Die SRG in die Schranken weisen

Désolé, cet article est seulement disponible en Allemand.

Wieder einmal, wie schon so oft, steht sie im Regen: die nationale Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR. Vor kurzem im Parlament, am Freitag in der «Arena», am 14. Juni 2015 in einer Volksabstimmung, als das Schweizer Volk zu entscheiden hatte, ob auf Gesetzesstufe die Radio- und Fernsehgebühren in eine allgemeine Haushaltabgabe umgewandelt und der SRG SSR insgesamt rund 1,2 Milliarden Franken im Jahr als Einnahmen gesichert werden sollen. Die SRG SSR kam mit einem «blauen Auge» davon. Mit 50,1 Prozent stimmte das Stimmvolk noch einmal zu, aber eben äusserst knapp. Wie wird es aber entscheiden, wenn die No-Billag-Initiative in etwa zwei Jahren zur Abstimmung gelangen wird, wenn das Stimmvolk zu entscheiden hat, ob die «Zwangsabgaben», wie die Initianten die Radio- und Fernsehgebühren bezeichnen, ganz abgeschafft werden sollen. Wenn die SRG SSR nach einem allfälligen Ja selber zu schauen hätte, wie sie sich künftig zu finanzieren gedenkt.

Der Kampf gegen die SRG wird in den nächsten zwei Jahren nicht nur anhalten, er wird sich stetig verstärken.

Ein Mikro eines SRF-Journalisten, fotografiert waehrend einer Medienkonferenz des Fussballverbandes in Feusisberg am Dienstag, 6. Oktober 2015. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG plant den Abbau von rund 250 Stellen, wie sie am Dienstag in einem Communique mitteilte. Damit reagiert sie auf Einsparungen von 40 Mio. Franken, die ab 2016 anfallen. Als Grund werden die wegbleibende Mehrwertsteuer sowie der hoehere Gebuehrenanteil fuer Privatsender angegeben. Das Sparprogramm betreffe alle Sprachregionen und Unternehmensbereiche und erfolge vorrangig in Verwaltung, Informatik und Produktion. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Kritik ist nicht neu. Im Gegenteil. Zu Beginn der 50er-Jahre war es der Slogan «Kein Radio-Franken für das Fernsehen», den Kulturpessimisten prägten, um zu verhindern, dass das neue Medium Fernsehen in der Schweiz richtig Fuss fassen konnte. Es gab damals gar einen fernsehfreien Abend, um «das Familiengespräch am Abend» zu erhalten. In den späten 60er-Jahren war es der Berner Professor und BGB-Nationalrat (heute SVP) Walther Hofer, der den sogenannten Hofer-Club gründete, um dem vermeintlich linken Fernsehen den Garaus zu machen. In den 70er-Jahren waren es bürgerliche Politiker, die im Duttweiler-Institut eine Phalanx gegen das Schweizer Fernsehen gründeten. Und immer wieder gab es Versuche, eine private Fernsehstation aus dem Boden zu stampfen: den Business Channel, finanziert vom SVP-Politiker und Kiesunternehmer Felix Matthys, der schnell unterging, oder den Fernsehsender, den Margrit Trappe lancierte, der aber nie sendete.

In Zürich versuchte 1985 das Haus Ringier einen Regionalsender aus der Taufe zu heben. Im Jahre 1999 schien es dann endlich so weit zu sein, dass sich nun doch noch ein privater Sender mit Vollprogramm auf dem Markt Platz verschaffen könnte: Tamedia gründete mit der US-amerikanisch-luxemburgischen SBS Broadcasting Group (SBS) den Sender TV3. Beim Sendestart wurde ein unterhaltungsorientiertes Vollprogramm mit Nachrichten- und Unterhaltungssendungen sowie eingekauften Serien und Filmen ausgestrahlt. TV3 sah sich zu Beginn als Ergänzung zum Informations- und Unterhaltungsangebot des SF DRS. Der Sender war nicht zu refinanzieren. Die Zuschauer blieben weg. Das Programm wurde massiv ausgedünnt, und so blieben letztlich auch die so notwendigen Werbeeinnahmen aus. SBS zog sich 2001 zurück. Und die Tamedia AG, nun als alleinige Besitzerin, schloss Ende 2001 den Sender. All diese Versuche blieben also auf der Strecke. Der übermächtigen SRG SSR war nicht beizukommen, auch wenn sie in den Medien in der Dauerkritik stand.

Zur Jahrtausendwende gelang es dann immerhin einigen Verlegern, regionale TV-Sender auch zu etablieren. Sie alle schrieben aber während Jahren (zum Teil auch noch jetzt) rote Zahlen und versuchten mit allen Mitteln an Gebührengelder heranzukommen, die bis anhin exklusiv der SRG SSR zugutekamen. Mit der letzten Gesetzesrevision können nun die regionalen Sender doch noch von schmalen Gebührengeldern profitieren.

In der Folge kaufte der Aargauer Medienunternehmer Peter Wanner regionale Sender zusammen, wie TeleZüri, TeleBärn sowie Radio 24, und lancierte einen überregionalen TV-Sender. Er stieg damit zu einem nationalen Verleger auf, der etwas zu sagen hat, auch etwas sagen will, wie er es in der «Arena» äusserst engagiert tat. Wieder einmal geht es um die Gebühren, wieder einmal geht es um den Wachstumsdrang der SRG SSR. Roger de Weck, der SRG-SSR-Generaldirektor, verteidigte seine Institution als nationale Klammer geschickt, wenn auch etwas abgehoben, wie er immer wirkt, zu intellektuell. Fragen sind ihm lästig. Entweder verstand er sie nicht oder wich ihnen geschickt aus. Was auch nicht allzu schwer war, weil Markus Gilli, der vom Fernsehen SRF bestellte Fragesteller, lieber Statements von sich gab, als harte Fragen zu stellen. Die welsche Moderatorin Esther Mamarbachi konfrontierte die SRG-SSR-Kritikerin und SVP-Nationalrätin Natalie Rickli immer wieder mit der Frage, ob ihr denn die Einheit des Landes, die Minderheiten des Landes, wie eben die Romandie, nicht wichtig seien. Ohne SRG SSR werde die Romandie zu einer Informationswüste, beherrscht von ausländischen Sendern. Natalie Rickli parierte geschickt und überraschte alle, als sie trocken feststellte: «In der Verfassung steht lediglich, dass Radio und Fernsehen sichergestellt werden müssen», nicht explizit die SRG SSR.

Der Dauerkampf gegen die SRG SSR wird in den nächsten zwei Jahren nicht nur anhalten, er wird sich stetig verstärken. Unabhängig von der No-Billag-Initiative und ihrem Ausgang soll 2018 eine neue Konzession an die SRG SSR vergeben werden. Die Kritiker werden bis zu diesem Zeitpunkt nicht locker lassen. Und die SRG SSR wird sich mit allen Mitteln zu verteidigen versuchen.

Vorerst ist nun mal der Bundesrat an der Reihe, er hat einen Bericht über den Service public bis zum Sommer 2016 zu erstellen. Nicht ganz so ausführlich, wie das Natalie Rickli forderte und dabei vom Nationalrat unterstützt worden ist. Der Ständerat versenkte aber ihre Forderungen.

Die SRG SSR täte jetzt gut daran, ihren Wachstumsdrang zu beschränken. Im neu entfachten Kampf um die Werbehoheit in den Onlinemedien muss sie den Verlegern entgegenkommen; sie hat den Verlegern das Feld zu überlassen, sie hat hinten anzustehen.

In der Tat: Die Schweiz braucht zum nationalen Zusammenhang eine starke und hochprofessionelle SRG SSR, die auch der internationalen Konkurrenz, die in unser Land einstrahlt, Paroli bieten kann. Unser Land braucht aber auch Verleger, die mit ihren Produkten, insbesondere mit ihren Zeitungen, auch in der digitalen Welt, die uns immer stärker in den Griff nehmen wird, überleben können.

*Anton Schaller ist Journalist, Unternehmensberater und Herausgeber des Printmagazins «SeniorIn» und VR-Präsident der Seniorweb.ch AG. Er war Chef der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens und Nationalrat des LdU.

Liebe Leserinnen und Leser, auch unsere Kommentarfreischalter machen mal Pause – und zwar am 1. & 2. Januar. Bitte haben Sie Verständnis, dass dann Ihre Blog-Kommentare möglicherweise erst verspätet erscheinen.

23 Comments sur «Die SRG in die Schranken weisen»

  • Ralf Schrader says:

    Die SRG SSR ist genau so eine konzeptionelle Fehlleistung wie z.B. das gesamte sog. Gesundheitswesen. Eine hoheitliche Leistung (der Staat ist verpflichtet, seine Bevölkerung über seine Politik zu informieren und politisch zu bilden) kann man nicht in ein Unternehmen verpacken und irgendwelchen Marktregeln aussetzen. Damit sollte jede Form der Kommerzialität, wie Werbung oder Gebühren, tabu sein. Ein öffentlich- rechtliches Medium muss auch keine Quoten erfüllen. denn es muss nicht attraktiv, nur informativ sein. Begriffe aus der Wirtschaft, wie ‘Wettbewerb’ sind völlig fehl am Platz.

  • Rolf Hefti says:

    Beste Werbeanstalt für SVP aufgeben?

  • Armin Müller says:

    Selbst an Weihnachten und übers Neujahr versaute uns die SRG den Fernsehgenuss mit der überbordenden, verblödenden und ekligen Werbung. Hier braucht es dringend harte Auflagen betreffend Ausstrahlungszeiten (zB keine nach 20 Uhr und ohne SA/SO/Feiertage), Anzahl und Dauer der Werbeblöcke müssen drastisch eingeschränkt werden.. Da die Werbung bei SRG nur etwa einen Drittel der Einnahmen ausmacht können diese problemlos halbiert werden. Dabei bleiben immer noch genügend Mittel um zusammen mit den Gebühren ein attraktiveres Programm zu machen statt über jede “Hundsverlochete”zu berichten.

  • Rodolfo says:

    srf Radio und Fernsehen ist auf einem viel versprechenden Weg!
    Sie machen zunehmend Fernsehen “Von Menschen für Menschen” (in Anlehnung an den Werbe-Slogan “Voen der Region für die Region”).
    Anstatt in der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise aufgebrachte Menschenmassen zu zeigen, die Grenzzäune nieder drücken, hat srf Syrische Familien auf ihrer Odysée begleitet, und so eine emotionale Verbindung zwischen den Flüchtlingen und den FernsehzuschauerInnen hergestellt.
    Es ist klar, dass so etwas den Rechtsnationalen Machtstrategen nicht passt.

  • Rodolfo says:

    srf Radio und Fernsehen soll das machen, was die Privaten (noch) nicht machen können, weil es “nicht rentiert”.
    Dafür braucht es Staatliche Direktzahlungen (ähnlich den Ausgleichszahlungen in der Landwirtschaft).
    Eine gewisse Bürokratie ist beim Verteilen Staatlicher Fördergelder für den staatspolitisch enorm wichtigen “service public” unvermeidlich.
    “Service-Public-Direktzahlungen” können zukünftig auch private Sende-Anstalten beanspruchen.
    Umgekehrt muss es srf Radio und Fernsehen auch erlaubt sein, seine Existenz mit “mainstream” für ein breites Durchschnitts-Publikum zu sichern.

  • Ruedi Ballmer says:

    Die SRG muss sich angemessen redimensionieren. Redimensionieren soll sie quantitativ, nicht qualitativ. Etwas weniger Ausgaben, deutlich weniger (vorallem TV-) Programm, höhere Qualität. Weiter sollte sie zusätzliche Finanzierungsmodi erschliessen (Pay-TV für nice to have-Angebote) und so langfristig die Zwangsgebühr deutlich reduzieren. So wird sie die verloren gehende Akzeptanz zurückerobern und überleben.

  • Ben says:

    Die SRG steht bei mir keinesfalls im Regen. Im Gegenteil erwarte ich wesentlich mehr Respekt und Wohlwollen gegenüber öffentlichen Gütern, nicht das sich die üblichen privaten Schmarotzer an unser aller Eigentum vergreifen. Noch nie hat eine privatisierung, die immer nur Rosinenpickerei sein können, für die Gesellschaft positives gebracht… angeblicher Vielfalt liegen elende Knebelverträge und grässliche Einheitskost zu Grunde die stets nur tiefliegende Vorurteile befriedigt und rein gar nichts zur kollektiven noch individuellem fortkommen beitragen kann.

  • Andreas Eigenmann says:

    Die Schweizer Bevölkerung braucht kein Zwangsabonnement für Fernsehen & Radio und demnach auch keine SRG. Warum soll ein (links unterwanderter) Staatssender Sendungen herstellen wenn die Privaten dies besser machen.

  • Meier says:

    Wieder geht’s beim Kampf nicht um den Nutzen des Volks oder der Schweiz sondern um das Geschäft. Ich brauche keine Privatsender. Ich möchte kein Pay TV. Ich bin mit den Beiträgen der öffentlich rechtlichen Sendern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich sehr zu frieden. Mich ärgern die Werbeblöcke und die Werbeblockfüller. Wenn ein echtes Bedürfnis vorhanden wäre müssten die eigennützigen Medienpolitiker nicht so um Ihre Pfründe bangen.

  • Hannes Müller says:

    Als es noch keine Privaten, kein Internet und kein Handy gab, war öffentliches Radio und Fernsehen einigermassen vertretbar. Heute ist das ein unnötiger Luxus.

  • balz schlatter says:

    Wenn Nicht-fernseher-besitzer zur Kasse gebeten werden, dann stellt sich mal die Frage, ob denn diese Organisation überhaupt mit Werbung Geld verdienen darf.
    Ich bezahle einen Beitrag, damit diese Organisation damit noch weiter Geld verdient.
    Stellt sich auch die Frage, ob nicht viele der idiotischen Beiträge gestrichen werden müssten: dafür besteht ja kein öffentliches Bedürfnis.

  • Arnold Sutter says:

    Was ich nicht verstehe ist, warum die Verleger so unablässig und intensiv gegen die SRG arbeiten und agieren. Die SRG ist ein Service Public, der von der (knappen Mehrheit der) Bevölkerung über Gebühren finanziert wird. Die SRG ist ein professionelles Unternehmen und liefert (in der Regel) glaubwürdigen und qualitativen Inhalt.
    Die Verleger sind in einem anderen Markt tätig und nicht direkte Konkurrenten. Die SRG Radios sind werbefrei und bei den SRG TV Kanälen gibt es Einschränkungen. Dass man der SRG den WEB-Auftritt einschränken will, verstehe ich nicht, ist dies doch ein Brückenangebot.

  • Heinrich Gretler says:

    Die Frage stellt sich: Hat etwas das gratis ist, auch einen Wert ?
    Gratis ist beim Fernsehen nichts. Entweder bezahle ich die “Gebühr” oder ich zahle mit Werbeunterbrüchen, Die SRG betreibt eine Mischform. Werbung unterbricht die Sendungen und beansprucht meine Zeit. Das kann es mir Wert sein. Den Werbeblöcken auszuweichen erfordert Aufwand. Alternativ kann ich einem kostenpflichtigen “Club” beitreten und werbefreie Sendungen schauen. Würde ich das tun für Lokalsender mit wenig Newsminuten? Sind für das Wenige Gebührenanteile gerechtfertigt? Ich meine NEIN!

  • Marti Rudolf says:

    Was das SRF über die Festtage als Programm den Zuschauern zumutete ist schlicht und einfach unglaublich. Zwei mal nacheinander Musik (sogenannte) Sendungen. An Silvester vier Stunden Musikantenstadel in einer Moderation und Qualität die nicht zu ungterbieten ist.Eingekaufte Tatorte die nun an Weihnachten und Jahresende nichts zu suchen haben. Es gab Zeiten da wurden Theaterstücke gezeigt, die nie über zwei Stunden dauerten. Man kann nicht auf SRF 2 verwe
    isen oder den Inof Sender, denn dort ist die eingekaufte Qualität noch lausiger.

  • Erich Nussbaum says:

    Wenn man sieht, was die SVP aus der “Weltwoche” gemacht hat, dann kann einem nur grausen vor einem SVP-Fernsehen. Denn darauf läuft diese Initiative heraus: Sie ist ein Frontalangriff auf die Demokratie und soll der finanzkräftigen Rechten mehr Macht verschaffen. Frau Rickli sagt: «In der Verfassung steht lediglich, dass Radio und Fernsehen sichergestellt werden müssen», nicht explizit von der SRG SSR.” Es steht aber auch nicht explizit in der Verfassung dass Radio und Fernsehen von der SVP sichergestellt werden müssen.

    • Siegfried Seefelder says:

      Danke für diesen Kommentar, sehr treffend. Und wenn man schon Ehrlichkeit und Transparenz einfordert, dann muss man nicht von “no-billag” sprechen, sondern von “pro-teleblocher & Co.”
      Ausserdem: Wenn der Autor überrascht ist oder Überraschung festzustellen meint: “Alle” stimmt wohl kaum.

  • Hansruedi Schweizer says:

    Wenn Fernsehen kosten soll, muss auch etwas geboten werden. Die gekauften Sendungen mit Mord, Totschlag, krimi, Sex appelieren an die niedrigsten Triebe der Menschen. Deshalb abstellen unter Eingabe ” Sendepause.” Damit kann man Geld sparen. Wer nicht fernsehen will, soll auch nicht zahlen

  • werner boss says:

    Das SRF, der Ort wo alle aneinander vorbei reden ! Die Wirtschaft will mehr Werbung, Die SP macht dort ihre Politik, der De- Wek versucht sich als gebildeter Künstler und Linker in der Hochfinanz der Grosskonzerne und der zahlende Zuschauer wendet sich immer öfter von diesem Kopie und Wiederholungsquattsch ab und versucht es mit anderen Sendern!

  • Henrik Silberstein says:

    Die Dauer-Boulevardisierung insb. grosser Teile der SRG ist nervig. Alles klingt und erschallt im Dauer-Brei. Stets unterbrochen von langweiligen Programmankündigungen…als wäre die Welt nicht reich genug, davon zu berichten. Ein Vergleich mit den impertinenten Selfies ist durchaus zulässig.
    Es gab mal ein Land im Norden Europas, lange ist’s her, das hatte Fernsehpausen eingelegt, an gewissen Tagen kein Flimmerkasten laufen zu lassen…die kümmerten sich nicht um Einschaltquoten, sondern bemühten die Menschen innezuhalten oder zu lesen – Island in den 70-er und 80-er-Jahren.

  • Rodolfo says:

    Diejenigen, die jetzt so laut nach Privatisierung schreien und den staatlichen “service public” zerschlagen wollen, weil er angeblich “links unterwandert” sei, sollen doch mal in die USA gehen und schauen, was dort gesendet wird!
    Dort gibt es massenhaft Privatsender, die alle den gleichen billigen Massenschrott und Einheitsbrei servieren, ständig unterbrochen von Werbespots, bei denen ungefär jedes dritte Wort “Dollar” lautet.
    Aber bei uns werden die Verhältnisse auch immer “amerikanischer”.
    Gestern habe ich mich durch die Programme gezappt und bin kaum je “hängen geblieben”.

  • Pius Tschirky says:

    Finde die SRG nicht mal so schlecht und für Sendungen wie “Netz-natur” bin ich gerne bereit diese knapp Fr. 400.– zu bezahlen. Wie schon viel zitiert, geben mir diese Werbeblöcke und dannach auch noch jede Menge Vorschauen sehr zu denken und sie sind aber sicher ein öffentliches Ärgernis. Nach der Sendung Schweiz aktuell (welche ich überigens sehr schätze) folgt immer noch ein Werbeblock vor der Tagesschau! Dannach sieht es wieder zappenduster aus. Werbeblock nach der Tageschau und wieder eine Vorschau! Wenn dann das Wetter fertig ist schon wieder ein Werbeblock! Eine Zumuntung ist das!

  • Brunner says:

    Warum geht der Tagi mit solchen reisserischen Aussagen “Der Kampf gegen die SRG wird in den nächsten zwei Jahren nicht nur anhalten, er wird sich stetig verstärken” ins Rennen, statt sich den für den unabhängigen Qualitätsjournalismus sich stark machen, wie es am Schluss des Blogs noch angefügt wird.
    “Die Schweiz braucht zum nationalen Zusammenhang eine starke und hochprofessionelle SRG SSR, die auch der internationalen Konkurrenz, die in unser Land einstrahlt, Paroli bieten kann.”
    Nur so kann auch der unabhängige Print-/Onlinejournalismus überleben und wird nicht von “Berlusconi-TV” überholt.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.