conrad Krausche sagt:

    Und was ist, wenn WENIGER Lebensqualität notwendig ist? Wir wollen es vielleicht nicht hören, aber auf diesem Niveau zu leben kann sich die Welt nicht leisten. Der schweizerische Rohstoffverbrauch ist viel zu hoch und jetzt wollen die Entwicklungsländer diesen Lebensstandard nachahmen. Dies geht nicht. Dazu braucht es eine massive Senkung des Ressourcenverbrauchs (was heisst, wir müssen erneut bescheidener leben, mit weniger zufrieden sein), was bedeutet, dass relative materielle Armut wieder eintreten wird. Leider macht man mit solchen Aussagen keine Politik, Wahrheit hin oder her.

  • Zora Masé sagt:

    Bonjour. Nous devons protéger nos campagnes. On ne peut continuer à déclasser des terres agricoles comme on le fait, notamment dans l’arc lémanique, pour y bâtir logements (entre autres pour les employés des multinationales qui génèrent loyers exhorbitants et crise du logement). Genève par exemple est en passe d’etre urbanisée en totalité. Si l’on veut plus d’habitants il faut songer à les nourrir. Avec des productions agricoles en provenances de terres „colonisées“ du tiers-monde ? Jusqu’à quand ? Et après, on mangera quoi ?… Protégeons notre avenir alimentaire. Bonne journée.

  • Nik Dobler sagt:

    Die Diktatur der Natur wird weiter härter sein als weniger Wohlstand und Verzicht zugunsten des Planeten und der Allgemeinheit, die sich nunmal auch ausserhalb der Kantons-, Landes- und Kontinentalgrenzen befindet. Allein die hier veröffentlichten Meinungen zeigen die vorherschende verblendung der Gesellschaft auf, die wohl eher in Luxus schwelgend untergeht als irgendwelche Massnahmen zur Selbsterhaltung einzuleiten. Wenn wir erstmal mit Trockenheit, Ernteausfällen, Überschwemmungen und Völkerwanderung konfrontiert sind, nützt euch das alles nichts mehr. Face it!

  • Mark Mathis sagt:

    Herr Glättli schaut in die Welt hinaus und leitet daraus Rezepte für das eidg. Parlament ab. Zwar hat sich die Weltbevölkerung im 20. Jahrhundert vervierfacht, zwar zählt die Menschheit jüngst jede 10 Jahre eine Milliarde Exemplare mehr. Was Glättli aber nicht davon abhält zu glauben, mit Gebäudesanieren und helvetischen Energiesparen den mundialen Raubbau an den Ressourcen stoppen zu können. Motto: Am Schweizer Wesen soll die Welt genesen. Mit Nullwachstum in der Schweiz ist dieser Plan aber noch schwerer zu realisieren als er es ohnehin schon ist.

  • Christoph Lieberherr sagt:

    Glättli gibt immerhin korrekt an, dass die präsentierten Ideen nicht von ihm selber, sondern irgendwo abgekupfert sind. Das macht aber den ganzen Artikel nicht weniger blauäugig. Und ja, übrigens, Dichtestress verträgt sich nicht mit Lebensqualität.

  • Patrick Tanner sagt:

    B. Glättli hat grundsätzlich recht. Trotzdem, kann man ihn nicht ernst nehmen. Erst wenn er auch den Faktor Bevölkerungszuwachs, der in der Schweiz zu 85% durch die Zuwanderung dank neoliberaler Personenfreizügigkeit verursacht wird, mitberücksichtigt (Demografen des BfM/BfS erwarten in einem mittleren, moderaten Szenario einen Bevölkerungszuwachs von 2 Mio in der CH: 85% durch Nettozuwanderung bedingt), ist er glaubhaft. Darum bitte unterstützt die ECOPOP-Initiative!

  • Shabnha sagt:

    Merci pour cet article qui, je l’espère, ouvrira la voie à une vision humaniste enfin constructive.

  • Tom Bauer sagt:

    Einmal mehr: Gut gibt es noch die Grünen, die einzige Alternative dazu wäre nur Wahlabstinenz. Wenn ich mir den prekären Zustand der Welt anschaue, kommt es so vor, als wären sie -zumindest einige davon- die einzigen, die noch einen Funken Verstand besitzen.

    • Tom Bauer, gut giebt es die grünen; Die grünen gehören zu denjenigen, welche am vehementesten die Masseneinwanderung befürworten! Und behaupten gleichzeitig, die Natur schützen zu wollen! Dieses Paradoxon muss mir erst mal jemand erklären! Wir können bestenfalls die Umwelt in der Schweiz schützen alles andere ist Grössenwahn!

      • Tom Bauer sagt:

        Herr Bossert, sie irren – zumiest teilweise. Wenn irgendjemand, jenseits der SVP, das heisse Eisen Zuwanderung thematisieren wollte, dann kommen mir einzig einige Versuche aus dem grünen Lager in den Sinn. Aber leider machte man (und macht man nohch immer) die Erfahrung, dass die ressentiment-motivierte Polarisierungsstrategie der SVP das Klima derart vergiftet hat, dass nur die wenigsten darüber wirklich nachdenken wollen. Schade, es wäre bitternötig. Übrigens kommen auch einige der ECO-Pop-Leute aus der grünen Ecke.

        • Tom Bauer, es würde mich echt freuen, sollte ich mich geirrt haben! Ganz ehrlich! Leider habe ich aber bis jetzt nur erfahren, wie sich links/ grün gegen jegliche Regulierung der Einwanderung stellt und die wahre Absicht der Asylanten negiert und die Papierlosen zum Dank sogar einbürgern will, was ein Hohn ist, für jeden Ausländer der sich auf dem korrekten Weg bemüht!

  • max sagt:

    Il y a que les Suisses économiquement gâtés,qui peuvent déblatérer de telles absurdités….A la fin les autres pays vont avancer et nous serons au fond du trou…..On peut très bien croître et construire plus dense,un peu plus haut et proche des villes afin de garder les beaux paysages.Il faudra bien une économie forte et de l’argent pour nourrir et entretenir les paysages du pays…

  • Marius Meier sagt:

    „Er fordert ein massives ökologisches Investitionsprogramm in die Gebäudesanierung, in moderne Smart-Grids, in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs – aber auch in öffentliche Räume und in den Erhalt bestehender Ökosysteme.“ -> durch diese gewaltigen Investitionen alleine würde das BSP und vorallem das BIP extrem steigen! Von wegen Wirtschaftlichfeindlich, gerade Investitionen in der Gebäudesanierung würden für 2-3 Generationen HandwerkerInnen beglücken und den gemeinen Wohlstand sowie die Wohlfahrt der Schweiz sichern. Eigentlich sollte links wie rechts damit leben, genug spannende arbeit.

  • Roberto sagt:

    Reine Utopie: Wenn man Nullwachstum postuliert, muss man auch gegen jeglichen Produktivitätsvortschritt sein, da sonst Arbeitslosigkeit die Folge wäre. Und wenn wir uns dem Produktivitätsfortschritt verschliessen, so werden die schweizer Firmen vom Weltmarkt verdrängt. Ich zweifle an Herrn Glättlis Intelligenz.

    • Marcos sagt:

      Geringere Arbeitszeiten wären bei Produktivitätsfortschritt und Nullwachstum auch möglich. Aber wer will das schon 😉

      • Beat Tobler sagt:

        Genau, Marcos, solange wir alles, von den Steuern bis zu „Standortvorteilen“ und Altersvorsorge an den Anzahl Stellen messen und das noch gut finden, werden wir bald in eine Sackgasse geraten. Schon Werner K. Rey, wohl ein unverdächtiger Gewährsmann, sagte einst, man könne doch nur einmal pro Tag zu Mittag essen.

    • Roberto,wir produzieren mit ausländischen Arbeitskräften fürs Ausland, die sozialen Kosten und die Kosten der nötigen Infrastrukturen bleiben in der Schweiz, die Gewinne der Exportwirtschaft geht an einzelne und viele der von uns benötigten Produkte kaufen wir aus dem Ausland. Da wäre noch Handlungsspielraum für Intelligente!

  • sandro gasser sagt:

    richtig hr. glättli. die welt ist ein raumschiff und es gibt ein natürliches wachstum. und ein unnatürliches, wenn man z.b.krebszellen betrachtet. oder gibt es gar kein unnatürliches wachstum? weil alles aus der natur kommt, höchstens ein schädliches, das wiederum hinterfragt werden muss, den ob es „nur“ schadet oder der schaden nutzen bringt ist ebenfalls zu diskutieren.es kann, wie bei vielen fragen nicht endgültig geklärt werden. ein stetiger prozess, die fragen ändern sich. politiker, ideologen die meinen sie hätten antworten sind nicht ernstzunehmen, fordern ist immer gratis und.. billig!

  • Marcos sagt:

    Effizienter werden wird aber leider nicht reichen. Angesichts schwindender Resourcen in einer endlichen Welt müsste man eine weltweite 1-Kind Politik einführen. Das ist natürlich politisch Selbstmord, niemend wird das vorschlagen. Aber wenn wir als Menschheit weiterleben wollen, müssen wir neben Effizienzsteigerung unseren Bestand verringern. Und zwar ziemlich schnell.
    (Vielleicht kennt jemand die Studie „Die Grenzen des Wachstums“. so ca. 100 Jahre haben wir zwar noch, aber Gegenmassnahmen müssten jetzt ergriffen werden)

  • Jacques sagt:

    Je propose que le bénévolat soit rémunéré en terme de réduction d’impôts. Sur le principe: Qui donne de son temps et de son énergie au service de la collectivité, reçoit de cette collectivité une récompense pour service rendu.

  • vielleicht versuchen wir mal herauszufinden, was der unterschied zwischen echten bedürfnissen und gier ist. mobil sein kann man auch, wenn man nicht zwei oder drei autos hat. satt sein kann man auch, wenn man nicht jeden tag ein filet (=ein halbes rind) frisst. glücklich sein kann man auch massvoll. die übertreibung ist das problem. wenn es eine endliche anzahl von gütern gibt, kann ich die nicht unendlich verbrauchen, sonst hat jemand anders entsprechend weniger. reine physik, meine lieben wachstumsfans… das richtige mass ist gefragt.

    • Marius Müller sagt:

      Alles Schlimme habe ich getan, das sogenannte Filet im Blätterteig, das mir weit weniger schmeckte, wie die leckereste selbstgemachte Basilikumspaghetti. Es gibt die kulinarischen Höhepunkte, ich selbst erlebe das entscheidende der Küche vegetarisch, vermutlich der Trüffel, der Höhepunkt unter vielen, Fenchel, Zwetschgen, Birne, Gurke, Tomate, Basilikum, Pfefferminze, Peperoncini, Steinpilz, Morchel, Grünkohl, Lauch, Dattel. Wer damit nicht zu kochen weiss, sein Problem. Aber Filet, ist nur noch lecker, billig, wer etwas auf sich hält, isst gerne gut vegetarisch.

  • mais tout à fait sagt:

    Et ce type est conseiller national?

    Il y a de quoi s’inquiéter.

    Ce qui fait notre prospérité et notre bien être c’est la quantité de biens et services que nous avons à consommer.
    On peut dire ce qu’on veut, le comportement de consommation de la plupart de nos contemporains le montre. A nombre de personnes égales, on ne peut augmenter le bien être des individus sans augmenter la quantité de biens et services. La réduire revient à réduire notre bien-être. Si le nombre d’habitant augmente, le status quo de bien être nécessite de la croissance. Tout le reste n’est que blabla.

  • mais tout à fait sagt:

    La contradiction ne lui fait pas peur: d’un côté il prétend laisser la société civile libre de décider, c’est-à-dire chacun faire ses propres choix sans intervention de l’état, et d’un autre il veut des investissements massifs dans certains secteurs choisis, réduire le temps de travail, forcer au bénévolat, etc..C’est précisément l’inverse de laisser la société civile libre de décider! C’est la dictature qui nous attend.

    On arrive à une seule conclusion: ce genre de personne est très dangereux pour la collectivité. Qui sont donc les imbéciles qui ont propulsé ce type au conseil national ?

  • mais tout à fait sagt:

    Encore une juste pour rire: ce n’est pas la réduction des inégalités salariales qui accroit le bien-être, ce sont les systèmes qui accroissent le bien-être qui par ailleurs ont pour conséquence également de réduire les inégalités salariales.

    Savez-vous cher conseiller national qu’il y avait plus d’inégalité dans l’URSS il y a 30 ans qu’il n’y en a en Suisse aujourd’hui?

    „A vouloir de force l’égalité, on perd toute la liberté mais on a au final très peu d’égalité. Par contre à défendre la liberté, à la fin on a beaucoup de liberté, mais on a aussi beaucoup d’égalité.“ Milton Friedman.

  • Amelia Wirz sagt:

    Wenn ich bestimmte Kommentare lese, verliere ich die Hoffnung, dass die Menschen etwas freiwillig gegen das Ressourcenverbrauch unternehmen können. Deshalb brauchen wir dringend einen Internationalen Umweltstrafgerichthof.
    Wie der Argentinier Adolfo Pérez Esquivel richtig sagt, das Hauptproblem bei der Ausbeutung der Natur ist die Straflosigkeit.

  • Schneeberger sagt:

    Zum Glück gibt es Politiker, die erkennen und aussprechen, dass der Wahn des ewigen Wachstums die Wurzel allen Übels ist. Wen erstaunts, dass Produktivitätsfortschritte zu weniger Arbeit führen? Das ist ja das Ziel, und legitim. Der Gewinn ist Freizeit und Freiheit, und braucht eben nicht reinvestiert zu werden! Joie de vivre – geniesst das Leben. Hören wir auf, ein stabiles oder sinkendes BIP als „Krise“ zu bezeichnen! Das verschwendungsgetriebene Wachstum wird so oder so zum Stillstand kommen – WIR haben die Wahl, ob freiwillig oder per SELBSTVERORDNETER Katastrophe und Barbarei!

  • Galérien sagt:

    ATTENTION, le principe de diminuer le temps de travail pour le distribuer à un plus grand nombre est dangereux car il augmente le coût de l’heure de production et les produits deviennent invendables. De ce fait les entreprises ferment et vont s’installer dans des pays où la main d’oeuvre est sous-payée. La France avec ses 35 heures par semaine en est un exemple vivant.

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