Sozialhilfe für Reiche

Manchmal sind die Linken die besseren Liberalen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Forderung nach einer nationalen Erbschaftssteuer, was zunächst absurd erscheinen mag. Es ist aber eine Tatsache, dass die überzeugendsten Argumente für die Besteuerung von Erbschaften von einem liberalen Grossdenker stammen, von John Stuart Mill (1806-1873). Gerade die Anerkennung des Leistungsprinzips, das von den Verfechtern einer liberalen Wirtschaftsordnung bis heute immer wieder betont wird, muss nach Ansicht von Mill zu einer Beschränkung von Erbschaften führen. Denn anders als der Erblasser habe der Erbe nichts zur Entstehung des Vermögens beigetragen. Darum betonen echte Liberale: Verdientes Vermögen ist alles, was man sich selbst erarbeitet hat – und dies sollte möglichst wenig oder gar nicht besteuert werden. Unverdientes Vermögen wie Erbschaften darf der Staat abschöpfen. Aus der Sicht des Leistungsprinzips hat geerbtes Vermögen die gleiche Qualität wie Sozialhilfe. 

Mill wies auch darauf hin, dass die Konzentration von Reichtum die Freiheit einer Gesellschaft bedroht, wenn immer weniger Personen dank Erbschaften immer grössere Vermögen besitzen. Und es ist nicht zu bestreiten, dass grosse Vermögen einen grossen politischen Einfluss erlauben. 

Länder mit einer liberalen Tradition wie zum Beispiel die USA haben das Erben immer sehr kritisch betrachtet. Erbschaften verhinderten eine offene Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Startchancen haben sollen. 

Erbschaften zu besteuern ist liberale Philosophie: Besucherin eines Pferderennens.

Erbschaften zu besteuern ist liberale Philosophie: Junge Besucherin eines Pferderennens.

«Superreiche Erben schaden uns», meinte Hans Kissling, Ökonom und Chefstatistiker des Kantons Zürich in den Jahren 1992 bis 2006, in einem Interview mit dem «Beobachter» anlässlich der Veröffentlichung seines Buchs «Reichtum ohne Leistung. Die Feudalisierung der Schweiz.» Die Vererbung von politischer Macht widerspreche radikal unserem Verständnis von liberaler Demokratie. Kissling fordert aber auch aus wirtschaftlichen Gründen eine nationale Erbschaftssteuer für Reiche. Studien zeigten, dass sich Länder mit hoher Ungleichheit schlechter entwickeln als Länder mit wenig Ungleichheit. Je ungerechter ein Wirtschaftssystem vom Mittelstand und unteren Schichten empfunden werde, desto stärker werde der Ruf nach staatlichen Eingriffen. Und diese bedrohten dann wirklich die Wirtschaft. 

Die kürzlich lancierte und von Hans Kissling mitgeprägte EVP-Volksinitiative, die von SP und Grünen mitgetragen wird, würde die Bildung von Risikokapital und die Weiterführung von vererbten Unternehmen erschweren, warnt der Dachverband Economiesuisse in einer Stellungnahme. Ähnlich pauschal liesse sich behaupten, dass in Gesellschaften mit grossen Erbschaften die wirtschaftliche Dynamik erlahmt. (Erben konzentrieren sich vor allem auf die Verteidigung ihres Besitzstandes, alte Strukturen werden zementiert und Wagemut gebremst.) Der unternehmerische Antrieb werde gehemmt, wenn die Hinterbliebenen «mit der Beute nicht auch die Klauen geerbt haben», sagte der berühmte liberale Ökonom Joseph Schumpeter (1883-1950). Schliesslich sollte es möglich sein, Steuersätze und Freibeträge der Erbschaftssteuer so auszugestalten, dass sie nicht der Wirtschaft schaden. 

Länder mit einer liberalen Tradition wie zum Beispiel die USA haben das Erben immer sehr kritisch betrachtet. Erbschaften verhinderten eine offene Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Startchancen haben sollen. Schliesslich solle der Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen, realisierbar sein. Die liberale Philosophie geht davon aus, dass alle Menschen gleich und frei sind. Deshalb seien mit der Französischen Revolution die Geburtsprivilegien abgeschafft worden, sagte der Zürcher Uni-Professor Georg Kohler in einem Bericht im «Blick». Weil die rein formale Rechtsgleichheit allein nicht genüge, sei der Sozialstaat nötig. «Der Sozialstaat braucht aber Geld», sagte Kohler, der dem linksliberalen Gedankengut des Freisinns nahesteht. «Erbschaftssteuern sind aus liberaler Sicht gewiss berechtigt und gerecht.» 

Gemäss der EVP-Initiative sollen Nachlässe von mindestens zwei Millionen Franken mit einem Steuersatz von 20 Prozent belastet werden. Für KMU sind spezielle Regelungen vorgesehen, um ihren Bestand nicht zu gefährden. Zwei Drittel der Einnahmen von schätzungsweise drei Milliarden sollen an die AHV gehen, ein Drittel an die Kantone. Bedenkenswert wäre eine andere Variante der Erbschaftssteuer, die auch das Herz der Liberalen höher schlagen lassen sollte, wie der Journalist und Ökonom Markus Schneider in der «Weltwoche» meinte. Es soll zwar eine Erbschaftssteuer eingeführt, im Gegenzug aber die Vermögenssteuer abgeschafft werden. 

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329 Kommentare zu «Sozialhilfe für Reiche»

  • Alain Burky sagt:

    Grundsaetzlich einverstanden, denn das wuerde die Reichen motivieren, ihr Geld vermehrt in den Wirtschaftskreislauf zu investieren, anstatt „anzuhaeufen“.
    Ueber gewisse Details (wenn Vermoegen z.B. in der Landwirtschaft gebunden und Grundlage des Erwerbs ist),
    muesste man gute Loesungen finden.

    • Anton Lienhard sagt:

      Da haben Sie wohl etwas nicht richtig verstanden. Die Reichen legen ihre Millionen ja nicht unter das Kopfkissen sondern investieren, z.Bsp. in Aktien, Immobilien oder in Konsumgegenstände. Das Geld kommt also sehr wohl in den Wirtschaftskreislauf, entweder als Invesition oder für Konsumgüter. Ein wichtiges Argument gegen diese Steuer ist aber die Mobilität der Reichen. Wenn in der Schweiz eine Erbschaftssteuer eingeführt wird, kann der wirklilche Reiche seinen Wohnsitz dorthin verlegen, wo keine Erbschaftssteuer anfällt oder das Geld vor dem Tod steueroptimiert verteilen.

      • Alain Burky sagt:

        Das sie abwandern koennten – ist wohl richtig. (aber wohin ist auch noch die Frage?).
        Man kann Geld so der so investieren, aber wo profitiert die Allgemeinheit gross, wenn die Reichen ihr Geld
        z.B. vor allem fuer pers. Zwecke (Immobilien, Jachten, Schmuck) investieren, und nicht in die Infrastruktur ?

        • Karlmax Schmid sagt:

          Sie beziehen ihr Gehalt wohl vom Staat und der erhält das Geld ja vom heiligen Geist oder ev. doch von den Steuern der Reichen? Noch nie auf den Gedanken gekommen von Bau der Immobilien, der Herstellung von Jachten und Schmuck verdienten auch viele Leute ihr tägliches Brot,oder eben dann nichtmehr?

          • Alain Burky sagt:

            Es gibt innovativere Dinge, mit mehr und besserer Wertschoepfung, z.B. High-Tech in vielen techn. Bereichen …

        • Roberto sagt:

          Als Abwanderungsziele kommen real Österreich und Italien in Frage (erheben keine bzw maximal 4% Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen). Aber man muss gar nicht real abwandern, ein guter Wirtschaftsanwalt kann ihre Vermögensstruktur so umstrukturieren, dass zumindest der grösste Teil der Steuer entfällt. Oder man kann pro Forma für eine Steuerperiode an einen schenkungssteuerfreien Ort umsiedeln und eine Schenkung machen. Es handelt sich bei mobilen vermögenswerten (Aktiendepots, Geld) um eine leicht umgehbare Steuer, die Dummen werden ortsgebundenen KMU und Hauseigentümer sein.

        • Alain Burky sagt:

          Bevor Sie mich so unflaetig attakieren – eine kleine Information:
          In meinem langen Arbeitsleben (seit 16J. in allen 3 Sektoren) habe ich ueber 90% fuer die Privatwirtschaft gearbeitet.
          (den Rest in einem int. orientierten nationalen interdisziplinaeren Forschungsinstitut).

      • Alain Burky sagt:

        Beim Erben im Allgemeinen unterscheidet man zw. Kontinetal-Europaeischer und Angelsaechsischer Philosophie.
        par exemple:
        Ich mag die buergerl. Burgunderweine mehr – als die Bordeaux-Aristokraten.

      • Edwin Beeler sagt:

        Sollen halt abwandern, diese „Reichen“, am Besten in das schöne Monaco oder sonstwohin, wenn sie keine Heimat, sprich, keinen Bezug zu ihrem Wohnort, keine sozialen Netze haben, aber die Infrastruktur benützen wollen, die ihnen die einkommensbesteuerten Arbeitnehmer ermöglichen. Ihre schulpflichtigen Kinder werden es ihnen danken, mit Geld erwirbt man sich keine Achtung und Liebesfähigkeit gegenüber den eigenen Sprösslingen. Sollen es doch fressen, das Geld, wenn mindestens 1.8 Mio nicht reichen….

        • Markus Sennheiser sagt:

          HerrBeeler,
          Mann könnte meinen hier, die Schwez ist Mittelpunkt Erde ! Genau durch unsere Reisefreudigkeit sollte mann wissen dass es 1000 andere schönnere orte gibt. Und wenn mann nicht nur faul am pool oder strand hängt nimmt man auch dort eine infrastruktur war. und wenn mann dann noch genauer hinschaut wird man festellen dass diese leute jergenwie glücklicher aussehen. also bitte !!

          • Edwin Beeler sagt:

            Herr Sennhauser
            man könnte meinen, Sie würden selber einkommenslos, aber schwerreich dank Erbschaft – im Verhältnis zum Lohnausweisbesteuerten – nur ein bisschenVermögenssteuern bezahlen. Genau dank der steuerlichen Belastung von Arbeit (und ein bisschen Vermögen) plus MwSt-Abgaben können Sie hier die Infrastrukturen (Strasse, Schiene, Schwimmbad, Schulen etc.) benützen, Sicherheit geniessen, Sozialleistungen beziehen (AHV etc.) usw. Wer sich als Privatperson mit einer Netto-Erbschaft von 1.8 Mio für „arm“ hält, tja, dem ist wirklich nicht zu helfen – soll halt wegziehen, bitte schön.

        • Roberto sagt:

          Man muss nicht abwandern um die Steuer zu umgehen. Wohnort für ein paar Wochen verlegen und eine Schenkung machen reicht, danach kommt man ohne Steuerpflicht aus den „Ferien“ zurück. Oder auch schon die geschickte Umstrukturierung des Vermögens in anonyme Vehikel in den div. Steueroasen der Welt, alles kein Problem, Globalisierung sei dank. Aus irgend einem Grund sind Wirtschaftsanwälte so gut bezahlt, sie können für den Kunden eben noch mehr rausholen… Die Initianten der Erbschaftssteuer machen die Rechnung ohne den Wirt.

          • Damian sagt:

            Aha, Wohnort verlegen…was ist der Wohnort? Steuerlich gesehen gilt der Lebensmittelpunkt. Das heisst; Kinder aus der Schule nehmen, Haus vermieten oder verkaufen, Vereine verlassen etc.

            Auch bezüglich Steueroasen und Vermögensumstrukturierung muss ich sagen, dass dies so einfach nicht möglich ist.

            Das Recht auf Meinungsäusserung ist übrigens ein Recht und keine Pflicht.

          • Roberto sagt:

            @Damian: Die Leute, die sich mit der Vererbung grosser Vermögen beschäftigen, haben i.d.R. schon erwachsene Kinder, die muss man sicher nicht umschulen. Den Wohnort muss man ja nicht für immer verlegen, sondern höchstens für 183 Tage.

          • Alain Burky sagt:

            @Roberto:
            Sie haben sicher einen sehr anspruchsvollen Beruf – sind Sie „Rechtsverdreher“ also Advovat … ???

        • Hans Meier sagt:

          Herr Beeler: Das werden die auch tun. Schaden wirds aber nicht denen, sondern Ihnen. Oder wachsen in Ihrer Gemeinde die Steuergelder an den Linden auf dem Gemeindeplatz?

        • tobe or not tobe sagt:

          Weihrauch für die Reichen? Ein Mensch braucht keine Milionen oder gar Milliarden. diese Gelder fehlen den andern…. sich immer als retter der Wirtschaft hinzustellen geht NICHT MEHR!!!!

          Ich als Schweizerbürger bekomme knapp Fr. 1100.- Sozialhilfe, wenn die Arbeitslosenkasse nicht zahlt oder Sperrtäge anfallen. WIE SOLL MAN SO LEBEN ????????‘

          • Hans Füglistaller sagt:

            wir wärs mit arbeiten und geld verdienen?

          • Edith sagt:

            Herr Füglistaller,
            sie waren wahrscheinlich noch nie ARBEITSLOS, sonst würden sie nicht eine so DUMME Antwort geben.
            Hoffentlich passiert dass IHNEN auch einmal.

          • Paul Schlup sagt:

            Und dazu noch die Wohnung gratis, die Krankenkasse, das Tram, der Coiffeur usw.,keine Steuern. Da lebt es sich mit 1100.- im Monat doch recht komfortabel im Vergleich mit jenen, die arbeiten.

        • Müller sagt:

          Ein grosser Teil der Reichen und Superreichen sind die Totengräber für die Demokratie. Wer das nich checkt ist von Blindheit und Dummheit geschlagen. Die Zeit wird kommen in der mancher Reiche seine Dummheit teuer bezahlen wir

      • Anh Toan sagt:

        Die Superreichen verlegen Ihren Wohnsitz unter anderem in die Schweiz, weil die Schweiz keine Erbschaftssteuern (fuer Ehegatten und direkte Nachkommen) hat.

        @Alain Burky. Auf Rowan Abramowitchs Yacht arbeiten 60 Personen. Laueft die Yacht in einen Hafen ein, herrscht Hochkonjunktur. Haben Sie Vermoegen, muessen sie es zumindest als Bargeld dem Staat leihen (banknoten sind im Prinzip zinslose Staatsanleihen), wollen Sie dies nicht, muessen Sie es anders „verleihen“ oder verkonsumieren. Allenfalls das Horten von Gold a la Dagobert Duck ist volkswirtschafs schaedlich.

        • Alain Burky sagt:

          Was macht Monaco – wenn Sarko ein bisschen mit dem Zaunpfahl winkt ?
          In Andorra ist er ja bereits Co-Praesident …

          • Roberto sagt:

            Monaco muss sich vor Sarkozy nicht fürchten, denn man hat mit Frankreich ein Abkommen, dass Franzosen in Monace der französischen Steuerpflicht unterstellt sind. Alle anderen Nationalitäten sind in Monaco steuerfrei – man muss lediglich ein Depot von 300’000$ bei einer monegassischen Bank hinterlegen.

          • Alain Burky sagt:

            @Roberto:
            Ich bin kein Sozi, durchaus buergerlich orientiert,
            aber Sie kennen sicher die buergerl. Franz. Revolution, wenn es die „Aristokraten“ auf die Spitze treiben.
            Was ist der Unterschied zw. einem Blut- oder Geldaristokraten …

          • Alain Burky sagt:

            Das Gesetz zw. F-Monaco laesst sich anscheinend gut umgehen.
            Anders laesst es sich schwer erklaeren, dass viele eh. trad. Franzoesische Firmen ihr Domizil in Monaco haben …

        • Edwin Beeler sagt:

          @Anh Toan: Mehr Einnahmen dank Erbschaftssteuern (ab 2 Mio) bewirkt u.a mehr Gelder für Forschung & Entwicklung, längerfristig also mehr Arbeitsplätze (nicht nur jene als Schuhputzer auf Abramowitchs Yacht), weniger Steuerbelastung auf Einkommen (Lohnausweis), d.h. mehr Konsum, d.h. mehr Umsatz für Unternehmen, d.h. wiederum mehr Arbeitsplätze auf diesen Firmen (nicht nur Arbeitsplätze als Putzkraft auf Oligarchen-Yachten). Etc. usw. usf. – Schönes Wochenende allen Einkommenssteuer-Pflichtigen.

          • Roman Günter sagt:

            @Edwin Beeler: Genau da ist der hässliche Klumpfuss der Initiative. Es wird viel geredet, woher und wie das Geld eingezogen werden soll, es wird aber nie erwähnt, warum es eingezogen werden soll. Dass der Staat Geld braucht, ist wohl das schwächste aller möglichen Argumente. Es ist eben NICHT gewährleistet, dass der Geldgeber (Erblasser) einen Gegenwert (Investition in Infrastruktur, Gelder für F+E, weniger Steuerbelastung) für seine Nachfahren erhält. Die grosse Wahrscheinlichkeit besteht, dass zusätzliche Gelder sinnlos verpulvert werden. Beispiele sind massenhaft vorhanden.

      • Helveticus sagt:

        @Lienhard: Das Verständnisproblem liegt bei Ihnen. Wie kommt das Geld leichter unter die Leute: a) wenn ein reicher Erbe einen grossen Wald zum Jagen und eine grosse Burg als Ferienhaus kauft oder b) wenn er alles in mittlerer Grösse erwirbt und einen Teil des nicht erarbeiteten Geldes an die Allgemeinheit abführt, die damit Polizeistationen, Kindergärten und Strassen bauen lässt, alles ausgeführt von privaten Unternehmen? Denken hilft.

        • Thomas sagt:

          Werden denn heute keine bzw. nicht genug Polizeistationen, Kindergärten und Strassen gebaut? Sicher schon, und dass auch der Staat „zuwenig“ Geld hat, zwingt ihn – leider nicht oft genug wie Nagelhäuschen und Limmat-Hafenkräne belegen – haushalterisch mit dem Geld umzugehen.

        • Anton sagt:

          oder der reiche leiht sein geld einem jungen bill gates der dann eine firma aufbaut die zehntausenden arbeit verschafft.
          zu ende denken hilft!

          • Alain Burky sagt:

            Da bin ich sehr einverstanden !

          • Alain Burky sagt:

            Aber, nicht alle Reiche haben so einen Charakter und Menschenkenntnis – in Risikokapital zu investieren …

          • Alain Burky sagt:

            Aber ich finde es sehr interessant, wenn Sie mir – lieber Anton, die Geschiche der Informatik in CH,
            oder besser gesagt, die verpassten Chancen seit den 50-ern, erklaeren wollen …

    • Damian sagt:

      Auch investiertes Kapital würde zur Besteuerung gelangen…hier müsste man gute Regeln einführen.

    • Urs sagt:

      Wenn da nur die +40 weltweit verteilten und OECD legitimierten Steueroasen nicht wären… Die gesammte Steueroptimierungsstruktur verhindert listigerweise jede Nationale Initiative, Einer der Hauptgründe das ein staat und dessen Einwohner in denbankrott getrieben wird. Die Massnahmen die zur Sanierung eingeführt werden verschonen die Reichen und Unternehmen und belasten die Armen wasauf längere Sicht in neofeudale und u.U. faschistische Strukturen führt. Ein immer grösseres Heer von verarmtens teht einer imemr kleineren Elite gegenüber die unfähig noch willens ist von ihrem Reichtum abzugeben

      • Helveticus sagt:

        Was also schlagen Sie vor, Urs? Resignieren, nichts tun und darauf warten, dass es auch bei uns knallt und brennt?

        • Urs sagt:

          Es gibt genügend Vorschläge, doch die werden wie Aussätzige nur mit einen Mundschutz betrachtet und nur mit langem Stock angefasst. Gleichzeitig hängt man sich ganze Berge von Knoblauch vor die Türe, hängt überall Spiegel auf um am Ende diesen Vorschlägen den tödlichen Holzpflock in die Brust zu stossen. Ich bin für eine alternative Steuer- und Abgabenstrategie sowei Kapital- Investitions- Gewinn transferabgaben in der EU sowie in der Schweiz. Immerhin ein Handelsraum von 500 Mio. Menschen und stabilen Strukturen. Ebenfalls müssen die Binnenmärkte etwa durch Lohnerhöhungen gesträrkt werden.

      • Roberto sagt:

        Die Schweiz ist alles andere als bankrott, wohl gerade deshalb, weil man auf eine Erbschaftssteuer und Kapitalgewinnsteuer verzichtet und so verhindert, dass schwerreiche Personen zu solchen Steueroptimierungsmethoden greifen müssen.

        • Urs sagt:

          Nicht bankrott? Ich bezeichne die Budgetplafonierung sowie die Dauersparerei auf kosten der meisten bereits als eine Bankrott Erklärung. Was denken Sie wie weit nach unten denn noch gespart werden soll? Bis auch sie was mitbekommen, wenn etwa kein Geld mehr für Schulen, Transport usw. da ist? Das geht im kleinen auch in meiner WOhngemeinde wo die Beiträge an das Spital gesenkt wurden. Im Gegenzug wurde mir die KK Prämie erhöht. Die Gemeinde hingegen hat die Steuern für Gutverdiener senken können. Was hab ich davon? Rein überhaupt gar nichts und je länger je weniger.

        • Urs sagt:

          Es gibt genügen Reiche die nicht mal Steuern- Abgaben etc. abgeben wollen wenn Flat Rate Tax Systeme eingeführt sind oder die Steuern auf tiefstständen sind. Diese Indivdiuen wollen einfach keinen Beitrag für alle leisten und dürfen gerade deshalb vom Steuervogt nicht mit samthandschuhen angefasst werden. Ich hab die Nase gestrichen voll von diesen Superreichen die vor laute Gier den hals nie voll bekommen. Den Ueberschuss an Reichtum verzocken die eh nur an den finanzmärkten. Von Investitionen keine Spur, und wenn dann doch nur um Steuern zu sparen.

          • Karlmax Schmid sagt:

            Ich habe die Nase voll von den Jammerer auf hohem Niveau,die es besser mal mit Arbeiten versuchen sollten als halbtageweise hier herum zu plären und Vorschläge zu verbreiten wie man das Geld anderer verplempern könnte. Spitäler die nicht rentieren sind zu schliessen. Nur haben das unsere roten Könige noch nicht begriffen,die bauen lieber noch neue.

        • Hanspeter Niederer sagt:

          Kurz gesagt, die Schweiz lebt auf Kosten des Auslands, indem sie eine Steuerfluchtburg ist. Die Schweiz klaut den andern Staaten das Geld, das sie von ihren vermögenden Bürgern zugute hätte. Asoziales Verhalten in Reinkultur !

    • Jan Edlund sagt:

      Hier mal eine Meinung zum deutschen Kommunismus, der sich leider auch schleichend in der Schweiz breitmacht. Mein Vater hat sein ganzes Leben lang hart gearbeitet und eine Firma aufgebaut. Er hat jährlich in Deutschland den Höchststeuersatz von nahezu 50% bezahlt. Zählt man alle Steuern (Mehrwert, Benzinsteuern etc.) zusammen, bleiben von 100 Euro nur noch 30 Euro für denjenigen übrig der das Geld erarbeitet hat. Von dem was dann übrigbleibt, wollen dann alle diejenigen, die nie hart oder am besten überhaupt nicht gearbeitet haben nochmal Geld. Leistung lohnt heute nicht mehr!

    • Rudolf Mühlemann sagt:

      Anton Lienhard argumentiert punktgenau. Das Geld der Reichen liegt auch nicht unter der Bettwäsche. Die Wirklichkeit ist weder romantisch noch simpel. Man kann die Sache aus vielen Perspektiven betrachten und zu ebenfalls vielen Erkenntnissen gelangen, oder was man dafür hält. Viele haben partiell recht. Das reicht aber zur Lösung des Problems nicht aus. Die Mobilität und die Kreativität der Vermögenden ist aus erkennbaren Gründen um Klassen besser, als bei den Habenichtsen. Schumpeter hat mit seiner Diagnose „mit der Beute nicht auch die Klauen geerbt“ voll ins Schwarze getroffen.

    • Zimmermann sagt:

      Der linke Neid-Gutmenschen Filz hazieht wieder sämtliche Register
      Medienfilz-Hetze..
      2 Mio Untergrenze………… da kommen zufälligerweise neben der eigenen Klientel auch gleich noch viele Wohneigentümer um diese Wegelagerei herum.
      Und dass man wie schon bei der Mutterschaftsversicherung ( im 5.Anlauf)
      die sonst immer vom linken Filz angefeindeten und ach so subventionierten Bauern kauft ist nur noch wiederlich.
      Und sollte das dann so auch nicht klappen, wird es wohl wie üblich, nach unpassenden Abstimmungsresultaten mit der Umsetzung happern, oder fremde Richterlein müssen nachhelfen

    • Zimmermann sagt:

      Der linke Neid-Gutmenschen Filz hazieht wieder sämtliche Register
      Medienfilz-Hetze..
      2 Mio Untergrenze………… da kommen zufälligerweise neben der eigenen Klientel auch gleich noch viele Wohneigentümer um diese Wegelagerei herum.
      Und dass man wie schon bei der Mutterschaftsversicherung ( im 5.Anlauf)
      die sonst immer vom linken Filz angefeindeten und ach so subventionierten Bauern kauft ist nur noch wiederlich.
      Und sollte das dann so auch nicht klappen, wird es wohl wie üblich, nach unpassenden Abstimmungsresultaten mit der Umsetzung happern, oder fremde Richterlein müssen nachhelfen

  • Maja sagt:

    Wenn Capodici schon in Betracht zieht, dass die Erbschaftssteuer den KMUs schaden könnten, verstehe ich nicht warum er dafür ist. Spezielle Regelungen bedeuten auch immer Schlupflöcher für andere. Am Schluss ist der, der blöde der ein Haus erbt und keine Möglichkeit hat sich Schlupflöcher zu suchen.

    • Roman sagt:

      Ein Haus erben, das über 2 Millionen wert ist (siehe letzten Abschnitt)? Tolle Hütte! Sorry, aber in dem Fall nehmen Sie entweder eine Hypothek auf, um die 400’000 Franken Steuern decken zu können oder streichen Netto mindestens 1 Million ein. Weder das eine noch das andere wäre ein schlechtes Schiksal, um das Sie viele beneiden würden…

      • Kurt Imhof sagt:

        Heutzutage kostet eine 4-5Zimmer Wohnung im Raum Zürich schnell einmal gegen die 2 Mio. Was wenn ein Familienvater stirbt und die allein erziehende Mutter mit drei Kindern 400000 Franken bezahlen soll? Wie soll sie das tun? Die findet, wenn sie sich virwiegend um die Kinder gekümmert hat eh kaum einen Job und erhählt niemals einen Kredit. Ist so ähnlich unseren Nachbarn passiert.

        • Helveticus sagt:

          Was, wenn ein Familienvater stirbt, und die allein erziehende, nicht arbeitstätige Mutter mit drei Kindern keine Wohnung in allerbester Superluxus-Top-Prime-Lage hat? Dass eine 4,5 Zimmer-Wohnung im Raum Zürich verbreitet 2 Millionen kostet, stelle ich in Abrede. Das ist Gugus, die Ausnahme, nicht die Regel. Dass man mit einer Sicherheit von 1,6 Mio Fr. keinen Kredit über 400’000 Franken erhalten soll, kann ich nicht nachvollziehen. War die Whg vorher schon mit Hypotheken belastet, dürfte das Eigenkapital nicht 2 sondern 0,4 Mio betragen haben.

        • Roger Walser sagt:

          @Imhof: Die ersten 2 Mio sind Steuerfrei. Sie bezahlen die 20% erst für das Vermögen, welches die 2 Mio überschreitet. Wenn die Wohnung noch mit Hypotheken belastet ist, werdend die vom Vermögen abgezogen. Wenn ein Familienvater eine Wohnung im Wert von 2 Mio. finanzieren kann, dann kann er seine Familie auch entsprechend absichern (Lebensversicherung), damit, nebst dem tragischen Verlust des Vaters, nicht auch noch das finanzielle Fiasko droht. Wenn er die Lebensversicherung als 3. Säule macht, kann er davon sogar steuerlich profitieren.

          • Rolf Bombach sagt:

            DIe destruktive Kraft der Erbschaftssteuer sieht man gut in Deutschland. Dort müssen viele Kleinbetriebe im Erbfall Konkurs anmelden und die Angestellten auf die Strasse stellen. Auch in CH sehe ich das sehr skeptisch. Die Superreichen haben „Modelle“, um diese Steuer mit Stiftungen und dergleichen zu umgehen, die wenig verdienenden haben nichts zu vererben; wieder einmal wird also eine sozialistische Neidsteuer auf den Mittelstand zukommen, der Melkkuh der Nation.

          • Helveticus sagt:

            Für KMU sieht die Initiative Sonderregeln vor, damit sie nach wie vor weitergegeben werden. Im übrigen fällt es heute schon vielen Kleinbetrieben schwer, eine Nachfolgeregelung zu finden, was nichts und nimmer mit einer potentiellen Erbschaftssteuer zu tun hat, sondern sehr oft mit erfolgten Steueroptimierungen und zu hohen Ablösesumme für die Unternehmen. Und unterlassen Sie das Gelaber von Neid endlich mal, das soll nur davon ablenken, dass hierzulande der Mittelstand fortwährend zugunsten der Reichen entgeignet wird.

  • tommaso sagt:

    Eines der Hauptargumente gegen die Erbschaftssteuer sticht meines Erachtens gar nicht, dass es sich nämlich um bereits versteuertes Geld handle. Dabei ist fast jedes Geld, das ausgegeben wird, bereits einmal versteuert worden. Wenn ich mein brav versteuertes Einkommen in den Laden trage und der Inhaber aus dem (hoffentlich) versteuerten Gewinn seinen Angestellten Löhne zahlt, was ist daran so anderes, als wenn ich von meinem reichen Papa Geld erbe und dieses dann in den Laden trage? Warum muss ich erarbeites Einkommen versteuern, geschenktes aber nicht? Absurde Logik!

    • Gerd Brügger sagt:

      Sorry Herr tommaso, aber ihre „Logik“ ist keine Logik! (Hier liegt das Problem!!) Das geerbte Geld wurd ja schon mal irgend wie verdient (das fällt nicht vom Himmel..). Geht man davon aus, dass der Vererber -sei es durch Immobilien oder einem KMU, sein Geld investiert und somit verdient hatte, wurde das Geld auch schon zig mal versteuert. Als genau so, wie sie (und ich) beim erarbeitetem Einkommen.

      • Kurt Ochsner sagt:

        Das Argument der „Mehrfachbesteuerung“ kann nur glauben, wer nicht weit denkt. Jeder Franken in meinem Portemonnaie (ich habe gerade einen von 1999) ist schon x-fach versteuert worden. Besteuert wird ja nicht dieser Fränkler an sich, sondern sein Eigentümerwechsel. Der neue Eigentümer zahlt Steuern, wenn der Fränkler zu seinem Lohn oder Gewinn gehört. Auch das Argument „Abwanderung“ ist nicht fundiert. Der Kanton ZH nahm jedes Jahr mehr ein, als er die Erbschaftssteuer für Nachkommen noch kannte. Es ist eben nur eine Minderheit, die zum Steuern sparen als Jetset-Nomaden leben möchte.

  • Fritz Stalder sagt:

    Und wieso sollen diese Einnahmen wiederum zum grossen Teil der AHV zugute kommen? – Wäre sinnvoller, wenn man dieses Geld anderswo produktiv einsetzte oder die Einkommenssteuern für den arbeitenden (Mittel-)“Stand“ etwas senkte und damit Konsum- als auch Sparpotential freisetzte. Die Schweiz ist schon zu sehr ein Rentner-Land mit Rentner-Privilegien. – Vielleicht sollte man denjenigen „Alten“, die über grosses Vermögen verfügen (die meisten Millionäre sind über 65…), erst ‚mal die AHV-Rente streichen, – sie brauchen sie nämlich nicht als Ueberlebensgrundlage.

  • tommaso sagt:

    Schon acht Uhr und die Neidkeule ist noch nicht geschwungen worden? Ich war übrigens selber Nutzniesser einer (kleinen) Erbschaft und fand es völlig absurd, dafür keine Steuern bezahlen zu müssen, für mein sauer verdientes Erwerbseinkommen aber schon…

  • Anton Lienhard sagt:

    Der Multimillionär, der sehr alt wird, kann die Erbschaftssteuer mit einer geschickten Steuerplanung mindestens teilweise umgehen. Der andere Multimillionär, der 47jährig stirbt und minderjährige Kinder hinterlässt, hat wohl keine geschickte Erbschaftssteuerplanung gemacht, da er nicht mit seinem frühen Tod gerechnet hat. Die minderjährigen Kinder verlieren früh ihren Vater und dürfen noch hohe Erbschaftssteuern bezahlen. Gerechtigkeit?

    • Roger Walser sagt:

      Lieber Herr Lienhard ist Ihnen Ihr Kommentar nicht selber peinlich? Die Kinder kriegen anstelle der 8 Mio. nur noch 6.8 Mio. das ist als wirklich ungerecht. Besonders gegen über den Kindern des Fabrikarbeiters der mit seinem Gehalt immer so knapp über die Runden kam. Denen nimmt man nichts weg!! Ist wirklich sehr ungerecht.

      • Anton Lienhard sagt:

        Nein, mein Kommentar ist mir überhaupt nicht peinlich. Ich selber bin bald 60 Jahre alt und habe als Selbständigerwerbender meine Angestellten immer sehr gut bezahlt. Ich habe gerne gearbeitet, so ca. 60 Stunden pro Woche und mache eigentlich nie Ferien. Da haben sich einige Millionen angehäuft, die ich mal meinen Kindern vererben will. Ich würde es als sehr ungerecht empfinden, wenn nun auf meinem selber erarbeitetem Geld nochmals Steuern anfallen würden (ich bezahle pro Jahr schon jetzt weit mehr als Fr. 150’000 Steuern), schlussendlich zu Gunsten von teilweise unsinnigen Staatsausgaben.

        • Roger Walser sagt:

          @Lienhard: Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Erfolg. Ihnen ist aber schon bewusst, dass dieser nicht möglich gewesen wäre, wenn Sie nicht von den erstklassigen Voraussetzungen in der Schweiz hätte profitieren können. Selber haben Sie das vermögen auch nicht erarbeitet, sie wurden von Ihren Mitarbeitern unterstützt. Ich will Ihre Leistung nicht schlecht reden, bitte Sie aber Ihren Blickwinkel ein bisschen zu öffnen. Übrigens, wenn Sie irgend etwas mit Ihrem versteuertem Geld kaufen zahlen Sie damit nochmals Steuern, MwSt., Benzinsteuer, Alkoholsteuer, Tabaksteuer usw.

          • Anton Lienhard sagt:

            Ich jammere ja nicht, dass ich hohe Einkommens- und zusätzlich Vermögenssteuern bezahlen muss, nebst einer hohen AHV-Abgabe, obwohl ich nie soviel AHV erhalten werde, wie ich bis jetzt schon bezahlt habe. Aber irgendwann ist das Mass voll und man muss sich dann überlegen, ob mann nicht eine steuerlich bessere Lösung finden soll. Zudem wird im obstehenden Blog erwähnt, dass vererbtes Vermögen versteuert werden soll, nicht aber das Einkommen! Die EVP/SP/etc wollen aber eine Erbschaftssteuer neben der Einkommenssteuer und neben der Vermögenssteuer und neben den AHV/IV/ALV-Abgaben!

          • Roger Walser sagt:

            @Lienhard: Sie möchten einen funktionierenden Staat, der Ihnen Rechtssicherheit gibt, eine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung stellt, mit einer stabilen und verlässlichen Politik, funktionierende Sozialsysteme usw. Kein Problem, aber das kostet. Egal in welcher Form, auch Sie müssen bezahlen, wie alle anderen auch. Bis jetzt hat die Schweiz das auch sehr gut gemeistert. Aber leider wollen immer mehr Reiche sich aus Ihrer Verantwortung stehlen. Der Trend in letzter Zeit war, die Reichen zu entlasten und den Mittelstand zu belasten. Der Mittelstand fängt aber an sich zu wehren.

          • Damian sagt:

            Ein kluger Mann sagte einmal: Ich zahle gerne Steuern. Mit ihnen kaufe ich mir Zivilisation.

        • Gerd Brügger sagt:

          Herr Walser: Es steht ihnen doch frei, sich auch – wie Herr Lienhard, selbstständig zu machen und Mitarbeiter zu beschäftigen (die wiederum Steuergelder generieren). Insbesondere wenn sie ja „erstklassige Voraussetzungen in der Schweiz“ vorfinden – wie sie sagen. Ich mutmasse aber, dass Hr. Lienhard mehr Steuern in den Staat gebuttert hat, als wir beide zusammen je zahlen werden (können). Wenn ergo seine Kinder sein Vermögen erben, ist dieses Gelt schon zig mal versteuert worden! Vielleicht wäre es hilfreicher sich mehr an Fakten zu halten und das „Sozial-Geschwafel“ mal bei Seite zu lassen.

          • Roger Walser sagt:

            @Brügger: Das mit dem zig mal versteuert worden stimmt nur bedingt. Da ein Teil seines Vermögen durch Wertzuwachs entstanden sein wird. Dieser wurde noch nie besteuert. Mein Einkommen wurde auch schon zig mal besteuert, AHV/IV, EO, NBU, Einkommenssteuer usw., aber trotzdem wird fast jeder Franken den ich für den Konsum ausgebe nochmals besteuert, MwST. Tabak- und Alkoholsteuer usw. Sie sehen das Argument mit der Mehrfachbesteuerung hinkt. Da es allen gleich geht. Faktisch ist die nicht Besteuerung des Erbe eine steuerliche Bevorzugung.

        • Armin Hugentobler sagt:

          @ Herr Lienhard: Sie haben sich ihr Geld zwar hart erarbeitet, ihre Kinder jedoch nicht. Diese kriegen ein grosses Vermögen, ohne überhaupt etwas dafür getan zu haben. Ihren Kindern tun Sie damit übrigens keinen Gefallen, im Gegenteil. Lohn ohne Leistung verdirbt den Charakter. Dekadenz ist das Resultat. Auch Sie wären heute nicht der erfolgreiche und engagierte Geschäftsmann, wenn Sie ihr Vermögen zum Nulltarif bekommen hätten. Insofern müsste die Steuer noch wesentlich höher sein; Vermögende Eltern, die für Ihre Kinder das beste wollen, enterben diese. Vernünftige Kinder verstehen wieso.

          • Anton Lienhard sagt:

            Armin Hugentobler, da bin ich nicht Ihrer Meinung. Ich verwöhne meine Kinder nicht, die wissen, was arbeiten heisst. Aber es ist für sie einmal einfacher, wenn sie eigenes Kapital haben und nicht bei einer Bank um einen Kredit betteln müssen. Zudem, sollte die Erbschaftssteuer tatsächlich eingeführt werden, werde ich sehr wohl für eine Steueroptimierung sorgen, damit eben keine Erbschaftssteuer bezahlt werden muss. Die Initianten sind entweder blauäugig und naiv oder unehrlich und wollen nur Wahlpropaganda machen. Diese Steuer wird schlussendlich nicht viel einbringen, sie wird umgangen.

          • Anton sagt:

            @hugentobler
            und die leistung des sozialhilfeempfängers ist welche? und wieso werfen sie alle sprösslinge von reichen eltern in einen topf? etwas selbstkritischer könnten sie ihren voten gegenüber schon sein. oder sind sie selbst etwa einer dieser dekandenten erben die sie angesprochen haben?

      • Erich Schlumpf sagt:

        @ Roger Walser – was haben die Kinder des Fabrikarbeiters mit dem Diebstahl an den Reichen zu tun ? Die Kinder des Fabrikarbeiters haben gute Chancen einmal in der gleichen Situation zu sein. Was Sie anrühren ist die Neidkeule, Herr Walser. Hier geht es aber darum, dass links mit dem Diebstahl der Reichen die AHV und die Kantone finanzieren will. Das Problem der AHV ist damit aber nicht gelöst und die Kantone arbeiten immer noch nicht effizienter. Man versucht einen Waldbrand temporär mit der Wasserpistole zu löschen. Resultat: weitere Steuererhöhungen, auch beim Fabrikarbeiter !

      • Helveticus sagt:

        Nicht Sie sollen Erbschaftssteuern bezahlen, sondern ihre Kinder, die sich ihre Millionen nicht erarbeitet haben. Wenn Sie als Unternehmer wohlhabend geworden sind, dann vermutlich deswegen, weil sie neben der eigenen Arbeitsleitung den Mehrwert zwischen Leistung und Lohn der Angestellten abgeschöpft haben. Das ist völlig in Ordnung, sollte aber auch bedacht sein.

        • Erich Schlumpf sagt:

          @ Helveticus – hören Sie doch bitte auf von einer Hand voll „Lohnextremisten“ auf alle Reichen zu schliessen. Das ist billig und zeugt von Unkenntniss.

      • Marcos sagt:

        Warum schenken sie ihren Kindern den die Millionen nicht schon jetzt?

    • Marco Meier sagt:

      Die Kinder erben trotz Erbsteuer immer noch genug, daher ist eine Frage nach Gerechtigkeit lächerlich. Ein Bauarbeiter mit drei minderjährigen Kindern stirbt frühzeitig, die Mama kann dann auf die Sozialhilfe und hat keine rosigen Aussichten. Gerechtigkeit? Klar hinkt der Vergleich gewaltig, aber Reiche jammern auf hohem Niveau.. Und mit solchen Statements verbreitet sich die Meinung, dass Reiche ihr Geld gar nicht verdienen.

      • Roger Walser sagt:

        @Meier: Der Grundsatz lautet, jeder soll nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit steuern bezahlen, deshalb bezahlen Reiche auch mehr Steuern, da sie wirtschaftlich leistungsfähiger sind, als Leute die Weniger verdienen. Deshalb ist es auch in Ordnung wenn die Kinder eine Erbschaftssteuer bezahlen, sie werden dadurch in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt.

        • Nico Meier sagt:

          In der Regel existiert in einem Land entweder eine Vermögenssteuer oder eine Erbschaftssteuer. Schauen sie sich die Länder mit den Erbschaftssteuern an und sie werden merken, das einerseits keine Vermögenssteuer gibt und das andererseits das ganze Steuersystem anders ausgelegt ist. In der Schweiz sind die Bodenpreise sehr hoch und ein eigenes Haus zu kaufen kostet viel durch den Wertzuwachs eines Hauses werden viele Mittelstandsfamilien durch diese Vermögenssteuer so stark belastet, dass sie in vielen Fällen das elterliche Haus verkaufen müssen. Der Superreiche weicht aber ins Ausland aus.

  • Roger Walser sagt:

    Weshalb haben eigentlich Erben den grösseren Anspruch auf das Erbe als die Allgemeinschaft? Wenn man es ganz sachlich betrachtet konnte der Erblasser sein vermögen auch nur durch die Unterstützung der Allgemeinheit erarbeiten. In den meisten Fällen haben die Erben nur wenig oder nichts dazu beigetragen.

    • Stephan Schori sagt:

      Das ist ja wohl das Gröbste, was ich hier gelesen habe: wenn also jemand sein ganzes Leben lang hart gearbeitet hat, um Geld zu verdienen und es dereinst an seine Kinder weiterzugeben, dann hat er wohl dazu nichts beigetragen, sondern eigentlich die Öffentlichkeit??? Und dann sind Sie ja auch für die Enteignung alles Eigentums und dessen Verteilung? Dann kann ich nur sagen: willkommen im Kommunismus. Das kann wohl nicht ihr Ernst sein.

      • Roger Walser sagt:

        @Schori: Von der eigenen Hände Arbeit ist noch selten jemand reich geworden. Wenn Sie in 40 Jahren ein Vermögen von 2 Mio erarbeiten möchten, müssen Sie jedes Jahr einen Überschuss von CHF 50’000.– haben, nebst Ihren Ausgaben für das normale Leben. Wie wollen Sie das mit normaler Arbeit erreichen? Den Arbeiter den Sie ansprechen wird nie soviel Vermögen haben. Es funktioniert nur, wenn Sie unterstützt werden, durch Angestellte, oder vom System bevorzugt werden. Umzonung von Ackerland in Bauland.

        • Stephan Schori sagt:

          Vielleicht können Sie sich das nicht vorstellen, aber es gibt durchaus Leute, die eine gute Geschäftsidee haben, eine Firma gründen und damit viel Geld verdienen, was ja auch völlig okay ist. Oder Leute, die eine gute Karriere machen und gut verdienen oder aber ein Ehepaar verdient zusammen sehr gut etc. etc. Eines ist auf jeden Fall all diesen Leuten gemeinsam: es geht andere überhaupt nichts an, was sie mit ihrem Geld anfangen! Natürlich brauchen all diese Leute auch die Unterstützung von anderen und der Gesellschaft, deswegen müssen sie aber nicht ihr Geld „zurückgeben“.

          • Stephan Schori sagt:

            Und ausserdem: wenn man keinen Anreiz mehr sieht, durch seine Arbeit besser zu verdienen und ein besseres Leben führen zu können, so führt dies dazu, dass sich der Mensch nicht mehr anstrengt mit der Konsequenz, dass alle gleich viel verdienen. So ein System hatte man in der DDR und man hat gesehen, wohin das geführt hat.

          • Roger Walser sagt:

            @Schori: Ich will Ihnen nicht vorschreiben was Sie mit Ihrem Geld machen, geht mich wirklich nichts an. Es ist auch legitim, dass Sie durch die Verwirklichung einer guten Idee viel Geld verdienen. Aber am Schluss, wenn Sie sterben, geben Sie ein Teil davon an die Gesellschaft zurück, den Rest kriegen die Erben. Schliesslich hat Ihnen die Gesellschaft auch viel gegeben.

        • Maja sagt:

          Dadurch ermöglichen sie einem Arbeitnehmer seinen Lebensunterhalt zu verdienen und je nach Ausbildung selbst ein Vermögen aufzubauen. Es ist immer ein Risiko sich selbständig zu machen. Sie haben nicht alles durchdacht.

    • Erich Schlumpf sagt:

      Herr Walser, nochmals, Sie schwingen hier die Neidkeule ! Die Allgemeinheit hat vom grossen Vermögen schon profitiert indem sie hohe progressive Einkommensteuern und Vermögensteuern absahnen konnte. Die Familie des Erblassers hat sehr wohl etwas am Vermögen mit beigetragen. Oder geniessen Sie von Ihrer Familie keinen Rückhalt ? Klar sieht eine Erbschaftssteuer aus wie eine einfache Steuer, die keinem Weh tut – aus der Sicht deren, welche sie nicht bezahlen müssen.

      • Helveticus sagt:

        Niemand neidet den Tüchtigen den Erfolg. Aber ihre Erben, die selbst noch nicht tüchtig gewesen sind, sollen einen Teil an die Allgemeinheit abgeben. Punkt.

        • Erich Schlumpf sagt:

          Herr Helveticus – schliessen Sie bitte von sich nicht auf andere ! Die Erben sollen also noch mehr der Allgemeinheit abgeben. Nehmt denen doch gleich alles weg – ob das der Linken Front in der CH wohl genug ist ? Der Neid ist halt ein leidiges Uebel !

          • Helveticus sagt:

            Wären Sie so freundlich, persönliche Beleidungungen zu unterlassen, ja? Versuchen Sie mit Argumenten zu überzeugen, falls Sie dies können.

    • Ja Herr Walser, ganz so sachlich ist Ihr Beitrag auch wieder nicht.Ich kenne viele Leute, welche gut verdient haben, aber zu erben wird es dort kaum etwas geben.Vergessen Sie nicht, wir leben in einer Zeit des konsumierens,wo das Geld für Luxusautos,reisen um die ganze Welt, Motorboote, Wohnmobile und vieles mehr ausgegeben wird.viele dieser Aktivitäten steuern das Geld ins Ausland und sind in höchstem Masse umweltschädlich.Die EVP,SPund Grüne welche immer vom Umweltschutz lavern wollen nun aber ausgerechnet diejenigen bestrafen, welche ihr Geld nicht auf der ganzen Welt verschleudern!

      • Damian sagt:

        Verschleudern? Das nennt man Konsum, davon lebt die Wirtschaft.

      • Roger Walser sagt:

        @Bossert: Hoffentlich geben die Leute das Geld aus und horten es nicht auf ihrem Sparbüchlein. Ihr und mein Arbeitsplatz hängt davon ab, das Leute Geld ausgeben und konsumieren. Gehortetes Geld, ob auf der Bank oder unter dem Kopfkissen, nützt der Wirtschaft nichts.

        • Damian, Walser,Sie haben ( oder wollten) beide nicht begriffen was ich geschrieben habe.Inder Schweiz werden keine Autos und ähnliche Fahrzeuge gebaut! Weltreisen finden in der Regel ausserhab der Schweiz statt! Ferien am Meer auch.Der Stau am Gotthardt bei allen erdenklichen Gelegenheiten lässt Grüssen! Aber Sie wollen ja nicht an solche Dinge denken, Sie möchten nur neiden.

          • Damian sagt:

            Und was ist mit der Mehrwertsteuer die anfällt und via Staat wieder ausgegeben wird? Was ist mit den Angestellten der Autoimportsgesellschaft? Was ist mit der Besteuerung von deren Gewinnen? Was ist mit der Reisebüros und ihren Angestellten?

            Aber Sie wollen ja nicht an solche Dinge denken, Sie möchten nur trollen.

          • Damian, geben Sie doch zu, dass Sie nur konsumieren möchten.Die von Ihnen genannten Anteile sind sehr klein im Verhältniss zu dem was ins Ausland fliesst . Auf mein Argument Umwelt sind SIe wohlweislich nicht eingegangen.

    • Ursi Mahrer sagt:

      Wenn es so kommt mit der Steuer dann wird es immer weniger Leute geben welche sich abarbeiten keine Zeit für Ferien haben und auch sonst kaum an der Konsumgesellschaft teil nehmen.Keine die KMUS auf die Beine stellen.Sondern es werden immer mehr schmarotzen wollen.Das Angebot erhöht die Konsumenten.Ich würde mich auch so entscheiden.Weil ich nicht zurück kann,bleibt nur die Suche nach einem Weg.Gespart habe ich für meine Kinder.

    • Anton sagt:

      wenn man es ganz sachlich betrachtet, sagen sie?? ist wohl ironisch gemeint…
      sie tun ja gerade so, als ob der hart arbeitende mensch sein leben lang keinen einzigen rappen steuern bezahlt hätte! meine güte. die anspruchshaltung gewisser linker kreise ist schon absurd.

  • Nikolaus sagt:

    Noch ein Argument für ein Grundkapital, wie es der US-Liberale Bruce Ackerman seit Jahren vorschlägt: die reicheren Menschen finanzieren aus ihrem Vermögen rsp. ihrer Erbschaft ein Grundkapital von 80’000 Dollar für alle Jungen, welche einen Schulabschluss vorweisen können. Damit ist die Chancengleichheit zum Studieren, ein Haus finanzieren oder ein Geschäft aufbauen für alle gleich. Nicht zuletzt wird dadurch auch der Zusammenhalt innerhlab der Gesellschaft und der Generationen gefördert: wir halten zusammen, auch über die Generationen hinweg.

  • Anh Toan sagt:

    Der Familienvater mit Eigenheim und 60% Hypo stirbt. Die Aufnahme von Hypotheken zum Bezahlen der Steuer ist nicht moeglich, da die Zinsen auf Grund des reduzierten Einkommens nicht tragbar sind. Das Haus muss verkauft werden! Nimmt man den Ehepartner von der Besteuerung aus, muss der Erblasser vorher den Haupterben ehelichen, nimmt man Nachkommen aus, adoptieren.
    Zumindest braucht es hohe Freibetraege (10-20 durchschnittliche Jahreseinkommen) pro Erben, damit schafft man Anreize, grosse Vermoegen zu verteilen, viel Geld fuer den Staat bringts so aber nicht.

    • Roger Walser sagt:

      @Toan: Ihnen ist schon bewusst das Hypotheken Schulden sind und man die vom Vermögen abzieht. Bsp. Erbe erbt Haus im Wert von 3 Mio. abzüglich der 60% Hypo bleiben noch 1.2 Mio, das sind weniger als 2 Mio. deshalb steuerfrei. Das Haus werden die Erben wahrscheinlich trotzdem verkaufen müssen, da die Bank Ihre Hypotheken zurück will.

      • Anh Toan sagt:

        @Roger Walser: Schreiben wir die Freigrenze in die Verfassung, bleibt sie dort als Nominalbetrag stehen, ohne Inflationsausgleich.

        Will die Initiative, wie sie vorgibt, die Konzentration von Reichtum verhindern, muss ein Freibetrag pro Erbe, nicht pro Nachlass, z.B. als vielfaches einer AHV Rente definiert werden. So wird der Erblasser gezwungen, sein Vermoegen zu verteilen. Man muesste dann auch die Pflichtteile im Erbrecht fuer grosse Vermoegen abbauen. So waere ich einverstanden.

        Bei der chancenlosen Initiative gehts aber nur um Ausnutzen des Neides fuer den Wahlkampf.

        • Pascal Meister sagt:

          Guter Beitrag! Und man könnte noch weitergehen und für junge Empfänger (z.B. unter 35) tiefere Steuersätze vorsehen, sonst vererben bald nur noch die 90jährigen den 60jährigen, was herzlich unsinnig ist.

          • Anh Toan sagt:

            @Pascal Meier: Ja, wir muessen Anreize schaffen, dass die Gross oder gar Urgrosskinder erben, diese koennen mit der Erbschaft ein Studium oder den Aufbau eines Unternehmens finanzieren.

      • Helveticus sagt:

        Das Schlagwort Neid ist wohl als Killerargument gedacht, aber es ist nur ein Wort, kein Argument. Freibeträge oder Ausnahmen muss man als Prinzip in die Verfassung schreiben, die Zahlen kann man in der Verordnung regeln.

        • Anh Toan sagt:

          @Helveticus: Das Schlagwort Neid sollte kein Argument sein, sondern erklaeren, warum jemand eine chancenlose, schlecht ausgearbeitete Initiative macht: Sie schreiben richtigerweise, man muesse die Zahlen in der Verordnung regeln (oder als Vielfaches einer AHV Rente). Macht man dies, riskieren die kleinen EFH Besitzer zur Kasse gebeten zu werden, denn die Verordnung unterliegt nicht dem Referendum. Dann ist die Intitiative aber chancenlos. Von der EVP angefuehrt, lassen sich die „Linken“, aufs Niveau der SVP herab. Initiativen werden zur Eigendarstellung der Parteien missbraucht.

          • Helveticus sagt:

            Zweifellos wären Sie von der Initiative betroffen, als Erbe in spe oder als Erblasser. Anders kann ich mir Ihre Ausführungen nicht erklären. Ich empfehle Ihnen Abstand zu nehmen und über den Begriff Gemeinsinn zu kontemplieren.

          • Anh Toan sagt:

            @Helveticus:. Gemaess dem Artikel stehen die 2 Mio im Initiativtext, also nacher in der Verfassung. In dreissig (gewisse Auguren sagen in ein paar) Jahren haben vielleicht viele von uns ein paar Millionen zu erben oder vererben, vielleicht kostet ein Fahrrad bereits 1 Mio. Ich kenne keine Verfassungsbesimmung (=Initiativtext) mit einem CHF Betrag, das ist schlechte Juristerei.

            Und warum genau darf ich meine Meinung, die hinter dieser Initiative stehenden Absichten seien nicht lauter, nicht auessern? Warum darf ich nicht sagen, Erbschaftssteuern schon, aber bitte nicht komplett falsch

          • Helveticus sagt:

            Habe ich Ihnen den Mund verboten? Äussern sie, was immer Sie möchten. In der Tat muss ich Ihnen zugestehen, dass ihr Einwand stichhaltig ist. Eine Verbesserung der Initiative, die man im Gegenvorschalg berücksichtigen könnte. Allerdings macht die Initiative auch in der vorliegenden Form grundsätzlich Sinn, und ihr Einwand könnte lediglich darauf abzielen, eine schweizerische Erbschaftsinitiative zu verhindern und die Reichtumsallokation für die faulen Nüsse im Geldadel sicherzustellen.

          • Anh Toan sagt:

            @Helveticus: Zur Verhinderung der schaedlichen Reichtumsallokation brauchts Abschaffung der Pflichtteile im Erbrecht und ein Erbschaftssteuer mit Freibetrag pro Erbe (nicht Nachlass). Dann kann man von mir aus das Erbe auch (z.B. zum Rentensatz) als Einkommen progressiv besteuern. Majn kann Freibetraege aus frueheren Erbschaften anrechnen, steuerbefreite Institututionen waeren logischerweise ausgenommen. Verteilt der Erblasser sein Erbe in der Gesellschaft, kann er vermeiden, im Moment seines letzten Atemzuges um 20% seines Vermoegens enteignet zu werden.

        • Anton sagt:

          neid ist kein argument, da haben sie recht. neid ist der antrieb der linken. aber darum geht es mir auch nicht.
          es ist mir auch egal, ob diese neue steuer sinnvoll, gerecht oder was auch immer sein soll. das killerargument für mich ist, dass der staat völlig inkompetent ist, wenn es darum geht, geld effizient und intelligent einzusetzen. geld, dass nicht seines ist. sondern von den bürgern erarbeitet wurde. egal ob reich oder arm. deshalb grundsätzlich keine neuen steuern.

          • Helveticus sagt:

            Wenn Sie sich eine nette kleine Insel in der Südsee oder in der Karibik kaufen, können Sie ihr Geld effizient und intelligent einsetzen und müssen sich keinen Staat mit andern teilen, die vom Staat gerne Strassen, Schulen und Polizeischutz hätten und ihn dafür nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit auch noch finanziell alimentieren wollen. Sie dürften auf ihrem Besitz König und oberster Anarchist zugleich sein. Cool, nicht?

  • Damian sagt:

    Als Liberaler stimme ich dem Post grundsätzlich zu. Es kann doch nicht sein, dass ein Grossteil des Vermögens von Rentnern an Rentner vererbt wird und dementsprechend dem Wirtschaftskreislauf fehlt, während auf der anderen Seite Jungunternehmer kaum Finanzierung erhalten. Auc hdie Chancengleichheit und das Prinzip das Leistung belohnt wird sprechen klar dafür.

    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Staat mit den Mehreinnahmen etwas gescheites anstellen würde. Aber früher oder später beisst uns die Demografie eh in den Hintern und wir haben keine Wahl.

    • Lennart Kirill sagt:

      @Damian, mit geht es genau gleich, wenn ich so schaue wofür und wie der Staat das Geld seiner Bürger verjubelt habe ich starke Zweifel das mit einer neuen Steuer auf was auch immer die Bereitschaft zum vernünftigen Umgang mit unseren Steuergeldern gefördert wird. Die Sozialausgaben dienen vielen Politikern auch oft nur dazu die davon abhängigen Wähler dazu zu bewegen für ihre Parteien zu stimmen. Politiker mögen keine selbstständigen unabhängige Bürger, weil die sie frei aufgrund ihrer Leistung beurteilen können, und nicht aufgrund des Mannas des sie vom Staat erhalten.

      • Damian sagt:

        @Lennart

        Grundsätzlich einverstanden. Es gibt aber eine Partei, die sich seit ihrer Gründung für selbständige und unabhängige Bürger einsetzt und staatliche Bevormundung und das Giesskannenprinzip verhindert: die FDP.

        • Helveticus sagt:

          Es täte mich überraschen, wenn die schweizerische FDP dem Beispiel von amerikanischen Liberalen folgen, und eine Erbaschaftssteuer fordern würden. Hierzulande sind die Liberalen bis ins Mark korrumpiert – leider.

          • Anton sagt:

            auf dem papier kennen die usa wohl eine erbschaftssteuer. die ist aber so löchrig, dass nur die ‚dummen‘ reichen/erben sie zahlen…. ich schlage vor, sie informieren sich und anschliessend können sie dieses scheinargument von ihrer liste streichen.

    • Damian,sagen Sie mir doch eimal warum diese Gelder dem Wirtschaftskreislauf fehlen sollten? Meistens sind diese Werte ja Immobilien, also so oder so von einem „Kreislauf“ ausgeschlossen. Barguthaben sind in der Regel in Aktien oder anderes investiert welche Industrie, Forschung und Gewerbe am laufen halten.Also auch ein Kreislauf.Ist dieses Geld bar auf einem Konto,was ich weniger glaube, dann arbeitet die Bank mit diesem Geld und bietet bloss einen mikrigen Zins.Geld ist so oder so im Kreislauf,Immobilien werden durch Erbschaftssteuern nur noch mehr verteuert!

      • Damian sagt:

        Immobilien machen das Geld nunmal immobil. Abgesehen vom Unterhalt fliesst da kaum Geld zurück. Ansonsten kann ich Ihnen versichern, dass sehr viele Rentnermillionäre ihr Geld einfach auf der Bank horten.

        • Also wären wir uns bei den Immobilien wenigstens einig.Wie Sie allerdings wissen wollen wie Ihre Rentnermillionäre ihr Geld angelegt haben, ist mir ein Rätsel,ausser Sie arbeiten auf einer Bank.Im letzteren Fall wäre ich aber mit Stellungsnahmen im Internet etwas zurückhaltender!

  • Pablito sagt:

    „L’état a le droit d’imposer tout revenu, qui, comme les héritages, n’est pas le fruit d’un travail“
    … et, en corollaire : l’état n’a pas le droit d’imposer le fruit d’un travail.
    Question subsidiaire : Quelle est la définition de „travail“ ?

  • Alex Dépraz sagt:

    L’initiative ouvre un nécessaire débat. La réforme devrait aussi porter sur la révision du Code civil, notamment sur les réserves héréditaires aux descendants (3/4 de la succession si pas de conjoint survivant, 1/4 de la succession si conjoint survivant). Cela interdit même aux personnes fortunées de faire des donations. Dommage que cela ne soit pas évoqué plus souvent.

    • Anh Toan sagt:

      @Alex Depraz: Richtig! Und der Freibetrag muesste auf den einzelnen Erben, und nicht den Nachlass als gesamtes, berechnet werden. 100 Millionen koennen steuerfrei vererbt werden, wenn sie auf fuenzig oder hundert Erben verteilt werden.

      • Alex Dépraz sagt:

        Eine gute Idee für den Gegen-Vorschlag! Dans la même veine, on pourrait imaginer d’exempter les donations à des oeuvres d’utilité publique (universités, musées) tant de l’impôt que de réserve héréditaire. La réserve pourrait être plafonnée, par exemple à un montant capitalisé d’une rente mensuelle de CHF 10’000.-.

        • Anh Toan sagt:

          @Alex Depraz: Die faktische Enteignung des Erblasser um 20% seines Vermoegens im Moment seines letzten Atemzuges, erachte ich als eines liberalen Staates unwuerdig! Nicht wehr viel vererbt, wer viel erbt, soll steuern bezahlen. Es sei denn, er sei, wie Sie sagen, eine von Steuern befreite gemeinnuetzige Institution oder andere Gruende. Mehrere Erbschaften sind zu addieren. Die Steuerbelastung muss sich am Erben orientieren und dem Erblasser die Moeglichkeit lassen, nicht 20% dem Staat abzugeben, sondern sein Vermoegen nach eigenem Gutduenken in der Gesellschaft zu VERTEILEN.

  • Erich Schlumpf sagt:

    1) Besteuerung von Erbschaften ist Diebstahl an der Familie. Einmal abgesehen davon, dass dieses Vermögen (wie bei anderen auch) schon einmal per Einkommen und mehrere Male durch Vermögenssteuer besteuert wurde, ist es einen einseitige und daher ungerechte Besteuerung. Warum soll einer der sich das ganze Leben lang abgerakert hat um seiner Familie ein Vermögen zu hinterlassen mit einer 20% Steueraxt bestraft werden ? Solange das Vermögen in der Familie bleibt (Kinder-Partner) ist eine 20% Besteuerung eine Frechheit. „Der Erbe hat nichts dafür gemacht“ – was für eine lächerliche Begründung.

    • Kurt Ochsner sagt:

      Wer 2 Mio. Reinvermögen hat, hat dieses in den seltensten Fällen durch „Rackern“ erworben. Reichtum akkumuliert sich durch Heiraten und Erben und durch Investition des Erheirateten und Geerbten an der Börse. Wenn doch einmal ein „Rackerer“ mit einem eigenen KMU reich wird, so gilt bei der ES-Initiative eine Ausnahmeklausel, damit das KMU nicht der Steuer zum Opfer fällt.

      • Erich Schlumpf sagt:

        Herr Ochsner, Ihr Kommentar zeigt ganz klar Ihre Unkenntnis. Die meisten Vermögen sind selbst erwirtschaftet. Fragen Sie einmal einen Vermögensverwalter oder Family-Office Manager. Ihr Kommentar zeugt von Frust und Neid gegenüber denen, die mehr haben.

        • Roger Walser sagt:

          @Schlumpf: Erhellen Sie uns, wie erwirtschaftet man ein Vermögen von mehr als 2 Mio.? Durch normale Arbeit sicher nicht. Es funktioniert nur durch Handel oder wenn Sie eine Firma gründen. In beiden Szenarien profitieren Sie automatisch auch von der Gesellschaft. Natürlich gehen Sie ein Risiko ein und investieren etwas. Sie haben vielleicht auch die bessere Idee als andere und einen guten Geschäftssinn. Ich gönnen Ihnen das auch von Herzen. Aber das vermögen kann nicht durch Sie alleine entstehen. Deshalb ist es nicht verkehrt, wenn Sie der Allgemeinheit am Schluss etwas zurück geben.

          • Erich Schlumpf sagt:

            @ Walser – durch harte Arbeit, Geschick und ein bisschen Glück erwirtschaftet man sich ein Vermögen ! Die Allgemeinheit profitiert mehrmals von diesen Reichen durch höhere Steuern, höhere Abgaben zB bei der AHV, IV. Sie geben zudem mehr Geld aus was der Wirtschaft und der Allgemeinheit sicher nicht schadet. Die Allgemeinheit profitiert genug von den Reichen – klar, dass man das als neidischer Nachbar anders sieht. Was kommt als nächstes ? Jeder der 3 Autos hat muss eines der Allgemeinheit spenden ? Ein Vermögen entsteht nie allein – Steuern zahle ich ja auch nicht nur zu meinem Wohle.

      • Anton sagt:

        herr ochsner, habens ie noch mehr zu sagen, als reine (und komplett falsche) behauptungen?

  • Erich Schlumpf sagt:

    2) „Erbschaften verhindern eine offene Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Startchancen haben“ – wo leben wir denn ? Bei Alice im Wunderland ? So etwas gibt es einfach nicht – ja schneller die linken das einsehen umso besser. Was man machen kann sind die Startchancen für die schwächeren zu verbessern. Aber sicher nicht mit einem Diebstahl an den Vermögenden, welche schon überproporzionale Steuern zahlen (Progression), welche zwar sozial und auch richtig sind, aber sicher nicht fair – wie links unermüdlich behauptet.

  • Erich Schlumpf sagt:

    3) Es wird so weit kommen, dass alle reichen ihr Familienvermögen irgendwo und irgendwie vor dem Erbschaftshammer „vestecken“ müssen. Sei es illegal irgendwo (Singapore, etc) oder legal via juristischen Personen, welche, wenn richtig aufgegleist Erbschaftsteuer neutral wirken. Es ist nichts neues von links, dass man Probleme (AHV) nicht an der Wurzel anpacken will sondern mit Pflästerchen (Steuererhöhungen via Erbschaftssteuer) einfach temporär abdecken will. Anstatt das die Kantone effizienter arbeiten, hecheln alle dem jährlichen Zustupf des Bundes hinterher. Wehe der kommt nicht…..

  • Paul Kern sagt:

    Ist anstelle der Erbschaftssteuer eine Abschaffung der Vermögenssteuer vorgesehen (momentan in BS knapp unter 1% des Netto-Vermögens pro Jahr – in 20 Jahren kommt da auch einiges zusammen und macht oft Probleme weil man zur Begleichung u.U. im dümmsten Moment Aktien verkaufen muss)? Ich kenne wenig Länder die eine Vermögenssteuer eintreiben, und wenn schon dann nur in Ländern die keine Erbschaftssteuer haben. Uebrigens gibt es – soviel ich weiss – in den meisten Kantonen heute schon eine Erbschaftssteuer – allerdings nicht für Erbschaften in direkter Linie (dh zwischen Eltern und Kindern etc).

    • Erich Schlumpf sagt:

      Ich bin der Meinung, dass man Erbschaften, welche ausserhalb der Famile als „Geschenk“ vererbt werden ruhig eine Besteuerung haben dürfen. Ich bin auch davon überzeugt, würde die SP eine 5-6% Steuer, dafür schweizweit und für alle Erbschaften (nicht nur ab 2 Mio) verlangen, auch vor dem Volk durchkommen würde. Aber nein, die SP schiesst wieder einmal über alle Banden und will 20% und das auch wieder nur für wenige. Erbschaftsteuer ist eine dumme Steuer – es macht die Behörden faul weil man weiss, dass sehr viel Geld über diese Kanäle die Gemeinden oder Kantone sanieren können.

  • Martin Waeber sagt:

    Gegen eine Erbschaftssteuer ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Es stimmt auch nicht, dass die Liberalen prinzipiell dagegen sind. Aber es gibt noch einige Fragen bei der Ausgestaltung: Neue Steuer heisst für mich eine andere Steuer oder Abgabe muss reduziert werden (per Saldo keine neuen Steuern!). Ausserdem darf die Erbschaftssteuer Nachfolgeregelungen in der Wirtschaft nicht behindern. Und letztendlich: Dieses Geld wurde schon einmal besteuert, also bitte kein Vergleich mit Sozialhilfe. Es sind immer noch Gutverdienende und Vermögende welche den Staat finanzieren (siehe Steuerstatistik)

    • Roger Walser sagt:

      @Waeber: In der Schweiz wird alles Geld mehrfach besteuert. Ich zahle Einkommenssteuer auf mein Geld, muss aber beim Kauf von Benzin mit dem bereits versteuerten Geld nochmals Abgaben bezahlen. Wenn ich eine Hose kaufe, kommt auf das bereits versteuerte Geld noch einmal Mehrwertsteuer drauf usw. usw.

  • Kaspar Tanner sagt:

    Herr Capodicis Ausführungen bezüglich des Erbens sind sicher richtig. Wenn wir in einer idealen Gesellschaft lebten, könnte ich selbst eine 100%ige Erbschaftssteuer begrüssen.
    Wenn ich aber bedenke, dass die USA faktisch bankrott sind oder Deutschland gerade dabei ist, sich in unendliche Schulden zu stürzen (Euro-, respektive Bankenrettung – man hat ja noch das Geld…), dann zweifle ich an den Staat als gerechten Umverteiler.
    Die Erbschaftssteuer-Erträge werden in den Finanzausgleich, Gender-Kurse, neue Kampfflieger oder gar die Euro-Rettung investiert. Da kann ich nur „nein danke!“ sagen.

    • Anh Toan sagt:

      @Kaspar Tanner: Der (un-)effiziente Umgang des Staates mit Geld ist ein anderes Thema. Es ist auch klar, dass der Staat Geld braucht zur Erfuellung seiner sicherheits- und sozialpolitischen Aufgaben. Hier gehts darum, wo sich der Staat am besten (sozial- und wirtschaftsvetraeglich) dieses Geld holt.

  • Erbschaftssteuern sind ungerecht. Sie sind nichts weiter als eine doppelte Besteuerung von bereits versteuerten Vermögen. Zudem schaden sie der Wirtschaft. Angenommen ich erbe ein Unternehmen mit 1000 Angestellten im Wert von 2 Milliarden. Was soll ich tun um Steuern zu zahlen? Firma zerstückeln, Leute entlassen und alles verkaufen?

    • Roger Walser sagt:

      @Müller: Sehr wahrscheinlich werden Sie Aktien erben. Verkaufen Sie einen Teil davon um die Steuern zu bezahlen. Den Rest behalten Sie und leben von den Dividenden. Die dürften immer noch hoch genug sein bei 1.6 Mia.

      • Anton sagt:

        Walser
        das ist doch kein arguemnt. bloss weil sie glauben, dass es dann immernoch genug sei.. ist doch völlige willkür. haben sie keine richtigen argumente? mit so einer aussage machen sie es sehr deutlich, wie sie von neid getrieben sind. ihre aussage schadet der initiative!

    • Anh Toan sagt:

      Wuerde der Freibetrag pro Erbe, nicht auf den Nachlass insgesamt, gerechnet, koennten Sie steuerfrei die gesamte Firma an Ihre Mitarbeiter vererben. Es waere keine Steuer zu finanzieren.

      Was falsch ist an der Initiative, ist die Berechnung des Freibetrages auf den Nachlass, statt den einzelnen Erben. Ausserdem muessten die Pflichtteile im Erbrecht auf grosse Vermoegen abgeschafft werden, denn diese zwingen Sie, haben Sie mehrere Nachkommen, genau wie Erbschaftssteuern, zum Verkauf/Zerstueckelung Ihrer Firma.

  • Karl Benger sagt:

    John Stuart Mill war ein Repräsentant des Sozial-Liberalismus, und keinen Falls des klassischen Liberalismus. Viele Klassik-Liberalen sehen das Werk von Mill als das Ende des Liberalismus weil sein Liberalismus proto-sozialistisch und utopisch wirkt und die individuellen Freiheiten des Naturrechts einem zunehmenden Staatseinfluss opfert. Der klassisch liberale Ludwig von Mises soll einmal übertrieben haben, dass Mill der gefährlichste sozialistische Autor sei weil er alle Argumente für den Sozialismus in einem Liberalen Kontext brachte.

  • Anton Lienhard sagt:

    @Walser, im Grundsatz sind wir uns wohl fast einig. Ich bezahle meine Steuern nicht ungern, wenn ich die sehr gute Infrastruktur in der Schweiz sehe. Uneinig sind wir uns wohl nur in der Höhe der Steuern bzw. der diversen Steuerarten. Ich finde ein „gerechtes“ (was ist gerecht?), besser ausgewogenes Verhältnis von direkten und indirekten Steuern muss sein. Ich stehe ein für eine Einkommenssteuer und für eine Mehrwertsteuer (inkl. Benzin-, Alkohol-, Tabaksteuer). Aber mir ist eine höhere Einkommenssteuer und eine moderate Vermögenssteuer lieber als zusätzlich noch eine Erbschaftssteuer.

    • Roger Walser sagt:

      @Lienhard: Ich bin auch für sehr tiefe Steuern und ich finde auch, dass der Staat sich wo immer möglich auch raus halten soll. Ich würde sogar für mehr Eigenverantwortung plädieren. Ich finde aber eine Erbschaftssteuer besser als Vermögenssteuern. Da die meisten Erben wenig zu diesem Vermögen beigetragen haben, ist es für die meisten mehr ein „Lotto Gewinn“ als etwas das sie sich erarbeitet haben.

      • Anton Lienhard sagt:

        @Walser, micht stört besonders die schon einmal erwähnten Umgehungsmöglichkeiten an der Erbschaftssteuer. Wenn ich noch viele Jahre leben werde, kann ich mein Vermögen in kleinen Tranchen an meine Kinder, Sportvereine und politische oder gemeinnützige Organisation verteilen, ohne dass Steuern anfallen werden. Wenn ich aber in einigen Tagen unverhofft versterben sollte, würden bei einer Erbschaftssteuern eben diese Steuern anfallen. Da sind mir Vermögenssteuern lieber, die jährlich auf dem vorhandenen Vermögen anfallen.

        • Roger Walser sagt:

          @Lienhard: Wenn Sie Ihr Geld an Sportvereine und gemeinnützige Organisationen verteilen ist das doch super, dann ist es auch nicht mehr nötig, dass es besteuert wird. Weil die von ihnen begünstigten Organisationen mit dem Geld etwas machen und damit logischerweise auch die Gesellschaft unterstützen, die dann diese mit weniger Steuermittel fördern muss.

      • Alex Zatelli sagt:

        Ich bin dezidiert für relativ hohe Steuern.

        Alle Länder dieser Erde, die eher hoch belasten (sagen wir mal: 40% vom Sozialprodukt) sind Gesellschaften mit hoher Chancengleichheit, hohem Lebenstandard und hoher sozialen Zufriedenheit.

        Die Niedrigsteuerländer (von kleinststaatlichen Steuerparadiesen abgesehen) sind bei all diesen Faktoren weit unten angesiedelt.

        Aber warum sollen solche FAKTEN der Niedrigsteuer-Ideologie in die Quere kommen sollen?

        • Stephan Schori sagt:

          Dafür würde ich gerne einige Beispiele sehen von Ihnen. Das Gegenteil ist leider der Fall, ich nehme nur das Beispiel Deutschland, ein Hochsteuerland, wo aber bereits 20% der Bürger von der Wohlfahrt leben, Stichwort Hartz IV.

          • Alex Zatelli sagt:

            Finnland, Schweden, Dänemark, Kanada, Niederlande, Luxemburg, etc. etc, etc.etc..
            Einfach Zeitung lesen, OECD-Statistiken studieren, Lebenqualitäststudien lesen und – falls es geht – auch noch begreifen.

            In Deustchland sind die niedrigen Löhne und die miese Binnenkonjunktur das Problem. Die riesigen Exportgewinne – dank relatven Niedriglöhnen – wurden steuerentlastet (sic) in spanische, irische und US-amerikanische Immobilen und Kredite verbuttert. Soviel zur überlegenen Klugheit der privaten Akteure.

            Herrschaft, versteht denn hier niemand was von Volkswirtschaft?

  • Alex Zatelli sagt:

    Angeblich „doppelte Besteuerung“

    Tatsache ist, dass der Grossteil der zu vererbenden Grossvermögen nicht als Einkommen versteuert wurde, sondern durch Vermögenszuwächse entstanden sind.

    Die angeblich „Doppelbesteuerung“ (ein Begriff, der ohnehin etwas völlig anderes bedeutet) ist die Propagandalüge, mit der sich das dumme Mittelstandsvieh wegen der Angst vor eine paar tausend Fränkli Erbschaftssteurn selbst belügt.

    Die Steuerbefreiung bei Erbschaften muss – angesichts der wachsenden Riesenvermögen einer kleine Gruppe vielmehr als ein Eintritt in ein Feudalsystem gesehen werden.

    • PlainCitizen sagt:

      Und wie hat sich das Vermögen vermehrt? Durch die Firmen, in denen das Geld investiert war. Da werden Gewinne besteuert, bevor die Dividende im Vermögen landet (und wird auch gleich noch besteuert).

      • Alex Zatelli sagt:

        Der Wertzuwachs von (z.B.) Aktien entsteht überwiegend NICHT durch die Kumulation von Dividenden. Sowenig wie der Wertzuwachs von Liegenschaften durch kumulierte Mieterträge zustande kommt.

        Im Übrigen werden Dividendeneinkommen (von Grossaktionären) privilegiert behandelt. Die wegen dieser Privilegien ständig zunehmende Schlechterstellung von ARBEITS-Einkommen ist eine betrübliche Entwicklung, die aber der Mittelstand offenbar nicht zu begreifen imstande ist. Vlt. lässt er sich zu Recht immer stärker belasten. Dummheit hat halt ihren Preis.

        • Adi sagt:

          @Alex Zatelli

          Sie haben vollkommen Recht. Genau so funktioniert es. Der Vermögenzuwachs geht auf Kursgewinne bei Aktien zurück. Und Dividenden werden seit der unsäglichen Unternehmensteuerreform II bei grossen Aktionären (mehr als 10% Beteilungung) nicht mehr versteuert – mit dem Argument dies nütze den KMU.

          In der Tat lohnt sich arbeiten je länger desto weniger. Ich wage zu behaupten, dass die Mehrheit der Millionäre hierzulande durch Erbschaften und nicht durch eigene Leistung zu Wohlstand gekommen sind. Das ist der eigentliche Skandal und lässt die Schweiz wie einen Feudalstaat aussehen.

          • Damian sagt:

            „Und Dividenden werden seit der unsäglichen Unternehmensteuerreform II bei grossen Aktionären (mehr als 10% Beteilungung) nicht mehr versteuert – mit dem Argument dies nütze den KMU.“

            Stimmt nicht, es wird priviligiert besteuert.

        • PlainCitizen sagt:

          Der langfristige Wertzuwachs der Aktien entsteht, weil Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Das Unternehmen hat die aber schon versteuert, und das Vermögen wird auch höher besteuert, weil’s ja höher ist.

          Es frisst keine Geiss weg, dass der Staat Geld mehrfach besteuert und damit in der Regel nichts Sinnvolles macht.

          • Adi sagt:

            Auch das stimmt nur bedingt. Der Wertzuwachs der Aktien ist ja primär eine Beurteilung des Marktes – diese basiert auch auf Zukunftsassichten, Marktchancen etc. und nur teilweise auf nicht ausbezahlten Gewinnen der Firma.

            Klar besteuert der Statt Geld mehrfach – eigentlich besteuert er aber nicht Geld sondern das Subjekt, welches Geld hat, verdient, bekommt, ausgibt. Das gilt für den einfachen Arbeiter auch, wieso soll hier also für Erben eine Ausnahme gemacht werden?
            Was der Staat damit macht ist wieder ein anderes Thema…. z.B. könnte man leistungsfeindliche Steuern und Abgaben senken.

        • PlainCitizen sagt:

          Die Mehrheit der MIllionäre hierzulande ist übrigens Pensionskassen-Millionär – also recht viele Leute.

          • Adi sagt:

            Und ebenfalls die Mehrheit dieser Millionäre wird ihr Geld bis zum Tod für das Leben im Alter und Pflegekosten aufgebraucht haben. Diese Leute sind also nicht die Zielfläche einer Erbschaftssteuer – wieso auch, sie sterben ja bevor die Steuer allenfalls anfallen würde.

            Die Erbschaftssteuer zielt auf Erben ab, welche durch simples Geburtsprivileg zu grossen Vermögen kommen – so wie früher im Adel.

  • Tom Studer sagt:

    Und wie schafft dies Arbeitsplätze? – Wir könnten auch den Bundesrat von 7 auf 3 minimieren und die grosse Kammer kleiner machen. Die MWST auf 25% und die Geburten von Kindern besteuern. Ausserdem könnte man den Kantonsübertritt besteuern. Vielleicht könnte man eine Fussgängersteuer einführen und eine Ruhesteuer. Durch diese Aktionen könnte man die Pensionierung vielleicht sogar auf 45 Jahre runterschrauben. Dies würde die Kaufkraft des Schweizer Franken verschmälern und wir wären mehr wettbewerbsfähig für den Export. Weiter so. Gute Idee.

    • Helveticus sagt:

      Die AHV wird dergestalt sicher gestellt, und man muss keine Gelder aus anderen Gelder dafür aufwenden, die beispielsweise weiterhin verkonsumiert werden könnten. So geht das mit der Sicherung von Arbeitslpätzen. Die Geburt von Kindern besteuern ist ein ausnehmend stupider Vorschlag, weil wir ja mehr Geburten brauchen, um die AHV zu sichern. Erst hirnen, dann hornen.

      • Anton sagt:

        die AHV hat strukturelle probleme die man zuerst beheben sollte, bevor man noch mehr geld einschiesst.
        natürlich verstehe ich, dass der weg des geringsten widerstandes verlockend ist. aber ein intelligentens vorgehen bei der problemlösung ist nachhaltiger!

        • Helveticus sagt:

          Wenn in nächster ein Problem akut werden sollte, muss man es ohnehin lösen – Erbschaftssteuern hin oder her. Und sicher bedeutet dies nicht, dass man einfach den Kopf in den Sand stecken sollte, wenn es um unsere Zukunft geht. Es gibt Leute, die sich Gedanken machen, was auf uns in 15 oder 25 Jahren zukommt. Und das ist gut so,.

  • Beni Schwarzenbach sagt:

    Gratuliere Herr Capodici, das ist der gescheiteste Artikel, den ich in den letzten Jahren beim Tagi gelesen habe. Ich fand es schon immer stossend, dass Erwerbsarbeit mit Steuern bestraft wird und Geschenke wie eben Erbschaften nicht. Die Initiative hat allerdings einen krassen Makel: Mit den Steuererträgen müssten sinnvollerweise die Einkommenssteuern gesenkt statt der Staatshaushalt aufgebläht werden. Dann würde sich auch das Argument, dass das Vermögen schon mal versteuert wurde, in Rauch auflösen.

    • Michael Renggli sagt:

      … das ist ein Vorschlag mit Hand und Fuss; dem würde ich sofort zustimmen! Auf diese Weise haben die die Arbeiten mehr übrig zum Leben (ACHTUNG ja nicht sparen, sonst fällt wieder Erbschaftssteuer an).

      • Anton sagt:

        das ist leider so. sparen ist des teufels. siehe griechenland. die liessen es sich gut gehen und die zeche zahlen die deutschen. die griechen waren schon immer ein besonders kluges volk. die wissen, wie es geht!

  • Die Initiative wäre richtig, wenn sie wirklich die Reichsten treffen würde! Was mich sehr stört an dieser Initiative ist wie einmal mehr das Volk angelogen wird, es trifft die alte Frau mit Wohnung,Beizli mit Küche ebenso wie den Spenglermeister mit 2 Arbeitern.Natürlich können Ausnahmeregelungen eingebaut werden,wenn dies auch wiklich geschieht, aber bitte nicht mehr von Superreichen sprechen,das ist falsch!

    • Roger Walser sagt:

      @Bossert: Wenn die alte Frau eine Wohnung im Wert von 2 Mio vererbt ist das wohl eher ein Penthouse. Das Beizli mit Küche, welches Mehr als 2 Mio wert hat, ist wohl eher ein gutes Restaurant. Wenn diese Beiz schuldenfrei ist und das Erbe einen Wert von 2.5 Mio hat, muss der Erbe dafür CHF 100’000.– Steuern bezahlen. Ich denke, dass er das schon finanzieren kann z.B. mit einer entsprechenden Hypothek. Wenn er denn wirklich kein Bargeld erbt, was sehr unwahrscheinlich ist.

      • Roger Walser,fragen Sie doch mal was in einem ländlichen Dorf ein Restaurant für einen Wert hat, Sie werden staunen! Aber nochmals, es geht mir nicht um diese Beispiele an sich, sondern um ein gewisses Mass an Ehrlichkeit! Herrn Levrat von der SP hat vollmundig erklärt es gehe um die Superreichen, das ist falsch,Ein hoher Immobilienwert ist noch lange kein hohes Einkommen.

        • Roger Walser sagt:

          @Bossert: Wenn eine Immobilie viel Wert ist, dann hat man a) viel verdient oder geerbt um sich die leisten zu können, oder b) der Wert ist durch den Wertzuwachs über die Jahre entstanden. Bei Variante b haben Sie Glück gehabt. Sie sind vom Mittelständler zu den Reichen aufgestiegen. Bsp. Sie kaufen ein Haus 1970 für CHF 500’000.– mit 1’000m2 Land, heute ist das Land CHF 1’500.–/m2 wert. Mit dem Haus ist alles zusammen 2 Mio. wert. Damit darf man Sie zu den reichen zählen.

          • Herr Walser, Sie sollten sich einmal informieren was wirklich Reich bedeutet,denn Sie haben offensichtlich keine Ahnung, gleich wie die meisten Neider sind bei Ihnen wohl alle reich welch nicht das gleiche haben wie Sie.

          • Roger Walser sagt:

            @Bossert: Dann erhellen sie mich, wenn ich es ja nicht weiss. Ab wann ist man reich? Ich habe mal gelesen, dass das durchschnittliche Haushaltseinkommen in der Schweiz CHF 9’000.–/Mt. ist. Das entspricht etwa CHF 110’000.–/Jahr bei 12 Monatslöhnen. Wenn jetzt also jemand ein Vermögen hat das 18 mal höher ist als das durchschnittliche Haushaltseinkommen in der Schweiz, dann würde ich den als Reich bezeichnen. Aber vielleicht kennen Sie eine andere Definition. Anders gefragt, wie viele Menschen gibt es in der Schweiz die mehr als 2 Mio Vermögen haben? Es ist eine tiefe einstellige Prozentzahl.

          • Herr Walser,Ihre Frage was ich als reich bezeichnen würde.Es wird gemunkelt, dass an der Zürcher Goldküste so wie anderen Nobelorten Bauinteressenten aufgetreten seien, welche bereit seien 5 Millionen und mehr aus dem Sack für eine Villa oder Wohnung zu bezahlen! wandert man dem Hallwilersee entlang, ist Helikopterlärm von privaten der ständige Begleiter.Was glauben Sie wieviele Milliarden in den vergangenen Monaten alleine durch Spekulationen mit dem Schweizerfranken „verdient“ wurden? Da sind KMU,s wie ich sie beschrieben haben schon fast arme Leute! Die richtigen sollten getroffen werden!

          • Roger Walser14;05, das mit der Steueroptimierung ist nun weitgehend eine Unterstellung! Sie wissen ganz genau wie schnelllebig die letzten Jahrzente waren. wer sich den ständig ändernden technischen Voraussetzungen nicht anpasste, der konnte seine Bude gleich schliessen. das sich so Sachwerte anhäuften ist logisch.Logisch ist aber ebenfalls, dass diese bei einem Wiederverkauf, weil gebraucht und z.Teil überhohlt, nur noch Verlust bringen würden.Uebrigens, die tausenden Ueberstunden welche ein Kleinunternehmer in sein Betrieblein gesteckt hat, können zwar vererbt, nicht aber verkauft werden.

        • Herr Walser,bitte verstehen Sie mich jetzt richtig,auch ich bin für die Besteuerung von hohen Erbschaften! Der Freibetrag müsste aber viel höher sein! Ein grosser Teil der KMU,s hat keinen direkten Nachfolger,bei einem Erbgang müssten hohe Summen aufgebracht werden um die Steuern zu bezahlen, da aber viele KMU,s gerade die Lohnkosten vom Ertrag begleichen können,würde das vorhandene verkauft werden und die Mitarbeiter würden ihren Job verlieren.Die Kundschaft wird ja gerne von AG,s übernommen, welche dann mehr Gewinn erwirtschaftet.Merken Sie nun etwas?

          • Roger Walser sagt:

            @Bossert: Wissen Sie weshalb so viele KMUs beim Erben Problem haben? Weil sie zwecks Steueroptimierung viele Erträge in der Firma liessen. Das rächt sich wenn man das Unternehmen verkaufen will oder wenn es vererbt wird. Weil dann auf einmal der Wahre Wert des Unternehmen ans Licht kommt. Das Problem der Erben ist dann, dass sie nicht genug flüssige Mittel haben und sie deshalb einen Kredit aufnehmen müssen um die Steuern zu bezahlen. Aber das ist nicht das Problem der Steuerbehörden. Dieses Szenario ist planbar.

  • Patrick Steiner sagt:

    Erbschaftssteuern sind wirkliche eine liberale Idee. Allerdings sollte diese Staatsquotenneutral eingeführt werden. D.h. Einkommensteuern runter. Damit wird Arbeit wieder für alle (working poor/Sozialhilfeemfänger/Mittelstand) attraktiv. Unternehmen und Bauern sollten keinesfalls davon ausgenommen werden. Erben werden das Unternehmen ruinieren und über Jahrzehnte auspressen. Viel besser wenn die fähigsten Mitarbeiter mittels Bankkredit die Unternehmung kaufen und erfolgreich weiterführen. Soweit ich weiss machen genau das die Blochers, Warren Buffets und Bill Gates … sicher keine Marxisten.

    • Marc Bourgeois sagt:

      Träumen Sie weiter. Sie glauben ja nicht im Ernst, dass dies den Geist der Initianten atmet. So können sie ja gar nicht mehr an ihre Klientel umverteilen.

      • Patrick Steiner sagt:

        Mir ist es ein Rätsel wieso diese SP Initiative nicht die Einheit der Materie verletzt:
        a) nationale Erbschaftssteuer JA
        b) AHV (re-)finanzieren.

        Beides sind legitime und nötige Forderungen, haben andererseits nichts gemeinsam.

        Darum wenn schon:
        a) nationale Erbschaftssteuer JA
        b) im weiteren politischen Prozess Einkommensteuern senken JA
        c) weiterhin Lösung finden für die AHV Finanzierung. Wenn der AN weniger Einkommensteuern bezahlt, kann er auch als Beitragszahler in die Sanierung der AHV einbezogen werden. Es versteht sich, dass die AHV Bezüger auch ihren Beitrag leisten müssen.

      • Marcos sagt:

        Auf eine Art muss ich ihnen Recht geben. Andererseits ist die AHV ein Schneeballsystem dass nur bei ständiger Vermehrung (bzw. Wachstum) funktioniert. Werden die Einkünfte der Erbschaftssteuern für die AHV verwendet, so wird genau diesem irren System wirkungsvoll entgegengewirkt (funktioniert im Prinzip ja genau umgekehrt)

  • Alain Burky sagt:

    Wenn es wirklich nur die „sehr Reichen“ trifft, haette es auch einen guten Nebeneffekt:
    Faule, arbeitsscheue Fils/Fille à Papa muessten auch arbeiten,
    und wuerden nicht noch sozial auffaellig …

    • Da ist ein Stücklein Wahrheit drin, aber eben nur ein Stücklein.Schaut man genau hin ist es doch oft so, dass diese Eskapaden vom Vater zu Lebzeiten finanziert werden und wenn die Eltern gestorben sind, soll (oder ist tatsächlich)nicht mehr viel da sein.

      • Alain Burky sagt:

        Es gibt auch „Fils à Papa“, die eine Firma erben – und weil sie unfaehig fuer diese Branche sind oder andere „Hobbys“ pflegen, die Firma mit Verlust von Arbeitsplaetzen ins Ausland verscherbeln muessen…

        • Anton sagt:

          es gibt für alles ein beispiel. dehslab eine unsinnige art der diskussionsführung.

          • Alain Burky sagt:

            Ok – ich kenne das Beispiel mit den weissen und den schwarzen Schwaenen.
            Aber, fuer den kritischen-Rationalismus – trotzdem interessant 😉

  • Domenico sagt:

    Eine Steuer ist nie nie nie liberal. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn der Tagi das gebetsmühleartig wiederholt. Im Übrigen ist verebtes Geld bereits mehrfach (!) versteuert, nämlich durch (i) Einkommens- und (ii) Vermögenssteuer des Erblassers sowie (iii) Vermögns- und (iv) Mehrwertsteuer durch den Erben. Fällt noch eine Immobilie in den Nachlass, dann kommt (v) jährlich die Eigenmietwertsteuer (=Versteuerung von [fremdfinanziertem] Eigentum als EINKOMMEN (!!)] sowie (vi) die Handänderungssteuer hinzu.

    • Beni Schwarzenbach sagt:

      Ihre Anmerkung ist – mit Verlaub – Stuss. Die Abschaffung aller Steuern ist nicht liberal, sondern irgendwas zwischen libertär und anarchistisch. Wäre unsere Gesellschaft so organisiert, müssten wir gar nicht über Erbschaftssteuern sprechen, denn es gäbe keinen Staat. Ihre Bemerkung zur Mehrfachbesteuerung ist korrekt. Deshalb sollte die Erbschaftssteuer zur Entlastung der Einkommenssteuern statt zum Aufblähen der Staatsquote verwendet werden. Die Einkommenssteuer ist nämlich durch und durch asozial und antiliberal, weil sie Leistung bestraft.

      • Domenico sagt:

        Lesen und Verstehen ist nicht jedermanns Sache. Ich verlange nicht die Abschaffung der aufgelisteten Steuern sondern wollte darauf hinweisen, dass vererbtes Kapital auch ohne Erbschaftssteuer bereits mehrfach besteuert wird

        • Damian sagt:

          @Domenico

          Oben stehen noch ganz viele andere Kommentare die genau das behandeln…vielleicht zuerst einlesen?

          • Domenico sagt:

            Damian, ich habe mir erlaubt meine persönliche Meinung kundzutun. Ich werde mir auch in Zukunft vorbehalten, dies ohne Ihre vorgängige Genehmigung wieder zu tun; danke

      • Kurt Ochsner sagt:

        Nein, die „Mehrfachbesteuerung“ ist ein Propaganda-Schlagwort von Leuten, welche den Sozialstaat bekämpfen. Besteuert wird nämlich nicht das Geld, sondern der Handwechsel des Geldes als Lohn, Kauf, Ertrag, Erbe etc. Je schneller das Geld zirkuliert, desto höher sind die Steuererträge.

    • Vera K sagt:

      Domenico meint: „Eine Steuer ist nie nie nie liberal.“

      Stimmt nicht. Eine Steuer ist nach liberalen Grundsätzen sogar zwingend bei Tätigkeiten (z.B. Konsum) die Externalitäten erzeugen (Pigou-Steuer). Darum sollte die Einkommenssteuer abgeschafft werden und dafür Lärm, Verschmutzung, Gefährdung, usw. besteuert werden.

      Populistisch ausgedrückt: heute werden laute Töfflifahrer subventioniert, dafür wird das Einkommen von alleinerziehenden Müttern besteuert. Das ist purer Wahnsinn.

      Erbsteuer ist besser als Einkommensteuer, aber schlechter als Pigousteuer

  • fischer sagt sagt:

    Leute hört auf über die Steuern euch zu ärgern. Es ist doch so, dass G e b ü h r e n doppelt so hoch bei den Einnahmen einer Staatsrechnung. Wo steht es, dass die AHV mittel ausserordentlichen Einnahmen saniert werden sollte. Gemäss Gesetz soll das Umlageverfahren die Sozialversicherungen garantieren. Haben wir nicht schon bei der IV eine aussserordentliche Finanzbeschaffung akzeptiert. Es liegt nicht in der Sache, dass Grundsätze einfach über den Haufen geworfen werden. Sind unsereOlitikerInnen noch bei Trost, denn so wird an der Demokratie herumgeschraubt, und für solches haben wir nicht gew

  • Die bei dieser Initiative involvierten Parteien scheinen langsam zu ahnen, was,bedingt durch die massieve Einwanderung in unser Land an hohen Kosten auf uns zu kommen! Prktisch alle Infrastrukturen müssen zu viel teureren Bedingungen als bisher ausgebaut werden.Zudem kommen nun auch ein grosser Teil der ehemaligen Einw.ins Rentenalter und werden demnächst die superteuren Alters und Pflegeheime besiedeln.Statt endlich zuzugeben, dass die Einwanderung nur den wirklich Reichen nützt, dem Volk langfristig aber schadet, holt man das Geld in dem Segment, welches das Land stützt.

    • Damian sagt:

      Die Kosten der Einwanderung sind ein Klacks verglichen mit der Demografie. Ein hausgemachtes Problem der Schweiz. Zum Glück zahlen Einwanderer mehr in unsere Sozialwerke ein, als sie beziehen.

      • Damian,es kommt zwar auf das selbe heraus,aber man kann es tatsächlich auch einfach Bevölkerungszunahme nennen,wenn Ihnen das lieber ist.Nur müssten Sie auch wissen, dass die längere Zeit in der Schweiz lebende Bev.weniger Kinder zeugt und deshalb zahlenmässig nicht zugenommen hätte.Nun hatt es aber viel,viel mehr Leute und für die müssen ALLE Infra-Anlagen ausgebaut werden! und Sie nennen das einen Klacks??? Bez.Demografie, die AHV ist leider auf einem Schneeballsystem aufgebaut und das müsste geändert werden,auch im Interesse der arbeitenden Bevölkerung.

        • Helveticus sagt:

          Walter Bossert, ein Gemeinwesen, dass schrumpft, ist dazu verdammt in einer fortwährenden Wirtschaftskrise zu leben und kann sich Sozialwerke wie die AHV nicht leisten. Wollen sie das? Ich nicht, deswegen bin ich dabei, meine reproduktive Bürgerpflicht zu erfüllen.

          • Lieber Helveticus,gerade habe ich oben beschrieben, dass das System der AHV falsch ist aber geändert werden kann,mit dem nötigen Willen! Die von Ihnen in den Raum gestellte fortwährende Wirtschaftskriese kommt so oder so,wie dichter ein Land besiedelt ist, wenn die Rohstoffe rar und teuer werden (um später ganz auszugehen)um so mehr Einwohner sind dann irgendwie „überzählig“,wenn Ihnen das lieber ist! Vielleicht haben Sie ja auch mitbekommen, dass sich diverse Städte bereits um das Trinkwasser,in trockenen Zeiten sorgen machen.Aber reproduzieren Sie munter weiter .

          • Helveticus sagt:

            Lieber Herr Bossert, wir sind ohnehin nicht autark, aber reich genug um uns die nötigen Rohstoffe von anderswoher zu beschaffen, wir leben nämlich nicht auf eine Insel. Es ist schon klar, dass Bevölkerungswachstum zu Gerausfroderungen führt, aber dass nun bald kein Platz sein soll in der Schweiz, ist Schmarrn. Verlassen sie Zürich und besuchen Sie die Landschaften im Jura, Voralpen, Alpen, die sich seit 100 Jahren von Menschen entleeren. Und vergleichen Sie unser Wachstum mit jenem in Ägypten oder Marokko, von Palästina oder Jemen ganz zu schweigen. Seien wir froh, dass wir nicht aussterben.

          • Helveticus sagt:

            Nicht Aussterben werden wir nicht, wegen der eigenen Geburtenrate. Unsere Lebensart wird auch garantiert nicht wegen der Einwanderer aus der Türkei oder aus Nordafrika fortgeführt, sondern zB wegen unserer deutschen Freunde, die zwar auch mich auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzieren, deren Kinder sich aber leicht integrieren und treffliche Eidgenossen abgeben werden.

          • Walter Bossert sagt:

            Helveticus,das wir nicht autark sind und es auch nie sein können,ist mir absolut klar.Wenn Sie meine Beiträge gelesen haben, müsste das Ihnen eigentlich auch klar sein.Wenn ich immer wieder betone in erster Linie die inländischen Probleme anzugehen,dann deshalb weil sich andere einbilden, wir Schweizer könnten diese Welt verändern, was natürlich Blödsinn ist Ihre Bemerkung,“seien wir froh,das wir nicht aussterben“ ja ,entschuldigen Sie ,hat mich aber an die 1940.iger Jahre errinnert und mir ein lächeln entlockt.den nach den Millionen Toten im Krieg war das tatsächlich ein Thema!.

          • Helveticus sagt:

            Herr Bossert, ich muss noch ein paar Jahrzehntchen arbeiten, bis ich AHV kriege, deshalb ist es mir nicht egal, wieviele Kinder geboren werden, weil die ja in die AHV einzahlen sollen, wenn ich auf Rente bin. Ausserdem bin ich nicht dafür, dass wir unser Demografie-Problem nur mit Einwanderung lösen. Dennoch finde ich diese „Das Boot ist voll“-Hysterie völlig übertreiben. Die Migrationspolitik muss man bekämpfen, weil sie nicht mehr steuerbar ist und die eigenen Leute nicht geschützt werden, aber nicht weil die Schweiz bereis völlig mit EFH überbaut worden wäre.

        • Walter Bossert sagt:

          Lieber Helveticus,Sie wissen ja wie das in der Schweiz ist,solange kein Druck da ist geschieht politisch einfach nichts! Also warum sollten die Politiker das AHV-System ändern, wenn der immer grösser würdende Fehlbetrag,mit jungen Arbeitskräften aus dem Ausland locker gedeckt werden kann? Aber was ist dann bei einer grossen Arbeitslosigkeit?Für die Zukunft muss man keine Angst haben,wenn wir nüchtern vorausdenken und die nötigen Weichen rechtzeitig stellen! Es gab vor der Industrialisierung ein Leben in der Schweiz und wird es auch nachher geben, die Frage ist nur, wer daran beteiligt ist.

          • Helveticus sagt:

            Nur ein industrialisiertes Land ist ein Industrieland, ein sich desindustrialisierendes Land ist auf dem Abstieg, auf dem Weg zu Wohlstandsverlust, zu wachsenden Ungleichheit und zu Instabilität, siehe Grossbritannien oder USA.

          • Walter Bossert sagt:

            Helveticus,bezüglich Industrialisierung habe ich mich wohl falsch ausgedrückt,sie wird nicht einfach zuende gehen,sie wird nur ganz anders werden.Alles entscheidend ist das vorhandensein von Rohstoffen und Energie.Leider haben wir in der Schweiz von beidem nicht gerade viel!Wohlstand ist eher eine Wahrnemungsfrage, gegen Ungleichheit und Instabilität sollten wir alle auf der Hut sein,denn meistens fängt sie auch noch damit an,dass sich genau diejenigen in die Haare geraten, welche eigentlich zussammenhalten sollten.( Kleine gegen kleine + lachende Dritte )

  • Tststs sagt:

    Ich bin ein absoluter Befürworter der Erbschaftssteuer; jedoch muss man, finde ich, undbedingt unterscheiden, ob es eine „waagerechte“ Erbschaft (also zum Ehepartner o.ä.) oder eine Erbschaft nach unten (also zu den Kindern) handelt, denn erstgenannte tragen tatsächlich auch etwas zum Vermögen bei. Genauso wie es eben die allg. Gesellschaft tut.
    Und die meisten Probleme, die bezüglich Häuser, Firmen etc. hier angesprochen werden, können mit einer rechtzeitigen Schenkung vermieden werden..

    • Domenico sagt:

      ähm, Ihr letzter Satz ist falsch: Die Erbschaftssteuer ist immer auch auf Schenungen anwendbar (darum heisst sie juristisch korrekt auch „Erbschafts- und Schenkungssteuer“

      • Tststs sagt:

        Ja supi, Sorry! Ich ging irgendwie davon aus (fragen Sie mich nicht wieso), dass es sich um eine „neue“ eidgenössische Steuer handelt! Ohne Schenkungssteuer (und Kantöndligeist…) 🙂

  • Domenico sagt:

    Übrigens: alle mit bekannten Länder welche die Erbschaftssteuer haben kennen weder Vermögens- noch Eigenmietwertsteuer. Konsequenterweise müssten diese beiden Steuern dann auch abgeschafft werden. Und als kleiner Hinweis: Ein Grossteil der wirklich vermögenden bezahlen zeitlebens wohl mehr als 20% an Vermögens- noch Eigenmietwertsteuer.

    • Alain Burky sagt:

      D’accord !

    • Alex Zatelli sagt:

      Die USA ist kein Ihnen bekanntes Land? Und trotzdem beteiligen Sie sich wacker an solchen Diskussionen? Das ist geradezu erfrischend unbekümmert.

      Die USA kennt saftige Erbschaftsteuern, eher hohe Vermögenssteuern und dazu auch Kapitalgewinnsteuern.
      Zum Teil eher niederige Einkommens-Steuersätze für Grossverdeiner, aber das Land geht jetzt dafür auch langsam pleite.

      Der Traum vom hochentwickelten Land mit tiefen Steuern ist ein sogenannter Pipe-Dream, eine Luftnummer, die durch alle volkswirtschaftlichen Daten widerlegt ist.

      • Domenico sagt:

        @ Zatelli: Ich sprach nicht von den USA und weiss nicht, wieso Sie sich auf gerade dieses Land verbeissen. In Europa gibt es unzählige andere Beispiele. Aber politisch als „unbekümmert“ (gemeint war schlicht „dumm“) zu bezeichnen, ist typisch für die hiesigen Sozis. Es herrscht der Grundsatz: „andere Meinung falsche Meinung mangels Intellekt.“

        • Hans Füglistaller sagt:

          Herr Zatelli fragt zurecht, ob Sie die USA nicht kennen, wenn Sie solch einen Kommentar „Übrigens: alle mit bekannten Länder welche die Erbschaftssteuer haben kennen weder Vermögens- noch Eigenmietwertsteuer.“ („mit“ sollte wohl „mir“ heissen, aber die ortographischen Fähigkeiten wurden wohl ganz kapitalistisch ungleichmässig verteilt) hier anbringen.

      • Chris Meier sagt:

        Aber gerade nach US-Steuerrecht (estate tax) gibt es zahlreiche Vehikel, die Erbschaftssteuer weitgehend zu umgehen. Natürlich lohnt sich ein solcher Set-up erst ab einem gewissen Vermögen, was dazu führt, dass die Erbschaftssteuer in den USA de facto eine Mittelstandssteuer ist. Das würde bei Annahme der Initiative auch in der Schweiz drohen (obwohl ich als tax lawyer letztlich davon profitieren würde…).

        • Roger Walser sagt:

          @Meier: Falsch, die Erbschaftssteuer mit 2 Mio. Freibetrag wird nicht zu einer Mittelstandsteuer. Laut dem Bundesamt für Statistik hatten im Jah 2005 nur 72’874 natürliche Personen in der Schweiz ein Vermögen von zwei oder mehr Mio. Das sind die Einzigen um die es geht. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/02/blank/key/vermoegen.html

          • Roger Walser, ist steuerbares Vermögen = vererbares Vermögen?

          • Roger Walser sagt:

            @Bossert: Nein, steuerbares Vermögen ist nicht vererbares Vermögen, da es bei den Steuern ja gewisse Freibeträge gibt. Aber die sind auch nicht so bombastisch, dass es da eine drastische Verschiebung gibt.

          • Chris Meier sagt:

            @Walser: Es wird sich noch zeigen müssen, wie ein Nachlass, der nicht nur aus Bankguthaben in CHF besteht, zu bewerten ist. Je nach Bewertung können sich zu den Steuerwerten sehr erhebliche Differenzen nach oben ergeben. Zudem geben die Steuerdaten nur über das in der Schweiz zu versteuernde Vermögenssteuersubstrat Auskunft. In der Praxis dürften ergo sehr viel mehr als die von Ihnen ermittelten 73’000 Personen von der Steuer betroffen sein.

      • Anton sagt:

        die usa kennen auch ein tonne von schlufplöchern. wieso sie diese nicht erwähnen, ist leicht zu verstehen. ist aber schädlich für eine sachliche und fundierte diskussion.

    • Alain Burky sagt:

      Der Eigenmietwert ist wohl vor allem im Interesse der Banken,
      weil wegen dieser Steuer hat man nicht viel Interesse mehr zu amortisieren.

  • Anh Toan sagt:

    Juristisch sind Erbschaftsteuern zwar Steuern des Erblassers, faktisch werden aber die Erben belastet:

    Ein Erbe, der 4 Mio mit 10 anderen Erben teilen muss, zahlt Steuern, der Alleinerbe von 2 Mio zahlt nichts!

    • Domenico sagt:

      Diese ganze Geschichte ist halt eben Neid- und Missgrunstgetrieben. Um Gerechtigkeit schert sich niemand.

    • Dieter Blatt sagt:

      Das sind immer noch 3,6 Millionen, die auf die 10 Erben verteilt werden. Und für diese schöne Summe haben sich die Erben ja nicht gross anstrengen müssen. Zudem dürfen pro Jahr 20’000 Franken steuerfrei verschenkt werden. Und dies jedes Jahr. Auch dies ist eine schöne Summe Geld.

      • Domenico sagt:

        nein, wohl eher 360’000 😉

      • Dieter Blatt sagt:

        Also: 2 Mio sollen steuerfrei bleiben. So bleiben 4 minus 2 gleich 2 Mio, die versteuert werden sollen. 20 Prozent von 2 Mio sind 400’000. Von den 4 Mio Erbmasse sollen also 400’000 versteuert werden. Es bleiben 3,6 Mio, die auf die 10 Erben verteilt werden. Also nichts von einer Null in Mathe 😉

        • Anh Toan sagt:

          @Dieter Batt und Domenico: Sorry, habe nicht gerechnet, fand nicht das rechnen wichtig, sondern die Tatsache, dass wer mehr bekommt, nicht unbedingt mehr bezahlen muss. Und dass man sich dann ueber Zahlen streitet, und dann hats so toll gepasst mit den „Nullen in Mathe“, dann hatts Telefon gelauetet und ich hab „Enter“ gedrueckt statt nochmal ueberprueft.
          Und mich damit selber als Null geoutet: „ist der Ruf erst einmal ruiniert, schreibt’s sich weiter voellig ungeniert. Nichts fuer Ungut!

        • Hans Fueglistaller sagt:

          Ist rechnen denn so schwierig?

          „Ein Erbe, der 4 Mio mit 10 anderen Erben teilen muss“

          Wenn ein Erbe mit 10 anderen Erben teilen muss, wieviele Erben sind es dann?
          Die 3.6 Mio müssen sie auf 11 Erben verteilen, verehrter Herr Blatt. Also bitte.

    • tobe or not tobe sagt:

      armi Sieche… Erben was ist das????

  • Dieter Blatt sagt:

    Sehr guter Artikel. Allerdings muss erwähnt sein, dass von den Erbschaften nur besteuert werden soll, was die 2 Millionen übersteigt. Was darunter ist, bleibt steuerfrei.

  • Thomas M. sagt:

    Darf ich die Worte Mani Matters wieder einmal in Erinnerung rufen? Die gehen immer mehr vergessen und sind (waren?) die Basis für den sozialen Frieden in unserem Land

    dene wos guet geit
    giengs besser
    giengs dene besser
    wos weniger guet geit
    was aber nid geit
    ohni dass’s dene
    weniger guet geit
    wos guet geit
    drum geit weni
    für dass es dene
    besser geit
    wos weniger guet geit
    und drum geits o
    dene nid besser
    wos guet geit

  • PlainCitizen sagt:

    Das Geburtsprivileg, das Herr Kohler anzieht, ist das Privileg einer separaten Rechtsprechung für höhere Stände. Das mit dem Erben zusammenzubringen ist ein Witz.

    Im übrigen ist das Geld gescheiter bei einem Erben untergebracht als beim Staat. Ein Erbe hat die Motivation, das Geld zu erhalten und zu investieren, der Staat hat die Motivation, damit irgendwelchen Firlefanz zu finanzieren, den sich ein paar Politiker ausgedacht haben, um nochmals gewählt zu werden.

    Beispiel Goldverkäufe, die genauso verpufften wie vom Staat eingesackte Erbschaftssteuern.

    • Alex Dépraz sagt:

      Votre avis est contredit par les études économiques. Compte tenu de l’allongement de la durée de vie, l’âge moyen auquel on hérite n’est pas de 30 ou 40 ans comme au moment de l’adoption du Code civil mais de 60 ou 70 ans. A ce stade-là, les gens épargnent mais n’investissent plus. Or, la Suisse a déjà plus d’épargne que de raison (notamment du fait de la LPP). Par contre, l’affectation imposée par l’initiative d’une partie des recettes de ce nouvel impôt à l’AVS ne me convainc pas sur le plan théorique même si je comprends la motivation politique.

      • PlainCitizen sagt:

        Ich dachte da an Vermögen von mehreren Millionen. Da können Sie gar nicht einfach sparen, das müssen Sie aktiv angehen.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Ich arbeite überdurchschnittlich und gehe finaziell manchmal auch risiken ein um meine kids etwas zu hinterlassen. denn sie sollen mindestens ein dach über den kopf haben. die welt wird nicht immer besser und immobilen nicht günstger. in solchen fällen darf erbaschaftsteuer nicht weh tuhn. spielt immer eine rolle wo die untere grenze gesezt wird. tuht es dennoch weh, grenzt das für mich fast an grabschändung. Für Reiche die aber für mehere generationen schon ausgesorgt hätten, wäre eine Erschaftssteuer vertretbar.

  • Peter Don Kleti sagt:

    Einmal mehr zu kurz gedacht. Angesichts der geistigen Quelle dieser Idee erstaunt und überrascht dies aber nicht wirklich. Als Nachkomme dauerarbeitender, erfolgreicher Eltern bringt man viele unbezahlbare Opfer – nicht nur als Individuum, alle Beteililgten in der Familie. Diese Opfer werden bei der Erbschaft zumindest materiell etwas abgegolten. Deshalb meine bitte an die linken Idealisten: Arbeitet für Euer Vermögen selbst oder freut Euch ab Eurer intakten Familie und zwischenmenschlichen Beziehungen. Beides zusammen dürfte schwierig werden resp. gibt’s nur in Eurem Parteiprogramm, leider.

    • Helveticus sagt:

      Na, ich glaube der Nachkomme hat auch nach der Entrichtung der Erbschaftssteuer noch genug Entschädigung für sich selbst übrig. Immerhin war es ja nicht er selbst, der gearbeitet hat. Und mit dem immer noch stattlichen Erbe kann er noch viel grössere Werte schaffen, falls er tüchtig ist und nicht alles verprasst. Die Habenichtse besitzen den Hebel jedenfalls nicht – mit oder ohne Steuer.

      • Anton sagt:

        was sie glauben, kann doch nicht dafür entscheidend sein, was wir ins gesetz schreiben. wer sind sie denn?
        ich glaube, 2mio sind viel zu viel. die regelung sollte so sein, dass jeder betrag, egal wie gross er ist, zu 50% versteuert wird!

        sehen sie, was ich gemacht habe? das gleiche, wie die initianten: völlig willkürlich ein paar zahlen zusammengewürfelt kombiniert mit einer politischen extremen ideologie. der untschied ist lediglich, dass die 20%/2mio variante auf eine minderheit abzielt und deshalb eher mehrheitsfähig ist. für mich sind das niedere motive..

  • Rüdiger Kraus sagt:

    Seit mein Vater selbstständig ist (seit 2001), gehe ich regelmässig an meinen Feierabenden/Wochenenden für Ihn arbeiten. Dies natürlich gratis, weil es für meinen Vater ist und wir somit zusammen Zeit verbringen. Gemäss dieser angestrebten Regelung bin ich auch einer dieser „Profiteure“ von bereits versteuertem Geld, sollte ich mal das Geschäft von meinem Vater erben…

    • Adi sagt:

      Ich finde dieses Argument nicht wirklich stichhaltig. Ihr Vater kann Ihnen ja (wie vermutlich sich selber auch) einen Lohn bezahlen für Ihre Arbeit oder Sie an der Firma beteiligen. Wie genau können Sie beide ja freundschaftlich aushandeln. Somit müssen Sie auch nicht auf die Erbschaft warten, bis Sie für ihren Einsatz belohnt werden. Erben können Sie dann ja immer noch. Das Erbe sollte aber ein „Surplus“ sein und nicht eine nachträgliche akkumulierte Lohnzahlung für die vorhergegangenen 20 Jahre, finden Sie nicht auch?

  • Marc Bourgeois sagt:

    Die in diesem Blog-Post geäusserte Meinung geht von einem äusserst bedenklichen Staatsverständnis aus: Alles gehört grundsätzlich dem Staat, und was nicht ihm gehört, ist quasi ein Geschenk an die Bürger. Es ist aber umgekehrt: Alles gehört grundsätzlich den Bürgern, und wenn der Staat etwas will, so muss dies einerseits zwingend sein (zur Erbringung öffentlicher Leistungen), angemessen sein (was gebe ich, was erhalte ich) und gerecht sein (wobei der Gerechtigkeitsbegriff vielfältig ist – man darf sich aber fragen, ob es gerecht ist, wenn 10% der Bürger 90% der Steuern bezahlen).

    • Adi sagt:

      Nun, ich denke beide Staatsverständnise sind falsch – weder gehört alles dem Staat (der Allgemeinheit), noch gehört alles den Bürgern (und dort natürlich mehrheitlich einen privilegierten Minderheit).

      Grundsätzlich ist es schon so, dass alles den Bürgern gehört, aber man muss sich auch fragen, wodurch sich Mehrwert generiert. Nehmen wir das Beispiel einer Liegenschaft in Zürich. Ich wage zu behaupten dass der Anteil an dessen Wertvermehrung in den letzten 100 Jahren durch die Allgemeinheit grösser war als durch den Eigner (Bau von Infrastruktur, Kanalisation, Strassen, Tramlinien etc.)

    • Ja, diese Frage wäre wieder einmal juristisch sauber zu klären,das würde evt.helfen diejenigen in die Schranken zu weisen,welche mit von mir aus gesehen, öffentlichem Eigentum spekulieren und so Besitz in Eigentum verwandeln.

  • Hans Meier sagt:

    Bereits x-fach versteuertes Geld nochmals versteueren ? Nein!. Da müssten die Initianten bei der abgelehnten Reichtumssteuer nochmals nachhaken. In der Zwischezeit hat das Schweizer Volk bemerkt, das es ein Fehler und auch kleinmütig war, diese Initiative abzulehnen. Steuern sollen im Moment der Erwirtschaftung von Gewinn erhoben und abgegolten werden. Da wäre auch bei den Börsengeschäften noch was zu holen und es würde die dortige Zockerei etwas eindämmen. Hohe Erbschaftsteuern ist für mich staatliche Leichenflederei. Kommt nicht in Frage.

    • Marcos sagt:

      Jeder Handwechsel ist zu besteuern. Insbesondere Handwechsel die den Leistungsanreiz nicht mindert (Erbschaftssteuer)

  • Hans Ernst sagt:

    Es gibt durchaus Gründe, die für das Recht auf Erbe sprechen. Allerdings, weil man das Erbe ja besonders leicht erhalten hat, ist es auch der erste Ort, wo man besteuern sollte. Deshalb schlage ich vor andere Steuern zugunsten der Erbschaftssteuer zu reduzieren. So finde ich es stossend, dass einen mit der Vermögenssteuer selbst erarbeitetes Vermögen enteignet wird, während das Erben, für das man nichts getan hat, nicht besteuert wird. Sinnvoll wäre es die Vermögenssteuer durch eine Erbschafts- und Schenkungssteuer zu ersetzen.

    • Helveticus sagt:

      Es wäre eigentlich wichtiger, Arbeit zu entlasten, damit die nicht nach Indien etc. abwandert. Theoretisch haben sie recht, müsste sachlogisch die Erbschaftssteuer über die Vermögenssteuer kompensiert werden. Aber weil die Vermögenssteuer in der Schweiz nicht wirklich hoch ist, können Sie auch ein besteuertes Vermögen leicht vermehren.

  • Inti sagt:

    C’est un journal Suisse romand, ne pourrait-on pas bénéficier d’un traduction svp. D’autre part les suisses alémaniques qui n’habitent pas Genève connaissent-ils la réalité genevoise?

  • Nikolai Prawdzic sagt:

    Guter Artikel! Nur der letzte Satz zur Abschaffung der Vermögenssteuer, der wäre auch aus liberaler Sicht falsch. Denn solange die Vermögenssteuer tiefer als die Zinsen auf dem Vermögen ist, nimmt die Steuer auch nichts vom durch Arbeit verdienten Vermögen weg. Da in der Schweiz die Höhe der Vermögenssteuer sowieso nicht höher sein darf als 1%, (alles andere wäre konfiskatorisch und somit gesetzeswidrig) entspricht diese Steuer dem echten liberalen Gedankengut vollkommen.

    • Anh Toan sagt:

      @Nikolai Prawdzic: Fangen Sie mit 30 an zu sparen bis Sie 80 sind, nimmt Ihnen der Staat bei 1% Vermoegenssteuer pro Jahr die Haelfte Ihrer Ersparnisse weg. Auch dies ist konfiskatorisch, nur nicht gemaess Bundesgericht.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Sozial Hilfe fuer Reiche? hat nichts mit einer Erbschaftssteuer zu tun. Ist einfach Raubrittertum am eigenen Buerger. Alle Wertgegenstaende die vererbt werden wurden schon x mal durch den Steuernwolf gedreht und ist in meinen Augen nicht rechtens. In der Schweiz eines der Grunduebel ist im Landwirtschafts Sektor und in Corps. zu suchen, oder Pauschal Be- Steuerung bei den Gemeinden und Religioesen Institutionen etc.. Dort muesste der Hebel angesetzt werden, es ist mir schleierhaft das ein nicht Bauer keinen Bauernhof uebernehmen oder kaufen kann. Eine Flat Tax loest viele Probleme fuer ALLE.

  • Chris Meier sagt:

    Statt das bereits mehrfach besteuerte Substrat des Nachlasses nochmals zu besteuern, um Steuereinnahmen zu generieren, würde man gescheiter die Progression derart anpassen, dass tiefe Einkommen stärker besteuert werden. 50% der in der CH wohnhaften Personen zahlen keine oder nur ein paar wenige Franken Steuern. Ein paar wenige Prozent entrichten fast 50% der total vereinnahmten Einkommenssteuern. Zudem ist die Chance gegeben, dass die Initiative für ungültig erklärt werden muss (Einheit der Materie sowie Rückwirkungsverbot verletzt).

    • Adi sagt:

      „Ein paar wenige Prozent entrichten fast 50% der total vereinnahmten Einkommenssteuern.“

      Liegt das nicht vielleicht vor allem auch daran, dass ein paar wenige Prozent 50% der totalen Einkommen erhalten und noch extremer 90% der Besitztümer besitzen?

  • Zelokan Zell sagt:

    Schon im Jahr 2001, Ja 10 Jahre her, als die Diskussion über Erbschafsteuer in den USA auf einem Höhepunkt war sagte Bill Gates
    „Removing the tax would lead to the creation of an „aristocracy of wealth“ instead of a meritocracy,…..
    Er hatte und hat noch immer Recht.

    • Alex Zatelli sagt:

      Man kann auch sagen: Feudalwirtschaft.

      Die Erben z.B. der Bankmanager – deren Unternehmen dank der Kurzsichtigkeit, Faulheit und Dummheit der privaten Eigentümer reihenweise vom Staat gerettet werden „mussten“ – werden nie nur einen Finger krümmen müssen, sofern sie das mit Steuerprivilegien angehäufte Vermögen einigermassen breitgestreut und defensiv verwalten lassen. Weitere Steuervergünstigen werden noch helfen dabei.

      Der masochistische Mittelständler hilft ihnen dabei wacker mit und propagiert atemberaubend dumme Ansichten über tiefe Steuern und staatliche Ineffizienz.

  • Enrico Bach sagt:

    Mein Papa hat die letzten 30 Jahre non-stop gearbeitet und ehrlich immer Steuer bezahlt; aber dadurch (die viele Arbeit) hatte er kaum Zeit für uns Kinder. Er meinte dafür würden wir eines Tages von seiner Arbeit profitieren. Entsprechend müsste und eigentlich der Staat dann einen Zuschuss für entgangenes Familienleben geben… 🙂

    • Beni Schwarzenbach sagt:

      Ich bin mir sicher, dass Ihr Papa Ihnen schon während Ihrer Kindheit die Früchte seiner Arbeit zukommen liess: Viele Spielsachen, ein eigenes Kinderzimmer, die Finanzierung Ihrer Ausbildung. Jetzt, da Sie gross sind, können Sie selber arbeiten gehen. Von den Steuern Ihres Vaters profitieren Sie übrigens schon ihr ganzes Leben, denn damit werden die Schulen finanziert die sie besuchten, die öffentliche Sicherheit, die Infrastruktur usw. Aber da Sie mehr als 2 Mio. erben werden gratuliere ich Ihnen jetzt schon und verdrücke eine Träne für Sie für die CHF 400’000, die Sie davon abführen müssen.

  • Adi sagt:

    Das Problem ist doch folgendes: ImKapitalismus nimmt das Kapital eine zentrale Rolle im Wirtschaftssystem ein, daher ja auch der Name des Systems. Und dennoch fallen die meisten Steuern auf Arbeit und am zweitmeisten auf Konsum an – auf Kapital(gewinn), Zuwachs und Erbschaften dagegen fallen wenig bis gar keine Steuern an. Das ist in einem Kapital orientierten System eigentlich seltsam und der Hauptgrund für die wachsende Ungleichverteilung von Kapital. Es bildet sich ein feudales Zweiklassensystem, was nicht im Sinne einer liberalen und demokratischen Leistungsgesellschaft sein kann.

    • Marcos sagt:

      Das sehe ich auch so. Im Prinzip müsste man Leistung (Arbeit) möglichst wenig besteuern. Kapitaleinsatz/Kapitalgewinn darf man besteuern nich zu sehr um Investitionen nicht abzuwürgen. Anderorts soll der Staat zulangen um die Steuern für die eben vorher erwähnten Punkte möglichst tief zu halten.

  • Kai sagt:

    Man kann für die Erbschaftssteuer Rechtfertigungen bemühen soviel man will. Sie ist und bleibt Diebstahl. In einer liberalen Gesellschafts- und Wirtschaftsform soll und darf jemand die Früchte seines Erfolges geniessen. Und dabei sind seine Nachkommen ausdrücklich mitgemeint. Die Bestrafung der Tüchtigen durch die Linken zeugt lediglich von deren Feigheit und Inkompetenz. Und bitte nicht vergessen: Das Geld wird dem Erblasser weggenommen und nicht dem Erben. Denn es ist sein Schweiss und Blut das drin steckt.

    • Helveticus sagt:

      Wenn faule Leute, die von Berufs wegen Söhne und Töchter sind, ihren Beitrag ans Gemeinweisen leisten, ist dies keine Bestrafung der Tüchtigen, sondern im Gegenteil eine Belohnung für alle Fleissigen und Gerechten.

    • Beni Schwarzenbach sagt:

      Bestraft werden die Tüchtigen durch die Einkommens- und Unternehmenssteuern, nicht mit der Erbschaftssteuer. Letztere belohnt die Nicht-Leistung. Deshalb sollte es genau umgekehrt sein: Einkommenssteuer abschaffen und Erbschaftssteuer einführen. Und wieso nehmen Sie die Erben in „Sippenhaft“? Ist die Arbeitsleistung des Erblassers automatisch auch diejenige der Erben, auch wenn letztere selber nichts leisten? Ziemlich verquer diese Logik…

    • Marcos sagt:

      Wie bitte. Wollen sie den eine Kreuzfahrt machen wenn sie tot sind? Man sollte Leistung möglichst wenig besteurn, Geschenke wie Erbschaften aber hoch.

  • tobe or not tobe sagt:

    Solange wir hunderte Millionäre und Milliardäre zu Pauschalbesteuerung ins Land lassen und auch die grossen Schweizer Erbgemeinschaften sich als Feudalherren aufspielen, ist klar das der normale Bürger die Beträge $$ übernehmen muss, die diese SCHMAROTZER nicht bezahlen!!!

    Miilonäre die nix für die Wirtschaft hier machen noch belohnen? UBS weiterhin belohnen? Ja lässte eure Kinder weiterhin deren „Wirtschafts“Wissen an den UNIS lernen. HIRNWÄSCHE AN DER QUELLE!!!! siehe St.Gallen….

    • Helveticus sagt:

      Es ist für mich ebenfalls überraschend zuzusehen, wie in diesem Land immer mehr Reichtum vom Mittelstand zu den Reichen umverteilt wird, ohne dass der Mittelstand aufmuckt. Dabei wäre diese Schicht zahlenmässig überlegen und hätten in der Demokratie das Sagen. Aber sie lassen sich Sand in die Augen streuen, wegen den Almosen, die die paar Armen kriegen, oder sie entrüsten sich wegen Deutschland, wo das gleiche Spiel noch unverschämter abläuft.

    • Anton sagt:

      falsch. sowohl reiche wie auch mittellose werden durch den staat unterstützt. schliesslich wollen wir ja niemanden diskriminieren etc… ausser einzelne neidgetriebene gutmenschen.
      gehen sie arbeiten – egal ob reich oder arm!

  • Daniel Heusser sagt:

    Kontraproduktive Steuern
    Rhetorische Frage an die EVP Vertreter: Wie hoch sind die Steuerausfälle wenn reiche Ausländer aufgrund der Erbschaftssteuer die Schweiz verlassen?
    Viele werden das Vermögen während Lebzeiten in steuerfreie Stiftungen investieren die Beteiligungen an Wirtschaftsunternehmen haben.

  • Linda Brunner sagt:

    Ich habe selten erlebt, dass die Grundsätze des Liberalismus so aus dem Kontext gerissen und das wirtschaftliche Verständnis so falsch aufgefasst wurden. Erschreckend, dass solche Artikel von einer nationalen Zeitung veröffentlicht werden.

    • Adi sagt:

      Können Sie das bitte etwas genauer ausführen? Zum einen denke ich, dass Liberalismus kein scharf definierter Begriff ist wie Sie ihn vielleicht sehen und zum anderen ist dies nicht das erste Mal, dass die Erbschaftssteuer als liberal bezeichnet wird. Sinkt dafür die Belastung durch andere Steuern ist sie durchaus ein liberales Vorhaben.

      • Urs sagt:

        Das genau trifft einen wesentlichen Punkt, nämlich jenen der Staatsquote: Statt über neue Steuern, sollte man zentraler darüber diskutieren, was bei gleich bleibender Summe besteuert werden soll: Arbeit, Vermögensertrag oder des unentgeltliche Erwerb (Erbschaft, Schenkung, Lottogewinn). Ist es wünschbar, dass ein millionenschwerer Erbe des Typs Carl Hirschmann steuerlich entlastet ist und dafür ein arbeitender Mittelständlier mit anständigem Einkommen belastet wird? Sollten wir nicht besser den Arbeitserwerb entlasten und dafür die Empfänger, welche nichts für ihr Glück getan haben, belasten?

        • Linda Brunner sagt:

          Bei der Initiative geht es nicht um eine geringere Steuerbelastung sondern um eine zusätzliche Steuer. Teilweise kann das dazu führen, dass derselbe „Batzen“ 3x versteuert wird: Einkommenssteuer, Vermögenssteuer und schliesslich Erbschaftssteuer. Was soll daran bitte liberal sein? Dass der Begriff des Liberalismus und dessen Lehren immer mehr verwässert werden, ist leider keine Neuheit.

          Zudem generiert auch ein vererbtes Vermögen einen wirtschaftlichen Nutzen. Sogar, wenn es sich auf einem Sparkonto befindet. Ihnen ist wohl das Banksystem bekannt. Oder woher meinen Sie kommt Ihr Kredit?

          • Urs sagt:

            Der Umstand, dass die Einführung einer Erbschaftssteuer nicht an die Reduktion anderer Steuern gekoppelt ist, ist meines Erachtens ein Mangel des Projekts, welcher – allenfalls in einem Gegenvorschlag – korrigiert werden sollte.
            Ob Vermögen per se einen Nutzen generiert, ist nicht die Frage. Es geht darum, wie die Betriebskosten unseres Staates getragen werden, ob von der arbeitenden Bevölkerung oder von der erbenden…

    • Anton sagt:

      ich teile ihre meinung voll und ganz. was speziell auf tagi online in den letzten monaten abegangen ist, ist einfach nur noch schlecht. man nimmt eine ideologie, behaupted irgendwelche dinge, verpackt dies in ein seriöses kleid und fertig ist der artikel.

  • Michael Renggli sagt:

    Als Liberaler und selbständiger Unternehmer mit Geschäft und Wohnsitz in der Stadt Zürich, habe ich im Prinzip kein Problem Steuern zu bezahlen, WENN (und nur dann) das Geld sinnvoll eingesetzt wird. Dies ist meines Erachtens nicht der Fall und den Politikern traue ich nicht mehr. Darum bin ich gegen alle Steuererhöhungen.

    • Urs sagt:

      Wir sollten eben nicht die Steuern erhöhen, sondern den Arbeitsverdienst steuerlich entlasten und dafür das, was insgesamt, d.h. auch durch steuerlich irrelevante Zuflüsse eingegangen ist und nicht für den Konsum benötigt wurde, besteuern.

  • Helveticus sagt:

    Eine gute Kolumne über eine sinnvolle Initiative. Es ist keine Überraschung, dass jetzt die SVPler aus ihren Höhlen kriechen und zu poltern beginnen und Heerscharen von Rentern und Erben in spe das Haar in der Suppe suchen. Alles Leute, die das eigene Wohl, oder das ihres Geldgebers, über jenes der Gemeinschaft stellen. Oh Herr, gib mir die Gelassenheit, die Mitbürger zu hinzunehmen, die nicht gross denken können und den Mut, den Super-Egoisten Paroli zu bieten und die Weisheit, die Verblendeten von den Böswilligen zu unterscheiden.

    • Dagobert Duck sagt:

      Helveticus, können Sie uns etwas von Ihrem wirtschafltichen und technischen Rüstzeug verraten? Die Initative kommt ja aus frommen, ziemlich erhabenen Kreisen, die wenig zum Bruttosozialprodukt beitragen.

      • Dagobert Duck sagt:

        Eine Zusatzfrage, Helveticus: warum haben Sie am helllichten Tag Zeit hatten, um in diesem Froum zu wirken? Oder sind da auch die meisten wie ich pensioniert, zudem vielleicht sauer und gefrustett?

    • Anton sagt:

      Helveticus
      das ist ja unterste schublade, was sie hier vom stapel lassen. schon mal vorsorglich alle schlecht machen die nicht mit dieser initative einverstanden sind und dies gerne hier artikulieren möchten. wieso verbieten sie nicht direkt uns allen das wort? ist ihnen demokratie ein dorn im auge? freie meinungsäusserung nur für ihre klientel, weil alle andren zu dumm sind? mit ihrem niveau unterbieten sie deutlich die von ihnen so geschätzte SVP. sie, Helveticus, sind ein schlechtes mitglied dieser demokratie!

  • Divorne sagt:

    Pour ce qui est de la succession, on peut aussi se dire que l’Etat ne mérite pas non plus l’argent de la personne décédée!?!
    Certains, sous pretext de la communauté ont tendance à s’approprié un peu facilement du bien des autres. Ilt est vrai que les descnandant ne mérite pas forcément cet argent mais l’Etat non plus. Alors autant laissé le défin choisir qui mérite son argent à ses yeux à travers.

    „«Les héritiers très riches nous nuisent»
    TOut comme l’Etat qui s’approprie l’argent des autres sous pretxte qu’ils nuisent, nuit tout autant à la propérité d’un pays.

  • Georg Stamm sagt:

    Eine Erbschaftssteuer im oben genannten Sinn von J. St. Mill oder der Liberalen geht nur dann in Ordnung, wenn gleichzeitig die Einkommenssteuer um den gleichen Betrag vermindert wird. Dies wird aber nicht der Fall sein und die Erbschaftssteuer wird zur zusätzlichen Staatseinnahmequelle. Deshalb ist sie abzulehnen. Das Erbe ist übrigens schon als Einkommen und viele Male als Vermögen versteuert worden.

    • Helveticus sagt:

      Wenn schon, müsste man bei Einführung einer schweizweiten Erbschaftssteuer, einen Nachlass auf die Vermögenssteuer gewähren. Das wäre sachlogisch, ihre Idee ist unlogisch.

      • Donald Duck sagt:

        Erbschaftssteuern für die AHV mag plausibel und populär sein, heisst aber nichts anderes als produktive Vermögen mit Konusm verjubeln – bis die Chinesen in fernerer Zukunft viele Vermögen in der Schweiz besitzen.

        • Helveticus sagt:

          Durch Konsum kommt Geld in Umlauf und kurbelt die Konjunktur an, gebunden in Jagdreviere, Wälder, Lustschlösser ist das Vermögen eher unproduktiv. Ausserdem bin ich stolz auf unsere republikanische Tradition und mag als Innerschweizer nicht in einem vom Geldadel und Erbprinzen beherrschten Land leben.

      • Anton sagt:

        unnötig. erbschaftssteuer ist lächerlich unnötig und sinnfrei. das ist leicht zu begreifen.

        • Georg Stamm sagt:

          Helveticus: Ihr Vorschlag ist bedenkenswert. Auch so ein Steuernachlass (Vermögenssteuer) wäre i.O.. Das Wichtigste an der Sache und im Sinne von Mill und der Liberalen: Die Staatsquote darf durch die Erbschaftssteuer nicht steigen ! Wenn das sichergestellt ist. so könnte man dazu ja sagen im Hinblick auf die ungesund wachsenden Vermögensdisparitäten auch bei uns. Die Erbeschaftssteuer würde zu einem gewollten und sozialen Umverteilungsinstrument. Aber nur dann !

          • Helveticus sagt:

            Herr Stamm, ich möchte Sie bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass die grösste reale Umverteilung vom Mittelstand in Richtung Reiche läuft. Der Mittelstand trägt im Verhältnis immer schwerere Lasten als die obersten Zehntausend. Das muss aufhören, ohne starken Mittelstand ist das Grab der liberalen Demokratie bereits gegraben.

  • paz de monnay sagt:

    paz hätte auch gerne geerbt. leider erbte er nichts. „i just want you to hurt like i do“ randy newman

  • Susanne Beerli sagt:

    EInen grösseren Stuss habe ich selten gelesen. Was ist denn überraschend daran, dass die linken Habenichtsneider die Reichen höher besteuern wollen? Durch was, bitte schön, wenn die Erben ihr Erbe nicht verdient hätten, hat sich der Staat die Steuer verdient? Und wozu? Damit der Staat weiter ungemremst wächst? Was ist der Zweck des Bildes der „Jungen Besucherin eines Pferderennens“? Ganz zu Schweigen von den bemerkenswerten Ideen des Herrn Kisslings…

    • Helveticus sagt:

      Lesen Sie den Text nochmals. Dann werden sie nicht nur Stuss, sondern auch Antworten auf all die Fragen finden, die Sie hier aufwerfen. (Das illustrative Foto von der Pferdefreundin ohne Kopf und Füsse hat indes auch mich ratlos gemacht…).

    • Anton sagt:

      um die zusammenhänge zu sehen, muss man nur folgenden sachverhalt wissen: die linken sehen, dass man die probleme im land mit geld lösen könnte. die linken sehen, dass es menschen gibt, die mehr haben als sie. ergo nimmt man denen, die mehr haben, etwas weg. zugleich machen sie die, die mehr haben, schlecht. als egoisten werden sie bezeichent. abzocker oder ausbeuter geschumpfen. damit will man verschleiern, dass man sich auf eine minderheit stürzt und diese faktisch eigentlich gerne enteignen würde.
      andere lösungen bekommen den stempel politisch unkorrekt und werden todgeschwiegen.

      • Helveticus sagt:

        Ihre Ausführungen sind nicht besonders originell. Wie sieht es mit den „anderen Lösungen“ aus, die sie ankündigen: Wie lauten diese?

  • Chris Stampfli sagt:

    Keine Steuer ist mit dem klassischen Liberalismus kompatibel.Nur weil Herr Mill das in einem Nebensatz einmal gesagt hat heisst das noch lange nicht das die Erbschaftssteuer Liberal ist.1. ist Mill nicht der alleinige Spokesman des Liberalismus. 2. Jede Steuer schadet der freien Wirtschaft und bremst sie in Ihrer Entwicklung, das gilt auch für die Erbschaftssteuer. Steuern sind gesetzlich legitimierter Diebstahl. Wenn ich aber wählen müsste zwischen (gleich hohen!) Einkommens und Erbschaftssteuer,würde ich wohl die Erbschaftsstuer wählen. Was die EVP,SP will ist eine gewöhnliche Steuererhöhung

  • Mr. Moser sagt:

    Genau die speziellen Regel für KMUs sind z.B. u.a. ein Problem der Initativ! Die Erben werden einfach die Firma 5 Jahre behalten, und dann erst ausbezahlt. Die werden ja auch nicht blöd sein!
    Wenn man eine Erbschaftssteuer einführen will dann sollte sie maximal 2% betragen (damit sie auch bezahlt würde), aber dann gibt es nur noch max 300 Milionen. Ob sich der Aufwand dann noch lohnt, ist dann eine andere Frage.

  • Konradi H. sagt:

    Nur was kurzes an Herrn Walser, sorry aber wahrscheinlich haben Sie die falsche Arbeit, apropo 50 000.00 Uebrschuss.
    Ich habe einen exotischen Beruf, Studium aus eigener Tasche bezahlt.(Ausland ) (mit unterbruch gearbeited um es zu finanzieren) Bin seit Jahren viel unterwegs, im Grunde zuviel weg von der Familie. Trotz hohen Steuern, neben Haus mit einer kleinen hypy. ein ansehbares Vermoegen gespart und dafuer sollen meine Frau und 2 Kinder spaeter Erbschaftssteuer abgeben.
    Mit laust der Affe ,

  • Eduardo sagt:

    Grundsätzlich ist es gut, dass das Anwachsen eines übermächtigen Geldadels, der wie ein Schwarzes Loch immer mehr Boden, Unternehmen und Häuser an sich reißt und dann für immer behält, verhindert oder gebremst wird. Die meisten Erben arbeiten (wie z.B. ein Basler Milliardenerben als Arzt), und selbst wenn sie es nicht täten, wäre das allenfalls moralisch, aber nicht volkswirtschaftlich ein Problem, weil es nur wenige sind. Da die meisten Grossvermögen statisch sind, sollte man den dadurch wesentlich gestörten allg. Geldumlauf jedoch unbedingt durch eine angepasste Geldpolitik ausgleichen.

  • Anton sagt:

    liebe linke,

    sorgt doch bitte im sinne einer nachhaltigen lösung dafür, dass der staat erst lernt, effizient mit geld umzugehen, bevor ihr wieder versucht ihm weitere mrd. sfr in den schlund zu werfen. wenn ihr so weitermacht, haben wir bald ein schwarzes loch in bern, dass den ganzen wohlstand der schweiz absaugt und im nichts verschwinden lässt.

    danke!
    ich habe fertig.

    • Helveticus sagt:

      Zu lange keine Tea Party mehr gehabt?

      • Mark sagt:

        Okay schaffen wir die Armee ab und streichen die Subventionen für die Bauern. Zusätzlich lassen wir alles Soziale verschwinden damit alle für sich selber schauen können. Na wär das nicht ne tolle Schweiz?

  • Bänninger Bruno sagt:

    1. Absolute gerechte Steuergesetze gibt es nie.
    2. Der Kampf um sogenannte Steuergerechtigkeit wird nie enden, weil der Staat nie satt wird.
    3. Gerechtigkeit heisst nicht, alles gehört allen.
    4. Gleicheit unter Ungleichen Menschen herzustellen funktioniert nicht.
    5. Besitz, auch geerbter, ist ein Recht das vom Staat wie jedes andere Recht auch garantieren werden muss.
    6. Wer dieses Recht verletzen will, beweist, dass ihm Egalität wichtiger ist als Legalität.
    7. Die Linken betreiben mit dem Wort „Solidarisch“ seit langem massivsten Missbrauch.

    • Ales Zatelli sagt:

      “ ….weil der Staat nie satt wird.“
      Die Staatsquoten im OECD-Raum sind schon länger am sinken.

      Und was wir heute wissen: „Schweizer schlitzen eigene Nationalbank auf“.
      Und solche senile Wendehälse wollen einen „Vertrag mit dem Volk“ geschlossen haben.

  • Claudia sagt:

    ich lese hier soviel futterneid, immerhin hat jemand für das ganze geld mal gearbeitet und wenn ich es dann erbe, DANKE an meine netten vorahren. nur das dann alle gleich reingreifen wollen in den vollen vererbten topf finde ich abstossend. warum mehrfach versteuern? warum immer bei den ANDEREN holen als selber was beisteuern? vielelicht hat eine familie auf vieles verzichtet, vorwiegend den vater, und er hat etwas erreicht und daraus enstand ein vermögen, welches vererbt wird. eine art von danke für die nachkommen. ich habe in meinem leben gelernt, das die linken die gierigsten sind!

  • Helveticus sagt:

    In Zeiten von Knechtschaft, Ungleichheit, Eigennutz ersannen Leute einen neuen Wahlspruch: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Schon mal gehört? Vielleicht wird er in einigen Jahren wieder aktuell, machen Sie nur so weiter.

    • Dagobert Duck sagt:

      Der Erbe erwirbt Vermögen ohne eigene Leistung. Der Sozialhilfe-Empfänger nimmt Geld an ohne eigene Leistung? Wo liegt da der ethische Unterschied? Wir erben die akkumulierten Vermögenswerte unserer Vorfahren ohne eigene Leistung. Sollten wir da ein schlechtes Gewissen haben oder sollte sogar jede Generation die alten Infrastrukturen verkaufen, das Geld in die Entwicklungshilfe stecken und neue Infrastrukturen aufbauen? Oder sollten Immigranten sich in unsere öffentlichen Erbschaften einkaufen? Gerechtigkeit taugt als Begründung von Erbschaftssteuern nicht.

      • Helveticus sagt:

        Der Post war als Antwort auf den Kommentar von Bänningers Bruno gedacht. Wie um alles in der Welt kommen Sie darauf, die Einwanderung mit der Erbschaftssteuer zu verknüpfen, oder so zu tun, als ob der Vorgang des Erbens an sich ausser Kraft gesetzt werden sollte? In einer Zeit wo die Ungleichheit in unserer Gesellschaft wächst, fnde ich schon, dass man an den Wahlspruch der frz. Revolution erinnern darf. Gleichheit als Gleichheit der Chancen und der Rechte begriffen, ist ein absolut demokratisches Ideal, auch wenn zB Herr Bänninger und diverse andere Diskutanten das nicht begreifen.

        • Dagobert Ducj sagt:

          „Ohne Fleiss kein Preis“ soll die Ethik der Erbschaftssteuern sein – in anderen Fällen nicht. Sehr ethisch ist in Ihren Kreisen auch, Schulden auf die nächste Generation zu überwälzen. Pervertierte Ethik mit vielen Inkonsequenzen und bigotten Scheinheiligkeiten.

  • Robert Norton sagt:

    Sozialhilfe für Reiche? Ja, scheusslich! Schlage vor, wir eliminieren aus Gerechtigkeit alle Sozialhilfe, auch die, welche von den Reichen bezahlt wird (progressive Steuern, AHV Prämien die man nie zurück bekommt, Invalidenversicherung, etc etc etc). Wenn die Reichen all diese Umverteilungs-Abgaben nicht mehr bezahlen müssen, können sie eine Erbschaftssteuer mit Links verkraften….

  • Walter Bossert sagt:

    Warum den Rentnern die AHV nicht direkt aus Steuergeldern ( Staat oder Bund ?) bezahlen statt dem Flickwerk AHV mit einer Erbschaftssteuer( ab 10 Mill.) noch einen Flick mehr zu verpassen. Die Arbeitsnehmer würden so nur über das Steuerbare Einkommen belastet,hätten aber mehr Sicherheit.Der Arbeitgeberbeitrag könnte mit weniger Bürokratie eingezogen werden und die linken wären aus ihrer Wachstumszwagsjacke befreit.

  • Dominik Keller sagt:

    Für das Entstehen und Funktionerien eines wohlhabenden Wirtschaftsraums sind Eigentumsrechte etwas vom Zentralsten. Und das bedeutet, dass ich auch das Recht habe zu bestimmen, was mit mienem Eigentum nach meinem Ableben geschieht. Ob dies an den Staat, an die Kirche, an die Krebshilfe oder meine Kinder geht darf ich selber bestimmen. Alles andere ist Enteignung.

  • peter keller sagt:

    journalistisches halbwissen, der aritkel strotzt vor fehlern. der grösste: Liberalismus geht überhaupt nicht davon aus, dass alle menschen gleich sind. das wäre sozialimus. im gegenteil, liberalimus sagt, dass jeder mensch anders ist und man ihn deshalb in ruhe lassen soll vor staatlichen über-und eingriffen.

  • Kari sagt:

    Hätte der Fiskus „von Anfang an“ so dreist zugelangt, wie es von gewissen Kreisen verlangt wird, müssten wir heute gar nicht über eine Erbschaftssteuer philosophieren, denn es gäbe nichts zu verteilen und wir befänden uns noch im vorindustriellen Zeitalter. Ohne anständige medizinische Versorgung, mit weltweiten Hungersnöten, keine Tellerwäscherkarrieren (ja, auch kein Bill Gates und Konsorten) usw.

  • Domenico sagt:

    Ein kleines Gedankenspiel: Was machen wir nun, wenn nach dem 3. oder 4. Erbgang, das gesamte „alte Geld“ beim Staat ist und letzterer die (dannzumal nicht mehr vorhandenen) Einkünfte bereits budgetiert hat? Neues Vermögen kann man nämlich kaum mehr erschaffen, dazu ist die Einkommens- und Vermögenssteuer zu hoch. Dann haben alle nichts mehr, der Staat muss sich verschulden. Erstrebenswert? Nein, mitnichten!

  • Gilles Goodman sagt:

    Und was machen die Erben von Liegenschaften, wenn kein Bares da ist? Aha, die können sich ja zugunsten des Staates verschulden und Hypotheken aufnehmen.
    Da dreht sich der Erblasser im Grabe um.

  • Giulio Bonuomo sagt:

    Es scheint überhaupt kein Thema zu sein, dass es Reiche gibt, die mehr geleistet haben und deshalb so reich geworden sind.
    Wahrscheinlich hätten sie besser auf der faulen Haut gelegen.

  • Martin sagt:

    Schöne Argumentation, dass die Erbschaftssteuer eine liberale Steuer sei. Komisch nur, dass auch beim EVP-Vorschlag nur die Erbschaftssteuer vorgeschlagen wird und keine andere Steuer abgeschafft oder gesenkt werden soll. So hat die neue Steuer halt doch wieder einen klar Anti-liberalen Effekt; nämlich der, dass die Staatsquote einmal mehr erhöht wird. Ich bin sofort für diese Erbschaftssteuer wenn entweder die direkte Bundessteuer oder die Vermögenssteuer im gleichen Mass gesenkt würde, wie die Erbschaftssteuer neues Steueraufkommen generiert.

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