Freie Mobilität statt weltfremder Verzicht

Der Bund soll überhaupt kein Geld mehr in das Schienennetz investieren und die pendelnden Schweizer damit zwingen, wieder an ihrem Arbeitsort zu wohnen. Mit dieser Forderung aus dem Politblog verkennt Erwin Haas die Realität: Mobilität ist einerseits ein Grundbedürfnis des Menschen und andererseits eine der Grundlagen der Schweizer Wohlstandsgesellschaft. Nicht zufällig versucht ein Kleinkind instinktiv, mühsam und unbeirrt aufzustehen, sich auf den eigenen Beinen zu bewegen. Und nicht umsonst ist das Wegnehmen der Mobilität und das Einsperren eines Menschen eine der härtesten Strafen.

Mobilität ist auch nicht einfach das Hobby irgendwelcher fehlgeleiteter Pendler.

Strassen und Schienen pulsieren: Ein Land wie die Schweiz lebt von der Mobilität.

Strassen und Schienen pulsieren: Ein Land wie die Schweiz lebt von der Mobilität.

Mobilität ist auch nicht einfach das Hobby irgendwelcher fehlgeleiteter Pendler. Sie ist erforderlich, um unseren Wohlstand, unsere Spitzenstellung in der arbeitsteiligen Wirtschaft unseres Landes zu sichern. Der Tages-Anzeiger, von dem Erwin Haas als Redaktor seinen Lohn erhält, könnte wohl kaum jeden Tag in der ganzen Schweiz verteilt werden werden, wenn auf Schiene und Strasse keine einfache und kostengünstige Bewegung von Menschen und Gütern möglich wäre.

Ganz abgesehen davon wirkt Mobilität seit je als grosse soziale Errungenschaft und als wesentliche Triebfeder für die kulturelle und technische Entwicklung. Wer, wie Haas «die Massen verkehrspolitisch zur Vernunft bringen» will, entlarvt sich als unverbesserlicher Anhänger einer freiheitsverachtenden Planwirtschaft. Und wer allen Ernstes schreibt, die Politik «müsste den Pendlern sowohl das Auto- als auch das Bahnfahren richtig vermiesen», hält wenig von der Verwirklichung individueller Lebenschancen, Lebensqualität und freier Gesellschaft.

Die individuelle Mobilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer modernen Gesellschaft und die Politik hat sicherzustellen, dass diese Mobilität möglichst ungehindert und frei funktionieren kann. Dies bedingt die Investition in bedarfsgerechte Infrastrukturen in Strasse und Schiene und erfordert deren verursachergerechte Finanzierung.

Ein Land wie die Schweiz mit ihrer zentralen Lage in Europa lebt letztlich von der Mobilität – das wird auch in Zukunft so bleiben. Deshalb dürfen sich Mobilität und Umweltschutz als gleichberechtigte Grundanliegen unserer Gesellschaft nicht ausschliessen. Auch dafür hat die Politik zu sorgen. Eine von Erwin Haas definierte und von oben verordnete «Mobilität nach Mass» ist so ziemlich das Letzte, was in unsere direktdemokratische Schweiz passt.

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105 Kommentare zu «Freie Mobilität statt weltfremder Verzicht»

  • Holger Wahl sagt:

    Die Infrastruktur für eine kostengünstige Mobilität von Menschen und Waren ist einer der Grundpfeiler westlichen Wohlstandes. Ich bin froh, dass sich endlich jemand traut, gegen den Unsinn weltfremder Gutmenschen anzuschreiben, die offenbar der Ansicht sind, Menschen könnten beliebig an ihren Arbeitsort verpflanzt werden und müssten sich dann nur noch mit dem Velo bewegen. Verkehr ist kein Hobby, kein Luxus, nicht das Ergebnis, sondern eine Grundlage von Wohlstand! Und so, wie niemand gerne ein Kraftwerk sieht, aber doch den Strom für sein Elektrobike benötigt, benötigen wir auch Mobilität.

    • Martin Arnold sagt:

      Sehr geehrter Herr Wahl
      Sie haben recht. Aber Wohlstand hat mit Lebensqualität wenig zu tun, Wenn Wohlstand auf Kosten der Gesundheit geht fragt sich ob das der richtige Weg ist. Wenn wir jetzt die Weichen stellen ist das ein wichtiger Schritt für die Zukunft und somit für unsere Nachkommen.
      Ich wünsche Ihnen einen gesunden Tag.

    • mars solm sagt:

      Bravo hHr.Wahl! Ich z.B. hatte einen Arbeitsplatz gewählt nahe meines Hauses. Nun zieht die Fa. in die ferne Umgebung der Stadt. Soll ich jetzt nachziehen? Haus verkaufen usw! Jetzt werde ich Pendeln müssen, essen kann ich auch nicht mehr daheim. Das kostet zusätzlich. Leider wird ZH von einer Velo verwirrten Politik bestimmt. Dazu kommen noch aus dem BR total irre Aussagen, wie das man seine Fahrten zum Arbeitsplatz nur noch vermindert absetzen kann. 800 CHF Pauschale der fr. Leuthard. In welcher weltfremden Welt leben diese Herrschaften eigentlich.

      • Michael Wyss sagt:

        Danke für Ihre Aussage Herr Solm. Seit die realitätsfremde Aussage von Frau Leuthard habe ich abgesehen von mir selbst diese Worte von niemandem gelesen. Als würden alle freiwillig pendeln. Irgendwann finde ich vielleicht in meiner näheren Umgebung wieder eine Stelle, die meiner Ausbildung und Erfahrung entspricht. Aber bis dahin bin ich am pendeln. Wenn der Vorschlag von Leuthard durchkäme, dann würde ich auf dem RAV besser fahren. Also was ist denn schlauer?

    • Michael Meienhofer sagt:

      Pendeln als Wohlstand? bei mir ist Wohlstand Wohn- und Lebensqualität. Wer stundenlang zum Arbeitsort und wieder nach Hause pendeltt und dabei seine wertvolle Freizeit „verbratet“, ist wirklich selber schuld. Würden die armen, stressgeplagten Pendler über die Bücher gehen und eine Kosten -Nutzen Analyse machen, würde mancher die höheren Wohnkosten gegen die noch höheren Mobilitätskosten eintauschen. Aber es ist wie mit dem Autofahren, es kostet ja fast nichts….nur Benzin und Parkgebühren.

      • Manfred Grieshaber sagt:

        Sie vergessen dabei nur eines: Viele Arbeitnehmer sind ebenso hoch spezialisiert wie die Unternehmen für die sie arbeiten. Generalisten gab es zu Zeiten uniformer Massenproduktion. Die Zeiten sind vorbei als an jedem grösseren Ort die gleichen Fähigkeiten und Kenntnisse gesucht wurden. Da gibt es nur zwei Alternativen: Zügeln oder Pendeln. Bloss wird zügeln immer schwieriger und erhöht die Lebenshaltungskosten. Wenn Sie 10 Jahre in einer Mietwohnung leben sind Ihre Wohnkosten viel niedriger wie für jemanden der gerade neu in eine vergleichbare Wohnung am gleichen Ort zieht (Mietzinserhöhung).

      • Walter sagt:

        Ja klar! Alle 2 bis 4 Jahre Wohnung wechseln, da die meisten Arbeitsstellen nicht für die Ewigkeit Geschäft wurden (ziemlich gezielt). Sagen Sie mir: Wie werden das die Kinder ertragen?

      • Edwin Beeler sagt:

        Wer pendelt, ist selber schuld? Herr Meienhofer kann sich wohl jede Wohnung an jeder Wohnlage leisten. Er sollte eventuell in einem vollgestopften Pendlerzug nachfragen, wieviel Spass das Pendeln macht, v.a. wenn man sich in der Zürcher Enge oder sonstwo in der Stadt Zürich oder in Zug, am Arbeitsort also, keine Tiefstparterrewohnung zu Höchstpreisen leisten kann…

        • Michael Meienhofer sagt:

          Auch ich kann mir nicht überall eine Wohnung leisten. Doch es kann doch nicht sein,dass die ganze Infrastruktur für’s Pendeln von allen Steuerzahlern getragen wird.Mobilität ist wohl ein Grundbedürfnis, aber kein Grundrecht um Infrastrukrturkosten zu allen Zeiten vom Staat zu fordern. Wie wäre es, wenn die Arbeitgeber sich für ihre, scheinbar so unverzichtbaren Top-Mitarbeiter Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes zu Verfügung stellen würden? Vor hundert Jahren bauten viele Fabriken Wohnraum für ihre Arbeiter,Der Verteilerschlüssel der Kosten muss neu überdenkt werden.

  • Beat Zahnd sagt:

    Herr Hutter hat absolut Recht. Der Verkehr muss verursachergerecht finanziert werden. Verursacher sind primär Firmen die ihren Standort dort haben wo es keine Wohnungen gibt. Also muss eine Strafsteuer her, die Firmen in Abhängigkeit zum Arbeitsweg ihrer Mitarbeiter besteuert. Gleichzeitig soll die der Arbeitswegabzug für natürliche Personen abgeschafft werden.

    • Das würde dann heissen,dass alle Bergbahnen Strafsteuern bezahlen,oder in die nächste Stadt umziehen, der Gotthardttunnel nach Uri verlegt, Autobahnen nur in stadtnähe repariert werden dürfen und viele Firmen ins Ausland verlegt würde.Ich glaube da haben Sie Herr Hutter falsch vestanden.

    • Framz A- sagt:

      Nein, es braucht keine Strafsteuer. Nur schon das Wort ist doppelt negativ belegt: Strafe und Steuer.

      Die Lösung ist ganz einfach: der Staat baut keine perfekte Verkehrsinfrastruktur bis zum Haupteingang. Dann kann die Firme selber entscheiden:
      – dort bauen, wo die Angestellten wohnen
      – dafür sorgen, dass die Angestellten neben der Firma wohnen können
      – selber die Verkehrsanbindung finanzieren.

      • John Clark sagt:

        „Dort bauen, wo die Angestellten wohnen“ … mhja, nein. Das geht leider so nicht, meiner Meinung nach. Nebst dem, möchte ich nach der Arbeit nicht meinen Arbeitskollegen über den Weg laufen, so gerne ich sie auch habe. Das Unternehmen bei der Finanzierung von Verkehrsanbindungen mithelfen ist klar, dafür haben wir ja die Steuereinnahmen (Thema Gesellschaft). Wie stellen sie sich das alles vor? Alle Arbeitnehmer der Swisscom werden in einem oder mehreren grossen Kompelxen einkaserniert? So möchte ich auch nicht leben.

    • Felix Zehnder sagt:

      Ja natürlich!
      Sie wollen also, dass alle Fabriken und Firmen ihre anlagen direkt in die Wohnsiedlungen bauen? damit währe das Problem sicher gelösst! Und es währen ja auch alle glücklich über die Lärmemissionen oder Gerüche die dadurch entstehen würden.
      Das Bsp. mit einer Klähranlage neben ihrem Haus würde mir da am besten gefallen…

      • steve sagt:

        Das Problem ist doch, dass viele grössere Firmen meinen, sie müssten ihren Standort mitten in Zürich, Basel oder Genf haben. Stattdessen gehören Firmenstandorte vermehrt in Subzentren, welche verkehrstechnisch gut erschlossen sind und bezahlbaren Wohnraum aufweisen: Olten, Liestal, Lenzburg etc. Das würde den Mitarbeitern ermöglichen, in der Nähe zu wohnen und die (auch internationale) Kundschaft könnte die Firma aufgrund der guten verkehrstechnischen Anbindung einfach erreichen.
        Mit Kläranlagen in Wohngebieten hat das nichts zu tun.

        • John Clark sagt:

          Da müsste man aber wieder „Clusters“ erstellen (vgl. Silicon Valley), führt auch wieder zum Pendeln. Welche gute „verkehrstechnische Anbindung“ meinen sie von Liestal und Olten zum Flughafen Zürich? Da wir primär im Ausland unser Geld verdienen (die meisten Grossunternehmen und KMUs, welche den grössten Teil der Steuereinnahmen generieren) sind wir auch gewzungen die Verkehrsanbindungen zu bieten. Oder denken Sie, dass der Softwareentwickler aus Ostdeutschland mit seiner Bude zu seinen Schweizer Kunden umsiedelt?!

          • Klicki sagt:

            Der eigentliche Grund, ein Unternehmen in Flughafennähe anzusiedeln, liegt vermutlich nicht selten darin, dass die Chefetage durch permanente Fliegerei ihre weltweite Unentbehrlichkeit unter Beweis stellen will. Da geht dann womöglich vergessen, dass ein Standort draussen in der „Provinz“ hinsichtlich Löhnen und Mietzinsen günstiger wäre.

          • Mark Keller sagt:

            John Clark, der Softwareentwickler aus Ostdeutschland kann in Ostdeutschland bleiben. Er braucht nicht in die Schweiz umzusiedeln. Gerade diese Branche kann sehr gut dezentral arbeiten.
            Eine Raumplanung, die den Namen auch verdient, muss dafür sorgen, dass Wohnen und Arbeiten wieder näher beieinander liegen. Es müssen entsprechende Anreize für die Firmen geschaffen werden.
            Ein Ansatz der das Pendeln einseitig auf Kosten der Arbeitnehmenden lösen will, ist nicht zielführend. Ein Arbeitnehmer kann seinen Wohn- und Arbeitsort nur selten frei bestimmen. Die Randbedingungen stimmen hierzu nicht.

      • Paul Jenni sagt:

        73% der Schweizer beschäftigten Arbeiten im Dienstleistungssektor. Ich könnte mir vorstellen, dass die Lärm- und Geruchsbelastung eines Bürogebäudes deutlich geringer wäre als die der Pendler, die jeden Morgen aus dem Schlafdorf zur Arbeit fahren müssen. Was meinen Sie?

        • Paul Jenni sagt:

          Ausserdem würden dann die Beizen bei uns im Dorf nicht aussterben, weil sie auch über Mittag den einen oderen anderen Teller verkaufen könnte. Auch das wären dann lokale Arbeitsplätze.

    • Hans Schmid sagt:

      Mit einer solchen Strafsteuer würde die Niederlassungsfreiheit faktisch abgeschafft und die Firmen könnten den Arbeitnehmern diktieren, wo sie zu wohnen haben. Viel sinnvoller wäre es die Pendlerabzüge abzuschaffen und Firmen zu belohnen, welche es den Mitarbeitern ermöglichen einen Teil ihrer Arbeit im Home Office zu erledigen.

      • Kaa Bock sagt:

        Das finde ich jetzt ein bisschen übertrieben! Niederlassungsfreiheit heisst, dass jeder sich niederlassen darf wo er will. Es heisst NICHT, dass der Staat verpflichtet ist, überall die dazu notwendige Infrastruktur zu schaffen. Es verlangt ja auch niemand, dass auf 3000m eine Strasse (mit Bushaltestelle) gebaut und Wasser und Strom installiert wird, bloss weil ich genau da mein Recht auf freie Niederlassung wahrnehmen möchte.
        Aber Ihre Vorschläge finde ich trotzdem absolut richtig!

  • Orlando Tscharner sagt:

    Die Mobilität ist keine von Geburt gegebene Errungenschaft. Es wurde immer wieder eingegriffen, die Einen wollen mehr Bahn, die Anderen mehr Strasse. Seit dem es immer Enger wird wird Strasse gegen Bahn ausgespielt. Vor fünfzig Jahren hat noch keiner der in Bern gewohnt hat in Zürich gearbeitet, das ist eine eine Neuerfindung der reichen Länder, die sich sowas leisten können. Noch vor vierzig Jahren als ich mal mit meinen Eltern zwantig Kilometer in die Stadt fuhr, habe ich gedacht das ist Ausland.
    Der Markt wird regulieren wenn wir immer im Stau stehen oder nicht mehr bezahlen können.

  • Jörg WIrz sagt:

    Tja, lieber Herr Haas, jetzt haben SIe die Geister auf den Plan gerufen, die Sie in die Ecke stellen wollten. Dieser Artikel von Herrn Hutter ist genau so befremdend wie Ihrer Herr Haas. Weder die uneingeschränkte Mobilität noch Ihre massive Einschränkgung des öffentlichen Verkehrs sind sinnvoll und realitätsnah.

    Wieso müssen Journalisen immer so radikale Positionen einnehmen um Quoten zu realisieren? Wieso immer gleich so polarisierend und einfältig? Wir haben schon genug radikale Elemente in der CH. Diese Kultur müssen wir in Sachthemen nicht auch noch pflegen. Was gelernt Herr Haas?

  • Mike Locher sagt:

    Lustig! Zuerst wiederspricht der Herr Hutter dem Herrn Haas und dann gibt er ihm – wohl ohne es zu merken – 100% recht: Wie könnte man dem Pendler das Pendeln mehr vermiesen als wenn man ihn die ganze Infrastruktur verursachergerecht finanzieren lässt?
    Auf jedem Fall bin ich einverstanden: Es kann nicht sein, dass der Teuer-Wohner in Zürich und der Wenig-Verdiener im Jura dem Foifer-und-Weggli-Pendler die Infrastruktur über Steuergelder mitfinanziert – und zur Strafe dann noch weniger von den Steuern abziehen können.

    • Pascal Meister sagt:

      Das scheint mir eine intelligente Aussage zu sein – da die Leute den Trend jedoch bemerken, kaufen/mieten sie zu fast jedem Preis in der Stadt Zürich oder angrenzend, einfach um in Zukunft die hohen Mobilitätskosten verhindern zu können. Eine ungehinderte zügellose Mobilität führt wohl wirklich dazu, dass noch mehr Menschen noch weiter weg im Grünen wohnen und dann Ansprüche stellen.

    • Mark Keller sagt:

      Der Pendler ist nicht die Ursache für das Pendeln. Der Pendler ist nur das Symptom. Die Ursache liegt in der Ballung der Arbeitsplätze in betsimmten Zentren, zusammen mit einer nicht adäquaten, um nicht zu sagen inexistenten, Raumplanung.

      Braucht der Teuer-Wohner in Zürich und der Wenig-Verdiener im Jura die Infrastruktur zur Befriedigung der Mobilitätsbedürfnisse nicht? Fährt der Teuer-Wohner nicht aus Zürich weg, um in den Bergen Ski zu laufen? Fährt der Wenig-Verdiener im Jura nicht in die Stadt, um am kulturellen Leben teilzunehmen? Ein sehr grosser Teil ist reine Freizeitmoblilität.

    • Vera K sagt:

      Herr Locher, die Pendler sollten nicht nur die Kosten der Infrastruktur bezahlen müssen, sondern die gesamten Kosten die sie verursachen. Also auch Lärmkosten, Abgaskosten, Risikokosten, usw.

  • Christian Kohler sagt:

    ‚Mobilität nach Mass‘ ist aber gerade Realität Herr Hutter: Warum gibts mit Tröpfchensystem-Ampeln an der Rosengartenstrasse ein Verkehrsleitsystem? Warum ist das Zugticket Zürich-Bern wohl am teuersten? Eine ungehinderte und freie Mobilität gabs Anfang 20.Jh. Was wir brauchen ist eine vernünftige Moibiltäts-Politik, alles andere ist entweder Schönfärberei vom freien Bürger von Seiten Auto-Lobby oder ÖV-Zwangsausbau bis zur absoluten Unvernünftigkeit von Seiten ÖV-Lobby.

    • Mark Keller sagt:

      Genau Christian Kohler, dann gehören Sie sicher zu denjenigen Leuten die ihr Wochenende zu Hause verbringen und nicht in die Berge zum Wandern oder Biken fahren? Wenn niemand mehr in die Berge fährt, was geschieht dann mit den Arbeitsplätzen in diesen Gebieten? Moblilität hat nicht nur negative Seiten, sondern auch positive. Mobilität soll für alle erschwinglich sein. Ist sie dies nur für die Bessergestellten, kommt es zu sozialen Spannungen.

  • Ob uneingeschränkt oder nicht, Hauptsache, man beachtet endlich auch die externen Verkehrskosten*. Gemäss Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) verursachte der Schienenverkehr allein im Jahr 2005 externe Kosten in Höhe von 455 Millionen Franken. Der Strassenverkehr solche von 8 Milliarden(!). 2006 / 07 in ähnlicher Höhe.

    * Kosten, welche durch die Mobilitätsteilnehmenden verursacht, jedoch nicht von ihnen selber getragen werden. Die wichtigsten Bereiche sind Unfälle, Lärm, Gesundheit, Klima sowie Natur und Landschaft.

    • Hans Schmid sagt:

      Herr Eyholzer, was sie schreiben ist prinzipiell korrekt (mal abgesehen von den erheblichen Unsicherheiten bei der Ermittlung externer Kosten). Allerdings darf man bei dieser Rechnung nicht vergessen, dass der Strassenverkehr seine direkten Kosten mittlerweile selbst deckt, während der ÖV jedes Jahr mit Milliarden von Steuergeldern subventioniert wird. Hinzu kommt, dass der Strassenverkehr rund die dreifache Transportleistung erbringt.
      Wenn man über die externen Kosten des Strassenverkehrs redet, dann muss man auch über die Subventionierung des Schienenverkehrs/ÖV reden!

      • Da haben Sie recht, Herr Schmid. Ich verlasse mich einfach mal auf die Kompetenz des bfs.admin. Über die Quersubventionierung darf man dann natürlich sprechen. Drum ja auch der Vergleich der externen Kosten von Strasse und Bahn: 8 Milliarden zu 455 Millionen. Das ist ein Verhältnis von 95:5.
        Allerdings frage ich mich gerade etwas anderes. In Deutschland subventioniert die Bahn meines Wissens den Strassenverkehr, da der bezogene Strom via Emmisionshandel verteuert wird. Kann mich natürlich täuschen. Aber wie sieht es da mit den Abgaben in der Schweiz aus?

      • Wanda sagt:

        Wenn man alle Strasen berücksichtigt (also nicht nur die Autobahnen), wage ich zu bezweifeln, dass der Strassenverkehr die Kosten deckt…

        • Hans Schmid sagt:

          @Wanda: Wie Herr Eymann verweise ich hier auf die Zahlen des Bundes. Aus der Strassenrechnung geht klar hervor, dass der Kostendeckungsgrad deutlich über 100% liegt.
          http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/02/blank/key/strassenrechnung/globalrechnung.html

          • Andi Meier sagt:

            Zitat dazu aus einem der erklärenden Links: „Im Gegensatz zur „Transportrechnung“ werden in der Strassenrechnung die externen Kosten, die Unfallkosten und die Aufwendungen für die Fahrzeuge (Anschaffung, Betrieb, Unterhalt) nicht berücksichtigt. „

          • Hans Schmid sagt:

            @Meier: Natürlich enthält die Strassenrechnung keine externen Kosten, aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht darum, dass den ungedeckten externen Kosten des Strassenverkehrs in Milliardenhöhe Subventionen des öffentlichen Verkehrs in Milliardenhöhe gegenüber stehen und das bei einer seriösen Diskussion über ungedeckte Kosten bzw. Kostenwahrheit beides berücksichtigt werden muss.

        • Hans Christoffel sagt:

          Mehr als die Hälfte des gesamten Ertrages der Verkehrseinnahmen ist nicht zweckgebunden und fliesst in andere Kassen. Beispiel: Rechnung 2004: Autoabgaben Total, Einnahmen 7,800 Mrd, davon zweckgebunden 2,993 Mrd, Allgem. Bundeskasse 3,430 Mrd, Bahn, Öv, Umweltschutz 1,130 Mrd, Kantone 227 Millionen. Rückstellungen 3,7 Mrd, vom Bund nicht verzinst, er hat sich bisher geweigert, Damit werden jedes Jahr nochmals rund 80 Millionen Franken zweckentfremdet. (Alles offiz. nachzulesen im Net) Es hätte also genug Geld für den Verkehr.

    • Paul Jenni sagt:

      Alle diese Faktoren sind natürlich extrem schwer zu beziffern, das ändert aber absolut nicht daran, dass Sie 100% recht haben. Das hat der Herr Hutter aber natürlich nicht mit verursachergerecht gemeint, dass seine Kunden künftig für die verursachten Umweltschäden zahlen sollen 😉

  • Franz Brunner sagt:

    leicht überspitzte annahme—alle genfer arbeiten in st.gallen, alle st.galler in genf, pendeln jeden tag hin und her, alles mit öv—ist das nun sinnvoll, weil es „einfache und kostengünstige Bewegung von Menschen und Gütern“ ist, der „Verwirklichung individueller Lebenschancen“ dient, etc—komisch, dass gerade fdp-ler nicht auch auf eine leicht andere „mobilität“ (parallelimporte) ein loblied singt

  • Rudolf Mühlemann sagt:

    Eine möglichst freie Mobilität ist die Grundlage unseres Wohlstandes – nicht erst seit heute. Bereits in der Antike und natürlich auch im Mittelalter spielte die örtliche Verschiebung von Menschen und Waren eine zentrale Rolle. Die Städte der deutschen Hanse, die Familie Fugger in Augsburg, etc., haben bereits vor Jahrhunderten diesen Beweis angetreten. Dinge und Menschen müssen bewegt werden. Die sozialen Errungenschaften und die soziale Wohlfahrt basieren auf einem sinnvolen Ausbau des Verkehrs, nicht auf dessen ideologisch unterlegter Behinderung.

    • Wanda sagt:

      Mobilität und Pendeln ist vor allem eines: Zeitverlust und Verlust von Lebensqualität. Wohlstand erringen wir nicht durch Mobilität direkt, sondern durch billige Transporte und billige Arbeitskräfte in anderen Ländern, also meist auf Kosten anderer. Mit dem damit verbunden Nachteil, dass lokale und kleiner Produktionsstätten und Dienstleister verschwinden. Das ist Globalisation.

      • John Clark sagt:

        Ich verliere beim Pendeln keine Zeit, da ich mir – nebst dem lesen der aktuellen Tageszeitungen oder eines Romanes – auch die Zeit nehmen kann, zu Arbeiten. Kann täglich 1h Arbeiten und komme vorbereitet ins Büro. Natürlich geht das prinzipiell nur im Dienstleistungssektor, selbstverständlich. Somit kann ich 30min später auf den Zug und 30min früher von der Arbeit, puurer Zeitgewinn.

  • Alle schönen und weniger schönen Theorien nützen nichts, wenn man nicht wahrhaben will, dass die Bevölkerung zu schnell wächst.Mir ist noch kein einziges Auto begegnet, wo nicht mindestens 1 Person darin war.Arbeitsverkehr ist zu dem nur ein kleiner Ausschnitt aus einer viel grösseren Problematik, aber gut geeignet zum die Leute ablenken und bestens geeignet zum innenpolitisch gegeneinander aufzuhetzen. Es giebt offenbar Leute in der Schweiz welche ein Interesse daran haben wenn wir uns gegenseitig auf die Zehen treten.

    • Caroline Egger sagt:

      diejenigen, die ein Interesse daran haben, dass wir uns gegenseitig auf die Zehen treten, sind sicherlich nicht diejenigen, die am Dichtestress leiden (werden). Es sind Systemprofiteure und Opportunistten, die in grosszügigen Villen und Appartements leben und sich vom pendelnden, gestressten Pöbel abschotten, neuerdings sogar mit dem Heli unterwegs sind, um den Stau zu umgehen. Wasser predigen und Wein trinken.

    • Franz Brunner sagt:

      @bossert—-Mir ist noch kein einziges Auto begegnet, wo nicht mindestens 1 Person darin war—–hoffentlich (schmunzel schmunzel)—aber sonst guter kommentar

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Es fällt schwer, beim lesen eines solchen Schwalls von ignorantem Unsinn die Fassung nicht zu verlieren. Dieses Mal ist es ein FDP-Politiker, der der Dampfwalze Wirtschaft und dem unbegrenzten Mobilitätswahn, welche die Lebensqualität der Schweiz zerstören, das Wort redet. Es könnte auch ein SVP-Politiker sein. Nur ein Tipp an die andern bürgerlichen Parteien: setzt euch mit kreativen Vorschlägen GLAUBWÜRDIG ein für eine intakte Umwelt und gegen die weitere Zerstörung der Lebensgrundlagen. Das bringt Wähler. Die hier von Markus Hutter dozierte Ideologie macht die Schweiz zur Wüste.

    • braxx sagt:

      Intakte Umwelt? Was heisst schon intakte Umwelt? Tönt wie unbefleckte Empfängnis. Und ist auch so realistisch. Ausser die Menschen werden irgendwie ausgeklammert und die Umwelt wird den Naturgewalten, Pflanzen und Tieren überlassen. Aber halt mal, jeder Vulkanausbruch, jede Überschwemmung tangiert die holde intakte Umwelt… So’n Wahnsinn….

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Beruhigen Sie sich. Sie sind ja Teil der grossen Mehrheit, die den eigenen Anteil am Wahnsinn auf den Strassen nicht sehen wollen.

        • braxx sagt:

          Ich bin nicht blind. Ich sehe den Wahnsinn auf der Strasse, in den Bahnhöfen, auf den Flughäfen, die Wandererlavine in den Bergen, die Scharen von Wintersportlern, die sausenden Mountinbiker along the tracks… Die Lösung dafür, aus der Revoluzzen-Mottenkiste, welche neu grün überpinselt ist, wird es nicht geben. Wahrscheinlich eher ein selbstregulierender Mechanismus, welcher die Population regeln wird. Und lassen Sie den elitären Quatsch von der sehenden Minderheit…

  • Anton Geiser sagt:

    Es ist wohl kaum des Angestellten Anliegen in überfüllten Zügen, auf verstopften Straßen pendeln zu dürfen. Ein Beispiel von einem öffentlich rechtlichen Unternehmen das seit den 90’ern Restrukturierungen durchführt, die Post. Arbeitet man im mittleren Kader bei Postlogistics, dann ist es gang und gäbe dass man alle paar Jahre an einem neuen Ort arbeiten darf (muss – weil sonst eine neue Stelle suchen muss). Gefragt wirst du nicht … Schuld daran sind auch die Kantone die gegeneinander arbeiten anstatt miteinander und er Bund, der nichts von Koordination versteht!

  • Thomas B sagt:

    alle 3t Weltländer haben keins oder ein schwach ausgebautes Schienennetz und sind eben 3tWeltländer. Dort sitzen alle im Stau mit den Autos.

  • Paul Jenni sagt:

    Wieder einer, der nur bis zum November denkt… Wir alle wissen, dass die Fläche der Schweiz begrenzt ist und uns allen ist klar, dass wir und unsere Mobilität nicht „unendlich“ wachsen können. Egal ob in 10 oder 100 Jahren, irgendwann ist dieser Weg in der Sackgasse. Von einem zukunftsweisenden Politiker würde ich jetzt einen Lösungsvorschlag erwarten, der nachhaltig funktioniert, also auch für unsere Kinder.
    Sorry Herr Hutter, meine Stimme hatten Sie letztes Mal, dieses Mal nicht mehr. Ich erwarte Lösungen, kein Aussitzen von Problemen.

  • René Hofstetter sagt:

    Ja, tatsächlich gibt es die Situation, wo man einen Job halt nur weit weg vom sozialen Umfeld bekommt, auch das RAV unterstützt das. Aber auch ja, die Menschen würden am liebsten unbegrenzte Mobilität haben und haben nur wenig gelernt damit umzugehen. Beide Artikel tragen dieser Realität keine Rechnung, sondern schlagen fast inhaltslos um sich resp. zurück. – Fakt ist: fast jeder ÖV macht PRO FAHRT Defizit: Je mehr und länger Fahrten, desto höher das Defizit. Wir sollten uns klar werden, ob wir mehr Fahrten wollen und wie wir sie tragen.

    • Horst sagt:

      Ja, fast jeder ÖV macht pro Fahrt Defizit – im Westen.
      Hier in Japan komischerweise nicht. Da laufen etliche Bahnen sogar ganz unter privater Trägerschaft – und sind gleich noch deutlich schneller und um Grössenordnungen billiger als unsere liebe SBB und Anhang.
      Wie das wohl kommt? … Am fehlenden Verkehrsaufkommen scheint es doch wohl nicht mehr zu liegen ….

  • Max R. Homberger sagt:

    Es ist ja logisch, dass Herr Hutter als Autohändler das Grundbedürfnis nach Mobilität als Auto-Mobilität sieht – das tat der Führer mit seinem KDF-Wagen ja auch

  • Bettina Ramseier sagt:

    Was für eine unsinnige Argumentation, und das erst noch von einem FDP-Politiker! In der Schweiz kann sich jeder so bewegen und so mobil sein, wie er will. Er muss aber auch willens und fähig sein, die Kosten der persönlichen Mobilität eigenständig zu tragen. Was nicht geht ist, dass die Kosten für die persönliche Mobilität auf die Allgemeinheit überwälzt werden; ein solcher Anspruch geht zu weit! So muss ein jeder für sich abwägen, wo er wohnen und arbeiten will. Das hat nichts mit Freiheitsbeschränkung zu tun, sonder damit, was sich ein jeder leisten will und kann.

    • Paul Jenni sagt:

      Das sagt eigentlich alles. Ein Vollkostenrechnung und konsequent angewandtes Verursacherprinzip würde vieles Lösen: Das Pendeln, den Freizeitverkehr (für eine Woche nach Bali fliegen muss ja ganz dringend sein) und den Güterverkehr genauso.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Ihre Forderungen nach Vollkostenrechnung und konsequentem Verursacherprinzip unterstütze ich voll und ganz. Es wäre der einleuchtende Lösungsweg. Das Problem beginnt allerdings beim Berechnen dieser externen Kosten der Mobilität. Wieviel kostet ein plattgewalzter Igel, wieviel ein überfahrenes Reh, wieviel die skandalöse Lärmemission von Enduro-Töffs? Hier hängt der Preis entscheidend von der (Umwelt-)Sensibilisierung der politischen Entscheidungsträger ab. Und um diese Sensibilität ist es nicht zum besten bestellt.

  • Beni Schwarzenbach sagt:

    Herr Hutter, Sie unterliegen gleich mehreren Irrtümern, die Ihren Aussagen zugrunde liegen: 1. Es gibt kein unbegrenztes Wachstum, schon gar nicht beim Vekehr. Es gibt schlicht physikalische Grenzen (Raum & Energie). 2. Mobilität ist ein Recht, deswegen ist Autofahren aber noch lange kein Menschenrecht. Bis vor 40 Jahren und viele Jahrhunderte davor lebten und arbeiteten die Menschen in einem überschaubaren geographischen Raum. Wieso sollte es heute nicht mehr möglich sein, aktiv sinnvolle Siedlungspolitik zu betreiben? Wieso sollten wir sehenden Auges und untätig in unser Verderben rennen?

    • Hans Schmid sagt:

      Herr Schwarzenbach: Weshalb erwähnen Sie nur den Autoverkehr? Wie sie vielleicht gemerkt haben, stösst auch der lange Zeit als Allheilmittel gepriesene und in grossem Stil subventionierte ÖV langsam an seine Grenzen.

      • Beni Schwarzenbach sagt:

        Da haben Sie recht, Hr. Schmid. Auch den ÖV kann man nicht unbegrenzt ausbauen. Es braucht keinen 15-Minuten-Takt in jedes peripher gelegene Dorf. Wir haben inzwischen zur Genüge beobachten können, dass Autobahn- und Schienenbau jeweils einen Siedlungsboom entlang der Strecken auslösen. Deswegen ist Verkehrspolitik auch Siedlungspolitik und die ist – entgegen den Annahmen von Herrn Hutter, plan- und steuerbar. Die alte FDP-Forderung nach ungehemmtem Wachstum und dem stillen Akzeptieren der damit einhergehenden Zerstörung entspringt dem Wunschdenken der 50iger Jahre des letzten Jahrtausends.

  • Beat Müller sagt:

    Fördert endlich Home Office und wenn es nur über den guten Ruf, sich umweltschonend nennen zu dürfen ist – im Backoffice ist Arbeit zu Hause problemlos möglich. 100’000 Plätze weniger in ZH sind locker drinnen – mind. 20m2 pro Platz mit allen Nebenflächen. Auf dieser Fläche kann man 25’000 Stadtwohnungen gemischt von 1.5 bis 5.5 Zi unterbringen. Weniger Leute müssen pendeln, die Firmen sparen Kosten für Plätze und können sich als umweltfreudnlich bezeichnen, ZH hat weniger Verkehrsprobleme und mehr Wohnungen, für die, die in der Stadt leben wollen, perfekte Win-Win Situation!

  • Rudolf Steiner sagt:

    ‚Freie Mobilität‘ – frei für mich, und die anderen sollen dafür bezahlen?

  • Peter sagt:

    Herr Haas sagt ja“Das Verkehrsproblem der Schweiz ist ein siedlungspolitisches und raumplanerisches Problem.“ Ich denke auch wenn es ein gesamt schweizerisches Raumplanungskonzept gäbe würde auch das Verkehrsproblem nicht unkontrolliert grösser werden.
    Aber auch das dauernde Zentralisieren in der Wirtschaft kreiert Verkehrsteinehmer. Früher gab es in den Dörfern noch Dienstleitungen und kleine Läden wo heute jeder gleich in die Stadt rennen muss um zb. ein Paar Schuhe zu kaufen.

  • Christian Sprecher sagt:

    Sehr geehrter Herr Hutter
    Sie finden, Mobilität sei ein unverzichtbarer Bestandteil unserer modernen Gesellschaft und die Politik habe sicherzustellen, dass diese Mobilität möglichst ungehindert und frei funktionieren könne. Was noch viel unverzichtbarer ist, ist die Abwendung der verherenden folgen der Klimaerwärmung! Sie scheint es nur zu interessieren, wie unser Mobilitätswahn befriedigt werden kann, dass dieser aber auch Folgen für die Umwelt hat, scheint Ihnen nicht mal eine Ueberlegung wert zu sein…

  • Rolf Schumacher sagt:

    A propos FDP/SVP-Vision freie Mobilität ohne Staat. In den neoliberalen Stammeslanden UK und USA (Christophe Blocher macht keinen Hehl aus seiner Anglophilie und die FDP-Yuppies verneigen sich blind vor allem was aus Harward-Cambridge-Oxford-Yale kommt) funktioniert der Verkehr extrem schlecht. Züge und Buse sind privatisiert. Folglich gibt es ein schlechtes Netz und mieses Rollmaterieal. Man ist gezwungen das eigene Auto zu fahren. Deshalb ist chronischer Traffic Jam die Regel, die Strassen sind in einem miesen Zustand. Soviel zum FDP-SVP Verkehrsvorbild UK-USA. Wollen wir das?

  • Horst sagt:

    Was für eine Diskussion hier! Jeder denkt nur an das Heute und Hier! Wer denn schaut über den Tellerand hinaus?
    Seht ihr denn nicht, dass der Treibstoff gar nicht unserer ist? Unsere Bahn fährt mit Wasserkraft, das Auto nicht! Und dass wir doch gar nicht das Recht haben, den nachfolgenden Generationen all unseren Dreck in der Luft zu hinterlassen? Schon unsere Kinder werden uns hassen, weil wir uns nahmen, was uns gar nicht gehörte!
    Mobilität JA – aber bitte nur mit den Ressourcen, die uns auch wirklich gehören!
    Dann erst können wir über Kosten sprechen.

    • Mike Locher sagt:

      Grundsätzlich hast Du natürlich recht, aber: Die Bahn fährt (hier) vor allem mit Atomkraft, in anderen Ländern indirekt mit Kohle und Öl…

      • Horst sagt:

        Also, dass die SBB hauptsächlich mit Atomkraft fahren soll, das ist mir dann wirklich ganz neu!
        Vor Jahren, als ich noch bei der einschlägigen Schweizer Elektrofirma war, hatten die SBB noch ihre eigenen Stauseen, ihre eigenen trans-alpinen Hochspannungsleitungen und auch ihre eigenen Umrichter. Einen davon habe ich sogar selbst damals mal erfolgreich „Troubel-geshootet“.
        40% des Stromes der Schweiz kommen aus Atomkraft, 60% aus Wasserkraft.
        Da soll die SBB jetzt denn wirklich nur noch von den 40% fahren?
        … Kannst du stichhaltige Beweise vorlegen?

        • Mike Locher sagt:

          Hallo Horst – prinzipiell hast Du natürlich Recht. Bloss: Wenn die Bahn eigene Stauseen hat, dann fehlt dieser Hydro-Strom einfach anderso im Land. Ich fände es jetzt falsch zu sagen „die Bahn war halt einer der ersten grossen Stromkonsumenten der Schweiz, hat daher am schnellsten die guten Stauseegebiete abgegrast und deshalb ist Zugfahren super. Ansonsten müssen wir halt ein bisschen weniger das Licht anmachen und auch tapfer Strom sparen“. Der kommentar hat sich halt (schlecht formuliert zugegeben) an der generellen Stromproduktion der Schweiz orientiert.

          • Horst sagt:

            Hallo, Mike,
            nun sehe ich, was du sagen willst: Es gibt nur eine gesamte Menge Strom.
            Stimmt, aber nur zum Teil.
            Denn: Ich sprach von Bahn versus Auto (=Individualverkehr).
            Lassen wir endlich die Autos stehen, dann sparen wir derart viel CO2-Belastung ein, dass wir mühelos eine Menge Gaskraftwerke mit bis zu 60% Wirkungsgrad aufstellen können, ohne auch nur annähernd an den augenblicklichen CO2-Ausstoss zu kommen.
            Dann haben wir genug hochwertigen Strom für alle und auch genug Mobilität für alle, denn 1 Personen-km mit der Bahn macht gerade mal 1/9 von einem mit dem Auto. Verstehst du?

      • Tobias Feller sagt:

        Es geht doch nicht darum, ob Auto oder Bahn. Es geht darum, ob es wirklich nötig ist, dass wir noch mehr Verkehr haben. Braucht es das wirklich? Sollten wir nicht lieber alles, was möglich ist regional fördern und nutzen? Nur was wirklich sein muss sollten wir über lange Wege antransportieren, selbst nur Strecken fahren wenn es nötig ist, also nicht jeden Tag von Bern nach Zürich pendeln..

        • Horst sagt:

          Hallo, Tobias. Da stimme ich nur bedingt zu!
          Sicher ist es gut, alle unnötigen Fahrten zu vermeiden.
          Aber einige werden bleiben – das zeigt uns ja die ganze Diskussion hier.
          Wenn wir diese nicht unnötigen Fahrten aber unternehmen wollen und wollen dabei auch noch unseren Kindern offen und ehrlich in die Augen schauen können, dann müssen wir diese Fahrten umweltbewusst vollziehen.
          Wenn nun die unnötigen Fahrten 99% ausmachen, und 1% bleibt übrig – dann können wir frei wählen: Auto oder Bahn.
          Bleiben aber z.B. 40% der Personen-km übrig, dann brauchen wir Effizienz!
          ==> Auto: Nein danke!

  • Tobias Feller sagt:

    Herr Hutter, niemand will die Strecke Bern Zürich abschaffen. Es geht primär darum, dass mehr Verkehr irgendwann nicht mehr rentiert. Weder wirtschaftlich noch von der Lebensqualität. Es ist wichtig für unseren Wohlstand, dass wir ein gutes Verkehrsnetz haben, aber Ihre Vorstellung, dass mehr Verkehr mehr Wachstum und damit mehr Wohlstand und damit mehr Lebensqualität bringen soll ist etwa gleich illusorisch wie dass wir die Standards halten können ohne interregionalen Verkehr.
    Man könnte viel Pendelverkehr einsparen (zB. Homeoffice) und damit nicht den ÖV ausbauen muss, sondern unterhalten.

  • Klicki sagt:

    Mobilität ist kein Grundbedürfnis des Menschen, denn selbst heute haben Milliarden von Menschen ihren Geburtsort noch nie oder nur wenige Male verlassen. Selbstverständlich kann es ohne Gütertransport keine entwickelte Wirtschaft geben, aber warum es im Zeitalter hochentwickelter und ultraschneller Kommunikationsmittel notwendig ist, Arbeitsplätze ausgerechnet im Dienstleistungssektor in wenigen Ballungszentren zu konzentrieren, ist schwer einzusehen.

    • Tobias Feller sagt:

      Doch, Mobilität ist ein Grundbedürfnis, auch wenn die Herleitung von Herrn Hutter aus meiner Sicht absurd ist. Der Mensch will mobil sein, er will auch mal eine Reise antreten können, weit weg gehen, auch wenn es nur dazu da ist, das Zuhause wieder schöner zu finden.
      ABER: Pendeln ist KEIN Grundbedürfnis, Pendeln ist ein MUSS, damit man alle anderen Grundbedürfnisse stillen kann durch das Geld, das man verdient. Pendeln ist vielleicht nützlich und nicht grundsätzlich falsch, aber der Mensch hat kein Grundbedürfnis danach. Nur die Wirtschaft hat das, und gaukelt den Menschen vor sie wollen es.

    • Ralf Schrader sagt:

      Pendeln ist kein Grundbedürfnis, aber soziale Notwendigkeit. Es gibt Arbeitsplätze, die physische Anwesenheit erfordern, Spitäler z.B. oder Produktionsbetriebe. Wenn da alle Mitarbeiter drum herum wohnen, gibt es eine Monokultur, die den Betrieb im Privaten widerspiegeln. Ich möchte nicht mit der Masse meiner Kollegen im gleichen Ort wohnen, habe privat lieber andere Gruppen um mich herum. Etwas anderes ist es natürlich, künstlich Zentren wie Gewerbeparks zu schaffen. Das sollte unterbleiben, unterbleibt aber nicht, weil es kostengünstig und für die Betreibergemeinde steueroptimal ist.

      • Vera K sagt:

        Sie möchten nicht mit der „Masse ihrer Kollegen“ am gleichen Ort wohnen, aber diese sollen Ihren Luxus gefälligst auch noch subventionieren?

  • Simon Schnauz sagt:

    Ganz im Sinne eines ‚liberalen Geistes‘ lässt Hr. Hutter die realpolitische Frage der Finanzierung unseres öffentlichen Verkehrssystems, geschweige den raumplanerischen Aspekt des Flächenverbrauchs völlig aus. Die Mobilität ist zwar ein (vorübergehendes) Zeichen einer modernen und kompetitiven Gesellschaft, jedoch auch mit Nachteilen behaftet.
    Verkehr generiert Mehrverkehr, der Agglomerationsverkehr verdeutlicht es beispielhaft. Wir laufen Gefahr, die Bestellungen der Volksvertreter nicht mehr zahlen zu können. Ich rate Hutter den Blick auf zukünftige Betrieb- und Unterhaltskosten.

  • Maja sagt:

    Was nützt uns eine gesunde Umwelt und gute Luft wenn wir dafür alle wie Hühner in Käfigen leben müssen.
    Die Umweltschützer vergessen immer das auch der Mensch ein Teil der Natur ist und seine Bedürfnisse hat.
    Weniger Menschen in der Schweiz damit jeder genügend Platz hat sonst sehe ich schwarz für die Zukunft.

    • Ihr Ansatz ist wohl durchaus richtig, Maja. Nachdem vor rund einem Jahrhundert die ansteigende Bevölkerung zu gehäuft zusammengepfercht wurde, hatte man in der Folge sinnvolle Korrekturen in der Raumplanung vorgenommen. In den 1950er Jahren wurden die baurechtlichen Abstände erweitert, denn es wurde Wert auf eine ‚gut besonnte Wohnung‘ gelegt. Vorallem aufgrund der Zuwanderung sind diese Bauabstände wieder zusammengestrichen worden, heute wird erneut Haus an Haus gebaut, es gibt zwischen den Häusern keine Grünfächen mehr. Heute zählt einzig die Rentabilität und so sehen die Neubauten auch aus.

      • Mike Locher sagt:

        Natürlich nur wegen der Zuwanderung. Nicht etwa, weil früher eine Familie normalerweise in einer 3- oder 4-Zimmer-Blockwohnung gelebt hat und heute jeder ein eigenes Hüüsli im Grünen braucht, oder? Ich glaube, die Deutschen sind schuld – oder die Muslime…

        • Mark Keller sagt:

          Und wenn nicht die Deutschen oder die Muslime schuld sind, dann auf jeden Fall die Ausländer… die bestimmen ja auch das politische Leben in der Schweiz… grins…

    • Mark Keller sagt:

      Weniger Menschen in der Schweiz, damit es genügend Platz hat? Wieviel Platz brauchen Sie Maja? Sind 100 Quadratmeter genügend? Oder eher 1300? Vielleicht auch 3500?
      Verdichtet bauen geht natürlich mit EFH und REFH nicht. Aber verdichtet bauen mit hoher Wohn- und Lebensqualität das geht schon. Nichts mit Kaninchenställen oder Hühnerbatterie. Man muss nur wollen. Visionen entwickeln, und diese dann auch noch umsetzen. Hierzu müsste aber die kommunale Zonenplanung durch eine umfassende, schweizerische Raumplanung abgelöst werden. Es müsste in Regioen gedacht werden. Kantone zusammenlegen, etc.

  • Die Politik im konkordanten Regierungssystem sollte doch in der Lage sein, zusammenarbeitend zu volkswirtschaftlich vernünftigen Leitlinien für die ‚erweiterte Raumplanung‘ zu finden, anstatt andauernd mit Extrempositionen aufzuwarten. Unser Land braucht vermehrt Augenmass bei der Zuwanderung, beim Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen … die Konzentration der Arbeitsplätze auf wenige Zentren führt zu einer unsinnigen Mobilität mit allen Folgen, zu Exzessen bei der Immobilienbewertung … und schadet letztlich uns allen. Ein Lösungsansatz: Arbeitsplätze vermehrt über die Fläche verteilen.

  • Helveticus sagt:

    Meine Rede, Herr Hutter. Komisch, wie man den Freisinnigen zustimmen kann, wenn sie sich für einmal nicht auf die Schaffung und Verteidigung von Vorrechten für die ohnehin schon Privilgierten kaprizieren.

  • Beat sagt:

    Es ist gut dass der tödlichen Regulierung widersprochen wurde, aber die Verursachergerechte Finanzierung ist wohl schwierig. Wer ist zum Beispiel Verursacher von mehr Schülerpendelverkehr: Der Staat, der durch Zentralisierung der Klassen die Distanzen für viele Schüler vergrössert, die Schüler selber, oder die Eltern? So gibt es sicher viele Beispiele wo die ses Anliegen nicht greift. Somit ist es eben doch eine Soziale Angelegenheit und ausnahmsweise funktioniert hier die Subsidiarität nicht so ganz.

  • Schneeberger sagt:

    Oje, da bemüht wieder mal eine Freiheitspartei ein seit über 20 Jahren totes Feindbild: „…unverbesserlicher Anhänger einer freiheitsverachtenden Planwirtschaft“. Die Abkehr von irren Investitionen in längst gesundheitsschädl „Mobilität“ (ob Schiene oder Strasse) hat nicht das geringste mit Planwirtschaft zu tun! Sondern ist das absolut notwendige marktwirtschaftliche Instrument zur Regulierung der Mobilität. Sogar (liberale) Ökonomen fordern die Rationierung der Mobilität. Bei vielen Menschen steht die motorische Mobilität in krassen Gegensatz zu ihrer geistigen. Stopp dem Verkehrswachstum!

  • Chappuis Jean-François sagt:

    Vous avez 100% raison, la mobilité et l’environnement de doivent pas s’exclure mutuellement. Ils doivent ensemble construire le juste chemin, afin que personne ne soit laisé et que tout se déroule dans le meilleur des mondes.
    Une fois que certains écologistes purs et durs auront compris cette devise, tout ira tout seul…

  • Jean-Paul Costantini sagt:

    Il s’agit d’aménager notre temps de travail et de loisirs afin de ne pas tous nous retrouver aux mêmes endroits en même temps. Cela sous-entend revoir tout le système. Habiter près de son lieu de travail ? Oui, mais bannir le maximum de circulation en ville et créer des quartiers beaucoup plus accueillants que les cages à lapins que l’on voit un peu partout. Lancer un concours d’idées, pourquoi pas ?

  • Ein grosses Problem ist die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit.Früher waren Jahrzentelang kleine Fabricken oder Montagehallen bis in kleine Bergtäler verstreut.Die Dorfbevölkerung musste nicht wie heute das Tal jeden Morgen verlassen und am Abend wieder zurückkehren, sie konnten meistens zu Fuss zur Arbeit gehen.Heute würden solche Unternehmen nur bis zur nächsten Kriese überleben.Ein (schlechtes) Beispiel ist der Trend zu Grosssägereien, welche statt in den bewaldeten Tälern mit Gewalt ins Unterland an die Autobahn geholt werden sollte, mit Kantonshilfe!!

  • Heinz Meier sagt:

    Mobilitätsgrenzen hin oder her. Kostenwahrheit ist m.E. das vorrangigste. Dann würde sich die Mobilität die günstug und effizient sind durchsetzen. Auch das zu Fuss gehen. 🙂

  • Vera K sagt:

    Markus Hutter ist ein typischer Scheinliberaler

    Pendler (insbesondere Autopendler) verursachen enorme Kosten durch Infrastruktur, Abgase, Lärm, Risiko und Terror. Diese Kosten werden zum grossen Teil der Allgemeinheit aufgebürdet. Pendlerkosten können sogar an den Steuern abgezogen werden. Das subventioniert Ineffizienz und ist oekonomischer Irrsinn. Einmal mehr politisiert die FDP an ihren Grundsätzen vorbei. Es ist nicht die Aufgabe eines liberalen Staates den Autoterror zu subventionieren. Hutter’s „freie Mobilität“ is in Wahrheit „subventionierte Mobilität“.

  • Maja sagt:

    leider passt es nicht zum Thema aber das muss ich jetzt los werden. Der Text der Landeshymne passt vielen nicht mehr. Ich schlage darum vor wir nehmen das Kinderlied – Schwitzerländli isch nur chli aber schöner chönts nöd si. Gang id Wält so wit du witsch schönri Ländli gits gar nit.

  • Schneeberger sagt:

    Traurig, wenn man zur Rechtfertigung der längst und offensichtlich überbordenden physischen Mobilität alles von der Kleinkinderentwicklung bis zu den alten Griechen beschwören muss. Diese vermeintliche Freiheit ist für viele Menschen längst zum Zwang geworden, der ihnen Freiheiten nimmt und die Gesundheit gefährdet. Ganz zu schweigen von den negativen Auswirkungen auf Umwelt oder öffentliche Finanzen. Und gegen den echten Markt, nämglich die vollumfängliche Kostenwahrheit wehren sich ja ausgerechnet die angeblichen Freiheits- und Marktverrtreter mit dem Credo „freie Fahrt für freie Bürger“.

  • Enfin, un discours que l’on attendait depuis longtemps!
    Depuis des années, certains égocentriques essaient de culpabiliser les foules pour des idéaux néo-communistes.

    La voiture, le train, le vélo sont des complémentarité à la mobilisté et ne sont en aucun cas des concurents!
    Félicitations!

  • Longchamp Jacques sagt:

    Le problème n’est pas la mobilité, c’est l’usage intensif et individuel de la voiture! Cela fait plus de vingt ans que toute ma famille se déplace sans voiture. Nous avons pourtant sans doute une mobilité beaucoup plus élevée (en Suisse et en Europe) que la moyenne de la population. Paradoxe, ce qui nous bloque souvent, c’est le flot des voitures!!!
    Donc tout remède doit s’attaquer à la cause et refuser d’admettre comme intouchable un état de fait (voiture privée partout et toujours) qui est à la fois une absurdité et une maladie sociale, sans parler des dégats massifs infligés au territoire.

  • Dieter Bachmann sagt:

    Selten einen unehrlichere oder sinnlosere „Replik“ gelesen.
    Jemand der gegen staatliche Subventionen argumentiert, ist also „Anhänger einer freiheitsverachtenden Planwirtschaft“. Ja genau.
    Dazu ein paar Platitüden zu Mobilität im Allgemeinen. Ja, Sternlein, niemand will den Leuten verbieten, sich zu bewegen. Die einzige Frage ist die, ob man Mobilität künstlich mit staatlichen Geldern fördern soll. Und scheinbar hängt der, der diese Frage verneint der „Planwirtschaft“ an(!) Der linke Planwirtschaftler ist der, der vom Staat verlangt, dass er für die Transportkosten der Wirtschaft aufkommt.

  • Freie Mobilität ist gut und schön, wenn jeder, der sie für sich in Anspruch nimmt auch bereit ist dafür zu bezahlen.

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