Blochers Energie hat keine Zukunft

Mit Blochers Strategie nimmt die Abhängigkeit vom Ausland zu, nicht ab: Das umstrittene belgische Atomkraftwerk Tihange. Foto: Oliver Berg (DPA, Keystone)

Mit Blochers Strategie nimmt die Abhängigkeit vom Ausland zu, nicht ab: Das umstrittene belgische Atomkraftwerk Tihange. Foto: Oliver Berg (DPA, Keystone)

Nicht sehr entspannt waren die Festtage wohl für Albert Rösti. Er muss die notwendigen Unterschriften für das Referendum gegen die «Energiestrategie 2050» zusammenbringen – und es harzt. Verständlich, gehören doch gerade die Bauern zu den Gewinnern der Energiestrategie: Biomasse-, Wind- und Sonnenenergie schaffen neue Geschäftsfelder. Auch viele SVP-Wähler finden es richtig, auf einheimische Energie statt auf importiertes Erdöl und Uran zu setzen. Um dennoch die nötigen Unterschriften zu sammeln, versuchte die SVP vor Weihnachten noch mit einer Pressekonferenz Staub aufzuwirbeln. Die einzigen Kronzeugen, die sich für diese Aktion einspannen liessen, waren eine Alt-Ständerätin und ein emeritierter Professor.

Hohe Selbstversorgung gefordert

Zu Recht liess das die Medien kalt: Einige Tage davor hatte Christoph Blocher bereits die Katze aus dem Sack gelassen. In einem bemerkenswerten Interview mit dem «Tages-Anzeiger» gab er sich als treibende Kraft hinter dem SVP-Referendum zu erkennen und skizzierte seine Vision für die Schweizer Stromversorgung.

Alt-Bundesrat Blocher fordert eine hohe Selbstversorgung mit Strom und ein Nein zur Energiestrategie. Wie passt das zusammen? Ohne Energiestrategie nimmt die Selbstversorgung ab und die Abhängigkeit vom Ausland zu, weil weniger in einheimische Erneuerbare und Energieeffizienz investiert wird. Auch wenn das Parlament bei der AKW-Sicherheit beide Augen zudrückt; die Betreiber werden ihre Uralt-AKW früher oder später abstellen müssen – der Heimat zuliebe sollte die SVP auf «früher» plädieren.

Niemand glaubt an neue AKW

Wieso erkennt Herr Blocher nicht, dass die Selbstversorgung ohne Energiestrategie abnimmt? Grund ist wohl sein (Irr-)Glaube, in der Schweiz könne ein neues AKW gebaut werden. Das führt ihn zum zweiten Widerspruch: Die Energiestrategie 2050 wegen der angeblich zu hohen Kosten kritisieren und gleichzeitig Subventionen für bestehende Wasserkraft und AKW fordern. Mal abgesehen davon, dass AKW-Subventionen WTO-widrig sind und nicht – wie von Herrn Blocher behauptet – die Unterstützung von Erneuerbaren, ist dieser Vorschlag viel teurer! Wie andere Politiker, welche die Energiestrategie bekämpfen, hat der SVP-Stratege offensichtlich nicht mitbekommen, wie grundlegend sich die Kosten der Produktion im Strommarkt verändert haben. Während neue erneuerbare Energien wie Solarstrom, Wind und Biogas sowie Speicher wie Batterien oder Wasserstoffsysteme immer günstiger werden, werden AKW immer teurer.

Der Bau neuer AKW kann deshalb nur staatlich erzwungen werden – mit Milliarden von Steuergeldern. Nicht einmal in der Stromwirtschaft glaubt noch jemand ernsthaft an neue AKW. Über die Subventionen würde sich als AKW-Lieferantin die Atommacht Frankreich und natürlich Blochers Freund Martin Ebner freuen, welcher eifrig Alpiq-Aktien kauft; doch mir ist lieber, das Geld fliesst in Technologien, welche unsere Hochschulen entwickeln und die unser Gewerbe installiert. Das hat Zukunft.

185 Kommentare zu «Blochers Energie hat keine Zukunft»

  • lutz stalder sagt:

    Soso, Herr Girod. Wetten, dass sie sich auf dem Holzweg befinden? Wer Technologien via Gesetz verbieten will ist unter Anderem ein Dummkopf und mit Wende hat das schon gar nichts zu tun. Es ist nur eine „umweltfreundliche“ Zwängerei, die dann wieder der Steuerzahler berappt.

    • Stefan Peter sagt:

      Soso, Lutz Stalder ; die dann wieder der Steuerzahler berappt. Was glauben sie wer die Kosten für die Endlagerung des radioaktiven Material bezahlt und dies für die nächsten tausend Jahren? Sicher nicht die Stromkonzerne und der Blocher auch nicht wer dann? Hier sind sie auf dem Holzweg

      • Martin Maletinsky sagt:

        Einverstanden Hr. Peter, die Endlagerung wird nicht billig sein und vermutlich der Allgemeinheit überwälzt (Steuerzahler und/oder Stromkonsumenten). Dies trifft aber mit wie ohne Energiestrategie 2050 zu.
        Die sogenannte Energiestrategie 2050 wird der Allgemeinheit noch immense zusätzliche Kosten aufbürden, aufgrund des notwendigen Netzausbaus, Bereitstellung von Speicherkapazitäten (Pumpspeicherwerk Limmern mit Kosten von 2 Mrd. war da nur ein Vorgeschmack) und der Subventionen für unrentable Wind- und Wasserkraft.
        Auf der Seite von Swissgrid finden Sie Folgendes:
        „Neben dem tendenziell steigenden Stromkonsum […] stellt auch die zunehmende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien die Betreiber von Verteil- und Übertragungsnetzen vor grosse Herausforderungen….“

        • Max Oppliger sagt:

          Falsch. Die Mär mit den Netzen stimmt eben nicht, da die Zukunft nebst der bestehenden Wasserkraft in der dezentralen Produktion liegt. Das haben sogar die grossen Stromproduzenten bemerkt. Warum bloss wollen die AKW-Anhänger bloss mit allen Mitteln verhindern, dass die Schweiz eine führende Rolle bei neuen Technologien spielt. Es ist unglaublich. Besonders wenn man an die Vergangenheit denkt.

          • Markus Saurer sagt:

            Genau, Max Oppliger. In der Antike und im Mittelalter hatten wir auch eine dezentrale Energieproduktion – und zudem hohe Beschäftigung, weil die Leute die Hälfte ihrer Zeit mit dem Sammeln von Energie verbringen mussten.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Herr Oppliger, „die Mär mit den Netzen“ habe ich mir nicht selber ausgedacht, diese wird so auf der Seite von SWISSGRID, der Schweizer Übertragungsnetzbetrieberin geschrieben.
            Es würde mich doch interessieren, was Sie qualifiziert die Konsequenzen der unregelmässig anfallenden Energien auf die Übertragungsnetze besser zu beurteilen, als diese Organisation es tut.
            Oder unterstellen Sie der SWISSGRID, das Publikum vorsätzlich zu täuschen?

          • Florian Müller sagt:

            „Die Mär mit den Netzen“ stammt von SWISSGRID. Ist ja klar. Denn dezentrale Stromerzeugung bricht mittelfristig JEDES Monopol – fertig mit Geld verdienen und grossen Marchen, günstig für Konsumenten und Anlagebauer. Dezentrale Arbeitsplätze reduziert Pendenl – weniger Benzin, weniger Züge – schlussendlich weniger Konsum.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Martin Maletinsky:
          auch wenn sie es immer noch nicht kapiert haben bzw. nicht kapieren wollen (genug gesagt hätte ich es ja….):
          die Strombarone haben das Grid in ganz Europa verlottern lassen! Da ist es natürlich ein Leichtes, diesen Umstand der EW anzulasten!
          Die Herausforderung mit den EE hat in erster Linie damit zu tun, dass man bei Swissgrid und auch den Stromproduzenten zuerst einmal mit der neuen Situation umzugehen lernt! In Deutschland ist man da schon auf gutem Wege.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Dass die Schweiz bezüglich Uran zu 100% vom Ausland abhängig ist, habe ich nie in Abrede gestellt.
            Ich weise bloss darauf hin, dass die Auslandabhängigkeiten welche die Energiestrategie herbeiführen wird, weit gravierender und einschränkender sind, als die heutige Abhängigkeit von Uranimporten (ein gutes Dutzend möglicher Förderländer, grosse Vorräte lagerbar).
            Strom kann aus genau zwei Nachbarländern Deutschland und Frankreich bezogen (und kaum gelagert) werden, Gaslieferungen sind an bestehenden Gasleitungen gebunden. Wie es aussieht, wenn Putin einmal am Gashahn rumspielt, davon kann die Ukraine ein Lied singen. Gaskombikraftwerke werden aber vom BFE als wahrscheinliche Konsequenz der Energiestrategie betrachtet und selbst von Bundesrätin Leuthard „nicht ausgeschlossen“.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Martin Maletinsky:
            das ist leider die falsche Antwort Herr Maletinsky!

          • Martin Maletinsky sagt:

            Für einmal kann ich Ihnen zu 100% zustimmen Hr. Jobs. Dies ist tatsächlich die falsche Antwort, bzw. vielmehr die richtige Antwort aber auf den falschen Kommentar. Sie finden dieselbe Antwort deshalb weiter unten, dem richtigen Kommentar zugeordnet.

            Sorry für den Vertipper.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Martin Maletinsky:
            kein Problem, das kann passieren, aber die korrekte Antwort liefern sie noch nach? Danke!

      • R.H. Mayer sagt:

        Genau, Stefan Peter. Der AKW-Strom ist der sauberste, und billigste, hiess es doch allenthalten! Von wegen, die Ur-Ur-Ur-enkel werden daran noch zu zahlen haben und das Endlager ist bis heute auch noch nicht gefunden. Chr. Blocher verrennt sich, wie schon so oft zuvor!

        • Charly Doerig sagt:

          Andererseits könnte man jedoch auch aktuelle technische Entwicklungen wie den kürzlich in Betrieb gegangenen BN-800 zur Kenntnis nehmen der in der Lage ist, den bei uns anfallenden hoch-radioaktiven Abfall zu verwerten. Der dort resultierende Abfall hat dann noch Halbwertszeiten von weniger als 100 Jahren. Anstatt den bei unseren KKW anfallenden Abfall als ein politisch seit 20 Jahren bewirtschaftetes Problem anzuschauen, handelt es sich dabei in Tat und Wahrheit im eine nur zu 4% ausgenützte Energiequelle, die im BN-800 (weitgehend) um die restlichen 96% abgeerntet werden können.

          • Reto Burgermeister sagt:

            Klar, und das massiv erhöhte Risiko einer Kernschmelze nehmen wir in Kauf als ginge es um ein etwas schnell schmelzendes Kerzlein. Wie wärs, wenn man erst mal das Risiko versichern UND bezahlen würde?

          • Max Oppliger sagt:

            Da würde ich Ihnen aber schon empfehlen, die kleinen Nebensächlichkeiten mit Plutonium und Natrium anzuschauen. Man sollte die grauenvolle Raelität nicht einfach ausblenden.

          • Hans Wolff sagt:

            Sie möchten also in der CH Brütertechnologie installieren und damit in die Plutonium-Wirtschaft einsteigen? Selbst wenn man von den technischen Gefahren, z.B. Natrium als Kühlmittel,absieht, so stellt die Brütertechnologie in der heutigen Zeit noch ein ganz anderes Sicherheitsproblem dar: Niemand möchte Plutonium in den Händen von Jihadisten oder anderen Spinnern sehen.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Charly Doerig:
            ein weiterer Prototyp, mehr nicht! Und auch dieser ist mit den Problemen seiner Vorgänger behaftet und der „nur“ 300 Jahre strahlende Müll straht halt einfach stärker! Tolles Teil…

    • Thomas Jobs sagt:

      @ lutz stalder:
      soso, und wer hat die Kernenergie bis jetzt gesponsert? Und wer darf zu einem grossen Teil für die Kosten des Rückbaus und der Endlagerung aufkommen? Richtig: der Steuerzahler!

  • Thomas Stäubli sagt:

    Naja, die Bauern hat man mit Subventionsversprechen für Solardächer gekauft. Ob die daher der gute Ratgeber für die Vorlage sind? Oder die Industrieverbände, die selbstverständlich Vorzugstarife für Ihre Klientel herausgeschlagen haben auf Kosten der Haushalte, die nicht einfach ihren Standort in Ausland verlagern können, wenns dort wirtschaftlicher ist?

    • Sabine Glaus sagt:

      Sie bringen die ganze Verlogenheit der Energiestrategie 2050 auf den Punkt. Leider ist diese zur Ersatz-Religion geworden. Dagegen hat Rationalität keine Chance. Am Schluss bleiben die immensen Kosten beim Mieter im Wohnblock hängen, das zeigt sich schon lange in Deutschland, wird aber von hiesigen Medien und Politikern unterschlagen.

  • Ursula sagt:

    Unsere Stromerzeuger sind nur wegen den sehr hohen staatlichen Hilfen für Wind und Sonne in DE zu teuer.Bringen die keine Leistung beziehen wir schon heute französischen Atomstrom.
    Hopp Schwiiz die Subventionen erhöhen und schon läuft der Karren,auch mit Sromnetzzusammenbrüchen.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Nicht immer ist es Atomstrom aus Frankreich, manchmal auch Kohlestrom aus Deutschland – ansonsten bin ich aber voll mit Ihnen einverstanden.

      Uebrigens scheint bei Stromimporten wo die Schweiz auf die Kooperation mit genau 2 möglichen Lieferanten (Deutschland und Frankreich) angewiesen ist die Auslandabhängigkeit weit weniger zu stören, als beim Uran, wo über ein Dutzend möglicher Produzentenländer zur Auswahl stehen. Auch kann importierter Strom weit schlechter gelagert werden als importiertes Uran, wo aufgrund des relativ tiefen Preises und der hohen Energiedichte problemlos der Bedarf für mehrere Jahre in der Schweiz gelagert werden könnte.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Martin Maletinsky:
        ach Maletinsky, wie oft den noch die selben Ausreden? Egal von wie vielen Quellen wir die Brennstäbe beziehen und egal wie viele Gigatonnen wir davon irgendwo lagern: wir sind zu 100% VOM AUSLAND ABHÄNGIG, Punkt!

        • Martin Maletinsky sagt:

          Dass die Schweiz bezüglich Uran zu 100% vom Ausland abhängig ist, habe ich nie in Abrede gestellt.
          Ich weise bloss darauf hin, dass die Auslandabhängigkeiten welche die Energiestrategie herbeiführen wird, weit gravierender und einschränkender sind, als die heutige Abhängigkeit von Uranimporten (ein gutes Dutzend möglicher Förderländer, grosse Vorräte lagerbar).
          Strom kann aus genau zwei Nachbarländern Deutschland und Frankreich bezogen (und kaum gelagert) werden, Gaslieferungen sind an bestehenden Gasleitungen gebunden. Wie es aussieht, wenn Putin einmal am Gashahn rumspielt, davon kann die Ukraine ein Lied singen. Gaskombikraftwerke werden aber vom BFE als wahrscheinliche Konsequenz der Energiestrategie betrachtet und selbst von Bundesrätin Leuthard „nicht ausgeschlossen“.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Martin Maletinsky:
            wir importieren JETZT schon Uran aus dem Ausland und per Vertrag (!!!) Atomstrom aus Frankreich!
            Damit wir weder noch machen müssen, setzen wir auf 100% EE! Alles klar?

          • lutz stalder sagt:

            Beziehen sie sich auf die offenen Rechnungen von 3 Milliarden? Also ich würde denen auch den Hahn zudrehen.

  • Christian Schreiber, FDP-Mitglied sagt:

    Ueberzeugende Argumentation, kompakt und mit scharfer Feder präsentiert – bravo, Herr Girod!

  • Eduard J. Belser sagt:

    Das Blocher und seine SVP die Schweiz um jeden Preis in der teuren Abhängigkeit von/gefährlichen Erpressbarkeit durch orientalische Ölscheiche, kasachische Öloligarchen, russischen Gaszaren, internationalen Atommafiosi usw. halten will, zeigt, wie wirr und schweizfeidlich die SVP des deutschstämmigen Christoph Blochers politisiert. Dass Blochers intimer Duzfreund und Seilschafter Martin Ebner die Raschpapiere von Alpiq zusammen kauft, beweist doch, dass hier ein abzockerischer Kuhhandel auf Kosten des steuerzahlenden «Volchs» geplant wird. Hinzu kommt, dass mit den Erneuerbaren Energien über die ganze Schweiz unzähligen sichere und nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden können. Aber statt dessen will die SVP jährlich unzählige Milliarden unseres «Volchsvermögens» ins Ausland abführen.

    • R.H. Mayer sagt:

      Danke, Herr E.J. Belser. Blocher und Ebner verschacherten die LONZA in Visp in Tranchen, ebenso auch das Werk eigene Elektrizitätswerk, was zur Folge hat, dass die LONZA den Strom auswärts teuer kaufen muss! Gewinner waren diese beiden Herren, die sich eine goldene Nase verdienten, wie mit allen anderen Geschäftszerschlagungen auch. Nicht zum Wohl der Arbeitnehmenden!!!

      • Eduard J. Belser sagt:

        Ja, bei Blocher, Ebne & Co. heiligt der Glaube an das Geld und die Gier nach noch mehr geld und Macht jeden noch so dubiosen Kuhhandel und ihre blinden «Gläubigen» stört das nicht. Die «BüezerInnen» sollten endlich erwachen und schnallen, dass sich Blocher nicht für sie einsetzt sondern ausschliesslich für seine Milliardärs- und Abzocker-Seilschafter politisiert. Blocher und seine SVP sind die grösste Gefahr für unsere Arbeitsplätze.

    • Kurt Leutenegger sagt:

      Herr Belsen, ich weiss es noch nicht, aber einige haben ein Brett vor dem Kopf, welche, das wird in 5 -10 Jahren veröffentlicht werden. China baut bis 2030 FÜNFZIG neu AKW’s, davon soll bis 2030 die ungefährliche Thorium Kernkrafttechnologie verkaufsfertig zur Verfügung stehen. Kostenpunkt ca. 2 Milliarden, wobei noch zu erwähnen wäre, das die CH für die nächsten 1000 Jahre Thorium im Erdboden bunkert. Auch Indien, USA und Russland werden in den nächsten Jahren mindestens 50 Meiler in Betrieb nehmen, wovon auch Thoriumenergie. Zudem kann diese Technologie noch den alten Atommüll verarbeiten und die Strahlung auf 350 Jahre reduzieren. Zusammengefasst sind die von Ihnen abgekanzelten Herren schon nicht neben den Schuhen. Sie haben sich wenigstens Informiert bevor sie vor die Presse standen.

      • Franz Marke sagt:

        Herr Leutenegger, schauen Sie doch mal bei der Int. Energieagenur nach, Gesamtanteil der Kernkraft am Energieverbrauch über die Jahre: Steil fallend. So schnell können neue Meiler gar nicht gebaut werden, wie die alten abgeschaltet werden. Und überall, in FR, FI, US, CN, verzögern und verteuern sich AKW-Projekte. Jaja, 2030 gibt’s Th-Reaktoren, und 2060 Fusionsreaktoren, nicht? Vergleichen Sie mal die AKW-Neubauten mit dem kontinuierlichen und geräuschlosen Zubau an Alternativen Energien. Und dann die Energiepreise! Welchen Strompreis musste UK dem franz./chines. Konsortium zusichern, damit die das neue AKW bauen? Wie viel kostet im Vergleich dazu Windstrom?

        • Kurt Leutenegger sagt:

          Franz Marke, also ich schreibe ja auch nicht einfach so von der Leber weg, sondern ich informiere mich, Googlen sie doch auch mal. So weiss ich das Indien die weltweit grössten Thorium Bedenschätze hat und deshalb auch diese Kernkraft-Technologie, wie auch China und USA, massiv fördert. Wenn wir nicht mitziehen werden sie unseren Atommüll für teures Geld für uns verarbeiten. Es kann ja nicht daneben sein, wenn sehr grosse aufstrebende Länder mit hohem Sonnenanteil auf Thorium-Technologien setzten. Herr Marke glauben sie wirklich, das diese Länder so blöd sind und Milliarden in die Thorium-Technologie investieren, wenn Sonnen- und Windenergie günstiger wären? Die heutige computergesteuerte Industrie will/braucht zuverlässige Stromzufuhr ohne grossen, teuren Netzausbau und Zwischengeräte.

          • Emil Eugster sagt:

            Herr Leutenegger, Herr Marke hat ihnen einige sehr konkrete Fragen gestellt, die sie leider in ihrer Antwort an ihn alle „übersehen“ haben.
            Ich musste auch schon die Feststellung machen, dass die fleissig schreibenden Atomkraftbefürworter wie Odermatt, Maletinsky, Jorns, Deiss usw. konsequent konkreten Fragen ausweichen und auf deren Beantwortung leider verzichten. Sind sie auch einer dieser Lobbyisten!

          • Hans Wolff sagt:

            Hr. Leutenegger, wenn Sie sich doch so gut informieren, dann forschen Sie doch mal nach, warum man in D den Thorium-Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop stillgelegt hat, welche Schweinereien dort passiert sind und wer am Ende den Grossteil der Stilllegung zahlen wird.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Kurt Leutenegger:
            Google benutzen zu können ist das Eine, das gelesene auch wirklich zu verstehen das Andere! Leider hapert es bei ihnen beim letzten Punkt, denn ich habe ihnen zusammen mit anderen Forumsusern schon zig mal erklärt, dass die Thoriumreaktoren noch weit von serienreif sind! Nur weil sie, wie sie selber gesagt haben, ein paar Youtube-Filmchen angeschaut haben, heisst das noch lange nichts, sorry!
            Der Export von Atommüll ist schon länger verbiten.

      • Max Oppliger sagt:

        Und weshalb möchten Sie Thoriumreaktoren und nicht umweltfreundliche PV, Wind und Wasser? Warum bloss Leute undedingt an Nukleartechnik festhalten? Was ist Ihre Motivation? Die Oekonomie und die Oekologie kann es nicht sein.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Kurt Leutenegger:
        ihre Faktenresistenz ist wahnsinn! Wie viele Leute haben ihnen schon gesagt, dass die MSR noch weit entfernt von serienreif sind? Oder ignorieren sie einfach die Wahrheit?
        Die von ihnen aufgezählten AKW sind ALLESAMT Prototypen – wieder ein paar mehr zu all den Anderen vorher! Bis diese serienreif sind, vergehen laut den involvierten Wissenschaftler noch ca. 40 Jahre!
        300 Jahre strahlender Müll soll ein Fortschritt sein, zumal der noch stärker strahlt? Träumen sie?

      • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

        Es gibt einen entscheidenden Vorteil der Erneurbaren gegenüber den Thorium-Reaktoren, der ihnen entgeht:
        Die Erneuerbaren existeren.

  • Matthias Müller sagt:

    Vielleicht helfen auch ein paar wirtschaftliche, um nicht zu sagen finanzielle, Überlegungen? Investitionen, die in den Betrieb und Erhalt von „end-of-life“-Technologien fliessen, gehen in eine Sackgasse und Unsicherheit und erzeugten, investiert in „Erneuerbare“, robustere Returns bei höherer Sicherheit.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Heute ist der Strompreis in Europa enormen Schwankungen unterworfen und zeitweise negativ (d.h. der Abnehmer von Strom erhält sogar noch Geld)! Dies ist der beste Beweis dafür, dass die für die Umstellung auf Wind- und Solarstrom notwendigen Stromspeicherkapazitäten nicht in genügender Menge und zu konkurrenzfähigem Preis hergestellt werden können (da sich ansonsten mit diesen Preisschwankungen viel Geld verdienen liesse).
    Deutschland hat u.a. deshalb schon heute riesige Probleme wegen der Energiewende – dies nachdem bereits ganze Landstriche durch Windturbinen unbewohnbar gemacht worden sind und dennoch weiterhin 65% des Stroms nuklear oder mit fossilen Brennstoffen erzeugt werden.
    Um Solches von der Schweiz abzuwenden bleiben noch wenige Tage um das Referendum zu unterschreiben!

    • Max Oppliger sagt:

      Die angeblich riesigen Problem Deutschlands ist eine reine Zwecklüge. Wem ist der Herr Maletinsky verpflichtet und was wollen Sie denn? Ein neues AKW im Jahr 2040? Wirklich sehr innovativ.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Ich strebe nicht nach einem Innovationspreis Herr Oppliger, eine effiziente und zuverlässige Stromversorgung genügt mir vollauf.

        Ein neues Kernkraftwerk fände ich tatsächlich eine der vernünftigeren Lösungen, glaube aber nach dem 27.11.2016 nicht an die politische Realisierbarkeit (wenn 46% der Stimmbürger die existierenden Kernkraftwerke schnellstmöglich stilllegen wollen, wird sich kaum eine Mehrheit für den Bau neuer Anlagen finden).

        Deshalb würde ich auf Gaskombikraftwerke setzen (welche das BFE bereits jetzt ohnehin schon in der Hinterhand hält, wohlwissend, dass die Energiestrategie nicht funktioniert). Dies würde den Umweg über Subventionierung ineffizienter Technologien, Flatterstrom und Landschaftsverschandlung ersparen und erst noch den Atomausstieg beschleunigen.

    • Emil Eugster sagt:

      Herr Jorns will uns für Atomkraft gewinnen mit dem Argument Wind und PV würden im Winter nicht funktionieren. Sie Maletinsky versuchen das gleiche mit dem Argument, des hohen Ertrags wegen seinen die Preise für Strom negativ. Herr Odermatt hat sich kürzlich beklagt, dass am zweiten Weihnachtsfeiertag, also am fast kürzesten Tag im Jahr, Deutschland zu viel PV-Strom eingespiesen hat und deshalb die Strompreise negativ waren. Sie sollten sich besser mit ihren Mitstreitern absprechen.
      „ganze Landstriche durch Windturbinen unbewohnbar gemacht“
      Diese können sie sicher genauer benennen inklusive Bevölkerungsdichte vor und nach dem Aufstellen der Windräder, oder?
      Stromspeicherkapazitäten, also existierende Technik soll nicht möglich und zu teuer sein aber Thorium und Fusion nicht?

      • Martin Maletinsky sagt:

        Entweder Herr Eugster haben Sie mich falsch verstanden, oder aber Sie verdrehen meine Aussage vorsätzlich.
        Wind und PV treiben die herkömmlichen Stromproduzenten nicht wegen ihrer hohen Erträge in den Ruin, sondern wegen der hohen Subventionen (vor allem in Deutschland, mehr und mehr aber auch in der Schweiz), welche es den Betreibern erlauben, diesen Strom selbst dann noch ins Netz zu speisen wenn die Strompreise kurzfristig negativ sind.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Martin Maletinsky:
          schon schwach von ihnen, dass sie die Milliardensubventionen für die AKW immer unter den Teppich kehren, denn diese kommen aus dem Steuertopf und da muss der Sparer genau so bluten, wie der Verschwender! Die EEG/KEV ist aber lediglich eine UMLAGERUNG, welche verbrauchsgerecht erhoben wird und ohne Umweg direkt wieder in alle EE reinvestiert werden!

        • Emil Eugster sagt:

          Sie schreiben: „Heute ist der Strompreis in Europa enormen Schwankungen unterworfen und zeitweise negativ (…)! Dies ist der beste Beweis dafür, dass die für die Umstellung auf Wind- und Solarstrom notwendigen Stromspeicherkapazitäten nicht in genügender Menge und zu konkurrenzfähigem Preis hergestellt werden können“
          Würde Wind und PV im Winter sehr wenig Strom generieren, wie Herr Jorns es sagt, wie sollen sie denn die Speicherkapazitäten überfordern, wie sie es behaupten?
          Da habe ich ihre Aussage überhaupt nichts verdreht.
          Auch ihr Ablenkungsmanöver mit dem Umschwenken auf „Subventionen“ (es sind Vergütungen im Umlageverfahren, keine Subventionen aus Steuergeldern) greift ins Leere. Einspeisevergütungen werden auf tatsächlich Ertrag bezahlt. Kaum Ertrag = kaum Einspeiseverg.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Martin Maletinsky:
      nir weil der gute Maletinsky eine Windturbinen-Phobie hat heisst das nicht, dass die EE schlecht sind!
      Und auch wenn ich es ihnen schon einige male geschrieben habe: Deutschland wird auch nach der EW noch 20% Kohlestrom haben – dank den Strombaronen und den Kohlegewerkschaftler!
      .
      PS: unbewohnbar wird das Land nicht durch WKW sondern durch einen GAU unbewohnbar, also bleiben sie bei den Fakten!

    • Hans Wolff sagt:

      Maletinsky, „dies nachdem bereits ganze Landstriche durch Windturbinen unbewohnbar gemacht worden sind“, Sie verwechseln D wohl mit Pripjat oder dem Südwesten von Weissrussland, das waren allerdings keine Windräder, die diese Gegend unbewohnbar machten. Im Windpark Holtriem in Ostfriesland weiden Kühe und bestellen Bauern ihre Felder zwischen den Windrädern (Ich bin Augenzeuge). Windkraft muss ja wirklich gefährlich sein (vor allem für Atomlobbyisten). In D waren es 2015 sogar noch etwas mehr als 65% Strom aus AKW und fossilen Brennstoffen, aber 2011 waren es noch rund 80%. Die Tendenz ist eindeutig, die nicht regenerativen Energien sind auf dem Rückzug, nur die SVP will das nicht wahrhaben.

  • Urs sagt:

    Denjenigen Kommentare Schreiber die meinen die Interessen des Milliardärs seien im Sinne des Volches sei gesagt. Die Welt und die Energieversorgung entwickelt sich auch dann, wenn Ewiggestrige versuchen die Entwicklung in der Schweiz stillstehen zu lassen. Politiker können sich rückwärts orientieren, die Industrie macht das nicht.
    Diese Gewissheit beruhigt.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Zu behaupten, die Energiestrategie 2050 stärke die Selbstversorgung ist bestenfalls naiv. Diese „Strategie“ legt jetzt einfach mal los und verschandelt die Landschaft mit hoch subventionierten Windturbinen bis man merken wird, dass der produzierte Strom nirgendwo hinreicht. Dann wird man im Wesentlichen vor 3 Alternativen stehen (welche alle auf Importen basieren):
    A) Weiterbetrieb der dannzumal schon ziemlich alten Atomkraftwerke (was mit zunehmender Alterung auch ein zunehmendes Risiko mit sich zieht).
    B) Bau von Kraftwerken die auf fossilen Brennstoffen basieren (d.h. vermutlich Gaskombikraftwerke und Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen).
    C) Deckung des fehlenden Stroms mit zumehmenden Stromimporten aus Deutschland oder Frankreich (wohl mehrheitlich Kohle- u. Atomstrom).

    • Kevin Siegenthaler sagt:

      Ohä, da kämpft jemand mit Furor gegen Windmühlen und will ganz viele spannende Entwicklungen nicht sehen:
      a) Photovoltaik nicht nur auf Dächern, sondern in Fassaden. Weltweit führende Projekte hier bei uns in der Schweiz, etwa unter Ägide des CSEM in Neuchâtel oder der Umweltarena Spreitenbach.
      b) Power to Gas. Auch hier ist die Schweiz vorne dabei. Empa, HSR oder SCCER verfolgen tolle Ansätze. Ebenso das Hybridwerk Aarmatt.
      c) Batteriespeicher statt Pumpspeicher. Tesla Power Wall, Sonnenbatterie, Vehicle to Grid.
      d) Vernetzte Häuser und Quartiere. Schon mal vom NEST und seinem Energy Hub gehört?
      e) Smart Grid, etwa mit GridSense von Alpiq.
      So viele spannende nationale Entwicklungen, und leider überhaupt kein Link zu den fiktionalen Dreckstromimporten.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Dass es Entwicklungen im Bereich der Stromspeicherung (wie in anderen Technologiebereichen) gibt, habe ich nie bestritten.
        Es gibt aber heute noch keine Lösung welche es erlaubt die enormen Speicher-Kapazitäten zu einem vertretbaren Preis herzustellen, welche notwendig wären um Wind- und Sonnenenergie in die Stromversorgung einzubinden. Der beste Beweis dafür sind die enormen Strompreisschwankungen und zeitweise negative Strompreise auf dem europäischen Strommarkt (wären die genannten Speicherkapazitäten realisierbar, liesse sich damit sehr viel Geld verdienen).
        Es ist aber verantwortungslos, die Energieversorgung heute von Technologien abhängig zu machen, welche vielleicht noch entwickelt werden, vielleicht aber auch nicht.

        • Emil Eugster sagt:

          Mit dem Preis für ein neues AKW in der Schweiz kann man 7-10 Speicherkraftwerke wie Linth-Limmern bauen, von denen jedes die gleiche Leistung wie das neue AKW haben.
          Da wir zum Ersatz der bestehenden AKW-Leistung aber „nur“ 3-4 solcher Pumpspeicherwerke benötigen wäre das nur halb so teuer. Der Betrieb von solchen Werken ist ebenfalls um Faktoren günstiger als der von AKWs. Die Betriebsdauer ist mind. 2-3 mal grösser als Bei AKWs. Die Stilllegung, Rückbau und Lagerung der Abfälle entfallen teilweise ganz im Gegensatz zu AKWs.
          Mind. halbe Kosten für den Bau, halbe Kosten für den Betrieb, halbe Kosten für die Stilllegung, doppelte Betriebszeit. Pumpspeicher würden vielleicht 5% von einem neuen AKW kosten.
          Das sei kein vertretbarer Preis?
          Zeigen sie ihre Berechnung.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Die Berechnungen würde ich eigentlich von den Vertretern der Energiestrategie erwarten – von einem Bauingenieur der eine Brücke entwirft erwartet man auch, dass er vor dem Bau darlegt weshalb diese halten wird (man erwartet dies nicht von künftigen Passanten dieser Brücke).
            Es ist eigentlich der Hauptvorwurf den ich gegen die Energiestrategie erhebe, dass sie in vielen Punkten nicht zu Ende gedacht ist, bzw. viele Fragen offen lässt an denen sie letztendlich scheitern wird. Bezüglich der Stromspeicherkapazitäten wären diese Fragen:
            – wieviele und wie grosse Pumpspeicherseen werden benötigt?
            – wo befinden sich mögliche Standorte für diese Seen?
            – Wieviel kostet der Bau dieser Seen und woher werden diese Mittel stammen (private Investoren dürften sich dafür eher keine finden).

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Martin Maletinsky:
            warum denn das? Die Zahlen sind von allen einsehbar und können auch von Martin Maletinsky ganz einfach nachgerechnet werden, ich verstehe ihr Problem nicht!

          • Emil Eugster sagt:

            0Herr Maletinsky das ist jetzt aber maximal lahm von ihnen.
            Sie wollen die Frage nach den kWh Kosten von neuem Atomstrom in der Schweiz nicht beantworten und das uralte rhetorische Mittel auf Fragen mit Gegenfragen zu reagieren.
            Auf infosperber gibt es den Artikel „Jährlich 7,5 Milliarden Subventionen für Atomstrom“, der kurz die Berechnungen für Atomstrom zeigt, wenn die heute von den Betreibern nicht bezahlten Kosten eingepreist werden.
            Es gibt natürlich noch detailliertere Analysen. Diese kommen auf ein ähnliches oder noch teureres Resultat.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Na dann Herr Jobs geben Sie mir, der ich offenbar nicht so behende wie Sie Informationen im Netz zusammensuchen kann doch bitte die Antworten auf die 3 Fragen die ich im vorangehenden Kommentar gestellt habe.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Martin Maletinsky: ich habe diesen Abschnitt gemeint; Zitat:
            „Die Berechnungen würde ich eigentlich von den Vertretern der Energiestrategie erwarten – von einem Bauingenieur der eine Brücke entwirft erwartet man auch, dass er vor dem Bau darlegt weshalb diese halten wird (man erwartet dies nicht von künftigen Passanten dieser Brücke).“

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Martin Maletinsky:
      dass die EW nicht funktioniert sagen die Herren Blocher und Maletinsky!
      a.) wir betreiben deshalb die AKW bis sie von alleine zerbröseln und sparen uns damit den Rückbau inkl. Kosten, da ja wie in der Ukraine die Allgemeinheit für das Aufräumen aufkommt; b.) von Gaskombikraftwerken mit Biogasbetrieb haben sie noch nie etwas gehört; c.) Deutschland hat just an dem Tageszeitpunkt am meisten Strom aus EE, wenn wir am meisten verbrauchen.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Der Weiterbetrieb der existierenden Kernkraftwerke ist in der Schweiz seit dem 27.11.2016 abschliessend entschieden, und zwar nicht von Herrn Blocher oder von mir, sondern vom einzigen Souverän in diesem Land nämlich den Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen.

        Die Kernkraftwerke werden auch nicht „bis zum Zerbröseln“ betrieben, wie Sie unterstellen, sondern solange das ENSI dies als sicher einstuft.

        Gaskombikraftwerke mit Biogasbetrieb sind eine ausgezeichnete Sache. Es ist aber ziemlich klar, dass die vom BFE prognostizierten Gaskraftwerke mehrheitlich nicht mit Biogas betrieben werden (da einfach nicht genügend Biogas vorhanden ist).

        • Kurt Leutenegger sagt:

          Herr Maletinsky, bleiben sie bei ihrer Meinung. Wussten sie welch Stumpfsinn mit dem Biogas betrieben wird? Zum Beispiel dürfen die Bergrestaurants und Alphütten den Küchenabfall nicht mehr den Tieren füttern, sie müssen die Abfälle von den Bergen in die Sammelstellen bringen, damit sie z.B. vom Alpstein im entfernten Winterthur in Biogas verwandelt werden. Das ist die Ökologische Idiotie der heutigen Energiebeführworter 2050.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Dass die Energiestrategie 2050 ein wenig durchdachter Unsinn ist, davon müssen Sie mich nicht überzeugen Herr Leutenegger. Ich hoffe Sie haben demzufolge wie ich auch das Referendum unterschrieben (oder tun es ansonsten noch in den nächsten Tagen).

            Auch die von Ihnen beschriebene Art Biogas zu verwerten überzeugt aus ökologischen und ökonomischen Aspekten wenig. Ich denke aber gerade bei Biogas gibt es auch sinnvolle Formen der Verwendung. Wobei ich nicht denke, dass Biogas jemals die Kernkraft ersetzen kann – dafür wird das verfügbare Biogas nie ausreichen.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Martin Maletinsky:
          jaja, der stramme Stimmbürger hat gesprochen… nur dass der werte Herr Blocher mit seinen Parteikulis die Lügenkelle kräftig geschwungen haben und die Abstimmung mit gezielten Falschinfos zum kippen gebracht haben – nur so eine Randnotiz!
          Es ist ihnen hoffentlich bekannt, dass eine Krähe der anderen Krähe kein Auge raushackt, oder?
          Das Potenzial von Biogas ist gross, man müsste es nur gezielt nutzen!

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Kurt Leutenegger:
          wenn sie jetzt noch behaupten wollen, dass dieser Umstand der EW geschuldet wird, dann haben sie die ganzen Vorschriften um den BSE-Skandal weder von Hinten noch von Vorne begriffen oder sind mittlerweile schon total von ihren Brennstäben verblendet!

  • Martin Maletinsky sagt:

    Recht hat Hr. Girod mit der Aussage viele Bauern könnten finanziell von der Energiestrategie 2050 profitieren. So erhält zum Beispiel ein Bauer in den jurassischen Freibergen 1500 CHF pro Monat für jede Windturbinen die er auf seinem Land aufstellen lässt. Bei 4 Windturbinen kommt so schon ein netter Monatsverdienst zusammen, notabene zusätzlich zu allen sonstigen Subventionen und ohne einen Finger dafür zu krümmen (den Schaden tragen Anwohner und Erholungssuchende).
    Dies entspricht dem von Links sonst (zu Recht) so kritisierten Prinzip „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“.

    • Elvis sagt:

      Die veraltete Politik vom Ch.Blocher ist eine willkommen ergebnis für grossverdiener in der Schweiz, und die Vollk die wirklich letzte wort hat, ist sbsolut an Dispraxie infiziert und merkt nicht, das in wirklichkeit zuletzt ist. Wen ich die Steuer zahle, dan will ich lieber in gesunde Entwicklung Steuergeld investiere und nicht in Regres. LG. AUS SCHAFFHAUSEN.

  • Anton J. Fürer sagt:

    Natürlich entsprechen beide Ansichten nicht der Wahrheit. Sicher sind lediglich der weiter erhöhte Strombedarf in Zukunft und die enorm hohen Kosten im Rückbau sowie die verheerenden Risiken von AKW’s.

    Schmunzeln musste ich beim Begriff: „unser Gewerbe“. Das waren noch Zeiten. 🙂

  • Rico Hauser sagt:

    Also wenn ich hier schon nur den Titel lese: Sorry, aber lieber schreibe ich nichts als mich auf ein so tiefes Niveau einzulassen !

  • Rolf Zach sagt:

    Man kann es nicht genug wiederholen, die EMS Chemie wird von der Repower beliefert, weil die EMS vor Jahrzehnten für Dutzende von Millionen Franken ihre eigenen Kraftwerke an den Kanton Graubünden verkauft hat, bzw. der Repower.
    Sie kauft also dort ihren Strom ein. Wir wissen nicht, wie diese Verträge gestaltet sind, aber wir können ruhig davon ausgehen, dass damals der Kanton einem seiner grössten privaten Arbeitgeber, einen sehr günstigen Preis gemacht hat. Die Höhe des Preises ist geblieben, aber ist er noch günstig? Hat die EMS Chemie noch immer günstigere Preise als ihre deutsche Konkurrenz, z.B. die Rehau?
    B. weiss, dass Atomkraftwerke keine Zukunft haben, die ganze Sache geht um die Wasserkraft in kantonaler und kommunaler Hand. Vielleicht sollte die Repower wieder privat werden?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rolf Zach:
      ich habe dem werten Herr Blocher einmal eine Email geschrieben und ihn gefragt, warum er nicht ein AKW zusammen mit seinen SVP-Hörigen privat finanziert, weil sie doch angeblich so toll sind! Auf eine Antwort warte ich bis heute…

  • tim meier sagt:

    Dass 40% Atomstrom nicht mit Wind, Sonne und Biomasse zuverlaessig ersetzt werden koennen, blendet Girod wie immer aus. Die Auslandabhaengigkeit und der Einsatz von Kohlestrom – produziert in D – wird so massiv zunehmen. Scheinbar kein Problem fuer Girod wenn die Schadstoffe im Ausland produziert / gelagert werden muessen.

    • Kevin Siegenthaler sagt:

      Sie reden von Auslandabhängigkeit, Herr Meier? Ja sägezi, wächst das frische Uran für unsere lieben Atomkraftwerke denn im Wallis? Oder kommt unser Erdöl und Erdgas aus der Ostschweiz? Nein? Wir bezahlen Jahr für Jahr über 12 Milliarden Franken an zweifelhafte Ölregimes? Dann ist ja alles picobello …

      • tim meier sagt:

        Erdgas und Uran gibts auch hier. Alles eine Frage der Kosten fuer die Foerderung. Die ‚zweifelhaften‘ Regimes wollen auch Geld verdienen. Das kommt noch vor deren Moral. Ich habe keine Probleme damit und ‚leide‘ auch nicht darunter.
        Zu den Fakten: auch die Solarpanels werden in einem ‚zweifelhaften‘ Regime hergestellt.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ tim meier:
          klar, nur würde das Fördern dieser Ressourcen bedeuten, dass der CO2-Ausstoss alleine durch dis Förderung explodieren würde…!
          Der CO2-Ausstoss bei den AKW ist über alles gerechnet schon bei 60g/kWh und somit höher als bei PV und WKW!

      • Sabine Glaus sagt:

        Die Energiewende ohne Gaskombi-KW wird niemals gelingen. Sogar Frau Leuthard zieht diese in Betracht. Also mehr Erdgasimport. Wenn ein Exportland wie die Schweiz an die Energieautarkie glaubt, ist das nur absurd. Maschinen, Uhren und Medikamente exportieren, aber Öl, Erdgas und Uran importieren ist pfui?

      • Kurt Leutenegger sagt:

        Herr Siegenthaler, sie denken zu wenig weit. Wenn wir diese Energie nicht im Ausland kaufen dann kann dieses Ausland auch keine Produkte bei uns kaufen. Und nun erklären sie uns mal, wie das übervölkerte CH Ländchen ohne Auslandgeschäfte die über 8 Millionnen Menschlein hier ernähren kann? Ja wir werden Energie unabhängig sein, super, haben aber einfach nichts zu beissen?

        • Charly Doerig sagt:

          @Leutenegger : Es ist leider so, dass die allermeisten Befürworter von CH-Energieautarkie noch nie etwas von Aussenhandelstheorie und Ricardo gehört haben.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Kurt Leutenegger:
          wenn wir die Energie selber erzeugen, dann brauchen wir sie auch nicht zu importieren! Was ist denn da so schwierig zu verstehen?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ tim meier:
      Deutschland hat schon bald 40% Strom aus EE. Diese 40% sind aber gemessen in kWh wesentlich höher! Warum also sollte es nicht funktionieren? Blödsinn!

      • Christian Weiss sagt:

        In Deutschland wurden 2015 laut deutschem Bundesministerium für Energie 645 Terawattstunden Strom erzuegt. Davon waren 187 Terawattstunden sogenannt „erneuerbarer“ Strom. Wenn man dabei – ohne Rücksicht auf die Verfügbarkeit dieses Stroms – davon ausgeht, dass 187 TWh 40% von 645 TWh sind, bin ich einmal mehr tief beeindruckt von den Rechenkünsten der Freunde „erneuerbarer“ Energien.
        Im gleichen Jahr lag die „erneuerbare“ Stromerzeugung in der Schweiz tatsächlich bei rund 60% dank Wasserkraft. 35% waren Kernkraft. Die „Vorreiter“ der „Energiewende“ kommen irgendwie immer noch nicht annähernd an die Möglichkeiten des Schweizer Stromversorgungssystems, das so wie es bis jetzt war, immer noch besser ist, als es alle anderen Länder dieser Welt zu bieten haben.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss:
          prima, sie bestätigen ja gleich selber, dass die Deutschen schon zu Beginn der EW auf gutem Weg sind!
          Und wir müssen ja nur noch 35% mit EE ersetzen, das schaffen wir locker, wenn die Verhinderer endlich mit Verhindern aufhören!

  • Willi sagt:

    Was ich nicht verstehe: Die ‚Linken‘ unterstützen die Immobilienbesitzer, die energetischen Gebäudesanierungen lassen die Mieten in die Höhe schnellen. Günstiger Wohnraum (schlecht isolierte alte Gebäude) verschwinden. Die exportierende Wirtschaft wird verschont, schon das alleine ist ‚verdächtig‘. Die Vermieter freut es, die Mieter (Familien) zahlen die Zeche mit höheren Strompreisen und Mieten. Die ‚Linken‘ im gleichen Boot mit dem Hauseigentümerverband? Deutschland hat die Grenzen ausgelotet: Die Förderung der und Investitionen in die NEE werden massiv zurückgefahren (Strom-Report). Sigmar Gabriel: ‚Wir können nicht gleichzeitig aus der Atomkraft und der Kohlekraft aussteigen‘. Soviel zu den Grenzen der NEE und zum Klimawandel.

  • Louis Odermatt sagt:

    Unfug den Girod da schreibt: 1. ist die Existenz der CH-AKW bis 2050 seit 27.11. 16 nun beschlossen. 2. wird es in der CH nie Windparks grösseren Ausmasses und Zahl geben. Nur um 1 AKW wie Leibstadt zu ersetzen, bräuchte es ca. 3000 Windräder. Um das mit PV zu machen, bräuchte es 70 km2 bebaute Fläche. Wer zahlt das? Und ohne Speichertechnik ( Unsere heutige kleine (Pump)Speicherseefläche kann nicht doppelt gebraucht werden!) ist das ganze sowieso Unfug. Gesamt kostet das ganze ca. 400 Mrd. CHF. Und zu guter Letzt muss man heute nur nach Deutschland schauen, wie die D-Energiewende dort scheitert. Dort finanziert man heute Arbeitsplätze ( PV-&Windradbau) in China. Übrig bleiben ein paar unsichere subventionierte E-Installations-Arbeitsplätze in D. Also CH-Energiewende: Nein Danke!

    • Guntram Rehsche sagt:

      Sie liegen mit Ihren Zahlenangaben völlig daneben: Um die Stromproduktion des AKW Leibstadt photovoltaisch zu ersetzen, braucht es allerhöchstens die Hälfte bebaute Fläche (35-40km2) – vorhanden ist in der Schweiz mehr als das Fünffache. Auch Windräder bräuchte es weniger, wenn diese in der Schweiz zugegebenermassen schwieriger zu errichten sind. Ihre Schätzung zu den Gesamtkosten von 400 Milliarden ist unbelegt, sogar die SVP kommt nur auf deren 200…. Dass die Energiewende in Deutschland scheitert, entspringt Ihrer Phantasie. Schliesslich kosten auch alle anderen Wege der Energiesicherung. Das Dreamteam für die Energiewende lautet: Photovoltaik plus Wasserkraft plus neue (immer billigere Speicher) sowie Energieeffizienz, die Sie einfach unterschlagen. Also klar, wer da Unfug schreibt!

      • Christian Weiss sagt:

        Es sind Ihre Zahlenangaben, die daneben liegen. Photovoltaikstrom fällt wetterabhängig und nicht bedarfsgerecht an. Wenn er nutzbar gemacht werden soll, muss er unter Verlust zwischengespeichert werden. Die rein rechnerischen Erträge müssen deutlich höher sein, um die Speicherverluste auszugleichen.

        Aber es ist bekannt, dass sich die Apologeten der „erneuerbaren“ Energien mit solch „nebensächlichen Details“ nicht aufhalten. Physik und Ökonomie ist was für Schwarzmaler und „Atomlobbyisten“.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss:
          Soso, PV ist nicht bedarfsgerecht.
          Wann brauchen wir am meisten Strom? Wann produziert PV am meisten Strom? Wenn sie beide Fragen mit „Mittag“ beantworten können, merken sie dass sie Mumpitz erzählt haben!

      • tim meier sagt:

        Etwas genauer bitte: bebaute Flaeche gegen Sueden gerichtet? Wo ist mehr Wasserkraft moeglich, gibts unbewohnte Taeler, die man fluten kann? Welche billigen Speicher? Dreamteam toent gut, nur haben Sie den Backup vergessen, Stichwort Kohle. Schlagworte alleine loesen noch kein Problem.

        • Guntram Rehsche sagt:

          Dreschen von Schlagworten scheint eher Spezialität der Herren Weiss und Meier! Das Zwischenspeichern von PV-Strom geschieht (je nach Speichertyp) weit gehend verlustfrei – im Übrigen gelten Verluste auch für Atomstrom, wenn er in Speicherseen gepumpt wird. Die rechnerischen Erträge müssen also keinesfalls deutlich höher sein, um die Speicherverluste auszugleichen. Am wenigsten rechnen können jene, die Atomstrom heute für eine ökonomisch zu rechtfertigende Art der Stromerzeugung halten. Und Ihnen Herr Meier sei mitgeteilt, dass die benötigte Fläche für PV-Strom auch in geeigneter Ausrichtung vorhanden ist – die verfügbare Dachfläche hierzulande ist noch weit grösser. Es sind mindestens 200 km2 nutzbar, die sogar dreimal Leibstadt ersetzen können. Speicher werden derzeit immer billiger.

    • Emil Eugster sagt:

      Gutes Beispiel Herr Odermatt. Ein kleines Windrad aus dem Solar- und Windbastelsatz produziert zur Zeit mehr Strom als das KKW Leibstadt. Ja sogar kein, =, Null Windräder sind zZ. effektiver als das KKW Leistadt.
      Das KKW Leibstadt verbraucht während 6 Monaten jeden Monat > 7500 MWh im Monat – wen alles gut läuft nur ca. 45’000 MWh total. Soviel wie 1000 Haushalte in 8 Jahren.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Louis Odermatt:
      Der Unfug wird von Louis Odermatt geschrieben, denn selbst wenn das Ende der AKW erst im 2050 sein sollte, werden unsere Schrottmeiler schon vorher die Grätsche machen, was man schön an der steigenden Zahl der Ereignisse und Ausfälle sehen kann!
      Die EW machen wie auch nicht nur mit WKW, auch wenn sie solche und ähnliche Behauptungen immer wieder aufstellen, die EW ist ein EE-Mix, Effizienzsteigerung und Sparen!
      Die Pumpspeicherseen werden demnächst 4150MWh Kapazität haben und andere Speichermöglichkeiten gibt es ja auch noch!
      Und woher haben sie den Unfug, dass das Ganze 400Mia. kosten soll?
      Und die Arbeitsplätze sind in allen Branchen dank dem Geiz-ist-Geil in China, das ist also eine fadenscheinige Argumentation!
      EW? Ja natürlich!

  • R.H. Mayer sagt:

    Danke, Herr B. Girod! Man kann es nicht oft genug erwähnten, dass Chr. Blocher sich auf dem Irrweg befindet und nicht im Interesse für das VOLCH handelt!

  • Molnar sagt:

    Die Energiestrategie 2050 ist genau so daneben wie Ihre politische Analyse.

  • Jan Holler sagt:

    Bei Blocher ist schon länger nicht ganz sicher, ob er den Anforderungen der heutigen Zeit mit ihren komplexen Themen überhaupt (noch) gewachsen ist. Aber er soll ruhig so weiter machen, dann hört ihm bald überhaupt niemand mehr zu.
    Da versucht sich die SVP (resp. ihr Vordenker) einmal bei einem Thema abseits des Themas Ausländer und prompt fällt sie auf die Nase.

    • Kevin Siegenthaler sagt:

      Tsss tsss. Jetzt seien Sie doch nicht so streng mit dem armen (sic) Herrn Blocher. Er setzt sich doch nur für die Ausländer ein … und zwar für die Ausländer in zweifelhaften Regimes, denen wir jährlich über 12 Milliarden Franken für Erdöl und Erdgas überweisen! Also ehrlich, Herr Holler, jetzt probiert er mal freundlich zu Nicht-Eidgenossen zu sein, und dann ist es Ihnen auch wieder nicht recht. 😉

  • Urs Fürer sagt:

    Das schöne an der Energiezukunft ist, dass sich anyway die bessere und billigere erneuerbare Energie durchsetzen wird. Auch wenn die Ewiggestrigen mit Schaum vor dem Mund das Gegenteil behaupten :-))

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Kaum ein Neubau ohne Solarthermik und -voltaik auf den Dächern und Wärmerückgewinnung. Also ja, sie haben recht. Die Energiewende kommt, wenn nicht staatlich, dann privat.

  • Berno Haberthür sagt:

    Herr Odermatt, mir ist schleierhaft wie Sie auf 3000 Windturbinen als Ersatz des Kernkraftwerks Leibstadt kommen. Die Nettonennleistung von Leibstatt beträgt 1220 Megawatt (MVA). Moderne Winturbinen wie sie in der Nordsee installiert werden leisten 7-8 MVA, landgestützte 5 MVA. Mit 3000 der letzteren könnte man etwa 10 Leibstadt ersetzen und das wäre dann mehr wie der ganze Strombedarf der Schweiz. Wir sollten aufhören mit falsche Zahlen zu argumentieren.

    • Christian Weiss sagt:

      Solche Beiträge wie Ihrer sind ein besonders grosses Ärgernis, weil sie den Mangel an physikalischer Bildung offenbaren.
      Die installierte Leistung eines Kernkraftwerks ist mit der einer Windkraftanlage nicht vergleichbar. Kernkraftwerke erbringen jährlich etwa 8000 Volllaststunden. Windkraftwerke erbringen unter Schweizer Windverhältnissen bestenfalls 1000 Volllaststunden. Dabei muss zudem berücksichtigt werden, dass der Windstrom zufällig anfällt und für eine bedarfsgerechte Nutzung unter Verlust gespeichert werden müsste.
      Bei Onshore-Anlagen der 5-MW-Grösse (Nabenhöhe 130 Meter) sind 2000 bis 2500 eine realistische Zahl. Wenn die Anlagen etwas kleiner sind, braucht es schnell 3000 und mehr.

    • Louis Odermatt sagt:

      KKL: 10TWh/y. gröstes Windrad CH: VESTAS V112 (Haldenstein/GR): max. Leistung 3 MW. Beste, mittlere CH-Langzeitwindgeschwindigkeit: 5,5m/s. Dann leistet V122 ca. 0,4GW (lt. Kennlinie V112). Das sind 3,5GWh/y . Reonfache rechnung: 10TWh/y :3,5GWh/y = 2’800 Windräder um Leibstadt zu ersetzen. Unmöglich zu planen, unmöglich zu genehmigen, unmöglich zu realisieren: Alles nur Wolkenschieberei.

  • Corno Carlo sagt:

    Der grosse Katzenjammer kommt, wenn dann Girots Visionen nicht aufgehen, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Da er seine Irrlehren ständig wiederholt, muss man auch ständig gegenhalten: Energieeffizienz und Einsparungen allein werden nicht ausreichen, um die Minderproduktion auszugleichen, insbesondere, wenn man die demographische Entwicklung und die zunehmende Elektromobilität berücksichtigt. Auch ist die nötige Zwischenspeicherung nicht gelöst, die sich durch Bedarfs- und Produktionsschwankungen ergibt. Keiner dieser alternativen Illusionisten lässt sich persönlich auf einer Versorgungsgarantie behaften, dies mit gutem Grund. Schon allein diese Tatsache sollte hellhörig machen.

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Es ist keine Frage, ob es funktionieren kann, denn die Technologie ist bereits vorhanden. Da können sie noch so viele Schreckensszenarien entwerfen, wie sie wollen.
      Das einzige, was zu wirklichen Problemen führen kann, ist der Unwille von Leuten wie Herrn Dr. Blocher und ihnen, irgendetwas zu verbessern.
      Können sie das von wegen der Versorgungsgarantie belegen? Weil bis dahin glaube ich ihnen das nämlich nicht.

  • Elvis sagt:

    Lieber die Bauern mit windturbinen und solarplatten profitieren als die grossverdiener mit Volks Steurgelder und veraltete und schmutzige stromproduktion. Sonne und Wind fühlen die trafostazionen (batterien) mit strom, muss man nun die Teorie kennenlehrnen.

  • Reto Müller sagt:

    Was hat das KKW Tihange (Bild) mit der Schweiz zu tun? Es gibt weder eine Merchant Line von Belgien in die Schweiz noch Bezugsverträge mit Belgien. Zudem sind die belgischen KKW nur darum noch alle in Betrieb, weil die Umstellung auf Erneuerbare nicht geklappt hat… (daher die Laufzeitverlängerungen).

    • Martin Maletinsky sagt:

      3 Kühltürme so dicht beieinander eignen sich besonders gut um gegen Kernkraft Stimmung zu machen – so etwas findet sich in der Schweiz aber nicht, da hier gerade einmal 2 Kühltürme für alle Kernkraftwerke landesweit benötigt werden. Deshalb musste der Verfasser vermutlich auf dieses Photo ausweichen.

      Wo keine rationalen Argumente zu finden sind muss man eben auf Bilder und emotionale Appelle (Feindbild Blocher und die SVP) ausweichen.

      • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

        Seine ganze Argumentation ist rational, sie gehen aber gar nicht darauf ein.
        Was das Bild betrifft: Es ist ein Symbolbild. Die Dinger sind selten wirklich passend. Darin einen Geheimplan sehen zu wollen ist aber etwas weit hergeholt.

      • Hans Wolff sagt:

        Maletinsky, es gibt einen anderen Grund ein Bild von Tihange zu wählen. Die Druckbehälter sind so versprödet, dass das Notkühlwasser vorgewärmt wird. Eine Massnahme die auch für der Bröselreaktor Beznau I diskutiert wird.

      • Emil Eugster sagt:

        Wo geht denn die Abwärme der anderen KKWS hin? In Flüsse und damit wird der Lebensraum der Fische so verändert, dass einige Arten aussterben und andere bedroht sind. Und wenn es im Sommer mal etwas warm ist und zu wenig regnet, werden entweder die Flüsse über das erlaubte aufgeheizt oder die Leistung der Werke muss gedrosselt werden (ungeplant und daher ist Atomstrom Flatterstrom). Der Klimaerwärmung wegen wird das immer öfters passieren.
        „Wo keine rationalen Argumente zu finden sind …“
        Auch der grösste Atomstromfan gibt zu, dass es rationale Argumente gegen Atomkraft gibt, wenn er ehrlich ist.
        Nur religiöse Verblendung oder Unehrlichkeit führt zu solchen absolutistischen Aussagen wie ihren.

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Glaube ich ihnen schlicht nicht.

  • Lukas Weber sagt:

    Herrn Girods Probem: Er „glaubt“ nicht an Kernkraftwerke, doch die funktionieren verlässlich und günstig. Dafür „glaubt“ er an Sonne- und Windkraft, doch die sind weder verlässlich (Flatterstrom) noch günstig (Subventionsanteil an den Kosten der Fotovoltaik: 90 Prozent, bei Windenergie 77 Prozent; Quelle: KEV). Die Energiewende geht nicht auf! Deshalb unterschreiben wir jetzt das Referendum gegen die zerstörerische Energiestrategie 2050: https://energiestrategie-nein.ch/. Absendefrist Ende diese Woche!

    • Emil Eugster sagt:

      „Kernkraftwerke (…) funktionieren verlässlich und günstig. “
      Auch sie Herr Weber sind eingeladen die Verlässlichkeit anlässlich dem ungeplanten Ausfall von 2/5 der Schweizer Kernkraftwerke über Monate und Jahre genauer zu erklären und dann noch die Günstigkeit der Stromproduktion in Kernkraftwerken vorzurechnen.
      Dies wäre tatsächlich ein Novum seitens der Atomkraftbefürworter in den Foren des Newsnetz.

      • Lukas Weber sagt:

        Unsere Kernkraftwerke liefern verlässliche Bandenergie. Bei einem Produktionsausfall kommt der Betreiber für Ersatz auf – auf eigene Rechnung, wohlgemerkt. Allein Gösgen und Leibstadt stellen je 15 Prozent des gesamten Schweizer Stromverbrauchs her. Dies für 4-6 Rappen pro Kilowattstunde. Fotovoltaik und Windkraft liefern dagegen, wann sie wollen, dazwischen muss der Netzbetreiber (das Stromunternehmen) ausgleichen. Die durchschnittlichen Kosten (KEV-Anlagen) liegen liegen bei 37 bzw. 19 Rappen pro Kilowattstunde – also beim Vier- bis Siebenfachen – uups…

        • Emil Eugster sagt:

          Auch sie Herr Weber, da sie sich mit den Kosten so gut auskennen, dürfen gerne mal vorrechnen, wie sich der Preis für Atomstrom zusammensetzt.
          Irgendwie will mir keiner der Atomkraftfans diese Frage beantworten.
          Sogar die Kernenergielobby spricht mittlerweile von 30% des Schweizer Strombedarfs, den die KKWs produzieren.
          Weil zZ. ungeplant bei zwei Ausfällen >50% des schweizer Atomstroms fehlt, sind die Werke ein hohes Klumpenrisiko. Im Moment hat die Schweiz bestenfalls 15% schweizer Atomstrom in den Leitungen. Die restlichen 15% Strom durch geeignete Massnahmen mit EE und Optimierung zu ersetzen in 12 Jahren, das schaffen wir doch. Elektro -heizungen und -boiler langsam ersetzen und schon brauchen wir ein grosses AKW nicht mehr.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Lukas Weber:
          machen sie doch einmal die Vollkostenrechnung bei den AKW, dann ist der Strompreis locker flockig über 100Rp./kWh!

        • Frank Staufer sagt:

          Herr Weber
          Wo sind bei den Energiekostenberechnungen der AKW-Betreiber die Beträge für Atommüllentsorgung und Lagerung, sowie die Versicherungskosten für einen AKW-Unfall mit massivem Ausstoss an radioaktivem Material enthalten? Die Preise für Atomstrom sind von A-Z getürkt, d.h. schöngerechnet. Zudem haben nicht die AKW-Besitzer in der Vergangenheit massiv in deutsche Kohlekraftwerke investiert und müssen deshalb jetzt zusätzliche Abschreibungen vornehmen? Würde unsere Chemie so wirtschaften, so hätte man bei denen schon lange den Laden von Staatswegen dichtgemacht.

        • Wigger sagt:

          Verlässlich? Leibstadt steht seit Monaten still und Beznau I seit über einem Jahr. Kernkraftwerke sind Klumpenrisiken, da sie immer wieder ungeplant ausfallen. Flatterstrom par excellence.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Lukas Weber:
      AKW sind günstig? Ja, weil der Steuerzahler für die Kosten von Rückbau und Endlagerung aufkommen muss und die Teppichetagen fein ihre Bonzensaläre gebunkert haben!
      Flatterstrom kommt nur aus AKW, denn die fallen immer wieder unvermittelt und auf unbestimmte Zeit aus!

      • Christian Weiss sagt:

        Die Kosten für Rückbau und Endlagerung sind im AKW-Strompreis enthalten, sofern keine Atomgegner kommen, die diese AKW abstellen wollen, bevor sie das Ende ihrer Betriebszeit erreicht haben und bei Rückbau und Endlagerung aberwitzige Vorgaben punkto Radioaktivität stellen, die weit unter der natürlichen Strahlung liegen.
        Aber selbst wenn der Steuerzahler beim Rückbau und der Endlagerung noch zur Kasse gebeten werden muss: Bei den Windkraft- und Photovoltaikanlagen wird der Steuerzahler schon beim Aufbau zur Kasse gebeten.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Christian Weiss:
          dumm nur für sie, dass ausgerechnet im 2016 von mehreren Seiten her nachgerechnet wurde, dass beide Fonds auch am Sanktnimmerleinstag nicht ausreichen und sich die Strombarone gegen eine Erhöhung der Einlagen gewehrt haben!
          Und natürlich wissen sie auch, dass sämtliche AKW ohne Subventionen weder hätten gebaut noch betrieben werden können!

  • Theo sagt:

    Mal ganz sachlich:
    Wenn Bastien Girod meint, niemand würde an neue AKW glauben, dann irrt er! Der Herr Nationalrat sollte einmal über den eigenen Tellerand hinausblicken und sich die Entwicklungen im nahen Ausland ansehen. Es gibt EU Länder, welche den Bau neuer AKW planen.
    Sollte Girod aber – nur mal theoretisch angenommen – wirklich recht haben, verwundert es, warum dieser so gegen diese AKW schiesst, habeb diese – laut seiner Aussage – doch nicht die geringste Chance, weder wirtschaftlich noch politisch.
    Als Stimmbüger und Wähler fragt man sich zurecht, ob Girod evtl. nicht die ganze Wahrheit erzählt oder sich zumindest nicht an alle Fakten hält?

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Die Antwort ist simpel: Nur, weil es ein Irrglaube ist, heisst das nicht, dass der nicht die Energiewende verzögern könnte, was wirtschaftlich für unser Land ein Nachteil wäre.
      Kein Grund zur Verschwörungstheorie hier.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Theo:
      blicken sie doch einmal unter den Teller und schauen sich an, was alleine die seit jeweils 10 Jahren im Bau befindlichen AKW in Frankreich und Finnland kosten: schon jetzt das Dreifache und noch weit weg von fertig! Und auch in Grossbritannien schiebt man den AKW-Betreiben die Milliarden in den Allerwertesten: €100Mia. auf 35 Jahre und das auch ohne eine Milliwattsekunde Strom produziert zu haben!
      Der Bau der AKW war noch ni rentabel, das hat die USA schon in der 50ern erkennen müssen…!

  • Christian Weiss sagt:

    Die Vorstellung, dass mit den sogenannten „erneuerbaren“ Energien mehr auf einheimische Ressourcen gesetzt werde, ist die ganz grosse Fehlüberlegung des Bastien Girod.
    Zum Einen: Photovoltaikanlagen werden nicht mit Photovoltaikstrom aus der Schweiz, sondern mit Kohlestrom und Erdöl in China produziert. Aufgrund der mickrigen Energieausbeute bleibt gar nichts anderes übrig.
    Auch die Rohstoffe für Windräder werden nicht in der Schweiz abgebaut, sondern besonders dreckig und mit besonders grossem Anfall von radioaktivem Uran und Thorium ebenfalls in China.
    Zum Anderen: Die „erneuerbaren“ Energien haben eine derart geringe Leistungsfähigkeit, dass die Stromimporte zunehmen müssen. Und Erdöl wird auch ein grosses Revival erleben.

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Also man braucht ihrer Meinung nach Uran, Erdöl und Kohle, um Solarzellen zu produzieren und das finden sie schlecht. Aber mit was wird der Uran-, Erdöl- und Kohleabbau angetrieben? Mit was werden die Maschinen gebaut? Mit Luft und Liebe? Kaum. Mit Uran, Erdöl und Kohle. Sie haben dasselbe Problem also mit herkömmlicher Energiegewinnung auch, das ignorieren sie geflissentlich.
      Was die heimischen Ressourcen betrifft, so missverstehen sie da was. Es geht um den Betrieb, nicht um die Produktion. Und Wasser, Sonne und Wind haben wir, Uran, Erdöl und Kohle dagegen nicht.
      Ferner hat die vierte industrielle Revolution begonnen. Solarzellen in der Schweiz mit Solarstrom zu bauen ist inzwischen machbar.
      Wie sie es drehen und wenden, die Vorteile der erneuerbaren Energie überwiegen.

      • Christian Weiss sagt:

        Für ein Wald voller Windräder, die für die Stromversorgung letztendlich mehr oder minder untauglich sind, liegen in China heute schon hundertausende Tonnen von Uran und Thorium ungenutzt auf Halde und belasten die Umwelt.¨
        Unsere Schweizer Kernkraftwerke kommen mit 75 Tonnen Uran im Jahr aus.

        Solarzellen mit Solarzellen bauen ist ökonomisch nicht machbar. Die Amortisationszeit für die Produktionsenergie beträgt zwei Jahre aufwärts. Eine 100m x 100m grosse Fabrik, die das Dach voller Photovoltaikzellen hat, könnte im Jahr genau 5000 m2 Photovoltaikanlagen produzieren. Wenn wir optimistisch von 40 km2 Photovoltaik für die Produktionsleistung von Gössgen ausgehen, dann hätten 100 solcher Fabriken 80 Jahre, um diese Anlagen zu bauen.

        • Emil Eugster sagt:

          Und wie lange dauert es, wenn wir noch andere EE für die Produktion einsetzen. ZB. 5% der Wasserkraft? Wie sieht es aus, wenn wir die produzierten PV Module statt sie im Keller zu lagern, installieren und mit dem gewonnen Strom neue PV Module produzieren? Würde das nicht bei jedem Erreichen der Fabrikhallendachfläche die Produktionszeit verkleinern? In 2 Jahren noch 40 Jahre, in 4 Jahren wären es mit der Anfangsproduktion noch 20 Jahre aber wir haben ja jetzt die doppelte Leistung also ginge es noch 10 Jahre. Nach 6 Jahren ginge es noch 1.66 Jahre und nach 8 Jahren 0.2 Jahre. Also nach 8 Jahren wäre das KKW Gösgen mit PV produzierter PV ersetzt. Schneller und billiger als ein neues KKW zu bauen.
          Soll das ein Argument gegen EE sein?

  • Martin B sagt:

    Betreffend Energiewende gibt es eigentlich nur zwei Szenarien. Entweder wir machen jetzt freiwillig eine Kurskorrektur oder wir machen sie später unter Sachzwängen.
    Stellen wir die Weichen jetzt, ergibt das vielleicht im Moment etwas höhere Kosten, aber später sind wir gerüstet, haben die Technologien und den Vorsprung gegenüber Bremsernationen. Dieser Vorsprung kann dann auch wirtschaftlich sehr interessant sein.
    Einzig ein genanntes Argument scheint mir im Moment unrealistisch. Brennstoffzellen und herkömmliche Batterien sind für Grossanwendungen auf lange Sicht viel zu teuer. Ob diese jemals für die Speicherung grosser Energiemangen eine Rolle spielen werden, wage ich zu bezweifeln.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Offenbar hat Hr. Girod nicht sehr viele rationale Argumente um für seine Energiestrategie 2050 zu werben. Da bietet es sich an, auf den Anti-SVP Reflex zu setzen und den Kampf gegen die Energiestrategie 2050 zum Privatprojekt von Hr. Blocher hochzustilisieren.
    Dem ist aber in keiner Weise so. Widerstand regt sich auch in Landschaftsschutz-Kreisen, welche mit der SVP kaum etwas zu tun haben. So haben auch alliance energie und paysage libre das Referendum ergriffen und dieses wird von weiteren Landschaftsschutzorganisationen wie librevent unterstützt. Auch in Deutschland kommt übrigens Widerstand gegen die Energiewende aus Naturschutzkreisen, nachdem Windräder dort 12’000 Greifvögel und 250’000 Fledermäuse jährlich töten.

    Noch diese Woche ist Zeit, das Referendum zu unterschreiben!

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Er hat sehr gute und sachliche Argumente. Sie ignorieren sie zwar geflissentlich, aber weg sind sie deswegen nicht.
      Würden sie den Artikel ernsthaft lesen, würde ihnen auffallen, dass seine Kritik ausschliesslich sachlich ist. Ob man jetzt die einzelnen Argumente unterstützt oder nicht, ist offen für eine Debatte, aber nirgends, wirklich nirgends, bringt er eine begründen „weil SVP“, wie sie behaupten.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Natürlich schreibt Hr. Girod nirgendwo das Referendum sei abzulehnen „weil SVP“ – er ist zweifellos intelligent genug um zu verstehen dass dies seiner Zielsetzung (Stimmung gegen das Referendum zu machen) eher abträglich wäre (weil zu durchschaubar).
        Hingegen wird Hr. Blocher bereits im Titel und die SVP an mehreren Stellen im Artikel erwähnt.

        Es ist nichts dagegen einzuwenden dass der Autor schreibt die SVP habe (neben weiteren Gruppierungen) das Referendum ergriffen.
        Der Stellenwert welchen diese Aussage im Artikel im Verhältnis zu inhaltlichen Aussagen einnimmt, lässt aber schon vermuten, dass es dem Autor darum geht, den Anti-SVP Reflex für seine Zwecke zu nutzen.

    • Thomas Hartl sagt:

      Herr Maletinsky, vermutlich wären die Unterschriften für das Referendum rasch gefunden, wenn die Initianten eine plausible Alternative liefern würden. Nur zu sagen, was man nicht will, reicht eben nicht. Und dass die AKW auf absehbare Zeit durch irgend etwas ersetzt werden müssen, ist auch allen klar.

  • Thomas Hartl sagt:

    Ich kann Herrn Girod nur zustimmen. Die SVP wird mit dieser «Kopf-in-den-Sand» Energiepolitik ins Leere laufen. Dabei hätte sie ein Riesenpotential bei ihren Stammwählern, den Bauern. Mit den richtigen Lenkungsabgaben könnten daraus Energie-Farmer werden, die zur Unabhängigkeit unserer Versorgung vom Ausland einen grossen Beitrag leisten. Sei das mit Sonne, Wind oder Biomasse. Zudem wären so Subventionen in die Landwirtschaft besser begründbar.

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Diese Energiestrategie ist etwas, was die Schweiz herunterbringen wird. Da wir praktisch das einzige Land sind, welche so etwas organisiert und auch durchziehen wird, werden wir wohlstandsmässig im Vergleich zu andern Ländern zurückfallen. Wenn der NAF für die Strassen (auch mit Profit für die Bahnen) und die Energiestrategie angenommen sind, so folgt es dann Schlag auf Schlag: ständige Erhöhungen für Triebstoffe, Strom und Heizenergie und viele Einschränkungen.
    Deutschland hat auch eine Energiewende, aber die ersetzen die AKW’s weitgehend durch Kohlestrom und werden die CO2-Reduktionen nicht einhalten. Dänemark z.B. hat schon den doppelten Strompreis wie wir.
    Wenn ich noch jung wäre, müsste ich wohl später als Oekoflüchtling in ein südliches Lsand auswandern.

    • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

      Im Gegenteil, das ist etwas positives. Es wird Geld in neue Industrien investiert, was zu Wirtschaftswachstum und neuen Arbeitsplätzen führt. Gleichzeitig bauen wir unser Fachwissen aus, welches wir dann international vermarkten können, so kommt Geld ins Land. Da wir schliesslich auch kein Uran und weniger Strom importieren müssen, fliesst auch weniger Wohlstand ab. Das ganze ist durchwegs positiv, miesgemacht wird die Energiewende nur von denen, die dann nicht mehr profitieren würden.
      P.S.: Würden sie wegen zu hohem Strompreis flüchten, wären sie ein Wirtschafts- nicht ein „Ökoflüchtling“. Ökoflüchtlinge wären die, denen sie auf ihrer Wanderung in den Süden begegnen, die vor den durch den Klimawandel bedingten Dürren zu uns nach Norden flüchten.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Ich hoffe Hr. Schweizer, Sie haben das Referendum gegen die Energiestrategie bereits unterschrieben, da Sie ja offenbar deren desatröse Folgen ebenfalls sehen.

      Falls nicht, besteht noch diese Woche Gelegenheit dazu und Unterschriftenbogen können z.Bsp. auf den Seiten von alliance energie, paysage libre oder librevent heruntergeladen werden.

  • Matthias Meier sagt:

    Soso, gemäss Hernn Girod nimmt mit der Energiestrategie also die Selbstversorgung zu – von welchen einheimischen Solarzellen- und Windräderfabriken reden wir denn da? Und welche einheimischen Lagerstätten von Seltenen Erden werden dafür angezapft (Herr Girod kritisiert ja auch den Uran-Import der AKW)? Und schliesslich das europaweite Stromnetz, über das die Deutschen gern ihren überschüssigen Strom aus Erneuerbaren verteilen möchten, nicht zuletzt in die Schweiz… Machen wir uns nichts vor: die Abhängigkeit vom Ausland wird die Energiestrategie nicht verringern, ganz im Gegenteil.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Auch ich denke, dass es vollkommen unberechtigt ist, die Energiestrategie mit dem Argument der Selbstversorgung zu bewerben.
      Die Energiestrategie wird zu einer Abhängigkeit von Strom- und/oder Gas-Importen führen (das BFE selber rechnet damit, dass Gaskombikraftwerke notwendig sein werden und Doris Leuthard wollte bei der Präsentation der Energiestrategie 2013 „die Möglichkeit eines Gaskombikraftwerkes nicht ausschliessen“).
      Gegenüber Uran, wo der Bedarf für mehrere Jahre gelagert und welches von über einem Dutzend Produzentenländern bezogen werden kann, ist diese Abhängigkeit viel bindender und macht die Schweiz von einigen wenigen Produzentenländern abhängig (Strom- und Gasleitungen können nicht über Nacht und auch nicht über beliebig grosse Strecken gebaut werden).

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Matthias Meier:
      WKW laufen auch ohne Neodym, die AKW aber nicht ohne seltene Erden, denn die sind in den Steuerungen verbaut!
      Der Überschuss an Strom in Deutschland kommt von den Kohlekraftwerken, welche dank den Knüppelverträgen immer auf Vollast laufen!

  • Manfred Gottold Eidgnoss sagt:

    Wir reden von denen auf den Dächern fast jeden Neubaus. Achten sie sich mal. Sind ziemlich viele geworden 🙂
    Was die seltenen Erden betrifft: Hat er behauptet, wir hätten die in der Schweiz? Nein. Das ist nur ihre Unterstellung. Ist das ein Kriterium in seiner Argumentation? Nein. Das behaupten auch nur sie.
    Was die Abhängigkeit betrifft: Energieträger wie Uran, Erdöl und Gas müssten wir weniger importieren, also ja, entgegen dem, was sie behaupten: die Abhängigkeit würde sinken. Das Gegenteil behaupten sie zwar, belegen es aber nicht.

  • stef sagt:

    Herr Girod und seine Genossen wollen ja nicht nur den Atomstrom, sondern auch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas abschaffen. Somit sollte man ehrlicherweise nicht vom Stromverbrauch, sondern vom Energieverbrauch sprechen.
    Also: Deutschland hat bisher über 100 Mia. Euro in die „Energiewende“ verbraten. Deutschland produziert heute 1.0% seiner Energie mit PV- und 1.4% mit Windkraftwerken. Ergibt in der Summe 2.4% des Energieverbrauches. Für über 100 Milliarden Euro.
    Man muss nicht Mathematik studiert zu haben, um zu erkennen, dass auch mit Effizienzsteigerungen und Preissenkungen eine Energiewende auf Basis von Sonne und Wind schlichtweg unbezahlbar ist. Sogar für die reichsten Länder der Welt. Die anderen lachen sowieso nur noch über die D und CH-Energiepolitik.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Herr Girod und seine Genossen, das muss man neidlos anerkennen, machen es ziemlich geschickt.
      Es werden in der ersten Tranche der Energiestrategie erst einmal einige Punkte ins Gesetz gepackt, welche vermutlich einer Mehrheit der Bürger gefallen dürften (Atomausstieg, Absichtserklärungen „den Energiebedarf und CO2 Ausstoss zu senken“), ohne aber konkrete Massnahmen zu benennen die den Bürgern allzu sehr missfallen könnten.
      Die wirklich schmerzhaften Folgen, welche von vielen Bürgern abgelehnt werden dürften, d.h. zusätzliche Steuern, Abgaben und Konsumeinschränkungen, werden dann später nachgeschoben, wenn die erste Tranche im Trockenen ist.

      Damit es nicht soweit kommt bitte noch heute das Referendum unterschreiben!

  • P. Schmid sagt:

    Das neue AKW in England wird – sofern es gebaut wird – über 35 Jahre mit über 150 Mrd Franken subventioniert, wobei damit die Entsorgungs- und Restrisikokosten noch nicht gedeckt sind und das Uran zudem zu 100% importiert werden muss.
    Damit lässt sich 10 mal so viel Windkraft finanzieren.
    Kein Wunder sind letztes Jahr weltweit trotz höherem Plutoniumbedarf für die Atomwaffenproduktion nur gerade der Bau von 2 neuen AKW initiiert worden.

  • Guntram Rehsche sagt:

    Ja mit den Zahlen ist das so eine Sache – man meint, man könne den Leuten alles, auch grosse Unwahrheiten weissmachen. Zur Klärung der Energiesituation in Deutschland: Der Primärenergieverbrauch betrug 2015 13293 PJ. Erneuerbar wurde davon 12.5 % erzeugt. Die Windkraft betrug 2,4 (und nicht 1.4)%, die Photovoltaik 1.0%. Aber das bezieht sich eben auf die Gesamtenergie. Bei der Stromproduktion allein liegen die Anteile von von beiden bereits bei je über 6 %. Von diesen muss hier die Rede sein. Zudem ist auch der angegebene Aufwand von bislang über 100 Mrd. € weit überschätzt, da viele Beträge enthalten sind, die nichts mit Wind- und Solarstrom zu tun haben. Die Angaben stammen im Übrigen aus der offiziellen Statistik des Bundesamts für Wirtschaft und Energie.

  • P. Schmid sagt:

    Dänemark hat bereits seit 2 Jahren einen wesentlich höheren Windstromanteil als die Schweiz Atomstromanteil hat.
    Trotz massiver Opposition der Deutschen Stromkonzerne, produziert Bayern bereits über 4 mal mehr Strom mit seinen Dächern als das AKW Mühleberg.
    Prinzipiell kann mit der Schweizer Dachfläche doppelt so viel Strom produziert werden wie die Schweizer AKW maximal produzieren können (wenn sie nicht andauern ungeplant ausfallen würden).
    Die Schweizer Wasserkraftwerke können mehr als doppelt so viel Strom produzieren wie die Schweiz im Schnitt benötigt und deren Speicherreserven reichen monatelang.

  • Thomas Stäubli sagt:

    Falls Herr Girod recht hat und „erneuerbare“ Energien immer günstiger werden und die Speichertechnik auch besser wird, warum muss man dann ein Gesetz haben, das sowas erzwingen will? Dann regelt das der Markt doch von alleine. Einer wirtschaftlichen Speicherung von Strom in Gasform stehen allerdings auch fundamentale physikalische Gesetze im Weg: Bei der Wandlung und Rückwandlung Strom-Gas-Strom gehen nun mal selbst im theoretischen Optimalfall 50-60% der Energie verloren, wegen der Flatterhaftigkeit im Betrieb von Windrädern/Solardächern und beim Bedarf an Kraftwerken, die einspringen wohl noch einiges mehr. Allein durch die Speicherung in Gasform dürfte sich der Strom um Faktor 4 verteuern.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Die Verluste und Kosten bei der Strom-Gas-Strom Umwandlung waren mir nicht einmal bekannt. Dass es heute keine effiziente und kostengünstige Speichertechnologie mit ausreichenden Kapazitäten gibt, zeigt aber ein einfaches ökonomisches Argument. Bei den riesigen Strompreisschwankungen im europäischen Strommarkt liesse sich nämlich mit solchen Speichermöglichkeiten massiv Geld verdienen, wenn der Strom zu negativen Preisen „eingekauft“ und bei hohen Preisen wieder verkauft würde (natürlich würde sich dieses Geschäftsmodell schnell selber kanibalisieren, da es bei grösserer Verbreitung die Preisschwankungen glätten würde).

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Thomas Stäubli:
      die Atomlobby legt weiterhin fein säuberlich Knüppel zwischen die Beine der EW..!

      • Thomas Stäubli sagt:

        Nein, es ist die Physik, die der „Energiewende“ Knüppel zwischen die Beine hält resp. zwischen die Rotorblätter der Windräder. Aber immerhin, Deutschland hat schon die ersten 2% der „Energiewende“ geschafft, jetzt müssen sie nur noch die restlichen 98% machen resp. nur noch das Speicherproblem lösen 🙂

  • Werner Aebischer, Berat.Ing. sagt:

    Es überrascht mich sehr, dass sich kein Kommentar auf die unqalifizierten Argumente und die falschen Kostenangaben des Herrn CB bezieht. Ueber die Kosten kann heute nämlich noch keine Aussage gemacht werden, weil die rassante Entwicklung in neue fossilenfreieTechnologien dies nicht ermöglicht. Ausserdem finde ich es unverantwortlich und von gestern, wenn die Kosten ohne
    externe Kostengewinne durch Umwelt-Schadensbegrenzung veröffentlicht werden.

  • Hans Müller sagt:

    Offenbar nicht viel gelernt aus der jüngsten Abstimmungniederlage, Herr Girod. Wie so oft.

  • Alois Baumgartner sagt:

    Ja, ja, Herr Girod: Sich beim Röntgenplatzfest demonstrativ mit dem Velo zu zeigen, das ist natürlich einfach. Aber so leicht gehts im Leben halt nicht. Googlen Sie einmal, wie viele AKWs von Westinghouse, einer Filiale des Japanischen Toshiba-Konglomerates, im Moment konstruiert werden. Schon beim Typen AP1000 PWR werden auch Sie erwachen. Sie müssen noch viel dazulernen.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Alois Baumgartner:
      weltweit sind 64 AKW im Bau und das tw. schon seit den 1970er Jahren! Die EPR in Frankreich und Finnland sind seit jeweils 10 Jahren bei dreifacher Kostenüberschreitung im Bau!
      Was genau wollten sie uns nun mitteilen?

  • Bernhard Piller sagt:

    Girod kann ja Windmühlen und PV Anlagen aufstellen und den Strom verkaufen. Ganz ohne Subventionen, wie er es bei der Kernenergie fordert. Mal schauen, ob er reich dabei wird.

  • Jürgen Baumann sagt:

    Für eine erfolgreiche Umsetzung einer AKW Strategie braucht es Hersteller, die langfristig eine Betriebsunterstützung bieten können. Dazu müssen sie solide Ergebnisse erwirtschaften. Die Frage ist: Wo gibt es diese? Areva als Hersteller ist mittlerweile als Hersteller in erheblichen ökonomischen Schwierigkeiten und im Rating nicht weit entfernt from „investment grade“ vulgo „Ramsch“.
    Toshiba hat sich gerade am amerikanischen AKW Markt mit der Übernahme von Westinghouse veritabel verhoben. Die Aktie ist massiv eingebrochen, nachdem die Schwierigkeiten bei den bestellten AKW’s jetzt sichtbar wurden. Massive Termin- und Budgetüberschreitungen.

  • Jürgen Baumann sagt:

    Die Rating-Agentur Standard & Poor’s stufte die bereits auf Ramsch-Niveau befindliche Bonität der Firma Toshiba weiter herunter und drohte mit einer weiteren Verschlechterung. Mit „B-“ (zuvor: „B“) gelten die Anleihen des Unternehmens als hochspekulativ, der Ausblick ist negativ. Moody’s senkte seine Einstufung auf „Caa1“, Investitionen in das Unternehmen gelten damit als sehr hohes Risiko. Zudem kündigte Moody’s weitere Herabstufungen an.
    Toshiba wäre also nur bedingt eine brauchbare Wahl.
    Siemens scheidet auch aus, denn der Konzern hat sich aus dem verlustreichen Nukleargeschäft zurückgezogen.
    Wer bleibt übrig? Ein Konzern aus Russland? Aus China?
    Wie sieht es aus mit Betreibern? Auch sie sollten am Markt Erfolg haben. Axpo? Alpiq? RWE? E-on? Edf? Wen sollten wir empfehlen … ?

  • Maier Tom sagt:

    Falsch Herr Girod, Blochers Energie hat schon Zukunft. Nur nicht für die Schweiz, sondern für die Lobbysten., .. ach ja und für ihn persönlich natürlich auch.

  • Louis Odermatt sagt:

    Lasst uns unfähige lernresistente Politiker wie B.Girod stoppen und mit ihm die gesamte CH-E-Strategie 2050. Das ist ein rückwärtsgerichtetes, naturzerstörendes und ineffizientes aber superteures Subventionsprojekt, welches genauso wie die E-Wende in D krachend scheitern wird. Nur haben wir keinen Kohlestrom, mit dem wir das Versagen vertuschen können, wie in D. Die Deutschen stehen nicht nur kurz vor einem Blackout wegen des instabilen nur 18%(!!)-Anteils an PV- & Windstrom, sondern sie sind zusammen mit DK an erster EU-Stelle bei den Strompreisen. Aufgrund der riesigen Regelkapazitäten mit Kohlestrom (um Blackouts zu verhindern) verfehlen sie schliesslich heute alle selbst gesteckten Klimaziele, ja sie stossen deshalb mehr CO2 aus als vor Fukushima. NEIN zu diesem irren D-CH-Experiment.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Louis Odermatt:
      ziehen sie doch einmal ihre Deutschland-Energiewende-Hassbrille ab und schauen sie die Realität an, wie es mit den Subventionen in Deutschland aussieht! Und vergessen sie dabei nicht, dass ihr AKW von allen Stromerzeuger die meisten Subventionen bekommt!
      Und nicht vergessen: die EW-Schweiz macht die Schweiz und nicht Deutschland! Alles klar?

  • Lidija Jametti sagt:

    Auch ich glaube an die Energie aus den AKW. Schmutzig, gar nicht billig, gefährlich und nicht erneuerbar. Nun spreche ich über die neue Energie aus Thorium und Fusionslraftwerk. Das ist die Energie der Zukunft. Kann hier nicht in die lange Erklärungen gehen und bitte sich im Internet zu informieren. Thorium explodiert nicht. Ein Kraftwerk auf Thorium Basis kann man auf den Knopfdruck abstellen. Ist nicht gefährlich wie Uran 237 und nach neuesten Erkenntnissen bei Speicherung des Kraftwerkes mit Thorium müsse man keine Radioaktivestäbe auswechseln, weil die es gar nicht braucht. Einmal gespeichert läuft der KW beinahe 100 Jahre. Thorium ist nicht radioaktiv. Thorium ist billig und stark verbreitet. Indien, Australien, Russland sind reich an Thorium. Die Russen, US Am. und Norwegen arbeiten

  • Peter Meier sagt:

    Blocher soll endlich auf sein Altenteil hocken und die Gestaltung der Zukunft denjenigen überlassen, die mit den Folgen ihres Handelns selbst noch leben müssen. Blocher ist ein alter Mann, dessen Politik stets nur einen Zweck verfolgte: sich selbst und seine Freunde bereichern! Von wegen zum Wohle der Schweiz!!

  • Peter Meier sagt:

    Von welchen neuen Technologien, welche unsere Hochschulen anscheinend entwickeln, reden wir eigentlich? Und waren diese nicht schon vor 20 Jahren „neu“?

  • Martin sagt:

    Sehr geehrter Herr Girod. Es war Ihre Partei, welche den sofortigen AKW Ausstieg gefordert hat. Ich wäre ja grundsätzlich dafür und würde Ihrem Vorhaben sogar zustimmen. Doch leider versäumen es die Grünen, eine wirklich gute Lösung zu präsentieren. Wer sich mit dem Thema ein wenig auskennt, der bemerkt sehr schnell, dass die Grünen sich nicht wirklich mit dem Thema befasst haben. Wissen Sie, ich wünsche mir auch noch vieles. Ich würde beispielsweise gerne billiger KK-Prämien haben, mehr guten und günstigen Wohnraum, weniger Elend in der Schweiz oder auch bspw. das Ozonloch zunähen. Aber leider geht das nicht, auch wenn ich es gerne möchte. Was ich sagen will, ist: Zwischen wollen und können, liegt oftmals der Hund begraben.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Martin:
      die Energiestrategie wird von Seiten der Grünen breit unterstützt und da steht alles wichtige drin!

      • Martin sagt:

        @Jobs: Stimmt. AKW nein danke, dafür lieber Solarzellen, Windräder und „Bio-Masse“. Nur weil das Wort „Bio“ enthalten ist, heisst das noch lange nicht, dass es CO2 frei ist. Meine Meinung zu Solarzellen und Windrädern sollten Sie allmählich kennen.

  • Luzia Keller sagt:

    Guter Artikel mit plausibler Begründung! Sieht man in Länder wie Österreich, Dänemark, Norwegen mit deren Fortschritt in erneuerbaren Energien, dann sieht das einst hochtechnisierte Schweizerland diesbezüglich bedauernswert hinterwäldlerisch aus. Leider. Es ist fast schon peinlich, wie hier immer wieder dieselben Lobbyisten für AKWs unterwegs sind und gebetsmühlenartig ihre Märchen schön verpackt zu erzählen versuchen. Aber mit diesen Märchenstunden ist jetzt Schluss, denn immerhin haben 46% für die Energiewende gestimmt oder irre ich mich? Leider stimmten wieder mal nicht genügend Frauen ab, um das Zünglein an der Waage zu sein. Auch diskutieren viel zu wenig Frauen in dieser wichtigen Frage mit. Woran das wohl liegen mag?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Luzia Keller:
      sie irren sich nicht und von den 54% will das Gros vor lauter Angspropaganda seitens der SVP & Co aussteigen, einfach nicht so „schnell“! Aber das geht nicht in die ewigvorgestrigen Atomköpfe rein.

    • Martin sagt:

      @Keller: Es liegt daran, dass sich die meisten Frauen in Technikfragen nicht auskennen. Es gibt auch viele Männer die sich nicht auskennen, aber die behaupten dann einfach irgendwas. (Siehe oben) Ein Stromnetz ist ein bisschen komplexer, als es sich einige Leute ausmalen. Aber der Wut-Permakiffer alias Grüner bzw. Linker, weiss es natürlich immer besser. Ich höre mir deren Geblabber schon seit mehr als 20 Jahren an und kann es nicht mehr hören.

  • Louis Odermatt sagt:

    Girod kann einfach nicht rechnen, sonst würde er keine solches Zeug daherschreiben. Diese EStrategie 2050mit Integration von instabilem EE-Strom, und Anstrengungen bei Energieeffizienz &Sparen ist heute nicht mal das Papier wert, auf das sie geschrieben ist. Wenn jährlich weiterhin 70’000 einwandern bis 2030, haben wir 9 Millionen hier. Wenn jeder 8’000 MWh/y Strom verbraucht, dann sind das genau 8 TWh/y MEHR. Schon daher brauchen wir bis 2030 die Strommenge die das AKW Gösgen erzeugt MEHR. Wenn wir dann noch bis 2050 mit 2 Mio E-Autos unterwegs sein wollen (20kWh/100km und 20’000km/y) dann braucht das nochmal etwa 8 TWh/y MEHR, also nochmals eine Jahresproduktion des AKW Gösgen. Und ganz zu schweigen von all den zusätzlichen Wärmepumpen in Zukunft. ES 2050 ist also bereits gescheitert.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Louis Odermatt:
      der einzug welcher nicht rechnen kann sind sie: 7,5Mia. werden jedes Jahr in die Atomindustrie geblasen und wo uns das hinführt sehen wir am Flatterstrom aus den AKW! Immer wieder fallen diese aus und verbrauchen dann enorme Mengen an Strom, nur um sie stabil zu halten. Ein absoluter Irrsinn!
      Sie können noch mehr Zahlenreihen produzieren, es ändert nichts an der Tatsache, dass sie falsch liegen und das haben ihnen schon so viele Leute anhand von Berechnungen aufgezeigt!

    • Guntram Rehsche sagt:

      @ Odermatt: Ihre Rechnerei ist wirklich abenteuerlich und hält einem Faktencheck nicht stand. Erstens die Einwanderung bereits stark abgebremst, sie wird bei aller Unsicherheit aber bis 2030 lediglich eine Bevölkerungszunahme auf 8,5 Mio. EinwohnerInnen bewirken. Sodann verbraucht jeder Einwohner in der Schweiz niemals 8000 MWh Strom, sondern eine Familie in einem Normalhaushalt deren…. 4 (vielleicht meinten Sie ja KWh). Ein E-Auto verbraucht nach bisherigen Erfahrungen 15 und nicht 20 KWh pro 100 Km und der Durchschnittschweizer fährt bestenfalls 15’000 Km pro Jahr. Von möglichen Einsparungen schreiben Sie typischerweise gar nicht – obwohl deren Effekt zugegebenermassen schwer abzuschätzen ist, möglich sind sie allemal.

  • Max Blatter sagt:

    Inzwischen wissen wir: Das Referendum gegen das Energiegesetz ist zustande gekommen. Der „Energiekonsens“, der sich seit Fukushima abzuzeichen begann und den die Schweiz dringend nötig hätte, wurde leider von zwei Seiten torpediert. Die „linke“ Seite hat das Referendum m.E. mit ihrer „Initiative für den überstürzten Atomausstieg“ (wie sie wahrheitsgemäss hätte heissen sollen) mit provoziert. Jetzt sollte man wengistens im Abstimmungskampf die Polemik durch sachliche und besonnene Argumente ersetzen – davon gibt es weiss Gott genug. – Vertrauen wir der Mehrheit der Energiefachleute (ja, ich sehe es so – wer beweist das Gegenteil?), der Mehrheit des Parlamentes, dem Bundesamt für Energie und nicht zuletzt der „Mitte-Bundesrätin“ Doris Leuthard – und stimmen wir am 21. Mai „Ja“!

    • Werner Aebischer, Berat.Ing. sagt:

      Voll einverstanden Herr Blatter, zusätzlich ist für mich
      ein „JA“ für den wichtigen Beitrag unsere Umwelt zu schonen.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.