Das Volk muss den Konkordanz-Zirkus beenden

Es geht auf die Bundesratswahl zu, doch die üblichen Schattenwahlen sind bereits in vollem Gang: «Schweizer Volk will Widmer-Schlumpf im Bundesrat», stand auf diesem Newsportal kürzlich zu lesen, mit Bezug auf eine Umfrage der SRG.

Solche Schlagzeilen provozieren beim Rezipienten Fragen. Was wäre eigentlich, wenn aus der Schattenwahl eine Urnenwahl würde? Warum entscheiden Grunder, Levrat, Darbellay und Co., wer die Eidgenossen regiert, statt besagte Eidgenossen selber? Welche Folgen hätte es, wenn die Parteipräsidenten keine Sitzansprüche mehr geltend machen könnten, sondern einfach nur das Ergebnis einer Volkswahl zu akzeptieren hätten? Was entginge der Schweiz, fände das Zahlen-Abrakadabra um die «arithmetische Konkordanz» ein Ende und würde stattdessen über Inhalte und Wahlprogramme gesprochen?

Es sind Fragen, die sich angesichts einer obskuren und unbefriedigenden Ausgangslage vor dem kommenden 14. Dezember aufdrängen. Ob an diesem Tag Widmer-Schlumpf nun in ihre zweite Amtszeit, Schneider-Ammann in Pension oder die SVP in die Opposition geht: Das Parlament als Wahlbehörde wird, wie so oft in der jüngeren Vergangenheit, ein Resultat produzieren, dessen moralische Rechtmässigkeit bei vielen Politikern und breiten Bevölkerungskreisen in Zweifel steht. Ist dies nicht ein gefährlicher demokratiepolitischer Systemfehler, den es zu korrigieren gälte?

Warum entscheiden Grunder, Levrat, Darbellay und Co., wer die Eidgenossen regiert, statt besagte Eidgenossen selber?

Der Bundesrat am 1. November 2010.

Der Bundesrat am 1. November 2010.

Eine erstaunliche Antwort liefert SP-Nationalrat Andreas Gross, ein vehementer Gegner der Volkswahl. «Alle Erfahrungen im In- (Kantone!) wie im Ausland (…) zeigen, dass jede demokratische Gegenmacht geschwächt wird, wenn die Exekutive beziehungsweise deren Spitze die gleiche Legitimität hat», schreibt Gross in seinem neuen Buch «Über den Herbst hinaus». Er folgert: «Das in der Schweiz eh schon zu grosse Ungleichgewicht zwischen Stimmberechtigten, Parlament, Regierung und Bundesgericht würde zugunsten der Regierung weiter vergrössert, was zu einem autoritäreren Charakter des schweizerischen Systems führen würde.»

Man rekapituliere, was der Zürcher Volksvertreter hier vertritt: Die Schweiz würde ihm zufolge darunter leiden, wenn ihre Regierung die «gleiche Legitimität» wie das Parlament erhielte! Ausgerechnet die Kantone sind ihm dabei offenbar negatives Exempel für «autoritäre» Systeme mit kleinen Bonsai-Monarchen in den Exekutiven. Richtig ist wohl das Gegenteil. Die meisten der vom Volk gewählten Kantonsregierungen funktionieren – auch im Zusammenspiel mit ihren Legislativen – nicht schlechter, sondern besser als unser Bundesrat.

Der 14. Dezember 2011 ist nicht mehr zu retten. Mit der schwelenden Unzufriedenheit vieler, die sich um ihre gerechtfertigten Ansprüche betrogen sehen, werden wir in der kommenden Legislatur leben müssen. Gleichzeitig aber sollten wir dringend damit beginnen, seriös und ohne Scheuklappen die Vor- und Nachteile einer Volkswahl des Bundesrates zu diskutieren. Selbst Andreas Gross gesteht ein, dass die Bundesräte dadurch mehr Legitimität als heute erhielten. Regierende können in einer Demokratie, anders als Gross meint, davon gar nie genug erhalten.

document.write(„„);

120 Kommentare zu «Das Volk muss den Konkordanz-Zirkus beenden»

  • Alain Burky sagt:

    Eine Volkswahl des BR finde ich, theoretisch, gut.
    „Der Teufel liegt wohl im Detail“.
    Da die CH aus lauter Minderheiten (Parteien, Regionen, Kulturen) besteht (nur „Schweizerdeutsch“ hat die Sprachmehrheit);
    wie soll man das „richtig“ abbilden ?

    • Heiner Hug sagt:

      ja genau, und dashalb kann man Kanton nicht mit Bund vergleichen.
      Warum sollte die Mehrheit einen Tessiner wählen z.B.? Es wäre möglich, dass wir dann einen rein Deutschweizerischen Bundersrat hätten.
      Zudem, wie in D diese Elende Oppositions-Demokratie – vier Jahre Mitte-Links, dann wieder vier Jahre Mitte-Rechts und die jeweilige Opposition hat nur einen Job: der Regierung Knüppel zwischen die Beine werfen, damit sie ja keinen Erfolg hat.

      Nein, da ist mir Konkordanz und Zauberformel lieber.
      Einzig eine Volkswahl nach arithmetischer Zauberformel mit Regionen -Quoten käme in Frage.

      • Chris Schneider sagt:

        Ist doch ganz einfach: die konkordanz kann gewahrt bleiben obwohl das volk wählt. wenn das ganze wie folgt abläuft:

        die sitze werden wie heute gemäss wähleranteilen verteilt.
        z.b.
        2 svp
        2 fdp
        1 sp
        1 grün
        1 cvp

        diese parteien müssen pro sitz mind. drei kandidaten zur wahl stellen. von denen hat dann das volk die gewünschten zu wählen.
        und keine andere partei hat dann reinzureden, welche „genehmen“ kandidaten andere parteien zur kandidatur zulassen sollen.
        so wird die konkordanz gewahrt und das volk darf wählen.
        ich sehe echt kein problem darin.

        • Daniel Moser sagt:

          Die Rechnung von Herrn Schneider ist nicht nachvollziehbar: Die SPS erreichte einen Wähleranteil von 18,7 % und die FDP von 15,1%. Wie kommt er da zu zwei Sitzen für die FDP und einen Sitz für die SP? Man kann ohnehin nicht nach den Wähleranteilen im Nationalrat rechnen, schliesslich ist die Vereinigte Bundesversammlung zuständig für die Wahl des Bundesrates. Eine Volkswahl des Bundesrates ist erst dann akzeptabel, wenn die Parteien die Finanzierung ihrer Kampagnen offen legen.

        • F.Caviezel sagt:

          2 fdp und 1 sp????
          Ja, dann ist der Volkswill perfekt wiedergegeben 🙂

    • Mr. Moser sagt:

      @Burky: Fakt ist das es in den nächsten 4 Jahren keine stabile Regierung geben wird. Sollte der jetztige Bundesrat bestätigt werden, gibt es z.B. für SVP, FDP und BDP zwar eine Bundesratsmehrheit ,aber keine Mehrheit im NR oder im SR.
      D.h. wenn man diese Gegebenheit berücksichtigt, müssten EWS und z.B. Schneider-Amman gehen. Ein FDP-Sitz ginge an die SVP, aber der Sitz von EWS könnte man kaum richtig Verteilen, weil auch GLP mit der SVP und der FDP keine Parlamentsmehrheiten bilden und die CVP kann auch keine zwei Sitze beanspruchen kann, weil schwächer ist als SVP und FDP.
      = VOLKSWAHL!

    • Zimmermann sagt:

      Warum sollen dann noch Wahlen stattfinden, wenn sektenähnliche Gruppen beim Mitwursteln das Sagen haben sollen?

      In allen demokratischen Staaten bildet die wählerstärkste Partei die Regierung, nur in Seldwyla machen das ein 12 und eine 5% Partei.

      Und à propos Minderheit ?!?!?

      26% weden seit Jahren medial und gesellschaftlich ausgeggrenzt diffamiert und bekämpft.

      Tatsachen werden verbogen, der Wähler wird getäuscht und belogen……
      damit der Filz weiter kleben kann….typisch für Bananenrepubliken

  • wernerhueppi sagt:

    Ich glaube, dass eine Volkswahl die beste Variante ist fuer die Bundesratswahlen. Auch saemtliche Kantonsregierungen werden durch das volk gewaehlt, warum nicht auch der BR..? In der Vergangenheit wurden gute Kandidaten durch Intrigen im Parlament nicht gewaehlt, wie Bringolf, Uchtenhagen, Sutter Keller, Eberle usw. Auch die unseligen Intrigen in den Hinterzimmern in Bern, kurz vor der Wahl, wuerden wegfallen. Lieber eine Wahl durch das Volk, als das Intriganten im Parlament entscheiden, wer Bundesrat werden darf.

    • hpsteinemann sagt:

      Die genannten guten Kandidaten hätten auch in einer Volkswahl keine Chance gehabt. Denn dann zählen nicht Fähigkeiten sondern Geld und Schlagworte. Die USA machen es alle vier Jahre vor.
      Die Frage ist eher ob das Parlament halt von der Konkordanzidee von 1959 wegkommen soll. Wobei gesamthaft betrachtet ist die Schweiz in diesen 52 Jahren ja gut gefahren mit diesem System.

  • Urs sagt:

    Konkordanz-Zirkus? Interessant wie sich die Wahrnehmung im laufe der Jahre verändert. Demokratie ist gut aber nicht Narrensicher. Bestimmt hoffen einige das sich durch die Mehrheiten bei den wählern auch noch die letzten Reste Opposition eliminieren lassen indem der BR auch noch direkt gewählt werden kann. Enden wird das wohl wie in den USA wo sich die Kapitalkräftigsten durchsetzen da die anderen keine Oeffentlichkeit mehr erzeugen können. Besser wäre strikte Regulierung und Transparenz bei der Finanzierung des Zirkus so das alle mit gleichen Konditionen an den Start können.

    • Markus sagt:

      Dem wiederspreche ich wehement. Im Gegensatz zu den USA, hat der Durchschnittschweizer doch ein relativ hohes Bildungsniveau. Dies Beweisen doch auch immer wieder die Wahlen in den Stände- oder Regierungsrat. Mit Geld konnte man sich noch nie eine Wahl erkaufen, auch die Herren Blocher, Baader und Brunner nicht, wie gerade gezeigt wurde. Der Stimmbürger kann sehr wohl zwischen Parlament und Regierung unterscheiden und ist sich der unterschiedlichen Anforderungsprofile bewusst.

      • Rolf Schuster sagt:

        Der einfältige Wunschtraum v. höheren Bildungsniveau der Ø-CH’s ist illusorisch. Was für eine naive, selbstverliebte, bzw. anmassende Aussage von Ignoranten, welche sich der irrigen Annahme hingeben, andere Länder (u.a. USA) wären bildungsärmer. Einfach lächerlich, eher das Gegenteil ist der Fall !! Man braucht nur die dümmlichen Kommentare zu den jeweils akuten Themen zu lesen. Darin sind aber die kompetentesten Comments eher von ausländischen – der deutschen Sprache auch mächtigen – Postern zu erkennen. Typische naive CH Meinung. Von wenig Ahnung aber überall unqualifiziert mitreden wollen.

        • zurbrügg sagt:

          Toll, Ihre von Intelligenz strotzende Ananlyse! Wobei ich anmerken möchte, dass Blogschreiber sich wenigstens für Politik interessieren, und darum sicher nicht zu den von Ihnen diffamierten Bürgern gehören!

        • zurbrügg sagt:

          Ach, und woher kennen Sie denn die Ausländischen Kommentarschreiber? Sind etwa für Sie alle Kommentare, welche nicht Ihrer Ideologie entsprechen, dümmlich? Wer andere als Idioten bezeichnet, hat doch einfach selber ein Problem.

        • Bevor Sie Andere wegen „naiven, selbstverliebten, anmassenden Aussagen und dümmlichen Kommentaren“ am Seil herunterlassen, sollten Sie Ihrerseits – um glaubwürdig zu erscheinen – das Bildungsniveau anderer Länder, u.a. der USA. mit Zahlen und Fakten belegen.

        • Heinz Gerber sagt:

          Ahh, ein Intelektueller welcher über das dumme CH-Stimmvieh lästert. Genau bei solcher Ignoranz und Dekadenz läuft es mir eiskalt den Rücken hinab. Das hat Europa schon ein paar Mal erlebt, eine vornehme Gesellschaft mit „Weitsicht“ welche auf das Proletariat hinabsieht. Ihr eigener Kommentar qualifiziert sie mehr als genug. Manche lernen’s nie.

        • @ Rolf Schuster. Milena Moser (Schreibschule) Aarau sagt dass man unbedingt 20 Minuten / Tag schreiben muss. Egal was. Auch Sätze wie mir fällt nichts ein… und und und. In diesem Sinne sind Kommentare im Tagesanzeiger eine total gute Sache. Auftrag erfüllt. 3 Kommentare täglich – die 20 Minuten sind um. Dazu nicht einmal langweilig. Zugegeben manchmal (aber nur manchmal) unqualifiziertes mitlesen, mitschreiben, mitdenken. Typisch CHerisch. Doch von ihnen gelesen und qualifiziert (unqualifiziert). Macht Freude!

  • Ruhstaller sagt:

    Dass ein junger Journalist und dazu noch im Tagi so eindeutig Klartext spricht (und sprechen darf — und natürlich absolut Recht hat!) stimmt mich optimistisch. Die Volkswahl ist ein ganz dringendes Anliegen insbesondere nach dem Affentheater um die kommenden BR-Wahlen. Ich kann es nicht mehr hören, wenn einzelne Politiker (meistens Parteipräsidenten) beurteilen, was ein „valabler Kandidat“ ist. Das sind nur noch Polit-Spielchen! Ich hoffe, dass bei den übernächsten BR-Wahlen das Volk entscheiden kann.

  • marc cecchet sagt:

    Bundesratswahl fürs Volk bitte nicht. Ich will nicht Schauspieler und Selbstdarsteller die sich mit dem grössten Portemonnaie eine Wahl erkaufen. Sonst ist die Amerikanisierung unserer Politik Kultur vollständig. Und jeder der schon mal eine US Wahl mit verfolgt hat, wird wohl verstehen was Ich meine.

    • Christoph sagt:

      Schauspielleistung und Wahlbudget auf der einen Seite, hintenrum Gemauschel und geheime Abkommen auf der anderen. So oder so, das Volk wird verarscht.

      • lukas sagt:

        Was ist den gegen Absprachen unter den Parteien. Einen Kompromiss hier machen, hier jemanden überzeugen, etc. gerade darum geht es doch in der Politik.Nicht nur bei den Wahlen sondern auch bei jeder Abstimmung.
        Aber mal ganz ehrlich. Würdest du auch nur einen der Bundesräte kennen? Wie könntest du dann Wählen? Im Kanton oder besser noch Gemeinde, hat man immerhin noch eine kleine Chance jemanden zu kennen.

  • Üelu Schlüchter sagt:

    Man kann auch generell die Frage aufwerfen: braucht es in der heutigen Zeit noch Politiker die hohe Kosten verursachen. Wäre es nicht demokratischer wenn alle anstehenden Entscheide, die sonst im NR und SR behandelt und entschiedet werden, direkt vom CH-Bürger entschieden wüirden. Die Infrastruktur für ein solches Wahl-System ist vorhanden. So gäbe es wohl noch den Bundesrat mit seinem Departement, die beiden Räte würden aber hinfällig. Dies würde dann auch bedingen, dass der Bundesrat direkt vom CH-Bürger gewählt würde. Dieses System wäre viel schneller, effizienter und würde weniger kosten.

  • Heinz Berger sagt:

    Der Anspruch auf einen Bundesratssitz könnte auch einfach auf Grund der Wähleranteile berechnet werden (pro 14% ein Bundesratssitz) dann hätten diese unwürdigen Hinterzimmerspiele ein Ende und vielleicht würden dann die besten und nicht die anpassungsfähigsten Politiker im BR sitzen !

    • Jürg sagt:

      Ok dann haben wir mal 2 BR für SVP, 1 für SP, 1 für FDP und fast 1 für die CVP. Das sind dann mal 5 BR, und wer bekommt die anderen 2?

  • Richard Mettler sagt:

    Das Parlament entscheidet, weil es am besten um die Fähigkeiten und Eigenschaften, die es für einen Bundesrat braucht, und deren Bestand bei den Kandidaten weiss. Was passiert, wenn diese Ansprüche an einen BR nicht beachtet werden, haben wir im Dezember 07 gesehen. Eine Volkswahl hätte hier verheerende Folgen: Wie würde Herr Renz z.B. sicherstellen, dass nicht einfach sämtliche BR Deutschschweizer wären? Oder alles Männer? Nicht zuletzt wegen der Legitimation achtet man auf eine proportionale Vertretung der Sprachgruppen. Der Vorschlag schafft mehr Probleme, als er löst.

    • Jürg Egloff sagt:

      Dem Parlament musste noch erklärt werden, am Morgen der Wahl, wie man den Namen der Ersatzkandidatin schreibt. Da hat man keinerlei „Ansprüche an einen BR“ geprüft. Ich bin mir auch sicher, dass wenn Fähigkeit das Hauptkriterium wäre, der BR zu 90% anders besetzt wäre. Die meisten sind einfach Kompromissbundesräte, das kleinste Übel für andere Parteien. Zudem glaube ich nicht, dass Männer in deR Überzahl wären, die Frauen stellen ja die Mehrheit!!! Auch um die Romands mache ich mir keine Sorgen. Jeder Romandkandidat, der gegenwärtig zur Debatte steht, hätte (nicht nur) meine Stimme.

  • Heinz Oberholzer sagt:

    Ach lassen sie doch den „Andy Gross“ noch ein paar Bücher schreiben.Lesen werden die so wie so nur wenige Leute.Wenn er schreibt redet er nicht und das ist ja auch wichtig.Seine Zeit und politische Einstellung ist längst abgelaufen.Als EU Beobachter und „Spesenfresser“ ist er auch nicht gerade billig.Aber er stört dann am wenigsten wenn er irgendwo draussen in der Welt sich als Wahlbeobachter sieht.

  • steve sagt:

    Eine Volkswahl des Bundesrates ist angesichts der infantilen Wahlspiele unseres Parlaments leider notwendig geworden. Aber bitte in Form einer Proporzwahl und nicht als Majorzwahl. Nur das würde eine faire Verteilung der Sitze garantieren.

  • Hans Käslin sagt:

    Die Volkswahl wurde erst zum Thema seit Trickserei, Hinterhältigkeit und Egoismus bei den Parteinapoleonen à la Darbellay jedes Verständnis von Demokratie ersetzt haben. Die Wiederholung findet aktuell statt indem sich die einst bürgerliche EWS gerade wie eine Chameleon in eine Links-Grüne Politikerin verwandelt hat. Es geht hier nicht mehr um die Sachen sondern ausschliesslich darum dem eigenen Ergeiz und der eigenen Karriere willen alles andere unterzuordnen. Dieses muss in Zukunft abgestellt weden und da ist das Volk die bessere Alternative zu den käuflichen Politikern.

  • Ruedi Lienhart sagt:

    Wenn interessiert denn die Aussagen von undserm vorbestraften Spesenmacher iim Nationlarat. Aud der linke Journalist Fabian Renz ist doch keine Referenz, um uns unsere Demokratie abzuschaffen. Wenn die SVP iheren 2 Sitzt nicht bekommt, wird die Schweiz vermutlich die näschsten vier Jahre lang politische keine Schreitt weiter kommen.

  • Stefan Jost sagt:

    Die BR-Volkswahl wäre von monatelangem nationalen Wahlkampf begleitet, wo mit Millionen-Budgets sich Kanditaten bekannt machen müssen, um eine Wahlchance zu haben. Für die Medien wäre das natürlich ein billiger Füller leerer Zeilen und Sendeminuten, für die Bevölkerung aber vor allem lästig.

  • Cornelis Bockemühl sagt:

    1. Andreas Gross hat recht! Und wenn Kantonsregierungen mit zu starker Exekutive „gut funktionieren“ ist das kein Gegenargument: Auch „Diktatur“ funktioniert, wie die Erfahrung leider zeigt! Wir wollen Demokratie nicht weil sie „besser funktioniert“, sondern weil wir Mitspracherechte wollen.

    2. Das die Parteipräsidenten die Bundesratswahl dominieren ist in der Tat ein Fehler – und ausserdem verfassungswidrig: Bundesräte werden vom Parlament OHNE WEISUNGEN gewählt, d.h. Fraktionszwang ist (anders als in anderen Ländern) illegal.

    Fazit: Nicht das Verfahren ist falsch, sondern die Anwendung

    • lukas sagt:

      Es gibt keine Weisung. Die Wahlen finden geheim statt, so kann jeder Parlamentarier wählen wen er will. Natürlich geben die Bundeshausfraktionen Wahlempfehlungen raus, aber eben Empfehlungen (bis hin zur starken Aufforderung).

  • Frank Z. Marg sagt:

    Bin einverstanden mit Ihrem Text, Herr Renz!! Sollte die SVP eine solche Initiative lancieren, dann unterschreibe ich sie (oder ist sie bereits lanciert?). Das wäre das erste Mal, das ich ein SVP-Anliegen unterstütze.

  • Obwohl die SVP seit Jahren die Volkswahl des Bundesrates propagiert, wird sie keine Freude daran haben. Dann hätte sie nämlich gar keinen Bundesrat mehr oder nurmehr solche, die auch mehrheitsfähig sind, also dem heutigen Management der Partei zuwiderlaufen.

    • Heinz Gerber sagt:

      @Specker, es hat einen weiteren Nachteil für die SVP. Ein Ausschlussverfahren wie gegen EWS wäre beim Volk absolut kontra-produktiv. Das Volk würde aus Trotz eine ausgeschlossene Person wählen.

  • Patrick Tanner sagt:

    Bis anhin wurden von der Sozialdemokratischen Partei 2 Volksinitiativen lanciert und zur Abstimmung gebracht, die eine Volkswahl des Bundesrates und eine Erhöhung der BR-Mitgliederanzahl von 7 auf 9 forderten: 1890 wurde die erste Initiative mit 65% Nein-Stimmen und 1942 mit 68% Nein-Stimmen abgelehnt. Obwohl in den 1920er und 1930er Jahren der Wähleranteil der SP vergleichbar war wie heute derjenige der SVP wurde der SP erst 1942 mit BR Nobs einen BR-Sitz zugesprochen. Die SP hatte damals wie heute die SVP fast die gleichen Argumente für eine Volkswahl des Bundesrates.

  • werner sagt:

    Volkswahl evtl. besser als das heutige System? Was könnte am 15. Dezember passieren: EWS wird als Zweite im Amt bestätigt, Linke, Frauen und die Medien applaudieren!
    SVP zieht ihren einzigen Bundesrat zurück. Eine wilde Kandidatur wird auf den Schild gehoben. Der/die Gewählte wird aus der SVP ausgeschlossen und tritt in die BDP ein. 2 Bundesräte für eine 5.4%-Partei. Grossartiges Szenario in einer Zeit, wo es uns bald wirtschaftlich schlechter gehen wird. Die Entlassungswelle nach den Wahlen hat ja bereits begonnen. Es gibt nur einen gangbaren Weg zum Wohl der Schweiz: Konkordanz 2+2+2+1

    • Robert Fehlmann sagt:

      Sicher nicht Konkordanz 2-2-2-1! Das war einmal richtig. Jetzt aber sehe ich nicht ein, warum von den beinahe gleichstarken FDP und CVP die eine Partei 2 Sitze und die andere nur einen zugute hat.

    • Hanspeter sagt:

      Dafür dürfen wir dann auch auf de Strasse. Der solziale Frieden lässt grüssen!

  • Chrigel sagt:

    Ein gordischer Knoten… wenn das Volk wählt, kriegen wir vllt einen Reagan. Diese unsägliche Formel 2-2-2-1 gehört jedoch gerügt, da schlichtweg sinnfrei. Weshalb? Wenn die nackten Zahlen die Sitzverteilung definieren sollen (und müssen), ist der einzig ehrlich Weg folgender:
    200 Sitze im Nationalrat. Sieben Bundesratssitze. Macht ein ‚Kuchenstück‘ mit der Grösse 28.57, aufgerundet 29. Jetzt listet man die Sitze aller Parteien im Nationalrat auf und trägt Stück um Stück ab. Nach der Wahl vom 23.10.2011 wären dies:
    … (nächter Eintrag)

  • Afrim Brama sagt:

    Bravo Herr Renz; ganz Ihrer Meinung! Warum das Volk nicht die Bundesräte wählt, hab ich noch nie verstanden! Schliesslich sind wie eine direkte Demokratie…

    Und der Herr Gross hat sich, einmal mehr, damit böse ins Abseits bugsiert. (PS: wie konnte dieser Jetsetter bloss wiedergewählt werden..?!)

  • Jean Thomas Weber sagt:

    „Grunder, Levrat, Darbellay und Co.“ man merke, da gingen ja Pelli und der Dino Blocher glatt vergessen oder figurieren sie jetzt bereits unter & Co? Nach einer Volkswahl könnten möglicherweise SVP + FDP gleich gemeinsam in die Oposition gehen müssen.
    Was dann doch wieder zu bedauern wäre. Notre Monsieur le Président macht wenigstens noch Kinder neben dem Regieren.
    Hat denn in der Schweiz niemand mehr Sinn fürs Cabaret?n.

  • imfeld sagt:

    Die Bundesratswahl gehört vor das Volk und nicht in die Hände von Partei-Primadonnen. Nur einige hätten dann schlaflose Nächte, weil es ja sein könnte, dass die SVP den Platz bekommt, welcher ihr vom Volk zugestanden wird. Es kann ja wohl nicht angehen, dass einige Parteipräsidenten entscheiden wer wählbar ist und wer nicht. Mit Demokratie hat dies nichts mehr zu tun sondern mit Zwängerei. Den jugendlichen will man Fairplay mitgeben, während in Bern die Muppet-Show in vollem Gange ist. Das Ganze könnte man eigentlich unter dem Titel Komödianten-Stadel abtun – wenn es dann nicht zu ernst wäre.

  • Chrigel sagt:


    1. Sitz SVP, 2. Sitz SP, 3. Sitz FDP, 4. Sitz CVP, nun geht der 5. Sitz nicht an die GPS (Grüne), obwohl sie die fünftgrösste Partei sind, sondern wieder an die SVP, da nach den ersten „29er Kuchenstück“ noch immer 25 Sitze übrig sind – also 5. Sitz an SVP, 6. Sitz (aus demselben Grund wie bei der SVP) geht wieder an die FDP und der letzte und 7. Sitz ginge nun an die GPS (Grüne), also gehen die sieben Sitze an: SVP, SP, FDP, CVP, SVP, FDP, GPS.
    … (nächster Eintrag)

  • Thomas Steffen sagt:

    Neue Regeln für die BR Wahl: Wählbar ist nur, wer seit mehr als 5 Jahren parteilos ist. Dazu muss er dem Departement entsprechend vom Fach sein – zB ein Arzt für das Gesundheitsdepartament oder ein Jurist für das Justizdepartament. Die Konkordanz ist typisch für die Kuschelpolitik der CH. Man will damit die BR Sitze kampflos sicherstellen. Der BR müsste parteineutral arbeiten – yeah right ! Darum – die Idee von Ch Blocher den früheren NB Präsidenten Jean-Pierre Roth als BR zu wählen war eine gute Idee.

  • Chrigel sagt:


    Das Wichtigste dabei ist aber:
    Die Kandidaten, welche von den jeweiligen Parten gestellt würden, dürften nicht mehr durch den NR gewählt werden, sondern durch das Volk. Hier müsste man natürlich die Basis aufmerksam miteinbeziehen, nicht, dass man als SVP gerade mal Blocher bringt und das war’s dann.

    ps: Ich hoffe, mein mittlerler Post ging nicht verloren. Falls ja, hier die Erläuterung nochmals in kurz: 200 NR Sitze = 29 Sitze je BR-Sitz (200 / 7). Jetzt jeweils 29 von der Sitzzahl des NR abtragen = Sitze für SVP, SP, FDP, CVP, SVP, FDP, GPS.

    • Oliver sagt:

      Und aus welchem Grund genau, soll die FDP einen 2. Sitz erhalten und nicht die SP? Wenn man mit Kuchenstücken rechnet, ist nach der SVP, die SP mit 2 Sitzen dran.

    • hpsteinemann sagt:

      ziemlich schräge Arithmetik. Wie kann die FDP bei dieser Berechnung auf 2 Sitz kommen?
      Und die Basis mit einbeziehen ist wohl auch etwas einfach gadacht/forumuliert. Gerade die SVP ist doch bekannt dafür, dass nichts ohne das Einverständnis des Orakels vom Zürichberg passiert…

    • G. Rogi sagt:

      Chrigel: Du hast in Deinen Berechnungen die 48 Stände-Räte vergessen!

    • Stefan Jost sagt:

      Die Rechnerei bis Bruchteile von Prozente ist nur bedingt sinnvoll, wenn lediglich alle 4 Jahre NR-SR-Wahlen stattfinden und gewählte Bundesräte etwa ein Jahrzehnt im Amt bleiben (die Abwählerei ist ja das Blödeste vom Blöden).

      Man könnte auch einfach bei Bundesratswahlen den 7 grössten Parteien der letzten Wahlen je einen Sitz geben, den Übergang zu 1-1-1-1-1-1-1 könnte man jetzt relativ einfach haben:: Die zurücktretende Calmy-Rey wird diesmal durch eine Person von den Grünen erstetzt. Und wenn dann einer der beiden FDP-Bundesräte abritt oder abgewählt wird geht der Sitz an die GLP.

  • Hans Herbst sagt:

    Die Konkordanz ist das, was die Schweiz von allen anderen Demokratien unterscheidet. Eine überparteiliche Regierung, die nach innen und nach aussen eine nachhaltige Stabilität garantiert. Man schaue nur auf die derzeitige EURO-Krise und das Theater um die griechische Regierung. Was nützen langfristig ausgerichtete Rettungsprogramme, die von der nächsten Regierung gleich wieder umgeworfen werden. Die Konkordanz hingegen garantiert Zuverlässigkeit. Und es ist auch richtig, dass die Parteien sich wie auch immer einigen. Ohnehin ist der „Zirkus“ nur durch die Polarisierung einer Partei veranlasst

  • Carmen Heidelberger sagt:

    Ich faends ganz interessant, wie das dann rauskommen taete und vorallem wie dann jene reagieren wuerden, die jetzt quasi 7 Bundrsraete fuer sich beanspuchen, nur weil 26% ueber 1/3 und somit die Mehrheit repraesentieren, um dann nach den Wahlen irgendwie das einfache 1×1 wieder lernen zu muessen

  • Ich will den Bundesrat wählen. Ich habe laut Bundesverfassung die gleichen Rechte wie die Herren Darbellay, Grunder etc.

  • Alois Losil sagt:

    Ich habe weder die Ausführungen von Herrn Gross noch die des Artikelverfassers richtig verstanden. Vielleicht bin ich zu dumm, sicher aber nicht der einzige, der dem Text nicht genau folgen konnte. Sollte ein interessantes Thema nicht so dargestellt werden, dass ein grösserer Teil der Bevölkerung sich informieren und orientieren kann?

  • Ich will den Bundesrat wählen. Ich habe laut Bundesverfassung die gleichen Rechte wie die Herren Darbellay, Grunder etc.

  • Sirius sagt:

    Das Problem bei Volkswahlen der Exekutive ist der Wahlkampf, man kann es überall beobachten wo Präsidenten gewählt werden, wer mehr Geld in den Wahlkampf stecken kann und mehr manipuliert, gewinnt. Die Parlamentswahlen sind in Sachen Wahlwerbung schon schlimm genug. Wenn also Bundesrats-Volkswahl, dann mit vordefinierten Finanzierungslimiten. Was ausserdem nützlich wäre um eine diverse Parteienlandschaft zu bewahren, wenn man Kandidaten von mindestens 3 Parteien (oder parteilos) angeben müsste damit der Stimmzettel gültig ist. Und natürlich jeden Namen nur einmal.

  • T. Gysin sagt:

    Bundesratskandidat darf man nicht werden, nur weil man braver Parteigänger ist, sondern nur, wenn man für dieses anspruchsvolle Amt geeignet ist. Aus diesem Grund darf die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielen. Ein Bewerbungsverfahren + ein Assessment muss durchlaufen werden + nur diejenigen dürfen zur Wahl antreten, die die Anforderungen erfüllen. Diese Kandidaten stellen sich dann dem Volk zur Wahl, wobei die Landes- / Sprachregionen angemessen vertreten sein müssen. Das Parlament hat zur Genüge bewiesen, dass es nicht in der Lage ist, korrekt +fair zu wählen. Ich befürworte die Volkswahl.

  • Sehr geehrte Damen und Herren:
    Die Zeit ist nun gekommen das das Volk mitspricht.Wenn die Abstimmungen nichts mehr Wert ist.Die Mauschelaien sollen ein Ende haben. Das Volk muss wieder das sgen haben. Es ist ja fürchterlich was man von einem Herr Grunder anhöhren muss.Wir sind alle mündig also die die stimmen um auch das fertig zu bringen was die inBern sollten.Es wird jetzt schon wieder gemischelt was das Zeug hält.

  • Alois Leimgruber sagt:

    Wen verschwindet endlich dieser Spesenritter Andres Gross endlich von der Bildfläche der nur unsere Steuergelder verschwendet und uns nur schadet !

  • Greifen wir wieder einmal den Rudolf Farner’schen Gedanken auf: «Gebt mir eine Million, und ich mache aus jedem Kartoffelsack einen Bundesrat». (Sieben Bundesräte entsprechend mehr. Allenfalls mit Mengenrabatt.) Aber die Millionen sind ja – je länger, je mehr – vorhanden. Nur nicht gleichmässig verteilt. Von einer Volkswahl würden vor allem wirtschaftsnahe Parteien mit guten Verbindungen zu finanzstarken Unterstützern profitieren. Und die SVP, die endlich ihre beiden Trümpfe «Wirtschaftsnähe» und «30 Prozent Schafe» gleichzeitig ausspielen kann. Aber da sage ich wohl nichts Neues.

    • Hanspeter sagt:

      … und auch nichts gescheites

    • Lennart Kirill sagt:

      @P. E. Eyholzer, dieses Zitat bezog sich auf die Zeiten wo noch der BR durch das Parlament gewählt wurde. In der Tat hatten wir in der Vergangenheit viele Kartoffelsäcke im BR. Bei einer Volkswahl würde wohl eine Million bald nicht mehr ausreichen, es nämlicher billiger 240 Parlamentarier zu kaufen und einzuseifen als eine ganze Nation. Und zuviel PR für einen Kandidaten oder eine Partei kann leicht zum gegenteiligen Effekt führen, wie das Wahlresultat der SVP, trotz der unerträglichen Plakatschwemme ja belegt.

      • Ich verstehe Ihren Einwand, Herr Kirill, denke mir aber, dass es weitere Interpretationsmöglichkeiten für das «schlechte» Abschneiden der SVP gibt. Da wir nicht wissen, wie ohne massive Werbung gewählt worden wäre, ist auch vorstellbar, dass ohne Werbung noch viel weniger SVP-Wähler zur Urne gegangen wären. Unter dieser Annahme hätte die Werbung dann wieder funktioniert.

  • Der Konkordanzquatsch muss tatsächlich weg. Volkswahl ist aber nicht unbedingt nötig. Die 7 Posten müssen einfach auf die stärksten Parteien mathematisch verteilt werden, wobei jede Partei selbst den Kandidat stellt, Punkt aus Amen. Die anderen Parteien dürften auf keinen Fall dreinreden, also keine Wahl mehr durchs Parlament. Nätürlich hätten wir dann unseren geliebten Kindergarten der BR Wahl duchs Parlament, welcher zugegeben Unterhaltungswert hat, nicht mehr; das wäre ein kleiner Wermutstropfen.

  • Lennart Kirill sagt:

    „Regierende können in einer Demokratie, anders als Gross meint, davon gar nie genug erhalten.“, Dem ist Angesichts der heranziehende und vermutlich noch drastischer werdenden Weltwirtschaftskrise eigentlich nur beizupflichten. Ich sehe ebenfalls keinen Grund weshalb das was auf Kantonsebene problemlos funktioniert nicht auch auf Bundesebene funktionieren sollte. Natürlich müsste der Schutz der sprachlichen Minderheiten absolut gewährleistet werden, das heisst Romans und Tessiner sollten einen festen Anspruch auf eine ihnen vorbehaltenen Sitze im BR haben.

  • Chrigel sagt:

    …Nacheinander die 29 von allen Sitzzahlen abtragen und dann jeweils wieder zuerst der noch immer grössten Sitzzahl wieder einen BR-Sitz zuhalten. Das wären dann: SVP, SP, FDP, CVP, SVP, FDP, GPS.

    Veränderung ggü heute: SVP +1, BDP -1, CVP -1, GPS +1.
    Veränderung ggü Konkordanz: BDP -1, CVP -1, GPS +1.

    • roger sagt:

      Der Anspruch auf einen BR soll nicht anhand der Sitze im Rat, sondern anhand der Prozente, welche die Partei durch die Volkswahl erhalten hat, berechnet werden. (Sonst wirkt sich das Glück in der Verteilung der Sitze im Rat auch im Anspruch auf die Anzahl BR aus: CVP 3, SP 9, SVP 1, GLP 1 Sitz zuviel in NR // EVP 2, GPS 2,EDU 3, BDP 2 Sitze zu wenig im NR.) Pro 14.3 % gibt es einen BR: SVP: 2 / SP: 1 / FDP: 1 / CVP: 1 / GPS: 1 / GLP oder BDP 1 Sitz, dieser würde 2011 an die BDP, Frau Widmer Schlumpf gehen. Dieses Vorgehen kann man als Abstimmungswill des Volkes bezeichnen.

      • Oliver sagt:

        Genau, wenn dann anhand der Wählerbeteiligung in Prozenten. Das Proporzglück und -pech sollte nicht noch dienliche bzw. schädigende Auswirkungen haben.
        Ausserdem müsste bei einer Kuchenaufteilung nicht nur die 200 Nationalräte miteingerechnet werden, sondern auch unsere 46 Ständeräte. Diese Rechnung lässt sich leider noch nicht aufstellen bis Ende November…

    • Hans Hugentobler sagt:

      Jetzt haben sie soviel geschrieben und es kommt so ein Mumpiz raus. Wenn ein Bundesratsitz 14.3% entspricht, dann haben die SVP und SP Anspruch auf zwei Sitze und die FDP und CVP nur auf einen. Auf den letzten Sitz hätte die GPS einen Anspruch. Es leuchte überhaupt nicht ein weshalb die FDP Anspruch auf zwei Sitze hat.

  • Sven Lercher sagt:

    Bin absolut Ihrer Meinung, Herr Renz – ein sehr guter Beitrag. Ich denke, es geht hier hauptsächlich um die Angst der vorwiegend im linken Spektrum angesiedelten Politiker, dass eine solche Volks-Bundesratswahl populistisch geführt würde. Dass diese Angst unbegründet ist, belegen die kürzlich abgehaltenen Wahlen, bei denen die SVP notabene stark verloren hat. Die Politiker sollten endlich vom abstrusen Gedanken abkommen, dass sie die besseren Entscheide als der ‚kleine‘ Wähler resp. Stimmbürger treffen zu könnten!!

  • Ueli Messerli sagt:

    Es ist tatsächlich eine grosse Schwäche der numerischen Konkordanz, dass sie zu unflexibel auf die Veränderungen in der Parteienlandschaft reagiert. Schlimmer ist jedoch der Anspruch der inhaltlichen Konkordanz. Er verträgt sich nicht mit der direkten Demokratie, weil sie die Volksabstimmungen nicht überlebt. Ob sich die Erfinder der „konstruktiven Kräfte“ und IHK dessen bewusst sind?

  • bruno - walther rudolpph sagt:

    bundesrats-volkswahl jein >>> wer kennt schon die kandidaten aus den anderen kantonen / landesteilen >>>> für die erste legislatur (4 jahre soll wie bisher die nationalversammlung bestimmen) die wiederwahl nach 4 jahren sollte eine volkswahl sein. >> eine dritte legilatur sollte nur mit einem 2/3 mehr in volk und ständen möglich sein. >> im übrigen DIE UMWELT IST UNSER HÖCHSTES GUT >>> DARUM EINe GRÜNEr in den bundesrat >>> die neue zauberformel je 2 BR für die 2 wählerstärksten parteien danach je einen für die folgenden 3 >> z.z 2 SVP, 2 SP. 1 FDP, 1 CVP, 1 GRÜNE

  • Edith Habermann sagt:

    Am Montag nach den National- und Ständeratswahlen behauptete der Wahrsager Claude Longchamps, dass 2/3 der Schweizer Eveline Widmer-Schlupf im Bundesrat wollen. Diese Woche gab es auf Tele Züri eine TED Umfrage, da waren plötzlich nur noch 18% der Bevölkerung für einen Verbleib von Eveline Widmer-Schlumpf im Bundesrat. Da Claude Longchamps in der Vergangenheit schon öfters völlig daneben lag mit seinen Prognosen, vermute ich einen politisch motivierten Betrug, der erst noch von der öffentlichen Hand finanziert wurde und dem Fernsehpublikum als wissenschaftliche Studie verkauft wurde.

    • Peter Richter sagt:

      Mag ja sein, dass Herr Longchamps eine gewisse Anzahl Leute befragt hat und 2/3 von diesen einen Verbleib von EWS im BR befürworten.
      Aber, wenn dies wirklich 2/3 der Stimmbürger wollen, dann hätten diese auch BDP wählen müssen. In der Realität haben aber nur 5% der Wählenden für die BDP gestimmt. Man kann nicht eine Partei wählen und dann für eine andere die man nicht gewählt hat auch noch einen BR fordern.
      Die BDP und EWS müssten so fair sein und sich aus dem BR zurückziehen.
      Wenn schon eine kleine Partei einen BR stellen darf, wäre es gemäss Wähleranteil zuerst die Grüne Partei Schweiz.

    • Frau Habermann
      Sie haben mit Ihrem Kommentar ins Schwarze getroffen.
      Auch ich habe langsam grösste Mühe mit der linken Propaganda-Zentrale Leutschenbach.
      Die Beeinflussung ist penetrant.

      • Herr Pfaendler, das hat doch nichts mit links und rechts zu tun. Das ist eher eine Frage der Methode. Auch die Resultate vonTelefonumfragen wie denjenigen bei Tele Züri lassen sich erklären. In Sachen EWS greift der empörte SVP-Anhänger zum Hörer, während der nicht-empörte und nicht SVP-Wähler keinem Ärger Luft zu machen braucht und auf den Anruf verzichtet.

    • Harry sagt:

      Spitze, Frau Habermann. Da vergleichen Sie Aepfel mit Bananen! Eine demoskopische Umfrage ist halt nicht das Gleiche wie eine angekündigte TED Umfrage. Bei der TED Umfrage kriechen die Wahlverlierer aus ihren Löchern und schreiben sich die Finger wund wie in diesen organisierten Kommentaren. Die schweigende Mehrheit hat die Wahlen entschieden und verzichtet, die Hassausbrüche zu kommentieren oder an manipulierten Umfragen teilzunehmen. Warten wir den 14. Dezember ab. Die demokratisch gewählte Bundesversammlung wird es schon richten.

      • Edith Habermann sagt:

        @Harry: Ich kenne den Unterschied zwischen einer TED Umfrage und einer demoskopischen Umfrage. Und ich halte beide für nicht 100%-ig glaubwürdig. Wenn aber dabei ein so eklatanter Unterschied zu Tage tritt, riecht das für mich sehr nach Manipulation. Meines Erachtens versuchen Claude Longchamps und seine Financiers im Leutschenbach auf perfide Weise die demokratisch gewählte Bundesversammlung unter Druck zu setzen, mit dem Ziel, dass EWS für weitere 4 Jahre gewählt werden muss, um den Volkswillen zu respektieren.

  • rene probst sagt:

    warum dreht man den spiess nicht um und verlangt von allen bundesräten den sofortigen parteiaustritt direkt nach der wahl?

  • Philipp Rittermann sagt:

    die konkordanz ist wohl mittelfristig gesehen ein auslaufmodell. fähige politik soll parteienübergreifend von fähigen politikern betrieben werden; nur das bringt das land weiter. ein stures beharren der grossen parteien auf ihre sitze bringt gar nichts.

  • fischer sagt sagt:

    Da wir nach wie vor ein veraltetes Parlament haben, sind dies nicht betreut, für die ukunft der nächsten generationen zum Wohl des Volkes ihr Stelldichein einzubringen. Man denkt weiterhin nur in der GEGENWART und ist noch inner nicht bereit für die Zukunft zu wikren.

  • Jürg Allemann sagt:

    Konkordanz ist in unserer Referendums-Demokratie richtig. Konkordanz bedeutet, dass die wichtigsten politischen Richtungen angemessen in der Regerung vertreten sind. Konkordanz ist nicht notwendigerweise „Zauberformel“. Diese entstand in den 50-er Jahren und bildete die damalige Parteienstärken einigermassen korrekt ab. Heute bräuchte es eine neue Zauberformel, die den veränderten Verhältnissen gerechter würde, vermutlich eine 2+3+2 Formel. Sicher aber kann die politische Rechte SVP/FDP mit ca. 40% Wählerstimmen nicht eine 4/7 Mehrheit im Bundesrat beanspruchen.

  • Ségolène Dupre sagt:

    Volkswahl für den Bundesrat! Was aber hat Gross mit dieser Thematik zu tun? „Selbst Andreas Gross gesteht ein…“ Warum soll Gross plötzlich eine moralische Instanz sein? Als oberster Spesenritter der Nation hat er sich als Vergnügungsreisender auf Steuerzahlerkosten geoutet. Und mit seinem Haus im Jura und einem „Steuer- und Wahldomizil“ Zürich entpuppte er sich als opportunistischer Steuerflüchtling. Tja, bald landet er wohl im Dinosauriermuseum.

  • Martin Meier sagt:

    Bei aller Liebe zu uns dem Volk, wir dürfen uns NIE für die BR Wahl durch das Volk aussprechen. Bereits oben erwänt, wird ein BR Sitz imens viel kosten. Die Kosten werden immer unheimlichere und grösser. Grosskonzerne und Interessensgruppen werden sich die Sitze mit ihren Werbebudgets kaufen können. Und wir haben immer weniger zu melden. So wie’s ist wird unter den von uns gewählten Parteien gestritten und gemeinsame Kompromisse gefunden. Das Geld darf nicht ins Parlament ziehen.

  • Peter Kuster sagt:

    Bin fuer die Volkswahl der Bundesraete. Allerdings ist zu bedenken, dass Bewerber von der Westschweiz und vom Tessin einen sehr schwierigen Stand haetten gegenueber der Uebermaechtigen Deutschschweiz. Vermute ich. Und das koennte doch zu groesseren Spannungen zwischen den Sprachgruppen fuehren.

  • Markus Döbeli sagt:

    Ich glaube, bei Euch piepts wohl! Volkswahl??? Ja und dann: Wenn plötzlich Roger de Weck und Beda Stadler sowie Josef Ackermann gewählt sind, weil sie bekannte Persönlichkeiten mit Leistungsausweis sind, dann haben wir dann den Salat! Ich würde/könnte NIE einen Kandidaten einer Partei wählen als BR, der mir bereits durch ein parteiinternes Auswahlverfahren vorgeschlagen wird, sondern ich möchte dann auch meinen eigenen Favoriten wählen können (eben z.B. Josef Ackermann). Das Ganze gäbe ein riesen Chaos, bei welchem niemals ein Kandidat das absolute Mehr erreichen würde.

    • PlainCitizen sagt:

      Also Beda Stadler und Josef Ackermann wären mir schon recht. Die haben ja einen Leistungsausweis und sind intelligent.
      Aber in der Summe gebe ich Ihnen recht.

    • Lennart Kirill sagt:

      @Markus Döbeli Keine Panik mein Lieber, man müsse halt einfach so wie bei den kantonalen Regierunsräten einen zweiten Wahlgang ansetzen für den Fall das keiner der Kandidaten im 1. Wahlgang ein absolutes Mehr erziehlt hat.

      • Markus Döbeli sagt:

        @ Lennart: Das ist ja dann genau das Chaos. Wenn man beim zweiten Wahlgang bereits jenen Kandidaten mit den meisten Stimmen wählt, dann ist das dann bestimmt Roger Federer oder Beni Thurnheer. Und dann? Müssen sich jene einer Partei anschliessen oder politisieren sie parteilos?

  • Cassandra Dürr sagt:

    Was viele SchweizerInnen nicht begreifen: Die Konkordanz bewahrt uns vor extremen politischen Entscheiden und damit vor dem, was wir in D, GR, Italien (!!) sehen können. Je grösser der Schreihals und je korrupter, desto eher wird er gewählt. Nein, danke! Lieber eine etwas langweiligere, da vorsichtigere Politik, dafür aber vernünftige und zahlbare Entscheidungen. Ausserdem haben wir gerade WEGEN der Konkordanz weniger Korruption, als wenn Personen mit viel Geld (woher kommt es denn, wenn nicht von denen, die das Wohl der kleinen Leute missachten?!) belliebig viel werben und bestechen können.

  • Joseph Müller sagt:

    Vielleicht würde es schon genügen, dass BR-Wahlverfahren drastisch zu vereinfachen, um die bekannten und üblen parteipolitischen Spielchen/Mätzchen zu verunmöglichen oder zumindest zu erschweren: Ein Stimmzettel mit 7 Linien, gewählt wären dann die 7 Kandidaten mit der höchsten Stimmenzahl. Bei einer Volkswahl müssten ja wohl auch alle in einem Durchgang gewählt werden und nicht einer nach dem anderen.

    • Hans Hugentobler sagt:

      Diese Idee finde ich sehr sympathisch. Ein Wahlgang, die sieben die am meisten stimmen haben sind gewählt. Keine Chance für irgendwelche Spielchen und Mätzchen.

  • G.Frey sagt:

    Volkswahl jawohl, dem kann ich nur zustimmen, wäre das so gewesen bei Wahl Widmer-Schlumpf ev. wäre sie nicht gewählt worden. War ja eine abgemachte Wahl.

  • Berta Müller sagt:

    Es geht ganz einfach. Die fünf grössten Parteien erhalten je einen Bundesratssitz. Basta!

  • Was für eine Volkswahl? Proporz oder majorz? Die Erstere würde wohl auch in der Regierung Kräfteverhältnisse wie bei den Eidg. Wahlen fürs Parlament ergeben, sofern sich die Mitteparteien zu einer Allianz zusammenschlössen. Rotgrün käme auf zwei Bundesräte, ebenso die SVP und die Mitte (CVP, BDP, GLP, EVP), die FdP aber nur auf einen. Der Ausgang einer Majorzwahl wäre höchst unberechenbar: Es käme zu einem zweiten Wahlgang, dann möglicherweise zu unterschiedlichen Mehrheiten in Parlament und Regierung. Eine politische Blockade wäre damit vorprogrammiert.

  • sandro gasser sagt:

    natürlich können alternativen zur nummerischen konkordanz angedacht werden und es ist immer ok, wenn politische traditionen überprüft werden. nur, die schweiz ist eben kein homogenes gebilde sondern besteht aus sprachregionen, kulturelle und mentalen
    unterschieden. wie könnten z.b. kleine kantone einen BR stellen? sie würden immer überstimmt. es gibt deshalb keine alternative zur konkordanz, die letzten 4 jahre haben es aufgezeigt. es gibt allerdings auch keine alternative zu einem VERANTWORTUNGSVOLLEM parlament, das kleinkarierte parteiintressen über das landeswohl stellen!

  • David Rüegg sagt:

    Das Schweizer Volk hat bereits heute sehr viel Möglichkeit in der Politik mit zu bestimmen – all zu oft wird diese Möglichkeit leider nicht einmal wahrgenommen. Diese Tatsache und das Affentheater bei Regierungswahlen in anderen Ländern (allen voran Amerika) begründen meine totale Abneigung gegen die Volkswahl des Bundesrats. Diese Wahl überlasse ich lieber einigermassen kompetenten Parlementariern als irgendwelchen dahergelaufenen Stammtischpolitikern deren Stimme man mit ausreichend Werbung leicht erkaufen kann.

  • Jürg Bachofner sagt:

    Ich glaube, die ganze Diskussion ist ein Schuss in den Ofen. Einerseits hat es sich bewährt, dass ein Bundesrat kaum je Ziel von Wahlkämpfern ist. Das tut dem Amt eher gut. Mir ist die dadurch eher gegebene Stabilität und Kontinuität sehr wichtig. Zum andern stimmt’s, dass die direktdemokratische Legitimation fehlt. Doch, wie müsste eine Volkswahl denn überhaupt aussehen, die Entsprechendes leistete? Wir haben 26 Kantone; aber nur 7 Bundesräte; dazu sprachliche Minderheiten. Eine schweizweite Majorzwahl majorisierte so immer Minderheiten, eine schweizweit noch so ausgeklügelte Proporzwahl auch

  • Max Wyss sagt:

    Exekutivwahlen sind (fast) immer Persönlichkeitswahlen. Die Frage ist dann, ob nicht gerade diejenigen Kreise, die am lautesten nach Volkswahl schreien, den kürzeren ziehen. Zumindest haben sie Mühe in den kommunalen und kantonalen Exekutiven hereinzukommen.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Das Volk hat gesprochen, daraus ist zwingend abzuleiten das ca. 14 % fuer einen BR angerechnet werden. Die Partei und nicht das Parlament fuellt den Posten. Sonst sofort Volks-Wahl des BR. Die Mauscheleien in Bern muessen aufhoeren sonst koennen wir wieder auf das alte System der Tagsatzungen zureuckgreifen und uns die Koepfe wieder ein bisschen einschlagen! Habe sowieso das Gefuehl dass wir einem Waffengang in Europa immer naeher kommen da der Buerger in allen Anreiner-Staaten entmuendigt und ausgenommen wuerden. Die Sozial Schmarotzer muessen verschwinden, und die Euro Turbos abtreten!!!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Mit Sozial-Schmarotzern meinen Sie wohl Brady Dougan von der CS, Daniel Vasella von Novartis, Christoph Blocher und Walter Frey von der SVP usw. Oder habe ich Sie falsch verstanden? Im Übrigen sind die Euro-Turbos schon längstens zur Einsicht gelangt, dass ihre Idee ein romantisches Hirngespinst war. Nur Christa Markwalder hängt noch dieser Idee nach. Muss sie halt, sonst wäre sie politisch erledigt. Ich hoffe jetzt einfach mal für Sie, dass Sie keine Sehnsucht haben nach einem Waffengang in Europa !

  • Ich wäre auch für die Wahl des Volkes, jede Wahl hat 2 Seiten, negative und positive, negativ die Schlammschlachten werden grösser, positiv der Volkswillen hat mehr Kraft. Ein Wahlkampf kostet Geld, es werden tausende oder mehrere Millionen für den Wahlkampf eingesetzt, es wird schwierig eine Wahl von einem Parteilosen Kandidaten durch zubringen, aber es ist möglich, ich denke dass die Vetterli – Wirtschaft unter den Parteien und in der Politik etwas geschwächt wird, einige halten es für unmöglich, dass sich der Bundesrat dadurch verjüngt und weniger professionell wird, gute Hoffnung ?

  • Gene Amdahl sagt:

    „Warum entscheiden Grunder, Levrat, Darbellay und Co., wer die Eidgenossen regiert, statt besagte Eidgenossen selber?“
    Eidgenossen würden diese Leute wohl kaum wählen, sondern eher Schweizer.

  • Georg Stamm sagt:

    Der 4-jährliche Konkordanzzirkus und Intrigantenstadel hat auch eine unterhaltende Seite. Allerdings geht es um Ernstes und deshalb ist das Amusement beschränkt. Neben dem Selbstdarsteller Darbellay, dem ehrlich engagierten Levrat, dem Gentleman Pelli gibt es noch einen, der sich masslos überschätzt: H. Grunder. Der Mann hat nur 1 polit. Ziel: Der SVP schaden. Ein wahrlich tolles Programm, das sicher hilft, die Probleme kommender Jahre zu lösen. Wenn das Parlament 2011nochmals eine unwürdige Wahlposse vorlegt, wird die BR-Volkswahl an Zustimmung gewinnen.

  • Rudolf Riggenbach sagt:

    Die „Confoederatio Helvetica“ ist ein Zusammenschluss unterschiedlichster Regionen, Kulturen, Sprachen und Mentalitäten. Dass ein derart heterogenes Staatsgebilde seit Jahrhunderten besteht – derart erfolgreich besteht – findet weltweite Anerkennung. Dieser Erfolg basiert auf einem ausgeklügelten System des Ausgleichs. Die indirekte Wahl des Bundesrates ist ein Ausgleich zwischen Volksdemokratie und Parlamentarismus und hat sich als Stabilitäts- und Kontinuitäts-Garant bewährt. Die Forderung nach Direktwahl des Bundesrates ist ein Zeichen der schwindenden Ausgleichswilligkeit: CH = ZH + BE (?)

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Volkswahl des Bundesrates ist und bleibt Quatsch. Es würde zur politischen Spaltung der Schweiz in Deutsch- und Welschschweiz führen. Unsympathisch, wie der junge Parvenu Renz sich mit provokanten Thesen zu profilieren versucht. Der Köppel der Linken oder nur ein zukünftiger (rechter) Köppel?

  • Thomas Läubli sagt:

    Das hatten wir doch schon. Das Wahlprozedere ist viel zu kompliziert. Bei Ständeratswahlen kann es jetzt schon bis zu 3 Wahlgängen kommen. Wie sieht das dann erst bei den Bundesratswahlen aus?

  • Jürg sagt:

    Ich bin für eine Volkswahl. Jeder Schweizer soll 2 Stimmen haben, die er abgeben kann… Die Kandidaten mit den meisten Stimmen haben gewonnen, denke, dass so gerecht die Sitze verteilt werden. Dabei ist es dem Schweizer Volk sicher auch ein Anliegen, wenn Parteien fähige Leute aus der Romandie und Tessin aufstellen und das Volk wird dies würdigen, genauso wie es auch weibliche Kandidaten würdigen wird. Auf jeden Fall muss dieses unselige Gemauschel gewisser Parteien vor den Wahlen aufhören. Wenn BDP so sicher ist, dass das Volk EWS wählen würde, so sollen sie sich auch für Volkswahl einsetzen

  • Jedes System lässt sich ad absurdum führen oder aushebeln; dies geschieht durch die Parteien, die sich ebenso stabil organisiert haben wie die Verfassungsinstitutionen. Das führt dazu, dass in den und durch die Parteien entschieden wird, wer welches Amt bekommt. Das ist in meinen Augen verfassungswidrig. Denn die Parteien sind immer zentralistisch organisiert und hebeln das föderalistische Prinzip aus. Es müsste daher verboten werden, Parteien zu gründen, die sowohl die kantonalen Regierungen als auch die des Bundes bestimmen. Entweder ist eine Partei kantonal oder national, aber nie beides.

  • maria streit sagt:

    Was da abgeht ist meiner Meinung nach Kindergarten. Hauptsache ist doch die fähigsten zu wählen!!

  • Bruno Dreier sagt:

    Dieser junge Journalist hebt sich klar ab vom üblichen „politisch-korrekten“ Einheisbrei der meisten Journalisten und Polit-Experten! Bravo!

  • Konkordanz, heisst doch nur, dass es Parteien gibt, die wohl keinen gescheiten Bundesrat bringen können, aber unbedingt zwei im BR haben möchten. Volkswahl wäre das Beste! Wenn auch etwas Mühsam, da man echt studieren müsste, Wer mir Wem (Industrie-Interessen) verbandelt ist. Aber das würde ich auf mich nehmen.

  • Die Konkordanz hat ihre Berechtigung und soll sicher nicht aufgrund einer BR die sich auf hinterhältige Art und Weise eingeschlichen hat überworfen – oder NEU erfunden werden.
    EWS ist fachlich vielleicht akzeptabel doch als Mensch mit diesen miserablen Charaktereingenschaften wie korrupt, wankelmütig etc. niemals fähig für die Landesregierung.
    BASTA mit dem Kaffeklatsch und Kaffeesatzlesen – 2-2-2-1 heisst die Formel. Eine 5%-Partei hat im BR nichts zu suchen.
    Die Volkswahl ist das einzig richtige.
    ewz

  • Fritz Gerber sagt:

    Mir ist die Wahl durch das Parlament in heutigen Zeit immer noch lieber als eine Volkswahl, welche auch immer etwas ungerecht sein wird, weil wir in der Schweiz eben verschiedene Regionen und Sprachen haben! Wir wollen unser System behalten und an der bewährten Konkordanz festhalten, das ist immer noch besser als die unmögliche Oppositionsdemokratie in unseren Nachbarländern! Also bleiben wir beim schweizerischen System und der Konkordanz! Ich glaube wir müssen keine ausländischen Systeme kopieren, denn die Schweiz hat eine gut funktionierende Demokratie, für diese es sich einzustehen lohnt!

  • Hans Gross sagt:

    Volkswahl oder Parlamentswahl, was ist besser? Letztendlich kommt es auf die Qualität der Kandidaten an. Heuer überzeugt die SP mit ihren Kandidaten: Alain Berset, Pierre-Yves Maillard und Stéphane Rossini sind Grosskaliber-Kandidaten. Das wären sie aber auch in einer Volkswahl. Ich lasse die Leser sich ein eigenes Urteil über Köbi Frey und … (wie hiess der andere schon wieder?) bilden. Besser würden die Kandidaten jedoch auch durch eine Volkswahl nicht!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.