Wir sind alle Freisinn

Wir politischen Journalisten sind ja auch Politologen. Wir befragen Politiker und Parteien nicht nur, wir analysieren auch ihre Erfolge und Misserfolge. Wir erklären also, weshalb die SVP gewinnt und die CVP verliert, weshalb Grün im Hoch und Rot im Tief ist.

Bei einer Partei begnügen wir uns allerdings nicht mit der Analyse: Bei der FDP sezieren wir nicht bloss gnadenlos jede ihrer zahlreichen Niederlagen, sondern sagen ihr auch gleich noch, was sie dagegen unternehmen sollte. Die erfolgreiche FDP, das ist «SVP minus Landwirtschaft», köppelt es aus der rechten «Weltwoche». Der Freisinn muss liberal-sozial sein, echot es aus der Masse der Forumszeitungen zurück, oder auch öko-liberal. Und die linke «WoZ» erklärt den Tessiner Ständerat Dick Marty zum idealen freisinnigen Bundesratskandidaten, weil er im Parlament auffällig oft mit ihren politischen Freunden stimmt.

Viele Journalisten scheinen der staatsgründenden und lange staatstragenden Partei in tiefer Zuneigung verbunden zu sein – oder zumindest in abgrundtiefer Hassliebe. Geradezu phänomenal ist, wie diejenigen, welche in den 1980ern und 1990ern all die Bremis und Spältis niedergeschrien und niedergeschrieben haben, sich heute darüber beklagen, dass es keine Wirtschaftsvertreter mit Bürgersinn mehr gebe, also keine Bremis und Spältis mehr.

Bei der FDP sezieren wir nicht bloss gnadenlos jede ihrer zahlreichen Niederlagen, sondern sagen ihr auch gleich noch, was sie dagegen unternehmen sollte.

Claudine Esseiva (FDP, FR).

Woher kommt dieses exzessive Mitleiden am Untergang der FDP? – Kampagnenplakat mit der freizügigen Freisinnigen Claudine Esseiva (FR).

Woher kommt dieses exzessive Mitleiden am Untergang des Freisinns? Zum einen rührt es wohl vom Begriff liberal her, den die meisten mit der FDP assoziieren. Wer schmückt sich heute schon nicht mit diesem Adjektiv? Doch höchstens ein paar sich selbst geisselnde Katholiken, in Wollsocken gekleidete Ökofundis, subventionstrunkene Agrarier oder Nostalgiker der proletarischen Diktatur. Zum andern liegt es wohl auch an der politischen Breite, die der Freisinn traditionell abdeckte und in der viele Platz fanden – insbesondere auch die Freunde des so genannten Sommaruga-Strahm-Flügels der SP. Wohl nicht zufällig ist die SP die zweite Partei, der wir Journalisten ebenfalls gerne und häufig Tipps geben. Meist im Sinne dieses sozial-liberalen Sommaruga-Strahm-Programms.

Mit dem Freisinn hat sich an dieser Stelle auch mein Kollege Fabian Renz befasst. Die FDP habe zu viele Fans, aber zu wenig Wähler, stellte er richtigerweise fest. Um dann sogleich in jene Rolle des journalistischen Ratgebers zu verfallen, die ich eingangs beschrieben habe. Laut Renz muss die FDP ihre traditionelle Breite nicht als Schwäche verstehen, sondern zur Stärke machen. Weshalb das im Zeitalter der aussterbenden traditionellen Volksparteien Europas den Erfolg zurückbringen sollte, will mir allerdings nicht einleuchten.

Deshalb versuche ich es mal von der andern Seite. Wenn wir schon alle irgendwie Freisinn sind, dann wählen wir doch einfach alle Freisinn. Nur so wird die FDP zu jener Breite zurückfinden, in der wir uns alle zuhause fühlen können.

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128 Kommentare zu «Wir sind alle Freisinn»

  • Thomas Jordi sagt:

    Tja, wenn die FdP denn liberal wäre, dann könnte man sie ja auch wieder wählen. Da sie aber alles niederreisst (niederreissen will) was sie mal aufgebaut hat, ist die Richtung der Partei momentan klar definiert: Feudalismus, statt Liberalismus

    • Ganz genau; die FDP will einfach den Nachtwächterstaat wieder einführen: Nur noch Polizei welche die Besitzenden von den NIchtshabern beschützt; alle anderen Aufgaben des Gemeinwesens abschaffen, wie das fleissig in den USA vorgelebt wird; kein Wunder stürzen dann plötzlich ganze Strassenbrücken einfach so ein. Die sog. Liberalen werfen alle traditionellen Werte über Bord, der einzige verbleibende „Wert“ ist noch der persönliche private finanzielle Profit und zwar egal auf wessen Kosten. Somit resultiert am Schluss folgerichtig eine art moderner Feudalismus mit entwurzelten Leibeigenen.

    • M. Bättiger sagt:

      Exakt, die FDP will alles niederreissen – obwohl, was macht dann die SP, die Schulnoten, 1. August, Armee, Kapitalismus und Co. abschaffen will und die CH am liebsten in die EU führen möchte, was unsere direkte Demokratie zumindest stark einschränken würde?

      • Urs Zeller sagt:

        Die vorangehenden Kommentare übertreiben und liefern auch keine Beispiele: Natürlich setzt sich die FDP nicht für einen massiven Staatsausbau ab, aber auch die FDP weiss schon lange um die wichtige Rolle des sozialen Ausgleichs was man auch als sozialen Liberalismus bezeichnen kann. Kein normaler FDP-Anhänger will die Errungeschaften des Sozialstaates (AHV, Sozialhilfe etc.) einfach abschaffen. Die FDP ist auch keine Bankenpartei, obwohl das ihr oft angelastet wird. Geht mal ins Lande, die meisten Mitglieder der FDP sind immer noch kleinere Nischenunternehmer.

  • Urs sagt:

    In den Anfängen der Liberalen Parteien Europas war primär mal die bürgerlichen, also Individuellen, Freiheiten das was die Liberalen Parteien vertreten haben. Heute hingegen, wird die Freiheit des Unternehmers, der Unternehmen als primärer Freiheitsgebender Faktor angesehen und vertreten. Den Liberalen zu Anfang allerdings wäre es nicht in den Sinn gekommen Untermehmerische Freiheiten über die des Indivduum zu stellen. zumindest nicht so konsequent wie das heute von FDP. SVP und CVP vertreten wird. Dies dank der Neoliberalen Agenda die alle etablierten Parteien ergriffen hat…

    • Cornelis Bockemühl sagt:

      Das kann man nur unterschreiben: Das Fatale (auch in vielen Kommentaren hier!) ist die Verwechslung von individuellen Freiheiten und unternehmerischen Freiheiten:

      – erstere will zwar jeder, klingt aber irgendwie „zu idealistisch“, und oft will man sie nur für sich selber, nicht für den doofen Nachbarn!

      – letztere versprechen Wohlstand für alle, streben ihn explizit aber nur für Wenige an, während die Einhaltung des Versprechens zunehmend zur Glückssache wird.

      Wer aber Versprechen nicht hält macht sich mit der Zeit unbeliebt… 😉

  • Roger Walser sagt:

    Das Problem der FDP ist, dass sie nicht mehr das ist, was sie vorgibt zu sein, oder noch nie wahr, eine Volkspartei. Die FDP ist ganz klar eine Interessenvertreterin der Wirtschaft. Früher war die Wirtschaft für das Volk da und in vielen Firmen gab es Patrons. Durch die „Heuschrecken“ wurde uns aber nun gezeigt für was die FDP wirklich einsteht. Will die FDP an Glaubwürdigkeit gewinnen, müsste sie aktiv etwas gegen die wild gewordenen Kapitalmärkte unternehmen und die Lohnexzesse der Manager in der Wirtschaft bekämpfen. Ist vielleicht nicht so liberal, aber gut fürs Volk.

  • Stefan W sagt:

    Sie verwechseln das, was Sie mit der FDP assoziieren mit dem, was sie ist: Sie ist eben keine breite liberale Partei, sondern sie ist eine ein-Themen-Partei: Sie dient ausschliesslich der Grosswirtschaft. Der Niedergang des Mittelstands ist eine direkte Folge der FDP-Politik.

    • Stefan W könnte ich eher zustimmen, denn in Wirklichkeit hat die FDP seit längerer Zeit nur so getan als sei sie breit interessiert.1. aus einer Orientierungslosigkeit heraus,und 2. weil auch Grossfirmen zwar ein grosses Interesse an einer gut funktionierenden Schweiz haben, bei auftretenden Nachteilen aber schnell ihre Internationalität geltend machen und mit der Schweizer Politik,welche über die FDP verbunden sein sollte, nichts mehr zu tun haben wollen.Bei letzterem steht diese Partei dan regelmässig mit abgesägten im Schilf und weis nicht weiter.Nicht sehr vertrauenserweckend!

    • Zimmermann sagt:

      Ein-Themen -Partei…soll wohl bedeuten, dass die sich je nach Windrichtung bei einem neuen Thema anbiedert.
      Ob die FDP WirLiebenalle der Grosswirtschaft dient, oder bloss deren politische Rückversicherung als Vasallen-Partei ist, ist nicht die Frage
      Das Problem ist das Personal
      Wie bei den Sozis wimmelt es mittlerweile von Staatsabhängigen, in der Privatwirtschaft unbrauchbaren Versagern
      Man nehme nur die Aussagen des feisten Vollenwyders, der sich mit seinen Gürtellininen-Attacken gegen die SVP sein Pöstchen als 5.Rad am Sozikarren sichert, seine „fachlichen“ Aussagen stürzen permanent ab

  • zurbrügg sagt:

    Früher wusste man, dass der Freisinn für einen schlanken Staat, tiefe Steuern, eine starke Wirtschaft, und möglichst viel Eigen verantwortung des Bürgers stand. Und für diese Anliegen waren die meisten Bürger offen. Ausgenommen natürlich die Linken Träumer und blinden Ideologen, welche noch immer den nie funktionierenden Sozialismus, Kommunsimus predigen! Wenn der Freisinn sich wieder auf seine Wurzeln besinnt, sich klar für liberale, Wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen einsetzt, wird er die SVP als Wählerstärkste Partei ablösen. Es wäre höchste Zeit dafür!

    • Meyerhans sagt:

      Als der Freisinn mit der Parole „weniger Staat, mehr Freiheit“ praktisch ausschliesslich die Anliegen der Wirtschaftsmächtigen gegen den Rest der Bevölkerung zu den seinen machte, ging’s mit ihm bergab. Es gibt eben Freiheiten, die nur ein starker (natürlich nicht übermachtiger) Staat garantieren kann.
      Ach ja, wenn Sie den Freisinn als in Zukunft wählerstärkste Partei herbeipredigen: Träumen S i e gut, das Erwachen nach den Wahlen wird nicht angenehm sein.

  • Reda El Arbi sagt:

    Früher stand der Freisinn für diverse gesellschaftliche Werte, während die FDP heute unter „liberal“ nur noch Steuerreduzierungen versteht. Der Rest des politischen Programms der FDP findet man in Teilen, und um einiges besser durchdacht, in allen anderen Parteien, von rechts bis links.

    Der freiheitliche Gedanke endet am inneren Rand des freien Marktes. Und das auch nur, solange keine wirtschaftliche Schwierigkeiten auftauchen. In Krisensituationen wird Selbstverantwortung über Bord geworfen und laut nach dem Staat und dessen Hilfe geheult.

    • jörg waldvogel sagt:

      ich gebe ihnen recht und möchte zum artikel folgenden kommentar abgeben:
      wenn der begriff liberalismus so ein breites spektrum abdeckt, dann kann ich ja getrost auch eine andere partei wählen. die ist dann auch liberal, aber ich muss die hochfinanz nicht unterstützen. dies ist nämlich der einzige unterschied der fdp zur cvp/sp: das ausnutzen des staatsapparates zur umverteilung von unten nach oben.
      dies ist wahrlich nicht liberal und schon gar nicht staatstragend. politik für die reichsten 5% macht unsere schweiz kaputt.

      • Gwerder sagt:

        @Waldvogel Das ist ja das Perverse. Für diese reichsten 5 % gibt es mittlerweile mit der FDP und der SVP mindestens 2 Parteien plus noch diverse Vertreter weiterer Parteien wie CVP und BDP. Was doch fehlt, ist eine Partei, die den Mittelstand wirklich vertritt und keine ideologischen Eiertänze aufführt wie viele SPler (Parteiprogramm, EU-Mitgliedschaft) oder Grüne bzw. das neoliberale Kalb anbetet, wie das die Mitte/Rechtsparteien tun. Statt Ideologien (inkl. Liberalismus) wünsche ich mir mehr kritisches Denken und gesunden Menschenverstand.

  • Der Liberalismus hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer bedeutungslosen Floskel, zu einer inhaltsleeren Worthülse entwickelt. Liberalismus heute, das ist für mich Klientelpolitik im Namen einiger Weniger zuungunsten der Mehrheit. Aus einer ehemals staatstragenden Partei ist eine Interessensgemeinschaft geworden, die mit ihrer hemmungslosen Liberalisierungspolitik- vor allem im Bereich der Finanz- und Kapitalmärkte- das in Jahrhunderten historisch gewachsene, soziale Gefüge in unserem Land bedingungslos dem Profitdenken unterordnen wollte- und damit kläglich gescheitert ist.

  • Gilles Goodman sagt:

    Das Programm der FDP und ihre Anliegen könnten durchaus breiten Zulauf finden. Die Leute und Sprecher der Partei sind aber leider nicht zugkräftige Aushängeschilder.
    Dabei wären medienwirksame Politiker beim Freisinn vorhanden. Leutenegger, Keller-Sutter, Wasserfallen, ergänzt durch Nachwuchs aus den eigenen Reihen könnten die Anhängerschaft massiv steigern.
    Kurz gesagt, die Partei muss ein neues Gesicht bekommen,

  • Werner Hürlimann sagt:

    Liberalismus ist dass was eine Gesellschaft anstreben muss. Freiheit und wenig staatlich Repression, weil sich die Bürger gegenseitig respektieren und achten, dass Verantwortung eingehalten wird unabhängig von der gesellschaftlichen Stellung. Unsere FDP hat sich jedoch dahin gewandelt, dass sie Geld als das edle Ziel allen Glücks betrachten und keine Verantwortung mehr tragen wollen. So funktioniert Liberalismus nicht und öffnet die Tore für links- und rechtsradikale Reformen. Extreme Positionen bringen Unruhe und Konflikte. Ich bin wütend auf die FDP, dass sie keine Verantwortung trägt!

    • Urs sagt:

      Staatliche Repression ? Richtig, aber schaut man hin von welchen Partikularinteressen diese verlangt wird sieht’s halt ganz anders aus… Ausserdem entwickeln sich die Zivilgesellschaften Europas hin zu einer Situation die im heutigen links-rechts Schema, nicht dem klassischen, nicht Freiheit und Staat gegenüber stehen sondern Freiheitlich-Gemeinschaftlich versus Authoritär-Privat-Wirtschafltich. Werden den einen alle möglichen Ressourcen unter den Füssen weggezogen, transferiert man alle Wohlstands- und Produktivgewinne an die anderen… inkl. einem stetigen Ausbau an Freiheit-Liberaliserung.

      • Reda El Arbi sagt:

        So sieht der Freiheitliche gedanke der FDP inzwischen aus: Staatliche Kontrolle? Nein. Staatliche Hilfspakete, staatliche Verantwortung um die sozialen Folgen einer geplatzten Wirtschaftsphilosophie zu bzehalen? Sofort. Irgendwie dünkt mich dies Heuchelei…

    • jörg waldvogel sagt:

      die fdp strebt wenig staatliche repression an? – wer die bürgerrechte so beschneidet wie frau keller-suter wäre bspw. in deutschland schon lange von den liberalen ausgeschlossen worden.

  • Zimmermann sagt:

    „Wohl nicht zufällig ist die SP die zweite Partei, der wir Journalisten ebenfalls gerne und häufig Tipps gebe“ schreibt da wieder ein weltoffener „unabhängiger“ Mainstream-Journi“. Diesem Schlaumeiern gelingt es aber immer wieder bei jeder Gelegenheit sein Mief-Gegeifer gegen die SVP nett zu platzieren
    Der Untergang der FDP WirLiebenalle begann mit der linken Annbiederung um Pöstchen zu halten
    Dazu benötigten die Weichsinnigen auch Hofnarren von linken Gnaden, wie die in den Stadtregierungen ( beste Bsp. Zürich Bern Basel) oder die Gut deren Alter täglich gegen die SVP täubelet die sie wählte

    • Urs sagt:

      „Diesem Schlaumeiern gelingt es aber immer wieder bei jeder Gelegenheit sein Mief-Gegeifer gegen die SVP nett zu platzieren“ -> Mimose

    • Heini Müller sagt:

      @Urs

      Don’t feed the troll. (Bitte nicht den Troll füttern)

      • Zimmermann sagt:

        Nachdem nun innerhalb von 24 Stunden der Wirtschaftsprofessor Starbatty auf ZDF und Grübel im Sonntag die Zimmermann-Analyse öffentlich bestätigten, bleibt die Frage…
        Handelt es sich um den trolligen Heini oder ist der Troll ein Heini.
        Und …. es macht sich in Seldwyla anscheinend immer gut, etwas Eglisch-Kenntnisse einfliessen lassen ?!? ….. tönt dann immer so clever…..allerdings, wenn ich solch Guten jeweils im angelsächsischen Raum antraf oder bald wieder antreffe wirds immer sehr sehr lustig…um nicht zu sagen sauglatt trollig

  • Magerius sagt:

    Wir sind doch alle im Grunde liberal und freisinnig. Das Problem der FDP ist nur, dass diese mit ihren Inhalten und grossenteils auch personifiziert nicht mehr in der Realität existieren -diese sind abgehoben, ungeerdet und nicht mehr auf Augenhöhe der Durchschnittlichkeiten. Diese Abgehobenheit erzeugt den Geruch der Grossartigkeit und der Entfremdung versus der mit geringen Mitteln auskommenden Masse. Und ehrlich -eine FDP duldet in den eigenen Reihen keine aus iher Sicht der Minderwerigkeit zuordungsbaren Mitglieder -daher ist es nur eine logische Folgerung mehrheitlich FDP nicht zu wählen.

    • Es kann ja sein, dass Sie Magerius einschlägige Erfahrung mit Vertretern der FDP haben, ich empfinde die Exponenten dieser Partei nur noch als schwächlicher Haufen, welcher selbst bei Sonnenschein den Kopf einzieht in Erwartung des nächsten Gewitters.

  • Bruno Burkart sagt:

    Eigentlich möchten wir alle Freisinnige sein. Das ist Vernunft, Zukunft und Fortschritt – vorwärts gehen. Doch wenn wir handeln müssen, ist sich jeder selbst der Nächste.

    • Meyerhans sagt:

      Wer „Zukunft“, „Fortschritt“ und „vorwärts gehen“ postuliert, sollte eigentlich sagen, was der damit meint. Sonst sind es einfach Worthülsen, die viel versprechen, aber nichts halten. Politikergefasel eben.

  • Rolf sagt:

    Ich habe keine Ahnung worum es den Liberalen in Zukunft geht. Sie feiern sich halt gerne selbst und verwechseln ihr Ego mit Wahlprogramm.
    Danke für den Basler (Tiefbauamt) Bau – Filz. Danke für die kräftige mithilfe beim Aufbau Hochpreisinsel Schweiz.

  • Anh Toan sagt:

    Eine liberale Partei ist in der heutigen Zeit chancenlos. Wir wollen einen Staat, der und vor allen „Uebeln“ beschuetzt, von bissigen Hunden bis Rauchern, von Nacktwandern bis unqualifizierten Babysittern, von 4×4 bis Scheinselbstaendigkeit, von Minaretten bis Burkinis, von MTB auf Wanderwegen bis Kaese aus Rohmilch. Einen Staat der uns umsorgt und beschuetzt, uns vor jeder moeglichen Dummheit bewahrt, einen Elternersatz. Bereitwillig oder blind nehmen wir die damit verbundene Einschraenkung unseres Selbstbestimmungsrechtes in Kauf. Wir wollen „begleitetes Leben“ nicht muendige Buerger!

    • Urs sagt:

      Stellte doch mal einer folgendes fest; Zwischen dem Starken und dem Schwachen, zwischen dem Diener und dem Herrn, zwischen dem Reichen und dem Armen ist es nicht Freiheit sondern Gesetze welche Befreien.

    • zurbrügg sagt:

      Messerscharfe Analyse!! Und dieser Zustand nennt sich Sozialismus, Verblödung!

    • Richi sagt:

      Eine liberale Partei hätte Chancen, wäre sie so, wie Anh Toan es bescheibt ! Wir wären alle gerne irgendwie liberal. Dies ist auch der Grund für den Höhenflug der GLP (der dann beendet wird, wenn man merkt, dass sie nicht wirklich liberale Inhalte vertritt, sondern ein opportunistisches JeKaMi). Aber die FDP definiert seit langem „liberal“ etwa im Sinne des Thatcherismus oder Reaganomics. Dass diese Art der Wirtschafspolitik jedoch den Mittelstand ausbluten lässt, hat sich in den USA und GB gezeigt. Deshalb ist die FDP auch nicht mehr für den Mittelstand, die Mehrheit der Bürger also, wählbar!

    • PlainCitizen sagt:

      Trifft, Anh Toan

      Die Freiheit, dass andere etwas für einen tun sollen, ist hoch im Kurs (die sogenannte positive Freiheit).

  • fischer sagt sagt:

    Schön gegen die Prostitution angehen, und sich hernach fast füdli blud für die politik entscheiden. Welch eine Irronie der Tabulosigkeit! Wo ist der Sachverstand geblieben?

    • Andres Müli sagt:

      Herr Fischer, Sigmund Freud könnte über dieses Wahlplakat wohl viel erzählen, würde er heute noch leben. Meine Interpretation: Die Gier nach Macht,Geld,Sex ist die innere Antriebsfeder der Wirtschaftspartei FDP. Diese in den letzten Jahren entfesselten und belohnten Lüste sollen nun zurückgedämmt werden um den Erfolg der Partei zurück zu holen. Es wirbt für mehr Schamgefühle, was allerdings ausserhalb FDP/SVP kaum jemand verstehen wird, vor allem nicht die Bürger die im Gegensatz zu den Reichen seit langem immer mehr verzichten müssen.

  • Andres Müli sagt:

    Der Freisinn ist der zentrale Dirigent der Finanzkrise, mass-los in seiner Gier einen Sozialismus für Reiche zu schaffen. Nicht die knallroten Linken trauern einer Diktatur nach (die niemals ein demokratischer Sozialismus war), es ist der Freisinn der die neue Diktatur anführen will, nämlich die Diktatur der Märkte durch Zerstörung der Sozialsysteme für die Kleinen.
    Die FDP hat ausserhalb der Wählerschaft deshalb noch so viele Unterstützer, weil die Schweiz durch den Lobbyismus der Wirtschaft korrumpiert ist. Deshalb stimmen oft auch nicht-FTP-Politiker mit der FTP, weil dafür bezahlt.

  • sepp z. sagt:

    Liberal, das Unwort des Jahres.
    Liberal ist heute, wer Mia-boni in Firmen mit Mia-Verlusten gutheisst, wer Mia-Staatshilfen für Unternehmen zu Lasten Steuerzahler gutheisst, wer Poliitk für Milliardäre und globale Firmen zu Lasten der Bürger macht, kurz: Wer den freien Markt predigt, wenns ums Gewinn verteilen geht, und Sozialismus, wenns ums tragen der Verluste und Verantwortung geht.

  • EIGENSINN STATT FREISINN

    In der Wahlsendung der Ständeräte für den Kanton Zürich fragte der Moderator Markus Gilli: Man hört aus der Bevölkerung offensichtliche grosse Bedenken zur Einwanderungspolitik, sind diese für Sie nicht existent oder glauben Sie man müsse auf die Bremse treten?

    Die Antwort von Ständerat Gutzwiller hiess, wir haben Verträge mit der EU für den Marktzutritt von 600 Mio. Kunden. Wir sollten nicht abbauen. Er hätte auch direkt sagen können, dass es ihm egal ist, ob das Land und die Bevölkerung Schwierigkeiten haben. Unglaublich für einen liberalen Standesvertreter.

    • Meyerhans sagt:

      Bitte haben Sie Nachsicht mit Herrn Gutzwiller. Er ist Ständerat und hat so viele Mandate in der Privatwirtschaft, da ist es bewundernswert, dass er nebenbei sogar noch seinen Uni-Job noch wahrnehmen kann. Wie soll er sich da noch um die Probleme der Bevölkerung kümmern können. Das wäre zu viel verlangt.

      • DIE HOHE ARBEITSBELASTUNG DES STÄNDERATES

        Da gebe ich ihnen recht. Wahrscheinlich erholt er sich jeweils im Ständerat von den Strapazen der anderen Mandate. Die Abhängigkeit ist aber gegenseitig. Ohne Ständeratssitz wird er auch nicht alle anderen Mandate halten können. Nach einer eventuellen Abwahl würde sich somit aus medizinischer Sicht die bedeutende Zunahme der Freizeit positiv auf Herrn Gutzwiller auswirken.

        Grundsätzlich glaube ich aber nicht, dass die Meinungsbildung beim durchschnittlichen Parlamentarier massgebend durch die hohe Arbeitsbelastung bestimmt wird.

        • Meyerhans sagt:

          Auch richtig – aber ich hoffe sehr, dass nicht die Wahl CB’s in den Ständerat Herrn G. zur vermehrten Freizeit verhilft. Das wäre dann schon vom Regen in die Traufe geraten.

    • Urs sagt:

      Uber die aktualiserte Form der Spitalfinazierung wird auch nicht gerne geredet… Mehr Wettbwerb, mehr Effizienz für die Staatlichen Spitäler (waren bzw. sind die wirklich so schlecht oder ist es nicht vielmehr die konstante Propaganda die uns dies Glauben lässt?) wobei ab 2012 auch die Aktionärsstrukturen privater Spitalkonzerne mit Steuergeldern beschenkt werden. Renditen für die Investoren, Mio. Saläre für die CEO’s dieser Konzerne. Die Kantone sind dazu verpflichtet. Ein äusserst listige und tückische Systematik welche den garantierten Tod der öffentlichen Krankenhäuser einleitet.

  • Realist sagt:

    Wenn mit Liberalismus die Freiheiten und Rechte der Bürgerinnen und Bürger vertreten würde, könnte man die FDP wählen. Sie vertritt aber nur die Ellenbogenfreiheit der Grossunternehmen und der Teppichetage, nicht einmal jene der KMU.

  • Robert M sagt:

    Liberal und freisinnig sind 2 verschiedene Dinge. Die FDP verliert Stimmen, weil
    (1) ihre Exponenten + Günstlinge (Bremi, Spälti, Eric Honegger, Vreni Spörri, Lukas Mühlemann, Peter Forstmoser, Walter Kielholz, Jacques Aigrain et al) für zu viele Debakel mitverantwortlich sind: Swissair-Pleite, DLJ-Einkauf der CS, Verkauf der Winterthur an AXA, Swiss Re Fastpleite 2009 (oder hat SR Buffet freiwillig 12% Zinsen bezahlt?!), CS Beihilfe zu Steuerhinterziehung von Amis
    (2) sie die Zeichen der Zeit nicht erkennen: genug mit der Privatisierung von Gewinnen und der Verstaatlichung von Verlusten.

    • Urs sagt:

      Wobei leider auch andere Parteien der Ideologie des Neoliberalen Gesellschaftsumbaus zum Opfer gefallen sind. 20-30 Jahre dauert das nun schon an und ein Ende ist nicht absehbar. Zumindest nicht bei den etablierten Parteien. die wirklichen Alternativen werden Medial fertig gemacht. Schaut man sich diese in Europa an wird im Gegenteil ein noch mehr der bisherigen Medizin verabreicht d.h. Steuersenkungen für die Reichen, Ausgabensenkungen für den Rest der Gesellschaft. wenn ein Staat anfängt zu sparen, inkl. der tückischen Budgetplafonierung trifft das primär die Normalen Bürger

      • Zimmermann sagt:

        Genau lieber Urs, Schuld sind die bösen Banken…und nicht die Sozi-Programme die dank Windfahnen-Wischiwaschis dem Bürger täglich ihr Geld wegstehlen. Viele Staaten (auch Seldwyla) haben trotz sozialistischem Schiffbruch der Gutmenschenideologie nach gegeifert und stehen nun vor dem Bankrott
        Zu 4.Milliarden-Bürger-Abzocke hat der Seldwyla-Gutmensch 2010 ja gestimmt, unter Anleitung (oder wurden die gar mit Webeplakat-Millionen gekauft ) der „lösungsorientierten“ Stil und Anstands-Koalition der Vernunft….um nun beim ersten Stürmli über das teuer Leben abzujammern und Lohnerhöhung zu fordern

        • Richi sagt:

          Liebe/r Herr/Frau Zimmermann, nicht alles was nicht liberal ist, ist grad sozialistisch auch wenn dies uns gewisse politische Strömungen weiss machen wollen! Es gibt auch Schweizer, die Schweizer sind, obwohl sie nicht SVP wählen. Aber ich verstehe, dass es beruhigend ist, wenn man hier die Guten hat und dort die Bösen. Aber ja, gewisse Schuld an der momentanen Misere haben die Banken und dies schleckt weder ein Zottel noch Ihr aggressiver Kommentar weg! Übrigens, wer jammert jetzt, dass er Staatshilfe oder Eingriffe in den Markt braucht? Nicht der Bürger/Mittelstand!!!

          • Zimmermann sagt:

            Lieber Richi, nicht Böse und Gute, sondern Linke denen Gute und Nette mit ihrer Speichelleckerei,(Vollenwyder Türler Gut die Bündner Permanent-Lügnerin, Doschdorissli, Deiss) jeden Wunsch erfüllten um ihre Jöbli zu behalten, sind das Übel
            Darum stellen Linke immer dreistere Forderungen
            Die ihrerseits versprechen dem Verwaltungsfilz Pisskünstlern Mutterschaftsgeld bis Kultur-WC, jedem alles, um beim Staat abzocken zu können
            Solange es die Anderen bezahlen ging es auf
            Die US-Immo-Blase mit darauffolgender Bankenkrise hat der Zigarrenbefeuchter erst mit seinem Sozi-Jedem-Ami-sein-Heim ermöglicht

        • Urs sagt:

          Den Stammtisch gestern Abend nicht verlassen… oder etwa heute morgen bereits wieder da?

          • Zimmermann sagt:

            Der liebe Ursli, unser Stammtisch-Experte…etwa im selben Gutmenschenstil schwadronierte der Obersozi Gabriel heute am 8.9.11 bei Illner im ZDF über die bösen Banken….und der dumme dumpfe Wirtschaftswissenschafter J. Starbatty ( wohl kein Stammtisch-Experte) sagte, dass nur dank exorbitanten Staatsschulden überhaupt den Banken diese „Geschäftspraxis“ eröffnet wurde
            Und Richi wer jammert?!? vom Migroskunden über Mieter,ÖV-Preis- und KK-Prämienzahler Rentner etc bis Pensionskassen-Abzocker bei linken Verzinsungs -Vorlagen
            Und Seppli…in guten Zeiten ist der Depp grosszügig gegenüber dem Narr

        • Realist sagt:

          der/die einzige die hier geifert sind SIE!

        • sepp z. sagt:

          we muss man hirngewaschen sein, um reflexartig alles was nicht der neoliberalen logik folgt, als sozialistisch zu betiteln?
          zur erinnerung: vor der verbreitung des neoliberalismus in den 70ern frühen 80ern existierte die schweiz bereits. und sie war nicht sozialistisch.

  • Hansli sagt:

    Da könnten gleich die Bankiervereinigung mit einer Liste antretten. Das wäre ehrlicher.

  • Andy Müller sagt:

    Mich würde interessieren, wieviel mehr freisinnige Politiker noch für unsere KMU (nicht Grossfirmen) für neue Arbeitsplätze (ca. 300000 in den letzten Jahren), für wirksame Oekologie und für mehr Freiheit in der Gesellschaft arbeiten müssen bis die ganzen Runtermachsprüche aufhören. Aktuell arbeiten diese Leute doppelt so viel dafür wie Angehörige anderer Parteien, (siehe aktuelle Studien in den letzen Ausgaben der NZZaS) oder noch immer auf der Website der FDP. Die Freisinnigen gewinnen fast jede Abstimmung, weil Vernunft siegt, weshalb kommen ihre Exponenten so schlecht weg?

    • PlainCitizen sagt:

      Danke für den Hinweis. Die FDP ist sachlich erfolgreich, aber wählen wollen offensichtlich nicht gerade viele die FDP. Ich wünsche mir einen klareren Liberalismus, der auch kommuniziert wird.

    • Abstimmungen sind nur ein Teil der Politik.Das tägliche Regierungsgeschäft ist es was wohl viele von der FDP abweist.Zum Beispiel die Nichtverteilung dieser 2Milliarden welche vom FDP-BR mitinszeniert wurde.Aber auch die undurchsichtige Haltung um die AKW.s waren nicht gerade von suveränität umgeben.

    • Von wegen gewinnen jede Abstimmung. Die letzten 3 Steuervorlagen im Kt. ZH haben sie alle verloren. Aber das liegt eben wohl daran, dass die FDP die einzig vernünftigen einsam rufenden Propheten in der CH sind und alle anderen sind ach so böse populistische verirrte Schafe. Der Pelli hat es ja schon gesagt: Es genügt nicht „gute Arbeit zu leisten“. Wahrscheinlich sollte man diese FDPler mal mit einem lauten „HALLO“ aus ihrem dementen Delirium aufwecken

  • Andy sagt:

    Ich wahele eine Partei die sich fuer alle einsetzt die mehr als gar nichts und weniger als 250’000 verdienen im Jahr. Habe ich bis jetzt nicht gefunden in diesem Land. Deshalb bleibe ich waehrend denn Wahlen zuhause.

  • Tom Müller sagt:

    Hätte sich die FDP nicht so lange mit der SVP ins gleiche Boot gesetzt und zudem auch die Interessen des Mittelstandes und der Umwelt – zumindest mitberücksichtigt – statt fast ausschliesslich die Interessen von economiesuisse, des Grosskapitals, der Atomlobby und der Besserverdienendenzu vertreten, wäre sie auch heute noch für breitere Bevölkerungsschichten wählbar.

  • Susanne Schmid sagt:

    Tote kann man nicht wiederbeleben. CVP und FDP werden marginalisiert. Ich wähle SP, SVP und manchmal auch Grün. Die Mitte muss aufgerieben werden da Sie für die Zukunftsgestaltung unwichtig ist. Die beiden Parteien wechseln Ihre Meinung ja schneller als Plakate trocken sind. CVP für Familien die letzten 4 Jahre NICHTS! FDP für den Mittelstand NICHTS ! Die sind nicht mehr wählbar. Die FDP zudem ist nur eine UBS, Stromlobby etc. Parei hat in der Vergangenheit dem Mittelstand mehr geschadet. Swissair wurde gegraoundet jetzt werden die verantw. Parteien GEGROUNDET.

    • Hansli sagt:

      Die UBS ist SVP-Nah und nicht FDP. Und es waren SVP-Freunde, die der Swissair, „den Stecker gezogen haben“,…….

      • Susanne Schmid sagt:

        Bei welcher Partei ist Herr Villiger? Vom Bundesrat zum UBS Lobbyisten! Wer hat das Volk und den Rat angelogen bei der letzten Unternehmenssteuer-Reform? Herr Merz ! Bei welcher Partei ? So ginge es noch lange weiter, die Wähler haben sich von diesem Filz verabschiedet und das ist gut so. Der Mittelstand muss nun für seine Interessen und die Familien einstehen da keine Partei diese vertritt gibt es nur noch das Mittel der Initiativen ob von Links oder Rechts was auch immer passt wird gewählt. Partei-Strategen zieht Euch warm an, einfach dem Bürger nach dem Mund zu reden reicht nicht mehr.

        • Hansli sagt:

          Herr Ospel war SVP Freund!

          • Zimmermann sagt:

            Ja Hansli…..und darum ist die UBS….““SVP-Nah““…tönt ziemlich mondsüchtig

          • M. Bättiger sagt:

            Wow! Was für ein Argument! Eine Bank mit zehntausenden Mitarbeitern, mit einem FDP-Verwaltungsratspräsident und FDP-Parteimitgliedern wie Wufli, Ospel und Co. ist SVP-Nah, weil Hr. Ospel ein „SVP-Freund“ sei. Glauben Sie eigentlich selber den Käse, den Sie hier ablassen? Es wäre argumentativ noch stringenter gewesen, wenn Sie die 1jährige Tätigkeit von Spuhler bei der UBS genannt hätten aber so? Ojemine. Aber es muss ja bei solchen Statements schon einen Grund geben, warum Sie lieber nicht Ihren wirklichen Namen nennen wollen. Ich versehe dies!

      • Beobachter sagt:

        Lieber Hansli: Ist aBR Villiger nicht ein Freisinniger? Oder täusche ich mich? Auf jeden Fall hat er zusammen mit UBS-Ospel der Swissair den Stecker herausgezogen, indem sie sich weigerten der Swissair, die in eine Liquiditätsklemme geraten war, kurzfristig 1 Mrd. Cash zur Verfügung zu stellen. Dafür hat man dann später 2 Mrd. zur Stützung des Fluggeschäftes aufwenden müssen. Das sind noch Kaufleute. Ja, Villiger, im goldenen Nest geboren, niemals echt gefordert, war nie ein Unternehmer. Ein liebenswürdiger Schwätzer, etwas eitel und selbstverliebt. Eben freisinnig.

  • Roman Jakob sagt:

    Naiver geht’s ja kaum noch – kann mir daher nicht vorstellen, dass der Vorschlag ernstgemeint sein soll. Der Begriff „liberal“ ist heute dermassen verseucht, dass man sich besser nicht damit kontaminiert. Wer Grips hat, achtet daher auf Visionen und Positionen zu konkreten Herausforderungen der Zukunft. Von sowas hat sich die FDP aber schon längst verabschiedet. Da helfen auch Nacktfotos nicht weiter.
    Nein, nein, da ist es wesentlich gescheiter GLP zu wählen, da hat man dann wenigstens ein klein wenig besseres Gewissen und dort hat’s auch keine SVPler wie Doris und Filippo in der Partei…

  • Peter Waldner sagt:

    Die FDP hat seit Jahrzehnten versagt. Sie hat, was sie vertritt, gar nicht erst versucht nachhaltig durchzusetzen. Ganz „staatsmännisch“ versucht die FDP-Politik, es allen recht zu tun – und das kann keiner. Die SVP-Voten greift sie nicht auf, damit sie ihre „Partner“ bei der SP nicht vergrault – und umgekehrt. Die FDP war erfolgreich, als sie führte, weil sie die Führung übernahm – und sie stürzt ab, weil sie ängstlich nicht ihre eigene Meinung, sondern von Vorneherein den lauen Kompromiss durchzusetzen versucht! Um’s Himmel Willen ja nicht „populistisch“ sein! Wähler aber sind populus!

  • Erich Meier sagt:

    Wer soll denn angeblich leiden wegen des Niedergangs der FDP ? Wer die bürgerliche Zusammenarbeit verweigert und nicht einmal weiss, ob sie überhaupt eine bürgerliche oder eine Linkspartei ist, hat nichts besseres verdient.

  • Wenn man das „Profil“ und den Auftritt dieser Partei anschaut ist es sehr einfach festzustellen, welche Klientel angesprochen ist: Leute mit mit mindestens 5 Mio Vermögen und entsprechend hohen Einkommen. In dieser Kategorie wird man aber kaum mehr als 15% der Bevölkerung abholen können, zumal viele Millionäre SVPler sind. Von wegen freie Marktwirtschaft. Wenn die eigene Klientel in den grossen Firmen pleite geht, ist Sozialismus auch wieder recht, der Steuerzahler darf zahlen; Gewinne privat, Verluste dem Staat (sprich dem Mittelstand).

    • Roger Walser sagt:

      Es sind weniger als 5% die ein Vermögen über 5 Mio haben, also weit weniger als 15%.

    • M. Bättiger sagt:

      Auch dieses sozialistische Propaganda-Kredo der privatisierten Gewinne ist barer, sozialistischer Unsinn. Oder zahlen die Unternehmen keine Steuern? Tausende Firmen arbeiten in der CH, eine einzige (UBS) wurde unterstützt (mit Gewinn für den Bund). Und aus einem einzigen Beispiel machen Sie das Sätzchen „Verluste dem Staat“. Dass ist schon recht einfach, wie Sie hier argumentieren.

      • Und Sie argumentieren wohl gar nicht. Der Blocher hatte seinerzeit schon recht, als er sagte, dass wenn 1000 KMU’s pleite gehen keine einzige gerettet würde. Sozialismus kombiniert mit goldenem Fallschirm gilt in diesem Land nur für den FDP- Filz in den too big to fail Buden (ausser vielleicht auch noch für die Landwirtschaft).

  • Matthias sagt:

    Die tolle FDP Diktatur als jeder der Lehrer werden wollte das nur als bekennender FDP Wähler oder gleich Parteimitglied tun durfte? Toll. Können wir gleich nach China auswandern.

    • Damian sagt:

      Sie verwechseln hier die FDP mit der SP. Versuchen Sie mal Karriere bei der SBB zu machen – ohne SP-Mitgliedschaft…

  • PlainCitizen sagt:

    Ja, ich wähle FDP und verlange, dass die FDP sich wieder auf die liberalen Grundsätze besinnt.

    Die FDP steht als liberale Partei für die Freiheit zu handeln (sogenannte negative Freiheit). Zum Beispiel ein Unternehmen gründen.
    Die SP am anderen Ende steht für die Freiheit, es sich gut gehen zu lassen (sogenannte positive Freiheit). Und andere sollen das bezahlen.

    • Da braucht man kein LInker zu sein: Die FDP steht für Gewinne privatisieren und Verluste sollen die anderen mit Steuergeldern bezahlen, das ist auch eine positive Freiheit es sîch gut gehen zu lassen, oder?

      • M. Bättiger sagt:

        Gewinne privatisieren? Dann haben also die Unternehmen in den letzten Jahrzehnten keine Steuern bezahlt? Ach, das wusste ich gar nicht!

        • Roger Walser sagt:

          Ich habe auch Steuern bezahlt, und jetzt? Wenn ich aber zuviel ausgebe, kommt der Staat auch nicht und übernimmt meine Kredite, ich werde in den Konkurs gejagt. Bei grossen Firmen kommt aber der Staat und retet diese. Wo ist hier die Logik? Ein wesentlicher bestandteil des freien Marktes ist, dass eine Firma pleite gehen kann und das es keine Sicherheiten gibt.

          • M. Bättiger sagt:

            Dass der Staat die grossen (aha, schon eine Einschränkung!) Unternehmen rettet, ist eine blosse Behauptung. Sie hat das genau ein einziges Mal bei einer einzigen Bank getan (und hat daraus erst noch einen Gewinn in Milliardenhöhe erwirtschaftet). PS: wenn Sie privat pleite gehen unterstützt Sie der Staat mit Sozialhilfe.

  • PlainCitizen sagt:

    Wenn 50% der Politiker (Amtsträger, Parlamentarier) ihren Lohn vom Staat haben, dann geht der Liberalismus allmählich in die Binsen und der Etatismus herrscht mit Einschränkungen, Gebühren und Steuern.

    Und es ist so, dass insbesondere bei Linken und Grünen der Lohn vom Staat bezahlt wird, häufig auch in irgend einem Job der mit der Integrationsindustrie zu tun hat, direkt oder indirekt.

    Jedenfalls häufiger als in der SVP (wo’s am meisten Selbständige hat) und der FDP (wo’s am meisten Angestellte hat)

    • Hansli sagt:

      Die meisten Staatsabhängigen befinden sich nicht bei SP- und Grünen-Wähler. Alle Bauern sind eigentliche Staatsangestellte, die ganze nachgelagerten Betriebe sind davon indirekt ebenso abhängig. Bei marktwirtschaftlichen Verhältnissen wären da 80 bis 90% ihren Subventionsjob los.

      • zurbrügg sagt:

        So nen Blödsinn! 2% der Bevölkerung sind Bauern! Und davon sind, das weiss ich, viele SP und Grüne Wähler! Hingegen gibts kaum einen Linken Unternehmer, das wäre ein Widerspruch in sich. Dass die SP und die Grünen vor allem Staatsangestellte sind, ist wohl jedem klar, wer sonst würde diese Wirtschaftsfeindlichen Kandidaten wählen??

      • M. Bättiger sagt:

        Ja, ob all die Biobauern tatsächlich SVP-Wähler sind? Und bei „marktwirtschaftlichen Verhältnissen“ im Landwirtschaftsbereich hätten wir eben auch ganz andere Leitbestimmungen. Da können wir uns dann bezüglich Tierschutz, Landwirtschaftsschutz etc. an China orientieren. Schon komisch, wie Sie im Landwirtschaftsbereich den freien Markt ansprechen, obwohl die Bauern von Politik mit Regeln noch und nöcher eingedeckt und beschränkt werden. Aber Ihr Beitrag passt zu den restlichen von Ihnen. Immerhin halten Sie Ihr Niveau konstant.

    • Da sind sie aber ganz schön auf dem Holzweg. Viele der sog. selbständigen haben via Politfilz bzw. Beziehungen einen grossen Teil ihrer Honorarerträge aus Staatsaufträgen, darin sind insbesondere die SVPler Weltmeister und brüsten sich dann als grossartige freie Unternehmer. Ganz zu schweigen von den SVP Agrariern mit ihren X Milliarden an Direktzahlungen. Ist schon lustig, die einen haben sich gefälligst im globalisierten liberalen Markt selbst zu behaupten und für die anderen gilt staatlich verordneter Sozialismus mit Beschäftigungs- und Produktabnahmegarantie, Schutzzölle usw.

    • PlainCitizen sagt:

      Es gibt Zahlen zum Thema.

      • Hansli sagt:

        Die SVP hat am meisten Bauern in der Fraktion …. , also Staatsangestellte.

        • M. Bättiger sagt:

          Sie schreiben auch nur Mist zusammen (um bei einem bäuerlichen Bild zu bleiben). Sie leben in einer sehr einfachen Welt! Bauern sind nicht Staatsangestellte, weil sie nicht ihren gesamten Lohn vom Staat erhalten. Sie werden Subventioniert, weil Sie u.a. aufgrund des Staates Aufgaben übernehmen (Umweltgesetzgebung, Landesversorgung, Tierschutz, Erhaltung von Kulturland) , die dieser Vorgibt. Die SP hat die meisten Kultuschaffenden …. also Staatsangestellte?

          • Genau. Dank staatlicher Verordnung gilt für die Baurern Sozialismus: Beschäftigungsgarantie, Produktabnahmegarantie, zugesicherte Kontigente, Direktzahlungen, spezielle Schutzzölle, Schutz vor Wettbewerb etc etc., ein Bauer kann nie arbeitslos werden. Jeder andere Gewerbler oder Arbeitnehmer soll sich aber gefälligst auf dem globalisierten freien Martk selbst zurecht finden. Dasselbe Phänomen haben wir bei den von Ihnen erwähnten subventionierten kulturschaffenden Gutmenschen.

  • M. Bättiger sagt:

    Der Grund für den FDP-Niedergang ist für mich klar. Sie hat sich verabschiedet von einem klar bürgerlichen Gedankengut Keinem echt Bürgerlichen würde es in den Sinn kommen, die Einwanderung in die Schweiz der (globalen) Wirtschaft anzuvertrauen. Keinem Bürgerlichen würde es in den Sinn kommen, die Grenzsicherheit einer fremden Union zu übertragen. Keinem Bürgerlichen würde es in den Sinn kommen, die dir. Demokratie via EU-Beitritt einzuschränken. Keinem Bürgerlichen käme es in den Sinn, die Linke zu unterstützen (Ständeratswahl Bern). Dazu kommt die Mitte-Konkurrenz von EDU, EDV, GLP, BDP, CVP

    • Urs sagt:

      Beinahe alles ausgeklammert.. für was stehen denn nun die bürgerlichen?

    • Hansli sagt:

      Die FDP ist wie alle liberalen Parteien keine xenophobe rechtskonservative Partei. Die FDP kann ihre Wünsche entsprechend nicht erfüllen. Da sind sie beid er SVP gut aufgehoben.

      • M. Bättiger sagt:

        Jaja, wer nicht denkt wie Sie ist xenophob. Linksextremisten haben wohl so ein Weltbild. Aber wenn das dichtest besiedeltste Land Europas die höchste Einwanderungsrate der Welt aufweist, dann ist es sachlich gesehen völlig i.O., sich über die Masseneinwanderung gedanken zu machen. Und selbst die Beführworter der PFZ, die Versprachen, es werde eben gerade nicht zu einer Masseneinwanderung kommen (sei reine Angstmacherei der SVP) müssten jetzt eigentlich ehrlicherweise sagen: ja, wir haben uns getäuscht. Aber offenbar kann man sich dies nicht eingestehen.

    • Richi sagt:

      Ja genau nur die SVP ist bürgerlich, M. Bättiger und „Schweizer Wählen SVP!“ Ich wüsste nicht, dass wir schon das Ausländerstimmrecht eingeführt haben, oder wieso erhält die SVP sonst nicht 100% der Stimmen!

      • M. Bättiger sagt:

        Weil Schweier SVP wählen aber eben nicht alle Schweizer SVP wählen. Aber, aber Richi, dies sollten Sie doch wissen. Aber da lobt man sich die anderen Parteien wie die Gewerkschaften („ohne uns keine Schweiz) oder die CVP („Keine Schweiz ohne uns“) etc. Aber Sie könne mir ja erklären, weshalb ein Spruch à la „Schweizer wählen SVP“ anrüchiger sein soll also ein Sprüchlein „ohne uns keine Schweiz“. Ich bin ja gespannt. Oder obs einfach um Bashing und Ideologie geht? Ich denke schon. Ich bleibe bei meiner Aussage. Die FDP vor 15 Jahren hätte nie Schengen oder die PFZ eingeführt, nie!

      • M. Bättiger sagt:

        Bezeichnend auch, wie alle, die mit stigmatisierenden Anfeindungen an die SVP scheinbar nicht mit Ihrem richtigen Namen zu Ihrer Haltung stehen können. Das ist wohl bezeichnend und sagt alles aus…

        • Och wäre das schön, wenn wenigstens in einem einzigen Forum KEIN destruktives Parteienhick-hack stattfinden würde.Viele Leute scheinen eindeutig zu viel Kreisverkehr auf ihrem Arbeitsweg zu haben.

        • Richi sagt:

          Herzig wie Sie diskutieren, nie über die Sache – sonder nur über Details und den Zusammenhang aussen vor lassen. Mein Einwand richtete sich gegen Ihr Argument, dass ausschliesslich die SVP bürgerliche Politik macht – Schwachsinn, wissen Sie auch! Bitte verschonen Sie mich mit der Ideologie- und Bashing-Keul. Übrigens: Mein voller Name ist Richard Marti in Newsnetz oder im Blog Richi. Wir können gerne mal ein Bier trinken gehen und diskutieren was bürgerlich ist, sollten Sie mal im Zürcher Oberland/Glattal sein.. Meiner Definition nach: Was dem Mittelstand hilft – Parteihickhack sicher nicht!

          • M. Bättiger sagt:

            Keine Antwort ist auch eine. Da Sie keine Erklärung haben, warum „Schweizer wählen SVP“ schlimmer sein soll als „ohne uns keine Schweiz“, sind Sie eben tatsächlich bloss ein einfacher SVP-Basher. Auch habe ich nicht gesagt, dass ausschliesslich die SVP bürgerliche Politik macht sondern ich habe gesagt, dass sich die FDP von einer klar bürgerlichen Politik verabschiedet habe. Zu oft nimmt sie Positionen ein, die sie vor Jahren nie im Leben eingenommen hätte. Dass man sich bei einer Empfählung für den Ständerat BE nicht mehr zwischen Wyss (SP) oder Amstutz (SVP) entscheiden kann, sagt viel.

          • Hansli sagt:

            @Bättiger Die SVP hat sich seit langem der bürgerlichen Werte entledigt.

          • Richi sagt:

            @Bättiger: Tut mir Leid, wenn ich mit Ihnen nicht über tumbe Slogans diskutieren will, aber das ist mir zu dumm – Herje: Es sind Slogans! Mit dem Begriff „klar bürgerlich“ würde ich eine wenig vorsichtig sein. Keine Partei macht die „klar bürgerliche Politik“, nicht mal die SVP. Aber im Grundsatz bin ich ja mit Ihnen einig. Wobei ich mehr ein Problem mit dem FDP-Filz habe! Die Erklärung für die SR-Wahlen in BE ist eigentlich sehr einfach, die SVP hat einmal zu viel in die FDP-Suppe gespuckt! Wäre ich in BE, ich würde beide nicht wählen – obwohl ich mich als bürgerlich-konservativ bezeichne!

  • Susanne Schmid sagt:

    Aus den Kommentaren geht hervor, auch wenn die FDP und CVP das letzte Hemd auf den Wahlplakaten ausziehen und komplett Nakt auftreten. Sie werden im Herbst abrutschen und weitere Verluste hinnehmen müssen.
    Hören Sie sich Darbellay und Pelli an, der Wähler bekommt Ohrenschmerzen die schaden mehr als sie nützen die können doch nur noch die härtesten Parteifreunde begeistern.

  • Hanspeter sagt:

    Also, ich bezeichne mich gerne als liberal.
    – auch wenn knochenharte Sachpolitik in diesem Wahlkampf denkbar unsexy scheint.
    Die gfs-Wirksamkeitsstudie zur letzten Legislatur attestiert der FDP jedoch die effizienteste Partei im Palament zu sein.
    – auch wenn der Freisinn staatstragender Grösse nachweinen mag.
    Die FDP übernimmt seit 1848 Verantwortung für das Erfolgsmodell Schweiz. So lange wie keine andere Partei.
    Liberal, ohne tagträumerischen oder unternehmerischen Fantasien nachzuhängen. Lieberal, als wunderbar bewährte moderne Haltung!

  • Susanne Schmid sagt:

    Ich gratulliere der FDP dass Sie so treue Wähler hat wie Sie Hanspeter. Auch bei der Titanik spielte die Musik bis am Schluss. Wenn es so weitergeht kennen Sie wenigstens jedes Mitglied mit Vornamen es sind ja nicht mehr so viele.

    • PlainCitizen sagt:

      Und was soll die Aussage sachlich heissen?

      • Richi sagt:

        Ich denke, ist der Kommentar ist als Antwort auf den aalglatten Werbespot zu verstehen! Die FDP hat auch anteilsmässig am Meisten PR-Profis und Kommunikationsspezialisten.Schön, wenn man sich noch selber auf die Schultern klopfen kann. Trotzdem gibt’s bei den nächsten Wahlen wieder auf’s Dach! Velo-Tour hin, Velo-Tour her!

  • Jeanclaude sagt:

    Banker, Offizier, Kontrolleur, Vorschreiber, Arroganz, Zünftler und Logenbrüder. Das ist der stolze Schweizer Spiessbürger von gestern und ein richtiger FDP-ler. Heute sind all diese Eigenschaften, Titel, Seilschaften nicht mehr so wichtig oder gar obsolet (Armee=unnötige Lachnummer, Banker=parasitische Versager, Zünftler- und Logenbrüder=zur SVP übergetretene Rechtslastige.
    Gut, dass die FDP sich wenigstens ehrlich für das „Erfolgsmodell Schweiz seit 1848“ bekennt. Leider etwas lange her und heute
    das Gegenteil. Pelli merkt dies jeweils erst nach den Wahlen.

  • Fritz Meier sagt:

    Der heutige freisinnige Liberalismus ist eben ein ganz spezieller. Es ist der resolute Kampf mit allen Mitteln für die Freiheiten einer sehr kleinen Minderheit auf Kosten der Freiheiten der Mehrheit. Diesem Kampf ordnet die FDP ihre ganze Politik unter und es ist auch die wahre Motivation für „weniger Bürokratie“ und „weniger Regulierungen“. Als ehemaliges FDP Mitglied habe ich diese verheerende Entwicklung hautnah miterlebt. Heute ist diese Partei das Gegenteil von staatstragend und nur noch für eine extrem kleine, egoistische Minderheit wählbar.

    • Susanne Schmid sagt:

      Das sehe ich genau so, man kann die Partei mit den Neo Liberalen in den USA vergleichen. Diese Glaubensbrüder leiden unter Wahrnehmungs-Verlusten. Ein Beispiel: Beinahe der ganze US Immobilienmarkt wurde verstaatlicht da die Banken bankrott gegangen wären. Nichts mit Neoliberalismus, das ist Sozialismus aber davon reden Sie nicht gerne. UBS in der Schweiz? Ohne Staatshilfe wäre die Bank heute Geschichte. Das Modell FDP hat in dieser Form ausgedient, das gleiche gillt auch für die CVP, ist weder Christlich noch Familienfreundlich, nur Selbstdarsteller.

  • Lennart Kirill sagt:

    Die FDB ist für mich schon seit langem nicht mehr wählbar weil das F im Parteinamen nicht mehr für Freisinn sondern für Filz steht. Eine Partei die gegen Paralellimport von überteuerten schweizer Pharmaprodukten aus der EU eintritt um so die Pfründe ihrer Sponsoren zu beschützen, setzt sich nicht mehr für die Freiheit Aller ein sondern die Bereicherung einiger weniger auf Kosten der Allgemeinheit. Die grössten Böcke in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte der letzten 10 Jahre wurden vom FDP Filz geschossen (Swissair, UBS, etc), die daraus notwendigen Lektionen wurden noch nicht gezogen.

  • Gion Saram sagt:

    Eigenverantwortung ist mir ein genauso grosses Anliegen wie es die FDP Wahlwerbung kundtut, aber nach dem ausgerechnet ein FDP Bundesrat (Pascal Couchepin) die Rabatte für die Eigenverantwortungs fördernden hohen Franchise beim KVG aus reinen wahltaktischen Gründen zusammengestrichen hat, hat für mich dieses verlogene Häuflein von Abzockern das letzte Restlein an Glaubwürdigkeit verspielt. Die Zustimmung zu biometrischen Pässen war da noch das Krönung der Verlogenheit. Nicht die FDP als Parteien aber die meisten ihrer Exponenten gehören auf den Müllhaufen der Geschichte!

  • Damian sagt:

    Was vielen Kommentatoren hier fehlt, ist der Blick fürs Ganze. Die GFS Studie hat gezeigt, dass die FDP im Parlament die wirkungsvollste Partei ist (obwohl sie nur die drittgrösste Fraktion hat). Zudem sollte der sog. Zürcher Freisinn nicht mit der FDP per se verwechselt werden. Die Debakel, die SVP-Anbiederung, die einseitige Klientelpolitik – das war eine (!!!) von 26 Kantonalparteien.

    Viele der wichtigsten Entscheide werden auf Kantonal- und Kommunalstufe gefällt. Wer stellt hier die Meisten Politiker? Wer stellt die Meisten Gemeinderatspräsidenten? Wer trägt diesen Staat? Jep, FDP.

    • Richi sagt:

      Mhh, ist nicht Mitautor dieser Studie ein gewisser Herr Claude Longchamp? Haben Sie versucht das Punktesystem der Studie zu verstehen, wie die Wirkung „gemessen“ wurde? Ich könnte das System so anpassen, dass eine andere Partei obenauf schwing, wette? oder einen anderen Zeitraum aussuchen – die Resultate (CVP, SP, SVP) sind so nahe beieinander- keine Signifikanz! Die Studie wurde übrigens von Bank Julius Bär & CO. AG in Auftrag gegeben – wäre schon komisch gewesen hätte die SP gewonnen, nicht? @Josi: Social Media-Marketing? Erwischt!!! Sollte schon authentisch und nicht so plump daherkommen..

      • Damian sagt:

        Es ist ja bei weitem nicht das erste Mal, dass die FDP als konstruktivste Kraft aus Studien hervorgeht. Der Zeitraum 2000-2010 ist zudem keinesfalls zufällig gewählt.

        Statt in Verschwörungstheorien zu schwelgen schlage ich vor, dass du der Studie Fehler nachweist oder sagst, wie man sie besser durchführen könnte.

        • Richi sagt:

          Nein, die Studie hat nicht wirklich Fehler, aber beweist auch nichts wirklich! Es kommt darauf an wie man die Punkte verteilt, wie ich den Massstab setze, was ich selektiere…ist immer so, nennt man Statistik! Verschwörungstheorien? Nein nicht wirklich – sondern Menschenverstand: Wes‘ Brot ich ess‘, des Lied ich sing!“ Aber wenn die FDP ja so konstruktiv ist, warum verliert sie permanent? Sind die Stimmbürger einfach zu dumm, das Konstruktive der FDP zu sehen? So dumm, dass man mit einer „wissenschaftlichen“ Studie von Bankiers finanziert das Gegenteil beweisen muss?!!

  • Josi sagt:

    So habe ich das wirklich noch nicht überlegt. Aber logisch. Wir sollten endlich wieder auf die liberalen Werte setzen. Hat sich nicht eben bestätigt, das die FDP die liberalste Partei ist? Das sollten wir unterstützen.

  • Lennart Kirill sagt:

    @Damian Ich glaube gerne das die Situation in den Gemeinden und anderen Kantonen so ist wie sie von Ihnen beschrieben wird.
    Nur bleibt dann für mich noch die Frage offen, weshalb diese fähigen und verantwortungsbereiten nicht endlich dafür sorgen das
    die Oberfilzläuse in der nationalen Führung der FDP endlich entsorgt werden. Etwa vielleicht weil sie alle auch darauf hoffen
    mal in die Kaste der Oberfilzläuse aufzusteigen?

    • Damian sagt:

      @Lennart

      Das weiss ich leider auch nicht. Bei einigen trifft deine Vermutung wohl zu. Andere sind vielleicht einfach zu beschäftigt mit Job, Familie, Weiterbildung und Parteiarbeit oder ihrem Amt, um sich auch noch darum zu kümmern. Vor allem wenn sie selber keine entsprechenden Ambitionen haben und geeignetes Personal fehlt.

      Frag dich mal, wieviele junge, intelligente Leute sich heute noch in der Politik engagieren. Und wieviele sich das nicht antun wollen und lieber mehr Freizeit und Geld suchen.

  • Georg Stamm sagt:

    Der Niedergang der FDP ist auch dadurch begründet, dass diese Partei selbst den Liberalismus mit Füssen tritt. Beispiel: Slogan „Mehr Freiheit – weniger Staat“. Realität: Im Bulletin des BAG vom Jan. 2004 schrieb in einem Editorial der Direktor Zeltner voller Stolz, seine Mitarbeiterzahl habe sich innert 10 Jahren fast verdoppelt ! Wie passt das zu „weniger Staat“ ? Der Gesundheitsminister war damals P. Couchepin, FDP, und heute ist es D. Burkhalter, FDP. Die FDP ist ganz einfach nicht glaubwürdig weil sie das nicht vorlebt was sie predigt.

  • Es ist viel einfacher: Die FDP muss einfach wieder liberal sein! Heute ist sie ein mehrheitlich konservativer Haufen von Lobbyisten!

    Liberal heisst eben auch: Für eine aussenpolitische Öffnung, für Abbau von Protektionismus, liberale Wirtschaftspolitik zum Vorteil der gesamten Volkswirtschaft statt Lobby-Tätigkeiten für einzelne Branchen, gegen das Festhalten an veralteten Mythen bei der Armee, gesellschaftsliberale Reformen und nicht nur immer der SVP hinterher rennen…

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