Die Massstäbe in der Strompreisdebatte sind falsch

Zwei Befürchtungen prägen die Diskussion um die Stromversorgung in der Post-AKW-Zeit: steigende Strompreise und Gefährdung der autarken Versorgungssicherheit. Betrachtet man die Relationen, verliert beides an Bedeutung. Denn die möglichen Folgen des Atomausstiegs sind kleiner als manch ein Politiker gerne suggeriert.

Damoklesschwert Nummer eins: der Strompreis. Im Durchschnitt verbraucht jede Schweizerin und jeder Schweizer im Haushalt 2300 Kilowattstunden Strom pro Jahr (Quelle: Schweizerische Elektrizitätsstatistik 2010). Bei einem Preis von 21 Rappen pro Kilowattstunde ergibt dies monatliche Kosten von 40 Franken. Als Gegenwert erhält man warmes Wasser, die Möglichkeit zu Kochen, Unterhaltung und Information via Fernseher und Internet, Licht et cetera. Die Liste kann beliebig ergänzt werden. Gemeinsam ist allem, dass es Alltäglichkeiten sind. Und was selbstverständlich ist, dafür wollen wir nichts bezahlen.

Selbst die Verdoppelung des Strompreises bis 2050, das vermeintliche «Horrorszenario» schlechthin, hätte im Portemonnaie bloss die gleichen Folgen, wie der Anstieg der Krankenkassenprämie innert Jahresfrist.

Die Gefährdung der autarken Versurgungssicherheit macht Angst: Grimselstausee.

Die Gefährdung der autarken Versorgungssicherheit macht Angst: Grimselstausee.

Im Vergleich zu anderen Ausgaben sind die Stromkosten Peanuts mit einem exzellenten Kosten-Nutzen-Verhältnis. So ist die Elektrizität für einen ganzen Monat günstiger zu haben als ein Zugticket von Zürich nach Bern. Sie kostet weniger als manch einer für den Gebrauch des Mobiltelefons auszugeben bereit ist – eine Anwendung notabene, die von der Elektrizität erst ermöglicht wird. Und wir bezahlen ein Vielfaches der Stromrechnung an die Krankenkassen, deren Prämien überdies Jahr für Jahr ansteigen. Im Gegensatz dazu liegen die Stromtarife weit unter dem Niveau der meisten Nachbarstaaten. Streiten die Politiker nun über den einen oder anderen Förderrappen, dann sind dies Posten, die das Monatsbudget mit ein paar Franken belasten würden. Selbst die Verdoppelung des Strompreises bis 2050, das vermeintliche «Horrorszenario» schlechthin, hätte im Portemonnaie bloss die gleichen Folgen, wie der Anstieg der Krankenkassenprämie innert Jahresfrist.

Freilich: Für stromintensive Industriezweige braucht es unter Umständen Entlastungsmechanismen. Dass der politische Wille dafür vorhanden ist, hat Bundesrätin Doris Leuthard mehr als einmal klar gemacht. Vor dem Parlament erwähnte sie bereits Konzepte, die in der Schublade bereit lägen. Die Industrie tut gut daran, bei diesen Konzepten mitzuziehen, denn steigen wird der Strompreis so oder so.

Die Klinge des zweiten Damoklesschwerts ist noch schneller entschärft. Die Analogie zur Landwirtschaft liegt auf der Hand. Bei der Ernährung beträgt der Bruttoselbstversorgungsgrad rund 60 Prozent. Eines der Argumente, weshalb dies nicht so gravierend sei, lautet folgendermassen: Im höchst unwahrscheinlichen Krisenfall könnten Herr und Frau Schweizer als ultima ratio ihre Essgewohnheiten ändern – weniger Fleisch essen –, um so die Importausfälle auszugleichen. Wenn dies beim basalsten aller Bedürfnisse möglich sein soll, weshalb sollte es beim Stromkonsum anders sein?

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283 Kommentare zu «Die Massstäbe in der Strompreisdebatte sind falsch»

  • Abdel Thuma sagt:

    Wow! Ein bisschen mehr zahlen, ein wenig mehr sparen, und schon haben wir genug Strom. So sieht also die Milchbüchlirechnung eines Journalisten aus. Der von jeder ökonomischen und ngenieurtechnischen Realität entkoppelte Parteichef der Grünen hätte es nicht simpler formulieren können. Ich befürchte, um es mit leicht abgeänderten Worten des Schreibers zu sagen, eher folgendes: „Die möglichen Folgen des Atomausstiegs sind grösser als manch ein Journalist gerne suggeriert.“

    • Liechti sagt:

      Genau, “Die möglichen Folgen des Atomausstiegs sind grösser als manch ein Journalist gerne suggeriert. Der Atomaustieg wir ein Wirtschaftswunder auslösen und unserer Industrie viele Aufträge bringen. Aber nur wenn wir bereit sind rechtzeitig mitzumachen.

      • Walter Bänziger sagt:

        Ich gratuliere dem Scheiber, eben das ist eben der Punkt und so wird es gut weiter gehen.
        alt Grossrart Bänziger früher Wettingen und Oberrohrdorf.dann Australien und nun in Brissago

        • Ruedi Meyer sagt:

          Dafür trägt der Steuerzahler die nicht versicherbaren Haftpflichtrisiken der AKWs den Unterhalt der abgestellten AKWs und in ferner Zukunft deren Abbau sowie die Endlagerung des Atommülls bis zum Sanktnimmerleinstag.

          Atomstrom zum Volltarif wäre unbezahlbar. Dafür braucht es nicht einmal einen GAU wie beispielsweise in Japan.

    • Orlando Tscharner sagt:

      Wie denn?

    • Gianin May sagt:

      Das wissen sie natürlich noch vom letzten Versuch…..

    • S. Burri sagt:

      Wer hat Ihnen das erzäht? Die PR(opaganda)-Profis von Economiesusse? Durchforsten Sie doch mal deren CVs nach ingenieurtechnischem Hintergrund.

    • und wo ist das schlüssige Argument dazu? manch ein Angstmacher vor hohen Strompreisen hat nämlich keine, Und Strom ist eh zu billig, deshalb wird er nach wie vor verschwendet.

    • Klaus Bruggisser sagt:

      Wir haben in den letzten 5 Jahren gegenüber der zu erwartenden Strompreiserhöhungen vermutlich die 10-fach höheren Krankenkassenprämien bezahlt. Dies ist jedoch politisch nicht so gut auszuschlachten, daher uninteressant. Insbesonders die SVP sucht natürlich Themen, wo den Ausländern die Schuld in die Schuhe geschoben werden kann. Wann wird der Schweizer Wähler endlich erwachsen und durchschaut solchen Mist?

      • Karlmax Schmid sagt:

        Gerade darum sollten wir die Auswirkungen und Kosten zuerst schon noch etwas genauer wissen und nicht nur ein Geplapper eines Zeitungsschreibers oder grün-roten Häuptlings ohne techn. Ahnung. Schliesslich hat uns gerade dieses Desaster der Krankenversicherung, eine strikende rote Bundesrätin als viel billiger verkauft! Der Mittelstand der die KK-Prämien selber bezahlt hat keinen Bedarf an einem weiteren Fass oh. Boden.All die Umverteilungen (Bund,Kanton, Gemeinde alle ziehen ein = Futterkrippen f. rote Papierfuzzi) zahlt sowieso wieder der Mittelstand.

        • P. Müller sagt:

          K. Schmid: Typische bürgerliche Argumentation gespickt mit der üblichen Portion arroganter Schlämperli, Diskreditierungen und schlicht falschen Argumenten. Oder meinen Sie im Ernst, der massive Zuwachs der KK-Prämien sei auf etwas anderes als Bevölkerungspyramide und zunehmende Tendenz zur Spitzenmedizin zurückzuführen. Ganz abgesehen davon stehen dem BAG seit 1.1.2003 ununterbrochen freisinnige Bundesräte vor. Die KK-Prämien steigen auch unter deren Ägide. Aber klar, Schuld sind immer die „strickenden roten Bundesrätinnen“.

    • Konrad Rölz sagt:

      Was bei der ganzen Debatte gerne vergessen geht: durch Fukushima müssen die AKW sicherheitstechnisch aufgerüstet werden mit der Folge, dass Atomstrom teurer wird. Gleichzeitig werden alternative Energieformen effizienter und wirtschaftlicher und stehen zudem dezentral zur Verfügung. Da stellt sich schon die Frage, ob es noch Sinn macht, so explizit am Atomstrom festzuhalten. Würde nur ein Bruchteil in F+E von erneuerbaren Energien gesteckt wie in die Atomforschung, bleibt vom günstigen Atomstrom nicht mehr viel übrig.

    • Andreas Durrer sagt:

      Lösungsansätze: Wärme aus Biomasse, Solar und Geothermik, Strom aus Wind-, Wasser- und Fotovoltaik. Speichermedien: Stauseen und H-Umwandlung. Ausserdem konsequenterer Einsatz von energiesparenden Geräten. Dass es möglich ist zeigt alleine folgender Bericht: (google: güssing energieautark) und es gibt noch weitere „Erfolgsstorys“. Man benötigt korrekterweise in der Nacht weitaus weniger Energie, als dies heute der Fall ist. Nachtstrom ist günstiger und deshalb laufen auch die Energiefresser (Heizung, Boiler, etc.) in der Nacht, diese könnten tagsüber ganauso betrieben werden, mit Solar z.Bsp.

  • Gustav sagt:

    Die Stromkosten sind für Privatehaushalte in der Tat ein Nebenschauplatz, und das ist genau das Problem: will man die Leute dazu bringen, Strom zu sparen, wird man die Preise verzehnfachen müssen, damit ein gewisser Anreiz da ist, weniger Strom zu konsumieren. Bei einer Verdoppelung wird kein Mensch seinen Konsum drosseln, so dass es sehr wohl zu einem Engpass führen kann, wenn 40 % der Produktion eingestellt wird. Dass Herr und Frau Schweizer aus Sorge um die Zukunft „einfach so“ ihre Energie Gewohnheiten ändern ist ein Wunschdenken: der Vergleich mit der Agrarversorgung hinkt…

    • Erik sagt:

      Wunschdenken? Nein. Der Strom wird knapp. Dann wird der Strom (viel) teurer. Dann wird man Strom sparen. Dann werden wir weniger Energie verwenden. Easy. Ich bin diesbezüglich ein Befürworter der freien Marktwirtschaft. Das, was wir heute haben, ist von diesem liberalen Gedankengut weit, weit entfernt (Monopole, Lobbying, Interessensbindung).

      • Andreas Durrer sagt:

        Genau so wird es sein! Allenfalls mit flankierenden Massnahmen für Einkommensschwache, damit nicht die Falschen am neuen Weg leiden. Interessanterweise sind ja genau jene Pareien und Lobby-Verbände gegen den Atomausstieg, welche gleichzeitig den freien Markt als höchstes Gut proklamieren… Offenbar sind die Märkte nur so frei, wie es die Freisinnigen festlegen und die SVP-Schweizer hinterlassen ihren Urenkeln lieber die Probleme, anstatt sie heute anzugehen. Denn Uran ist ebenso endlich, wie fossile Brennstoffe. Es ist toll, wenn die Schweiz das früher begreift als die anderen.

      • Beat sagt:

        Hallo Erik: Solange wir die Grenze bezüglich Strom nicht dicht machen und solange unsere westlichen Nachbarn Ihre AKW’s nicht abschalten ist sowohl en markanter Anstieg des Strompreises als auch die Verbesserung der Sicherheit unserer Bevölkerung vor nuklearen Schäden leider nur Illusion. Der „gute“ Teil der Botschaft ist der: Es wird keine Verknappung geben. Der einzige Weg dorthin wäre eine Bewirtschaftung, also künstliche Verteuerung. Diese lehne ich ab aus Umweltschutzgründen. Es ist viel wichtiger fossile Brennstoffe zu sparen als Strom.

  • Stefan Hintermeister sagt:

    Herr Brönnimann, Sie verharmlosen das Problem massiv! Es ist ein Irrglaube anzunehmen, bei einer Verdoppelung des Strompreises (was ohnehin nicht ausreicht) würde nur die Stromrechnung teurer! Jedes Produkt, jede Dienstleistung ist vom Strom abhängig, ergo verteuern sich sämtliche Lebenshaltungskosten! Ohne Strom kaufen Sie nichts ein, trinken kein Hahnenwasser, tanken kein Benzin, fahren nicht Zug, etc. etc.
    Panikmache ist sicher unangebracht, aber ganz durch die rosa Brille sollte man den achso verlockenden Atomausstieg auch nicht betrachten…!

    • Thomas Steffen sagt:

      Klar erhöht sich der Strompreis nur ein bisschen, die Krankenkasse auch ein bisschen, die Teuerung auch ein bisschen, die Mieten auch ein bisschen. Schon mal den Ausdruck gehört – Kleinvie macht auch Mist ? Könnte man auf diese Rechnung anwenden. Zudem hat Herr Hintermeister recht: nicht nur der Strom würde teurere, sondern alles was mit Strom produziert wird. Ich glaube es braucht hier keine Aufzählung um das zu verstehen. Aber der Artikel zeigt deutlich, dass der TA versucht das Thema bis Oktober schön heiss zu halten.

    • Manuel First sagt:

      Guter Kommentar. Diese Blauäugigkeit ist schon etwas beänstigend. Dasselbe ist bei der Stromsparlampe und Glühbirne. Man hat in Deutschland die Glühbirne verboten, ohne überhaupt nachzurechnen, ob der Energieaufwand einer Stromsparlampe von Produktion bis zu Entsorgung unter dem Strich niedriger ist. Dabei gibt’s doch genug Gescheite Köpfe, die das wenigstens ungefähr nachrechnen können. Auch bei diesem politischen Entscheid ist in meinen Augen das gleiche der Fall. Einfach mal etwas beschliessen, ohne vorher die Rechnung zu machen und zu sagen „Wir haben beschlossen … – alles wird gut“.

      • Beat sagt:

        Und es geht noch weiter: Der Megaverbraucher SBB wird teurer und natürlich rechnet auch niemand vor, vieviel Strom der Tourismus braucht und unsere geliebte Landwirtschaft. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Deutschland hat ja soviel Windenergie im Ueberschuss, dass man uns gerne aushilft. Nur blöd, dass dieser Strom an der Küste produziert wird und die Deutschen selber aussteigen möchten. Und zwar schnell.

        • Endymion sagt:

          Die SBB Braucht schon heute nur noch 20 Prozent Atom Strom und bis 2030 wollen sie ganz weg vom Atom !!
          haben sie von der SBB jedenfals gesagt

          • Manuel Ibarra sagt:

            Und einmal mehr ist das Geld das Problem. Schade.

          • F. Bringer sagt:

            Tatsächlich hat die SBB 89% Wasserkraftstrom und der Rest kommt aus dem Strommix (bleiben nur etwa 5% Atomstrom):
            http://bit.ly/qlwZdQ

          • Ist ja ein schöner Trost, dafür sind halt andere um so mehr auf den AKW-Strom angewiesen, obwohl auch sie lieber anderen Strom hätten! Das heisst die Schieberei mit dem Schwarzen Peter hat bereits begonnen.Wenn ich jetzt Oeko-strom kaufe und dafür mehr bezahle, dann freut das die Produzenten, weil sie mir AKW-Strom zum erhöhten Preis verkaufen können!

      • F. Bringer sagt:

        Eine Sparlampe welche 60 W weniger verbraucht und 8000 Stunden betrieben wird, spart knapp 100 Franken Stromkosten (bei einem Strompreis von 20 Rappen / kWh). Sie spart also um Faktoren mehr Energie, als sie Produktionsenergie benötigt.

        Und durch Kohlestrom betriebene Glühbirnen emittieren tatsächlich wesentlich mehr Quecksilber als Fluoreszenzlampen beinhalten: http://bit.ly/YZNIa
        Mit dem Unterschied natürlich, dass Fluoreszenzlampen typischerweise nicht in der Atmosphäre zerstäubt werden.

        Aber wem Fluoreszenzlampen trotzdem nicht passen kauft halt LED-Birnen ohne Quecksilber.

        • Dafür kann ich unter diesem miserablen Licht keine Zeitung mehr lesen und sitze deshalb vor dem Computer.

          • F. Bringer sagt:

            Walter Bossert.
            Das Hintergrundlicht ihres Computers ist übrigens das Gleiche wie das einer Sparlampe (Fluoreszenz oder LED).
            Wenn Sie die Zeitungen, wegen dessen Licht nicht lesen könnten, könnten auf dem Computer erst recht nicht lesen.

            Grossraumbüros haben übrigens wie auch Schulen immer Fluoreszenzlicht (Neonröhren) und die, welche in solchen Büros bzw. Schulen sitzen, haben keine Leseschwierigkeiten (zumindest nicht wegen dem Licht).

        • Manuel First sagt:

          @Bringer: Geld sparen okay. Aber wie sieht es mit dem Energieaufwand in Produktion (Vorschaltgerät) und Entsorgung (Quecksilber, Zink) aus? Strom sparen schön, aber wir haben die ja wegen der Energieeffizienz eingeführt.

          @Bossert: Gibt auch „gute“ Stromsparlampen, sind dann aber einiges teurer.

          • F. Bringer sagt:

            Wie gesagt:
            Wenn der Energieaufwand für die Herstellung der Sparlampe höher wäre, als deren Energie-Ersparnis, müsste die Sparlampe mehr als 100 Franken das Stück kosten.

  • Daniel Wigger sagt:

    Natürlich, der Preis des Stroms (und aller anderen Energieformen) wird nicht das Problem sein. Es ist sogar förderlich, dass Energie teurer wird, damit mehr gespart wird.

    Das Hauptproblem ist, dass Energie knapper wird, wenn wir vom Atomstrom aussteigen. Das führt dazu, dass wir auf fossile Brennstoffe (Kohlestrom aus Deutschland, Gaskraftwerke bei uns, konventionelle Autos anstatt Elektrofahrzeuge) setzen müssen, solange alternative Energien den Atomstrom nicht vollständig ersetzen können. Und das werden sie noch lange nicht.

    • Pierre Bonmot sagt:

      Üblicherweise werden Waren teurer wenn sie knapper werden. Das wird auch mit der Energie so sein. Ausserdem dürfte der Spagat zwischen reduziertem Angebot (keine AKWs mehr) und gesteigerter Nachfrage (Elektromobile!) die Preise zusätzlich anheizen. Vielleicht merken wir ja noch rechtzeitig dass ein Denkverbot nicht in die Verfassung gehört.

    • Fabio Bonina sagt:

      Bei einem Gau essen und trinken sie dann ihr erspartes Geld was Herr Daniel Wigger! Wo ein Wille auch ein Weg! Schon mal davon gehört?? Diese ewige depate Atomaustieg ist unverantwortlich, nicht machbar, etc etc ist doch alles BLA BLA BLA!! Der Mensch kann austeigen aus dieser Nutzlosen und Gefährlichen Energie! Eine Energie die Millionen kostet, bei einem Unfall Millionen Tötet und Abfälle produziert die 1000’de von Jahren noch Strahlen und niemand Entsorgen kann ist keine Lösung!

      • fredi marti sagt:

        Trudi G:“ … und dä häts en riesige Chlapf gä und ds’Atomchraftwerk hät diä ganzi Welt i d’Luft gjagt…“. Also diese undifferenzierten Aussagen bzgl. Kernkraft sind ja wirklich langsam mühsam. Herr Bonina: Überlegen Sie mal, ob die 1 Mio Chinesen die für das Yangste Kraftwerk (erneuerbare Energie notabene) zwangsumgesiedelt wurden, nicht lieber in der Nähe eines Kernkraftwerkes gewohnt hätten. Oder die 2000 Kumpel, die letzte Woche in einer Kohlemine in China ums Leben kamen, ob Sie u.U. mit den leicht verstrahlten Arbeiter in Fukushima tauschen würden, wenn sie könnten?

        • qwertz sagt:

          Herr Marti:
          Klar würden die lieber neben einem AKW leben anstatt umgesiedelt zu werden, erklären sie denen aber auch, dass es richtig giftige Abfälle gibt, die über tausende von Jahren bestehen bleiben, und der Zyklus von Beschaffung, Transport und Entsorgung nur für die nächsten 20-50 Jahre bestenfalls geregelt ist. Das interessiert doch niemanden der sein Heim und Land verloren hat, und sich in der neuen Umgebung (sicher sehr willkommen) einen Job suchen muss damit Essen auf dem Tisch ist.
          Ihre Motivation in dieser Angelegenheit sollte deutlich höher sein meines Erachtens.

      • Fabio Bonina, im Kern der Sache haben Sie sicher Recht, wenn doch blos all die verschwender, Sie ausgenommen, nicht wären! vieleicht ist es Ihnen entgangen, dass es doch einige Leute giebt, welche seit Jahren versuchen ihren Energieverbrauch zu senken! Bisher wurden aber jegliche Bemühungen, durch Wachstum und Verbrauch absolut gewissenloser einzelner welche alle Preise bezahlen können, egalisiert bezw. hat der Verbrauch zugenommen.Einmal mehr werden die kleineren bezahlen.

    • Was bitte ist da förderlich, wenn der Strom teurer wird, ich behaupte mal wie sie und sage genau das Gegenteil wird der Fall sein.Durch die massive Verteuerung eines Basisproduktes werden viele ihren Jop verlieren, mit allen Folgen! Die Einrichtungen Zb.Solarmodule, werden jetzt schon im Ausland eingekauft,da rund 30% günstiger, die Zugerhörigen Dienstleistungen werden folgen.Leute bitte auf dem Boden bleiben, nicht alles was uns da von einigen Herren vorgeflötet wird ist brauchbar!

  • Keller sagt:

    Eine Debatte über den Strompreis zu führen, ohne die Herstellung bzw. Deckung des Strombedarfs zu berücksichtigen, ist sinnlos. Ohne AKWs müssen bestehende Wasser- und noch zu erstellende Alternativ-Kraftwerke (Sonnen- und Windenergie) zur Stromerzeugung in Zukunft genügen. Stauseen sind leer (werden nicht mehr von AKW-Nachtstrom gefüllt), und wir sind nicht in der Lage, den benötigten Strom selber zu produzieren. Knappe Güter werden teurer, und da ist selbst das sogenannte „Horrorszenario“ (Verdoppelung des Strompreises) eine masslose Untertreibung. Wehren wir uns gegen solche grüne Lügen!

    • Jack Hugentobler sagt:

      Knappe Güter werden sehr, sehr teuer werden. Vielleicht so teuer, das es auch dem Otto Normalverbraucher weh tut. Oder sogar nicht nur knapp, sondern nicht mehr käuflich, weil Länder Elektrizität mit Exportverboten belegen (heute morgen am Radio: Exportverbote der Chinesen für Rohstoffe). Es ist zu befürchten, dass es nicht nur früher Kriege wegen Ressourcen gab.

      • AntonKeller sagt:

        Dann nützen uns die Cleantech-Investitionen in der Wüste und an der Nordsee relativ wenig.

      • Daniel Donauer sagt:

        Es ist ja so aberwitzig, wie sich die meisten Menschen hier darüber aufregen, dass dann der Strompreis auf keinen Fall teurer werden soll. Ja, dann kommen Sie alle doch endlich zur Vernunft und fördern alternative und erneuerbare (endlose) Energien und deren Infrastrukturen. EInmal die Investition abbezahlt kostet uns alle lediglich der Unterhalt. So schwer kann das ja wohl nicht sein.

        • Fernando sagt:

          Der Mensch hat ein kurzes Gedächtnis und kurzsichtig ist er auch noch. Perfekte Kombination um zu scheitern. Nachhaltiges Denken und Handeln ist vielen immer noch ein Fremdwort. Ebenfalls geht man heute immer noch davon aus, dass unser Lebensstandard immer weiter steigen und steigen muss, ich gehe aber davon aus dass nächste Generationen nicht mehr so einen hohen (und verschwenderischen) Standard haben werden wie wir. Stellen wir uns also darauf ein, handeln wir nachhaltig um unser Kinder willen und seien wir auch auf gewagte Schritte stolz. Wer sich dagegen wehrt hat bloss Angst.

  • sepp z. sagt:

    Man kanns bloss wiederholen: Die Krankenkassenprämien steigen im Jahr um 10%, die Wohnungsmieten in der Agglomeration Zürich ebenso. Strom ist geradezu ein Wohlfühlthema dazu. Aber gemäss Zeitungen von gestern hat unsere Jammeri-Industrie von der Politik Mio-Subventionen via Stromrechnung bereits fast auf sicher, dank der Wirtschaftslobby in Bundesbern.

  • Tanner Peter sagt:

    Eine solche Behauptung aus der roten Ecke ist völlig unglaubhaft. Was ist von den bisherigen Vorhersagen wirklich aufgegangen? Nichts, ich erinnere an: Waldsterben, MultiKulti, Niedergang der Schweiz beim Nein zum EWR, Schengen-Dublin, Pers.Freizügkeit, KVG, etc. Warum das so ist? Ich weiss es nicht – vielleicht treffen sie zu optimistische Annahmen.

    • Orlando Tscharner sagt:

      Hören sie doch auf mit diesen Thesen aus der braunen Ecke!
      Heute wäre sogar ihre Partei froh wenn der EWR angenommen worden wäre. Was wäre denn geschehen ohne KVG?
      übrigens ist alles immer vom Volk angenommen worden und 1. damit zu akzeptieren und 2. ist es solange es die Schweiz gibt bürgerlich und nicht links oder rot.

      • Michael Wyss sagt:

        Hören sie doch auf mit diesen Thesen aus der braunen Ecke! Welch brilliante Argumentation! Immer vom Volk angenommen worden und zu akzeptieren. Wie also die braunen Auschaffungs- und Anti-Minarettinitiativen?
        Herr Tanner hat völlig recht. Als ehemals linker Wähler (damals noch relativ ungebildet und ideologisch) muss ich nun als kritischer Bürger anerkennen, dass es besser ist, zuerst einmal die Fakten zu prüfen, die vom Staat berechneten Kosten zu verdoppeln und die prophezeiten positiven Effekte zu halbieren und dann zu entscheiden. Meist gegen die gängige Mainstream Medien Meinung.

    • Schnyder sagt:

      Und was ist von den Bürgerlichen Vorhersagen wahr geworden? Bsp. Unternehmenssteuerreform… Oeko Abgaben auf Benzin von wenigen Rappen zwingt die KMU in die Knie! Benzin ist heute ca. 30% teurer als vor wenigen Jahren und kein KMU ist deswegen Pleite.
      Sicher ist, Energie wird teurer werden. Und die Diskussion über den Strom ist reines Schattenboxen! 85% der Energie die verbraucht wird ist Oel und da haben wir nur nahezu kein Einfluss auf den Preis. Warum interessiert sich die Politik nicht auch dafür?

    • Liechti sagt:

      Vielleicht lassen sie sich mal von einem Spezialisten erklären warum das Waldsterben aufgehört hat, das hatte nämlich ebenfalls Gründe der natur und Witterung wie mir kürzlich ein Biologieprofessor erklärt hat, es hätte auch anderst kommen können.

      • macho sagt:

        „Ich sage nur Frauenwahlrecht und alle aus der braunen Ecke sollten ruhig sein.“

        Das ist in etwa Ihr Niveau, was soll das bringen? Hier geht es um eine wichtige, interessante Debatte die lieber heute als morgen geführt werden sollte, und sie haben nichts besseres zu tun als Ihr etwas eindimensionales Links-Rechts-Weltbild in den Kampf zu führen. Kompliment.

  • Brönnimann, wenn Sie die elektrische Versorgungssicherheit mit dem Fleischkonsum von uns vergleichen, dann sollten Sie vielleicht noch einige Informationen besorgen oder noch besser nichts schreiben. Bei den Preisen das selbe.Offenbar haben Redaktoren so hohe Löhne, dass es für sie tatsächlich kein Problem darstellt, ZUSAEZLICH zu allem anderen auch noch das doppelte für den Strom zu bezahlen! Die Verbilligung für das Gewerbe bezahlen logischerweise wir wer denn sonst?Die zusätzlichen Swissgrid-Kosten haben Sie auch nicht eingerechnet. Sehr fragwürdiger Artikel!

  • Sacha sagt:

    Ein paar Franken da, ein paar dort…. nicht der einzelne Posten macht es aus, aber die Summe aus allen. Das Einkommen von Otto-Normalbürger (+Verdiener) ist nicht unerschöpflich. Es gibt viele die mit Ihrem Geld hart wirtschaften müssen um über die Runden zu kommen. Sucht doch einmal eine andere Kuh die gemolken werden kann, wieso immer der kleine Mann? Wie wäre es z.B. mit einer Verzehnfachung der Alkohol-abgaben? Das hätte auch für die Gesundheitspolitik noch einen nutzen…..! Und rentieren würde sich das auch noch, den Alk braucht nun niemand wirklich zum leben.

    • Ein sehr guter Vorschlag Sacha, da würde ich sofort zustimmen!

      • Donauer Daniel sagt:

        Wieso sollte ich mir von Ihnen beiden Alkoholgenuss verbieten lassen? Habe dem Gesundheitswesen noch keine Kosten aufgrund von Alkohol überbürdet. Insofern also ein dummer Vorschlag. Ihre Aussagen scheinen zu beinhalten, dass Sie selber nicht mit diesem Stoff umgehen können. Deswegen sollten sie keinen trinken. Vielleicht würden Sie dann auch bessere Vorschläge zu wichtigen Themen vorbringen.

        • Donauer Daniel,warum ist Ihre Argumentation so ähnlich wie die der Raser? Die behaupten nähmlich auch nur sie könnten autofahren und alle anderen nicht! Bis sie an einer Hauswand kleben.

    • Paul Thürig sagt:

      Gute Idee! Es gibt aber noch andere sattgefressene,fette Milchkühe die richtig gemolken werden müssten! Man denke nur an die undurchsichtigen Immobilienhaie,die seit einiger Zeit ihre zweifelhaften Geschäfte in für sog.“reiche Ausländer“-sprich Geldwäscher abwickeln!Diese Spekulanten und mutmasslichen Wirtschaftskriminellen und ihre Helfershelfern müssten mit Sondersteuern belangt werden! Sicher ist,dass aber mit der Abschaltung der A-Kraftwerke die Strompreise massiv steigen werden.Das können selbst „grüne“ Aposteln nicht bestreiten.Man muss nur nach Deutschland schauen!

  • steve sagt:

    Herr Brönnimann sollte sich wenigstens die Mühe nehmen, die Statistik richtig zu lesen.

    Fehler Nr. 1): Die zitierten Fr. 40.- sind nicht der Stromverbrauch pro Haushalt, sondern pro Kopf.

    Fehler Nr. 2): Haushalte verbrauchen nur 31% des Stromes, die restlichen 69% gehen an Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft, Verkehr etc. Diese Zweige werden höhere Stromkosten auf die Produkte schlagen müssen, was der Konsument dann wieder zu bezahlen hat.

    Die zusätzlichen Kosten pro Monat belaufen sich nach dieser Rechnung somit auf ca. Fr. 130.- pro Person und nicht auf Fr. 40.- pro Haushalt.

    • Beni Schwarzenbach sagt:

      Gratuliere, das nenne ich eine wirklich gelungene, völlig an den Haaren herbeigezogene Milchbüchlirechnung fernab jeglichen Realitätsbezuges! Panikmache war schon immer eine clevere Marketingstrategie…

      • steve sagt:

        Natürlich ist das eine Milchbüechlirechnung. Ich habe nur den Milchbüechli-Rechnungsansatz von Herrn Brönnimann zu Ende geführt. Dass dies nicht die ganze Rechnung ist, dürfte allen klar sein. Da kommt noch einiges dazu.

        • Manuel First sagt:

          Haha, gut gekontert 😉
          Auf Milchbüblirechnung folgt Milchbüblirechnung. Nur ist die zweite korrekt(er) 😉

      • Heinz sagt:

        Schwarzenbach, was ist daran Panikmache? Lieber eine Milchbüechlirechnung als ihren Kommentar der die Meinung von Steve verhunzt. Auch das ist Marketingstrategie….

    • F. Bringer sagt:

      Abgesehen davon, dass die Industrie den günstigeren Strom auch von Österreich und Deutschland beziehen kann (angenommen das Schweizer Strommonopol wird jemals geknackt) – dort ist der Grosshandelsstrompreis nämlich immer noch tiefer als in der Schweiz, obwohl Deutschland 9 Reaktoren vom Netz hat und Österreich nicht auf ungedeckten Rückbaukosten sitzt.
      Autos, LKWs, 60% der Nahrung, Computer, Unterhaltungselektronik, Smartphones etc. werden zu 0% mit Schweizer Strom produziert und die Schweizer Traktoren, Lastwagen, Flugzeuge, fossilen Heizungen etc. hängen ebenfalls nicht an Stromkabeln.

  • Peter Stämpfli sagt:

    Die Diskussion ist davon geprägt, dass die bisherigen Strategien in der Stromwirtschaft völlig überarbeitet werden müssen. Erzeugung, Verteilung und Finanzierung müssen in einer Welt der erneuerbaren Energie neu gestaltet werden, ein Paradigmenwechsel. Das bedingt das Umdenken bei den Führungskräften der Stromkonzerne. Nicht alle aber, sind diesem strategischen Wandel gewachsen und sie wehren sich gegen das noch unbekannte, aber vor der Türe stehende Unbekannte.

    • Peter Stämpfli, ein Führungswechsel in der bestehenden Elektroindustrie ist auch von mir aus gesehen unvermeidbar,sonst wird nur blockiert.Aber wie die Kommentare in diesem Forum zeigen sollte dringend auch im alternativen Bereich, Leute in den Vordergrund treten, welche fähig sind,sachlich, ohne grünverklärtes Wunschdenken aufzuzeigen was hier und jetzt möglich ist.Mir graut jetzt schon,wenn ich an eine kommende Volksabstimmung denke, wo dann im Vorfeld die ideologisch-verklärten Massenplauderis das schlecht informierte Volk in eine unauswichliche Entteuschung locken.

  • steve sagt:

    Fehler Nr. 3): „Im höchst unwahrscheinlichen Krisenfall könnten Herr und Frau Schweizer als ultima ratio ihre Essgewohnheiten ändern – weniger Fleisch essen –, um so die Importausfälle auszugleichen.“

    Glaubt Herr Brönnimann wirklich, dass jeder Milchwirtschaftsbetrieb einfach mal so schnell auf Kartoffeln und Weizen umschalten kann? Oder braucht es für Ackerbau nicht vielleicht auch noch geeignete Böden…?
    Könnte Herr Brönnimann noch kurz erläutern, woher im Krisenfall die Düngemittel, der Treibstoff für Traktoren etc. kommen sollen?

    Man staunt ob so viel Naivität.

    • F. Bringer sagt:

      Wenn steve meint, dass die Schweiz in der Nahrungsversorgung 100% autark sein muss (aus welchen absurden Gründen auch immer), dann müssen die Milliardensubventionen an die Landwirtschaft noch zusätzlich massiv erhöht werden.
      Apropos 100% Uranlücke: Die bestehenden ausländischen Uranminen können kaum 70% des Welturanbedarfs decken: bit.ly/1376LZ
      Und das obwohl Atomenergie weniger als 3% des Weltenergiebedarfs deckt (2600 TWh Atomstrom vs. 107’000 TWh Weltenergiebedarf): bit.ly/hc24V2

      • steve sagt:

        Steve meint nicht, dass die Schweiz 100% nahrungsmittelautark sein muss, das würde auch gar nicht (mehr) funktionieren. Steve will nur die hanebüchenen Vergleiche von Herrn Brönnimann beim Namen nennen.

        • F. Bringer sagt:

          Steve meint natürlich, dass die Schweiz zwar problemlos 100% aussereuropäisches Uran und 100% neue, teure Reaktoren importieren kann und soll, deren Rückbaukosten vom Steuerzahler finanzieren lassen kann und soll, mehr Kohle- und Atomstrom importieren kann und soll (als die ganze Schweiz überhaupt an Strom verbraucht), neue, ausländische Kohlekraftwerke an den windigen Küsten finanzieren kann und soll, aber wehe die Schweiz würde auch nur 10% europäischen Windstrom importieren…
          bit.ly/98u67L
          bit.ly/d1ghSI

      • Herr Bringer, Ihre Weisheiten können wir bei Bedarf selber im Internet nachlesen.Durch Ihre ständige Rezitierung werden diese Zahlen aber nicht wahrer, dienen sie doch mehrheitlich als Werbung. Man könnte auch sagen Kundenfänger.

        • F. Bringer sagt:

          Ich liefere lediglich Fakten, wenn Sie meinen, dass Sie es besser wüssten, warum weigern Sie sich dann diesbezüglich auch nur einen einzigen Fakt zu liefern?

          Apropos Fakten: 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW (200 mal AKW Mühleberg) erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung gemäss der IAEA (diese Organisation wird übrigens mit Steuergeldern auch aus der Schweiz bezahlt) sogar abgenommen hat: bit.ly/cF5ezk

          • Herr Fringer, wir beide haben eine etwas andere Vorstellung von Fakten,Sie betrachten es als Faktum,wenn irgendwo auf der grossen weiten Welt 80 GW Leistung installiert wurde!? Was hat das für einen Bezug für die Schweiz bitte? Für uns einfach unbrauchbar! Wenn Sie auch nur eine Ahnung von der Sache haben, wissen Sie dass die Sonneneinstrahlung praktisch von einer Ortsch. zur anderen variirt,ferner Jahreszeit, Dachstellung,Winkel zur Sonne etc. Kurz es giebt noch KEINE zuverlässige Fakten. Dazu kommen unbekannte wie Bewilligungen,alle mehr oder weniger kompetenten Organis. die drein reden etc.

          • F. Bringer sagt:

            Es zeigt lediglich, dass neue Reaktoren kaum konkurrenzfähig sind und es keinen Grund für die CH gibt, die ausländische Atomindustrie noch zusätzlich zu subventionieren.

            Apropos weniger Sonne:
            Bayerns Dächer decken mit weniger Sonne als die CH bereits heute 8% des Bayerischen Strombedarfs. (Das AKW Mühleberg deckt kaum 5% des CH Strombedarfes.)

            Apropos Bayern: Eine PV-Anlage, welche den Strombedarf eines Einfamilienhauses komplett deckt, gibt es in D inzwischen unter €10’000. Das ist wesentlich weniger, als was Sie zu viel für einen BMW bezahlen, wenn Sie ihn nicht direkt importieren.

      • Manuel First sagt:

        @F. Bringer: Der „absurde“ Grund für autarke Nahrungsmittelversorgung: Können wir uns selber versorgen, müssen wir „nichts“ importieren. Und diese Nahrungsmittel aus der „Ferne“ können dann entweder von den Leuten dort selbst konsumiert werden, oder sie können an ein Land gehen, welches Nahrung nötig hat.
        Ausserdem haben wir noch den Vorteil der Autokratie an sich – nämlich Unabhängigkeit.

        • F. Bringer sagt:

          So so, und sollen Autos, Unterhaltungselektronik, Computer, Smartphones, Flugzeuge, Schiffe etc. auch grad noch vollkommen autark in der Schweiz produziert werden ?

          • Manuel First sagt:

            Habe ich ja nie geforder und das ist ja gar nicht möglich, dass wir die von Ihnen aufgeführten Beispiele bei uns völlig unabhängig produzieren können, da wir dafür keine Rohstoffe haben. Diese Frage ist also für mich obsolet, da nicht machbar.
            Sie schrieben „… aus welchen absurden Gründen auch immer“. Da ich mit dem Ausdruck „absurd“ überhaupt nicht einverstanden war, habe ich einen für mich nicht absurden Grund genannt. Falls Sie mit meiner Begrüdung nicht einverstanden sind, müssen Sie mir schon sagen warum.

  • Kurt Schmid sagt:

    Herr Brönnimann da kann ich nur noch die Augen reiben. Ihr Link vom Stromverbrauch zu der Versorgungsicherheit im Lebensmittelbereich ist gelinde gesagt dümmlich. Der Grund, der Selbstversorgungsgrat ist nicht 60% sondern irgendwo zwischen 20 und 30 (Quelle Economiesuisse) dies mit ein wenig Fleischverzicht lösen zu wollen einfach nur dumm. Solche Argumente helfen dem Atomausstieg nun rein gar nichts

  • Lassen wir doch unsere Stromkosten durch die EU-Länder bezahlen. Wie?
    Indem wir unsere Stauseen optimieren und noch den einen oder anderen bauen.
    Sowerden wir zur Batterie Europas. Durch kluges Strom-Management ( Wasser raufpumpen bei Stromüberfluss/Ablassen
    bei Strombedarf ) ist eine gleichmässige Versorgung garantiert. Vielleicht kommen einige Politiker auf diese Idee zurück. Lieber Vorschläge prüfen, als immer nur zu jammern.

  • Beni Schwarzenbach sagt:

    Erstaunlich, dass die Bürgerlichen andauernd den Sozialismus in der Energieversorgung proklamieren: Zuerst wird der Gesamtkonsum vorausberechnet, um dann die Produktionskapazitäten danach zu planen und ihn in staatlichen Kolchosen herzustellen. Mit solchen kommunistischen Methoden wird verzweifelt versucht, die Notwendigkeit von Atomkraftwerken herbeizurechnen. Dabei würde auch der Energiesektor wie jeder andere Wirtschaftssektor funktionieren: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Von einer effizienten Energiewirtschaft sind wir noch Lichtjahre entfernt – weil der Markt nicht spielt.

  • meewis daniel sagt:

    hatte gestern in der baz ein artikel vom märz 2011 gelesen, der leider heute verschwunden ist.
    dort stand geschrieben das alpig trotz tiefen strompreisen weitere zehn milliarden in wasserkraft, stauseen und pumpspeicherseen investiert.
    heute verkaufen sie schon 70 % ihres stromes an italien.
    durch ihre investition verdoppeln sie ihre stromproduktion.
    es sind genügend berechnungen gemacht worden die zeigen das atomstrom die teuerste und riskanteste stromproduktion ist.
    die laufzeitverlängerung bis 2035 ist utopie, unsere akws werden vorher abgestellt.allein geothermie liefert 1000 x mehr strom.

    • steve sagt:

      1. Die Investitionen betreffen praktisch ausschliesslich Pumpspeicherwerke. Diese werden kaum zusätzlichen Strom produzieren, sondern dienen nur als Speicher.
      2. Die 70% können Sie vergessen. Die Schweiz exportiert zwar ungefähr gleich viel Strom, wie sie selber verbraucht. Aber sie importiert auch in grossem Ausmass. Per Saldo beträgt der Exportüberschuss ca. 2%, es gab auch schon Jahre mit Importüberschuss.

    • meewies daniel,wo sind Ihre Geothermie-Kraftwerke? Sofort aufschalten und Beznau abstellen! Was ist seit dem Ausstiegsbeschluss von den nichtbürgerlichen an Anlagen realisiert worden? Nichts, man hält nur das Thema warm bis nach den Wahlen! Dagegen sehe ich immer wieder Beispiele wie auf den ach so verhassten bürgerlichen Bauernhöfen eine energie erzeugende Anlage nach der anderen wächst, ohne Grossmäuliges Palaver!

    • El sagt:

      Sie sollten nicht vergessen, dass in einem Pumpspeicherwerk nicht Energie geschaffen, sondern vernichtet wird. Etwa 30% geht verloren im Prozess.

      Das sind die Kosten dieser „umweltfreundlichen“ Batterien, nebst Schwallbetrieb, unter Wasser setzen ganzer Talschaften, und Wasserentzug von Bächen. Vom Risiko eines Dammbruches mal ganz abgesehen.

  • Zen sagt:

    Si vous comparez les coûts des assurances maladies à l’électricité, je cours acheter des bougies M-Budget et un livre sur les plantes médicales… car si j’ai bien compris votre article, n’ayant déjà plus accès au monde médical… je n’aurai bientôt plus accès à Internet pour l’auto-médication. Cool !!!! Vous parlez également de l’inflation de la facture des SI, mais la mienne a déjà doublé en 10 ans… Et celle des assurances maladies a quadruplé… Et les vôtres ? Je n’ai pas peur de la fin du nucléaire mais de nos capitalistes…

  • Tom sagt:

    Die grösste Verbraucherin ist bekanntlich die Industrie. Selbige scheint an einer Reduktion des Stronverbrauchs nicht übermässig interessiert zu sein – sonst würde sie sich längstens an den IE2-Standard halten. Dadurch könnte ein AKW in der CH abgeschaltet werden. Das offensichtliche Problem ist der zu günstige Stromspreis – der Anreiz zum Sparen ist in der CH sehr gering.

  • hans nötig sagt:

    Auch wenn ich der Milchmädchen-Rechnung (das Menschen keine 40 Jahre Prognose hinkriegen haben wir glaub zur Genüge bewiesen) an sich zustimme, denke ich die Verfügbarkeit (und somit der Preis) einiger Ressourcen wird um einiges mehr Einfluss auf den Strompreis haben als alle an -oder abgeschalteten Atomkraftwerke zusammen. Auf den Preis von rosa Plüschbären vermutlich auch, aber auch Weizen oder Fleisch.

  • F. Bringer sagt:

    Man bedenke auch: Mit dem Förderrappen werden auch Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen, welche auch wiederum Geld in der Schweiz ausgeben, Steuern zahlen und die Arbeitslosenkasse nicht belasten. Deutschland nimmt durch die zukunftsfesten Arbeitsplätze im erneuerbaren Bereich mehr Steuern ein, als die Stromkonsumenten für die Einspeisevergütungen bezahlen.
    Und wer seine Stromrechnung reduzieren möchte, kann den Strom auch effizienter verbrauchen. Mein Haushalt verbraucht dank achtsamen Stromverbrauch und effizienten Geräten über 80% weniger Strom pro Person als der Durchschnitt.

    • steve sagt:

      So einfach ist es nicht.

      Subventionen („Fördergelder“) werden nur zu einem kleinen Teil das Schweizer Gewerbe stärken (Installationsarbeiten), aber zu einem überwiegenden Teil von ca. 80% ins Ausland verschwinden (Einkauf der teuren Solarmodule in China, Japan etc.).

      Dafür fehlt das ausgegebene Fördergeld an einem anderen Ort. Wenn ich mehr für Strom zu bezahlen habe, muss ich meinen Konsum an einem anderen Ort einschränken. Dieses Geld fehlt dann irgendeinem anderen Schweizer Betrieb. Und es ist anzunehmen, dass dies unter dem Strich für die CH-Wirtschaft eine Negativbilanz ergibt.

      • F. Bringer sagt:

        Die Schweiz produziert keine Reaktoren und hat keine Uranminen. Trotz jahrzehntelanger Milliardensubventionierung verliert Atomenergie gewaltig an Marktanteilen, während erneuerbare Energie weltweit ausgebaut wird, weil neue Reaktoren zu teuer sind: bit.ly/cF5ezk
        Elektriker und Dachdecker stammen nicht aus China, Wechselrichter werden in der CH produziert und selbst die Chinesischen Solarmodule werden auf teilweise auf CH Maschinen produziert.
        Neue, teure, ausländische AKWs verschlechtern unsere Wettbewerbsfähigkeit, erhöhen unsere Abhängigkeit und schaffen unnötige Restrisiken. bit.ly/cwMnGR

        • steve sagt:

          Wir sprechen hier von der Differenz zwischen Atomstrom (zurzeit 5 Rp. / kWh) und Sonnenstrom (zurzeit ca. 60 Rp. / kWh), welche der Konsument mit seiner Stromrechnung zu zahlen hat. Ob pro kWh 4 Rp. oder 40 Rp. ins Ausland fliessen, spielt sehr wohl eine Rolle. Dass dies unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern soll, dünkt mich schon eine etwas befremdende Behauptung.

          • F. Bringer sagt:

            Von wegen.
            Neuer Atomstrom von einem neuen, teuren, ausländischen Reaktor ist viel teurer (sogar ohne Rückbaukosten und Endlager!). In der Türkei wurde ein neuer Russischer Reaktor zum Stromproduktionspreis von €0.1535 /kWh angeboten: bit.ly/rdZkWn

            In D werden PV-Komplettanlagen inzwischen für €2 /W angeboten. Bei 100% Fremdfinanzierung und 4% Zins über 25 Jahre kommt man auf €0.126 pro kWh. (Ganz ohne Kühlwasser, Rückbau, Endlager und Restrisiko).
            Das Solarstromangebot der AKW-Betreiber ist vom Konsumenten bezahlte PR gegen Dachstrom mit Schweizer Arbeitsplätzen: http://bit.ly/lhxc1Y

        • M. Bättiger sagt:

          Ja, Reaktoren und Uran produziert die CH nicht – aber einmal erstellt, bleiben sie für 40 Jahren. Quecksilber, seltene Erden (100% aus China) Kupfer, Eisen und Co produziert die CH auch nicht – für den Bau von Windräder und Solaranlagen brauchen wir aber unmengen mehr an Metallen als mit ein paar Uranbrennstäben. Und was ist mit Biodiversität, Stauseeerhöhungen, Ausbau der Starkstromleitungen, Überflutung von Tälern zwecks Stromspeicherung, Metallabbau, Lärm durch Windräder, Quecksilber in Solaranlagen, Stromabhängigkeit vom Ausland, Produktionskosten, Verbauung von Kleinstwildbächen etc.

          • F. Bringer sagt:

            Abgesehen davon, dass 28% der Erdkruste aus Silizium besteht und Windturbinen sowie Solarzellen im Gegensatz zu einem AKW nicht auf seltene Erden und giftige Metalle angewiesen sind und das Stromkabel vom Dach zum Keller auch aus Aluminium sein kann.
            1 Gramm Silizium eines CH Dünnschicht PV-Moduls produziert wesentlich mehr Strom als 1 Gramm Uran in einem neuen, teuren, ausländisches AKW:
            Uran= 38 kWh/gr, (Weltweite Atomstromproduktion/Uranverbrauch)
            Silizium= 4285 kWh/gr. (0.1 kWp/m2 bei 11.4% Ausnutzungsgrad und 30 J. Lebensdauer: 3000 kWh. 0.3um Si-Schicht wiegt 0.7 gr./m2) bit.ly/lTT4qy

      • F. Bringer sagt:

        Im Gegensatz zur Atomenergie welche z.B. in Deutschland bereits €204 Milliarden vom Steuerzahler erhalten hat und weiterhin Steuermilliarden erhält, zahlt die erneuerbare Industrie mehr Steuern als sie indirekt über die Einspeisevergütungen einnimmt, schafft Arbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von importierten Energieträgern:
        bit.ly/cwMnGR
        bit.ly/e6zMeL
        Die Windindustrie in schaffte nicht nur 100’000 zukunftsfeste Arbeitsplätze und exportiert über 80% seiner Windturbinen mit Profit (im Gegensatz zur Atomindustrie in F), sondern macht den Strom tatsächlich billiger: bit.ly/eHAXt5

        • El sagt:

          Das gute an der Windindustrie ist, dass für jedes kW installierte Windenergie ein kW an Backup-Versorgung bereitstehen muss, damit das Netz nicht zusammenbricht wenn es mal nicht windet.

          Einer der grossen Gaskraftwerk-Hersteller (welche normalerweise dazu verwendet werden) ist Alstom, mit einer Fabrik in der Schweiz. Dort werden auch Generatoren und Turbinen für Kernkraftwerke hergestellt übrigens 😉

          • F. Bringer sagt:

            Falsch.
            Die Reserveleistung zur Deckung des wesentlich stärker variierenden Bedarfs existiert bereits. Die EU hat bereits eine flexible fossile Kraftwerkssleistung von 267 GW (ohne Atom und Kohle) und eine flexible Wasserkraftsleistung von 121 GW (und mit CH und Norwegen über 160 GW): http://bit.ly/fJGo78

            Der Ausbau der erneuerbaren Kraftwerke senkt im Wesentlichen den fossilen Brennstoffverbrauch und entlastet die Wasserspeicherkraftwerke. Dank Wind schont Spanien seine Wasserreserven bereits seit Jahren: reut.rs/aeoAwH

            Die Alstom baut die Dampfturbinen für AKWs in F und nicht in der CH.

  • Maja sagt:

    Die Industrie soll auch Strom sparen nicht nur das Volk. Sehe nicht ein warum wir irgendwann für deren günstigeren Strompreis
    aufkommen sollen. Die jammern vorsorglich jetzt schon.

    • Patrick sagt:

      Ach Maja… Schauen sie, ich kenne Unternehmen, die diskutieren die Verschiebung ins Ausland wegen der EURO-Entwicklung (nicht weil sie wollen, sondern weil sie so langsam müssen). Dasselbe wird auch geschehen, wenn der Strompreis raufgeht. Ich höre sie schon, wie sie dann jammern über diese bösen Kapitalisten-Abzocker, die einfach nur etwas Gewinn machen wollen. Geht das hier nicht, geht man halt an einen anderen Ort. Ausser sie bauen ne neue Mauer…

      • Maja sagt:

        Dann sollen sie doch gehen. Das ist reinste Erpressung. Solche Sprüche ertönen manchmal von Frauen oder Männer in Familien und wenn sie dann „gegangen“ werden, merkt jeder das alles viel schöner und besser ist.
        Es ist im Kleinen wie im Grossen.

        • steve sagt:

          Überlegen Sie sich einmal in aller Ruhe, wie Sie Ihre Brötchen verdienen, wenn die Industrie mal weg ist. Letztendlich lebt jeder in diesem Land direkt oder indirekt von der Exportwirtschaft. Jeder Franken der für Importe ins Ausland fliesst, muss durch Schweizer Exporte wieder zurückfliessen. Sonst geht das längerfristig in die Hose, wie wir das momentan sehr anschaulich in Griechenland oder der USA feststellen können.
          Mit Erpressung hat das überhaupt nichts zu tun. Wenn Sie jemals in der Exportindustrie tätig gewesen wären, könnten Sie das vielleicht besser verstehen.

          • F. Bringer sagt:

            Abgesehen davon, dass neue, teure, ausländische AKWs den Strompreis erhöhen:
            Offensichtlich hat steve noch nie in der Exportindustrie gearbeitet, sonst wüsste er jetzt, dass der Schweizer Exportindustrie die Lohnkosten und die Frankenstärke am stärksten einschenken.

            Und im Übrigen kann die Schweiz Schweizer Effizienztechnologie und Schweizer Effizienztechnologie, aber weder ausländische Reaktoren noch ausländische Energieträger, exportieren.

          • F. Bringer sagt:

            Hoppla sollte heissen:

            Und im Übrigen kann die Schweiz Schweizer Effizienztechnologie und Schweizer erneuerbare Technologie, aber weder ausländische Reaktoren noch ausländische Energieträger, exportieren.

  • Fabio Bonina sagt:

    Eine Sauerei diese Angstmacherei! Der Strom war und wird nie Günstig sein! Das ist Propaganda der AVES! Dieser Verein ist eine Farce wenn man sich ihre Homepage anschauen geht. Da steht allen ernstes dass sich AVES für den Schutz der Bevölkerung und Umwelt einsetzt. AVES ist DER AKW befürworter für die, die dies noch nicht wissen!! Und eine Liste der Parlamentarier die auf diese nutzlose und gefährliche Energie setzen ist auch aufgeführt! Ich hoffe dass bei den nächsten Wahlen diese Liste zum Tragen kommt und diese Parlamentarier die Quittung bekommen für ihr PRO Atom denken.

  • Patrick sagt:

    Wenn es doch bloss so einfach wäre… Aber ich ahne, dass dem Autor jede Umerziehungsmassnahme die mit dem Ziel, den („unmündigen“) Bürger zur Sparsamkeit zu erziehen Recht wäre. Aber auch bis dahin gibt es halt einige Fragen: Woher nehmen wir die 40% Strom denn? Bezahlen könnten wir ihn wohl schon, bloss woher kommt er? Aus französischen KKWs? Aus Windparks? Woher nehmen wir die Ressourcen für die Windparks? Meinte da sind seltene Erden drin… Oder doch Gaskraftwerke und die direkte Abhängigkeit vom Goodwill russischer Zaren? Aber nein, Komplexitätsreduktion in extremis.

  • Dan Horber sagt:

    Ein absolut oberflächlicher und entsprechend kurzsichtiger, ja blauäugiger Aufsatz.
    Die Verteuerung der Elektrizität mag für den Privathaushalt an einem relativ kleinen Ort sein, doch die Versorgungssicherheit ist meines Erachtens ein Vielfaches höher zu gewichten. Vermutlich werden wir als rohstoffarmes und überbevölkertes Land nie die völlige Unabhängigkeit erreichen, doch sollte unsere Versorgungsautonomie so lange wie möglich sein und die Abhängigkeiten diversifiziert sein. Alles andere macht einem erpressbar.

  • Karl Bolliger sagt:

    „Wenn dies beim basalsten aller Bedürfnisse möglich sein soll, weshalb sollte es beim Stromkonsum anders sein?“ … u.a. weil die Konsumenten nicht auf einem Selbstversorger-Bauernhof mit Ziehbrunnen wohnen – von der Wasserversorgung bis zur Nahrungsmittellagerung und -verteilung oder der Ölheizung, immer kommt irgendwo Elektrizität zum Einsatz … Italien, das klassische Strom-Import-Land, ist seit dem letzten Blackout nicht mehr so sicher, ob das mit der Importabhängigkeit wirklich eine gute Idee ist – einfach dumm gelaufen, wenn während der Operation die Herz-Lungen-Maschinen abliegt?

    • Manuel First sagt:

      Zur Herz-Lungen-Maschine: Das ist ein anderes Problem. Eine Krankenhaus sollte eigentlich über eine unabhängigve Stromversorgung haben. Unser Unternehmen (und die meisten grösseren auch) hat das für die IT Infrastruktur auch, mit Batterien, die über Kabel so dick wie eine Arme verbunden sind und einem Dieselgenerator. Ist dann einfach blöd, wenn niemand den Diesel nachfüllt ;P

      • Karl Bolliger sagt:

        Herr First, über die USV werden wohl ihre Server versorgt, der Rest ihrer Unternehmung, u.a. ihr PC, wird warten, bis das Netz wieder kommt – eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung für den gesamten Stromverbrauch macht weder ökonomisch noch ökologisch einen Sinn.

        • Manuel First sagt:

          Ja, da haben sie natürlich Recht. Es ist nicht die „gesamte IT-Infrastruktur“, sondern die Serverinfrastruktur (+ weitere kleinere Dinge wie die Zutrittskontrolle, z.B., für die, die’s interessiert =)
          Wollte damit eigentlich keine USV’s verkaufen, sondern behaupten, dass eine Maschine, die ein Leben erhaltet, an eine USV angeschlossen gehört und bei einem Stromunterbruch dafür nicht der Stromproduzent verantwortlich gemacht werden kann. Es gibt keine 100%-ige unterbruchsfreie Stromversorgung.

  • Reto Müller sagt:

    Herr Brönnimann blendet das Thema Versorgungssicherheit vollständig aus. Damit verkennt er, dass die „Ausstiegsfrage“ auch eine „Kapazitätsfrage“ und eine „Netzfrage“ ist.
    Wenn man schon auf die Kosten fokussiert, sollte wenigstens erwähnt werden, was – nur – ein Tag vollständiger Blackout die Schweizer Volkswirtschaft kosten würde (es sind ca. 30 Mrd. CHF).
    Übrigens: Die KKW werden nicht durch Wind- oder Sonnenenergie ersetzt, sondern durch Gaskraftwerke. Aber das Thema Klimaschutz wird ja ebenfalls augeblendet.
    Schade.

    • Andreas Durrer sagt:

      Herr Müller: Fördert die Schweiz seit neustem Uran? Wohl eher nicht! Daher ist die gesamte Versorgungsengpass-Angstmachererei der Atomlobby reinste Augenwischerei. Die einzige Versorgungssicherheit bei Energie kann die Schweiz NUR durch erneuerbare Energien schaffen. Dieser Weg ist auch anzustreben und durchaus machbar. Geotermie ist eine schier unerschöpfliche Energiequelle made in Switzerland. Wasserkraft haben wir schon und auch Sonnenenergie kann man bedeutend stärker fördern. Smartphonebesitzer hatten die letzten zwei Jahre kaum Probleme 10.00/Fr. Mnt. für den Flat-Rate Luxus zu bezahlen!

      • Patrick sagt:

        Versorgungssicherheit werden eben auch erneuerbare Energien nicht zwingend bringen. Ausser bei der Wasserkraft (und ev. Geothermie, aber..) benötigen wir für alles Ressourcen aus dem Ausland.

        • Andreas Durrer sagt:

          …Biomasse fördert die Schweiz ebenfalls und dies nicht zu knapp. Einzig Fossile und Nukleare Brennstoffe fördert die Schweiz definitiv nicht selber. Abgesehen von wenigen, vernachlässigbaren Erdgasvorkommen. Und die Versorgungssicherheit ist offenbar bereits heute gegeben, sonst könnte Mühleberg nicht einfach 5 Wochen früher als geplant vom Netz! Reinste Augenwischerei auf schwachem Fundament, dieses Versorgungssicherheits-Argument… Dieses spricht sogar klar FÜR den raschen Atomausstieg… Ohne wenn und aber!

        • Independent sagt:

          Die Versorgungssicherheit für Strom ist bei eigentlich allen alternativen Erzeugungsformen – Photovoltaik, Geothermie, Windräder, … – grösser als bei solchen die Brennstoffe in irgend einer Form benötigen. AKW benötigen auch Brennstoffe (Uran-Stäbe), der zu 100 % nicht in der Schweiz abgebaut und bereitgestellt werden kann.

    • Andreas Suter sagt:

      Man muss hier klarstellen: Versorgungssicherheit heisst, man hat jederzeit (Tag und Nacht, auch bei schlechtem Wetter) Spannung an seiner Steckdose. Weil wir glücklicherweise in einem europäischen Netz integriert sind, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit der Stromversorgung heute sehr gering. Dafür sorgen auch die grossen Versorgungsunternehmen hier und drüben. Versorgungssicherheit hat also nichts mit Landesversorgung zu tun (da ist der Vergleich mit der Landwirtschaft grundfalsch).

  • Patrick sagt:

    …und wunderbar ist doch auch immer wie Risiken ausgetauscht werden. Das globale Risiko der Klimaerwärmung tritt plötzlich deutlich hinter das im Verhältnis lokale Risiko eines GAU zurück. Lieber lassen wir paar Inseln absaufen, als dass wir das Risiko eines GAU tragen. Externalisierung eines Risikos? Ah nein, wir ersetzen die 40% ja alleine durch erneuerbare Energien… was natürlich nirngends sonst Konsequenzen haben wird…

    • Independent sagt:

      Weltweit wird 2 bis 3 % der Energie mit Atomstrom bereitgestellt. Das Problem sind nicht diese 2 bis 3 %, sondern die anderen 97 %. Wenn wir das Klima schützen wollen, dann müssen wir Systeme entwickeln, die
      a) weniger Energie benötigen
      b) Energie auf erneuerbare, umweltneutrale Art erzeugen
      Das hat erstmal nichts mit Atomstrom zu tun, zumal Atomkraftwerke in ihrer Oekobilanz katastrophal abschneiden: grosser CO2-Ausstoss während Herstellung, kleiner im Betrieb – nicht 0! – , grosser im Abbau und, gemessen an Laufzeit bei Abfalllagerung und die radioakt. Verseuchung: Uranproduktion, Unfälle.

  • Hans koller sagt:

    Ich finde den Ausstieg wichtig und werde ihn befürworten, ich möchte sehen wie sich das letzte Pferd der 68er in Luft auflöst. Man soll die Bürger nur schröpfen auf allen ebenen, etwas besseres kann gar nicht passieren bis das ganze System zusammenbricht. Der Westen und Europa stehen vor dem aus, spätestens nach der nächsten Währungsreform wird alles sichtbar. Geld und Wohlstand sind nicht unerschöpflich, der Tag des aufwachens naht sich, jener Tag an dem sich alle Theorien als falsch erweisen.

    • Thomas Oberholzer sagt:

      Ich möchte auch sehen, wie sich ein Pferd in Luft auslöst und alle, alle Theorien sich als falsch erweisen…

      • Hans koller sagt:

        Das alle gutmenschlichen Theorien fallen und versagen, können sie täglich in der BAZ lesen. Nebenbei wird die 68er Generation als die Loosser und versager Generation in die Geschichte eingehen. Ausser sie sehen zum Beispiel das Rentenalter 67 als eine Errungenschaft an, 🙂 oder die Gewalt in den Diskotheken.

    • Patrick sagt:

      Und ich möchte endlich ein Datum für den Zusammenbruch. Sie sind nicht der erste Weltuntergangsprophet (nicht religiöser Natur). Ihre religiösen Kompagnons nennen dann jeweils wenigstens ein genaues Datum, so dass sich am Tag darauf jeder über sie lustig machen kann. Nennen sie uns wenigstens eine Jahreszahl bis zu der das System zusammenbricht?

      • Hans koller sagt:

        Sie sehen ja jeden Tag wies geht, Geld ist der Kitt der modernen Gesellschaft, aber war da nicht noch was mit Staatsbankrotten??? Nachdem Multi-Kulti, vereintes Europa etc gescheitert ist folgt nun eine weitere Idee die gnadenlos scheitern wird. Ob Leute wie sie mich für dumm halten ist mir egal, ich geniesse es täglich wie es den meisten Menschen täglich schlechter geht, den dann wenn die Menschen am Boden sind, dann beginnt der Tanz, wie in Grichenland. Nebenbei wird das derzeitge System ebenso zu Grunde gehen wie der Kommunismus, das System fällt aber die Menschen bleiben.

        • Patrick sagt:

          Daten sagen mehr als Worte. Zudem sollten wir noch Zusammenbruch definieren und dann wette ich mit ihnen und biete ne Quote von 10:1. Aber nennen sie die Jahreszahl und die genaue Ausformung. Wütende Mobs auf den Strassen Berns? Faustrecht und Anarchie? Sie missverstehen das System. Es ist kein designtes System, sondern ein durch „Sozialevolution“ entstandenes. Das kann sich dynamisch weiterentwickeln, aber zusammenbrechen wie sie es sich vorstellen, wird nix.

          • Hans koller sagt:

            Sie sind also ein Prophet! Naja was machen den all die Muslime in den Vorstädten Europas wenn ihre Sozialgelder ausbleiben?? Und weshalb soll ich für andere Menschen arbeiten gehen? Sie Träumen und denken die heutigen Jungen werden mal alles bezahlen, den teuren AKW-Ausstieg die nicht arbeitenden Immigranten, die Menschen die immer älter werden und keine Kinder haben, die massiven Staatsschulden etc. Ihre Solidaritätswelt und Sozialwelt bricht gerade erst zusammen.

  • Manfred Meier sagt:

    Für wie dumm hält uns Herr Brönnimann eigentlich? Die Rechnung für Haushaltsstrom ist nur ein kleiner Teil der Stromrechnung. Darüber hinaus steckt in sämtlichen Produkten und Dienstleistungen elektrische Energie, es wird also alles teurer in einem Ausmass, das zu schätzen der Blogger nicht ansatzweise im Stande sein dürfte. Ganzheitliches, vernetztes Denken scheint seine Sache durchaus nicht zu sein.

  • alfred sagt:

    all die panikmacher-artikel (pro AKW) wurden und werden gesponsert —- (wie vor jahren / / / ohne strom kein lohn) —– waum wird praktisch nie über stromsparmöglichkeiten geschrieben / / zb. dass LED – lammpen noch weniger strom fressen wie die in verruf geratenen stromsparlampen —- warum werden diese lampen nicht in den öffentlichen gebäuden, banken, versicherungen, industrie usw vorschrift (AXPO und co. lassen grüssen //// die wollen strom verkaufen — je mehr je besser)
    ! ! ! ! wenn von heute auf morgen alle lampen ausgewechselt würden währe ein AKW überflüssig

    • Manuel First sagt:

      Die Glühbirnen machen weniger als 5% des Stroms aus. Besser wäre es, Aufklärung in Sachen „Energieeffiziente Geräte“ zu betreiben. Wer nach Erfahrungsberichten im Internet sucht, wird schnell merken, dass da einiges rauszuholen ist, so verbraucht ein heutiger moderner Kühlschrank bis zu 50% weniger Energie als ein moderner vor 10 Jahren… Und das ist ein Ding, welches 24/7/356 läuft,…

    • alfred,für Sie giebt es wie für einige im Forum nur 2 Farben,Schwarz oder weiss.Ich bin überzeugt, dass über 90% der Bevölkerung gerne auf die AKW.s verzichten würden.Aber im Gegensatz zu ein paar Besserwissern, machen sich die meisten Sorgen über ein Ganzheitliches Funktionieren in unserem Lande.Ständige Unterstellungen und Verunglimpfungen bringen uns sicher nicht weiter. Ihr Beispiel mit den Spahrlampen ist ein Detail, wie das Joghurtdeckelisammeln in früheren Volksverdummungsversuchen!

  • fischer sagt sagt:

    Liegt es an der Wahrscheinlichkeit oder an der Häufigkeit. In der Schweiz wird immer mitttels der Angst politisch polistisiert. Wo ist die Transparenz und die Offenheit, oder anders gesprochen, dass Volk wird permanent belogggggggen.

  • cristiano safado sagt:

    20% unserer Vevölkerung lebt in Armut oder am Rande des Existenzminimums. Man weiss, dass eine Verdoppelung des Strompreises weite 30% an den Rande des Ruins ziehen wird. Zudem ist zu beachten, dass die Verteuerung des Strompreises praktisch keinen Stromspareffekt nach sich zieht. Mieter sind nun eben an die von ihren Vermietern in die Wohnung und in das Haus gestellten Geräte gebunden.

    • Andreas Durrer sagt:

      Deshalb besitzen über 40% der Bevölkerung ein Smartphone mit Flat-Rate notabene (ca. 10.00 Fr./Mnt.) und dies ist wohl reinster Luxus. Oder Internet generell… Da spielen die Kosten keine Rolle! Wer da wissen sollte, dass durch die Erhöhung des Strompreises weitere 30% an den Rande des Ruins geraten sollen ist wohl eher kein Akademiker, sondern ein naiver Fensterplatz-Höckler. Nur noch lächerlich…

      • Heinz sagt:

        Durrer, wo gibt es die unbeschränkte Flat-Rate für Fr.10.- pro Monat? ich will sofort wechseln!
        Da haben sie recht dass ist kein verblendeter Akademiker sondern ein einfacher Büezer, egal ob CH oder Immigrant, dieser Büezer merkt die Erhöhung des Strompreises sehr wohl. Noch eine kleine Randnotiz: Das einzige was ich in ihren Kommentaren lese, ist die Verungimpflichung der anderen Kommentatoren. Merci für ihre „konstruktive“ Beiträge.

        • Andreas Durrer sagt:

          …10.00 Fr. beträgt der Aufpreis bei Swisscom für 250Mb/Mnt., was ja meistens ausreicht. Trotzdem besitzen heute 870’000 Schweizerinnen und Schweizer alleine ein iPhone! Also ist es offenbar problemlos möglich für einen Luxus (was ein Smartphone nun mal ist, denn vor drei Jahren ging es noch ohne) Geld auszugeben, welches dann für Strom wieder nicht vorhanden sein soll? Dass sich hier gerade die Atombefürworter (also SVP und FDP) für die sozial Schwachen zu interessieren scheinen, ist ein Wiederspruch in sich… Wählen sie lieber links, wenn sie etwas für diese Bevölkerungsgruppe tun wollen.

      • Manuel First sagt:

        Durrer, du warst wohl nie arm,… ich bin in armen Verhältnissen aufgewachsen und wir haben gespart, wo wir konnten, auch beim Strom. Wir waren nie in den Ferien, wir Kinder bekamen kein Sackgeld (nur auf Weihnachten und Geburtstag), Vater hat jeden Tag über 10 Stunden gearbeitet, damit er uns die Mäuler stopfen kann. Unser Budget war ziemlich genau berechnet. Wäre damals die Stromrechnung doppelt so hoch gewesen,… das hätte einfach nicht geklappt.
        Und Internet ist kein Luxus, das ist meines Erachtens ein Grundrecht. Lieber ein Smartphone anstatt ein Fernseher (Recht auf Information) 😉

        • Andreas Durrer sagt:

          Internet und Fernseher sind Grundrechte! Alleine die Billag-Gebühren sind fast so hoch wie die Stromkosten und ein Internet-Breitband-Anschluss schlägt auch mit mehreren hundert Franken zu Buche… Vielleicht noch Digital-TV…? Strom ist mehr als ein Grundrecht, elektrische Energie ist die Grundlage für ihre „Grundrechte“ Soll jezt der Preis ausschlaggebend sein… Ich bitte Sie! Die ganze Angstschürerei ist wirklich lächerlich! Oder bezahlen Sie am heutigen Tag mehr für Strom obwohl Mühleberg gerade nicht läuft? Nicht, komisch nicht wahr? Und die Versorgung funktioniert offenbar auch…

          • Manuel First sagt:

            „elektrische Energie ist die Grundlage für ihre “Grundrechte” Soll jezt der Preis ausschlaggebend sein…“
            Ja! Wir hätten uns dazumals den Strom nicht leisten können, hätte sich der Preis verdoppelt! Wo hätten wir noch sparen sollen? Nur noch kalt essen? Nur noch kalt duschen? Den Hund einschläfern? Heizung im Winter ausschalten?
            Klar, die 30% sind eine nicht fundierte Zahl, aber es wird Familien geben, die sich den höheren Strompreis nicht leisten können, weil sie schon sparen, wo es geht.

          • Andreas Durrer sagt:

            Auf die Gefahr hin, dass diese Worte wiederum als arrogant verstanden werden, muss ich trotzdem Stellung nehmen: 1. Kennt die Schweiz heute ein System, welches Sozialschwache unterstützt, wieso sollte dies bei steigenden Energiepreisen nicht auch funktionieren (dito Industrie)? 2. Sind genau jene Kräfte für einen Abbau des Sozialstaates, welche gleichzeitig den Atomausstieg bekämpfen. 3. Finde ich es beschämend, wenn die Sozialschwachen nun für diese Debatte hinhalten müssen. Unterstützen Sie besser im Herbst 2011 die Parteien, welche sich für diese Gruppen und die Energiewende einsetzen.

          • Manuel First sagt:

            @Durrer: 1. wäre natürlich eine mögliche Lösung und müsste man diskutieren. Evtl. sogar ähnlich wie bei den Steuern. Je mehr Strom ein Haushalt/Kopf braucht, desto höher ist der „Strompreissatz“. Aber da vertraue ich den Politikern.
            Ich will einfach nicht, dass Arme noch ärmer werden, nur weil am Schluss die – böse gesagt – „Tyrannei der Mehrheit“ etwas bestimmt und dadurch der Strompreis für die Ärmsten nicht mehr bezahlbar wird.

          • Andreas Durrer sagt:

            @First: Da gebe ich Ihnen vollumfänglich recht. Es darf nicht sein, dass die Demokratie ausgenutzt wird um Minderheiten abzubestrafen oder sonst zu schädigen. Schon passiert bei der Minarett-Initiative oder war von der anderen Seite für die Steuern geplant. Wenn wir als starkes Land auftreten wollen, müssen wir gerade auch die Minderheiten, egal welchen couleurs vor Willkür schützen. Hoffen wir, dass im Herbst die Mitte wieder gestärkt wird um den Aussenflügeln die Flügel zu stutzen, wenn es nötig wird. Ich lebe gerne in diesem Land und will auch unseren Enkeln eine nachhaltige Zukunft bieten.

        • peter einstein sagt:

          Auch wenn es Ihnen nicht passt, die von C. Safado wiedergegebene Zahlen sind fundiert belegt. Offensichtlich gehören Sie zu denjenigen Kommentarschreibern, der nichts anderes kann, als andere dauernd zu beleidigen.

          • Andreas Durrer sagt:

            Mit keinem Wort habe ich irgend jemand beleidigt. Es ist mein gutes Recht Aussagen zu kommentieren, bzw. zu hinterfragen. Im Gegenteil zu C Safado bringe ich einfache Fakten, welche jeder nachvollziehen kann. Bitte bringen Sie mir das Fundament für die Behauptung von C. Safado? -> „Man weiss, dass eine Verdoppelung des Strompreises weite 30% an den Rande des Ruins ziehen wird.“ Wer weiss das und auf welcher Grundlage? Aber offenbar ist Kritik nur erlaubt, wenn man die „richtige“ Meinung hat. Wo leben wir eigentlich? Bitte etwas mehr Sachlichkeit und konstruktive Kritik auch auf ihrer Seite!

          • Manuel First sagt:

            Durrer: Es sind nicht die Worte. Es ist die aggressive und arrogante Art, die beleidigend wirkt.

    • F. Bringer sagt:

      Schon vergessen?

      Wenn die Schweiz auf neue, teure, ausländische AKWs setzen würde, würde sich der Strompreis gemäss Stromlobby verdoppeln: bit.ly/bHRi2b (Aussage von 2008 ohne erneuerbare Energien aber mit neuen, teuren, ausländischen AKWs mit 100% ausländischer Uranabhängigkeit, Rückbaukosten, Endlager und Restrisiko).

      Eine Verdoppelung der Strompreise ist dagegen selbst bei 40% Dachstromanteil mit Schweizer Arbeitsplätzen unmöglich:
      http://bit.ly/mRqdwH

      • Andreas Suter sagt:

        Vielen Dank für Ihren Hinweis. Leider kann ich unter bit.ly/bHRi2b nichts davon entnehmen, was Sie behaupten. Vielmehr sagt der Artikel, dass sich die Kosten durch dezentralen Wildwuchs (jeder kann Strom kaufen, wo er will) verdoppeln würden. Soll (in Ihrem Sinne) jeder seinen Strom selbst erzeugen, dann befürchte ich tatsächlich, dass sich die Strompreise nicht nur verdoppeln (wie in Ihrem Hinweis) beschrieben, sondern vervielfachen.

        • F. Bringer sagt:

          Die Stromlobby konnte ja nicht sagen, dass sich die Strompreise wegen den gewaltigen Kapitalkosten und langer Bauzeit der neuen AKWs und den Kohlekraftwerksinvestitionen im Ausland massiv erhöhen, sondern mussten einen schwarzen Peter finden und haben absurderweise die administrativen Kosten gewählt und Andreas Suter hat’s trotz der günstigen und der automatisierten Rechnungsstellung naiverweise sofort geglaubt.
          In den USA gilt übrigens auch teure Vorauskasse für neue Reaktoren: bit.ly/9H16Ok

  • Hans Durrer sagt:

    Herr Brönnimann. Mein Vater hätte wohl gesagt, dass sie doch ziemlich grün hinter den Ohren sind…..zwischen Realität und Fiktion ist doch ein sehr erheblich grosser Unterschied…wenn doch alles immer nur so einfach wäre….

  • Louis Ehrensberger sagt:

    Man könnte ja auch mal damit anfangen, dass Geräte mit Stand by-Modus nicht mehr verkauft werden dürfen…

  • christian p. casparis sagt:

    ich bin 100% für den ausstieg egal welche folgen! die folgen EINER einzigen akw katastrophe in der schweiz sind so verheerend, dass ich lieber auf engpässe, innovation und ungewissheiten baue!!! ich habe den stromausfall in england erlebt, als 1971 die mineure streikten: die menschen sprachen im stockdunkeln an bushaltestellen miteinander, zeitungen waren voll von ideen, wie mit dem problem umgehen und england ist keineswegs untergegangen…

  • Yves Schneider sagt:

    Irgendwie habe ich das Gefühl, die Atom-Politiker um SVP und FDP sowie die Stromwerke halten uns für blöde. Wir sind schon lange nicht mehr autonom was Energie anbelangt. Klar würden wir entsprechend sparen hätten wir ggf. genügend Elektrizität, aber Energie besteht ja nicht nur aus Strom. Dann wie erwähnt, selbst wenn der Strompreis sich verdoppeln würde wäre dies tragbar. Mit effizienten Geräten, alternativen Stromquellen usw. kann gegen 70% Energie eingespart werden => Nullsummen-Spiel. Dazu werden im Kleingewerbe zusätzlich gegen 100000 Arbeitsplätze geschaffen. darum liefere nit laffere

  • Hans-Peter sagt:

    Die Analogie zur Ernährung ist gar nicht so falsch im Artikel, allerdings wohl unbeabsichtigt. Beim AKW Strom sind wir auch heute zu 100% abhängig vom Ausland. Habe jedenfalls noch nie etwas von Uranvorkommen in CH gehört, geschweige von den nötigen Aufbereitungsanlagen. Versorgungssicherheit in beiden Fällen wohl eher ein Ammenmärchen..
    Und die Stauseen werden nachts nicht (nur) mit unserem Atomstrom gefüllt, sondern mit dem billig in der EU eingekauften Nachtstrom. Noch so ein Märchen, das sich hartnäckig hält.

    • Patrick sagt:

      Ausser beim Wasserstrom werden wir wohl immer abhängig von jemandem sein. Ist manchmal doof, so ein rohstofffreies Land.

  • Georg Z sagt:

    Populistischer Ausstieg schadet globaler Sicherheit und Nachhaltigkeit

    Der grosse Teil des zukünftigen Energieverbrauchs werden Schwellenländer verursachen. Ein Teil der Welt wird an AKWs festhalten, AKWs sind nach wie vor sinnvoller als Kohlekraftwerke. Wir versäumen es mit einem vollen schnellen Ausstieg, für mehr Sicherheit durch breiter gestreute Herkunft der Kontrolleure und deren Wissen beizutragen. Die Strompreise können auch mit AKWs massiv erhöht werden und gerade das Geld auf dem AKW Aufschlag für erneuerbare Energien und effizientere Infrastruktur/Geräte ausgegeben werden.

    • Georg Z sagt:

      Sucht „Energieverbrauch“ und ihr findet die Weltentwicklungsindikatoren für einzelne Länder. Weltweit stammt ca 90% der Energie von fossilen Quellen. Dies ist ein Problem. Sucht dort die Schweiz, Deutschland, Frankreich, USA und Schwellenländer und berücksichtigt das Bevölkerungswachstum.
      Noch brauchen wir global AKWs, jedoch sind die nicht preisbildend und es gibt eine riesige Gewinnmarge. Ausserdem ist die Kontrollstuktur insgesammt nicht genügernd unabhängig. Mit der Gewinnmarge könnten wir auch Entwicklungsarbeit für effizientere Geräte bezahlen, wo Firmen wegen kleinen Margen sparen.

    • F. Bringer sagt:

      Abgesehen davon, dass die Schweiz gar nicht aussteigt, sondern momentan lediglich auf neue, teure, ausländische Reaktoren verzichtet.
      Neue, ausländische Reaktoren sind teurer und haben eine wesentlich längere Bauzeit, als Effizienzmassnahmen und erneuerbare Energien mit Schweizer Arbeitsplätzen: http://bit.ly/awxsok
      Tatsächlich hat selbst China in 2009 und 2010 33 GW Wind- und gegen 60 GW Solarthermieleistung installiert: bit.ly/huwZRu bit.ly/ivO7c7 Gleichzeitig hat China nur 1.6 GW neue AKW-leistung ans Netz gehängt.

      • Georg Z sagt:

        Mit 96.5% der gesammten Energie von China aus fossilen Brennstoffen hat China einen gewaltigen Nachholbedarf… . China setzt auf ihre Kohle anstatt auf AKWs, haben sich gerade weiter Abbaurechte geholt, desshalb ist dein Vergleich neue AKW vs neue Wind/Solarthermie nicht aussagend.
        Dein Satz
        „Neue, ausländische Reaktoren sind teurer und haben eine wesentlich längere Bauzeit, als Effizienzmassnahmen und erneuerbare Energien mit Schweizer Arbeitsplätzen: “ finde ich undifferenziert, man weis ja noch nicht wie genau dies möglich sein wird und Arbeitsplätze haben in dem Satz nichts zu suchen

        • F. Bringer sagt:

          Tatsache ist, dass China um Grössenordnungen mehr in Wasserkraft, Wind, Solarthermie, Biomasse, Geothermie und Effizienz investiert, als in neue AKWs, weil neue AKWs schlicht zu teuer sind: bit.ly/ivO7c7
          Auch investiert China im Gegensatz zur CH in erneuerbare Energien, obwohl China über eigene Energieträger verfügt.

          Die CH hat keine Firmen, welche Reaktoren baut oder Uranminen, Wiederaufbereitungs- und Anreicherungsanlagen betreibt. Dafür hat die CH Firmen im Effizienz und erneuerbaren Bereich.
          Die ausländische Atomindustrie soll sich ohne uns subventionieren lassen: http://bit.ly/9H16Ok

          • Jegliche Vergleiche mit ausländischen Anlagen und Einrichtungen, besonders im alternativen Energiebereichen sind für die Schweiz unbrauchbar und deshalb blosse Seitenfüller, welche von einem Vorwärtskommen in unseren Verhältnissen ablenken und verantwortlich dafür,dass wir noch mehr Zeit verlieren, wo doch endlich etwas im Tun ist.Herr Bringer

          • F. Bringer sagt:

            Momentan können 8000 erneuerbare Projekte mit Schweizer Arbeitsplätzen nicht durchgeführt werden können, weil die Stromlobby Vertreter im Parlament die Fördermittel (KEV) begrenzt halten:
            bit.ly/gi2lCd
            bit.ly/hyr1YJ

            Der Grund weshalb Deutschland bezüglich erneuerbaren Energien erfolgreich ist und die Schweiz nicht, liegt leider an der Tatsache, dass die Stromlobby-Vertreter im Parlament die Einspeisevergütungen zum Schutz des Strommonopols der AKW-Betreiber deckelt: http://bit.ly/hyr1YJ
            http://bit.ly/bDbS2Y

        • F. Bringer sagt:

          Und natürlich weiss man, dass Bayerns Dächer mit weniger Sonne als die Schweiz bereits heute und nicht in 25 Jahren 8% des Bayerischen Strombedarfs decken. Und man weiss, dass die EU hat bereits heute und nicht in 25 Jahren mehr Windstromanteil als die Schweiz Mühlebergstromanteil hat.

          Auch weiss man, dass wenn die jetzigen fossilen Heizungen durch Blockheizkraftwerke und effiziente Wärmepumpen ersetzt werden, fast doppelt so viel Strom produziert werden kann, wie die 3 alten AKWs liefern und gleichzeitig der fossile Brennstoffverbrauch trotzdem noch um 20% reduziert werden kann.

          • M. Bättiger sagt:

            Sind Sie ein Ideologe? Wärmepumpen brauchen Strom, sie produzieren keinen.

          • F. Bringer sagt:

            Wenn M. Bättiger nicht begreifen kann, dass ein Blockheizkraftwerk mit Wärmepumpe bei gleichem Brennstoffverbrauch mehr als doppelt soviel Wärmeenergie produziert, wie ein fossiler Heizkessel, dann kann man ihm auch nicht helfen.

            Im Gegensatz zu M. Bättiger interessieren mich tatsächlich nur Fakten und viele sind nicht bereit für neue, teure, ausländische AKWs einen Aufpreis und mehr Steuern zu zahlen und mehr Abhängigkeit und mehr Restrisiken und weniger Wettbewerbsfähigkeit hinzunehmen, nur weil das Atomideologen wie M. Bättiger so verlangen.

          • Georg Z. sagt:

            Darf ich annehmen, dass ihnen F Bringer die Unterschiede zwischen Energie und Exergie auch geläufig sind? Und Sie auch Transport, Produktion, Rohstoffe und Recycling in ihren Überlegungen berücksichtigen? Darf ich Sie bitten, nicht beliebig zwischen relativen und absoluten Zahlen zu wechseln um aussagekräftiger zu sein? Ich möchte ihnen an eigenen Beispielen einige praktische Probleme im Zusammenhang mit ihren Argumenten aufzählen. chen wir, doch
            A) Solaranlagen auf dem Dach: Durften wir nicht wegen Denkmalschutz.
            B) Wärmepumpe: Machen wir nun halt nur für uns, Nachbarschaft wollte nicht.

          • Georg Z. sagt:

            B)… obwohl sie nur für den „Aufschlagpreis“ hätte aufkommen müssen
            C) Minenergie geht nur bei Neubauten, bei einem Altbau widerspricht sich weitere Wärmedämmung jeglichen Investitionsüberlegungen. Das braucht eine langfristig angelegte Strategie
            D) Einspeisevergütung: Ich kenne z.B. jemanden der ohne Subventionen einspeist weil das ganze viel zu Bürokratisch ist und es auch bei diesen Projekten eine Lobby gibt… Sie? . Ich könnte mir vorstellen, dass man a) mehr Subventionen zusprechen sollte und b) in etwa total bew. Subventionen / totale Einspeisung * eigene Einspeisung vergüten sollte

          • Georg Z. sagt:

            E) Sich der stromintensive Teil der Industrie bei höheren Preisen einfach ins Ausland verlagern würde wenn die Preise dort markant billiger sind, z.B. Metallrecycling, Alu, … , wir das ganze für unsere Ökoanlagen importieren und diese Energie ausklammern da die Rechnung viel zu kompliziert würde
            F) Irgendwann gibt es mehr Elektroautos bzw indirekt, was den el.Verbrauch steigert
            G) Hauptsächlich Verkehr und Transport z.B. viel viel effizienter sein könnten, (spätere Priorität Geräte)
            H) Im Ausland viel ökologischer und effizientere Al.En. Projekte mit dem selben Geld gemacht werden könnten

          • Georg Z. sagt:

            Für die ökologisch wichtigen Dinge hat eine krasse Antiatomhaltung wenig Auswirkung. Ich bedaure, dass der wichtige Dialog durch solche Polarisierungsreibereien gebremst wird. Werfen Sie doch nicht jedem, der was anderes als sie behauptet vor, er sei von der Atomlobby. Falls sie gute Argumente haben, haben sie mehr Wirkung, wenn sie auf Polarisierung verzichten. Eigene Meinungen können sich nur durch unvoreingenommenen Dialog weiterentwickeln oder verbreiten. Ich z.B. beschäftige mich gerade mit der Frage, wie effizientere Geräte vermehrt gekauft würden und Bosserts Beitrag oben war „nützlich“

  • AntonKeller sagt:

    Die von den Medien gehypte Meinung, dass jeder Haushalt nur ein bisschen Strom sparen müsste, löst sich langsam in Luft auf. Die grossen Stromverbraucher sind Transport und Industrie. Wir können Strom sparen, wenn wir die Metallindustrie / Papierindustrie ins Ausland auslagern und den öffentlichen Verkehr drastisch reduzieren. Beim Haushalt ist nur die Warmwasseraufbereitung mit Strom zu unterbinden (Boiler, Waschmaschine, Geschirrspühler).

    • Manuel First sagt:

      Gem Bundesamt für Energie, brauchen die Haushalte 28.7% des Strombedarfs, die Industrie 19.1% (2009). Also sehr wohl auch ein grosser Stromverbraucher.
      Dass es nicht nur „ein bisschen“ ist, bin ich einverstanden, aber bitte vorher die Internet Präsenzen unserer Bundesämter konsultieren, wenn man behauptet, „Transport und Indstrie“ sind grosse Stromverbraucher und den privaten Haushalt einfach ausblendet.

    • F. Bringer sagt:

      Falsch.

      Die SBB verbraucht nur 4% des gesamten Stromes der Schweiz.

      Als Vergleich: Der Treibstoffenergieverbrauch (für den gesamten Transport) der Schweiz ist gemäss BFE über 140% so gross wie der gesamte elektrische Energieverbrauch der Schweiz.

  • Heini Müller sagt:

    Seit jeher erzählen uns die Ultramarktliberalisten von Economiesuisse&Co. ihre Theorie von der Selbstregulierung der Märke mit der unsichtbaren Hand die alles richtet.
    Warum sollte dies in diesem Fall nicht gelten?
    Nach Argumentation von Economiesuisse&Co sollte doch folgendes gelten:
    AKW’s abschalten, keine Subventionen an die Industrie irgendwelcher Art (weil Marktverzerrend), der Markt tut den Rest. Tadaa.. its magic

    Oder gelten ihre Theorien etwa nur, wenn sie zum Vorteil der eigenen Klientel sind?

    • Patrick sagt:

      Das geht schon, es hat halt dann Konsequenzen, wenn der Markt tut, was er tut. Die unsichtbare Hand wird u.U. gewisse Industrien an Orte lenken, wo sie günstiger zu Energie kommen. Keine Angst, diese Hand wird auch dann funktionieren. Wie sie es regelt, dürfte jedoch nicht allen gefallen.

    • M. Bättiger sagt:

      Tadaa? Komische Marktansicht, eine Technologie zu verbieten (respektive AKW’s abzuschalten) und dann von Selbstregulierung zu sprechen.

  • Nik Gyger sagt:

    Was ist falsch daran, die Gemeinplätze der Atomlobby ein wenig zu entkräften?
    http://www.faz.net/artikel/C30351/rhetorik-und-realitaet-die-neun-gemeinplaetze-des-atomfreunds-30331819.html

    Wer wirklich interessiert ist an Nachhaltigkeit und dem Potential der Regenerativen Energien kann auch z.B. mal bei juwi.de etwas stöbern.
    Zudem werden die technischen Möglichkeiten und Effizienzen der Regenerativen Energien bis 2050 ganz sicher massiv gestiegen sein, die Entsorgung der AKW-Brennstäbe aber wohl nicht endgültig geklärt werden können.

    • Patrick sagt:

      Es ist sicher wahrscheinlich, dass das Zeug bis ins 2050 effizienter ist. Aber nicht sicher. In den 60ern hatte man auch das Gefühl, dass anno 2010 Menschen permanent auf dem Mond leben. Daraus wurde nix.

      • Manuel First sagt:

        Früher hatte man auch nicht ans Frauenwahlrecht geglaubt, trotzdem haben wir’s jetzt 😉

  • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Sehen, wir mal, was in Deutschland passiert. Es gibt ja einige ganz realistische Probleme. Erstens die Gefahr eines Blackouts (Stichwort Netzkapazitäten). Zweitens die Frage des Preises. Ich halte diese Argumente von Herrn Brönimann für gutgmeint und schlecht recherchiert. Denn die Rechnung läuft natürlich etwas anders. Es geht ja nicht nur um die Stombilanz meines Haushaltes, sondern um die anfallenden Kosten in Wirtschaft und Industrie. Und um die flankierenden Massnahmen. Ob wir dann einfach nur auf hohem Niveau jammern oder tatäschlich kräftig zur Kasse gebeten werden, wird man sehen.

    • Manuel First sagt:

      In Deutschland wurden gem. Gregor Gysi im Jahre 2009 (od 2010, bin nicht mehr sicher) 800’000 Haushalten den Strom abgedreht, weil sie den Strom nicht gezahlt haben oder es nicht konnten. Das Video vom Bundestag ist zu finden auf youtube… aber die Deutschen haben natürlich prinzipiell finanzielle Probleme, ich wage zu behaupten, so krass wird es bei uns nicht ausfallen, aber es wird meines Erachtens mindestens die Ärmsten treffen.

  • meewis daniel sagt:

    allein an geothermie stehen uns ressourcen zur verfügen die 1000 x mehr strom liefern können als wir benötigen, sind solche anlagen einmal gebaut wird der strom immer billiger.
    deutschland hat 2010 photovoltanik anlagen montiert die 10 % unseres stromes liefern.
    das unsere akws bis 2035 laufen ist unrealistisch, die neuen energietechniken werden viel schneller ans netz kommen und die schrotttechnologie meilenweit überholen, die akw lobby hat verschlafen und windet sich jetzt wie ein schleimiger aal im dreck der an der angel hängt.
    keiner will eine verstrahltes land riskieren, nur geldgierige

    • Patrick sagt:

      Hui, da habe ich grad anderes gelesen. Nämlich, dass das Potential in der Schweiz aus irgendwelchen geologischen Gründen relativ begrenzt sei. Das ist doch das Problem an der ganzen Debatte. Objektive Information ist nicht erhältlich. Häufig ist sie durch Ideologie geprägt, so dass man keine Ahnung hat, worauf man sich verlassen kann. Deshalb gibt es eigentlich eine einfache Lösung: Warten und schauen, wies bei den Deutschen läuft. Funktioniert es da, wirds hier auch gehen. Gehts da nicht, bitte Finger von dem Versuch.

    • Manuel First sagt:

      Meewis, ich war im Frühling auf den Philippinen – die gehören zu den Spitzenreitern in Sachen Geothermie. Es ist zwar toll, aber die höchsten Ausgabe des Resorts, in welchem ich genächtigt habe, war der Strom. Das Land führt nicht nur in Sachen Geothermie, sondern auch in Sachen Strompreise: Die höchsten Preise in Asien. Ganz aktuell:
      http://www.philstar.com/Article.aspx?articleId=655008&publicationSubCategoryId=66
      Wobei natürlich zu bemerken ist, dass die Kosten sich nicht nur aus der Stromquelle summieren.

    • M. Bättiger sagt:

      Genau so wird argumentiert, wie Sie es tun. Geothermie ist eine Technologie, die heute schlicht und einfach nicht funktioniert. Es ist eine Hoffnung auf die Zukunft. Man hofft, in 20 Jahren (!!!) werde die Technologie soweit sein, dass sie nutzbar wird. Also verkaufen Sie uns doch eine Hoffnung nicht als Ersatztechnologie für unseren jetzigen Bedarf. Sonst kann ich auch mit AKWs der 7. Generation argumentieren, die 10x Strom liefern und total unbedenklich sind.

    • Sie haben wohl noch nicht ganz begriffen, dass wir jetzt aussteigen Herr Meewis! Ihre 1000-fach Erdwärmeenergie kommt sicher zu spät, wenn überhaupt.Ich befürchte dass solche Träumereien dazu führen, dass in Zukunft ganz neue“ Atraktionen“ für Gaffer entstehen,So etwa was passiert wenn bei 34 Grad die Züge auf freiem Feld ein paar Stunden stehen? Was passiert wenn der oder die mittagessenkochende bei stromausfall mit den Kindern velofahren geht.Was passiert wenn bei -10 Grad die Energie für private zugunsten der Industrie abgeschaltet wird.

  • Robert Dobler sagt:

    Eine kleine Geschichte, die mir ein Angestellter eines Stromkonzerns erzählt hat. Nicht verifizierbar, aber nur schon die Möglichkeit, dass sie stimmen könnte macht nachdenklich.
    Der Atomstromanteil in der Schweiz beträgt ca. 40%. Dies aber nicht weil wir ihn brauchen, sondern weil die Stromkonzerne das so wollen. Damit lassen sich die Pumpspeicherwerke immer schön füllen, und der Strom kann zu Spitzenzeiten teuer ins Ausland verkauft werden. Die 40% dienen der Maximierung des Gewinnes. Eigentlich bräuchten wir zur Zeit lediglich 20%. Und schon würden alle Rechnungen ganz anders aussehen…

    • Urs sagt:

      Ja stimmt. Genau so ist das auch. Subventionierter Strom aus ATOM für den Export, die Gewinne daraus für die Aktionäre und die Bürger stehen einmal mehr mit runtergelassenen Hosen da. Es gibt in der Tat keinen Grund und keine Rechtfertigung die Strompreise zu erhöhen nur weil das Atom eliminiert wird. Zumal das noch mehr als 20 Jahre dauert… Strom wie Wasser als Service Public ohne private Profitinteressen, Aktionäre und Finanzmärkte als primäre Anspruchshalter. Dann könnten wir selber entscheiden in welche Techniken die Profite investiert werden sollen.

    • steve sagt:

      Nachdenklich muss Sie diese Geschichte nicht machen, sie ist schlicht falsch. Die Zahlen für 2010 (in Mrd. kWh):
      Produktion: 59’100
      Konsum: 62’000
      Export: 49’900
      Import: 52’000
      Fazit: Importüberschuss und keine Spur von raffgierigen Stromkonzernen (die, nebenbei bemerkt, fast zu 100% der öffentlichen Hand gehören).
      Und hier noch die Quelle: http://www.indexmundi.com/switzerland/electricity_production.html

      • Robert Dobler sagt:

        @Steve: Genau das meine ich.Wir schlucken die Zahlen und denken nicht darüber nach. Die Sache ist die, dass Atomkraftwerke sich nur sehr träge regulieren lassen, und eigentlich immer gleich viel Strom produzieren. Wasserkraft kann herrlich reguliert werden. Mit unserem hohen Anteil an Wasserkraft, kaufen wir also keinen Strom zu Spitzenlastzeiten ein, sondern verkaufen ihn dann, und pumpen in der Nacht mit Atomstrom wieder Wasser hoch. Der Wirkungsgrad von Pumpspeicherwerken beträgt ca. 80%. 80% von 52000 sind rund 42000 kWh. Weniger als wir exportieren. Und schon ist ihr Fazit für die Tonne.

        • steve sagt:

          Nur werden die 52000 importierten GWh nicht tel quel für Speicherpumpen genutzt, sondern teilweise direkt weitergeleitet (exportiert), z.B. nach Italien, welches mangels Kraftwerken gewaltige Strommengen importieren muss. Somit stimmt die Zahl 42000 ebenfalls nicht und kann demzufolge auch in die Tonne gelegt werden.

          • Robert Dobler sagt:

            Genau! Wenn in einer Statistik wirklich die einfach durch die Schweiz geschleuste Menge zum Import gerechnet würde, dann gehört meine Rechnung auch in die Tonne. Wer weiss das schon? (in unserem Fall egal, da meine Rechung ja besser wird je weniger Strom wir wirklich zum pumpen brauchen). Fakt ist doch, dass irgendwelche Zahlen genannt werden, und dann je nach Partei oder Lobby irgendwas dazu behauptet wird. Deshalb: Die Dinger sind unberechenbar gefährlich und produzieren einen extrem üblen Abfall -> Abschalten, den Finger aus dem A… nehmen und schauen das die Zukunft was Gutes bringt.

      • F. Bringer sagt:

        Gemäss BFE hat die Schweiz mehr produziert und mehr importiert und exportiert als konsumiert.

        Konsum 2010: 59,8 Mrd. kWh
        Produktion 2010: 66,3 Mrd. kWh (ohne Abzug der Speicherpumpen)
        Import 2010: 66,8 Mrd. kWh
        Export 2010: 66,3 Mrd. kWh

        http://www.bfe.admin.ch/energie/00588/00589/00644/index.html?lang=de&msg-id=38580

  • Urs Leutwiler sagt:

    Der Schachzug der Stromlobby ist geschickt: Die zu erwartende Erhöhung des Strompreises wird nun zu 100% dem Atomausstieg in die Schuhe geschoben. Dabei wird vergessen, dass sich der Strompreis in den nächsten Jahren auch mit Kernenergie deutlich erhöht. Es wird rund 1/3 weniger Uran abgebaut, als Kernbrennstoffe verwendet werden. Der Rest stammt aus abgerüsteten Waffen und aus Lagern. Diese Quellen sind bald aufgebraucht. Dazu kommen die Rückbaukosten der bestehenden AKWs. Dies wird die Kosten für Kernenergie in die Höhe treiben. Kernenergie wird immer teurer, die Alternaiven immer billiger.

    • Urs sagt:

      Kosten für den Rückbau? Sicher sind die bereits in den aktuellen Renditen und Profiten der Stromerzeuger drin. Wenn nicht frage ich mich warum die Profite zu den Aktionären gehen, die Verluste und Kosten aber den Bürgern aufgehalst werden.

      • steve sagt:

        Ja, natürlich werden für die Rückbaukosten Gelder rückgestellt. Das bezahlen Sie seit Jahrzehnten mit Ihrer Stromrechnung, auch wenn das von gewissen Leuten immer wieder abgestritten wird.
        Und bezüglich Profite-zu-den-Aktionären, Verluste-den-Bürgern: Die CH-Stromkonzerne Axpo, BKW, Alpiq etc. gehören fast ausschliesslich der öffentlichen Hand und nicht Privaten. Somit werden nicht nur die Verluste, sondern auch die Profite sozialisiert.

        • F. Bringer sagt:

          Tatsächlich wurde und wird viel zu wenig für den Rückbau zurückgestellt.
          2008 waren im Stillegungsfond für das AKW Mühleberg gerade mal 130.7 Millionen Franken. Das sind knapp €0.1 Milliarden im Stillegungsfonds eines 40 Jahre alten Reaktors! bit.ly/gcJ7nm
          Als Vergleich: Der Rückbau des AKW Greifswald kostet rund €5 Milliarden: bit.ly/evqo5n

          Und anstatt die Profite zu sozialisieren, wurden leider Rückstellungen gemacht, um fossile Kraftwerke im Ausland finanzieren zu können:
          http://bit.ly/kXPQRk
          bit.ly/98u67L
          bit.ly/gNcJ6W

  • Urs Leutwiler sagt:

    Kein Mensch braucht Strom! Was wir brauchen, ist die vom Strom geleistete Arbeit. Also z.B. Transport, Beleuchtung, mechanische Arbeit, Elektronik, Wärmeproduktion usw. Strom kann alles. Die Frage ist nun, ob wir den wertvollen Strom für Dinge verschwenden sollen, die auch anders gemacht werden können. Es ist ungeschickt, wenn Warmwasser mit Strom erzeugt wird, wo doch draussen die Sonne scheint! Muss wirklich jedes Gerät ein eigenes Netzteil für 12V haben? Eine zentrale 12V-Versorgung wäre schlauer. Muss meine Hausbeleuchtung mit 230V laufen? Photovoltaik und eine Batterie tätens auch.

    • andreas suter sagt:

      Meine neue Wärmepumpe für die Erdsonde braucht trotzdem Strom und zwar sehr viel davon. Denn die realisierte Leistungszahl (COP) beträgt weit weniger als die Theorie und die Versprechungen der Cleantechniker: im Jahresdurchschnitt etwa 2.5 statt 4! Fazit: Es lohnt sich gegenüber Heizöl nicht, ausser man ist ein Idealist!

  • Alexander Reichmuth sagt:

    So oder so: Atomkraft ist ein Auslaufmodell. Die Zukunft ist nachhaltig. Überfluss und Verschwendung wird erst aufhören, wenn sich das Bewusstsein der Menschen über das Materielle erhebt. Liebe Leute, lest/googelt Eckhart Tolle.

  • karl zingre sagt:

    10 facher Preisanstieg elektrischer Energie, was fuer ein Unsinn!!! Der Maximalpreis liegt derzeit bei 60 Rappen pro kWh fuer die Erzeugung von Solarenergie , Tendenz sinkend. Steigt somit der Preis vom Kraftwerk zu viel, foerdert dies die Eigenproduktion und Nachfrage und Preise fallen wieder. Der heikle Punkt ist demnach nicht die Energieerzeugung sondern die Netzverteilung und Speicherung.

    • andreas suter sagt:

      Volkswirtschaftlich betrachtet ist Photovoltaik bei uns Blödsinn. Auch in einigen Jahren noch. Anders sieht es in südlichen Grossstädten (z.B. L.A., Hongkong, Shanghai) aus, wo die Sonne intensiver ist und die PV-Anlage parallel zum Grossverbraucher Klimaanlage Strom produziert oder wo eine Alphütte versorgt wird und damit die unverhältnismässig hohen Netzbaukosten eingespart werden können.

  • Wenigstens eines zeigt der Artikel dieses Herrn Brönniman,um Geld und Aufmerksamkeit zu erhalten geht er so quasi über Leichen.Da disqalifiziert er sich selber mit unsäglichen Vergleichen um ein paar Leute zu provozieren.

  • Urs sagt:

    Es geht hier wohl primär darum die künftigen Profiterwartungen die man nun mit der Energie aus dem Atom sicherstellen kann künftig auch ohne Atom sicherzustellen. Man könnte aber die Stromproduktion als konsequenten Service Public strukturieren was bedeutet das der Einsatz der Profite an die Stromerzeugung gebunden sind was wiederum bedeutet das man die gierigen Aktionäre und Investoren aussen vor lassen könnte. All das inkl. Mitbesitz, Mitsprache und Partizipation so das sich die Bürger selber für ihre Energiezukunft entscheiden können. Das ist billiger, Gerechter, Effizienter, Zielführender.

    • Andreas Suter sagt:

      Wer sind die „gierigen Aktionäre und Investoren“ in der Schweizer Stromerzeugung? In der Schweiz sind es schon die öffentliche Hand als Mehrheitsbesitzer der EWs (BKW, Alpiq, Axpo, CKW, etc.). Auch Atomstrom ist also schon Service Public -genauso auch in Frankreich.

      • F. Bringer sagt:

        Bei den CH-Stromkonzernen handelt es sich um Aktiengesellschaften mit Strommonopol und mehrheitlich amortisierten Kraftwerkspark im Zentrum von Europa, deshalb verfügen sie ja auch über viel Mittel um gewaltig in fossile Kraftwerke im Ausland zu investieren:
        http://bit.ly/kXPQRk
        bit.ly/98u67L
        bit.ly/gNcJ6W

        • andreas suter sagt:

          Bringer: Da liegen Sie falsch oder sind borniert.
          Eine Aktiengesellschaft heisst noch lange nicht, dass sie nicht Service Public ist – egal ob in der Schweiz oder im Ausland. Mein EW ist eine AG und gehört 100% der öffentlichen Hand! Die SBB ist genauso eine AG, gehört der öffentlichen Hand und ist Public Service.

          • F. Bringer sagt:

            Zuerst sagen sie ich liege falsch und dann bestätigen sie, dass es sich um eigenständige AGs handelt – was wollen Sie denn?

            Es handelt sich bei allen Schweizer Stromkonzernen um AGs, welche mehr fossile und atomare Kraftwerksleistung im Ausland als gesamthaft in der Schweiz betreiben. Die Tatsache, dass die Stromkonzerne zu einem grossen Teil den Kantonen gehören, hat sie nicht davon abgehalten mehr in fossile und atomare Kraftwerke im Ausland als in Schweizer Kraftwerke zu investieren.
            Eine schöne Vorstellung von Service Public haben Sie hier…

          • Andreas Suter sagt:

            B.Fringer: Sie liegen immer noch falsch. Service Public bedeutet Stromversorgung sicherstellen. Da ist es egal, woher der Strom kommt. Bei der SBB ist es Ihnen hoffentlich auch egal, ob sie in einem Zug von StadlerRail, Bombardier oder Siemens sitzen, solange die Strecke bedient wird und der Zug pünktlich ist.

          • F. Bringer sagt:

            Die Stromversorgung in der Schweiz kann man tatsächlich sicherstellen ohne Kohlekraftwerke in Süditalien, Osteuropa und Norddeutschland zu bauen.

            Und die Stromversorgung kann tatsächlich noch wesentlich besser sicherstellen, in dem man die Stromerzeugungsoptionen diversifiziert und nicht einfach alles auf neue, teure, ausländische AKWs mit 100% Uranabhängigkeit setzt – wie das die Stromlobby wünscht.
            Zur Erinnerung: Ein einziger, neuer, teurer, ausländischer Reaktor produziert 30% mehr Strom als die 3 alten Atommeiler zusammen – wenn so ein Reaktor ausfällt, fehlt 20% der Stromversorgung.

  • Roman Rebitz sagt:

    Viele haben es immer noch nicht kapiert und pofitieren scheinbar unmittelbar vom Atomstrom bzw. von der Politikpropaganda oder lassen sich einlullen. Der Atomstrom ist viel teurer als die Alternativen. Wer bezahlt wohl die hunderten von Milliarden Versicherunssummen ? Wir mit unserem Leben und Besitz. Werden diese Subventionen gestrichen wäre der Atomstrom kaum mehr bezahlbar aber das blenden die Atombefürworter natürlich elegant aus, ist ja nicht ihr Problem. Diese Ganze Thematik zeigt wieder mal die Intelligenz der Menschen, … unterirdisch.

    • Andreas Suter sagt:

      Bitte übertreiben Sie nicht! Je nach Quelle wird eine Kilowattstunde Atomstrom von heute 6 Rp. mit 70-100% subventioniert: Also betragen die Vollkosten 10-12 Rp./kWh. Windstrom aus Norddeutschland – als weitaus günstigste erneuerbare Energiequelle – liegt etwa in der gleichen Höhe, aber ohne Übertragung und Back-up-Kapazität für Windflauten. PV-Strom ist unter Schweizer Verhältnissen nicht unter 30 Rp. kWh, auch ohne Back-up-Kapazität für Dunkelheit und schlechte Witterung zu haben.

      • F. Bringer sagt:

        Die Schweiz hat bereits eine maximale Speicherkapazität von 8765 GWh (BFE). Das reicht um die Schweiz bereits heute während knapp 3 Monaten (ohne AKWs) mit Strom zu versorgen (KVA und Flusskraftwerke berücksichtigt)!
        Es gibt keine Nächte und Windflauten die so lange andauern. Allerdings hat das grösste AKW der CH während über 5 Monaten keine einzige kWh produziert: bit.ly/9QTygB

        Windstrom wird in Süddeutschland zwischen 5.02 und 9.2 cents/kWh vergütet: bit.ly/7J7R2
        Und selbstverständlich lässt sich PV-Strom in der CH weit unter 30 Rp. /kWh erzeugen: bit.ly/mRqdwH

        • andreas suter sagt:

          Bringer: Ich bin zwar Ingenieur, aber die Betriebswirtschaft rechnet anders: Vergütung ist ein Preis und hat nichts mit Kosten zu tun. Ist die Vergütung höher als die die Vollkosten, machen Sie einen Gewinn, ist sie tiefer, machen Sie einen Verlust. Auch bestehende Pumpspeicher-Kapazitäten haben Kosten (Amortisation und Strom). Da verwechseln Sie Kosten mit Ausgaben, welche man für bestehendes nicht mehr ausgeben muss. Die für PV notwendigen Pumpspeicher-Energie müssen Sie in der Vollkostenrechnung berücksichtigen – nur dann sind Ihre Zahlen glaubwürdig!

          • F. Bringer sagt:

            Eben mit dieser Vergütungen muss die Amortisation, der Kreditzins, die Betriebskosten, die Versicherung, die Landpachtung etc. gedeckt werden und zudem noch ein Profit erzielt werden, sonst wird keine Stromerzeugungsanlage gebaut.

            Wenn die Windkraftanlagen mit Vergütungen zwischen 5.02 und 9.2 cents/kWh und Photovoltaik Freiflächenanlagen mit einer Vergütung von 21.11 cents/kWh gebaut wird, sind deren tatsächlichen Stromerzeugungskosten offensichtlich wesentlich tiefer. Denn ein privater Kapitalgeber investiert nur Millionen in ein erneuerbares Kraftwerk wenn damit Profit erzielt wird.

          • F. Bringer sagt:

            Im Gegensatz zu einem neuen, teuren, ausländischen AKW hat Photovoltaik mit Schweizer Arbeitsplätzen den Vorteil, dass deren Strom am Tag die Speicherkraftwerke und die Netze lokal entlastet und während der Nacht nicht mit Verlust die Berge hinauf gepumpt werden muss.
            Zudem benötigt Photovoltaik kein ausländisches Uran, keine teuren Endlager, hat keine hohen Rückbaukosten und benötigt kein Kühlwasser.

          • Andreas Suter sagt:

            Fringer: Ihre Zahlen beziehen sich auf neue PV-Grossanlagen mit >1MW Peakleistung.
            Kleine PV-Anlagen haben aktuell Einspeisevergütungen von 28.7 Cents pro KWh. Zusätzlich erhält man je nach Bundesland direkte Bauzuschüsse (bis 1/3 der Investitionssummen) und subventionierte Zinsen 4% in DE. Das wollen Sie als wirtschaftlich sinnvoll vekaufen?

          • F. Bringer sagt:

            Erzählen Sie keine Märchen:
            Im Gegensatz zur Atomindustrie welche in Deutschland bereits €204 Milliarden vom Steuerzahler erhalten hat, zahlt die PV-Industrie mehr Steuern, als sie indirekt über die Einspeisevergütungen erhält.
            bit.ly/cwMnGR bit.ly/e6zMeL

            Zudem sind die PV-Anlagen und PV-Vergütungen stark sinkend, während neue, teure, ausländische Reaktoren immer teurer werden und selbst mit massiven Subventionen nicht mehr konkurrenzfähig sind: http://bit.ly/9H16Ok

  • Und wo bleibt in dieser Betrachtung die Wirtschaft, die immerhin 60 Prozent des Stroms braucht und bereits mit dem hohen Franken zu kämpfen hat? Eine Replik steht übrigens auch hier (Warum höhere Strompreise eben doch ein Problem sind): http://www.energiedebatte.ch/news/atomausstieg-warum-hohere-strompreise-eben-doch-ein-problem-sind/

  • M. Bättiger sagt:

    Wieder so ein weltfremder, ideologischer Journalistenbeitrag. Eine Verdoppelung pro Haushalt ergäbe jährliche Mehrkosten von 480.- pro Person. In einer Familie mit 4 Personen also Fr. 1’920. Natürlich ein Klacks für einen Ideologen. Vor etwa 4 Wochen meinte ein anderer Ideologe, der Atomaustieg koste 5.- pro Haushalt und Jahr. Der Bundesrat wiederum hat ein Szenario, dass den Umbau mit erhöhten Energiekosten auch des Benzins bezahlen soll. In dieser bundesrätlichen Studie wird alleine der Benzinpreis verdreifacht. Komisch, dass dies notwendig ist, wenn doch die Kosten nur 40.-/Mt. ausmachen!

    • M. Bättiger sagt:

      Abgesehen davon steigt auch der Strombedarf pro Person und Jahr um ca. 4%, der Stromnutzen aus Wasserkraft steigt stetig und alleine die Bevölkerungszahl (und damit der Strombedarf des Landes) steigt um rund 25% in den nächsten Jahren (Schätzung Bundesrat). Ebenso bedarf der Ausstieg massive finanzielle Aufwendugen auch bezüglich Umbau der Leitungen. Und: wir schädigen die Umwelt garantiert durch: massiv mehr Rohstoffabbau für Solaranlagen etc., massiv mehr Stromverbrauch (Transport, Herstellung), mehr Giftstoffe (Quecksilber) und Lärm (Windräder), weniger Biodiversität, überflutete Gebiete…

  • Sugi sagt:

    Tut mir Leid, aber das ist lediglich ein unprofessionelles Gelafer.
    Was wurde denn letzte Woche in den Zeitungen gelesen? Die Strompreise
    der Industrie und im Gewerbe sollen verbilligt, resp nicht angehoben werden.
    Und jetzt kommt da einer und „verzapft“ aus dem hohlen Bauch die zu erwartenden
    Aufschläge sollen von den „Anderen“ bezahlt werden und der Mehrpreis sei doch
    ein Pappenstil. Fazit: so ein Blödsinn kann ja nur von einem aus dem Bundeshaus
    stammen!

  • Jens Gloor sagt:

    Störend ist, das Atomstrom-Kosten kaum je bezahlt sind. Über eine Million Tonnen, Atommüll und ‚Störfälle‘ (she. das immer noch eruptierende Fukushima) müssen über Generationen in Schach gehalten, Atomkraftwerke zurückgebaut werden. Da niemand weiss, wieviel das noch kosten wird, sind die Kosten für diese Art Energie wohl auch nie vollständig bezahlt worden – man macht nur wieder einmal der Industrie ‚einen Gefallen‘. Das muss echt aufhören. Und wenn man sich einmal ganz unvoreingenommen, mit dem Thema ‚Freie Energie‘ (YouTube) auseinandersetzt, könnte einem sogar ein Licht aufgehen.

    • M. Bättiger sagt:

      Und Sie meinen, wir könnten den CO2 bedarf senken, wenn wir wie Deutschland oder Österreich auf Kohle- und Gaskraftwerke setzen. Oder uns aus der Verantwortung stehlen, wie Österreich, dass dann einfach 30% des Stroms aus dem Ausland einkauft? Wie hoch sind wohl die Kosten bei steigendem CO2-Ausstoss. Wie werden wohl all die Metalle für die Produktion der alternativen Energien abgebaut, transportiert, verarbeitet – hunderte von Millionen Tonnen nicht bloss einige Urankerne. Sie sind sich doch über die Kehrseite der AKW-freien Medallie überhaupt nicht im Klaren.

      • F. Bringer sagt:

        Wenn der CO2 Ausstoss gesenkt werden soll, sind Effizienzmassnahmen und erneuerbare Energien günstiger und schneller als neue, teure AKWs. bit.ly/awxsok

        Wenn nur die jetzigen fossilen Heizungen durch Blockheizkraftwerke und effiziente Wärmepumpen ersetzt werden, kann fast doppelt so viel Strom produziert werden, wie die 3 alten AKWs liefern (14% des Stroms) und gleichzeitig der fossile Brennstoffverbrauch trotzdem noch um 20% reduziert werden:
        (CH verbrennt 143% soviel Brennstoffe wie Strom verbraucht wird.)
        80%*50%*143%*(48.7%*420%+42%) =141% Wärmeenergie.
        80%*50%*143%*48.7% = 27.8% Strom.

        • M. Bättiger sagt:

          Sie reden von Effizienzmassnahmen und fordern dann den Ersatz von fossilen Heizungen durch Wärmepumpen, die unglaublich viel Strom brauchen. Gleichzeitig verlaufen „Effizienzmassnahmen“ im Sande bei der Vorausgesagten massiven Einwanderung und dem Bevölkerungswachstum (Stichwort 10 Mio Schweiz). Deutschland hat den Atomausstieg schon lange beschlossen und musste Notgedrungen, weil sich die euphorischen Prophezeiungen nicht realisierten a) mehr Strom importieren b) Gas- und Kohlekraftwerke bauen c) die Laufzeit der AKWs erhöhen d) Arbeitsplätze subventionieren. Die CH machts nun gleich – schade

          • F. Bringer sagt:

            Abgesehen davon, dass Wärmepumpen wesentlich weniger Strom brauchen als Elektrospeicherheizungen.
            Der Strom für den Betrieb der effizienten Wärmepumpen mit Schweizer Arbeitsplätzen wird durch die Blockheizkraftwerke mit Schweizer Arbeitsplätzen geliefert, wodurch der Brennstoffkonsum um über 50% reduziert wird. http://bit.ly/lhz0y2

            Obwohl D 9 Reaktoren vom Netz hat, exportiert D weiterhin Strom in die CH: http://bit.ly/fu2sZa (unten links)
            Und subventioniert wird die Atomindustrie in D mit €204 Mrd , während die erneuerbare Industrie Steuern zahlt: http://bit.ly/cwMnGR bit.ly/e6zMeL

        • andreas suter sagt:

          Ich gehöre als Ingenieur zu den Idealisten und habe seit 30 Jahren (!) Erd-Wärmepumpe, solare Warmwasseraufbereitung und Wärmespeicher. Trotz inzwischen erneuerter Anlage, sind die variablen Energiekosten (ohne Amortisation) weit höher als vergleichbare Heizölkosten aktuell mehr als 30%). Der Grund ist einfach: Theorie oder Laborwerte und Realität liegen weit auseinander. Mein Ratschlag: Aufgepasst, auch Cleantechniker sind Rattenfänger!

          • Endlich Herr Suter, Es hat doch auch noch Realisten! Ich dachte schon das Internet habe haluziogene Wirkung auf die Menschen.Auf dieser Basis könnte schon eher etwas konstruktives entstehen.Danke

      • Jens Gloor sagt:

        Es gibt genügend, saubere Energieformen mit CO2-Austoss NULL. An die Klimalüge glaube ich sowieso nicht; ‚Cap & Trade‘ ist reine Abzocke. Googeln Sie einfach einmal ‚Freie Energie‘ oder ‚Nikola Tesla‘ – Sie werden erstaunt sein, dass wir bereits seit Dekaden in der Wahrnehmung manipuliert werden. Hier geht’s nur um grösstmöglichen Profit auf Kosten der Konsumenten. Es muss weder eine Energieknappheit geben, noch muss Energie etwas kosten (she. z.B. HHO-Generatoren). Alternative Technik existiert, wird jedoch von der Industrie geleugnet. Vergessen Sie, was Sie bisher zu glauben glaubten.

        • M. Bättiger sagt:

          Ja. Alternative Techniken, Lüge der Energieknappheit, genügend saubere Energien, NULL CO2….Jetzt erklären Sie mir mal, warum Österreich 30% des Stroms importiert wenn alles so rosig ist? Warum Schweden den Atomausstieg (Beschluss 1980!) aufgab, wenn alles so simpel ist? Deutschland Kohle und Gaskraftwerke baut, wenn alternative Techniken schon problemlos und CO2-Neutral erhältlich sind? Sind die alle zu blöd oder Sie zu blauäugig? Im Gegensatz zu Deutschland hat die CH übrigens nicht 20%, sonder 60% Atomstrom, welches es zu ersetzen gilt und im Gegensatz zu Deutschland schrumpft die CH nicht

          • Andreas Leupin sagt:

            @Jens Gloor: Sehr esoterisch, Ihr Ansatz – wahrscheinlich würde damit sogar das Perpetuum mobile 1. und 2. Art funktionieren – ich schlage Sie für den Nobelpreis vor…
            @M. Bättig: auch wenn ich Ihnen grundsätzlich recht gebe, sind es trotzdem „nur“ 40% des Elektrizitätsbedarfs, welche die Schweiz aus Kernkraftwerken deckt. Allerdings muss beachtet werden, dass zur Erreichung der Klimaziele (Reduktion des CO2-Ausstosses) nochmals ein unter sehr optimistischen Annahmen mindestens nochmals so grosser Elektrizitätsbedarf zusätzlich entsteht…

          • Andreas Leupin sagt:

            Die Annahmen sind optimistisch, da heute in der Schweiz etwa doppelt soviel fossile Energie (Erdöl, Erdgas) verbraucht wird wie Elektrizität. Daher ist ein Ausstieg aus der Kernenergie zwar rein theoretisch machbar, ist aber mit höheren Elektrizitätskosten und der Notwendigkeit für drastische Energiesparmassnahmen nicht nur im Elektrizitätsbereich verbunden, es sei denn, der Strom werde aus ausländischen Nuklearanlagen importiert oder aus fossilen Energieträgern erzeugt (für mich die schlechteste Alternative).

          • F. Bringer sagt:

            Apropos: Österreich ist ebenfalls ein Alpenland und im Gegensatz zur Schweiz versorgt bereits heute über 570’000 Haushalte mit unlimitiertem, heimischen Windstrom. igwindkraft.at/
            Österreich ohne AKWs zahlt wegen seiner Mitgliedschaft bei der Euratom jährlich €40 Millionen für die Europäische Atomindustrie, während es gleichzeitig seine eigene Windkraft mit lediglich €24 Millionen fördert: http://bit.ly/b4pN2G

            Und 2010 hat Österreich 66.78 TWh produziert und 68.37 TWh konsumiert:
            /bit.ly/r5RiAO
            bit.ly/rju652

          • M. Bättiger sagt:

            @ Andreas Leupin
            Eben falsch! 40% ist der Atomstrom, produziert im eigenen Land. Dazu wird aber noch 20% aus dem Ausland importiert, dass hier gebraucht wird, um sog. “ Ökostrom“ zu produzieren, der dann als „sauberer Strom“ wieder veräussert wird. Abgesehen davon wird die CH in Zukunft auf 10 Mio ansteigen. Auch dieser Mehrenergiebedarf von gegen 25% muss gedeckt werden. Wir müssen also weit mehr als 60% des Stroms anderweitig ersetzen.

          • Andreas Leupin sagt:

            @M. Bättig: Wenn der Strom „nur“ veredelt und wieder ins Ausland exportiert wird, brauchen wir ihn nicht zu ersetzen – ganz abgesehen davon dass die Statistik des BFE deutlich kleinere Zahlen aus den Pumpspeicherwerken (und darum geht es) ausweist.
            Aber letztlich sind wir der gleichen Meinung, nämlich dass es deutlich mehr als der rein inländisch nuklear produzierte Elektrizitätsanteil ist, der zu ersetzen ist – zu beachten ist auch, dass mit der aktuellen Netzinfrastruktur die aus Erneuerbaren in der Regel mit extremen Leistungsschwankunen anfallende Energei nicht zu bewältigen ist…

          • F. Bringer sagt:

            Tatsächlich verbraucht die Schweiz gemäss BFE etwa viermal so viel fossile Energie wie elektrische Energie:
            http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00631/index.html?lang=de&dossier_id=00763

            Wenn die Schweiz den CO2 Ausstoss senken will, muss sie vor allem im Heiz- und Transportsektor den Hebel ansetzen.
            Apropos Heiz- und Warmwassersektor: Schnell verbaute BHKWs und Wärmepumpen mit Schweizer Arbeitsplätzen, welche bestehende fossile Heizungen ersetzen, senken den CO2-Ausstoss um über 50%. http://bit.ly/lhz0y2

          • Andreas Leupin sagt:

            @F. Bringer:
            1. Und womit laufen die Wärmepumpen – wohl kaum mit Himbeersirup wie beim Fliwatüt 😉
            2. Blockheizkraftwerke mögen eine Zwischenlösung sein, aber warum den Zwischenschritt machen, wenn die endgültige Lösung letztlich noch weiter gehen muss (fossile Treibstoffe stehen nicht unendlich zur Verfügung…)
            3. Natürlich betreffen die fossilen Energieträger primär den Heiz- und Transportsektor, aber wenn dort der Hebel angesetzt wird, braucht es letztlich wiederum mehr Elektrizität (siehe 1) – eine Gesamtenergiesicht ist gefragt, nicht Einzellösungen!

          • F. Bringer sagt:

            Alep.
            Wie schon x-mal erklärt: Eine Gesamtbetrachtung ist eben notwendig und nicht einfach nur neue, ausländische AKWs koste es was wolle. Bei der Gesamtbetrachtung sind neue, ausländische AKWs leider teurer und langsamer als die Alternativen: bit.ly/jUgNJv

            Die Wärmepumpen können durch BHKWs angetrieben werden und senken damit den fossilen Brennstoffbedarf bereits um über 50%.
            Die Wärmepumpen können aber auch durch Biomasse (über BHKW), Wasserkraft, Wind, PV angetrieben womit der fossile Brennstoffbedarf um weit mehr als 50% gesenkt werden kann.

        • Andreas Leupin sagt:

          Mit Netzinfrastruktur meine ich auch die vorhandenen Zwischenspeicherkapazitäten für die anfallende Energie – und dabei geht es nicht nur um die kurzfristige Speicherung, sondern auch um den Jahresgang der Energieproduktion resp. des Verbrauchs: Im Sommer ergeben sich z.B. bei der Photovoltaik extreme Produktionspeaks, die vermutlich von den Pumpen der Speicherkraftwerke aktuell gar nicht verarbeitet werden könnten – die Spitzen des Energieverbrauchs liegen aber invers im Winter; hier müsste wohl auch die Speicherkapazität zusätzlich ausgebaut werden.

          • F. Bringer sagt:

            Gemäss BFE hat die CH einen Spitzenstrombedarf von 10 GW am Mittag.
            Die Pumpspeicherleistung wird momentan auf 4.5 GW ausgebaut.
            Die CH exportiert am Tag immer etwa 3 GW nach Italien.
            Zudem können die 1 Mio Elektroboiler welche in der Nacht betrieben werden, auch am Mittag betrieben werden – nochmals 3 GW.
            Zusammen sind das bereits 20.5 GW.

            Um die 3 alten Atommeiler alleine durch PV mit Schweizer Arbeitsplätzen zu ersetzen, braucht es 8 GW.
            Und 8 GW PV produziert kaum jemals mehr als 5 – 6 GW, weil niemals alle Module gleich ausgerichtet sind und die ganze CH nicht 100% wolkenfrei ist.

          • F. Bringer sagt:

            Die Schweiz importiert neben 100% Uran bereits heute gewaltige Mengen an Atom- und Kohlestrom.

            Es spricht nichts dagegen, dass die Schweiz zukünftig auch überschüssigen Windstrom importiert (im Winter wird immer mehr Windstrom produziert als im Sommer) – wenn die Schweizer Stromkonzerne ausnahmsweise nicht nur in ausländische fossile und atomare Kraftwerke, sondern auch in Windkraftwerke investieren würden.
            http://bit.ly/kXPQRk
            bit.ly/98u67L
            bit.ly/gNcJ6W

          • Andreas Leupin sagt:

            1. Elektroboiler mit PV-Strom zu betreiben, ist stumpfsinnig – die Solarenergie lässt sich hier sehr viel direkter und mit höherem Wirkungsgrad nutzen.
            2. Ebenso ist es widersinnig, hier in der Schweiz per PV die nach Italien exportierte Energie zu produzieren, wenn dies in Italien selbst sehr viel effizienter möglich wäre.
            3. Die zur Verfügung stehende el. Bandenergie (ohne die älteren KKW) beträgt aktuell ca. 6 GW, d.h., bei absolutem Spitzenbedarf (ca. 1 Std. über Mittag), d.h. es bleiben von Ihren 20,5 GW noch 8,5 GW übrig, die zu absoluten Spitzenzeiten verwertet werden können…

          • F. Bringer sagt:

            1. Die Elektroboiler welche jetzt jede Nacht mit überschüssigem Atomstrom und 100% Uranimport betrieben werden, müssen auch nicht mit PV betrieben werden, weil der PV-Strom anderweitig benutzt werden kann.

            2. PV-Strom muss im Gegensatz zum Atomstrom auch nicht nach Italien exportiert werden, weil er anderweitig benutzt werden kann.

            Die Beispiele zeigen aber, dass selbst seltene und ohnehin imaginäre PV-Spitzen im GW-Bereich problemlos abgefangen werden können, wenn’s denn unbedingt sein soll.

            3. Gösgen und Leibstadt liefern nur 2.2 GW und 8 GW PV (peak) liefert kaum jemals mehr als 5.5 GW.

        • Herr Gloor, Sie hätten sicher einen überzeugenden Pfarrer gegeben! Bitte gehen Sie in sich, es wäre sonst schade um das Talent.

  • Die sogenannt „stromintensiven Industriezweige“ sollten selbst in Kraftwerke investieren. So erhalten sie den Strom zu den Gestehungskosten anstatt zum teureren Marktpreis. Die SBB macht es schon seit Jahrzehnten vor.

    • Jens Gloor sagt:

      Guter Ansatz – jedoch sollte auch die Nachhaltigkeit ‚Vorschrift‘ sein. Es geht nicht, dass wir die Industrie, so billig wie möglich ^weiterdreckeln‘ lassen und die Medien dabei helfen dies vor den Augen der Öffentlichkeit zu verschleiern – she. ‚Deep Water Horizon’…

      • Jens Gloor, vielleicht könnten sie auch mal genau sagen wo in der Industrie gedreckelt wird! Nach meiner Erfahrung laufen die Energierechnungen in der Industrie in die Millionen und bringen bei nur 1% Ersparniss schon einen grossen Nutzen! Nur das wussten wir schon vor 20 Jahren und haben laufend technische Anpassungen gemacht.Allerdings wussten wir damals nicht, dass erst im Jahr 2011 Leute kommen die die Welt neu erfinden.

  • Maria Halder sagt:

    Die Schweiz kann die Welt nicht retten, auch wenn es ein paar gruene Schreiberlinge gerne glauben. Man spricht von CO2-Ausstoss, will Autofahren verteufeln, gruener (gibt es das?) Strom. Leider wollen das nur die Schweizer. Inder, Chinesen, Indonesier, Amerikaner wissen nicht mal von was wir sprechen und selbst wenn, da interessiert es keinen. Also, wir verteuern unser Leben um ein gutes Gewissen zu haben. Und wenn es einen Gau in Fessenheim gibt, hilft es uns auch nicht gross, kein AKW zu haben. Das ist die Realitaet. Man kann also persoenlich sparen, sollte aber diese Fanatik vergessen.

  • Denker sagt:

    Hallo zusammen
    Sofort den Stromverbrauch in 2 Kategorien aufteilen 1. Strom für Eigenverbrauch, 2. Strom für Stromhändler.
    1. Stromherstellung für Eigengebrauch: (Normalverbraucher)
    Jeder Privathaushalt, jede Person, Gewerbe etc. sollte genug Strom aus erneuerbaren Quellen erhalten um „normal zu leben“.
    Die Bahn, Swisscom, Grossindustrie etc. könne auch alternative Modelle betreiben. Herstellung für Eigenverbrauch.
    2. Stromhändler / Hersteller
    Möglichst aus Erneuerbaren
    Die Stromlücke entsteht nur im Handel wo sowieso Milliarden verdient werden.

    • andreas suter sagt:

      Wo immer auch die Milliarden verdient werden, sie werden in der Schweiz von Axpo oder Alpiq (beide gehören mehrheitlich den Kantonen) als Stromhändler zugunsten der öffentlichen Hand verdient. Ob als Gewinn für die Kantone oder niedrigere Preise profitieren wir Normalverbraucher alle davon. In Europa braucht es Stromhändler zur Versorgungssicherheit und vor allem zum Ausgleich von zeitlich ungleicher Produktion und Verbrauch (Tag-Nacht sowie Nord-Süd).

  • Robert Simon sagt:

    Wenn wir keine Atomkraftwerke mehr haben, dass kaufen wir bei den Franzosen (drei neue Nuklearkraftwerke in Bau). Eine andere Möglichkeit ist mehr Kohlenkraftwerke in Deutschland oder Polen.
    Die SBB sind Teilhaber an Atomkraftwerken in Frankreich, also fahren wir mit importierten Nuklear-Strom.

    • F. Bringer sagt:

      Tatsächlich hat Frankreich gemäss IAEA nur einen neuen Reaktor im Bau. Letztes Jahr hat die EU übrigens über 22 GW Wind und Photovoltaik installiert (Mühleberg hat nur 0.36 GW): bit.ly/fJGo78

      Wenn Frankreich unbedingt Atomstrom subventionieren will, dass es ihn exportieren kann und den Französischen Steuerzahlern die Rückbau- und Endlagerkosten überlässt – selbst schuld.
      Gerade dank den erneuerbaren Energien hat sich in Deutschland ein neuer, exportstarker und profitabler Industriezweig aufgetan, während Frankreich neue, teure AKWs mit Verlust exportiert.

      • steve sagt:

        „Letztes Jahr hat die EU übrigens über 22 GW Wind und Photovoltaik installiert“ Meinen Sie 22 GW Peak- oder Durchschnittsleistung? Bei einer Durschnittsleistung von rund 11% bei Solarzellen ist das doch ein kleiner Unterschied…

        • F. Bringer sagt:

          In den 10 Jahren die es braucht um ein neues AKW mit 1.6 GW Leistung ans Europäische Netz zu bringen, hat die EU bereits 220 GW erneuerbare Leistung dazu gebaut (wenn man davon ausgeht dass die Zubaurate nicht mehr weiter ansteigt).
          Selbst wenn Wind, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie und PV im Schnitt 3mal weniger Strom pro Leistungseinheit liefern, als das neue, teure AKW, bleibt immer noch ein Verhältnis von 73 GW zu 1.6 GW …
          Die grosszügigen Subventionen an die Atomindustrie müssten noch gewaltig erhöht werden, um hier mithalten zu können: http://bit.ly/cwMnGR

          • Andreas Suter sagt:

            Fakt ist, dass PV-Strom in DE mit 15-20 Cents pro kWh subventioniert wird, rund 3 Mia. Euro pro Jahr, bei einer Stromproduktion, welche mengenmässig etwa 2 Grosskraftwerken entspricht, aber weder nachts noch bei schlechtem Wetter funktioniert. Die Back-up-Kapazitäten sind versteckte Subventionen, die da noch nicht eingerechtet sind.

          • F. Bringer sagt:

            Falsch. Im Gegensatz zur Atomenergie welche z.B. in D bereits €204 Milliarden vom Steuerzahler erhalten hat und weiterhin Steuermilliarden erhält, zahlt die erneuerbare Industrie mehr Steuern als sie indirekt über die Einspeisevergütungen einnimmt, schafft Arbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von importierten Energieträgern:
            bit.ly/cwMnGR
            bit.ly/e6zMeL
            Die Windindustrie in schaffte nicht nur 100’000 zukunftsfeste Arbeitsplätze und exportiert über 80% seiner Windturbinen mit Profit (im Gegensatz zur Atomindustrie in F), sondern macht den Strom tatsächlich billiger: bit.ly/eHAXt5

  • weibel sagt:

    „Chaque Suisse et Suissesse consomme en moyenne 2300 kilowatts par an pour son ménage (source: Statistique suisse de l’électricité 2010)“.

    ça commence très mal: le kilowatt n’est pas une unité d’énergie. Quel crédit accorder à un homme qui s’exprime sur le prix de l’énergie quand on constate qu’il ne sait même pas avec quelle unité elle se mesure?

  • M. Käser sagt:

    Konsumenten lasst uns handeln! Wenn alle Atomkraftgegner auch keinen Atomstrom mehr beziehen ist das das überzeugendste Signal zur Umzustellung. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Das durchaus vorhandene Sparpotential ist auch noch lange nicht ausgeschöpft. Lassen wir uns nicht irre machen! Wir wollen wirklich nicht noch mehr strahlenden Wohlstandsmüll unseren Kindern hinterlassen. Ich bin überzeugt, dass wir den Ausstieg gemeinsam schaffen mit mutigen Schritten, nicht aber mit egoistischen Verlustängsten.

  • Urs Dietschi sagt:

    Die Angstmacherei mit hohen Strompreisen soll doch noch den Weg für neue AKW’s frei machen. So die Pläne der Atomlobby.
    Was nützt uns aber der Atomstrom und die subventionierte (Atom)Stromsicherheit wenn es zu eine Havarie kommt?
    Ebenso ist die autarke Atomstromversorgung nicht nur eine Illusion sondern auch eine gewaltige Unwahrheit. Weder haben wir in der Schweiz Uran noch Wiederaufbereitungsanlagen. Das übertüncht die Atomlobby einfach mit Negativreklame.
    Das unbezahlbare und nicht vertretbare Restrisiko das mit der Atomindustrie von der Atomlobby in Kauf genommen wird ist unvertretbar.

    • steve sagt:

      Könnten Sie mal erläutern, wer nach Ihrer Meinung die „Atomlobby“ ist?

        • steve sagt:

          Ach, Sie meinen die Lobby für bezahlbaren Strom!

          Den in Ihren Links genannten (Economiesuisse etc.) ist es nämlich völlig wurscht, auf welche Art der Strom hergestellt wird. Das einzige was zählt, ist die Versorgungssicherheit und der Preis.

          Ein Atomlobbyist ist für mich jemand, der sich durch den Bau/Betrieb von AKWs bereichert. Da der Bau solcher Werke aber durch ausländische Konzerne erfolgt und der Betrieb durch inländische, grossmehrheitlich dem Volk gehörende Stromkonzerne, fehlt irgendwie ein greifbares, inländisches Feindbild… dumm aber auch.

          • Andreas Durrer sagt:

            Falsch: Den Herren ist es absolut nicht wurscht auf welche Art Strom produziert wird! Dieser soll nämlich auf keinen Fall dezentral hergestellt werden, weil dann die Gewinne einbrechen. Jede PV-Anlage im privaten Haushalt schmälert die Einkünfte und das soll verhindert werden. Gerade heute durfte ich mit freude die halbjahres Stromrechnung öffnen: 1’600 kWh für ein EFH ohne Verzicht auf nix… jedoch reduziert, weil der Boiler 24h über Biomasse-Fernwärme betrieben wird… Nur ist mein Stromversorger klein und denkt weiter und setzt schon heute auf Alternativen. Die grossen verpennen das leider

          • steve sagt:

            @Andreas Durrer 16:23: Weshalb sollten Axpo, Alpiq und Konsorten eine Gewinnmaximierung anstreben? Diese Firmen gehören dem Staat…?

          • F. Bringer sagt:

            Diese Stromkonzerne sind Aktiengesellschaften und müssen wie alle anderen AGs auch, in erster Linie den Gewinn maximieren.
            Eine Geschäftsleitung, welche nicht stets nach Gewinnmaximierung strebt, erfüllt ganz einfach ihre Aufgabe nicht.

            Wenn ein AKW-Betreiber zu wenig in den Rückbaufonds zahlt oder sein Strommonopol ausnützt um hohe Strompreise zu verlangen oder die Dezentralisierung der Stromproduktion verhindert, dann erfüllt er seine Pflicht der Gewinnmaximierung…
            http://www.swissinfo.ch/ger/Strompreise_werden_sich_verdoppeln.html?cid=6933038

          • F. Bringer sagt:

            Obwohl Österreich nicht auf ungedeckten Rückbaukosten sitzt, hat Österreich tiefere Grosshandelsstrompreise als die Schweiz.

            Obwohl Deutschland 9 Reaktoren vom Netz hat, hat D immer noch tiefere Grosshandelsstrompreise als die Schweiz.

            Dänemark ohne Atomstrom aber mit 22% Windstrom hat übrigens 27% tiefere Industriestrompreise als Belgien mit über 50% Atomstrom und ungedeckten Rückbaukosten: bit.ly/mqcSnw

          • steve sagt:

            @F.Bringer: Was Sie verschweigen, ist die Tatsache, dass alle diese genannten Länder gewaltige Mengen an Kohle verbrennen, um ihren Strom zu erzeugen. Alternativenergien decken nur einen kleinen Bruchteil des Strombedarfes. Die ungedeckten CO2-Kosten der Kohlekraftwerke scheinen Sie nicht zu belasten.

  • Chappuis Jean-François sagt:

    La seule différence qu’il y a en ce que vous écrivez et la triste réalité qui risque d’arriver: C’est pas par deux qu’il faudra multiplier le prix de l’électricité, mais par vingt!
    Faites vos comptes Messieurs les mathématiciens et ensuite proposez des solutions viables et réalisables.

    • lefredo sagt:

      Et M. Chappuis, par combien faudra multiplier le coût quand il sera demandé aux producteurs de payer le coût réel de l’entreposage des déchets nucléaires?

  • Weber Walter sagt:

    Vorerst einmal möchte ich klarstellen, dass ich keine Aussage Pro oder Contra Atomstrom machen kann! Aber ich behaupte, dass Ihre Aussagen sehr gewagt sind, denn in den letzten Wochen, seit dem Gau in Japan, habe ich mindestens 100 wenn nicht noch mehr sogenannte Expertenberichte Pro und Contra gelesen! So viele Experten (auf beide Seiten), wie es Berichte gibt, sind gar nicht existent! Es gibt Fakten wie z.B. dass die Atom Produktion durch andere Produktionen ersetzt werden muss, aber wie? Selbst Atom Gegner sind gegen alles Neue, aber ohne neue Wege kann man Atom nicht abstellen!

    • G.Z. sagt:

      Da hat Herr Walter recht!
      Ich war auf der Suche nach Meinungen von ETH Ingenieursprofessoren im Bereich der Elektrotechnik und Thermodynamik. Dies sind mehr oder weniger die einzigen, von denen ich relativ sicher sein kann, dass sie keine Ideologen sind und ihr Gehalt langfristig von der Industrie unabhängig ist. U.a. m Eth Klimablog kann ich nur wenig sehr knappe Meinungen von den Ingenieur Lehren finden, von anderen Autoren massenhaft. Ich weis, dass sie der öffentlichen und politischen Meinung nicht gerade viel Kompetenz zuschreiben. Lino Guzzella schreibt zur Klimapolitik, wohl auch zur

      • G.Z. sagt:

        Energiepolitik das selbe….
        „““Eine ehrliche und nüchterne Analyse der Situation und der in absehbarer Zeit zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten, wobei nur eine globale Optik unter Einbezug der ökonomischen Gesetzmässigkeiten zielführend ist.
        Eine klare Kommunikation der Resultate dieser Analyse – auch wenn Tabus dabei gebrochen werden müssen – und daraus abgeleitet eine breite Debatte welche Massnahmen zu ergreifen sind.
        Mutige Entscheidungen und konsequente Umsetzung dieser Beschlüsse, auch wenn sie «schmerzhaft» sind.“““

        • G.Z. sagt:

          Eine solche Analyse, die selbst einem Profi (Gremium) mindestens einige Monate abverlangt, sollte zusätzlich zu den eidgenössischen Abklärungen bei den ETH-Ingenieurs-Professoren in Auftrag gegeben werden. Man könnte schauen, ob, welche und wieso es Differenzen gibt. Es würde wäre gut für die Glaubwürdigkeit der einzuschlagenden Strategie. Ausser Glaubwürdigkeit der Quellen hat das Volk nichts zum sich ihre Meinung zu bilden und gerade bei der Glaubwürdigkeit von verschiedenen Aussagen zu den Energiethemen habe ich meine Mühe.

  • Peter Ringger sagt:

    Also wenn der Strom bald duch den Ausfall von 40% Atomenergie (und diese 40% sind ja offenbar unmöglich durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen) mindestens 10 x oder möglicherweise auch 50 x teurer wird, wie die Atombefürworter vorrechnen, werde ich mein Dach und meinen Garten mit Fotovoltaik-Panels zudecken. Der so produzierte superteure Strom amortisiert die Anlage sofort und ich kann bald vom Verkauf des Stroms leben und muss nicht mehr arbeiten. Gute Aussichten 🙂

  • Andreas Suter sagt:

    Atomstrom lässt sich ersetzen – dies ist technisch gesehen unbestritten. Wenn wir an der Stromversorgungssicherheit festhalten (ein wichtiges Merkmal des Schweizer Standorts), dann müssen wir in neue Grosskraftwerke investieren: Wasserlaufwerke, Windkraftwerksparks kombiniert mit Pumpspeicherwerke, Gaskombikraftwerke. Verteilte Kleinlösungen sind unzuverlässig (Sonne, Wind), schwierig zu regeln (alle) und zu teuer (alle).

    • F. Bringer sagt:

      Abgesehen davon, dass die Wasserkraftwerke bereits über 55% des Strombedarfs der CH liefern und bereits heute gemäss BFE über genügend Leistungsreserven besitzen, um die CH während mehreren Wochen alleine zu 100% mit Strom zu versorgen.

      DK bezieht bereits heute 55% des Stromes aus Blockheizkraftwerken und 22% des Stromes aus Windkraftanlagen:
      http://bit.ly/qlIdxp
      Dezentrale Kraftwerke sind tatsächlich zuverlässiger als vereinzelte Grosskraftwerke, weil die Wahrscheinlichkeit praktisch Null ist, dass die Leistung eines Grosskraftwerkes jemals gleichzeitig und unvorhergesehen wegfällt.

    • Beat sagt:

      Hr. Suter: Dezentrale Anlagen sind nicht a priori schwieriger zu regeln. Es kommt drauf an welchen Anteil sie beisteuern und welchen Schwankungen sie unterworfen sind. Grundsätzlich finde ich wird ein gutes Teil solcher Nachteile kompensiert da durch den Verbrauch unweit der Erzeugung die Netze von diesen Quellen weniger belastet werden. Bei uns ist es ideal, da wir durch den grossen Anteil an perfekt kontrollierbarer Versorgung aus Wasserkraft starke Netze haben. Ich finde dass dezentrale Anlagen primär den grossen Lieferanten nicht passen, da müssen wir mit Zivilcourage dagegenhalten.

  • Es gäbe noch eine andere Möglichkeit Strom zu sparen. Hätten wir nicht so viel Gesindel in der Schweiz, müssten wir nicht nach polizeilichem Anraten, in der Wohnung und den Häusern das Licht brennen lassen, wenn wir im Ausgang, oder in den Ferien sind! Wenn nicht ständig so kuriose Gestalten auf den Strassen herumlungern würden,könnten wir uns auch fast alle Srassenlampen ersparen.Und wenn nicht jedes Jahr mehr Leute in die Schweiz kommen würden, müssten wir in Zukunft nicht , für jede Person die zu uns kommt ein wenig zusätzlich einspahren.

  • Julien sagt:

    Présentement,on ne peut calculer le prix de l’électricité issu d’1 déficit en production indigène d’énergie en ruban,sauf si toute la production manquante est produite dans notre pays.
    Étant donné que l’Allemagne a décidé de détruire ses capacités de génération,les Allemands se serviront les premiers sur leurs lignes THT,lesquelles ne suffiront pas.
    La loi de l’offre& la demande va mettre le consommateur suisse en concurrence avec les clients d’Eurasie,dont les Chinois.
    ie:Pas assez de lignes THT;coupures de courant;explosion du prix et, partant, du chômage.
    Sans compter la démographie ~3%/an

  • Ronald Fries sagt:

    Et toujours la même histoire, les mêmes lamentations!
    Et lorsqu’il y a une proposition de solution, personne ne veut plus rien savoir! Mais que se passe-t-il donc dans mon pays? N’y a-t-il plus que des abonnés absents?
    Quelqu’un pourrait m’expliquer pourquoi, quand un projet sérieux voit le jour, permet de générer de l’électricité sans aucune pollution, bien meilleur marché que n’importe quelle source actuellement utilisée (serait-ce cela le problème???), tout le monde s’efface et crie que c’est impossible avant même de comprendre?!
    Voir ce blog: http://lesautresenergies.blog.tdg.c

  • Ronald Fries sagt:

    Et pourquoi ne pas produire plus et meilleur marché si on en a la possibilté?
    Impossible?
    Impossible n’est pas français et la physique peut éventuellement faire quelques progrès depuis Newton, non? Il y a de cela pratiquement 300 ans et nous n’avons pas vu grand progrès dans les lois gravitationnelles que nous savons partiellement inexactes!
    Jetez un coup d’oeil dans le blog suivant, il vous en dira long et vous serez surpris, en bien: http://lesautresenergies.blog.tdg.ch/

  • Joachim Ziemssen sagt:

    Steigende Strompreise und Gefährdung der autarken Versorgungssicherheit. Betrachtet man die Relationen, gewinnt beides an Bedeutung. Denn die möglichen Folgen des Atomausstiegs sind weit grösser, als manch ein Politiker gerne suggeriert.Die Gutmenschen-Rechnung geht nicht auf, Atomstrom ist zur heutigen Zeit nicht ersetzbar. Die meisten Blogger schreiben mit Herzblut und hohen Emotionen. Doch die ersetzen weder naturwissenschaftlichen Sachverstand noch oekonomische Grundkentnisse. Wenn beide fehlen, greift man zu Redeverbot und Denunziation wie beim Verbotsversuch der Ratingagenturen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.