Die Schweiz hat kein Burkaproblem

Politblog

Wegen ein paar verschleierter Touristinnen (wie hier in Luzern) braucht es keinen neuen Verfassungseintrag. Foto: Urs Jaudas

Nein, spazierende Zelte sind kein schöner Anblick. Weder in der Schweiz noch in Saudiarabien. Burkaträgerinnen lösen Unbehagen aus, vielleicht auch Widerwillen. Doch simples Unbehagen ist keine gute Grundlage für ein Verbot. Ganz abgesehen davon, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, den Frauen Kleidervorschriften zu machen.

Die Hitzigkeit der Burka-Debatte steht im umgekehrten Verhältnis zur Anzahl Burkaträgerinnen in der Schweiz. Wer nicht gerade in Genf oder Interlaken weilt, bekommt vollverschleierte Frauen äusserst selten zu Gesicht. Und doch überbieten sich die Parteien mit (Gegen-)Vorschlägen, wie mit der Burkaverbotsinitiative umzugehen sei.

Die SP will die Frauenfeindlichkeit der Initianten entlarven, indem sie einen Gegenvorschlag macht, der inhaltlich mit dem Burkaverbot nichts zu tun hat. Dafür viel mit Parteipolitik. Die CVP wiederum, für deren Präsidenten der Islam sowieso nicht zur Schweiz gehört, hat in ihrem Arbeitspapier zum Islam das schöne Wort «Burkabefreiung» erfunden und würde am liebsten auch Kopftücher aus Schulen verbannen. Obwohl selbst CVP-Bildungsdirektoren sagen, es gebe kaum Probleme wegen kopftuchtragender Schülerinnen.

Reine Symbolpolitik

Kurz vor Weihnachten hat sich nun auch der Bundesrat in die Debatte eingemischt. Er plädiert für einen indirekten Gegenvorschlag zur Burkaverbotsinitiative: Wer jemanden zwingt, sich zu verschleiern, soll dafür bestraft werden. Zwar gilt eine solche Nötigung gemäss Artikel 181 des Strafgesetzbuches bereits heute als Straftatbestand. Das weiss natürlich auch der Bundesrat. Doch glaubt er offenbar, ohne Gegenvorschlag sei die Gefahr eines Ja an der Urne gross.

Das mag sein. Gut möglich ist aber auch, dass jene, die Ja stimmen wollen, dies unabhängig von irgendwelchen Gegenvorschlägen tun. Vor allem aber sendet jeder Gegenvorschlag die Botschaft aus: Wir haben in der Schweiz tatsächlich ein Problem mit Burkaträgerinnen.

Genau das ist aber nicht der Fall. Das Burkaverbot ist reine Symbolpolitik. Wegen vereinzelter arabischer Touristinnen und ein paar Konvertitinnen braucht es kein Gesetz. Doch vielen, die Ja stimmen werden, geht es ohnehin nicht um die Burka an sich. Sondern darum, «ein Zeichen zu setzen». Gegen islamischen Fundamentalismus. Gegen Terrorismus. Gegen Kopftücher. Gegen die Diskriminierung der Frau. Oder auch nur: gegen die Präsenz von Muslimen im Land.

Mehr Gelassenheit, bitte

Nur – ein Ja zur Vorlage löst keine Probleme. Im Gegenteil. Es führt dazu, dass sich viele Musliminnen und Muslime erneut in die Fundamentalisten-Ecke gedrängt fühlen. Dass sich nach dem Minarettverbot ein weiterer Artikel in der Verfassung indirekt gegen Muslime richtet. Das alles stärkt am Ende nur jene Kreise, welche die Initianten zu bekämpfen vorgeben: islamische Fundamentalisten. Diese werden es sich nicht nehmen lassen, die Empörung über ein Ja in ihrem Sinne zu bewirtschaften.

Statt dass jetzt jede Partei und auch der Bundesrat einen Gegenvorschlag aus dem Hut zaubern, wäre deshalb etwas Gelassenheit vonnöten. Die Schweiz hat kein Burkaproblem. Belassen wirs dabei.

123 Kommentare zu «Die Schweiz hat kein Burkaproblem»

  • Haldner Priska sagt:

    Nein, die Schweiz hat kein „Burka-Problem“, aber ein Problem wegen der blauäugigen Politik der Pseudolinken gegenüber wirklichen Bedrohungen durch Extremisten des politischen Islams -wenn kritische Musliminnen sagen, die sogenannten Linken erwiesen ihnen einen Bärendienst, wenn sie Kritik am politischen Islam des IS, oder anderen Extremformen des Islam, sofort als „Islamophobie“ bezeichnen würden, sollte man dies ernst nehmen, weil ein solches Verhalten den gemässigten islamischen Glaubensangehörigen, die einen andern Islam leben wollen, schadet. Den Pseudolinken täte es gut kritische Stimmen ernst zu nehmen – sei es bei der Kritik der Islamisten oder einer falschen Asylpolitik – ohne sofort -bar jeder Gelassenheit- alle Kritiker zu verunglimpfen.

    • E. Baumann sagt:

      Niemand befürwortet die extremistischen Islamisten. Was jedoch gefährlich ist, wenn wir hier irgendwelche Aktionen starten, die alle Muslime treffen (Minarett, Kopftuch, Burka etc).
      Auch eine Burkaträgerin ist nicht per se extremistisch, auch nicht ihr Ehemann.

      • Roland K. Moser sagt:

        Das sehe ich anders. Ich sehe jeden Muslim als Gefahr für den Rechtsstaat und die Demokratie.

        Zudem kann man „extrem“ und „Extremismus“ definieren, wie man will.

        • Ufuk Kuzu sagt:

          Beispiel dafür war ja die SVP die wie kleine RolandKinder aus dem Saal gestürmt sind als ihre Initiative für ungültig erklärt worden ist! Viele Muslime haben sich ohne Verbote integriert und nun will man sie mit den Touristen zusammen auch verlieren? Ein glattes Eigentor! Dieses Verbot soll kommen doch wundert euch nicht wenn sich dann ein grosser Teil nicht mehr benimmt! Da sieht man wer von uns beiden zivilisierter ist!

        • Ufuk Kuzu sagt:

          Und solch konservative Christen die die selbe Meinung teilen wie sie sehe ich als unzivilisiert und beschämend vor allem wenn man in der ach so “modernen demokratischen“ Schweiz lebt!

        • Kurt Schwob sagt:

          Herr Moser, der sog. Zentralrat um Blancho wird Sie dafür zum Ehrenpräsidenten ernennen – weil sie so jedem jungen Moslem in der Schweiz klarmachen, dass er auch bei noch so gutem Willen gar keine Integrationschance hat.

      • Daniel Heierli sagt:

        Ein Burkaverbot würde nicht alle treffen, sondern nur eine sehr kleine Minderheit unter den Muslimen. Es ist kontraproduktiv, ein solches Verbot ständig als Angriff auf alle Muslime zu bezeichnen.

        Wir haben in der Schweiz tatsächlich keine gravierenden Probleme mit Burkas. So gesehen ist es tatsächlich keine besonders wertvolle Initiative. Trotzdem ist es sehr unglücklich, wie sich nun viele Leute, die sich sonst eigentlich für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzen, mit grösster Energie für die Verteidigung eines derart unsäglichen Brauchtums ins Zeug legen.

        • Sportpapi sagt:

          „Es ist kontraproduktiv, ein solches Verbot ständig als Angriff auf alle Muslime zu bezeichnen.“
          So kommt es aber bei den Muslimen an. Es ist hingegen unlauter, immer so zu tun, als ob die Mehrheit der Muslime genau solche Verbote begrüssen würde – nur weil es ein paar wenige Vertreter(innen) des „gemässigten“ Islams tun.

          • Martin Frey sagt:

            „So kommt es aber bei den Muslimen an.“

            Woher wollen Sie jetzt das wieder wissen, SP? Von dem Islamverbänden? Den Vertretern der Muslimbruderschaft bspw. mit Lehrstuhl?
            Das zu behaupten ist genauso unlauter, wie Ihre Aussage betreffend den „Vertreter(innen) des „gemässigten“ Islams“.
            Notabene, es sind weniger als 20% in den Islamverbänden organisiert, die für sich in Anspruch nehmen, „die Muslime“ zu vertreten.
            „Islamophobie“ und „Feinde des Islams“ sind die Totschlag-Kampfbegriffe schlechthin, SP.
            Nebenbei, bei anderen Themen wehren Sie sich ja jeweils (zu recht) sehr, wenn Leute reflexartig in eine Opferrolle verfallen um es sich dort bequem einzurichten. Um dann von dort aus mit pauschalen Totschlagargumenten um sich werfen, nur um eigene Interessen zu verteidigen…

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Ich weiss es von den muslimischen Menschen, die ich kenne. Nicht repräsentativ, aber doch einige. Ausserdem ist das auch zu erwarten.
            Zu allem anderen weiss ich gerade nichts zu sagen, weil es sich nicht auf meine Aussagen bezieht.
            Aber dennoch: Auch wenn es Totschlag-Kampfbegriffe sind, so werden sie doch auch hin und wieder zu recht benutzt.
            Ebenso wie es nicht nur Menschen gibt, die sich in der Opferrolle gefallen, sondern auch Menschen, die tatsächlich Opfer sind, oder zumindest benachteiligt/diskriminiert. Unbd die sich darüber empören. Zu recht.

          • Martin Frey sagt:

            Sehen Sie, das können wir jetzt bis zum Exzess weiter treiben, SP. Ich kenne sicher mindestens so viele Muslime wie Sie, aber das besagt nichts, wie gesagt, das sind Einzelmeinungen. Ich kenne aber durchaus auch sehr gläubige Muslime, die kein Problem mit Burka- oder Minarettverbot haben.
            Mich hat einfach interessiert, wie Sie Ihre etwas pauschale Aussage begründen.
            Und zum Thema Opferrolle: Es gibt wohl keine Religionsgemeinschaft weltweit, die dies mehr zelebriert und kultiviert als die Muslime. Dies ist nachgerade Teil ihres Kultur- und Geschichtsverständnisses, und wird oft ungefiltert von Generation zu Generation weitergegeben. Damit sage ich nicht, dass Muslime nicht auch Opfer sein können. Aber wenn das der Fall ist, dann sind sie ja oft Opfer von anderen Muslimen.

          • gabi sagt:

            Ich kann Ihre Einschätzung nur bestätigen, Martin Frey.

            Es ist ja gerade Teil des Problems, dass sich Muslime ständig selber im Kreis (wie um die Kabalah, by the way) drehen, im Einfordern von dem, was SIE als „Respekt“ für ihre Religion einfordern.

            … Und dabei nie mitzubekommen scheinen, wie unreflektiert sie damit die Mühlen der Extremisten wässern, über die sie zwar klagen, möglicherweise sogar vor deren Exzessen hierher geflohen sind, aber den Zusammenhang nicht herzustellen vermögen zw. Kritikunfähigkeit und ihrer eigenen Vorstellung davon, was gefälligst von allen Anderen (also eben auch von Nichtgläubigen) als sakrosankt zu gelten hat.

          • gabi sagt:

            Blödsinn: ich meine natürlich die Kaaba im Zentrum Mekas und nicht die jüdische Kabalah!

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: „Und zum Thema Opferrolle: Es gibt wohl keine Religionsgemeinschaft weltweit, die dies mehr zelebriert und kultiviert als die Muslime.“
            Wenn Sie das sagen.
            Ist ja interessanterweise so, dass man ja mit gewissen Abstimmungen nicht etwa Missstände beseitigen möchte, sondern vor allem ein Zeichen setzen – und dann ist man irritiert, wenn das Zeichen auch verstanden wird.
            Wollen Sie jetzt ernsthaft Muslimen das Recht absprechen, sich beispielsweise über eine Minarett-Abstimmung zu empören und sich als Gruppe angegriffen zu fühlen?
            Oder wollen Sie wirklich behaupten, eine Mehrheit wäre mit solchen Gesetzen einverstanden, ja begrüsse sie gar?
            Verstehe überhaupt nicht, worauf Sie eigentlich hinaus wollen hier.

      • Priska Haldner sagt:

        Herr Baumann, dass eine Burkaträgerin per se extremistisch sein soll, oder deren Ehemann, habe ich mit meinem Text nicht gesagt- im Gegenteil – meine Aussage war, dass durch diese „Burka-Diskussion“ vom Thema abgelenkt und auf Äusserlichkeiten geschaut wird – das ist genau so naiv, wie im August 2017, als Journalisten vom Prozess gegen einen IS-Anwerber beim Bundesstraftgericht in Bellinzona berichteten und dabei hervorhoben, wie angepasst und integriert der Angeklagte doch wirke mit seinem modischen weinroten T-Shirt…dass das Bundesstrafgericht aber diesen gefährlichen IS-Anwerber mit einem anrüchigen Prozess durch ein abgekürztes Verfahren, einfach frei liess, interessierte sie dann weniger.

        • gabi sagt:

          Hochgradig naiv scheint mir das.

          Oder wie genau definieren Sie „extremistisch“?

          Für was, wenn nicht für eine extremistische Lebenshaltung, steht die Burka denn sonst?

          Oder meinen Sie etwa, die Burkaträgerin und ihr Gatte sind entspannt tolerant gegenüber Oben-Ohne-Sonnenbadern???

          • Priska Halödner sagt:

            „Hochgradig naiv“ ist es, wenn das Bundesstrafgericht und die anwesenden Journalisten einem IS-Terroristen glauben, nur weil er im modischen Outfit westlich integriert wirkt-obwohl er lügt und behauptet, er hätte dem von ihm Angeworbenen in der Türkei nur ein Ticket gekauft und ihn nicht monatelang mit Gehirnwäsche dazu gebracht nach Syrien in den Krieg und in den Tod zu reisen.
            Und „gabi,“ ich habe auf Reisen Burkaträgerinnen und ihre Familien kennengelernt-einfach gläubige Muslime, die ihrer Tradition nach gekleidet sind -dass diese „extrem“ sind, habe ich nicht feststellen können-ein Kleidungsstück sagt darüber nichts aus-die Frage ob die Burka hier verboten werden soll, ist aber eine andere.

    • Kurt Schwob sagt:

      Frau Haldner: Kritik am IS und ähnlichen Gruppen ist gewiss keine Islamophobie – da verwechseln Sie etwas. Das sind ja auch keine normal-islamischen Gruppen, sondern Verbrecherorganisationen, die dringend auf Nachwuchs angewiesen sind. Und wer nun alle Moslems mit dem IS in einen Topf wirft, der tut genau das: er sorgt für Nachwuchs der Extremisten. Und genau das sollte man ernst nehmen, wie Sie selber schreiben: „weil ein solches Verhalten den gemässigten islamischen Glaubensangehörigen, die einen andern Islam leben wollen, schadet.“ Was das mit „links“ oder ähnlich zu tun haben soll, ist mir schleierhaft – ich kenne keine Linken (und keine anderen), die hier den IS unterstützen. Aber solche, die das tun, indem sie einen Nora-Illi-Artikel in die Bundesverfassung setzen wollen.

      • Heinrich Zimmermann sagt:

        Ach was Herr Schwob, Denken sie mal nach über, was Islam Religion den soll. Er ist nicht christlich, nein er will anders sein. Und will andere Religionen verdraengen weil sie ’sicher‘ sind das sie die einzig richtige Religion haben. Also was soll das Geschwafel dass es Verbrecher gaebe im Islam. Klar die wollen dann Nägel mit Köpfen machen. Terroristen ist nicht ein Hobby oder Sport. Die wollen etwas erreichen und zwar dem Islam zum Durchbruch verhelfen, mittels Sprengstoff, Lastwagen, PW oder dann durch das Verbreiten des Kopftuches in allen Bereichen. Wobei die Frauen vermutlich nicht mal wissen, fuer was sie eingespannt werden.

    • Peter Schwarzer sagt:

      Bitte zeigen Sie mir, wo die sogenannte Linke „Kritik am politischen Islam des IS“ als Islamophobie bezeichnet. Ich halte diesen Vorwurf für erfunden.

      • Priska Haldner sagt:

        Islamische Politologinnen, Schriftstellerinnen usw. , z.Bsp. Frau Keller Messahli – haben sich mehrfach so geäussert, dass sie sich im Regen stehen gelassen fühlen, wenn sie für Gleichberechtigung eintreten wollen für islamische Frauen und die sogenannte Linke keine Kritik an diesen -wie auch immer „politisch korrekt“ bezeichneten-Extremformen des Islam zulassen wolle -das war im Herbst in vielen Medien zu lesen-eine „Verschwörungstheorie“ ist dies ebenso wenig, wie „ein erfundener Vorwurf“-aber Ihr Kommentar zeigt auf, dass die Kritik an diesen Formen des Islam eben sofort so wahrgenommen wird…in diesem Sinne, Danke, Herr Schwarzer, für Ihre Bestätigung meines obigen Textes.

    • Regina Bischof sagt:

      Haldner Priska. – Sehr guter Kommentar, welchen ich unterstützen kann. – Einziger Fehler: Das „Pseudo“ bei den Linken. Weshalb schreiben Sie „Pseudo“ !? – Es sind konkret und explizit die Linken, welche für diese schädliche Politik verantwortlich sind.

      • Michael sagt:

        @Bischof Nuchts neues von Rechtsaussen. FDP und SVP haben die Mehrheit und links ist Verantwortlich. Man kann es sich so bequem machen um sich nicht mit den Fakten auseinandersetzen zu müssen.

      • E. Baumann sagt:

        Können Sie das irgendwie belegen, dass die Linken für diese Politik verantwortlich sind? Meines Wissens haben wir seit Jahren eine bürgerliche Mehrheit in der Schweiz. Im Gegenteil, es ist die SVP die mit solchen Aktionen den islamistischen Extremismus noch bestärkt.

      • Severin Schnyder sagt:

        Wenn Sie nur mit ‚Pseudo‘-Linken und ’sogenannten‘ Linken sprechen, dann werden sie natürlich auch nie erfahren, was echte Linke denken und sagen. Und auch wenn ich natürlich nicht für alle sprechen kann, ich versichere Ihnen, dass kein echter Linker Kritik am IS für Islamophobie hält. Es sei denn natürlich, die Kritik ist einfach ein Deckmäntelchen für Islamophobie…

        • Priska Haldner sagt:

          „Wenn Sie nur mit „Pseudo“-Linken und „sogenannten“ Linken sprechen, dann werden Sie natürlich auch nie erfahren, was echte Linke denken und sagen.“
          Die „echten“ Linken sind in der Tat rar geworden und was sich heute noch für „links“ oder „sozial“ hält, ist eben oft nur „pseudo“ – Pharisäer eben, die öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken…sobald es ihren Wohlstand tangiert und den Worten Taten folgen müssten, sieht man dann die „Pseudolinken“ eben nicht mehr …

    • Sportpapi sagt:

      Warum sich auch mit der Realität befassen, wenn das, was im eigenen Kopf abläuft und in der eigenen Verschwörerblase ausgetauscht wird, doch so schön wohlig ist.
      Ich frage mich allerdings immer wieder, wie Leute vorgeben können, sich für die „gemässigten“ islamischen Glaubensangehörige und für „die Frauen“ einzusetzen, indem sie Ausgrenzung und Verbote befürworten.

      • Martin Frey sagt:

        „Ich frage mich allerdings immer wieder, wie Leute vorgeben können, sich für die „gemässigten“ islamischen Glaubensangehörige und für „die Frauen“ einzusetzen, indem sie Ausgrenzung und Verbote befürworten.“

        Stimmt. Was kümmern uns die universalen Menschenrechte für die wir jahrhundertelang gekämpft haben, und die ja bekanntlich von der Organisation für Islamische Zusammenarbeit pauschal abgelehnt werden. Sollen die doch machen was sie wollen, Steinigung, Zwangsheirat und so. Wer sind wir, dass wir denen Vorschriften machen können….

        • Sportpapi sagt:

          @Martin Frey: Sie wollen also wieder mal ein Unrecht mit einem anderen rechtfertigen, ganz nach dem Motto: Ich nicht, sie aber auch?

          • Martin Frey sagt:

            Unterstellen Sie wieder mal, SP? Oder haben Sie nicht richtig gelesen, so nach Mitternacht?
            Nein, Kulturrelativierer sind es typischerweise, die gerne Akzeptanz von mit grundsätzlichen Menschenrechten nicht vereinbaren Gepflogenheiten so rechtfertigen, wie Sie es taten.
            Oder anders gesagt (damit Sie nichts verdrehen können), wenn Ihnen die Menschenrechte und unsere zivilisatorischen Errungenschaften in unserem Land wichtig sind, dann sollten Sie dafür eintreten, dass sie unisono für alle gelten, die bei uns leben. Und nicht (wie zb. eine bekannte Zürcher Regierungsrätin letzthin) die schmähen, die innerhalb dieser Religionsgruppe sich dafür einsetzen, oft ihr Leben dafür riskieren und eh schon einen schweren Stand haben.

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Was unterstelle ich? Zu Erinnerung: Wir sprechen über ein Burkaverbot in der Schweiz, das hier in der Schweiz gerechtfertigt werden muss.
            Eine Unterstellung ist es, mir vorzuwerfen, ich würde „mit grundsätzlichen Menschenrechten nicht zu vereinbarende Gepflogenheiten“ rechtfertigen. Auf das Beispiel wäre ich gespannt. Ich gehe ja nicht davon aus, dass Sie damit das Burka tragen meinen.
            Und ja, ich bin sehr dafür, dass wir in der Schweiz ein Recht haben, das für alle gleich gilt, und wir nicht unsinnige Gesetze schaffen, die sich nur gegen einzelne Gruppen richten. Weil wir ja Zeichen setzen müssen.
            Übrigens: Sie erwähnen doch immer wieder die „Keulen“, die eine Diskussion beenden. „Kulturrelativierung“ gehört auch dazu…

  • Peter Berger sagt:

    Seit dem Anschlag auf das World Trade Center sieht man wesentlich mehr Kopftücher und Burkas. Sie sind richtig aufgekommen. Für mich eine offensichtliche Bekenntnis für solchen Islam.

  • Peter Senn sagt:

    Schön geschrieben und von vielen Seiten betrachtet.
    Jedoch: um regelmässig Burkas zu sehen genügt es nach Dietikon zu fahren. Und das in zunehmendem Masse. Und das sind keine Touristinnen. Der Vorschlag des BR ist sinnlos, da keine Burkaträgerin zugeben würde das sie gezwungen wurde dies zu tun. Das liegt am gesellschaftlichen Verständnis dieser Kultur.
    Wir haben unsere westeuropäische Gesellschaft weil wir uns mit den christlichen Werten seit Generationen auseinandergesetzt haben und die Macht der Religion nicht mehr im Mittelpunkt steht.
    Beim Islam ist diese dringend notwendige Auseinandersetzung noch nicht abgeschlossen. Und das soll nicht in Westeuropa stattfinden. Deshalb gehört die Burka und somit der Islam nicht nach Westeuropa

    • Hans Jung sagt:

      Merkwürdig, ich wohne seit Jahren in Dietikon, ich habe noch nie eine Burkaträgerin angetroffen. Natürlich, Frauen mit Kopftuch und langen Röcken sind zu erkennen, sie vertreten eine andere Kultur, zumindest eine bis zwei Generationen lang. Diese Frauen stören mich absolut nicht, ich wüsste nicht warum. Und der Islam, so wie er in weitaus überwiegender Mehrheit auf friedliche Art und Weise ausgelebt wird in der Schweiz, stört mich auch nicht, auch hier, ich wüsste nicht warum. Es werden Probleme heraufbeschworen, die nicht existieren, ich werde vermutlich wiederum genötigt sein, für eine vollkommen überflüssige Initiative „Nein“ zu stimmen.

      • Peter Senn sagt:

        Sie haben recht Herr Jung. Die Mehrheit der Muslime in der Schweiz leben ihre religion friedlich aus.
        Nur ist es nicht von der Hand zu weisen das die Minderheit der intoleranten Sorte immer mehr zunimmt. Langsam aber stetig.
        Auch nicht von der Hand zu weisen ist die Tatsache, dass länder wie Iran, Irak und Ägypten vor Jahrzehnten einen fortschrittlichen und liberalen Islam im Land hatten. Und wo stehen diese Länder nun? Der intollerante Islam welcher die Scharia als basis nimmt wächst. Und darum Augen auf und rechtzeitig eingreifen
        Aha auch ein Dietiker? Na dann mal besser Augen auf. Und ich war nicht an der Jährlichen Feier der Muslime in der Stadthalle. Dort ist der Burka-anteil übrigens extrem zunehmend.
        Und integration ist bei vorhandenem Willen innert ein paar Jahren machbar…

  • Haldner Priska sagt:

    Die Schweiz hat kein „Burka-Problem“ aber ein Problem mit der fehlenden Gelassenheit der sogenannten Linken, die Kritik an islamischem Extremismus sofort als „islamophobie“ bezeichnet – wenn Musliminnen sagen, man erwiese den gemässigten Muslimen dadurch einen Bärendienst, sollte man das ernst nehmen und nicht alle Kritiker seien es jene , die den IS-Terror kritisieren oder eine falsche Asylpolitik, verunglimpfen -auch täte es dem Departement Sommarugas mit der Fedpol-Direktorin Della Valle gut, wenn sie ihr Augenmerk bei Ueberwachungen vor allem auch auf die IS-Tätigkeiten richten würden.

  • Niklas Meier sagt:

    Das stimmt. Es ist kein „Burka“-Problem. Auch andere Verschleierungen sind schon problematisch. Sei dies im Alltag, im Berufsleben oder auch der Schule.
    Und nein, ich spreche nicht von der Diskriminierung die die verschleierten Frauen erfahren.
    Es geht um die Haltung die diese Familien innehaben. es geht um den politischen Islam. Eine Verschleierung steht für einen politischen Islam mit all seinen Folgen.
    Wer dem mit Gelassenheit begegnen will, hat die Thematik nicht verstanden.

    • peter meier sagt:

      sie haben vielleicht teilweise recht. aber es gibt auch frauen die sich verschleiern möchten ohne schlechte absichten. die frage ist, wiso man sich um verschleierung kümmert statt das problem anzugehen. die frauen sind da nämlich die opfer und nicht die täter. wer die opfer bestraft wird hass ernten. die spirale dreht sich weiter.

  • Peter Wolf sagt:

    Da bin ich ganz anderer Ansicht. Gerade letzten Sonntag begegnete ich einer Frau mit Nikab und ich stelle fest, dass immer mehr und jüngere Mädchen ein Kopftuch tragen müssen. Müssen daher, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ein zehnjähriges Mädchen so ein Stück aus freiem Willen trägt. Kann sich eine solche Frau mit Nikab oder Burka in unsere Gesellschaft integrieren, findet diese eine Arbeitsstelle mit ihrem Gefängnis aus Tuch? Die alt BR Calmy-Rey musste in Teheran seinerzeit ein Kopftuch tragen und wir sollen alles zulassen? Dies hat mit Religionsfreiheit überhaupt nichts zu tun, sondern mit patriarchalischen Allüren, und das werde ich niemals unterstützen. Ich will den Menschen ins Gesicht sehen können, alles andere ist für die Fasnacht. Wehren wir den Anfängen!

    • peter meier sagt:

      im iran ist kopftuchtragen eine gesetzliche Pflicht. die br hat sich schlicht den landesgesetzen angepasst.
      das mit dem gesicht sehen nehme ich ihnen nicht ab. das ist so ein beliebter spruch. bald das einzige gegen die verschleierung. die meisten die das bringen würden mit einer „nur“kopftuchträgerin nicht sprechen oder gar locker unterhalten. einfach so. der spruch ist reine heuchelei. ich bin auch dagegen, dass leute ihr gesicht verschleiern müssen. aber man sollte nicht die frauen bestrafen wenn deren männer die täter sind.
      der gegenvorschlag aus dem bundesrat finde ich einen vernünftigen kompromiss. blinder hass bringt uns nicht weiter.

      • Asta Amman sagt:

        Die Frauen bestrafen, indem man ihnen die Verschleierung verbietet? Als Frau sehe ich ein solches Verbot eher als Werkzeug zur Befreiung der Musliminnen. Nicht nur, dass diese unsägliche Verhüllung eine Absage an jede Lebensfreude ist, schon das Kopftuch verhindert zuverlässig die Teilnahme am Arbeitsleben. Und somit Kontakte ausserhalb der eigenen superkonservativen Blase und, ganz wichtig, das Verdienen von eigenem Geld, das wenigstens ein Stück weit unabhängig macht.
        Gerade linke Frauen müssten doch hier eine klare Ansage machen, anstatt Kulturrelativismus zu betreiben.

        • Sportpapi sagt:

          Warum gerade „linke“ Frauen? Auch dort haben einige gemerkt, dass man vermutlich nicht für Selbstbestimmung und Frauenrechte eintreten kann, und gleichzeitig Kleidergebote und -verbote gutheissen. Auch wenn es noch so gut gemeint ist.

  • Paul Gonseth sagt:

    Aber klar braucht es ein Burkaverbot. Was es bedeutet, in Westeuropa von Burkaträgerinnen geradezu umzingelt zu sein, konnte sich in Zell am See in Österreich ein Bild von dieser Art Gesellschaft machen. In Österreich gilt seit Oktober 2017 zum Glück ein Burkaverbot.
    Die Autorin schreibt, es sei nicht am Staat, den Frauen Frauen Kleidervorschriften zu machen. Aber die Ehemänner, Brüder, Onkel und Cousins musimischer Frauen dürften es weiterhin tun? Den Straftatbestand der Nötigung zu beweisen, dürfte schwierig werden.
    Und wer nicht sehen will, das Burkas und Kopftücher sowohl politische als auch reigiöse Statements sind, verschliesst die Augen vor der Realität. Das Statement lautet: ich bin Muslima, ich grenze mich ab, ich gehorche meinem Mann, meinem Vater, den Onkels, den Brüdern.

  • Wattenwyl sagt:

    Gut und authentisch verfasster Artikel. Er zeigt wie sich unsere Politik je länger je mehr in kleinkarierte gar unreale Details verschiebt. Fernab von den echten Herausforderungen die ja längst schon andere Staaten und Gemeinschaften für uns erledigen und allenfalls lediglich noch zum Lamentieren und Zustimmen der Schweiz und dem Volk aufgetischt werden. Ob wir mit solcher Haltung noch weiter kommen oder ob dies der Zenith bereits war, sollen sich alle gelassen selbst vor Augen führen. Für mich hat das ganze Land und das komune Volk mehr Priorität als die Verteufelung der 2 Burka Trägerinnen, die ich in meinem 50 jährigen Sein in der Schweiz angetroffen und gesehen habe.

  • Mike Meier sagt:

    Kluger Text, aber er wird wohl auf taube Ohren stossen, wie man an den hysterischen Kommentaren hier sieht. Das „Argumentarium“ der Pro-Seite ist damit eigentlich prima zusammengefasst – entweder wird einfach behauptet, es gebe einen Ansturm von Burkaträgerinnen in der Schweiz, oder es wird völlig an der Frage vorbeigeredet, was ein Burkaverbot überhaupt bringen soll und einfach auf den sogenannten „politischen Islam“ geschimpft. Die Schweiz wird sich bei der Abstimmung wohl wieder mal blamieren.

    • Bruno Reinhardt sagt:

      Es ist mir völlig egal ob sich die Schweiz, wie Sie es schreiben, blamiert (wie Österreich?). Hauptsache das Verbot kommt und eines Tages werden Sie uns Befürwortern dankbar sein für unsere Weitsicht.
      Die Schweiz hat sich immer wieder erlaubt eine andere Politik / Meinung zu vertreten und ist damit sehr gut gefahren!

      • Sportpapi sagt:

        „Die Schweiz“ bzw. die Stimmbürger erlauben sich im Moment vor allem, Parteien zu wählen, die in vielen wichtigen Fragen gegen ihre Interessen handeln. Aber halt gegen die Fremden sind.
        Ist das wirklich die wichtigste Frage, die im Moment zu klären wäre?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Österreich und Frankreich haben ein Bukaverbot. Da bleibt für Blamage in Europa eher wenig Platz. Hinter vorgehaltener Hand wid man diese Länder je länger desto mehr beneiden wegern ihrer klaren Haltung gegen die Frauenunterdrückung durch patriarchale Besucher aus dem frühen Mittelalter.

  • lina sagt:

    Wenn Die Burka für Frauen religiös ist dann würden die Kinder so auf die Welt kommen. Und wer darum nicht sehen will, das Burkas und Kopftücher Menschenmachtgehabe ist der verschliesst die Augen vor der Realität.
    Oesterreich macht das richtig es gilt das Burkaverbot. Somit weniger Muslima Flüchtlinge

    • Paul Levi sagt:

      Auf die Anzahl Flüchtlinge hat so ein Verbot absolut keinen Einfluss! Burkas werden ja fast nur von Touristinnen getragen. Also wird es höchstens weniger Touristen geben.
      Bei der Geburt trägt kein Kind eine Kippa, ein Turban oder ein Kopftuch. Trotzdem sind das religiöse Kleidungsstücke. Ihre Argumentation ist voll gaga.

  • Richard Scholl sagt:

    Dieses modische, trotzköpfige Verhalten der muslimischen Frauen ihren Gastgebern gegenüber muss von uns Gastgebern gerügt werden. Alle diese Arten von muslimischen Kopf-bis Ganzkörperbedeckungen sind Ausdruck der passiven und aktiven Frauenunterdrückung.

    • Paul Levi sagt:

      Mit einem Verbot wird die Frau auch unterdrückt. Damit wird erstens eine Kleidervorschrift eingeführt, die nur für Frauen gilt und zweitens wird eine unterdrückte Frau bestraft, denn die Busse muss die Frau bezahlen. Das Opfer wird dann zum Täter.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Eine Frau, die eine Burka trägt, hat garantiert kein eigenes Einkommen, ihr Mann wird die Busse bezahlen müssen. Das wird er natürlich nicht tun, also soll er die Busse im Gefängnis absitzen.

      • Bruno Reinhardt sagt:

        Das verbot gilt nicht nur für Frauen, nur sind Frauen im Moment am meisten davon betroffen. Zudem gab es schon immer unterschiedliche Kleidervorschriften zwischen den Geschlechtern zum Beispiel im Schwimmbad.

        • Sportpapi sagt:

          Hm. Stimmt, auch Männer dürfen keine Burka tragen…
          Welche unterschiedlichen Kleidervorschriften gibt es im Schwimmbad? Und wenn es sie gibt: Sind sie gerechtfertigt?

          • gabi sagt:

            entscheidet sich in keinem Fall für irgend eine Form von „Freiheit“. Denn die würde bedeuten, dass sie sich mal so, mal anders kleiden könnte.

            Der Widersinn dieser Argumentation, eine strikte Kleidervorgabe, bzw. ein Kleidungsverbot zur Freiheit vor ebendem zu verklären, entspricht dem Blödsinn, einerseits zu erklären, es gäbe nicht den einen Islam, um gleichzeitig zu verzapfen, das habe ja gar nichts mit dem richtigen Islam zu tun… Wie es in jeder zweiten Talkshow zum Thema zu belächeln ist.

          • Sportpapi sagt:

            @gabi: Ich verstehe wieder mal kaum ein Wort. Jedenfalls ist der Bezug zu meinen Fragen wohl nicht gegeben, oder?

  • Robert Bührer sagt:

    Die CH hat auch kein Minarett Problem, dennoch mochte eine Mehrheit an HInterwäldler dieses Verbot annehmen.
    Wir sollten echt mal wieder über den Finanzausgleich diskutieren und diesen subventionierten Superschweizer die Flügel stutzen.

    • David Bühlmann sagt:

      Religiöse Symbole gehören nicht in die Öffentlichkeit. Auch Kreuze und Davidsterne nicht. Somit auch keine Minarette. Religion ist Privatsache und gehört ins Private. Ich kann schliesslich auch keine Cannabis-Kirche gründen und ein schönes Cannabisblatt auf ein Gebäude anbringen, auch wenn das sicher cool wäre. Und Burkas und Niks und wie die Dinger alle heissen, die Dinger gehören zum Vermummungsverbot. Möchte mal sehen wie lange das gut ginge wenn ich mein Gesicht in der Öffentlichkeit verhüllte.

      • peter meier sagt:

        sicher können sie eine kirche gründen und ein canabisblatt daran anbringen. sie müssen bloss die bauordnung der gemeinde einhalten und der thc gehalt darf nicht zu hoch sein

      • Paul Levi sagt:

        Religiöse Symbole gehören nicht in die Öffentlichkeit? Wieso nicht? Es hat ja überall Kreuze und Kirchen und das stört überhaupt niemand. Klar können Sie ein Cannabisblatt auf ein Gebäude anbringen. Die Schweiz ist das sehr liberal.
        Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie doch Ihr Gesicht in der Öffentlichkeit verhüllen. Wen sollte das stören? Jemand mit Kappe und Halstuch verhüllt sich ja auch. Wenn ich will, kann ich mit einem Spiderman-Kostüm rausgehen. Das ist ja eben der Vorteil von einem liberalen Staat. Die soll nun zerstört wegen und nur aus reiner Symbolpolitik.

  • H.Trickler sagt:

    Natürlich würde die Schweiz wegen ein paar Minaretten und Burkas nicht untergehen. Es geht gar nicht darum: Man muss rechtzeitig Zeichen setzen!

    • Paul Levi sagt:

      Also lieber sinnlose Zeichen setzen, als etwas richtiges zu machen. Was genau hat das Zeichen gegen die Minarette gebracht? Mit Ausgrenzung erreicht man gar nichts.

      • H.Trickler sagt:

        Das Minarettverbot hat der ganzen Welt gezeigt dass es ein Problem ist, wenn in islamistischen Staaten christliche Kirchen verboten sind.
        Es ist also keinesfalls sinnlos.

        Was wäre denn nach Ihrer Meinung das Richtige, das noch besser wirkt (abgesehen vom frommen Hoffen auf Besserung)?

        • Sportpapi sagt:

          „Das Minarettverbot hat der ganzen Welt gezeigt dass es ein Problem ist, wenn in islamistischen Staaten christliche Kirchen verboten sind.“
          Ah ja? Wenn das jemand wahrgenommen hat, dann hat er eigentlich nur gemerkt, dass Verbote offenbar der richtige Weg sind. Wenn schon die liberale Schweiz zu solchen Massnahmen greift.

  • theodor Rickli sagt:

    „Frauen an den Herd“, „Den Frauen kein Stimmrecht“ etc. so tönten die Blocheristen in unserem Land. Da brauchten die Frauen kein Kopftuch, sie wurden auch so unterdrückt. Lange Zeit wurden Frauen in den Parlamenten gar nicht gesehen und später ausgelacht. „Hirnlappen auf der andern Seite“ meinte einer der bekannten NR der SVP mal in der Presse. Ich kann mir vorstellen, dass es die gleichen Schreiberlinge sind, die sich hier ereifern. Sie wollten schon mal die Chiletürmli verbieten – brachte überhaupt nichts. Zudem hatten wir das früher auch bei dem „Zweikampf“ der Religionen kath gegen ref. Bei diesen Leuten ändert sich nichts im Kopf.

  • Peter Kyburz sagt:

    ja, die Begegnung mit einer Burkaträgerin löst mehr als nur Unbehagen bei mir aus. Die Burka – und das, für was sie letztendlich steht – gehört nicht in unsere Gesellschaft; und es gehört zu unserer politischen Kultur, dass wir letztendlich selber bestimmen, was wir als Gesellschaft tolieren wollen, und was nicht.

    • tigercat sagt:

      Nur weil das Burkatragen bei Ihnen Unbehagen auslöst, heisst das nicht, dass es verboten werden soll. Es gibt so manches, das mir bei Schweizern Christen Unbehagen auslöst und trotzdem sehe ich keinen Anlass, dies verbieten zu wollen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

      • gabi sagt:

        So lange das „Tierchen“ jedwelches Pläsierchen Anderer ebenso toleriert… Wieso nicht?

        Wenn dieses „Pläsierchen“ aber genau darin besteht, alle anderen als minderwertig auszugrenzen, die sich nicht zur gleichen Gattung „Tierchen“ bekennen, dann IST das nicht einfach bloss irgend ein „Pläsierchen“

        Und übrigens finde ich es in diesem Zusammenhang auch immer seltsamer, von einer Freiheit zu sprechen, dass man sich doch kleiden könne, wie man wolle.

        Dem wäre so, wenn sich die Betroffenen heute mal mit Burka, morgen aber mal mit Zöpfen und Fellmütze oder mit Turmfrisur zeigen könnten, wenn´s ihnen gefällt.

        Aber darum geht´s ja eben nicht. Sondern darum, dass sie nur noch diese EINE Form leben dürfen wollen.

        „Freiheit“ ist was Anderes.

        – Was GANZ Anderes!

  • Geiser Hansruedi sagt:

    So ein Unsinn zu behaupten die Schweiz habe kein Burkaproblem. Die Burka ist nun ganz klar ein Zeichen der unterdrückten Frau. Soll mir doch keiner erzählen diese Frauen würden die Burka wirklich freiwillig tragen. Es werden immer mehr. Machen wir es wie in Frankreich: Burkaverbot. Dieses wurde sogar vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anerkannt. Warum wohl? Weg mit der Burka. Aber auch mit der Vermummung allgemein. Denn sie erleichtert kriminelle Taten.

    • Paul Levi sagt:

      Wenn Sie die unterdrückte Frau helfen wollen, wieso muss dann die unterdrückte Frau bestraft werden? Nebst der Unterdrückung vom Mann, muss sie auch noch eine Busse bezahlen. Super, das ist eine echte Hilfe.
      Es werden immer mehr? Werden Sie das? Ich habe noch nie eine Burka-Trägerin ausserhalb von Interlaken gesehen. Wo sind diese vielen Burka-Trägerinnen?
      Eine Vermummung erleichtert kriminelle Taten. Wird dann also ein Krimineller auf die Vermummung verzichten? Der Kriminelle will sich ja nicht strafbar machen.

  • willi mosimann sagt:

    Die Schweiz hatte auch kein Minarett Problem, dennoch wurde die Initiative angenommen. Die Ewiggestrigen werden es auch diesmal schaffen mit Angst und Horrorszenarien die Wähler einzuschüchtern (Beispiel die zur Schaustellung der Burka auf dem Bundesplatz, inkl. dem Sprengstoffgürtel). Der SVP sei Dank

  • Marcel Schmid sagt:

    Solange wir in islamischen Ländern in westlicher Kleidung sowie Badehose und Bikini rumlaufen können.. sehe ich auch kein Problem, wenn jemand hier in islamischer Kleidung rumläuft, insbesondere bei Touristen nicht. Jedoch nur, wenn sich diese Personen auch an die hiesige Verfassung sowie Gesetze halten. Was bei radikalen Islamisten eindeutig nicht der Fall ist.. welche deshalb in der CH auch klar nichts zu suchen haben! Und bezüglich Patriachat sowie Gleichstellung.. Würde man denselben Massstab den einige auf die Muslime anwenden auf die gesamte CH Gesellschaft sowie alle Religionen übertragen.. müsste man wohl mehr als 30% der CH Bevölkerung kritisch hinterfragen.. und zwar nicht nur Ausländer!

    • Paul Levi sagt:

      Gab es denn schon mal eine radikale Islamistin in der Schweiz die eine Burka trug und gegen unsere Verfassung und Gesetze verstiess? Die meisten sind doch harmlose Touristen, die brav erst bei Grün über die Strasse laufen.

      • Martin Frey sagt:

        „Gab es denn schon mal eine radikale Islamistin in der Schweiz die eine Burka trug und gegen unsere Verfassung und Gesetze verstiess?“
        Wie wäre es mit Nora Illi?

        • Kurt Schwob sagt:

          Bravo, Herr Frey, Sie haben die eine Frau gefunden. Und für die wollen wir jetzt einen neuen Artikel in die Bundesverfassung nehmen? Für die, und allenfalls drei weitere, würde es genügen, sie bei Kontrollen zum Lüften des Schleiers aufzufordern.

        • Sportpapi sagt:

          Gegen welche Gesetze hat Nora Illi verstossen?

          • Martin Frey sagt:

            Was mir gesichert einfällt, SP: Verstoss gegen das Burkaverbot im In- und Ausland. Der Rest (Unterstützung dschihadistischer Gruppen u.ä) ist wohl noch hängig… wie beim Rest des IZRS auch.

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Sie hat also gegen diskriminierende Gesetze protestiert, indem sie gegen eben diese verstossen hat, und ist damit quasi kriminell?
            Sie merken aber schon, dass Sie gerade einen Zirkelschluss betreiben?

          • gabi sagt:

            Wenn ich mit Gruppen und Einzelpersonen zu tun habe, welche die geltende gesellschaftliche Ordnung überwinden wollen und sich selber als über den Gesetzen stehend betrachten, wie das N. Illi ja grad kürzlich erst selber bestätigt hat…

            Dann soll ich als Staat erst warten, bis sich ganz, ganz viel davon zeigen?

            Wie plemm-plemm ist denn das, bitte?!

            kurier.at/chronik/wien/wien-burka-aktivistin-sprach-in-moschee-gegen-rechtsstaat/300.340.913

  • Martin Frey sagt:

    Ja, die Burkas/Niqabs sind in der Schweiz noch kein flächendeckendes Phänomen. Aber es wird zunehmen, wie auch die Dominanz des aggressiven politischen Islams weltweit zunimmt. Trotzdem besteht offenbar neu links der Mitte das Mantra „wir haben abgesehen von Genf und Interlaken keine Burkas, daher auch kein Problem“. Abgesehen davon, dass mich wundernimmt, woher die Schönredner der Thematik ihr Zahlenmaterial hernehmen, ist dies genauso sachfremd und kurzfristig denkend wie die andere Seite, die denkt, mit einem Burkaverbot löse sie das Problem des politischen Islams. Ein sinnvoller, venüftiger Gegenvorschlag wäre wohl angemessen gewesen, wie er bei der no Billag Vorlage angemessen gewesen wäre. Zu meinen, sich einer Thematik nicht stellen zu müssen, war noch nie zielführend.

    • Paul Levi sagt:

      Die Burkas werden zunehmen? Diese Annahme entbehrt jeglicher Grundlage. Es ist doch eher so, dass sogar Saudi-Arabien in letzter Zeit etwas liberaler wird und somit könnte es auch sein, dass dort weniger mit Burka raumlaufen.
      Die Dominanz des aggressiven politischen Islams nimmt weltweit zu? Ist das wirklich so? Jetzt wo der IS ziemlich am Boden liegt, das Internet besser kontrolliert wird, verliert es ziemlich an Attraktivität. Auch diese Aussage entbehrt jeglicher Grundlage.
      Es gibt keinen vernünftigen Gegenvorschlag, deshalb wurde auch keiner gemacht.

      • Martin Frey sagt:

        Ihre Aussagen entbehren jeglicher Grundlage, Herr Levi. Ansonsten wären Ihnen die innerislamischen Konflikte, verbunden mit der zunehmenden Dominanz wahhabitischer Strömungen in der ganzen islamischen Welt, von Malaysia bis Kosovo, zumindest ansatzweise geläufig. Es findet in den meisten Ländern dieser Welt mit relevanten muslimischen Bevölkerungsanteilen in den letzten Jahrzehnten eine systematische Reislamisierung statt, andere liberalere, nicht dem politischen Islam sunnitischer Prägung werden dabei vor sich her getrieben und teils richtiggehend aufgerieben.
        Das Kalifat als nun zerstörte salafistische Vision einer Endlösung hat damit nichts direkt zu tun.
        Machen Sie zuerst ihre Hausaufgaben, bevor Sie sich derart äussern, Herr Levi.

        • Martin Frey sagt:

          „…nicht dem politischen Islam sunnitischer Prägung entsprechende Glaubensformen..“ heisst es natürlich.
          Sinnvolle Gegenvorschläge würden auf der Hand liegen Herr Levi. So (zb analog einem jüngsten Vorschlag der deutschen Innenminister) gäbe es diverse Varianten für ein limitiertes Verbot für religiöse Verhüllungen zb auf Ämtern, im öffentlichen Dienst, in Schulen, oder schlicht in jeder öffentlichen Funktion sowie im Kontakt mit Leuten in öffentlichen Funktionen.
          Diese Varianten wären alle massvoll, sinnvoll, nicht diskriminierend, die Glaubensfreiheit nicht tangierend. Und würde sehr wohl einen Fortschritt bedeuten. Aber das will wohl niemand. Weder von der Schönredner- noch der Scharfmacherseite.

          • Kurt Schwob sagt:

            Von der Scharfmacherseite gewiss nicht – und genau genommen: Von den BEIDEN Scharfmacherseiten. Genau deswegen ist das ein vernünftiger Vorschlag. Es gilt, in erster Linie den Scharfmachern einen Riegel zu schieben.

          • Sportpapi sagt:

            Bei solchen Gegenvorschlägen würde kaum jemand widersprechen.
            Wobei – vieles ist doch heute schon so.

          • Martin Frey sagt:

            „Bei solchen Gegenvorschlägen würde kaum jemand widersprechen.
            Wobei – vieles ist doch heute schon so.“

            Das stimmt so nicht, SP. Nichts von dem ist auf Gesetzes- oder Verordnungsebene wirklich umgesetzt, zumindest nicht auf eidgenössischer Ebene. Zudem, weshalb nimmt dann niemand so etwas naheliegendes auf, wenn doch ‚kaum jemand widersprechen würde‘?
            Keine der Parteien, von ganz links bis ganz rechts, der Bund offenbar schon gar nicht, scheinen nur das geringste Interesse daran zu haben, das leidige Thema in halbwegs vernünftige Bahnen zu lenken. Womit der Weg geebnet sein dürfte für ein landesweites Burkaverbot à la Wobmann….

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Wo gibt es in der Schweiz beispielsweise eine Lehrerin mit Kopftuch?
            Aber konkret, ein Burkaverbot wird vermutlich eine deutliche Mehrheit finden (sind ja alle selbst nicht betroffen), also besteht von Seiten der Befürworter kein Grund, zu einem Kompromiss Hand zu bieten. Und von Seiten der Gegner auch nicht. Denn da sieht man ja kaum Handlungsbedarf. Eben, weil man da, wo es Probleme gibt, längst Massnahmen ergriffen hat.

          • Martin Frey sagt:

            „Denn da sieht man ja kaum Handlungsbedarf. Eben, weil man da, wo es Probleme gibt, längst Massnahmen ergriffen hat.“
            Hat man das, SP? Wo denn, und welche? Zb im Schuldienst?
            Das können Sie ja besser beurteilen als ich…

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: „Wo denn, und welche? Zb im Schuldienst? Das können Sie ja besser beurteilen als ich…“
            Warum behaupten Sie dann immer wieder Sachen, die sie offenbar gar nicht beurteilen können. Noch einmal: Wo sind die Frauen mit Kopftüchern im Schuldienst, die nicht Nonnen sind?
            Aber man kann sich auch mit einer kurzen Recherche schlau machen, was zum Thema gerade diskutiert wird.

          • Martin Frey sagt:

            Ich behaupte, wieviele Frauen mit Kopftuch in der CH unterrichten, wissen Sie sowenig wie ich, SP. Darum weichen Sie auch aus, und spielen den Ball zurück.
            Mich würden die Massnahmen interessieren, die gemäss Ihnen ja angeblich ergriffen wurden. Sei es, wenn es um gemeinsames Lernen, Turnen, Schwimmen, Klassenlager u.ä geht. Oder seien es andere Dinge, die Integration oder Religion tangieren.
            Aber auch da kommt von Ihnen nix.

          • gabi sagt:

            Dass dieses Kopftuch für das Unheil steht, dass so gerne mit dem Scheinbegriff „Islamismus“ zu fassen versucht wird, kann jedem sonnenklar sein… Wenn er sich denn mit dem Thema beschäftigen will!

            Es ist durchaus kein Zufall, dass genau dieser Streit eine der wichtigsten Wegmarken der Türkei auf dem Pfad in die religiös-verklärte Unvernunft, die Willkür und die Gewalt, markiert. Ich darf hier mal erinnern:

            http://www.spiegel.de/politik/ausland/verfassunggerichts-urteil-tuerkei-steuert-in-kopftuch-krise-a-557994.html

            http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/necla-kelek-ueber-das-kopftuchurteil-und-selbstbestimmung-13516184.html

            Wieso genau soll das Resultat einer noch grösseren Toleranz diesem Irrsinn gegenüber, hier bei uns plötzlich zu einem anderen Resultate führen, bitte!?

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Wenn Sie Behauptungen aufstellen, ist es an Ihnen, das zu belegen.
            Meine Aussage war, dass für konkret auftretende Probleme in der Regel Lösungen gefunden werden. Ist ja bezeichnend, dass wir diesbezüglich ernsthaft um die Verweigerung eines Händedrucks von zwei Schülern diskutieren können. Offenbar gibt es keine grösseren Probleme.
            Und die Probleme bei gemeinsamem Lernen, Turnen, Schwimmen: Wie viele Muslime haben denn da wirklich Probleme? Bekannt ist ja, dass mehr gläubige Christen den gemeinsamen Schwimmunterricht verweigern als Muslime. Aber ist halt nicht so ein Aufreger, oder?

      • lina sagt:

        Herr Levi träumen sie weiter, wenn sie erwachen ist es zu spät. Burka weg geht uns in der Schweiz nichts an es ist unser Land noch….

  • Roland K. Moser sagt:

    Diese Woche war eine mit Kopftuch und voll eingepackt am trainieren. Hier in der Schweiz, am 4. Januar 2018.
    Ich schreibe es gerne: Die Burka ist noch kein Problem. Sie wird es aber, wenn wir den Islam nicht verbieten.

  • Beppie Hermann sagt:

    Uninteressant, wieso Muslimas in Beduinenkleidern aus bibl.Zeiten herumlaufen, es gibt keinen relig.Grund dazu, keine Sandstürme od.staubige Stallarbeiten, u.unsere Männer sind idR keine Lustmolche. All diese frühzeitl.Sitten+Verhüllungen von Burkini-Burka dienen einzig der Diskriminierung der Frau, markieren Abgrenzung, verunmöglichen Integration, freie Berufswahl usf. Manch einer möchte gern nackt einkaufen gehen. Er tut das aus Rücksicht nicht, weil man einfach eine erhebliche Mehrheit der Gesellschaft nicht brüskiert. Morgenländische Zustände wie in GB, NL usf wollen wir nicht, zumal das dort auch irgendwann mit unseliger Toleranz in eben solch vermeintlich belanglosen Dingen anfing. Es ist an den Muslimen, ihren arch.Ballast abzulegen, sie haben diesbezüglich 0 Anspruch auf Akzeptanz.

  • Leila Burr sagt:

    Eine Burkaträgerin grenzt sich bewusst ab von den andern Frauen, genauso wie die Burkiniträgerin am Strand. Sie will zeigen: „Ich bin Muslimin, und ich verberge meine Weiblichkeit, weil es falsch ist, sie öffentlich zu zeigen, sie gehört allein meinem Mann“ (der oft mehrere Frauen hat). Eine solch rückständige Gesinnung wollen wir nicht, wir haben Aufklärung und Reformation hinter uns. Burkas stehen auch für Kinder- und Zwangsheiraten sowie für Verstümmelungen an Mädchen. Eine Burkaträgerin will sich bewusst nicht in unser Berufsleben integrieren, denn sie und ihr Mann wissen genau, dass niemand eine Burkaträgerin einstellt. Aufgeklärte Musliminnen wie Frau Keller-Messahli sind für das Burkaverbot, weil sie die Gesinnung dahinter kennen.

    • gabi sagt:

      Voll bei Ihnen!

      Wie sehr es dabei gar nicht mal um einen echte Haltung, sondern wirklich nur um Abgrenzung und Bestätigung gegenüber der eigenen Gruppe geht, macht dieser Artikel schonungslos klar:

      http://www.jetzt.de/das-biber/heimlich-auf-haram

      Dieser Beitrag könnte vorschnell von Lesern zum Anlass genommen werden, sich darin bestätigt zu sehen, dass dann ja eigentlich alles halb so schlimm sei.

      Das genaue Gegenteil trifft zu.

      Wer dies begreifen will, landet früher oder später bei einem der wichtigsten Rituale der Hadsch:

      Die Säulen von Minah; die rituelle Steinigung Satans.

      Das Böse ist immer nur ausserhalb von mir und meiner Gruppe. Daher ist es umso wichtiger meiner Gruppe zu beweisen, dass ich Teil von ihr und nicht des Bösen bin; also das böse „Aussen“ bekämpfe.

  • Sarah Baumeler sagt:

    Keine Kleidervorschriften durch den Staat? Nehmen wir mal an, Nudisten würden sich im Sommer ausserhalb ihrer Strände bewegen: in Städten, Dörfern, in Bus und Bahn und am Arbeitsplatz. Wie lange würde es wohl dauern, bis das verboten würde?

    • Sportpapi sagt:

      Das stimmt und ist eigentlich auch falsch.
      Die Parallele wäre aber eher, wenn man alle Frauen zwingen würde, im Bikini oder oben ohne ins Bad zu gehen, weil man das „bei uns so macht“.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Ich kann mich nicht erinnern in der Schweiz jemals eine Burkaträgerin in Natura gesehen zu haben, also können wir kaum ein echtes Burkaproblem haben. Hingegen lese ich fast jede Woche von als Fussballfans oder anderes getarnten, vermummten Gewaltkriminellen die randalieren und hohe Sachschäden verursachen. Daraus schliesse ich, dass wir tatsächlich ein echtes Vermummunsproblem haben. Auch als Uralt-Links-Grüner bin ich deshalb für ein Vermummungsverbot, damit sich Gewaltkriminelle weniger gut der Verantwortung entziehen können. Aber das Burkaverbot trägt das falsche Etikett, ist populistisch und kommt aus der Wobmannschen SVP-Schmudelecke und das missfällt mir zu tiefst.

    • Martin Frey sagt:

      „Auch als Uralt-Links-Grüner bin ich deshalb für ein Vermummungsverbot..“
      Dann beginnen Sie doch mal mit dem 1. Mai. Oder mit der Hausbesetzerszene, den Antifa mit ihren Tanz- und Abendspaziereinlagen. Dann können wir immer noch den Bogen zur Südkurve machen, die Szenen sind nämlich weitgehend überlappend. Oder anders gesagt, Ihr uralt-links-grünes Fussvolk Herr Belser. Bitte übernehmen Sie…

  • Ueli Birnstiel sagt:

    Müsste der Titel des Artikels nicht anders lauten:“ Die Schweiz hat NOCH kein Burkaproblem.“ ?
    Analog des Kleingedruckten in einem Finanzprodukt Prospekt: „Die aktuelle Performance stellt keine Garantie für die Zukunft dar.“

    • gabi sagt:

      Genau.

      Kann ich Ihnen aus der Hauptstadt des östlichen Nachbarlandes leidvoll bestätigen.

      … Und nein: natürlich ist das Burkaverbot alleine noch keine Lösung gegen den immer unverschämter auftretenden Extremismus.

      Dennoch bin ich froh, bin ich im Supermarkt, ein paar Hundert Meter von mir entfernt, nicht mehr mit einem schwarz verhüllten (vollverhüllten, inkl. Handschuhe; also nicht mal Öffnungen für die Augen, nur Gaze!) Gespenst konfrontiert, das stets von ihrem stechend herumblickenden bärtigen Gebieter mit Kurzwasserhosen begleitet wird.

      Es ist trotzdem ein erster Schritt.

      Der nötige Zweite wäre, sich des Einflusses der türkischen „Religionsbehörde“ und saudischer Geldgeber zu entledigen.

  • Lydia Warmbrodt sagt:

    Natürlich habe ich ein Burka Problem. Ich möchte keiner Frau oder Mann unter einer Burka begegnen, denn Vermummte sind für die Spezialpolizei geeignet , die für Sicherheit für unser Land sorgt. Hingegen die Burka bringt Angst und Schrecken in unser Land und gehört nicht in unsere Kultur. Es ist auch in keiner Religion unterstellt. Wenn Frau Sommaruga glaubt; dass die Frauen von ihrem Mann gezwungen werden ist nur teilweise richtig, denn diese arabische Frauen gehören zu Salafisten , die Ihre Männer im Gefängnis vertreten. Wenn kein Verbot der Burka gibt, werden wir Banküberfall, Räubereien und Vergewaltigungen und zwar mit Burka, erdulden müssen. Arme Schweiz, lässt sich von den reichen Arabern erpressen!!!

  • Rolf Haecky sagt:

    Wir leben in einer Gesellschaft der Aufgeregten und Verängstigen, die immer neue Verbote fordern, die so mehr und mehr Verantwortlichkeiten an den Staat delegieren. Daher ist Camilla Alabors Appell richtig, Aber sie irrt sich: Der Staat erlässt Kleidervorschriften – sie soll mal nackt durch die Stadt flanieren … Der Zwang zum Tragen einer Burka ist nichts als ein Machtgehabe der Männer – nirgends Im Koran in der Form befohlen. Und: Wer sich verhüllt, grenzt sich aus und verneint die hiesige Gesellschaft und deren Werte. Das weckt Ängste. Ein Burka-Verbot wird nichts dazu beitragen, dass sich Muslime mit unserer Kultur auseiandersetzen. Weit besser als ein Verbot wäre, offen und selbstbewusst für unsere religiösen, kulturellen und politischen Wete einzustehen. Und Respekt einzufordern.

    • gabi sagt:

      „… ist nichts als ein Machtgehabe der Männer… “

      Da mache ich inzwischen (!) eine grosse Klammer auf. Denn die Masse an gläubigen Frauen, die sich dem noch so gerne fügen wollen (und z.T. sogar noch ostentativer ihr züchtiges Kopftuch tragen, während sie selbst heimlich tun und lassen, was ihnen passt – siehe den unten verlinkten Biber-Beitrag!), hebeln das Argument sofort aus.

      Viel wichtiger ist der Rest Ihrer Anmerkungen:

      Sich NICHT integrieren WOLLEN.

      Wie lautete der Anfang einer der klügsten Artikel nach Bataclan?

      „Es geht hier nicht um misslungene Integration, sondern um gelungene Desintegration.“

      Wir haben diese Integration zu fordern und jedes Mosaiksteinchen, das der Segregation dient, zu bekämpfen.

      … Gerade auch im Interesse der offenen Muslime!

      • Sportpapi sagt:

        Integration fördern macht man mit positiven Zeichen, mit offenen Armen.
        Nicht mit Ausgrenzung und immer neuen Verboten.

        • Martin Frey sagt:

          „Integration fördern macht man mit positiven Zeichen, mit offenen Armen.“

          Da bin ich 100% einverstanden, SP.
          Nur funktioniert das ausschliesslich bei integrationswilligen Menschen. Denn Integration ist keine Einbahnstrasse, es ist ein Geben und Nehmen, ein Fördern und Fordern. Anders funktioniert das nicht.
          Vertreter des politischen Islams jedoch sind Integrationsverweigerer, von Natur aus. Daher braucht es eben auch Regeln, Grenzen, und ja, manchmal auch Verbote. Womit ich aber nicht unbedingt die Wobmann’sche Vorlage meine.

          • Sportpapi sagt:

            @Martin Frey: Regeln, Grenzen und Verbote sind da sinnvoll, wo es ohne sie nicht geht.
            Aber sicher nicht, wenn man damit nur ein Zeichen setzen möchte und keinerlei Wirkung erzielt.

          • Martin Frey sagt:

            „Aber sicher nicht, wenn man damit nur ein Zeichen setzen möchte und keinerlei Wirkung erzielt.“
            Einverstanden. Dito für die Minarettinitiative.

          • gabi sagt:

            Und zu Martin Frey noch:

            Es wird ähnlich schwierig wie beim westlichen Kunstwort „Islamismus“ (dessen Sinnlosigkeit sich schon daraus ergibt, dass sich, in Dekaden des Bestehens dieses Verschleierungswortes, kein Einziger der so bezeichneten JE selber so benennt, sonder stets nur als „guter“, „wahrer“, „rechtgläubiger“ Muslim), wenn nun „Vertreter des politischen Islam“ als Gottstehunsbei definiert werden.

            Die Eltern des besten Freundes meines Sohnes würden sich niemals so bezeichnen. Dennoch sehe ich klar, wo ihre Haltung hin führt, wenn sie bereits peinlichst berührt sind, wenn ich nur schon nachhake, wie´s denn steht mit Schwimmunterricht für die Tochter, mit gemischten Lagern, mit der Vorstellung einen Nichtmuslim zu heiraten, mit Sex vor der Ehe… etc., etc., etc..

  • gabi sagt:

    Alleine die Unmöglichkeit, durch das Kunstwort „Islamismus“ irgendwie jenes Bedrohliche vom einem Islam absondern zu können, an den wir ja alle gerne geglaubt hätten, sollte uns doch etwas mehr zu denken geben, als nach Jahren der falschen Toleranz einfach nur nach noch mehr falscher Toleranz zu rufen.

    Überhaupt… Um nach Jahrzehnten des Wegguckens wieder mal dran zu erinnern: Sollte Religion bei uns nicht ursprünglich Privatsache sein?

    Was stimmt denn nicht mit dieser Religion, die ständig darauf beharrt, welche Halal-Extrawurst für sie in Öffentlichkeit und Gesellschaft zu gelten hätte?

    Nein. Es liegt eben nicht an uns, sondern an der Absurdität und dem Kontrollwahn dieses gefährlichen Glaubenskonstrukts.

    by the way:
    https://www.jetzt.de/das-biber/heimlich-auf-haram

  • gabi sagt:

    Ich weiss nicht genau, wie naiv sich gewisse Menschen das Kippen einer Gesellschaft vorstellen.

    Es ist ein schlechter Witz, sich ausgerechnet die Unterwanderung durch zutiefst undemokratische Strukturen nur quasi-demokratisch vorstellen zu können.

    So im Sinne von: „Sind ja noch längst nicht einmal annähernd 50%!“

    Mind. 50% + 1 benötigt man eben nur in einer Demokratie!

    Um eine Gesellschaft zu kippen, benötigen Sie bloss eine kleine, aber fanatisch gewaltbereite Minderheit, welche von einer etwas grösseren Gruppe (die aber immer noch fernst der Hälfte ist) toleriert wird. Siehe Machtergreifung 33, siehe Oktoberrevolution, etc.

    Wer das nicht kapiert, sollte einfach mal Bilder aus Kairo beim Begräbnis Nassers ansehen: Wie sind all die Unverschleierten wohl verschwunden?

  • Patrick Althaus sagt:

    Die Schweiz hat kein Burkaproblem. Aber soll sie warten, bis sie eines hat? Wie oft ein Sachverhalt auftritt ist in der Rechtsetzung nicht relevant. Sonst könnte man auch ganz andere Regelungen aufheben, weil sie selten vorkommen. Es ist also ein Schein-Argument, wenn man das ganze als mengenmässig vernachlässigbares Problem abtut. Damit will man einer Debatte über den Inhalt ausweichen. Ebenso wenig hilfreich ist es, ein Burkaverbot abzulehnen mit dem Verweis, dass das Problem damit nicht gelöst werde. Als ob mit einem zusätzlichen Verfassungsartikel immer eine Gesamt-Lösung erzielt wird.

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