Kinder kosten, schaden und bringen nichts

Politblog

Wie viel besser wäre die Welt ohne sie! Kinder am ersten Schultag in Zürich-Affoltern. Foto: Sabina Bobst

Die Welt ist gross und verwirrend. Im «Tages-Anzeiger» heisst es am Donnerstag, dass die UBS ihren Vaterschaftsurlaub ausbauen möchte. «Jüngere Mitarbeiter wollen mehr Flexibilität», sagt ein Banker. In «20 Minuten» kündigt Vujo an (er ist offenbar in jene Schweizer Prominentenkategorie aufgestiegen, in der man auf Nachnamen verzichten darf: Emil, Polo, Vujo), dass er mit seiner 24-jährigen Freundin, die momentan noch Jus studiert, zehn Kinder haben möchte. Wahrscheinlich hat Vujo ein Angebot von der UBS. Und wahrscheinlich hat Vujo, safe guess, die NZZ nicht gelesen, die ebenfalls am gleichen Tag eine Seite mit folgendem Titel brachte: «Kinder sind ein Ego-Projekt».

Wer die Seite gelesen hat, die ganze, der kann eigentlich nicht anders, als sich zu entschuldigen.

Es tut mir leid, liebe NZZ. Ich habe zwei Söhne. Und ich habe mir nichts dabei gedacht.

Kinder als Klimasünde

Das schlechte Gewissen nimmt während der Lektüre Zeile um Zeile zu. Die Autorin beginnt mit Ökonom Reiner Eichenberger. Der sagt: «Rein finanziell betrachtet, kostet ein Kind die Gemeinschaft im Durchschnitt mehr, als es ihr bringt.» Die Nettobilanz pro Kind: negativ. Sorry!

Und dieses Kind kostet nicht nur, es schadet sogar (in meinem Fall: doppelt). Eine Forschergruppe in Schweden hat herausgefunden, dass nicht Kontinentalflüge oder Rindsfilets aus Argentinien unsere grössten Klimasünden sind. Sondern: meine Söhne. «Ein Kind ist die mit grossem Abstand höchste Umweltbelastung, die ein Mensch auslösen kann.» Für die NZZ-Autorin ist klar: Weniger ist mehr. «Ist es – gerade in der Schweiz – für das Individuum und seine persönliche Lebensgestaltung nicht besser, dass der begrenzte Raum, die begrenzten Ressourcen sich auf eine kleinere als auf eine grössere Zahl von Einwohnern verteilen?» Sie meint Ja, auch «aus liberaler Sicht».

Vorbild China

Sollte man also tatsächlich den ungehörigen Gedanken in sich tragen, ein Kind auf diese Welt zu bringen und damit die Lebensqualität von uns allen (und besonders von NZZ-Redaktorinnen) aufs Spiel zu setzen, sollte man vorher einen «unverstellten Blick» ins Innere werfen. Bin ich für Kindererziehung geeignet? Habe ich den richtigen Partner? Denn, aufgepasst, gescheiterte Paarbeziehungen kosten uns alle wieder viel Geld (dazu sei ergänzend die Lektüre der «Weltwoche» empfohlen, die ebenfalls am Donnerstag schreibt, der Sozialstaat sei schuld an den vielen alleinerziehenden Müttern. Vielleicht sollte dieser Sozialstaat auch einmal einen «unverstellten Blick» in sein Inneres werfen).

Wir fassen zusammen: Kinder schaden. Kinder kosten. Kinder nehmen Platz weg. Kinder bringen nichts. Und falls es denn wirklich, wirklich!, notwendig sein sollte, zur Selbstbefriedigung seines Egos ein solches KIND auf die Welt zu bringen, dann wäre es gut, wenn die Eltern dieser verabscheuungswürdigen Kreaturen zumindest vernünftige, gut ausgebildete und vermögende Menschen wären (und nicht Vujo heissen).

Vielleicht müsste man in diesem Zusammenhang auch an die Chinesen denken. Die machen es nämlich richtig. Eine Familie, ein Kind (höchstens). Wäre vielleicht auch ein gutes Modell für die Schweiz. So aus liberaler Sicht.

101 Kommentare zu «Kinder kosten, schaden und bringen nichts»

  • Daniel Hofstetter sagt:

    Praktisch alle Industrieländer haben eine Geburtenrate von unter 2. Um den Bestand an Menschen zu erhalten braucht man aber min. 2.3. Da müssen wir also nach Afrika und in die meisten asiatischen Länder schauen die immer noch die Industrieländer kompensieren. Aber das Thema darf man nicht anfassen. Dann bleibt noch die Industrie, die gierig nach Wachstum strebt und somit auch Man-Power benötigt und dem ganzen Auftrieb gibt. Übrigens haben die Chinesen die Ein-Kind-Politik gelockert. Also alles beim alten. Thema erledigt.

    • Gerhard Engler sagt:

      Und wieso wollen Sie mir verbieten, dieses Thema anzufassen?

    • Monique Schweizer sagt:

      Hofstetter: 2.1 Kinder pro Frau ist die notwendige Reproduktionsrate um eine Gesellschaft stabil zu halten.
      2010 waren es weltweit 2.6 K/F und zw. 1970-75 sogar noch 4.7 K/F weltweit!
      Die 2.1 müssten erreicht werden und diese möglichst weltweit gleichmässig verteilt.

      • Kristina sagt:

        Sehr geehrter Herr Loser, Sie ,ommentieren hier hervorragende und mutige Worte eines NZZ Journalisten! (Hätte dem Tagi selbst ja auch einfallen können, einmal nicht nur links und familienfreundlich zu berichten). Doch zu Ihren eigenen Worten: Wie sagen Sie so treffend: „Ich habe zwei Söhne und mir nichts dabei gedacht.“ Hätten Sie vielleicht tun sollen. Das Denken. Dann hätten Sie sicher festgestellt, dass Kinder kosten – und zwar nicht nur Sie als Vater. Sondern die ganze Gesellschaft finanziert Ihre Vaterfreuden mit. Bitte haben Sie guten Gewissens Freude an Ihren Söhnen! Aber finanzieren Sie Ihre Familie von A bis Z selbst – ohne Kinderzulagen, bezahlten Urlaub für Mütter und jetzt auch am liebsten noch für Väter Kinderlose finanzieren sich Ihr Leben schliesslich auch selbst!

        • Erika sagt:

          Liebe Kristina, um Ihre persönliche Logik zu komplettieren, würde ich dann annehmen, dass „Kinderlose“ in dem Fall selbstverständlich auch ganz ohne staatliche Hilfe für Ihre Altersvorsorge aufkommen und sich auch nicht von den Kindern anderer in Altersheimen
          pflegen lassen. Ausserdem
          nehme ich an, dass Sie auch einmal ein Kind waren und in die Schule gegangen sind – da hoffe ich doch stark, dass Sie das Geld,
          dass Sie bis jetzt den Staat gekostet haben, wieder zurückbezahlt haben.

          • August Meier sagt:

            Liebe Erika,

            Wie sie aus der Altervorsorgedebatte sicher auch entnommen haben finanzieren immer weniger Arbeitende immer mehr Pensionierte. Das ganze System wäre schlauer wen jeder von Anfang an für sich sparen würde. Die dann spielende Selbstverantwortung würde mithelfen zu einem System zu kommen wo nicht permanennt quantitatives Wachstum und immer mehr Kinder nötig sind um das Leben zu finanzieren. Der Planet wird leider nicht grösser.

      • Esther Gislr Fischer sagt:

        Liebe Kristina
        Es war eine Journalistin namens Claudia Baer, welche sich so ultralibral in der NZZ geäussert hat.

  • Paul Levi sagt:

    Die Weltwoche hat schon ein bisschen recht. Früher konnte man sich eine Scheidung schlichtweg nicht leisten. Was waren das für schöne Zeiten. Egal wie man in der Ehe litt, man musste aus finanziellen Gründen zusammen bleiben. Und wer doch aufbegehrte und sich wehrte, der wurde administrativ versorgt.

    • Denker sagt:

      Ich hoffe doch sehr, dass sie nicht verheiratet sind. Oder ihrer denkweise zu urteilen schon über 90.
      Was ist dass denn für ein Argument, dass egal wie man in der Ehe leidet man aus finanziellen Gründen zusammenbleiben muss ???
      Natürlich wird Heute schnell beim kleinsten Problemchen geschieden, aber ich wäre doch lieber arm und alleine – dafür glücklich, anstatt wie früher am Herd und vom Sackgeld des Mannes abhängig und todunglücklich. Von andere ehelichen Pflichten wie man sie nannte – ganz zu Schweigen. Und wohlgemerkt- ich bin ein Mann.

      • Paul Levi sagt:

        Ich muss Ihnen absolut zustimmen. Es zeigt sich, dass es immer schwierig ist, einen ironischen Text zu schreiben. Ich fand es doch etwas plump, extra das Wort Ironie dazu zu schreiben.
        Ich bin nicht über 90, aber die Journalisten des SVP-Propagandablattes scheinbar schon.

      • Gerda Schuurman sagt:

        Werter Denker: Ihr Kommentar zeigt, dass Sie wohlwollend und schöngeistig sind. Leider ist arm und alleinsein keine Garantie um glücklich zu sein/werden. Die Generation unserer Grosseltern konnte nur wählen zwischen Verheiratet bleiben oder verhungern. Sowohl Mann als Frau.

      • Anna Meier sagt:

        arm und allein ist in Ordnung. Aber nicht leben auf Kosten aller anderen, weil man sich selber kein bisschen arrangieren will.

      • T. Widmer sagt:

        Herr Levis Kommentar war vermutlich ironisch gemeint.

  • Leo Klaus sagt:

    Rein theoretisch gesehen stimmt’s ja! Andererseits, unser Konsum, unsere Wohnungen, unsere Reisen, unser Leben, es ist alles nur Resourcenverbrauch (oder Verschwendung, je nach Ansicht).
    Am Besten lebt jeder in einer klitzekleinen Wohnung in einem riesigen Block in der Stadt, geht zu Fuss, hat keine Kinder, keine Haustiere, kein Ausgang, kein Konsum, keine Ferien, und das alles, nur wenn es sein muss. Man koennte ja sich auch umbringen 😉 Das wuerde enorm viel bringen, denn am Ende ist man eh tot, nicht wahr?
    Will die NZZ uns einer Art kommunistischen Dystopie empfehlen? Natuerlich nicht, sie will nur, dass man halt gar keinen Sozialstaat hat, damit man die Steuern (fuer die Reichen vor allem) abschaffen kann.

    • Hans Hasler sagt:

      Steht irgendwo bei der NZZ, dass wir in klitzekleinen Wohnungen leben sollen, ohne Haustiere, Ausgang, Konsum? Nein. Steht dort nicht. Wieso erfinden Sie denn diese Aussagen? Der Fake-News willen? Weil wir alles kleine Trumps sind hier?

      • Philipp Müller sagt:

        Nein, das steht nicht explizit drin. Aber Herr Klaus beschreibt sehr witzig (wobei es ja eigentlich kein witziges Thema ist), wie es aussähe, wenn man den dem NZZ-Artikel zugrundeliegenden Gedanken konsequent zu Ende denken würde. Das, werter Herr Hasler, ist natürlich nicht jedem gegeben. Dass es der NZZ letztlich auch bei diesem Kommentar um die Einschränkung des Sozialstaat und um Steuersenkungen für die Reichen geht, trifft natürlich voll zu.

      • Joe Schweizer sagt:

        Nein Herr Hasler. Das steht so nicht drin. Aber wenn man ein klein wenig über den Artikel nachdenkt und sich sogar erlaubt den Ansatz gedanklich ein wenig weiter zu spinnen, dann muss man zum Schluss kommen, dass das Menschenleben an sich im höchsten Grade umweltschädlich ist. Demnach stellt sich die Frage: sollen wir denn nicht alle der Umwelt zuliebe sterben?

        • Hans sagt:

          Aber zu weit nachdenken dürfen Sie dazu aber nicht. Die Schlussfolgerung ist nämlich in keiner Weise logisch.
          Korrekt ist natürlich, dass jeder Mensch umweltschädlich ist. Wollen Sie das wirklich bestreiten? Was Sie aber nicht bedenken ist WIESO es Sinn machen soll Umweltschutz zu betreiben: Aus meiner Sicht, damit wir oder nachfolgende Generationen (ja die gibt es, auch wenn man Kinderkriegen als Ego-Projekt anschaut und nicht vor Dankbarkeit vor den Eltern in die Knie geht und die Füsse küsst) NICHT an einer kaputten Umwelt sterben. Sterben um nicht zu sterben macht aber keinen Sinn. Es macht aber Sinn auf ein zweites Kind zu verzichten um dem Ersten eine Überlebenchance zu geben!

  • Frank Sprecher sagt:

    Was noch im Artikel vergessen ging, sind Lehrer und Schulen, welche sowohl Kinder als auch Eltern vor sich herpeitschen.
    Ich spreche von „Lehrer“ und „Schulen“ und meine eine Minderheit. Aber es gibt die andern wohl und da kann man dann betroffen sein.

  • P Schumacher sagt:

    Hier ein weiterer Grund, warum es auch zukünftig dringend nötig sein wird, Kinder auf die Welt zu bringen, welche unsere Werte teilen. Ohne sie gäbe es niemanden mehr, der arbeitet und Steuern bezahlt, um für die Migranten die Sozialhilfe zu finanzieren. Selber sind sie ja nicht in der Lage und nicht gewillt, für sich zu sorgen oder gar einen Beitrag für das Wohlergehen unserer Gesellschaft zu leisten.

    • Hanspeter Fischer sagt:

      Sag ich doch Herr Schumacher,
      Das Neoliberale Dilemma,
      Die Kinder können noch nicht, die Pensionierten
      nicht mehr gewinnorientiert eingesetzt werden.

  • Dieter Jann sagt:

    Der NZZ-Artikel hat schon seine innere Logik. Keine Kinder mehr, dann geht es der Welt viel besser. Eine NULL-KIND-PRAXIS ist gefordert. Nach spätestens 100 Jahren ist dann das Problem Menschheit fast gelöst.
    Aber da ist ja noch das Problem China. Die hatten zwar die EIN-KIND-Politik, jetzt sind es eher ZWEI und etwas mehr.
    In der Logik der NZZ gibt es in ein paar Jahrzehnten nur noch Chinesen. Der Rest besteht dann aus kinderlosen und hungernden Rentnern aus dem Rest der Welt.

    • Rey sagt:

      Man sollte sich nicht dem schwarz-weiss Denken verpflichtet fühlen. Eine reife Haltung zeugt auch davon, dass man die Argumente der Gegner einfühlend ernst nehmen kann. Was haben uns die heutigen Eltern nicht alles vorgerechnet was ihnen die Kinder kosten und wie wertvoll sie für die Zukunft der Alten sind. Wenn da mal eine erfrischend andere Rechnung kommt, wieso gleich eingeschnappt sein.

  • Peter sagt:

    Es ist nun mal so, dass die Überbevölkerung für viele globale Probleme massgebend verantwortlich ist.

    • Markus Buchmann sagt:

      Lieber Peter, das stimmt einfach nicht. Verantwortlich dafür sind in erster Linie maßlose Gier und Dummheit. Und dies tritt halt bei Vielbevölkerung schonungsloser auf als bei niedriger Population.

  • Nick sagt:

    Bekomme ich als Kinderloser jetzt einen Orden? Eine Prämie? Ein Gratis-GA auf Lebenszeit? Vielleicht sogar endlich einen Ferrari? Aber dann bitte unbedingt ein Cabrio. Super Sache. Danke, NZZ

  • Armando Köppel sagt:

    Es gibt mindestens zwei Varianten:
    A) Keine Kinder, Zeit und Geld zum rumfliegen, rumfräsen, shoppen, sich vor allem mit Konsum definieren. Die Umwelt höchstens als Ferienziel ausnutzen, sich egoistisch nur um sich und seine Eigeninteressen scheren. Nur bis an die Nasenspitze zu denken und sich mit dümmlichen NZZ Artikeln auf die gepolsterte Schulter zu klopfen.
    B) Kinder zu haben, zusammen die Wunder der Welt zu entdecken. Die Kinder zu bescheidenen, verantwortungsvollen und bewussten Menschen zu erziehen. Empathie lehren und lernen verzichten zu können. Die Natur und Kreisläufe anstatt Raubbau zu fördern. Gemeinsamkeit statt Egoismus zu pflegen.
    C) … es gibt noch viele Varianten, egoistische, dumme, kluge usw.

    • Brigitte Rey sagt:

      Holzschnittartig. Ein Mensch, der sich verantwortlich fühlt seinem Nächsten und der Umwelt gegenüber „fräst“ nicht herum. Oder sind Sie der Meinung, dass der, der was hat (Kind, Penis, Geld, Haus, Swimmingpool, etc…) nun doch viel wertvoller ist als der, der nichts hat. Liebe Grüsse an Ihre Frau, die Kinder werden sie auch verlassen.

  • F.Süss sagt:

    Ich entschuldige mich hiermit höflichst, dass ich so asozial war (d.h. ich bin Vater), nicht die sogenannte reine Vernunft walten gelassen zu haben, sondern auch ein wenig die Gefühle – und jede Menge Unvernunft. So trage ich leider dazu bei, dass die Menschheit nicht noch vor dem Jahr 2100 ausgestorben und damit sämtliche Probleme der Erde gelöst sind.

    • Cornelia K sagt:

      Ich fühle mich auch schuldig. Sorry, dass ich drei wunderbare Menschen auf die Welt gebracht habe, die für viel lachen und leben gesorgt haben. Habe nicht bedacht, dass sie Umweltsünden sind. Wie ich in dem Fall auch.

  • Peter sagt:

    Stimmt schon was die NZZ da sagt. Nur trifft das ja nicht nur auf die Kinder sondern auf uns alle zu. Nüchtern betrachtet wäre es – nach der Logik des Artikels – also am besten wenn alle die nicht super Hochqualifiziert und Produktiv sind sich erschiessen. Bleibt die Frage wer dann die Arbeit macht, für die sich die übriggebliebenen Hochqualifizierten zu schade sind. Den Nutzen für eine Gesellschaft kann man eben nicht nur Finanziell ausrechnen. Klar bezieht ein Müllmann mehr als er einzahlt. Trotzdem wären wir aufgeschmissen ohne ihn. Man könnte übrigens auch eine Altersobergrenze einführen. Im Alter Kosten wir bekanntlich am meisten. Wer das zugelassene Höchstalter übersteigt bekommt die Spritze.

  • Anna Meier sagt:

    Es ist tatsächlich so, dass wir hier keine Kinder mehr brauchen. Eine Studie aus St. Gallen hat errechnet, dass jedes Kind, das hier geboren wird, aufwächst und stirbt, ein Defizit von 100’000 .- CHF hinterlässt.
    Da wir ohnehin von Ausländern überschwemmt werden, die hier arbeiten wollen, zahlen die unsere AHV und halten den Staat am Leben.
    Konsequenterweise schliessen wir entweder die Grenzen und untersützen Nachwuchs, oder wir lassen die Grenzen offen und streichen sämtliche Subventionen für Familie und Kinder.
    Da ersteres nicht getan wird, bin ich für das zweite.

    • Brigitta sagt:

      Jedes Kind kann froh sein ,Sie nicht als Mutter zu haben. Der Egoismus sprueht nur so aus Ihren Saetzen

    • Philipp Müller sagt:

      Liebe Frau Meier, da auch Sie mal ein Kind waren, gilt besagte Studie auch für Sie. Um uns das Fr. 100 000-Defizit in ihrem Fall zu ersparen (wobei sich natürlich bei Ihnen schon mehrere Zehntausend Franken unwiderruflich angeäufnet haben), wissen Sie hoffentlich, was Sie tun können…

  • Hans Hasler sagt:

    Da es durchaus üblich ist, dass Eltern behaupten Ihre Kinder sind notwendig für XYZ (einfügen nach belieben), ist es doch absolut legitim die Behauptungen anzuschauen!
    Aber anscheinend können Eltern sich einfach nicht von ihrer Ideologie lösen, etwas besseres zu sein. Fall noch nicht aufgefallen ist: Diese zitierten Artikel sagen eben nicht aus, dass Kinder „verabscheuungswürdigen Kreaturen “ sind. Dies ist eine reine Unterstellung! Aber wieso sollte es verboten sein, festzustellen, dass Kinder die Umwelt belasten? Ich belaste die Umwelt ja auch, ohne dass ich mich als verabscheuungswürdig anschauen soll/muss!

    • Markus Buchmann sagt:

      Natürlich belasten Sie die Umwelt auch. Aber gerade das wirst in dieser unsäglichen Diskussion immer unter den Tisch gekehrt. Es sind nicht „die Kinder“ , sondern die Menschen, die eine „Belastung“ darstellen. Darum soll sich jeder an der eigenen Nase nehmen und nicht auf die Kleinen und Wehrlosen zeigen. Das ist zwar populär, aber stillos.

      • Hans Hasler sagt:

        Offensichtlich haben Sie die original-Artikel nicht gelesen und reagieren nur auf diese doch sehr schwache Replik. Niemang geht auf die Kleinen und Wehrlosen los. Das ist einfach nur eine Erfindung und völlig unbegründet.
        (Den anderen einfach Aussagen zu unterstellen ist nun auch sehr populär ist. Und auch sehr stillos).

        Die Frage ist doch: Wollen wir den Kindern und deren Kinder eine halbwegs intakte Umwelt hinterlassen. Und wie kann das gemacht werden. Da ist nicht Ideogie gefragt, sondern Nüchternheit.

  • T. Widmer sagt:

    Am besten nehmen wir alle eine Pille und scheiden demnächst davon. DAS wäre doch das beste für unseren Planeten.

  • Marius sagt:

    Vielen Leuten würde ein kinderloses dasein eine Belastung darstellen. Ich kenne einige Paare welche seit Jahren sich erfolglos um Nachwuchs bemühen. Sie scheuen keinen Aufwand und das schlägt sich auf die Psyche nieder. Sie fahren von Pontius zu Pilatus und klammern sich an jedem Strohhalm. Nehmen Antidepressiva oder trinken einiges über den Durst weil’s in der Beziehung nicht mehr läuft.

    Kinder haben bedeutet eine riesen Aufgabe wahrnehmen, die man niemals mehr missen will. Seit wir Kinder haben sind wir auch viel zufriedener mit dem Alltag. Wir müssen nicht mehr nach Mexiko, Kuba oder Bali. Der nächste Hügel tuts auch.

  • Franz Marke sagt:

    Der NZZ-Artikel ist in der Tat irre. Wohlwollend kann man ihn als „Impulstext“ für eine Diskussion verstehen. Wenn Kinder für den Staat nicht „rentieren“ würden, müsste die Staatsverschuldung explodieren, denn wir alle waren Kinder. Fraglich ist, ob pro Person nur die persönl. Steuerzahlungen mit den Ausgaben für Schule & Co. verglichen wurden, oder ob auch der Mehrwert in den Unternehmen berücksichtigt wuurde, den man dann als Erwachserner erzeugt. Die NZZ-Autorin redet in der Tat der Idee das Wort, in der CH aus Kostengründen keine Kinder grosszuziehen, dafür Ausländer einwandern zu lassen. Also soll die CH die übermässigen Geburtenraten im Ausland kompensieren, indem sie die eigene, sehr tiefe Rate noch auf null drückt. Was rauchen die da an der Falkenstrasse??

    • Markus Buchmann sagt:

      Genau das habe ich mich auch gefragt….

    • Hans Hasler sagt:

      Wieso muss die Staatsverschuldung expoldieren? (berücksichtigen Sie mal auch die Zuwanderung in Ihrer Überlegung – wenn Sie nur die Schweiz anschauen wollen). Und in der internationalen Betrachtung: Die Staatsverschuldung explodiert doch tatsächlich!

  • Bernhard Piller sagt:

    Im Prinzip hat der Autor absolut recht. Das Leben wäre viel angenehmer, wenn es 10 x weniger Erdbewohner gäbe. Aber die Selbstbeschränkung ist im Widerspruch zur Evolution. Die Spezies überlebt, die sich am meisten vermehrt. Wer sich selbst beschränkt, geht unter. Ausser, er verteidigt sein Territorium – aber das ist heute politisch undenkbar geworden.

  • Ashiro Moto sagt:

    Ha, interessant, denn gleichzeitig rufen die Liberalen, dass wir mehr Einwanderer brauchen, da der BIP nur so steigen kann. Was also sollen wir tun. Klima oder BIP lautet die Frage, nicht nur bei den Kindern!

  • Marcel Maier sagt:

    Dass dieser alte Hut der Generationenbilanz von Reiner Eichenberger immer noch hochgehalten wird, und sogar noch von der NZZ, ist schon ziemlich erstaunlich. Seine Schlussfolgerung fundierte auf hinfälligen und/oder widerlegten Annahmen. Umsomehr als er diese auf der Strukturberichterstattung von 1995-2001 basiert und die von Borgmann/Raffelhüschen angenommene konservative Bevölkerungsentwicklung nicht eintraf. Gerne dürfte er sich dem Thema mal mit aktuellen Zahlen annehmen. Dann sieht die Sache nämlich etwas anders aus.

    • Hans sagt:

      Danke. Endlich mal einer, der den NZZ Artikel verstanden hat. Die Frage ob Kinder/zukünftige Steuerzahler unter dem Strich finanziell für die Gesellschaft etwas bringen ist eine wissenschaftlliche Frage. Nicht eine Ideologische. Eichenberger kann sich natürlich irren. Der sinnvolle Weg wäre diesen Irrtum darzulegen. Nicht rumzutrollen……

      • Robert Haas sagt:

        Wieso wäre? Legen Sie doch den Irrtum dar, statt…

        • Hans Hasler sagt:

          Kein Interesse. Da wären die Kritiker der Artikel gefragt…. (oder Sie könnten auch einfach eine einzige Hierarchieeben höher gehen in den Kommentaren: Maier sagt das nämlich – zu viel verlangt?)

          • Robert Haas sagt:

            Entschuldigung, ich hatte angenommen, die Hierarchieebenen höher seien Fachleute. Weitergehende wissenschaftliche Argumente hätten mich interessiert.

  • Daniel sagt:

    Die Schweiz is >4x überbevölkert (siehe Global footprint network, von einem Schweizer, nota bene). Eine angemessene (= saftige) Kindersteuer würde das Problem nach Verursacherprinzip lösen. Denn kein Körperteil ist empfindlicher als das Portemonnaie. Kinder sind heute ein Privatvergnügen, das auch komplett privat finanziert werden muss. Sonst möchte ich aus Gleichbehandlungsprinzip eine Briefmarken-Auszeit, eine Wellensittich-Auszeit, oder xyz-Auszeit, um meinem Privatvergnügen nach zu gehen, und natürlich Hobby-Ausgaben von der Steuer abziehen.

    • Penny sagt:

      Top Kommentar – das unterschreibe ich sofort.

      • Erika sagt:

        Daniel und Penny, dann nehme ich konsequenterweise an, dass Sie Ihre Altersvorsorge und Altenpflege komplett privat finanzieren werden und die Kosten, die Sie als Kind dem Staat verursacht haben, zurückbezahlen.

    • Megie Pearl sagt:

      Ja genau, Kinder werden heute als Privatvergnügen angesehen und so ins Leben eingeplant, wie z.B. einen Hund, das Auto oder der Pool im Garten. Leider, denn so wird bei der Planung oft vergessen, dass es Menschen sind mit einer eigenständigen, wertvollen Persönlichkeit.

  • Eduardo sagt:

    Der Artikel in der NZZ, der vermutlich auf einem schwedischen Vorbild basiert, ist derart absurd, dass man nicht nur am Verstand der Autorin zweifeln muss, sondern auch an dem der Redaktion, die so etwas intellektuell Niveauloses zuliess.

    Spätestens wenn Claudia Baer (die Autorin des NZZ-Machwerkes) in ein Alters- oder Pflegeheim kommt, wird sie unendlich froh sein, dass andere Leute noch so dumm und egoistisch waren, Kinder zu haben, von denen Frau Baer dann gepflegt werden kann.

    Übrigens möchten die gleichen Linken, die das Kinderhaben bei anderen aus u.a. ökologischen Gründen verschmähen, hier Massen von Einwanderern aus ganz armen Ländern ansiedeln, die sehr bald genauso üppig konsumieren und die Umwelt schädigen werden wie die kinderarmen Einheimischen. Wo ist da die Logik?

  • Friedrich Meier sagt:

    Fakt ist, der Kindermangel wird in ein paar Jahrzehnten der Hauptgrund für unseren Wohlstandsverlust sein. Wir merken das heute schon zum Teil. Wohlstand zieht vermehrt in Richtung Asien zu den grossen Volkswirtschaften. Noch sind wir attraktiv genug um die tiefen Geburtenraten mit Zuwanderung auszugleichen, aber das wird sich noch ändern, denn China holt mit grossen Schritten auf. Auch ein Japan leidet an seiner Kinderarmut. Ein Hauptgrund für die seit Jahren andauernde Rezession ist eben der fehlende Nachwuchs und damit auch der wegbrechende Konsumentenmarkt.

  • Karl-Heinz sagt:

    Ich möchte darauf hinweisen, dass wir auch mal Kinder waren. Wären unsere Eltern dem Rat, keine Kinder zu zeugen gefolgt, würde es uns heute nicht geben.
    Mein Lehrer war zwar gelegentlich auch der Meinung, keinen Nutzen an mir erkennen zu können, aber meinen Eltern bin ich doch dankbar, dass sie damals
    ähnlichen Ratschlägen wie dem Titel nicht gefolgt sind.

    • Florian Keller sagt:

      Auch ich erfreue mich meiner Existenz. Aber wenn es mich nicht gäbe, wäre ich ja gar nicht da, um das schlimm zu finden. Jemanden, den es nicht gibt, kann seine Nichtexistenz nicht stören.

  • Mauro Sini sagt:

    Okay, das Ganze ist eine Provokation. Aber, wenn die Menschen so denken würden, was eigentlich Quatsch ist, dann wäre auch in Ordnung wenn die Menschen gar keine Kinder hätten bis sie aus der Erde verschwunden sind, weil es nicht anderes verdient hätten. Dann kann andere Spezie die Erde aus seiner Art und Weise misswirtschaften. Der nächste bitte.

  • L Trachsel sagt:

    Die Seite in der NZZ ist übrigens deutlich mit “Meinung/Debatte” angeschrieben. Ein Grund für mich, auch wenn ich bisweilen mit der kundgetanen Meinung nicht übereinstimme, die NZZ und nicht eine andere Zeitung zu abonnieren.

  • Ben Beutelteufel sagt:

    Die Industriegesellschaft braucht natürlich Kinder um weiter Wachstum, resp. Konsum zu generieren! Leider sollte man aber auch mal das überbevölkerung ansprechen, dass dies ein sehr heikles Thema ist lässt sich nun mal nicht leugnen!
    Niemand braucht sich wegen seiner Kinder zu entschuldigen!!! Aber Jüngere sollten einmal kritisch Nachdenken! Ich selber habe genau deshalb keine Kinder und wurde schon oft deshalb beschimpft!! Fliege nicht 3x jährlich um den halben Globus um irgend wo meine Zehnägel zu wässern oder sonst der Gleichen zu tun.

  • SrdjanM sagt:

    Und wozu sind die jetzt eigentlich gut, bzw. wie hat die NZZ unrecht?
    Nicht falsch verstehen, wir haben auch zwei davon, aber manchmal…

  • Richard Scholl sagt:

    In Frankreich, Deutschland und der Schweiz ist Kinder zeugen ein Geschäftsmodell, wie die Mütter (alleinerziehend) auf Kosten der Allgemeinheit leben können, ohne ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Wenn dann noch erwerblose Väter leben, ist dies für die Kinder insofern gut, das sie wenigstens ihre Väter kennen. Der Staat übernimmt die Kosten dysfunktionaler Eltern.

  • Markus Hofstetter sagt:

    Wie allergisch hier reagiert wird, bloss weil das Kinderkriegen von einer anderen Seite beleuchtet wurde. Es ging lediglich darum, das einseitige Bild zu relativieren, wonach man für die Gesellschaft per se etwas Gutes tut, wenn man Kinder bekommt. Niemandem wurde ein Vorwurf gemacht. Kinderkriegen wurde nicht abgelehnt, sondern festgehalten, dass man vor allem sich selbst damit einen Gefallen tut – einen Legitimen wohlgemerkt.

    Themen von verschiedenen Seiten zu beleuchten, sollte das Normalste der Welt sein und nicht Entrüstung auslösen, sobald man nicht derselben Meinung ist. Gegenargumente sind keine Beleidigungen. Ich selbst gebe Eichenberger auch nicht Recht. Denn spezifisch in der Schweiz brauchen wir Leute, die dereinst Alte pflegen, unabhängig vom Nutzen in CHF.

    • Robert Haas sagt:

      Argumente wären gut, aber leider erstaunlich oberflächlich für die NZZ. These aufstellen, passende Studie suchen.

      • Markus Hofstetter sagt:

        Welche Argumente finden Sie denn schlecht?

        • Robert Haas sagt:

          Oberflächlich, nicht schlecht, die Argumente überzeugen nicht. Wie Sie sagen, von verschiedenen Seiten beleuchten. Nicht hoffen, dass ein Diskussionsforum die Arbeit macht.

          • Markus Hofstetter sagt:

            Wäre sicher zu befürworten, wenn ein Thema innerhalb eines Artikels von mehreren Seiten beleuchtet würde. Dies ist meist nicht der Fall. Andere schreiben bloss positiv über das Thema, die NZZ hat nun die negativen Aspekte aufgezeigt. Insofern finde ich das ok, auch wenn etwas übertrieben wurde.

  • Heidi Rohrer sagt:

    hallo, da haben sie aber wirklich nichts verstanden. Kinder sind eine Bereicherung und machen viel Freude. Zugegeben manchmal recht anstrengend. Kosten tun sie auch. Jedoch wenn man älter wird ist es auch schön, jemand in der Familie zu haben ,der vorbeikommt etc. zudem für die AHV und Pensionskasse ist es nötig. sonst ist ja bald keiner mehr da , der für uns sorgt nach dem 65. Altersjahr. wir können nicht nur an uns denken (Egoisten) Sonst haben wir bald nur noch Betagte um uns.

  • Gerber sagt:

    Diese Titelaussage ist absolut korrekt, in den Augen derer Eltern, die das denken.

  • M. Seiler sagt:

    Es gab nie eine chinesische Ein-Kind-Politik. Das war eine Erfindung um aussenpolitisch den damals noch mächtigen Westen zu beruhigen. Innenpolitisch waren die Probleme viel ernster, da die Han-Chinesen übermächtig und bei vielen Minderheiten der Unmut gross waren. Allen Minderheiten wurden mindestens zwei – gewissen bedrohten Ethnien auch drei Kinder zugestanden. Dies führte zu einem theoretischen Rückgang der Han auf nahe 50 %; da aber die Partei ein einheitliches China-Bild vertrat, wurden in den letzten 20 Jahren vermehrt Minderheiten den Han zugeschlagen, die ethnisch nichts mit diesen zu tun haben.
    Ganz allgemein zum Artikel. Es ist der alte Eiertanz um die Überbevölkerung der GANZEN Welt.

  • Ulrich Meier sagt:

    „Seid fruchtbar und mehret euch.“ So spricht der Herr. Kinder sind ein Segen, Geschöpfe des Schöpfers des Lebens.

  • reto sagt:

    Suizid ist der einzig gangbare Weg. Denn nicht nur Kinder sind CO2 Schleudern, Raum- und Recourcen-Verbraucher, das ist ja ofensichtlich. Noch schlimmer sind Erwachsene! Heutzutage gibt es wirklich genügend Wege und Mittel, um sich auf anständige Weise vorzeitig zu verabschieden und so den Finanzhaushalt zu entlasten und die Natur zu schonen.

  • Waraucheinmaleinkind sagt:

    Danke für diese aktuelle Kritik des NZZ-Artikels!
    Schön, dass über dem Artikel steht: „Familienpolitik“
    Dass die Schweiz (im europäischen Vergleich) so gut wie keine Familienpolitik hat, hängt genau mit diesem Denken der sogenannt „liberalen“ Eliten zusammen, welches in diesem NZZ-Artikel ohne Schnörkel auf den Punkt gebracht wird.
    Im Grunde ist es ein verkappter Sozialrassismus à la Malthus (die Armen sollten nicht zum Bevölkerungswachstum animiert werden).
    Dieser extreme Ausdruck menschlicher Kälte und Verachtung von oben (der sich dann in der Politik manifestiert) ist Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremen, die ein Aussterben der Europäer befürchten, weil die Eliten scheinbar lieber erwachsene Migranten haben als einheimische Kinder..
    Eine Hand wäscht die andere.

  • Matthias Meier sagt:

    Die Aussage in der NZZ ist purer Unsinn. Sie basiert auf der Vorstellung, dass ein Mensch über sein Leben verteilt x Tonnen CO2 ausstösst und dass diese Menge dann mit anderen CO2-Quellen verglichen werden muss. Die fälscheste Zukunftsvision war schon immer die, dass alles genauso bleibt, wie es ist. Menschen müssen kein CO2 ausstossen (ausser über die Atmung, aber darum geht es hier nicht) – CO2-Ausstoss ist eine Folge der Technologie, die sie mal verwenden werden. Und diese kann sich jederzeit ändern. Wenn diese Kinder dereinst elektromobil sind und ihren Strom aus CO2-neutralen Energiequellen beziehen, sehr viel weniger Fleisch essen und kaum mehr Plastik brauchen – dann sind diese Kinder eine drastische CO2-Einsparung gegenüber, sagen wir, dem NZZ-Journalisten, den sie ersetzen.

    • Hans Hasler sagt:

      So schwer wie wir uns schon mit minimalen Reduktionen tun ist Ihre Vision schon sehr gewagt! Menschen werden die Umwelt immer belasten. Es mag Ihrer psychohygiene gut tun so stolz auf den Fleischverzicht zu sein. Die Welt retten wird das nicht.

  • Noronha sagt:

    Danke für ihren artikel.
    Ich lese den tagesanzeiger und die nzz.
    Was wohl im leben von frau claudia baer falsch gelaufen ist?
    Und welche zeitung stellt eine solche person als inlandredaktorin ein…
    Erneut bestärkt mich der von frau baer verfasse kommentar dazu die nzz praktisch nur noch als zeitung für innenpolitische hetzkampagnen und kapitalistische absurditäten als negativ beispiel zu lesen.

  • Rodolfo Roth sagt:

    Dass der TA-Text satirisch gemeint, ist wohl klar. Denjenigen der NZZ habe ich nicht im Original gelesen. Unabhängig von der Satire bin ich einfach erstaunt, wie der Blick der Autoren und der meisten Kommentatoren in einem Flachlandbereich stecken bleibt und wie wenig Sinn für die Grösse und Schönheit des Lebens zu finden ist. Wohl Ausdruck einer kollektiven latenten depressiven Stimmung, gepaart mit ebenso latenten Schuldgefühlen. Selbsterkenntnis ohne egomane Nabelschau könnte ein Weg aus der Depression sein, so denn eine(r) sich gerufen fühlt.

  • Andreas sagt:

    Äh, es ging um den Vaterschaftsurlaub, nicht wahr? Ein solcher käme jedoch vor allem dem Kind zugute, welches mehr Zeit mit seinem Vater verbringen kann/soll, nicht primär dem Vater selber. Dies in eine Ego-Kosten-Nutzen-Debatte umzudeuten braucht schon sehr viel… Abgehobensein.

  • Rolf Stalder sagt:

    Kinder? Hand auf’s Herz: Für viele Eltern eine Hass-Liebe, wobei die Liebe am Ende (meist) natürlich schon überwiegt.
    Allerdings wird der Wert des eigenen Nachwuchses auch latent überbewertet. Das eigene Kind ist das Wichtigste – für die entsprechenden Eltern.
    Die Kinder kosten ein Vermögen – und nicht nur die Eltern, sondern die ganze Gesellschaft – es vergehen Jahrzehnte, bis die Kinder das wieder kompensiert haben – einige tun dies nie.
    Allerdings würden wir innerhalb eines Jahrhunderts aussterben, wenn wir keine Kinder hätten… und irgendwann dazwischen wären wir alle pensioniert und niemand würde in die AHV (etc.) einzahlen und arbeiten.
    Also: So ganz ohne Kinder geht’s wohl doch wieder nicht! 😉

  • Stefan W. sagt:

    Natürlich stimmt es, dass Menschen der wichtigste Grund für Umweltprobleme aller Art sind (und auch für andere Probleme, natürlich).
    Der unfreiwillige Witz zeigt sich dann, wenn die selben Redakteure bei anderer Gelegenheit darüber schwadronieren, dass Dichtestress nur eingebildet sei, und dass Zuwanderung dringend nötig sei, weil unsere Wirtschaft und unsere Sozialwerke sonst abstürzen.

    „Ja was wollt ihr denn jetzt? Bevölkerungswachstum oder Bevölkerungsreduktion?“, möchte man da die Schreiber fragen, wenn sie sich für Rückfragen und Kommentare überhaupt interessieren würden.

  • Mike Welti sagt:

    Für Kinder anstatt Steuerabzüge, Steuerabgaben einführen und schon löst sich das Problem.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    also bez. „klimasünde“ generell ist die ch nicht relevant. schauen sie sich den co2 ausstoss der schwellenländer an…-, wobei auch in europa deutschland mit seinen kohlekraftwerken ein negatives beispiel darstellt. da können wir hier noch so viele kinder und rindviecher halten.
    viel wichtiger. wir brauchen SCHWEIZER nachwuchs. andernfalls, und da sind wir leider bereits schon auf dem weg – wird die ch auf raten abgeschafft-, auch mittels mischehen und migration.
    fazit: kinder müssen plan- und finanzier-bar sein. ist das der fall – „an die säcke!“

  • Kristina sagt:

    Sehr geehrter Herr Loser, Sie kommentieren hier hervorragende und mutige Worte eines NZZ Journalisten! (Hätte dem Tagi selbst ja auch einfallen können, einmal nicht nur links und familienfreundlich zu berichten). Doch zu Ihren eigenen Worten: Wie sagen Sie so treffend: „Ich habe zwei Söhne und mir nichts dabei gedacht.“ Hätten Sie vielleicht tun sollen. Das Denken. Dann hätten Sie sicher festgestellt, dass Kinder kosten – und zwar nicht nur Sie als Vater. Sondern die ganze Gesellschaft finanziert Ihre Vaterfreuden mit. Bitte haben Sie guten Gewissens Freude an Ihren Söhnen! Aber finanzieren Sie Ihre Familie von A bis Z selbst – ohne Kinderzulagen, bezahlten Urlaub für Mütter und jetzt auch am liebsten noch für Väter Kinderlose finanzieren sich Ihr Leben schliesslich auch selbst!

    • Hans Hasler sagt:

      Unsinn. Solidarität ist ein zentraler Pfeiler jeder Gesellschaft. Es ist absolut OK, wenn Kinder (zum Teil) Fremdfinanziert werden.
      Auch macht der NZZ Artikel keinerlei Anspielungen in diese Richtung.

    • Markus Tavina sagt:

      Genau das ist die Aussage des NZZ-Artikels – Sie haben es verstanden, Kristina. Es geht Claudia Baer nur darum, das Thema mal von einer anderen Seite zu beleuchten als derjenigen, wonach dauernd nach dem Geld der andern geschrien wird (aktuell gerade: Vaterschaftsurlaub auf Kosten der Allgemeinheit). Das ist wohltuend anders zu lesen als der never ending-mainstream der political correctness-Presse. NIEMAND hat etwas gegen Kinder oder Vaterschaftsurlaub! Aber viele – auch ich – haben etwas gegen diese weitverbreitete Grundeinstellung, wonach grundsätzlich die andern/die Gesellschaft/der Staat usw. das eigene, selbstgewählte Lebensmodell zu finanzieren haben.

    • Megie Pearl sagt:

      Interessant: Viele wollen keine Kinderzulage und keine bezahlte Mutter- und Vaterschaftsurlaube, aber wenn es um Krippenplätze und sonstige Fremdbetreuung geht, rufen ganz viele nach Papa Staat.

  • Mel sagt:

    Aussterben ist halt kostensparender, wissen Sie 😉

    • Hans Hasler sagt:

      Ich verstehe ja, dass Sie solche Sprüche als lustig empfinden. Aber wenn man sich mal überlegt, wie die Welt in 1000 Jahren aussehen wird, wenn wir weitermachen wie bisher, ist das bedeutend weniger spassig. Wieso ausgerechnet Eltern diese Gedanken per se abzulehnen scheinen erschliesst sich mir nicht. Mich selber betrifft das ja nicht. Aber Eltern sollten doch irgendwie etwas weiter denken, oder? Sind Euch Eure Kinder und Enkel denn völlig egal?

      • Anh Toàn sagt:

        „Sind Euch Eure Kinder und Enkel denn völlig egal?“

        Nein, meine Kinder sind mir nicht egal, und darum habe ich keine, wegen der Umwelt und den Kosten. Is‘ besser so für die, wenn die nicht geboren werden, weil ich hab‘ die so lieb und deren Gross Gross Kinder sollen auch noch was von der Welt in 1000 Jahren haben..

        Haben Sie mal ausgerechnet, wie wenige nach 300 Jahren noch sind, bei einer Geburtenrate von unter 1.5 pro Frau: Exponential geht auch bei abwärts gerichteten Kurven schneller und schneller.

  • Ronja sagt:

    Als ein Witz lohnt sich das zu lesen, sonst nicht.
    Ich habe keine Kinder.
    Aber wenn eine Generation keine Kinder bekommt, bekommen keine Kinder mehr nach weil die vorherige Kinder fehlen. Die letzten Leute darfen arbeiten bis sie tot umfallen.
    Das waren die letzten Menschen.

    AMEN

  • Michael Pfisterer sagt:

    Wir haben ja schon fast chinesische Verhältnisse mit ca. 1,5 Kindern pro Frau – Wohlstand führt automatisch zu weniger Kindern.

  • Wolfgang Gasser sagt:

    Massgebend für eine rationale Familienpolitik ist nicht die egozentrische Perspektive des neoliberalen Steuervermeidungs- und Nutzenmaximierungs-Heros, sondern das Interesse eines Kollektivs an der schieren Selbsterhaltung sowie an der Verhinderung zivilisatorischer Regressionen. Fortpflanzungsförderung gehört zu den selbstverständlichsten und elementarsten Aufgaben eines Staates.

  • Katerina sagt:

    Seit Jahren sagt uns die Politik durch die Massenmedien, dass Kinder kosten, dass man am besten keine Kinder hat, etc. Dann sagt man uns wieder, dass wir Kinder brauchen, die eines Tages unsere AHV zahlen und weil wir sie nicht haben, muessen wir sie von Afrika oder Asien importieren. Warum sagt man nicht den Afrikanern, dass sie weniger Kinder haben sollen? Unglaublich.

  • Regina Probst sagt:

    Natürlich braucht der Staat die Kinder! Es ist ein Witz, wenn ausgerechnet Neoliberale aus wirtschaftlichen Gründen eine Art Neokommunismus, ein „Seine Bedürfnisse dem Staat opfern“ fordern! Was für ein armseliges, eindimensionales Menschenbild.
    Menschen tun freiwillig immer nur etwas, aus dem sie auch Wohlbefinden, Sinn, Belohnung ziehen können. Die Psyche funktioniert so und das ist ok. Bevor existenzielle Bedürfnisse wie Kinder haben angetastet wird, sollen bitte die Reicheren und privilegiert Geborenen etwas mehr abgeben, damit das Fussabdruck-Verkleinern gefördert werden kann! Aber oha, da trifft man dann bei desen „einäugigen Selbstverantwortungs-Gurus“ auf erbitterten Widerstand, selbst wenn sie meist das Geld nur geerbt und nicht selber verdient haben!

  • lalala sagt:

    Jaja, wählt nur noch mehr bürgerliche Wirtschaftsvertreter ins Parlament die für sich und Ihresgleichen schauen.

  • Tino Fisch sagt:

    Der Kommentar von Claudia Baer in der NZZ zeigt lediglich, dass man sich einem Thema auf verschiedene Weise nähern kann – sich nähern, nicht es beherrschen und apodiktisch bestimmen. Wer den Artikel unvoreingenommen und ohne Hurra-Gefühl für Kinder liest, stellt fest, dass die darin angestellte «Kosten-Nutzen Rechnung» durchaus auf diese Art angestellt werden kann. Keinesfalls sagt sie, dass sie richtig oder gar die einzige Möglichkeit sei. Kinderbekommen und sich ihrer Erziehung stellen, ist eine irrationale Entscheidung und kann somit nie und nimmer rational und ökonomisch bewertet werden. Jedoch ermöglicht sie es, dem Menschen seinen Egoismus zu überwinden und ihn zum sozialen Wesen werden zu lassen. Niemand weiss, wie wichtig das eigene Kind vielleicht für die Gesellschaft wird.

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