Was war noch mal der Grundgedanke des Asyls?

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Ein Flüchltingsjunge wartet an der mazedonischen Grenze. (Noveamber 2015) (Keystone/Boris Grdanoski)

Zäune statt Willkommensbanner: Ein Flüchtlingsjunge an der mazedonischen Grenze. (November 2015) (Keystone / Boris Grdanoski)

Als 1956 und 1957 eine grosse Anzahl von Ungarn in die Schweiz flüchteten, wurden sie begeistert empfangen. Sie erhielten automatisch einen Aufenthaltsstatus ohne Asylverfahren. Die spätere FDP-Bundesrätin Elisabeth Kopp unterbrach ihr Jus-Studium für zwei Jahre, um Flüchtende aus Ungarn zu betreuen.

Was hat sich seither geändert? Warum wird die Ankunft der Eritreer nicht als ein Sieg der Marktwirtschaft, des Rechtsstaats und der Grundrechte gefeiert wie damals bei den Ungarn? Warum unterbrechen die Züriberg-Kids von heute nicht ihr Jus-Studium, um Eritreer zu betreuen? Warum hält die neue Chefin der FDP stattdessen deren Rückführung für zumutbar?

Das Problem liegt bei uns

Der Unterschied liegt nicht so sehr zwischen Ungarn 1957 und Eritrea 2016. Es ist an unserem Ende, wo sich seither etwas geändert hat. Wir haben den freiheitlichen Grundgedanken des Asyls verlernt. Flüchtende zu schützen, einst ein Beitrag für eine freiere Welt, ist uns zur lästigen Pflicht geworden. Menschen, die nach einem freieren Leben streben, wurden zu Asylmissbrauchern.

Aufgrund dieser Veränderung unserer Wahrnehmung sind substanzielle Fortschritte im Asylwesen schon seit Jahren unmöglich. Jede Aufhebung einer schikanösen Regel, jede Rücksichtnahme auf ein besonders hartes Schicksal scheitert an einem Missbrauchs- oder Dammbruch-Argument. Das könnte ja von einigen ausgenutzt werden, heisst es dann. Oder: Das würde noch mehr Menschen in die Schweiz locken.

Eine Rückbesinnung auf den freiheitlichen Grundgedanken des Asyls ist daher eine Voraussetzung dafür, das Asylwesen aus seiner Verkrampfung zu lösen.

Herausforderung von Staatsmacht

Aber worin besteht er, dieser freiheitliche Grundgedanke? Die Antwort ist nicht einfach, denn er ist inzwischen fast vollständig verschüttet – von rechts durch die Missbrauchs-Rhetorik und von links durch die Reduktion von Asylsuchenden auf ihre Eigenschaft als Opfer. Doch Asyl ist nicht bloss ein Gebot der Humanität. Es ist auch eine Investition in individuelle Freiheit: Asyl ermöglicht Opposition.

Die Möglichkeit, abzuhauen, wenn man den Zorn eines Staates oder einer staatsähnlichen Macht auf sich gezogen hat, ist oft eine Voraussetzung, um Widerstand leisten zu können. Dabei kommt es zunächst nicht einmal darauf an, ob wir die Ansichten sympathisch finden, die einen Menschen zur Opposition bewogen haben. Es ist die Opposition an sich, die Herausforderung von Staatsmacht mit gewaltfreien Mitteln, ob explizit oder implizit, die unsere Sympathie und unseren Schutz verdient.

Abstimmen mit den Füssen

Ein impliziter Akt der Opposition besteht auch schon im «Abstimmen mit den Füssen» – in der Flucht (oder in der Auswanderung). Am Beispiel von Eritrea zeigt sich das besonders deutlich. Die Regierung von Eritrea versteht und verfolgt Auswanderung als einen Akt der Opposition.

Aber wenn Auswanderung immer ein politischer Akt ist, dann wird umgekehrt auch klar: Auswanderer haben immer politische Gründe auszuwandern, ob sie nun Verfolgte sind im Sinne der Flüchtlingskonvention oder nicht. Der Übergang zwischen Menschen, die bloss gute Gründe haben, ihr Lebensglück anderswo zu suchen, und den Menschen, die keine andere Wahl haben, ist fliessend. Wo die Grenze gezogen wird, ist willkürlich. Alle Menschen, die sich aufmachen, ihr Leben vor der Beeinträchtigung durch einen schlecht funktionierenden Staat zu retten, sind Träger der freiheitlichen Idee, dass Staaten dazu da sind, den Menschen zu dienen – nicht umgekehrt.

Wenn wir schon nicht bereit sind, allen Migrierenden die grundsätzliche Sympathie entgegenzubringen, die diese freiheitliche Idee an sich verdient hätte, dann sollten wir dies jedenfalls gegenüber denjenigen wieder lernen, die unsere Sympathie am nötigsten haben: den Flüchtenden.

123 Comments sur «Was war noch mal der Grundgedanke des Asyls?»

  • Peter says:

    Eines bleibt im Kommentar unerwähnt. Asyl ist nicht gleich dauerhafte Auswanderung, sondern Schutz während einer Phase, in welcher die Heimat zu gefährlich wird. Dass danach aber argumentiert wird, man könne nach Abebben der Gefährdung die “armen Leute” doch nicht noch einmal entwurzeln und nach Hause schicken ist mit ein Grund, weshalb rechte Kreise permanent “Missbrauch” schreien. Sowohl die linke Seite mit ihrer “oh die armen Leute” wie auch die Rechte mit ihrer “alles Betrüger” Leier haben komplett vergessen, worum es bei Asyl geht. Und weil Politk heutzutage praktisch ausschliesslich Polarisierung bedeutet, fallen die Bürger entweder ins Lager der Gutmenschen oder der extremistischen Rechtsaussen-Strömung welche unsere Zeit zeichnet.

    • Max Obrist says:

      Das stimmt nicht ganze. Tatsächlich ist Asyl genau das, ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Das bleibt auch bestehen, wenn sich die Situation wieder bessert im Ursprungsland… Es macht ja auch keinen Sinn, jemanden der 20 Jahre hier lebt, wieder zurückzuschicken, wenn sich die Situation im Herkunftsland wieder bessert.
      Was Sie meinen ist die vorläufige Aufnahme, die erteilt wird, wenn jemand nicht persönlich Schutz benötigt, sondern z.B. vor einem Krieg flieht…
      In diesem Fall muss das Land nach einer Verbesserung tatsächlich wieder verlassen werden.
      Wirtschaftlich ist das aber eigentlich eher dumm, da dies dazu führt, dass diese Personen meist einfach die gesamte Zeit in der Schweiz in der Sozialhilfe leben (die wenigsten Arbeitgeber nehmen vorläufig Aufgenommene auf)

      • Rolf Zach says:

        Also Asyl ist nicht vorübergehend, sondern dauernd.
        Wieviel können wir dann so übernehmen, 100’000, 200’000, 300’000 oder gar eine Million? Ich spreche nicht von einem Jahr, sondern von einem Zeitraum von 5 Jahren.

      • Egger says:

        So ein Blödsinn, hat der Balkankrieg 20 Jahre gedauert. Asyl ist vorübergehend und nicht mit Auswanderung zu vergleichen. Wenn ich auswandern will muss ich Geld in der Tasche haben. Was die Eritreer betrifft, die bezahlen Steuern in ihrem Land von dem Geld dass sie von der CH Sozialhilfe erhalten und können offenbar problemlos in ihre schreckliche Heimat fliegen um zu heiraten, oder zu feiern. So wird das Asylrecht wirklich missbraucht und niemand muss sich wundern dass ganz Europa immer mehr nach Rechts rutscht.

  • Wildberger says:

    Herr Schlegel, sie haben schon Recht damit, dass Grenzen willkürlich sind und die Unterscheidung zwischen politischen und wirtschaftlichen Fluchtgründen nicht immer eindeutig ist, aber trotzdem sind diese nötig, damit aus einer Flüchtlingswelle (Ungarn 1956) nicht eine Migrationsflut (2015/16/…) wird, die die Freiheit ertränkt.
    Zitat: ” Alle Menschen, die sich aufmachen, ihr Leben vor der Beeinträchtigung durch einen schlecht funktionierenden Staat zu retten, sind Träger der freiheitlichen Idee”.
    Da muss ich heftig widersprechen. Der Isalm, der in Europa ankommt, ist weder freiheitlich noch tolerant, wie die spektakulärsten Anschläge der letzten Jahre zeigen. (haben alle nichts mit dem Islam zu tun?). Hier ist Differenzierung zum Schutz der Freiheit nötig.

    • Alexander says:

      Inwiefern fühlen Sie sich denn ihrer Freiheit beraubt, wenn ich das mal fragen darf?

      • Wildberger says:

        @Alexander: (Noch) nicht beraubt, aber bedroht.
        Das Massaker in Orlando war gegen die Freiheit, anders zu sein gerichtet. Das Attentat des Killers von Charlie Hebdo war gegen die Gedankenfreiheit gerichtet. Die Eroberungsstratigie des Islams nicht sehen zu wollen heisst nicht, dass diese ein Hirngespinst ist. Der Islam ist nicht nur Religion, sondern auch ein totalitäres politisches System. Die toleranteren Strömungen (Sufismus, toleranter Islam in Indonesien) sind gegenwärtig weltweit auf dem Rückzug vor Salafismus und Wahabismus.

        • Herbert Garbe says:

          Richtig, Herr Wildberger….

          • Tiemo says:

            Nur sollten einen diese Argumente doch gerade zum Schluss kommen lassen, dass wir eben den Menschen, welche vor einem gewalttätigen “Islam” flüchten, Schutz gewähren sollten. Hier ist Differenzierung zum Schutz der Freiheit nötig.

        • Susanen Ryter says:

          Dass Sie es wagen, Orlando als islamfeindliches “Argument” einzusetzen! Der Anschlag von Orlando war eindeutig gegen LGBT Leute gerichtet. Wissen Sie, aus welchen Grund? Hass! Nicht der Islam, sondern Hass, Hass, der dem LGBT Lager genausosehr von Christen und Atheisten entgegenschlägt! Wissen Sie wieviele Christen schon LGBT Leute umbegracht haben? Sie sind bestimmt so einer, der sich sonst einen Dreck um LGBT kümmert, aber ihr Schicksal jetzt missbraucht, um islamfeindlichen Hass zu schüren. Ausserdem: “Eine Migrationsflut, die die Freiheit ertränkt”. Wenn Ihre Freiheit durch die Freiheit von Asylbewerbern ‘eingeschränkt’ wird, sind Sie höchstwahrscheindlich kein guter Mensch.

          • Martin Frey says:

            Frönt denn Homophobie, respektive Abneigung/Hass gegenüber LGBT in der islamischen Welt ein derartiges Schattendasein, Fr. Ryter? Ist Ihnen bewusst, wie divergierend allein schon die Rechtslage weltweit in Sachen LGBT ist?
            Ganz ohne das “Abendland” und seine Verirrungen schön reden zu wollen, aber so ganz abwegig ist der Gedanke ja nicht… dafür müssten Sie sich nur mal mit der Familie des Attentäters, respektive seinem Umfeld auseinandersetzen.

          • Toni Müller says:

            @SR: Orlando war sehr wohl ein muslimischer Anschlag! Der Hass auf die LGBT-Scene war und ist eine Grund-Idee des Islam.

          • Franziska Moser says:

            @Susanne Ryter: Nun möchte ich doch gern wissen, Frau Ryter, wieviele LGBT-Leute von Christen umgebracht wurden. Haben Sie Fakten?

      • Denise says:

        K. A. Appiah ein afrikanischer Philosophieprofessor an der Princeton Universität sieht die Entwicklung des Neofundamentalismus als eine Reaktion auf die Einflüsse der Modernität (NYtimes). Anstatt die freiheitlichen Werte der westlichen Demokratien anzunehmen kehren sie sie um, streben das Gegenteil an. Die Werte, die sie vertreten, sind in ihren Augen allgemeingültig was unvermeidlich dazu führt, dass andere Werte nicht toleriert werden können. Kommen jene NF zu uns, werden sie unvermeidlich mit unseren freiheitlichen Werten und deren “Auswüchsen” konfrontiert was ihre Auffassung über ihre Wertvorstellungen noch verstärkt. Der Crux ist, sie kommen zu uns um frei zu sein, jedoch eimal mit dem “package deal” konfrontiert werden sie zu Rosinen-pickern.

  • Flo says:

    Es ist zudem auch kein Geheimnis mehr das der Begrifft Asyl mehrfach missbraucht wird. Da sind in erster Linie die Schlepper, die ganze aufgeblähte Asylbewirtschaftung einiger weniger, und nicht zuletzt diejenigen die hierher kommen weil sie sich hier ein besseres Leben wünschen.
    Was mich aber am allermeisten an den Ganzen stört, ist die Tatsache das die Allerschwächsten, die Allerärmsten es nie schaffen hier bei uns Asyl zu beantragen/bekommen – sei es aus finanziellen Gründen oder aus Mangel an Kraft.
    Natürlich ist es für ein Land von grossem Vorteil wenn gut ausgebildete Menschen es bis zu uns schaffen – aber ich frage mich; sind das genau diejenigen die vom Wort Asyl am stärksten betroffen sind/wären?

    • Andy says:

      Seit das Botschaftsasyl abgeschafft wurde bleibt nur noch die beschwerliche Reise an denen sich die Schlepper bereichern können.

      • Flo says:

        JA – die Aufhebung des Botschaftsasyls war einer der grössten Fehler der in diesem Bereich je gemacht wurde!
        Was da aber gefehlt hat, war g u t a u s g e b i l d e t e s Personal das dafür zuständig gewesen waren. Aber das könnte man, wenn man den wollte, ohne allzu grosse Probleme wieder einführen – es bräuchte nur den Willen dazu. Ich bin überzeugt dass damit unendlich viel elend verhindert würde. Wer anders, als das Personal vor Ort, kann eine echte Notlage besser einschätzen.

        • Egger says:

          Um die Notlage der Syrer zu erkennen muss man nicht studiert haben, leider gehen viele Plätze an Eritreer die es sich hier bequem machen, die meisten auf dem Sozialamt. Würde man die alle zurückschicken, könnte man vielen Syrern die beschwerliche Reise über das Meer ersparen und grössere Kontingente mit dem Flugzeug in die Schweiz bringen. Da könnte man auch sehr viele gebildete, ausgebildete in die Schweiz bringen. Asyl ja, aber nur denen es gebührt. Es gibt zu viele hier die unser System ausnutzen, tauscht die gegen Syrer aus, auch arme Syrer die sich keinen Schlepper leisten können, die werden der Schweiz dankbar sein für ihre Hilfe.

      • maja says:

        so ein Quatsch, so viel ich weiss hatte die Schweiz als einziges Land das Botschaftsasyl. Ihre Behauptung ist also total falsch und eigentlich eine Unterstellung, dass wir die Schuldigen am aufkommen der Schlepperbanden sein sollen.

  • Flo says:

    Ich denke viel Unmut über die unzähligen Flüchtlinge kommt daher das in der Vergangenheit zu viele aufgenommen wurden die die Bezeichnung Flüchtlinge nicht beanspruchen dürfen. Meiner Ansicht nach sind Flüchtlinge Menschen die in ihrem Land an Leib und Leben durch Krieg/Gewalt bedroht sind. Arbeitslosigkeit und Armut sind m.A. nach keine Grund Asyl zu beantragen/zu bekommen.

    • Grenzen auf says:

      Es gibt keinen Grund, warum wir Schweizer ohne weiteres überall hin reisen und auch arbeiten dürfen, und andere Menschen nicht, die zufällig mit ihrem Geburtsland Pech gehabt haben. Die Unterscheidung zwischen Wirtschaftsflüchtling und Kriegsflüchtling ist sinnlos. Wir profitieren enorm von unserem privilegierten Status und unserer Geschichte. Die dauernde Abschreckung und Abgrenzung produziert viel Leid und tötet. Wir haben das nicht nötig. Mehr teilen wäre besser für alle.

      • Martin Frey says:

        “Mehr teilen wäre besser für alle.”
        Inwiefern teilen Sie denn persönlich, Grenzen auf? Wenn ich so direkt fragen darf?

      • Ralph Suter says:

        Eriträer zum beispiel dürfen auch überall hinreisen und arbeiten. Was Leid produziert, ist die Erkenntnis, dass man in ein Land wie die Schweiz kommt, als Flüchtling und ein ziemlich gutes Leben führt. Viele im Mittelmmer ertrunkene Menschen sind nicht zuletzt Opfer dieser Anreize.

      • Eliza says:

        @Grenzen auf: Der Unterschied hat div.Gründe: 1.Sie kommen,um vom Sozialstaat zu profitieren,denn eine Ausbildung wie wir haben wohl keine 5%. 2.Sie sind (bes.Afrikaner)im Unterschied zu den Ungaren etc.,welche keinen roten Rappen erhielten!,undankbar,mit nichts zufrieden und wollen all das sofort,was wir uns Jahrzehnte ERARBEITET haben. 3. In der Genfer Konvention ist von Kriegs!-Flüchtlingen die Rede!4. Wieso soll das kleinste Land am Meisten aufnehmen?4.Bei dieser Masseneinwanderung werden unsere Nachkommen mit Recht das Land verlassen. Dann hat es genug Platz für das von SS und Ihnen gewünschte neue Volk.Sie werden noch grausam erwachen!

        • Kurt Schwob says:

          Pardon, Eliza – könnte es sein, dass Sie persönlich gar niemanden von den angesprochenen Gruppen kennen? Ich kenne eine ganze Reihe, und mit einer einzigen Ausnahme zeigen sie sich sehr wohl dankbar. Und ein zweiter Punkt: Die Schweiz nimmt. keineswegs am meisten Flüchtlinge auf. In den Nachbarländern der Kriegs- und Krisengebiete befinden sich Millionen von Flüchtlingen, es ist ein kleiner Teil, der zu uns kommt. Angesichts der unglaublichen materiellen Unterschiede zwischen unserer und jener Welt, dürfen wir uns schon um ein paar wenige Zehntausend kümmern, finde ich.

        • Grenzen auf says:

          @Martin Frey:
          Im Rahmen meiner Möglichkeiten teile ich zB. indem ich spende und innerhalb meines Umfelds den Diskurs über konkrete Möglichkeiten von Begegnung vorantreibe. So sind auch schon Initiativen entstanden, die zum Beispiel durch direkte Begegnungen dazu führten, dass Vorurteile abgebaut wurden und echtes Interesse zwischen Schweizern und Neuangekommenen geweckt wurden.
          Solange das aber nur von einzelnen Initiativen abhängt, bringt es leider wenig. Nötig ist ein gesellschaftliches Umdenken.
          @R.Suter und Elia: Da die meisten nicht arbeiten dürfen, haben sie eben hier kein gutes Leben. Dürften sie arbeiten, könnten sie viel mehr zu unserer Gesellschaft beitragen. Die meisten sind übrigens bekanntlich Binnenflüchtlinge (Uno-Bericht von gestern). CH bleibt relativ verschont.

          • Martin Frey says:

            Ein bisschen viel Geschwurbel für meinen Geschmack, Grenzen auf. “Begegnungen”, “Initiativen sind entstanden”, “Interesse wecken” tönt alles so wunderbar inkonkret. Oder geht es etwas genauer? Welche Initiativen haben Sie selber, ganz persönlich initiiert, und mit welchem Ziel? Wieviel spenden Sie jährlich, monetär und nicht-monetär?
            Wenn man derartig grosse Töne spuckt sollte man sich zumindest daran messen lassen. Ich für meinen Teil könnte dies. Sie auch?

          • Egger says:

            Grenzen auf, wollen Sie mich zum lachen bringen. Was Spenden Sie denn, Trost vielleicht, zum Beispiel den Baslern die es nicht mehr aushalten in dieser Stadt zu wohnen. Waren Sie schon einmal im Kleinbasel, da sehen Sie ganz viele von den Kulturbereichernden armen Menschen, die nicht arbeiten dürfen. Auf der Claramatte habe ich als Kind gespielt, heute unmöglich. Prostituirte aus aller Herren Länder, schwarze Koksdealer, Zuhälter, alles was das das Herz begehrt. Haben Schweizer nach Ihrer Ansicht überhaupt noch das Recht in der Schweiz, wo sie geboren sind, zu Leben, oder sollen wir am besten gleich auswandern?

          • Grenzen auf says:

            Lieber Herr Frey.
            Ja, ich könnte das. Die Initiativen werde ich hier nicht mit Namen nennen. Aber zeitlich war die Investition in den letzten zwei Jahren etwa 7 Monate. Spenden waren hauptsächlich Sachspenden an Flüchtlingsheime oder an Geflüchtete. Unterrichte mit Schweizer SchülerInnen, Zusammenarbeiten mit Geflüchteten etc. Das Ziel war erstmal nur: Die Sache besser zu verstehen. Mit Recherchen, Projekten etc.
            Das wichtigste ist aber ein Umdenken auf politischer / Gesellschaftlicher Ebene. Es geht nicht um ein naives “Welcome”. Klar ist: Unsere Gesellschaft wird sich verändern. Die Frage ist nur, wie sie diese Veränderung gestaltet. Ich denke, wenn wir glauben, die Inkaufnahme von sovielen Toten an Europas Grenze kann uns unberührt lassen, ist das wirklich naiv.

          • Martin Frey says:

            @Grenzen auf:
            “Das Ziel war erstmal nur: Die Sache besser zu verstehen.”
            Das habe ich irgendwie vermutet. Ein beträchtlicher Teil Ihres zur Schau getragenen Altruismus dient letztendlich einem gewissen Selbstzweck, wenn man ehrlich sein will. Ob damit geholfen wird, die Welt zu einem besseren Ort zu machen steht auf einem anderen Blatt. Zumindest aber ist Ihnen ein beträchtlicher Zeitaufwand zugute zu halten. Ausser Sie sind Lehrer (‘Unterrichte’ mit Schweizer SchülerInnen’) dann wäre das quasi Arbeitszeit, mehr nicht.
            Für meinen Teil belasse ich es nicht bei Sachspenden, ich arbeitete jahrelang auch mit Flüchtlingen. Zudem spende ich jedes Jahr einen beträchtlichen Teil meines Einkommens für gute Zwecke. Sprich Summen im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich.

          • Martin Frey says:

            @Grenzen auf:
            “Es geht nicht um ein naives „Welcome“”
            Ihr Nickname besagt da aber was anderes. Ja, die alltäglichen Toten auf dem Glücksritt in die Festung Europa sollten uns nicht unberührt lassen, da haben Sie recht. Tut es aber trotzdem, wir sind da alle abgestumpft. Die Medienkarawane zieht weiter, und entdeckt neue Themen, obwohl die Leute weiter sterben. Ganze Weltregionen mit Riesendramen beschäftigen die Leute gar nicht. Oder wann haben Sie das letzte Mal an den Südsudan gedacht? An die Kinder im Sheikh Maqsood Quartier in Aleppo?
            Wir können uns gar nicht den ganzen Tag mit den globalen Dramen auseinandersetzen, wir könnten gar nicht mehr leben. Das ist die traurige Wahrheit.
            Tote auf dem Weg ins Glück werden unsere Gesellschaft nicht verändern, die Migration jedoch schon.

          • Grenzen auf says:

            Lieber Herr Frey. Auch wenn ich denke, es geht hier nicht um persönliche Rechtfertigung: Ich bin nicht Lehrer. Die Unterrichte ergaben sich als Folge meiner Auseinandersetzung. Dass man eine Sache besser verstehen will, auch um später gesellschaftlich zu handeln, finde ich eigentlich ziemlich legitim. Ausserdem ist daraus einiges entstanden. Toll, dass Sie soviel Spenden können. Mein Konto ist leider nicht so gefüllt, sonst sähen meine Beträge auch anders aus. Aber ich denke Spenden sind oft ein Ersatz für Politik. Einzeleinsätze sind wichtig, wichtiger ist eine andere Politik. Die vielen Toten verändern uns schon jetzt: Nämlich durch eine Rechte Propaganda in ganz Europa, die auf Akzeptanz stösst. Ja: Wir können nicht immer an alle denken. Aber an die, die bei uns anklopfen, schon.

          • Martin Frey says:

            @Grenzen auf: Nicht dass Sie mich falsch verstehen, ich bin nicht Rockefeller. Aber etwas im Rahmen seiner Möglichkeiten zu tun halte ich für einen Akt der Humanität, auch wenn ich mir bewusst bin dass ich damit gar nichts ändere. Das Reden überlasse ich anderen. Ich reagiere einfach etwas garstig, wenn die Leute viel reden und dann das Handeln nobel andern überlassen. Wobei ich Ihnen das nicht unterstellen wollte.

        • Grenzen auf says:

          @Egger: Lieber Egger, ja, ich kenne Kleinbasel. Ein schöner Ort, der auch Probleme kennt. Klar sind Veränderungen in der gewohnten Umgebung schwierig. Ich persönlich habe eher meine Probleme, wenn Städte plötzlich alle gleich aussehen, weil sie immer profitorientierter funktionieren, und daher auch alteingesessene BewohnerInnen verdrängen. Aber das schmälert nicht ihr Argument – das ist auch wichtig . Ich denke grundsätzlich dass Menschen dahin ziehen sollten, wo sie hinwollen. Armutsmigration gab es auch schon immer. Im 19. Jh und anfang 20. Jh. waren die Schweizer dran. Die waren auch froh, wenn Sie in Süd- oder Nordamerika neu anfangen konnten. A propos Arbeit: Wenn die von ihnen genannten “kulturbereichernden armen Menschen” legal arbeiten könnten, sähe es vielleicht anderes aus.

          • Grenzen auf says:

            @Martin Frey
            Vielen Dank. Kann ich verstehen. Das Forum besteht natürlich aus Worten :-).
            Es gibt in den Foren (und in der Politik) ja gern die Tendenz, sofort auf Mann/Frau zu schiessen, wenn die Argumente ausgehen. (Was ich ihnen jetzt nicht unterstellen will) Finde ich auch problematisch. Es ist klar, dass sich keiner von uns den Gegebenheiten unserer Gesellschaft völlig entziehen kann und jeder hat blinde Flecken. Deswegen sollte man meiner Meinung nach auch nicht immer die einzelnen Personen problematisieren, sondern vor allem auf die Funktionsweise der Politik und der Gesetze schauen, und dort Änderungen einfordern, selbst wenn man selbst noch nicht alles in seinem persönlichen Umfeld ideal lösen kann. In diesem Sinne: Alles Gute!

  • Karl-Heinz Failenschmid says:

    Im deutschen Grundgesetz steht: (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
    Von Armut steht da nichts. Von Familiennachzug auch nicht.

  • Matti de Greco says:

    Jemand wird in seinem Land verfolgt, weil er Mitglied beim IS ist. Ganz ehrlich, hier geht es doch nicht darum, ob wir den IS sympathisch finden, wir sollten diese Leute nicht aufnehmen. Aus dem selben ideologischen Grund, aus dem wir die Ungarnflüchtlinge eben aufgenommen haben. Die politische Gesinnung ist Grundlage für eine mögliche Integration.

    • Grenzen auf says:

      Wenn Gesinnung eine Festplatte wäre, die man kurz testen könnte – schön. Die Menschen, die hierher geflüchtet sind, sind nicht mehr oder weniger kriminell als die durchschnittlichen Schweizer. Probleme gibt es immer. Dafür haben wir den Rechtsstaat. Hören wir endlich auf mit den giftigen Vorurteilen, die unser Denken zerstören.

  • Martin Frey says:

    In der Tat ist der Vergleich von Ungarn mit Eritrea ein interessanter Gedanke. Denn ja, die Ungarn wurden quasi ohne Asylverfahren mit offenen Armen empfangen. Das war auch nicht nötig, denn die Ungarn flüchteten vor den WAPA-Panzern, gegen die sich mit Händen und Füssen, und ein paar wenigen Flinten wehrten, direkt über die Grenze zu uns. Dieselben WAPA-Panzer, die auch uns alle damals im Namen eines real existierenden Sozialismus vital bedrohten. Was heutige Linke sich kaum mehr vorstellen können resp. wollen.
    Die Solidarität war gross, was aber wohl auch daran lag, dass die vor dem Kommunismus Flüchtenden schnell integriert waren, eine kulturelle Bereicherung darstellten, nicht negativ auffielen und bis heute nie Probleme bereiteten. Sie waren zivilisiert, sprachgewandt und dankbar.

    • Martin Frey says:

      Richtig ist auch, dass damals die CH-Bevölkerung eine andere war. Sie war nicht bereits über Jahrzehnte durch Leute aus über 50 Ländern zermürbt, die unter Vorgaukelung falscher Tatsachen das Asylwesen für ihre Zwecke missbrauchten. Und ja, es gab keine tschechischen Intensivtäter die den Drogenhandel kontrollierten, keine ungarischen Antänzer und Vergewaltiger, keine slowakische Serieneinbrecher die die Statistiken und Schlagzeilen dominierten. Niemand hat Bett und Unterkunft abgefakelt nur weil zuwenig Fernsehsender zur Verfügung standen, oder andere Flüchtlinge andere Ess- und Religionsgewohnheiten hatten.
      In der Tat, der Vergleich ist interessant. Vielleicht wäre der Autor gut beraten, mal mit einem alten Exilungarn ein längeres Gespräch zu führen. Ich bezweifle dass er das je tat.

      • Kurt Schwob says:

        Herr Frey, ich erinnere mich allerdings sehr wohl an eine Menge Kommentare auf der Strasse in der Art, dass da in Ungarn wohl die Gefängnisse aufgemacht worden seien und all die Verbrecher nun zu uns gekommen seien. Internet-Foren gab es damals noch nicht, aber den Abwehrreflex sehr wohl, der auch damals sehr oft aus allen Fremden gleiche Verbrecher zu machen versuchte. Vermutlich gab es darunter auch tatsächlich einige Verbrecher – so wie in der eidgenössischen Bevölkerung.

        • Martin Frey says:

          Diese Reflexe an sich sind so alt wie die Menschheit, Hr. Schwob. Trotzdem war unter dem Strich die Stimmung damals eine sehr offene, verständnisvolle und hilfsbereite, wie es auch vom Autor beschrieben wurde.
          Und Verbrecher gibt es grundsätzlich überall, wie wir alle wissen. Trotzdem kein gutes Argument, Hr. Schwob, da lediglich ein Allgemeinplatz.

    • Benny says:

      @M. Frey: der treffendste Kommentar bis jetzt. Nur dürften die wenigsten jüngeren Vertreter der linken Flüchtlingspolitik überhaupt wissen was WAPA bedeutet und welchen Einfluss der kalte Krieg für Auswirkungen auf Westeuropa hatten. Zudem waren die Flüchtlinge einem ähnlichen Kulturkreis zugehörig, was vieles erleichterte, auf beiden Seiten. Aber auch später die Tibeter und die Tamilen, aus gänzlich anderen Kulturen stammend, haben sich bereichernd und ohne Probleme integriert. Warum wohl ist das bei Menschen aus Arabisch-Islamisch geprägten Ländern nicht so? Weil wir uns verändert haben?

  • Johana says:

    Politisches Asyl heist es und nicht wirtschaftliches. Wer ein politisches Asyl in der Schweiz erhält darf sich hier politisch nicht betätigen. So ist ein Asylgesetz. Die moisten Ungaren und Tschechen welche gekommen sind waren Familien und nicht männliche Einzelpersonen. Nach der Umkehr im 1980 waren die meisten bei welchen der Asylprozes nicht abgeschlossen war ohne ein Murmeln zurück in die Heimat gereisst.

    • Peter Spahr says:

      Meines Wissens wurde das Verbot politischer Betätigung gekippt. Was schade ist, weil auf die unzähligen, unbewilligten Kurdendemos mit hetzerischen Parolen und Hakenkreuz-Plakaten kann ich gut verzichten.

  • Peter Krummbuckel says:

    Das Asylrecht ist schön und gut, aber wenn man Politiker/innen hört, die sagen, auch eine Perspektivlosigkeit sollte ein Asylrecht sein, dann würde dies bedeuten, dass die halbe Welt zu uns kommen könnte. Das kann es nicht sein, andernfalls werden wir selbst auch eines Tages perspektivlos.

    • Margot says:

      Der Jurist Schlegel sollte das Asylgesetz kennen, dass er es nicht mal erwähnt ist bezeichnet. Ebenso nicht die Bevölkerungsexplosion und deren Folgen von jährlich 80 Millionen Menschen.
      Frontex-Direktor Klaus Rösler sagt unlängst. “Wir gehen von 10.000 Ausreisen pro Woche aus Libyen aus”, wird Rösler von dem Blatt zitiert. Eine der Ursachen für die hohe Zahl von Migranten auf dieser Flüchtlingsroute aus Libyen sei auch die intensivere Überwachung und Seenotrettung durch die EU. Gibt eine Reportage auf You Tube wie sowas abläuft, unter “Ein Exodus in zwei Schritten: Die Massenflucht übers Mittelmeer” Es sind allein auf diesen Schiff über 1000 Migranten. Ab der 12 Minute kommen die Migranten zu Wort, allesamt sagen selber, dass sie aus rein wirtschaftlichen Gründen kommen.

  • Sandro Studer says:

    Wir sollten uns eines vergewissern, jeden Tag werden Jesidische Christen verfolgt, Frauen Vergewaltigt, versklaft und ermordet. Dies weil sie Ungläubige sind, was tun wir?
    Wir kümmern uns mit einem enormen Aufwand schlicht um die falschen, zum Teil junge Männer die sich eine bessere Zukunft wüschen, die richtigen Asylanten welche verfolgt werden schaffen es nicht zu uns.

  • beat lauper says:

    Wenn es eine ganze Bevölkerung es nicht fertig bringt ein Staatsgebilde zu schaffen, das den Menschen dient, und stattdessen das Weite sucht (weil das einfacher ist), dann ist das die grundsätzliche Verweigerung und Bequemlichkeit der heutigen Generation etwas für künftige Generationen zu schaffen. Wir haben das Glück, dass unsere Vorgenerationen die Opfer erbracht haben, auch für sich, aber vor allem für uns. Wenn nun andere Länder erst vor diesem Prozess stehen, dann ist die Berufung auf das freiheitliche Migrationsrecht der Todesstoss für nachhaltige Entwicklung dort, wo sie nicht einmal ansatzweise zu erkennen ist.

    • Peter Herzog says:

      Wirklich unfähig diese Eritreer, sollen doch endlich mal ihre Militärdiktatur überwinden und ein anderers Staatsgebilde schaffen, nichts leichter als das…und da werfen die Rechten den Linken ständig Naivität vor!

      • Peter Richter says:

        Ein anderes Staatsgebilde ? Naivität ?
        Sozialismus führt mehrheitlich zu einer Militärdiktatur wie in Eritrea, ob sich Peter Herzog schon einmal Gedanken darüber gemacht hat ?
        Mit der aktuellen Flüchtlingspolitik wird das Regime von Afewerki in Eritrea schlusssendlich finanziert, weil Migranten der grösste Devisenbringer für Eritrea sind.

  • Ronnie König says:

    Zwei Dinge scheinen mir wichtig. Es ist eine Frage der Zeit bis die Schweiz schlicht keinen mehr aufnehmen kann, weil überspitzt in einer wie einer Heringstonne vollgestopftes Land die Freiheit auf einen Quadratfuss zusammengeschrumpft ist und sie nur noch nach oben in die Unendlichkeit existiert. Und ja, Asyl vorübergehend, nicht möglichst schnell dauerhaft, denn die Ungarn sammelten nicht Kräfte um wenige Jahre später die Freiheit der alten Heimat zu bringen!, scheint der unbestrittene Gedanke zu sein. Aber in geschützter Opposition für die Freiheit tätig zu sein da brauchts Instrumente wie Asyl. Aber auch die Frage: Wie bringt man die Freiheit zurück in die Heimat? Krieg und Gewalt, oder beständig über Jahrzehnte friedlich? Und gingen sie dann zurück? Oder nur Ferien halber?

    • Peter Herzog says:

      Die Bevölkerungsdichte in der Schweiz ist lächerlich tief, eigentlich. Ein bisschen Platz hätte es schon noch, nur halt nicht für jeden ein Heimetli mit Kuhweide.

      • Reto Stadelman says:

        Die Bevölkerungsdichte ist nur verglichen mit einigen asiatischen Ländern wie Indien oder China lächerlich tief. Würde man dann noch die Berge von der Fläche abziehen… Naja, sie wissen wohl was ich meine.

      • Flo says:

        natürlich hat es noch Patz; nur die Krux ist, viele der Flüchtlinge wollen nicht dahin wo es noch Platz gibt, wo es Arbeit gibt, sondern die wollen in Städte, nicht in Dörfer in den Bergen. Dörfer wo nur noch Alte leben, wo man mit körperlicher Arbeit eine ganze Gegend wieder zum Leben erwecken könnte, wo Land wieder be- und aufgebaut werden könnte – nein sie wollen in Städte wo Jubel, Trubel Heiterkeit und Vergnügen stattfindet, dabei täte vielen von ihnen vielleicht Ruhe und Abgeschiedenheit gut um wieder zu sich zu finden.

  • Beobachter says:

    Machen wir’s kurz mit der Erklärung. Solange wir nicht gegen primitive und korrupte Staatssysteme, wie das in Eritrea militärisch vorgehen, wird sich nichts ändern. Der Präsident muss gestürzt werden aber gibt es einen vernünftigen Nachfolger? Vermutlich nicht. Der Staat Eritrea muss beim Wiederaufbau von Industriemächten kontrolliert werden, sonst kommt dort keine Disziplin rein. Einige wenig haben viel, viel haben wenig. Das ist Eritrea.

    • Chris Tobler says:

      Mit Verlaub: Sie sind kein Beobachter, sondern -mit dem, was Sie verlangen- ein Invasor, Kolonialist oder Diktator!
      Wer sind wir in Ihren Augen, dass es uns zusteht, andere Präsidenten zu stürzen, gegen korrupte und primitive Staatssysteme vorzugehen? Der letzte, der solches mit Disziplin verknüpfte, war Gröfaz!
      Die andere Frage: ist es seit dem Sturz der Staatsführer in Ägypten, Libyen, Irak oder Yemen etwa besser? Wenn Sie (wie ich) wieder mal vor Ort sind, dürfen Sie sich anhören, wieso der Westen immer das Gefühl hat, andern Ländern die einzig wahre Staatsform (Demokratie) bringen zu müssen, während selbige diese für sich vielleicht als Kalifat definieren. Wollen die uns ihre Staatsform bringen, sind es Terroristen, während wir nur Freunde der Freiheit und der Selbstbestimmung sind!

      • Egger says:

        Herr Tobler, es reicht alle Eritreer zurück zu schicken, reicht wirklich vollkommen. Dann könnte wir viele wirkliche Flüchtlinge aufnehmen. Wir könnten vor allem auch arme Syrische Familien ausfliegen die sich niemals einen Schlepper leisten können.

    • Flo says:

      wir haben ja nur zu gut erlebt was dabei herauskommt wenn fremde Mächte militärisch eingreifen und Machthaber vom Sessel stürzen – nein ihre Idee ist wahrlich keine gute Idee!

  • Eisenbahner says:

    Was unerwähnt bleibt: Zur selben Zeit als Ungarn mit offenen Armen empfangen wurden, wurde ägyptischen Juden das Asyl zu beinahe 100% abgelehnt.

    Das Problem mit dem Asyl liegt wohl eher nicht an Vergesslichkeit, sondern wie eh und je an Alltagsrassismus.

  • Stefan says:

    Max-Planck-Institut? Ist doch so eine Nato gesteuerte Institution? Kein Wunder verliert er Im Artikel kein Wort über die Migrationswaffe der Nato. lächerlich und höchstens Kindergartenniveau dieser Artikel.
    PS: das Problem liegt nicht bei uns, sondern bei allen (ohne UNO Mandat also Völkerrechtswidrig!) Staaten die da Ihre Bomben abwerfen…
    aber hey 1 und 1 zusammenzählen lernt man am Max-Planck-Institut eben nicht, sondern nur wie man Propaganda verbreitet.

    • Fritz Chemtrail says:

      “Ist doch so eine Nato gesteuerte Institution”. Exakt. Da war wohl jemand nicht am Max-Planck-Institut, wo man nicht lernt 1 und 1 zusammenzuzählen, sondern in der Grundschule, wo man lernt zu lesen und dann einschlägige Quellen findet, die den Zusammenhang zwischen MPI, NATO und Weltregierung beschreiben. Danke Stefan (nicht Schlegel), Sie haben meinen Tag verschönert.

  • Adriano Granello says:

    “Wir haben den freiheitlichen Grundgedanken des Asyls verlernt. Flüchtende zu schützen, einst ein Beitrag für eine freiere Welt, ist uns zur lästigen Pflicht geworden. Menschen, die nach einem freieren Leben streben, wurden zu Asylmissbrauchern.”
    Ach ja? Das war nie wirklich ein “Beitrag für eine freie Welt”, sondern hatte zwei andere Motive: Erstens ging es um die humanitäre Tradition der Schweiz, die gebot, von Krieg und Verfolgung bedrohte Flüchtlinge vorübergehend bei uns aufzunehmen. Der Arbeitsmarkt jener Zeit erlaubte es zudem, diese Menschen als “Fremdarbeiter” nutzbringend zu beschäftigen. Das andere Motiv war (bei den Ungarn-Flüchtlingen) quasi ein moralischer Sieg über die unmenschliche Sowjet-Diktatur, die ganz Ost-Europa okkupiert hatte und im Würgegriff hielt.

  • fiktiv says:

    Es ist leider doch ein Unterschied zwischen Ungarn 1957 und Eritrea 2016,wenn auch nur ein kultureller.Es ist eben einfacher für Europäer,auch Schweizer,Europäer in Notz aufzunehem.Dieses Verhalten will ich weder würdigen,noch verurteilen.Es ist,wie es ist.Und das meine ich ohne eine Wertung der verschiedenen Kulturen.Man kann nicht alle und alles über einen Kamm scherren.Die Menschheit ist vielfältig…

  • Walter Angst says:

    Jeder Schweizer Haushalt sollte per Gesetz zu einer Aufnahme mindestens einer Flüchtlingsfamilie gezwungen werden und für Kost und Logie aufkommen. Dadurch könnte der Bund Mrd. CHF sparen. Wohneigentum müsste zudem enteignet werden, da ein kapitalistischer Unsinn! Jetzt müssen Zeichen gesetzt werden!

  • Stefan Meier says:

    Die Hauptunterschiede zwischen 1956 Ungarn und Eritrea sind die folgende:
    1) Ungarn liegt 800 Km. entfernt und nicht 6’000 Km und wer aus Eritrea diese Distanz überwinden kann, hat Geld und Beziehungen, kann kaum ein echter Flüchtling sein
    2) Die Ungaren sind nicht in die Ferien zurückgereist
    3) Die Ungaren sind nicht in muslimische Länder geflüchtet, unverständlich warum die Eriträer, Syrer, Iraker nicht von ihren Brüder und Schwestern in Saudi Arabien, Qatar und U.V.E. aufgenommen werden.
    4) Asyl wird gewährt und kann nicht erzwungen werden. Man kann die eigene Bevölkerung mit Asylanten überfordern und die eigene Bevölkerung zur Minderheit im eigenen Land machen. Zur Zeit geschieht genau dies.

    • Amartya Sen says:

      1) Die finanzielle Situation und der Status einer Person sagen nichts darüber aus, ob diese die Flüchtlingseigenschaft erfüllt. Dabei geht es um andere Kriterien, nachzulesen im Asylgesetz.
      2) Die Heimreiseberichte nach Eritrea sind medial gepusht und reine Annahmen.
      3) Gut die Hälfte der eritreeischen Bevölkerung sind Christen.
      4) Die Personen aus dem Asylbereich machen auf die Gesamtbevölkerung der Schweiz einen Anteil von 1,35% aus.

      • Pedro Aledo says:

        Immer diese Zahlenmärchen. “Nur 1%”. “Im Asylbereich”. Entscheidend ist das sktuelle Total und Zukunft, und da muss mir entsprechender Alterskohorte verglichen werden. Schauen Sie mal eine durchschnittliche Schulklasse an, einen Kindergarten, oder das Kinderwagenabteil einer S-Bahn morgens um 10.

      • Peter Schmid says:

        @A. Sen
        1) Die Schweizer haben Militärdienstverweigerung als Asylgrund abgelehnt. Asyl würde eigentlich nur für Kriegsflüchtlinge gelten. Die Eriträer fallen da definitiv nicht darunter
        2) Nein, sind sie nicht. Inzwischen wurde sogar bestätigt das eingebürgerte Eriträer und diejenigen die ein längeres Aufenthaltsrecht haben, sogar recht regelmässig in das ach so schlimme Eriträa fliegen. Weil, man kann ihnen ja nun nicht mehr das Asyl entziehen…
        3) Korrekt. Nur sind die kulturellen Unterschiede zw. Afrikanern und Schweizern auch so schon extrem. Die grossenteils ebenfalls christlichen Nigerianer fallen ja auch nicht gerad positiv auf.
        4) Natürlich nicht eingerechnet des Familiennachzugs und der (je nach Organisation) vermuteten 100’000 – 200’000 Untergetauchten.

  • Max Bader says:

    1. Es stimmt nicht, dass die heutigen Asylbewerber in die Schweiz kommen, weil sie diesen Staat so bewundern. Heute kommt man vor allem wegen des Wohlstandes. Tut aber nichts, um sich hier zu integrieren. Nein, von der Schweiz wird dies sogar verlangt. Viele stehen dieser Gesellschaft sogar ablehnen gegenüber.

    2. Die Asylbewerber damals waren sehr bescheiden. Heute besteht hingegen eine riesen Erwartungshaltung an den Schweizer Staat und fordert viel. Dabei geht es nur darum temporären Schutz zu gewähren. Entsprechend teuer ist das Asylwesen geworden, weil es früher die ganze Asylindustrie nicht gab.

    3. Früher war die Fluchtroute aus geografischen und anderen Gründen nachvollziehbar. Heute ist sie nur durch Den Wohlstand in manchen Ländern in Europa erklärbar.

  • Hitz says:

    Kann ja auch sein, dass es damals plausibel war, dass Leute aus einem so nahe liegenden Land zu uns kommen und flüchten, während es heute ein wenig sonderbar erscheint, dass z.B. Eritreer über x Länder reisen, nur um zu uns zu “flüchten”, obwohl ja schon im Nachbarland nicht mehr das eritreische Regime herrschen würde.

    • Kurt Schwob says:

      Nicht das eritreische, Herr Hitz, wohl aber das äthiopische, das Eritreer gesamthaft als Feinde behandelt. Trotzdem leben Eritreer zu Hunderttausenden in Äthiopien, vor allem in Lagern. Dort könnte man sie ja unterstützen – und genau dies tut die Schweiz nicht. Im Gegenteil: Eben wurde mit knapper Not verhindert, dass die Hilfe an solche solche Menschen gekürzt wurde; von der Aufstockung, die weitsichtige Menschen geplant hatten, ist nichts übrig geblieben.

      • Hitz says:

        Und wieso nochmal wäre es ganz genau die Pflicht der Schweiz, diesen Flüchtlingen zu helfen?
        Ich meine mich erinnern zu können, dass es sowas wie einen afrikanischen Staatenbund gibt.

  • Reto Stadelman says:

    Da gibt es doch einige Unterschiede. Die Mobilität von damals ist nicht mit der heutigen zu vergleichen. Heute leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde und nicht 2,8 wie 1956. Der Arbeitsmarkt war ein anderer und so weiter und so fort…
    Und wenn wir gleich dabei sind, so kann ich mir doch einen Tritt ans Schienbein nicht verkneifen: Sie Stefan Schlegel üben als Jurist einen geschützen Beruf aus. Die Globalisierung betrifft Sie nicht. Im Gegenteil. Das dürfte für Juristen ein gefundenes Fressen sein. Da kann man natürlich aus der warmen Stube heraus grosse Töne spucken. Das Fressen kommt vor der Moral, dass wusste schon Berth Brecht…

    • Kurt Schwob says:

      Ja, Herr Stadelmann – 7 Milliarden, nicht mehr 2,9 Milliarden. Die Mittel, die zur Verfügung stehen, haben sich in derselben Zeit umverteilt, den zusätzlichen Milliarden in den meisten Ländern der Welt steht kaum mehr zur Verfügung als früher der kleineren Zahl, während in unserem und einigen anderen Ländern die Mittel um ein Vielfaches zugenommen haben. Nicht zugenommen hat die Bereitschaft, auch nur etwas Solidarität zu zeigen. Im Gegenteil. Ich denke, es würde uns gut anstehen, ein paar wenige von den vielen Flüchtlingen aufzunehmen – die meisten bleiben ja tatsächlich, mausarm und am Rande des Verhungerns, in den Lagern rund um ihre verlorenen Heimatländer.

  • Suzanna Kovac says:

    Zu jener Zeit herrschte Kalter Krieg und die Schweizer waren erschüttert über das Schicksal der Menschen in Osteuropa. Ich bin selber Flüchtling und mit Hilfe des Roten Kreuzes hier hin gekommen. Es kam die Elite, ausschliesslich Ärzte, Ingenieure und Naturwissenschaftler. Frauen und Männer gleichermassen. Und sie wollten unbedingt «westlich» leben und Schweizer werden. Keiner von denen hat auch nur einen Rappen Sozialhilfe bezogen. Sogar den Deutschunterricht haben sie sich vom Munde abgespart.
    Die Leute aus dem Osten waren wortwörtlich eine Bereicherung für die Schweiz. Wer in das Sozialsystem der Schweiz flüchtet und bis zum Lebensende auf Kosten der Schweizer lebt, trägt mitnichten die Flagge der Freiheit. Als Flüchtling würde ich mich schämen, mich durchfüttern zu lassen.

    • Oskar Brunner says:

      Das liegt vor allem am kulturellen Unterschied und der Opferhaltung heutiger Flüchtlingsmigranten. Die kennen die ihre vermeintliche „Realität“ hier nur aus dem Internet.

  • Robert Riesen says:

    Das Problem ist das fehlende Vertrauen in die Behörden und die Asylindustrie. Ich denke 95% der Schweizer würden keine syrische Familie zurück in den Krieg senden, und sind bereit temporär zu helfen monetär und auch mit persönlichem Engagement.
    Das Problem liegt darin dass es kaum syrische Familien sind, sondern junge Glückssucher aus dem Maghreb, Pakistan oder Schwarzafrika. Der Fall Eritrea ist schwierig zu beurteilen, es gibt aber keinen Grund nach Europa zu kommen, angrenzende Länder sind sicher. Europa muss und soll nicht die Probleme Afrikas lösen.

  • Ralph Suter says:

    Ich bestehe auf die Unterscheidung zwischen Migranten und Asylanten. Wenn jemand sein Land verlässt, weil er mit dessen Politik nicht einverstanden ist, aber nicht wegen Bedrohung an Leib und Leben gezwungen ist, ist er ein Migrant. So wie die vielen Schweizer, die nach Amerika, Südamerika, Asien etc. auswandern, weil sie sich aus vielerlei Gründen ein schöneres und besseres Leben erhoffen. Ein Migrant ist willkommen, solange er sich selber versorgen kann. Nach diesem Massstab wird ein Flüchtling nicht gemessen, weil er es sich ja nicht aussuchen konnte. Ein Migrant, der den Flüchtlingsstatus zur Einwanderung nutzt, verhält sich echten Flüchtlingen und den Bürgern gegenüber, die ihn als einen solchen aufnehmen. Und diese mangelnde Trennung und Prävention erodiert den Asylgedanken.

  • Jan Husák says:

    Sie müssen sich entscheiden, Herr Schlegel: Entweder ist die Schweiz ein Einwanderungsland oder ein Sozialstaat, beides zusammen geht nicht. Denn sonst wandern die Leute – wie jetzt – zu Hunderttausenden in den Sozialstaat ein, der demnächst kollabiert.

    Die freiheitliche Idee heisst: Jeder darf überall sein Glück versuchen. Das Gegenteil von freiheitlich ist: Auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung zu schmarotzen.

    Die allermeisten “Schutzsuchenden” aus Eritrea, Pakistan, etc. arbeiten auch dann nicht, wenn sie längst dürften und könnten.

    Ich bin 1968 aus der CSSR geflüchtet. Es wäre uns niemals in den Sinn gekommen, uns von den Menschen, die uns Sicherheit und Freiheit boten, auch bs noch durchfüttern zu lassen. Das würde jeden echten Flüchtling zutiefst beschämen.

  • Peter Schmid says:

    Nein, das Problem liegt nicht daran dass wir einfach plötzlich so viel egoistischer geworden wären, wie man uns immer wieder weismacht (wohl um uns ein schlechtes Gewissen einzureden). Das Problem ist schlicht und einfach, dass die jetzige Generation schlechte Erfahrungen während den letzten grossen Asyl-Wanderungen gemacht hat. (1) bezüglich Integration der Asylbewerber und Aufgenommenen; (2) dass es für Wirtschafts-flüchtlinge/Glücksritter überhaupt möglich ist Asyl zu beantragen und diese so lange auf unsere Kosten bei uns bleiben dürfen, und (3) bezüglich der Tatsache dass das Asyl-System vermehrt zum Einwanderungs-System mutiert ist, und kaum Einer (entgegengesetzt der Versprechen unserer Behörden) je wieder in sein Heimatland zurückkehrt. Wir haben einfach genug bis sich dies ändert.

  • Tiziana Rapelli says:

    Die Willkommenspolitik ist von der politischen und wirtschaftlichen Elite gewollt, genau so wie in diesem Beitrag der “Operation Libero” propagiert. Massenmigration ist ein Hebel für mehr Zentralisierung, mehr “Europa” (gemeint ist EU). Sie dient der Überwindung der – insbesondere von Linksgrünen – verhassten Nationalstaaten zugunsten des Superstaats und damit dem Abbau von Demokratie und Freiheit.

    • S.Schweizer says:

      @T.Rapelli Bravo, danke für diesen Kommentar zum dunklen Geheimnis der europäischen Union. Viele merken nicht das die Asylpolitik von heute vor allem über Schuldgefühle betrieben wird. Dabei wird ausgeblendet das wenn Menschen anfangen zu merken dass Ihre Hilfe und Unterstützung ausgenutzt wird, ihre Hilfsbereitschaft automatisch zu sinken beginnt. Erst recht wenn für das „freiere Leben“ anderer, das Leben der eigenen Mitbürger eingeschränkt wird.

      @Stefan Schlegel Wenn wir den Grundgedanken des Asyl verlernt haben, dann auch jene die 6 friedliche Länder überqueren um hier Schutz zu suchen. Aktion, Reaktion!

  • Felix says:

    Die Grundfrage, der wir uns alle alles Gesellschaft langsam stellen müssen, ist doch folgendes: wieso sollte eine Mensch, der völlig unverdient, in einem reichen Land geboren wurde, mehr Recht auf ein schönes Leben haben als ein anderer aus einem gescheiterten Staat?
    Der Mensch, im reichen, funktionierenden Staat, hat nicht mehr für sein Glück getan, ich behaupte sogar tendenziell eher weniger. Es wird Zeit, dass die Menschheit endlich begreift, dass Nationen und deren Staatsgrenzen absolut keinen Einfluss und keine Relevanz zu Charakter und Einstellung eines Menschen haben.
    Wer sind wir, dass wir entscheiden welches Individuum glücklich sein darf, und welches nicht?
    Genauso habe auch ich die Freiheit einen anderen Ort zu suchen, wenn es mir hier nicht mehr gefallen sollte.

    • Ralph Suter says:

      Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Was aber, hat Asyl mit der Suche nach Glück zu tun? Wenn ich denke, dass ich in Südamerika glücklicher bin als in der Schweiz, treffe ich einige Vorbereitungshandlungen: 1. Ich lerne Spanisch. 2. Ich habe einen Plan, wie ich mich und meine Familie in meiner neue Heimat unterhalte. 3. Ich freunde mich mit den Gepflogenheiten meiner neuen Mitbürger an. Das nennt sich in ein Land immigrieren. Da brauche ich kein Asyl. Asyl ist für Menschen, welche diese Vorbereitungshandlungen nicht treffen können, weil sie gehen müssen, sofort. Weil sonst sie oder ihre Angehörigen getötet oder misshandelt werden. Diesen Status wider besseres Wissen auf Kosten anderer für sich in Anspruch zu nehmen, sagt für mich schon etwas über den Charakter und Einstellung aus.

    • Pedro Aledo says:

      Alles falsch. Sozialstaaten sind gewachsene weitgehend monokultutelle Gesellschaften mit einem Generationenvertrag. Da kann nicht einfach jeder kommen, der oder dessen Vorfahren nichts dazu beigetragen haben, sonst fällt das ganze auseinander. Das ist wie wenn die Aktionäre einer Gesellschaft ihre Aktien zwangsweise jedem Hergelaufenen abtreten müssten. So würde eine florierende Wirtschaft abgewürgt. Die ‘Flüchtlinge selber wissen gar nicht, warum wir ihnen alles gratis liefern, denn Solidarität gibts bei ihnen nur in der Sippe.

    • Adriano Granello says:

      @Felix: Stellen Sie sich bitte selber die Frage: Wenn Ihnen Intelligenz und Schönheit in die Wiege gelegt wurden oder Ihnen gar ein grosses finanzielles Erbe beschieden ist – unterdrückten Sie dann ganz und gar selbstlos die zahlreichen Vorteile dieses Vermächtnisses auf Ihr Leben, weil Sie die genannten Eigenschaften resp. materiellen Werte völlig unverdient erhalten haben? Eben.

      • Felix says:

        Eben? Was eben? Ich schreibe von Äpfeln, Sie von Birnen. Sie reden von etwas aufgeben, ich rede von gleichen Chancen. Entschuldigung, wenn ich das so sage, aber für die Schweiz eine typische Antwort. Die grösste Angst eines Schweizers scheint es zu sein, sein Land teilen zu müssen. Ich bin als Schweizer geboren, dafür bin ich dankbar. Aber geleistet? Geleistet habe ich dafür gar nichts. Also muss ich auch nicht stolz darauf sein Schweizer zu sein. Stolz kann man auf einen Beruf oder erreichte Ziele bzw. geleistet Arbeit sein. Ich forme mit meiner eigenen Identität einen Teil der Schweiz, das ist alles was ich leisten kann, und zwar so wie ich möchte, nicht das CH-Volk. Tut mir leid, wenn Sie das anders sehen.

    • Stefan says:

      Selbstverständlich haben Nationen und Staatsgrenzen einen Einfluss auf den Charakter und die Einstellung eines Menschen. Denselben Einfluss, der sich auch auf die Entstehung von starken Institutionen und damit stabilen Staaten auswirkt. Oder was denken Sie, weshalb sich die ehemaligen Kolonien ind Nord- und Südamerika derart unterschiedlich entwickelt haben, obwohl sie alle zur selben Zeit von den mehr oder weniger gleichen Völkern kolonialisiert wurden? Eben weil sich die Umwelt und die Verfügbarkeit von Ressourcen auf die Kulturelle und Gesellschaftliche Entwicklung auswirkt.
      Selbstverständlich können Sie sich einen neuen Ort zum Leben suchen, der Ihnen besser gefällt. Sie können von ihrer neuen Heimat aber nicht erwarten, dass sie auch gefallen an Ihnen findet.

      • Felix says:

        Sorry aber Sie schreiben, gelinde gesagt, Humbug. Sie behaupten Grenzen hätten einen Einfluss auf den Charakter, schreiben dann aber von der Umwelt bzw. dem Umfeld. Nun ist das Eine und das Andere aber nicht das gleiche. Es gibt nur schon einen Unterschied zwischen Stadt- und Landmenschen, hat aber mit Grenzen und Staatszugehörigkeit nichts zu tun. Die Antwort geben Sie sich übrigens gleich selbst. Ihr Beispiel: zeigt doch gut, dass die Staatszugehörigkeit (im Bsp: E, GB, F, D, P) keine Rolle spielt wenn in der selben Umwelt gelebt wird. In ganz Amerika gab es Spanier & Franzosen, ihre Entwicklung könnte aber unterschiedlicher nicht sein.
        Zum Schluss: eine Heimat ist für mich ein Ort, die hat weder eine Meinung noch eine eigene Intelligenz, dementsprechend kann sie auch nicht denken…

    • Gion Saram says:

      Dazu eine Gegengrundfrage: Wie so sollte ein Mensch der völlig ohne eigenes Verschulden in einem Land mit einem gut ausgebauten Sozialstaat geboren wurde, Menschen die noch nie in die Kassen dieses solidarischen Sozialstaates einbezahlt haben die volle Teilhabe an diesem Sozialstaat gewähren ohne sich dagegen wehren zu können?

  • werner boss says:

    Der Aussage; Das Problem liegt bei uns , kann ich nur beifügen, dass wohl einige von uns den Mund ein wenig zu weit aufmachen, wenn sie behaupten wir könnten alle denen es nicht so gut geht wie uns, bei uns für immer aufnehmen! Das wäre nämlich die Konsequenz, aus dem Text von diesem Märchen!

  • Gerold Meier says:

    Asyl erhielt in der früheren Vergangenheit und sollte heute erhalten, wer wegen seines Kampfes für die mit uns geteilten Freiheitswerte (Religion, persönliche Freiheit, Meinungsäusserung etc.) bedroht ist. Wer aber unser (zu) vertrauensvolles Ayslrecht missbraucht, um hier für Drogengeschäfte oder einfach Müssiggang zu immigrieren, der gehört nicht bloss zurückgewiesen, sondern wegen seiner Lügen betreffend einer angeblichen Verfolgung unter dem Titel Sozialbetrug bestraft. Die früheren Asylanten haben uns geistig und materiell stark bereichert. Die heutigen “Flüchtlinge” (warum sind es fast nur arbeitsfähige Männer, und warum ist das Wort nur männlich?) unterdrücken ihre Frauen und Kinder auf Schweizer Boden gegen Schweizer Recht, und werden im Sinne von Multikluti-Toleranz bezahlt.

  • Gion Saram says:

    Ich finde es belustigend das Leute die einer SVP ein vergangenheitsorientiertes Weltbild attestieren selber sich auf Ereignisse die 60 Jahre zurückliegen berufen um daraus Handlungsanweisungen für die Gegenwart abzuleiten. Die Unterschiede zur damaligen Flüchtlingswelle , wurden bereits von Kovac und Husák ausreichend erklärt. Als Steuerzahler weigere ich mich schlichtwegs weiterhin die Segnungen unseres Sozialstaates Leuten zukommen zu lassen, die in der Vergangenheit noch nie einen Beitrag geleistet habe und dies viel zu oft auch in den nächsten 10 Jahren nicht tun wurden. Nieder mit der Zwangssolidarität! Entscheidet euch zwischen Sozialstaat oder Einwanderungsstaat, beides zusammen ist nicht zu haben!

  • Willi says:

    In Schweden ist die ‘Operation Libero’ gescheitert, wie wir alle wissen. Und auch bei uns gibt es nun sogar in Mitteparteien unüberhörbar mahnende Stimmen, das bisherige ‘Feindbild’ (SVP) wird unscharf. In unserem rechtsstaatlichen Land, das der Genfer Flüchtlingskonvention und der EMRK nachlebt, braucht es in der Asylpraxis keine ‘Operation Libero’, die ja auch die Rechtsstaatlichkeit für sich in Anspruch nimmt. In Schweden kippte die Stimmung sprichwörtlich ‘über Nacht’, die Folge war ein Verschärfung des Asylrechts und die Kontrolle der Grenzen. Und das kann nicht die alleinige Schuld der Schwedendemokraten (13%) gewesen sein. ‘Bleiberecht für alle’ erweist den wirklich Schutzsuchenden gemäss der Flüchtlingskonvention ein Bärendienst. Diese bleiben oft auf der Strecke.

  • Sepp Wanner says:

    Es war ja klar, in den Kommentaren kann das Argument “Flüchtlinge wollen von dem profitieren was wir uns lange erarbeitet haben” nicht fehlen. Das ist eine so oberflächliche Denkweise. Der Artikel beschreibt sehr gut einen Aspekt an den ich gar nie gedacht habe: Asylrecht unterstützt Opposition gegen Repression. Das ist sehr wichtig für die Verbesserung der Menschenrechte weltweit. Für mich ist Asylrecht bisher vor allem deshalb eine moralische Pflicht für unser Land, weil wir unseren Reichtum denen verdanken die anderswo ausgebeutet werden. Alle die Gelder der Machthaber und die Resourcen die in Drittweltländern geplündert werden d. Firmen wie Glencore, Nestle, Holcim, Rechtsverletzungen von Arbeitern und Nötigung und Erpressung von Bauern durch Credit Suisse, Novartis, Syngenta, Bayer

    • Heinz Stucki says:

      “…weil wir unseren Reichtum….” Schön Hr. Wanner, Sie sind also Reich. Können Sie uns etwas über Ihren Reichtum erzählen? Haben Sie es selber erarbeitet oder haben Sie geerbt? Erzählen Sie mir nicht, ich sei Reich. Wie sehr viele Schweizer komme ich Monat für Monat grad so durch, Sparen kann ich nicht gross, auch nicht über die 3. Säule, dafür reicht das Geld nicht. Wohnkosten und Gesundheitskosten sind ein grosser Teil meiner Ausgaben und ein Auto haben wir nicht. Meine einzige Sicherheit bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter sind unsere Sozialwerke. Gerade diese wollen Leute wie der Autor des Artikels durch offene Grenzen schleifen. Wer Reich ist wie Sie, Hr. Wanner, dem kann es ja egal sein, für mich geht es ohne Sozialwerke ums Überleben.

      • Daniel Jung says:

        Grüezi Herr Stucki
        Ich verstehe Ihre Situation und Ängste sehr gut. Nur, was sind die geeigneten Massnahmen, Ihre Befürchtungen abzuwenden? Wie finanzieren wir die AHV, mit einer umgekehrten Bevölkerungspyramide, wenn nicht durch Einwanderer?
        Im existentiellen sind wir eigentlich schon reich, eben die Sozialwerke. Verhungern muss bei uns bestimmt niemand. Das ist andernorts nicht unbedingt so. Wir sind noch reicher, TV und Internet für jedermann in der Grundversorgung. Wir sind noch viel reicher – nur ist der Reichtum vielleicht etwas einseitig verteilt

        • Heinz Stucki says:

          Grüezi Hr. Jung
          Wir reden hier nicht von kontrollierter Einwanderung. Wir brauchen 10’000 neue Fachkräfte? Bauen wir für 10’000 Leute Wohnraum und lassen die Leute mit Interesse dann kommen, das ist nicht das Problem. Wir sind eine Solidargemeinschaft, wenn es jemand nötig hat (Krankeit, Alter, Arbeitslosigkeit) helfen wir uns gegenseitig. Die “no border – no nation” Bewegung will genau das zerstören. In ihrer grenzenlosen Naivität wollen sie mit unseren Sozialwerken die ganze Welt retten.
          Nein, Hr. Jung, ich glaube nicht dass die zehntausenden Eritreer unser Sozialsystem stützen werden. Auch wenn ich den Eritreer nicht bösen Wille unterstelle, die wenigstens haben die nötigen Qualifikationen dazu. Die meisten werden am Tropf hangen, für immer. Meine Rettung? Nein!

        • Heinz Stucki says:

          Hr. Jung
          “Verhungern muss bei uns bestimmt niemand”, wie können Sie das wissen? Wenn unsere Sozialwerke zusammengebrochen sind wegen der “grenzenlosen” Zuwanderung, ist so etwas absolut möglich. Wenn man in den 80er Jahren auf den Philippinen über Land gefahren ist, hat man öfters Gruppen von Menschen mit kleinen Kinder- Särgen Richtung Friedhof laufen sehen. Es war hart das zu sehen, ich habe mir dann immer gesagt, bei uns kann das nicht passieren. Wir haben unsere Sozialwerke, die helfen uns. Seit 2-3 Jahren bin ich mir immer wenigen sicher. Leute wie der Autor dieses Artikel setzen bewusst unsere soziale Sicherheit aufs Spiel durch die Forderung nach offenen Grenzen. Die Masse der Leute bei uns die diese “no-borders” unterstützen ist erschreckend.

    • Gion Saram says:

      Umgekehrt wird auch ein Schuh draus, Das Asylrecht erlaubt es Machthabern mühsame Mitbürger elegant ins Ausland zu entsorgen, wo sie der eigenen Macht nicht mehr gefährlich werden können und trotzdem bei Bedarf leicht abgemurkst werden können. Michail Chodorkowski ist so ein Paradebeispiel, Putin hat ihn kaum freigelassen wenn er nicht wüsste das er ihm Schweizer Asyl gefährlicher werden könnte als zuhause im Gefängnis.

  • Florian Müller says:

    Bravo. Einfach ein bravo für diesen differenzierten Artikel.

  • Mike Müller says:

    Sorry, Herr Schlegel, aber ich kann das bald nicht mehr hören bzw. lesen. Wir in Europa haben über Jahrzehnte Flüchtlinge aus allen möglichen Bürgerkriegsgebieten aufgenommen – zusätzlich zu den Asylbewerbern. Und da kommen Sie und unterstellen uns, wir würden die Asylaufnahme als lästige Pflicht betrachten. Finde ich dreist.

  • mascha says:

    …und ganz wichtig: Die Flüchtlingswelle aus Ungarn traf auf eine strukturell wachsende Wirtschaft, d.h., diese Menschen hatten eine realistische Chance, sich hier auf dem Arbeitsmarkt etwas aufzubauen. Heute gibt es für geringqualifizerte Arbeitnehmer praktisch keine Möglichkeiten mehr. Damit sind die Integrationsbemühungen im Vornherein zum Scheitern verurteilt und es bleibt eine Immigration in die Sozialwerke. Aber klar, dass jemand von einem Thinktank so etwas schreibt, keine Ahnung von Privatwirtschaft und dem Wind, der da weht.

    Diese Ignoranz wird uns langfristig massiv schwächen, aber vielleicht ist es ja so gewollt.

  • Hannes Müller says:

    Wenn man Ungarn 1956 mit den Eritreern von heute gleich setzen will, dann muss man wissen, dass 1. Ungarn bis 1947 ein westliches Land war, mit Industrie und Exportwirtschaft. Ausserdem beherrschten viele Ungarn die deutsche Sprache. Schliesslich war ja Ungarn Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie gewesen. Die Flüchtlinge brauchten kaum Unterstützung und fanden sofort qualifizierte Arbeit auf ihrem Beruf. Ich glaub’ davon ist Eritrea ein bisschen weit weg.

  • Rolf Rothacher says:

    Dieser Beitrag kann wohl nur als Witz gemeint sein. Denn 1956/57 migriewrten ganze 14’000 Ungarn in die Schweiz, eine Zahl, welche die Eritreer ja seit Jahren jährlich erreichen. Und die Ungarn hatten einen Aufstand hinter sich und waren auch tatsächlich von der unrechtmässigen Besatzungsmacht Sowjetunion an Leib und Leben bedroht, ganz anders wie in Eritrea, wo die Leute zwar vom Staat unrechtmässig über Jahre in Frondienste genommen werden, wo sie jedoch nicht an Leib und Leben bedroht sind, sondern bloss unfrei.
    Zuerst sollen die Eritreer in ihrem Land einen Aufstand gegen die Machthaber organisieren und durchführen. Danach können wir von sinnvollem Asyl und nicht mehr von reinen Wirtschaftsflüchtlingen reden. Doch unsere Eritreer fliegen ja sogar in ihre Heimat, um Urlaub zu machen.

    • Daniel Jung says:

      Grüezi Herr Rothacher
      Ich schwanke gerade in meinen Gedanken, ob Ihrer Ausführungen.
      Eine Frage aber zumindest, und es ist keine rhetorische, ich bitte ernsthaft um Ihre Einschätzung.
      Um über sinnvolles Asyl zu reden, benötigen wir also Bedrohung an Leib und Leben. Um zu dieser “Entscheidungs-Klarheit” zu kommen, rufen Sie auf zum Aufstand? Verstehe ich in dem Sinne, Völker müssen gewissermassen ihren Weg selber finden. Umgekehrt, mit Konfliktherden kommt es ja erst zu Flüchtlingsströmen. Ergo müsste unsere Interesse darin liegen, Konflikte lokal beilegen zu helfen. Vielleicht nicht gerade mit Entwicklungshilfe. Aber z.B. mit politischem Druck, Dipomatie oder was noch die Möglichkeiten wären?

  • Stefan Meiser says:

    Das Problem liegt bei uns? Nein!
    Es sind seit den 90er so viele gekommen. Es haben sich Paralellgesellschaften gebildet. Es gibt grundlegende kulturelle diskrepanzen. Wenige integrieren sich wirklich. Wir haben nicht mehr so viel Platz wie früher.
    Integration braucht Zeit! Viel Zeit! Ich bin für ein temporäres Moratorium, für Menschen aus komplett fremden Kulturen.

  • Severin says:

    Der moralisierende Beitrag ist altväterlich gespickt mit den Wörtern “wir”, “uns”, etc. Wie der österreichische Aussenminister Kurz neulich zurecht betont hat, geht es nicht um Sympathiefragen. Selbstverständlich sind mir und vielen anderen Europäern Glücks- und Freiheitssuchende auf diesem Planeten sympathisch. Es geht um die Verteidigung legitimer eigener Interessen. Weder ein Kleinstaat noch auch ein Kleinkontinent kann sich grössenillusorisch zum sicheren Hafen für Millionen aus Stammeskriegsgebieten und wirtschaftlich ärmeren Ländern erklären. Die Ungarnhilfe war seinerzeit ein machbarer & zugleich zivilisationsverträglicher Gnaden- und Solidaritätsakt der CH-Bevölkerung: Verwurzelte in der Tradition der Freiheit und des Respekts vor der Person halfen anderen ebenso Verwurzelten.

  • Hansjürg says:

    “Der Unterschied liegt nicht so sehr zwischen Ungarn 1957 und Eritrea 2016. Es ist an unserem Ende, wo sich seither etwas geändert hat. Wir haben den freiheitlichen Grundgedanken des Asyls verlernt.”
    Falsch, total falsch. Der Unterschied besteht darin, dass der Landweg von Bern nach Eritrea mehr als 10 Mal länger ist als derjenige von Bern nach Prag. Europäische Flüchtlinge haben Recht auf Asyl in Europa. Menschen, die um die halbe Welt reisen, sind keine Flüchtlinge sondern Wirtschaftsmigranten. Sie missbrauchen das Prinzip des Asyls auf Kosten derer, die es wirklich nötig haben und hätten. Gleiches gilt für deren Helfer und Helfershelfer.

  • Pedro Aledo says:

    Einer der beiden Grundgedanken für das Asyl war: berechtigt sind aus kulturell sehr fernen (z.B. Afrikanischen) Gesellschaften die WENIGEN PROMINENTEN Regimekritiker. Die können wegen ihrer Bekanntheit nämlich zu Leb- und Regierungs-Zeiten ihrer Widersacher nicht zurückkehren – es sei denn, eine Revolution sei im Schwange. Wie es bei Chomeiny der Fall war. Nachdem dieses Rezept erkannt wurde, wurde der Kreis der ‘Begünstigten’ immer mehr ausgeweitet. Es kann mir keiner erzählen, die unbedarften Bürschlein aus Eritrea seien prominente gefährdete Regimekritiker. Asyl wurde früher zur Zeit der Blöcke West-Ost gerne auch in Moskau oder in Havanna gegeben und angenommen.

  • Daniel Jung says:

    Ein sehr interessanter, für mich neuer Aspekt – vielen Dank Herr Schlegel, er regt meine Gedanken an.
    Warum haben ausgerechnet die Liberalen (die FDP) dieses liberale Gedankengut verloren? Warum spricht niemand über die “AHV-Flüchtlinge”, die doch auch in günstigeren (und sonnigeren, zugegeben) Ländern ihr wirtschaftliches Glück finden? Sprechen von “fremden Richtern”, schärfen aber die Beile der “eigenen Richter”? Warum wird so wenig über mögliche Chancen gesprochen, von Flüchtlingen, nur immer über Risiken und Kosten? Wer wird unsere AHV bezahlen, bei einer umgekehrten Bevölkerungsentwicklung? Wer die Arbeit machen, die Schweizer nicht machen wollen?

    • Hansjürg says:

      Herr Jung, genau diese Fragen stellten sich die Senatoren Roms auch, kurz bevor sie den Limes öffneten für die Zuwanderung.

  • Martin says:

    65 Mio sind auf der Flucht. Haben die alle Platz in Europa (ink. Russland). Sicher JA.
    Koennte es funktionieren? Ich weiss es nicht.
    Sollen wir die 65 Mio reinbringen? Ich weiss es nicht.

    • Hansjürg says:

      Ihre Fragen kann man mit Ja beantworten, denn unsere Gesellschaft ist verweichlicht. Sie gleicht einen grossen Teich gefüllt mit Goldfischen. Es wird Zeit, dass Piranhas eingesetzt werden. Am Schluss überleben die Hechte.

  • Linus Huber says:

    Es sind die gleichen Kreise (Weltregierungsfanatiker), welche die Flüchtlingskrise im Mittleren Osten verursachten, die jetzt die kulturelle Zersetzung und Zerstörung der Demokratien in Europa auch mittels TTIP vorantreiben. Ebenfalls handelt es sich heute um eine ganz anderes Dimension als z.B. 1956 (einmalig 14000 auf knapp 5 Mio. Einwohner) und heute (seit 20 Jahren jährlich wiederholend 10 bis 40000 auf eine knapp doppelt so grosse Bevölkerungszahl). Die verwendeten hochtrabenden ethischen Grundsätze, mit welchen vordergründig argumentiert wird und die Unterstellung von Hass bei denjenigen, welche sich gegen diese Entwicklung wehren, wirken einzig nur noch lächerlich.

  • Martin says:

    Wissen Sie, es gibt Unterschiede zwischen den Ungarn und den bspw. Eritreern: 1. Die Ungarn wurden vom Kommunismus überrollt. 2. Die Ungarn waren nicht ungebildet und von den Sitten her wohl eher auf CH Niveau. 3. Sie kamen als echte Flüchtlinge, wie bspw. auch die Balkanleute und nicht als Wirtschaftsflüchtlinge. 4. Damals hatte die Schweiz auch nicht einen Ausländeranteil von 20-30%! Und Asyl bedeutet Schutz, also jemand bittet um Schutz vor einer Bedrohung in seiner Heimat. Ist die Bedrohung vorbei, kann ein Asylant wieder zurück. Wirtschaftsflüchtlinge wollen einfach mehr Geld, das hat nichts mit verfolgt zu tun.

    • Hoschi says:

      Jeder Wirtschaftsflüchtling ist in meinem Land willkommen, denn jeder unterstützt sein Dorf, seine Familie mit dem hart verdienten Geld mehr, als wenn wir Geld spenden, dieses nie zu 100% sondern eher zu 3% in Afrika oder sonst wo ankommt. Man sollte solche Menschen wie dich einmal in diese Situation stellen. Der Westen plündert die Meere und alles was an früchten gedeiht. Vor deinen Augen werden jeden Abend die Fischgeräte mit dem Kopf entladen. Was willst du deiner Familie zum essen geben? Ja, heute gibts Fischkopf, denn am Knochen hängt kein Fleisch mehr… bezahlt mal den ärmsten für ein Kilo Bananen so viel, wie für Erdbeeren, Äpfel, Kirschen die auf unseren Bäumen und am Boden geerntet werden. Man kann nicht nur nehmen, sondern man muss lernen zu geben!

  • Hoschi says:

    Wirst du von deinem Staat verfolgt und musst du um dein Leben fürchten, so bist du in Europäischen Länder Willkommen als Asylant. Nach überprüfung all deiner Ängste kannst du hier bleiben, in deinem Wunsch Land. Wirst du abgeschoben, so hast du die Möglichkeit unser Land innerhalb von 10 Tagen zu verlassen. Tust du das nicht bist du Ilegal in unserem Land. Schwängerst du eine Frau und wird dein Kind in unserem Land geboren, so erhälst du, wenn du dir Arbeit suchst und dich anstrengst, deine Familie zu unterstützen den Ausweis B. Bist du nun schon seit 10 Jahren in unserem Land auf der Flucht, also Ilegal und kannst du dies mit der Abweisungsformular begründen, so schenkt dir unser Staat für dein Mut und für dein Durchhalte Wille, den C Ausweis. Du bist herzlich in der Schweiz willkommen!

  • te says:

    Alles ist schon lange geplant:
    Das Problem sind nicht die Verfolgten, weil sie maximun 10% aller Flüchtlinge ausmachen. Die Wirtschaft Flüchtlinge sind das Problem, welche vor allem in Afrika keine Zukunft mehr haben und deshalb gesteuert zu uns kommen.
    Der Coudenhove Kalergi Plan (Illuminati, 1922 verfasst) sieht vor, dass Europa umgevolkt werden soll um den IQ zu senken und dann daraus einen Einheitsbrei zu machen, welcher keine National Staaten mehr hat und somit als Sklaven Volk gut kontrolliert werden kann und daher weiterbestehen darf.
    Somit sind die heutigen Politiker Ausführung Gehilfen dieses perfiden Planes !

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