Der Atomausstieg verträgt kein Chaos

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Saubere Sache: Schweizer Strom aus Wasserkraft in einer Trafostation in Innertkirchen BE. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Saubere Sache: Schweizer Strom aus Wasserkraft in einer Trafostation in Innertkirchen BE. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Ich stehe voll und ganz hinter der Energiewende und mache mich für den Ausstieg der Schweiz aus der Atomenergie stark. Dieser Ausstieg ist beschlossen und richtig. Am 27. November wird aber nicht darüber abgestimmt, ob, sondern wie wir aussteigen wollen. Im Parlament setzte ich mich für die Energiestrategie 2050 als Gegenvorschlag zur Ausstiegsinitiative und als richtigen Weg für den geordneten Ausstieg ein.

Mit der Annahme der Ausstiegsinitiative müssten drei der fünf Atomkraftwerke bereits 2017 abgeschaltet werden. Somit fällt bereits nächstes Jahr der jährliche Verbrauch des Kantons Zürich weg. Bis 2029 müssten dann gar knapp 40 Prozent des heutigen Strombedarfs in der Schweiz ersetzt werden. Die sofort wegfallende Energie kann trotz aller Förderung unmöglich inländisch und nachhaltig ersetzt werden. Die Folge wäre ein schneller Anstieg des Imports von Kohlestrom aus Deutschland und Atomstrom aus Frankreich – insbesondere in den Wintermonaten. Der stark ansteigende Stromimport würde die Schweizer Netze – Stromleitungen, Verteiler usw. – unnötig unter Druck und die Netzstabilität langfristig aufs Spiel setzen.

Realistischer Fahrplan für die Energiewende

Die Energiestrategie setzt im Gegensatz zur Initiative auf einen realistischen Fahrplan. Denn die Energiewende braucht Zeit. Die Energiestrategie setzt auf die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung von erneuerbaren Energien und die Senkung des Energieverbrauchs – und verhindert damit den Import ausländischen Dreckstroms. Mit den Massnahmen der Energiestrategie werden die nötigen Investitionen in das Stromnetz gemacht und damit dessen Stabilität garantiert. Die Energiestrategie sieht einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie vor. Somit können sich die Wirtschaft und die Energieversorger darauf vorbereiten und garantieren, dass die wegfallende Energie nachhaltig ersetzt wird.

Die Energiestrategie 2050 verbietet den Bau neuer Kernkraftwerke (KKW). Das garantiert den Ausstieg aus der Atomenergie und macht die vorliegende Initiative unnötig. Die Energiestrategie sieht auch vor, dass die bestehenden KKW nicht aufgrund politisch festgelegter Laufzeiten stillgelegt werden, sondern dann, wenn sie die sicherheitstechnischen Vorgaben nicht mehr erfüllen. Die Schweizer KKW gehören zu den sichersten der Welt und unterstehen strikten Sicherheitsvorschriften. Sie müssen kontinuierlich nachgerüstet werden und den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Dieses Konzept führt zu mehr Sicherheit als die fixen Laufzeiten der Initiative, welche zu einem «Ausfahren» der KKW führen können. Dass derzeit einige Kraftwerke auf Geheiss der Behörde vom Netz sind, zeigt, dass die Sicherheitskontrollen funktionieren.

Sauberer Strom aus der Schweiz

Eine überstürzte Schliessung der Kernkraftwerke würde die Schweiz dazu zwingen, Elektrizität zu importieren. Diese importierte Energie stammt dann aber keineswegs aus erneuerbaren Quellen, sondern oft aus Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken. Ein aufgezwungener Ausstiegszeitpunkt hätte somit auch negative ökologische Folgen. Die Energiestrategie 2050 geht hier den richtigen Weg und fördert die inländische, saubere Stromproduktion aus Wasserkraft und neuen erneuerbaren Energiequellen. Langfristig kann somit aus der Atomenergie ausgestiegen werden, ohne klimaschädliche Stromimporte.

Wer einen geordneten Atomausstieg möchte, stimmt am 27. November Nein zur Ausstiegsinitiative und unterstützt die Energiestrategie 2050.

183 commentaires sur «Der Atomausstieg verträgt kein Chaos»

  • Ralph Geh dit :

    Und vor 2050 gibt es wieder irgendwelche Gründe, weshalb der Ausstieg aus der Atomproduktion noch nicht reif sei und die AKWs noch bis 2075 laufen könnten. Jetzt haben wir die Möglichkeit, einen Strich zu ziehen. Das prognostizierte Chaos – das wage ich zu prognostizieren – wird nicht ausbrechen. Und es wird wohl kaum mehr « Dreckstrom » importiert. Deshalb ein Ja in die Urne. Man darf nicht immer nur Gedankenspiele pflegen. Man muss Pläne auch durchführen. Auch wenn sie manchmal etwas radikal daher kommen.

    • Ronnie König dit :

      Das grösste Chaos findet bei jenen statt die hier wachgerüttelt werden und merken, dass Veränderungen gefragt sind! Ist meist so nach dem Erwachen, dass man etwas durcheinander ist, bis zum Kaffee. Den kann man sogar ohne AKW zubereiten, das lernen auch die Atomjünger im Bleihömli und werden erstaunt sein.

      • B.Fiechter dit :

        Was mich am meisten ärgert: Wer bezieht diesen Dreckstrom? Ich war noch nie für AKWs. Leider habe ich und mein Mann uns zu lange auch keine Gedanken gemacht, was wir konsumieren! Doch seit über 10 Jahren beziehen wir Strom aus Wasser. Man kann wählen, die meisten jedenfalls! Wir könnten als ganze Schweiz sagen: Ab schnellst möglichen Termin nur noch ökologisch erneuerbaren Strom und dazu wirklich nachhaltig Energiesparen und fleissig weiter forschen! : )

    • Rolf Bombach dit :

      Im Moment sind wir ja schon unfreiwillig halb ausgestiegen; Leibstadt und Beznau sind ausgefallen. Resultat: Über Mittag wurden 4.3 GW Strom importiert und auch jetzt sind es noch über 3.6 GW. Und ja, es ist im Wesentlichen « Dreckstrom ».

      • Thomas Jobs dit :

        @ Rolf Bombach:
        endlich begreifen sie es, dass der Flatterstrom aus den AKW kommt!
        Und was ihre unsäglichen Aufzählungen betrifft sage ich ihnen zum wiederholten Male: wir stehen am Anfang der EW!

      • Felix Rothenbühler dit :

        Ja, lieber Herr Bombach, das ist das Problem an den AKWs: Falle sie aus, sind gleich ein paar GW weg. Fällt ein Windrad aus oder eine Solarzelle, sinds nur ein paar wenige kW. Das ist der Vorteil der (dezentralen) NEE, welche sehr gut zu all unseren dezentralen Verbraucher passen. Kein Verbraucher benötigt Bandstrom, sämtliche sind Flatterverbraucher, soviel von Physik wissen Sie, das weiss ich.

  • Krebs dit :

    Ja klar. Nur, die SVP sammelt bereits die Unterschriften für ein Referendum gegen die Energiestrategie 2050. Dann haben wir gar nichts mehr. Und das weiss der SO NR Müller haargenau. Um so verlogener ist sein Votum

    • Röschu dit :

      @Krebs
      Sie gehen also davon aus, dass sich das Volk an der Urne gegen die Energiestrategie 2050 entscheiden würde?

  • Thomas Jobs dit :

    @ Stefan Müller-Altermatt:
    unsere drei ältesten AKW wurden für 30 Jahre konzipiert und sind nun schon um mehr als die Hälfte der konzipierten Lebensdauer drüber! Trotz Nachrüstungen ist das Herzstück immer och so alt, wie das Baujahr des AKW.
    Dass die AKW immer anfälliger sind können sie anhand der meldepflichtigen Ereignisse der letzten 10 Jahre bei ENSI sehen, denn die haben sich gehäuft; inkl. ein Vorfall INES Stufe 2!
    Dass wir 2017 keine Probleme bekommen zeigt sich jetzt, denn z.Zt. feht mehr Atomstrom, als im 2017.
    Wenn durch irgendwelche unvorhersehbaren Ereignisse die AKW plötzlich abgestell werden müssen bis 2050, dann hätten wir den ungeordneten und chaotischen Ausstieg! So haben wir bis 2029 Zeit und die Ruhe es richtig zu machen.
    GEORDNETER Ausstieg JA!

    • Ulrich Konrad Schweizer dit :

      Es ist halt klar, dass man längst ein neues viel sichereres AKW hätte bauen müssen um die ältesten 3 zu ersetzen.
      Glücklicherweise muss ich 2050 nicht mehr erleben. Man wird die Schweiz nicht wiedererkennen. Was wir heute schätzen wird es nicht mehr geben.
      Bedauern muss ich die Jungen, denn sie werden wohl weiterhin hart arbeiten müssen, ohne einen besonderen Wohlstand mehr zu haben oder sie wandern aus als Oekoflüchtlinge.

      • Peter Meier dit :

        Ich bedauere die Jungen auch. Weil sie Milliarden ohne Gegenleistung dafür bezahlen müssen, um unseren Atommüll zu entsorgen, damit wir pseudobilligen Strom konsumieren konnten. Egoismus pur! Und wenn es knallt in einem der CH-AKW, dann werden sogar Sie noch das Los des Ökoflüchtlings kennelernen.

        • Rolf Bombach dit :

          Wenn das AKW für 6Rp/kWh produziert und das dann für 3Rp auf den Markt werfen muss, dann wird es in diesem Sinne mit 260 Mio im Jahr subventioniert. PV wird mit 22Rp abgegolten, Altanlagen noch mehr. Das wäre dann eine Subvention von 1700 Mio im Jahr bei gleicher Leistung. Kommt dazu, dass PV, wenn sie anfällt, im Übermass anfällt und gelegentlich negative Börsenpreise verursacht. Plus Netzumbau, da wird verschämt was von 11 Mia gemunkelt. Plus Systemintegration.
          Vergessen sie AKW. Vergessen sie die Initiative, sofortiges oder späteres Abschalten. Vergessen sie Stilllegungs-, Entsorgungs- und Endlagerkosten. Alles Pipifax, alles Ablenkungsmanöver. Da kommen ganz andere Dimensionen von Kosten auf uns zu.

          • Thomas Jobs dit :

            @ Rolf Bombach:
            ach Herr Bombach, warum kommen sie immer noch mit ihren längst mehrfach wiederlegten Märchen?
            Ihre 6Rp. kommen nur dank der nicht erfolgten Vollkostenrechnung, denn der Atomstrom ist der teuerste überhaupt!
            Ja, sie haben recht: mit den fehlenden Gelder in den Rückbau- und Endlagerfonds kommen gigantische Kosten auf uns zu, zumal 50 Jahre nach Beginn der Endlagerung die Kosten für das Endlager zu 100% dem Steuerzahler zufallen!
            Das Grid muss sowieso erneuert werden, da es die Strombarone jahrelang verlottern liessen!

          • Felix Rothenbühler dit :

            Die Netze müssen so oder so erneuert werden, dass wissen Sie. SmartGrid ist längst fällig, nicht wegen, sondern trotz den AKWs.

      • Thomas Jobs dit :

        @ Ulrich Konrad Schweizer:
        jaja genau: den Teufel mit dem Beeltsebub austreiben! Der Atommüll wird deshalb nicht weniger und neuere AKW sind auch nur auf dem Papier sicherer.
        Soso, 2050 werden sie nicht mehr erleben, aber leben immer noch in der Mentalität « nach mir die Sintflut », super!

      • Urs Forster dit :

        Herr Schweizer, das grösste Problem ist, dass es kein sicheres AKW gibt, da die Technologie der Atomkraft per se unsicher ist und es auch in den nächsten 40-50 Jahren bleiben wird. Da gibt es aus reinen Vernunftgründen nur eines, so rasch als möglich den veralteten und somit risikobehafteten AKW’s Mühleberg und Beznau I + II ende nächsten Jahres vom Netz zu nehmen, bevor etwas passiert. Was Herr Müller-Altermatt hier schreibt, ist verantwortungslos gegenüber der Schweizer Bevölkerung. Wem als Politiker die Schweiz und die Schweizer am Herz liegen würde, würde mit der gleichen grossen Insbrunst, wie er die Nationalhymne singt auch den Ausstieg aus der Atomkraft propagieren. Alles andere ist Verrat am Volk!

  • Müller dit :

    Wer wirklich für einen Ausstieg aus der Atomenergie ist, dürfte erkannt haben, wie viele Probleme, vom Abbau bis zur noch nicht gelösten Frage der Endlagerung, die Atomenergie bereitete, bereitet und noch Jahrhundertelang bereiten wird. So jemand will lieber heute als morgen diese Aera beendet wissen. Herr Müller scheint nicht dazuzugehören. Seine Parteikollegin aus dem Bundeshaus auch nicht.

  • Thomas Andermatt dit :

    Wenn diese Argumentation noch tausend mal wiederholt wird, es wird nicht richtiger. Die ES2050 ist eben keine Ausstiegsgarantie sondern ein Freipass für eine Technologie welche ein fatales Restrisiko birgt. Nicht nur das, die Technologie rentiert nicht, Millionen teure Nachrüstungen der Sicherheit wegen können nie amortisier werden, vom Betrieb gar nicht zu sprechen. Klar EE sid auch subventioniert, aber dort ist dies der Anfang und nicht die Zukunft. Machen wir uns nichts vor, Atomstrom macht keinen Sinn solange dieser solch ein Zerstörungspotential hat und keinerlei Vorteile bietet.

  • Caraillo Gazzo dit :

    Ich habe NEIN gestimmt. Und zwar aus genau diesen Gründen. Es ist nichts als dumme, « grüne » Zwängerei. Die 5%-Partei schürt im ganzen Land Panik. Und hat damit erstaunlich viel Erfolg. Das ist eigentlich eine Schande für ein Land wie die Schweiz, die dank ihren wissenschaftlichen Leistungen in Forschung und Entwicklung jeden zweiten Franken im Ausland verdient. Man hat das Gefühl, man lebt in einer Kommune, in der die Gesetze der Wissenschaft nichts mehr gelten und das Geld vom Himmel runterfällt. Die links-grünen Kaiseraugst-Hippies sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Obschon das Waldsterben abgesagt wurde und der Ostblock zusammengebrochen ist. Also: Nein zur überstürzte Ausstiegsinitiative.

    • Basler Ruedi dit :

      Wer so argumentiert dem ist nicht mehr zu helfen oder er verdient an solchem « gutes » Geld

    • Paul Levi dit :

      Ihre Argumente überzeugen nicht. Eigentlich haben Sie gar kein einziges richtiges Argument gebracht, sondern haben nur sinnfrei gegen die Grünen gewettert und diese sogar beleidigt.
      Spielt das eine Rolle wie gross eine Partei ist, wenn diese gute Argumente hat (Sicherheit, Umweltschutz, usw)? Auch ohne AKW werden wir jeden zweiten Franken um Ausland verdienen und weiterhin dank wissenschaftlichen Leistungen. Welche Gesetze der Wissenschaft sollen nicht mehr gelten? Diese das der hochradioaktive Abfall noch tausende Jahre strahlen wird?
      Wo ist der Zusammenhang zum Waldsterben und noch abstruser zum Ostblock? Ohne Waldsterben hätten wir heute eine Luft wie in Peking. Dank der Luftreinhalteverordnung kann man hier noch Atmen und das danke der Angst vor dem Waldsterben.

    • Thomas Jobs dit :

      @ Caraillo Gazzo:
      wieso Zwängerei? Die ersten 3 AKW wurden für 30 Jahre Betrieb konzipiert und da sind sie schon weit drüber! Ja, es wurden updates und upgrades gemacht, aber das Herzstück und andere nicht ausgetauschte Teile ist die selben.
      Warum wollte das ENSI (ausgerechnet die Atomlobby…) bessere Sicherheiten für Beznau und das von der Atomlobby geschmierte Parlament hat es abgeschmettert?
      Wann wollen sie die pannenanfälligen Schrottmeiler abstellen? Bis sie von alleine zerbröseln?
      Forschung und Entwicklung haben mit dem geordneten Ausstieg gar nichts zu tun, die funktionieren auch ohne Atomstrom!

    • Emil Eugster dit :

      Cazzo! Sie haben Nein gestimmt, weil die Initiative von den Grünen ist.
      An dem Rest ihres Kommentars erkenn man auch, dass sie sich nicht ein Jota mit der Thematik beschäftigt haben.
      Weder bestanden die Demonstranten in Kaiseraugst nur aus Linken oder Grünen, nein, ganz im Gegenteil und das war der Grund, weshalb das KKW dort tatsächlich verhindert werden konnte, noch wurde das Waldsterben abgesagt.

    • Basler Ruedi dit :

      Und ja, ich bin in der Mitte der Gesellschaft angekommen und heute noch sehr Stolz , dass ich damals im Pflotsch und Schnee in Kaiseraugst ausharrte.

      • Thomas Jobs dit :

        @ Basler Ruedi:
        an dieser Stelle: Danke für’s Ausharren und Beharren, damit nicht noch mehr so unsägliche Dinger gebaut wurden!

    • Urs Forster dit :

      Wer den Ausstieg aus der Atomkraft als grüne Zwängerei abtut, ist entweder naiv oder versteht von der Atomkraft, AKW’s und Abfallbewirtschaftung radioaktiver Abfälle rein gar nichts. Da die Atomkraft in der Schweiz die am meisten subventionierte Energie ist, muss die Atomkraft aus ökologischen, ökonomischen und volkswirtschaftlichen Überlegungen besser gestern als übermorgen abgeschaltet werden. Deshalb ganz klar: JA zur wohlüberlegten, nachhaltigen und zukunftsgerichteten Initiative zum Ausstieg aus der gefährlichsten und teuersten Energieform der Kernenergie.

    • Eduard J. Belser dit :

      Herr Cazzo, wie kann es sein, dass Sie von Tschernobyl und Fukushima noch nichts mitbekommen haben und solchen Quatsch von sich geben?

  • Ch. Geiser dit :

    Selten so einen Mist gelesen. Wieso sollte die Infrastruktur beim Stromimport überlasten, bei Eigenproduktion jedoch nicht?
    Die Energiewende 2050 ist bloss wieder ein Spiel auf Zeit. Man hofft, dass sich das Volksempfinden bis dahin wieder auf Pro-AKW dreht, man kann ja dazu die nächsten 40 Jahre die Propagandamaschine laufen lassen.
    Augenwischerei und Abzocke, das ist Politik heute.

  • Samuel Scott dit :

    Danke dass sie nun die Angstkampagne auch als Artikel auf Tagesanzeiger publizieren…
    Sie sprechen davon, dass die AKWs dann vom Netz sollen. Aber genau, dass Axpo etc. neue nötige Sicherheitsbestimmungen vor Gericht einklagen und die ENSI davor warnt, die ältesten Atomeiler noch lange laufen zu lassen, zeigt mir, dass es jetzt Zeit ist, fixe Laufzeiten festzusetzen!

  • Eidenbenz Florian dit :

    Ich empfinde es als doch einigermassen « Faktenfrei » ,bei offenen Betriebsdauern von einem « geordneten Ausstieg » zu sprechen. Es ist eine Binsenwahrheit, welche sich durch die aktuellen Ausserbetriebnahmen bestätigt: Alte AKW’s können vermehrt jederzeit aussteigen. Dafür ein offenes Rennen zu propagieren, trägt alles andere als zur Versorgungssicherheit bei, während ein genauer Ausstiegsplan Sicherheit für Produzenten und Investoren bietet, endlich aus den Startlöchern raustreten zu können. Das entsprechende Potential ist längst vorhanden. Mit Stefan Müller-Altermatt wehrt sich hier die verkrustete gegen die innovative Wirtschaft.

  • Lucas Cannolari dit :

    Dreckstrom, Netzstabilität, etc. Immer die gleichen Totschlag-Argumente. Dass unser Netz das locker verkraften kann sollte echt längstens bekannt sein. Zur Erinnerung, Beznau I&2 sind seit über einem Jahr nicht am Netz und es kam auch schon vor, dass alle 5 Schweizer Reaktoren infolge Wartung ausser Betrieb waren. Instabilitäten gab es nie! Und wieso eigentlich Dreckstrom importieren? Das Angebot an alternativen Energien in Europa steigt täglich. Windparks in der Nordsee, viel Photovoltaik, Solarthermische KW in Spanien etc. Der Fortschritt schreitet schneller voran, als es vielen konservativen Politikern lieb ist. Deshalb ein klares Ja für den geordneten Ausstieg, damit die Schweiz am Fortschritt und an mehr Sicherheit teilhaben kann!

  • Frank Zuffnik dit :

    Und ich mach eine Wette, 2050 kommen dieselben wieder mit denselben Argumenten, weil ja absehbar ist, dass der Tiefschlaf in Sachen erneuerbaren Energien der letzten 30 Jahre dann einfach verlaengert wuerde. Denn da gings ja immer nur ums faul Rumliegen und Nichtstun und daran wird sich bei den Pfloecken auch die naechsten 30 Jahre nichts aendern. Die Atomlobby kommt mir langsam so vor wie die deutsche Autoindustrie, jeden Innovationsschub schlechtreden bis der Zug dann abgefahren ist. Lieber wurden bisher Kollektoren verhindert, weil so ein volkhaftendes AKW sieht schon viel schoener aus. Verhinderungspolitik, bis es dann so richtig teuer wird, das war bisher der Plan und in den Koepfen ist das betoniert..

    • Martin dit :

      Beschränken Sie Ihre Kritik lieber auf die Schweiz, denn von der deutschen Autoindustrie scheinen Sie wenig Ahnung zu haben. Diese hat keineswegs jeden Innovationsschub schlecht geredet. Wasserstoff- und e-Antriebe sind längst produktionsreif und werden auch produziert. Aber zumindest der deutsche Markt ist halt noch nicht so recht überzeugt von den Innovationen und ich bin es auch nicht. Woher wollen sie schon wissen, daß dieser Zug bereits abgefahren ist. Und was die deutsche Energiewende angeht, wurde bei uns die Atomlobby per Dekret ruhig gestellt, anders ging es wohl nicht. Ist natürlich im schweizer Politik/Lobby/Wirtschafts-Filz nicht möglich – Volksabstimmungen ändern am halbherzigen Wischiwaschi-Atomausstieg der Schweiz rein gar nichts.

  • Eduard J. Belser dit :

    Das grosse Chaos herrscht jetzt, wo je nach dem drei bis sogar alle fünf maroden Schweizer Uralt- und Alt-Schrott-AKWs, teils geplant wegen Unterhaltsarbeiten, teils ungeplant wegen Schäden oder sogar schweren Baumängel still stehen. Vom Chaos, dass bei einer auch in der Schweiz möglichen AKW-Katastrophe entstehen würde schon gar nicht zu reden. Mit dem stilllegen der gefährlichsten, ältesten Russisch-Roulette-AKWs in Mühleberg und Beznau 2017 und dem gestaffelten Abschalten von Gösgen und Leibstadt herrscht Planungssicherheit für die gezielte Förderung der Energieeffizienz, den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien und den entsprechenden Umbau des Stromnettes für die dezentrale, breit abgestützte Produktion von ungefährlichemStrom aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, Geothermie usw.

  • P. Schmid dit :

    Bayern produziert bereits heute 4 mal mehr Strom mit den Dächern als das AKW Mühleberg.
    Österreich produziert bereits heute doppelt so viel Strom mit Windkraft wie das AKW Mühleberg.
    Alleine mit den erneuerbaren Kraftwerken auf der Schweizer Warteliste kann mehr Strom produziert werden als mit den 3 alten AKW.
    Würde pro Person und Monat nur ein einziges Solarmodul installiert, dann kann damit in nur einem Jahr mehr Strom produziert werden als mit allen 5 AKW (8.08 M_Personen * 0.3 kW/Person * 12 = 29 GW).
    Mit Windkraft kann in Europa sogar 1000 mal mehr Strom produziert werden als mit den 5 AKW.
    Unsere Wasserkraftwerke können doppelt so viel Strom produzieren, wie im Schnitt benötigt wird.
    100% erneuerbare Energien ist weder eine technische noch eine ökonomische Herausforderung.

    • Matthias Horvath dit :

      Herr Schmid, konsultieren Sie bitte die Homepage der der Deutschen Organisation « AGORA-Energiewende ». Dort befindet sich auch der Agorameter, wo die momentane Stromerzeugung und -Verbrauch aufgelistet ist. Zusatzbemerkung: die AGORA-Energiewende ist eine Pro Energiewende-Organisation…

      • P. Schmid dit :

        Abgesehen davon, dass sich der CO2-Ausstoss in Deutschland seit 1990 wesentlich reduziert hat: Dass die Schweizer AKW-Betreiber in Kohlekraftwerke in Deutschland investiert haben, ist zweifellos bedauerlich.
        Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass 100% erneuerbare Energien problemlos erreicht werden können, wenn die Interessen der fossilen Industrie (Ölscheiche, Gasoligarchen, Kohleindustrie etc. ) nicht mehr geschützt werden.

        Immerhin: Wenn es diese AKW-Betreiber nicht mehr gibt, können Sie auch nicht mehr in Kohlekraftwerke fernab der Schweizer Grenze investieren.

        • Matthias Meier dit :

          Die Reduktion seit 1990 kommt vor allem aus der Abschaltung der schlimmsten CO2-Schleudern aus der DDR. Die 100 Milliarden, die Deutschland in die Energiewende gebuttert hat, machen sich zumindest beim CO2-Ausstoss kaum bemerkbar. Seit 2008 wurde etwa die Produktion von Erneuerbarem Strom stark erhöht – aber der CO2-Ausstoss ist gleich geblieben. Die Energiewende nach deutschem Muster ist eine Sackgasse.

          • Thomas Jobs dit :

            @ Matthias Meier:
            würden sie sich informieren, dann wüssten sie, dass die EW in Deutschland am Schluss 20% Kohlestrom vorsieht! Dies dank der Stromlobby und den Kohlegewerkschaftler!

    • Rolf Bombach dit :

      Sie unterschlagen, dass ein Modul zwar 0,3 kW Peak produziert, aber nur 0.03 kW im Durchschnitt. Ferner wird nicht erwähnt, dass diese Investitionen 30 Mia pro Jahr betragen, plus 30 Mia Systemintegrationskosten.

      • Thomas Jobs dit :

        @ Rolf Bombach:
        es wird v.a. auch von ihnen verschwiegen, wie viele Milliarden an Subventionen die AKW schon erhalten haben und immer noch bekommen…!

        • R Müller dit :

          Wieder eine Falschaussage von Herrn Jobs.
          Behaupten kann man viel…
          Ist Ihnen bekannt, wie viele Subventionen über die KEV fliessen? Ist Ihnen die Subventionspolitik im « gelobten » Deutschland bekannt? Es ist etwa das 10-fache als die produzierte Energie Wert hat.
          Übrigens werden weltweit über 4 Mia Franken an die Kohleindustie bezahlt. Noch Fragen?

          • Thomas Jobs dit :

            @ R Müller:
            soso, keine Subventionen für AKW? Für wie blöd halten sie die Bevölkerung Herr oder Frau Müller? Oder sagen sie jetzt nicht, dass sie die €200Mia. an Subventionen in D nicht kennen von denene man nach Recherchen weiss (Dunkelziffer leider immer noch hoch)? Oder die €100Mia. auf 35 Jahre für Hinkley Point C kennen sie auch nicht?
            Subventionen in die KEV fliessen NULL, denn KEV sind KEINE Subventionen aus dem allgemeinen Steuertopf, sondern Umlagerungen welche direkt vom Stromverbrauch in den Ausbau der EE fliesst!
            .
            Ja, eine Frage habe ich: seit wann zählt Kohlestrom zu den EE?

    • T. Gysin dit :

      Sehr geehrter Herr Schmid

      Etwas beachten Sie bei Ihren Zahlen nicht: Die Sonne scheint nicht 24 Std. und die Schweiz hat keine Nordseeküste!

      Ich habe nur JA gestimmt wegen des grossen Risikos, das ’Konzept’ der Initianten überzeugt mich ganz und gar nicht.

      z.K.: Wir haben eine Wärmepumpe, erzeugen Strom mit Photovoltaik und speichern ihn z.T. in einer Batterie. Wir handeln und warten nicht ab!

      • P. Schmid dit :

        Die Schweizer Speicherseen haben eine Speicherkapazität von knapp 150 Millionen Tesla S Batterien.
        Ja, Sie haben richtig gelesen: 150 Millionen Tesla S Batterien sind bereits in unseren Bergen installiert und werden mehrheitlich seit Jahrzehnten bereits benutzt.
        Damit können mehr als nur einige Nächte überbrückt werden.

        Österreichs Windkraft produziert bereits doppelt so viel Strom mit Windkraft wie das AKW Mühleberg.

        2011 hat die Schweiz 150% so viel Strom importiert als auch exportiert wie sie selbst verbraucht hat – zukünftig geht das auch mit Windstrom.

        China hat eine Übertragungsleitung gebaut, welche mehr Strom übertragen kann, als die Schweiz maximal verbrauchen kann und zudem über 2000 km lang ist. Die Nordsee ist nicht einmal 1000 km von der Schweiz entfernt.

  • Meret Bertschinger dit :

    Herr Müller-Altermatt, verdrehen können Sie gut! Zuerst wird die Initiative in den Räten verschleppt (ja, das waren Sie und ihre Kumpanen) weil man auf ein Verpuffen des Fukushima-Effekts hofft. Und anschliessend, wenn kein Weg mehr an einer Abstimmung vorbeiführt, dann wird der Initiative unterstellt, sie wolle zuviel in zu kurzer Zeit. Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie und ihre Ratskollegen diese Situation zumindest mitverschulden? Ausserdem: Fukushima 4 stammte aus dem Jahr 1973. Unsere Reaktoren in Beznau und Mühleberg sind älter als in Japan havarierte Reaktoren. Wenn das mal kein Alarmzeichen ist!

  • Martin dit :

    Genau aus dem oben beschriebenen Grund habe ich Nein gestimmt. Was mir noch fehlt bei dem ganzen AKW Ausstieg, ist eine vernünftige Strategie. Wie soll das bitte gehen? Windräder und Solarzellen aufstellen? Nur noch Geräte mit wenig Wattverbrauch? Das funktioniert so nicht! Ich hätte gerne mal Einsicht in die Pläne des Bundes, wie er den Strom aus den AKW’s zu ersetzen gedenkt! Wie gesagt, mit Windrädern, Solarzellen und Energiesparlampen ist dies nicht zu schaffen. Ich würde mich eigentlich mal über Aufklärung diesbezüglich freuen. Vielleicht haben die Grünen ja auch eine Idee, wie das funktionieren soll?

    • Basler Ruedi dit :

      Leider schaffte es die Atomlobby in den vergangenen 50 Jahren immer wieder die Entwicklung von Energiegewinnungalternativen politisch zu unterbinden. Offenbar müssen die AKW’s zuerst weg, damit diese Entwicklungen von der rechtsbürgerlichen Mehrheit erlaubt werden.

      • Martin dit :

        @Ruedi Basler: Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin nicht gegen den Atomausstieg, aber ich bin für ein stabiles Stromnetz. Solange mir der Bund nicht sagen will, wie er mir das garantieren kann, ohne AKW’s, bin ich eben skeptisch. Die Märchen von wegen Windräder und Solarzellen könnten ein AKW ersetzen, muss man mir nicht erzählen, ich weiss, dass das unmöglich ist! Ideen wären wohl schon da, um die AKW’s zu ersetzen, aber 1. sollten man sie prüfen und 2. auch mitteilen. Ich denke nämlich, dass niemand aus der Bevölkerung den grossen Drang verspürt, ab 6 Uhr abends im Dunkeln zu sitzen und auf dem Feuer zu kochen.

    • Thomas Jobs dit :

      @ Martin:
      wenn man keine Antwort bekommen will, dann wird man sie auch nicht hören wollen, wenn man sie bekommt!
      Der Bund hat genaue Papiere dazu veröffentlicht. Und auch Privatunternehmer wie z.B. Herr Gunzinger haben vorgerechnet, dass es geht und wie man es machen soll.

      • Martin dit :

        @Jobs: Oh ja, Herr Gunzinger ist wahnsinnig qualifiziert für diesen Job; er baut Supercomputer, welche mehr Strom fressen, als alles andere. Ehrlich gesagt, wäre mir ein Modell von einem Mitarbeiter bspw. der Axpo um einiges lieber, als von einem so trockenen Theoretiker, der keinerlei Ahnung vom Kraftwerksbau und Stromnetzen hat! Er kann bestimmt super Supercomputer bauen, aber Kraftwerke bauen, das sollte er doch lieber Leuten überlassen, die etwas davon verstehen. Aber Sie und er passen super zusammen!

        • Thomas Jobs dit :

          @ Martin:
          dumm nur dass sie übersehen, dass Herr Gunzinger Elektroingenieur studiert hat und somit wesentlich mehr von der Materie versteht, als sie je verstehen werden!
          Gerade weil er solche Supercomputer schafft, kann er darauf die notwendigen Modelle berechnen.
          Die Axpo wollte bereits Ende der 90er aus den AKW aussteigen, wurde dann aber wegen der Pläne von Alpiq und BKW « rückfällig »!

    • Peter Meier dit :

      Dann lesen Sie doch das Buch « Kraftwerk Schweiz » von ETH-El.Ing Anton Gunzinger. Darin finden Sie die Antworten.

  • Mettler dit :

    Für alle die es nocht nicht wissen: Heute ist Beznau I und Leibstadt vom Netz. Bis im Frühjahr 2017. Zusammen produzierten sie 1565 MW. Mit der Abschaltung von Beznau I + II und Mühleberg werden uns 1103 MW fehlen. Heute müssen also über 400MW mehr einkaufen als bei der geplanten Abschaltung und von einer Versogungslücke spricht niemand, auch ist kein Blackout in Sicht geschweige denn eine Kostenexplosion der Strompreise. Fazit: Jetzt aussteigen es wird sonst nur noch teurer und die Lügen der Politiker ignorieren.

  • Thomas Fischer dit :

    Das Märchen vom Dreckstrom wird nicht wahrer je öfter Sie es erzählen. Fakt ist, dass Erneuerbare-Energie-Anlagen im Ausland (Deutschland, Frankreich, Italien, …) finanziert durch Schweizer Energieversorger oder institutionelle Anleger plus die bereits im Betrieb befindlichen KEV Anlagen weit mehr Energie produzieren als Beznau 1 + 2 sowie Mühleberg zusammen (wenn sie den nicht wie momentan Beznau 1 und Leibstadt wegen Sicherheitsproblemen wiedereinmal ungeplant ausfallen).
    Deshalb Ja zum geordnete und schrittweisen Atomausstieg bis 2029.

    • Walter Boshalter dit :

      Auch bei nächtlicher Flaute über Nirddeutschland?

      • P. Schmid dit :

        Abgesehen davon, dass der Strombedarf während der Nacht trotz Billigsttarif wesentlich tiefer ist als am Tag:
        Die Schweizer Wasserkraftwerke können mehr als doppelt so viel Strom produzieren, wie die Schweiz im Schnitt benötigt und deren Speicherreserven reichen nicht nur eine Nacht sondern sogar monatelang (BFE Elektrizitätsstatistik).

      • Thomas Jobs dit :

        @ Walter Boshalter:
        haben sie noch nie etwas von Speicherung gehört? Haben wir mit den Pumpspeicherseen schon einiges!

    • Matthias Horvath dit :

      Bitte http://www.agora-energiewende.de anwählen und unter AGORAMETER den momentanen D-Strommix konsultieren. Wenn Sie nun glauben, dass im Falle des Stromimports D nur den « sauberen » EE-Strom (z.B. Wind offshore, oder und konstant über 24/7 mit Solar) in die Schweiz leiten wird, dann « glauben » Sie schön weiter…

    • Thomas Fischer dit :

      @Boshalter und Horvath: Sie unterschlagen die Energiespeichermöglichkeiten, welche Sie den Lesern anscheinend vorenthalten wollen. Die Schweiz hat hier ein riesiges, bereits bestehendes, Potenzial z.B. mit der Wasserkraft in den Gebirgskantonen. Übrigens ein Vorteil, den nicht alle haben.
      Deshalb Ja zum geordnete und schrittweisen Atomausstieg bis 2029.

      • Walter Boshalter dit :

        Nun, soweit ich das sehe wurde in ihrem Post die Speichermöglichkeit nicht genannt. Nicht genannt wurde ebenso die dazugehörige Problematik des Energietransports von Nordeuropa in die Schweiz, da bereits innerhalb Deutschlands ein Netzengpass von Nord nach Süd besteht und in der Schweiz vom Hauptverbraucher Mittelland ins Wallis bzw. Bündnerische.

        Ich will nicht so sein, CH-AKWs abschalten ist kein Problem. Aber den Leuten erzählen dass der zwangsläufig folgende Dreckstrom ein Märchen sei ist nicht wirklich zielführend.

        Persönlich werde ich Ja einlegen im Wissen, dass bis 2050 durchaus CO2-Strom bezogen werden wird. Dies liegt schlicht und einfach an den politischen Verhältnissen, welchen der nötige Netzumbau unterliegt.

      • Matthias Horvath dit :

        Herr Fischer, ich unterschlage dies nicht. Ja, die Schweiz hat Energiespeichermöglichkeiten. Die Menge ist aber begrenzt, Die Stauseen sind im Winter auf einem Tiefststand (u.a. wegen Schnee statt Regen und Niederschlagsarme Wintermonate)! Um die Speichermöglichkeiten zu verbessern, möchten einige Betreiber Staumauern (z.B. KWO Grimsel) erhöhen… was aber von den Initianten/Befürwortern der AAI auch torpediert wird! Rückfrage: was sind die Speichermöglichkeiten momentan?

        • Thomas Jobs dit :

          @ Matthias Horvath:
          Heute werden in der Schweiz ca. 40 Pumpspeicherwerke mit einer Pumpleistung von 1750MW betrieben. Das entspricht der Hälfte der Leistung des schweizerischen AKW. Diese Pumpen brauchen heute ungefähr die Jahresproduktion des AKW Mühlebergs. Weitere Pumpspeicherwerke mit einer Gesamtleistung von 2400MW sind in Bau.
          Am Ende des Ausbaus haben wir also total 4150MW und die werden dann nicht mit Atomstrom, sondern mit dem Überschuss aus EE gefüllt!
          Übrigens: mit den 35’000 von der Atomlobby und ihren politischen Helfern blockierten KEV-Anträgen könnten sofort 50% der AKW substituiert werden!

          • R Müller dit :

            Herr Horvath: Warten Sie doch nicht auf die KEV-Beiträge.
            Handeln Sie oder unterlassen Sie es, andern zu sagen, was sie zu machen und zu bezahlen haben!

        • P. Schmid dit :

          Falsch.
          Die Stauseen erreichen den Tiefststand jeweils im Mai. Überzeugen Sie sich selbst: Füllungsgrad Speicherseen, BFE.
          Wenn mehr Photovoltaik zugebaut wird, dann können sich die Speicherseen im Frühling und im Sommer schneller füllen.

  • Rico Hauser dit :

    Ein vorschneller Atomausstieg ohne ausreichenden Ersatz wäre ein Schildbürgerstreich. Das brächte uns eine schwere Stromlücke, massiv steigende Strompreise und Massenentlassungen weil unsere Industrie nicht mehr konkurrenzfähig wäre. Die Schliessung der Alu-Werke in Chippis (VS) vor einigen Jahren war nur ein kleiner Vorgeschmack. Darum besser Augenmass als Atompanik.

    • Peter Meier dit :

      Sie sind nicht mehr ganz auf dem Laufenden. Mittlerweile sagen selbst die Initiativgegner (mit Ausnhame der atomreligiösen Fundis, denen eh nicht mehr zu helfen ist), dass es keine Stromlücke geben wird. Macht ja auch nicht wirklich Sinn, wenn alle jammern, auf dem europäischen Strommarkt herrsche ein Überangebot.

    • Thomas Jobs dit :

      @ Rico Hauser:
      was Chippis mit der EW zu tun hat versteht nur der Herr Hauser…

  • Fabian Uetz dit :

    Hat sich hier eigentlich schon jemand darüber Gedanken gemacht, dass das Containment in Mühleberg und Beznau 1/2 aus nur 17 ZENTIMETER dünnem Beton besteht? Zum Vergleich: Die Reaktoren in Gösgen und Leibstadt sind wenigstens von einer Betonkugel von 1.20 – 1.60 Meter Dicke umgeben. Ein vollgetankter A380 mit Passagieren und Fracht an Bord wiegt bis zu 570 Tonnen! Wenn 570 Tonnen mit 200-300 km/h auf 17 Zentimeter dünnen Beton von 1969 treffen, dann gute Nacht! Deshalb JA am 27. November damit die drei ältesten Reaktoren bald vom Netz gehen. Sie sind nämlich NICHT gegen einen Flugzeugabsturz oder Terror-Anschlag gerüstet.

  • Victor Brunner dit :

    Wir haben das Chaos schon heute! Wo lagern wir den Atomschrott? Keine Lösung! Wo lagern wir den Bauschrott von ehemaligen Atomkraftwerken? Keine Lösung! Wie werden Demontage und Lagerung von Atomschrott finanziert? Lösung klar: nächste und folgende Generationen sollen bezahlen was wir zu Tiefstpreisen hemmungslos verschleudern! Es ist unglaublich diese Verantwortungslosigkeit von Parlament und Wirtschaft, auch von Stefan Müller-Andermatt! Wenn wir Pech haben wird es auch einmal einen « Störfall » mit diesen Altreaktoren geben, dann können wir rosse Teile des Mittellandes räumen! Verantwortung sieht anders aus!

  • Max Bader dit :

    Mich überzeugen die Argumente von Herrn Müller-Altermatt. Ich bin erstaunt, dass ausgerechnet jene Parteien, die immer betonen, dass Probleme international gelöst werden müssen, das Gefühl haben, dass die atomare Verseuchung an der Grenze stoppt macht und französischer Atomstrom deshalb kein Problem ist. Und das gleiche mit deutschen CO2 aus der Kohleenergie.
    In der Energiestrategie 2050 haben wir immer noch einen bedeutenden Anteil konventioneller Energie und nun wollen die Grünen uns sagen, dass wir schon bis 2029 auf erneuerbare Energie umsteigen können. Aber sie sagen nie wie.

    • Thomas Jobs dit :

      @ Max Bader:
      haben wir einen Einfluss auf die Nachbarländer? Nein! Aber wir können mit gutem Beispiel vorangehen!

  • Matthias Müller dit :

    Ich würde NEIN stimmen, wenn die Energiestrategie des Bundes ein Ziel setzen würde, wann die KKW abgeschaltet werden sollen. Machen sie jedoch nicht.
    Ich finde den Ausstieg per 2017 auch viel zu schnell, da so schnell der Ausstieg nicht seriös geplant werden kann. Aber mir ist es lieber es wird etwas zu schnell abgeschaltet, als zu langsam oder gar nicht.
    Mein Ja zum Ausstieg ist ein Kompromiss, der mir näher liegt, als das Ausstiegszenario des Bundes.

    • Emil Eugster dit :

      Beznau ist ja schon vor einem Jahr ausgestiegen. Mühleberg hat auch schon den Termin, 2019.
      Viel ändert die Annahme der Initiative nicht in den nächsten +10 Jahren.

  • Rolf Baltensberger dit :

    Das haben wir von der Atomlobby vor 30 Jahren, vor 20 Jahren, vor 10 Jahren gehört: ‘Der Atomausstieg braucht Zeit, darum können wir jetzt nichts tun.’ Und man tat nichts. Wenn das Volk jetzt nicht handelt, hört es das Argument auch in 20 Jahren noch.

  • Sascha Ruefer dit :

    Es ist von Ihnen, wie auch von Frau Leuthard, einfach nur unfassbar arrogant, eine bestehende Gefahrenquelle nicht beseitigen zu wollen und bis 2050 (!!) auf Zeit zu spielen. Haben Sie auch nur im Geringsten eine Ahnung, was ein Unfall auslösen könnte? Waren Sie denn schon einmal in Benzau 1 und haben Sie sich selber ein Bild gemacht? In der Schweiz geht es uns unfassbar gut, es wird bereits jetzt genügend Strom aus nachhaltigen Quellen produziert, welchen wir importieren können. Ist unsere Sicherheit nichts mehr wert?

    • Emil Eugster dit :

      « … und bis 2050 (!!) auf Zeit zu spielen. » Das haben sie falsch verstanden. Es gibt in der Energiestrategie 2050 von Frau Leuthard keinen Abschalttermin für Atomkraftwerke. Die Betreiber haben unbegrenzte Betriebsbewilligungen und in der Energiestrategie des BfE steht NICHT, dass die KKWs 2050 abgeschaltet werden müssen.
      Solange sie das ENSI dazu bringen ihre Anlagen als sicher zu beurteilen, können diese auch 500 Jahre laufen lassen. Grosser Vorteil für die CEOs; Sie müssen garantiert keine Verantwortung übernehmen.

  • adam gretener dit :

    Die Initiative würde kein Chaos schaffen, sondern es endlich beenden. Wir produzieren zwar immer mehr radioaktiven Abfall, wissen aber nicht mal im Ansatz, wohin damit. Wir betreiben mit die ältesten KKW der Welt, und sogar die modernen machen überall Probleme, von der fehlenden Wirtschaftlichkeit ganz zu schweigen. Politisch ist es mehr als klug, dass wir uns so weit wie möglich unabhängig von Erdöl, Erdgas und Uran machen. Das ENSI ist genau so durchtränkt mit ehemaligen Mitarbeitern der Stromkonzernen, wie die FINMA mit Bankern. Was ein Systemrisiko darstellt. Raus aus diesem Albtraum.

  • K. Radtke dit :

    Es erstaunt tatsächlich, dass ständig vom dreckigen deutschen Strom geredet wird. Immerhin käme er hier sauber an, das als Fakt.
    Die Deutschen selbst brauchen Braunkohlestrom nicht. Das ist ein « schmutziges ») Zusatzgeschäft der Konzerne. Ich bin komplett dagegen. Aber ich bin auch gegen Plutonium!
    Wenn überhaupt, dann liefern die AKW das allerdreckigste Produkt, nämlich Plutonium. Und wo das extrem giftige Zeug « langzeit-entsorgt » werden soll, weiss keiner.

    • Matthias Horvath dit :

      Bitte http://www.agora-energiewende.de konsultieren, dort sehen Sie:
      1. Wie « sauber » der Deutsche Strommix ist.
      2. Wie « konstant » Solarstrom erzeugt wird.
      Zudem, wieviel wurde in den letzten Jahren in Solar investiert und wieviel ist der « return of investment » (sprich erzeugte Strom)…

  • Max Oppliger dit :

    Eine Strategie für einen Zeotraum von mehr als dreissog Jahren ist völlig wertlos. Kein Unternehmen würde so einen Unsinn machen. Es heisst auf Deutsch übersetzt, wir tun nichts. Reine Propaganda von Müller-Altermatt, ohne irgendeinen blassen Schimmer, wie es weitergehen soll.

  • Thomas Brenner dit :

    RAUS bevor etwas passiert. Wir müssen die sofort zwingen abzustellen, dann können wir von Glück sprechen, dass bisher nichts passiert ist. 2050 ist die Hälfte von uns bereits unter der Erde, soll das eine Perspektive sein? Das ist doch nur eine Verschleppung von dem was besser gestern als heute schon getan hätte werden müssen. Wenn in diesen AKWs etwas passiert (und das kann bei AKWs nun mal immer passieren weil man einen Brennstab nicht abstellen kann, « sicherste der Welt » hin oder her, kennen wir ja auch von der besten Armee der Welt), dann ist die Schweiz aber richtig am Arsch!

  • Georg Grolimund dit :

    Atom – Initiative:

    Ich stimme JA zum geordneten Ausstieg am 27. November!

    Das Schwarzbubenland / Laufental liegt zwischen Gösgen (53 km) und Fessenheim F (75 km). Bei einem Atomunfall ist das ganze Schweizer Mittelland verstrahlt. Ich war letztes Jahr in Fessenheim, es gab eine gröbere Störung, Behörden und Politiker haben es vertuscht.

    Denken wir an unsere Kinder, der radioaktive Abfall strahlt 100’000 Jahre.

    Es gibt seit 40 Jahren keine Lösung für den radioaktiven Abfall. Es gibt weltweit noch immer kein Endlager. Kein einziges!

    Einen möglichen Super – GAU kann man nicht versichern.

    • Max Bader dit :

      Dann bin ich ja froh, dass die atomare Verschmutzung an der Grenze halt macht, wenn wir statt einheimischer Atomstrom französischer Atomstrom importieren. Fessenheim ist nicht das einzige AKW. Es gibt zahlreiche andere, welche hier auch eine Verschmutzung verursachen würden, gerade auch aufgrund des Westwindes hier in Frankreich und der Schweiz.
      Die einzige Option, welche wirklich etwas bringen würde, wäre hier in der Schweiz auf erneuerbare Energie komplett umzusteigen, aber dazu bieten die Grünen keine Lösungen an.

      • Thomas Jobs dit :

        @ Max Bader:
        hören sie auf zu heucheln, denn Wir haben nahezu NULL Einfluss auf die Energieerzeugung in Frankreich und das wissen sie genau!
        Die EW im 2050 sieht das was sie vorschlagen ja vor, wo liegt ihr Problem?

  • Stephan Meier dit :

    Ein Ausstieg gemäss der Initiative ist bedeutend kontrollierter als wenn die AKWs einfach mal weiter laufen. Denn sonst steigen die alten AKWs, wie dieses Jahr geschehen, einfach wieder unkontrolliert von einem Tag auf den anderen aus, ohne dass wir darauf vorbereitet sind.

  • Peter Müller dit :

    Richtig es Verträgt kein Chaos aber etwas auf den Sankt Nimmerleins Tag zu verschrieben ist auch keine Lösung. Es ist nicht das Problem vom Stimmbürger dass man nach 45 Jahren für Anlagen wo für 40 Jahre gebaut worden sind kein Geld für den Rückbau hat. Noch weniger ist es Aufgabe von Politiker Risiken einzugehen mit Laufzeitverlängerungen nur weil sich die Atomlobby mit Investitionen in marode E-Werke in Europa verzockt hat.
    Herr Müller, wollen sie wirklich ein zweites Fukushima riskieren wo man nur Glück hatte das der Wind Richtung Meer wehte und nicht richtig Tokio.

  • Ronnie König dit :

    Der marode Meiler Benznau will die Axpo bald wieder hochfahren trotz über 900 festgestellte Mängel und sonst hochbetagtem Zustand! Ein Grund mehr diese Todestempel der Energiezombies für immer abzustellen. Der Tod aus diesen Kathedralen der Unvernunft wird uns noch lange beschäftigen und wertvolles Geld binden. Die Zukunft braucht andere Lösungen. Vor allem dezentralisiert und demokratisch. Anfangs dürfte dies aber etwas mehr kosten wie später. Dafür mehr Sicherheit garantieren.

  • Jürg dit :

    Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass bei Ablehnung der Initiative mehr « Dreckstrom » importiert werden muss, als bei Annahme der Initiative (siehe Artikel im Tagi von diesem Wochenende, Seite 13 bzw. die dort erwähnte ZHAW-Studie).
    Wer sich Sorgen um die ökologische Qualität unseres Stromes macht, sollte zwingend JA stimmen!

  • Emil Eugster dit :

    « Dieser Ausstieg ist beschlossen und richtig. »
    Diese Aussage ist falsch.
    Ohne konkrete Abschaltdaten ist der Atomausstieg nich beschlossen.
    Auf der Seite des BfE des Bundes steht:
    « Bundesrat legt Energiestrategie 2050 als indirekten Gegenvorschlag zur Atomausstiegsinitiative vor

    Vorteile der Energiestrategie 2050
    Demgegenüber ENTHALTEN in der Energiestrategie 2050 DIE bestehenden KERNKRAFTWERKE KEINEN fixen ABSCHALTTERMIN, sondern können solange sie sicher sind weiterbetrieben werden. »
    Es ist unglaublich, wie unverfroren die Atomkraftvertreter lügen.
    Da bis jetzt jeder der Atomkraftvertreter nur Lügen zur Verteidigung seines Standpunkts vorgebracht hat, ist es offensichtlich, dass es keine überzeugenden Argumente gegen ein Ja zur Atomausstiegs-Initiative gibt.

  • Viktor dit :

    Der Strom (und alle Energiepreise) sind heute zu billig. Die Stromkosten für unseren 2-köpfigen Haushalt sind 3 mal tiefer als die Kosten von Telefon, Internet, TV. Private Investitionen in Alternativenergien lohnen sich kaum, da die Amortisationszeit viel zu lange dauert. Mit dem früheren Atom Ausstieg werden die Stromkosten früher steigen, und viele Leute werden früher anfangen in Alternativen zu investieren. Die erste sinnvolle Massnahme ist allerdings, dass wir gewillt sind etwas mehr für den Strom zu bezahlen und beim Stromlieferanten auf ein Abonnement mit nur Ökostrom (Wasser-Wind-PV) umsteigen.

  • Hansjürg Müller dit :

    Warum glänzt eigentlich unsere Atomlobby mit Abwesenheit im Vorfeld dieser Abstimmung?
    Könnte es sein, dass die bei der Annahme der Initiative die bereits angekündigten Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe geltend machen, somit ihre Kassen wieder füllen und beim anschliessenden Chaos mit Blackouts, Strompreisexplosion, Entlassungen etc. die Volksmeinung für den Bau neuer AKW’s auf sicher wissen?
    Ist ja nur so eine Vermutung.

  • hp. reber dit :

    Was wundert es, dass dieser NA ausgerechnet aus dem Kt. Solothurn kommt, nehme an, er hält Leuthard tüchtig die Stange. Und immer wieder das Lamento vom Schmutzstrom, das ausser Acht lässt, wieviel Dreck und welche Gefahren der Atomstrom hinterlässt. Kein Vergleich! Die AKWs werden immer unsicherer, so sollen doch die Aktionäre der AKWs die volle Haftung übernehmen, wenn sie unbedingt bei dieser riskanten und defizitären Stromproduktion bleiben wollen.
    Im anderen Fall gibt es nur eines: Sage Ja zum Ausstieg, und zwar sofort.

  • Emil Eugster dit :

    Der Stromimport von französischem Atomstrom und deutschem Kohlestrom (mit finanzieller Beteiligung der Schweizer Energieversorger) gibt es doch seit Jahrzehnten. Als die Grimselmauer erhöht werden sollte und damit gegen das Volk, das durch Volksabstimmung Hochmoore geschützt hat, zerstört werden, um französischen Atomstrom in schweizer Wasserstrom vergoldet werden sollte, hat Herr Stefan Müller-Altermatt darin kein Problem gesehen.
    Maximal besteht der deutsche Strommix sowieso aus höchstens 40% Kohlestrom.
    Da zZ. mehr Atomstrom in der Schweiz für Monate ungeplant ausgefallen ist, als in 10 Jahren geplant nicht mehr am Netz sein würden, ist es bewiesen, dass seine Argumente bezüglich der Zuverlässigkeit des Netzes nicht stimmen. Auch jetzt stört ihn der Atomstromimport nicht.

  • R Müller dit :

    Obiger Artikel ist vollkommen korrekt. Heute, um 11:30h werden über 4000MW (4mal die Leistung von Gösgen) importiert. Man nehme das mal zur Kenntnis unter http://www.swissgrid.ch/Aktuelle Netzkennzahlen. Die Stomlücke ist bereits da, und sie kann auch in Zukunft nur mit dreckigem Strom gedekt werden. Der Ausstig verursacht gewaltige Kosten, die sich die Vergütungsempfänger unter den Nagel reissen wollen. Es ist erschreckend, wie irrational das allgemeine Volk mit Tatsachen bzüglich des Ausstieges (Versorgungssicherheit / Netzstabilität, Kosten / Nutzen / Risiken) im Verhältnis zu anderen Sparten (CO2- bzw. Klimawandlung/ CHemie- und pharmazeutische Aufkonzetration und Plastik in Weltmeeren, Virenresistenz usw). umgeht. Die Menschheit geht vorher und nicht durch die AKWs zu Grunde! Denke!!

    • Emil Eugster dit :

      « Heute, um 11:30h werden über 4000MW (4mal die Leistung von Gösgen) importiert. »
      Und inwiefern macht das den Artikel korrekt?
      Der Import von dieser Menge Strom soll doch laut Verfasser gar nicht möglich sein. Aber sie ist scheinbar doch möglich.
      Der Import von dieser Menge Strom soll doch laut Verfasser eine Folge der Annahme der Initiative sein.
      Die Initiative ist aber noch nicht angenommen und die Änderungen noch nicht in Kraft
      Der Import von dieser Menge Strom soll doch laut Verfasser soll doch gegen seine Überzeugung als überzeugter Vertreter der EE sein.
      Mit keinem Wort verlangt er zB. dass die Menschen in der Schweiz Strom sparen, weil zZ. drecks Atom- und Kohlestrom aus DE und FR importiert wird. Wo is sein Aufruf die E-Heizungen ein paar Grad herunter zu drehen?

    • Thomas Jobs dit :

      @ R Müller:
      schön! Und über die letzten 46 Jahre hatten wir über das Jahr gerechnet nur 4 mal ein Importüberschuss! Was bedeutet, dass wie es mit dem Vorantreiben der EW und der Speicher eben schaffen.

  • Basler Ruedi dit :

    Herr Müller weiss ganz genau, dass die Atomlobby es im National-und Ständerat schaffen würde, alle bisherigen Abmachungen über den Haufen zu werfen. So wie es dieser Lobby in den letzten Jahren gelang, jegliche Entwicklung im oekologischen Energiegewinnungsbereich politisch zu bodigen. Die Grünen dürfen mit ihrer Atomausstiegsinitiative einfach keinen Erfolg haben…das ist alles. Atomausstieg JA!

  • Urs Forster dit :

    Sehr geehrter Stefan Müller-Altermatt, wenn man endlich einen ehrlichen geordneten Ausstieg aus der Atomkraft möchte, muss man zwangsläufig am 27. November der Initiative zustimmen. Da bis heute hat es die Politik versäumt, dieses heisse Eisen anzugehen und endlich die Energiewende umzusetzen. Jeder zusätzliche Tag an dem die AKW’s Mühleberg und Beznau I + II über den 31.12.2017 Strom produzieren, bedeutet politisch fahrlässiges Handeln auf Kosten der Gesundheit der unmittelbaren Bevölkerung und der Umwelt. Die Politik und auch Sie sind unglaubwürdig, da es keinen direkten Gegenvorschlag zu dieser Initiative gegeben hat. Dies zeigt deutlich, dass das Parlament nicht gewillt ist, die hochgefährliche Atomkraft rechtzeitig abzuschalten.

  • Hannes Wanner dit :

    Immer wieder lustig diese Argumente gegen die Initiative. Unsere Strommultis sind seit Jahren Teilhaber und finanzieren die dreckige Energiegewinnung aus Kohle in ganz Europa mit. Seit der Energiewende Deutschlands haben sie so Milliarden in den Sand gesetzt,wo eigentlich fette Gewinne erhofft wurden. Jetzt das scheinheilige Öko Argument falls Kohlestrom importiert würde ist einfach nur peinlich. Nebenbei,deutsche Kohlekraft wird sukzessive ab und nicht ausgebaut,ergo bleibt der Dreck gleich ob die CH einkauft oder nicht!

  • Thomas Sidler dit :

    Mit dem Atomausstieg wird die Schweiz (im Unterschied zu heute wo sie den Produzenten Auflagen machen kann) Nuklearstrom aus dem Ausland beziehen, welcher unter Bedingungen produziert wird auf welche sie keinen Einfluss mehr hat. Das heisst sie bezieht dann Strom welcher unter Umständen vom schnellen Brüter jenseits der genfer Grenze in Frankreich produziert wird unter Bedingungen welche Frankreich festlegt (und die Schweiz den Schaden bei einer Havarie und Westwind Wetter hat). Auch Oestereich macht viel Lärm, es hätte keine AKW’s, bezieht aber Strom aus der Tschechei wo dieser unter fragwürdigen Bedingungen Produziert wird. Auch die werden sich vielleich mal noch wundern, wenns bei einer Biesenlage kracht!

    • P. Schmid dit :

      Dieser Brüter produziert schon lange keinen Strom mehr und gegenüber Österreich ist die Schweiz übrigens Nettostromimporteur.

      • Thomas Sidler dit :

        Also mit der Stillegung haben Sie recht, aber nur so nebenbei….. In Frankreich gibt es ca 50! Atomkraftwerke wovon noch nicht mal bei der Hälfte die Stillegung geplant ist. Das Potential das wir hier eine Nase voll bekommen ist also immer noch beträchtlich und wie gesagt……hier haben wir keine Möglichkeit für Sicherheit zu sorgen!

  • R Müller dit :

    Obiger Artikel ist vollkommen korrekt. Heute, um 11:30h werden über 4000MW (4mal die Leistung von Gösgen) importiert. Man nehme das mal zur Kenntnis unter http://www.swissgrid.ch/Aktuelle Netzkennzahlen. Die Stomlücke ist bereits da, und sie kann auch in Zukunft nur mit dreckigem Strom gedekt werden. Der Ausstig verursacht gewaltige Kosten, die sich die Vergütungsempfänger unter den Nagel reissen wollen. Es ist erschreckend, wie irrational das allgemeine Volk mit Tatsachen bzüglich des Ausstieges (Versorgungssicherheit / Netzstabilität / Kosten / Nutzen / Risiken) im Verhältnis zu anderen Sparten (CO2 / Klimawandlung/ Chemie- und pharmazeutische Aufkonzetration und Plastik in Weltmeeren, Virenresistenz usw). umgeht. Die Menschheit geht vorher und nicht durch die AKWs zu Grunde! Denke doch!!

    • Urs Forster dit :

      Herr Müller, wo ist jetzt dass Problem? Das zeigt höchstens, dass es trotzdem geht, wenn Mühleberg und beide Beznau nicht produzieren. Auch zeigt es, dass es keine Stromlücke gibt! Die Stromlücke ist also reine Angstmacherei gegenüber wissenschaftlich nachgewiesener ökologischer Gefahr durch die AKS’s, welche bis heute und in absehbarer Zeit nicht gelöst werden können. Somit gibt es kein plausibles Argument gegen die Initiative zu stimmen.

    • Jürg Brandenberger dit :

      So ein Quatsch! Und wenn heute tatsächlich importiert werden müsste, das hat nichts mit der Initiative zu tun. Die beiden Beznau und Mühleberg, bringen es nicht einmal zusammen auf 1GW. Daran ändert sich nichts, auch wenn man sie bis zum GAU am Netz behält! Diese Angstmacherei von wegen dreckigem Kohlestrom ist absolut rückständig und das Gegenteil von zukunftsgerichtet. Ablehnen der Initiative bedeutet weiter wursteln wie bisher. 25 Jahre Tiefschlaf der Energiewirtschaft sind genug! Darum muss die Initiative angenommen werden. Nur so werden die Kräfte frei die es braucht um die Energiewende zu erreichen! Entwicklungen sind dynamisch. Es braucht das bisschen Druck und die Rechtssicherheit der Initiative, damit endlich etwas unternommen wird. Und Atomstrom ist alles andere als Klimaneutral.

    • P. Schmid dit :

      Abgesehen davon, dass momentan nach wie vor viel Strom nach Italien exportiert wird:
      Die Stromlücke ist höchstens da, weil momentan 50% der Schweizer AKW-Kapazität ungeplant über mehre Monate bzw. sogar Jahre ausgefallen ist und die Stromkonzerne den Ausbau von erneuerbaren Energien vehement verhindert haben.
      Bayern produziert bereits 4 mal so viel Strom mit den Dächern wie das AKW Mühleberg und Österreich produziert bereits doppelt so viel Strom mit Windkraft wie das AKW Mühleberg.

  • Baser Ruedi dit :

    Schön wäre es von Ihnen, Herr Müller gewesen, wenn Sie sich so stark für den Ausbau der alternativen Energiegewinnung eingesetzt hätten, wie Sie es nun gegen die Initiatve der Grünen tun.

  • Louis Odermatt dit :

    Absolut nachvollziehbar und korrekt Herr Altermatt. Unsere AKW sind sicher und bleiben es. Sie sind mit die weltbesten instandgehaltenen, gewarteten und nachgerüsteten AKW. Alles ist gemacht, was nach Stand der Technik zu machen ist.
    Aber wer unbedingt Strom aus F-KKW und D-Kohle importieren will, um unsere ach so miesen, brüchigen, schrottreifen, maroden undzur Havarie neigenden AKW-Ruinen schnell abzuschalten, und weil Chernobyl &Fukushima ja schon vor der Türe stehen, der stimmt am besten « Ja » .

    • Thomas Jobs dit :

      @ Louis Odermatt:
      AKW-Mitarbeiter Odermatt hat gesprochen! Blöd nur, dass die Störungen an den ach so tollen AKW in der Schweiz während den letzten 10 Jahren grösser wurden!
      Ich und natürlich auch andere Forumsposter haben ihnen schon ein paar mal gesagt, dass 1.) wir wegen den unsinnigen Pumpspeicherveeträgen wie jetzt schon Atomstrom aus Frankreich importieren und wir gerade während des Tages viel Strom aus Deutschland in Form von EE importieren. Die Kohlekraftwerke laufen sowieso auf Volllast, damit die Knüppelverträge erfüllt werden!

      • R Müller dit :

        Offenbar hat Herr Jobs die Physik, die hinter einem stabilen Elektrizitäts-Verbundnetz steht, nicht verstanden. Die Energiebilanz muss zu jeder Sekunde ausgeglichen sichergestellt sein, unabhängig von Wetter, Jahreszeiten und andern Einflüssen. Also braucht es zu jeder Zeit produzierende Kraftwerke und installierte Resevekapazitäten. Da hat Politik und Ideologie nichts zu suche. Häufigeres Wiederholen steigert die Richtigkeit einer Aussage nicht, sondern hat mit « Glauben » zu tun.

        • Thomas Jobs dit :

          @ R Müller:
          darum haben wir z.B. Fliesswasserkraftwerke, aber das scheint ihnen bei der Rechnung durch die Lappen gegangen zu sein…

          • R Müller dit :

            Schauen Sie sich die Energiebilanz von heute Morgen an: es werden im Moment 2700MW importiert, trotz laufenden Wasserkraftwerken und viel Wasser. Was ist, wenn die Klimaerwärmung alle Gletscher eliminiert hat und unsere Wasservorräte « verdunstet » sind? Man kann nicht etwas herbeireden, was nicht vorhanden ist.

          • Thomas Jobs dit :

            @ R Müller:
            schauen sie sich die Ennergiebilanz auf das ganze Jahr an, da habsn wie (fast) immer Plus und den rest bauen wie aus!

  • Valentin Ziegler dit :

    Im Winter ist um die 70% der schweizer Produktion aus Kernkraft: https://www.eex-transparency.com/startseite/strom/schweiz/produktion/nutzung/produktion-des-vortages

    Könnte man das bis 2017 ersetzen? Vielleicht. Aus erneuerbaren? Bestimmt nicht. Wie lange wird Mutti, EU, etc. brauchen, um herauszufinden dass sie die Schweiz à la Ukraine erpressen können? Ca. 2 Jahre. Es ist eine Frage der nationalen Sicherhait! NEIN am 27. November, sonst ist die 700-jährige Erfolgsstory hinüber!

    • Peter Meier dit :

      Wenn die nationale Sicherheit von etwas beroht ist, dann von einen Super-GAU. Wenn der eintritt, dann können wir die Schweiz vergessen und wir werden Mutti dankbar sein, wenn sie wiederum sagt: « Wir schaffen das » wenn es darum geht ein paar Millionen Schweizer Ökoflüchtlinge aufzunehmen.

    • Hannes Wanner dit :

      Gehen sie ja nicht ohne Aluminiumhut nach draussen! Wo sind bloss die Eidgenossen welche nicht gleich in die Hosen…

    • Paul Levi dit :

      Sie liefern sehr gute Argumente FÜR die Initiative und gleichzeitig für die Verminderung von fossilen Brennstoffen. Bekanntlich kommt das Uran nicht aus der Schweiz und Erdöl sowieso nicht. Selbst die Technik und die Ingenieure für die AKWs sind nicht aus der Schweiz. Das heisst, wir sind jetzt zu 100% abhängig vom pösen Ausland (man stelle sich vor, sogar von muslimischen Staaten).
      Das heisst, es ist eine Frage der nationalen Sicherheit, dass wir bei der Energieversorgung absolut autark werden und das heisst, in Zukunft nur noch Energie aus erneuerbaren Quellen. Etwas das dank der Wasserkraft in der Schweiz möglich ist. Nur so können wir die 700-jährige (guter Witz) Erfolgstory retten.

      • Eduard J. Belser dit :

        Dass Blocher’s SVP mit FDP/CVP im Schlepptau uns SchweizerInnen um jeden Preis in der Abhängigkeit von verantwortungslosen, kriminellen Atommafiosi, orientalischen Ölscheichen, kasachischen Öloligarchen und russischen Gaszaren halten wollen, zeigt, wie grundverlogen und korrupt diese Parteien politisieren. Deshalb müssen wir mit einem JA zur Initiative für einen geordneten Atomausstieg auch ein Zeichen für die Energiestrategie 2050 mit mehr Energieeffizienz und Ernererbarer Energie und eine energetisch freiere, weniger durch fremde Energievögte erpressbare Schweiz setzen. Das sind wir uns, unseren Kindern, Enkelnkinder, Urenkelkinder usw. schuldig.

    • Martin dit :

      Ach, Mutti erpreßt die Ukraine? Erklären Sie bitte wie sie das macht. Aber was will jemand erklären können, der im Zusammenhang mit der Kernkraft glaubt, bei der Sicherheit gehe es um die Errungenschaften der Eidgenossenschaft – die vor 700 Jahren noch ein wenig anders aussah. Ein kleiner GAU in einem schweizer Atomkraftwerk, vielleicht schon in 2 Wochen (wären die so sicher, wären sie nicht ständig außer Betrieb), und die Errungenschaften sind sofort weg, Schlimmer noch, das verhaßte Ausland wäre von der Verseuchung noch mit betroffen. Und das alles nur wegen ein paar Betonköpfen, verfilzt in Eigeninteressen, die für die Schrottmeiler keine Lösung haben und Lösungen für die Zukunft blockieren. Tolle Errungenschaften sind das.

    • Emil Eugster dit :

      Ohne Atomkraft geht die Schweiz unter! ist ihre Aussage.
      Ist das nicht das ultimative Totschlag-Angstargument?
      Das sind die Zahlen zur Stromproduktion heute, nicht zum Potential der verschiedene.
      Natürlich wird weniger regelbarer Wasserstrom produziert, wenn die kaum regelbaren Atomkraftwerke ihren Strom ins Netz speisen. Das heisst aber natürlich nicht, dass Wasserkraft dies nicht könnte. Wenn die Sonne im Sommer Ihr Haus aufwärmt, weil sie sie nicht abstellen können, lassen sie ja auch nicht gleichzeitig die Heizung laufen und sie behaupten auch nicht, dass die Heizung nicht leistungsfähig sei, weil sie dann keine Leistung bringt.
      Da müssen sie schon früher aufstehen und nicht so müde Argumente bringen.
      Wie hoch ist der Export?
      Wie hoch der Import?
      Wie hoch ist der Eigenbedarf.

  • Simone Wicherek dit :

    Es gibt IMHO nur einen Grund, die AKWs nicht rasch möglichst abzustellen: dass die Betreiber noch ihren Kopf aus der Schlinge (resp. die Boni aus der Kasse) ziehen können…

    Und übrigens, es gäbe dann immer noch eine Alternative zum Import des « dreckigen » Stroms: Stromverbrauch reduzieren!

    • Peter Meier dit :

      Es gibt sogar noch eine weitere Alternative: Strom aus nachhaltigen Quellen importieren, auf dem Strommarkt hat es genug davon.

  • Peter Meier dit :

    Also Herr Müller Altermatt, hier zum mitschreiben:
    Nettoleistung Beznau I: 365 MW
    Nettoleistung Beznau II: 365 MW
    Nettoleistung Mühleberg: 373 MW
    Nettoleistung Gösgen: 1010 MW
    Nettoleistung Leibstadt: 1220 MW
    Leibstatt ist bis voraussichtlich Februrar 2017 vom Netz, Beznau I auf unbestimmte Zeit. Macht zusammen 1585 MW. Mühleberg wird 2019 abgestellt. Die beiden Beznau und Mühleberg, welche bei Annahme der Initiative 2017 von Netz müssen, haben zusammen eine Leistung von 1103 MW, also deutlich wengier, als Leibstadt und Gösgen I zusammen, welche aktuell vom Netz sind. Ich habe bis jetzt noch keinen Atomlobbyist sagen hören, die betriebsbedingte Abschaltung von Leibstadt und Beznau I sei für das Stromnetz ein Problem. Das Gejammer ist nichts anderes als Panikmache der Atomlobby!

    • Thomas Sidler dit :

      Also nur so nebenbei….. In Frankreich gibt es ca 50! Atomkraftwerke wovon noch nicht mal bei der Hälfte die Stillegung geplant ist und bei diesen allen meistens nach 2030. Das Potential das wir hier eine Nase voll bekommen ist also immer noch beträchtlich und wie gesagt……hier haben wir keine Möglichkeit für Sicherheit zu sorgen! Dann ist mir die Option etwas eigenes zu haben immer noch lieber als mir das Risiko von anderen diktieren zu lassen……und erst noch dafür zu bezahlen!

      • Thomas Jobs dit :

        @ Thomas Sidler:
        nur so nebenbei: wir haben NULL Einfluss auf die AKW in Frankreich, aber wir können als gutes Beispiel vorangehen!

        • Thomas Sidler dit :

          Aber das ist es doch Herr Jobs. Wir können in der Schweiz selber bestimmen wie hoch die Sicherheit sein soll und müssen nicht auf Lieferanten aus dem Ausland abstellen die zu Lasten der Sicherheit Gewinne machen!

          • Thomas Jobs dit :

            @ Thomas Sidler:
            richtig lesen bringt Verständnis; Zitat: « wir haben NULL Einfluss auf die AKW in Frankreich »
            Also einfach für sie erklärt: egal wie hoch der Standard in der Schweiz ist, wir haben immer noch keinen Einfluss auf die AKW in Frankreich! Besser jetzt?

  • Werner Schlegel dit :

    Der Trend ist klar, die Romandie wird klar annehmen, Deutschschweizer glauben die Argumente der Atomlobby. Sind Unwahrheiten auf deutsch glaubwürdiger ? Falls die Deustchschweizer die Inititiave bodigen, sollte ihnen klar sein, was bei einem Unfall in Beznau passiert: Verseuchungsflüchtlinge aus dem Aargau und Zürich werden nach Erythrea geschickt, einem – laut Deutschschweizern – sicheren Land. In der Romandie sollen sie auf jeden Fall nicht auftauchen.

  • Max Lutstorf dit :

    Stefan Müller-Altermatt erwähnt kein einziges Wort zur Sicherheit von Alt-AKWs, so wie auch NR Wasserfallen und andere AKW-Fans. In ihren Augen haben wir ja das ENSI, welches ihr Vertrauen hat. Wer sich ein paar Stunden/Tage Zeit nimmt, und im Internet recherchiert (Tip für Anfänger: http://www.fokusantiatom.ch), wird kaum noch auf einen Betrieb beharren!

  • Urs Oehninger dit :

    Vor Jahren wurde beschlossen, dass wir Atomstrom zu nutzen haben. Drauf wurden sämtliche Kleinkraftwerke, welche sich in privater Hand befanden verboten, respektive infolge der Elektrifizierung die Wasserrechte entzogen usw. Erst dadurch konnte AKW’s als gerechtfertigt verkauft werden. Niemand hätte damals die hohen Kosten vorgeschossen, wenn nicht Politiker dafür gesorgt hätten, dass der AKW-Strom auch verkauft werden kann.
    Heute ist es Zeit klare Signale zu setzen, damit künftige Investitionen in erneuerbare Energie sich rechnen, der so hergestellte Strom auch Abnehmer findet. Dazu braucht es gesetzliche Rahmenbedingungen welche erst erstellt werden, wenn klar wird auf welchen Zeitpunkt neue Regeln gelten sollen. Also jetzt Darum ja zum Ausstieg mit klar definiertem Termin

    • Thomas Jobs dit :

      @ Urs Oehninger:
      Ergänzung: um die involvierten Bürger der umliegenden Standortgemeinden zu ködern wurden Elektroboiler verschenkt, die Bürger mussten nur die Installation übernehmen. So hat man eine doppelte Abhängigkeit geschaffen…

  • R Müller dit :

    Die Befürworter der Ausstiegsinitiative kommen mir mit ihrer Argumentation so vor, wie jene, die glauben zu wissen, dass Maria Anfang Dezember empfangen hat (Maria Empfängnis) und dann an Weihnachten die Geburt Christi feiern. Und dies wider jedem Wissensstand der Biologie. Man macht den Leuten seit 40 Jahren Angst vor der Kernenergie und sagt, was sie glauben müssen. Aber glauben heisst: Nicht wissen. Hat jemals jemand durch CH-AKWs Schaden genommen?
    Wer die heutige Stromlücke nicht sieht (oder nicht rechnen oder bilanzieren kann) glaubt auch an den Storch, dass künftig diese Lücke durch die Abschaltung nicht noch grösser werden wird. Ich warte nur auf eine Störung in einer Übertragungsleitung, um mich dann genüsslich nach dem Blackout auf die Ausreden der « bunten » Leute zu amüsieren.

    • Thomas Jobs dit :

      @ R Müller:
      Zwei verstrahlte Arbeiter in Beznau und zwei tote Arbeiter in Beznau! Reicht das als Info?

      • R Müller dit :

        Es waren leider 2 konventionelle Arbeitsunfälle und hatten mit « Atom » ebensowenig zu tun wie der Storch mit Kinderkriegen und die « Verstrahlung » war etwa so wie eine Röntgenaufnahme oder ein langer Überseeflug mit kosmischer Strahlung.
        Im übrigen geschah dies bei Arbeiten im Werk und betraf die Bevölkerung nicht. Die Unfälle haben nur mit der Sicherheit am Arbeitsplatz, aber nichts mit der Sicheheit von AKWs zu tun. Also sachlich bleiben. Ober fliegen Sie nun auch nicht mehr wegen der zu erwartenden « Verstrahlung »?

        • Thomas Jobs dit :

          @ R Müller:
          ach da werden sich die Angehörigen aber freuen ob ihrer Aussage und der Arbeiter aus Leibstadt mit seiner verstrahlten Hand doch sicherlich auch…

          • R Müller dit :

            Können Sie nicht zwischen einem Arbeitsunfall mit jonisierenden Strahlen und der Sicherheit eines Reaktors unterscheiden?
            Wir diskutieren hier über die nukleare Sicherheit! Da sind ausgewiesene Fachleute gefragt.

          • Thomas Jobs dit :

            R Müller:
            Können sie sich noch an den Ursprung ihres Fragespiels erinnern worauf ich geantwortet habe? Was für eine Fachperson sind sie? Bezahlter Atomlobbyist?

          • Thomas Sidler dit :

            Kleine Frage Herr Jobs……und wie viele Arbeiter sind bei Arbeitsunfällen in Zusammenhang mit Wasserkraft und dem Bau von Windrädern verletzt oder gar getötet worden? Es ist immer alles relativ. Da wir nun den potentiellen Schaden schon mal haben, sollen wir das Potential daraus optimal nutzen.

          • Thomas Jobs dit :

            @ Thomas Sidler:
            das habe ich mit keinem Wort geschrieben und lediglich auf die Frage des Erstposters geantwortet!

    • P. Schmid dit :

      Das erinnert an den welcher vom Hochhaus gefallen ist und kurz vor dem Aufschlag gesagt hat: « Bis jetzt ist alles gut gegangen ».

      Ach ja, gegenüber Österreich sind wir übrigens Nettostromimporteur, obwohl wir im Gegensatz zu Österreich auf 5 AKW zurückgreifen können (na ja, falls die ausnahmsweise allesamt Strom produzieren und nicht schon wieder wegen Schlamperei unerwartet ausgefallen wären).

  • T. Gysin dit :

    Die Initianten haben kein Konzept und vergleichen die Schweiz mit Ländern, welche viel bessere Möglichkeiten haben, umweltfreundliche Energien zu fördern. Die Schweiz hat nun mal keine Nordseeküste für Windkraftwerke und auch keine Wüste für Solaranlagen. Trotzdem habe ich JA gestimmt, weil niemand garantieren kann, dass die Sicherheit unserer AKW’s gewährleistet ist.

    • Thomas Jobs dit :

      @ T. Gysin:
      natürlich haben sie eine Strategie:
      die Energiestrategie 2050! Aber anstatt die AKW mit noch mehr Subventionen bis zum Sankt Nimmerleinstag durchzuflicken, werden sie stufenweise Abgeschaltet.

      • T. Gysin dit :

        @ Thomas Jobs: Sie verwechseln etwas! Die Initianten wollen 3 AKW’s im Jahr 2017, 1 im 2024 und das letzte im 2029 abschalten. Wie dieser Strom im eigenen Land danach produziert werden soll, das ist bisher das Geheimnis der Grünen und der sonstigen Befürworter. Die Energiestrategie 2050 ist die Alternative von Bundesrat und Parlament.

        Zudem bin ich nicht gegen die Initiative, befürworte sie aber ausschliesslich wegen des hohen Risikos.

        • Thomas Jobs dit :

          @ T. Gysin:
          haben sie die Strategiepapiere durchgelesen und verstanden? Da steht alles drin! Auch Unternehmer wie Anton Gunzinger haben klar aufgezeigt, wie es geht, man müsste es halt eben lesen…
          35’000 von der Atomlobby und ihren politischen Helfern blockierten KEV-Anträge könnten sofort 50% des Atomstrom substituieren!

  • Louis Odermatt dit :

    Man muss mit der Schweizer Stromwirtschaft sorgsam umgehen. Da hat Her Da hat Hr. Altermatt doch absolut recht. Das statist. Bundesamt prognostiziert für 2030 über 9 Mio Einwohner in der CH. Jeder EW braucht heute schon ca. 7,5 MWh /Jahr. Bei einer Einwanderung von ca. 80’000 EW/Jahr sind das ca. 1 Mio mehr als heute bis 2030. Das sind dann also knallhart ca. 7,5 TWh/Jahr mehr an Stromverbrauch als heute. 7,5 TWh/Jahr entspricht etwa der jährlichen E-Produktionsmenge des AKW Gösgen. In Anbetracht dieser einfachen Abschätzung erscheint es hoch fahrlässig von den AAI-Befürwortern 26 TWh/Jahr an Kernkraft bis 2029 abzuschalten, obschon in Tat & Wahrheit im Jahr 2030 in der Schweiz die Strommenge eines grossen AKWs zusätzlich nötig wäre. Verstehe das, wer will.

    • Thomas Jobs dit :

      @ Louis Odermatt:
      Blöd nur, dass die Störungen an den ach so tollen AKW in der Schweiz während den letzten 10 Jahren grösser wurden!
      Ich und natürlich auch andere Forumsposter haben ihnen schon ein paar mal gesagt, dass wir wegen den unsinnigen Pumpspeicherverträgen wie jetzt schon Atomstrom aus Frankreich importieren und wir gerade während des Tages viel Strom aus Deutschland in Form von EE importieren. Die Kohlekraftwerke laufen sowieso auf Volllast, damit die Knüppelverträge erfüllt werden!

  • Max Oppliger dit :

    Es ist völlig egal wie die Abstimmung ausgeht. Das Problem wird sich von selbst lösen, indem die Stromkonzerne Alpiq und Axpo einfach pleite gehen. Die so oder so horrenden Kosten fallen dann den AKW-Befürwortern und leider auch allen anderen einfach in den Schoss. Jetzt muss man für diesen wahrscheinlichen Fall nur noch ein paar Ausreden suchen und dann kann man dem Volk erzählen der Herr Glättli und die Faru Merkel seien Schuld.

  • Louis Odermatt dit :

    Noch was: Wenn man CO2-arm Auto fahren möchte, so ist Kohlestrom aus D sicher nicht der richtige Fuel. Der heutige CH-Strommix aus Atom & Wasser ist demgegenüber ideal. Unterstellt man mal, dass im Jahr 2030 ca. 2 Mio. Tesla o. ä. Produkte unterwegs sind, dann brauchen solch ein PW jeweils im Mittel ungefähr 20 kWh/ 100 km. Nimmt man dazu an, dass diese jeweils 20’000 km pro Jahr bewegt werden, so braucht diese E-Mobil-Flotte ziemlich genau 8 TWh/Jahr. 8 TWh/Jahr ist die jährliche E-Produktion des AKW Gösgen. In Anbetracht dieser einfachen Abschätzung erscheint es doch ziemlich absurd von den AAI-Befürwortern 26 TWh/Jahr an Kernkraft bis 2029 abzuschalten, obschon in Tat & Wahrheit im Jahr 2030 für die CH-E-Mobilität die Strommenge eines grossen AKWs zusätzlich nötig wäre. Völlig crazy!

    • Thomas Jobs dit :

      @ Louis Odermatt:
      darum bauen wir die EE auch kontinuierlich aus, damit sie ihr Gehalt beim Rückbau ihres AKW verdienen können, anstatt dass wie noch mehr Milliarden an Subventionen in den Rachen der Atomlobby werfen, also in ein Fass ohne Boden.

    • Felix Rothenbühler dit :

      Klar. Ausgerechnet mit Teslas rechnen, als würde sich jeder so einen leisten können. Und selbst wenn: Auch mit Dreckstrom wäre ein Tesla besser für das Klima als mit Benzin oder Diesel. Ein Verbrennungsmotor produziert aus rund 70% der zugeführten Energie nicht nutzbare Abwärme und kann bestenfalls nur 30% in Antriebsenergie umwandeln. Ein eMotor kommt auf 90% und mehr. Wird ein Kohlekraftwerk auch für Fernwärme genutzt, liegt dessen Wirkungsgrad weit über 40%, da bereits ohne Fernwärmenutzung in modernen Anlagen Wirkungsgrade von 43% erreicht werden.

  • Ulrich Meyer dit :

    Übernimmt Herr Müller-Altermatt die Verantwortung, wenn uns einer der uralten Reaktoren aus den 1960er Jahren in Beznau um die Ohren fliegt und das halbe Land verseucht? Überall auf der Welt wurden diese Oldtimer bereits stillgelegt, aus gutem Grund. Wir sollten das auch tun, nicht irgendwann sondern möglichst bald.
    Was oft verschwiegen wird: Die wegfallende Strommenge lässt sich durch Reduktion der Exporte nach Italien leicht kompensieren.

    • R Müller dit :

      Glauben Sie an den Storch? Siehe Energiebilanz der Höchstspannungsnetze unter http://www.swissgrid.ch/aktuelle Netzkennzahlen. Bereits heute, am 21.11.2017 verbrauchen wir in der Schweiz mehr als 3000MW mehr als wir selbst produzieren (dasist 3mal Gösgen) und decken dies mit dreckigem Kohlestrom. In dieser Netto- Bilanz sind die Exporte bereits abgezogen. Bitte keine falschen Infos verbreiten!! Offenbar haben Sie meinen Kommentar von heute/12:02h nicht verstanden.

      • Ulrich Meyer dit :

        Die Schweiz hat im Jahr 2015 (netto!) 1035 GWh Strom exportiert.
        Übrigens hat das Bundesamt für Energie bereits im Jahr 2007 in verschiedenen Szenarien aufgezeigt, wie eine sichere Stromversorgung ohne Mühleberg, Beznau I und Beznau II sichergestellt werden, kann.:
        http://www.greenpeace.org/switzerland/Global/switzerland/de/publication/ClimateChange/2009_strommix-broschuere.pdf

        • R Müller dit :

          Wir sollten die heutigeSituation, jetzt am 22.11.16 analysieren!! Aktuell in diesem Moment importiert die Schweiz 2919MW netto.
          Der Stromkonsum hat zu- und die Produktion bereits abgenommen!!
          Übrigens: 1035GWh ist das, was wir in den letzten 14 Tagen importiert haben. Und das bei mildem Wetter und viel Wasser. für die Flusskraftwerke… Man extrapoliere und rechne bis 2050!

          • Thomas Jobs dit :

            @ R Müller:
            und wieviel haben wir aus Pumpspeicherseen ans Ausland verkauft?

          • R Müller dit :

            @ T Jobs
            Glauben Sie denn, dass der Strom von Pumpspeicherseen über « schwarze » Leitungen am Höchstspannungsnetz der Swissgrid und deren Messstellen vorbeigeht und in oben erwähnter Bilanz nich enthalten ist???
            Genau diese Seen und deren Hochspannungs- Verbindungsnetze braucht es doch, um den Windstrom zu Speichern. Dann sind wir sofort wieder bei der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität, falls Sie wissen, wie da die meteorologischen und physikalischen Zusammenhänge sind.

          • Thomas Jobs dit :

            @ R Müller:
            Zitat: « Wir sollten die heutigeSituation, jetzt am 22.11.16 analysieren!! Aktuell in diesem Moment importiert die Schweiz 2919MW netto. »
            Nicht unbedingt, denn sie schreiben NULL über die Zusammensetzung von Netto! Es gibt solche, welche das Durchreichen von Strom dazurechnen, was natürlich total verlogen ist, weil die Zahlen ja wesentlich höher werden!

  • Benno Staub dit :

    Der Mix aus baufälligen Reaktoren und mangelhafter Sicherheitsmassnahmen, finanziell stark angeschlagenen privaten Betreiberfirmen und einer intransparenten und unglaubwürdigen Aufsichtsbehörde ist höchst explosiv. Die von AKW’s ausgehenden Risiken sind für unsere Gesellschaft schlicht nicht tragbar! Das seit Jahrzehnten ungelöste Entsorgungsproblem und eine denkbare Verschärfung der Terrorszenarien sind da noch nicht eingerechnet… wollen wir das? Hilft beten? – Wer seine Zweifel hat, legt besser ein Ja in die Urne.

  • Felix Rothenbühler dit :

    Die Strom- und Energiebranche hätte während dem Moratorium Zeit gehabt, Modelle zu entwickeln und Strategien, stattdessen hat sie es einfach ausgesessen. Das Resultat? Ideenlosigkeit, nicht mehr rentierende Anlagen (egal ob AKW oder Stauseen), zig Millionen im Ausland verlorener Investitionen und ein innenpolitischer Grabenkampf erster Güte (Subventionen für Wasserkraftwerke? Echt jetzt?) und ein Netz, das den Anforderungen nur noch knapp gerecht wird (bei stark steigenden Kosten notabene).
    Ja zur Deadline. Nicht nochmal Zeit verlieren für nichts und wieder nichts.

  • Felix Rothenbühler dit :

    Im Winter können Wärme-Kraft-Kopplungsanlangen Strom und Wärme erzeugen – problemlos. Statt Erdölprodukte auf der Strasse zu verbrennen und dabei rund 70% der Energie als nicht nutzbare Abwärme zu verschwenden, stellen wir sinnvollerweise auf Elektromobilität um und verbrennen Erdölprodukte oder noch viel sinnvoller das reichlich vorhandene heimische Holz in WKK-Anlagen, haben damit im Winter Strom und auch schön warm. Wo, bitte, ist das Problem? Solche Anlagen gibt es schon lange und sie funktionieren einwandfrei.

  • Eduard J. Belser dit :

    Am Anfang der Schweizer Atomstromproduktion standen naiv-dümmliche Technikgläubigkeit (Paul-Scherrer-Syndrom) und die Wahnvorstellungen verantwortungsloser Militärkopfe einer Schweizer Atomwaffe die über Moskau abgeworfen werden könnte (Mirage-Skandal). Das ganze Atomstromproduktion entwickelte sich immer mehr zu einer Geschichte nackter Geldgier ohne Rücksicht auf die Spätfolgen, dreister Korruption und einer besonders gefährlichen Form organisierter Kriminaltät, die auch nicht vor nackten Erpressungsversuchen mit völlig unberechtigten Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe zurückschreckt. Wir sind das «Volch» und können mit einem JA zum geordneten Atomausstieg die Atommafiosi und ihre politischen KomplizInnen in ihre Schranken weissen. Das sollten wir nicht verpassen.

  • Eduard J. Belser dit :

    Die Tagi-Schlagzeile von Heute «Die Erde bebt in Japan – Ein Erdbeben der Stärke 6,9 löste bei Fukushima einen Tsunami aus.» Für alle, welche die AKW-Katastrophe von Fukushima bereits verdrängt haben hat heute Nacht in Japan die Erde gebet um sie wachzurütteln und zu einem JA für die initiative für einen raschen und geordneten Atomaustieg aufgefordert. Solch Zeichen sollte man ernst nehmen und entsprechend handeln. Ein Erdbeben könnte auch den Damm des alten Wasserkraftwerks Mühleberg zum Einsturz bringen und zu einer Katastrophe im Uralt-Schrott-AKW Mühleberg führen. Auch die AKWs von Leibstadt und Beznau liegen nicht allzeit vom gefährlichen Erdbebengebiet des Oberrheingrabens entfernt. Muss es zuerst zu einer AKW-Katastroph in der Schweiz kommen, bis die Letzten wachgerüttelt sind?

    • R Müller dit :

      Kennen Sie die genauen Hintergründe und Sicherheitsauslegungen der japanischen AKWs und die Abläufe, die zur Zerstörung führten? Kennen Sie die entsprechenden Vorkehrungen in der Schweiz?
      Wie viele Opfer gab es durche die AKWs, und wie viele direkt durchs Erdbeben und wieviele durch den Zunami?? Was hat die Städte zerstürt??

      • Thomas Jobs dit :

        @ R Müller:
        die Ursache ist egal, wenn man die Auswirkungen betrachtet!

        • R Müller dit :

          @ T Jobs
          Was sind denn die Auswirkungen nach ihrer Ansicht genau? Nennen Sie konkrete Zahlen / Fakten und deren Quellen!
          Und kennen Sie die technischen Unterschiede zwischen den Japanischen und den CH-AKWs? Bitte um genauere Details.

          • Thomas Jobs dit :

            @ @ R Müller:
            Google? Ein Begriff? Oder sind sie einer der Konsorten, welcher nur die unmittelbaren Toten einrechnet und den Rest unter den Teppich kehrt?
            Eine Randnotiz für sie: die Japanische Tradition basiert auf Kadavergehorsam und nur wenn man dazwischen betrachten kann, sieht man die wahern Ausmasse! Analog war es ja hinter dem eisernen Vorhang.

          • R Müller dit :

            Wenn Sie google mit einer technischen Aus- und Weiterbildung mit Themenseminaren vergleichen oder verwechseln, macht das hellhörig. Ist aber irgenwie typisch für die heutige schnellebige und oberflächliche Zeit.
            Nur wird eben qualifizierte fachtechnische Literatur (bewusst) nicht wahrgenommen und schon gar nicht weiter kommuniziert.

          • Thomas Jobs dit :

            @ R Müller:
            ja, tun sie es, machen sie eine Schulung für Google, denn nur so gelangt man an Informationen, welche durch die Presse oder den Mainstream zensiert wird oder höchstens als Randnotiz unter der Werbung steht!
            Nur so als Input:
            es ist den Betroffenen nur Untersuchungen erlaubt, was die Behörden vorgeben. So darf man z.B. keine Zweitmeinung in einem Zweitspital einholen.

  • franziska mueller dit :

    Wenn ich das Essay « Was kostet Strom aus Kernkraftwerken wirklich? » von Stefan Kellenberger lese, dann kommt mir die Galle hoch:
    Wir schieben seit den 60er Jahren die Stromkosten aus AKWs konsequent auf zillionen Generationen nach uns ab, deshalb ist dieser Strom im Moment grad so « billig ».
    Müssten wir die effektiven Kosten berappen, die durch seriöse Berechnung von Strom aus Kernkraftwerden anfällt (bis in alle Ewigkeiten), wäre jedes von Hand betriebene Windrad kostengünstiger!
    Auch ohne Versicherungsprämien auf SuperGAU-Niveau, wäre der AKW-Strom jenseits von konkurrenzfähig…

    • Thomas Sidler dit :

      Das Problem ist nur dass wir schon mal « JA » gesagt haben aber mit den Schweizern ist das so: « Nach der Tat überlegt sich’s der Schweizer » heisst es im Volksmund. Die Entsosrgungskosten fallen sowiso an. In Frankreich gibt es ca 50! Atomkraftwerke wovon noch nicht mal bei der Hälfte die Stillegung geplant ist und bei der geplanten Hälfte bei den meisten nicht vor 2030. Das Potential das wir hier eine Nase voll bekommen (aufgrund der Wetterströhmungen) ist also immer noch beträchtlich und wie gesagt……hier haben wir keine Möglichkeit für Sicherheit zu sorgen! Mir ist die Option (eigene Kraftwerke zu haben) und selber bestimmen zu können lieber als das fragwürdige Risiko von einem Lieferantenland diktiert zu bekommen und dafür erst noch zu bezahlen!

    • R Müller dit :

      Die Produktionskosten von Atomstrom betragen rund 5Rp. (CHF 0,05) pro kilowattstunde, inkl. Stillegungsfonds und ohne jegliche Subventionen..
      Aber man kann ja die grüne KEV für die AKW- Zukunft umleiten, wenn Sie um die künftigen Generationen fürchten.

      • Thomas Jobs dit :

        @ R Müller:
        machen sie die Vollkostenrechnung dann ist es der höchste Preis von allen! Die Fonds für Rückbau und Endlagerung sind jetzt schon untergedeckt, also wird def Bürger erneut tief in die Adche greifen müssen!

        • Thomas Sidler dit :

          Also……bei Ihrer Rechnung müssen dass die Bürger vermutlich sowiso. Wenn nun aber der Schaden schon mal da ist………sollte man das Potential daraus so optimal wie möglich nutzen und den Ausstieg so planen dass es nicht noch zu weiterem Schaden…..zum Beispiel durch Versorgungsengpässen und Preissteigerungen infolge Knappheit ……. kommt. Das bezahlt denn nämlich auch der Bürger direkt aus seiner Tasche und nicht über die Steuern…letztere kann er im Notfall ja noch schuldig bleiben.

          • Thomas Jobs dit :

            @ Thomas Sidler:
            wieso « bei meiner Rechnung »? Das sind Tasachen, welche unlängst in den Medien publik wurden. Ein weiteres Kapitel in Sachen Lügen für den Bau und den Erhalt der AKW!

      • P. Schmid dit :

        Das ist ein sehr hoher Produktionspreis, wenn man bedenkt, dass diese AKW längst amortisiert sein sollten und der Stillegungsfonds immer noch ein Loch von über 15 Milliarden Franken hat.

  • Thomas Sidler dit :

    Sag ich doch. Die Bürger müssen sowiso. Aber Sie müssen glaube ich immer das letzte Wort haben…..wenn ich so oben im Blog schaue.

  • R Müller dit :

    Aus den Medien kann man sich aussuchen und nehmen was einem passt. Das heisst dann noch lange nicht, dass alles gedruckte wahr bzw. vollständig ist. Und wenn man sich Unwahrheiten zurechbiegt und damit die Massen manipulieren will, nennt man das Populismus. Im vorliegenden Fall grüner Populismus. Lassen Sie sich das mal ganz klar sagen: Fachlich und wissenschaftlich ist der Wahrheitsgehalt der Artikel und Beiträge der Medien über die Kernenergie etwa bei 30%. Stichworte: Halb- oder unterdrückte Wahrheiten, Falschinformationen, geschönte Berichte, Zensuren usw. sind Realität. Ich traue auch keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe. Lügen drucken ist eines, sie dann als wahr zu verbreiten etwas ganz anderes. Aber logisch denken ist da sehr aufschlussreich!

    • Thomas Jobs dit :

      @ R Müller:
      na dann fangen sie einmal an, die Fakten zu checken und als Beispiel dürfen sie mit den enormen Subventionen für den geplante EPR in Hinkley Point C anfangen!
      Dann noch die Multiplikatoren der seit 9 und 11 Jahren im Bau befindlichen anderen EPR in Europa dazurechnen (beide >dreifache Kostenüberschreitung und noch weit von fertig…) und dann dem blanken Kostenhorror der AKW ins Auge schauen! Dabei natürlich nicht ausser Acht lassen, dass in diesen Zahlen weder Rückbau- noch Endlager- noch Versicherungskosten enthalten sind!
      Alles klar? Viel Erfolg!

      • R Müller dit :

        @ T Jobs
        Sind das Fakten zu Thema unserer Abstimmung?
        Zwischen ihren Zeilen kann man ja herauslesen, dass Sie befürchten, dass eine neue Energiequelle gefunden werden könnte, die Ihren Interessen und Ideologien zuwider läuft.
        Aber es ist so einfach, alles aus den Zusammenhängen zu reissen und so zu drehen, bis es einem passt. Wie ernst nehmen SIE das Klimaschutz-Protokoll von Paris??
        Ist irgendwie typisch: im Solothurner Parlament diskutiert man, wie man ältere Leuten zu mehr Trinken veranlassen kann, wenn in 20 Jahren die Temperatur um 3 Grad angestiegen ist.
        Alles klar? Wo liegen den nun die WAHREN Probleme?

        • Thomas Jobs dit :

          @ R Müller:
          offensichtlich haben sie sich noch nicht so wirklich mit dem Thema Atomausstieg beschäftigt!
          Die EPR waren bei der letzten AKW-Bau-Runde im Fokus.
          Was haben zukünftige Technologien der Energieerzeugung mit der AAI zu tun? Informieren, nicht mir etwas unterstellen!
          .
          Mein Fussabdruck wird stetig gesenkt, was ich immer wieder anmerke. Und sie?
          .
          Unterstützen sie nicht die Strombarone, welche in Kohlestrom im Ausland investiert haben und nun mit der Mär vom Dreckstrom kommen. Alle Strombarone haben erzählt, dass man in der Schweiz nichts machen kann. Und nun bekommen sie sogar von der Wirtschaft das Gegenteil aufgezeigt und fangen nun mit dem Importmärchen an, und das obwohl wir das schon seit Jahren tun!
          Hier produzieren, hier verbrauchen – es ist machbar!

  • Martin Grawohr dit :

    Jetzt sind wir im ungeordneten Ausstieg aus dem Atomstrom. Die AKWs laufen weiter, solange sie sicher sind. Ein einziger Witz! Mühleberg darf sich jetzt noch zwei Jahre länger quälen und hoffentlich ohne grössere Panne weiter Millionen Franken schlucken. Und Beznau? Kaum ist es ratternd und knatternd wieder angelaufen (wann wird das wohl sein?), stoppt der nächste Defekt es schon wieder und das ENSI rätselt weiterhin munter vor sich hin, wo wohl der Defekt ist. 😉 Das heisst also nichts weiter, als dass weiterhin auf diese AKWs gezählt und Alternative Energie zurück gestellt wird. Geht dann eines der AKWs hops, stehen wir plötzlich unvorbereitet vor einem stillstehenden Kraftwerk und müssen ohne einen Termin gewusst zu haben Alternativen suchen.

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