Wer rechnet, stärkt die AHV

Politblog

Die AHV stellt die Solidarität zwischen den Generationen an die Stelle purer Eigenverantwortung. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)

Andri Silberschmidt hat recht. Unser 3-Säulen-Vorsorgesystem ist im 20. Jahrhundert konzipiert worden. Und ja, die Menschen werden älter, und die Babyboomer werden bald pensioniert. Dies ist aber kein Grund zur Panik.

Eigenverantwortung, wie der Jungfreisinn sie propagiert, wird uns jedoch nicht helfen, diese Herausforderung zu meistern. Ein Taschenrechner, eine nüchterne Analyse der Situation und der Mut, über die bürgerliche Schwarzmalerei hinwegzusehen, hingegen schon. Deshalb hier ein paar Zahlen.

AHV ist effizienter als Pensionskassen

Die AHV ist eminent wichtig für die Schweiz. Für zwei Drittel aller Rentner ist sie die Haupteinkommensquelle im Alter. Seit die AHV 1948 eingeführt wurde, wird versucht, sie zu Grabe zu tragen. Unzählige Studien und noch viel mehr bürgerliche Politiker haben ihren Untergang vorausgesagt.

Rund 70 Jahre später steht die AHV immer noch. Obwohl sich die Zahl der Rentner seit 1975 verdoppelt hat. Diesen Erfolg verdankt die AHV ihrem genialen Finanzierungsmodell. So gibt die Altersversicherung einen grossen Teil ihrer Einnahmen direkt in Form von Renten an die Versicherten weiter und muss sie nicht teuer an den unberechenbaren Finanzmärkten anlegen wie die Pensionskassen.

Ebenso alt wie die AHV ist das Schreckgespenst der «Überalterung». Dass es sich mehr um ein Gespenst als um eine reale Herausforderung handelt, beweisen harte Fakten: Im Zeitraum von 1975 bis 2013 ist der Anteil der AHV-Ausgaben an jedem erwirtschafteten Franken in der Schweiz von 5 auf 6 Rappen gestiegen. Also kaum. Dies liegt daran, dass die Anzahl der Beschäftigten und die Löhne im selben Zeitraum zugenommen haben.

Zudem ist die AHV kosteneffizient. Seit 1975 ist der Lohnbeitrag stabil bei 8,4 Prozent geblieben, paritätisch aufgeteilt zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden. Dank steigenden Löhnen und zunehmender Produktivität konnte die AHV nicht nur auf dem gleichen Niveau bleiben, sondern sogar der Teuerungs- und Lohnentwicklung angepasst werden. Vergleicht man AHV-Renten und private Vorsorge, so fahren Alleinstehende bis zu einem Betrag von 150’000 Franken jährlich besser mit der AHV.

Anders sieht die Situation bei den Pensionskassen aus. Hier werden die Beiträge immer höher und die Renten immer kleiner. Durch die Senkung des Umwandlungssatzes erhalten Versicherte weniger, obwohl sie mehr einzahlen. So betrug die Rente bei einem Sparguthaben von 300’000 Franken im Jahr 2003 1780 Franken. 2013 waren es noch 1585 Franken.

Vernunft statt Panikmache

Für mich ist klar: Wer rechnet, stärkt die AHV. Denn die AHV ist die effizienteste, sicherste und kostengünstigste Altersvorsorge. Trotz klarer Zahlen und Fakten greifen die Bürgerlichen die AHV permanent an. Wieso, ist klar: Die AHV nützt vor allem der Mittelschicht und den Geringverdienenden statt den Spekulanten an den Finanzmärkten.

Um die künftigen Herausforderungen zu meistern, müssen wir das Erfolgsmodell AHV nicht schwächen, sondern stärken. Daher unterstützen wir die AHV-plus-Initiative, die garantiert, dass die Altersvorsorge ihrem Verfassungsauftrag nachkommt: Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter in Würde leben können. Die heutigen Renten reichen dafür nicht mehr. Investieren wir in das, was sich bewährt hat.

Wir stellen der Eigenverantwortung die Solidarität zwischen den Generationen entgegen. Dem Profit weniger die Bedürfnisse aller. Den spekulativen Pensionskassen die sichere AHV. Dem Rentenabbau die Stärkung der Altersvorsorge. Der Panikmacherei die Vernunft.

Darum: ein Ja zur AHV. Und ein Ja zur AHV-plus-Initiative.

73 Kommentare zu «Wer rechnet, stärkt die AHV»

  • Oliver Paul sagt:

    Natürlich ist die AHV effizient. Wenn frau lediglich den einen auszahlt, was sie den anderen wegnimmt, ist das nicht sonderlich aufwändig. Und sicher muss die AHV bleiben, weil sozial. Aber gerade wegen des sozialen Aspekts darf sie nicht weiter ausgebaut werden, weil wir demographisch rapide altern. Lediglich die Periode von 1975 bis 2013 zu betrachten und daraus zu schliessen, dass künftig keine Probleme entstehen, ist beeindruckend blauäugig. Deshalb: Erhalten ja, ausbauen nein.

  • Roman Günter sagt:

    Irgendwie seltsam, wenn eine Jungpartei zu einem beispiellosen Raubzug auf spätere Generationen, die heutigen Jungen, aufruft. Die AHV ist ein Grundeinkommen, das aktive Arbeitnehmer und der Arbeitgeber den Rentnern direkt bezahlen, gegen ein Anrecht, dieses auch von künftigen Generationen fordern zu dürfen. Die Pensionskasse ist ein persönlicher Sparplan und eine Versicherung, welche gerade Familien mit Kindern einen zusätzlichen Schutz bietet. Diese beiden Systeme ergänzen sich heute gegenseitig bestens. Bei der Rentenfrage machen Rückschauen keinen Sinn oder sind gar gefährlich, einzig wie die künftige Finanzierung und Leistung aussieht, ist für die Nachhaltigkeit relevant und da schneidet die AHV nun mal nicht so gut ab.

    • will williamson sagt:

      Aber das BVG mit seinen wiederholten Senkungen des Mindestzinssatzes und des Umwandlungssatzes schneidet da glänzend ab, gell!

      • Roman Günter sagt:

        Es hat damit zu tun, wie das eigene Geld investiert wird und wie lange man daraus eine Rente beziehen will. Wer den Umwandlungssatz zu tief hält, kann immer noch einen Kapitalbezug machen.

    • loulou55 sagt:

      Die Pensionskasse ist ein persönlicher Sparplan und eine Versicherung, welche…
      Finanzhaien und ähnlichen Abzockern ein gefundenes Fressen darstellt, an dem sie sich nur allzugerne laben.
      Manchmal sind Jungparteien halt doch etwas klüger und weitsichtiger als die alten Meckerer, Roman Günter.

      • Josef Schmied sagt:

        1. Das Kapitaldeckungsverfahren ist transparent: Man sieht, was nicht nachhaltig ist. Die AHV ist nicht nachhaltig finanziert. Die Probleme zu verschleiern ist für Sie also ein Vorteil?!
        2. Die Probleme, welche es mit den Pensionskassen tatsächlich gibt, gehen zu einem grossen Teil auf Kosten der linken Politiker (und Wähler). Wer hat versucht denn Mindestumwandlungssatz vom Markt zu entkoppeln (ähnlich intelligent wie die Erde flach zu reden…)? Wer wehrt sich gegen mehr Wettbewerb, der die Pensionskassenabzocker im Zaun halten könnte?

        • Hans Huber sagt:

          Bei der Verzinsung wurde die Forderung nach „Markt“ erst genau dann laut – bei den Finanzheinis! – als sich tatsächlich nicht mehr so leicht mehr als 4% erwirtschaften liessen! Vorher waren diese gleichen Leute immer ganz zufrieden – weil sie so alles darüber jeweils in den eigenen Sack stopfen durften…

          Warum holen sie es dort nicht jetzt wieder hervor und finanzieren damit die fehlende Rendite?

          Merke: Das mit dem „Markt“ ist immer so eine Sache – man schaue WER genau WANN danach ruft! 😉

        • Franz Kaufmann sagt:

          Ach jemine, jetzt sind die Linken auch noch Schuld an den schwachen Renditen an den Finanzmärkten.
          An was noch?

      • Roman Günter sagt:

        Könnte es sein, dass da gewisse ideologische Sperrgebiete bestehen, welche Personen mit linksgerichteter politischen Ausrichtung nicht betreten dürfen? Die Finanzbranche als eine Art Mohammedkarikatur? Eine kompetente und sachliche Auseinandersetzung dürfte unter solchen Bedingungen natürlich etwas schwierig werden.

    • Hans Huber sagt:

      Da gibt’s keine Raubzug: Es wird einfach der erwirtschaftete Ertrag unter denjenigen aufgeteilt die aktuell einen Bedarf haben. Im Prinzip wie früher das „Stöckli“ auf dem Bauernhof. Klar schwanken beide Grössen permanent: der erwirtschaftete Ertrag, und die Zahl der Bedürftigen – eigentlich fast wie im echten Leben – oder etwa nicht?

      Was die 2. Säule anbelangt so sehe ich da keinerlei zusätzliche „Sicherheit“ – im Gegenteil! Die Schweiz ist eins der sehr seltenen Länder (oder gar das einzige?) wo solche Kapitalanhäufungs-Systeme nicht schon kollabiert sind! Nun ja, vom Krieg wurden wir zum Glück verschont, aber was immer die Zukunft bringt: diese Geldhaufen werden als erste weg sein!

  • magerius sagt:

    Meine Meinung dazu – seit 1986 bin ich gegen das BVG 2. Säule Prinzip, mein NEIN an der Urne habe ich in meinem Umfeld damals vehement missioniert -ohne Erfolg. Die AHV ist das einzige solidarische Vorsorgewerk welches einigermassen und zielgerichtet den Auftrag erfüllen kann. Diese AHV muss gestärkt werden und das BVG 2. Säule gehört dringend abgeschafft!

    • Mace sagt:

      Vielleicht sollten Sie sich einmal überlegen, wieso Ihre Missionierung gescheitert ist? Ich mache einen Vorschlag – weil Ihr Umfeld besser über das Thema nachgedacht hat und es auch verstanden hat. Ich bin knapp 30, und erwarte (auch ohne diese unsägliche Initiative) nicht, noch einen Cent aus der AHV zu erhalten. Zum Glück ist das Schweizer Volk zu intelligent für sinnfreie Voten wie das Ihre.

    • Cornelia sagt:

      Das Geld, dass wir in die 2.Säule einzahlen, sollte in die Kasse der AHV fliessen. Das würde keinem weh tun, aber so wäre das Geld für eine würdige Rente für jedermann und jederfrau da.

  • Walpurga Müller-Schmidt sagt:

    Die „Rechnung“, liebe Frau Funiciello, geht so nicht auf: Die AHV ist ein Umlagesystem, d.h. die eingenommenen Franken eines Monats werden praktisch sofort wieder ausgeschüttet. Das geht gut, solange es deutlich mehr „Einzahler“ aus „Bezieher“ hat. Seit den 80ern kann man in den Geburtentabellen sehen, dass das Verhältnis zu Ungunsten der Einzahler verschoben wird. Deswegen wird die AHV auch seit dem zu Grabe getragen! Wer also genau rechnet, der wird feststellen, dass das System in Zukunft nur funktioniert, wenn jeder in seinem Arbeitsleben soviel einzahlt, wie er im Alter zum Leben brauchen wird. Sonst kippt das System AHV um. Eine Forderung nach Erhöhung der Bezüge bei gleichbleibender Bezugsdauer und Arbeitszeit – also AHV-plus – verkennt diese Realität.

    • will williamson sagt:

      BVG-Prämien kosten Geld des Versicherten und der Arbeitgeberfirma. Ein schöner Teil der Beiträge wird von Beratern, Versicherungen und sonstiger Profiteure vereinnahmt. In schlechten Börsenphasen verreisen die Kassen in die Unterdeckung und müssen dann evtl. teilsaniert werden. Da ist die AHV wesentlich effizienter. Evtl. müssen halt die seit 1975 stabilen Beiträge wieder einmal etwas angehoben werden.

      • loulou55 sagt:

        Kommt noch erschwerend dazu, dass gerade die mit dem Alter ansteigenden BVG-Prämien für ältere Stellensuchende zum Hindernis werden, nochmals eingestellt zu werden.

      • Matthias Niklaus sagt:

        Endlich ein ehrlicher Kommentar, ganz am Schluss ihres Kommentars. Sie haben also schon begriffen was genau abläuft und von den Befürwortern der AHV Plus Initiative einfach verschwiegen wird:
        Die hohen Betragsleister gehen in den nächsten 10 Jahren in Rente und werden einiges älter als alle bisher und die verbleibenden Zahlenden sind weniger, verdienen zum Teil auch weniger und werden den Bedarf nicht decken können. Deshalb geht die Rechnung schon jetzt nicht mehr auf und der Bund mus 20 % zustecken. Wie wird das wohl in 20 Jahren aussehen? Die private Vorsorge steht in Realzinsen gar nicht so schlecht da. Historische Vergleiche zeigen das.

    • Mark Carrier sagt:

      Richtig, es ist jedoch einfacher, die Augen vor der Entwicklung zu verschliessen, und dann in der Not einfach zusätzliche Finanzierungsquellen zu fordern (was bereits in naher Zukunft mit ziemlicher Sicherheit geschehen wird). Passend dazu die Bemerkung zur „genialen Finanzierung der AHV“. Diese besteht mittlerweile zu einem Fünftel aus Bundeszuschüssen. Vor allem deswegen konnte die Höhe der Beiträge und Leistungen trotz demographischem Wandel gehalten werden.

  • Hans Züllig sagt:

    Hier wurde nicht gerechnet sondern wesentliche Aspekte ausgeblendet. Die AHV finanziert heute die hohen Renten dank dem Beschäftigungswachstum durch die Baby Boomers und der Migration. Nehmen diese ab, nimmt auch die Rente ab. Die AHV hat keinen Sparsockel. Die Linken gauckeln ein überlegenes System vor, das keines ist. Sinkendes Lohnniveau, tiefere Migration und tiefere Beschäfigungsquote führen schnell zu einem Defizit der AHV. Dramatisch wirds, wenn die Babyboomers in Rente gehen. Konklusion: Die 2. und 3. Säule nehmen an Wichtigkeit für jeden zu; der Staat wird flankierend den Rentnern Steuererleichterungen gewähren müssen, um die sinkende AHV-Rente auszugleichen. Berset sagt das natürlich nicht.

    • Hugentober Martin sagt:

      Dem ist nichts hinzu zu fügen. Ausser vielleicht, dass die meisten firmeneigenen autonomen Pensionskassen genau so effizient wie die EAK wirtschaften. Ebenfalls nicht ausser acht gelassen werden darf, die Bedeutung der 2. Säule i.S. Invaliditätsversicherung. Das gesamte Zusammenspiel der 3 Säulen und deren unterschiedliche Finanzierungen garantieren ein stabiles Fortbestehen. Hie und da muss an einem Rädchen gedreht werden, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Aber dafür muss nicht gleich das ganze System über Bord geworfen werden.

    • Daniel Hauser sagt:

      Renten werden in Zukunft nur nach der wirtschaftlichen Leitungsfähigkeit der Gesellschaft erbracht werden könne. Läuft die Wirtschaft, gibt’s auch Rente! Angelegtes Geld hilft hier gar nicht, weil die Investitionen mangels Nachfrage keine Käufer finden werden. Geld speichern ist etwa gleich schwierig wie Energie zu speichern. Auch unsere Stauseen haben nur eine begrenztes Fassungsvermögen. Daher stelle ich die hier vorgebrachten Vorzüge vor der 2. Säule sehr stark in Frage.

    • Jan Holler sagt:

      Hohe Renten? Die maximale AHV-Rente für eine Einzelperson beträgt 2350.-, die minimale 1175.-. Damit kommt man nicht weit.
      Die 3. Säule können sich nur die Besserverdienenden leisten. Die 2. Säule nutzt vor allem den Versicherern. Ihre Leistungen werden immer tiefer.

      • Renata Rubina Rolischo sagt:

        Die ewige Leier, die zweite Säule nütze den Versicherern…
        Es ist lange nicht jeder BVG-Versicherte Schweizer bei einer Versicherungsgesellschaft.

    • loulou55 sagt:

      Solange die Stellen der in Pension gehenden „Babyboomer“ im Land erhalten bleiben, werden da neue Mitarbeiter wieder Beiträge bezahlen.
      Gefahr droht dem System allenfalls, wenn zehntausende dieser Stellen verschwinden würden.
      Lustig einmal mehr, dass sich wieder die gleichen Leute gegen das AHV-System der Umlagerung aussprechen, die sonst immer für „Das gute Alte und Bewährte“ plädieren. Genau diese AHV aber ist „gut, alt und bewährt“.
      Einzig die Finanzabzocker-Gilde, die bei den BVG-Guthaben sich eine goldene Nase verdienen kann, hat logisch keine Freude.

  • Roman Günter sagt:

    So sieht es aus, wenn die Juso mit harten Fakten operiert; eine Steigerung von fünf auf sechs Rappen zwischen 1975 und 2013. Das sieht fantastisch klein aus, bedeutet aber eine Steigerung von 20% in einer Zeit, wo die Babyboomer noch aktiv waren und die Migration immer jüngerer und besser qualifizierten Berufstätigen ihren Höhepunkt erreichte. Die Ideen der Juso gleichen dem rauhen Pflaster zwischen Fahrbahn und Leitplanke, man wir noch ein letztes Mal gewarnt, bevor man die Karre zu Schrott fährt – die rote Fahne der SP.

  • Alain Surlemur sagt:

    Ein System in dem das neu eingenommene Geld sofort wieder an Andere ausgezahlt wird könnte man auch Ponzi-Schema oder Schneeballsystem nennen. Wenn das System der AHV noch nicht zusammengebrochen ist heisst das nicht dass es stabil ist. Auch Madoff’s Betügerei hielt etlich Jahre bevor es zusammenbrach…

  • will williamson sagt:

    Von den sinkenden BVG-Renten haben Sie offenbar noch nie etwas gehört oder sagen es uns natürlich nicht!

  • will williamson sagt:

    Die jungen Meckerer vom Dienst sollten sich auch einmal Rechenschaft geben, dass die heutigen Alten, für die Sie ihre AHV-Prämien bezahlen, sie je nach Ausbildungsgang 20 – 30 Jahre unterhalten haben.

  • Hagmann sagt:

    Die AHV ist eine vernünftige, ausgewogene soziale Versicherung. Wird diese
    Jedoch zu mächtig, dann ersticken wir im Etatismus. Mit der Wirtschaft geht es
    Bach ab. Warum geht es den Pensionnskassen schlecht? Weil die links
    Dominierten Systeme wie EU und USA die Finanzhaushalte ruiniert haben.
    Es wird wacker Geld gedruckt, um die Zinse, die sich die Staaten nicht mehr
    Leisten können, tief zu halten. Durch das Geld drucken verliert dies zudem an
    Wert. Dann kostet die dummköpfige Reguliererei eine Stange Geld.

    • loulou55 sagt:

      Da ist sie wieder die „Linke Weltverschwörung“!
      Hagmann sei Dank wissen wir nun, dass EU und USA links dominierte Systeme sind.
      Und da China und Russland ja nicht gerade als rechts-konservativ-kapitalistisch gelten, kommt man zum Schluss, die Welt ist grösstenteils links-dominiert.

  • Frutiger sagt:

    Die Kosteneffizienz der AHV rechnet sich noch direkter: pro 100 Franken AHV-Leistungen fallen bei den rund 100 Ausgleichskassen und der Zentralen Ausgleichstelle (Genf) gerade mal 1.7 Franken jährliche Kosten an. Gegen durchschnittliche 10 Franken (über 30 Jahre gerechnet) bei den Pensionskassen und über 5 Franken bei der Krankenkassen. Toll nicht? Deshalb auch muss die AHV gestärkt werden!

    Woher kommen diese Zahlen? Sie wurden kürzlich in der ZAS, wo alle Buchhaltungszahlen der AHV-Organisation landen, genau berechnet; sie sind wohl dem Oeffentlichkeitsgesetz unterworfen (Studie „Benchmark Rentes“, ZAS, April 2016)

    • Roman Günter sagt:

      Sie vergleichen ein einfaches Umlagerungsverfahren mit einem langjährigen Anlagesystem und einer hochspezialisierten Versicherungslösung. Die Kosten von CHF 1.70 sind geradzu wahnwitzig im Vergleich mit der dahinter stehenden Leistung.

  • Kleist sagt:

    Leuten, wie dieser Lady hier, die den Kapitalismus abschaffen und alles den (eigenen) Funktionären überlassen wollen, deren Storys ist nicht zu trauen. Zudem: es ist stets verwunderlich, dass solche Randgruppen wie die Jusos nicht einmal mit beglaubigten Mitgliederzahlen aufwarten können. Das sind eine handvoll Aktivisten. Die Linken wollen mehr Flüchtlinge. Die Einheimischen Arbeitnehmer zahlen dafür, deren Krankenkasse, die Sozialhilfe etc. . Niemand ist an der Schweizer Grenze am Leben bedroht. Funktionärs-Solidarität im Sinne der Linken heisst immer: schönes Wort für Zwangsgesetze. Mit Solidarität hat dies nichts zu tun. Auffällig ist, dass solche Splittergruppen immer genügend Platz in den Medien bekommen, um ihre Propaganda im Textteil der Zeitung zu verbreiten.

    • will williamson sagt:

      @Heinrich von Kleist: Bitte nicht alles durcheinander mischen. Hier geht es primär um die AHV und sekundär noch um das BVG. Ich bin weder Juso noch Alt-So, würde den Kapitalismus aber trotzdem abschaffen, wenn ich eine gescheite Alternative sähe. Der Kommunismus kann es nicht sein, da der Mensch dafür zu egoistisch veranlagt ist. Das kann man schon in der Apostelgeschichte nachlesen. Evtl. müsste man vermehrt auf das Genossenschaftsprinzip setzen. Aber auch das gehört nicht eigentlich um Thema AHV.

  • Hugentober Martin sagt:

    „Dank steigenden Löhnen und zunehmender Produktivität konnte die AHV nicht nur auf dem gleichen Niveau bleiben, sondern sogar der Teuerungs- und Lohnentwicklung angepasst werden.“

    dann wieder

    „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter in Würde leben können. Die heutigen Renten reichen dafür nicht mehr.“

    Warum reichen die heutigen Renten nicht mehr, wenn sie doch sogar immer der Teuerung und Lohnentwicklung angepasst wurden?

    • will williamson sagt:

      Sie reichen einfach deshalb nicht, weil sie von Anfang an zu tief angesetzt waren. 5% Wachstum von 100 sind eben weniger als 5% von z.B. 300.

  • Markus Steinegger sagt:

    Die gute Frau Funiciello vergisst einfach den nicht ganz unwichtigen Umstand, dass die AHV bereits heute höchst defizitär ist, und massiv aus Steuermitteln subventioniert werden muss. Soviel zum „Erfolgsmodell AHV“.

  • Rolf Bergmann sagt:

    Die Arbeitnehmer finanzieren nur ca. 40% der AHV. Ebenso viel zahlt jeder Arbeitgeber dazu. Die restlichen 20% steuert die Bundeskasse bei (aus Mehrwertsteuer-Einnahmen, aus Fiskalabgaben für Tabak, Spirituosen und Spielbanken). Die Versicherten kommen also via Versicherungsprämien nicht einmal für die Hälfte der Ausgaben auf. Die realen Kosten der AHV werden auf diese Weise verschleiert. Die AHV ist gut, wir sollten Sorge zu ihr tragen. Das bedeutet auch, dass die AHV-Bezüger (ich gehöre dazu) ihre Ansprüche nicht weiter hinaufschrauben dürfen auf Kosten der übrigen Bevölkerung. Eine weitere Erhöhung der Renten für jedermann, wie die Gewerkschaften dies fordern, ist unklug und unnötig.

    • will williamson sagt:

      „Eine weitere Erhöhung der Renten für jedermann, wie die Gewerkschaften dies fordern, ist unklug und unnötig.“
      Das mag für Sie und mich gelten, es gibt aber in unserem Land eine ziemliche Anzahl von Menschen für die das eben nicht gilt.

      • Matthias Niklaus sagt:

        Beachten Sie das wichtige Wort „jedermann“ im Beitrag von Rolf Bergmann. Wenn die AHV Zahlungen eben für jedermann erhöht werden, also völlig undifferenziert von der individuellen Situation, so wie vorgeschlagen, dann ist das sehr ungerecht und uneffizient, denn es erhalten viele Rentner dann mehr Geld ohne es tatsächlich zu benötigen. Besser mehr finanzielle Unterstützung für tatsächlich Bedürftige, wie Alleinerziehende und echt Arme. Geldverteilen nach dem Giesskannenprinzip ist wirklich unklug.

  • Christian Urban sagt:

    Es ist Augenwischerei anzunehmen, dass kapitalgedeckte Renten auf etwas anderem beruhen als die AHV. Kapitalrenten können nur ausgezahlt werden, wenn das Kapital rentiert, also Einkommen bringt, das erst einmal erarbeitet werden muss, bevor es verteilt werden kann – genau wie bei der AHV. Wenn es keine oder nur wenige Junge hat, dann kann auch das Kapital keinen Ertrag mehr abwerfen, da niemand damit bzw. dafür arbeitet – wie bei der AHV. Bleibt nur ein Vorteil für die Kapitaldeckung: man kann das Kapital in das Ausland schaffen, wo es genug junge Menschen gibt, die gerne für uns arbeiten, wenn wir mal alt sind. Ansonsten ist BVG / 3. Säule vor allem eine Subvention für unsere darbende Finanzindustrie.

    • Roman Günter sagt:

      Die dritte Säule ist ein Zwangssparen mit teilweiser Partizipation am Kapitalgewinn und Erträgen aus dem Zinsgeschäft. Die Arbeitnehmer sparen selbst und erhalten einen Zusatzbetrag vom Arbeitgeber. Dieses Geld wird investiert und je mehr wirtschaftliche Leistung die Gesellschaft erbringt, desto mehr partizipiert der Arbeitnehmer an diesem Erfolg. Die AHV ist eine simple Abschöpfung aus der aktuellen Arbeitsleistung.

    • will williamson sagt:

      Ich teile Ihre Beurteilung! Der Widerstand gegen die Erhöhung der AHV-Renten kommt wohl auch von dieser „darbenden“ Finanzindustrie. An den BVG-Geldern kann sich diese gesund stossen.

    • Roman Günter sagt:

      Das ist so natürlich nicht richtig, Herr Urban. Bei einer Lebenserwartung von 85 ohne jeglichen Ertrag auf dem Sparkapital beträgt der Umwandlungssatz immer noch 5%. Es wurde aber in der Vergangenheit mit einem viel zu hohen technischen Zinssatz gerechnet und die entsprechenden Renten wurden und werden mit einem zu hohen Umwandlungssatz ausbezahlt. Das ist auch der schwierigste Bereich der BVG, einen fairen Umwandlungssatz zu finden.

  • Sven Sauerbrey sagt:

    wir werden nicht umhin kommen unser Rentensystem zu überdenken, jedoch ist die AHV grundsätzlich für die heute Jungen gefärdet. Denn sind wir mal ehrlich – ein nicht unerheblicher Anteil der bislang demographischen Problematik wurde durch Imigration von meist jüngeren Leuten im arbeitsfähigen Alter stark gemindert.
    Da dies von äusserst rechter Seite ja mit aller Kraft unterbunden werden will kommt dieser Effekt in Zukunft aber zum erliegen und wird sich in ein paar wenigen Jahrzenten ins Gegenteil verwandeln- das bedeutet aber dass das Finanzierungsloch umso grösser wird. Die Herleitung „alles ist bestens“ aus den vergangenen Jahrzehnten ist also grundfalsch, .. sorry Frau Funiciello.

    • Stadelman Reto sagt:

      @Sven Sauerbrey
      Kennen sie das Prinzip eines Schneeballsystems? Und wissen sie auch, was die Folgen davon sind? Es war dumm, die AHV so auszugestallten, dass wir auf einen massiven „Überschuss“ an jungen Arbeitskräften angewiesen sind, um sie zu finanzieren. Das hat einmal funktioniert, aber sogar dem Dümmsten hätte klar sein müssen, dass das irgendwann nicht mehr klappt. Heute muss sie den 2:1 Verhältnissen schlichtwegs angepasst werden. Noch mehr Einwanderer zu holen verzögert die Sache nur, lässt die Probleme aber nicht verschwinden.

    • will williamson sagt:

      Auch schon etwas von Industrie 4.0 gehört, Herr Sauerbrey? Wenn die Roboter die Arbeitenden ersetzen, muss man dann halt eine Robotersteuer erheben, damit die Renten finanziert werden können bzw. dann wird es Zeit für das bedingungslose Grundeinkommen.

      • Flo sagt:

        dann wird es Zeit für das bedingungslose Grundeinkommen – und woher kommt das Geld für das bedingungslose Grundeinkommen?
        Wie Manna vom Himmel?
        Und ich persönlich beziehe lieber eine AHV für die ich mind, einen Teil selbst bezahlt habe als von einem „Geschenk“. wobei wenn die AHV wegen des Grundeinkommens wegfällt und man keine Pensionskasse hat – was dann?

        • will williamson sagt:

          Manna fällt nicht vom Himmel (ausser in der Bibel), sondern kommt aus Castelbuono und Pollina auf Sizilien, wo die einzigen Mannabäume Europas wachsen und das Geld für das Grundeinkommen verdienen die Arbeitenden und die Roboter, die dann besteuert werden.

  • Peter Gerber sagt:

    Und die Pensionskassengelder füllen durch die Spekulationsgeschäfte die Kassen weniger Menschen.

  • Stadelman Reto sagt:

    Wenn die SNB irngedwo Geld einschiessen will, dann sollte das bei der AHV sein. Da kann sie sich sicher sein, dass das Geld wieder in dem Umlauf kommt. Das ist zwar nicht die Aufgabe der SNB, aber wenn sie schon lieber Inflation herbeifürhen möchte… So würden sich ein Teil der Probleme der Altervorsorge in Luft auflösen. Aber naja, da werden bestimmt einige Wirtschaftsnobelpreisträger einen Grund dafür finden, warum man das ganz sicher nicht macht…

  • Haefeli Daniel sagt:

    Das Problem der 2. Säule ist dass es auf sparen basiert. Sparen geht nur wenn andere Schulden machen. Und Schulden hat die CH Volkswirtschaft schon sehr viele. Woher sollen die weiteren Schulden kommen? Die 2. Säule hat total ca 900 Mia Anlagen. Die öffentliche Hand ca 250 Mia Schulden. Angenommen alle diese 250 Mia wären in der 2. Säule angelegt (was nicht der Fall ist) bleibt immer noch eine massive Anlagelücke welche immer weniger sicher gefüllt werden kann. Aus diesem Grund ist die 2. Säule sehr stark im Ausland investiert (€ Raum). Oder auch Liegenschaften, was die Ersparnisse bei einem Immobiliencrash gefährdet. Die AHV jedoch hat immer etwas zu verteilen, weil sofort umgelegt wird. Am Schluss ist es ein Verteilungskampf.

    • Roman Günter sagt:

      Im Prinzip sparen die Arbeitnehmer während ihrer aktiven Zeit und investieren diese Ersparnisse in Unternehmen oder Immobilien. Das schafft Arbeitsplätze und Lebensraum für künftige Generationen und der Arbeitnehmer sichert sich seinen Platz in der Gesellschaft für die Zeit, in welcher er nicht mehr aktiv am Erwerbsleben teilnimmt. Eine Erhöhung der AHV hat genau den umgekehrten Effekt. Arbeitsplätze in der Schweiz werden teurer und vermindern die Wettbewerbsfähigkeit Schweizer Unternehmen. Auf längere Frist öffnet sich hier eine negative Spirale von weniger Erwerbseinkommen und höherem Anteil am Rentenbedarf. Die klassische Umverteilung eines immer kleiner werdenden Kuchens. Dar Ergebnis ist absehbar. Ihr Verteilungskampf wird sehr einseitig zu Ungunsten der Bedürftigsten ausgehen.

    • D. Kohler sagt:

      De facto ist die AHV so wie sie heute konzipiert ist ein Schneeballsystem. Es geht so lange gut, wie die Zahl der Erwerbstätigen steigt (Frauen in den Arbeitsmarkt) und zwar in Vollzeit-Äquivalenten, sei es durch Migration, Geburtenüberschuss oder steigenden Löhnen. Nun, all diese Faktoren werden nicht ewig wachsen (können). Und wenn man sagt mehr Migration zulassen, heisst das für eine JUSO die ‚internationalistisch‘ denkt, dass man dem Ausland die Arbeitrskräfte – die dort eine AHV speisen sollten – entzieht. Solidarität ist anders. Ja, die PKs haben’s schwerer, sind aber -zwangläufig – ehrlicher. Diese Ehrlichkeit tut manchmal weh. Ich würde auch am liebsten, früh in Rente gehen, als Erwerbstätiger wenig zahlen und als Rentner viel (und lange) erhalten.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      In der klassischen volkswirtschaftlichen Theorie entspricht die Summe der Ersparnisse der Summe der Investitionen und nicht der Schulden. Investitionen kann man nicht nur über Schulden finanzieren, sondern auch über Eigenkapital (Pensionskassen und AHV-Fonds können Aktien kaufen, dies vereinfachend). Folglich lautet die Frage: Woher sollen die weiteren Investitionen kommen und nicht woher sollen die weiteren Schulden kommen?

  • tina suter sagt:

    Zitat. „Ebenso alt wie die AHV ist das Schreckgespenst der «Überalterung». Dass es sich mehr um ein Gespenst als um eine reale Herausforderung handelt, beweisen harte Fakten“
    Schon hier kann man mit lesen aufhören. Wer ernsthaft behauptet, dass sich die demographische Entwicklung nicht hin zur „Altersgesellschaft“ bewegt, dem kann man sowieso nicht mehr helfen. Egal ob links oder recht, grün oder bürgerlich oder konservativ, die zukünftige Altersstruktur unserer Gesellschaft ist keine Meinung, sondern ganz einfach ein Fakt! Lösungen für die 1. und 2. Säule müssen diese Entwicklung miteinbeziehen, ansonsten ist das Desaster schon jetzt vorprogrammiert. Einfach so zu tun als wäre nichts, wird nicht helfen…

  • K.A. Barett sagt:

    Letzten Endes geht es darum, ob die Altersvorsorge durch die Wirtschaft finanziert werden kann. Gerne wird vergessen, dass auch das dafür erforderliche Kapital durch private Firmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Marktbedingungen privat erwirtschaftet werden muss. In einer globalisierten Welt interessiert der Schweizer Sozialstaat z.B.die Kunden in Südostasien nicht. Was zählt, sind Preis und Leistung. Aus dem gleichen Grund kaufen heute viele Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten über die Kassen des Schweizer Detailhandels hinweg gerne bei deutschen und anderen Online-Giganten ein.
    Geliefert wird durch DHL, DPD und andere. Makroökonomische, soziale und solidarische Überlegungen spielen dabei keine Rolle. Recht ist, was mir nützt! Auch die Jusos können daran nichts ändern

  • Bernhard Piller sagt:

    Die AHV ist nicht genialer als alle die anderen Altersversicherungen wie die „sécurité sociale“ in Frankreich etc. Und sie bedient sich des Schneeballeffekts: jede Generation zahlt für die vorhergehende, die rund 20% weniger zahlreich war. Damit das System nicht zusammenbricht, muss die Gesellschaft zwingend wachsen. Dazu kommt, dass die AHV auf den Generationenvertrag angewiesen ist. Was passiert, wenn die Jungen mal streiken und in eine Leistungsverweigerung eintreten? Dann ist aus, ende, finito….

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Dann nehmen wir alten unsere Krückstöcke ,jagen die Jungen aus dem Land und zehren den Kapitalstock auf.

  • Richard sagt:

    Ja, die Überalterung, sprich das verschlechterte Verhältnis Zahler/Bezüger ist nur ein Gespenst. So viel zum Thema Fakten. Wenn Linke rechnen, wird’s für die anderen teuer. Erinnert mich an das bedingungslose Grundeinkommen.

  • Pius sagt:

    Statt die AHV zu erhöhen könnte man folgendes tun:
    a) Man könnte endlich die Abzüge für die Krankenkassenprämien in der Steuererklärung erhöhen.
    b) Man soll endlich mal den Eigenmietwert abschaffen. Viele alte Menschen bauten sich für Fr. 250 000.– ein Haus, welches nun auf 1 Million engeschätzt wird und sie bezahlen dafür einen horrenden Eigenmietwert auf Geldwerte, die nur für die Steuerbehörde fiktiv existieren.
    Nehmen wir mal einen verwitweten Rentner an hier in der Stadt St. Gallen:
    Er erhält von der AHV Fr. 30 000.– was einer Maximalrente enstprich. Sein Haus ist nun auf 1 Million engeschätz und dazu wird er mit dem sehr tiefen Eigenmieterwert von Fr. 10 000.– belastet. Seine Steuerrechung wird fast Fr. 10 000.– betragen. Man sollte in diese Richtung denken!

  • Nadine Binsberger sagt:

    Das Konzept Pensionskasse geht davon aus, dass man auf immer und ewig Geld aus Geld machen kann. Dass das ein Irrglaube sein könnte, konnte man sich schon immer denken. Aber seit mindestens 8 Jahren wissen wir es. Trotzdem tun wir so, als ob nichts passiert wäre. Sorry, aber es ist pure Idiotie, sein Alter Jahrzehnte im Voraus auf so einem wackligen, systematisch inkonsistenten und deshalb historisch nur temporären System absichern zu wollen.

    • Roman Günter sagt:

      Dieses historisch temporäre System ist unsere Gesellschaft. Folgte man einer solchen Argumentation konsequent, müssten praktisch alle Sozialleistungen abgeschafft und durch Familiengärten ersetzt werden. Das Konzept Pensionskasse investiert in die Gesellschaftsentwicklung und deren künftiges Wertschöpfungspotential.

  • Dorothée sagt:

    Inzwischen gibt es immer mehr Leute, die ihre AHV durch die Sozialhilfe bezahlen. Bei den Flüchtlinge wird es viele geben, die nur über die Soz 40 Fränkli im Monat beigetragen, die Steuerzahler beigetragen haben. Irgendwo hört die Solidarität auf. AHV sollte nur über Lohnprozente bezahlt werden dürfen. Finger weg von meiner PK, die gehört ganz alleine mir! Kommt noch so weit, dass ich noch mehr für die Nichtleistenden bezahlen muss, resp. dass mein Lebensstandard immer weiter nach unten geht, damit es denjenigen möglichst wohl ist.

  • Flo sagt:

    Wer rechnet, stärkt die AHV!
    Daran hätte man schon vor Jahren, als man uns zwang sich mit den Pensionskassen abzufinden, denken müssen.
    Ein, den Lebensbedingungen entsprechender Auf- und Ausbau der AHV wäre zielführender gewesen.
    Was mir enorm gegen den Strich geht; wir, die Alten sind schuld an dem ganzen Schlamassel. Das aber zur Zeit wo die AHV „geboren“ wurde schon bereits Statistiken/Prognosen zum Thema Ueberalterung existierten darüber schweigen die Zuständigen sich gerne aus.
    Viele von uns Alten/am Schlamassel schuldigen haben aber auch schon AHV Beiträge bezahlt für Menschen die noch nie einen Rappen AHV bezahlt haben weil es sie noch nicht gab.
    Immer mehr erleben wir das der Generationenkonflikt geschürt wird und nicht wenige springen nur allzu gerne auf diesen Zug auf!

  • Peter sagt:

    eine Studentin….. die sollte erst mal ein paar Franken in die AHV einzahlen, bevor sie das Geld verteilen möchte….

  • Karl Hoppler sagt:

    Die AHV hat ein Vermögen von über 40 Mia., das die Amateure in Bern 2015 mit Verlust angelegt haben, da ist das Problem ……….
    Beim BVG ist auch der Staat der grosse Unterdeckung hat oder wie in Zürich Misswirtschaft getrieben haben. Die Privaten Kassen zahlen die meisten 6.8 % und haben über 110 % Deckung…..

  • Adrian sagt:

    Gratuliere Tamara Funiciello zu ihrem sehr guten Artikel !
    Die AHV wurde als Generationenvertrag nach dem 2. Weltkrieg 1948 eingeführt, nachdem mensch erlebt hat, wie CH-Banken und -Finanzhaie an den Kriegen mitgeschürt und mitverdient haben. Das Volksvermögen darf nicht den Kriegsgewinnlern und Spekulanten anvertraut werden ! Deshalb: stärkt die AHV, das kurbelt direkt die friedliche Real-Wirtschaft an und bringt direkt hier im Lande ethisch bessere Arbeitsplätze als Kriege !

  • Walter Meier sagt:

    Sozialer Frieden ist eine der Grundvoraussetzungen für den Wohlstand eines Volkes ! Wer das nicht weiss hat im Geschichtsunterricht geschlafen. Ist es denn nicht genug Schande, dass wir Kleinverdiener die Krankenkassenprämien für die Grossverdiener unterstützen ? Wie das geht ? Hunderttausende Menschen verdienen in der Schweiz trotz harter Vollzeitarbeit gerade mal Fr. 3400.- brutto im Monat. Davon gehen nebst allen Abzügen noch Fr. 300.- an die Krankenkasse.
    Woher sollen wir nun das Geld für den Selbstbehalt nehmen bei einem Spitalaufenthalt ? Also gehen wir eben nicht ins Spital oder zum Zahnarzt und unsere Prämien kommen denen zugute die sich den Selbstbehalt leisen können. Wie kann man trotz alldem noch so geizig sein und sich gegen eine soziale Altersvorsorge wehren ???

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