Gölä gegen die Gebildeten

Politblog

Das ist seine Welt: Gölä posiert auf einer Baustelle. Wo ehrliche Menschen ehrliche Arbeit verrichten. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Ich kann Gölä verstehen, wenn er sich über die Studierten beklagt. Sie besetzen die mächtigen Positionen und haben die gut bezahlten Jobs. Das Schlimmste aber ist ihr Wissen. Die Gebildeten wissen es nämlich immer besser. Dabei ist die Besserwisserei so schlimm, weil es nicht bloss um das Wissen geht. Bildung ist an einen Lebensstil gebunden: Was du magst, was du trägst und was du liest, wie du sprichst, wie du isst und wie du bist. Deshalb kann die Belehrung des Studierten erniedrigender sein als die Prahlerei des Milliardärs.

Vom hohen Ross runterholen

Herrschaft hat immer zwei Seiten. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Gölä weiss das und trotzt der Macht der Gebildeten. Zur Verfügung steht ein ganzes Archiv mit Argumenten, das die Geschichte der Beherrschten bereitgestellt hat. So lassen sich die bequemen Schoggijobs der Studierten der harten Arbeit der Büezer gegenüberstellen. Was wäre denn die Architektin ohne die Büezer? Und warum soll die Arbeit bei Regen und Kälte weniger wert sein als das Herumsitzen im warmen Büro? Ist es nicht umgekehrt? Man muss die Studierten von ihrem hohen Ross runterzuholen und ihre luftige Theorie mit der bodenständigen Praxis konfrontieren.

Es geht bei solchen Retourkutschen um mehr als individuelle Ressentiments. In einer Gesellschaft, die Freiheit und Gleichheit auf ihre Fahnen schreibt, sind die Hierarchien problematisch, die mit der Macht der Bildung entstehen. Besonders störend ist die Vererbbarkeit dieser Macht. Die Eltern übertragen ihren Lebensstil auf die Kinder und machen dadurch den Bildungserfolg ihrer Sprösslinge wahrscheinlich. Die Zürcher Schulen sind da durchaus konsequent und ehrlich, wenn sie in Zukunft das Betragen der Kinder beim Übertritt ins Gymnasium berücksichtigen.

Moderne Bildungspolitik

Gerade für eine liberale und egalitäre Gesellschaft ist es wichtig, der Herrschaft der Gebildeten zu trotzen. Die Retourkutschen retten die Ehre der anderen und setzen der Erniedrigung Grenzen. Für eine moderne Bildungspolitik ist die Retourkutsche allerdings das falsche Fortbewegungsmittel. Eine solche Politik wird aber gefahren, wenn bei der Bildung gespart, die Allgemeinbildung in der Berufslehre nicht ausgebaut und die Berufs-, Fach- und gymnasialen Maturaquoten plafoniert werden.

Gölä findet das vielleicht gut, allerdings freuen sich auch die, die auf dem hohen Ross sitzen. Denn die Ressentiments gegen die Studierten bedienen sich bei Argumenten aus einer Zeit, in der Hierarchien als Teil einer natürlichen Ordnung galten. Wer mit ihnen Bildungspolitik betreibt, zementiert letztlich die Herrschaft jener, die über Bildung verfügen. Denn Retourkutschen begrenzen die Hierarchien, aber zugleich bestätigen sie auch die Macht von denen da oben. Demgegenüber investiert eine moderne Politik in Bildung als offenes Projekt, das sich alle aneignen können und mit dem sie sich, die anderen und das Wissen selbst verwandeln – jenseits der Besserwisserei.

113 Kommentare zu «Gölä gegen die Gebildeten»

  • Jan Trogus sagt:

    Sowohl Bildung als auch körperliche Kraft bzw. Gesundheit sind Privilegien, die wir sinnvollerweise mit Demut zum Wohle aller einsetzen sollten. Was wären wir ohne den jeweils anderen?

    • - stahel sagt:

      Vielleicht müssten da nur noch die Lohnungleichheiten ausgeglichen werden.

      • marsel sagt:

        Sie treffen den Nagel auf den Kopf, -stahl.

      • Peter sagt:

        Dann sind wir beim Kommunismus, welcher offensichtlich nicht funktioniert sobald der Faktor Mensch hinzukommt. Und alle Bürojobs als Schoggijobs abzutun ist ziemlich leichtsinnig. Man macht zwar keine physische Anstrengung, die grauen Zellen laufen aber durchaus heiss in gewissen Jobs, auch bei den Architekten.

  • Sammy Frey sagt:

    Er schimpft aber auch gegen Pädagogen (Pfui), den Penner von Denner und die, die beim „Härt Werchen“ ein Burnout erleiden. Es geht weniger ums hohe Ross, sondern um die Wertschätzung eines jeden. Egal, ob er Rinder halbiert, Häuser saniert oder Kinder pädagogisiert!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wer Rinder halbiert, ist ein empathiefreier Arbeitersklave im „Nutztier“-Holocaust. Dafür gibt es für mich garantiert keinen Respekt und keine Achtung, sondern die Aufforderung, das eigene Herz wieder in Betrieb zu nehmen und aus diesem gottlosen Tiermörder-System auszusteigen.

      • Matti Hoch sagt:

        Ein Tier metzgen ist weder eine gottlose Tiermörderei noch unnötig.
        Die Bibel selber bestätigt, nach der Flut, dass Gott selber dem Menschen zugeordnet hat, dass er nun Tier-Fleisch essen darf.
        Gottlos sind die Veganer, die diesen Gott ablehnen und ihn für verabscheuungswürdig halten. Jedoch wird dieser Gott einer durch und durch gottlosen Welt noch zeigen, wer ER ist! Es wird bald soweit sein! You better wake up!

        • Hanspeter Niederer sagt:

          @Hoch: „Ein Tier metzgen ist weder eine gottlose Tiermörderei noch unnötig.“ Doch, wer klar denken kann sieht, dass beides zutrifft. Wer zudem glaubt, sein rücksichtloses Handeln mit einem Hinweis auf ein uraltes, von Menschen verfasstes Buch begründen zu können, kann ich leider nicht mehr ernst nehmen. Veganer achten die Geschöpfe Gottes wie niemand anderes, auch das ist offensichtlich für einen klar denkenden Menschen. ER war schon immer hier, seine Existenz zeigt sich im Wunder der Natur und nicht in Ihren Vorstellungen von einem bärtigen alten Herrn. Die jährich milliardenfache hinterhältige Ermordung der Geschöpfe Gottes ist massgeblich an der Verrohung der Menschen, ihrer Aggressionen und für die Zerstörung der Umwelt verantwortlich. You better wake up !

          • Hannes Wanner sagt:

            Echt jetzt, Veganer die klar denkende Herrenrasse? Sie amüsieren auch im 2017,danke Herr VgT Niederer.

          • Kurt Leutenegger sagt:

            Herr Niederer, auch sie würden Tiere töten lernen, wenn ihnen die Nahrung fehlt weil eben diese Tiere immer mehr und mehr werden weil sie nicht mehr verfuttert werden. Herr Niederer bitte deshalb nachdenken, Vorstellungvermögen noch etwas schulen und damit Übersicht erlangen.

          • Peter Pfister sagt:

            Sehr geehrter Herr Hanspeter Niederer.Sie schreiben:“ ER war schon immer hier, seine Existenz zeigt sich im Wunder der Natur und nicht in Ihren Vorstellungen von einem bärtigen älteren Herrn“. Die Botschaft hör ich wohl, aber aber mir fehlt der Glaube! Wenn heute Nacht.ähfrend ich dieses Posting schteibe, ein UFO im Garten des Hauses wo ich wohne landet,dann erst kann ich an diesen ER glauben. Sollte doch auch ein „Wunder der Natur“ sein ,nicht? Ich glaube nur was ich sehe und lasse mich nicht verarschen.Verarschen kann ich mich selber. Wahrscheinlich landet kein UFO,weil es eben keinen „ER“ gibt, nie gegeben hat und niemals geben wird. Ich lasse mich aber gerne angenehm „überzeugen“, ich meine das mit dem UFO…

        • Mätthu sagt:

          Die Bibel sagt auch, dass Sklaverei OK ist und Homosexualität nicht, oder dass die ganze Menschheit nur von zwei Leuten abstammt – und das ist im Vergleich zu anderen Dingen in diesem Buch noch harmlos. Man sollte eine biblische Bestätigung nicht allzu wörtlich nehmen und daraus etwas ableiten was für unsere Gesellschaft überhaupt (noch) relevant ist. Wir leben in einer Zeit, wo zum Glück viele Leute bereits „aufgewacht“ sind, und keine uralten, völlig überholten Texte als moralische Richtlinie benutzen. Ob man Fleisch oder allgemein Tierprodukte konsumieren will kann jeder für sich selbst entscheiden, man muss daraus keine Religion machen oder sogar noch eine Religion in’s Spiel bringen. Ich bin ein aufgewachter, atheistischer – sprich gottloser – Fleischesser und lebe gut damit.

      • Sara Ferraro sagt:

        Es geht nicht in jedem Beitrag um Veganismus. Dasselbe sollten auch die Kommentierenden beherzigen.

      • Dominik sagt:

        Wieso vergessen Sie immer, Ihre Kommentare als Realsatire zu markieren Herr Niederer? Und weiter unten schreiben Sie, Gölä habe „jede Glaubwürdigkeit verspielt“. Man kann nur etwas verlieren, was man auch hat. Vielleicht überlegen Sie sich mal, was das für Sie heisst.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Diese Polarisierung an beiden Enden der sozialen und intellektuellen Skala ist gefährlich: Hier der primitive, von niederen Instinkten getriebene Arbeiter, zumeist weiss, dumm, rechts und heterosexuell, dort der gebildete, urbane, kultivierte Linke, der zumindest glaubt, immer im Recht zu sein. Das militante Nach-unten-Treten von Zweiteren verstärkt den Zorn Ersterer noch zusätzlich und lässt eine (neue) Klassengesellschaft entstehen, die derjenigen aus dem 19. Jhrd. in nichts nach steht! Das ist brandgefährlich, vor allem deshalb, weil sich, zumindest an den Universitäten, ein ganz bestimmtes, soziales Milieu sozusagen reproduziert: Die meisten Studierenden stammen bereits aus einem Akademikerhaushalt. Hier bahnen sich soziale Konflikte an, die sich regelmässig an der Urne entladen!

    • Marius Hindelbank sagt:

      Haben Sie eine Quelle zu der Aussage, dass die meisten Studierenden aus einem Akademikerhaushalt stammen? Würde mich nämlich sehr interessieren, danke!

      • Zufferey Marcel sagt:

        „(…) „Die soziale Herkunft, bestimmt über den höchsten Bildungsabschluss der Eltern, verweist auf eine unterschiedliche Verteilung der Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen. An den Universitäten überwiegt immer noch die akademische Herkunft, denn 58% der Studierenden haben Eltern mit Studienerfahrungen, entweder an einer Universität (47%) oder an einer Fachhochschule (11%). Die sogenannten „Bildungsaufsteiger“, d. h. Studierende mit Eltern ohne Hochschulerfahrung, sind mit 63% an Fachhochschulen weit häufiger vertreten als an den Universitäten mit 42%.“

        Aus: Studiensituation und studentische Orientierungen, 12. Studiensurvey an Universitäten und Fachhochschulen, Bundesministerium für Bildung und Forschung (D)

        Zahlen aus der Schweiz kann ich gerne nachliefern.

        • Marius Hindelbank sagt:

          Danke. Es würde mir schon genügen, wenn Sie mir die Quelle nennen könnten für die Zahlen aus der Schweiz.

          • Zufferey Marcel sagt:

            @Hindelbank: Da die Homepage vom Bundesamt für Statistik kürzlich neu strukturiert worden ist, funktioniert mein (alter) Link leider nicht mehr. Insofern muss ich passen, tut mir leid: Die Zahlen für die Schweiz finde ich nicht mehr. Aber sie entsprechen weitgehend den deutschen Zahlen, vor allem im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

    • Peter Müller sagt:

      Die Ironie des Ganzen ist, dass viele von uns kultivierten, intellektuellen Linken finden: „Hey, das Leben war sehr gut zu mir, ich habe genug, ich gebe gerne der Gesellschaft etwas zurück.“ Und dann eine Partei wie die SP wählt, welche das soziale Ungleichgewicht ausgleichen möchte. Dieser Intellektuelle ist sich bewusst, dass die SP nicht daran arbeitet, seine gehobene Situation zu zementieren, sondern zu schwächen.

      Der Büezer wählt die SVP, weil diese so tolle Slogans hat und so schön hart mit den Linken ins Gericht geht. Dass die SVP sich im Parlament hauptsächlich für Dinge einsetzt, die sich negativ auf die Lage der armen Büezer auswirkt, realisieren sie nicht.

      Vor diesem Hintergrund fällt es schwer, sich als intellektueller Linker nicht meilenweit überlegen zu fühlen.

      • hugo lehmann sagt:

        genau so ist est. die büezer der svp erliegen den perfiden slogans dieser Partei, die nie, aber auch noch gar nie die Interessen der büezer wahrgenommen hat. die einzige gruppe working poors, die sie vorbehaltlos unterstützt sind die Bauern.. die SVP-members brauchen keine langfädigen Kommentare. ihnen genügen die mündlichen, demagogischen aussagen ihrer führerclique. ihrer prediger. das lässt mich vermuten, dass die SVP eigentlich eine sekte ist. ich frage mich nur, wie gölä dazu kommt zu behaupten, die svp sei die einzige Partei, die die büezer unterstützen. wer bitte schön hat in den vergangenen Jahrzehnten dafür gesorgt, dass es den büezern dank Gesamtarbeitsverträgen und kämpfen auf der strasse besser geht. und ich gönne ihnen die fortschritte und die svp möchte sie abschaffen.

      • Peter Herzog sagt:

        Schön gesagt.

        • Christian Bühler sagt:

          Danke, Hugo Lehmann, Sie sprechen mir aus der Seele. Wie kann ein Göla nur eine Partei unterstützen, die zwar die Sprache der „Büezer“ spricht, aber absolut unsozial ist in ihrer Politik? Sie kämpft gegen den Sozialstaat (IV / Scheininvalide; gegen die Verbesserung der AHV), gegen die Bildung aller, gegen ein grösseres Engagement der Superreichen für die Gesellschaft, dafür für die Gelder der Potentaten in den Schweizer und für Strassen, noch und noch…
          Armer Göla, der das nicht merkt!

      • Roland Stuber sagt:

        Merci! Sie bringen es auf den Punkt wie man es nicht besser formulieren könnte.
        Was man noch anfügen könnte: Der linke SP Wähler ist sich dieser Situation bewusst – der SVP Wähler ist in seinem Wutbürgertum so gefangen, dass er diesen Gedanken noch nicht einmal nachverfolgen kann!

    • Kevin Siegenthaler sagt:

      Erwähnen Sie doch auch die andere Seite der Geschichte, Herr Zufferey. In vielen sogenannten Arbeiterhaushalten wird den Kindern schon früh eingeschärft, dass „die Studierten“ nur bequem, faul usw. seien. So kommen viele gar nicht auf die Idee, ans Gymi zu gehen, sondern machen lieber eine Lehre („öppis Rächts“ heisst das dann). Ich sehe hier vor allem die erziehende Generation in der Pflicht. Wenn „Büezer“ immer gegen „Studierte“ hetzen oder Akademiker gegen „einfache Berufe“, werden die Ressentiments zementiert. Wo es hingegen Wertschätzung gibt, gibt es auch überraschende Karrieren. Von abgebrochenen Studien bis zu Aufsteigern auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg.

      • Peter Bischof sagt:

        Sie sprechen mir aus der Seele! Danke Herr Siegenthaler

      • Zufferey Marcel sagt:

        Da haben Sie absolut recht, Herr Siegenthaler: An beiden Enden der von mir eingangs erwähnten Skala existieren Ressentiments. Der akademische Elfenbeinturm ist mitunter so hoch gebaut, dass für die Kinder garantiert keine normale Berufslehre infrage kommt- selbst dann nicht, wenn die kognitiven Fähigkeiten für ein Studium gar nicht ausreichen. Das Resultat sind dann ewige Studenten, item: Anstand, Fairness und Respekt gehören zu den Grundfesten des menschlichen Zusammenlebens. Daran sollte man die Menschen wieder erinnern.

      • Christoph Bögli sagt:

        Genau. In gewissen Kreisen herrscht eine stark verwurzelte Bildungsfeindlichkeit, die ganze Lebensläufe prägt. Unter Akademikern mag es ja teilweise einen gewissen Dünkel geben, grösstenteils erlebe ich aber unter „Studierten“ eher grossen Respekt für harte Handarbeit und entsprechendes Fachwissen. Anders herum scheint mir die Gehässigkeit viel stärker. Was sich etwa auf Schulhöfen zeigt, wo gute und interessierte Schüler traditionell als minderwertig gesehen und fertig gemacht werden. Viele werden diesen aggressiven Minderwertigkeitskomplex ein Leben lang nicht mehr los und zelebrieren ihren Stolz auf das eigene Versagen regelrecht..

    • Linus Huber sagt:

      „Diese Polarisierung an beiden Enden der sozialen und intellektuellen Skala ist gefährlich“

      Was heisst hier gefährlich? Jedes Gesellschaftssystem scheint sich ueber Zeit zu korrumpieren, indem sich eine privilegierte Klasse herausbildet. Gefährlich ist in erster Linie die Idee, gesellschaftlichen Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen, wodurch sich die Gefahr gefährlicher und unkontrollierbarer gesellschaftlicher Verwerfungen potenziert. Wie Nassim Taleb gut ausführt, handelt es in den meisten Fällen um IYI (Intellectual Yet Idiot), welche ihre feuchten Träume zu verwirklichen versuchen, jedoch wenig bis keine Ahnung von 2. und 3. Runden-Effekten ausweisen.

  • Alex Vorburger sagt:

    Und was konkret trägt z.B. Gölä mit seinen Statements zur Verbesserung der beschriebenen Situation bei?

  • Vadim Koslov sagt:

    Gölä hat bestimmt nicht ganz unrecht mit teils aufgeblähten Ego der gebildeten „Elite“. Die Gesellschaft als ganzes sieht diese Trennung aber weit weniger streng was erklärt weshalb Maurer lange Zeit mehr verdienen als gleichaltrige Architekten und Ingenieure mit wesentlich längerer Ausbildung.

    • Christoph Bögli sagt:

      Was ist denn mit dem aufgeblähten Ego von Leuten wie Gölä? Und der damit einhergehenden Überempfindlichkeit? Zumindest wirkt es immer so, als dürften „Büezer“ den ganzen Tag breitbeining sich selbst glorifizieren und über Leute mit besserer Ausbildung spotten und schimpfen, aber wehe ein böser Akademiker wagt es auch nur, das Maul aufzumachen, geschweige denn jemanden dezent zu kritisieren, dann fliessen gleich die Krokodilstränen.

      Ausser natürlich, man heisst Dr.Blocher oder Gölä, dann darf plötzlich auch als superreicher Akademiker oder wohlhabender Rockmusiker auf den Putz hauen..

      • Linus Huber sagt:

        Lieber Christoph, es ist rührend, wie Sie die privilegierte Klasse verteidigen. Allerdings liegen Sie ein wenig daneben, denn es geht weniger darum, wer sich politisch korrekt äußert, sondern darum, wer die Macht besitzt und ueber seine Mitmenschen entscheidet.

  • Michael Strässle sagt:

    Die Hauptzielscheine von Gölä sind ja nicht die Studierten sondern, dass was Marx als Lumpenproletariat bezeichnet. (Der Penner vom Denner) Genau die Klasse, der Gölä Dank seiner Sängerkariere entfliehen konnte. Der Kritik an den Studierten ist vielmehr, dass sie dem Lumpenproletariat helfen, womit er nicht mehr so weit über im steht.

  • Noldi Schwarz sagt:

    Die Quadratur des Kreises war noch nie einfach. Tatsache ist, dass ohne die Büetzer jedes Land still stehen würde. Selbstverständlich benötigt es auch die Theoretiker. Nur ist hier die Frage: wieviel und von was wieviel? Wenn Lehrer heute Komptenzzentren leiten, anstatt Kindern das Rüstzeug fürs Leben beizubringen (und da meine ich nicht nur Schulfächer), aber selbst nie auf dem Bau, im Laden, im Restaurant, an der Maschine, kurz dort, wo das Leben für die Mehrheit später stattfindet, gearbeitet haben, ist das schon ziemlich schräg. Und wenn Hochschulen und Unis Leute in Fächern ausbilden, für die es im Grunde genommen kaum Arbeitsplätze gibt, darf man sich schon fragen: Warum?

  • - stahel sagt:

    ‚Bildung ist an einen Lebensstil gebunden: Was du magst, was du trägst und was du liest, wie du sprichst, wie du isst und wie du bist. ‚ Ist nicht gerade das total am zerbröckeln? Breitet sich nicht gerade das Beliebige, Indifferente rasant aus?

  • Giusep Nay sagt:

    Ja, bei der Bildung sparen ist sicher falsch. Die ganze Schwarz-Weiss-Malerei, um das zu begründen, ist auch für einen Blog-Beitrag daneben. Was ist denn mit den Gebildeten, die die Arbeit der Büezer mindestens so hoch einschätzen wie die eigene, wenn nicht höher und keinesfalls Besserwisser sind oder sein wollen? Und was ist die Folge davon, dass Milliardäre, die den Leuten nach dem Mund reden und gegenteilig handeln, die Unterstützung der Büezer erhalten und diese gar dazu bringen, gegen die eigenen Interessen zu stimmen? Nochmals: der Schluss ist richtig, die Begründung aber sehr bedenklich. Und ich weiss nicht, ob sich da Gölä nicht karikiert vorkommt.

    • Linus Huber sagt:

      „Was ist denn mit den Gebildeten, die die Arbeit der Büezer mindestens so hoch einschätzen wie die eigene, wenn nicht höher und keinesfalls Besserwisser sind oder sein wollen?“

      Diese Leute gibt es bestimmt auch, allerdings dürfte deren Berufschancen im Allgemeinen sehr limitiert sein.

  • Josef Marti sagt:

    Vererbbarkeit von Macht geht nie ohne Vererbung von Vermögen. Das auf möglichst wenige Personen konzentrierte und akkumulierte Kapital hat aber immer den entscheidenden Einfluss auf die Gesetzgebung und damit Bildungspolitik resp. Sparübungen mit Bildungsabbau usw. Ein kleiner Ausgleich dieses Machtungleichgewichts besteht nur in Form der direkten Demokratie von Initiativen und Referenden.

  • Roy Lembo sagt:

    Herr Weber! Einen verständlichen Text zur Bildungspolitik zu schreiben ist offenbar nicht von der Bildung abhängig. Das werden Sie daran merken, wenn die Kommentare hier sich hauptsächlich um Gölä drehen.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Wer wie Gölä Reklame macht für massiv übermotorisierte Dreckschleudern wie den VW Amarok, ist Teil des Problems der umweltzerstörenden Wohlstandsgesellschaft und hat damit zum vorneherein jede Glaubwürdigkeit verspielt. Von der heilen Welt singen, im Familienvan herumkurven, gegen Sündenböcke wettern und gleichzeitig Kohle schaufeln auf dem Buckel der Umwelt ist schlicht inkonsequent und damit verlogen. Gölä = null Punkte.

    • Kurt Leutenegger sagt:

      Herr Niederer,
      1. ist ihr Kommentar nicht Inhalt entsprechend.
      2. wenn sie mit dem finanziellen Aufwand des Amarok zufrieden sind und mit der Karette die Transporte für Göla erledigen, wird Er sicher zufrieden sein, und auch nur noch mit dem Fahrad unterwegs sein.
      3. das ist genau das was die Beiden beschreiben, das Heruntermachen von Andersdenkenden/handelnden, von studierten arroganten Trötteln, die von der Gesellschaft getragen werden/wurden.

      • Marius Hindelbank sagt:

        In den meisten Fällen wettern die Büezer gegen die Studierten, aus welchem Grund auch immer. Ich habe noch nie einen Studenten oder Absolventen hören sagen, dass Büezer oder ihre Arbeit weniger wert seien. Das ist eine alte Mär.

  • V. Lehmann sagt:

    Es gibt wenige Länder in Europa, die einem so gute und vor allem verschiedene Bildungsmöglichkeiten bieten wie die Schweiz. Das liegt an der wirtschaftlichen und politischen Stabilität, aber vor allem auch daran, dass man eben die Freiheit zur Bildung und zum beruflichen Aufstieg hat, auch wenn die Eltern nicht reich oder gebildet waren. Ebenso gibt es sehr viele Wege, wie man sich in beinahe jedem Alter eine Aus- oder Weiterbildung ermöglichen kann. Wenn also jemand wie Gölä gebildete Menschen als Staatsfeind Nr. 1 sieht, dann nehme ich ihm nicht ab, dass es ihm um gesellschaftliche Gerechtigkeit geht. Sondern daran, dass er nicht das Leben führt, das er sich erträumt hat, und von dem er meint, es stünde ihm von Natur aus zu.

  • Hans Berner sagt:

    «Gölä trotzt der Macht der Gebildeten.» Und wer trotzt der Macht der Reichen? Die Gebildeten sind ja nicht deshalb mächtig, weil sie gebildet sind (denn Bildung allein nützt überhaupt nichts), sondern weil viele von ihnen beruflich oder politisch erfolgreich sind. Wie auch viele weniger Gebildete erfolgreich sind. Und erfolgreich sein ist in einer leistungsorientierten Gesellschaft ja nicht etwas Schlechtes. Sollten wir die Macht etwa den anderen überlassen? Gölä ist bloss kurzsichtig und frustriert.

    • Christina sagt:

      Gefährlich sind nicht die studierten Gebildeten , sondern die ungebildeten Reichen, all diese aufgestängelten Banker und ähnliche.

  • Max Oppliger sagt:

    Ich kenne keine Akademiker, welche sich negativ oder herablassend über Handwerker oder Nichtstudierte äussern. Die Pauschalisierung, dass Intellektuelle/Studiert links seien, ist blanker Unsinn. Hier wird ein vermeintliches Problem (von Göle?) herbeigeredet, und schlummernde Ressentiments geweckt. Wozu? Jeder weiss doch, dass sein Haus von Architekten entworfen und von qualifizierten Handwerkern gebaut wird. Trump ist nicht unter uns.

    • Marius Hindelbank sagt:

      Diese herabwürdigenden Akademiker soll es anscheinend in grossen Mengen geben, doch sie zeigen sich irgendwie nie… seltsam! 🙂

      • Max Oppliger sagt:

        Hören Sie doch auf mit diesen unsinnigen Verdächtigungen. Ich habe ein Leben lang mit Leuten mit unterschiedlichen Ausbildungen bestens zusammengearbeitet. Ich weiss nicht woher Sie diesen Mist haben.

    • Reto Stadelman sagt:

      Vor einem Büetzer heuchelt man Respekt. Man brauche ihn ja. Aber WEHE der Büetzer versucht seiner „vorherbestimmten“ Arbeit zu entwachsen und sich weiterzuentwickeln.
      Stehen sie mal in einen Raum mit Akademikern und sagen sie, sie hätten die FH besucht. Oder noch schlimmer: „Nur“ eine HF. Die Herablassung ist mit den Händen greifbar, dass verspreche ich ihnen. Da wird nach Gründen gesucht, warum ihre Ausbildung nicht so gut sein kann und warum sie nur ein Emporkömmling sind.
      Abneigung zeigt sich nicht in der Heuchelei gegenüber dem Arbeiter die indirekt der Bestätigung der eigenen Spitzenposition dient, sie zeigt sich erst dann, wenn der Heuchler glaubt, dass diese Position bedroht wird und da ist nichts schlimmer „FH Emporkömmlinge mit ihrer Halbbildung“. Achten sie mal darauf.

      • Linus Huber sagt:

        Genau Reto, sich nicht gegenüber dem normalen Arbeiter negativ zu äußern gilt einzig, solange das Narrativ selbst bestimmt wird.

    • vadim koslov sagt:

      Wirklich?
      ..dann sollten Sie die Texte weiter oben lesen wo die Arbeiter als bedauernswerte Opfer beschrieben werden die zu doof sind der diabolischen SVP Propaganda zu entrinnen.

  • Christoph sagt:

    Die Diskussion Elite vs. „das Volk“ ist in Wahrheit nicht viel mehr als ein Konstrukt, das zum innersten Kern der Populisten gehört. Natürlich hängen sich viele mit Freude daran, denn so lassen sich Neid, auch die eigene Faulheit und das eigene Unvermögen gut kaschieren.
    Weshalb man sich in diesem Zusammenhang mit Marco Pfeuti aka „Göla“ befasst, ist mir aber ein Rätsel. Man lese einmal sein Interview im „Blick“ vom 24.9.2016. Das ist keine Frage der Bewertung, das ist eindeutig – selten hat jemand sein einfältiges und ignorantes Weltbild derart herausposaunt wie Göla dort. Von Politik und Gesellschaft nichts verstanden, und alles, was er in dem Bereich kann, ist, die dümmlichen Parolen der SVP nachzuplappern und sich so selbst zum Speichellecker einer „Elite“ zu machen.

  • Martin Thalmann sagt:

    Lustig finde ich heute, dass meist Akademiker die Lehre in den Medien hochleben lassen. Wir brauchen halt viele Facharbeiter. Dasss diese dann nicht mal eine Familie ernähren können, stört den Standesdünkel kaum.

  • Peter Herzog sagt:

    Als „studierter“ Sohn eines Arbeiters erschrecken mich öfters die Vorurteile und Abneigung, welche einem bisweilen von „Arbeiter“-Seite entgegenschlägt. Obwohl ich mich ihnen durchaus verbunden fühlte und auch weiss, wie sich körperliche Arbeit anfühlt.

  • werner boss sagt:

    Und warum nicht miteinander,statt gegen einander? Der eine hat das Wissen, der andere die Kraft! Statussymbole braucht es dazu nicht, auch keine „Geheimsprachen“ . Aha da regt sich das Machtdenken, andere zu beherrschen ! Das kann aber sicher nicht der Sinn der Bildung sein und insofern gebe ich Gölä irgendwie recht!!

  • Max Bader sagt:

    Gölä kritisiert ja nicht die Arbeit der Gebildeten, sondern wenn sie sich über andere erheben, besonders in Bereichen, in denen sie nicht mehr Ahnung haben als der „Büezer“. Dies betrifft insbesondere politische Dinge. Ein Arzt weiss z.B. nicht besser Bescheid über die Effekte der Masseneinwanderungsinitiative als ein Handwerker, da er genauso wenig Ökonomie in der Schule hatte wie der Handwerker.

    • Charles Louis sagt:

      Je mehr das tatsächliche Privileg abgeschafft wird und je weniger die sogenannte „Elite“ ihre Herrschaft durch tatsächlich geistige Überlegenheit und Fertigkeiten rechtfertigen kann – umso mehr muss man den Mythos der Überlegenheit aufrechterhalten und sogar noch ausbauen.
      Nicht nur im politischen, sondern auch im technischen, ökonomischen und medizinischen Bereich ist die behauptete Überlegenheit der Akademiker gegenüber Berufskollegen mit Fachausbildung oder gar interessierten Laien – immer weniger zu rechtfertigen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das Problem ist, dass viele immer noch das Gefühl haben, es würde sich jemand „über sie erheben“, wenn diese effektiv wesentlich kompetenter sind im spezifischen Fachbereich. Klassisches Beispiel: Klimawissenschaft. Da meint praktisch jeder, der es schon mal regnen gesehen hat, viel besser Bescheid zu wissen als Experten, die sich jahrelang mit der Thematik beschäftigt zu haben, aber als ach so böse, elitäre Schwätzer geschmäht werden. Ich habe jedenfalls noch nie einen Akademiker getroffen, der einem Automech oder Elektriker sein Handwerk erklären wollte. Anders herum fühlt sich aber so gut wie jeder berufen, Klimatologen, Biologen, Statistikern, Juristen, etc. über ihr Fachgebiet zu belehren..

      • Charles Louis sagt:

        Gerade beim Thema „Klimawandel“ ist es ein bisschen komplexer. Da wurde eine unsagbare Kampagne, gesponsort freilich von der Öl- und Gaslobby u.a., von sogenannt „Gebildeten“ gegen die „Gebildeten“ gefahren um die öffentliche Meinung zu verwirren. Ob nun Präsident Trump, der auch gegen die „Gebildeten“ oder die „Elite“ antrat (obwohl er selber freilich diese von a-z darstellt) oder die „Leugner des Klimawandels“ – beide profitieren vom schwammigen Gegensatz „Volk“ gegen „Elite“. An diesem Punkt müsste man ansetzen! Es passt eben gerade der tatsächlichen Elite, dass das Volk sich in idiotischer Schattenboxerei verausgabt – während sie die tatsächlichen Verhältnisse verdrängen.

      • Max Bader sagt:

        Sie haben recht, man sollte einem Experten auf einem Gebiet nicht einfach dreinreden, ohne sich mit dem Thema befasst zu haben.
        Beim Klimawandel ist es aber so, dass man noch wenig weiss über Ursache und Wirkung. Man darf auch nicht so tun, als wäre der Klimawandel schon gut erforscht.

        Man muss aber Experten immer auch hinterfragen. Auch Experten können sich irren. Aber dann muss man wie gesagt, sich auch ernsthaft mit dem Thema befassen und nicht etwas einfach behaupten.

  • Ph. Dutkiewicz sagt:

    Das grösste Problem an Gölä ist, dass er Unterschiede schafft wo teilweise keine sind. Einen Dachstock zu planen und zu bauen ist mindestens so anspruchsvoll, wie viele Jobs nach dem Studium. Gleiches gilt für die Planung einer Elektroinstallation oder das Design eines neuen Gartens. Ich würde darauf wetten, dass vor allem viele Geisteswissenschaftler bei den Berechnungen und der Planung kläglich scheitern würden. Es gibt zudem so viele, die auf auf dem Bau starten und später nach Berufsmatura und Fachhochschule viel mehr Zeit im Büro als auf dem Bau verbringen. Die Grenzen sind heute fliessend.
    Gölä macht Bauarbeiter dümmer und Hochschulabgänger schlauer als sie eigentlich sind und nervt einfach nur noch. Er sollte sich besser wieder auf Schwäne und Kitsch konzentrieren.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist ja ein klassischer Kniff von Populisten: Es werden künstliche Unterschiede und Konflikte herbei geredet, die gar nicht bestehen, primär um von den effektiven Unterschieden abzulenken. Dass es nicht um Einkommen oder Arbeitsleistung geht, zeigt sich ja schon nur, dass durchaus hart arbeitende Mittelschichtsberufe wie Lehrer, Journalisten, etc. plötzlich zu einer „Elite“ verklärt werden, während man vorzugsweise nach unten tritt, also wo Menschen in effektiv prekären Situationen leben und für noch viel weniger Geld arbeiten. Dass solches Geschwätz dann meist noch von reichen Musikern, etablierten Politikern, milliardenschweren Unternehmern, Publizisten, subventionsgemästeten Bauern, etc. kommt, zeigt wie grotesk diese Rhetorik ist.

  • Sabine Glaus sagt:

    Von „Sparen“ bei der Bildung kann keine Rede sein, die Ausgaben wachsen nach wie vor. Es wird einfach etwas weniger ausgegeben als geplant oder gewünscht. Bildung ist der Sektor mit dem weitaus grössten Ausgabenwachstum in den letzten Jahrzehnten, in Gemeinde, Kanton und Bund. – Es ist auch nicht so, dass mehr Geld automatisch bessere Bildung bedeutet. Wenn dies so wäre, müssten wir alle Genies sein aufgrund der eingesetzten Milliarden. Die Realität ist, dass viele Schulabgänger erhebliche Defizite in Schreib-/Leseverständnis, elementarer Mathe, nur sehr rudimentäre F+E-Kenntnisse etc. aufweisen. Mehr Geld korreliert nicht einfach mit besserer Bildung, es kommt darauf an, die Mittel klug einzusetzen. Dass Bildung auf allen Stufen ein Experimentieren ist, zeigen ja die ständigen Reformen.

    • Marius Hindelbank sagt:

      Es wird nicht gespart, aber weniger ausgegeben? Das hört sich widersprüchlich an mMn.

      • vadim koslov sagt:

        Etwas weniger ausgegeben als geplant oder gewünscht ist keineswegs sparen.
        Ich habe 2 Jahre für ein Bildungsinstitut gearbeitet und konnte mit eigenen Augen miterleben wie Geld vergeudet wurde als gäbe es kein Morgen.

    • Josef Marti sagt:

      Ausgaben und Steuereinnahmen wachsen zwingend immer wenn die Bevölkerung explodiert.

  • Raymond Allaman sagt:

    Wer eine Maurerlehre gemacht hat, ist nicht dazu verdammt, den Rest seines Lebens die Maurerkelle zu schwingen und über die harte körperliche Arbeit zu jammern. Wieso hat sich Herr Pfeuti nicht zum Polier oder Bauführer weitergebildet? Vermutlich hat er irgendwo ein Defizit (Fleiss, Intelligenz, Wille).

    • Urs Huber sagt:

      @Allaman müssen sie den Gölä nun wirklich bestätigen? Es ist auch nicht förderlich, wenn alle guten und erfahrenen Maurer sich ins Büro weiterbilden darunter leidet dann die Ausbildung des Nachwuchses. Nötig wäre, dass ein jeder vom Lohn seiner Arbeit eine Familie ernähren kann. Darum gehts dem Gölä wahrscheinlich und die Lohnunterschiede und der Lohn- und Leistungsdruck sind Thema beim Büezer auf dem Bau und ob sie es glauben oder nicht, auf dem Bau leistet jeder Mann/Frau mehr für den Franken den er/sie bekommt als diejenigen im Büro. Es zählt dabei nicht nur die körperliche Arbeit sondern auch Witterung, Anfahrtswege ohne Bezahlung, keine Möglichkeit privates noch nebenbei erledigen zu können, abhalten kleiner Kaffepausen und dergleichen mehr.

      • Kurt Affentranger sagt:

        Das beständige Jammern über die angebliche Underdog-Stellung der Baubranche ist unangebracht. Die Löhne sind im CH-Vergleich absolut top. Ein Maurer verdient nach der Lehre 6000 bis 6500. Ungelernte bekommen 4000 bis 4500. Auf solche Löhne kann manch ein KV-Abgänger nur neidisch schielen. Auch eine Pflegefachfrau, deren Arbeit einiges anspruchsvoller ist, weil Menschen unmittelbar davon betroffen sind, bringt es kaum auf diesen Lohn. Nicht zuletzt kann der hochgelobte Maurer nur arbeiten, wenn die AVOR stimmt. Dort sind dann wieder die bösen Bürolisten dran (Zeichnerin EFZ und so weiter, Sie wissen schon: Warmes Büro und jeder Franken nur 50 Rappen wert).

  • David sagt:

    Möglicherweise macht Gölä mit seinem plakativen Büezertum halt auch einfach aus der Not eine Tugend und weiss diese sogar noch zu vermarkten. Wie auch immer, fast noch schwieriger auszuhalten als der Senf den er singt und von sich gibt ist für mich seine offensichtliche Textilallergie am Oberkörper. Kann ihm mal jemand sagen, dass sein nicht sehr wohlgeformter und wie ein Kofferraumdeckel in den 80ern mit Bildli vollgepappter Body einfach niemand sehen will??

    • Daniel Schedler sagt:

      Genau das habe ich auch gedacht, als ich das Bild sah. Da stehen einem die bekleideten Nackenhaare auf. Aber dies zeigt auch, was bei Gölä fortschreitend ist….die Intelligenz eher nicht.

      • Urs Huber sagt:

        @David, Schedler Ich bin auch kein Fan vom singenden Maurer das Bild das sie hier ansprechen ist jedoch sehr alt. Was aber zu sagen ist, ist das es auf vielen Baustellen mittlerweile verboten ist obenohne und in kurzen Hosen zu arbeiten wegen der Verletzungsgefahr. Das stört viele da sie das Gefühl haben einer Freiheit beraubt zu werden für die sie auch schlechtere Bezahlung in Kauf genommen haben. Das tönt für viele möglicherweise komisch ist aber eine Tatsache.

      • David sagt:

        Sie meinen, mehr Bauch schafft Platz für mehr Tattoo`s? Wie gesagt, er macht aus der Not eine Tugend, eine echt beneidenswerte Gabe!

  • Philippe Weber sagt:

    @ Roy Lembo: Man soll meinen Text verstehen dürfen, wie man will. Für mich war es der Versuch, verständliche Ressentiments und Bildungspolitik zu trennen. Die vielen interessanten Kommentare zeigen, dass diese Trennung unmöglich ist. Sie zeigen aber auch, dass der Versuch der Trennung produktiv ist.

  • Sabine Glaus sagt:

    Gölä gehts wohl um die Diskurshoheit der linksgrünen Akademiker in Medien, Kultur und Bildung und damit letztlich in Politik und Verwaltung, immer mit Unterstützung der sog. Mitteparteien, Halblinken und EU-Anhänger. Mit ihrer politischen Korrektheit, ihren Denk- und Sprechverboten/-geboten und ihrer moralischen Selbstüberhöhung entfernen sich die linksgerichteten, überheblichen Wohlstandsbürger zunehmend von der Wirklichkeit der Nichtakademiker, leben in ihrer Blase und sind beispielsweise blind für die Problematik der unkontrollierten Einwanderung. Das sagt ja auch SP-Veteran Strahm. Und natürlich ist die Sozialhilfe zu hoch angesetzt für Leute, die arbeiten könnten. Heute sind die Linken etabliert, brauchen die Arbeiter nicht mehr, diskreditieren sie als bildungsferne SVP-Wähler.

    • Kurt Affentranger sagt:

      „Denk- und Sprechgeboten/-verboten“, „moralische Selbstüberhebung“, „überhebliche Wohlstandsbürger“, „leben in einer Blase“, „sind blind“, „diskreditieren“ …. da projeziert Sabine Glaus vielleicht ihre eigenen Diskursformationen auf das verhasste „linksgrüne“ Gegenüber.

  • Kaya Wirth sagt:

    So viel unsinn auf einmal… ich bin hoch gebildet, verdiene zurzeit aber gar nichts…. da kommt die grosse gollä philosophie schon ins wanken. Es gibt jobs z.b. in der kultur, die verlangen mehrere studiengänge und sind doch kaum bezahlt. Da trifft seine theorie zu null. Nach ihm müsste ich einen teuren job ganz oben suchen, um dann missbilligend auf due anderern zu schauen. Es ist wohl eher umgekehrt.. . Göllä sieht sich selbst gerne von oben herunter schauend. In der kultur hat es viele chauvisten, inklusive Gölä.

  • Charles Louis sagt:

    Wir kranken schon seit langem nicht mehr an Bildung, sondern an Halbbildung. Nur deswegen kann „Gölä“ so einen Stuss daherreden und bekommt sogar noch Beifall von der vermeintlich „gebildeten“ Schicht.
    Desweiteren ist in der Schweiz der tatsächliche Gegensatz nicht „Bürolisten“ gegen „Bauarbeiter“ (nicht mal wenn man die meisten Löhne vergleicht), sondern immer noch Grosskapitalbesitzer und diejenigen welche vorwiegend bis 70 arbeiten dürfen. Aber diese Realität muss vom normalen Bünzli natürlich ausgeblendet werden, da sie vielleicht sogar sein kleinkariertes Weltbild erschüttern könnte. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit: die „Freiheit“ fürs Kapital, die „Brüderlichkeit“ für die Sonntagsrede und die „Gleichheit“ als universelles Gesetz des Geldes.

  • Reto Suter sagt:

    Gölä verdient(e) sein Geld legal in der freien Marktwirtschaft. Das erschreckt sowohl rein staatlich finanzierte Gebildete als auch gierige Abzocker. Jeder sollte sich ehrlich fragen, ob der den Staat (und somit uns alle) schlussendlich nur kostet oder ihm einen Gewinn bringt? Je mehr reine Kostenfaktoren wir habe, desto ungleicher und asozialer ist und wird es. Dann hat es zu viele Profiteure aller politischen Coleur, die auf Kosten anderer leben oder sich schamlos bereichern

  • Hans Meier sagt:

    Soso, wie im Hintergrund schön zu erkennen ist, ist es also der Marti-Konzern bei dem Gölä arbeitet. Werd ich mir merken.

  • H.P. Fischer sagt:

    Ein Minnesänger von Format war und ist Mani Matter, hier müsste sich Gölä
    ein paar Scheiben abschneiden.
    Gölä kennt die Menschen nicht !

  • Hassan Lahned El Latif sagt:

    Hört doch endlich auf mit dem angeblichen „Büezer“ Gölä. Der lebt schon lange in saus uns braus von unseren Billag-Geldern.

  • Luzia Keller sagt:

    Eine gute Grundausbildung hat noch Niemandem geschadet, aber fehlende Ausbildung sehr wohl. Wie sonst konnte ein Land von Bauern wie die ehemalige Schweiz aufsteigen in den jetzigen Zustand des Wohlstandes, wenn nicht durch flächendeckende gute Grundausbildung aller BewohnerInnen?! Es kamen sogar spätere Staatsoberhäupter in unsere weltweit berühmten gut geführten Internate. Das ist ein Erbe, das wir aus einem wohlwollenden Blickwinkel betrachten dürfen. Uns fehlen klassische Bodenschätze nebst unseren beliebten Naturschätzen. Das duale Ausbildungssystem wird immer mehr in anderen Ländern adaptiert. Bildung bringt ein Volk weiter, auch wenn ihm die bisherigen Jobs ausgehen. Denn Bildung stärkt das Selbstbewusstsein und vor allem das kritische Denkvermögen gegenüber Fake News …

  • Laurent Meier sagt:

    Man müsste wohl nicht alle Akademiker pauschal in einen Topf werfen, der Kernphysiker, der am CERN Grundlagenforschung betreibt, der Biochemiker, der resistentes Saatgut entwickelt um gegen den Welthunger zu kämpfen und der Soziolog*, d* in einem Bundesamt mit Steuergeldern finanziert über Genderfragen sinniert und die Bürger umerziehen will, haben bis auf einen Uniabschluss kaum etwas gemein. Ich glaube zu erahnen, über wen sich Gölä echauffiert.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Das ist genau der Punkt: Die akademische Gehässigkeit ggü. dem ‚Büezer‘ kommt immer und immer wieder aus derselben, geistes- und sozialwissenschaftlichen Ecke!

      • Kevin Siegenthaler sagt:

        Aber, aber, Herr Zufferey. Da haben Sie sich ein schlechtes Beispiel ausgesucht. Kernphysik und Biochemie sind beim besten Willen keine Geistes- und Sozialwissenschaften.

        • Zufferey Marcel sagt:

          Habe ich das irgendwo behauptet, Herr Siegenthaler? Lesen Sie doch noch einmal den Kommentar von Laurent Meier von der dritten Zeile an abwärts, dann klappt’s auch bei Ihnen mit dem Verständnis! Dafür braucht’s nicht einmal ein Germanistik- oder Soziologiestudium..!

      • tigercat sagt:

        Es kommen immer und immer wieder Gehässigkeiten ggü. den geistes- und sozialwissenschaftlichen Berufen aus derselben Ecke. Aber ich werde mich hüten, diese Ecke als die Büezer Ecke zu bezeichnen.

  • Fiorenzo Cornelius Wagner sagt:

    Bildung als „offenes Projekt“? Der Wiener Bildungsforscher Erich Ribolits sieht es anders: „Zwar wird im Bildungsbereich weiterhin das umfassend gebildete Individuum idealisiert, längst ist es dabei allerdings zu grundsätzlichen Bedeutungsverschiebungen der bildungsbürgerlichen Leitbegriffe, Selbstbewusstsein, Autonomie oder Mündigkeit gekommen. Die Auseinandersetzung mit Wissen in vorschulischen Einrichtungen, Schulen, Universitäten und der Erwachsenenbildung wird in diesem Sinn zwischenzeitlich nahezu ausschließlich unter dem Gesichtspunkt einer Investition argumentiert. Im heute mit größter Selbstverständlichkeit verwendeten Begriff »Humankapital« sind Mensch und
    Bildung endgültig dem »kapitalistischen Geist« untergeordnet.“

  • Reto Stadelman sagt:

    „Die Eltern übertragen ihren Lebensstil auf die Kinder und machen dadurch den Bildungserfolg ihrer Sprösslinge wahrscheinlich. Die Zürcher Schulen sind da durchaus konsequent und ehrlich, wenn sie in Zukunft das Betragen der Kinder beim Übertritt ins Gymnasium berücksichtigen.“
    Das ist ein Punkt den ich gerne diskutieren würde. Die Schnappsidee in Zürich ist ein Bumerang wie ich ihn noch selten gesehen habe. Oder ist da jemand anderer Meinung? Da werden dann Leistungen weniger zählen als trainiertes und erlerntes Verhalten. Was soll da der Vorteil sein? Klar ist Kooperation in der heutigen Welt wichtig. Aber ab wie unterscheidet man zwischen mangelnder Kooperationsfähigkeit und der Fähigkeit, etwas kritisch zu hinterfragen und den Aufstand zu proben?

    • Christoph Mathis sagt:

      Die Aufnahme der Verhaltensnote in die Bewertung finde ich auch eine schlechte Idee. Mehrfach habe ich aber gehört, dass damit nicht das Sozialverhalten, sondern das Lernverhalten gemeint ist. Das ändert schon einiges!

  • Beat Müller sagt:

    Die Schweizer Gesellschaft ist nicht egalitär! Und damit fällt die Argumentation wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
    Das Motiv des Artikels – „fishing for compliments“ http://www.urbandictionary.com/define.php?term=fishing%20for%20compliments

  • Patrick sagt:

    Meine Erfahrung ist die:
    Wer AkademikerIn und NichtakademikerIn als Eltern hat, wird wahrscheinlich beide Gruppen mit Wohlwollen betrachten. Leute aus reinen Büezermilieus/reinen Akademikerstuben haben mehr Mühe, die andere Welt zu verstehen.
    Es ist ein bisschen wie bei den Mischehen: Wer eine/n SchweizerIn und eine/n AusländerIn als Eltern hat, wird wahscheinlich weder schweizer- noch ausländerfeindlich werden. Reine Logik

  • Markus Müller sagt:

    Macht, die durch Bildung entsteht, sei also problematisch?
    Wenn wir mal bewerten, welche anders entstandene Macht weniger problematisch wäre: die durch Geld entstandene, oder durch Herkunft, durch Kraft, durch Nationalität, durch Abstammung, durch Beziehungen, durch Prominenz entstandene?
    Da sieht man dann leicht, dass wenn überhaupt, die durch Bildung entstandene wohl die am wenigsten problematische ist. Auf jeden Fall finde ich die Macht, die Gölä hat, bzw. ihm von den Medien eingeräumt wird, weil er ein bisschen Musik machen kann, viel problematischer. Der soll seine Musik machen und sich nicht zu Sachen äussern, die ihn eindeutig überfordern.

  • Florian Müller sagt:

    Damit wären wir bei der Chancengleichheit. Wir als Gemeinschaft und Staat müssen alles darenlegen, dass jeder Mensch neben Anrecht auf Unversehrtheit, Gesundheit und den anderen Menschenrechten der UN-Charta nicht nur Anrecht auf Bildung hat, sondern auch die Werkzeuge erhält, sich eine gute Bildung anzueignen. Dann hätten wir einige Probleme weniger.

  • R Hugelshofer sagt:

    Lieber dreckige Hände von sauberer Arbeit als umgekehrt. Oder wem verdanken wir alle Probleme der letzten Jahre? Sicher nicht den Arbeitenden.

    • Charles Louis sagt:

      Glorifizierung von Arbeit – ob „ehrlich“ oder nicht – ist immer der Ursprung einer falschen Systemkritik.
      Ähnlich wie beim virulenten Bankerbashing nach der letzten Weltwirtschaftskrise wird vieles ausgeblendet, sodass man einfache Sündenböcke für das Schlamassel ausfindig machen kann.

  • Markus Keller sagt:

    Gölä – habe die Ehre
    meinerseits kommst Du mir ein wenig zu komerzig daher….eigentlich ne gute Stimme, doch schwingt für mich oft so eine „Lala“-Stimmung mit. Doch, so viele Menschen erfreun sich an Deiner Musik – so sage ich Gratulation zum Werk!

  • Hans Damp sagt:

    Göla macht das ja eigentlich ganz geschickt: Das Einzige was er tut, ist seine Zielgruppe mit denjenigen Inhalten zu beglücken, die sie ohnehin ihr Eigen nennen. Dass er hier eine Debatte über die Polarisierung in der Bildungslandschaft (die in Realität ja eben genau immer geringer wird…) vom Zaun zu reissen. Wenn er es denn schon lange nicht mehr mit Musik in die Medien schafft, dass wenigstens so…
    Im Übrigen ist er ja ganz wilder Groupie der alten fehlgeleiteten Herren, die die Bildung der weniger Gebildeten mit allen Mitteln verhindern wollen.

  • M. Meyer sagt:

    Neid ist selten ein guter Ratgeber. Denn wer studiert, zahlt deutlich später in die Vorsorgesysteme ein und muss die fehlenden Jahre entsprechend aufholen können. Das hier ist Rhetorik die in der Vergangenheit zu Bücherverbrennungen geführt hat und vor einigen hundert Jahren den Tod vieler Gelehrter zur Folge hatte, ohne deren Forschung wir noch heute im dunklen Mittelalter stecken würden. Aber manchen liegt das Recht des körperlich stärkeren näher als ein demokratisches Grundverständnis. Während sie gerne selber mit der Keule dem anderen die Rübe einschlagen, engagiert der Kluge genau diese Schläger und lässt sie die Arbeit tun. Denn sie finden darin Befriedigung, während der Kluge es als Mittel zum Zweck nutzt. Früher war eben alles besser. Auch die Zukunft.

  • Edi van Langshe sagt:

    Lustigerweise nehmen ihn die Berner selbst nicht wirklich ernst. Auch der Mythos „Büezer“ kann man getrost abschminken. Anscheinend besitzt sein Vater ein Bauunternehmen und er hat während seinen Ferien jeweils ausgeholfen. Ich kann ihn nicht wirklich erst nehmen.

  • max bruppbacher sagt:

    Alle Verbesserungen des Büetzerlebens im letzten Jahrhundert, alle modernen Abischerungen und sozialstaatlichen Institutionen welche das Leben des Büetzers vereinfachen sind Produkte eines jahrzentelangen Kampfes der Linken. Ferien, Arbeitsverträge, Gewerkschaften, Mutterschaftsurlaub, EO, AHV, Arbeitslosenkasse,IV, Krankenversicherung, Unfallversicherung.. alles was göläs leben auf der baustelle einfacher und angenehmer und besser abgesichert macht hat die linke erkämpft. und denoch wählt der büetzer aus Bümpliz die SVP millionäre welche steuersenkungen für die Reichen und abschaffung des sozialstaats propagieren.. da kann man als linker schon mal schnell dem aroganten gedanken verfallen dem hernn pfeuti meilenweit überlegen zu sein..

    • Christian Weiss sagt:

      Ihre angeblich „linken“ Errungenschaften, werden ausnahmslos von Nichtlinken, nähmlich von privaten Unternehmen bezahlt. Man kann viele „Kässeli“ erfinden. Das Geld dazu musste immer schon erwirtschaftet werden.
      Allein schon, dass diese Tatsache 90% aller Linken nicht bewusst ist, zeugt nicht von einem hohen Bildungsgrad in dieser „Subkultur“.

  • Andreas Meier sagt:

    Also so sauber und strahlend wie auf dem Föteli oben, da kann man nur sagen, Gölä modelt vor einer Baustelle. Werchen, das tut er da mit Sicherheit nicht.

  • T Kirk sagt:

    Mao lässt grüssen. Beseitigen wir die Intelligenz und werden wir zu einem rückschrittlichen gleichgeschalteten Bauernstaat. Und in ca. 40 Jahren entdecken wir dann die Bildung wieder, knechten unsere Kinder zu Hochleistungen wie nie zuvor, und bauen unsere Wirtschaft auf billiger Arbeit auf und auf dem Kopieren von Produkten der entwickelten Länder. China’s moderne Geschichte wiederholt, weil wir plötzlich meinen, Bildung sei etwas schlechtes.

  • ueli keller sagt:

    Pfeuti aka Gölä ist eine Schande für jeden ehrlich arbeitenden Bauarbeiter. Bei ihm ist das Getue um die Intellektuellen nichts als blanker Neid und seine Anbiederung beim „Büezer“ schlicht und einfach widerlich.

  • Brauen Willy sagt:

    Dem Tagesanzeiger ist es hoch anzurechnen, dass ein Bürger – eher auf der „Rechten Seite“ des politischen Spektrums, zu Wort kommt!
    Den Kommentaren kann ich aber entnehmen, dass das kommentierende Publikum, doch eher linkslastig, sich von den Aussagen Gölä’s, betroffen fühlt. Dass „Büezer, Hausfrauen, Hilfspersonal und Behinderte“ im allgemeinen Gesellschaftsverständnis eher eine „untere Akzeptanz“ erfahren, ist, glaub’ ich, nicht von der Hand zu weisen! Gut, dass Diskussionen über die „vielseitigen Nützlichkeiten“ der Bürgerinnen und Bürger, stattfinden. Wir sind in der Gemeinschaft auf alle Leistungsträger, jedwelcher Art, angewiesen, also verdienen sie auch entsprechende Anerkennung!

  • Christian Weiss sagt:

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Gölä mit den im Text genannten Architekten wenig Probleme hat. Ebenso mit Ingenieuren, Chemikern, Physikern, Informatikern.
    Das Problem von heute ist, dass sich auch viele Pseudointellektuelle, die halbseidene Studien wie „Genderwissenschaften“, „Theaterwissenschaften“ oder „Umweltwissenschaften“ absolviert haben, für Angehörige der Bildungselite halten. Sie kann man dann als Politiker von einschlägigen Parteien erleben, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Bei Wirtschaftsthemen glauben sie, man könne Wohlstand mit der Notenpresse oder Besteuerung erschaffen. Bei Energiethemen glauben sie ans Perpetuum Mobile und können kW nicht von kWh unterscheiden. Und in der Migrations- und Sozialpolitik glauben sie an Rudolf-Steiner-Pädagogik.

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