Ist das Gymnasium mehr wert?

Kürzlich wurde ich gefragt, ob ich das Gymnasium für besser halte als eine Lehre. Eine einfache Frage. Gerne hätte ich einfach Nein gesagt, denn auf diese einzig richtige Antwort war die Frage ja gemünzt. Dann hätte ich auch zu den Guten gehört, jenen mit der richtigen Haltung. Die nicht werten, oh nein. Werten, das tun nur die anderen. Zum Beispiel «die Gesellschaft» mit ihrer falschen Einstellung und fehlenden Wertschätzung. Wir haben die Berufsmatura, wir haben ein durchlässiges Bildungssystem. Wo bitte ist das Problem?

Die Bildungsdebatte trifft uns im Kern: Es geht um die Frage, wer wir sind und was wir wert sind.

Foerster befestigen den Weihnachtsbaum auf dem Bundesplatz, am Montag, 1. Dezember 2014, in Bern. Nach zwei Jahren Unterbruch steht dieses Jahr zur Vorweihnachtszeit wieder eine festlich geschmueckte Tanne auf dem Bundesplatz. Moeglich macht den diesjaehrigen Weihnachtsbaum die Bernexpo Groupe als Sponsorin. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)....A Christmas tree is raised on the federal Square in front of the House of Parliament in Bern, Switzerland 01 December 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wo bitte ist das Problem? Förster befestigen einen Christbaum auf dem Bundesplatz. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Wir alle kennen den Sermon: Jeder soll das machen, was er will. Das eine ist nicht besser als das andere. Man soll die Bildungswege nicht gegeneinander ausspielen. Und überhaupt: Bildung findet nicht nur in der Schule statt. Auch Reisen bildet. Und so weiter. Ob ich denn die Nichtakademiker weniger – äh – gut finde, will mein Gegenüber wissen. Ungläubiges Staunen, und zwar beiderseits. Wie kann man sich nur so missverstehen?

Der Ausbildner steht neben seinem Forstwart-Lehrling im Schnee. Der setzt zum ersten Mal seine Motorsäge an. Die Berufsschullehrerin sieht ihre Klasse über ihre Brille hinweg an: Einführung ins Zivilrecht. Die angehende Fachfrau Gesundheit bricht vor Erleichterung in Tränen aus: Sie hat die LAP bestanden. Das soll alles nichts sein? Was für ein absurder Gedanke!

Nicht zufällig sagen wir: Ich bin Lehrerin, Zimmermann, Informatiker. Wir arbeiten nicht nur als etwas, wir sind es auch. Deshalb trifft uns die Bildungsdebatte im Kern: Es geht um die Frage, wer wir sind und was wir wert sind. Deshalb die Emotionen, der Stolz, das Beleidigtsein. Und deshalb das Tabu. Der politisch korrekte Rahmen. Der hat durchaus seinen Sinn, nicht nur als Anstand. Also erstarren? Man kann mit Fingern zeigen auf denjenigen, der die gesellschaftlichen Wertungen benennt. Als wäre er es, der sie macht. Jeremias Gotthelf schreibt: «Torheit! Es rechnen alle Menschen.»
Das Argument, es hänge eben vom Einzelnen und seinen Fähigkeiten und Interessen ab, hilft hier nicht weiter. Klar: Sogar eine Anlehre kann ein Riesenerfolg sein für den Einzelnen. Das streitet doch keiner ab, darum geht es doch nicht.

Wenn ich für eine Bildungsoffensive plädiere, geht es mir um mehr Teilhabe. Mehr (Berufs-)Maturandinnen und -Maturanden bedeuten in keinster Weise, dass die Lehre deswegen nicht gut sei. Doch es ist schwierig, von Bildungschancen zu sprechen, ohne schon nur mit dem Wort Chance all jene zu beleidigen, die sie nicht ergreifen wollen oder können. Hier überkreuzen sich persönliche, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Perspektiven. Ökonomische Prinzipien prallen auf ethische, hierarchische auf demokratische.

Zu Weihnachten vielleicht ein versöhnlicher Schluss: Jugendliche können sich heute entscheiden zwischen zwei Systemen, die beide erstklassig sind in ihrem Feld. Einige nennen das ein Luxusproblem. Ich nenne es bezeichnend für ein Bildungssystem, das nicht nur gut sein will, sondern exzellent.

32 Kommentare zu «Ist das Gymnasium mehr wert?»

  • Ralf Schrader sagt:

    Nicht Vergleichbares nicht zu vergleichen, sollte zu den einfachsten Fertigkeiten eines Jeden gehören. Wenn in der Argumentation dann noch das Wort ‚Emotionen‘ fällt, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man mir etwas vormachen will. Emotionen sind nämlich etwas Privates und gehören nicht in den öffentlichen Raum, in welchem Politik und Publizistik gewöhnlich stattfinden.

    Es bleibt bei der simplen Feststellung, das Matura etwas anderes als Berufslehre und Frau etwas anderes als Mann ist. Die Frage nach dem ‚Besser‘ stellt sich nicht, weil es ‚Besser‘ in dem Kontext nicht gibt.

  • gabriela merlini sagt:

    „Jugendliche können sich heute entscheiden…“. Wirklich? Ich kenne viele Jugendliche, die keine Wahl haben, weil sie schon in früher Kindheit in den eher nicht so gut bezahlten Bereich wegselektiert wurden; Begabungen werden nicht beachtet. Aber vielleicht leben wir in sehr unterschiedlichen Welten, Herr Pfister. Ein Beispiel: Ich fragte einen hohen Bundesbeamten, was seine Kinder interessiere. Er erzählte, was seine vier Kinder studierten. Schön, dachte ich, vielleicht konnten immerhin seine Kinder das lernen, was sie interessiert. In der anderen Welt ist man froh, wenn man Arbeit hat.

    • Marco Balestra sagt:

      @Merlini: stimme vollkommen zu, das ist leider CH-Bildungspolitik.

    • Christoph Mathis sagt:

      Der Beamte war immerhin ehrlich, und es ist nicht seine Schuld, dass viele andere Jugendliche nicht studieren können. Die Selektion für die Kantonsschule wird sehr häufig von Leute mit geringer Bildung begrüsst.

      • gabriela merlini sagt:

        Glauben Sie mir, Herr Mathis, ich gönne es den Kindern des Beamten, wünschte alle Kinder – wenigstens in diesem materiell reichen Land – könnten ihr Potential ausschöpfen. Nichts weiter.

  • Marina Trachsel sagt:

    Die „richtige“ Antwort auf die Frage wäre, dass der Term „besser“ hier ohne Kontext undefiniert ist, und die Frage damit semantisch sinnlos, oder zumindest hoch ambivalent. (Ebensogut könnte man fragen, ob jemand das Gymnasium für flubberdidastiger hält als die Lehre).
    Aber mal nur zu meinem Amüsement: Was HABEN Sie denn geantwortet? Das erzählen Sie uns in dem Artikel nämlich nicht.

  • Urs Gautschi sagt:

    Eine Berufslehre ist heute leider nicht mehr das, was sie einmal früher war. Das fängt schon bei den modularen Abschlüssen an! So gibt es heute „Berufsleute“ mit 4-Jähriger Berufsausbildung und Abschluss, welche nicht einmal fähig sind einen 3-Satz zu rechnen. Auch nach mehrmaligem Erklären verstehen sie es nicht… So tief ist das Niveau… Es ist sehr bedenklich! Die Berufslehre muss aufgewertet werden indem diese Form von Ausbildung wieder anspruchsvoller wird. Schönreden alleine wie in diesem Artikel genügt nicht!

  • Roman Lüthi sagt:

    Die Frage im Titel ist nicht rhetorisch. Und sie ist auch nicht lustig. Ich habe zuerst eine Berufslehre gemacht, dann auf dem zweiten Bildungsweg die Matur gemacht und ein Studium abgeschlossen. Und JA JA JA, ein gymnasialer Abschluss ist definitiv mehr wert, das habe ich auf die harte und lange Tour gelernt. Wir sprechen hier nicht nur von Sozialprestige, sondern von echten Wahlmöglichkeiten. Noch die beste Lehre ist letztlich ein Schmalspurgleis in eine bestimmte Richtung. Gymni und Uni sind dagegen der Hauptbahnhof mit 18 Gleisen. Das Schönreden der Meterspurigen wird langsam lächerlich.

    • Pascal Berger sagt:

      Ich muss Ihnen leider widersprechen, Herr Lüthi. Ich arbeite seit 8 Jahren in der Berufsbildung und kann Ihre Aussage mit x Beispielen widerlegen. Z.B. mit dem „Primeler“ der via 10. Schuljahr, KV-Lehre, Berufsmatura, FH-Studium nun seinen Masterabschluss hinlegt. Oder die KV-Lernende, die heute als Lehrerin arbeitet. Oder der Schreinerlehrling, der (via Berufsmatura und Hochschulstudium) heute Geschäftsführer eines auf Energieeffizienz spezialisierten Unternehmens ist. Ihre Aussage stimmt schon alleine deshalb nicht, weil alle Länder, welche Ihrem Beispiel folgen, eine katastrophale Jugend-

      • Pascal Berger sagt:

        -arbeitslosigkeit aufweisen (z.B. Italien, Spanien, etc…). Unser Bildungssystem ist deshalb gut, weil es eben beide Wege gibt und weil unser System durchlässig ist (Sie sind ja der beste Beweis dafür). Dass eine gymnasiale Matura alleine aber mehr Wert ist als eine Berufslehre stimmt schlicht und einfach nicht. Ich würde jedem Jugendlichen/jeder Jugendlichen eine Berufslehre empfehlen. Voraussetzung dafür ist aber eine genügend entwickelte Persönlichkeit und Reife, um sich mit seinen Stärken auseinanderzusetzen. Manchen Jugendlichen fehlt diese Reife – und sie gehen, wohin wohl, ans Gymi…

      • marsel sagt:

        Sie widersprechen Herr Lüthi doch gar nicht, Herr Berger. Sie zählen lauter Beispiele auf von Leuten die offenbar erst etwas waren, nachdem sie einen „Masterabschluss“ oder ein „Hochschulstudium“ vorweisen konnten oder jetzt als Lehrer arbeiten (ebenfalls nach Matura/Studium nehme ich an).

    • Blanche Wu sagt:

      Mit einer Lehre und BMS kann man die Passerelle absolvieren und danach alle 18 Gleise benutzen. Ohne natürlich nicht. Jedoch gibt es auch Leute welche mit Gymnasium es nicht auf die Reihe kriegen ein Studium abzuschliessen und nach etlichen Wechsel von Studiengängen, arbeitet man jetzt beim Callcenter und das Studium ist versandet…
      Es liegt auch am Willen jedes Menschen etwas auf die Beine stellen zu wollen. Wenn der Wille fehlt, dann nützt alles nichts. Gibt es zu Genüge solche Menschen. Im Gegenzug gibt es auch Menschen die von Unten sich hoch arbeiten und Vollgas geben.

    • Peter Bischof sagt:

      Danke, Sie sprechen mir aus der Seele. Ich habe den gleichen Werdegang mit Lehre und Matura + Uni hinter mir und teile ihre Ansicht 100%

    • Hans S sagt:

      Habe ebenfalls beide Bildungswege beschritten und teile ebenfalls die Meinung von Herrn Lüthi.Die fehlende Praxiserfahrung der Gymeler/Uniabsolventen ist viel schneller aufgeholt als die fehlenden Grundlagen nach der zurechtgestutzten Berufsschule/höheren Berufsbildung. Man wird zum soliden Facharbeiter,aber eben,nur auf einer einzigen Spur. Fehlendes wie kritisches Denken, wissenschaftliche Bildung, Internationalität, Verständnis grösserer Zusammenhänge etc. versperren aber oft die anderen Gleise. Die nötige Weiterentwicklung der Berufsbildung wird durch die Schönrederei eben auch verhindert.

    • Benno Eggenberger sagt:

      Herr Lüthi, Sie liegen voll richtig. Hab den gleichen Bildungsweg hinter mir und es stimmt. Es ist fast egal was man studiert, man kann danach so ziemlich jede Laufbahn einschlagen. Wenn jemand eine Maurer-Lehre gemacht hat, wird er kaum eine Stelle als Buchhalter finden. Ärzte im Marketing, Agronomen im Consulting oder Biologen in der Pharma-Industrie; alles ist möglich. Nur ist es nicht jedem möglich, den Hintern auf dem Stuhl zu halten und zu lernen. Eine Matura kann jeder machen – leider hat das Elternhaus einen grossen Einfluss auf die Laufbahn.

  • Maya Hächler sagt:

    Alle Medien kommen nun fast zum Ziehl: der Bachelor ist bankrott. Selten haben Bildungspolitiker das Humboldtsche Ideal, die Einheit von Forschung und Lehre, so inständig beschworen wie heute.

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Bei der Berufslehre ist klar was daraus entsteht, nämlich der Beruf. Er kann ausgeübt werden und man wird in den allermeisten Fällen gebraucht. Auch kann man sich weiterbilden bis zu einem Hochschulabschluss. Auch solche Leute werden gebraucht. Anders sieht es beim Gymnasium aus. Das ist ja nur eine Etappe. Es kommt darauf an, was man nachher studiert. Es gibt Studienrichtungen, da wird man weniger gebraucht und die öffentliche Hand schafft dauernd Stellen für die. Andererseits gibt es Studienrichtungen, besonders technisch/wissenschaftlicher Art, wo grosser Mangel an Absolventen herrscht.

  • Lola Rennt sagt:

    Der Autor zitiert Gotthelf: «Torheit! Es rechnen alle Menschen.» Genau dort liegt m.E. einer der zentralen Punkte: die Löhne von verschiedenen Berufsbildern sollten generell weniger auseinanderklaffen, desto weniger Lohngefälle, desto weniger würde man diese Diskussion führen. Leider wird der Wert einer Ausbildung auch vom tatsächlichen Lohn definiert (s. bspw. die so genannt „typischen Frauenberufe“), unabhängig von der Verantwortung und der Dauer der Ausbildung, welche dann schon einen etwas höheren Lohn rechtfertigen.

  • Markus Bachmann sagt:

    Mit dem Begriff „Wahl“ wird hier etwas Augenwischerei betrieben. Natürlich versucht (fast) jedes Kind, das der Meinung ist, das es in einem Gymnasium bestehen könnte, den Eintritt ins Gymnasium zu schaffen. Alle anderen „wählen“ (unfreiwillig) andere Wege, die für sich auch nicht schlecht sind, aber in der Summe weniger gesellschaftliche Reputation haben, wie auch über weniger finanzielle Perspektiven verfügen. Nächste Frage: Ist es besser intelligent als weniger Intelligent zu sein?

  • Stefan W. sagt:

    Das Problem ist ja nicht die Ausbildung, sondern die Wirtschaft: Die Wirtschaft, die lauthals über Fachkräftemangel jammert, und mit „Fachkräften“ eben nicht die gut ausgebildeten Lehrabgänger meint, von denen es in der Schweiz ja genügend gäbe, sondern sie meint damit Leute mit einem Hochschulabschluss.
    Es ist müssig, darüber zu streiten, welche Ausbildung „besser“ ist. Denn es ist, so wie der Arbeitsmarkt nunmal aussieht, pragmatischer, den akademischen Weg zu wählen, wenn man denn die Wahl hat. (Was meinen Sie überhaupt mit „besser“?)

  • otto bamert sagt:

    Wer sein Kind zum Projekt macht – und solche Eltern gibt es mitllerweile sehr viele -, dem bleibt nur das Gymnasium. Das ist die eine Tatsache, auch wenn das Kind trotz oder wegen seiner Helikoptereltern nicht dahin gehört. Die zweite Tatsache ist, dass sich alle Schulen öffnen wollen – eine Oeffnung aber bedeutet immer auch Anpassung nach unten, das heisst dann eben, dass die Schulen meist schlechter und nicht besser werden. Deshalb beklagt sich ja jede Folgeschule über die unzureichende Vorbildung. Schade nur, dass es bei diesem Denken keine Durchlässigkeit der Bildungssysteme gibt.

  • Martin Messerli sagt:

    Ich finde, mit einer Berufslehre und der Berufsmatur haben junge Leute viel mehr berufliche Möglichkeiten als mit dem Besuch des Gymnasiums, welcher fast wie eine Sackgasse oder zumindest eine schmale Einbahnstrasse ist. Das Problem ist, dass eine Lehre zu unterbewertet ist, während Gymnasien, die teilweise zu Töchterhandelsschulen verkommen sind, zu stark überwertet werden. Hier ist die Politik gefragt. Gemäss BEOBACHTER sind 75% der Gymnasiasten auf Druck der Eltern am Gymi. Eine ungesunde Entwicklung! Dabei braucht die auf der Industrie basierende, erfolgreiche Schweiz vorallem Berufsleute!

    • chocolate sagt:

      Die Schweiz ist schon lange nicht mehr auf ‚Industrie basierend‘, wird es immer weniger (gerade wieder erfolgt ein Schub Auslagerungen ins Ausland…).
      Es braucht deshalb (für die Dienstleistungsgesellschaft) ganz klar genügend Akademiker – am besten eigene, in der Schweiz ausgebildete, statt importierte.
      Es braucht aber auch die Berufslehre, die einen soliden Werdegang einläuten kann. Ihrem Hohelied (‚viel mehr berufliche Möglichkeiten‘) möchte ich trotzdem nicht zustimmen: Es kommt ganz auf den Einsatz des Einzelnen an.
      Ich verstehe nicht, warum man das eine gegen das andere ausspielen muss?

  • Chris sagt:

    Man kann kein Gymnasium mit dem anderen vergleichen.So sind Gymnasien in Basel schlechter als in allen Nachbarkantonen.Schon allein die Durchschnittsnote,um in Basel ins Gym zu kommen,liegt tiefer als in BL,AG und SO.Die strengsten Schulen in der Region,ob Gym oder Sek. E, sind in den Kantonen AG und SO.Dass der Durchschnitt in BS nicht so hoch sein muss beim Uebertritt ins Gym, ist später auch an der Uni ersichtlich und bekannt … und zwar seit Jahren.Mit Sek E und Berufsmatur haben Junge viele Möglichkeiten und verdienen mit Praxis und Weiterbildung genauso viel wie Gymnasiasten m/Studium.

  • Carlita sagt:

    Unsere Wirtschaft braucht Fachkräfte. Aber auch Menschen, welche sich nicht zu schade sind, sich die Hände schmutzig zu machen und ihre Lebenserfüllung nicht ausschliesslich in einem möglichst gut bezahlten Beruf sehen.

  • Martin Messerli sagt:

    Ja, das ist leider eine allgemeine Irrmeinung, die Schweiz sei kein Produktionsland mehr. Vorallem bei Akademiker und roten Politker eine weit verbreitete falsche Ansicht. Die Schweiz ist nach wie vor eines der besten Produktionsstandorte weltweit. Tausende von KMU’s liefern Hitechprodukte in die ganze Welt. Schon die Tatsache, dass wir am meisten europäsche Patentanmeldungen pro Kopf in Europa haben untermauert diese Tatsache. Der gefährliche Trend Richtung reine Dienstleistungsfirmen ist seit Jahren erkennbar. Wir können doch nicht davon leben, in dem wir uns gegenseitig die Haare schneiden!

  • Besser Wisser sagt:

    Es wäre wünschenswert, dass in einer solchen Abhandlung korrekte Bezeichnungen verwendet werden würden. So gibt es beispielsweise schon eine Weile keine Anlehren mehr, sondern ein Berufsattest (EBA). Dies ist ein grosser Fortschritt, da es sich um einen anerkannten, sehr praktisch ausgerichteten Abschluss handelt.

  • werner boss sagt:

    Schön gesungen, die Dorfmusik! Im Alltag aber ist dies dann schon ganz anders, man lese nur schon die vielen Behauptungen von unseren Schriftgelehrten zum Thema direkte Demokratie ! Lange Zeit wurden auch immer wieder so genannte Expertisen veröffentlicht, welche oft entweder himmelschreiend daneben waren, oder aber Tatsachen entsprachen, welche schon unser Grossväter beim heuen bemerkten. Für mich gilt; die schlausten Köpfe machen oft am wenigsten von sich Reden.

  • Rania sagt:

    Nein. Ich habe mich gegen eine Lehre und gegen das Gymi entschieden und es geht mir gut. Was ist jetzt mache, spielt eigt keine Rolle, es geht mehr darum was ich nicht mache? Niemand hat eine Wahl hier in der Schweiz. Alles sagen doch nur, dass wir ein gutes System hätten und Glück hätten etc… Das hat es in vielen anderen Ländern auch, ohne der Pralerei. Die besten Unis der Welt sind nicht in der Schweiz, wieso wohl?
    Ich habe viel mehr ein Problem damit, dass die Kinder mit 14 oder 15 sich entscheiden müssen ( natürlich mit der Möglichkeit immer noch was anderes zu lehren ) was sie ja dann auch tun und so immer wieder abbrechen. Das Gefühl zu haben, alles machen zu können ist falsch.
    Und das Gefühl zu haben, wenn man Detail lehrt das man dann nur ne Verläuferin ist, ist noch falscher.
    Anhand des Jobes definieren sich wenige Jugendliche, denn die meisten wollen halt man nicht arbeiten, was man gut verstehen kann.
    Dieser ständige Druck und Angst ist einfach nur zum kotzen. Es gibt mehr als nur was es gibt. Jeder soll seinen eigene Weg finden den es gibt nicht NUR 2 Wege. Man kann so vieles machen im Leben man muss nur raus aus diesem Programm. Man muss sich frei fühlen.
    Und gut. Ja, das erlaubt!!

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